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- Feelings -

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6 Kapitel - 5.022 Wörter - Erstellt von: Leatrice12? - Aktualisiert am: 2017-10-27 - Entwickelt am: - 179 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

In den Schatten richtet sich etwas auf. Etwas herzloses, kaltes. Etwas, das die Clans vernichten und Rache nehmen will, dabei mit den Gefühlen einer jungen Kätzin spielt. Ohne die Wahrheit zu erkennen gibt sich Federschweif einem Streuner mit einem Herzen voller Machtgier hin. Die Warnungen ihres ehemaligen Mentors streifen kaum ihre Seele. Unbewusst gibt sie ihm die Antworten, die er braucht, um seine finsteren Pläne zu verwirklichen. Er denkt, sie würde für ihn ihren Clan verraten, ihn unterstützen. Sie denkt, er liebt sie, meint es Ernst mit ihr Federschweif vergisst, was ihr wirklich wichtig ist. Wenn sie wirklich liebt, wer versucht hat, sie vor dem unausweichlichen zu schützen. Vor einem Verrat voller Gefühlskälte und geplatzten Träumen. Sie muss erkennen, dass sie nur eine kleine, unwichtige Spielfigur für ihn war. Eine von vielen. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass alles gut wird. Nur nicht mit ihm, sondern mit dem Kater, für den sie ihre Gefühle hätte schon viel früher entdecken und preisgeben müssen.
(Rewrite zu: »Unstillbares Verlangen«)

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Warrior Cats Ff.

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    ((teal))((unli))- Vorwort♥ -((eunli))((eteal)) Hey und herzlich Willkommen zu meinem ersten Rewrite, Viele werden sich jetzt fragen, ob ich nichts b
    - Vorwort♥ -

    Hey und herzlich Willkommen zu meinem ersten Rewrite,

    Viele werden sich jetzt fragen, ob ich nichts besseres zu tuen habe, als meine abgebrochene Fan-Fiktion zu überarbeiten. Doch, dass habe ich. Aber als ich mir meine Fan-Fiktion ein letztes Mal durchlas, viel mir auf, was für eine Gary Sue der liebe Vipernherz doch ist. Daher fühlte mich gezwungen, meine Story noch einmal zu überarbeiten, da ich zu der Besinnung gekommen bin, dass Schönheit und Attraktivität im Auge des Betrachters liegen. Wer »Unstillbares Verlangen« noch nicht gelesen hat, sollte es vielleicht tuen, auch wenn es kein muss ist.

    Deshalb hoffe ich, dass ich zumindest die Neuauflage nicht wegen Desinteresse abbrechen muss. Zwar werde ich nicht jeden Tag ein neues Kapitel hochladen, weil ich mir fest vorgenommen habe, die Kapitel in Zukunft länger zu schreiben. Versprechen kann ich aber nichts. Ich hoffe, das zumindest meine Treue Leserin Morgen auch hier aufmerksames mit liest und das auch den Schwarzlesern meine mühsam aufgeschriebene Neuauflage gefällt, bevor sie spurlos und ohne hinterlassenen Kommentar verschwinden.

    Mit dieser Ff ändern sich nicht nur einige Nebencharaktere, sondern auch gewisse Details der Ff. Bei Unklarheiten könnt ihr euch gerne an mich wenden oder euch die alte Auflage noch einmal durchlesen, wenn ihr eine kleine Orientierung braucht. Es ist kein einziger Charakter geblieben wie er war, außer Federschweif und Vipernherz, der aber jetzt keine ausgebildete Gary Sue mehr ist.

    Das war's jetzt aber auch erst einmal von mir und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

    Liebe Grüße, eure hoffnungsvolle Leatrice12♥

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    ((teal))((unli))- Prolog♥ -((eunli))((eteal)) Die Sonne versengte erbarmungslos das getigerte Fell der Kriegerin. Auf Leisen Pfoten wand sie ihren s
    - Prolog♥ -

    Die Sonne versengte erbarmungslos das getigerte Fell der Kriegerin. Auf Leisen Pfoten wand sie ihren schlanken Leib um das spitze Gestein der Berge. Die Luft war stickig und schnürte ihr die Kehle zu. Hartnäckig und unnachgiebig. Das der kantige Untergrund ihre dunklen, rauen Ballen aufschürfte, bemerkte sie kaum, während sie den schlammverkrusteten Strömen ihrer Gefährten folgte. »Federschweif, warte«, hörte sie das atemlose Keuchen hinter ihr. Ihre funkelnden Augen verengten sich zu dünnen, blauen Schlitzen. Genervt zuckte sie mit dem Schweif und verlangsamte ihre selbstsicheren Schritte. Der Klang von schweren Pfoten auf dem harten, graubraunen Stein wurde stärker, trommelte unangenehm in ihren Ohren. Ihr schlammverkrusteter Pelz juckte und sie hatte das Gefühl, zu verbrennen.

    »Du hast gewartet«, schnurrte Vipernherz und seine giftig grünen Augen blitzten fröhlich. Statt zu antworten, setzte sich Federschweif mit schweren Pfoten wieder in Bewegung. Auch wenn sie das Gefühl hatte, nach jedem Schritt vor Erschöpfung zusammenzubrechen, war der Drang, dem Braun getüpfelten Krieger zu entkommen, stärker. Seit Blattwechseln lief ihr der junge Kater jetzt schon hinterher wie ein Junges seiner Mutter. Jede anderen Kätzin hätte es vermutlich gefallen, so begehrt zu werden, doch nicht etwa Ihr. Sie wollte nicht angestarrt werden wie Frischbeute, dass einzige was sie wollte war, die beste Kriegerin zu werden, die die Berge je gesehen hatten. Bei dem Gedanken daran breitete sich Wärme von ihrer Nasenspitze bis zum Ende ihres Schweifes aus. Und sie würde sie beste Kriegerin der Berge und des entfernten Waldes werden. Mit neuer Kraft sprang sie den steinigen Pfad hinunter. »Pass doch auf, Federschweif«, knurrte der tiefrote Kater unter ihr und die junge Kätzin kam schlitternd zum sehen. Geröll schlug auf ihre Clangefährten nieder und zusätzlicher Staub legte sich auf ihre Felle. »Tut Mir Leid«, rief sie ihren Clangefährten zu und machte sich daran, Langsam und vorsichtig ihren Abstieg fortzusetzen. »Das hoffe ich doch«, grummelte Morgenkralle ungehalten und führte seine Patrouille mit einem Einzigen Schnippen seines Schweifes tiefer in die Berge. Wie eine einzige Katze bewegten sich die Patrouille fort, wappnete sich gegen die eisigen Winde.


    Mit zuckenden Krallen starrte Federschweif ihnen nach. Zu gerne wäre sie jetzt mit ihnen gegangen, aber sie musste laut den Anordnungen von Morgenkralle die Grenzen des Lagers bewachen. Mit stolz geschwellter Brust hob sie das Kinn und spitzte wachsam die Ohren. Es war ihre Aufgabe das Lager zu bewachsen. Ihre Aufgabe, sie zu bewachen, sie zu schützen, wenn sie sich ausruhten. »Heute wird euch kein Feind zu Nahe zu kommen«, versprach sie feierlich und die Sonne warf ihren Schatten groß und mächtig auf die Felswand hinter ihr. »Das hoffe ich doch«, schnurrte eine Stimme hinter ihr amüsiert und Federschweif wirbelte herum. Die breiten, silberweiß getigerten Schultern von Efeusturm verstellten ihr das Blickfeld nach Osten. Mit zuckenden Schnurrharren wandte sich der Krieger wieder ab und leckte sich träge das Dichte Fell. Mit einem zufriedenen Schnauben ließ Federschweif ihren achtsamem Blick durch die Täler, Gipfel und Flüsse der Berge schweifen. Das alles gehörte ihrem Clan und sie würde dafür sorgen, das er niemals hungerte. Egal, wie viele Leben sie dass kosten würde. Egal, wie viele Opfer sie dafür Bringen müsste. Ihr Clan musste überleben.

    Stolz sah sie auf die Katzen unter ihr. Das waren ihre Clangefährten. Tapfer und loyal. Ein dunkler Schleier legte sich über das leuchten in ihren Augen. Vor ein paar Monden hätten hier noch mehr Katzen gestanden. Brüder, Schwestern, Väter, Mütter, Onkel, Tanten, Schüler, Gefährten, Freunde. Sie alle hatten in einer Schlacht mit den Streunern ihr Leben gelassen. Waren gestorben, um ihren Clan zu schützen. Mit einem schmerzhaften Stich im Herzen dachte sie zurück an die Nacht, die ihnen allen das Leben genommen hatte. Tiefrotes Blut war geflossen, gequälte Schreie waren durch die Schluchten gehallt, Fell war gerissen und sie alle hatten gekämpft. Krieger, Schüler, Älteste, Heiler, Anführer, Stellvertreter und auch die Königinnen waren nicht schon verschont geblieben. Federschweif hatte die Ältesten tuscheln hören, dass dieser Kampf der einzige war, der dem BlutClan gerecht gewesen wäre. Sie schüttelte den Kopf, versuchte die trübseligen Gedanken zu verdrängen. Doch sie wusste, dass sie diese Schlacht immer verfolgen würde. Den In dieser Welt gab es keinen Frieden mehr, nicht mehr, seit dem die Clans vorübergehend in die Berge gezogen waren, um dem Stamm des eilenden Wassers zu unterstützen. Und dieser war unversehrter als die Clans selber davongekommen, hatte sie förmlich für sie kämpfen lassen. Sie freute sich schon, endlich wieder den weichen Waldboden unter ihren Pfoten spüren zu können.

    Endlich wieder den aromatischen Duft der Tannen einatmen zu können. Doch sie wusste auch, dass Eisstern die Berge nicht hinter sich lassen würde, solange es noch keine Anzeichen dafür gab, dass sie Streuner wirklich verschwunden waren. Mit einem Schaudern erinnerte sie sich an die wilden, eisblauen Seelenspiegel ihres Anführers, als der Kampf begann. In diesem Moment hatte sie seine Entschlossenheit spüren können, seinen Clan zu schützen. Ihre Gedanken schweiften zurück in die Realität und sie blinzelte schuldbewusst. Solche Momente der Unachtsamkeit konnte sie sich bei ihre Wache nicht leisten. Auch, wenn es erst Sonnenhoch war. »Du kannst dich ausruhen, Federschweif. Ab hier übernehme ich«, wies Eisstern kühl an. Verlegen machte sie einen Schritt zurück, die Ohren angelegt. Wäre er ein Streuner gewesen, hätte er sie aus dem Hinterhalt überwältigen können, ohne dass sie etwas davon mitbekam. »Tut mir Leid. Ich bin ja nur kurz in Gedanken abgeschweift«, versuchte Federschweif sich zu erklären. Doch Eisstern zuckte nur ungehalten mit dem Schweif. Sein silberbläulich getigertes Fell glänzte In der Sonne wie der See, um den die vier Clans ihre Lager errichtet hatten. »Kurze Momente der Unachtsamkeit können wir uns dennoch nicht leisen«, erwiderte er scharf. »Jetzt geh. Und komm nicht ohne Beute wieder.« Mit einem knappen, schuldbewussten Nicken drehte die junge Kriegerin ihm den Rücken zu und entfernte sich, mit den Gedanken wieder woanders.

    Sorgen machten ihr die Pfoten schwer wie Blei und sie war sich sicher, dass die Rückkehr zum See nicht friedlich verlaufen würde. Ein leises Knurren stieg in ihrer Kehle auf. Der SchattenClan hatte sich, unter der Führung von Nebelstern, wieder auf den Rückweg gemacht, während WindClan und FlussClan sich in den Bergen verteilten und dem Stamm ihre weitere Unterstützung anboten. Angespannt grub sie ihre Krallen in ein kleines, graugrünes Büschel Gras. Ihre Pfoten juckten, verlangten danach, heimzukehren.

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    ((teal))((unli))- Kapitel 1♥ -((eunli))((eteal)) »Federschweif, du übernimmst die Grenze zum SchattenClan. Nimm dir ein paar Katzen deiner Wahl mi
    - Kapitel 1♥ -

    »Federschweif, du übernimmst die Grenze zum SchattenClan. Nimm dir ein paar Katzen deiner Wahl mit.«, befahl der rötliche Kater mit bestimmtem Unterton, bevor er sich den anderen Kriegern zu wandte, die sich um ihn drängten. Mit einem Knappen Nicken nahm sie den Befehl des Stellvertreters entgegen und schnippte Sturmläufer mit dem Schweif sanft gegen das rechte Ohr. Der schwarze Krieger zuckte kurz zusammen, jeder Muskel seines Körpers spannte sich an. Drohend blitzten sie seine grünen Augen an, bevor sie einen entschuldigenden Ausdruck Annahmen. »Du kommst mit mir zur SchattenClan-Grenze«, miaute sie und warf ihm einen scharfen Blick zu, damit er ihr auch ja nicht Widersprach. Dennoch fühlte es sich seltsam an, einem älteren Krieger etwas zu Befehlen, was sonst nur Eisstern oder Morgenkralle Taten. »Ja, Federschweif«, schnurrte der langbeinige Kater und senkte respektvoll den Kopf vor der jüngeren Kätzin. »Wer kommt den noch mit?«, hakte er nach einer kleinen Pause nach. Nachdenklich ließ sie ihren klaren, blauen Blick über die Lichtung schweifen. Die meisten Krieger waren außerhalb des Lagers unterwegs oder verstärkten die Wälle der Kinderstube mit Brombeerranken, um die nahende Kälte davon abzuhalten, in den Bau zu kriechen. »Keine Ahnung«, maunzte sie schließlich und schnippte wegwerfend mit dem Schweif.

    Der ältere Krieger musste ihrem Blick gefolgt sein, denn schließlich sprach er ihre Gedanken aus. »Wir könnten Tigerschweif und Nachtfell mitnehmen«, schlug er vor und deutete in die Richtung der ältesten Kriegerin im DonnerClan, die sich gerade mit Nachtfell die Zunge gab. Ein Kloß bildete sich in ihren Kehle, den Tigerschweif galt nicht umsonst als die temperamentvollste Katze im Clan. »Stimmt. Solange sie uns nicht das Fell über die Ohren zieht«, stimmte sie zweifelnd zu und Sturmläufer schnurrte amüsiert. »Es würde auch alles andere als gut für den SchattenClan enden, wenn er es Wagen würde, Tigerschweif herauszufordern«, fügte er leichthin hinzu und ein dünnes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Es war kein Geheimnis, dass die Kriegerin trotz ihres hohen Alters noch immer zu den besten Kämpfern des Waldes gehörte. »Wenn sie bis dahin noch nicht vor ihr geflohen sind«, flüsterte sie leise genug, nur dass Sturmläufer sie Versehen konnte. »Wenn sie bis dahin nicht vor wem geflohen sind?«, verlangte eine schneidende Stimme zu wissen und die beiden jüngeren Krieger schluckten.

    Tigerschweif's bernsteinfarbene Augen sprühten Funken, während sie bedrohlich vor den beiden aufragte. »Vor einer Maus«, rutschte es Sturmläufer schnell wie ein Blitz raus und das gesträubte Fell der hellbraun gestreiften Kätzin glättete sich. »Nächstes Mal weiht ihr mich aber früher ein«, verlangte sie und Kniff die Augen zu schmalen, blitzenden Schlitzen zusammen. »Ja, Tigerschweif«, brachten die beiden im Chor hervor und konnten nur mühsam ein lautes Lachen unterdrücken. »In Ordnung. Ich hörte, eure Patrouille ist noch zu klein, all das ihr zur SchattenClan-Grenze aufbrechen könntet?«, fuhr sie unbekümmert fort und achtete nicht weiter auf das Breite Grinsen in den Gesichtern ihrer Clangefährten. »Ja«, krähte Federschweif mit vor unterdrückten Lachen heiserer Stimme. »Gut«, miaute die alte Kätzin und warf einen kurzen Blick über die Schulter. »Patrouille, Nachtfell. Auf die Pfoten«, rief Sie ihm herrischen Ton und der dunkelgraue, fast schwarze Kater richtete sich herzhaft gähnend auf. »Ich komme ja schon«, brummte er schlecht gelaunt. »Typisch Kätzin«, knurrte er im Anschluss verstimmt, stoppte aber als sein Blick den ärgerlichen seiner Clangefährtin auffing.

    Federschweif warf Sturmläufer einen amüsierten Blick zu, den er mit blitzenden Augen auffing. »Ich dachte, wie wollten in diesem Leben noch losgehen«, knurrte die alte Kriegerin und zuckte schlecht gelaunt mit dem Schweif. Die jüngere Kätzin verdrehte genervt die Augen und bedeutete den anderen mit einem kurzen Schnippen ihres Schweifes ihr zu folgen. »Dann nichts wie los«, sie bemühte sich um einen fröhlichen, seelenruhigen Ton, der ihr aber nicht besonders gut gelang. Kopfschüttelnd sprang der dunkle Krieger an ihre Seite und Federschweif genoss ihre freie Zeit ohne Vipernherz.

    Ein leiser Seufzer entwich ihr, bedauernd mit einem Hauch von Anspannung vermischt. »Ist es so schwer, ohne Vipernherz auszukommen«, neckte der Kater neben ihr und seine langen Beine setzten problemlos über einen umgefallenen Baumstamm. Ihr Fell sträubte sich von der Nasenspitze bis zum Ende ihres Schweifes, welcher wütend umher peitschte. »Ganz im Gegenteil. Ich genieße diese Zeit«, erwiderte sie schnippisch. Die Harmonie war vergessen, ebenso auch ihre Gedanken an den Kater, der ihr mehr als alles andere auf die Nerven ging.

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    ((teal))((unli))- Kapitel 2♥ -((eunli))((eteal)) Mit einem zischenden Fauchen zog die Kriegerin ihre Krallen durch das Gesicht ihres Gegners. Nebels
    - Kapitel 2♥ -

    Mit einem zischenden Fauchen zog die Kriegerin ihre Krallen durch das Gesicht ihres Gegners. Nebelstern, der hellgraue Krieger vor ihr, wich mit einem kalten Funkeln in den eisblauen Augen zurück. Das Fell seiner breiten Schultern war blutdurchtränkt und Federschweif wusste instinktiv, dass er diese Schlacht niemals vergessen würden. »Verschwinde aus meinem Territorium, Nebelstern«, fauchte sie und ließ die Krallen spielen. Die schmerzvollen Schreie der ringenden Katzen um sie herum versuchte sie soweit es ging zu ignorieren. Sie wollte sich ganz auf den SchattenClan-Anführer konzentrieren, um ihn zu lehren, was es bedeutete sich mit dem DonnerClan anzulegen. Es waren kaum zwei Monde vergangen, seitdem die anderen drei Clans dem SchattenClan zurück zum See gefolgt waren, und trotzdem hatte der Kater die Situation genutzt, um das Territorium der anderen Clans zu erkunden, damit er sie aus dem Hinterhalt angreifen konnte. »Niemals«, erwiderte Nebelstern eisig.

    Eine Krallen bestückte Pfote schnellte vor und pochender Schmerz hallte an ihrer linken Schulter nach. »Lauf. Lauf solange du noch kannst«, miaute sie trotz des Kampfes seelenruhig und kümmerte sich nicht weiter um das glänzende, dunkelrote Blut das an ihren Pfoten sog. »Und was ist, wenn ich es nicht tue«, zischte der ältere Kater, die eisblauen Augen sprühten kampflustige Funken. »Das«, entgegnete Federschweif kühl und bohrte dem älteren erbarmungslos ihre Krallen in die Vorderpfoten. Jaulend vor Schmerz entzog der breitschultrige Anführer ihr seine Pfoten. Das nächste, was Federschweif hörte, war der dumpfe Aufschlag ihres Körpers, als Nebelstern sie über die halbe Lichtung schleuderte. Mit einem leisen Ächzen kam sie auf dem Boden auf. Stechender Schmerz bohrte sich in ihre Rippen, ihr Kopf dröhnte. »Ihr DonnerClan-Katzen versteht nicht«, Der SchattenClan-Kater bannte sich mit gestrafften Schultern seinen Weg durch das Schlachtfeld zu ihr.

    Er wich in einander verkeilten, kämpfenden Katzen aus, die mit ausgefahrenen Krallen fauchend über einander herfielen. Ignorierte die Blutspritzer, die auf sein helles Fell spritzten. Noch war er ein paar Fuchslängen von ihr entfernt und trotzdem war sich Federschweif sicher, dass sie die einzige war, die seine Stimme hören konnte. »Ihr wollt nicht verstehen«, fuhr er mit einer Stimme kälter als Eis fort, als er sich mit einem triumphierenden Lächeln über sie beugte. »Was wollen wir nicht verstehen«, wollte sie wissen, Kämpfte gegen die Schwärze an. »Das ihr dem SchattenClan nichts entgegen zu setzen habt«, antworte Nebelstern schlicht. Am liebsten hätte sie freudlos aufgelacht, aber ihre Kehle war zu trocken um einen Ton herauszubringen und sie fühlte sich an, als wäre sie zugeschnürt worden. »Und deshalb muss ich es euch zeigen«, flüsterte er in ihr Ohr und setze seine Krallen an ihre Kehle. In diesem Moment hasste sie sich selbst dafür, dass sie sich vor Schmerz nicht rühren konnte.

    Einfach da lag, während ihre Clangefährten um ihr Leben kämpften. »Das ist gegen das Gesetz der Krieger«, brachte sie mühsam heraus. Doch statt zu antworten drückte er seine Krallen in ihre Kehle, erst langsam, als würde er den Moment genießen. Panisch suchte sie seinen kalten Blick und drohte, sich in seinen eisblauen Augen zu verlieren. Niemand achtete auf die beiden Katzen, niemand achtete darauf, dass sich Krallen in ihre Kehle bohrten. Alle waren damit beschäftigt, ihre eigenen Gegner in Schach zu halten. Federschweif konnte spüren, wie seine Krallen ihr die Luft abdrückten. Dieser Kater war in ihr Territorium eingedrungen. War gerade kurz davor, sie zu töten. Diese Gedanken schenkten ihr die nötige Kraft, die sie brauchte, um sich unter seinen Pfoten hervor zu winden, seinen tödlichen Krallen zu entkommen und ihn als getigerter Blitz auf dem Waldboden festzunageln. Knurrend schnappte der hellgraue Kater nach ihrer Kehle, doch sie war schneller und bohrte ihre Krallen aus Notwehr in sein Brustfell.

    Bemüht ausdruckslos trat sie zurück, versuchte sich nichts von ihrem Inneren Gefühlschaos anmerken zu lassen. Die Augen des Katers weiteten sich. Zähes, dunkelrotes Blut floss aus seinem Brustfell und schwappte über ihre Pfoten. Der muskulöse Körper des Älteren begann unkontrolliert zu Zucken, dann erschlaffte er. Innerlich Verstört stieß Federschweif dem Anführer ihre Pfote zwischen die Rippen, hoffte, dass er ein Lebenszeichen von sich gab. Aber sein Körper war schlaff wie ein Leichnam, seine Flanken still, als hätten sie sich nie gehoben und seine Augen leer. Aus ihnen war jegliches Gefühl gewichen. »Nebelstern«, zerschnitt ein lauter Schrei den Lärm der Schlacht. Ein Kloß bildete sich in ihrem Hals, als sie die hasserfüllten Blicke der SchattenClan-Krieger auf sich spüren konnte. »Mörderin«, spie ihr ein goldbrauner Kater entgegen. Die schönen Tupfen auf seinem Rücken waren rot vor Blut, während er den schlaffen Körpers seines Anführers packte. »Ist . . . Ist er tot«, hauchte die getigerte Kriegerin leise.

    Ihr Fell brannte wegen der Todesblicke des feindlichen Clans, ohne sich zu ihnen umgedreht zu haben, konnte sie diese spüren. »Es war nicht sein letztes Leben«, entgegnete Goldkralle, der goldbraune SchattenClan-Stellvertreter, barsch. »SchattenClan, wir ziehen uns zurück. Aber die Schlacht ist noch lange nicht vorbei«, zischte er, während er in den Schatten verschwand. Schweigend folgten ihm seine Clangefährten und ließen einen blutenden, geschwächten DonnerClan zurück, in deren Mitte die Sicht der getigerten Kriegerin schwarz vor Erschöpfung wurde.

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    ((unli))((teal))- Hierarchie♥ -((eteal))((eunli)) ((bold))DønnerClan((ebold)) ((unli))Anführer:((eunli)) ((bold))Eisstern((ebold))(M): muskulös,
    - Hierarchie♥ -

    DønnerClan

    Anführer: Eisstern(M): muskulös, silberbläulich getigertes Fell, eisblaue Seelenspiegel

    2. Anführer: Morgenkralle(M): kräftig, goldbraun–rötliches Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Heiler: Nadelschweif(W): schlank, silbernes Tigerfell, dunkelgrüne Seelenspiegel

    Heilschüler: Birkenstreif(M): drahtig, braun gestreiftes Fell, braune Seelenspiegel

    Krieger:
    Tigerschweif(W): breitschultrig, hellbraun getigertes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Nachtfell(M): groß, fast schwarzes Fell, dunkelblaue Seelenspiegel

    Felsentiger(M): sehr muskulös, dunkelbraun gestreiftes Fell, eisblaue Seelenspiegel

    Ostgras(W): elegant, goldbraun getigertes Fell, bernsteinfarben-grüne Seelenspiegel

    Wacholdertau(W): leichtfüßig, hellgrau getigertes Fell, hellgrüne Seelenspiegel

    Vipernherz(M): kräftig, braun getupftes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Sturmläufer(M): langbeinig, schwarzes Fell, grüne Seelenspiegel

    Rosenschatten(W): geschmeidig, schwarzes Fell, grüngelbe Seelenspiegel

    Frostblick(M): robust gebaut, weißes Fell, frostig blaue Seelenspiegel

    Federschweif(W): wendig, hellbraun getigertes Fell, schöne blaugrüne Seelenspiegel

    Kiefernfell(M): breitschultrig, rotbraunes Fell, hellgrüne Augen

    Efeufrost(M): breitschultrig, silberweiß getigertes Fell, dunkelblaue Seelenspiegel

    Haselregen(W): klein, hellbraun getigertes Fell, haselnussbraune Seelenspiegel

    Schüler:

    Wasserpfote(W): geschmeidig, dunkelgraues Fell, blaue Seelenspiegel — Ostgras

    Goldpfote(M): groß, dichtes goldenes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel — Felsentiger

    Aschenpfote(M): muskulös, grau getupftes Fell, ähnlich wie ein Leopard gemustert, hellgrüne Seelenspiegel — Frostblick

    Königin:
    Seelenlied(W): schlank, goldrötliches Fell, fast goldene Seelenspiegel — Mutter von Lilienjunges, Löwenjunges und Elsternjunges

    Junge:
    Lilienjunges:(W): klein, silbern getigertes Fell, hellblaue Seelenspiegel

    Löwenjunges:(M): kräftig, goldrötliches Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Elsternjunges(W): schlank, schwarz-weißes Fell, grüne Seelenspiegel

    Älteste:

    Salbeitanz(M): sehnig, salbeifarbenes Fell, fast goldige Seelenspiegel

    Grauteich(M): geschmeidig, dichtes graues Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Flammenfrost(W): klein, rötliches Fell, eisblauen Seelenspiegel


    SchattenClan

    Anführer: Nebelstern(M): sehr breitschultrig, hellgraues Fell, kühle eisblaue Seelenspiegel

    2. Anführer: Goldkralle(M): kräftig, goldfarben getupftes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Heiler: Teichspiegel(W): zierlich, dunkelgraues Fell, blaugrüne Seelenspiegel

    Heilschüler: Efeuteich(W): schlank, schildpattfarbenes Fell, stechend grüne Seelenspiegel

    Krieger:
    Sonnenfell(W): drahtig, cremefarbenes Fell, hellblaue Seelenspiegel

    Weißschwinge(M): riesig, weißes Fell, hellgrüne Seelenspiegel

    Seelenschweif(M): stämmig, silberweiß gestreiftes Fell, dunkelblaue Seelenspiegel mit helleren Splittern

    Splitterherz(W): sehr klein, grau getigerten Fell, weiße Pfoten und bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Zedernschlag(M): groß, dunkelbraun getigertes Fell, blaugrüne Seelenspiegel

    Russherz(W): wendig, dunkelgraues Fell, tiefblaue Seelenspiegel

    Echsenkralle(M): geschmeidig, braun gestreiftes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Schüler:
    Tannenpfote(M): muskulös, karamell getigertes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel — Zedernschlag

    Honigpfote(W): zierlich, honigfarben getigertes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel — Russherz

    Königinnen:
    Apfelblüte(W): schlank, grauweiß getupftes Fell, eisblaue Seelenspiegel — trächtig

    Morgenhauch(W): drahtig, gelbbraunes Fell, verschleierte bernsteinfarbene Seelenspiegel — Mutter von Schwarzjunges

    Junge:

    Schwarzjunges(M): breitschultrig, schwarzes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Älteste:
    Kiefernschweif(W): gebrechlich, sehr dunkelbraunes Fell, blaue Seelenspiegel

    Dämmersturm(M): alt, rauchgraues Fell, grüne Seelenspiegel


    FlussClan

    Anführer: Seestern(W): robust, helles silberblaugraues Fell, hellgrüne Seelenspiegel

    2. Anführer Nachtherz(M): groß, schwarzes Fell, eisblaue Seelenspiegel

    Heiler Rauchschleier(M): etwas älter, grau gemustertes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    Heilschüler: Amsellied(W): schmal, dunkles schildpattfarbenes Fell, strahlend blaue Seelenspiegel


    ᎳindClan

    Anführer: Rotstern(M): langbeinig, dunkles rotbraunes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel

    2. Anführer: Blauherz(W): klein, blaugraues Fell, eisblaue Seelenspiegel

    Heiler: Wisperschweif(M): hager, cremefarbenes Fell, dunkle Seelenspiegel

    Heilschüler: Kleinpfote(M): ungewöhnlich klein, weißes Fell, bernsteinfarbene Seelenspiegel


    Streuner

    Dark Soul(M): kräftig, fast schwarzes Fell, unterkühlte türkisblaue Seelenspiegel

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    ((teal))((unli))- Kapitel 3♥ -((eunli))((eteal)) Seufzend öffnete die getigerte die Augen. Erst eins, dann zwei. Ein paar Herzschläge beugte sich
    - Kapitel 3♥ -

    Seufzend öffnete die getigerte die Augen. Erst eins, dann zwei. Ein paar Herzschläge beugte sich ein hellbraun gestreiftes Gesicht über sie und die bernsteinfarbenen Augen des Heilschülers, Birkenstreif, leuchten auf. »Sie ist aufgewacht, Nadelschweif«, schnurrte er tiefer in den Bau hinein. »Warum sollte ich auch nicht aufwachen?«, konterte Federschweif. Ihre Kehle fühlte sich trocken und kratzig an. Ihre Stimme klang rau und brüchig, als hätte sie Blattwechsel lang nicht mehr gesprochen. Ein Schatten verdunkelte das Gesicht des älteren Katers. »Wir wussten nicht, ob du es schaffst«, miaute er ernst und warf einen raschen Blick über die Schulter, als ob er nicht wollte, dass ihn jemand hört. »Niemand hat damit gerechnet«, fuhr er leiser fort und Schmerz klang in seiner Stimme mit. So stark, dass es ihr das Herz schwer machte. »Aber ich bin aufgewacht«, entgegnete sie daher möglichst optimistisch. Birkenstreif nickte schwach und wandte sich dann ab. »Hast du Schmerzen?«, fragte er beiläufig, während er Beeren und Kräuter sortiere.

    Probeweise streckte sie sich und horchte tief in sich hinein, um den leichtesten Schmerz wahrnehmen zu können. »Nein«, antwortete sie entschieden und rollte sich wieder zusammen. Er gab keine Antwort. Vermutlich war zu sehr in seine Kräuter vertieft um sie zu hören. Gerade als sie glaubte, er könne sie nicht mehr hören, kam seine Antwort. »Gut. Du kannst, wenn du willst, spazieren gehen. Jagen und kämpfen ist aber für dich erst einmal eine Weile verboten«, maunzte er abweisend, beachtete sie nicht weiter. Schnaubend richtete sie sich auf alle vier Pfoten und schüttelte missbilligend den Kopf. »Dann bin ich ja eine tolle Kriegerin. Kein kämpfen, kein Jagen«, brummte sie schlecht gelaunt und schleppte sich auf schweren Pfoten aus dem Heilerbau. Warum durfte sie das nicht? Ihr ging es doch gut. Verwirrt blinzelte sie dem hellen Sonnenlicht entgegen. Sie wusste nicht, wie lange sie bewusstlos gewesen war. Aber es war ihr auch egal. Genauso wie es ihr egal war, dass ihr Birkenstreif verboten hatte, zu jagen und zu kämpfen. Sie würde trotzdem trainieren. Warum denn auch nicht?

    Während sie also aus dem Heilerbau tappte, konnte sie die Blicke ihrer Clangefährten auf ihrem Fell prickeln spüren. Aber immer, wenn sie versuchte ihnen zu folgen, wichen sie ihren Blicken aus, tuschelten leise mit einander. Verwirrt suchte sie nach einem Vertrauten Gesicht, dass mit ihr zusammen trainieren könnte. »Sturmläufer«, schnurrend trottete sie auf den schwarzen Krieger zu, der sich verschlafen neben ein paar Brennnesseln räkelte. Beim Klang seines Namens fuhr der langbeinige Kater hoch. Seine Ohren zuckten, als er den Kopf zu ihr drehte. »Oh, hallo Federschweif. Wie schön, dass du aufgewacht bist«, murmelte er. In seinen Augen aber lag keine Freude, nur Nervösität. Mit einem Seufzen blieb sie stehen. Was hatten diese Katzen alle? Sie war schließlich keine Fremde. »Okay, Sturmläufer. Was zum SternenClan geht hier vor?«, verlangte sie zu wissen. Ihre Augen blitzten. Warum sahen sie alle nur so an? So verstohlen, so ängstlich.

    »Also, das ist so: Du hast naja, Nebelstern getötet. Das ist gegen das Gesetz der Krieger . . .«, begann der ältere vorsichtig und blickte sich immer wieder rasch um. Wut wallte in Federschweif auf und sie Hätte dem schwarzen Kater gerne als Strafe für seine Feigheit ihre Krallen über seine Schnauze gezogen. »Wie mäusehirnig seit ihr eigentlich? Ja, ich habe Nebelstern getötet. Ihm Gesetz der Krieger ist aber festgehalten, was außer mir augenscheinlich keine andere Katze mehr weiß, dass man töten darf, wenn das eigene Leben bedroht wird. Und mein Leben war bedroht«, brachte sie durch zusammengebissene Zähne hervor und versuchte, ihr gesträubtes Fell wieder anzulegen. Befriedigung durchfuhr sie, wie die meisten Katzen verlegen ihre Blicke abwandten und Sturmläufer zusammenzuckte. Sollte sich diese Katzen nur schämen. Ihr war es Recht so. Der ältere Kater öffnete das Maul um etwas zu erwidern, doch Federschweif fiel ihm unbeeindruckt ins Wort. »Ich gehe jetzt trainieren. Einen schön Tag noch, Sturmläufer«, mit diesen, spitzen Worten wirbelte sie herum und stolzierte aus dem Lager. Heute war einfach nicht der Tag für gute Laune.

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- Feelings -
In den Schatten richtet sich etwas auf. Etwas herzloses, kaltes. Etwas, das die Clans vernichten und Rache nehmen will, dabei mit den Gefühlen einer jungen Kätzin spielt. Ohne die Wahrheit zu erkennen gibt sich Federschweif einem Streuner mit einem Her...
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2017-10-10
406A
Warrior Cats

Kommentare (2)

autorenew

Funkenfell! ( von: Funkenfell!)
vor 34 Tagen
gute Geschichte!
Morgen (82080)
vor 35 Tagen
Schön! Gut überarbeitet!