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Game of Thrones: Die Bastarde von Winterfell

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1 Kapitel - 3.184 Wörter - Erstellt von: NoName - Aktualisiert am: 2017-08-22 - Entwickelt am: - 148 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Roseline Schnee, die älteste Tochter von Eddard Stark und verabscheuter Bastard, wächst zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Jon auf der Burg Winterfell im hohen Norden zusammen mit den legitimen Kindern ihres Vaters auf und führt dort ein recht bescheidenes Leben.

Doch dies ändert sich schlagartig als sie auf Geheiß ihres Vaters gezwungen wird, ihn und seine jüngeren Töchter nach Königsmund zu begleiten.

Und während sie versucht Verlust, Liebe und Angst zu bewältigen und gleichzeitig ihren Pflichten als großer Schwester nachzukommen, ändert sich ihr Leben auf traumatische Weise, und von einem Moment auf den anderen muss sie lernen was es heißt, belogen, betrogen und schlussendlich auch verlassen zu werden.

1
Freiheit.

Das war jenes Gefühl welches ich verspürte, wenn ich auf dem Rücken meiner geliebten Stute Valeris die Landschaften Winterfells erkundete.
Die Wiesen und Felder, die Berge und die Forste, sie allesamt besaßen in meinen Augen eine unglaubliche Schönheit.
Jeder Ort dieses Teils der sieben Königslande schien seinen eigenen Charakter, seine persönliche Vielfalt zu besitzen.
Ich war zwar in Winterfell, hier im hohen Norden aufgewachsen, doch werde ich wohl nie die Erlesenheit meines Heimatlandes verstehen, geschweige denn es je zur Gänze erkundet haben.

In einem schnellen Tempo ritt ich durch eine der unzähligen kahlen Flächen dieser kalten Landschaft, und genoss dabei den Wind in meinen schwarzen Locken und das Gefühl der kühlen, eisigen Frühjahrsluft in meinen Lungen.
Wie lange war ich dazu gezwungen gewesen, meine Tage ohne einen Ausritt zu verbringen?
Ungeachtet der tatsächlichen Dauer war die Antwort: Viel zu lang.

Ich wusste, dass es mir eigentlich nicht gestattet war, ohne die Erlaubnis meines Vaters den Hof zu verlassen.
Doch die Sehnsucht, die ich nach zu langer Zeit ohne das Reiten verspüre, fraß mich von innen nach außen auf, es fühlte sich so an als wolle man mir ein Teil meiner Selbst nehmen.

Geschickt schlängelte ich mich mit einigen einfachen Zügelzügen durch einen der dichten Tannenwälder, und auch umgefallene Baumstämme, fließende Bäche und große Steinketten waren für mich kein Hindernis:
Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen kam ich auf einem Hügel in der Nähe von Burg Winterfell zu stehen.

Stumm betrachtete ich die eiserne Festung, welche von manchen als mehr oder weniger mein Zuhause bezeichnet wurde.
Natürlich, auf eine Weise war es das auch.
Ich wurde zusammen mit meinem Bruder auf Winterfell großgezogen, wir kannten jeden Stein und jedes Versteck hinter den stattlichen Mauern des Gebäudes.
Wir verstanden uns gut mit den Bediensteten, aber auch Hochgeborenen auf der Burg, kannten selbst die Stalljungen, Mägde und Köche beim Namen.
Doch werden wir nie ein Teil dieser Burg sein.

Seufzend über die erneute Erkenntnis dieser Tatsache und dem Fakt, dass die Sonne sich bereits leicht in Richtung Süden neigte, kehrte ich um und ritt in gemäßigter Geschwindigkeit auf Winterfell zu.

Nachdem die Wachen vor den Toren das Wappen der Burg auf dem Leinentuch meines Pferdes erkannten, gewährten sie mir Eintritt und noch bevor ich die Burg vollends betreten hatte konnte ich die Gesichter meiner Geschwister und das meines Vaters in der Ferne erkennen.
Mit einem schelmischen Grinsen beschleunigte ich mein Tempo und galoppierte in den Hof, wo ich anfing aus Spaß im Kreis um meine Brüder zu reiten und sie ein wenig einzuengen.
Lachend beäugten diese meinen Scherz, auch wenn Bran, welcher normalerweise nicht bei den Ausritten meines Vaters dabei war, etwas verängstigt aussah.

„Roseline! “ertönte die Stimme von Ned Stark mit einem verärgerten Unterton, und sofort gefriert das Lachen auf den Gesichtern meiner Gebrüder und sie alle verstummten.

Ich jedoch ließ mich noch nie von meinem Vater einschüchtern, mit einem zuckersüßen Lächeln brachte ich meine Stute zum Stehen und drehte mich elegant in seine Richtung.

„Ja, Vater?“ meinte ich mit meiner Engelsstimme, und sofort sah ich wie die Wut in seinen Augen langsam nachließ.

,, Hör auf, mir auf der Nase herumzutanzen, Rose. Dir ist bewusst, welches Verschulden du dir wieder hast zukommen lassen.“
Was könnte ich jetzt tun?
Mal sehen…
Nun ja, ich könnte so tun als wüsste ich nicht wovon er sprach, doch da ich im großen Stil abgehauen war, würde ihn dies nur noch mehr verärgern.
Beteuern, dass es die Schuld meiner Schwester Sansa und ihrer Mutter war, könnte ich ebenfalls, doch da ich wusste, dass Vater auf deren Seite war, gleich ob ich die Wahrheit sprach oder nicht, verbannte ich auch diesen Gedanken schnell aus meinem Kopf.
Auf Streit war ich jedenfalls nicht aus, weswegen ich gar nicht erst versuchte mich rauszureden und stattdessen das tat, was mir im Moment am intelligentesten erschien.

„Ich weiß, und entschuldige mich aufrichtig für mein Verhalten, Vater. Es wird nicht noch einmal vorkommen. Das verspreche ich.“ brabbelte ich und sah schuldbewusst auf den Boden, doch nicht ohne mit meinen großen unschuldigen Hundeaugen kurz aufzublicken.
Ich wusste nun einmal, wie ich meinen Vater um den Finger wickeln konnte.
Denn Bastard oder nicht, ich war und werde immer seine erstgeborene Tochter bleiben.

Mit ernster Miene betrachtete mich das Oberhaupt der Starks eindringlich, bevor er geschlagen nachgab und mir einen kleinen Kuss auf die Stirn drückte.
„Du bringst mich noch irgendwann ins Grab, Kind.“ seufzte er und zog sein Pferd in Richtung der Tore, doch nicht ohne mir vorher ein: „Mach so etwas ja nie wieder!“ nachzuschreien.
Augenverdrehend stieg ich von Valeris ab und übergab sie an einen der Hofjungen, welcher sie zurück in den Stall führte.
Breitlächelnd ging auf Bran, einem der legitimen Söhne meines Vaters, zu und strich ihm spielerisch durch die Haare.

„Na, wo reitet ihr hin?‘‘ erkundigte ich mich bei dem kleinen Jungen und konnte einfach nicht aufhören, ihm durch seine braunen Löckchen zu streichen.
Während sich Bran leicht an mich schmiegte und mich mit seinen Armen als Begrüßung umschlang, beantwortete Jon meine Frage.

„Vater wurde zu einem Treffen mit den Wächtern gerufen. Ein Deserteur der Nachtwache wurde festgenommen.“ antwortete er mir knapp.

„Und zu so einer Veranstaltung nehmt ihr ihn mit?“ sagte ich gleichermaßen überrascht wie schockiert und blickte hinauf zu Bran, welcher mittlerweile etwas überfordert auf einem Hengst saß und mit seinem kindlichen Gesicht in die Runde schaute.

„Nun, es ist Vaters Wunsch, Rose.“ erwiderte er schnaufend, da er sich gerade auf sein Pferd hievte und zwinkerte mich frech an, als er es geschafft hatte.

„Und der große Lord Stark denkt es sei eine gute Idee für einen Zehnjährigen bei einer Enthauptung zuzusehen, weil…?“

„Weil der große Lord Stark deinen Brüdern zeigen möchte was mit Wächtern geschieht, wenn diese ihren Eid brechen.“ antwortete mein Vater statt Jon und tauchte hinter mir auf seinem Ross auf.

„Und würdest du es möglicherweise auch in Erwägung ziehen…?“ setze ich mit der unschuldigsten Stimme an, die ich aufzuweisen hatte, wurde jedoch prompt von ihm unterbrochen.

„Du kennst die Antwort, Rose.“

„Aber Vater, das ist nicht fair! Jon, Theon und Robb nimmst du ständig zu solchen spannenden Ereignissen mit, während ich Gesangsunterricht bei Septa Mordane oder Ähnliches habe.“ jammerte ich und fing spielerisch an zu schmollen.

„Ach Schwesterchen, wir wissen doch alle wie sehr dir der Gesangsunterricht gefällt.
Ein solches Geschenk wie deine Stimme muss man doch behüten und erweitern.“ kommentierte Robb amüsiert und brachte damit die gesamte Horde zum Lachen, eingeschlossen meines Vaters.
Der Witz daran war, dass jeder hier auf Winterfell wusste, wie grottenschlecht ich singen konnte.
Meine Stimme war vergleichbar mir den Todesschreien einer sterbenden Kröte, und auch ich musste zugeben, dass ich meinen eigenen Gesang kaum aushielt.

„Halt die Klappe Robb! Oder ich komme heute Nacht in deine Gemächer und wecke dich mit einem meiner Lieblingslieder.“ drohte ich ihm grinsend.

„Oh, bitte nicht. Hab Erbarmen!“ bettelte er während er seine Arme bittend in die Luft warf, was den anderen wohl den Rest gab, denn diese schienen vor Lachen fast von ihren Pferden zu fallen.

„Schluss jetzt ihr beiden. Die Antwort lautet: Nein.
Und hör auf dich wie ein Kleinkind aufzuführen, Roseline. Da verhält sich ja Bran erwachsener als du.“ konterte Vater und brachte damit ungewollt alle meine Brüder, welche sich nach seinem Machtwort beruhigt hatten, erneut zum Lachen.
Mit einer fließenden Handbewegung deutete er seinen Männern das Tor zu öffnen, und einer nach dem anderen verließen sie die Burg.

Plötzlich spürte ich wie mir wer von oben einen leichten Schlag auf den Hinterkopf verpasste.
Verwirrt blickte ich in die Höhe, nur um meinen geliebten Zwillingsbruder zu sehen, welcher mir mit einer Mischung aus Schadenfreude aber auch Angst entgegensah.
Ebenso frech grinsend wie er erwiderte ich seinen Blick.

„Vater reißt dir irgendwann den Kopf ab, Rose. Du solltest anfangen dich in den Griff zu bekommen oder er schickt dich noch zu den schweigenden Schwestern.“ meinte er und blickte besorgt auf mich herunter.

„Keine Sorge. Mich wirst du so schnell nicht mehr los, Bruderherz. Das kannst du vergessen. Ich werde für immer und ewig an deiner Seite wandeln.“ flüsterte ich mit bedrohlicher Stimme.

„Großartig, und das sagst du mir jetzt?
Und ich dachte ich bin dich bald los, weil du, intelligent wie du nun einmal bist, mit irgendeinem jungen Mann entgegen meiner Erlaubnis durchbrennst und dich nie wieder blicken lässt.
Das heißt ja, du hast vor noch länger hier zu bleiben! Bitte nicht…“ beschwerte er sich, konnte sich aber zum Ende hin nicht mehr halten und verfiel aufgrund meines Gesichtsausdruckes in schallendes Gelächter, in welches auch ich einstimmte.

„Pass auf dich auf, Jon.“ meinte ich liebevoll nachdem wir uns beruhigt hatten und klopfte seinem Pferd auf den Rücken.

„Und du auf dich, kleine Schwester.“

„Ich bin älter als du!“

„Ja, aber auch um einiges kleiner als ich. Und außerdem nur drei Minuten älter, Törtchen.
Bild‘ dir bloß nichts drauf ein…“ kommentierte er und ging mir noch eine Weile auf die Nerven, indem er spielerisch an meinen Haaren herumzog, bevor er mir frech grinsend erneut auf den Hinterkopf schlug und anschließend im Schnellschritt der Truppe nachritt, welche er nun einzuholen hatte.

Kurz darauf begab ich mich dann in meine Gemächer, wo ich mich von meiner Reitbekleidung befreite und ein angenehmes Bad in lauwarmem Wasser nahm.
In ausschließlich einem Bademantel gehüllt setzte ich mich vor meinen Spiegel und fing an, mir mein langes, schwarzes Haar zu kämmen, während ich mein Äußeres genauer um Spiegel betrachtete.
Meine Lockenpracht umrahmte in schönen, definierten Kreisen mein ovales Gesicht, welches von Reinheit gesegnet war.
Das schönste Merkmal in meinem Gesicht waren meiner Meinung nach meine dunkelgrauen Augen, welche, wie mir berichtet wurde, der Farbe valyrischen Gesteines gleichsahen.
Die schmale, kleine Nase und meine vollen, zarten Lippen waren ebenfalls eine schmeichelnde Ergänzung meiner Gesamterscheinung.
Auch verfügte ich über einen weiblichen Körper mit Rundungen an den richtigen Stellen, sehr zum Leidwesen meiner Brüder.
Und obwohl ich fand, dass es hübschere Mädchen gab als mich, war ich im Allgemeinen wirklich zufrieden mit meinem Aussehen.

Manchmal wünschte ich mir jedoch zu wissen, wie meine Mutter aussah.
Ein einziges Mal hatte ich meinen Vater nach ihr gefragt, wie sie war, ob ich aussah wie sie und ob es ihr schwergefallen war, uns mit ihm gehen zu lassen.
Er hatte nicht geantwortet.

Einige meinten ich sehe aus wie Lyanna, die verstorbene Schwester meines Vaters.
Er sprach nie über sie, deswegen wusste ich nicht allzu viel über meine Tante, aber sie wurde mir stets als abenteuerlustige und freiheitsliebende Frau beschrieben, und es war mir eine Ehre, mit ihr verglichen zu werden, auch wenn ich hoffte, dass mich niemals auch nur ein ähnliches Schicksal ereilte wie sie.

Nachdem ich es erfolgreich geschafft hatte, mir mein Haar in eine einfache Frisur zu flechten, fing ich an, mir ein Kleid für das Essen mit meiner Familie herauszusuchen.
„Familie“ war in meinem Fall jedoch ein sehr dehnbarer Begriff.
Denn es war uns nicht erlaubt mit den Starks zu Abend zu essen, wir saßen stets separat von ihnen auf einem eigenen Tisch.

Ich erinnere mich noch genau wie ich mich als Kind stundenlang geweint hatte, weil es meinen Geschwistern anders als mir gestattet war, sich an den Tisch zu meinem Vater setzten, während ich bei den Angestellten des Hauses saß.
Damals verstand ich noch nicht, warum mein Bruder und ich so anders behandelt wurden, schließlich war der einzige Unterschied zwischen uns und den anderen der, dass sie eine Mutter besaßen, und wir nicht.
Doch genau da lag das Problem.
Die Frau meines Vaters verabscheute uns.
Sie konnte unsere Existenz, geschweige denn unseren Anblick kaum ertragen, und so waren wir von den meisten Familienaktivitäten ausgeschlossen worden.
Doch mittlerweile machte mir es nichts mehr aus.
Ich hatte ja Jon.

Seufzend zog ich mir eines meiner Lieblingskleider an und schritt anschließend aus meinem Gemach in der Nähe des Turms hinab in die Küche, in welcher ich die Köche, Mägde und Bediensteten begrüßte und ihnen meine Hilfe anbot.
Da sie heute nichts für mich zu tun hatten, verweilte ich noch etwas bei ihnen und lauschte den Geschichten der Oberin zusammen mit den Dienstmädchen, welche uns stets köstlich unterhielten.
Als ich merkte, dass das Essen bereits hinausgetragen wurde, bestand ich darauf den Dienern zu helfen, und auch wenn sie anfangs skeptisch waren gaben sie mir schließlich einige Teller.
Kurz bevor ich die Schwelle der Tür übertreten wollte hielt mich eine der älteren Köchinnen allerdings auf.
Mütterlich legte sie mir die Hand auf meine rechte Gesichtshälfte und lächelte.

„Ihr wisst, dass Ihr das nicht tun müsst.“ flüsterte sie ruhig und strich mir leicht über die Wange.

„Ich weiß, Myna, aber es ist mir ein Anliegen. Ich helfe euch gerne.“ antwortete ich, ebenfalls
lächelnd.

„Du bist ein gutes Kind, Rose.“ sagte sie nach einer kurzen Sprechpause und ich nickte ihr danksagend zu, bevor ich mich mit Haleigh auf den Weg in den Speisesaal machte.

Die Rothaarige war vor vielen Jahren zu uns gekommen, da ihr bei einem Hausbrand im naheliegenden Dorf sowohl Eltern als auch Geschwister genommen wurden.
Von diesem Tage an diente sie in Winterfell als Küchenmagd, und mindestens genauso lange waren wir nun schon befreundet.

Nachdem ich das Essen auf den Tischen abgestellt und mich zu meinem Bruder an den Tisch gesellt hatte, servierten wir uns und fingen mit unseren Tischgesprächen an.
Er erzählte mir von seinem Ausflug mit Vater und teilte mir sogleich mit, dass er eine Überraschung für mich hatte, welche in meinen Gemächern auf mich wartete.

Voller Vorfreude beendete ich so schnell ich konnte mein Mahl und packte Jon sofort am Arm, als uns die Erlaubnis gegeben wurde aufzustehen.
Lachend zog ich ihn hinter mir her und öffnete erstaunt die Tore zu meinen Gemächern.
Gespannt sah ich mich in meinem Zimmer um, und gerade als ich dachte Jon hätte mich auf den Arm genommen, entdeckte ich ein kleines, schneeweißes Wesen welches sich schüchtern in meinem Bett an meine Bettlaken schmiegte.

Breitlächelnd sah ich zu Jon, und als dieser mir grinsend zunickte, rannte ich auf mein Bett zu und griff vorsichtig nach dem Wesen, welches ich nun als Schattenwolf erkannte.
Jon erklärte mir, wie er die Welpen gefunden hatte und dass er eigentlich dachte, es gäbe nicht mehr als fünf die überlebt hätten, als er zwei weitere Welpen abseits der toten Mutter fand, welche augenscheinlich von ihr verstoßen wurden.

Er sagte auch, dass dies wahrscheinlich aufgrund ihres weißen Fells und ihrer blutroten Augen gewesen sei und dass die beiden Jungen nicht ohne einander überlebt hätten, da sie sich gegenseitig beschützt und gewärmt hatten.

In amüsierter Tonlage fügte er hinzu, dass eines der Welpen ihn sogar gebissen hatte, weil es dachte man wolle seinem Geschwisterchen etwas Böses, und dass er sofort wusste, dass jenes welches ihn gebissen hatte zu mir gehörte.

Leise fing ich an zu kichern, aber gleichzeitig rollten mir die Tränen über die Wangen.
Überrascht über meine Reaktion kam Jon besorgt auf mich zu und erkundete sich, was los sei, doch ich teilte ihm mit, dass die beiden Schattenwölfe mich an uns beide erinnerten und dass ich es auch niemals ohne ihn geschafft hätte, hier auf dieser Burg zu überleben.
Mitfühlend nahm mich mein geliebter Bruder in den Arm und eine Weile verharrten wir in dieser Position, bevor sich der kleine Schattenwolf zwischen uns drängte.

Lachend lösten wir uns voneinander, und nachdem wir das Geschlecht meines Schattenwolfes festgestellt hatten, es war ein männlicher Welpe, überlegte ich mir einen Namen für ihn.
Da mir aber kein passender für den mittlerweile aufgeweckten kleinen Wolf einfallen wollte, verabschiedete ich mich von Jon, welcher sich in seine Gemächer begab und grübelte weiter nach einem Namen, während ich mich von meinem Kleid befreite und mich in mein Schlafgewand hüllte.

Als ich zu Bett ging schmiegte sich das Tier an mich, und als ich meinen Arm um ihn legte und ihm in seine großen, roten Augen sah, wusste ich, wie ich ihn nennen wollte, und mit einem angenehmen Wohlgefühl begab ich mich in das Land der Träume.

Kommentare (2)

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Reyna (27654)
vor 40 Tagen
Hey die Geschichte ist echt gut, aber wenn du willst dass mehr Leute sie lesen veröffentliche sie auf wattpad :) Ich heiße @GlowKelsey dort und würde mich freuen deine Geschichte dort zu lesen
Annabeth Chase (38305)
vor 40 Tagen
Bitte schreib weiter! Die story ist echt schön, auch wenn du darauf achten solltest, die damalige sprach e zu verwenden und begriffe wie fair zu vermeiden. Außerdem finde ich die beziehung zwischen jon und rose super süß!!! :3danke fürs schreiben!