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Die Stimme des Waldes

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5 Kapitel - 32.468 Wörter - Erstellt von: Sarah Laureen - Aktualisiert am: 2017-10-16 - Entwickelt am: - 371 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Lizzy war ihr ganzes Leben lang einsam. Um nicht verletzt zu werden verschloss sie ihr Herz. Obwohl sie sich nirgendwo jemals wirklich heimisch oder angenommen fühlte hätte sie nie damit gerechnet durch einen Zufall in eine andere Welt zu kommen. Aber stimmen die Geschichten über ihre Vergangenheit die ihr erzählt werden und was hält das Schicksal für sie bereit?

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Kapitel 1: Ankunft in Mittelerde Der Regen schlug mir auf die Stimmung. Genervt lauschte ich den Gesprächen der Klassenkameraden. Alle redeten von de
Kapitel 1: Ankunft in Mittelerde
Der Regen schlug mir auf die Stimmung. Genervt lauschte ich den Gesprächen der Klassenkameraden. Alle redeten von dem großen Abschlussball, ihren Plänen in den Ferien und irgendwelche Geburtstagspartys. Was mich anging – für alle schien ich mehr oder weniger Luft zu sein. Keiner dachte daran mich einzuladen. Nicht das es mich am Ende kümmerte. Mich verband nichts mit meinen Klassenkameraden, außer, das wir dieselbe Schule besuchten. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, denn für mich bedeutete das Ende des Schuljahres keine Freude oder endlose Partys. Ich würde ins Heim zurückkehren müssen. Am liebsten würde ich einfach auf der Akademie bleiben, aber das Internat schloss über die Ferien. Unpraktisch für mich, leider ließ sich daran nichts ändern. Es war besser, wenn ich diese Aussichten akzeptierte oder mich vielmehr damit abfand. Ich stand auf und packte meine Tasche. Es brachte nichts hier zu warten. Löcher in die Luft starren konnte ich auch in meinem Internatszimmer. Mein Leben war so langweilig geworden, nachdem ich mich hier angemeldet hatte. So vorhersehbar. Ein Wunder, das ich vor Müdigkeit und Langeweile noch nicht durchgedreht war. Oder wie ein Zombie übers Gelände wankte. Eine verführerische Vorstellung...
„Hey Lizzy! Wohin des Weges?“ Mit einem schleimigen Grinsen stellte sich einer der Player in meinen Weg. Er war eines der negativen Aspekte die das Internatsleben für mich bereithielt.
„Hau ab Lukas.“ Knurrte ich, unwillig mich mit ihm zu beschäftigen. Seitdem ich auf die Akademie ging, stellte er mir nach. Entweder war er als Kind zu oft mit dem Kopf auf den Boden geknallt oder verstand die Bedeutung des Worts >Nein< nicht wirklich. Er nervte mich wirklich. Leider ließ er nur selten zu, das ich ihn ignorierte. Ehrlich, der Kerl war eine reine Verschwendung von Biomasse.
„Du könntest echt netter sein.“ Ich ging einige Schritte auf ihn bzw. auf die Tür zu. Aber der unverschämte Kerl machte sich im Türrahmen breit. Ja klar, ich zittere vor Angst. Genervt verdrehte ich die Augen. Irgendwann war dieses ganze Macho-Gehabe nicht mehr lustig. Wie traurig, das er glaubte, dass alle Mädchen auf Player und Macker standen. Tja, Junge, da bin ich die falsche Adresse. Meinen Todesblick nahm er entweder nicht wahr oder nicht ernst. Stattdessen zog er mich förmlich mit Blicken aus. Ich verzog leicht das Gesicht. Wie ein Parasit. Hartnäckig, unpraktisch und störend. Sein ganzes Verhalten war ekelerregend. Manchmal konnte ich nur mit Mühe den Drang zu erbrechen unterdrücken, wenn ich nur sein Gesicht sah. Er hatte jedes Mädchen aus der Schule gehabt, mit einer einzigen Ausnahme, nämlich mich. Deshalb war er so penetrant und nervig. Was die anderen Mädchen nur an ihm so toll fanden, verstand ich einfach nicht. Himmel, er war eine männliche Schlampe! Sorry für die schlechte Ausdrucksweise. Meine Manieren hatten in letzter Zeit ein wenig gelitten. Musste an der Gesellschaft liegen. Spöttisch musterte ich ihn.
„Zu wem? Zu dir? Wohl kaum. Geh mir aus dem Weg.“ Sein Grinsen wurde verschlagen. Ich unterdrückte ein angewidertes Schnauben. Bei ihm fiel es mir nicht schwer seine Gedanken zu erraten. Er war so schrecklich vorhersehbar. „Du siehst gut aus Liz. Wie wäre es, wenn du diesen unbequemen Rock ausziehst? Ich könnte mir vorstellen, das du ohne besser aussiehst.“ Widerlich. Wie ein Hund mit seinem Knochen. Ich schüttelte den Kopf und überschlug kurz meine Möglichkeiten. Meinen Weg frei prügeln würde mir den Verweis von der Schule einbringen. Ihn verbal zur Schnecke zu machen, bedeutete kein Spaß. Er war was seine höheren geistigen Fähigkeiten anging, einfach zurückgeblieben. Wenn er nicht einmal verstand, das ich über ihn lästerte und ihn beleidigte, machte das Ganze doch keinen Spaß. Einfach unter seinen Arm durch zu tauchen, könnte böse enden bei seiner schlechten Angewohnheit mich anzufassen.
Und einfach geduldig darauf warten, das er wegging war kontraproduktiv. Während ich darüber nachdachte, wie ich ihn schnell und möglichst ohne Körperverletzung außer Gefecht setzte kam er mir immer näher. Entschlossen schob ich ihn weg. Soweit kommt' s noch, das dieser Kerl bei mir auf Tuchfühlung ging. „Lukas!“ Absichtlich benutzte ich meinen besten ich-bring-dich-um- wenn-du-mir-zu-nahe-kommst Tonfall. Bedauerlicherweise ohne Erfolg. War der Junge etwa völlig verblödet oder warum kapierte er nicht, dass ich ihn nicht ausstehen konnte? Wahrscheinlich war es ihm sogar egal. Grr! „Ja Lizzy? Ist irgendetwas?“
Dieser süffisante Tonfall ging mir auf die Nerven! Ich knirschte mit den Zähnen. Aber der Mistkerl war noch nicht fertig. „Weißt du, ich wusste ja immer, dass du schüchtern bist, Kleine. Aber du musst dir wirklich keine Sorgen machen.“ War er wirklich so idiotisch, dass er ein Nein nicht akzeptierte! Ich wollte Lukas – freie Luft atmen und das ging nur, wenn ich hier raus kam. Langsam schwand meine Geduld. „Ich sage es nur noch einmal: Geh mir aus den Weg!“ Natürlich glaubte er mir nicht, dass ich es ernst meinte. Provozierend musterte er mich. Wie kaum ein anderer beherrschte er die Kunst, mich innerhalb Sekunden zur Weißglut zu treiben. So wie jetzt. Seine Gehirnzellen waren wohl zu beschädigt, um die Gefahr zu erkennen. Tief atmete ich durch, versuchte mich zu kontrollieren. „Sonst was? Ich lasse dich durch, wenn du mich küsst.“ Wie bitte? Er war einfach ein absoluter Volltrottel. Allerdings war die Tür nicht die einzige Möglichkeit den Klassenraum zu verlassen. Ich schlug ihn mit aller Kraft ins Gesicht. Er schrie auf und hielt sich die Nase. Blut lief unter seiner Hand herunter. „Autsch! Das tut weh!“ Oh bitte! Ich hatte nicht einmal versucht ihn an empfindlicheren Stellen zu treffen und er weinte wie ein Baby. Was für eine Memme. Verächtlich sah ich ihn kurz an und wirbelte zum offenen Fenster herum. Der Kirschbaum stand praktischerweise genau unter dem Fenster. Bevor die anderen begriffen was ich vorhatte, sprang ich nach draußen. Es mochte eine verrückte Aktion sein (ja, es hätte auch andere Lösungen gegeben), aber ich war draußen. Ich landete im Baum und rutschte elegant auf den Boden. Grinsend sprintete ich über den Rasen.
Im Wald würden sie kaum nach mir suchen. Das meine Kleidung an mir klebte wie eine zweite Haut und meine Haare, sobald sie wieder trocken waren, von meinen Kopf abstehen würden, war mir herzlich egal. Ich kannte mich auf dem Gelände der Schule hervorragend aus. Oft genug hatte ich mich im Wald versteckt, wenn andere es sich zum Spaß machen wollten mich zu quälen. Auch blind konnte ich mich zu Recht finden. Rasch ließ ich den Rasen und das Gebäude hinter mir um in das Grün des Waldes einzutauchen. Noch während ich weiter sprintete spürte ich, dass sich die Stimmung im Wald irgendwie verändert hatte. Es verwirrte mich ein wenig. Es schien, als würden die Bäume auf irgendetwas warten. Nur worauf? Als ich das Herz des Waldes erreichte, verharrte ich erstaunt. Direkt auf der Lichtung lagen ein wunderschöner Langbogen und ein Köcher mit Pfeilen. Verwundert ging ich darauf zu und betrachtete die Waffe. Waren das etwa Runen, die ins Holz eingeschnitzt waren? Aufmerksam sah ich mich um. Niemand war in der Nähe. Wie also war der Bogen hergekommen? Als ich den Bogen in die Hand nahm und den Köcher aufhob, begann sich alles um mich herum zu drehen. Die Runen glühten weiß auf. Ein Wirbel aus Farben umgab mich und ich hatte das Gefühl zu fallen. Als ich die Augen wieder aufschlug, lag ich auf einer Wiese und sah hoch in einen blauen Himmel. Von Regen keine Spur. Was, bitte, war hier los? Vorsichtig richtete ich mich auf und blickte auf meine Hände. Bogen und Köcher lagen immer noch in ihnen. Verwirrt blickte ich mich um. Kein Zweifel, ich befand mich nicht mehr in England. Aber wo war ich dann? „Okay, kein Grund zur Panik.“
Der Klang meiner Stimme wirkte beruhigend. Ich stand auf und sah mich um. Es gab exakt drei Möglichkeiten: entweder war ich verrückt, schlief oder in einer anderen Welt gelandet. Fragte sich nur, welche Möglichkeit zutraf. Die Landschaft war wunderschön. Grüne Hügel, kleine Wäldchen, klare Bäche und - waren das winzige Häuser? Zögernd ging ich weiter und war überrascht.
Männer, Frauen und Kinder, liefen barfuss herum. Die Häuser waren wirklich niedrig. Kein Wunder, denn die Körpergröße der Bewohner lag weit unter der eines „normalen“ Durchschnittsmenschen. Sie wirkten so fröhlich und unbekümmert, dass ich grinsen musste. Ich mit meinen 1,73 m fiel wie ein bunter Hund auf. Lächelnd winkten mir einige der Dorfbewohner zu. „Wohin des Weges und wie heißt Ihr meine Dame?“ Fragte mich ein etwas rundlicher blonder kleiner Mann (oder Junge?). Ich sah in seine strahlenden Augen. „Ich bin ein wenig vom Weg abgekommen.“ Erklärte ich (ganz gelogen war’ s ja nicht). Während ich meinen Namen nannte, verneigte ich mich leicht. Irgendwie hatte ich das Gefühl im Mittelalter gelandet zu sein. Manieren und Vorsicht waren wirklich gefragt, immerhin stammte ich aus einer anderen Zeit – und auch aus einer anderen Welt, wenn ich mich nicht sehr täuschte. „Mein Name ist Lizzy eigentlich Eliza. Darf ich fragen, wo ich bin?“ Er lächelte mich freundlich an. Diese eher kleineren Wesen waren entschieden netter, als die meisten Menschen, die ich kennengelernt hatte. Wer weiß, vielleicht konnten sie mir weiter helfen? „Ihr seid im Auenland, besser gesagt in Hobbingen. Mein Name ist Sam Gamdschie.“ Auenland? Dieser Name brachte irgendwas in mir zum Klingen. Aufmerksam blickte ich mich um. Es war unmöglich, dass ich in einer anderen Welt gelandet war. Das würde jeder Logik widersprechen. Zumal ich ganz offensichtlich hier fehl am Platz war. Mein ganzes Leben, oder zumindest seit ich denken konnte, lebte ich entweder in Pflegefamilien, in Waisenhäusern, auf der Strasse oder in abgeschlossenen, vergitterten Heimen. Ein richtiges Zuhause hatte ich nie wirklich gekannt. In meiner Akte stand lediglich, dass eine alte Frau mich in Lyon im Dezember (vor siebzehn Jahren) ausgesetzt auf einer Strasse gefunden hätte. Wer meine Eltern waren und ob ich überhaupt eine Familie hatte, war immer ein Geheimnis gewesen. Ich wusste nicht wirklich, wer ich war. „Erfreut Ihre Bekanntschaft zu machen Herr Gamdschie.“ Mit einem Lächeln deutete ich eine leichte Verbeugung an. Er wurde leicht rot und senkte kurz den Kopf. Wie süß. Schmunzelnd betrachtete ich ihn. „Sam! Wo steckst du?“ Ein dunkelhaariger Junge (oder Mann?) sah sich suchend um. „Ich komme Herr Frodo! Einen Moment noch.“ Mit einem Lächeln streckte er die Hand aus. „Wenn Ihr wollt, könnt Ihr mitkommen. Wir bereiten alles für ein großes Fest vor. Herr Bilbo Beutlin wird 110 Jahre alt! Kommt Ihr mit Herrin Eliza?“ So alt konnten diese kleinen Menschen werden? Wobei – wahrscheinlich hatten sie ganz andere Namen. Außerdem wirkten sie beim genaueren Betrachten nicht so, als würden sie zu den Menschen gehören. Große behaarte Füße, kleinwüchsig, mit ein wenig seltsam geformten Ohren. Und alle, wirklich alle, hatten Locken oder zumindest krausiges Haar. Niedlich. Ich schmunzelte. Die Frauen und Mädchen trugen so etwas Ähnliches wie Trachten oder Dirndl und bei den Männern/Jungs fehlten mir die Worte für eine Beschreibung. Nicht das ich sonst auf dem Mund gefallen wäre, oder gerade von ihrem Aussehen schwärmen würde. Nein, ich war einfach nur ein wenig verwundert und überwältigt. Ups, ich hatte Sam vergessen. Himmel, war ich heute unhöflich! Rasch erinnerte ich mich an seine Frage und antworte, ehe ich wieder abgelenkt wurde. Diese Gefahr bestand durchaus. „Wenn ich nicht störe, würde ich tatsächlich gerne mitkommen.“ Ich lächelte und ergriff seine Hand. „Bitte, nennt mich einfach nur Lizzy. Ich bin keine Herrin und werde es nie sein.“ Er zog mich fast schon gewaltsam hinter sich her, denn ernsthaft, alles was ich hier sah faszinierte mich. „Ihr seht so aus, als hättet Ihr eine lange Reise hinter Euch Lizzy. Darf ich fragen, woher Ihr kommt?“
Neugierde leuchtete aus seinen Augen. Mittlerweile hatten wir Frodo, oder wie auch immer der Dunkelhaarige hieß, erreicht. Anscheinend hatte er Sams letzte Worte gehört, denn er blickte mich ebenfalls neugierig an. „Naja, ehrlich gesagt bin ich anfangs ohne Ziel herumgelaufen.“ Ich hob die Schultern. Mir fielen die Blicke der beiden auf, als sie den Rock und die nasse Bluse musterten. Natürlich, meine Kleidung war etwas ungewöhnlich hier. Vielleicht gab es eine Schneiderin, die mir etwas weniger Auffälliges geben konnte? „Was meine Kleidung angeht – die meisten Mädchen laufen so herum. Zumindest dort, wo ich herkomme.“ Einigermaßen zufrieden winkten die beiden mich weiter zu einem riesigen Festplatz. Viele Frauen und Männer halfen, Tische und Bänke aufzustellen, Zelte aufzubauen und die Kinder wuselten fröhlich umher. „Kann ich helfen?“ Fragte ich, denn alles war besser, als das Gefühl unnütz herumzustehen, während andere meine Hilfe gut brauchen könnten. Sam nickte und stürzte sich mit mir im Schlepptau ins Getümmel. Das Frodo wegging, bemerkte ich nur am Rande, da ich den Frauen half, Tischdecken zu tragen, Essen hinzustellen und die Tische selbst ordentlich zu decken. Mir machte es Spaß und es dauerte nur wenige Minuten, bis ich mit den anderen so scherzte als wäre ich schon immer Teil dieser Gemeinschaft gewesen. Ich fühlte mich wohl und das trotz der Größe, mit der ich mit von diesen Auenländer unterschied. Eine der Frauen nahm mich schließlich beiseite und betrachtete mich aufmerksam. „Ihr habt uns sehr geholfen junge Dame. Sam meinte etwas von wegen, dass Ihr Euch vielleicht in anderen Kleidern wohler fühlt. Wenn Ihr wollt, können wir jetzt schauen ob sich nicht etwas für jemanden Eurer Größe findet.“ Ich folgte ihr zu einem kleinen Hügel, in dem eine runde Tür sowie Fenster eingelassen waren. „Über die Bezahlung macht Euch keine Sorgen.“ Sagte sie freundlich. „Obwohl Ihr nicht von hier kommt, habt Ihr tüchtig mit angepackt. Das soll der Lohn für Eure Arbeit sein.“ So freundlich und großzügig konnte doch niemand sein! Als ich protestierte lachte sie. „Keine Widerrede junge Dame!“ Also gut. Vorsichtig beugte ich mich nachdem sie mich in ihr Heim einlud. Ich konnte nicht gerade stehen, weil die Decke so niedrig war. Sie wuselte herum und kam schließlich mit einem Bündel zurück. „Hier. Ich hoffe die Sachen passen Euch.“ Verwundert schlug ich das Tuch auf. Ein wunderschönes königsblaues Kleid aus Seide fiel mir entgegen. Behutsam entfaltete ich es und schnappte nach Luft. Je nach Lichteinfall wirkte es an den Beinen fast transparent. Zarte Silberstickereien bedeckten das Oberteil, das so geschnitten war, dass meine Schultern freilagen und die Figur betonte. Die Ärmel waren fließend und durchsichtig. Noch nie hatte ich so etwas Wunderschönes in den Händen halten dürfen, erst recht nicht anziehen. Als ich das Kleid ein wenig drehte, fielen mir die leichten Schlitze auf die kurz oberhalb des Knies ansetzten. Wenn ich still stehen würde, könnte man das niemals sehen. Das Kleid war ein Traum. Niemals konnte ich es anziehen.
„Das kann ich nicht annehmen.“ Flüsterte ich ehrfürchtig. „Es ist wunderschön.“ Sie räusperte sich vernehmlich.
„Es gehörte einer wunderschönen Elbin, die uns einmal besuchte. Sie ließ den Großteil ihrer Garderobe hier mit den rätselhaften Worten, das irgendwann eine junge Frau ins Auenland kommen würde, der diese Gewänder besser stehen würden als ihr selbst.“ Als ich den Kopf hob und die Frau musterte lächelte sie. „Bitte nehmt das Gewand an. Es war der Wunsch der Elbin und ich bin sicher, dass sie Recht hatte mit ihrer Vermutung. Ich lasse Euch jetzt ein bisschen Privatsphäre damit Ihr Euch umziehen könnt.“
Ungläubig blickte ich ihr nach ehe ich wieder auf das Kleid blickte. Wenn das ein Traum war, wollte ich wirklich nicht wieder aufwachen. Vorsichtig wechselte ich meine Kleidung und trat vor den Spiegel. Es war nicht die einfache Lizzy die meinen fassungslosen Blick erwiderte. Meine grauen Augen schienen geheimnisvoll zu glitzern. Vorsichtig berührte ich meine offenen schwarzen Locken, die weich und seidig schimmerten. Meine Ohren waren schon immer ein wenig spitz und ich habe ein besseres Gehör als die meisten Menschen. Das Kleid schmiegte sich an mich wie eine zweite Haut. Als ich mich vorsichtig drehte ohne mir dabei den Kopf anzustoßen, was für eine Glanzleistung, blitzten meine Beine immer wieder kurz auf. Die Fremde im Spiegel sah aus wie eine Prinzessin. Ich erkannte mich nicht wider. Lizzy, das Mädchen ohne Nachnamen und Eltern. Das bisher noch jeder Pflegefamilie weggelaufen war. Das Kind, das oft nur schlichte Kleidung trug. Der rebellische aber stiller Teenager, der nirgendwo richtig hinzupassen schien. Ein fast erstickter Laut erklang hinter mir. „Sie hatte Recht. Ihr seht aus wie eine Göttin.“ Ich drehte mich herum. Ihre Augen glitzerten verdächtig, so als ob sie gleich zu weinen anfing. „Wunderschön. Mich würde es wundern, wenn die Männer nicht ihre Stimme verlieren würden sobald sie Euch sehen.“ Das glaubte ich weniger. Dennoch lächelte ich sie an. „Vielen Dank. Ich fühle mich geehrt, das ich dieses Kleid tragen darf.“
„Keine Ursache. Ihr seht wirklich zauberhaft aus.“ Was mehr am Kleid als an der Trägerin liegen dürfte... Sie schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. „Oh verzeiht mir bitte meine Unhöflichkeit – ich vergas mich vorzustellen. Ich heiße Ella Rose. Mit wem habe ich die Ehre?“ Ich musste schmunzeln. Unhöflich? Ella Rose war definitiv nicht unhöflich. „Mein Name ist eigentlich Eliza aber meine Freunde nennen mich Lizzy.“
„Na dann, wie soll ich Euch nennen?“ Meine Mundwinkel zuckten noch immer. Ah, das Dauergrinsen musste irgendwann aufhören. „Lizzy. Bitte nennt mich Lizzy.“

Mittlerweile war es später Abend geworden und auf der Festwiese drängelten sich die Gäste. Lachend hatte ich mich von Frodo und Sam auf die Tanzfläche ziehen lassen. Ich spürte die vielen Blicke auf mir, aber zum ersten Mal in meinem Leben machte es mir nichts aus. Noch nie war ich so glücklich und unbeschwert gewesen wie jetzt. „Ihr seid ebenso eine gute Tänzerin wie eine Schönheit.“ Der alte Mann in der grauen Robe hatte mich seit meiner Ankunft am Fest beobachtet. Fast versonnen. Ich setzte mich zögernd neben ihn. „Vielen Dank für das Kompliment.“ Es war lange her, das ich hatte tanzen können. „Aber Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Ich mag jetzt vielleicht schön wirken, aber das ist lediglich der Zauber dieses Kleides.“ Das war die reine Wahrheit. Okay, ich mochte hübsch sein, aber so schön wie mir alle sagten, dass ich aussähe bin ich wirklich nicht. Ich bin ein ganz normales durchschnittliches Mädchen. Der Mann schmunzelte und rauchte versonnen weiter seine Pfeife. „So bescheiden. Ihr erinnert mich an jemanden. Wie ist Euer Name?“ Irgendwie schienen das alle wissen zu wollen – war ich etwa zu einer Jahrmarktsattraktion geworden ohne es zu merken? Ehrlich, meinen Humor muss man nicht verstehen... „Lizzy. Darf ich fragen, mit wem ich die Ehre habe?“ (Nein ich flirtete nicht mit einem älteren Mann! Ich bin einfach nur neugierig.) Er grinste geheimnisvoll. „Ich habe viele Namen. Mein bekanntester ist Gandalf. Gandalf der Graue. Ich bin ein Zauberer.“ Wirklich? Bisher hatte ich Magie, Zauberer, Elfen bzw. Elben immer nur in Geschichten und Märchen entdeckt. Auf der anderen Seite, irgendwie war ich ja auch hier gelandet und das nur weil ich einen Bogen berührte. Sowohl Bogen als auch Köcher hatte ich bei Ella gelassen. Ganz im Ernst, bei einer Feier braucht man keine Waffen!
Der Zauberer und ich waren die einzigen großen Menschen und stachen deshalb förmlich aus der Menge. Naja, hier würde ich wohl kaum untergehen oder unbemerkt bleiben. Nicht das ich das wollte. Schmunzelnd beobachtete ich die Tanzenden. Frodo hatte mir Rosie gezeigt, das Mädchen in das der liebe Sam verliebt war. Sie tanzte allein und Sam traute sich nicht mit ihr zu tanzen. Schüchtern. Irgendwie süß. Hach, manche Jungs brauchten einfach einen Schubs in die richtige Richtung. Immer wieder, wenn Sam sich unbeobachtet glaubte, bedachte er Rosie mit sehnsüchtigen Blicken. Tja, wenn er sich nicht beeilte, würde ein anderer sie ihm wegschnappen. Ich fing Frodos Blick auf und deutete mit dem Kopf in Richtung Sam. Er grinste, ging zu seinen Freund und schubste ihn wenige Minuten später in die Arme der großen Liebe. Lachend wechselten wir verschwörerische Blicke. „Darf ich fragen woher Ihr kommt Lizzy? Es ist ungewöhnlich, hier einem Menschen zu begegnen. Die Hobbits sind von Euch völlig fasziniert.“ Ah Hobbits, so hießen sie also. Irgendwie passte der Name. Aber dass sie von mir fasziniert wären, hatte ich bis jetzt nicht bemerkt. Sicher, ich erregte Aufmerksamkeit weil ich größer war, aber Faszination? Vielleicht hatte Gandalf zu viel Tabak geraucht und war high. Möglich wäre es. Allerdings wirkte er viel zu klar, als das diese Erklärung infrage kam. Hm, was sollte ich nur antworten? Die Wahrheit würde er kaum glauben – oder etwa doch! „Würdet Ihr mir glauben, wenn ich sagte, dass ich durch einen seltsamen Zufall herkam?“ Fragte ich leise. „Eigentlich wollte ich mich nur im Wald verstecken weil ich einem Jungen geschlagen habe – er war einfach nur widerlich zu mir. Aber ich fand einen wunderschönen Langbogen auf meiner Lieblingslichtung und kaum berührte ich ihn war ich hier. Besser gesagt auf einer Wiese. Ich weiß nicht warum ich hier bin.“ Das war die reine Wahrheit. Er paffte nachdenklich weiter an seiner Pfeife und lächelte verstohlen. „Hm, sehr interessant. Willkommen in Mittelerde junge Dame.“ Warum nannten mich die meisten eine Dame? Ja, jung sah ich ein! Aber Dame? Das klang ein bisschen seltsam. Nachdenklich betrachtete mich Gandalf. Wieso wurde ich das Gefühl nicht los, dass er mehr sah und wusste, als ich wollte? „Nun, vielleicht kann Herr Elrond Eure Frage beantworten.“ Von allen Namen, die ich mittlerweile gehört hatte, schwirrte mir längst der Kopf. Elrond? Wer war das? Ein Elb, ein Zauberer oder gar ein Hobbit? Ein Allwissender? Inwiefern konnte er mir helfen? Was für Antworten konnte er mir geben? Würde er mir erklären können, weshalb ich hier war?
Der Zauberer schien meine Fragen in meinem Gesicht zu sehen. „Herr Elrond ist ein weiser Elb und der Herr von Bruchtal. Ihr könnt ihm vertrauen Lizzy.“ Jetzt hatte er meine Neugierde geweckt. Leider kam ich nicht mehr dazu ihn mit Fragen zu löchern, denn Kinder stürmten auf einmal auf Gandalf zu und verlangten aufgeregt nach Feuerwerk. Ich lachte. „Nicht nur Zauberer sondern auch noch Feuerwerkmeister? Ihr steckt voller Überraschungen Gandalf.“
Er grinste mich verschmitzt an. „So wie Ihr junges Fräulein.“
Okay, was sollte das jetzt wieder heißen? „Lizzy!“ Ah, Frodo rief anscheinend nach mir. Lachend winkte ich dem Zauberer zu, ehe ich mich zu dem Hobbit gesellte. Überrascht erkannte ich neben ihm einen weiteren Hobbit, der graue Locken hatte, aber ansonsten verhältnismäßig jung wirkte. Das Geburtstagskind, dem man die 110 Jahre nicht wirklich ansah. Sam hatte ihn mir bereits vorgestellt. Bilbo Beutlin, der einst Auenland verließ um gemeinsam mit Zwergen ein Abenteuer zu bestehen. Frodos Onkel war ein Meister der Geschichtenerzählung. Selten hatte ich so gespannt gelauscht; wenn alle Lehrer in der Akademie nur auch so unterrichten würden, wäre ich sicher aufmerksamer gewesen. „Hast du schon meinen Onkel Bilbo kennengelernt?“ Wir hatten uns geeinigt, die höfliche Anrede fallen zu lassen. Einfach, weil ich mich dabei so unwohl fühlte und ich wahrscheinlich sogar jünger war als Frodo. Man sah den Hobbits zwar ihr Alter nicht genau an, aber ich wurde dieses Gefühl nicht los. „Ja.“ Ich zwinkerte dem älteren Hobbit zu. „Dein Onkel ist ein großartiger Geschichtenerzähler.“ War das verlegene Röte in seinem Gesicht? „Oh ich vergas aus lauter Freude an Euren Geschichten Euch zu gratulieren. Alles Gute zum Geburtstag!“
Er winkte schmunzelnd ab. „Schon gut Lizzy. Es wundert mich, Euresgleichen im Auenland zu begrüßen. Was macht eine so schöne Elbin fern des Düsterwalds, Lorien’ s oder Bruchtals?“ Elbin? Verwirrt musterte ich ihn. „Ihr müsst mich mit jemanden verwechseln Herr Beutlin. Ich bin keine Elbin sondern ein Mensch.“
„So? Nun, Eure Schönheit kann sich durchaus mit denen der Elben messen.“ Was erwiderte man auf eine solche Bemerkung?
„Ihr bringt mich in Verlegenheit.“ Ja, sehr geistreich, Lizzy! Herzlichen Glückwunsch. Meine Wangen glühten. Wahrscheinlich war ich rot wie eine Tomate geworden. Wie peinlich! „Ihr könnt sehr gut mit Worten umgehen.“ Onkel und Neffe sahen sich vielsagend an. „Ihr seht durchaus wie eine Elbin. Allerdings habt Ihr für eine Elbin einen eher ungewöhnlichen Namen. Sagt mir, wo seid Ihr aufgewachsen Lizzy?“ Oh verdammt. Ich zuckte leicht mit den Schultern. „Hauptsächlich in Pflegefamilien. Sie waren Menschen und ich habe mich bei ihnen nie wirklich willkommen gefühlt. Also bin ich regelmäßig weggelaufen.“ Überrascht musterte Frodo mich. „Verzeih mir bitte die Frage, aber wie alt bist du Lizzy?“
Okay, jetzt lief irgendetwas gewaltig schief. Mein Glück war nämlich das ich mit achtzehn nicht mehr in Pflegefamilien oder in Waisenhäuser gesteckt werden konnte. Aber bis dahin war noch mehr als ein halbes Jahr hin – zumindest in meiner Welt. Ich fragte mich ohnehin welches Datum wir jetzt hatten. „Ähm ich werde im März achtzehn aber warum fragst du das?“
Erneut wechselten die beiden Hobbits diese vielsagenden Blicke.
„Bei Elben ist es ohnehin schwierig das Alter zu bestimmen Frodo.“ Wie oft musste ich noch wiederholen, dass ich keine Elbin bin? „Ihr habt also siebzehn Jahre lang ohne Kontakt zu Eurem Volk gelebt. Seltsam. Normalerweise kümmern sie sich um ihresgleichen.“ Langsam wurde mir das ein bisschen zu abstrakt. Woran machten sie überhaupt fest, dass ich eine Elbe bin? Was definitiv nicht so war. „Entschuldigt, aber ich bin keine Elbin sondern ein gewöhnliches Menschenmädchen.“ Ich wandte mich leicht ab, als ich das Jubeln der Menge vernahm und kurz darauf einen Knall. Feuerwerk. Da war wohl jemand fleißig. Das Farbenspektakel am dunklen Nachthimmel war unglaublich schön. Ich konnte den Blick nicht abwenden. Wenn die beiden Hobbits mit mir sprachen bemerkte ich es nicht. Zu abgelenkt war ich von der Schönheit am Himmel. Leise begann ich eine Melodie zu summen (Without You von David Guetta). Dabei bemerkte ich anfangs nicht die faszinierten Blicke der Hobbits. Musik hatte ich schon immer geliebt. Als ich begriff, dass mich ausnahmslos alle wie verzaubert anstarrten, brach ich ab. Zu meiner großen Überraschung baten mich die Hobbits, das Lied vorzutragen. „Bitte singt, Lizzy. Ihr habt eine wunderschöne Stimme.“ Bat Sam mich. Ich hob die Hände. „Es ist nur, ich - “ Sie ließen mich nicht aussprechen. Schließlich machte Bilbo mir einen Strich durch die Rechnung, indem er sich meinen Gesang als Geburtstagsgeschenk wünschte. Also gut.

I can't win
I can't reign
I will never win this game
Without you
without you
I am lost

I am vain
I will never be the same
Without you
without you
I won't run
I won't fly

Mit geschlossenen Augen sang ich weiter. Die Blicke der Hobbits waren mir unangenehm. Ich stand nicht so gerne im Rampenlicht, hatte mich aber selber dorthin befördert. Also würde ich das Lied beenden und mich dann zurückziehen.

I will never make it by
Without you
without you
I can't rest
I can't fight


All I need is you and I
Without you
without you
Oh oh oh!
You! You! You!
Without you.

Without... you
Can't erase
so I'll take blame
But I can't accept that we're estranged
Without you

without you
I can't quit now
this can't be right
I can't take one more sleepless night
Without you

without you
I won't soar
I won't climb
If you're not here
I'm paralyzed
Without you
without you
I can't look
I'm so blind
I lost my heart
I lost my mind
Without you
without you
Oh oh oh!
You! You! You!
Without...
You! You! You!
Without... you
I am lost, I am vain
I will never be the same
Without you
Without you
Without... you

Ich hatte mein ganzes Wesen in die Musik gelegt. Vorsichtig hob ich die Lider als die letzten Töne verklungen waren. Erstaunt sah ich mich um. Um mich herum blühten Lilien und Rosen, so als ob mein Gesang sie hatte entstehen lassen. Wie war das nur möglich? Zuhause (ich meine die Erde), war so etwas nie geschehen, warum also sollte es hier anders sein? Wahrscheinlich waren die Blumen schon vorher dagewesen, nur hatte ich sie nicht bemerkt vor lauter Nervosität. Ja, das war eine logische vernünftige Erklärung. Die Hobbits applaudierten begeistert. Immer wieder bedrängten sie mich, noch ein Lied zu singen, aber ich sagte ihnen höflich ab. Normalerweise sang ich nur für mich allein, wenn niemand anderes da war. Denn wenn ich sang, ließ ich jede Schutzbarriere fallen und meinen Gefühlen freien Lauf. Ich fühlte mich einfach zu verletzlich wenn ich sang. Deshalb hatte ich in der Schule immer vorgeschützt, nicht singen zu können. Zu viel Aufmerksamkeit war mir einfach ein Graus. Seufzend schlug ich mich zum Zauberer durch. Immer wieder musste ich inne halten und mir Gratulationen anhören. Himmel, ich bin doch kein Star und meine Stimme ist auch nicht so überragend, dass man ihr soviel Aufmerksamkeit schenken müsste! Fehlten nur noch Paparazzi und Bodyguards. Das hier war einfach viel zu anstrengend. Ehrlich, ich beneidete Schauspieler und Sänger überhaupt nicht. Meine Gesichtsmuskeln schmerzten von dem erzwungenen Dauerlächeln. Erschöpft ließ ich mich kurz auf den Schemel neben Gandalf fallen. Tief atmete ich durch.
„Ihr singt wundervoll meine Liebe.“ Gandalf lächelte mich anerkennend an. Nicht er auch noch. „Wovon handelt Euer Lied?“
„Vielen Dank, doch im Vergleich zu anderen ist meine Stimme nicht so stark.“ Ich schmunzelte. „Und es ist nicht mein Lied Gandalf. Jemand, der mehr Ahnung von Musik hat als ich komponierte und schrieb es. Es handelt von Liebe und Sehnsucht. Es ist eines meiner Lieblingslieder. Nur sagt mir: sind diese Blumen durch meinen Gesang entstanden?“ Er nickte. Ungläubig musterte ich sein Gesicht. Nie und nimmer. Der nahm mich doch auf den Arm (im übertragenen Sinne!). „Das ist unmöglich.“
„Nichts in dieser Welt ist unmöglich meine Liebe.“ Okay, bei den anderen sah ich das ja ein, aber erstens bin ich ein ganz normaler Mensch, zweitens stammte ich nicht aus dieser Welt und drittens war eine solche Gabe einfach unmöglich. Aber außer einem skeptischen Schnauben gab ich erst einmal nichts von mir. „Ich möchte, dass Ihr so schnell wie möglich nach Bruchtal aufbrecht Lizzy. Die Elben werden Euch helfen können.“ Na toll. Allerdings hatte er eine Kleinigkeit übersehen: ich wusste nicht wo Bruchtal lag und kannte mich in Mittelerde nicht aus. „Ihr macht einen kleinen Denkfehler Gandalf.“ Ich schloss die Augen. „Ich kenne mich nicht so gut in Mittelerde aus. Meine geographischen Kenntnisse sind mangelhaft.“ Außerdem würde ich gerne noch eine Weile im Auenland bleiben. „Dann ist es höchste Zeit etwas daran zu ändern. Aber wir sollten die Geographie – Stunden auf später verschieben. Ruht Euch noch ein wenig aus Lizzy.“ Ich war erschöpfter als gedacht. Bevor ich auf den Schemel einschlief und bei meinem Glück umfiel, stand ich auf und suchte mir ein kleines Plätzchen. Die Geräusche vom Fest waren gedämpft und deshalb fiel es mir nicht schwer zu schlafen. Lächelnd versank ich in der Traumwelt. Wer weiß, vielleicht würde ich hier endlich ein richtiges Zuhause finden...
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1506865157
Die Stimme des Waldes
Die Stimme des Waldes
Lizzy war ihr ganzes Leben lang einsam. Um nicht verletzt zu werden verschloss sie ihr Herz. Obwohl sie sich nirgendwo jemals wirklich heimisch oder angenommen fühlte hätte sie nie damit gerechnet durch einen Zufall in eine andere Welt zu kommen. Aber ...
http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1506865157/Das-Kind-des-Waldes-und-der-Sterne
http://www.testedich.de/quiz50/picture/pic_1506865157_1.jpg
2017-10-01
402C
Herr der Ringe

Kommentare (3)

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Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 10 Tagen
Danke für eure süßen Kommentare. Ich habe ein neues Kapitel veröffentlicht und bin daran ein Weiteres zu schreiben. Hach, ich freue mich schon auf die Entwicklung der Lovestory! Wie man so schön sagt: Was sich liebt das neckt sich...
Elenath ( von: Elenath)
vor 12 Tagen
Eine wirklich wunderschöne Geschichte !!
Du hast einen tollen Schreibstil, der einen mitnimmt und durch den man sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen lässt !
Es gibt viele schöne und witzige Stellen bei denen ich lachen musste.
Ich würde auch sehr gerne wissen wie es für sie weitergeht !😍

Liebe Grüße, Elenath
Sternenschreiber (11710)
vor 13 Tagen
Echt tolle Geschichte ich konnte mich Richtig gut in sie hinein versetzen! Besonders die Stell mit den Zetteln oder mit den Eidechsen. Ich hab mich halb tot gelacht! Einfach mega gut!!! Bitte schreib bald weiter sonst halt ich das nicht aus! Ich will wissen was der Elb ihr gesagt hat und wohin sie gegangen ist.

Lg Stern