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Das Biest und der Tyrann - Teil 45

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1 Kapitel - 10.541 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2017-08-20 - Entwickelt am: - 425 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Grits Sicht
    „Leute! Es hat mir Spaß gemacht mit euch zu singen, aber nun kann ich nicht mehr“, sage ich fröhlich und stehe auf. „Alles klar Schwester. Hau rein!“, verabschiedet sich Leeroy. Ich grinse und zeige ihnen das Peace Zeichen. Diese Typen! Schade, dass ich nichts zum Baden dabei habe. Ich war schon lange nicht mehr im Wasser und wer hätte ahnen können, dass hier ein Pool ist. Vielleicht ist es aber auch gar nicht so schlimm. Heute hätte ich eine Menge Blicke auf mir und weder ich noch Kid wären davon sehr begeistert. Ich setze mich an den Pool und ziehe meine Schuhe aus. Meine Füße kann ich aber trotzdem ins Wasser halten. Wie angenehm das ist. Es vergeht kaum eine Minute, da sitzen plötzlich John und Kalle neben mir. „Hey, hey du Draufgängerin!“, begrüßt mich John. „Na, wen willst du als nächstes wrestlen?“, fragt Kalle. „Bei Teddys Leuten sind auch einige Schränke dabei.“ Ich grinse. „Die sind mir doch alle nicht gewachsen“, erwidere ich sarkastisch. „Das ist hier ein ganz schöner Schock für dich oder?“, fragt John. Ich lache. „Oh ja! Ich bin total überfordert. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich bei allen wirklich so willkommen bin“, gebe ich zu. „Ach Quatsch!“, sagt Kalle. „Jeder Mann wird aufgenommen!“ Er hat getrunken. „Kalle! Ich bin eine Frau!“ „Ja und? Du bist mehr Mann, als so manch anderer!“ Ich lege den Kopf schräg. „Sollte das jetzt ein Kompliment sein?“ John lacht laut. „Kalle, du Vogel! Damit bekommst du nie eine ab!“ Bevor sich die beiden an die Gurgel gehen, lenke ich Kalle schnell ab. „Es scheinen mich doch einige hier nicht wirklich haben zu wollen“, sage ich daher und es trifft mich tatsächlich ziemlich. „Nein, Grit! Mach dir da keine Sorgen! Die brauchen nur ein paar Tage, dann fressen sie dir alle aus der Hand. Glaub mir!“, beruhigt mich John. Er ist wirklich der Beste. „Das hoffe ich-ahhhhhh!“ „Platsch!“ Panisch schwimme ich an die Oberfläche. Ich wurde ins Wasser geworfen. Mein erster Verdacht fällt auf Kalle und John, aber die schauen nur schockiert zu mir ins Wasser. Dahinter sehe ich drei von Teddys Leuten die sich köstlich amüsieren. Ich bin sauer. Ich bin ja SO sauer! So ziemlich alle Augen sind auf mich gerichtet. Ich stütze mich am Beckenrand ab und komme mit triefenden Haaren und Kleidung aus dem Wasser. Kalle und John springen sofort auf, aber ich zische ihnen ein Nein zu. Überaus wütend stapfe ich auf die drei Typen zu. Einer von ihnen, so ein Möchtegernschrank, stellt sich mir entgegen. Anscheinend der Anführer der Dreierbande. Das heißt, wenn ich ihn fertigmache, machen die anderen beiden keine Probleme. Selbstsicher und überheblich schaut er auf mich herab. Er ist einen Kopf größer. „Na, Kleine! Hast du was zu sagen?“, fragt er spöttisch. Ich krieg meinen Kiefer nicht auseinander, so wütend bin ich. Meine Gegner werden meistens größer sein, also muss ich mich darauf einstellen. Danke Kid! Ich sammle meine verbliebenen Kräfte. „Ja, das dachte ich mir schon“, spottet dieses Schwein. Er wendet sich zum Gehen. Schnell handle ich. Ich packe ihn bei der Schulter und lande einen mächtigen Hieb in seine Magengegend. Reflexartig krümmt er sich nach vorne. Nun komme ich problemlos an seine Nase an. Ohne ihm Zeit zu geben irgendetwas zu machen, breche ich ihm mit meinem Handballen die Nase. Schnell tänzle ich um ihn herum und bevor er seine Arme zum Gesicht bewegen kann, habe ich diese gepackt und halte sie nach hinten. Einen Fuß in seinem Rücken, bereit ihm die Schulter auszukugeln oder die Arme zu brechen. „Ja, Grit!“, jubelt Franko. Und noch mehr jubeln mir zu. Vermutlich nur welche von Kids erstem Schiff. Blut läuft aus der Nase des Typen. „Na, Schwächling! Hast du irgendetwas zu sagen?“, mache ich ihm spöttisch nach. „Es tut mir Leid!“, stammelt er sogleich. „Ja, das dachte ich mir schon!“ Ich lasse seine Arme los und gebe ihm einen Schubs nach vorne. Viele schockierte Augen schauen mich an. „Hat noch jemand ein Problem mit meiner Größe oder mit meinen Brüsten?“, rufe ich provozierend. Sexistisches Pack! Alles hatte angehalten. Fast alles! Wütend und noch immer tropfend gehe ich. Auf dem Weg zur Tür komme ich an Kid vorbei. Er zieht mich zu ihm und gibt mir einen Kuss auf die Wange. „Gut gemacht“, raunt er mir ins Ohr. Er hat keine Ahnung wie viel mir dieses Kompliment bedeutet. „Ich geh mich umziehen!“, sage ich leise. Er nickt und gibt mich wieder frei. „Die leihe ich mir mal aus!“, sage ich zu Franko und nehme seine Keule. Er klopft mir anerkennend und breit grinsend auf die Schulter. Ich verlasse den Garten des Hotels. Im Eingangsbereich holen John und Kalle mich ein. Mit der Keule zerschlage ich sämtliche Fensterscheiben, an denen ich vorbeikomme. „Was fällt ihm eigentlich ein?“, rufe ich laut aus. „Vor seinem Käpt’n so eine Dreistigkeit zu begehen! Hat er gar keinen Respekt?“ Ich schlage auf eine Holzhütte ein, bis sie zusammenbricht. „Zurückgehen und ihm noch eine verpassen, sollte ich!“ Ich drehe mich wütend um, aber John und Kalle packen mich bei den Schultern und drehen mich wieder Richtung Schiff. Na schön! „Wer hat ihm überhaupt das Recht gegeben mich Kleine zu nennen und mich ins Wasser zu schmeißen?“ Die nächsten Schaufenster müssen dran glauben. „Habe ich es euch nicht gesagt? Die wollen mich nicht da haben. Diese sexistischen, frauenverachtenden, wertlosen Kakerlaken!“ Ich spucke aus. An der Seite der Straße steht ein Springbrunnen. Mein nächstes Ziel. Ich merke, wie mich nun meine Kräfte verlassen, aber ich mache erst halt, wenn die Figur zerstört ist. Wasser spritzt aus den Bruchstücken des Brunnens. Mir egal. Ich bin ja schon nass. Daneben ist ein Geschäft. Ich zerschlage die Tür. Wahrscheinlich das Einzige, dass noch nicht geplündert wurde. Ich gehe rein. Gibt’s hier irgendwo Alkohol? Ah! Da! Sake ist jetzt genau das Richtige. Ich lasse die Keule fallen und bediene mich an dem Sake. Oh ja! Ich verlasse das Geschäft wieder und gehe weiter zum Hafen. John und Kalle folgen mir. „Ich kann es nicht fassen, dass Falko dich ins Wasser geschmissen hat“, entfährt es Kalle. „Und auch noch direkt vor Kids Augen. Was wollte er denn bitte damit beweisen? Aber du hast es ihm richtig gezeigt, alter! Sowas traut er sich kein zweites Mal. Blamiert hat er sich auch und zwar gewaltig. Ich bin gespannt, was Kid sich für eine Strafe ausdenkt. Das wird er niemals ungestraft lassen. Da bin ich mir sicher!“ Nun bin ich diejenige, die still ist. Ich trinke genüsslich meinen Sake und lasse die Jungs sich aufregen. „Mich schockiert es am Meisten, dass er dich überhaupt herausgefordert hat“, sagt John. „Ich meine, dein Steckbrief wird ihm ja wohl bekannt sein und die Tatsache, dass du Kids Frau bist und überhaupt eine ganze Crew hinter dir hast. Damit hat er nicht nur dich, sondern auch Kid provoziert und ich bin mir nicht sicher, ob er da heil wieder aus der Sache rauskommt.“ Ich trinke weiter. Upps. Gestolpert! So viel habe ich doch noch gar nicht getrunken oder? Ich schaue mir die Flasche an. Ist die etwa fast leer? Das kann nicht sein, die kann nicht voll gewesen sein, als ich sie angefangen habe. John reißt mir die Flasche aus der Hand. Ach was soll‘s. Da ist ja schon das Schiff. Sehr gut! Wie betäubt gehe in meine Kajüte. „Kommt doch mit rein“, lalle ich die Jungs an und winke herein. „Lieber nicht“, entgegnet John. „Ach hab dich nicht so. Ich zieh mich schon nicht vor euch aus.“ John seufzt und sie kommen mit rein. Supi! „Setzt euch, setzt euch!“ Ich zeige auf das Bett. „Dauert auch nicht lange. Hicks! Upps!“ Ich kichere. Ich mache den Schrank auf. „Na was zieh ich mir denn mal an! Ah!“ Ich haue mir gegen die Stirn. „Natürlich! Ich muss ja erst einmal meine nasse Kleidung ausziehen!“ Ich fange mit dem Gürtel an. „Grit!“ Ich werde an den Schultern gepackt und ins Bad geschoben. Zu mindestens glaube ich, dass das das Bad ist. „Hey! Was soll das?“, protestiere ich. „Ich bringe dir neue Kleidung!“, bestimmt John. „Kalle, hol was zu trinken!“ „Ou ja! Am besten Sake!“ „NEIN! Wasser!“ „Och man!“ Ich setze mich beleidigt aufs Klo und zerre an meinem Oberteil. „Hier Grit! Aber trockne dich erst ab, bevor du dich wieder anziehst.“ „Wer bist du? Mein Vater? Dann schlag mich doch!“ „Nein ich bin nicht dein Vater und ich werde dich sicher nicht schlagen! Aber du bist echt ziemlich betrunken. Du hast fast eine ganze Sakeflasche in einem Zug ausgetrunken.“ Ich zucke mit den Schultern „Na und!“, nuschle ich. Mein Kopf fängt an zu pochen. Und zwar auf das Heftigste. „Auuuuu!“, jaule ich. Es fällt mir schwer aufrecht sitzen zu bleiben. „Was ist los?“, fragt John. Er klingt besorgt, glaube ich. „Mein Kopf!“ Ich fange an zu weinen. „Sehr gut! Hilf ihr beim Trinken. Ich hole ne Tablette!“ „Mein Kopf!“, heule ich. „Er explodiert gleich!“ „Hier, Grit! Du musst was trinken! John kommt gleich mit einer Kopfschmerztablette!“ Kalle setzt eine Flasche an meine Lippen. Mühsam bewege ich meinen Kopf nach hinten, um zu trinken. Der Schmerz ist fast schon unreal. Ich rutsche vom Klo und lehne mich gegen die Wand. „Das soll aufhören!“ Ein feuchter kalter Lappen wird auf meine Stirn gelegt. Einen Moment wird es besser, aber das ist nicht von langer Dauer. „Hier ist die Tablette! Dann wird es dir ganz schnell wieder besser gehen“, sagt John atemlos. Wieder wird mir die Flasche an die Lippen gesetzt und ich schlucke die Tablette mit dem Wasser runter. Das Pochen wird schlimmer. Ich sehe keinen anderen Ausweg, als zu jammern und zu weinen. Ich lehne mich an John, der irgendwo in meiner Nähe sitzt und warte, dass die Wirkung endlich eintritt. „Scht! Es wird ja gleich gut sein“, redet er auf mich ein und streicht über meinen Arm. „Gleich ist es vorbei!“ Es dauert eine Ewigkeit! Schließlich kann ich ruhiger werden, der Schmerz lässt nach. Ich bleibe noch eine Weile so sitzen. „Danke“, sage ich leise. Es ist vorbei. „Du solltest dich jetzt umziehen!“, sagt John und richtet sich auf. Ich ziehe mich am Klo hoch. An mir klebt alles. John und Kalle verlassen das Bad und schließen die Tür. Langsam ziehe ich mir die nasse Kleidung aus. Ich schwanke ganz schön. Puh! Definitiv betrunken. Ui! Ich muss dringend pinkeln. Schnell aufs Klo! Was für eine Erleichterung. Der ganze Alkohol verlässt meinen Körper. So scheint es tatsächlich zu sein, denn meine Gedanken werden wieder klarer. Die Kleidung, die John mir rausgelegt hat, kann ich unmöglich anziehen. Ich brauche etwas mit langen Armen und Beinen. Also wickle ich mir ein Handtuch um und mache die Tür ein wenig auf. Den Jungs entgleisen die Gesichtszüge. Kalles Kinnlade fällt auf den Boden und Johns Augen sehen so groß aus wie Wassermelonen. „Was ist?“, frage ich gereizt. „Grit, dein Körper!“, sagt John schockiert. „Kriegt euch wieder ein!“, sage ich harsch und gehe zum Kleiderschrank, um mir meine Kleidung rauszusuchen.

    Kids Sicht
    Ich bin echt beeindruckt von ihrer Stärke. Erst recht nachdem sie von heute Vormittag eigentlich keine Kraft mehr übrig hat. Sie kommt an mir vorbei und ich ziehe sie zu mir. Ich gebe ihr einen Kuss auf die Wange. Ich bin so stolz auf sie. „Gut gemacht“, raune ich ihr ins Ohr. Jeder soll sehen, dass sie meine Unterstützung hat. „Ich geh mich umziehen“, sagt sie und geht weiter. Sobald sie im Gebäude verschwindet, hört man auch schon die ersten Scheiben zerspringen. Ich bedeute John und Kalle mit einem Kopfnicken ihr zu folgen. Sie springen auf und laufen ihr hinterher. Nun zu Falko. Ich wende meinen Blick ihm und seinen Kumpels zu. So einfach verzeihe ich ihm das nicht. Untergräbt meine Autorität vor der gesamten Crew. Ich richte mich auf und habe ihn fest im Blick. Er macht sich klein. Wo ist sein Ego jetzt? Ich gehe herrisch in das Hotel rein. Falko folgt mir. Etwas abgeschirmt von den Blicken der anderen bleibe ich stehen und drehe mich um. „Wie kannst du es wagen, mich derart anzugreifen?“, sage ich bedrohlich. Falko bringt kein Wort hervor. Ich hole aus und schlage ihm mit der Faust ins Gesicht. Er fliegt zu Boden. „Wenn du Grit noch einmal anfasst“, nächster Schlag, „oder noch einmal so mit ihr sprichst“, nächster Schlag, „dann schwöre ich dir“, nächster Schlag, „dass du nicht so gut wegkommst!“ Ein letzter Schlag. Falko liegt am Boden und hustet. „Verstanden?“ „Ai, Käpt’n!“ sagt er leise. Ich spucke neben ihm auf den Boden und gehe wieder raus. Sogleich huscht der Doc an mir vorbei. Draußen geht die Party weiter. Vielleicht nicht so ausgelassen, wie zuvor, aber sie geht weiter.

    Grits Sicht
    „So! Wir können los! Meine Sachen sind gepackt.“ Ich halte die kleine Reisetasche hoch. „Na dann zurück zur Party!“, jubelt Kalle. Ich lache übermütig. Vielleicht ist doch nicht der ganze Alkohol raus. Naja. Ein bisschen kann nicht schaden. Da fällt mir plötzlich Conni ein. Ich muss mir noch darüber Gedanken machen. „Jungs, ich hab da mal ne Frage!“, sage ich. „Also angenommen ihr wärt Frauen und würdet euch als Mann ausgeben, um ihn Kids Crew zu kommen. Wie würdet ihr versuchen Kid zu Täuschen.“ John lacht laut auf. „Das geht nicht!“, erwidert Kalle amüsiert. „Seid ihr sicher? Überlegt doch mal!“ „Das müsste schon eine richtig richtig gute Verkleidung sein. Und mit richtig richtig gut, meine ich oberaffenmäßig richtig richtig gut. Kid kannst du nicht mal eben so mit einem dreckigen Gesicht täuschen!“, sagt John. Oh shit! „Okay. Aber an was genau denkst du da?“ „Ach ich weiß nicht. Aufgeklebter Bart, Zerstörtes Gesicht, eine Maske. Das Gesicht wird vermutlich die größte Schwachstelle sein. Der Rest lässt sich ja verdecken. Schultern könnten noch ein Problem sein. Frauenschultern sind sehr zierlich. Meistens jedenfalls.“ „Vergiss nicht die Brüste“, wirft Kalle grinsend ein. „Na die lassen sich ja mit einer Bandage abbinden“, erwidere ich und stelle mir das sehr schmerzhaft vor. „Tja, Baden fällt dann natürlich weg“, kommentiert John. „Oh das ist nicht so schlimm. Sie hat eine Teufelskraft!“ John und Kalle schauen mich entgeistert an. Ich schlage mir die Hände vor den Mund. Upps! „WAAAAS?“ „Also ich meine, sie könnte ja eine Teufelskraft haben, dann müsste sie nicht baden. Das wäre natürlich am einfachsten“, versuche ich mich aus der Sache rauszureden. Die beiden bleiben stehen. Kalle hält mich fest. „Wer ist es? Oder willst du sie erst reinschmuggeln?“ „Ich weiß gar nicht wovon ihr redet!“, erwidere ich. „Grit, halte uns nicht zum Narren!“, redet John auf mich ein. Verdammte Kacke! „Ihr dürft niemanden, absolut niemanden davon erzählen! Wenn ihr das tut, bringe ich euch um. Verstanden?“ Die beiden nicken hastig. Ich reibe mir übers Gesicht. „Unter den Neuen aus Teddys Bande gibt es ein Mädchen!“ „WAAAAS?“, rufen sie wieder aus. „Haltet das Maul!“ Ich schaue mich um. „Sie ist seit drei Wochen auf dem Schiff und niemand hat sie entdeckt. Noch niemand! Aber unter Kid und Killers Augen, wird sie nicht als Mann bestehen“, erkläre ich mit gedämpfter Stimme. „Wie konnte sie so lange unentdeckt bleiben?“, fragt Kalle fassungslos. „Ich habe keine Ahnung“, gebe ich zu. „Ich habe sofort erkannt, dass sie eine Frau ist. Jungs, sie ist erst sechzehn!“ „Oh Scheiße!“, murmelt John. „Wer ist es?“, fragt Kalle. Ich schüttle den Kopf. „Das versucht mal selber herauszufinden. Aber kein Sterbenswörtchen zu ihr!“ Wieder nicken die beiden hastig. Manchmal fühle ich mich, wie in einem Zirkus mit den beiden. „Gut!“ Wir setzen unseren Weg fort. „Nun, da ihr eingeweiht seid, müsst ihr mir helfen, ihr zu helfen!“ „Grit!“, sagt John besorgt. „Wir bewegen uns hier auf ganz dünnem Eis. Kid belügen… Ich weiß nicht!“ „Ja ich weiß!“, gebe ich ebenfalls besorgt zu. „Aber nicht für immer. Ich will Kid darauf vorbereiten und es ihm dann sagen. Er brauch nie erfahren, dass ihr davon wisst.“ „Also schön. Ganz wohl ist mir dabei trotzdem nicht“, sagt Kalle. „Sie braucht einen Bart!“, überlegt John. Ich schüttle den Kopf. „Zu auffällig. Wie soll der ihr denn plötzlich über Nacht wachsen?“ „Eine Maske“, wirft Kalle ein. „Kid würde sofort misstrauisch werden. Nur, weil Killer eine hat, heißt das nicht, dass alle eine tragen können. Nein, ich denke eher an ein entstelltes Gesicht. Kratzer, Pflaster und Blutergüsse.“ Ich denke nach. „Eine Prügelei!“ „Ja aber es darf nicht so aussehen, als hätte sie die angezettelt, sonst bekommt sie Ärger. Oder er halt.“ „Am Besten wäre, wenn ich in eine Prügelei gerate und sie mir zur Hilfe kommt. Dann hätte sie bei Kid gleich noch Pluspunkte.“ John nickt. „Aber wie willst du so etwas vorbereiten? Niemand von Kids Schiff würde sich mit dir prügeln und vom anderen Schiff kannst du niemanden einweihen. Zu mindest jetzt noch nicht. Sie sind noch zu misstrauisch“, überlegt Kalle. Ich grinse. „Ich habe es zwar heute diesem Falko gezeigt, aber ich zweifle nicht daran, dass es noch weitere gereizte Männer gibt, die sich gerne provozieren lassen und ihr Revier verteidigen möchten.“ „Ich weiß nicht!“, sagt John skeptisch. „Kid wird ihn ziemlich bestraft haben. Niemand redet so mit seiner Frau!“ „Ja und ich weiß nicht, ob es jemand anderes es nun noch einmal wagen wird, dir blöd zu kommen!“, springt Kalle ein. „Okay. Darauf können wir also nicht setzen. Wir brauchen noch einen anderen Plan, wie es zu einem zerstörten Gesicht kommen könnte.“ „Eine andere Idee habe ich jetzt auch nicht“, sagt John. Kalle schüttelt den Kopf. „Keine Idee, die ihr zum Vorteil verhelfen könnte“, setzt er hinzu. „Naja, wir sind jetzt eh zurück beim Hotel. Lass uns später noch einmal drüber nachdenken“, sage ich. „Achso. Und kein Wort zu Kid über mein kleines Desaster vorhin.“ Die beiden nicken. Am Pool ist immer noch Party. Die Geräusche werden immer lauter. Ich lege meine Tasche am Eingang zum Garten neben die Tür. „Du meine Güte! Was ist denn hier los?“ Die Wiedersehensparty hat sich in einen Saufwettbewerb verwandelt. Überall gibt es verschiedene Saufspiele. Alter! Es ist noch nicht einmal abends. Die meisten hier werden tot sein, bevor es Abendessen gibt. „Grit!“ Kids Stimme holt mich aus meinem Schockzustand. Ich gehe zu ihm hinüber. „Warum lässt du das zu?“, frage ich. Kid lacht laut auf. In seiner Hand ein Bier. „Lass ihnen doch den Spaß!“ „Wenn das so weitergeht, haben wir schon morgen keinen Alkohol mehr“, sage ich ernst. „Hier trink auch was, dann wirst du etwas lockerer“, sagt er sichtlich angetrunken. „Nein danke! Ich hab schon eine Flasche Sake getrunken!“ „Dafür bist du aber erstaunlich verklemmt!“ Ich kann nicht glauben, dass er das gerade gesagt hat. Ich greife nach seinem Bier. Er gibt es mir höchst freiwillig, aber anstatt es zu trinken, schmeiße ich es auf den Boden. Das Glas zerspringt und das Bier läuft aus. Kid schaut überrascht auf den Scherbenhaufen. Ich verschränke beleidigt die Arme vor der Brust. „Okay. Komm her“, sagt er. „Nö!“ „Komm schon!“ „Nein!“ Ich will standhaft bleiben, aber Kid zieht mit solch einer Kraft an meinen Waffen, dass ich mich nicht wehren kann. „Och man Kid! Echt jetzt?“ Er legt seine Hände an meine Hüften und seine Stirn an meine. Damit hat er mich eigentlich im Innersten schon überzeugt. „Es tut mir Leid, Süße!“, sagt er leise. „Bald wird es sicherlich eine Prügelei geben und dann wird das hier eh abgebrochen. Vertrau mir!“ „Okay!“, erwidere ich und lächle. „Genießen wir noch ein bisschen das Spektakel!“, sagt er. Ich lache. Also gut. Dann genieße ich mal. Ich find es eigentlich gar nicht so lustig. Kid amüsiert sich allerdings prächtig und sein Gefolge auch. Naja. Hoffentlich prügeln sie sich bald. Das ist es! Conni muss unbedingt mit in die Prügelei einbezogen werden. Ich schaue mich um. Sie sitzt auf der anderen Seite des Pools. Es wäre ziemlich offensichtlich, wenn ich jetzt zu ihr hingehe. Zu blöde, dass sie von dem Plan noch nichts weiß. Wenn es losgeht muss sie sich unbedingt verdreschen lassen. Es dauert eine ganze Weile, ehe es endlich Stress gibt. Auf die Männer ist tatsächlich Verlass. Irgendwer hat angeblich unfair gespielt und schon gleich schubsen sie sich provozierend hin und her. Jeder wird sogleich von ein paar Männern unterstützt. Ich versuche mit Conni Blickkontakt aufzunehmen. Da! Sie guckt zu mir. Ich zeige mit dem Kopf zu ihnen hin und reiße meine Augen auf. Sie versteht es nicht. Unauffällig drücke ich eine Faust gegen eine flache Hand. Sie versteht immer noch nicht. Nun geht die Prügelei los und einige werden in ihre Richtung geschubst und fallen auf sie drauf. Das ist doch jetzt der perfekte Zeitpunkt! Ich verliere hier die Geduld! Die Männer neben ihr beteiligen sich jetzt auch mit an der Prügelei. Möglichst unauffällig, so hoffe ich doch, zeige ich auf den Tumult. Schließlich springt sie auf und mischt sich mit ein. Geht doch! Hoffentlich bekommt sie ordentlich was ab. Es ist schwer auszumachen, wie sie sich schlägt. Immer mehr beteiligen sich an der Prügelei. Kid lacht laut und hat den Spaß seines Lebens. Ich bin für heute irgendwie durch. Es sind mir hier auch zu viele Leute. Das macht mich ganz wuschig. „Kid, wir sollten jetzt dazwischen gehen“, meint Killer nach einer Weile. „Sie fangen schon an sich im Wasser zu ertränken!“ „SCHLUSS JETZT!“, schreit Kid laut. Seine Stimme dröhnt über den Platz. Augenblicklich werden die Fäuste fallen und die Hälse losgelassen. „HÖRT AUF MIT DIESER SCHEISSE, SONST SETZT ES WAS!“ Murrend verteilt sich die Masse. „Packt den Alkohol weg“, sagt Kid zu seinem Vize. Er nickt und macht sich gleich davon. „Hab ich es dir nicht gesagt?“, sagt Kid grinsend zu mir gewandt. Ich nicke. „Auf die dünne Haut deiner Männer ist Verlass“, erwidere ich. „Bist du sauer?“, fragt er. „Hä? Wieso sollte ich denn sauer sein?“ Wie kommt er denn jetzt darauf. „Du wirkst ein bisschen so!“ Ich schüttle den Kopf. „Ne, ich bin nur voll fertig. Es ist echt anstrengend hier mit diesen ganzen lauten Leuten.“ „Wenn du dich hinlegen möchtest, das Hotelzimmer ganz oben gehört uns. Die Königenresidenz“, sagt er. „Hm! Angemessen!“, erwidere ich grinsend. Kid lacht. „Ich fänd es allerdings schöner, wenn du noch bleibst!“ „Aber dann darfst du nicht so viel trinken.“ Kid lacht wieder. „Das nehme ich in Kauf!“ „Ich brauche echt meine Ruhe, Schatz. Sonst drehe ich hier noch durch.“ „Okay!“, sagt er und gibt mir einen Kuss auf die Wange. Ich lächle. Er ist so süß! „Kid, wir könnten jetzt essen“, sagt Markus und trocknet sich die Hände in der Schürze ab. „Ah! Perfekt!“, erwidert Kid grinsend. „Wir haben drinnen zwei Essensausgaben vorbereitet. Leider geht das nicht anders!“, erklärt Markus. „MÄNNER! ES GIBT ESSEN!“, ruft Kid. „Na, alles klar bei dir?“, fragt Markus mich. Ich lächle. „Ja, passt schon.“ „Falko hast du es vorhin aber ganz schön gezeigt.“ Ich lache auf. „Oh ja! Hat er auch echt verdient!“ „Ich glaube heute kommt er nicht mehr aus dem Krankenzimmer raus.“ „So schlimm habe ich ihm nun auch wieder nicht zugesetzt. Es sei denn er traut sich aus Scham nicht mehr unter die Leute.“ Während wir beide hier so gemütlich plaudern, beginnt schon die Essensausgabe. „Naja, der Käpt’n hat ihn auch noch mal ziemlich verprügelt. Ich hoffe das reicht als Drohung für die anderen. Ich kann es echt nicht glauben, wie er mit dir umgegangen ist. Dass er es gewagt hat, vor Kids Augen dich so anzugreifen und so mit dir zu reden. So respektlos!“ Ich nicke. Ich habe dazu schon alles gesagt. Keine Lust das noch einmal aufzuwärmen. „Naja. Ich will mich nicht weiter aufregen. Hoffen wir, dass das mächtig Eindruck gemacht hat.“ Er macht einen Augenblick Pause. „Hast du keinen Hunger?“ Ich schaue zu der langen Schlange. „Nicht so wirklich großen. Vor allem habe ich keine Lust, mich da anzustellen“, sage ich grinsend. Markus lacht. „Glaub ich dir. Bis später. Ich sollte Thomas mal helfen“, verabschiedet er sich. Ich winke. Kaum ist er weg, setzt sich Conni neben mich. „Warum sollte ich bei der Prügelei vorhin mitmachen?“, fragt sie. Ich betrachte ihr Gesicht. Wirklich viel hat sie nun nicht abbekommen. „Dein Gesicht sollte so viele Verletzungen, wie möglich haben. Blutergüsse, Schrammen, Pflaster. Sonst hast du nie im Leben eine Chance vor Kid und Killer. Daher solltest du irgendwie in Prügeleien geraten, ohne sie natürlich selbst zu verursachen. Und dann musst du die Zähne zusammenbeißen und ordentlich dein Gesicht in die Fäuste halten.“ Sie schaut mich wehleidig an. „Es ist besser als der Tod!“ Sie nickt. „Außerdem wäre es ziemlich hilfreich, wenn du mir irgendwie zur Rettung kommst oder wenigstens zur Hilfe. Da bekommst du Pluspunkte bei Kid und er guckt vielleicht weniger skeptisch bei dir. Also sollte ich wieder in eine Prügelei geraten, dann komm mir auf jeden Fall zur Hilfe. Bis dahin, halte dich fern von Kid und Killer!“ „Alles klar. Hab verstanden!“ „Und jetzt verhalte dich männlich. Du siehst aus wie eine Frau!“ Conni steht auf und schlendert zur Essensausgabe. Schon besser! Ich bin echt k.o. Vielleicht sollte ich tatsächlich ins Bett gehen. Oder wenigstens ins Zimmer. Da habe ich meine Ruhe. Ich stehe auf und gehe. Kid kommt mir entgegen und bleibt vor mir stehen. Ich stelle mich auf Zehenspitzen und gebe ihm einen Kuss auf die Wange. „Gehst du hoch?“, fragt er. Ich nicke. Er schaut ein bisschen traurig aus. „Viel Spaß noch“, sage ich leicht lächelnd. Er nickt mir zu, dann gehe ich weiter. Ich nehme meine Tasche und quetsche mich durchs Gedränge. Du meine Güte! Ständig nur Gedränge! Schließlich bin ich auf dem Flur und steige die Treppen hoch. Insgesamt drei Stockwerke hat das Hotel. Ganz schön weit. Meine Beine schmerzen. Auf der obersten Etage gibt es nur ein einziges Zimmer. Oder eher Apartment. Da bin ich jetzt mal gespannt. Ich öffne die Tür und bekomme fast einen Infarkt. Es ist riesig. Es gibt einen megagroßen Raum mit Sofas, einer Bar und sogar einem Klavier. Ich sehe mich weiter um. Zwei Schlafzimmer, zwei große Badezimmer und eine Sauna. Auf dem Balkon gibt es einen Pool. Alter! Das ist so krass. Und die Aussicht! Die Aussicht ist das Geilste an der ganzen Sache. Ich kann über die Stadt hinweggucken und sehe das Meer. Es ist so wunderschön. Der Balkon geht fast ganz um das Gebäude rum. Auf der hinteren Seite kann man auf die Insel gucken. Es gibt dort einen riesigen Wald mit riesigen Bäumen. Es gibt auch mehrere Felshänge und Berge mit schroffen Wänden. Auf dieser Seite hört man kaum den Lärm von unten. Ich bin der Meinung ein Raubtiergebrüll aus der Ferne zu hören. Im selben Moment fliegt ein Schwarm Vögel erschreckt auf. Da kann man sicherlich eine Menge Spaß haben. Jetzt wo ich meine Ruhe hab, habe ich eigentlich gar keine Lust mich hinzulegen. Ich bin gespannt, ob ich irgendwie aufs Dach raufkomme. Die Männer haben es vorhin ja auch geschafft. Ich schmeiße meine kleine Reisetasche in eines der Schlafzimmer und verlasse das Apartment. Da ist eine unauffällige Tür. Ich öffne sie. Dahinter kommt eine Leiter zum Vorschein. Sehr gut! Bedacht darauf, oben alleine zu sein, mache ich die Tür hinter mir zu. Es ist dunkel, aber der Weg ist kurz und schon öffne ich oben die Tür nach draußen. Boah ist das genial! Es ist ein großes Dach. Nur für mich alleine. Ich kann in alle Richtungen sehen und die Luft hier oben ist frisch. Kein Alkohol und kein Zigarettengeruch und keine schwitzigen Männer. Und was mache ich nun hier oben? Trainieren! Ich kann meine Bewegungsabläufe noch einmal durchgehen. Schließlich habe ich heute nur den halben Tag trainiert. Ich lockere meine Muskeln und beginne. Es ist so entspannend.

    Kids Sicht
    Etwas regt sich neben mir. Das weckt mich auch auf. Mühsam öffne ich meine Augen einen Spalt breit. Grit hat sich an mich gekuschelt und streichelt mir über den Bauch. Boah ey! Wie spät ist es eigentlich? Ich lege meine Hand auf ihre und spiele mit ihren Fingern. „Morgen Schatz!“, sagt sie. „Guten Morgen, Kleine!“, antworte ich mit heiserer Stimme. Ich bin total fertig von gestern Abend. „Wie spät ist es?“, frage ich. „Spät!“, erwidert Grit nur. „Ah ja!“ Ich drehe mein Gesicht zum Licht hin und muss mehrmals blinzeln. Es ist so hell. Oh shit! Die Sonne steht schon mega hoch. Ich stöhne auf. „Das ging gestern Abend noch ziemlich lange, was?“ „U-hu!“, bestätige ich. „Was steht denn heute auf dem Programm?“, fragt Grit. „Ähm… Inspektion der Neulinge. Ich will mir die neuen Männer mal genau unter die Lupe nehmen.“ „Kannst du nicht auch mal ne Frau in deine Crew aufnehmen? Ich würde mich sehr über eine Freundin freuen!“ Ich lache schnaubend. „Ja genau!“ Kommt gar nicht in die Tüte. „Warum hast du da so eine Angst? Ich versteh das nicht!“ „Grit, ich hab dir doch schon erklärt…“ „Das ist doch nur eine alberne Ausrede. Es gibt auch Frauen, die Piraten werden möchten und stark sind. Das ist doch total unfair.“ „Es gibt genug Crews denen solche Frauen dann beitreten können. Ich muss das nicht in meiner Crew haben.“ „Mich hast du doch auch aufgenommen!“ „Ja schon. Aber bei dir war es war anderes!“ „Ah genau. Weil du mich so unattraktiv fandst!“ Grit rollt sich von mir weg. Ich seufze leise. Ich bin doch noch nicht einmal richtig wach. „Nein, fand ich dich gar nicht. Das habe ich doch nur gesagt um dich zu ärgern. Du hattest, hast immer noch, ein ziemliches Kopfgeld und ich wusste von deiner Stärke. Bei dir wusste ich, dass du eine Bereicherung für die Crew sein würdest. Außerdem“ Ich richte mich auf und reibe mir übers Gesicht. „fand ich dich von Anfang an ziemlich attraktiv.“ „Meinst du nicht, dass noch mehr Frauen eine Bereicherung für die Crew sein könnten?“ „Ich finde Babys sind keine Bereicherung für uns!“ „Boah ey!“, sagt Grit ziemlich genervt. Was hab ich denn jetzt schon wieder gesagt? „Zeige mir eine starke Frau und wir können dann noch einmal darüber reden, okay? Aber lass mich jetzt erst einmal aufwachen, ich bin noch voll fertig!“ Grit steht auf und geht ohne ein weiteres Wort fort. Vermutlich ins Bad. Ich schüttle den Kopf. Keine Ahnung, was das jetzt schon wieder sollte. Träge öffne ich die Tür zum Balkon und stelle mich ans Geländer. Die Aussicht ist echt genial. Ich strecke mich und lasse meine Gelenke knacken. Danach fühle ich mich schon gleich viel beweglicher und wacher. Ich gehe auf dem Balkon ein bisschen umher. Von hier kann man in den Garten sehen. Was ich erkennen kann ist das reine Chaos. Ich grinse. So soll das auch sein. Das war vielleicht gestern ne Party! So ausgelassen und wild. „Hier!“ Grit klingt ziemlich unfreundlich. Ich drehe mich um. Heute trägt sie zwar eine lange Hose, aber diesmal auch ein kurzärmliges T-Shirt. Ich muss mich beherrschen, nichts zu sagen. Ihre Arme sehen grauenvoll aus. Sie sind total entstellt mit Blutergüssen. Grit hält mir meine Zahnbürste und Zahnpasta hin. „Hab ich gestern für dich eingepackt!“ Ich nehme es entgegen. „Danke!“ Irgendwas beschäftigt sie ziemlich. „Was ist los mit dir?“, frage ich nach. Grits sture Miene verliert an Härte und sie sieht ziemlich bedrückt aus. „Ich weiß auch nicht. Es ärgert mich, dass du so über Frauen denkst. Das ist doch echt gemein. Schau dir Big Mom an. Okay vielleicht nicht. Die hat ja eine ganze Armee von Kindern. Obwohl… schau sie dir doch an. Babys kriegen ist nicht immer schlecht. Bonney, Hancock, die beiden von den Strohhüten. Alles starke Piratinnen und keine von ihnen hat Babys. Außer Big Mom natürlich. Stattdessen tragen sie zu einem beachtlichen Teil bei, dass ihre Crews vorankommen. Bei der Marine gibt es auch starke Frauen. Blackcage Hina. Wenn man mal davon absieht, dass sie der Feind ist, dann kann man ihre Stärke durchaus würdigen. Verstehst du was ich meine? Ich habe deine Crew doch auch nicht schlechter gemacht. Hoffe ich wenigstens.“ Ihr ist dieses Anliegen wirklich wichtig. Ich habe ihr aufmerksam zugehört. Nun schaut sie mich erwartungsvoll an, aber ich kann nichts antworten. Ich weiß einfach nicht was. Meine Gedanken befinden sich im Zwiespalt. Sie hat Recht. Natürlich hat sie Recht. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass Frauen an Bord Probleme mit sich bringen. Ich kann nicht für alle meine Leute meine Hand ins Feuer legen, dass sie sich ihr respektvoll gegenüber verhalten werden. Trotz allen von mir aufgestellten Regeln, sind wir immer noch Piraten. Piraten, die nehmen, was sie wollen, tuen was sie wollen und manchmal selbst vor Kameraden keine Rücksicht nehmen. „Ich muss darüber nachdenken, ist das okay?“, erwidere ich schließlich. Grit nickt. „Wartest du auf mich? Ich will noch duschen“, sage ich. Sie lächelt und nickt kurz. Also dann. Ab unter die Dusche.

    Schließlich komme ich aus dem Bad und rubble mit dem Handtuch meine Haare trocken. Wo ist Grit? Ich schaue in dem Apartment nach. Sie ist in dem großen Wohnzimmer und trainiert. Natürlich! Als sie mich sieht, grinst sie breit und kommt auf mich zu. „Du siehst ziemlich wild aus“, sagt sie und spielt mit meinen Haaren. Ich grinse ebenfalls. Wir sind uns ziemlich nah. Sie legt ihre Lippen auf meine. Der Kuss ist nicht allzu lang, aber das macht nichts. Jeder Kuss von Grit ist gut. Sie lächelt mich an. „Dein Training hat sich echt gelohnt. Du bist eine kleine Kampfmaschine“, sage ich, in der Hoffnung, dass sie jetzt aufhören kann so hart zu trainieren. „Danke, aber ich bin noch nicht fertig!“ Na toll! „Klar doch! Der Schlüssel zu wahrer Stärke ist regelmäßiges Training.“ Grit schaut mich einen Augenblick an, dann nickt sie schließlich. Ich nehme ihre Hand und wir gehen zum Frühstück. Es scheint wichtiger, als befürchtet, zu sein, meiner Crew zu zeigen, dass Grit mein vollstes Vertrauen und Rückhalt hat. Ich hätte nicht gedacht, dass die 2. Division es so schwer mit ihr haben würden. Oder eher umgekehrt. Grit hat es ziemlich schwer mit ihnen. Die Lektion, die Grit Falko erteilt hat, dürfte so einige Augen geöffnet haben und die Lektion, die ICH Falko erteilt habe, dürfte es verdeutlicht haben. Trotz der ausgelassenen Party gestern, habe ich einige Spannungen, zwischen den beiden Divisionen bemerkt. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke, das war wegen Grit. „Guten Morgen!“, begrüße ich alle Anwesenden laut, als wir den Raum betreten, der sicher mal das Restaurant gewesen war. Er sieht ganz anders aus als gestern Abend. Ich nehme an, die Köche haben etwas umrangiert. Es sind nun drei lange Tische aufgebaut, auf denen das Essen steht. Heute gibt es Brunch. „Hey Boss! Grit! Kommt zu uns!“, ruft Bill und winkt uns zu. „Geh schon mal! Ich komme gleich“, sage ich zu Grit. Sowohl von Teddy als auch von Killer ist nirgends eine Spur zu sehen. Dafür sitzt Teddys Vize Mike an einem der Tische und unterhält sich ausgelassen laut und fröhlich. „Käpt’n!“ Als er mich näherkommen sieht, springt er sofort auf. „Guten Morgen!“, setzt er hinterher. „Morgen Männer! Mike, wo ist Teddy?“ Mike schaut sich um. „Ähm… ich würde mal ganz stark behaupten, dass der draußen irgendwo rumliegt und pennt. Es ist ja auch erst zehn Uhr.“ „Erst?“ Habe ich mich gerade verhört? „Es ist nicht ERST zehn Uhr, sondern SCHON zehn Uhr.“ „Ja, Boss!“ „Ich würde mal sagen, du findest Teddy jetzt und richtest ihm aus, dass wir nach dem Frühstück eine Besprechung haben. Mit nach dem Frühstück, meine ich nach MEINEM Frühstück.“ „Ai!“ „Das kannst du Killer bei der Gelegenheit auch gleich ausrichten. Wo auch immer der sich befindet!“ „Ai, Käpt’n!“ Mike macht sich gleich auf den Weg. Diese Typen müssen endlich mal mit fester Hand geführt werden. Es ist gut, dass wir hier uns wieder vereinen. Dann kann ich die 2. Division wieder auf Vordermann bringen. Till und Phil erzählen Grit gerade sehr lebhaft irgendetwas. Vermutlich von gestern Abend. Da ich nun näher dran bin, kann ich es verstehen. „Was ich aber nicht bemerkt habe, ist, dass ich bereits am Beckenrand stand“, erklärt Till. „Nope. Das hat er nicht bemerkt“, bestätigt Phil. „Also habe ich ihm die Schlange noch einmal dichter ins Gesicht gehalten. Oh, morgen Kid! Till hätte sich beinahe in die Hose gemacht, so doll hat er geschrien. Er wollte sich umdrehen und weglaufen, aber da war er schon im Pool.“ Ich setze mich auf den freien Stuhl neben Grit. „Vielleicht hätte ich gestern doch noch ein bisschen bleiben sollen. Das hätte ich gerne gesehen“, sagt Grit lachend. Zu meiner Freude sitzen hier nicht nur Männer aus der 1. Division. Grit scheint sich auch mit denen aus der zweiten ganz gut zu verstehen. Das ist schon mal gut. „Hey Boss, geht die Party heute Abend weiter?“ „Nein!“ „Keine Party?“ „Nein!“ Toni schaut mich an, als wäre eine Welt für ihn zusammengebrochen. „Aber…“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch und schaue ihn erwartungsvoll an. Er hält lieber die Klappe. „Du meine Güte! Jeden Abend so eine Party! So viel Alkohol kann doch niemand besitzen!“, entfährt es Grit. Ich grinse über ihren erstaunten Ausruf. Die anderen lachen. „Klar geht das!“, erwidert Toni. „Du solltest mal sehen, wie viel Alkohol wir haben.“ „Eine ganze Woche lang jeden Abend so viel Alkohol? Niemals!“ Grit bleibt beharrlich. „Wir haben eine ganze Menge Fässer mit Rum, Sake, Wein und Bier erbeutet. Ich denke das würde reichen.“ „Hauptsache Alkohol oder was? Rum und Wein schmecken doch gar nicht.“ Grit verzeiht das Gesicht. „Waaaas? Rum soll nicht schmecken?“, sagt Till empört. „Du magst keinen Wein?“, frage ich. Grit schaut mich an und schüttelt den Kopf. Wieder etwas Neues über Grit gelernt. „Ich schätze mal, wenn man voll ist, ist einem eh egal, WAS man trinkt, so lange es Alkohol ist“, sagt Grit. „Du klingst ja überhaupt nicht begeistert? Was ist nur los mit dir?“, fragt Toni. „Vielleicht bin ich nicht ganz so in Alkohol vernarrt wie ihr!“, erwidert sie. „Das war aber auch mal anders“, sagt Phil lachend. Er haut Till auf die Schulter und er steigt mit ein. „Eine Geschichte“, sagt Toni begeistert. „Ich will sie hören.“ „Ohja. Es war ja so lustig“, sagt Grit eher weniger begeistert. Sie wendet sich mir zu. „Was machen wir heute?“, fragt sie mich. Parallel erzählen Till und Phil die Geschichte von Grits Besäufnis. „Heute Nachmittag werde ich mir die Neuen mal vorknöpfen. Nicht, dass da eine falsche Schlange dabei ist. Außerdem will ich wissen, was die drauf haben. Alles okay?“ Grit hustet panisch. Es dauert einen Augenblick. „Boah! Hab mich verschluckt“, röchelt sie schliesslich. Toni lacht laut. „Du bist ja eine richtige Partybombe!“, sagt er und haut ihr auf die Schulter. „Und seitdem bin ich eine Partybombe ohne so viel Alkohol“, beendet Grit das Thema.

    „Befindest du dich schon in einem Zustand, in dem du mir zuhören kannst?“, frage ich Teddy. Er nickt. „Ja Boss!“ „Gut! Als erstes einmal der Plan für heute. Nach dem Mittag werde ich die Neuen anschauen und testen. Wie viele Neue hattest du aufgenommen?“ „Es sind sieben seitdem wir uns das letzte Mal getroffen haben. Sie haben sich alle schon bewährt.“ Es fängt an draußen laut zu werden. „Mir egal! Morgen werde ich ALLE Männer den ganzen Tag inspizieren. Wir können keine Schwäche dulden. Morgen wird man sehen, wo wir noch arbeiten müssen.“ „Und was macht deine Frau dann?“, fragt Teddy. „Hä?“, erwidere ich. „Wenn alle Männer trainieren, was macht sie dann?“ „Bist du doof?“, sagt Killer. „Grit wird natürlich der gleichen Prozedur unterworfen. Obwohl ich bezweifle, dass es an ihrer Stärke etwas auszusetzen gibt.“ Er bekennt eine Menge Loyalität zu ihr. Das freut mich. „Achso. Mit Männer meinst du also auch die Frau!“ Es scheint eine Megaerkenntnis für Teddy zu sein. „Grit! Sie heißt Grit!“, sage ich. Er nickt. „Weiter im Text! Morgen wird sich also zeigen, wer in Form ist und wer nicht. Verdammt noch einmal! Kann dieser Lärm nicht mal aufhören!“, entfährt es mir. Es ist wirklich nervig. Killer geht ans Fenster. „Es ist eine Prügelei“, sagt er trocken. „Oh man ey!“, stöhne ich. Die bekommen jetzt Ärger. Ich stehe auf und gehe nach draußen. Meine Nerven sind äußerst angespannt. Na super! Grit prügelt sich mit sechs Männern aus der 2. Division. Meine Fresse! Was soll das? „EY!“, rufe ich. Keine Reaktion! „HÖRT VERDAMMT NOCHMAL AUF MIT DER SCHEISSE!“, schreie ich böse. Sie sind so ineinander verkeilt, dass auch das nichts nützt. Also gut. Ich packe Grit und reiße sie von den anderen los. Zu meiner Überraschung geht die Prügelei noch weiter. Einer der Neuen schlägt sich mit den anderen weiter. Ich packe auch hin und ziehe ihn weg. Grit und er wehren sich nicht dagegen. Die beiden Parteien schauen sich sehr wütend an. „Was zur Hölle ist hier los?“ „Die hat angefangen!“, sagt einer der Männer und zeigt auf Grit. „Ist dein Schädel zu klein oder ist dein Gehirn wirklich nicht größer? Du hast doch wohl angefangen!“, schießt Grit gleich zurück. Ich bin genervt. „Kann mir mal einer erzählen, was hier los ist?“, sage ich scharf. „Und was machst du eigentlich hier?“ Der Neue, der mit Grit gegen die anderen gekämpft hat, wurde wirklich übel zugerichtet. Als ich ihn anspreche, steht er sofort stramm. „Käpt'n, ich sah, wie Grit in einem Kampf alleine fünf anderen gegenüberstand und entschied mich sofort, ihr den Rücken zu decken und das ungerechte Verhältnis ein wenig auszugleichen“, erklärt er. Dabei hatte er offensichtlich nicht viel Erfolg. Er hat im Gesicht eine Menge verschmiertes Blut und es sind noch einige Faustabdrücke zu sehen. „Die haben mich provoziert“, verteidigt sich Grit. „Ja genau“, spottet Marco, welcher in der Gruppe ist, die mit Grit gekämpft haben. „Und weil wir dich provoziert haben, haben wir als erstes zugeschlagen. Geht’s noch?“ „Meinetwegen! Dann habe ich halt als erste zugeschlagen, darauf wolltet ihr ja auch hinaus. Du kannst nicht sagen, dass es dir leidtat, als ich zugeschlagen habe.“ „SCHLUSS JETZT!“, gehe ich dazwischen. „Einen Tag Küche! Für jeden von euch!“ „Tzz!“, macht Grit und geht beleidigt weg. Marco und die anderen vier bewegen sich nicht. „Los! Verschwindet!“ Sie ziehen ab. Genervt kehre ich zu Killer und Teddy zurück. „Wo waren wir?“, frage ich und setze mich.

    Grits Sicht
    Man ey! Diese Typen regen mich immer noch auf. Marco oder wie der Typ hieß. So eine Ratte. Der hat mich wirklich bis zum äußersten provoziert und schiebt mir dann die Schuld in die Schuhe. Blödmann! „Hey Grit. War das so richtig?“, fragt Conni. Ich schaue auf und nicke. „Ja. Das hast du gut gemacht. Warst du schon beim Doc?“, frage ich. Sie schüttelt den Kopf. „Hat das sehr weh getan?“ Ich deute auf ihr Gesicht. Es ist wirklich übel. Sie hat zwei Platzwunden, ihre rechte Wange fängt an anzuschwellen, mehrere Blutergüsse verdunkeln sich und Nasenbluten hatte sie wohl auch, denn unter ihrer Nase ist vertrocknete Blut. „Schon ein wenig, aber nicht allzu schlimm“, antwortet Conni. „Geh mal lieber zum Doc“, rate ich ihr. „Okay“, sagt sie und lässt mich alleine. Ich habe keine Lust mehr hier zu bleiben. Man hat einfach keine Ruhe. Es sind viel zu viele Menschen. Mal schauen wie weit der Wald ist. Ich gehe die Straße, die in die richtige Richtung führt. Es wird immer ruhiger. Ich atme durch. Endlich bin ich alleine. Es ist so anstrengend, ständig all diese Leute um sich zu haben. Die sind laut und so ausgelassen und das überfordert mich einfach. Um mich herum ist niemand zu sehen. Auch mit meinem Haki nehme ich niemanden war. Die Dorfbewohner scheinen alle die Stadt verlassen zu haben. Hätte ich wohl auch an deren Stelle. Viele Häuser sind hier schon zerstört. Bis die Kid Piraten die Insel verlassen, liegt vermutlich die ganze Stadt in Schutt und Asche. Hinter den letzten Häusern der Stadt erstrecken sich Felder und Wiesen. Ich gehe einen Feldweg lang, der zum Wald führt. Links und rechts von mir sind Felder mit Weizen oder so. Die Gräser reichen mir bis zum Ellenbogen. Die sind bestimmt so gut wie reif für die Ernte. Irgendwo in dem Feld ist jemand. Ich nehme das ganz deutlich war. Vier Menschen. Ich konzentriere mich darauf, aber sie bewegen sich von mir weg. Dann gönne ich ihnen mal ihr Leben. Ausnahmsweise! Schließlich erreiche ich den Waldrand. Es ist eine seltsame Stimmung. An dieser Stelle umgibt ein hoher Zaun den Wald. Es ist ruhig. Gefährlich ruhig. Warum der Zaun wohl hier steht? Mir scheint es, als sollte er verhindern, dass jemand in den Wald geht. Oder aber dass jemand ihn verlässt. Das passt aber nicht zu der Ruhe, die der Wald ausstrahlt. Naja, vielleicht auch doch. So! Ich will da jetzt rein! Der Zaun ist ziemlich stabil gebaut. Ich klettere einfach drüber. Es ist wirklich wild hier. Kein Abzeichen eines Weges ist zu sehen. Hier ist das Dickicht undurchdringlich. Ich gehe ein Stück am Zaun entlang, um nach einer geeigneten Stelle zu gucken. Geräusche! Ich verharre ganz ruhig. Es klingt, wie ein riesiger Vogel. Ein lautes Brüllen ist zu hören. Definitiv ein Raubtier. Ein Löwe vielleicht. Oder ein Bär. Ich stürze mich ins Unterholz. Die beiden Tiere scheinen zu kämpfen. Das will ich mir ansehen. Die Geräusche kommen immer näher. Was zur Hölle? Erschrocken falle ich rückwärts. Das kann doch nicht sein. Ein riesiger Tiger kämpft mit einem riesigen Adler. Ich habe noch nie in meinem Leben so große Tiere gesehen. Sowohl der Adler, als auch der Tiger sind mindestens dreimal größer, als sie eigentlich sein sollten. Sind hier etwa alle Tiere so groß? Dann ist es kein Wunder, dass die Bewohner der Insel diesen Wald meiden. Der Tiger schlägt mit seiner riesigen Pranke zu. Der Adler ist einen Augenblick abgelenkt. Das bedeutet für ihn Tod. Sogleich nutzt der Tiger den Augenblick der Schwäche und tötet den Vogel. Gebannt schaue ich es mir an. Der Tiger reißt Stücke aus dem Adler und frisst. Okay. Zeit zu gehen! Ganz vorsichtig komme ich vom Boden hoch und schleiche rückwärts davon. Mit der Hand taste ich nach Bäumen. Ich quieke. Igitt! Was war das? Ein Knurren ertönt. Shit! Ohne weiter drüber nachzudenken, klettere ich den Baum hoch. In Sekundenschnelle ist der Tiger beim Baum. So gerade eben schaffe ich es aus der Reichweite seiner Pranken zu kommen. Er richtet sich am Baum auf. Verdammt! Der wird ja immer größer! Mühsam klettere ich noch höher. Sehr viel Spielraum habe ich jetzt nicht mehr. Hoffentlich kann er jetzt nicht auch noch klettern. Der Tiger knurrt und brüllt und versucht mich zu fassen zu bekommen. Für eine Weile habe ich kein Problem, mich hier oben zu verstecken, aber wenn der Tiger darauf beharrt, mich auch noch zu verspeisen, dann muss ich mir was ausdenken. Ich könnte ihn erschießen. Mit meiner Knarre ziele ich. Ach man! Ich kann es einfach nicht übers Herz bringen. Dieser Tiger ist so stark und prachtvoll. Es wäre eine Schande ihn hinterrücks mit einer Pistole umzubringen. Das hat er nicht verdient. Aber wrestlen… ich bezweifle, dass ich stark genug bin. Och man ey! So eine Scheiße. Was mach ich denn jetzt? Vielleicht kann ich ihn wenigstens verjagen. Ich schieße ein paar Mal neben den Tiger in den Boden. Er lässt sich kaum davon beeindrucken. Gut! Dann muss ich halt aggressiver sein. Ich schreie laut und schieße wieder ein paar Mal nach unten. Das scheint etwas mehr Wirkung zu haben. Er ist ein bisschen verwirrt. Ich breche einen etwas dickeren Ast ab und werfe ihn runter, direkt auf die Schnauze. Der Tiger lässt nun tatsächlich ab. In gemächlichen Tempo geht er zurück zu seiner Beute und frisst sie. Puh! Glückgehabt. Hätte nicht gedacht, dass ich ihn so rumkriege. Runter vom Baum traue ich mich allerdings noch nicht. Es wird sicherlich recht lange dauern, aber ich warte lieber hier oben, bis er weg ist. Ich will nichts riskieren. Während der Tiger noch frisst, beobachte ich ihn. Ja aber möglich wäre es doch. Im Prinzip ist er auch nur Killer oder eher Franko in Tigerform. Mit genug Training kann ich ihn besiegen. Vielleicht sogar jetzt schon. Schliesslich ist er ein Tier und hat kein Haki. Er hat kein logisches Denken. Nur pure Muskeln. Ich hab ne Idee! Mein Trainingslager ist dieser Wald. Ich grinse. Das wird Spaß machen. Hier habe ich definitiv genug Möglichkeiten zu trainieren. Und der Tiger ist mein Endgegner. Nach einer ganzen Weile verzieht sich der Tiger und schließlich komme ich auch von meinem Baum runter. Nun muss ich den Weg zurückfinden. Angestrengt schaue ich durch die Bäume, ob ich irgendwo den Zaun oder so erkennen kann. Fehlanzeige! Ich seh nur grün. Also da war der Kampf, dann bin ich von da gekommen. Dann mal los! Es ist sicher nicht der direkte Weg, aber letztendlich schaffe ich es doch aus dem Wald raus. Nachdem ich mich wieder durchs Dickicht gekämpft habe, bin ich auf einen alten Weg gestoßen. Halb überwuchert, aber weit besser zu laufen als ohne Weg. Ich treffe zwar auch wieder auf einen Zaun, jedoch geht dieser Weg dahinter weiter. Es ist ein breiter Fahrweg, der zum Dorf führt. Na dann! Auf nach Hause! Ich muss Kid von meinem Trainingsplan überzeugen. Das wird sicher nicht ganz einfach. Während ich zurück zum Dorf laufe, überlege ich mir gute Argumente und gehe mögliche Gespräche durch. Als ich der Stadt näherkomme, steigt auch der Geräuschpegel. Ein paar Meter vor mir explodiert ein Haus. Erschrocken springe ich an die Seite und die Bruchstücke fliegen zum Glück an mir vorbei. „Sorry Grit! Alles okay?“, ruft Stulle und kommt aufgeregt in meine Richtung. Ich winke ab und grinse. „Nichts passiert! Na, habt ihr euren Spaß?“, frage ich beim näher kommen. „Und ob! Cracker hat jede Menge Dynamite!“, erzählt er begeistert. „Cracker?“, frage ich nach. Wer ist denn bitte Cracker? „Oh, kennst du ihn noch nicht? Grit, das ist Firecracker! Firecracker, das ist Grit!“ Also Firecracker klingt noch komischer als Name. „Du heißt doch nicht wirklich Firecracker, oder?“ Er lacht. Passen würde es wahrscheinlich schon. Er sieht ein bisschen verrückt aus. Seine Haare sind dunkelbraun und strubbelig, im Gesicht hat er Schwarzpulver, um den Hals trägt er ein rotes Bandana-Tuch, als Kleidung trägt er Tarnfarben und in seiner Hand ist eine Stange Dynamit oder sonst was, welches er gerade anzündet. „Nein, ich heiße eigentlich Gunnar. Aber das ist mein Spitzname“, erklärt er. „Schmeiß das scheiß Ding endlich weg“, platzt es ungeduldig aus mir heraus. Er hält noch immer das Dynamit in der Hand und die Lunte ist gefährlich weit runtergebrannt. Gunnar, also Firecracker oder Cracker oder wie auch immer, lacht auf. Schließlich schmeißt er den Sprengstoff auf einen Schutthaufen. Kaum ist er weit genug entfernt, explodiert das Teil auch schon. „Alter geht’s noch?“, fahre ich ihn an. „Du kannst doch nicht so mit meinem Leben spielen!“ Ich find das war echt unnötig knapp. „Ach, ich hab alles unter Kontrolle“, erwidert er. „Er kennt sich damit aus. Cracker könnte mit geschlossenen Augen den richtigen Moment abpassen“, steigt Stulle mit ein. „Lass das!“, fahre ich ihn an und boxe gegen seine Schulter. „Bringe ihn nicht auf solche Gedanken. Und hör auf solche Scheiße hier zu machen!“ „Das kann ich wirklich!“, sagt Cracker. Ich bedenke die beiden noch mit einem bösen Blick, dann gehe ich weiter zum Hotel. Solche Spinner ey! Mich würde es nicht wundern, wenn dieser Typ noch jemanden in die Luft jagt, während wir hier sind. „Hey Grit! Da bist du ja!“, begrüßt John mich, als ich beim Hotel ankomme. „Wir haben es herausgefunden!“, ruft Kalle begeistert. John schlägt ihm auf den Hinterkopf und zischelt ihm etwas zu. Schließlich haben wir uns gegenseitig erreicht. „Wir haben es herausgefunden!“, flüstert Kalle mir zu. „Was denn?“, flüstere ich grinsend zurück. „Wer die Frau ist!“, ergänzt John. „Oh! War es so offensichtlich?“, frage ich besorgt. Nicht, dass es absolut einfach ist. John schüttelt den Kopf. „Das nicht, aber du hast meine Idee übernommen und daher kommt nur eine Person in Frage.“ „Conni!“, flüstert Kalle. Ich nicke nachdenklich. Sie haben es herausgefunden. Und Kid? „Hat Kid die Neulinge schon inspiziert?“, frage ich. John nickt. „Wir haben zugeguckt, er hat nichts gemerkt. Killer auch nicht“, sagt Kalle. „Seid ihr sicher?“ „Nunja, sie haben sich auf jeden Fall nichts anmerken lassen“, springt John ein. „Okay. Könnt ihr die nächsten Tage ein bisschen auf sie aufpassen? Ich werde vielleicht nicht da sein“, sage ich. Das versetzt die beiden gleich in Aufruhr. „Wie jetzt?“, sagt Kalle. „Wo willst du denn hin?“, fragt John nach. „Ich muss das erst mit Kid besprechen“, entgegne ich. „Was denn?“ Kalle lässt nicht locker. „Wo ist Kid?“, weiche ich aus. „Draußen im Garten, aber sag mal! Warum willst du abhauen?“, sagt John. „Danke!“ Ich winke den beiden zu. „Grit, jetzt sag schon!“ Ich grinse. Die beiden ey! Im Garten sehe ich Kid gleich auf Anhieb. Natürlich umringt, von einem Pulk Männern. Irgendwie witzig! Er scheint bei bester Laune zu sein. Leider werde ich sie ihm jetzt wohl vermiesen. „Hey Grit!“, ruft Markus mir beim Näherkommen zu und winkt. Ich winke zurück und grinse. „Na sieh mal einer an. Lässt du dich auch mal wieder blicken!“, kommentiert Bill sarkastisch. Ich strecke ihm die Zunge raus. Es begrüßen mich noch ein paar Leute. Keine Ahnung, was heute los ist, aber anscheinend wollen mir alle Hallo sagen. Ich lache und sage: „Hallo Jungs!“ Ich geselle mich zu Kid. „Na du!“, sagt er. Ich grinse. „Na du!“ Jetzt werde ich allerdings nervös. Hier will ich ihm meinen Vorschlag ganz sicher nicht unterbreiten. Sehr schlechte Idee! Ich komme seinem Ohr näher. „Schatz!“, sage ich leise. „Können wir kurz mal reden?“ Er nickt. „Entschuldigt mich!“, kündigt er an. Ich nehme seine Hand und führe ihn etwas weg von neugierigen Zuhörern. Als wir in einen etwas abgeschirmten Bereich des Gartens kommen, bleibe ich stehen. „Was ist los, Kleine!“, fragt Kid und zieht mich an der Taille zu sich ran. Och man! Ich schaue zur Seite. „Du weißt, ich bin noch nicht fertig mit meinem Training. Ich habe jetzt mit Franko, Heat, Wire und Killer trainiert, aber mein Ziel habe ich noch nicht erreicht“, fange ich meine Erklärung an. Kid nickt. „Klar! Du brauchst regelmäßiges Training. Das ist gut und richtig. Diese Woche machen wir ein Trainingslager, damit alle“ „Das meine ich nicht!“, unterbreche ich ihn. Ich trete einen Schritt zurück und schaue Kid in die Augen. Seine Miene verrät nichts. „Ich war vorhin im Wald und hab da ganz viel Potenzial erkannt. Käpt’n Kid, ich erbitte um die Erlaubnis die Woche im Wald alleine zu trainieren.“ Meine Frage klingt sehr offiziell. Gespannt warte ich ab. Kid hält seine Emotionen recht gut zurück. Er schweigt und schaut mich an. Wenn er doch endlich sprechen würde. Ist das nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, dass er nichts sagt. Kid schließt die Augen und seufzt. „Grit, wir können dich auch trainieren. ICH kann dich trainieren“, erwidert er schließlich. Er sieht ein bisschen verletzt aus. Ich komme wieder näher und lege meine Hand an seine Wange. „Schatz, das weiß ich doch. Und ich werde dich sicher noch hundertmal bitten mich zu trainieren, aber erst einmal muss ich besser werden!“ „Du MUSST nicht erst besser werden“, wirft Kid ein. „Ich WILL erst besser werden!“, korrigiere ich mich. „Der Wald bietet so viele Möglichkeiten für mich. Ich werde da viel effektiver trainieren können. Stures Training nach Lehrplan ist für mich nichts. Da draußen kann ich all meine Kampfsinne verbessern, vertrau mir.“ Kid schaut mich wieder einen Augenblick wortlos an. Es fällt ihm sehr schwer. „Aber du musst doch noch einen Tag lang abwaschen“, wirft er ein. Ich lächle. „Das werde ich hinterher machen“, sage ich. Kid streicht mir über die Wange. „Okay“, sagt er schließlich. „Danke!“ Ich umarme ihn. „Danke! Danke! Danke! Und ich verspreche dir auch lebend wieder zurückzukommen!“ „Unter einer Bedingung!“ Ich lasse wieder von ihm ab. Was wird jetzt kommen? Wer soll mitkommen? Ich will alleine gehen. Ganz sicher soll irgendwer mitkommen. „Du meldest dich hin und wieder bei mir und sagst, dass du tatsächlich noch am leben bist.“ „Und wie soll ich das machen?“, frage ich verwundert. „Mit einer Baby-Teleschnecke!“ Ich nicke. „Okay! Versprochen!“ Kid greift nach dem Messer in seinem Gurt. „Hier! Nimm das mit!“ Ich zögere. „Eigentlich wollte ich nicht unbedingt mit Waffen trainieren“, sage ich. „Du wirst es trotzdem brauchen. Nimm es mit!“ Ich nehme es also doch. Wir stehen uns gegenüber. „Kid, du bist der beste Käpt’n der Welt!“, sage ich lächelnd. Kid zieht einen Mundwinkel hoch. Ich gebe ihm einen Kuss auf die Wange. „In sieben Tagen bin ich wieder zurück“, verabschiede ich mich. „Ich fange jetzt schon mit dem Zählen an“, erwidert Kid. Oh wie süß! Ich lächle ihm zu, dann drehe ich mich um und gehe. Kid folgt mir nicht. Kaum bin ich wieder im Sichtfeld, erspähen Kalle und John mich und kommen auf mich zu. Ich sehe schon. Diesmal werde ich sie nicht so einfach abspeisen können. Sie verschränken die Arme und versperren mir den Weg. „So!“, sagt Kalle. Ich seufze. „Okay, okay! Ich erzähle es euch“, sage ich. „Während ihr hier trainiert, werde ich im Wald trainieren. Alleine!“ Den beiden klappt die Kinnlade runter. „Das hat Kid erlaubt?“, fragt John überrascht. „Jep! Es gefällt ihm nicht besonders gut, aber er hat es mir erlaubt. Habt ihr zufällig eine Baby-Teleschnecke?“ „Och man! Die Woche wird langweilig ohne dich“, jammert Kalle. „Ach Quatsch! Hier sind doch genug Idioten, mit denen ihr sicherlich eine Menge Spaß haben werdet“, muntere ich ihn auf. „Idioten trifft es ganz gut“, sagt John ernst. Ich schaue ihn fragend an. Er schüttelt den Kopf. „Vergiss es!“ Er kramt in seiner Tasche. „Hier!“ John hält mir eine Baby-Teleschnecke hin. „Ah, perfekt. Dankeschön!“ Ich stecke sie in meine Tasche. „Also Jungs! Wir sehen uns. Macht keinen Scheiß ohne mich. Ihr wisst ja, ich will mitmachen!“, verabschiede ich mich. So langsam bin ich richtig aufgeregt. Ich will endlich los. „Na schön“, sagt Kalle. „Sei vorsichtig!“ „Übertreib es nicht“, warnt John mich. Ich nicke. Er lächelt. „Viel Spaß!“ „Euch auch!“, sage ich, bereits im Gehen. Ich komme durch den Speisesaal durch und schaue mich um. Conni hängt mit ein paar Jungs aus der zweiten Division ab. Sie schaut auf und erblickt mich. Ich mache eine Kopfbewegung und nicke in Richtung Ausgang. In der Eingangshalle treffen wir aufeinander. „Kid hat nichts bemerkt, kannst du dir das vorstellen!“, sagt sie begeistert, aber leise zu mir. Ich nicke. „Hab schon gehört. Pass auf! Ich werde die nächsten Tage nicht da sein. Guck nicht so, du hast es bisher doch auch ohne mich geschafft. John und Kalle geben ein bisschen auf dich acht. Weißt du wer das ist?“ Sie nickt. „Ich habe sie eingeweiht. Falls du ein Problem hast, wende dich an die beiden. Du kannst ihnen vertrauen. Sie sind meine besten Freunde!“ „Okay! Wo gehst du denn hin?“, fragt Conni. „Trainieren. Im Wald!“, sage ich und lächle sie an. Da will ich jetzt so schnell, wie möglich hin. Conni macht große Augen. „Das darfst du?“ Diesmal nicke ich. „Trainiere hart!“, sage ich und gehe. Draußen auf der Straße sind Cracker und Stulle immer noch am Sprengen. „Da bist du ja wieder!“, grölt Stulle. „Wo willst du denn so schnell hin?“ Ich gehe tatsächlich ziemlich schnell. „In den Wald!“, erwidere ich knapp. „Na dann viel Spaß!“, sagt er. Es explodiert wieder etwas. Allerdings in der anderen Richtung. Cracker und Stulle lachen laut. Ha, ha, ha! Ganz witzig! Ich gehe weiter und schon bald bin ich wieder allein. Keine lauten Explosionen, nur noch leise, kein albernes Lachen und niemand, der mich fragt, wo ich hinwill. Schön!

Kommentare (118)

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Ronja (60192)
vor 35 Tagen
Ich freue mich wirklich sehr über euer Feedback. Das ermutigt mich weiterzuschreiben. Ich gebe mir immer Mühe also möglichst realitätsnah und grammatisch Korrekt zu schreiben. Die Fiete, habe Geduld. Vielleicht wird dein Wunsch ja schon bald in Erfüllung gehen. Wer weiß! Ich kann ja schliesslich nicht in die Zukunft schauen :P
Die Fiete (84825)
vor 37 Tagen
Ich bin Leserin seit der 21 Episode oder so (also als die gerade aktuell war). Und ich bin immernoch gefesselt! Dir fällt immer wieder was neues ein und du schreibst alles sehr lebendig. So viel Kreativität und Mühe nimmt man selten war in Fanfictions! Naja hier ubd da sind noch ein paar Kommata zu viel, aber im Allgemeinen ist auch die Rechtschreibung super! (Auch das ist ja leider selten der Fall bei Fanfictions, deswegen sag ichs mal) Außerdem ist die FF nicht nur auf diese ganze Liebesgeschichte fokussiert. Dasbist auch mal ganz angenehm im Gegensatz zu dem Schnulzenkram, den man sonst so liest. Trotzdem würde ich mir auch hin und wieder mal eine etwas intimere Szene von Grit und Kid lesen, wenn du verstehst, was ich meine ;D
Monkey D. Sophie (49701)
vor 68 Tagen
cool das du weiter schreibst ich hatte schon argst das es nicht weiter geht
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 69 Tagen
Endlich geht's weiter mit Teil 47 \^o^/
~ £∆D¥ ~ (14139)
vor 109 Tagen
Finde deine Geschichte wirklich spannend und extrem fesselnd.
Man kann gar nicht genug davon bekommen.
Die Charaktere kann man sich wirklich bildlich vorstellen in ihrer Mimik und Gestik.
Hoffe du schreibst schnell weiter (:
Denn das ist bis jetzt die beste Story die ich je gelesen habe. ❤
Natürlich hoffe ich des weiteren das deine Geschichte noch kein schnelles Ende findet!
Denn ich denke nämlich es gibt noch so einiges zu erzählen (;
Dafür das deine Geschichte so faszinierend und auch so ‚‚man denkt man ist hautnah dabei'' ist würde ich dir gerne mehr als nur 5 Sterne geben!
Mach bloß weiter so! ❤
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 113 Tagen
Ich liebe deine Geschichte lese sie von Anfang an und warte immer fleißig auf ein neues Kapitel

Freue mich schon wieder aufs nächste :D
Ronja (17555)
vor 118 Tagen
Herzlichen Dank! Man tut ja was man kann nicht wahr?!
Ayumi (20597)
vor 122 Tagen
Wow was für eine lange und schöne Story *-*
Das gibt erstmal 5 fette Sterne *-* Probs an den Autor ich bin so gefesselt...da muss ich dich fast schon anzeigen wegen Freiheitsberaubung xD
Rosa (03587)
vor 147 Tagen
Wann schreibst du wieder weiter?
Bahar (99888)
vor 429 Tagen
Ich finde es echt klasse das du immer am
Spannendesten Platz aufhörst da bekommt Mann
ja mehr Lust zu lesen
Hikari (52165)
vor 441 Tagen
Nein würde ich nicht Ronja , aber deswegen iSt es so blöd weil es genau wirklich die spannendste stelle ist
Ronja (57034)
vor 441 Tagen
Ich weiß, ich weiß. Würdest du schlecht über mich denken, wenn ich dir sage, das war mit Absicht? Fortsetzung folgt bald...
Hikari (52165)
vor 441 Tagen
OMG! SO ETWAS DARF MAN KEINEM ANTUN😱 an der spannendsten
Stelle einfach aufhören.......Bitte schreib schnell weiter!!!!!!!
P.S.
Respekt, ich könnte Soetwas nicht . Mach weiter so😉
alegssa (22446)
vor 445 Tagen
Ich hab schon so gespannt gewartet. Bitte schreib schnell weiter 😍😍
Bahar (10063)
vor 447 Tagen
Respekt du kannst schreiben wie ne Profi.
P.S
Mich hast du schon als Bewunderer
angle of life (63895)
vor 448 Tagen
Coool der neue Teil ist echt so toll 😊
Ich finde die Story eine von den besten ! Bitte mach schnell weiter!
Ich möchte gern wissen wie es weiter geht. Mach weiter so!
loliee (10932)
vor 518 Tagen
Das ist DIE BESTE ff, die ich bis jetzt gelesen hab, um ehrlich zu sein;)
♥☺♥☺♥☺♥☺♥☺
Monkey D Woosmann (89282)
vor 527 Tagen
cool der neue Teil
SAKURA (64916)
vor 554 Tagen
Wann kommt der 36 Teil die Geschichte is voll cool
Ronja (14911)
vor 571 Tagen
Ich find es super cool, dass du dir so Gedanken machst, wie es wohl weitergeht. Ob Grit Königshaki hat weiß ich nicht so genau. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wer weiß. Sie überrascht einen immer wieder ;)