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Rubinrot: Teil 1

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1 Kapitel - 690 Wörter - Erstellt von: Ella G. - Aktualisiert am: 2017-09-04 - Entwickelt am: - 36 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Nach dem Prolog kommt jetzt das erste Kapitel!

    1
    Eine unkontrollierte Reise durch die Zeit kündigt sich in der Regel einige Minuten, manchmal auch Stunden oder sogar Tage vorher durch Schwindel Gefühle im Kopf, morgen oder in den Beinen an.
    Viele Gen- Träger berichten auch von Migräneähnlichen Kopfschmerzen. Der erste Zeitsprung – auch Initiationssprung genannt – findet zwischen dem 16. und 17. Lebensjahr des Gen- Trägers statt.

    Aus den Chroniken der Waechter, Bd. 2, allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten.





    Kapitel 1

    Montagnachmittag in der Schule – Cafeteria spürte ich es zum ersten Mal.
    Für einen Moment hatte ich ein Gefühl im Bauch wie auf der Achterbahn, wenn man von der höchsten Stelle Berg ab rast.
    Es dauerte nur 2 Sekunden, aber es reichte, um mir einen Teller Kartoffelpüree mit Sosse über die Schuluniform zu kippen. Das Besteck schepperte zu Boden, den Teller konnte ich gerade noch festhalten.

    "Das Zeug schmeckt ohne hin wie schon mal vom Boden auf gewischt", sagte meine Freundin Leslie, während ich die Schweinerei Not dürftig beseitigte. Natürlich schauen alle zu mir herüber. " wenn du willst, kannst du dir meine Portion gerne auch noch auf die Bluse schmieren."
    "nein, danke." Die Bluse der Schuluniform von Saint Lennox hatte zwar zufälligerweise die Farbe von Kartoffelpüree, trotzdem viel der Fleck unangenehm ins Auge. Ich knüpfe dir die dunkelblaue Jacke darüber zu. " na, muss die kleine Gwenny wieder mal mit ihrem Essen spielen?", sagte Cynthia Dale. "setz dich bloß nicht nehme ich, schlapper Tante."
    " als ob ich mich freiwillig neben dich setzen würde, Cyn." Leider passiert mir öfter ein kleines Missgeschick mit dem schulessen. Erst letzte Woche war mir eine grüne Götterspeise aus ihrer Alu-Form geschlüpft und 2 m weit in den Spaghetti Carbonara eines Fünftklässler gelandet. Die Woche davor war mir Kirschsaft umgekippt und alle am Tisch hatten ausgesehen, als hätten sie die Masern. Und wie oft hatte ich die blöde Krawatte, die zur Schuluniform gehörte, schon in Sossen, Saft oder Milch getunkt hatte, konnte ich gar nicht mehr zählen. Nur schwindelig war mit dabei noch nie gewesen. Aber wahrscheinlich hatte ich mir das nur eingebildet. In letzter Zeit war bei uns zu Hause einfach zu viel von Schwindelgefühlen Rede gewesen. Allerdings nicht von meinen, sondern denen meiner Cousine Charlotte, die, wunderschön und makellos wie immer, neben Cynthia sass und ihren Kartoffelbrei löffelte. Die ganze Familie wartete darauf, das Charlotte schwindelig wurde. An manchen Tagen erkundigte sich Lady Arista - meine Grossmutter - alle zehn Minuten, ob sie etwas spürte. Die Pausen dazwischen nutzte meine Tante Glenda, Charlottes Mutter, um haargenau das gleiche zu fragen. Und jedes Mal, wenn Charlotte verneinte, kniff Lady Arista die Lippen zusammen und Tante Glenda seufzte. Manchmal auch umgekehrt. Wir anderen- meine Mum, meine Schwester Caroline, mein Bruder Nick und Grosstante Maddy- verdrehte die Augen. Natürlich war es aufregend, jemand mit einem Zeitreise-Gen in der Familie zu haben, aber mit den Jahren nutze sich das Merklich ab. Manchmal hatten wir das Theater, das um Charlotte veranstaltet wurde, einfach über. Charlotte selber pflegte ihre Gefühle hinter einem geheimnisvollen Mona-Lisa-Lächeln zu verbergen. An ihrer Stelle hätte ich auch nicht gewusst, ob ich mich über fehlende Schwindelgefühl freuen oder ärgern sollte.



    Natürlich ist das nicht das ganze Kapitel, aber ich brauche eine kleine Pause!
    Danke, dass ihr den Anfang gelesen habt. Wenn ihr es noch nicht getan habt könnt ihr auch noch den Prolog lesen.
    Eure Ella G. ❤️

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