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Die letzte SternenClan-Katze oder das Schicksal einer jungen Kriegerin

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4 Kapitel - 1.258 Wörter - Erstellt von: Sonnenflug - Aktualisiert am: 2017-08-20 - Entwickelt am: - 148 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Diese Geschichte handelt um Schneefall, einer Kriegerin des EisClans. Eine FF über Freundschaft, Verrat und Gedanken.

    1
    Prolog


    Ich hätte glücklich sein können. Mit meiner Schwester. Und mit meinem Gefährten. Ich hätte meiner Schwester alles verziehen, dem Clan treu geblieben und ihm gedient, meinen Anführer voller Ehrfurcht angesehen. Ich hätte bei Kämpfen dabei sein können, Liebe und Treue erleben können. Ich hätte vieles tun können. Wäre nicht der Streuner hier aufgetaucht und alles zerstört. Mein Leben, meine Treue, mein Herz. Meine Schwester hatte er in seinen Bann gezogen, sie unter seine Kontrolle gebracht. Meinen Anführer hatte er umgebracht, und mich auch. Wie können die Katzen so blind sein? Mittlerweile herrscht er über den Clan. Jeder gehorcht ihm. Mein Leben hat keinen Sinn mehr. Trotzdem werde ich es dir erzählen, von dem Moment an, als der Streuner zu uns kam und bis zu dem Moment, an dem ich mich aufgelöst habe. Ich wäre dir dankbar, wenn du mir zuhören würdest. Aber ich zwinge dich nicht, dir meine Geschichte, mein Schicksal anzuhören. Denn vielleicht würdest du mich nicht verstehen.

    2
    Kapitel 1
    Der Streuner


    Er war klein. Klein und ängstlich. Als ich und zwei andere Krieger ihn auf der Grenzpatrouille entdeckten, dachte ich, dass er erst vier oder fünf Monde alt wäre. Wir fragten ihn, was er in unserem Territorium zu suchen hätte, und wer seine Mutter war. Daraufhin antwortete er nicht. Wir nahmen ihn mit ins EisClan-Lager, weil er so schwach aussah. Wenn ich gewusst hätte, dass er später mein Leben zerstören würde, hätte ich ihm verjagt. Vielleicht sogar umgebracht. Aber damals war er nur eine kränkliche Katze. Im Lager angekommen, führten wir ihn zum Heiler, damit der ihn sich anschauen konnte. Wie sich etwas später herausstellte, war er ein etwa zehn Monde alter Kater, der eine Wachstumsstörung hatte und ziemlich anfällig für Krankheiten war. Der Heiler befahl uns, auf ihn aufzupassen, während er beim Anführer war, um mit ihm zu sprechen. Bei der Wache kam meine Schwester Eisfell vorbei. Auch sie hatte bemerkt, wie wir den Streuner hier her gebracht hatten. Als sie ihn sah, schien sie schockiert. Sie starrte ihn an, als wäre er ein Hund. Ich dachte mir nichts dabei, denn der Anblick einer fremden Katze im Lager sträubt selbst mir fast das Fell. Nach einer Weile wandte sie sich ab. Sie meinte, dass er wirklich armselig aussah und er ihr Leid tat. Sie sah mir aber dabei nicht in die Augen. Mit einem Seufzer ging sie davon. Da kam mein Anführer zu uns. Der Heiler hatte ihm alles berichtet, und er wollte mit dem Streuner sprechen. Wir ließen ihm durch und der Heiler sagte uns, dass wir jetzt gehen könnten. Die anderen Krieger gingen in ihren Bau, doch ich blieb. Ich wollte den Streuner im Auge behalten. Auch wenn er schwach war, er war immer noch ein Fremder und somit nicht zu trauen.

    3
    Kapitel 2
    Der Traum

    Den ganzen übrigen Tag kam der Anführer nicht mehr aus dem Bau. Ich konnte das Gespräch zwischen ihm und dem Streuner zwar nicht hören, aber ich nahm an, dass er Mitleid hatte. Schließlich wurde es dunkel und ich begann müde zu werden. Es war ein langer Tag. Ich warf noch einen letzten Blick in den Heilerbau, dann schleifte ich mich ebenfalls zum Kriegerbau. Nachdenklich legte ich mich auf mein Nestpolster. Und obwohl ich müde war, konnte ich nicht schlafen. Ständig fragte ich mich, was der Streuner vorhatte. Ein wenig sorgte ich mich um den Anführer, aber der war ja stark genug. Irgendwann, als mein Kopf zu platzen drohte, schob ich alle Gedanken weg und versuchte, zu schlafen. In dieser Nacht hatte ich einen Alptraum. Ich träumte, dass der Streuner meinen Anführer in einen Hinterhalt lockte. Ein paar andere Katzen aus ihrem Clan machten sogar mit! Ich wäre fast schreiend aufgewacht, als ich Eisfell unter ihnen entdeckte. Sie war direkt an der Seite des Streuners und unterstützte ihn. Der führte den Anführer zu einer Felsspalte und... brachte ihn dort um. In dem Moment war ich tatsächlich schreiend aufgewacht. Zum Glück war es schon fast Sonnenhoch, und alle Krieger waren schon draußen. Nur Eisfell hatte mich wahrscheinlich gehört, denn sie kam zu mir gerannt. "Was ist los?" Fragte sie mich. "Nur schlecht geträumt." brummte ich zurück. Meine Schwester sah mich etwas erschrocken an, dann stupste sie mich an und sagte: "Komm schnell, Weißstern ruft eine Versammlung ein!" "Warum hast du das nicht gleich gesagt?"schrie ich fast und stürmte aus dem Bau. Ich spürte den schockierten Blick meiner Schwester auf meinem Rücken. Ich wusste selbst nicht, wieso ich so schlecht gelaunt war. Vielleicht war der Traum schuld.

    4
    Kapitel 3
    Frostherz

    Als ich auf die Lichtung rannte, stand Weißstern schon auf dem Großen Eisfelsen und alle anderen um ihn herum. Entschuldigend setzte ich mich zu meiner Freundin Silberschnee. Eisfell hatte wohl meine schlechte Laune bemerkt, denn sie setzte sich zu unserer Mutter Flockenherz. "Katzen des EisClans." begann unser Anführer. "Eine Patrouille hat gestern einen Streuner an unserer Grenze gefunden. Ich habe ihn im Heilerbau befragt, und er meinte, dass er von uns gehört hätte uns sich uns anschließen will." Empörte Protestrufe kamen auf. Auch ich war entsetzt. Ein Streuner sollte sich uns anschließen! Das hätte niemand gedacht. "Hört ihm selbst zu." rief Weißstern. "Komm hier hoch, Frost." Ich erkannte den schwachen und kränklichen Wicht von gestern kaum wieder. Er streckte stolz die Brust raus, als mit einem kräftigen Satz auf den Eisfelsen sprang. Einen Moment lang bewunderte ich ihn dafür, doch dann schüttelte ich das Gefühl ab. Er war immer noch ein Fremder. Der Streuner, der Frost hieß, meinte: "Danke, dass ihr euch gestern um mich gekümmert habt. Ich bin bei Zweibeinern aufgewachsen. Meine Mutter war an einer Krankheit gestorben, und mein Vater ist auch tot. Ich hatte seit meiner Geburt einen unaufhörlichen Husten, den auch die Zweibeiner nicht heilen konnten. Sie ließen mich nicht raus, weil es nach ihrer Meinung zu kalt wäre. Deshalb war ich so schwach. Irgendwann bin ich doch ausgerissen, weil ich die Welt hinter dem Zweibeinerbau sehen wollte. Mein Dank gilt dem Heiler. Er hat die unheilbare Krankheit vertrieben." Der Heiler zog verlegen den Kopf ein, aber schnurrte leise. Für mich war sofort klar, dass Frost ihm nur schmeicheln wollte. Der log ja wie Fuchs! Doch als ich mich umsah, konnte ich in den Augen der anderen Katzen nur Mitleid und Glücklichkeit erkennen. Kein Funken Misstrauen. Sie glaubten ihm.

Kommentare (3)

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Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 66 Tagen
Danke, Blattsee! Ich versuche, jetzt weiter zu schreiben. Ich hoffe, die neuen Kapitel kommen auch gut an!
Blattsee (57195)
vor 66 Tagen
Bisher gefällt mir die Geschichte ziemlich gut! Schreib bitte bald so weiter!
Sonnenflug ( von: Sonnenflug)
vor 67 Tagen
Sooo bitte schreibt mir in die Kommentare, ob es euch gefällt! Nehme gerne auch Kritik an ;-)