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Die Welt der Clans - MMFF

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8 Kapitel - 8.314 Wörter - Erstellt von: Sonnenflug - Aktualisiert am: 2017-11-30 - Entwickelt am: - 846 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hallo, alle miteinander! Das wird meine erste MMFF sein, und ich bitte euch, etwas nachsichtig mit mir.

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    Wie gesagt, das ist meine erste MMFF. Eine MitMach-FanFiction. Ich werde die Grobe Handlung der Geschichte festlegen. Ihr müsst einen Steckbrief ausf



    Wie gesagt, das ist meine erste MMFF. Eine MitMach-FanFiction. Ich werde die Grobe Handlung der Geschichte festlegen. Ihr müsst einen Steckbrief ausfüllen, der später noch kommt. Dann habt ihr einen Auftritt in der Geschichte! Als erstes kommt die Handlung. Es gibt vier Clans. Wer meine FanFictions gelesen hat, der weiß vielleicht schon Bescheid, aber es gibt den MondClan, den SonnenClan, den NebelClan und den DunkelClan. MondClan-Katzen können gut in der Nacht jagen und kämpfen, der NebelClan kann sich gut tarnen, der DunkelClan kann besonders gut kämpfen und hat viele Tricks auf Lager (was aber nicht heißt, dass sie böse sind) und der SonnenClan kann schnell rennen und hat sehr robuste Ballen. In jedem der Clans gibt es einen Auserwählten, der eine besondere Gabe hat. Aber keine zu große, denn wenn man z.b. das Feuer kontrollieren könnte, dann könnze man theoretisch das ganze Territorium abbrennen lassen. Also so etwas wie Gedanken lesen oder einfach nur sehr schnell rennen können. Wer einen auserwählten Charakter erstellen möchte, der schreibt im Steckbrief noch seine/ihre Fähigkeit dazu. Es gibt keine Prophezeihung, aber einige seltsame Dinge geschehen mit den Katzen in den Clans...mehr verrrate ich noch nicht^^. Also, hier kommt der Steckbrief, den ihr ausfüllen müsst, wenn ihr in der Geschichte vorkommen wollt:


    Name: (kann auch ein Streuner oder Einzelläufer sein)
    Alter: (muss nicht in Monden angegeben werden, kann auch junger Krieger oder älterer Schüler stehen)
    Aussehen: (Fell- und Augenfarbe, wenn es geht, noch Merkmale)
    Clan: (siehe Name:)
    Rang: (weiß jeder Bescheid)
    Charakter: (mindestens drei Dinge)
    Mag:
    Mag nicht:
    Auftritt in der Geschichte: (Erklärung dazu steht im nächsten Kapitel)
    Sonstiges: (z.B. ist mit...verwandt, wurde als Schüler in einen Dornenbusch geschmissen, ist halb taub, was euch halt noch einfällt)

    Und wer einen Auserwählten erstellen will, der schreibt noch dazu, was für eine Fähigkeit er hat. Aber keine Element-Beherrschung oder so! Das finde ich schon etwas OP. Also, erstellt viele Charaktere und lasst euch überraschen! Und noch was, bevor ich es vergesse: Diese FF entsteht ausschließlich aus euren Charakteren! Also, wenn längere Zeit lang keine Steckbriefe mehr eingesendet werden, werden auch nicht immer neue Kapitel kommen.

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    Erklärungen

    Schreibt in eurem Steckbrief bei Auftritt in der Geschichte einen der folgenden Begriffe hinein, damit ich ungefähr eure Wünsche erfüllen kann!

    ●Statist/in ---- Der Name des Charakters kommt in der Geschichte ab und zu vor, sagt aber nichts wichtiges für die Haupthandlung und macht auch nichts mit den Hauptcharakteren, spricht nur mit anderen Statisten über Beute und so ein Zeug, das heißt, der Name kommt vor, aber die Katze tut nichts wichtiges.

    ●Kleine Rolle ---- Der Charakter spricht auch mal mit den Hauptcharakter, geht mit ihm jagen etc. Aber tut ebenfalls nichts wirklich besonderes, diskutiert vielleicht mal mit jemanden über den Hauptcharakter oder/und was halt sonst noch so in der Geschichte passiert.

    ●Familie/Freunde ---- Wie gesagt, sind Familie und Freunde der Hauptcharaktere. Sprechen ab und zu über das Hauptgeschehen und gehen öfters zusammen jagen, etc. Haben enge Beziehung zum Hauptcharakter.

    ●Die Betroffenen ---- Jetzt kommt das fast wichtigste der ganzen Geschichte! Ich habe oben schon erwähnt, dass es keine Prophezeihung gibt. Aber es gibt trotzdem ein Unheil. Ungefähr ein Viertel aller Katzen bei den Clans werden verrückt! Das heißt, sie haben Stimmungsschwankungen.(Sie können im ersten Moment so richtig schlecht gelaunt, im nächsten fröhlich und gleich danach beim Ausrasten sein) Zudem kommt es öfters zu Gedächtnisverlusten. Es kann sogar so weit kommen, dass sie Depressionen oder so haben und sich absichtlich verletzen. Wer sich zu lange in der Nähe eines Betroffenen aufhält, der steckt sich sozusagen damit an. Und so werden es immer mehr...

    ●Die Hauptcharakter ---- So...jetzt kommen sie endlich. Es gibt in jedem Clan einen Hauptcharakter. Meinetwegen auch einen Einzelläufer. Sie haben eine Gabe,(aber keine Element- oder OP-Fähigkeiten) mit der sie versuchen werden, die Betroffenen zu erlösen und den Grund dafür zu finden. Der SternenClan hüllt sich in Schweigen...deshalb müssen sie alles in ihre eigenen Pfoten nehmen. Meistens wird aus ihrer Sicht geschrieben. Ach ja, sie sind auch immun gegen die Krankheit, also kann kein Hauptchara ein Betroffener sein.
    Bitte keine Hauptcharakter mehr erstellen! Wir haben genug!


    So, das waren alle Begriffe. Die Sicht wechselt je nach Handlung, aber meistens wird nach der Sicht der Hauptcharaktere oder der Betroffenen geschrieben. Und ich bitte euch, nicht nur Kleine Rollen oder nur Betroffene zu erstellen. Ich setze da keine Grenzen, was die Anzahl angeht, aber keiner, wirklich keiner, erstellt alle Auserwählten/Hauptcharakter! Ich selbst werde auch zu Anfang ein paar Katzen erstellen, damit schon etwas hier steht. Also, ich würde mich sehr freuen, wenn ihr hier mitmacht. Die Hierarchie schreibe ich ganz am Ende der Geschichte.

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    Also, hier werden die Hauptcharas und Betroffenen zur Zeit der ersten Kapitel aufgelistet. Vor jedem Kapitel schreibe ich dann noch, wenn sich neue Betroffenen "anmelden", diese hinschreiben.

    Besetzte Hauptcharaktere

    Von Sonnenflug:

    Name: Silberpfote, wird im ersten Kapitel zu Silberdistel
    Alter: 18 Monde alt
    Aussehen: silber-grau-weiß getüpfeltes, langes Fell, hellblaue Augen, hat eine kleine Narbe im Ohr
    Clan: NebelClan
    Rang: Schülerin, dann Kriegerin
    Charakter: humorvoll, geschickt, manchmal etwas schüchtern, wird schnell wütend und kann auch sehr sarkastisch werden
    Mag: Fische, jagen und kämpfen
    Mag nicht: DunkelClan!
    Auftritt in der Geschichte: Hauptcharakter
    Sonstiges: Ist in den Betroffenen Goldschatten verliebt, hasst den DunkelClan deshalb, weil sie ihre Mutter fast umgebracht hätten.
    Fähigkeit: Kann ihre Fellfarbe ändern. Ihre Narbe am Ohr und ihre Augenfarbe bleiben.


    Von Schimmerfell:

    Name: Aschenflug
    Alter: Mittelalter Krieger
    Aussehen: aschgraues, kurzes Fell mit einem hellerem Tupfenmuster, hellblaue Augen und er hat eine braune Schwanzspitze
    Clan: DunkelClan
    Rang: Krieger
    Charakter: Misstrauisch, etwas kühl zu unbekannten, loyal zu seinem Clan, neugierig und sehr vorsichtig 
    Mag: kämpfen und manchmal faul sein
    Mag nicht: wenn er unvorbereitet irgendetwas tun soll
    Auftritt in der Geschichte: Hauptchara wenn es geht?
    Sonstiges: Muss immer über alles informiert sein und immer für alles vorbereitet sein, tut niemals etwas, ohne sich darauf vorbereitet zu haben
    Fähigkeit: Weiß immer, wie die anderen Katzen in der Umgebung gelaunt sind, obwohl sie ihre Gefühle nicht zeigen


    Von Mondlicht:

    Name: Mondstrahl
    Alter: Junge Kriegerin
    Aussehen: Rauchgrau mit dunkelblauen Augen, weiße Pfotem und Bauch und einen weißen Halbmond auf der Stirn. Narbe an der Flanke
    Clan: Mond Clan
    Charakter: klug, sehr misstrauisch, nett zu den dem sie kennt
    Mag: Nette Katzen und Eichhörnchen
    Mag nicht: Besserwisser und Angeber Fähigkeit: Gedanken lesen
    Auftritt in der Geschichte: Hauptchatakter wenn es geht, ansonsten kleine Rolle
    Sonstiges: Ich sage dir Bescheid falls sie sich verlieben soll


    Von Windhauch:


    Name: Sturmflug
    Alter: ca. 20 Monde
    Aussehen: dünne, hellbraune Tigerkätzin mit weißem Brust- und Bauchfell, langem, meist zerzaustem Pelz, langen Beinen und blaugrauen Augen
    Clan: SonnenClan
    Rang: Kriegerin
    Charakter: tollpatschig, überschwänglich, mutig, vorlaut, ehrgeizig, dickköpfig, frech
    Mag: Kaninchen jagen, beim Laufen den Wind im Fell spüren, die Beste sein, ihre beste Freundin Nachtkelch
    Mag nicht: Kämpfen, Fisch, eingeengt sein, auf andere hören
    Auftritt in der Geschichte: wenn möglich Hauptcharakter
    Sonstiges: lässt sich von Niemandem etwas vorschreiben, ist erst mit 8 Monden zum Clan gekommen und hat keine Verwandten dort
    Fähigkeit: kann wenige Sekunden lang die Zeit anhalten



    Von Frostblick:

    Name: Nanuk
    Alter: 12 Monde
    Aussehen: dunkelbraun-graues Fell und blaue Augen.
    Clan: /
    Rang: Streuner
    Charakter: freundlich, übermütig, lebensfroh, fröhlich, humorvoll
    Mag: Schwimmen
    Mag nicht: böse Katzen 
    Auftritt in der Geschichte: Hauptrolle
    Sonstiges: Auf einem Auge blind, verliebt sich in eine Katze (in wen darfst du dir aussuchen) und ist der beste Freund von Alex.
    Fähigkeit: Kann mit anderen Tieren sprechen



    Betroffene:


    Von Sonnenflug:


    Name: Goldschatten
    Alter: 26 Monde
    Aussehen: goldfarbener Kater mit bernsteinfarbenen Augen, hat einen etwas zerfetzten Schwanz
    Clan: NebelClan
    Rang: Krieger
    Charakter: mutig, loyal, manchmal arrogant, aber meistens nett
    Mag: Silberdistel, obwohl er es nie vor den ihr zugeben würde
    Mag nicht: Fremde Katzen
    Auftritt in der Geschichte: Betroffener
    Sonstiges: Ist heimlich in Silberdistel verliebt, aber weil er ein Betroffener ist, hat er ihr schon ein paar mal wehgetan und sie beleidigt.


    Name: Wolkenstern
    Alter: 48 Monde
    Aussehen: weißer Kater mit kurzem, dichten Fell und langem Schwanz, hat himmelblaue Augen
    Clan: NebelClan
    Rang: Anführer
    Charakter: loyal, fürsorglich, immer für den Clan da, mutig, manche bezeichnen ihn als arrogant und fehlerlos, was er aber nicht ist
    Mag: Die großen Versammlungen und Trainingskämpfe
    Mag nicht: wirklich ernste Kämpfe, er hasst es, Blut sehen zu müssen
    Auftritt in der Geschichte: Betroffener
    Sonstiges: wenn er Blut sieht, verstärkten sich die Stimmungsschwankungen. Immer, wenn er ohnmächtig wird, gehen alle davon aus, dass er Blut gesehen hat.



    Name: Habichtjunges
    Alter: 5 einhalb Monde alt
    Aussehen: ein eher großes Junges, dunkelbraun-hellbraunfarbenes Fell, ein abgeknicktes Ohr von wilden Spielen, hellblaue Augen
    Clan: MondClan
    Rang: Junges
    Charakter: wild, ehrgeizig und neugierig
    Mag: herumtollen und den großen Kriegern beim Training zusehen
    Mag nicht: in der Kinderstube hocken und nichts tun
    Auftritt in der Geschichte: Betroffener
    Sonstiges: will unbedingt kämpfen lernen


    Von Schimmerfell:

    Name: Fuchspfote
    Alter: 12 Monde
    Aussehen: rotbraunes Fell, grüne Augen und ein langer, buschiger Schweif
    Clan: DunkelClan
    Rang: Schüler
    Charakter: fröhlich, aufgeweckt, abenteuerlustig, plappert sehr viel und nervt damit manche, was er aber nicht beabsichtigt
    Mag: reden und jagen
    Mag nicht: Den Anführer Graustern, den er viel zu streng findet, den Geruch des MondClans
    Auftritt in der Geschichte: Freund/Betroffener
    Sonstiges: ist der Halbbruder und Schüler von Aschenflug (sie hatten den gleichen Vater) Als Betroffener wird er manchmal "fuchsteufelswild" wenn man ihn anspricht, man muss immer auf der Hut sein, wenn man mit ihm was macht



    Von Mondlicht:

    Name: Funkelherz
    Alter: junge Kriegerin
    Aussehen: rote Kriegerin mit weißen Pfoten und Bauch, grüne Augen
    Clan: MondClan
    Rang: Kriegerin
    Charakter: immer fröhlich und lebensfroh, nett und hilfsbereit 
    Mag: Klettern
    Mag nicht: Nervige Katzen
    Auftritt in det Geschichte: Betroffene
    Sonstiges: Wenn sie betroffen wird dann merkt man es gar nicht das sie betroffen ist aber wenn man sie wütemd macht dann wird sie ganz komisch und redet wirre Sachen und greift einfach Katzen an, die Katzen die sie besonders gut kennt greift sie so gut wie nie an da sie ein Gefühl hat das sie sie nicht angreifen soll.



    Von Windhauch:

    Name: Alex
    Alter: ca. 20 Monde
    Aussehen: kleiner, geschmeidiger Kater mit rotem Fell und grasgrünen Augen
    Clan: /
    Rang: Streuner
    Charakter: mutig, vorlaut, sehr von sich überzeugt, große Klappe, wird schnell wütend 
    Mag: Kämpfen, sich beweisen, Jagen
    Mag nicht: auf andere hören, schwimmen, Kälte
    Auftritt in der Geschichte: Betroffener
    Sonstiges: Wenn er von anderen sehr herablassend behandelt wird, geht er auf sie los, deshalb fällt es nicht sofort auf, dass er infiziert ist.

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    Die Geschichte beginnt!


    Silberdistels Fähigkeit und ein weiterer Betroffener

    Aus der Sicht von Silberpfote/distel


    "Alle Katzen, die alt genug sind, Beute zu machen, mögen sich beim Wolkenberg zu einem Clan-Treffen versammeln!" Wolkensterns Ruf hallte durch das Lager. Aufgeregt sprang Silberpfote aus dem Schülerbau. Sie war die einzige Schülerin seit zwei Monden. Gestern hatte sie ihre Kriegerprüfung geschafft, und sie war sich sicher, dass sie jetzt zur Kriegerin ernannt werden würde. Die NebelClan-Katzen versammelten sich beim Wolkenberg. Natürlich war damit nicht der richtige Berg, sondern ein paar Felsvorsprünge an der glatten Felswand, der dazu gehörte, gemeint. Wolkenstern stand auf dem höchsten Vorsprung. Als alle da waren, fing er an: "Ich habe euch heute versammelt, weil ich eine wichtige Aufgabe zu erfüllen habe. Ihr wisst, dass eine seltsame Krankheit unseren Clan heimsucht." Als Silberpfote daran erinnert wurde, zuckte sie leicht. Seit ein paar Monden hatten einige Katzen ständige und teilweise heftige Stimmungsschwankungen. Meistens endete es damit, dass die Betroffene Katze einen Wutanfall bekam und um sich schlug. Manchmal verletzte sie sich sogar dabei selbst. Nach einem halben Tag legte sich das meistens wieder, aber dann litten sie an Gedächtnisverlust. Die bereits Betroffenen hatte Wolkenstern in einen anderen Bau versetzt, damit sie keinem etwas antun konnten. In schmerzvollen Gedanken versunken nahm sie die Stimme ihres Anführers erst wahr, als er sie zu ihr bat: "Silberpfote, komm hier hoch." Silberpfote schüttelte die Gedanken ab und zwang ihre Pfoten, auf den niedrigsten Felsvorsprung zu springen. Von dort aus musste sie sich mit kraftvollen Sprüngen bis zu Wolkenstern hocharbeiten. Ihr Anführer schnurrte leise. Als Silberpfote sicher auf einem Vorsprung neben ihm stand, holte er Luft und sprach das Ritual zur Kriegerernennung aus. Seine Stimme hallte klar und laut über das Lager: "Ich, Wolkenstern, Anführer des NebelClans, rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diese Schülerin herabzuschauen. Sie hat hart trainiert um eure edlen Gesetze zu erlernen und zu verstehen. Möge sie der SternenClan willkommen heißen." Dann wandte er sich an die silberne Schülerin und fuhr fort: "Silberpfote, versprichst du, das Gesetz der Krieger zu achten, den Clan zu beschützen und dafür zu kämpfen, selbst wenn es dich dein Leben kostet?" Silberpfote schluckte ehrfürchtig, dann miaute sie entschlossen: "Ich verspreche es." Wolkenstern sah sie warm an. "Dann gabe ich mit der Kraft des SternenClans deine Kriegernamen. Von nun an sollst du Silberdistel heißen. Der SternenClan ehrt deine Treue und Geschicklichkeit und heißt dich als volle Kriegerin willkommen." "Silberdistel! Silberdistel!" jaulten ihre Clan-Kameraden zu ihr hinauf. Eine Welle puren Glücks strömte durch sie hindurch. Stolz erfüllte sie bis in die Schwanzspitze. Noch eine kleine Weile lang ließ Wolkenstern die Katzen ihr zujubeln, dann beendete er die Versammlung mit einem kurzen Schwanzzeichen. Silberdistel wollte sich gerade auf dem Weg nach unten machen, als sie ein lautes Fauchen hinter sich hörte. Wolkenstern stand mit gebleckten Zähnen über ihr. Das verhieß nichts Gutes. "Die Krankheit!" rief irgendjemand von unten. Doch es war schon soweit. Wolkenstern stürzte sich mit einem Kampfesgeheul auf sie. Silberdistel musste aufpassen, nicht von ihm hinuntergeworfen zu werden. Leicht panisch suchte sie einen Weg nach unten. Flink huschte sie an ihrem Anführer vorbei und jagte über die Vorsprünge bis nach unten. Wolkenstern folgte ihr knurrend. Die anderen Katzen sahen sich erschrocken und staunend das Schauspiel an. Silberdistel atmete auf, als sie wieder festen Boden unter ihren Pfoten spürte. Sie raste quer durch das Lager um den wütenden Anfüher abzuhängen. Doch er war direkt hinter ihr. Wenn ich mich nur tarnen könnte... dachte Silberdistel verzweifelt. Mit meinem silbern gestreiften Fell falle ich viel zu sehr auf! In dem Moment rannte sie mitten in die Katzenmenge am Versammlungsplatz hinein. Für einen kurzen Moment tauchte Silberdistel in das Gewirr ein. Ein leichtes Kribbeln fuhr über ihr Fell und sie erschauderte. Als sie in die Richtung des Kriegerbaus rauschte, entdeckte sie Wolkenstern von der Seite aus auf sie zurennen. Jetzt hat er mich! schoss es Silberdistel durch den Kopf. Doch der erwartete Zusammenstoß blieb aus. Überrascht blickte sie sich nach ihm um. Wolkenstern hatte sich nur eine Schnurrhaarlänge hinter auf den Boden geworfen und schlug mit ausgefahrenen Krallen um sich. Dabei riss er ihr ein paar Fellbüschel aus. Als diese nun lose auf dem Boden lagen, erstarrte Silberdistel. Die Fellfetzen waren grau. Nicht silbern gestreift. Verwirrt vergaß sie, dass Wolkenstern immer noch in der Nähe war, und ließ sich noch ein paar Büschel ausreißen. Diese waren ebenfalls stumpf grau. "Pass auf!" rief jemand. Hastig sprang sie zur Seite, sodass Wolkensterns Klaue sie verfehlte. Verwirrt rannte sie zum Kriegerbau, wo noch vom letzten Regentag eine Pfütze übrig war. Was sich auf seiner Oberfläche spiegelte, war unglaublich. Die anderen Katzen versuchten Wolkenstern zu besänftigen, sodass keiner zu ihr hin schaute. Zum Glück. Vor ihren Augen begann sich ihr Kopffell zu verändern. Es war tatsächlich stumpf grau, doch innerhalb von Sekunden bekam es Glanz und wurde heller. Schließlich blickte ihr wieder die normale Silberdistel entgegen. Sie konnte nicht glauben, dass das gerade passiert war. Klappte es vielleicht noch einmal? Sie konzentrierte sich. Hm...sagen wir mal...schwarzes Fell. Ja genau. Ich möchte schwarzes Fell haben. Fast sofort begann ihr Pelz dunkler zu werden, bis es einen nachtfarbenen Schwarzton erreicht hatte. Silberdistel schnappte nach Luft. Die Konzentration löste sich wieder, und rasch begann sie wieder ihr silbernes Fell anzunehmen. Wieso konnte sie ihre Fellfarbe verändern? Spielten ihre Sinne ihr einen Streich? Hatte die Krankheit sie auch erwischt? Unruhig lief sie zum Heilerbau.

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    Mondstrahls Fähigkeit und beunruhigende Ereignisse

    Aus Mondstrahls Sicht


    Die Sonne stand hoch am wolkenlosen Himmel. Die Blattgrüne ließ die Bäume in einer dunklen Farbe leuchten und lockte auch die letzten verschreckten Beutetiere wieder hinaus. Ein perfekter Tag, um zu jagen. Mondstrahl streckte sich ausgiebig und trottete zum Hochstein, wo sie Goldglanz, eine Clan-Kameradin, entdeckte. "Wollen wir jagen gehen?" fragte Mondstrahl sie. Goldglanz schnurrte: "Warum nicht? Das Wetter ist perfekt." Mondstrahl schnurrte ebenfalls leise und wendete sich zum Lagerausgang. Sie hörte, wie Goldglanz ihr folgte.

    Mondstrahls Schweif zuckte leicht, als sie sich an ein Eichhörnchen, dass auf einer Baumwurzel an einer Nuss knabberte anschlich. Eichhörnchen waren ihre Lieblingbeute! Freudig fuhr sie sich mit der Zunge über ihre Zähne. Auf leisen Pfoten bewegte sie sich vorsichtig auf das Tier zu. Als sich die Distanz auf eine Fuchslänge verringert hatte, sprang sie kraftvoll ab. Als ihr Schatten auf das Eichhörnchen file, stieß es einen angstvollen Laut aus, doch es war zu spät. Mondstrahl landete und töte es mit einem schnellen Biss in die Kehle. Zufrieden nahm sie das schlaffe Tier zwischen die Zähne und lief zu Goldglanz. "Gut gemacht!" schnurrte sie. "Meinst du, wir sollten..." Goldglanz wurde durch einen haarsträubenden Schrei unterbrochen, der so grell war, dass ihnen die Ohren schmerzten. Das konnte eigentlich nur eines bedeuten! "Komm schnell!" rief Mondstrahl ihrer Clan-Gefährtin zu und zischte schon im nächsten Moment in richtung Lager davon. Sie versuchte, die aufkommende Panik in sie zu unterdrücken, doch unruhige Gedanken konnte sie nicht aufhalten. Ich hoffe niemand wurde verletzt...in diesen Zeiten müssen wir so stark sein, wie wir können! Sonst wird die Krankheit uns komplett einnehmen! Doch plötzlich schlich sich ein anderer Gedanke in ihren Kopf ein. Allerdings schien dieser ihr fremd, es klang so, als ob sie sich nur an etwas gesprochenes erinnern könnte. Was sollen wir jetzt tun? Was, wenn die Krankheit wirklich jemanden eingenommen hat? Es gibt kein Heilmittel dagegen! Was, wenn es alle hier im Clan befällt? Mondstrahl hielt kurz verdutzt an, dann rannte sie weiter. Es hatte fast wie Goldglanz' Stimme geklungen. Aber sie hatte nichts dergleichen gesagt...warum konnte sie sich dann daran erinnern? Als sie im Lager ankam, vertrieb sie zwanghaft ihre Gedanken. Stattdessen starrte sie ungläubig auf den Hochstein, sodass sie kaum bemerkte, wie Goldglanz fast in sie hineinlief. Eine kleine Katze stand zittrig auf dem mindestens fünf oder mehr Schwanzlängen hohen Felsen. Sie hatte die Augen geschlossen. Und im nächsten Moment sauste sie in richtung Erde herab. "Nein!" jaulte jemand durchdringlich. Es war Mondstrahl. Die nächsten Momente kamen ihr unerträglich langsam vor. Sie schoss an den anderen Katzen vorbei, achtete nicht auf die panischen Rufe. Kurz bevor die Katze am Boden aufprallte, fing Mondstrahl sie ab, indem sie sie am Nackenfell packte. Behutsam legte sie es ab. Es war Habichtjunges, ein wildes und aufgewecktes Junges. Doch heute war sein Blick leer und in die Ferne gerichtet. "Habichtjunges!" Nachtkelch, die Heilerin des MondClans, kam herbeigestürmt. "Habichtjunges!" "Es geht ihm gut." versicherte Mondstrahl ihr, obwohl ihr selbst dabei Zweifel kamen. "Er ist nur..." Habichtjunges murmelte etwas unverständliches dazwischen. "Was hast du gesagt?" Nachtkelch zuckte mit den Ohren. "Keinen Sinn..." stöhnte er leise. "Lasst mich...sterben..." "Red keinen Blödsinn!" herrschte Nachtkelch ihn an und packte ihn am Nackenfell. "Ich muss ihn mal untersuchen. Aber..." Plötzlich wurde ihre Stimme sorgvoller. "Was ist, wenn die Krankheit ihn überfallen hat?" Mondstrahl wollte gerade etwas erwiedern, als sie wieder eine Stimme in ihrem Kopf hörte: Oh SternenClan, nein! Warum tust du uns das an? Was haben wir getan, damit und so etwas geschieht? Ihr Maul klappte wieder wortlos zu. Diesmal war sie sich ganz sicher, dass es nicht ihre Gedanken waren. Ganz sicher. Doch bevor sie noch etwas tun konnte, war Nachtkelch schon mit Habichtjunges im Heilerbau verschwunden.

    "Ich hoffe, Habichtjunges geht es gut?" Mondstrahl trat in den Heilerbau, der von der mittlerweile untergehenden Sonne in goldenes Licht getaucht war. Nachtkelch stand über das Junges, das in einem Nest gelegt worden war. "Ich kann nichts versprechen." murmelte die Heilerin. "Er redet andauernd seltsames Zeug. Ich weiß nicht, warum er vom Hochstein springen wollte. Wenn die Krankheit schuld war, dann haben wir ein ernsthaftes Problem." Mondstrahl senkte ihren Blick. Und noch viele weitere werden folgen, dachte sie düster. Immer mehr werden betroffen sein und Dinge tun, dessen Auswirkung ihnen nicht bewusst ist! Sie erschrak selbst über ihre Gedanken. Nach einiger Zeit wagte sie zu fragen: "Meinst du, ob die Krankheit jemals verschwinden wird?" "Es ist sehr unwahrscheinlich." begann Nachtkelch. "Die Auswirkungen werden bald für eine kleine Weile schwächer werden, aber es gibt kein mir bekanntes Mittel gegen diese..." Sie wurde abrupt unterbrochen, als eine rauchfarbene Katze in den Bau stürmte. "Nachtkelch!" Nach einem kleinen Schreckmoment erkannte Mondstrahl Dämmerwind, einen schon etwas älteren Krieger. Der sonst so ruhige und loyale Kater schien nun sehr beunruhigt. Nachtkelchs Stimme wurde scharf: "Was ist passiert?" drängte sie. Dämmerpelz beruhigte sich ein wenig, als er sprach: "Nachtstern ist soeben eingetroffen. Er wünscht, dich zu sprechen." "Nachtstern, sagst du?" kreischte Mondstrahl plötzlich und rannte ihn den beiden anderen vorbei zum Lagereingang. Nachtstern! Er ist hier! Mondstrahls Herz hüpfte vor Freude, als sie ihren Bruder sah. Er war vor einiger Zeit als Krieger aus dem MondClan verbannt worden, weil er sich in Eiswind, einer Kriegerin aus dem SonnenClan verliebt und mit ihr Junge bekommen hatte. Sie war zu Tode erschrocken gewesen, als sie ihren Bruder bei den Großen Versammlungen auf dem Hochfelsen gesehen hatte! "Nachtstern!" "Schwesterherz!" Nachtstern begrüßte sie. Doch seine Stimme klang betrübt. "Was ist passiert?" fragte Mondstrahl erschrocken. Nachtstern sah ziemlich müde aus. "Nachtstern!" Nun kam auch Nachtkelch mit Dämmerwind herangelaufen. "Es ist etwas Schreckliches geschehen." kam es von dem SonnenClan-Anführer. "Einer unserer Krieger hat sich umgebracht." "Wie...sich selbst?" Nachtsterns Blick wurde trüb. "Ja. Eine seltsame Krankheit macht sich in unserem Lager breit. Sie verleitet Katzen dazu, gefährliche Dinge zu tun. In diesem Mond haben sich schon zwei oder drei unserer Katzen fast im Fluss ertränken wollen." Mondstrahl riss die Augen auf. Das bedeutet... Habichtjunges ist auch betroffen? Und der SonnenClan scheint auch davon betroffen zu sein... wenn nicht, alle Clans! Ein panischer Ausruck trat in ihre Augen. Nachtkelch fragte mit einer erschreckenden Ruhe: "Und was hat das mit uns zu tun?" "Ich wollte euch warnen." krächzte Nachtstern. "Die Krankheit hat mehr Auswirkungen, als wir es bei unserer letzten großen Versammlung vermutet haben. Ihr müsst mit schweren Folgen rechnen." "Es ist schon zu spät." murmelte Dämmerwind rau. "Habichtjunges hat sich vorhin absichtlich vom Hochstein fallen gelassen. Mondstrahl hat ihn gerade noch aufgefangen." Dabei warf er einen Blick auf die Kriegerin. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sie ihn nicht gerettet hätte! Habichtjunges ist einen Schnurrhaarbreit am Tod vorbeigeschrammt! Mondstrahl konnte wieder eine Stimme in ihrem Kopf nachhallen hören. Diesmal klang es eindeutig nach dem älteren Krieger. Hatte er etwas gesagt, dass sie nicht so richtig wahrgenommen hatte? Warum hörte sie Stimmen von ihren Clan-Kameraden, obwohl sie nichts gesagt hatten? Nachtsterns Stimme riss sie aus den Gedanken. "Außerdem wollte ich euch sagen, dass die große Versammlung in ein paar Sonnenaufgängen auf heute Nacht verschoben wird. Es ist dringend, wir können nicht in diesen Zeiten auf den Vollmond warten." Damit verabschiedete er sich knapp und sprang in Richtung SonnenClan-Territorium davon. Einen Moment lang hielt Mondstrahl die Verschiebung für mäusehirnig, da der SternenClan sicherlich entzürnt sein würde. Aber sie wurde erneut durch eine Stimme im Kopf unterbrochen: Ob der SternenClan es akzeptieren wird? Was, wenn er Wolken schickt? Was, wenn... ach komm schon, hör auf so einen Blödsinn zu denken! Die Lager ist ernst! Es war Nachtkelchs Stimme gewesen. Und das, was Mondstrahl gehört hatte, deutete darauf hin, dass sie die Gedanken der Heilerin vernommen hatte.

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    Aschenflugs Fähigkeit und ein schockierender Wutanfall

    Aus der Sicht von Aschenflug


    "Los, Fuchspfote. Greif mich an." Knurrte Aschenflug seinem Schüler zu. Sie befanden sich im geheimen Trainingslager des DunkelClans, dass versteckt auf einer Lichtung im Kiefernwald nordöstlich der Territorien lag. Fuchspfote knurrte gespielt aggresiv zurück und sprang ab. Doch Aschenflug sah den Angriff kommen und sprang zur Seite, sodass Fuchspfote nicht auf ihn, sondern neben ihm landete. Aschenflug fuhr von der Seite mit eingezogenen Krallen über die Flanke seines Schülers, dann meinte er: "Du darfst deinem Gegner keine Zeit geben, zu überlegen. Dein Verstand muss schnell sein, um deine Angriffe vorher zu planen und du musst in etwa erahnen, was dein Feind als nächstes tun wird und dich damit anpassen." Fuchspfote nickte knapp und er schellte sofort mit der Pfote vor und verpasste dem grauen Kater einen kräftigem Hieb. Ein wenig überrascht taumelte Aschenflug, dann fing er sich wieder und sprang ab. Kurz vor Fuchspfote landete er und hob sie Pfote, um zuzuschlagen, doch diesmal war Fuchspfote schneller. Er schob seine Pfote unter die von Aschenflug und brachte ihn so aus dem Gleichgewicht. Fuchspfote stürzte sich auf seinen Mentor und schlug mit eingezogenen Krallen auf ihn ein. "Und?" fragte er schließlich. "Wie war ich?" "Geh runter von mir!" fauchte Aschenflug. "Du bist nicht gerade der Leichteste." Er hörte, wie sein Schüler schnurrend von ihm abließ und das Gewicht von seinem Rücken genommen wurde. Erleichtert atmete er aus und sprang auf die Pfoten. "Nicht schlecht." miaute er beeindruckt. "Den Trick mit dem Gleichgewicht hast du dir gut gemerkt. Geh wieder ins Lager und ess etwas. Das Training ist für heute beendet." In dem Moment konnte Aschenflug eine Welle des Stolzes spüren. Es war, als würde er in die Zeit versetzt werden, wo er selbst noch Schüler war und zum ersten Mal seinem Mentor besiegt hatte. Dieses Gefühl kam aber seltsamerweise nicht aus ihm selbst, es fühlte sich so an, als würde es von außen auf ihn eindringen wollen...Doch als Fuchspfote ihm ein "Danke!" zurief und das dem Trainingslager rannte, war das Gefühl schon wieder verschwunden.

    Als Aschenflug etwas später im Lager ankam, war es still. Nur ein aggresiv klingendes Knurren ertönte aus dem Kriegerbau. Darauf folgte ein entsetzliches Jaulen. Erst erstarrte Aschenflug, dann rannte er zum Ursprung der Geräusche. Im Kriegerbau waren die meisten Katzen versammelt. Nur einen kleinen Fleck gaben sie frei. Und dort lag eine rot-braune Katze, jaulte und kratzte um sich. Aschenflug brauchte einen geschlagenen Moment um zu begreifen, wer das war. Fuchspfote! Was tut er da? "Fuchspfote!" rief eine Stimme aus der Katzenmenge. Der Schüler knurrte nur aggresiv. "Ich werde euch alle vernichten!" jaulte er. "Ihr werdet es büßen! Spürt meine Rache!" "Was haben wir dir getan?" miaute Aschenflug verzweifelt. Eine schlechte Entscheidung. Nun sprang Fuchspfote völlig außer sich auf die Pfoten und fauchte: "Ihr wisst das nicht? Nach all dem, was ihr mir getan habt, wisst ihr es nicht?" Seine Augen funkelten böse. "Meine Krallen sollt ihr zu spüren bekommen, biss ihr es eingesteht! Und du" Er deutete auf Aschenflug. "Bist als erstes dran." "Nein!" Eine pechschwarz-weiß getupfte Kriegerin stellte sich schwanzpeitschend vor ihn. Aschenflug war schockiert, dass sich seine Mutter vor ihn stellte. "Tu das nicht, Nachtschatten!" jaulte jemand. Fuchspfote schnurrte nur gehässig. Ohne eine einzige Vorwahnung schellte er vor und verpasste Nachtschatten einen schmerzvollen Hieb an der Wange. Blut tropfte auf den Boden. Fuchspfote hatte die Krallen ausgefahren! Aschenflug knurrte leise. Doch auf einmal drangen wieder diese Gefühle auf ihn ein. Nur war es kein Stolz mehr. Angst, Verzweiflung und Panik bedrängte ihn von allen Seiten. Er versuchte diese Erregungen zu unterdrücken, doch es gelang ihm nicht. Er selbst wurde auch immer nervöser. In den Augen seiner Clan-Gefährten blitzten genau diese Gefühle auf. Dann traf ihn die Erkenntnis wie einen Schlag. Es waren die Gefühle der anderen, die er spürte. Diese Angst. Diese Panik. Und er nahm noch etwas anderes wahr. Enttäuschung. Das überraschte Aschenflug. Doch ihm blieb keine Zeit mehr zum Nachdenken. Fuchspfote fing an, Nachtschatten zu attakieren. Die Kätzin setzte sich zur Wehr, doch in rasender Wut war auch Fuchspfote nicht mehr zu bremsen. Mit ausgefahrenen Krallen schlug er auf Nachtschatten ein, ohne Aschenflug zu beachten, der sich auf ihn warf. Nachtschattens Schläge wurden immer schwächer, bis sie ganz aufhörten. Noch ein letzter Blick der Verzweiflung, dann war sie tot. Aschenflug konnte Angstgerucht wahrnehmen. Und es kam von Fuchspfote. Wovor hat er Angst? Er hat Nachtschatten umgebracht. Meine Mutter. Eine der besten Kämpferinnen im Clan. Bereut er das etwa? Er versuchte Fuchspfotes Gefühle zu erkennen, doch er fand nur Panik und Angst. Plötzlich stieß Fuchspfote einen erstickten Schrei aus, dann stürmte er aus dem Bau. Mit dem letzten Blick konnte Aschenflug erkennen, dass seine Augen voller Tränen waren. Eine gefühlte Ewigkeit lang war es still. Gemischte Gefühle schwebten im Bau. Schock, Verwirrung, Angst. Doch plötzlich meldete sich jemand zu Wort. Aschenflug konnte nicht erkennen, wer das war. Er selbst hatte seinen Blick gesenkt. Die Katze fing ein wenig unsicher an: "Auf den großen Versammlungen...habe ich mit ein paar...Katzen aus den anderen Clans geredet." Er klang heiser, und gab Aschenflug nicht den gerinsten Hinweis darauf, wer das war. Aber das interessierte ihn eigentlich kaum. "Und...sie meinten, dass eine... seltsame Krankheit ihren Clan befallen hätte." fuhr die Katze stotternd fort. "Die Betroffenen wurden anscheinend verrückt und bekamen ohne Grund Wutanfälle. Nach einiger Zeit legt sich das wieder, aber...es kommt immer wieder. Und wer sich zu lange bei einem Betroffenen aufhält, der steckt sich damit an. Ich finde es wahrscheinlich, dass Fuchspfote davon betroffen ist." Aschenflug konnte nun die Angst der Katzen deutlich spüren. Doch eine viel größere, beängstigende Frage kam in seinem Kopf auf. Wenn er davon Betroffen war...und ich habe mit ihm trainiert...warum habe ich mich dann nicht angesteckt?

    7
    Sturmflugs Fähigkeit und die Versammlung zwischen Halbmond und Vollmond, Teil 1

    Aus der Sicht von Sturmflug


    Die helle Tigerkätzin rannte, so schnell es ihre Pfoten zuließen. Der aufbrausende Wind fuhr durch ihr Fell und zerzauste es, doch es machte ihr nichts aus. Sturnflug hatte von Nachtstern, ihrem Anführer, den Auftrag bekommen, den NebelClan über die vorverlegte Große Versammlung heute Nacht zu berichten. Sie zweifelte daran, dass der SternenClan das billigen würde, aber die Sache war dringend. Die Krankheit machte sich breit und sie würde keinen verschonen, der ihr zu nahe kam. Die meisten Krieger waren schon betroffen, eine Königin musste sogar von ihren Jungen getrennt werden, damit sie sich nicht damit "ansteckten". Sie hatten keine Zeit mehr, bis zum nächsten Vollmond abzuwarten! Warte, Zeit? Für einen Moment lang kam es Sturmflug so vor, als hätte der Wind innegehalten, das Gras wäre für einen Augenblick lang in seiner sich wiegenden Position erstarrt. Doch dieser Augenblick war auch schon wieder vorbei, und Sturmflug jagte weiter über das SonnenClan-Territorium. Schließlich war sie am Fluss, der sie vom NebelClan-Territorium trennte, angekommen. Heftig keuchend nahm sie große Schlucke vom kristallklarem Wasser. Darin zischten kleine Fische hin und her, als würden sie sich gegenseitig fangen wollen. Ab und zu sprang einer aus dem Nass und flog in einem niedrigem Bogen über das plätschende Wasser. Ich habe keine Zeit, um mir so etwas anzuschauen!, dachte Sturmflug etwas verärgert. Doch als der nächste Fisch aus dem Fluss sprang, blieb er mitten mit der Luft nur zwei, drei Pfotenlängen vom Fluss entfernt, stehen. Das hieß, er schwebte bewegungslos vor der Kätzin. Das Wasser hing still. Sturmflug drehte ihre Ohren in alle Richtungen, doch das Plätschern blieb aus. Ebenso wie alle anderen Geräusche. Ja, sogar Gerüche konnte sie keine wahrnehmen. Es war, als hätte jemand ihre Sinne lahmgelegt. Verwirrt schlug sie nach dem schwebendem Fisch - und ihre Sinne funktionierten wieder. Das kleine Tier flog mit einem lauten Platsch! wieder in den Fluss und Vogelgezwitscher erfüllten die Luft. Der starke Geruch nach NebelClan strömte auf sie ein. Was ist nur mit mir los?, fragte sie sich verwundert. Doch dann schob sie die Gedanken an die seltsame Situation weg. Sie hatte einen Auftrag zu erfüllen.


    Als Sturmflug eine NebelClan-Patrouille herankommen sah, zuckte ihr Schwanz hin und her. Immer wieder faszinierten sie diese Katzen. Sie konnte durch den dichten Nebel, der sich im NebelClan-Territorium verteilt hatte, hervorragend sehen und hatten somit einen großen Vorteil gegenüber ihren Gegnern. Keiner wagte es, sie auf ihrem Territorium anzugreifen. "Sturmflug! Was machst du hier?" Eine orange-rot getigerte Kätzin, die die Patrouille anführte, stand nun vor der hellen Tigerkätzin. "Flammenwind!" Sie hatte die junge Kriegerin schon auf der Großen Versammlung gesehen. Neben ihr standen Silberpfote und Brisenpfote, die beiden Schüler. "Wieso bist du hier?" wollte Brisenpfote wissen. Zögernd begann Sturmflug ihnen von der Krankheit und der Versammlung heute Nacht zu erzählen. Und wenn sie sich weigern, zu kommen? Es ist berechtigt. Wir verstoßen gegen das Gesetz der Krieger, indem wir das tun! Als er geendet hatte, trübte sich Silberpfotes Blick. "Wolkenstern ist auch schon davon befallen." miaute sie traurig. "Er hat mich bei meiner Kriegerzeremonie auf dem Wolkenberg angegriffen." "Du bist eine Kriegerin?" rutschte es aus Sturmflug heraus. "Silberdistel ist schon lange genug Schülerin gewesen!" empörte sich Flammenwind. "Und Brisenpfote wird auch bald ein Krieger." Der dunkle Kater schnurrte stolz, als Flammenwind seinen Namen erwähnte. "Werdet ihr heute zum Hochfelsen kommen?" drängte die SonnenClan-Kätzin. Anscheinend hatte sich die Krankheit über alle Clans ausgebreitet. "Das muss Wolkenstern entscheiden." antwortete Silberdistel nur ausweichend. "Wir fragen ihn."


    Nachdem Sturmflug sich von den NebelClan-Katzen verabschiedet hatte, rannte sie wieder zurück ins SonnenClan-Lager. Nachtstern war auch losgezogen, um den MondClan und dem DunkelClan Bescheid zu geben. Noch war er nicht zurück. Ihr Herz pochte, als sie an die Krankheit denken musste. Die Betroffenen wurden zum Westhügel umquatiert, damit sich keine weiteren mehr ansteckten. Sie erschauderte, als sie an den Vorfall vor wenigen Sonnenaufgängen dachte. Einer der Krieger hatte sich mitten bei einer Jagdpatrouille nicht auf das Kaninchen, sondern auf sie gestürzt und hätte sie umgebracht, wenn sie nicht weggerannt wäre. Nachtstern hatte die Betroffenen in ein paar verlassenen unterirdischen Gängen untergebracht, damit sie niemandem etwas tun konnten. Wütend schüttelte Sturmflug die Erinnerungen ab und tappte in den Kriegerbau, um sich noch ein wenig auszuruhen.


    "Sind alle bereit?" Als der Anführer mit seiner Gefährtin und Stellvertreterin Eiswind am Lagerausgang stand, warf Sturmflug ihm einen unruhigen Blick zu. Nachtstern sah nicht gut aus. Sein sonst glänzendes Fell war stumpf und leblos, seine Augen waren trüb. Alle Katzen, die nicht von der Krankheit betroffen waren, würden mitkommen. Der Ältesten Spitzfell machte das überhaupt nichts aus. "Ist mal eine gelungene Abwechslung." gähnte sie und streckte sich ausgiebig. "Da sehe ich auch die Katzen aus den anderen Clans wieder." Als die SonnenClan-Katzen aufbrachen, konnte niemand ahnen, dass sie am Hochfelsen jemanden treffen würden, der mehr als seltsam war...






    Sturmflugs Fähigkeit und die Versammlung zwischen Halbmond und Vollmond Teil 2


    Aus der Sicht von Sturmflug


    Schweigend liefen die SonnenClan-Katzen über die Baumstammbrücke. Der Versammlungsplatz war schon zu sehen. Er wurde von Flüssen eingekreist, sodass er auch der Flussring genannt wurde. Je eine Baumstammbrücke führte von den jeweiligen Territorien hierher. Nachtstern ging voran. Dicht darauf folgte Eiswind. Sturmflug kostete es jedes mal eine kleine Überwindung, über den sprudelnden und plätschernden Gewässer zu laufen. Plötzlich bleib die Katze vor ihr stehen, und sie fiel fast vom Baum. In letzter Sekunde versenkte sie ihre Krallen in die weiche Rinde und zog sich wieder hinauf. "Was ist los?" wunderte sie sich. Sie bekam keine Antwort. Es war absolut still. Sogar das Wasser hatte aufgehört, Wellen zu schlagen. Sturmflug blickte um sich. Da erkannte sie, dass die Katze hinter ihr gerade die Pfote zum laufen angehoben hatte. Eine Drossel hing mitten im Flug über dem Flussring. Nur eine Katze saß auf dem Hochfelsen und leckte sich die Pfoten. Sie bewegt sich? dachte Sturmflug erschrocken und wunderte dich selbst über den Gedanken. Vielleicht... vielleicht hatte sie... aber... wie konnte das bloß sein? Es war unmöglich. Aber es war unübersehbar. Sie, Sturmflug hatte die Zeit angehalten. Und sie hatte nicht die geringste Ahnung, wie sie das angestellt hatte. Doch bevor sie noch irgendwelche andere Erleuchtungen bekommen konnte, bewegten sie die Katzen weiter und sie musste sich beeilen, nicht von den hinteren Katze heruntergeschoben zu werden. Aber wer ist diese Katze auf dem Hochfelsen? Das ist kein Anführer von einem anderen Clan! Und... wieso hat er sich bewegt, als alle erstarrt sind? Etwas mulmig sprang sie am anderen Ende der Brücke auf den rauen Erdboden des Versammlungsorts. Als sie sich unsah, hatte sich Nachtstern vor der fremden Katze aufgebaut und knurrte: "Wer bist du und was willst du hier auf unserem Platz?" "Wer sagt, dass es euer Platz ist?" miaute die Katze verwirrt. "Ich habe genauso ein Recht, hier zu sein, wie ihr." "Eben nicht." Eiswind trat zwischen die Beiden und versuchte, sie auseinander zu halten. "Unsere Ahnen sehen jeden Schritt den wir tun, und das, was sie jetzt sehen, würde ihnen nicht gefallen. Verschwinde, oder du hast gleich ein Problem mehr als vorher!" Man konnte sehen, dass Eiswind wütender war, als ihr Auftreten es aussehen ließ. Sturmflug betete: Oh SternenClan, mach dass die anderen Clans heute auch kommen, und dass diese Katze da endlich verschwindet! "Eure Ahnen? Was habe ich mit ihnen..." begann der Fremde, doch als er den restlichen SonnenClan hinter Nachtstern wahrnahm, brach er ab. Es schien ihn noch mehr zu verwirren, dass so viele Katzen hierherkamen. "Ich frage dich noch mal, Wer bist du?" Wiederholte Nachtstern mehr verärgert als wütend. "Ich heiße Nanuk." antwortete der Fremde leise. "Ich lebe hier in der Gegend." Was für ein seltsamer Name! dachte Sturmflug. Doch da hörte sie auf einmal Pfotengetrappel, und als sie sich umsah, entdeckte sie ihre Freundin Nachtkelch, die Heilerin des MondClans, über die westliche Baumstammbrücke balancieren. Der MondClan war gekommen! Nanuk zuckte zusammen, als er ebenfalls die kommenden Katzen sah. "Warum kommen so viele hierher?" wollte er wissen. Nachtstern sah ziemlich gereizt aus, aber Sturmflug konnte es ihm nicht verübeln. Deshalb antwortete sie ihm: "Wir versammeln uns hier jeden Vollmond und tauschen Neuigkeiten unter den vier Clans aus. Und unsere Ahnen, der SternenClan, beobachtet uns dabei." "Sturmflug!" fuhr Eiswind sie wütend an. "Hör auf Clan-Angelegenheiten gegenüber einem Streuner auszuplaudern! Es geht ihm nichts an und es ist am Besten, wenn er nichts genaueres weiß." "T..tut mir Leid." murmelte die Tigerkätzen und zog den Kopf ein. Der Streuner allerdings blieb ganz ruhig und entgegnete: "Ich habe schon verstanden. Ich werde nicht mehr hierher kommen. Versprochen." Damit sprang er vom Hochfelsen und huschte über die Baumstammbrücke zum DunkelClan. "Der muss aber aufpassen, dass er keinem begegnet." zischte Spitzfell schnurrend. "Sonst ziehen die DunkelClan-Katzen ihm das Fell über die Ohren!" Sturmflug sah Nanuk noch eine Weile nach, dann lief sie zu Nachtkelch, um mit ihr die Zungen zu geben.

    8
    Die Versammlung



    Aus Aschenflugs Sicht:


    Aschenflug war schockiert, als Nachtstern kam und ihnen von der Versammlung erzählte. Diese 'Krankheit' hat sich wohl wirklich über alle Clans verteilt! Denn das SonnenClan-Territorium lag auf der anderen Seite des Tals, indem die vier Clans lebten. Und wenn es den SonnenClan erreicht hatte, dann auch die anderen Clans. Der Anführer Holunderstern hatte sich nach einigem Beraten entschieden, zu kommen. Und er tat es wirklich. Als er plötzlich zum Aufbruch drängte, sah Aschenflug besorgt zu ihm hoch. "Es werden folgende Katzen mitkommen" begann er, als er am Lagereingang stand. "Schwarzschweif, Aschenflug, Fuchspfote..." Weiter hörte Aschenflug nicht mehr. FUCHSPFOTE? Mein Schüler, der meine Mutter umgebracht hat, soll mit zur Versammlung? Das kann Holunderstern nicht machen! Er wollte gerade dagegen protestrieren, als er leise, seltsame Geräusche aus der Kinderstube hörte. Zurzeit war der Bau unbesetzt, also hatte man Nachtschattens Leiche bis morgen dort liegen lassen wollen, um sie dann zu vergraben. Macht sich da jemand an der Leiche zu schaffen? Aschenflug sah zu Holunderstern, dann schlich er zur Kinderstube und versuchte, die Gefühle von der oder diejenigen zu Erspüren. Doch irgendwie klappte es nicht mehr. Vielleicht hatte er sich das vorhin nur eingebildet? Aber nachschauen musste er trotzdem... Als er langsam, vorsichtig um die Ecke lugte, stockte ihm er Atem. Dort stand Nachtschatten. Lebendig und aus Fleisch und Blut. "Nachtschatten!" rief Aschenflug erschrocken. "Ich..wir dachten... du wärst tot!" Er wollte zu ihr rennen, doch Nachtschatten zeigte keinerlei Regung. Sie stand einfach nur im Bau und starrte Aschenflug an. "Aschenflug! Wo bleibst du denn!" hörte er Holunderstern rufen, doch er blieb wie angewurzelt stehen. "Aschenflug!" Schwarzschweif, die junge Kriegerin, kam zu ihm hergelaufen. "Was ist denn los?" Plötzlich löste sich Nachtschatten aus der Starre und blinzelte verwirrt. Dann miaute sie zögerlich: "Was...was mache ich hier? Wieso bin ich in der Kinderstube?" Sie klang ganz normal, so wie immer. Außer, dass sie sehr verwundert klang. Und das Seltsamste war: Ihre Wunden vom Kampf gegen Fuchspfote waren alle verschwunden. "D..das erkläre ich dir später." stotterte Aschenflug leise und raste zu Holunderstern. "Holunderstern! Du..musst dir das ansehen!" rief er. Der Anführer drehte seinen Kopf zu ihm. "Was ist denn passiert, dass wir nicht aufbrechen können?" fragte er verärgert. Der graue Kater wollte darauf antworten, als eine schwarze und eine schwarz-weiße Katze aus der Kinderstube zu ihnen kamen. "N..Nachtschatten!" Holundersterns Augen weiteten sich bis zum äußeren. "Ich dachte... wir dachten alle..." "Dass ich tot bin?" stieß Nachtschatten verächtlich aus. "Von Fuchspfote besiegt? Dass ich nicht lache!" Sie warf einen augenrollenden Blick zu Aschenflugs Schüler, der sich daraufhin etwas hinter Aschenflug versteckte. "Ich bin völlig gesund, und ich brauche keinen Heiler, um das zu wissen. Kann ich mit zur Versammlung?" Dass Nachtschatten wirklich wieder in Ordnung war, konnte jeder sehen. Ihre kratzbürstige und schlecht gelaunte Art waren ihr Markenzeichen. "Wenn du dich wirklich gut genug fühlst... na gut." meinte Holunderstern verwirrt. Aschenflug höre den alten Anführer murmeln: "Und wir dachten, sie wäre tot..." "Das habe ich gehört!" schnauzte die Kätzin ihn an. Schwarzschweif lief an ihrer Seite und unternahm keinen Versuch, die zu besänftigen. Das würde sowieso nicht funtionieren!


    Als die DunkelClan-Katzen etwas weiter vom Lager entfernt waren, blieb Fuchspfote, der vor Aschenflug lief, plötzlich stehen. "Lauf weiter!" trieb Aschenflug ihn an, doch er bekam keine Antwort. Und sein Schüler bewegte sich keinen Schnurrhaarbreit. Auch die anderen Katzen waren wie erstarrt. Der graue Kater schüttelte verwirrt den Kopf. Nach der Versammlung würde er sich ganz schnell schlafen legen. Nachdem, was er heute alles gesehen hatte, traute er seinen Augen nicht mehr. Verwirrung... hörte er in seinem Kopf. Schock und Verwunderung Was beim SternenClan läuft hier? Und was soll das? Aschenflug war nun ebenfalls verwirrt. Doch plötzlich hörte er ein leises Klick! und jemand stieß ihn von hinten an. "Was trödelst du hier so herum?" brummte Nachtschatten. Aschenflug seufzte und rannte, um hinter Fuchspfote herzukommen. Das war wirklich ein seltsamer Tag...


    Kurz vor der Baumstammbrücke blieb Holunderstern stehen. Aber dieses mal konnte Aschenflug sehen, wieso. "Wer bist du?" knurrte der alte Anführer einen Streuner an. "Und was machst du auf unserem Territorium?" "Ich wollte gerade gehen! Ehrlich!" betreuerte der Streuner und deutete auf den Hochfelsen. "Ich war vorhin dort, aber dann sind Katzen gekommen und haben gesagt, dass ich da nicht sein darf. Und deshalb gehe ich jetzt." "Ich habe noch nie so einen wehrlosen Streuner gesehen." hörte Aschenflug Schwarzschweif murmeln. Holunderstern verengte seine Augen zu Schlitzen, dann miaute er misstrauisch: "Ich glaube dir. Aber wenn du nicht schleunigst unser Territorium verlässt, bist du Krähenfraß." Der Fremde nickte nur und ging an allen DunkelClan-Katzen vorbei. Aschenflug hatte das Gefühl, dass er Schwarzschweif sogar zuzwinkerte, aber so genau konnte er das nicht sagen.



    "Beeilt euch!" rief ein weißer Kater vom Flusskreis den DunkelClan-Katzen zu. Holunderstern knurrte leise. "Wolkenstern!" brummte er. "Sie sind auch gekommen." Aschenflug wusste, dass sein Anführer nicht gut auf die anderen Anführer zu sprechen war. Die Baumstammbrücke war zum Glück nicht so rutschig, wie Aschenflug es in Erinnerung hatte. Flink sprang er zum Versamungsort und hörte hinter sich, wie Nachtschatten wieder verärgerte Bemerkungen machte. "Holunderstern! Du bist auch gekommen!" Nachtstern, der Anführer des SonnenClans, begrüßte sie mit einem knappen Zunicken. Eine düstere Stille lag über der Versammlung. Es waren weitaus weniger Katzen, als bei den üblichen bei Vollmond. Nach einer gefühlten Ewigkeit voller bedrücktes Schweigen und beklemmenden Ängsten fing Holunderstern an: "Wir sind nicht gekommen, um die Betroffenen zu gedenken. Nachtstern, was ist der Grund, wieso du uns alle hergebeten hast?" Aschenflug sah aus den Augenwinkeln, wie Fuchspfote zusammenzuckte. Der Wutanfall schien ihm immer noch in den Knochen zu liegen. Ganz schlechte Idee, Fuchspfote mitzubringen. dachte Aschenflug mit zusammengebissenen Zähnen. Was hat sich Holunderstern nur dabei gedacht? Einen...Betroffenen mitzubringen? "Nun..." Nachstern zögerte betreten. "Diese...Krankheit hat sich über alle Clans ausgebreitet. Die meisten unserer Krieger sind davon betroffen. Unsere Heilerin hat bisher kein Gegenmittel gefunden....Habt ihr anderen etwas darüber herausgefunden?" Holunderstern verneinte. "Einer unserer Schüler hat eine erfahrene Kriegerin angefallen. Zum Glück hat sie es überlebt." "Wir haben nur herausgefunden, dass die Krankheit Wutanfälle, Depression und Stimmungsschwankungen auslöst." miaute Wolkenstern. "Und das kann ziemlich gefährlich werden." Er senkte seinen Blick. "Hat jetzt irgendeiner eine Idee, wie man das wieder heilen kann?" rief Nachtkelch, die Heilerin des MondClans. Sie saß neben Sturmflug, einer SonnenClan-Kriegerin. Sturmflug war ungewöhnlich still, fiel Aschenflug auf. Sonst konnte sie auf den Großen Versammlungen nie die Klappe halten. Sie wirkte nervös. "Vielleicht..." begann Holunderstern zögerlich, wurde jedoch von einem aggresiven Fauchen unterbrochen. Aschenflug wirbelte erschrocken zu Fuchspfote herum, doch sein Schüler hatte sich erschrocken hinter Schwarzschweif versteckt. Es war absolut still. "W..Wolkenstern...das...ist eine friedliche Versammlung!" Eine dünne Stimme ertönte. Es kam von einer weiß-grau-silber getüpfelten Kätzin. "Fischhirn." knurrte der NebelClan-Anführer. "Es ist kein Vollmond und keine offizielle Versammlung, also könnte ich mit dir anstellen, was ich will." "W..was meinst du damit?" Die Kätzen wich ängstlich zurück. "Wolkenstern!" brüllte Nachtstern, ebenfalls angstvoll. "Komm sofort von ihr weg!" Doch der weiße Anführer ignorierte ihn kalt. "Ach, nichts." miaute er leise. Seine blauen Augen blitzten auf. "Ich wollte nur sagen, dass es mir ein Vergnügen war, dich gekannt zu haben..." "Nein!" Aschenflug schrie auf. Wolkenstern...er ist betroffen! Weiß er das überhaupt? Wieso ist er bloß gekommen! "Wolkenstern!" Nachtstern wollte sich auf ihn stürzen, als seine Stellvertreterin Eiswind ihn sanft zurückhielt. "Du darfst dich nicht auch noch in Gefahr begeben!" Aschenflugs Fell sträubte sich zum Himmel, als Wolkenstern der weißen Kätzin immer näher kam, sodass er sich keinen Schnurrhaarbreit von ihr aufbaute. "Gute Nacht, Silberdistel!" fauchte er aggressiv und hob seine krallenbesetzte Pfote.

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1504721922
Die Welt der Clans - MMFF
Die Welt der Clans - MMFF
Hallo, alle miteinander! Das wird meine erste MMFF sein, und ich bitte euch, etwas nachsichtig mit mir.
http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1504721922/Die-Welt-der-Clans-MMFF
http://www.testedich.de/quiz50/picture/pic_1504721922_1.jpg
2017-09-06
406A
Warrior Cats

Kommentare (58)

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Sandkralle (03196)
vor 13 Tagen
Cool! Die Geschichte ist echt spannend und sehr gut geschrieben!
Hier ein paar Charas:

Name: Sandkralle
Alter: 22 Monde
Aussehen: schlanke, schmale, braun, hellbraun und sandfarben getigerte Kätzin mit sandfarbenen Pfoten und hellgrünen Augen
Clan: SonnenClan
Rang: Kriegerin
Charakter: schnell aufbrausend, eigenwillig, neugierig, hilfsbereit
Mag: rennen, jagen, kämpfen (nur zum Spaß)
Mag nicht: arrogante/protzige Kater (Bärenfang), Fisch
Auftritt in der Geschichte: Kleine Rolle
Sonstiges: /

Name: Bärenfang
Alter: eher jüngerer Krieger
Aussehen: muskulöser kräftiger dunkelbrauner Kater mit braun-goldenen Augen
Clan: SonnenClan
Rang: Krieger
Charakter: Kätzinnenschwarm, ist ein Macho, tut so als ob er vor nichts Angst hat, dabei fürchtet er sich vor vielem, hochnäsig, arrogant
Mag: kämpfen, Kätzinnen
Mag nicht: Leute die schlauer sind als er (also jeden), stärkere Katzen als ihn, Sandkralle (da sie sich ihm nicht unterordnet)
Auftritt in der Geschichte: Betroffener
Sonstiges: wechselt ständig seine Gefährtinnen (die er alle nicht liebt), wenn er betroffen wird greift er nur die Kätzinnen an, wodurch sie ihn am Anfang verachten (und natürlich fürchten)
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 24 Tagen
Sorry Luffy 124, die Hauptcharas sind schon alle besetzt...
Luffy124 ( von: Luffy124)
vor 24 Tagen
(Will mitmachen bitteeee)

Name: Sophia
Alter: Normal alt
Aussehen: Kurzes nougatbraunes Fell, daraus hervorstehende grüne Augen, ihr fehlt die Schwanzspitze
Clan: Einzelläuferin
Rang: Einzelläuferin!
Charakter: Eher eine Einzelgängerin, die aber im Laufe der Geschichte auftauen kann, kann für ihre Einzelläufer-Rolle ziemlich gut kämpfen und jagt sich alles selbst, nicht besonders freundlich, aber wie gesagt sie kann ja auftauen
Mag: Fette Wühlmäuse, ihre verstorbene Schwester (Auch wenn sie es nicht zugeben will, trauert sie jeden Tag um ihre Schwester)
Mag nicht: Aufdringliche Katzen, Zweibeiner, Monster (d.h. Autos), die Clans (Die sich anscheinend gegen sie zusammengetan haben)
Auftritt in der Geschichte: Hauptcharakter (Auserwählte wenn das geht)
Sonstiges: Ein Stück Schwanz fehlt ihr
Fähigkeit: Kann jeden Tag zu jeder beliebigen Zeit bis Sonnenuntergang unsichtbar sein, bei Sonnenuntergang erlischt diese Fähigkeit
Frostblick ( von: Frostblick)
vor 29 Tagen
@Sonni kannst du denn meine Charaktere/Steckbriefe eintragen?
Frostblick ( von: Frostblick)
vor 31 Tagen
@Sonni Schon ok. Ich schreibe auch viele Tests und bald alle arbeiten. Und ich kriege voll viele Hausaufgaben auf.!)
Sonnenflug (36099)
vor 31 Tagen
Sorry!!!!! Ich hab grad mega Schulstress und schreibe gefühlte tausend Arbeiten im Monat, ich hab wirklich nicht viel Zeit!!! Es tut mir Leid... ich werde machen, was möglich ist, aber es wird nicht viel sein...
Frostblick ( von: Frostblick)
vor 32 Tagen
@Sonni bist du noch da??? Wann kommt das nächste Kapitel?
Frostblick ( von: Frostblick)
vor 37 Tagen
Ok. ^^ Hauptsache du schreibst schnell weiter! XD
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 38 Tagen
Muss ich noch schauen... ich denke, er ist der Hauptursacher des ganzen... aber halt unabsichtlich und er weiß auch erst später, was eigentlich passiert ist... also sagen wir es so, er ist der Bösewicht,ohne dass er böse ist und es selber noch nicht weiß^^
Frostblick ( von: Frostblick)
vor 38 Tagen
Mhm... was heißt ein bisschen böse??? Ich meine ich hab ihn mit als komplett gut vorgestellt deswegen. Also was würde er denn tun?
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 38 Tagen
Aber es ist auch okay, wenn du sagt, dass Nanuk nicht böse sein soll... das passt gerade nur so gut...^^ (und ich bin zu faul um mir etwas neues auszudenken... XD)
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 38 Tagen
Sorry @Frosti wenn ich dich noch etwas fragen muss... kann Nanuk ein bisschen böse sein oder geht das gar nicht? Du musst das entscheiden... das könnte den Verlauf der Geschichte ändern...
Frostblick ( von: Frostblick)
vor 38 Tagen
Die Karte ist cool! ^^ Respekt dass du dir die Mühe gemacht hast selbst zu malen;)
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 39 Tagen
Ach ja übrigens wie findet ihr die Karte der vier Clans ganz oben? Hab ich selbst gemalt^^
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 39 Tagen
Sorry... wir schreiben grad Arbeiten über Arbeiten und da hab ich etwas Stress... ich versuche es diese Woche, ich kann aber wirklich nicht garantieren, ob ich es schaffe...
Frostblick ( von: Frostblick)
vor 41 Tagen
Wann kommt denn dann das nächste Kapitel? *-*
Frostblick ( von: Frostblick)
vor 42 Tagen
Klar! Ich freue mich sogar! ^^
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 42 Tagen
Aber @Frosti ist es dan okay, wenn Nanuk eine Hauptrolle übernimmt?
Frostblick (39072)
vor 42 Tagen
Ich hatte den falschen Namen... ich hab den Kommi von Fuchsfell geschrieben XD
Fuchsfell (39072)
vor 42 Tagen
Ich freue mich schon megaaaaaa aufs nächste Kapiiii!!! Ich freue mich so sehr dass ich glaub ich auch eine MMFF schreiben werde! Hihi ^^