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Warrior Cats: Story of Black

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3 Kapitel - 1.056 Wörter - Erstellt von: Silberdistel - Aktualisiert am: 2017-09-02 - Entwickelt am: - 52 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Diese Geschichte entstand ganz spontan, ich wusste am Anfang selber nicht, was ich hier genau schrieben soll. Also, lasst euch überraschen. Vielleicht folgen noch mehr FanFictions solcher Arten von mir...

    1
    Finsternis

    Ich spüre sie. Diese Blicke. Dieser Hass, diese Angst. Niemand will mich ansehen, niemand will mich in seiner Nähe haben. Nirgendwo bin ich sicher vor den verachtenden Blicken der Katzen. Es ist ihnen egal, wo ich bin. Überall diese Abneigung. Überall diese Angst. Angst vor mir. Angst vor meinem Aussehen. Ich habe schon längst aufgegeben, mit ihnen zu sprechen. Ich bliebe stumm. Stumm wie eine tote Katze. Sie wagen es nicht, mir etwas anzutun. Sie verfluchen mich. Ich werde beobachtet. Von allen. Und doch von niemanden. Sie beschatten mich, und doch fürchten sie meinen Anblick. Ich will nicht mehr. Ich will und kann das nicht mehr. Ich kann nichts dagegen tun. Diese Sehnsucht nach Vertrauen. Nach Liebe, Treue und Gemeinschaft. Diese Sehnsucht bedrängt mich von allen Seiten. Am liebsten würde ich sterben. Aber wenn ich sterbe, dann werden sie mich umso mehr fürchten. Traurig laufe ich aus dem Lager. Mein Leben, meine Existenz hat keinen Grund mehr. Ich laufe immer weiter. Der Boden war nass vom Regen. Niesel fiel von den Wolken. Doch es war mir gleichgültig. Alles war mir gleichgültig. Ich kam langsam zum stehen. Eine kleine Pfütze Regenwasser tauchte vor mir auf. Mein Spiegelbild kräuselte sich auf der Oberfläche. Voller Abscheu blicke ich der Spiegelgestalt entgegen. Ich will nicht glauben, dass ich das bin. Ich versenkte meine Krallen in der nassen Erde. Dieses eine Wort hörte ich immer wieder in meinen Ohren. Dieses eine Wort reichte, um meine Seele zu beschreiben. Finsternis. Wie sollte es auch anders sein? Alles ist schwarz an mir. Mein Fell, meine Krallen und Zähne, sogar meine Augen waren schwarz. Ich bin die Finsternis. Wieso sollte es in meinem Herzen nicht auch so ein?

    2
    Verflucht

    Niemand akzeptiert die Schwärze in mir. Wie auch? Sie bezeichnen mich als Fluch des SternenClans, als die Finsternis persönlich. Sie fragen sich, wieso ich geboren wurde. Schon als Junges wurde ich verachtet. Meine Mutter hatte Angst vor mir. Meine Geschwister fürchteten mich. Mein Vater wandte sich von mir ab. Nicht einen Funken Liebe habe ich je in meinem Leben erlebt. Meine Krallen, lang, scharf und schwarz. Ich höre die anderen über mich flüstern. Sie sagen, meine Krallen seien die Klauen des Bösen. Meine Zähne seien die Fänge der unendlichen Schwärze und meine Augen würden die Finsternis selbst wiederspiegeln. Ich spuckte verächtlich meinen Namen dem Spiegelbild entgegen. Meinen Namen, den ich von meiner Geburt an getragen habe. Auge der Finsternis. So hatten mich alle genannt. Ich hatte noch viele andere Beinamen, die genau so schlimm waren. Katze des Unglücks. Schwarzes Monster. Verfluchter Fuchs. Ich hätte sie hier alle aufzählen können. Doch das ertrage ich nicht. Wie oft schon hatte ich das Verlangen, mich einfach umzubringen. Mich der Schwärze hinzugeben, um zum Licht zu kommen. Aber nach meinem Tod würde es nur noch schlimmer werden. Die Katzen würden noch mehr Angst vor mir haben. Sie würden sagen, der Fluch des SternenClans wäre gestorben und der SternenClan wäre noch zorniger auf sie. Sie fürchten mich. Und den SternenClan noch dazu. Würden mich die Ahnen überhaupt aufnehmen? Ihren eigenen Fluch? Das Auge der Finsternis?

    3
    Tot

    Nichts kann mich noch retten. Nichts kann mich aus der Finsternis herausholen. Es ist mir gleichgültig, ob ich lebe oder sterbe. Ich habe nichts zu verlieren. Tot oder nicht, es bleibt gleich. Überall werden die Katzen nur diese Finsternis in mir sehen. Ich könne mich umbringen, es aber auch genau so gut lassen. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll. Ich bin die Schwärze. Und genau die lässt die anderen zurückschrecken, um die Schwärze zu vermehren. Ein ewiger Kreislauf. Es gibt kein Entrinnen. Ich bin doch jetzt schon halb tot. Da macht es keinen Unterschied, ob ich die andere Hälfte noch dazuhole. Obwohl sich keiner um mich kümmert, werden sie mich finden und ihre Angst wird größer werden. Und das alles wegen mir. Wenn ich am Leben bleibe wird es aber auch nicht besser. Verzweifelt über mich selbst lasse ich von meinem schwarzen Spiegelbild ab und fange wieder an zu laufen. Dabei entdecke ich einen Strauch mit Todesbeeren. Ich hatte mein Leben schon aufgegeben. Es konnte einfach nicht schlimmer werden. Ich war am absoluten Tiefpunkt. Ohne zu zögern biss ich ein paar Beeren ab und schluckte sie. Schon bald tat das Gift seine Wirkung. Ich wehrte mich nicht. Die Umgebung wurde schwarz. Genau so schwarz wie ich. Wie die Finsternis. Der Schmerz blies auch das letzte Stück Leben aus mir heraus. Und plötzlich stand ich neben mir. Mein Geist sah auf den leblosen Körper meiner selbst herab. Die Krallen waren eingezogen, das Maul geschlossen. Die Augen der Finsternis würden für immer geschlossen sein. Als ich meine Krallen ausfuhr, waren sie nicht mehr schwarz. Sie waren weiß, so als ob sie nie anders gewesen wären. Ich sprang mit großen Sätzen zur Pfütze und betrachtete mich. Mein Fell war noch schwarz. Aber nicht mehr wie die endlose Schwärze. Es glänzte wie der Nachthimmel. Meine Augen waren nun gräulich. Und meine Zähne wieder weiß. Der Fluch war gebrochen. Mit einer Seele voller Freude sprang ich in den Himmel. Die Sonne ging gerade ihren Weg nach unten und schien ein letztes Mal auf die Pfüzte. Die ersten Sterne funkelten über mir. Und genau auf sie sprang ich zu. Vielleicht würde der SternenClan mich doch aufnehmen.

Kommentare (2)

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Fatie &Co (76346)
vor 20 Tagen
Die Geschichte war zwar kurz, aber sie war so einfühlsam und traurig. Ich finde sie super toll *schnief*
Silberdistel ( von: Sonnenflug)
vor 23 Tagen
Bitte schreibt mir in die Kommentare, ob es euch gefallen hat! Und ob ich noch mehr "spontane" Geschichten schreiben soll. Kritik nehme ich auch gerne an.