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Warrior Cats: Das Geheimnis eines Zweibeiners

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4 Kapitel - 1.286 Wörter - Erstellt von: Silberdistel - Aktualisiert am: 2017-09-17 - Entwickelt am: - 131 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Erklärungen

    Hey. Wer auch immer das liest. Was hast du gedacht, als du den Titel gelesen hast? Dass ein Zweibeiner zur Katze wird? Dass eine Katze zum Zweibeiner wird? Oder dass ein Zweibeiner irgendetwas mit Katzen zu tun hat? Wenn du mich fragst, kann ich dir leider keine richtigen Antworten geben. Diese Geschichte entsteht ganz spontan, und ich weiß selbst noch nicht, über was ich schreiben soll. So ist das immer bei mir. Spontaner kann eine FanFiction einfach nicht entstehen. Aber ich denke, dass die Handlung so abläuft:

    Ein Zweibeiner kauft sich eine Katze. Diese ist eine gefangene Clan-Katze, und versucht immer wieder vergeblich aus dem Zweibeinerort zu kommen. Der Zweibeiner erkennt das (wie auch immer) und lässt die Katze heimlich in der Nacht frei. Die Katze läuft in den nahe gelegenen Wald, um wieder mit den Clan-Katzen zu leben. Als sie nach einiger Zeit stirbt, kommt sie in den SternenClan und bedankt sich auf irgendeine Weise beim Zweibeiner.

    Das ist nur der ungefähre Ablauf. Ich habe noch kein Plan, ob ich sie einhalten werde oder sonst was. Also wundert euch nicht, wenn es doch anders verläuft. Ich sag's ja. Eine FanFiction kann einfach nicht spontaner entstehen. Also, ich hoffe, dass euch dieser One-Shot gefällt. Und ach ja, der Zweibeiner in der Geschichte soll nicht mich darstellen! Mir gefällt nur der Name. Bei der Clan-Katze bin ich mir nicht so sicher...

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    Jennifer, also ich

    Die Sonne schien in einem milden Ton auf die Welt. Die Vögel zwitscherten und Schäfchenwolken flogen über den Himmel. Schöner konnte der Tag nicht werden. Meine Mutter hatte mir versprochen, heute mit mir in die Tierhandlung zu fahren und mir eine Katze zu kaufen. Schon so lange hatte ich darauf gewartet! Ich liebe Katzen. Das merkte man auch an meinem Zimmer. Ich hatte eine Katzen-Uhr, tausende Katzenzeichnungen an den Wänden kleben und massenhaft Bücher über Katzen. Ich weiß ja nicht mal, wann ich mit der Katzenliebhaberei angefangen habe. Ich habe sie geliebt, seit ich denken konnte. Oder ich die erste Katze in meinem Leben gesehen habe. Aber genug von mir. Als ich in das Auto meiner Mutter stieg, war ich so aufgeregt wie nie zuvor. Ich konnte die ganze Zeit nur an meine Katze denken. Meine Mutter rollte nur die Augen. Sie hatte einfach nichts für die haarenden Viecher, wie sie es nannte, übrig. In der Tierhandlung musste sie erstmal ein Haufen Papierkram erledigen. Nun rollte ich die Augen. Währendessen sah ich mir die Katzen an. Und es waren sehr, sehr viele. Doch an einer blieb mein Blick besonders lange hängen. Es war eine silberne Tigerkätzin mit dunkelgrünen Augen. Sie hatte ein zerrissenes Ohr und einen längeren, grau gestreiften Schwanz. Ihr Fell war stumpf, im Gegensatz zu den anderen Katzen hier. Sie kauerte bewegungslos in der mittelgroßen beheizten Box und starrte ins Leere. Sie sah alles in einem traurig aus. Sie tat mir auf Anhieb Leid. Ich würde sie ja am Liebsten sofort mit nach Hause nehmen, doch meine Mutter würde mir so eine Katze nicht erlauben. Da fiel mir auf, dass diese Katze keinen Namen hatte. An den anderen Boxen klebte immer ein Namensschild, doch diese hier nicht. Insgeheim nannte ich sie kurzerhand Silver, wegen ihres silbernen Fells.

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    Silver

    Als ich sie noch länger ansah, kam eine Frau zu mir. "Hallo, ich bin Frau Meiners. Die Tierpflegerin." Meine Mutter tauchte hinter ihr auf. "Ich habe schon Bekanntschaft mit deiner Mutter geschlossen. Wie ich sehe, möchtest du eine Katze haben?" Frau Meiners beugte sich zu mir herunter. Dann zog sie eine Augenbraune hoch. "Du interessierst dich für sie?" "Ja..." Ich suchte nach Worten. "Sie...sie sieht so...traurig aus, wissen sie? So einsam." "Dieses schäbige Viech?" rief meine Mutter aus. Ich rollte bloß die Augen. Dann fragte ich die Tierpflegerin: "Was ist mit ihr los? Wieso hat sie noch keinen Namen?" Frau Meiners seufzte. "Wir haben sie erst vor kurzem am Waldrand gefunden. Sie sah ziemlich mitgenommen aus, deshalb haben wir sie eingefangen und sie hierhergebracht. Nach einer Untersuchung stellten wir fest, dass sie außer dem zerrissenem Ohr völlig gesund ist. Nur ein wenig abgemagert." "Und wieso hat sie keinen Namen?" Die arme Silver. Das ohne Name... "Sie ist erst gestern in die Box gebracht worden. Aber ich glaube kaum, dass einer sie kaufen will." "Ich würde sie gerne haben." rutschte es aus mir heraus. Dann biss ich mir auf die Zunge. Meine Mutter würde niemals so eine herunterkommende Katze aufnehmen. Doch zu meiner Überraschung nickte sie, wenn auch etwas zögernd. "Sie sieht... nett aus." meinte sie nur. Dann verzogen sie sich, um den Preis auszuhandeln. Ich sah mir Silver an. "Du Arme." flüsterte ich. "Aber du wirst sehen. Bald wird es dir besser gehen." Als hätte sie mich verstanden, hob Silver den Kopf. Dann sank sie wieder auf den Boden und starrte vor sich hin.

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    Gedanken

    Schon eine Woche war vergangen, seit Silver bei mir lebt. Ich kümmerte mich um sie, so gut es ging. Doch ich spürte, dass sie nicht glücklich war. Sie aß nicht das Futter, das meine Mutter gekauft hatte. Ständig saß sie auf dem Fensterbrett und starrte hinaus. Sie ließ sich streicheln, ja, aber wirklich genießen tat sie es nicht. Ich habe sie kein einziges Mal schnurren gehört. Meine Mutter hielt sich komplett aus der Sache raus. Sie meinte, es sei meine Katze und ich hätte die alleinige Verantwortung dafür. Ich war ratlos. Manchmal sah Silver mich so flehend an, dass mir Tränen in die Augen stiegen. Aber ich konnte nicht erkennen, warum sie so...so...ich wusste nicht, wie ich ihren Zustand beschreiben sollte. Von Tag zu Tag wurde sie kraftloser und ruhiger. Sie bewegte sich kaum und wenn, dann war es nur ein kurzer Blick nach Draußen. Ich war kurz davor, sie einfach sich selbst zu überlassen und mich nicht mehr um sie zu kümmern, als mir die Worte der Tierpflegerin einfielen. Sie hatte Silver am Waldrand gefunden. Und sie sei nur etwas unterernährt gewesen. Silver schien es dort besser zu gefallen als bei mir. Wahrscheinlich hatte sie sich an das Leben dort schon gewöhnt. Vielleicht würde es ihr besser gehen, wenn ich sie...nun ja...freiließ. Noch bevor ich zu Ende gedacht hatte, plagten mich Zweifel. Was würde ihre Mutter dazu sagen? Würde ich es ihr überhaupt erzählen? Und würde Silver es dort wirklich besser haben? Ich biss mir auf die Unterlippe. Was sollte ich jetzt tun? Mein Blick fiel auf Silver, die wieder am Fenster kauerte. Sie gab ein leises Miauen von sich, als sie mich ansah. Wieder dieser flehende Blick. Ich wich ihrem Blick und sah zu Boden. Ich konnte es nicht mehr ertragen.

Kommentare (3)

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Sonnenfell ( von: Sonnenfell)
vor 54 Tagen
Wow wieder ein super Kapitel ;)
Weiter so ❤
Carmen HaRo ( von: Carmen HaRo)
vor 63 Tagen
Mega coole Geschichte
Sonnenfell (91646)
vor 71 Tagen
Wow die Geschichte ist echt voll schön ❤😘
Du schreibst wunderbar