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Das fallende Laub oder die Prophezeihung der Schwestern

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6 Kapitel - 1.682 Wörter - Erstellt von: Sonnenflug - Aktualisiert am: 2017-09-23 - Entwickelt am: - 86 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Im SonnenClan wird die junge Anführerin Laubstern auf eine harte Probe gestellt: Ihre verschollen geglaubte Schwester Lichtblüte taucht wieder auf, doch sie hat sich verändert. Sie nennt sich jetzt Dunkelseele und versucht, die Clans gegeneinander aufzubringen...Was ist nur mit ihr los und wird Laubstern es schaffen den Kampf aufzuhalten, der die Clans endgültig vernichten würde? 

    1
    Prolog


    Ein Schrei. Dann noch einer. Die Schreie hallten durch die dunkle Nacht. Die Wolken bedeckten den Halbmond, der vor einigen Momenten noch hell und sanft auf das SonnenClan-Lager geschienen hatte. Doch nun war die Welt zerstört. Hoffnungslos sank die Katze, von der die Schreie kamen, auf den Laubboden. Nichts konnte sie jetzt tun, nicht klar denken, sich nicht rühren. Neben ihr lag ein lebloser Fellhaufen, schildpattfarben und weiß. Die Katze schloss die Augen. Am liebsten würde sie sterben, sofort auf der Stelle. Denn sie wusste, dass sie niemals aufhören würde, an diese tote Katze zu denken.

    2
    Kapitel 1

    "Laubstern?" Eine leise Stimme weckte die Anführerin aus dem Schlaf. Noch ein wenig schläfrich hob sie den Kopf. "Was gibt es, Bernsteinherz?" Die Heilerin des SonnenClans sah besorgt auf sie herab. "Du hast im Schlaf geschrien." antwortete sie zögernd. "Der ganze Clan ist wach. Außerdem...möchte ich später mit dir sprechen." Laubstern verstand nicht, um was es ging, doch sie nickte nur. Dann stand sie ebenfalls ein wenig zittrig auf und lief aus ihrem Bau. Jede Nacht der gleiche Traum. Jede Nacht musste sie diese Schreie ertragen, die Trauer von ihr selbst. Als vor wenigen Blattwechseln ihre Schwestern Lichtblüte und Blattfell spurlos verschwunden waren, hatte sie sich panisch auf die Suche nach ihnen gemacht. Schließlich hatte sie Blattfell gefunden. Tot. Sie hatte sich voller Verzweiflung neben sie gelegt. Blattfells Pelz war voller Wunden gewesen. Jemand hatte sie ermordet. Und Lichtblüte war verschollen. Jede Nacht musste sie diesen Tag von neuem erleben, immer wieder den zerkratzen Körper von ihrer Schwester sehen. Wieso? Wieso musste sie diese ganzen Schmerzen erleiden? Die Träume ließen ihr keine Ruhe. Jeden Morgen wachte sie mit dem Gefühl der Verzweiflung auf. Doch wirklich geschrien hatte sie bis heute noch nicht. Wieder zuckten ihre Gedanken. Wieso? Wieso musste das bloß sein?

    3
    Kapitel 2

    Als sie an der Hochtanne vorbeihuschte, erkannte sie ihren Stellvertreter Abendherz auf einem der Zweige. Sie nickte ihm kurz zu, dann wandte sie sich dem Heilerbau. Als sie eintrat, erwartete Bernsteinherz sie schon. "Hallo, Laubstern. Ich habe dich hergebeten, um dich etwas zu fragen." "Worum geht es?" Die Heilerin zuckte nervös. "Ich habe gehört, wie du letzte Nacht geschrien hast. Da bin ich sofort in deinen Bau gerannt, um zu sehen, was los war. Du hast unruhig gezuckt und dich hin-und hergewälzt." "Wirklich?" Laubstern erschrak. So schlimm war es noch nie gewesen. "Also." Bernsteinherz sah sie durchdringlich an. "Was hast du geträumt?" Diese Frage überraschte die Anführerin. Ihr Kopf füllte sich wieder mit schrecklichen Bildern, als sie an Blattfell dachte. Sie drängte die Gedanken zur Seite und versuchte, ihre Träume zu erklären. Doch sie fühlte sich dabei immer unwohler. "Das reicht, Laubstern." Bernsteinherz schnippte mit ihrem Schwanz. "So wie du aussiehst, brauchst du eine Pause. Als Heilerin befehle ich dir, dich in deinem Bau auszuruhen." "Aber was, wenn ich wieder diesen Traum bekomme?" protestrierte Laubstern. "Dann fühle ich mich noch schlechter." "Ich kann dir ein paar Mohnsamen geben." miaute Bernsteinherz. Damit ging sie tiefer in den Heilerbau und kam mit ein paar schwarzen Samen zurück. "Danke, dass du mir es erzählt hast." meinte sie leise. "Wer weiß, was der SternenClan dir mitteilen will." "Hm." Laubstern starrte nur abwesend die Mohnsamen an. "Danke." Sie nahm sich die Samen und lief wieder in den Anführerbau. Und tatsächlich, einige Momente, nachdem sie die Samen gegessen hatte, fiel sie in einen traumlosen Schlaf.

    4
    Kapitel 3

    Nach einer Weile wachte Laubstern auf. Die Mohnsamen hatten zwar gewirkt, doch richtig ausgeschlafen fühlte sie sich nicht. Seufzend stand sie auf. Von draußen kamen laute Stimmen. Als sie langsam aus dem Anführerbau tappte, erkannte sie eine Patrouille am Lagereingang. Sie hatten eine fremde Katze bei sich. Laubstern kletterte auf die Hochtanne, um einen besseren Überblick zu bekommen. Ein paar SonnenClan-Katzen standen be der Patrouille. Laubstern sprang wieder herunter und lief ebenfalls zu ihnen. Als die Katzen sie sahen, neigte sie respektvoll den Kopf. "Was ist hier los?" fragte Laubstern. "Wir haben eine Streunerin bei der Grenze gefunden." antwortete Morgenwolke, die die Patrouille angeführt hatte. "Sie behauptet, dich zu kennen und wollte dich sprechen." Laubstern musterte die Streunerin. Sie hatte stumpfes, gelbes Fell und stechend blaue Augen. "Laubherz? Erkennst du mich noch?" erwiederte sie. In dem Moment zuckte bei Laubstern der Gedanke durch den Kopf. "Lichtblüte? Bist du das?" Die Streunerin schnurrte leise. "Nicht mehr." meinte sie. "Mein Name ist nun Dunkelseele. Und ich will dir eine Botschaft überbringen, Schwesterherz."

    5
    Kapitel 4

    "Wie bitte? Dunkelseele?" Laubstern traute ihren Ohren nicht. Dann wagte sie zu fragen: "Und...wie lautet die Botschaft?" "Als ich durch die Gegend gestreift bin, habe ich MondClan-Katzen getroffen." begann sie. Ihre Augen funkelten. "Sie fragten mich aus, was ich in ihrem Territorium wollte. Ich sagte nur, dass ich wüsste, was sie getan hatten. Daraufhin gestanden sie, dass sie eine SonnenClan-Katze umgebracht hätten." Abendherz trat mit zusammengekniffenen Augen an Dunkelseele heran. "Warum sollten die MondClan-Katzen einen Grund haben, unsere Katzen zu töten? Unsere Clans sind seit Blattwechseln miteinander befreundet. Einen Mord würden sie niemals begehen." Laubstern konnte nicht sagen. Das sollte ihre Schwester sein? Sie hatte sich so sehr verändert, dass man sie fast gar nicht mehr erkannte. Wo war die alte, schüchterne und hilfsbereite Lichtblüte? Die jetzige, Dunkelseele, schien eine ganz andere Katze zu sein. Dann fand sie ihre Stimme wieder: "Abendherz hat Recht... MondClan-Katzen tun so etwas einfach nicht." Alle SonnenClan-Katzen hatten sich nun um sie versammelt und sahen der Anführerin zu. "Vertraust du mir nicht? Deiner eigenen Schwester?" Der stechende Blick durchbohrte die von Laubstern. Er machte sie ganz schwindlich und verwirrte sie. So, als ob sie von etwas gelenkt wurde, miaute sie: "Doch, natürlich vertraue ich dir, Dunkelseele. Du bist doch meine Schwester." Ehe Laubstern begriff, was sie da gesagt hatte, was Dunkelseele an ihre Seite getreten. "Seht ihr?" rief sie den SonnenClan-Katzen zu. "Laubstern vertraut mir. Ihr könnt mir ebenfalls vertrauen." Laubstern versuchte, von ihr abzurücken, doch als Dunkelseele sie wieder mit den eisblauen Augen ansah, konnte sie sich nicht rühren. Was war nur mit Lichtblüte geschehen?

    6
    Kapitel 5

    Die SonnenClan-Katzen murmelten verwirrt. Schon seit unzähligen Monden lebten sie mit dem MondClan, NebelClan und dem DunkelClan zusammen, und noch nie war so etwas geschehen. "Nach den Berichten der MondClan-Katzen hatten sie eine Kätzin umgebracht." fuhr Dunkelseele fort. "Nach der Beschreibung zu verurteilen, handelt es sich dabei um meine und Laubsterns Schwester Blattfell." Laubsterns Fell sträubte sich unwillkürlich. Wieder sah sie den zerfetzten Körper von Blattfell vor ihren Augen. Der SternenClan hatte ihr gezeigt, dass jemand sie umgebracht hatte. Aber der MondClan konnte es einfach nicht gewesen sein. Auch unter den SonnenClan-Katzen gab es einzelnde wütende Stimmen. Ein Krieger namens Goldherz knurrte: "Woher sollen wir wissen, dass du nicht lügst? Du kannst auch genauso gut eine Streunerin sein, die Clan-Katzen nicht Leiden können!" Für einen winzigen Augenblick flackerte etwas in Dunkelseeles Augen auf, dass Laubstern nicht richtig deuten konnte. Doch der Ausdruck verschwand sofort wieder. Stattdesses fauchte sie zurück: "Und woher wollt ihr wissen, ob ich nicht doch die Wahrheit sage? Wie wollt ihr euch dann Blattfells Tod erklären?" Auf diese Frage kannte niemand eine Antwort. Laubstern stand das Fell zu Berge. Das war nicht Lichtblüte, ganz und gar nicht! Aber sie konnte nichts sagen. Diese Augen lähmten sie. Ließen sie vollkommen unfähig machen, etwas gegen sie einzuwenden. Am liebsten hätte sie sie verbannt, in das Schicksal einer Streunerin geschickt. Aber sie bekam keinen einzigen Ton aus ihrer Kehle. Sie war wie ausgetrocknet. Sie sah hiflos zu Abendherz, doch er starrte nur Dunkelseele wütend an. "Ihr könnt mir vertrauen." wiederholte Lichtblüte. "Lasst mich eurem Clan anschließen, dann wisst ihr, dem meine Treue gilt." Sie funkelte Laubstern mit ihren blauen Augen spöttisch an. "Was meint denn mein Schwesterherz dazu?" Laubstern blieb die Stimme weg. Diesen verabscheuenden Unterton in Dunkelseeles Stimme war anscheinend nur ihr selbst aufgefallen. Mit der größten Anstrengung schaffte Laubstern es, ein "Ich muss darüber nachdenken." herauszubringen und in Richtung Anführerbau davon zu stolzieren. Sie spürte den lauernden Blick von Dunkelseele auf ihrem Rücken, und sie musste sich beherrschen, sich nicht noch einmal umzudrehen. Wer, beim SternenClan, war Dunkelseele wirklich? Und warum wurde sie selbst immer so unfähig, wenn sie in diese eiskalten Augen sehen musste?

Kommentare (4)

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Fatie &Co (76346)
vor 27 Tagen
Wäre echt cool
Sonnenflug (36099)
vor 33 Tagen
Wer weiß? Vielleicht hat sie wirklich hynotische Kräfte?
Fatie &Co (15369)
vor 33 Tagen
Coole Geschichte, das mit Dunkelseele/Lichtblüte klingt ein bisschen so, als hätte sie so hypnotisierende Kräfte gekriegt. Bitte schreibt weiter
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 34 Tagen
Ich möchte hier erwähnen, dass es insgesamt drei mal diese FanFiction gibt. Zwei davon haben nur einen Kapitel, den Prolog, da mein Handy gerade sprinnt und ich die e-mail zum verändern des Quizzes nicht bekommen habe.