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Aus versehen in die Zauberwelt

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1 Kapitel - 7.206 Wörter - Erstellt von: Ayala Isabella - Aktualisiert am: 2017-10-12 - Entwickelt am: - 287 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    "Danielle, komm zurück!", rufe ich der Tochter meiner besten Freundin hinterher, die ich heute Babysittern soll und der ich jetzt durch London hinterher renne warum muss ich auch mit der kurzen shoppen gehen!
    Ohne zu warten rennt sie aus der Buchhandlung und in einen Pub, ich natürlich hinterher. In dem Laden sind jede menge komische Leute, die sich absolut seltsam kleiden und es scheinbar ganz normal finden, dass eine 5 Jährige durch den Pub in den Hinterhof rennt, ernsthaft? Ich hole die kleine erst ein, nachdem ich ihr durch einen Torbogen im Hinterhof auf eine belebte Einkaufsstraße mit vollkommen verrückten Läden gefolgt bin.
    "Kaufst du mir eine Eule?", fragt sie mit Hunde-blick, "Ich komm auch jeden Tag zu besuch um sie zu füttern."
    "Das ist doch jetzt wohl nicht dein Ernst. Erst rennst du weg und jetzt soll ich dir eine Eule kaufen? Danach kannst du deine Mom fragen."
    Ich nehme sie an die Hand, drehe mich um und will mit ihr zurück gehen, doch dummerweise kann ich den Torbogen nirgends sehen, egal es muss irgendwo noch einen Ausgang geben.
    "Aber Mom sagt sie kauft mir erst eine Eule wenn ich nach Hogwarts komme und das sind noch 6 Jahre", beschwert Danielle sich, "Bitte Tante Allison, du hast gesagt du kaufst mir was schönes"
    "Ja, aber da meinte ich ein Kleid, Schmuck oder sowas doch kein Haustier."
    "Können wir dann wenigstens zu `Sugarplumps´ gehen?", will sie wissen, "Mom, lässt mich ein Paar Süßigkeiten aussuchen wenn sie mit mir in die Winkelgasse geht."
    Winkelgasse, irgendwie kommt mir der Name bekannt vor, aber das kann nicht sein die Straße ist garantiert nicht im Stadtplan den kenn ich mittlerweile nämlich so gut wie auswendig. Ich hatte mich in meinen ersten Wochen hier einfach zu oft verlaufen.
    "Das hättest du dir überlegen sollen bevor du weggelaufen bist, jetzt müssen wir erstmal zurück zum Auto."
    Zurück in dem London, in dem ich mich auskenne haben wir noch zeit ein Eis zu essen, bevor ich Danielle bei Ihrer Mom absetze.
    "Danke, Allison, ich weis echt nicht was ich ohne dich gemacht hätte. Hat die kurze sich denn gut benommen?", fragt meine Freundin Larissa und ich erzähle ihr was passiert ist, worauf hin sie sich bei mir entschuldigt und Danielle einen wir-reden-später-Blick zu wirft.

    In dieser Nacht Träume ich unruhig, das passiert mir in letzter zeit oft, nur meistens erinnere ich mich beim aufwachen nicht an viel mehr als fetzen, diesmal ist das anders ich erinnere mich ziemlich genau:
    "Mom, ich hab angst, warum muss ich da hin?", frage ich, nur das ich 15 Jahre jünger bin und die Frau vor mir nicht meine Mom ist.
    "Du bist dort sicherer, je weiter du von Ihm weg bist desto besser.", die Frau steigt mit mir in ein grünes Feuer und ruft: "Winkelgasse". Wir steigen aus dem Feuer und die Frau läuft mit mir auf eine Laterne zu, wobei ich die Umgebung nicht richtig erkennen kann, weil es zu neblig ist. Plötzlich bleiben wir stehen.
    "Ich liebe dich, Morrigan.", sagt die Frau und nimmt mich in den Arm.
    "Ich liebe dich auch, Mom.", erwidere ich und fange an zu weinen.
    Nach dem sie mich auf die Stirn küsst schickt sie mich meinen Eltern und hebt einen Zauberstab.

    Ich zieh mich an und mache mich auf den weg zu Larissas Café um zu frühstücken.
    "Lass mich raten Pfannkuchen mit Blaubeeren, Zitruscreme, Sirup an der Seite und ein Latte.", begrüßt sie mich, "Und sorry noch einmal wegen gestern."
    "Klingt perfekt und wegen gestern ist schon Okay. Aber ich muss dir gleich etwas total seltsames erzählen."
    Also erzähle ich ihr alles.
    "Morrigan? Das ist ein ziemlich ungewöhnlicher Name und die Frau kennst du gar nicht? Seltsam.", Stellt sie fest.
    "Das hab ich mir auch gedacht aber ich kann ihr Gesicht noch ganz klar vor mir sehen nicht wie irgend eine Fremde aus einem Traum sondern als würde ich sie kennen. Wobei das verrückteste ist, dass sie genau die gleichen Augen hat wie ich, was ich von meiner Familie nicht behaupten kann."
    "Dir ist aber klar, dass es etwas verrückt ist von Fremden zu träumen, die dir ähnlicher sehen als deine Familie und dann Zauberstäbe auf dich und deine Familie richten, oder?", fragt Larissa skeptisch.
    "Ja ich weis, aber irgendwie hatte ich gehofft, dass du mir was dazu sagen kannst, vergiss es einfach.", seufze ich.
    Keine Ahnung, aber irgendwie hatte ich mehr erwartet, ich würde das jedenfalls nicht so schnell vergessen, der Traum beschäftigt mich eben, er fühlte sich so real an mehr wie eine Erinnerung als ein Traum.
    "Nein, das beschäftigt dich halt. Aber ich weis auch nicht was ich dazu sagen soll.", beschwichtigt sie mich.

    Es vergehen zwei Wochen, in denen ich immer wieder von der Frau mit meinen Augen und Zauberei träume, ohne zu wissen warum, bis ich bei Larissa zuhause auf dem Sofa sitze und eine Eule durchs Fenster fliegt, mir einen Brief auf den Schoss fallen lässt und wieder fort fliegt.
    "Das war seltsam.", stelle ich fest, hebe den Brief an und frage, "Kennst du eine Miss M. Rosier?"
    "Wenn die Eule den Brief bei dir abgibt ist er auch für dich, Morrigan.", scherzt sie, "Na los, mach auf."
    Etwas unsicher öffne ich den Brief, der mit grüner Tinte auf Pergament Geschrieben ist und Larissa schaut mir über die Schulter um mit zu lesen.

    Sehr geehrte Miss Rosier,
    ich bitte um Verzeihung, dass Sie Ihren Brief erst so spät erhalten, dem liegt schlicht das Missverständnis zu Grunde, dass wir scheinbar einige Jahre zu früh über Ihren Tod informiert wurden. Ich darf Sie hiermit herzlich auf einen Tee nach Hogwarts einladen um das weitere Vorgehen bezüglich Ihrer Magieausbildung zu besprechen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Albus Dumbledore
    (Orden des Merlin erster Klasse, Hexenmeister, Ganz Hohes Tier, Internationale Vereinigung der Zauberer)

    "Ah, warum hast du das nicht eher gesagt?", fragt Larissa als ob dieser Brief alle Fragen beantworten würde.
    "Häää?", mache ich nur.
    "Ich dachte du wärst eine Muggel."
    "Wie bitte?", was soll das alles?
    "Naja, alles was ich über dein leben in Amerika weis klang es nicht so als wärst du aus einer Zaubererfamilie. Also, wann triffst du Professor Dumbledore?"
    "Larissa, ernsthaft, was ist hier los? Wer ist Dumbledore? Was soll das mit Zauberei? Und was sind Muggel?", in meinem Kopf ergibt das alles keinen Sinn.
    "Ohh...", macht Larissa nach einer Weile, "du wusstest es gar nicht. Macht aber nix ich bring dich nach Hogwarts, Dumbledore kann dir das alles bestimmt viel besser erklären und ich wollte sowieso über Weihnachten mit Danielle nach Hogsmeade zu meinen Eltern"
    "Was kann Dumbledore mir besser erklären? Wer ist der überhaupt?"
    "Er ist der Schulleiter von Hogwarts und der wahrscheinlich größte Zauberer aller Zeiten und ich glaube er kann dir die ganze Zaubererwelt besser erklären, als ich. Ich meine es ist schon ne ziemlich coole Sache zaubern zu können aber du brauchst natürlich erstmal Übung und so... Ich kann dich auf jeden Fall über Weihnachten mit zu meiner Familie nach Hogsmeade nehmen, das ist ein reines Zaubererdorf und liegt direkt bei der Schule. Dann kannst du mit Dumbledore klären, ob du vielleicht sogar deinen Abschluss nach machen kannst.", erklärt sie.
    "Wann willst du denn los? Weihnachten ist ja schon nächsten Montag und ich vermute mal, dass Hogsmeade nicht gerade nah an London liegt.", ganz ruhig Alli du machst das einfach das wird sich schon klären.
    "Wir machen uns Freitag auf den Weg und bleiben zwei Wochen, ich schick eben eine Eule damit sie wissen, dass ich eine Freundin mit bringe. Du hast also morgen noch genug zeit deine Tasche zu packen."
    Zwei Tage später stehe ich mit gepacktem Koffer bei Larissa vor der Tür, wo wir zu meiner Überraschung von einem Lila Trippeldeckerbus abgeholt werden, mit dem wir eine extrem holprige fahrt haben. Innerhalb kurzer zeit legen wir die ganze strecke bis nach Schottland zurück und ich verstehe einfach nicht wie es möglich ist, dass kein Mensch den Bus bemerkt.
    Sonntag ist dann mein Tee mit Dumbledore, der mehrere Stunden dauert, weil er mir immer noch mehr erklären muss, so viele Fragen habe ich und man erfährt ja auch nicht jeden Tag, dass man eine Hexe ist. Wie sich heraus stellt hat meine echt Mom einen Gedächtniszauber angewandt und mich zu einer Muggelfamilie geschickt um mich vor Voldemort in Sicherheit zu bringen. Die Eltern, die ich vor zwei Monaten in einem Autounfall verloren habe sind also nicht meine Eltern. Mein Name ist nicht Allison Stuart sondern Morrigan Rosier und ich bin eine Hexe die ungünstiger weise nicht rechtzeitig zur Schule für Hexerei und Zauberei gegangen ist. Letzteres scheint ein Problem zu sein, weil ich jetzt erst zaubern lernen und Prüfungen bestehen muss, bevor ich irgendwas mit Magie machen darf. Glücklicherweise lässt Dumbledore mich die Prüfungen nachschreiben und kennt jemanden, der mir Unterricht geben kann sofern es mich nicht stört, dass dieser jemand ein Werwolf ist.
    "Ich gehe jetzt mal davon aus, dass er mich nicht auffrisst, von daher sehe ich da kein Problem drin. Da ist nur ein kleines Problem, ich habe nämlich kein Zauberergeld.", die nehmen ja scheinbar keine Pfund.
    "Aber natürlich hast du das, deine Freundin kann dich sicher in die Winkelgasse bringen, den Schlüssel für dein Verlies in Gringotts hast du ja um den Hals hängen, damit sollte es kein Problem sein etwas ab zu heben um deine Unterrichtsmaterialien zu kaufen. Ich werde Professor Lupin bitten dir eine Liste zu schicken was du brauchst."
    "Vielen Dank."
    Weihnachten in Hogsmeade mit Larissas Familie ist wie im Märchen. Zum ersten mal habe ich wirklich weiße Weihnachten, alles ist wundervoll dekoriert und ich darf beim Kekse backen helfen. Am Weihnachtsabend decke ich den Tisch wie in einem Restaurant für ein 3 Gänge Menü und falte die Servierten kunstvoll, weil ich in der Küche keine große Hilfe wäre. Das ganze Essen über reden wir fröhlich durcheinander und ich genieße es einfach nur, so ein schönes Weihnachten hatte ich noch nie. Zuhause durfte ich nie in der Küche helfen ("dafür haben wir doch eine Köchin, Süße"), das Haus war auf den Zentimeter genau in abgestimmten Farben dekoriert ("Lass das bitte stehen, Schatz, ich bezahle viel Geld dafür, dass alles perfekt ist.") und durcheinander reden ging jawohl gar nicht ("Allison, das gehört sich nicht!").

    Kurz nach Weihnachten kommt dann meine Einkaufsliste mit einem Brief von Professor Lupin, mein Unterricht würde zwei Tage später beginnen. Larissa geht tatsächlich mit mir in die Winkelgasse und ich stelle zu meiner Überraschung fest, das der Schlüssel, den ich mein leben lang an einer feinen Silberkette um den Hals hängen hatte die Tür zu einem Vermögen öffnet. Ich kaufe alles auf der Liste und eine große, grau-schwarze Eule, mit leuchtend gelben Augen, die meine Briefe austragen kann.
    Sobald wir zuhause sind fange ich an zu lernen, der Unterricht mit Professor Lupin fängt am nächsten Tag an und durch das vorlernen kommen wir sehr schnell voran, was vermutlich einer der Gründe ist, dass mir der Unterricht so viel Spaß macht. Ich lese die Bücher im Vorfeld und merke mir alles recht gut, so dass ich mit Lupin dann die Praxis üben kann, die mir in fast allen Fällen super leicht fällt. Offensichtlich bin ich recht talentiert denn ich muss schon bald neue Bücher bestellen und Anfang Sommer bin ich auf dem Niveau eines Viertklässlers angekommen (ich hab ja auch jede freie Minute gelernt).
    Glücklicherweise kann ich jetzt wieder nach London zurück ziehen, wo ich seit Weihnachten nicht mehr war, denn Professor Lupin unterrichtet nächstes Jahr nicht in Hogwarts also bekomme ich ab jetzt zuhause Unterricht und auch öfter, damit ich möglichst bald die Abschlussprüfungen nach schreiben kann. Außerdem ist es schön in meinem eigenen Haus zu sein und nicht bei den Eltern meiner besten Freundin zu wohnen, auch wenn sie mir das Gefühl geben zur Familie zu gehören.
    Für ende des Sommers habe ich karten für die Quidditch Weltmeisterschaft gekauft zu der ich zusammen mit Larissa und Danielle per Portschlüssel anreise, was eine Erfahrung ist, die ich mir lieber gespart hätte.
    "8 Uhr 3 von Highgate.", verkündet ein Mann in Kilt und Poncho.
    Ein paar der anderen, die mit uns gekommen sind scheinen ihn zu kennen und unterhalten sich kurz mit ihm, bevor er uns allen sagt wo unsere Campingplätze sind.
    "Rosier, erstes Feld in die se Richtung. Der Managere ist Mr. Roberts.", sagt er zu mir, wobei er etwas komisch schaut als er meinen Namen sagt.
    An einem kleinen Steinhaus wollen wir dann ein checken wobei Mr. Roberts gerade jemandem erklären muss, dass er nur britische Pfund nehmen kann, der Idiot probiert doch glatt mit Zauberergeld zu bezahlen und Larissa kennt ihn scheinbar.
    "Larissa, schön dich zu sehen.", sagt er mit einem lächeln über die Schulter.
    Sie probiert Mr.Roberts zu helfen den Mann davon zu überzeugen, dass er mit Pfund zahlen soll, worauf hin er sich laut stark beschwert.
    "Wissen sie was vergessen sie´s einfach.", mische ich mich schließlich ein, "Ich bezahle für beide Plätze. Nehmen sie auch Kreditkarten, Mr. Roberts?"
    Damit ist die Sache dann erledigt, der Mann bedankt sich irritiert und auf dem Weg zu den Plätzen muss ich ihm und seinem Sohn noch erklären, was eine Kreditkarte ist.
    Die Zelte, die hier aufgebaut sind sind teilweise so offensichtlich magisch, dass ich mich frage, wie sie das verstecken. Tja und dann baut Larissa unser Zelt mit einem Wink ihres Zauberstabs auf. Um mal nur das auffälligste zu nennen, es hat einen Turm mit Fenster, durch das man ein komplett möbliertes Schlafzimmer sehen kann und einen Schornstein. Ich gehe erstmal Wasser holen, damit wir das Essen vorbereiten können, später geht es dann auf Entdeckungstour. Wir kaufen jede Menge Irland Fanartikel an einem stand muss ich etwas länger warten, weil eine rothaarige Familie vor mir dran ist und sich nicht alle so ganz entscheiden können. Einer von ihnen ist ungefähr in meinem alter und lächelt mich entschuldigend an weil seine Geschwister sich einfach nicht entscheiden können, als auch schon Danielle angerannt kommt.
    "Tante Alli, Tante Alli, kaufst du mir so einen?", fragt sie wild auf einen fliegenden Spielzeugbesen deutend.
    "Frag erst deine Mom ob du darfst.", erwidere ich.
    Keine Minute später kommt sie strahlend glücklich wieder sie darf also.

    Das Spiel war kurz gesagt unglaublich, ich konnte dem ball gar nicht so schnell folgen. Zurück an den Zelten feiern wir noch lange nachdem Danielle im Bett ist, dann geht Larissa auch schlafen aber ich bin noch so wach, dass ich mit unseren Zeltnachbarn weiterfeier. Plötzlich ertönen schreie Mr. Roberts und seine Familie hängen in der Luft und Maskierte Gestalten mit erhobenen Zauberstäben marschieren auf uns zu eine Masse an flüchtenden Menschen vor sich her treibend und Zelte aus dem weg katapultierend, manche Zelte brennen sogar. Sofort renne ich in unser Zelt und wecke die beiden, aber zu spät, die Maße ist schon hier und einer der Maskierten richtet seinen Zauberstab auf Danielle, als sie aus dem Zelt kommt. Gerade noch rechtzeitig ziehe ich sie zur Seite so dass der Fluch sie verfehlt, dann stürze ich mich auf den Angreifer, der offensichtlich nicht damit gerechnet hat, dass jemand sich ohne Zauberstab einfach auf ihn schmeißen würde. Dummerweise ist er viel stärker als ich und meine Stilettos sind auf diesem Boden in auch nicht gerade sehr hilfreich, trotzdem scheinen die vielen Jahre Kickboxen und der Streetfight Kurs doch was zu bringen. Ein Schockzauber von einem der anderen Maskenträger wirbelt mich schließlich durch die Luft und von ihm weg. Kurz bevor ich gegen einen Baum knallen fängt mich der Rothaarige von vorher.
    "Danke", sage ich kurz als er mich ab setzt und schon stürzen wir uns beide wieder ins Getümmel.
    Als das dunkle Mal erscheint disapperieren so ziemlich alle aber ich starre es nur an, irgendwoher kenne ich dieses Symbol.
    "Sind Sie Ok?", spricht mich ein anderer Rotschopf an und erst da bemerke ich, dass mir Blut die Wange runter läuft, ich auf den Boden gesunken bin mein Kinn ziemlich weh tut und mir mehr als nur ein Nagel schmerzhaft abgebrochen ist.
    "OK ist glaub ich relativ, aber ja ich glaube mir geht´s so weit ganz OK.", erwidere ich und probiere etwas wackelig auf zu stehen.
    "Kommen Sie, Sie müssen sich setzen und ich mache Ihnen einen Tee.", sagt er und hilft mir in ein Zelt, in dem schon Zwei andere Rotschöpfe sitzen, einer mit einem blutigen Bettlaken auf den Arm gedrückt, der andere, derjenige in meinem alter, soweit ich auf den ersten blick sagen konnte Okay.
    "Uh, das sieht übel aus.", bemerkt der ältere.
    "Na, besten Dan...", weiter komme ich mit meiner bissigen Bemerkung nicht, weil sein Bruder mich los gelassen hat und der Boden gefährlich schwankt.
    "Vorsicht, Miss.", kommt es etwas zu spät von hinter mir.
    Kaum sitze ich vernünftig kommen drei weitere Familienmitglieder rein, jedenfalls glaube ich das es drei sind, es kann auch sein, dass ich den Jungen doppelt sehe die beiden sind nämlich identisch. Dem Gespräch kann ich nicht folgen und so schaue ich erst von meinen blutigen Fingern auf, ich meinen Tee bekomme und jemand fragt: "wer ist Sie eigentlich?"
    "Alli, zumindest hat ihre Nichte sie so genannt.", erklärt der in meinem Alter.
    "Allison, Allison Stuart.", sage ich aus Reflex
    Die Geschwister stellen sich als Bill(der mit dem Bettlaken), Charlie (der in meinem alter), Percy (der mich rein gebracht hat), Fred, George ( Zwillinge ha ich sehe also nicht doppelt) und Ginny vor. Dann hören wir etwas vor dem Zelt und Charlie lässt mich das Tuch, dass er gegen die Wunde an meinem Kopf gedrückt hat endlich selbst halte, damit er seinen Kopf raus strecken kann, kurz drauf kommen noch Arthur(der Dad), Ron (der jüngste Bruder), Hermine und Harry (Freunde) ins Zelt.
    Darauf folgt noch eine Diskussion darüber, warum das dunkle Mal herauf beschworen wurde und wer die Maskierten waren. In die ich unfreiwillig mit eingebunden werde, als Bill meint es wäre keiner nah genug an sie heran gekommen um irgendjemandem die Maske ab zu nehmen, was Charlie, der meinem Kampf mit dem Todesser gesehen hatte, natürlich korrigieren muss.
    "Wie hast du das gemacht?" und "Konntest du unter die Maske schauen?", kommt es gleichzeitig von den anderen.
    "Nein konnte ich nicht, es war sowieso dämlich, wäre er nicht so überrascht gewesen, dass jemand dumm genug ist ihm auf den Rücken zu springen, hätte es auch nicht geklappt, und das einzige was ich davon habe sind ein paar üble blaue Flecke.", ich grinse leicht beim Gedanken an einen sehr gut platzierten Tritt meinerseits," und er vermutlich ne gebrochene Rippe,"
    "Immerhin etwas.", meint Ron
    Ich nehme das Tuch, dass ich mir gegen den Kopf drücken sollte weg um zu sehen ob ich noch blute, was ich nicht tue.
    Die Diskussionen gehen noch etwas weiter, bevor ich mich verabschiede und für die Hilfe bedanke, um Larissa und Danielle zu suchen. Die Beiden kommen gerade aus dem Wald zurück zu unserem Zelt. Wir probieren alle noch ein bisschen zu schlafen, bevor wir am nächsten morgen möglichst früh einen Portschlüssel nehmen. Offensichtlich sind wir nicht die einzigen mit diesem Plan denn als wir ankommen steht schon eine Schlange an der Portschlüsselausgabe. Ich sehe die Weaslys und kann gerade noch winken, bevor sie verschwinden, etwas später nehmen wir dann auch eine alte Zeitung zurück nach London, wo ich direkt am nächsten Tag wieder Unterricht habe.
    Im November bekomme ich eine Eule von Dumbledore, der mich bittet noch einmal nach Hogwarts zu kommen, also kläre ich mit Professor Lupin, dass mein Unterricht die nächsten Tage ausfällt, was er aber nicht wirklich für ein Problem hält, weil ich schon mehr Stoff aufgeholt habe als erwartet. Er sagt ich könnte dieses Jahr noch meine OWL Prüfungen machen.
    Gegen Mittag mache ich mich dann auf den Weg, diesmal mit dem Zug, was ziemlich lange dauert, dafür aber wesentlich bequemer ist als der Knight bus letztes mal. Da ich im Tagespropheten vom Trimagischen Turnier gelesen habe beschließe ich etwas länger zu bleiben um mir in ein paar Tagen die erste Aufgabe an zu sehen. Kaum habe ich meine Sachen auf mein Zimmer gebracht, ziehe ich mich um, weil ich dringend noch ein bisschen laufen will, Heute hab ich mich einfach viel zu wenig bewegt. Ich laufe aus dem Dorf raus, ein bisschen querfeldein und dann entlang eines Waldrands, hier kann ich in ruhe laufen, die meisten Menschen finden Wälder im dunkeln zum Glück unheimlich. Tja, Zauberer sind nun mal nicht wie die meisten Menschen. Zuerst sehe ich Feuer, dann höre ich die Stimmen, neugierig gehe ich näher ran.
    "Autsch!"
    Ich finde mich selbst auf dem Boden wieder nachdem ich voll über eine Wurzel gestolpert bin, blöderweise nah genug, das jemand mich gehört hat. Ein Licht wird auf mich gerichtet, als ich wieder aufstehe, dann ein zweites.
    "Allison? Was machst du hier?", fragt jemand.
    Ich schaue in die Richtung des zweiten Lichtes, "Charlie?"
    "Soviel zum Thema die Aufgaben sind Geheim.", meint der Mann, Der als erstes den Zauberstab auf mich gerichtet hat.
    "Niemand kann ernsthaft davon ausgehen, das feuerspuckende Drachen am Waldrand von keinem bemerkt werden. Ich mein ich wollte nur joggen gehn und hab sie bemerkt, aber keine Sorge ich sag es keinem."
    Der Mann zuckt mit den Schultern und geht wieder. Langsam wird mir richtig kalt so ohne mich zu bewegen, immerhin trage ich nur eine Leggings und ein T-shirt.
    "Wohnst du im Dorf oder bist du nur eher zum Turnier gekommen?", fragt Charlie mich jetzt.
    "Weder noch, ich besuche Dumbledore morgen zum Tee und Larissas Eltern haben mich eingeladen dann noch zu bleiben um die erste Aufgabe anzusehen."
    "Du müsstest doch ungefähr zur gleichen Zeit nach Hogwarts gegangen sein wie ich. In welchem Haus warst du?"
    "In gar keinem, ich bin erst vor einem Jahr nach London gezogen, bin in New York zur Schule gegangen", vermutlich sollte ich erwähnen, das es eine Muggelschule war, aber dann wüsste er ja, das ich theoretisch noch nicht Zaubern darf.
    "Und wie hast du dann Dumbledore kennengelernt?"
    "Ich bin letztes Jahr kurz vor Weihnachten zum Tee hier gewesen, nachdem eine Eule mich im Wohnzimmer meiner besten Freundin mit der Einladung beworfen hat."
    "Okaaay...", sagt er gedehnt.
    "Ja ich weis, bei mir ist im Moment alles etwas komisch.", gebe ich zu und merke erst jetzt, dass ich zitter, "Vielleicht sollte ich zurück ins Dorf gehn, ich lad dich auf ein Butterbier ein wenn du willst."
    Wir quatschen noch lange in den drei Besen und trinken doch ein paar mehr heiße Butterbier, bevor es schließlich zeit ist schlafen zu gehen und wir uns verabschieden. Am nächsten morgen stehe ich nur kurz zum Frühstücken auf, bevor ich mich mit meinem Verwandlungsbuch zurück ins Bett kuschel. Einige Stunden später treffe ich Ron auf dem weg zu Dumbledore, mit dem ich mich kurz unterhalte, bevor ich an einem Haufen Schüler in roten nicht-Hogwarts Uniformen und einem Lehrer, der mich irgendwie seltsam anschaut, vorbei in Schloß gehe um Dumbledore zu treffen.
    "Ah, Miss Rosier, folgen Sie mir bitte, ich bringe Sie sofort zu Professor Dumbledore.", begrüßt Professor McGonnagel mich auf halbem Weg durch die Eingangshalle.
    Unter den neugierigen Blicken mehrerer Schüler folge ich ihr und verkneife mir zu kommentieren, mein Name sei Stuart nicht Rosier, das will hier sowieso keiner akzeptieren.
    Wie sich heraus stellt hatte ich recht mit der Vermutung, dass er nicht einfach nur gerne mal eine Teeparty machen wollte, auch wenn ich beim besten Willen nicht damit gerechnet hätte, dass es bei der ganzen Sache um meinen Dad geht. Letztes mal ist er allen Fragen bezüglich meines Dads ausgewichen und hat nur die zu Mom beantwortet, dieses mal ist das etwas anders. Zwar bekomme ich immer noch keine ordentlichen Antworten, aber er sagt mir, dass in letzter Zeit einige beunruhigende dinge passieren, die mit ihm zu tun zu haben scheinen.
    Okay, ganz ehrlich nach einigen Tassen Tee ist alles was ich raus gefunden habe, dass mein richtiger Vater scheinbar ein totales Arschloch ist, aber großen Einfluss hatte und teilweise noch hat (dabei ist er doch tot). Tja, jetzt soll ich also seinen Einfluss auf
    "gewisse Personen" nutzen, in dem ich meinen Zauberernamen benutze, so dass sie wissen wer ich wirklich bin und soweit der Plan Harry in ruhe lassen wenn sie sehen, das ich ihn unterstütze. Mal im ernst das ergibt überhaupt keinen Sinn aber egal, wenn Dumbledore meint das würde helfen, ich will eh das Harry gewinnt, also stimme ich zu.
    Auf dem weg aus dem Schloss begegne ich einer Gruppe Schüler die Anstecker mit der Aufschrift `Potter stinkt´ tragen.
    Mit einem Wink meines Zauberstabs verändere ich die Schrift, so dass sie jetzt `Los Potter!´ lautet. Harry unterstützen ist leichter als erwartet, auch wenn die Gruppe schnell merkt, dass ihre Anstecker nicht mehr beleidigend sind und sie ab nimmt. Gut gelaunt laufe ich weiter über die Ländereien.
    "Harry, Hermine!", rufe ich, als ich die beiden etwas weiter sehe.
    Sie winken und warten einen Moment auf mich, so dass ich sie einholen kann.
    Harry ist echt genervt davon, dass jeder fragt ob er nervös ist wegen der ersten Aufgabe, also beschließe ich nicht weiter nach zu fragen, als er mir sagt er und Hermine sind gerade auf dem Weg in die Bibliothek sind um einen Zauber raus zu suchen.
    "Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg, du rockst das.", verabschiede ich mich und mache mich auf den weg nach hause, das war nämlich der andere Teil des Gesprächs mit Dumbledore, ich muss nächsten Sommer meine NEWT-Prüfungen ablegen.
    Für die erste Aufgabe mache ich mich leider erst etwas später auf den weg, weshalb die meisten Schüler schon sitzen, zu meinem Glück finde ich trotzdem noch einen super platz.
    Harry meistert die Aufgabe super und Kakaroff ist ein Idiot ihm nur 4 punkte zu geben, aber das ist im Moment gar nicht das wichtigste ich laufe rüber zu Harry und gebe ihm ein high-five.
    "Du hast ihn doch wohl nicht etwa gewarnt?", fragt Charlie, der mich auf dem Weg zurück abfängt als er aus der Eulerei kommt.
    "Nein, ich hab doch gesagt ich sag`s keinem, auch wenn ich ihn gerne gewarnt hätte. Wie lange bleibst du eigentlich?"
    "Nicht mehr lange, warum willst du mich los werden?"
    "Also eigentlich hatte ich gehofft du würdest zum Weihnachtsball gehn, aber dich los zu werden kling auch nach nem Plan"
    "Ach, du bleibst wohl doch noch was länger als du gesagt hast."
    "Mal sehn, vielleicht komm ich auch einfach zum Ball wieder, aber ich soll hin gehen und es wird bestimmt auch ganz lustig."
    "warum sollst du zum Ball gehen, du hast mit dem Turnier doch gar nix zu tun?", will er wissen.
    Mist, daran hatte ich nicht gedacht.
    "Ich soll ein paar Leute kennen lernen."

    Zum Ball trage ich ein langes Kleid, in exakt dem selben smaragdgrün wie meine Augen, dazu Silberschmuck und meine langen, schwarzen Locken in einer Halbhochsteckfrisur mit viel Haarspray gebändigt. In einen langen Mantel gehüllt mache ich mich auf den Weg durch den Schnee zum Schloss, wo ich den Mantel ausziehe und Filch ihn für mich weg hängt. Der Ball hat schon angefangen und Dumbledor stellt mich Professor Moody, Professor Kakaroff, Mr. Bagman und einigen anderen vor. Ich setze mich zu Harry, Ron und Percy in der Hoffnung wenigstens mit denen etwas spaß haben zu können, aber die Stimmung bei ihnen ist fas wie auf einer Beerdigung.
    Etwas später bekomme ich dann wenigstens die Abwechselung zu tanzen, aber alles in allem ist der Ball doch recht langweilig, jedenfalls bis ein ganz bestimmter Rotschopf rein kommt und meinen Abend rettet. Als der Ball endet verlassen wir gemeinsam den Raum um noch etwas über die schön dekorierten Ländereien zu schlendern.
    "Ihr Mantel, Miss Rosier.", kommt Filch auf mich zu.
    Charlie schaut mich fragend an und zieht eine Augenbraue hoch.
    "Erklär ich dir draußen.", erwiedere ich und ziehe meinen Mantel an, " Danke, Mr. Filch."
    "Also?", fragt Charlie nach einer Weile, "Rosier?"
    Ich atme tief durch, "Okay..." -Wo soll ich anfangen?- "Ich bin in New York bei Muggeln, meinen Adoptiveltern, aufgewachsen und hab bis ich nach London gezogen bin gar nichts von der Zaubererwelt gewusst. Dumbledore hat mir dann erzählt, das ich eine Hexe bin und mittlerweile kommen auch meine Erinnerungen zurück aber für den Moment muss reichen, dass meine richtige Mom eine Hexe war und ich deshalb in Hogwarts mit meinem richtigen Namen angesprochen werde, besonders jetzt, das soll irgendwie Harry helfen, frag nicht wie ich versteh´s selbst nicht. Meine Muggelfamilie hat mich Allison genannt, Allison Stuart und das ist auch mein bevorzugter Name, Morrigan klingt einfach komisch.", plapper ich einfach drauf los.
    "Rosier also.", stellt er fest und ich nicke.
    Damit war das Gespräch dann auch beendet und ein schweigen breitet sich aus, das unangenehmer nicht sein könnte. Ist er jetzt wütend auf mich? Wo ist nur das Problem mit dem Namen?
    "Gute Nacht, Morrigan.", verabschiedet er sich an meiner Haustür von mir und aus irgend einem Grund versetzt mir das einen Stich.
    "Gute Nacht, Charlie."

    Am nächsten morgen reise ich mit Flohpulver nach hause, bin aber zu nichts motiviert also setze ich mich wohl oder übel hin und lerne, das geht einige Wochen so, bis ich für die nächste Aufgabe nach Hogwarts muss um Harry anzufeuern. Charlie ist diesmal nicht da, dafür aber Percy. Ich suche auf den Tribünen erfolglos nach Ron und Hermine, finde allerdings nur Fred und George, die Wetten an nehmen. Als sie mich nach meiner Wette fragen lehne ich ab, wetten war noch nie mein ding, also mache ich mich auf den Weg Richtung Dumbledore, als gerade jemand aus dem See auftaucht, Cedric und seine Freundin. Wie hieß sie noch gleich? Naja, ist ja auch egal viel entscheidender ist, dass mir jetzt klar ist wo Ron und Hermine sind und die Vorstellung gefällt mir überhaupt nicht.
    Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis nach Krum und Hermine endlich auch Harry, Ron und ein Mädchen, das sich als Fleurs Schwester heraus stellt auftauchen. Sofort laufe ich zu ihnen, was ich auch schon bei Hermine gemacht habe, die jetzt meinen Mantel trägt, auch wenn sie heute scheinbar nicht so gut auf mich zu sprechen ist, könnte aber auch daran liegen, dass sie den ganzen Tag im See verbracht hat. Percy jedenfalls hat definitiv plötzlich eine Abneigung mir gegenüber entwickelt, denn er scheucht mich von seinem Bruder weg, als ich Ron und Harry je eine dampfende Tasse heiße Schokolade reichen will, dabei murmelt er irgendwas von Rosier und Todesser, was alles andere als freundlich klingt. Auch Harry scheint heute nicht gerade froh zu sein mich zu sehen, nimmt die heiße Schokolade aber dankend an. Jetzt wo sie alle meinen Geburtsnamen kennen werde ich also einfach für Eltern verurteilt, an die ich mich nicht mal erinnern kann, irgendwie hatte ich mehr von ihnen erwartet. Hatten sie etwa schon vergessen, das ich auf der Weltmeisterschaft gegen die Todesser gekämpft hab? Das hätte ich doch nicht gemacht, wenn ich selbst eine von ihnen wäre.
    Dumbledore meint ich soll trotzdem zur letzten Aufgabe kommen, bis jetzt wäre Harry nichts passiert, aber er macht sich Sorgen, außerdem kann ich ja ein paar Tage früher kommen um meine NEWTs zu schreiben. Nach dem ich gelernt habe bis mir der Kopf raucht schreibe ich also die Prüfungen in Hogwarts, dann geht auch schon die letzte Aufgabe los, wehrend der ich von den Weasleys und Hermine kollektiv ignoriert werde. charmant.
    Ziemlich geschockt kehre ich nach der Aufgabe nach Hause zurück. Voldemort ist wieder da. Seinetwegen hat meine Mom mich weg gegeben, um mich vor ihm zu schützen und jetzt ist er zurück.
    "Schönes Haus.", höre ich eine bekannte Stimme hinter mir.
    "Danke.", antworte ich und mache mich auf den Weg in die Küche um Tee zu holen, "also, was kann ich für Sie tun, Professor."
    "Ich möchte dich bitten mich zu einem Treffen mit Freunden zu begleiten.", antwortet Dumbledore.
    "Ähm... Okay.", damit hatte ich jetzt nicht gerechnet, jetzt wo Voldemort zurück ist muss ich doch als Argument recht nutzlos sein, "wann denn?"
    "Jetzt."
    "Moment.", schnell suche ich meine Handtasche und ziehe eine Jacke über, dann stelle ich sie Teetassen in die spüle und ärgere mich insgeheim, dass ich meine Haushälterin in den Urlaub geschickt hatte, "Okay kann los gehn."
    Dumbledore reicht mir seinen Arm und Apperiert einfach mit mir. Fast wäre ich hin gefallen, mir ist schlecht und etwas schwindelig.
    "Und Sie hätten mich nicht vor warnen können, oder?", beschwere ich mich.
    "Was macht Sie hier?", kommt es im gleichen Moment vom anderen ende des Raumes.
    Charlie.
    "WOW. Weist du eigentlich, das du so charmant bist wie ein Mülleimer?", erwidere ich bissig.
    "Wenigstens bin ich kein Todesser."
    Ich schlucke, das hat gesessen.
    "Wenn ihr dann aufhört zu streiten, könnte ich erklären,...", beginnt Dumbledore und wird von einem knall unterbrochen, als ich Charlie eine schallende Backpfeife verpasse.
    Auf dem Absatz drehe ich mich um gehe zurück zu Dumblrdore und verkünde, "Ich hab meine Meinung geändert, danke für die Einladung aber ich gehe nach hause."
    "Allison!", werde ich im gleichen Moment wütend angeschrien und schreie natürlich sofort zurück.
    "Ruhe!", donnert Dumbledores Stimme über den Lärm von mittlerweile drei Weaslys die mich anschreien und mir die ich noch viel schlimmer zurück schreie. Augenblicklich sind wir alle still.
    "Wie ihr ja schon bemerkt habt ist diese junge Dame neben mir hier Allison Stuart. Allison ist, wie Remus mir sicher zustimmen wird, eine sehr begabte Hexe und ich habe sie hergebracht, damit sie die einzelnen Mitglieder des Ordens kennen lernen und beitreten kann.", an mich gewandt erklärt er noch kurz, dass der Orden des Phönix eine Geheimorganisation ist die gegen Lord Voldemort kämpft und seinen erneuten Aufstieg verhindern will, da gehen auch schon die Beschwerden los.
    "Eine Rosier im Orden, da könnten wir auch gleich ihr-wisst-schon-wen einladen.", "In ihrer Familie waren schon alle Todesser bevor das Wort erfunden wurde!" und so weiter.
    "Sie wäre nicht die erste mit Todesserfamilie im Orden, seit wann hängt die Entscheidung für oder gegen Voldemort zu sein denn bitte von Eltern ab die schon Jahre tot sind?", wirft plötzlich ein Mann mit etwas längeren, dunklen Haaren ein.
    "Der letzte Rosier hat selbst nach ihr-wisst-schon-wessen Fall noch bis zum Schluss für ihn gekämpft.", gibt ein gruseilg aussehender Mann, Moody heißt er glaub ich, zu bedenken.
    "Wenn Allison vor hätte Flüche auf Auroren ab zu feuern und genau wie ihre Eltern bis in den innersten kreis der Todesser zu gelangen hätte sie sich wohl kaum für ein Halbblut mit den Angreifern bei der Quidditsch WM geprügelt.", verteidigt mich Larissa, die gerade in den Raum kommt, "Mom fragt übrigens nach dem Rezept für deinen Kuchen von Weihnachten."
    Mit dieser vollkommen unpassenden Bemerkung entlockt sie mir ein lachen.
    "Schreib ich ihr später auf.", verspreche ich, bevor ich mich wieder an Dumbledore wende, "Hören Sie Professor, ich fühle mich geehrt, dass Sie mich dabei haben wollen, aber ernsthaft, Keiner hier kann mich leiden und ich glaube auch nicht, dass irgendwer sich noch davon einschüchtern lässt wer mein Vater ist jetzt wo Voldemort zurück ist. Da ich also weder sonderlich nützlich noch willkommen bin wäre es doch viel leichter wenn ich einfach nach hause gehe, da hab ich nämlich einiges zu tun."
    "Das geht leider nicht. Jetzt, wo er zurück ist und weis, das du noch am leben bist, wird er nach dir suchen lassen. Es wird also viel zu gefährlich für dich sein einfach in die Muggelwelt zurück zu kehren und so zu tun als wäre nix."
    "Ob Sie´s glauben oder nicht, aber ich bin sehr gut im verschwinden und außerdem hatte ich nicht vor so zu tun als wäre nix, ich glaube nur nicht daran, dass er viel zeit damit verschwenden wird nach mir zu suchen wieso auch?"
    Gerade will ich gerade gehen, als er antwortet, "Wegen deiner Gabe."
    "Und welche Gabe soll das sein, ich glaube kaum, dass er sich den ganzen Aufwand macht für Kuchen.", das war gemein von mir, aber es ist nun mal so, dass ich nix besonderes bin, abgesehen davon, das ich eben eine Begabung für´s backen habe.
    "Das, meine Liebe, wirst du sehr bald selbst heraus finden.", sagt er mit einem Lächeln, "Auch wenn ich zugegebenermaßen langsam neugierig auf diesen Kuchen bin."
    "Wenn Sie sich das Nächste mal ankündigen statt einfach in meinem Wohnzimmer aufzutauchen mach ich welchen."
    Nach mindestens einer weiteren halben Stunde gebe ich schließlich nach und akzeptiere, dass ich an einen sichereren Ort geschickt werde, wenn auch nur unter der Bedingung, dass ich da wenigstens auch was tun und mich nützlich machen kann.
    Tja, hätte ich mal eingewilligt nutzlos aber sicher herum zu sitzen. Jetzt soll ich nach Rumänien und das auch noch ausgerechnet mit Charlie Weasly. Wollen die mich eigentlich veraschen? Dumbledore teilt mir noch mit, dass das Haupquatier im Grimauldplace 12 liegt, dann apperiere ich nach hause um meine Sachen zu packen.
    Drei Stunden später stehe ich mit meinem Schwarzen Roll-koffer, auf dem noch ein zweiter kleiner Koffer befestigt ist vorm Hauptquatier und klopfe Es gibt zwar auch eine Klingel, aber Sirius hat mir mindestens zehn mal gesagt, dass ich die nicht benutzen soll. Kurz drauf wird die Tür auch schon von einem alten Hauself geöffnet, der mich freundlich begrüßt, auch wenn ich es mehr als nur ein Bisschen seltsam finde mit `Mistress´ angeredet zu werden.
    "Dein ernst?", fragt Charlie, der von dem ganzen Plan genau so wenig begeistert ist wie ich, mit einem Blick auf meine Koffer, "Tussi on Tour oder was?"
    "Dann hätte ich pinke Koffer mit silber Glitzer genommen.", erwider ich spitz.
    "Können wir dann los?", fragt er genervt und ignoriert den Hauself, der mir in die Küche gefolgt ist um ununterbrochen Beleidigungen zu murmeln.
    Mindestens genau so genervt halte ich mich zum apperieren an seinem Arm fest. Diesmal war ich zwar vorbereitet, aber mir war trotzdem kötzübel, was ich mir natürlich nicht anmerken lasse.
    "Also, wo ist mein Zimmer?"
    Er lacht. Warum lacht er?
    "Mein Zelt ist hier.", sagt er, mit Betonung auf dem ersten Wort.
    Er führt mich einen weg entlang, von dem mir jetzt erst auffällt, dass er mit Zelten gesäumt ist.

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