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Das Leben

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10 Kapitel - 781 Wörter - Erstellt von: Amelie_audrey - Aktualisiert am: 2017-09-22 - Entwickelt am: - 94 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 2 Personen gefällt es

Eine wahre Geschichte über Mobbing.

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    Zur Schule gehen. Man müsste meinen, es sei normal. Kinder sollten sich darüber Freuen. Doch bei mir war das nicht so. Jeden Morgen als ich ankam, standen schon Leute aus meiner Klasse vor dem Tor und riefen mir Beleidigungen zu. Sie erzählten Lügen. Das war in der Grundschule. Ich hatte eine Freundin, ich teilte mit ihr meine Geheimnisse. Ich könnte nicht wissen, dass sie einmal gegen mich verwendet werden würden. Jedenfalls hatte ich keine Freunde. Ich traf mich nie mit irgendwem. Ich hatte viel Zeit, zum Lernen. Ich war Einserschülerin, was mir Bezeichnungen wie „Streber" einbrachte.

    2
    Ich ging meistens schon vor der Schule ein Stück nach Hause, und erst 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn rannte ich zurück. So verbrachte ich meine Grundschulzeit. Wenigstens die Lehrer mochten mich. Dann stand der Schulwechsel an.

    3
    Nach dem Wechsel ging ich auf ein Gymnasium. Ich dachte, dort würde alles besser werden. Ich lernte ein Mädchen kennen, die Spanisch-Amerikanische Wurzeln hatte. Dann stieß noch ein drittes Mädchen zu uns. Lange Zeit waren wir 3 glücklich. Aber das Benehmen der Beiden wurde immer schlechter. Sie kamen 20 Minuten zu spät zum Unterricht, machten und sagten perverse Sachen. Ich hielt es nicht mehr aus. Das Mädchen, was hinzugekommen war, nennen wir sie einfach Marianne, stritt sich mit dem ersten Mädchen, nennen wir diese Juliettè. Marianne und Juliettè stritten sich, heulten und vertrugen sich wieder.

    4
    Durch das schlechte Benehmen der Beiden rückte ich auch in schlechtes Licht. Marianne entwickelte sich zu meiner besten Freundin, und wir schotteten uns von Juliettè ab. Aber wir stritten uns genauso. Ich könnte nicht mehr. Dann kamen Sommerferien. Marianne und ich führen zusammen ins Ferienlager. Die Noten von Marianne und Juliettè waren nicht so erfreulich gewesen, und so konnte Marianne eine Abwechslung gut gebrauchen. Wir stritten uns fast jeden Tag. Wir versöhnten uns fast jeden Tag. So ging es ewig. Dann hatte ich die Nase voll und geigte Marianne meine Meinung.

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    Lange Zeit hatten wir nicht geredet. Als dann die Schule begann, fing ich mich auch an, zu schminken. Marianne traf ich morgens an der Haltestelle der Bahn. Sie wischte und korrigierte und schimpfte an mir herum. Ich hätte hier zu viel Puder. Da würde man sehen, dass ich Abdeckstift trage. Meine Wimpern wären verklebt. Am dritten Tag hielt ich es nicht mehr aus. Zumal Marianne immer etwas mit Juliettè unternahm, und ich wieder allein war. Wie gesagt, ich hatte die Nase voll. Als Marianne wieder einmal an mir herummäkelte, schrie ich: „Mach du's doch besser! Was bildest du dir überhaupt ein! Schau dich an! Du trägst ein Vogelnest auf dem Kopf!"

    6
    Dann war unsere Freundschaft aus. Vorbei. Ausgelöscht. Ich weinte viel. Ich hatte keine Freunde. Ein Klassenkammerad, den ich vorher nie beachtet hatte, brachte einmal Origamipapier im die Schule und bastelte Männchen. Ich fand es cool und wir verabredeten uns.

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    Wir trafen uns also, und machten ein Origami-Mädchen zusammen. Es schmückt mein Zimmer immer noch. Ab diesem Zeitpunkt unterhielten wir uns mehr und mehr. Ich machte selber Origami. Wir wurden nach und nach Freunde. Er hatte auch seine Freunde. Jungs. Mit denen hatte ich mich schon immer gut verstanden. Schon war ich in einer reinen Jungsclique.

    8
    Eine Jungsclique ist was feines, vor allem, wenn man das einzige Mädchen ist. Man wird behandelt wie ein goldenes Ei. Alle wollen zuerst mit dir reden. Neben dir sitzen. Ich genoss es. Ich bin bis heute in dieser Clique. Es gab häufig Äußerungen von Anderen, wie: „Uhhh, seid ihr zusammen? Is' ja sooo süß!" Die Reaktion: „Seid leise. Ihr versteht davon nichts."

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    Auch ein paar Lehrer guckten komisch, lächelten dann aber. Und so endet die Geschichte. Ich bin glücklich.

    10
    Bitte lasst euch nichts gefallen. Wenn ihr mit einem Jungen befreundet seid, ist das völlig in Ordnung. Wenn ihr schief angeguckt werdet, guckt schief zurück. Es ist egal ob ihr anders seid. Hauptsache, ihr seid ihr selbst.

Kommentare (3)

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Amelie_audrey (32830)
vor 12 Tagen
Vielen Dank, Sky Live!
Sky Life ( von: Sky Life)
vor 13 Tagen
Ich find es super, außerdem kann man als Mädchen auch einfach so mit Jungs befreundet sein :)
Amelie_audrey (95233)
vor 24 Tagen
Na, wie findet ihr das? Schreibt's in die Kommentare und klickt „gefällt mir"!
Eure A_a