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Das Biest und der Tyrann - Teil 46

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1 Kapitel - 4.734 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2017-09-04 - Entwickelt am: - 292 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Dieser Teil ist ein bisschen anders geschrieben, da ich mehrere Tage zusammengefasst habe.

    1
    Erzähler Sicht
    Grit fühlt sich im Wald pudelwohl. Sie erkundet die Gegend, klettert auf Bäume und sucht sich geeignete Trainings- und Schlafplätze. Auf den großen Tiger trifft sie nicht, auch wenn sie manchmal glaubt sein Brüllen in der Ferne zu hören. Die restlichen Tiere, denen sie begegnet, haben eine normale Größe. Es überkommt sie der Verdacht, dass sie sich das vielleicht nur eingebildet hat. Schon bald ist sie sehr dankbar über das Messer von Kid. Dadurch lassen sich einige Früchte leichter öffnen und essen. Für den ersten Abend verzichtet sie auf das Töten von Tieren. Grit weiß aber, dass sie da nicht drumherum kommen wird. Auf die Dauer kann sie sich nicht nur von Früchten ernähren. Sie braucht Fleisch. Unter einem hervorspringenden Felsen findet sie ihren ersten Unterschlupf für die Nacht. Mit müden Beinen, aber sehr glücklich schläft sie irgendwann ein.

    Bei Kid verläuft der Tag längst nicht so harmonisch. Er ist ziemlich unzufrieden über Grits Entscheidung. Und fast genauso sehr ärgert es ihn, dass er seinen Ärger nicht einfach so rauslassen kann. Naja, können kann er schon, aber er will nicht. Er will sich zusammenreißen. Das ist verdammt schwer. Warum hat ihm denn nie jemand gesagt, wie schwer es sein kann sich zu beherrschen? Es ist deutlich einfacher, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Mit gezwungener guten Laune verbringt er den Nachmittag mit seiner Crew. In Gedanken ist er aber häufig bei Grit. Er macht sich Sorgen. Dann redet er sich aber immer wieder ein, dass sie stark ist und durchhalten wird. Sie wird es schon schaffen. Kid hat sich vorgenommen, sich nicht mehr so viele Sorgen um Grit zu machen. Sie hatte Recht. Er hat es in letzter Zeit ein wenig übertrieben. Er will ihr mehr vertrauen. Der Abend verläuft weitestgehend ruhig. Vor allem, weil Kid den Alkoholkonsum drastisch verringert hat. Der größte Teil von Rum, Sake und co ist bis auf weiteres weggesperrt. Die Männer sollen für das Training fit sein und nicht bis in den Nachmittag reinschlafen. Kid steht noch lange auf seinem Balkon und schaut Richtung Wald, ehe er ins Bett geht.

    Grit wacht am nächsten Tag recht früh auf. Der Boden ist hart und es ist ziemlich hell im Wald. Keine Gardinen oder Vorhänge, die das Licht abschirmen. Sie streckt sich und beginnt voller Abenteuerlust den Tag. Zum Frühstück isst Grit wieder Früchte, aber sie nimmt sich vor am Abend Fleisch oder Fisch zu essen. Für ihr Training tobt sie wieder durch den Wald. Sie nimmt sich auch Zeit, um die langweiligen Kraftübungen zu machen, denn Grit will schließlich körperlich stärker werden. Nachmittags macht sie sich letztendlich auch auf die Jagd. Das stellt sich als weitaus schwerer heraus, als sie angenommen hat. Diese Tiere sind schnell. Hase, Fuchs und sonstiges Kleinvieh ist ziemlich schnell. Den ganzen Nachmittag verbringt sie mit der Jagd. Anschleichen! Das kommt gleich auf Grits To-Do-List. Schließlich schafft sie es einen Hasen zu fangen. Das arme Tier ist total verängstigt. Hätte Grit ihre Pistolen benutzt, wäre das um einiges leichter gegangen, aber sie weigert sich strikt dagegen, sie zu nutzen. Das heißt nun allerdings auch, dass sie den Hasen mit dem Messer töten muss. Sie kann es kaum übers Herz bringen. Nach ziemlich langem Zögern und der Erkenntnis, dass es nur noch barbarischer wäre den Hasen solange hinzuhalten und zu quälen, gibt sie ihm dann doch den Gnadenstoß und tötet das Tier. Bevor sie es nun weiterverarbeitet, bereitet sie das Feuer vor. Als es brennt widmet sie sich dem Häuten und Fellabziehen. Es ist eine widerliche Arbeit und Grit muss sich übergeben, als sie dem Hasen das Fell vom Körper zieht. Schließlich hat sie es auch geschafft und röstet das Fleisch über dem Feuer. In der Zwischenzeit versucht sie das Fell so zu bearbeiten, dass man es tragen könnte. Sie weiß nicht so wirklich, wie das geht, aber sie versucht sich daran und schabt die Haut von der Unterseite des Fells ab. An das Essen wird sie sich gewöhnen müssen. Hase schmeckt etwas sonderbar, vor allem ohne Gewürze oder sonstiges. Da sie Hunger hat, lässt sie sich nicht davon abhalten und haut ordentlich rein. Plötzlich wird sie von dem Tiger überrascht. Grit war zu sehr abgelenkt und hatte ihn mit dem Haki nicht wahrnehmen können. Es folgt ein Kampf, der eher daraus besteht, dass Grit sich verteidigt und versucht dem Tiger irgendwie Angst zu machen. Schließlich schafft sie es tatsächlich ihn zu vertreiben. Allerdings klaut er sich die Reste des Hasen. Das macht Grit nicht so viel aus. Sie hat andere Sorgen. Der Tiger hat sie ganz schön erwischt. In ihrem linken Oberarm klaffen drei tiefe Kratzspuren. Das Oberteil ist fast komplett zerstört und auch ihre Hose hat einiges abbekommen. An Armen und Beinen hat sie noch weitere Kratzer, aber die nimmt sie kaum wahr. Ihr ganzer Schmerz konzentriert sich auf ihren Arm. Grit flucht. Sie ist ziemlich sauer. Wie konnte sie ihn nicht bemerkt haben? So ein Tiger ist nicht besonders unauffällig. Sie muss noch mehr ihr Haki trainieren. Und wie konnte sie nur so doof sein und direkt vor ihrem Unterschlupf ihr Essen zubereiten? Der Tiger wird zurückkommen. Da ist sie sich ganz sicher. Nun muss sie sich also auch noch einen neuen Unterschlupf suchen. Zum Glück hat sie die Gegend gestern schon ausgekundschaftet und einen weiteren Unterschlupf am Wasser gefunden. Dorthin geht sie nun und wäscht in dem Bach ihre Armwunde. Grit reißt sich eine Bahn aus ihrem Oberteil und verbindet sich damit den Arm. Sie legt sich in ihrem neuen Unterschlupf, das alte Wurzelwerk eines abgestorbenen Baumes, hin und nutzt das kleine Hasenfell als „Kissen“. Die Wunde schmerzt schrecklich doll. Sie kann kaum einschlafen. Schließlich döst sie dann doch ein.

    Kid hat an diesem Tag viel vor. Er steht früh auf. Heute wird der Tag nicht verschlafen. Seine erste Tat ist es, auf den Balkon zu gehen und Ausschau zu halten. Erst schaut er Richtung Meer, dann Richtung Wald. Fünf Tage nur noch. Das Wecken überlässt er heute Teddy und Mike. Nach dem Frühstück geht auch schon die Inspektion los. Kid lässt seine Männer einen Parcours durchlaufen. Von dem Ergebnis ist Kid nur teilweise begeistert. Nicht alle besitzen die angemessene Stärke. Während des Mittagessens ziehen sich Kid und Killer zurück und arbeiten Trainingsgruppen aus. Je nach Stärke und Kampfart, bilden sie Teams. Nach dem Essen geht auch schon das Training los. Heute beobachtet er die Gruppen noch, aber für morgen nimmt er sich vor, selber zu trainieren. Grit ist nicht die Einzige, die stärker werden will. Auch Kid ist mit seiner Kraft nicht zufrieden. Nachmittags gibt es eine Prügelei zwischen John, Kalle und einigen aus der zweiten Division. Kid verdonnert sie für den Küchendienst am Abend. Obwohl John und Kalle zugeben, angefangen zu haben, auch wenn sie den Grund nicht nennen, bekommen sie ALLE zur Strafe Küchendienst. Kid beschließt seinen Tag wieder damit, auf den Wald zu schauen. Er hört ein lautes Brüllen und ist der Meinung Pistolenschüsse zu hören, aber ganz sicher ist er nicht. Das beunruhigt ihn ein wenig und er muss sich sehr zurückhalten, um nicht Grit anzurufen. Sie wird sich schon melden. Und jetzt gerade geht es ihr auch gut. Er muss sich keine Sorgen machen. Die Geräusche aus dem Wald lassen ihn dennoch nicht los. Unruhig schläft er ein.

    Grits Nacht verläuft sehr schlecht. Bis zum Morgen verschlimmert sich ihr Zustand immer mehr. Als die Sonne aufgeht, hat Grit bereits Fieber, ihre Wunde hat sich entzündet und ihr ganzer Arm pocht. Schweiß überströmt kriecht sie aus ihrem Unterschlupf heraus. Sie braucht Wasser. Am Bach trinkt sie ausgiebig. Danach bindet sie sich ihren provisorischen Verband ab und begutachtet die Wunde. Die sieht gar nicht gut aus. Vorsichtig wäscht Grit die Kratzwunde aus. Sie ist eindeutig entzündet. Grit versucht sich daran zu erinnern, welche Pflanzen bei Entzündungen helfen. Ihr Körper ist total geschwächt und auch ihre Gedanken sind nicht sehr klar. Vor allem, da sie von Schmerz beherrscht sind. Grit schleppt sich durch die Gegend und sucht nach Kräutern. Sie findet auch einige und kaut leicht drauf rum, um einen Brei herzustellen. Den schmiert sie sich auf die Wunde. Es kühlt für einen Augenblick. Und nun? Was kann sie jetzt noch tun? Mühsam findet sie ihren Weg zurück zum Unterschlupf und ruht sich im Schatten aus. Diesen Tag muss sie irgendwie überstehen. Immer wieder rutscht sie in Fieberträume ab. Mehrmals steht sie wieder auf, um zu trinken oder um den Kräuterbrei zu erneuern. Erst gegen Abend stellt sich eine Besserung ein. Ihr Körper ist ausgezerrt. Grit hat den ganzen Tag lang kaum etwas gegessen. Für die Jagd ist sie zu schwach und auch auf Bäume klettern und Früchte sammeln kann sie nicht. Das einzige, von dem sie sich ernährt, sind Wildkräuter. Ein paar Beeren sind auch dabei. Als Grit von einem weiteren Nickerchen wieder aufwacht, geht es ihr schon besser. Das Fieber ist gesunken und die Wunde fühlt sich nicht mehr so entzündet an. Sie geht zum Bach. Abgesehen davon, dass sie erschöpft ist, fühlt sie sich ziemlich gut. Am Wasser wäscht sie erneut ihre Wunde. Erstaunt merkt Grit, wie die Entzündung zurückgegangen ist. Anscheinend hat sie doch die richtigen Kräuter verwendet. Sie macht vorsichtshalber aber noch mal den Kräuterbrei auf die Kratzer. Auch wenn es ihr jetzt besser geht. Heute wird sie nicht auf die Jagd gehen. Heute muss sie sich noch mal mit Früchten sättigen. Vielleicht findet sie einige, die nicht so hoch in den Bäumen hängen. Ab Morgen geht es Hellboy an die Gurgel. Hellboy, so hat Grit den Tiger genannt. Sie findet das passt. Nachdem sie gegessen hat, sitzt sie vor ihrem neuen Unterschlupf und genießt den Abend. Vom Tag hatte sie nicht viel. Grit findet es ist Zeit mal Kid anzurufen. Sie befürchtet, dass er schon sehnsüchtig auf ihren Anruf wartet. Das Gespräch wird allerdings von beiden recht kurz gehalten. Kid fragt nicht viel und Grit erzählt nicht viel. Es freut Grit seine Stimme zu hören. Vor allem nach so einem Tag. Für Morgen nimmt sie sich vor ein noch größeres Tier zu erledigen, damit sie aus dem Fell vielleicht neue Kleidung machen kann. Ihre jetzige ist kaum noch zu gebrauchen. Und auf keinen Fall wird sie dort kochen, wo sie schläft und sie wird sich nicht ablenken lassen. Von nichts! Hellboy soll sie nicht noch einmal überraschen.

    An diesem Morgen steht Kid wirklich früh auf. Noch früher als normalerweise. Irgendetwas hielt ihn wach. Weiterschlafen ging einfach nicht mehr, also ist er nun hoch und beginnt den Tag auf dem Balkon. Vier Tage noch! Natürlich ist es Grit, die in seinem Kopf ständig rumschwirrt. Irgendwie hat er so ein Gefühl… er ist sich nicht ganz sicher, was es zu bedeuten hat, aber er hat das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Mit Grit natürlich. Nun ist die Frage, ob es nur seine Sorge ist, oder ob es tatsächlich sein könnte, dass es Grit nicht so gut geht. Er wird wohl mit dem Gefühl leben müssen, denn anrufen, wird er Grit nicht. Das hat er sich vorgenommen. Sie wird sich von sich aus bei ihm melden, genauso, wie sie es abgesprochen haben. Nach langer Zeit wappnet sich Kid für den Tag. Die Trainingsgruppen liefen gestern ziemlich gut, mit wenigen Ausnahmen. Heute kann er sich also seinem eigenen Training widmen. Er will sowohl seine körperliche Kraft, als auch seine Teufelskraft trainieren. Fast den ganzen Tag kann Kid dafür nutzen und ist sehr zufrieden damit. Der Nachmittag wird wieder wegen einer Prügelei unterbrochen. Kalle und John haben sich wieder mit einigen aus der zweiten Division angelegt. Diesmal mit anderen. Wieder bekommt die ganze Gruppe Küchendienst. Kid wundert sich ein wenig. Normalerweise prügeln sich die beiden eher untereinander anstatt mit anderen. Und nun gleich an zwei Tagen hintereinander. Sie scheinen ein wenig gereizt zu sein, seit Grit weg ist. Das ist Kid auch. Er überspielt so gut es geht seine Sorge und seinen Unfrieden, aber es lässt sich nicht leugnen, dass er dennoch schneller laut wird, als wenn zwischen ihm und Grit alles in Ordnung ist. Abends als er noch mit ein paar Leuten in einer gemütlichen Runde zusammensitzt, klingelt plötzlich seine Teleschnecke. Erleichtert darüber geht er ein Stück weg und nimmt ab. Es ist Grit. Und es geht ihr gut. Das sagt sie zu mindestens. Sie klingt erschöpft. Grit meint sie hatte einen anstrengenden Tag. Mehr sagt sie nicht dazu. Kid fragt auch nicht mehr nach. Der Sinn dieses Anrufes sollte nur sein, dass er erfährt, dass es ihr gut geht. Er möchte ihr das Vertrauen und die Freiheit geben, die sie braucht. Das Gespräch ist schnell beendet. Es fühlt sich gut an, von Grit zu hören. Deutlich entspannter, kehrt er in die Runde zurück.

    Voller Tatendrang steht Grit am nächsten Morgen auf. Der gestrige Tag war ja mal voll für‘n Arsch. Heute muss einfach besser werden. Die Wunde hat sich zu gestern deutlich gebessert. Es ist zwar immer noch eine krasse Wunde, aber der Schmerz ist auszuhalten und die Entzündung ist raus. Glaubt Grit wenigstens. Nach einem spärlichen Frühstück geht sie laufen. Sie hat das Gefühl das viele Sitzen und Liegen vom Vortag wieder wettmachen zu müssen. Es ist so befreiend. Danach geht sie in ihr Muskeltraining über. Sie findet einen kleinen Wasserfall mit einem schönen See. Das Wasser ist ganz klar und es sieht so schön verwunschen aus. Grit macht dort eine Mittagspause und beschließt schwimmen zu gehen. Da niemand hier ist, zieht sie sich kurzerhand aus und geht nackt baden. Sie hat das Gefühl schon seit Ewigkeiten nicht mehr schwimmen gewesen zu sein. Das Wasser ist einfach herrlich. Nachmittags übt sie sich im Anschleichen und jagen. Tiere haben zwar kein Haki, aber sie besitzen ziemlich ausgeprägte Instinkte, die nicht zu unterschätzen sind. Den größten Teil des Nachmittags bringt sie damit zu, Tieren hinterherzulaufen. Wenn sie eins zu fassen bekommt, lässt sie es wieder frei und versucht ein anderes zu fangen. Es wird immer später. Schließlich sucht sie sich ein Tier aus, welches sie als ihr Abendessen auserkoren hat. Sie kennt den Namen nicht, aber es hat ein hellbraunes Fell mit weißen Punkten. Es ist ein bisschen kleiner als ein Reh. Grit hat heute davon schon zwei gefangen. Die Chancen stehen gut, dass sie auch das dritte gut fangen kann. Allerdings muss sie echt vorsichtig sein. Diese Tiere wittern schnell ihre Feinde. Bevor sie die zwei von ihnen gefangen hat, hat sie bestimmt zehn nicht bekommen. Die ganze Prozedur mit anschleichen und auf die Lauer legen, dauert eine Weile. Die Arbeit hat sich aber gelohnt. Letztendlich sitzt Grit am Feuer. An einem Stock wird das Fleisch gegrillt und auf ihrem Schoss liegt das Fell, welches sie wieder abschabt. Diesmal ist sie vorsichtiger. Sie ist weit genug weg, von ihrem Unterschlupf. Nach dem Essen, sie hat es bei weitem nicht geschafft das gesamte Fleisch aufzuessen, aber sie lässt es da für andere Tiere, für Hellboy womöglich, geht sie zurück zu ihrem Unterschlupf. Der Tag ist noch lange nicht zu ende. Es wird zwar dunkler, aber schlafen will Grit noch nicht. Sie macht sich ein Feuer, damit sie noch was sehen kann und versucht aus dem Fell neue Kleidung zu schneidern. Sie hat das Nähen nie wirklich gelernt. Sie ist einfach nur kreativ. Ihre Künste reichen nur für einen ganz einfachen Rock und ein kurzes Halterneckoberteil. Mehr Fell hat sie auch gar nicht. Das Oberteil sitzt sehr eng, aber das stört Grit nicht. Ganz im Gegenteil. Dann rutscht wenigstens nichts raus. Zufrieden mit sich und der Welt, sitzt sie noch ein paar Minuten am Feuer, ehe sie sich schlafen legt.

    Für Kid verläuft der Tag, wie der letzte. Fast! Diese Nacht hat er viel besser geschlafen. Auch morgens wacht er nicht wieder so früh auf, wie am Vortag. Er schaut von seinem Balkon Richtung Wald und ist sich sicher, dass Grit es da gerade voll rockt. Er lächelt. Sie ist ein Biest, sie wird es überstehen. Und es sind auch nur noch drei Tage! Den ganzen Vormittag ist er damit beschäftigt, Streitereien zu beseitigen. In einigen Kleingruppen gibt es ziemliche Spannungen zwischen den Divisionen. Auch John und Kalle prügeln sich wieder. Das nervt Kid ziemlich. Seine Männer sollen trainieren und sich nicht gegenseitig fertig machen. Er hatte nicht gedacht, dass es so viel Ärger geben würde. Das war bisher nie so. Nachmittags hat er weitestgehend seine Ruhe und kann sich seinem Training widmen. Es wirkt auf ihn sehr befreiend. Abends sitzt Kid mit Killer, Teddy und Heat auf dem Dach und sie trinken noch drei vier Bierchen. Die anderen machen einen Sumo-Ringer-Wettkampf im Garten. Kid ist der Meinung, dass das Training morgen deutlich anziehen müsste, wenn sie jetzt noch so viel Kraft haben. An diesem Abend hört Kid nichts von Grit.

    Grit wird von einer kalten Schnauze geweckt. Verwundert schaut sie einem Wolf in die Augen, welcher sie neugierig beschnüffelt. Vorsichtig und langsam setzt sie sich auf, aber er zeigt keine Angst und will sie auch nicht fressen. Grit will allerdings aus ihrem Unterschlupf raus. Da verpieselt sich der Wolf. Grit streckt sich und gähnt. Es ist ein kühler Morgen. Wie konnte sie so lange schlafen? Grit geht an das Bächlein und versucht ihr Spiegelbild zu erkennen. Das Wasser fließt zu schnell. Sie kann kaum was sehen. Sie würde zu gerne wissen, wie sie mit ihrer neuen Kleidung aussieht. Später! Wenn sie an dem Wasserfall wieder Mittagspause macht, dann hat sie die Möglichkeit. Doch nun muss sie sich erst einmal aufwärmen. Wie gestern auch, geht sie erst laufen und macht dann ihre Kraftübungen. Immer wieder erkundet sie neues Gebiet. Nachmittags begegnet sie mehreren Bären. Auch die Bären haben eine beachtliche Größe. Es scheint, als würden einige Tiere hier besonders gut gedeihen. Grit kämpft mit ihnen. Nicht um sie zu töten. Nur als Training. In dem Moment, in dem sie den Bären töten könnte, ist für Grit der Kampf vorbei und sie lässt den Bären laufen. Für sie ist es eine gute Vorbereitung für den Kampf mit Hellboy. Grit gefällt ihre neue Kleidung. Darin hat sie eine Menge Bewegungsfreiheit. Kein enger Stoff, der ihre Arme und Beine einschränkt. Sie überlegt, sich diese Freiheit beizubehalten. Allerdings weiß sie nicht so recht, wie sie darüber denken wird, wenn sie erst einmal wieder unter Menschen ist. Abends grillt sie wieder Fleisch und bearbeitet ein nächstes Fell. Die Nächte sind nicht sehr warm. Vor allem jetzt in dem kurzen Aufzug nicht. Als Grit zurück zu ihrem Unterschlupf kommt, findet sie diesen bereits besetzt vor. Zwei Wölfe haben es sich mit ihren beiden Jungen dort bequem gemacht. Grit krabbelt dazu und hofft, dass die Tiere nichts dagegen haben. Tatsächlich wird sie in die Mitte aufgenommen. Sie wühlt das neue Fell irgendwie als Unterlage unter sich und kuschelt sich an die Tiere. Sie findet es witzig, wie sie von den Wölfen akzeptiert wird. Diese Nacht wird sie wohl nicht frieren.

    Das Trainingsprogramm für heute sieht straffer aus. Kid verbringt wieder den Vormittag damit, die einzelnen Trainingsgruppen anzuschauen und zu leiten. Die Stimmung zwischen den Divisionen hat sich in vielen Gruppen gebessert. Beim Mittag sind die Männer schon bei Weitem ausgepowerter als gestern. Leider endet es wieder damit, dass John und Kalle sich prügeln. Kid ist genervt. Die beiden scheinen gerne Küchendienst zu machen. Vor der zweiten Trainingseinheit nimmt Kid die beiden Mal zur Seite. Er versucht herauszufinden, warum sie sich ständig prügeln. Und immer mit jemand anderem. Doch die beiden halten dicht. Kid kann es sich schon denken. Sie versuchen Grits Ehre zu verteidigen. Abends ist Kid sehr zufrieden. Viele Männer sind erschöpft. Dann haben sie wenigstens endlich mal richtig trainiert, findet Kid. Den Abend verbringt Kid wieder auf dem Dach. Diesmal alleine. Gestern hatte er mit seiner Teufelskraft ein paar Gartenliegen hochgeholt und hat eine nun Richtung Wald ausgerichtet. Was sie wohl jetzt macht? Ist das dahinten Rauch? Kann es sein, dass sie jetzt gerade ein Feuerchen macht und sich Essen kocht? Er grinst. Es geht ihr bestimmt gut.

    Grit schläft in dieser Nacht tatsächlich richtig gut. Die Wölfe halten sie warm und selbst als die Tiere im Morgengrauen etwas unruhig werden, schläft sie weiter. Als sie schließlich aufwacht, befinden sich nur noch die Jungen in dem Unterschlupf und rangeln rum. Einer der Wölfe hält vor dem Wurzelwerk Wache und der andere scheint unterwegs zu sein. Grit kriecht heraus und ist so von diesem Ereignis begeistert, dass sie Kid anruft und ihm von der Nacht mit den Wölfen erzählt. Er lacht und nennt sie eine Draufgängerin. In dem Moment überkommt sie Sehnsucht. Sehnsucht nach ihrem Mann. Bald kommt sie ja wieder zurück. Morgen schon! Die Zeit ist rasend schnell vergangen. Kid hatte sie daran erinnert, dass morgen schon der letzte Tag sei. Ist sie denn schon so weit? Hat sie sich in dieser Woche wirklich verbessert? Ist sie stärker geworden? Grit schüttelt die Selbstzweifel ab. Ja! Sie ist so weit. Ja! Sie hat sich wirklich verbessert. Ja! Sie ist stärker geworden. Ja! Sie wird morgen auf die Jagd gehen und Hellboy besiegen. Nach ihrem üblichen Morgenlauf, geht Grit klettern. Gestern bei der Bärenaktion ist sie in felsiges Gebiet gekommen. Heute hat sie sich einen Berg ausgesucht, auf den sie rauf möchte. Teilweise ist er auch ganz gut zu wandern, aber immer wieder sind Strecken dabei, die man klettern muss. Grit hat beschlossen, dass sie ihren Arm wieder mehr belasten kann und schont sich daher nicht. Unterwegs trinkt sie aus Gebirgsbächen und isst Blaubeeren. Sie schafft es tatsächlich ganz bis auf die Spitze, aber genießen kann sie es nicht. Wenn sie es noch im Hellen runterschaffen will, dann muss sie sofort wieder aufbrechen. Es ist wirklich ein Wettlauf gegen die Sonne. Wann immer sie kann, joggt sie. Die Sonne geht schon unter, als sie schließlich die letzten Höhenmeter runterklettert. Erschöpft setzt sie sich einen Augenblick hin. Das war anstrengend. Und jetzt muss sie noch jagen gehen. Sie ist total ausgehungert. Mühsam rappelt sie sich wieder auf, um sich etwas zu Essen zu machen. Heute gibt es Fisch! Erschöpft und sehr spät kehrt sie schließlich zu ihrem Unterschlupf zurück. Die Wölfe erwarten sie wieder. Sie legt sich zwischen sie und schläft sofort ein.

    Kid wird früh wach. Als die Sonne aufgeht, wacht er das erste Mal auf. Er hat diese Nacht draußen geschlafen. Kid döst noch ein paar Mal ein. Seine Teleschnecke holt ihn schließlich ganz aus dem Schlaf. Grit meldet sich. Was für eine schöne Überraschung. Sie erzählt ganz begeistert. Sie hat mit Wölfen geschlafen. Kid lacht und erinnert sie daran, morgen wieder zurück zu kommen. Erst jetzt fällt ihm auf, wie schnell die Woche vergangen ist. Morgen schon kommt Grit zurück. Das heißt, übermorgen segeln sie weiter. Heute müssen die Männer noch mal richtig reinhauen beim Training und morgen ist dann der Abschlusswettkampf. Zu Kids Erleichterung übernimmt die Vorbereitung dazu Teddy. Er hatte keine Lust, sich Aufgaben und Stationen und Challenges auszudenken. Heute kann sich Kid fast die gesamte Zeit auf sein Training konzentrieren. Unterbrochen wird er nur von einer Prügelei. Natürlich sind John und Kalle beteiligt. Er brummt allen den obligatorischen Küchendienst auf. Vielleicht sollte er mal das Strafmaß erhöhen. Er schiebt den Gedanken wieder weg. Jetzt hat er keine Lust darüber nachzudenken. Jetzt trainiert er erstmal weiter. Am Abend sind alle fix und fertig. Kid schafft es allerdings, die Laune zu heben, indem er die fetteste Party ankündigt, die sie jemals geschmissen haben. Den ganzen nächsten Tag sollen die Wettkämpfe stattfinden. Vormittags in verschiedenen Kampfdisziplinen und nachmittags wird es einen Parcours geben. Und am Abend dann, wenn alle durch sind, dann geht die Party los. Nach dem Essen ist Kid noch lange wach. Er fragt sich, welche Fortschritte Grit wohl gemacht hat und was sie alles erlebt hat.

    An diesem Morgen wacht Grit früh auf und steht dann auch gleich auf. Sie will genug Zeit haben. Die ganzen letzten Tage hat sie Hellboy weder gehört, noch gesehen. Wer weiß, in welchem Teil des Waldes er ist. Vielleicht schleicht er auch hier irgendwo herum und macht nur keinen mucks. Grit verlässt ihren Unterschlupf und die Wölfe. Sie wird auf jeden Fall noch einmal zurückkommen. Schließlich sind hier ihre Schuhe, ihre Pistolen und das Messer, welches sie von Kid bekommen hat. Und die Teleschnecke natürlich. Sie streift den ganzen Morgen umher, in der Hoffnung Hellboy zu finden. Schließlich gibt sie es auf und jagt ein Tier als Köder. Grit macht ein kleines Feuer und grillt das Fleisch. Dann legt sie sich auf die Lauer. Wird Hellboy den Braten riechen und herkommen? Da! Sie hört ein Geräusch. Gespannt wartet sie. Plötzlich kommt aus dem Gebüsch ein Bär. Grit ist enttäuscht. Sie hat es fast schon aufgegeben, als der Bär sich anders verhält. Verängstigt lässt er das Fleisch in Ruhe und verschwindet wieder im Gebüsch. Ein Brüllen ist zu hören. Da ist er! Grit macht sich bereit. Dann erscheint Hellboy auf der Lichtung. Er ist bedrohlich groß und so stark, aber Grit lässt sich nicht einschüchtern. Sie hat in den letzten Tagen viel trainiert und ist sich sicher, dass sie ihn besiegen wird. Es ist ein harter Kampf. Hellboy ist wirklich sehr stark und er hat scharfe Krallen und Zähne. Grit ist auch wirklich stark und sie ist klein und wendig und sehr schnell. Die beiden kämpfen lange. Schließlich schafft Grit es, den Tiger zu besiegen. Sie schlägt ihn zu Boden und bricht ihm mit einer kräftigen Bewegung das Genick. Erschöpft und überglücklich sinkt sie an seiner Seite auf den Boden. Sie atmet schwer. Das war anstrengend. Hellboy kommt als Trophäe mit zurück ins Lager der Kid Piraten. Nachdem sie sich einen Augenblick ausgeruht hat, schultert sie den Kadaver und schleift ihn zurück zu ihrem Unterschlupf. Die Wölfe sind ausgeflogen. Grit hätte sich eigentlich ganz gerne noch von ihnen verabschiedet. Aber vielleicht ist das auch albern. Sie macht sich ihren Waffengürtel um und bewahrt das Messer und die Teleschnecke in ihren Schuhen auf, welche sie sich über die Schulter hängt.

Kommentare (116)

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Monkey D. Sophie (49701)
vor 13 Tagen
cool das du weiter schreibst ich hatte schon argst das es nicht weiter geht
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 14 Tagen
Endlich geht's weiter mit Teil 47 \^o^/
~ £∆D¥ ~ (14139)
vor 54 Tagen
Finde deine Geschichte wirklich spannend und extrem fesselnd.
Man kann gar nicht genug davon bekommen.
Die Charaktere kann man sich wirklich bildlich vorstellen in ihrer Mimik und Gestik.
Hoffe du schreibst schnell weiter (:
Denn das ist bis jetzt die beste Story die ich je gelesen habe. ❤
Natürlich hoffe ich des weiteren das deine Geschichte noch kein schnelles Ende findet!
Denn ich denke nämlich es gibt noch so einiges zu erzählen (;
Dafür das deine Geschichte so faszinierend und auch so ‚‚man denkt man ist hautnah dabei'' ist würde ich dir gerne mehr als nur 5 Sterne geben!
Mach bloß weiter so! ❤
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 58 Tagen
Ich liebe deine Geschichte lese sie von Anfang an und warte immer fleißig auf ein neues Kapitel

Freue mich schon wieder aufs nächste :D
Ronja (17555)
vor 63 Tagen
Herzlichen Dank! Man tut ja was man kann nicht wahr?!
Ayumi (20597)
vor 67 Tagen
Wow was für eine lange und schöne Story *-*
Das gibt erstmal 5 fette Sterne *-* Probs an den Autor ich bin so gefesselt...da muss ich dich fast schon anzeigen wegen Freiheitsberaubung xD
Rosa (03587)
vor 92 Tagen
Wann schreibst du wieder weiter?
Bahar (99888)
vor 374 Tagen
Ich finde es echt klasse das du immer am
Spannendesten Platz aufhörst da bekommt Mann
ja mehr Lust zu lesen
Hikari (52165)
vor 385 Tagen
Nein würde ich nicht Ronja , aber deswegen iSt es so blöd weil es genau wirklich die spannendste stelle ist
Ronja (57034)
vor 386 Tagen
Ich weiß, ich weiß. Würdest du schlecht über mich denken, wenn ich dir sage, das war mit Absicht? Fortsetzung folgt bald...
Hikari (52165)
vor 386 Tagen
OMG! SO ETWAS DARF MAN KEINEM ANTUN😱 an der spannendsten
Stelle einfach aufhören.......Bitte schreib schnell weiter!!!!!!!
P.S.
Respekt, ich könnte Soetwas nicht . Mach weiter so😉
alegssa (22446)
vor 390 Tagen
Ich hab schon so gespannt gewartet. Bitte schreib schnell weiter 😍😍
Bahar (10063)
vor 392 Tagen
Respekt du kannst schreiben wie ne Profi.
P.S
Mich hast du schon als Bewunderer
angle of life (63895)
vor 393 Tagen
Coool der neue Teil ist echt so toll 😊
Ich finde die Story eine von den besten ! Bitte mach schnell weiter!
Ich möchte gern wissen wie es weiter geht. Mach weiter so!
loliee (10932)
vor 463 Tagen
Das ist DIE BESTE ff, die ich bis jetzt gelesen hab, um ehrlich zu sein;)
♥☺♥☺♥☺♥☺♥☺
Monkey D Woosmann (89282)
vor 472 Tagen
cool der neue Teil
SAKURA (64916)
vor 499 Tagen
Wann kommt der 36 Teil die Geschichte is voll cool
Ronja (14911)
vor 516 Tagen
Ich find es super cool, dass du dir so Gedanken machst, wie es wohl weitergeht. Ob Grit Königshaki hat weiß ich nicht so genau. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wer weiß. Sie überrascht einen immer wieder ;)
Gol D. Lea (64467)
vor 516 Tagen
Bittttee schreib weiter ich finde diese geschichte so cool ich hätte
sogar eine Idee wie es weiter gehen könnte ; nähmlich das die kid piratrn
in einen kampf mit der marine haben aber da dabei auch der admiral
kuzan oder wie der heisst dabei ist könnnen die kid piraten nicht gewinnen
Den sie sind dan alle auch schon stark mitgenommen und als dan dieser
Admiral dan kid und die anderen töten will setzt dan Grit Königshawki frei
Und besiegt sie dan weil du hast schon so mit dem Hawki angefangen das
Sie und kid es trainieren da wäre das glaube ich eine coole wenden das dan
Grit Königshawki erweckt aber es ist deine FF es wäre jetzt nur von mir
Ein Vorschlag.
Bahar (00301)
vor 542 Tagen
Ist nicht schlimm aber es würde mich freuen wenn
du bald weiter schreiben könntest den das ist
meine aler Liebste Geschichte überhaupt ❤️😍😂😜