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Fluch der Ewigkeit Teil 3

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6 Kapitel - 11.194 Wörter - Erstellt von: Sarah Laureen - Aktualisiert am: 2017-10-04 - Entwickelt am: - 599 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Zusammen mit Frodo und Sam geführt von Gollum versucht sie den schnellstmöglichen Weg nach Mordor zu nehmen. Schließlich muss Idril erkennen das kein Weg daran vorbeiführt: um Frodo zu helfen hat sie keine andere Wahl als ihren Instinkten als Dair zu vertrauen - auch wenn das bedeutet, den ungeliebten Spinnenpass zu nehmen der für die Tochter Morgoths eine böse Überraschung birgt...

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Irgendetwas hatte sich verändert. Energie durchströmte mich und aus mir heraus. Das Blut sang in meinen Adern. Es war berauschend wieder im Vollbesi
Irgendetwas hatte sich verändert. Energie durchströmte mich und aus mir heraus. Das Blut sang in meinen Adern. Es war berauschend wieder im Vollbesitz meiner Kräfte zu sein und mein Herz im Einklang mit der Natur schlagen zu lassen. Ich fühlte mich frei und die intensiven Farben die ich nun wahrnahm waren überwältigend. Tief atmete ich die vertrauten Gerüche ein und lauschte den Gesängen der Elben. Es war Abend geworden und die Sterne schienen wie stets heller zu strahlen. Lorien. Lautlos bewegte ich mich zwischen den Bäumen, ein Schatten, selbst für scharfe Elbenaugen kaum sichtbar. Ohne aufgehalten zu werden erreichte ich schließlich Caras Galadhon. Anscheinend hatten die Elben vergessen, dass es Wesen gab, die mehr zur Natur gehörten als sie selbst. Ich fühlte mich... glücklich. War es wirklich Glück das ich spürte? Anscheinend schon. Ich verharrte und betrachte die Stadt der Bäume. Sie unterschied sich vor allem in einem von den anderen „normalen“ Städten Mittelerdes: Ihre Bewohner lebten nicht etwa in Häusern oder Höhlen (wie die Hobbits) sondern auf Fletts in den Ästen der mächtigen ehrfurchtsgebietenden Mallorn-Bäume die sich von dem Hügel erhoben. Ein tiefer Graben und ein grüner Erdwall umgaben die Stadt. In Form eines Halbkreises hatten die Elben vor Jahrtausenden eine gepflasterte Strasse angelegt die zur einzigen Brücke über den Graben im Süden führte, der Punkt an dem sich beide Mauerenden überlappten. Schon so manch einer, der die Stadt und das Reich Galadriels das erste Mal betrat verlor vor lauter Staunen (vorübergehend) die Sprache. Die goldenen Wunder Lothlóriens. Wie lange war es her, das ich zum letzten Mal hier gewesen war? Tief atmete ich ein und ging zur Brücke die von zwei Soldaten versperrt wurden. Sie waren zu jung um sich an mich zu erinnern und schienen von Manieren keinerlei Ahnung zu haben. Schließlich schleiften sie mich wie eine Verbrecherin vor Galadriel und Celeborn. Unsanft stießen sie mich vor den beiden zu Boden. Ich war kurz davor blutrünstig zu werden. Was erlaubten sie sich! So ging man nicht mit mir um! „Herrin, diese Streunerin lungerte vor der Brücke herum.“ Herumlungern! Als ob ich so etwas tun würde. Ich hatte davor gestanden und war zum Eingang gegangen - ohne Waffen im Anschlag und nichts Böses im Sinn. Diese junge Elben sollte ich an den Ohren an einer Wäschleine aufhängen oder noch besser Kopf voran in den nächsten See oder Fluss werfen! Wütend knurrte ich und warf dem jungen Elben einen tödlichen Blick zu. „So viel zur berühmten Gastfreundlichkeit der Elben. Scheint, als hätte sich in den letzten sechstausend Jahren zu viel verändert. Nehmt eure schmutzigen Hände von mir.“ Spätestens jetzt wäre den beiden klar, mit wem sie die (zweifelhafte) Ehre hatten. Die beiden Elbenherrscher wechselten amüsierte Blicke. „Wie ich sehe hast du dich kaum verändert was deine scharfe Zunge angeht, meine Liebe.“ Galadriel zog eine Augenbraue hoch, half mir hoch und umarmte mich. „Verzeih ihnen bitte, sie wussten nicht, mit wem sie es zu tun haben. Haldir und Orophin, dies ist Daira eine der letzten schützenden Schatten Mittelerdes, eine Wächterin und Kriegerin. Ihr bekannterer Name in diesen Zeiten lautet jedoch Idril. Sie ist sehr alt und hat euren Respekt verdient. Habe ich mich klar ausgedrückt?“ Wie eine Mutter die ihre Kinder rügt weil sie sich unmöglich benehmen... Meine Mundwinkel hätten belustigt gezuckt wenn ich nicht beleidigt wegen dieser Bezeichnung wäre. „Streunerin“. Wie dieser nichtsnutzige Elb das Wort betonte! Verächtlich, als wäre ich Abschaum. Pah! Eilig verneigten sich die beiden jungen Elben vor mir und baten um Verzeihung. Verärgert musterte ich sie. „Das Auge lässt sich täuschen insofern hattet ihr Recht mich vor meine alten Freunde zu bringen. Ich hätte auch ein Feind sein können. Aber denkt mal über eine Tatsache nach: wenn ich tatsächlich eine Spionin oder eine Anhängerin Saurons wäre hätte ich euch getötet und gar nicht erst diesen Weg gewählt um in die Stadt zu gelangen. Wehe ihr geht noch einmal so mit mir um. Unwissenheit und Vorsicht sind entschuldbar – aber bloße Arroganz, nur weil das Äußere nicht unbedingt euren Maßstäben entspricht ist aus meiner Sicht unverzeihlich.“ Eingeschüchtert huschten sie davon. Warum nicht gleich! Stattdessen erst ein Theater veranstalten und Dinge behaupten, die einfach nicht der Wahrheit entsprachen. Junge nichtsnutzige Elben! Tief atmete ich durch und schüttelte den Ärger ab. Celeborn lächelte mich wissend. „Streunerin? Nun man mag vieles von dem Schützenden Schatten sagen aber das sie herumlungert und andere ausspioniert zählt kaum zu ihren hervorstechenden Qualitäten. Mae govannen, Idril.“ Dankend erwiderte ich den Gruß, ehe ich Galadriel ernst ansah. Deutlich spürte ich ihren Schmerz über Gandalfs Verlust. Dabei würde er zurückkehren. Seine Aufgabe in Mittelerde war noch nicht beendet. In ein paar Wochen würde er hier ankommen. Auf dem Rücken des Adlers Gwaihir. „Trauere nicht um ihn meine Liebe. Nicht alles was in die Dunkelheit stürzt ist unwiderruflich verloren. Du wirst ihn wieder in die Arme schließen.“ Ihre Augen weiteten sich, auch Celeborn schnappte nach Luft. „Woher weißt du das?“ Ich lächelte still in mich hinein. Manche Dinge würden wohl immer ein Geheimnis bleiben. So auch mein Wissen. „Ich bin eine Dair und eine Ainu. Es gibt Dinge, die ihr nicht verstehen müsst.“ Hinter mir hörte ich ein Aufkeuchen. Wenige Augenblicke später hatte ich den Störenfried identifiziert. Was für eine Überraschung. Noch ein neugieriger Elb. Eigentlich hätte ich damit gerechnet, dass die Gefährten bereits aufgebrochen wären. Nun, schien so als hätte ich mich geirrt. „Ihr seid eine Ainu?“ Nur zur Hälfte. Präziser ausgedrückt müsste ich eigentlich sagen, das ich eine halbe Valar war. Nur kümmerte mich das herzlich wenig. Die Tatsache, das der junge Elb mich gehört hatte umso mehr. Sein Tonfall war so fassungslos gewesen. Könnte vielleicht ein wenig mehr Unglaube noch in die Stimme hineingelegt werden? Ernsthaft, war das so schwer zu glauben? Ich stöhnte leise. Hätte ich rechtzeitig seine Anwesenheit bemerkt wäre ich vorsichtig genug gewesen, um den Satz anders zu formulieren. Nun war es zu spät. Verdammtes loses Mundwerk! Was hatte ich mir nur eingebrockt? Jetzt würden die Gefährten unliebsame Fragen stellen. Brillanter Schachzug! Schimpfte ich innerlich mit mir. Die Gefährten waren ohnehin schon zwiegestalten mir gegenüber. Außerdem gab es wirklich wichtigere Dinge zu klären und zu tun als meine Abstammung. „Nur zur Hälfte, Legolas. Habt Ihr jegliche Etikette vergessen? Ich dachte als Elbenprinz sei man noch mehr daran gebunden als wenn man eine Wächterin ist.“ Er begann hinter mir herum zu stottern. Stammelte eine Entschuldigung nach der anderen. So durch den Wind hatte ich den Elben bisher noch nicht erlebt. Wie süß. Moment mal - was dachte ich da für einen Blödsinn! Seit wann interessierten mich Männer? Verlieben stand überhaupt nicht zur Diskussion. Punkt. Krieg war der schlechteste Zeitpunkt dafür. Außerdem warteten Jaren und Elendil in der Geisterwelt auf mich.
„Beruhigt Euch, Ihr konntet es ja nicht wissen.“
Celeborn schlug sich sofort auf meine Seite. Wenn auch seine Parteinahme ein wenig seltsam klang. „Idril ist eine Geheimniskrämerin und äußerst vorsichtig.“ Ha, wäre ich vorsichtig, hätte ich Legolas gehört. Aber ich hatte mich ablenken lassen und war unaufmerksam gewesen. So viel zu den überragenden Sinnen der Dair. „In den vergangenen Jahrtausenden wussten nur die wenigsten über ihre wahre Identität Bescheid und diese versprachen, dass sie ihr Geheimnis bewahren würden. Ihr habt einen Teil von Idrils Geschichte bereits vernommen wie mir scheint.“ Sein Blick ruhte nun auf mir. Auffordernd, ermutigend, freundlich bestimmt. Anders als einige andere Elben (seinen Bruder und seinen Vater eingeschlossen) hatte Celeborn nie versucht mir Befehle zu erteilen. „Es ist an ihr zu entscheiden, wie viel sie anderen über sich anvertraut. Nicht alles was so hell leuchtet wie die Sterne ist gut und Dunkelheit ist nicht zwingend böse. Vielleicht wird sie Euch eines Tages ihre ganze Geschichte erzählen Legolas Thrandullion. Mitsamt den Höhen und Tiefen. Aber eines solltet Ihr nicht vergessen im Umgang mit ihr: es ist töricht eine Kriegerin zu reizen und selbstmörderisch ein schlafendes Raubtier aufzuschrecken. Verlangt nicht zu viel von ihr und habt Verständnis für sie.“ Er schien weitersprechen zu wollen aber ich brachte ihn mit erhobener Hand zum Schweigen. „Die Nacht wird bald dem Morgen weichen und bis dahin gibt es noch viel zu besprechen.“ Ernst sah ich den jungen Prinzen an. „Ich weiß das Ihr um den Zauberer trauert auch wenn Ihr Euren Kummer verbergt. Versucht Frieden und Energie zu finden, denn die Reise ist längst noch nicht beendet. Viele Gefahren stehen uns noch bevor. Ich werde mit euch aufbrechen. Aber jetzt ist die Zeit um Ruhe zu finden.“
Mit einer knappen Verbeugung zog sich der sichtlich benommene Elb zurück. Galadriel, die schweigend das Gespräch verfolgt hatte, hob eine Augenbraue und sah mich an. >Dein Licht strahlt heller als zuvor. Sauron wird deine Macht und deine Präsenz spüren. Das könnte ihn zu einem raschen Angriff auf die Königreiche der Menschen verleiten. Angst lässt einen unvorsichtig und vorschnell handeln. Was wirst du tun Wächterin?< Ich seufzte. Es stimmte. Die Macht die ich ausstrahlte dürfte jedes einigermaßen magisch begabte Wesen spüren. Ich musste erst wieder lernen meine Energie zu verbergen, schließlich war ich Jahrtausende nicht im Vollbesitz meiner Kräfte gewesen – dank Morgoth. Es konnte sehr gut sein, das Sauron mich fürchtete und deshalb versuchte mich daran zu hindern, den Menschen wie schon einmal zur Hilfe zu kommen. Schließlich hatte er nicht nur mich als Bedrohung sondern auch Aragorn. Trotz allem konnte man nicht wirklich behaupten das der gefallene Maia dumm war. Schon einmal hatten die Menschen ihn fast bezwungen. Zu gut erinnerte er sich an Elendils Stärke und an die seiner Erben. Er konnte nicht das Risiko eingehen das die zerstrittenen Menschen sich unter einem Banner sammelten. Der Angriff würde rasch und sehr bald erfolgen. Zuerst würde er versuchen das schwächere Königreich Rohan zu zerstören ehe er sich seinem größten Feind Gondor zuwandte. Durch Saruman hatte er den König Rohans geschwächt und ins Greisentum getrieben. Wahrscheinlich rechnete er nicht mit besonders großen Widerstand.
Tief atmete ich durch und schloss die Augen. Er suchte ununterbrochen nach dem Ring, gierte verzweifelt nach ihm. Da er nicht auf den Gedanken kam, das seine Feinde den Ring nicht gegen ihn verwenden sondern zu zerstören gedachten bestand nun eine größere Chance den Ring bis zum Orodruin (Schicksalsberg) zu bringen. Deshalb würde Sauron verfrüht einen Krieg an allen Fronten eröffnen statt wie eine dicke schwarze Spinne in ihrem Netz auf die dummen Insekten warten. Gut, der einzige halbwegs „sichere“ Weg führte durch Cirith Ungol („Spinnenpass“). Kankra. Wie sehr ich diese Spinne hasste. Nur zu gut erinnerte ich mich an sie und unsere Kämpfe. Im Zweiten Zeitalter hatte sie sich im Schattengebirge eingenistet und spann immer hungrig in den Höhlen ihre Netze. Die geheime Treppe dürfte mittlerweile halb verfallen sein, denn kaum ein Wanderer wagte sich noch diesen Pass nach Mordor zu nehmen. Widerlicher Gestank drang aus Kankras Höhlen, und der Eingang dorthin lag direkt am oberen Ende der Treppe. Die unzähligen Abzweigungen verwirrten oft genug die wenigen törichten Reisenden, die sich an diesen Ort
verirrten. Kankra machte keinen Unterschied zwischen Orks, Menschen, Elben oder Hobbits. Ehrlich gesagt freute ich mich nicht gerade auf diese Begegnung. Die Spinne umgab sich mit einer dunklen Wolke, die das Sehvermögen sowie auch die Erinnerungen an das Licht aus dem Gedächtnis ihrer ahnungslosen Opfer vertrieb. Völlige Dunkelheit herrschte in ihrem finsteren Reich. Die Eroberung von Minas Ithil durch Saurons Steitmacht hatte ihren reichlichen Speiseplan aus ihrer Sicht schmerzlich verringert. Denn davor hatten viele Reisende versucht über den Spinnenpass Mordor und die Nachbarländer zu erreichen. Orks waren zäh.
War dies der Weg, denn wir einschlagen mussten? Präziser ausgedrückt der Ringträger, Sam und ich. Denn ich dachte nicht daran, Frodo alleine zu lassen. Das Schlimmste stand ihnen, nein, uns noch bevor. Verdammt. „Daira? Was wirst du tun?“ Ich blinzelte und sah verwirrt auf. Celeborn und Galadriel betrachten mich besorgt. „Was hast du gesehen?“
Beunruhigt legte der Herr der Galadhrim eine Hand auf meine Schulter. „Ich sah Dunkelheit, einen verfluchten Pass und die Pläne unseres Feindes. Er wird zuerst Rohan angreifen. Es ist schwach, sein König vergiftet und er rechnet nicht mit großem Widerstand. Sie werden in eine Falle laufen. In Helms Klamm werden sie Schutz suchen doch es wird in einem Gemetzel enden. Gondor wird ihnen nicht helfen. Galadriel, Celeborn – die Menschen werden eure Hilfe brauchen.“ Besorgte Blicke dann nickten beide. Sie würden ihnen helfen. Zögernd atmete ich durch und sah auf meine Hände. Sollte ich ihnen alles verraten was ich gesehen hatte? War es sinnvoll, dieses Risiko einzugehen? Oder am Ende unnötig, da Galadriel ebenfalls eine Seherin war? „Täusche ich mich oder ist da noch mehr?“ Murmelte die Elbin. Scharfsinnig wie eh und je. Ich lächelte schwach. „Dein Aufenthalt in deiner Heimat scheint dir deine gesamte Kraft wiedergegeben zu haben.“ Ja, aber sie jagte mir auch Angst ein. Große Macht bedeutete große Verantwortung. Wenn ich nun ein Fehler beging, Risiken falsch einschätzte und wichtige Informationen vorenthielt würden die Folgen verheerend sein. „Wo viel Licht ist lauert auch Dunkelheit.“
Tatsache. Dazu gab es kaum etwas zu erwidern. Die Dunkelheit der Dair und Morgoths könnte sich als tödliche Kombination erweisen. Die Verschmelzung beider war ein Risiko das ich nicht einfach eingehen konnte. Denn die Dair waren auch Raubtiere. Einzig ihre Güte, ihr Mitgefühl und ihre Gnade hielten diese wilde Seite im Zaum. Es war gefährlich. Schweigend blickte ich in die Ferne. Es konnte sehr gut sein, dass ich aber nicht darum herkam sowohl das Raubtier loszulassen als auch die Verschmelzung der Dunkelheit zu wagen. Oder das ein Spinnenstich diese Wirkung haben könnte. Immerhin lasteten die Seelen der Toten noch immer wie düstere Schatten auf mir. Gift könnte jegliche Schutzbarrieren zerstören und genau das entfesseln, das mir schlaflose Nächte beschert hatte.
Zischend atmete ich durch. Es brachte nichts sich darüber den Kopf zerbrechen. Nicht jetzt. „Es ist deine Güte die dich von Morgoth unterscheidet. Dein Mitgefühl hält nicht nur die raubtierhaften Instinkte der Dair in Schach sondern auch Morgoths Dunkelheit, die er in dir hinterließ.“ Wie wahr. Es war töricht zu leugnen was ich war. Vielleicht war es auch an der Zeit, dass die Gefährten die Wahrheit erfuhren. Ich brauchte ihre Freundschaft nicht oder war von ihrer Gnade abhängig. Sie hatten keine Ahnung was für eine Hölle mein Leben immer wieder gewesen war. Sollten sie mich doch verurteilen – ich brauchte sie nicht. Jaren stand hinter mir, genauso wie meine Königin und auch die zwei wichtigsten Elben in meinen Leben hatten mir immer wieder ihre Unterstützung versichert. Sie glaubten an mich und an das Gute in mir. Warum zögerte ich also?
„Ich bin die Zerstörerin.“ Oder wie man mich in meiner Sprache nannte Achra. „Aber ich bin auch eine Dair, die sich nach Frieden und Erlösung sehnt. Was meint ihr – sollte ich den Männern die Wahrheit sagen?“
>Du hast dich doch schon entschieden. Warum fragst du uns dann?< Ich grinste spöttisch. >Vielleicht weil ich mit zunehmenden Alter höflich und ein wenig sentimental werde? Aber jetzt im Ernst was hältst du von der Idee?< Galadriel lächelte und umarmte mich. „Ich bin stolz auf dich Daira.“ Ha, wenn es mein Lebensziel wäre sie stolz zu machen wäre ich jetzt sicher überglücklich und außer mir vor Freude. „Irgendwann werden sie es verstehen, da bin ich mir sicher. Du kannst ihnen genauso vertrauen wie du uns vertrauen kannst.“ Meinte sie mit >uns< jetzt nur sich und Celeborn oder schloss sie Elrond und Glorfindel noch mit ein? „Wir haben einen besonderen Gast. Ich glaube, du wirst dich freuen, wenn du ihn siehst.“ Ich zog eine Augenbraue hoch. „Ihn? Du sprichst aber nicht von Elrond oder?“ Sie schüttelte amüsiert den Kopf. „Nein, Daira. Ich spreche von dem Elb, der dich alles über uns lehrte und dich stets in Schutz nahm.“ Mein Gesicht erstarrte. Glorfindel? Aber ich hätte gedacht, dass er mit den anderen Elben Imladris verließ und nach Westen segelte. Was machte er hier? „Glorfindel hat sich große Sorgen um dich gemacht.“ Hellsichtiger Elb! Aber gut, ich würde versuchen meine Zunge im Zaum zu halten, zumal er ja wirklich ein guter Freund war. Zu oft hatte ich ihn mit meiner scharfen Zunge verbal die Haut abgezogen. Ehrlich meine grausame Seite musste ich besser in Griff bekommen.
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Fluch der Ewigkeit Teil 3
Fluch der Ewigkeit Teil 3
Zusammen mit Frodo und Sam geführt von Gollum versucht sie den schnellstmöglichen Weg nach Mordor zu nehmen. Schließlich muss Idril erkennen das kein Weg daran vorbeiführt: um Frodo zu helfen hat sie keine andere Wahl als ihren Instinkten als Dair zu...
http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1502377271/Fluch-der-Ewigkeit-Teil-3
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2017-08-10
402C
Herr der Ringe

Kommentare (19)

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Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 12 Tagen
Oh,das nächste Kapitel wird für mich und hoffentlich auch für euch sehr amüsant ;) Die Jungs haben wirklich eine kleine Abreibung verdient. Wie und was geschieht, das erfahrt ihr in den nächsten zwei Kapiteln (immer vorausgesetzt, ich komme dazu die Kapitel online zu stellen oder erst zu schreiben...). Wann es weitergeht weiß ich noch nicht. Leider müssen wir auch in den Ferien Hausaufgaben machen und uns um unsere Zukunft kümmern. Prioritäten setzen ist manchmal entsetzlich...
Elenath ( von: Elenath)
vor 13 Tagen
Ich stimme Sternenschreiber voll und ganz zu! Bin wirklich gespannt was noch passiert und hoffe es geht bald weiter !😍
Sternenschreiber (43409)
vor 13 Tagen
Toll das Idril und Glorfindel zu einander gefunden haben! Die beiden passen gut zusammen. Vielleicht solltest du den Jungs mal ein paar Manieren beibringen ;) Die anderen Kapitel sind auch echt gut
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 14 Tagen
Schade, bisher keine Rückmeldung...
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 39 Tagen
Das Kapitel 5 ist ein wenig kürzer ausgefallen. Das Nächste wird länger, versprochen! Bin gespannt auf eure Rückmeldungen ;)
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 41 Tagen
Kapitel 4 ist fertig & hinzugefügt. Am Wochenende kommt vielleicht Kapitel 5 noch dazu. Viel Spaß beim lesen!
Sternenschreiber (61489)
vor 46 Tagen
Hey Sarah der 3. Teil war echt gut und ich freu mich schon auf den 4. Was deine ganzen Fragen angeht: Ich glaub Idril hat gesehen wie sie selbst Mittelerde und all seine Bewohner zerstört und getötet hat,als sie zur bösartigen Zerstörerin(ich hoffe du verstehst es wie ich es meine) wurde.
Also ich glaub wendern Glorfindel wird versuchen ihr die die Angst zunehmen,weil er ja sich mit ihr treffen wollte und sie nicht gekommen ist und er ja ihr "Bruder" ist oder Aragorn da es oft in Fanfiktion ist das er das macht oder Legolas weil keine Ahnung warum es würde halt einfach passen.
Die Phiole wird auf jedenfalls ein Schlüsselelement sein! Warum sonst sollte die Königin ihr eine schenken?
Die Wahre Liebe und die Freundschaft werden sie aufhalten,weil egal wie sie als Zerstörerin ist sie wird sich immer an ihre Freunde,ihre Liebe und an alle gute Erinnerungen erinnern,da kann nichts auf dieser Welt dran ändern egal wie Böse es ist.

Hoffe das war jetzt nicht zuviel.
Lg Stern
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 52 Tagen
Mit dem dritten Kapitel wäre mein Wochenende – Soll gewährleistet. Was meint ihr, hat Idril im Wasser gesehen? Welcher der Männer wird sie finden und versuchen ihr die Angst zu nehmen? Wird die Phiole, die ihre Königin ihr schenkte eine Schlüsselrolle im Kampf um ihre Seele haben? Welche Macht kann die Zerstörerin aufhalten ist sie erst einmal entfesselt?

Ich bin gespannt auf eure Ideen und Rückmeldungen. Leider ist für mich heute Schluss mit Weiterschreiben weil unsere zweite Chemieprüfung von letzten Donnerstag dank Vorträge am Freitag (Abschlussarbeiten) auf Montag verschoben wurde. Also wieder lernen. :(

Euch einen guten Start in die neue Woche!
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 57 Tagen
So etwas wie "Die ersten verlorenen Jahre einer Dair" -> beinhaltet 1. Treffen mit Glorfindel und anderen bekannten Charakteren sowie kleine Kämpfe mit Morgoth. Lasst euch überraschen. Aber dazu erst viel später wenn diese Geschichte abgeschlossen ist.

Oh ja, der süße selbstsichere Boromir. Ich musste mich förmlich zwingen statt quieken stottern zu schreiben. Glaube mir, diese Szene hat mir so unglaublich viel Spaß gemacht. Ich hätte gerne noch mehr Humor mit reingenommen, aber es gibt ja noch diverse Bootsszenen wo der ein oder andere nennen wir es mal Unfall passieren könnte...
Sarah Laureen ( von: Sarah Laureen)
vor 57 Tagen
Es wäre ohnehin nur eine Kurzgeschichte. Aber danke für das Feedback ;)
Sternenschreiber (03296)
vor 57 Tagen
Das 2 Kapitel hat mir echt gut gefallen und ich find die Reaktion von den Gefährten toll,besonders die vom selbstsicheren Boromir;)
Zu deiner Fragen eine nicht allzu lange Vorgeschichte wäre schon toll.

Lg. Stern
Sarah Laureen ( von: Sarah Laureen)
vor 57 Tagen
Kapitel 2 ist draußen. Ich habe versucht mich an den Riemen zu reißen und die ganze Szene nicht allzu sehr ins Lächerliche zu ziehen (die Versuchung war durchaus da). Mal sehen was die treuen Leser dazu sagen...
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 61 Tagen
So ich habe eine grundsätzliche Frage an euch: was haltet ihr davon, dass ich (sobald diese Geschichte zu Ende ist) die Jahre vor den Ringkriegen, also Idril' s Vergangenheit mehr beleuchte und evtl. eine Vorgeschichte schreibe?
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 68 Tagen
Darauf freue ich mich ebenfalls - ihre Gesichter dürften richtig komisch sein! Legolas hat ja schon mitbekommen, das ihr Vater ein Ainu ist. Ich bin gespannt, ob er bereits erraten hat um wen es sich handelt und wie sie alle reagieren werden. Worauf ich mich weniger freue ist die Trennung der Gefährten. Zwar konzentriere ich mich dabei eher auf den Weg von Frodo, Sam und Idril aber der Gedanke, das sie Boromir nicht retten darf vermiest meine Stimmung :(
Egal, es wird auf jeden Fall noch mal richtig düster.
Sternenschreiber (44103)
vor 68 Tagen
Der dritte Teil ist echt gut und ich freu mich schon darauf wenn die Gefährten endlich erfahren wer Idril wirklich ist
Sarah Laureen ( von: Sarah Laureen)
vor 68 Tagen
Teil 3 ist draußen (besteht leider immer noch aus nur einem Kapitel)
Viel Spaß beim Lesen!
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 69 Tagen
Ha, Teil 3 ist in der Warteschleife (leider bisher nur sehr kurz, sorry vorab). Ehrlich gesagt freue ich mich schon auf den Moment wenn die "Zerstörerin" außer Kontrolle gerät und aufgehalten wird. Es dauert nur bis dahin viel zu lange... Mal sehen mit wem sie zusammen kommt. Ich verrate nur so viel, er macht sich die größten Sorgen um sie und hat blonde Haare.
Sarah Laureen ( von: Sarah Lauree)
vor 71 Tagen
Danke für die Anregung @Stern. Ehrlich gesagt macht mir diese Geschichte momentan am meisten zu schaffen, da a) Idril als Tochter Morgoths eigentlich "böse" sein müsste und b) die Männer noch keine Ahnung haben, wer ihr Vater ist. Zwar entscheidet sie sich für die Gute Seite aber auch das Volk ihrer Mutter birgt seine eigene Bosheit. Wer weiß, ob bei der Verschmelzung ihres Schattens und Morgoths Dunkelheit nicht etwas schief gehen könnte...? Ich persönlich würde sie gerne noch einmal außer Kontrolle auf einem Schlachtfeld haben (wohlmöglich in Minas Tirith) und einem der Männer dabei die Rolle des "Bezwingers" zugestehen.

Dabei ist noch vollkommen offen ob es ein Lebender oder ein Toter ist - immerhin gibt es da ja mehrere Männer zur Auswahl (Elendil & Jaren um nur zwei zu nennen). Aber wie gesagt, das sind nur Ideen und ich bin mir noch nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung wäre.
Was deine Idee mit Glorfindel angeht: tatsächlich hatte ich anfangs erst gedacht, die beiden zusammenzubringen aber die Geschichte hätte dann nicht während des Ringkrieges sondern viel früher gespielt. Wer weiß, noch ist nichts festgelegt und du sagst, sie könnte entdecken, dass er mehr für sie ist als nur ein Bruder. (Unter uns: findest du, das die beiden zusammenpassen? Ich bin ein wenig skeptisch...)

Lg. Sarah Laureen
Sternrnschreiber (17874)
vor 72 Tagen
Hey ich bins wieder!
Der zweite Teil war sehr schön und um deine Fragen zu beantworten ein Happy End wäre schön,aber kein klassisches wie sie bekamen eine tochter die sie ... nannten und lebten glücklich bis ans ende ihrer tage. Und die zweite wie wär's mit Glorfindel? Sie gesteht sich ein das sie nicht ohne ihn leben kann und das er für sie mehr ist als nur ein bruder?

Lg Stern