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MMFF - The ghost inside

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3 Kapitel - 1.540 Wörter - Erstellt von: Arichen - Aktualisiert am: 2017-08-03 - Entwickelt am: - 83 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Eine MMFF, alles zu Regeln und wie ihr mitmachen könnt findet ihr hier:

http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1500898354/MMFF-The-ghost-inside-Allgemeines

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    Prolog

    Dunkel und still lag das Gebäude vor ihnen. Einzig beleuchtet durch die gellenden Blitze am wolkenverhangenen Nachthimmel. Nachbarn hatten von seltsamen Lichtern und Schatten berichtet. Die letzten, die das Haus betreten hatten, waren nicht wieder gesehen worden. Etwas ging dort um. Etwas, das es auf Menschenleben abgesehen hatte.
    Darum waren sie hier. Das Geheimnis lockte sie egal ob ihnen das gleiche Schicksal drohte. Vorsichtig öffnete der Voranlaufende die Türe. Leise quietschend gab sie die Sicht auf das Innere frei. Schemenhaft konnte man die abgedeckten Möbel erkennen. Leichter Modergeruch schlug den kühnen Erkundern entgegen. Mit wachsamen Blicken betraten sie den Eingangsbereich des Hauses. An den Wänden hangen alten Bilder, allerdings so lebensecht, dass es ihnen kalte Schauer den Rücken hinunter jagte. Kam es ihnen nur so vor oder war es dunkler und kälter geworden? Trotz der Beklommenheit, trotz der Bedrohung gingen sie voran…
    „Oh, neues Spielzeug. Ich dachte nicht, dass so schnell neues kommen würde.“, kam es von einer recht emotionslosen Stimme. Mit dem Aufzucken eines Blitzes erkannten die Recken eine Gestalt am anderen Ende des Ganges. Groß und doch recht schlaksig wirkte sie. Sein langes Haar war zu einem Pferdeschwanz gebunden und schien unheilverkünden zu schwingen. Bei jedem Blitz konnte man sein emotionsloses Gesicht sehen. Er löste sich aus dem Türrahmen und ging auf die kleine Gruppe zu. Diese wich immer weiter zurück. Sie fühlten sich wie Beute, die in die Ecke gedrängt wurde.
    „Nur keine Angst. Ihr werdet ganz viel Spaß mit mir haben. Eure Haut wird sich gut als Leder machen.“
    Mit diesen Worten zog der Fremde sein Schwer und begann mit seinem grausamen Werk. Nachbarn brachen später von gellenden Schreien und Handabdrücken an den Fenstern. Als man allerdings am nächsten Tag vorbeischaute fand man keine Leichen und zunächst auch keine Blutspuren. Doch im Wohnzimmer fand man eine blutige Botschaft:

    „Dies ist nur der Anfang. Die Menschheit wird in ihrem eigenen Blut untergehen.“

    Ein paar Jahre später

    Lächelnd ging sie durch die Ausstellung. Es freute sie, dass die neuen Exponate schon aufgestellt waren. In wenigen Minuten würden die Türen öffnen und ein Strom an Besuchern würde die Ausstellung bewundern. Es freute die kleine Blonde, dass ihr Vorschlag, eine Ausstellung über Aberglaube in verschiedenen Kulturen, umgesetzt wurde.
    Die Türen des Museums öffneten sich und ließen den ersten Strom der Besucher ein. Gut gelaunt stand sie am Rand.

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    Nervös ließ sie sich vom Schwarm der Besucher in den Ausstellungsraum schieben. Trotz ihrer Verkleidung war sie nervös, sie musste endlich anfangen, ihre Rolle zu spielen. Dann würde die Nervosität schwinden. Weshalb sonst, hatte sie sich für Ginny entschieden? Sie war selbstbewusst und mutig, zwei Dinge, die sie niemals sein würde.
    Für ihre Haare hatte sie eine Perücke benutzt, da ihre Haarfarbe wirklich weit von Ginnys feurigem Rot entfernt war. Kontaktlinsen trug sie keine, ihre Augen waren ja schon braun und sie wollte heute nicht zu sehr auffallen. Ihre Kleidung war schlicht und bunt, nicht ganz ihr Stil. Sie seufzte und schlenderte zum ersten Stück. Warum noch einmal verbrachte sie ihren 20. Geburtstag hier, im Museum? Vielleicht um sich nicht so allein vorzukommen, ja, das konnte es sein. Ihre Mutter hatte zwar eine Karte geschickt, aber darauf fand sie einen bräunlichen Fleck, der stark nach Whisky roch. Seit wann war ihrer Mutter alles so… egal, dass sie ihrer Tochter nicht einmal mehr eine ordentliche Karte schicken konnte? Wann war ihr Leben so aus den Fugen geraten? In Gedanken schwor sie sich, bald mal wieder zu hause vorbei zu sehen. Ihre Mutter brauchte unbedingt Hilfe und allein würde sie nicht auf diese Idee kommen.
    Gerade rechtzeitig sah sie auf, um einen Blick auf die blonden Locken zu erhaschen, bevor sie den dazugehörigen Menschen -eine junge Frau, die offenbar zum Inventar des Museums gehörte- um rannte. “Es tut mir Leid!”, drang eine Stimme -ihre eigene?- an ihr Ohr. Wieso klang sie wieder so unsicher? Wann war ihre Rolle gefallen?
    Sie reichte der Blonden die Hand, um ihr aufzuhelfen.

    Ihre Schritte führten sie durch die endlosen, düsteren Gänge, immer weiter, immer tiefer. Wo sie wohl landen würde? Vielleicht fand sie ja heute endlich eine Folterkammer. Oder sie traf mal wieder einen der anderen, die hier lebten. Das Haus war groß, da war es schwer, sich zufällig über den Weg zu laufen.
    Aber alle paar Wochen sahen sie sich schon und dann redeten sie manchmal, manchmal prügelten sie sich auch. Es war langweilig, wenn keine Menschen kamen. Hoffentlich war es bald wieder so weit, dass die Wagemutigen kamen. Sie vermisste die Schreie und den Geschmack des Blutes auf ihren trockenen Lippen. Sie war zwar kein Vampir, aber seit sie mal von einer hübschen griechischen Sklavin getrunken hatte, konnte sie sich manchmal einfach nicht zügeln.
    “Harry”, eine kalte schneidende Stimme brachte sie zum Halten. Etwas geschah mit ihrer Mimik, während sie antwortete: “Kasai… Wie lange ist es her, dass wir uns gesehen haben?” Sie hielt den Kopf gesenkt, musste erst noch entschlüsseln, was mit ihrem Gesicht geschah. Sie durfte dem anderen keine Schwäche zeigen, das könnte fatal enden. Hier -in diesem heimgesuchten Haus- waren nichtmal die verfluchten Seelen sicher.
    Auch wenn sie es nie zugeben würde, sie hatte Respekt vor dem Hünen. Respekt kam Furcht viel zu nahe. Vor allem, wenn man es laut aussprach.
    “Erst ein paar Tage”, sie bewunderte ihn dafür, dass er so oft so kalt war. Noch etwas, das niemals jemand erfahren durfte.
    Endlich hob sie den Blick und sah ihn unverwandt an. “Es kam mir länger vor” Sie lächelte.

    3
    Sie hatte ja eigentlich mit allem gerechnet, aber nicht auf dem Boden zu landen. Kari blickte ihr Gegenüber voller Erstaunen an. Stand ihr gerade Ginny Weasley gegenüber? Bei genauerem Hinsehen erkannte sie, dass es sich um eine Verkleidung handelte und vor allem, dass diese Ginny die Hand nach ihr ausstreckte. Hastig nahm sie die Hand und stand auf.
    „Es tut mir Leid!“, sagte eine unsichere Stimme, die nicht allzu sehr zu der originalen Ginny passte. Dennoch fand sie ihre Gegenüber sympathisch.
    „Sie müssen sich nicht entschuldigen. Zwar hatte ich mir den Ansturm etwas unspektakulärer vorgestellt, aber ich hätte besser aufpassen sollen.“, mit ruhiger Stimme versuchte sie die Anspannung von dem Mädchen zu nehmen. Allerdings klappte es mehr schlecht als recht. Die Ginny zeigte einen Hauch von Röte und die schwachen Abwehrversuche machten ihr klar, dass sie wohl anders an die Sache rangehen sollte.
    „Ich bin Hikari Kuromiya, aber du kannst mich Kari nennen.“, sagte sie lächelnd zu ihrem rothaarigen Gegenüber. Ob das wohl ihre natürliche Haarfarbe war? Auf jeden Fall war es interessant mal wieder einen Cosplayer, vor allem außerhalb Japans. Wobei, auf diesen Conventions fand man sie ja, nur nicht im Alltag. Aber sie musste zugeben, es war eine willkommene Abwechslung. Noch in ihren Gedanken musste sie unwillkürlich etwas kichern. Amerika war nun doch etwas anders als ihre Heimat.

    Er hasste unangekündigten Besuch. Ruhe und Einsamkeit waren die Dinge, die er liebte und nun kam sie schon wieder. Sie war doch erst dagewesen und hatte ihn genervt. Kühl betrachtete er die Weißhaarige, viele mochten ihr verfallen, aber er war nur genervt von ihr. Naja, eigentlich nicht von ihr persönlich, sondern einfach, dass noch jemand da war. Würde er sie nicht so gut kennen, dann hätte er ein neues Opfer. Bei diesem Gedanken musste er grinsen. Wie schön es jetzt wäre jemanden zu zerstückeln oder zu häuten. Nein, er riss sich zusammen und musterte die große Frau ihm gegenüber.
    „Was willst du schon wieder hier? Hast du keine Kinder mehr für deinen seltsamen Drang?“, fragte er sie abwertend. Am Anfang war auch er ihrem Charme verfallen, aber die Zeiten waren vorbei. Heute betrachtete er sie eher abwertend, man sollte Menschen lieber dezimieren und sich nicht mit ihnen vergnügen. Manchmal fragte er sich, ob Harry nicht irgendetwas verborg, aber es war auch egal. Sollte sie sich ungebührlich verhalten dann würde sie so enden wie die Menschen in diesem Haus. Er lachte laut. Ja, etwas Spaß würde ihn jetzt sehr erfreuen.

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