Springe zu den Kommentaren

Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II - Herrschaft

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
47 Kapitel - 41.549 Wörter - Erstellt von: Jim Helcon - Aktualisiert am: 2017-10-27 - Entwickelt am: - 764 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Der zweite Teil des zweiten Aktes des Fanfictions: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen

    1
    Wer den ersten Teil dieses Fanfictions, oder den ersten Teil des zweiten Aktes noch nicht gelesen hat, sollte das tun, bevor er hier weiterliest. Der
    Wer den ersten Teil dieses Fanfictions, oder den ersten Teil des zweiten Aktes noch nicht gelesen hat, sollte das tun, bevor er hier weiterliest. Der Link zu diesen befindet sich hier:
    Erster Akt:
    http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1491054555/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen
    Erster Teil des 2. Aktes:
    http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1497899789/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Wege-des-Schicksals

    Der nächste Teil der Geschichte:
    http://www.testedich.de/quiz51/quiz/1508966491/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Pfad-des-Westens

    2
    Kapitel 38: Verwandlung

    Serafina

    Nun stehe ich hier mit nichts in meiner Macht und auf einer kreisförmigen Ebene, von dem ich nicht wegkomme. Auf einmal höre ich eine Stimme: “In dir ruht eine Macht.“ Ich sehe mich um und sehe, wie ein Podest erscheint, auf dem ein Schwert liegt. “Gib sie in richtige Hände“ Ein neues Podest mit einem Schild. “Und in ihre Form.“ Ein Bogen. Sehr schön, das alles. Darf ich das haben? “Werde der Weisheit zuteil und gib ihr eine Klasse.“ Ich weiß nicht, wer da redet, oder woher die Stimme kommt. Auf einmal erscheint noch ein Podest mit einem Kristall. “Ihr Träger wählt sie“ Eine Tiara! “Und sie gibt dir neue Macht.“ Jetzt kommt ein Stab, von denen ich nur in Büchern gelesen habe. Solche benutzen Magier in Fantasygeschichten. “Entscheide deine neue Klasse.“ Ich blicke hoch. “Hallo?“ Keine Antwort. Ich blicke auf die Gegenstände. Einen nach dem nächsten. Kommt mir das nicht irgendwie bekannt vor? Aber woher denn? Vielleicht irgendein Spiel oder so. Ich werfe den ersten Blick auf das Schwert. Chronologisch, wie sie erschienen sind. “Das Schwert eines Soldaten. Eines Kriegers. Es bietet große Zerstörungskraft. Er fällt in die Hände von großem Mut und Tapferkeit.“ Ich blicke zum Schild. “Der Schild der Garde und des Wächters. Ein Schild, der die seinen Beschützen soll. Sein Träger ist Ruhig und Treu.“ Der Bogen. “Der Bogen des Strategen und Großmeisters. Ein Schuss, der den Kampf führt. Seine Aura ist gefasst und Zuverlässig.“ Nun der Kristall. “Ein Kristall mit einer großer Aura. Seine Macht entfesselt das Ich seines Trägers und macht ihn vollkommen. Er verlangt Vertrauen und Zusammenhalt.“ Jetzt bin ich gespannt. “Die Tiara mit einer heiligen Gabe. Sie besitzt große Kräfte und Kontrolle. Ihr Licht strahlt in der hellsten Finsternis. Sie braucht Fassung und Aufrichtigkeit.“ Ah, also etwas, was getragen jemanden sehr mächtig macht. Nun der Stab. “Der Stab des Magiers und des Weisen. Er verspürt alles, vollbringt alles. Sein Anschein besitzt große Güte und auch einen Beschützerinstinkt.“ Aha… ich… soll jetzt was machen? Testeshalber nähere ich mich den Stab und nehme ihn auf. “Ein Magier, der Attacken seiner Pokémon einsetzt, mit ihnen kämpft und Wunder wirkt. Ist es die Klasse, die du wünscht?“ Ein Magier? Ich? Ach… ich schaue noch einmal zum Rest. Der Kristall macht mich schon neugierig aber… was wollte der noch einmal? Vertrauen und Zusammenhalt, so war das doch. Nicht mein Fall. Mein Vertrauen in andere ist leider nicht vorhanden. Aber zu denen, die ich kenne und die ich mag, bin ich gütig und ich würde sie auch beschützen, auch, wenn ich mich dabei opfern müsste. Auf einmal verschwinden die restlichen Podeste. Einfach in Luft aufgelöst. Auch der, vor dem ich stehe. Jetzt stehe ich hier und habe diesen Stab in der Hand. Ein heller Punkt erstrahlt über mir und lässt einen Strahl auf mich herab. Ich kneife die Augen zusammen, aber eigentlich passiert doch gar nichts. Ich öffne meine Augen und sehe, dass das Leuchten auf mich übergeht. Auf einmal verändern sich meine Klamotten. Die Ärmel meines Tops werden länger, dass sie mir bis zu den Handgelenken gehen. Außerdem werden sie luftiger. Auch unten wird es länger und luftiger, dass es so zur Hälfte meiner Oberschenkel ragt. Ein Gürtel geht um meine Taille. Meine Hose wird kürzer, dass sie nur noch den Oberschenkel bedecken. Meine Knie liegen frei. Meine Schuhe werden dafür auch zu Stiefeln, die 1/3 meiner Unterschenkel bedecken. Die haben oben jetzt auch jeweils einen goldenen Punkt. Ich merke, wie mein <Top> am Schnitt dicker wird und sich dann das Dazugewonnene davon Löst und länger wird. Vorne wird es zugeknöpft und hinten geht es mir bis zu den Knien. Ein Umhang. Ich blicke zu mir herab. Nicht schlecht, ich sehe jetzt jedenfalls mehr nach Magier aus, wie die in den Büchern, nur ohne solche Kopfhüte oder so. Mein Mondanhänger ist noch normal geblieben und meine Amulette sind nun in einer Tasche, die am Gürtel befestigt ist. Ich verspüre eine Kraft aus dem Stab. Er fährt hoch, nimmt dabei meinen Arm mit und fängt an, zu leuchten, als würde ich irgendwas beschworen wollen oder eine Magie einsetzen. Drei leuchtende Säulen erscheinen auf der Plattform. Aus ihnen erscheinen Illusionen in Pokémongestalt. Mein Stab macht sich selbstständig und schwingt meinen Arm mit. Eine Wolke bildet sich über einem der Illusionen und ein Donner lässt sie verschwinden. Das war doch eine Attacke von Pichu! Jetzt überlässt der Stab mir das sagen, während die anderen beiden Illusionen auf mich zukommen. Ehm… Abra-Kadabra- Simsala…? Nein. Das sind zwar Kadabra und Simsala und war auch ein Abra, aber das ist jetzt egal. Ehm…. Werden so Magier ausgebildet? Kein Wunder, dass ich noch nie welche gesehen habe. Ich halte meinen Stab kräftig fest und hoffe, auf ein Wunder, aber er tut von selber nichts mehr. Ich blicke zu den Pokémon, die immer näher kommen. … Ich konzentriere mich. Der Stab gibt mir Anweisungen. Ich soll mich konzentrieren. Ich denke, wie ich als Pichu eine Attacke auslöse, verändere die Dimension über den Kopf von dem Kadabra und führe sie aus. Ich stemme den Stab in den Boden und ein Donner erledigt das Kadabra. Super! Nun noch Simsala. Ich hole mit dem Stab aus und schwinge ihn auf das Simsala zu. Ein Feuerball kommt aus ihm geschossen und erledigt das Simsala. “Bim.“, sage ich zufrieden. Aber jetzt muss ich weiterkommen.

    3
    Kapitel 39: Nicht genug

    Tayfun
    Ich bin mit Asuka in Deckung gegangen, damit wir nicht irgendwie als Bekannte durchgehen, denn unsere Freunde haben sich richtig beliebt hier gemacht. Jetzt überlegen wir, wie wir sie am Besten da raus holen können. “Das sind einfach zu viele...“, murmelt Asuka. Ich schaue kurz zu ihr und dann wieder auf´s Feld. Und Unorganisiert. Für was? Was haben die überhaupt richtig gemacht? So einen Typen und ein Mädchen…. In Schwierigkeiten gebracht. Ein Wunder wäre jetzt das Richtige. “Ihr scheint Hilfe zu brauchen.“ Erschrocken drehe ich mich um. Da steht der Kerl, der uns mal vor den Pichus gerettet hat. Wie hieß er noch gleich? Egal. Ich weiß, dass er mutig ist und sich vielen Gegnern entgegenstellen kann. Ich nicke. Er kommt vom Vorsprung zu uns herunter. “Dann spitzt mal die Lauscher: Die Gegner sind koordiniert. Das heißt, dass sie einen Anführer oder zumindest eine Organisation haben. Bei einer Organisation müsste man sie schnell aus dieser bringen, aber ich weiß, dass die hier einen Anführer haben. Für den jetzigen Kampf werden wir die vier dort vorne erst einmal sich selbst überlassen müssen. Für ein frontales Einmischen sind da zu viele Gegner. Er deutet den Weg, den wir eigentlich gehen wollten. Rechts sind ihre Lager. Es führt nur ein kleiner Weg zur Kommandozentrale. Der linke weg hier bietet Deckung und ist breiter. Allerdings ist der weg dort auch nicht unbewacht, also muss jemand für etwas Ablenkung sorgen.- Spätestens dann wird sich im Lager etwas regen. Man wird sicher noch mehrere Leute erwarten. Und das ist der Zeitpunkt, wo sie sich umformieren müssen und gleichzeitig unsere Chance, zuzuschlagen, uns reinzumogeln, den Anführer ausfindig machen und überwältigen. Dann liegt ihre Aufmerksamkeit bei uns und wir haben sie geschlagen. Sie werden überaus verwirrt sein und sich gar nicht sicher sein, wo oder wen sie jetzt angreifen sollen. Alles soweit verstanden?“ Nicht so ganz. “Fast, aber du redest ziemlich schnell. Was passiert mit dem Lockvogel und in wiefern helfen wir Takenaa und Teona da jetzt raus?“ “Das geschieht automatisch. Sobald wir den Anführer haben, werden sie auseinander sein und von überall Probleme haben, was sie zum Rückzug zwingt, da sie sich nicht neu formieren können.“ Sehr riskant und risikoreich, aber ziemlich gut durchdacht. “Ich übernehme dann die Ablenkung, ich meine… ich kann nicht richtig kämpfen...“ “Schon okay. Wir machen das auch so.“, sage ich mit viel Zuversicht. Ich weiß nicht so recht, aber er gibt mir das Gefühl, dass das überhaupt nicht schief gehen kann. “Dann los.“ Wie geplant, lassen wir die vier erstmal alleine und begeben uns zum Tor, das in die Festung führt. “Los, Asuka, du bist dran.“, flüstere ich. Sie nickt und geht aus der Deckung. “Halt! Das ist Sperrzone!“ wird gerufen und der Wächter läuft zu Asuka. “Das läuft ja alles wie nach Plan.“
    “Du hast doch nicht gezweifelt, also.“ Wir laufen aus der Deckung zum offenen Tor und erhaschen einen Blick in das Innere. Mein Blick schweift kurz zur Halskette, die der Junge trägt. Das Zeichen von Rayquarza. Dann sehe ich wieder ins Lager. “Sieht fast nach einer Infiltration aus.“
    “Schwärmt aus, sucht nach weiteren Fremden und sichert den Pass! Beseitigt jeglichen Widerstand!“
    “Zu Befehl!“ und Tatsächlich lassen sie das innere der Festung unbewacht. Zum größten Teil. Wir warten, bis sie an uns vorbei sind und gehen dann in die Festung. “Okay, hier werden wir die ganze Zeit überwacht. Weiter kommen wir nicht. Gib mir Rückendeckung!“, sagt der Junge und mein Atem bleibt kurz stehen, als er als Vibrava fliegt. Schnell, zielstrebig und dazu noch elegant. So möchte ich auf mal fliegen… wenn wir denn einen Kristall finden sollten. Ach ja! In meinen Gedanken versunken habe ich überhaupt nicht gemerkt, dass er den Anführer von hinten bereits überwältigt und ihn seine Amulette entrissen hat. Die Aufmerksamkeit liegt nun bei ihm, wie er, wieder als Mensch sein Amulett in die Höhe hält. Das sieht irgendwie komisch aus. Pink. Was kann das sein? Er verwandelt sich in ein Lucario, springt hoch in die Luft und landet auf den Mauern. Ach ja! Ich sollte ja auch mal etwas machen, aber wie soll ich ihm den Rücken frei halten, wenn er immer spontan und schnell seine Position wechselt?
    Ich denke, ich mache mich etwas selbstständiger. Das mache ich, indem ich das Tor von innen verschließe, sodass von Außen niemand mehr rein kommt. Dann sehe ich nach, was ich als nächstes tun könnte, bevor dieser Junge alles gemacht hat. Ich sehe, wie zwei Leute den Anführer durch eine Luke in das Innere der Festung bringen, doch ehe ich sie, selbst als Dratini, erreichen kann, ist sie schon wieder verschlossen und verriegelt. “Sie hauen ab!“, ruft der Junge und öffnet das Tor wieder.
    “… Statt zu helfen, dachtet ihr, ihr nehmt gleich die ganze FESTUNG in Anspruch?“, fragt mich Takenaa laut, nachdem wir uns in der Festung wieder trafen. “Also...“, sage ich doch etwas verlegen.
    “Verzeiht, es war meine Idee. Ihr habt aber gut kooperiert und jetzt haben wir eine Festung aus der Tyrannei von Piraten und Räubern befreit.“
    “Moment, ich dachte, das seien Verbündete von Boey gewesen.“
    “Wer oder was ist Boey?“
    “Der Bruder von Ruoyi. Der, der den Widerstand gegen ihn führt.“
    “Ach, ihr meintet Raweso. Ja, es waren auch Sympathisanten für ihn, da Clive sie unter keinen Umständen duldet und sie unterdrückt hat. Sobald Raweso hier gewesen wäre, hätten sie sich ihn angeschlossen. Aber gut, dass ihr hier wart, damit keine Banditen hier wieder herrschen würden.“
    “Clive?“
    “Das ist Ruoyi, nur mit anderen Namen.“
    “Richtig. Ich bin Urs. Ein Kämpfer für Clive´s Sinn für Gerechtigkeit und Ordnung.“ Ein Kämpfer von CLIVE? DIREKT VOR UNS? Und wir haben ihn unterstützt, wobei wir eigentlich befeindet sein sollten…
    “Ihr macht einen überraschten Eindruck. Ehrlich gesagt sollte ich hier schauen, ob sich neben den Piraten noch weitere Raweso anschließen könnten, da hatte ich euch eine ganze Weile im Auge gehabt, aber dass ihr heute mit mir gekämpft und diese Festung zurückgewonnen habt, hat mir gezeigt, dass ich euch trauen kann.“
    Ehm… das würde ich auch gerne, dass er das kann, aber… Das Mädchen, welchen wir geholfen haben, meldet sich auch mal zu Wort. Gerichtet an Urs: “Verzeiht, aber das Amulett, welches ihr da habt...“
    “Ach ja. Ist es Euers? So sei es wieder in Eurem Besitz.“ Sie nimmt es an und drückt es fest an sich. “Nun, dann ist ja mein Job gemacht, wie ich sehe. Nun, war mir eine Freude...“
    “Moment. Du wirst jetzt doch von deinen Leuten gesucht, oder nicht?“
    “Schon, aber damit komme ich schon klar. Boey ist nicht so kaltherzig, wie diese Leute hier. Der wird mir schon verzeihen, dass ich ein Herz hatte.“
    “W-wolltest du nicht für meinen Schutz sorgen?“, fragt Bianca.
    “Du kannst auch mit ihnen hier weiter reisen. Ich bin mir zwar nicht sicher, was ihr im allgemeinen vor habt, aber ihr seid jedenfalls keine Wilden oder Feinde.“
    “Wir sind auf dem Weg, diesen Konflikt ein Ende zu setzen. Ohne dass eine Seite leiden muss...
    “Ah, darum geht es hier also. Also, ich kenne Clive. Der würde von sich aus keinen Krieg führen, da bin ich mir sicher.“
    “Das kann ich von Boey aber auch sagen.“
    “Also ich komme auf jeden Fall mit euch...“, sagt Bianca. Blau seufzt. “Nun, als dein Schutz muss ich dir ja wohl folgen. Also: Ich bin mit dabei.
    “Dann werde ich euch auch ein Stück begleiten. Es kann zur Konfliktbeendung nicht schaden, das Wissen beider Seiten an sich zu haben.“
    “Toll, dass wir das klären konnten, aber jetzt will ich erst mal eine Pause. Diese Gauner haben ihre ganzen Schätze mitgenommen, aber ein Teil ist ja doch noch da. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich möchte mal schauen, was sich hier noch abstauben ließe. Wer kommt mit?“

    4
    Kapitel 39: Für´s Erste

    Jim

    “Gut, zu wissen. Nun, ich bin Chaz. Früher mal Koordinator, aber die Zeiten änderten sich und die Wettbewerbe wurden eingestellt. Den Grund hatte nie jemand erfahren. Als ich hierher kam, wurde mir gesagt, es sei für das Gute. Ein Akt der Barmherzigkeit, alle Feindseligkeiten und unterbinden. Aber das war ein Irrtum! Ich liebte die Wettbewerbe! Sie haben doch alles zum Leben gebracht! Eine Niederlage war ein Anreiz, mehr zu können, kein Groll! Na gut. Vielleicht doch ein bisschen.“. Sagt der, mit dem ich geflohen bin. Nun sind wir in einem kleinen Lager und es ist gerade wieder morgen geworden. Wir konnten uns mit Mimiken verständigen und somit fliehen. Ursprünglich war alles nach Plan gelaufen, aber er hätte gerne mehr gefangene retten können. Deshalb ist er überhaupt dort hingekommen. Nochmal wird das aber nicht klappen, da muss man sich erst einen neuen Plan ausdenken. “Sag mal, wer ist das überhaupt, den wir da mitgenommen haben und die uns verfolgt hat? Sieht so gar nicht mehr so bösartig aus, wenn sie so schläft.“ er deutet auf Angie, für die jetzt der Spieß umgedreht wurde. Jetzt sitzt sie hier gefangen. Eigentlich nehmen die Leute hier keine Gefangenen, aber sie ist uns nun mal gefolgt und hat nicht nachgelassen. Hat sich wohl etwas überanstrengt und jetzt liegt sie hier. Sicher gestellt. “Du willst dich nicht mit ihr anlegen. Ein reinster Berserker. Ich frage ich mir, warum.“
    “Vielleicht findest du ja jetzt die Antworten. Wir haben hier etwas Zeit und warten eigentlich nur darauf, dass die Befreier kommen, damit wir uns ihnen anschließen können.“
    “Ursprünglich wurde ich von ihnen getrennt, kann aber nicht sagen, wo sie jetzt sind. Es ist schon eine Weile her, seit wir bei den Ruinen waren.“
    “Verstehe. Das heißt, dass wir jetzt weiterhin geduldig warten müssen.“
    Ah, Angie ist aufgewacht. Man hört etwas. “Aufgewacht?“
    Sie macht mir gleich wieder klar, dass sie mich am liebsten wohl wieder umbringen würde. Sie greift an ihre Tasche an der Taille. “Daraus wird nichts.“ Ich ziege ihr, dass ich ihre Amulette in der Hand halte. Sie kann das genau so wenig ab, wie ihre Pokémon. Das kann ich fühlen. Chaz schmunzelt. “Nun, ich sehe, du hast sie ganz gut unter Kontrolle von daher überlasse ich sie jetzt dir. Ich widme mich dann wieder meinen Aufgaben.“
    “Moment, du willst mich mit der alleine lassen?“
    “Ich werde noch anderweitig gebraucht und dieser provisorische Zaun ist auch nicht als Zelle geeignet. Nimm das hier am Besten.“ Er gibt mit ein Seil? Mit zwei… oh nein. “Definitiv nicht! Du bindest die nicht an mir an!“
    “Nicht? Ich dachte, du hast die unter Kontrolle. Immerhin konntest du ja ihr ganzes Team in einem eins gegen eins schlagen, wie du erzählt hast. Oder ist dem nicht so?“
    “Doch, aber...“
    “Dann steht ja kein Grund zur Sorge.“ Ich kann nicht fassen, was hier gerade geschieht! Ich stehe sehr unter spannung, als er mir die eine Handschelle anlegt. Als er bei Angie fertig ist, sagt er noch: “Ach ja, so lange ihr das tragt, könnt ihr euch nicht verwandeln. Also dann: Seh zu, dass du ihr Manieren beibringst.“ Ich soll sie also auf unsere Seite ziehen. Ich schaue zu ihr. Ihr wütender Blick und mein Unterbewusstsein sagt mir, dass das niemals geschehen wird. “Und wenn du fertig bist, kannst du wieder zu mir kommen, dann mache ich das wieder auf.“ Bevor ich protestieren konnte, ist er schon weg. “Wehe dir...“ Ich weiß jetzt nicht, ob das zu mir oder zu Chaz war. Aber Angie ist das erste Mal kooperativ. Sie versucht wenigstens nicht zu fliehen, oder sich irgendwas auszudenken, um mir das Leben zur Hölle zu machen. “Also, was ich vorher noch einmal fragen wollte...“ Was ist denn jetzt los? Sie geht ganz unschuldig an mir vorbei und stellt sich vor mich. Dann nimmt sie mit der anderen Hand das Seil und zieht. Sie hat irgendwas hinter meinem Rücken gemacht, dass das Seil einmal um meine Beine gelegt war. Daraus folgt, dass ich so richtig auf den Rücken falle. “...wer hier wen unter kontrolle hat.“ Will sie jetzt türmen? Aber sie bleibt stehen, als ich wieder aufstehe. Ihr ist entweder klar, dass sie hier nicht so einfach abhauen kann, oder sie wollte einfach nur zeigen, dass ich sie nicht unterwerfen soll. Das hat sie zumindest geschafft, mit ihr ist nicht zu spielen. Das erinnert mich doch irgendwie an gestern. Nur war es da anders herum. “Komm. Waffenstillstand fürs Erste.“ Ich nicke. “Für´s Erste.“

    5
    Kapitel 39x: Unverstehbares verstehen.

    Angie

    Also, von allem was ich bis jetzt gehört habe, klingt die Version von diesem Jim so, als wäre Clive wirklich der Böse, der alles zwanghaft so halten möchte, wie es gerade ist. Das klingt ja nach einer Propaganda. Den einen wird das erzählt, den anderen etwas anderes. Aber ich glaube nicht, dass Clive uns belogen hat. Er hat uns ja die Wahl gelassen, ob wir kommen wollen, oder nicht. Das kann keine Propaganda sein. Er fragte ja mal, als er in unsere Pokémon-Pension kam. Er ließ mir die Wahl, etwas zu tun, dieses Leben so zu führen, wie ich es mir vorstellte. Aber das Szenario hier war sicher nicht in meiner Traumwelt vorhanden, in welchem ich gezwungen bin, mit so irgendeinem Nemesis versuchen, klar zu kommen, obwohl er mich bisher immer zur Weißglut brachte. Aber irgendwie erinnert er mich auch an Ash, als ich ihn das erste Mal vor Jahren traf. Aber das ist doch völlig absurd. Ash kämpft für Clive als hochrangiger Kämpfer. “Es ist seltsam… Dich in meiner Nähe zu haben und nicht zu kämpfen.“
    “Wann hätte so ein Moment denn bitte sonst kommen sollen, wenn nicht einer in Gefangenschaft des anderen ist?“ Ich muss kurz kichern. “Du redest ja so, als hättest du das alles unter Kontrolle. Aber du kommst hier ja nicht mal weg. Um uns herum sind überall Clive´s Vorposten.“
    “Mehr als du. Sobald Boey hier ist, werden die weg sein und ich werde sogar vielleicht ein gutes Wort für dich einbringen.“
    “Danke, aber abgelehnt. Ich wette, dass Clive uns zuerst finden wird.“
    “Bestimmt nicht. Wir sind so weit von der Festung weg, das kann er nicht so schnell finden.“
    “Wetten doch?“
    “Der Verlierer geht dann sowieso wieder in Gefangenschaft des anderen.“
    “Vielleicht. Vielleicht bringe ich aber dann auch ein gutes Wort für dich ein, wenn du dich denn bedingungslos ergibst.“ Er lacht kurz.
    “Als hätte ich eine Wahl! Wenn ich dich hier an der Leine habe, kann ich eh nichts machen und die werde ich auch nur los, wenn du… du weißt schon. Und ich weiß genau wie du, dass das nicht geschehen wird.“
    “Sieh an, du kannst dein Kopf also auch außerhalb des Kampfes anwenden.“
    “Hey, ich dachte, wir haben einen Waffenstillstand!“
    “Tschuldige. Es ist schwer, mich mit dir zu unterhalten, ohne zu versuchen, dich zu necken.“
    “Ach, woher kommt das denn?“
    “Du warst es halt immer, der meinen Einsatz versaut hat! Weißt du noch? Unser erstes Treffen? Wer hat mich denn aufgehalten? Du doch. Und immer wieder hast du es gemaacht!“
    “Weil du aber auch zu schnell und voreilig gehandelt hast, da musste ich etwas tun.“
    “Ah, voreilig also. Sag mal, bist du eigentlich wirklich so stark, wie du gezeigt hast, oder hast du mein Team nur durch List geschlagen?“
    “Hey, noch ist Boey nicht gekommen. Wenn ich dir das jetzt verrate, wirst du es später gegen mich einsetzen.“
    “Seltsam. Du scheinst ja sehr gut aufzupassen. Ich frage mich, wie es sein kann, dass so eine gute Person mich immer nur aufregt.“
    “Vielleicht ist es genau das, was dich aufregt. Dass ich so gefasst bin und du immer so energiegeladen. Hast du den Kampf zwischen Mir und Clive gesehen? Ungefähr das selbe Schema.“
    “Hey, was willst du damit sagen? Dass ich etwa zu unkontrolliert bin, oder was?“ Ich verpasse ihn einen leichten Rippenstoß.
    “Im Kampf vielleicht. Und das färbt dann auf mich ab. Du kannst dich doch sicher noch gut daran erinnern, dass es nur schwer gelang, uns damals auseinander zu bekommen?“
    “Ehm… sicher...“ Ich seufze. Damit hat er schon recht. Dann muss ich lächeln. Ein guter Beobachtungssinn, Menschenkenntnis, ein gutes Gedächtnis… das einzige, das und trennt, miteinander zu Arbeiten, sind Clive und Boey. Nicht, dass er mir jetzt wichtig ist, oder sowas, aber ich merke, dass selbst die, die eigentlich immer die Bösen sind, nicht wirklich böse sind, wofür ich sie immer hielt. Das wird im Kampf gegen sie es sicher nicht einfacher machen, zu kämpfen, aber es ist ja nur eine interessante Feststellung. Was ist das plötzlich? Ein Wille, nicht zu kämpfen? Den hatte ich schon lange nicht mehr. Was hat dieser Ort wohl aus uns gemacht?

    6
    Um Platz zu sparen, wurde das Amusement-Kapitel, welches hier war, auf eine Extra-Seite gestellt. Der Link findet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1507318857/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Fakten-und-Amusement-Kapitel

    Es existierten vor der Seite 5 Amusement-Kapitel. An ihrer Stelle wird das selbe wie hier stehen. Amusement-Kapitel werden in der Regel alle 6 Kapitel erfolgen.

    7
    Kapitel 40: Eine Seefahrt, die… ist lustig?

    Takenaa

    Nun haben wir endlich diese Berge hinter uns gelassen und nun müssen wir uns noch dem letzten Terrain stellen: Dem Meer. “Hier ist leider ein weiterer Weg bis zur anderen Seite. Wenn wir mit dem Schiff fahren können wir innerhalb der nächsten Stunden auf der anderen Seite sein. Zu Fuß müssten wir erst mal einen großen Umweg laufen und ich denke, eine Schiffsreise wäre was für euch.“ Da liegt sie gar nicht mal so falsch. Wir bewegen uns eigentlich nur mit Laufen voran. Eine Alternative wäre auch mal schön. “Können wir uns hier aber noch einmal hier am Haven hier etwas umsehen?“, frage ich aber noch einmal. Vielleicht finde ich ja noch einmal etwas schönes. “In der Stadt, wo wir ankommen, findest du sicher bessere Läden. Das ist eine richtige große Handelsstadt und nicht von Räubern oder vom Krieg beeinflusst, da es eine neutrale Stadt ist. Sie handeln sogar mit Piraten und werden nicht mal ausgeraubt, deshalb ist es auch eine große und blühende Stadt. Dort könnten wir uns etwas aufhalten, ehe wir weiterziehen.“
    “Du scheinst dich ja ganz gut auszukennen, Urs.“
    “Nun, ich war dort schon mal. Sie haben sehr schöne Skalden dort.“
    “Was sind denn bitte Skalden?“
    “Sowas wie Sänger.“ Okay, hört sich doch schön an.
    “Okay, dann fahren wir rüber. Dann will ich aber auch das sehen, was du sagtest.“
    “Das wirst du, Takenaa.“ Asuka hat uns mit Urs und Tayfun ein Schiff organisiert, das und auf die andere Seite fährt. “Das ist ja ein Segelboot!“
    “Was dagegen? Ich finde es schöner, als ein Motorboot oder dergleichen.“
    “Allerdings will der Schiffsfahrer, dafür dass wir ihn nicht bezahlen müssen, Geleitschutz. Denn Es soll hier doch Piraten geben, sobald wir in keinem Hafen mehr sind.“
    “Wie oft müssen wir denn noch mit solchen Gesetzlosen kämpfen?“
    “Was meinst du denn? Wir sind gerade in Kriegszeiten, da kann es schon mal zu Vernachlässigungen des Volkes führen und somit kommen Meutereien, die sich weiter bis zur Gesetzlosigkeit steigern.“
    “Da hat er allerdings recht…. Ich habe schon oft arme Leute am Rande gesehen, denen wir aber leider nicht helfen konnten...“, fügt Bianca hinzu.
    “Das heißt aber nicht, dass man einfach andere Schiffe überfallen kann, wie man will. Von daher müssen wir sie, wenn sie kommen, ohne weiteres zurückschlagen.“
    “Kommt, wir haben nicht ewig Zeit. Während wir hier reden, tobt der Krieg im Norden.“
    “Du hast Recht. Kommt. Stechen wir in See!“ Es ist wirklich doch schon aufregend, auf einem echten Segelboot zu fahren. Ich hoffe, ich muss nichts machen, ich kann nämlich kein so großes Schiff segeln. Das Schiff legt ab und der Hafen wird immer kleiner. Ich liebe es, mit Schiffen in See zu stechen. Allerdings nur der Anfang.
    Denn kaum haben wir nach einer halben Stunde den Hafen verlassen, stehe ich an Deck und halte mich nur noch irgendwo fest. “Seekrank?“, fragt Blau. Ich schaue ihn Ausdruckslos an. “Nein, eigentlich nicht.“
    “Du weißt aber, dass das hier nicht mit den unseren Booten zu vergleichen ist? Das hier schaukelt viel mehr hin und her.“
    “Ja…. Danke. Keine Ahnung, ob ich in dieser Verfassung irgendwelche Piraten aufhalten kann...“
    “Nein. Bei dieser Gesichtsfarbe eher nicht. Geh lieber unter Deck in deine Kabine.“
    “Um Gottes Willen! Nicht! Das ist ja noch schlimmer. Ich halte das lieber hier durch, bis wir am Hafen sind...“ Blau grinst mich nur an. Er weiß genau so gut wie ich, dass das noch Stunden dauern kann. Ich weiß, was du denkst und auch, dass du mich gerade so dermaßen auslachst, wie du nur kannst. Das kriegst du eines Tages noch einmal zurück. “Wirklich?“, sagt er auf einmal. Ich schaue ihn nur weiterhin ausdruckslos an. Er lacht leicht. “Sorry, Darling. Also dann, man sieht sich.“, sagt er mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht. Ich forme mit meinen Fingern eine Pistole, halte sie in seine Richtung und imitiere den Rückstoß. “Piu“, sage ich leise. Auf einmal knallt es richtig und ich halte mich wieder am Masten fest, schaue dann in die Richtung, woher der Schuss kam. Ein Schiff, mit irgendeinem Zeichen als Flagge, ich schätze mal, das sind die Piraten, die gemeint waren. Wie konnte ich mich anfangs nur auf diese Fahrt freuen…? Ich löse mich vom Masten und halte mir den Kopf. Die Pflicht ruft. Dafür reisen wir auch gratis…

    8
    Kapitel 41: Jetzt gibt’s Ärger.

    Teona

    Ich sehe das Schiff, welches sich uns nähert, genau an. Keine große Fregatte. Serafina wäre hier jetzt eine Hilfe, aber die ist jetzt gerade nicht da, da muss ich schauen, was ich mache. Also, Bianca, wie ich jetzt weiß, benutzt überwiegend keine Pokémon, eher so was… solche Dinge, die wie Items fungieren, wie ich festgestellt habe. Sie hat zwar ein Amulett, aber immer, wenn ich sie danach frage, sagt sie so etwas wie: “Nein, lieber nicht.“, oder: “Ich bin mir aber nicht so sicher...“, sie hält also das große Geheimnis, welches Pokémon das ist, sehr für sich. Sie wird also eine Unterstützung sein. Takenaa geht es nicht so gut, hat sie gesagt, sie benutze ich hier lieber auch nicht. Aber mit dem Zuwachs haben wir jetzt völlig neue Chancen. Blau und Urs haben bisher einen vergleichbaren Kampfeswillen und Stärke wie Tayfun gezeigt. Das finde ich schon mal gut. Ich muss sie nur Dirigieren. Als das Schiff der Piraten bei uns andockt, da es schneller als unser ist, kippt das Boot, wodurch Takenaa ihren Halt verliert und vom Boot stürzt. Eigentlich würde ich mir jetzt Sorgen machen, aber hier ist ein anderes Problem. Außerdem hat sie ein Karpador. Ein Karpador ist äußerst Zäh im Wasser und hat die größte Ausdauer im Meer. Sie muss nur mit uns Kurs halten, sonst müssen wir später nach ihr suchen. Der Kampf ist, wegen der Differenz der Anzahl der Kämpfenden relativ ausgeglichen. Sie stürmen mit voller Geschwindigkeit auf unser Boot. Urs wird zum Vibrava, Tayfun zum Dratini und Blau zum Schillok. Unsere Gegner sind Kampf, als auch überwiegend Wasser-Typen und vollkommen Agressiv. Blau lasse ich die ersten Attacken abfangen, da er resistent gegen das meiste ist und die höchste Verteidigung aufweist. Tayfun hilft aus der Distanz mit Attacken, wie Drachenwut und Urs hat mit Vibrava hier leider eine schlechte Wahl auf dem Wasser gewählt. Er muss sich für´s erste Zurückziehen und auf Lucario umwechseln, was aber etwas Zeit in Anspruch nimmt. Bianca hat hinter Tayfun Deckung und… wirft Blau mit diesen Gegenständen ab. Sie scheinen ihn zu heilen. So lange es funktioniert, will ich nichts sagen. Aber auf die Dauer funktioniert das nicht und Blau wird ziemlich früh zurückgedrängt und Tayfun hält noch nicht viel aus. Wir sind einfach noch zu schwach… Urs hat, nachdem er sich verwandelt hat, es aber noch einmal geschafft, die Gegner in Schach zu halten, sodass sich Tayfun und Blau noch einmal neu formieren können. Ich hoffe, Urs bleibt standhaft, sonst sehe ich schwarz. Auf einmal werde ich von hinten geschnappt und in die Luft gezogen. Ich schaue über mich. Ein Skorgla hat mich im Gleitflug geschnappt und zieht mich jetzt nach oben. Es wusste wohl, wer am Gefährlichsten ist. Ich verwandle mich in Vulpix und setze gegen ihn Flammenwurf ein, der aufgrund des Bodentypes leider wenig Schaden verursacht und ihn kaum interessiert. Dafür macht es mir etwas aus, wenn er einen Tiefflug über das Wasser macht, dass sich das Vulpix in mir sofort zurückzieht. Auf einmal schaut es um sich herum und lässt mich fallen. Irgendwas hat er bemerkt und ich ahne auch, was. Unter mir im Wasser wird ein schwarzer Schatten immer größer. Er kommt schneller auf mich zu, als ich schwimmen kann. Im nächsten Moment realisiere ich, dass ich auf dem Kopf eines Garados´s sitze. Das glaube ich jetzt nicht. Ist es ein freundliches Garados? Ich springe im rechten Moment auf unser Schiff zurück, als es gerade in der Nähe schwamm und erhebt sich nun wie eine Seeschlange. Es brüllt bedrohlich und get mit dem Kopf nach unten, als wolle es angreifen. Die Piraten machen schnell kehrt und ziehen sich auf ihr Schiff zurück, womit sie fliehen wollen. Nun verschwindet es im Wasser und ich sehe es nicht mehr. Aber das Piratenschiff ist nun weg und wir können in Ruhe weitersegeln. Moment… natürlich müssen wir noch nach Takenaa suchen, hätte ich doch leider fast vergessen. Ich treffe mich erst mal wieder mit den anderen“Wir haben Takenaa verloren? Ach Mensch, was soll das denn? Das Bootfahren wurde ihr wohl doch zu anstrengend.“
    “Ich frage mich, was das für ein Pokémon vorhin war. War es wohl wild? Das ist selten.“, meint Urs.
    “Und ich glaube, es hat es wohl nicht nur auf die Piraten aus gehabt. Ich spühre schon, wie es wiederkommt.“
    “Blau… du bist doch mit Wasserpokémon in guter Verbindung, oder? K-kannst du es nicht einfach überreden, uns in Ruhe zu lassen?“, fragt Bianca.
    “Das ist ein Garados. Diese Biester sind schwer zu bändigen.“, antwortet er. Ich sehe die Silhouette schon im Wasser. Auch, wenn mir seine Bewegungen nicht eindeutig sind. Es verschwindet unter unserem Schiff und taucht auf der anderen Seite über Wasser auf. Es springt aus dem Wasser, direkt über unser Schiff. “Was hat es denn jetzt vor?“ Direkt über uns wird es klar. Es wird immer kleiner und schließlich zu Takenaa. “Ahhhh!“ Sie fliegt weiter und wieder ins Wasser. Ich denke, so hat sie sich das nicht vorgestellt. Wir helfen ihr auf´s Schiff wieder rauf und lassen sie erst wieder zu Atem kommen. “Was ist denn bitte da unten passiert? War das Mona?“, fragt Tayfun schließlich.
    “Es… äh… ja, glaube ich. Als ich ins Wasser fiel, habe ich sofort Mona´s Amulett genommen und benutzt, damit ich unter Wasser auskommen kann. Dann wollte ich zurück, aber ein Leuchten unter Wasser hat mich abgelenkt. Als ich näher kam und es berührte, entwickelte sich Mona auf einmal. Ab da hatte ich sie auch nicht mehr unter Kontrolle. Ich konnte sie gerade noch so überreden, euch nicht anzugreifen. Aber den Piraten wollte sie dann doch noch einmal eine Lektion erteilen. Und eigentlich wollte ich hier auf dem Schiff landen, aber… na ja.“
    “Wenn ein Pokémon schwach ist, ist es leicht zu kontrollieren, aber nimmt seine Stärke zu, werdet ihr ihm zeigen müssen, dass ihr weiterhin fähig seid, es zu kontrollieren. Wenn du Mona ist jetzt sehr stark geworden, das heißt aber auch, dass du, wenn du sie wieder einsetzen möchtest, es erst unter Kontrolle bringen musst. Das kannst du gerne im Schloss machen.“
    “Und es hat noch etwas gutes an sich: Ich komme jetzt mit diesem Schiff besser klar. Was sagst du dazu, Blau?“
    “Bei dem Gedanken, dass du mir das jetzt dauernd sagen wirst, wird mir schlecht.“ Oje. Was das für Freude sind. Ihr Amulett ist jetzt auch nicht mehr so sehr an ein Karpador, sondern eher an ein Garados angelehnt. Die Amulette verändern sich also ach? Cool.

    9
    Kapitel 42: und es kommt noch härter!

    Lou

    “S-silber?“, frage ich vorsichtig. Er ist seid dem Ausbruch nicht so gut zu sprechen. “Was?“
    “Bist du noch immer wegen dem Ausbruch unseres ersten Gefangenen wütend?“
    “Wenn…. Wenn es nur das wäre.“, sagt er verzweifelt: “Ich konnte nicht mal verhindern, dass er noch jemanden von uns mitnimmt. Es ist eine wahre Schande, was ich leiste. Ich schaffe es nicht, eine gleichstarke Truppe ansatzhalber im Schach zu halten, weder einen einzigen zu bändigen! Ich schaffe es weder, eine Situation lange unter Kontrolle zu halten, weder noch meine Mitglieder zu beschützen! Eine reinste Enttäuschung. So werde ich nie so mächtig, wie einst mein Vater! Ach, warum erzähle ich dir das überhaupt? Als würdest du das jemals verstehen!“
    “Ich weiß, wie du dich fühlst. Die Suchtrupps konnten noch nichts finden, was nach einem Rebellenlager aussah. Ich bin ja auch ein Teil es Teams. Wenn, dann bin ich nicht im Stande, im Team zu arbeiten.“
    “Du machst dich deshalb aber nicht gleich zum Gespött von Clive, wenn du ihm sagst, dass er dir etwas aufgibt, was man nicht schaffen kann! Und dann beweist er mit Bravour, dass alles möglich ist. Diese Rede, nein. Diese Standpauke werde ich so schnell nicht mehr vergessen!“ Er schlägt auf die Bande des Kampffeldes. “Das heißt, ich muss noch mehr Herzblut in die Arbeit stecken! Wenigstens einen TEIL der ganzen Sache beitragen!“ Ich weiß nicht, ob er mir leid tun soll, oder… Also, er macht seinen Job ja nicht falsch, aber irgendwie schaffen wir es nicht wirklich, Erfolge zu erzielen. Einmal einen Kristall geborgen. Das war aber auch nicht die große Herausforderung. Unsere eigentlich erste gelungene Mission, wobei die auch nicht so gelungen war. So ist er nur noch mehr an seinem Stolz verletzt. Ich weiß aber auch nicht, was wir tun könnten. Clive hat uns nun beauftragt, hier in der Festung zu bleiben, während er draußen seine Schlachten kommandiert. Silber sieht sich mittels Holo-Log unsere möglichen Teleportwege an. Einer verschwindet. “Sieht nicht so aus, als würden sie es schaffen...“ Wir müssen Clive beweisen, dass wir mehr sein können, als nur ein Wachposten. Dazu müssen wir nur diese Rebellen finden und besiegen. Ich seufze. Keine leichte Aufgabe. Hier ist es so still, seit Clive den Großteil der Leute hier abgezogen hat. Viele, die zurückblieben, suchen nun vergebens und wir warten hier nur auf Neuigkeiten. Kein aufregendes Leben hier. Ich wollte gerade gehen, da hält Silber mich an. “Lou. Warte. Ruf die Leute zusammen. Nicht ich muss stärker werden. Unser ganzes Team muss es. Ich werde euch jetzt noch härter dran nehmen müssen.“ Ich überlege kurz. “Mach i-“ Ich räuspere mich. “Jawoh, Hauptmann!“
    Silber versammelt alle im Kampffeld, die noch da sind. “Also, wenn wir diese Rebellen finden und beseitigen sollen müssen wir in Top-Form sein. Jeder von euch müsste in der Lage sein, es mit einer Handvoll Rebellen im Notfall auch alleine aufnehmen zu können. Als erstes werdet ihr das Chaos, was während des Ausbruches entstand, reparieren und danach kommt ihr richtig ins Schwitzen. Und Silber lässt uns wirklich unter seiner Aufsicht zuerst die Anlage reparieren und renovieren und stellt uns dann Trainingsaufgaben, die wir überwältigen müssen. So wie als Mensch als auch in der Pokémon-Form. Er geht bei den meisten Übungen als Musterbeispiel vor. Wie viel hat der bitte trainiert, während ich mal nicht geguckt habe? Jetzt verstehe ich, weshalb er auch uns trainieren, also noch härter trainieren möchte. Er meint, wir müssten uns als Mensch auch gegen Gegner wehren müssen, für den Fall, dass uns die Amulette genommen werden würden. So bringt er uns verschiedene Kampf- als auch Verteidigungstechniken grob bei, als auch das Kämpfen mit einem Kampfstab. Er lässt uns mit Gewichten um das Feld laufen und zur Präzision lässt er uns mit dem Bogen schießen. “Die besten Bogenschützen können ein Wattzapf von hundert Metern an einem Baum fesseln, ohne es zu töten.“, sagte er noch. Auch dabei geht er mit einem glänzenden Beispiel voran. Er trifft mit seinem Pfeil mitten durch einen Spalt in der äußeren Mauer, die am anderen Ende der Festung steht. “Da hat einer wohl bei der Reparatur nicht aufgepasst.“, sagt er nur. Niemand schafft das ansatzhalber. Jetzt komme ich mich doch so als Schwachpunkt des Teams vor. Nichts, was er macht schaffe ich halb so gut. So vergehen ein paar Tage. Ich konnte eine so große Schwäche nicht auf mir sitzen lassen und trainierte selbst nachts noch heimlich etwas. “Kommt Leute. Die Schlacht da draußen ist nicht mehr weit. Bis sie hier sind, ist nicht mehr viel Zeit! Bis dahin müssen wir die Rebellen sichergestellt haben!“ Ich weiß nicht, was er hat. Zu seiner Überraschung, habe ich das Training äußerst ernst genommen und ihn selbst schon einmal im direkten Duell geschlagen. “Sire! Wir haben ihren Stützpunkt ausfindig gemacht!“, ruft jemand, der am Tor steht. “Ziemlich stark versteckt, aber in der Nähe des Nagarny!“ Das ist der Fluss, der weit im Süd-Westen liegt. “Ihr habt ihn gehört. Aufsatteln! Wir rücken aus!“ Noch etwas aus der Puste schaue ich zu ihm auf, nicke und wische mir die Haare aus dem Gesicht. Die werden langsam zu lang und wenn Silber sagt: Aufsatteln, dann meint er, dass wir schnell unterwegs sein müssen. Ich laufe schnell in mein provisorisches Zimmer und setz mich vor dem Spiegel. Ich schaue auf den Tisch und nehme mir ein Haargummi. Ich gehe an meine Haare und mache mir einen Pferdeschwanz. Sie dürfen mir nicht im Wege sein, noch meine Geschwindigkeit beeinträchtigen und zum Schneiden fehlt mir jetzt die Zeit. Ich schnappe mir meine Tasche und laufe raus.

    10
    Kapitel 43: Mein Stab, der Wunder wirkte.

    Serafina

    Je häufiger ich mit solchen Kreaturen auseinandergesetzt werde, umso besser komme ich mit dieser neuen Kraft zurecht. Ich frage mich nur, wie viel meine Pokémon davon mitbekommen. Man, die anderen verpassen hier echt etwas. Ich frage mich, ob sie auch irgend so welche Dinge genommen hätten, oder auch andere und was dann aus ihnen geworden wäre. Äußerst interessant das ganze grade. Aber trotzdem frage ich mich, was nun als nächstes kommt und wohin ich eigentlich im Endeffekt komme. Ich gehe schon gefühlt ewig in diesem Tunnel, aber so groß war der Berg doch nicht und ich bin nicht nach unten gegangen .Wenn, dann hoch. Es sei denn, mein Orientierungssinn lässt nach. Und nach einer Weile endlich komme ich endlich wieder an das Sonnenlicht. Ich laufe sofort aus der Höhle und erfreue mich der Sonnenstrahlen. Ich bin in einer Art Garten gelandet. Ein kleiner Bach und sonst Vegetation. Ein Weg führt mich weiter. “Hey, du da!“ Ich schaue mich um und versuche, die Person zu finden, die mich gerade gerufen hat. Als ich wieder vor mich sehe steht da jemand. Ich antworte nicht. Die Person kommt auf mich zu. “Sag, woher hast du diese Halskette?“, fragt sie. Ich nehme den Mondanhänger in die Hand. “Den habe ich gefunden!“
    “Vor einem Waisenheus?“ Ich schrecke auf. Wer ist das und woher weiß er das? “Dann ist dein Name wohl Serafina, habe ich recht? Ich weiß nicht, ob du mich noch kennst, aber ich bin Kenny.“ Kenny? Dieser Name sagt mir nichts. Oder doch? “Ehm, kann sein, dass ich mich nicht so recht erinnere...“, aber interessant, dass er den Anhänger kennt. Er seufzt. “So gut behältst du also deine alten Freunde im Gedächtnis? Man, selbst ich weiß das noch. Und dieser Anhänger. Du hast ihn nicht gefunden. Es war mein Abschiedsgeschenk an dich.“
    “Ach stimmt! Kenny! Jetzt erinnere ich mich wieder! Hast du mich nicht immer Sefi genannt?“
    “Schön, dass es dir wieder einfällt. Und du hast also endlich hierher gefunden.“ Hierher gefunden? Wie lange wartete er denn schon hier, oder wusste er, dass ich komme? “Verzeih, dass ich mich etwas verspätet habe. Ich weiß ja nicht, wie lange du schon wartest...“
    “Kein Grund zur Entschuldigung. Du bist genau zu der Zeit gekommen, wie es vorhergesagt wurde. Trotzdem wollte ich noch wissen, ob du auch die Richtige bist. Und bevor du fragst, folge mir bitte einfach. Gleich wird dir alles beantwortet.“ Er nimmt meine Hand und führt mich in seine Welt. Ein wunderschöner Garten mit einem prachtvollen Blumenmeer und Teichen. Nachdem wir durch ein weißes Gartentor gegangen sind, führt er mich in ein kleines Gartenhäuschen. Er klopft an. “Meister, der Besuch ist da!“ Er wartet nicht wirklich auf eine Antwort, sondern tritt mit mir ein. Er setzt sich und weist mir den Platz zu seiner Rechten zu. Aber ich sehe niemanden anderes in diesem Raum. “Also, Serafina. Das hier ist eine kleine Welt in der großen von Valaya. Auf meinen Reisen als Koordinator bin ich mal mit Zufall in ein Portal dieser Welt gekommen. Man erklärte mir, dass es nur gewissen Leuten erlaubt ist, hier einzutreten. Mit bestimmten Gegenständen, wie dein Anhänger. Wir haben keine Partei in diesem Konflikt gewählt und sind nur hier, um das Gleichgewicht zu halten. Denn nicht selten kommt es mal vor, dass diese Welt ihrem Untergang herabsieht. Im Notfall schreiten wir ein. Und wer wir sind? So ziemlich Niemand. Wir leben hier und unterrichten uns in der Magie, wie du sie vorhin angewendet hast. Das vorhin war ein Test dieses Hauses. Er wird jeden gestellt, um sicher zu gehen, dass derjenige dazu bereit ist. Andernfalls landet er wieder draußen und ohne Gedächtnis, was hier drin geschah. Diene Ankunft wurde hier einst angekündigt und ich wusste, dass du es schaffen würdest, wenn du das Waisenheus überlebt hast, dann auch das.“ Ich lächle ihn an. Ich kann kaum glauben, dass ich ihn wiedersehe, nach all den vielen Jahren. Es kommt mir hier alles gar nicht mehr komisch vor. Als wäre das alles selbstverständlich. Aber eine Sache… “Aber wer ist denn hier der Meister? Und gibt es noch andere?“ Er nickt. "Ich kam gerade nur hierher, um dich zu empfangen. Der Meister ist überall in deiner Umgebung. Er ist dieses Land, nur hier sprechen wir persönlich mit ihm. Hier nimmt er uns wahr und es ist wichtig, dass er jeden sieht, der hier ankommt. Er hat die Höhle mit einem Zauber belegt, der alle draußen hält, die nicht willkommen sind und uns hier ein Leben ermöglicht. Außerdem gibt es auch Machtgeister. Mächtige Zauber, die eigenständig handeln. Dafür ließ er zwar sein physisches Leben, doch lebt in diesem Land weiter, so lange es existiert.“ Das ist viel auf einmal. “Und ich werde dich ab heute lehren, da ich gerade selber meine Lehre beendet habe und nun selber Schüler aufnehmen kann. Es freut mich, dass du die erste sein wirst. Ab heute bist du ein Magier.“

    11
    Kapitel 44: Die ungleichen Brüder

    Tayfun

    Nach einer ganzen Weile der Seefahrt erreichen wir endlich das versprochene Festland. Schön. Ich schaue mir die Stadt an. Es ist wirklich eine schöne Großstadt, da haben Urs und Asuka nicht zu viel versprochen. Als wir an Land gehen, beschließt Asuka, dass wir uns zuerst etwas umsehen und erst richtig in die Stadt gehen, ehe jemand sich eigenständig macht. Das passte Takenaa zwar überhaupt nicht, aber wir wollten uns wenn dann in der Stadt umsehen und nicht bloß am Hafen. Außerdem müssen wir uns irgendwo wiederfinden. Von daher. Aber sie ist schon eine schöne Großstadt. Hier lebt man sicher gerne, wenn man denn Großstädte mag. Irgendwann laufen uns plötzlich Leutescharen entgegen. Sie haben es sehr hektisch. “Hey, was ist denn los?“, frage ich jemanden. “Die Stadt fällt im Norden von selber auseinander und außerdem nähern sich die beiden großen Heere! Es wird gleich zu einem Kampf kommen!“, sagt mir jemand. “Was meint ihr damit: Fällt selber auseinander?“, fragt Asuka. “Ich weiß nicht, aber die Häuser stürzen von alleine ein und Türme fallen um!“, nun hält er es nicht mehr aus und rennt weiter. Wir schauen zu Asuka.
    “… wir sollten uns das ansehen. Es könnte vielleicht eine Chance sein, sie in einem neutralen Gebiet zu vereinigen, wo sie sich nicht bekämpfen dürfen. Außerdem könnten wir ihre Hilfe bei diesem Fall sicher brauchen.“
    “Dann lasst uns keine Zeit verlieren!“, beschließt Urs. Wir stimmen zu und sehen zu, dass wir gegen den Strom nach vorne kommen. “MAN! WAS IST DENN HIER PASSIERT?“, ruft Teona. Es sieht wirklich nach einem harten Kampf aus, nur ist nur die Stadt betroffen und es sind auch keine Krieger zu sehen. Außer Boey und Clive, aber die kämpfen noch nicht.
    “Raweso! Diesmal bist du wirklich zu weit gegangen! Du musst keine neutralen Städte zerstören, um deinen Standort klar zu machen.“
    “Natürlich musst du immer mich für alles schuldig machen, Bruder! Du bist es doch, der alles vernichtet, was Vater aufgebaut hat, beim Versuch, alles so zu lassen, wie es ist!“
    “Oh nein. Die glauben, der jeweils andere hätte diese Schäden verursacht. Aber die Dörfler haben doch was anderes gesagt.“
    “Das heißt, sie würden sich völlig ohne Grund gegenseitig angreifen, das müssen wir verhindern!“, beschließe ich. Auch, wenn unsere Situation nicht so rosig gegen zwei Armeen aussehen.
    “Tayfun, wie sollen wir das denn anstellen? Du weißt, dass sie etwas sturköpfig sind? Außerdem sind sie uns stärkemäßig weit überlegen.“
    “Aber sie hat Recht, Urs. Wir können sie sich nicht bekämpfen lassen obwohl beide unschuldig sind. Los! Wir gehen dazwischen!“
    “Warte, was willst du ihnen denn sagen? Sie werden dir das nie glauben, was passiert ist.“
    “Wir können sie sich aber auch nicht einfach bekämpfen lassen. Also los, wir müssen da hin!“, sage ich schließlich.
    “Yuoka? Schwester, was machst du hier?“
    “Schwester. Was machst du HIER? Wolltest du nicht die Front meiden? Geh lieber, hier wird es gleich brenzlig.“
    “Ich muss ihm einmal zustimmen. Wir wollen das jetzt beenden.“
    “Genau, wie ich, Brüder. Und zwar ohne, dass jemand hierbei stirbt. Ich will, dass ihr euch beide wieder wie früher vertragen könnt.“
    “Ich sagte doch bereits, mit dem kann man nicht verhandeln!“
    “Sehe ich auch so über dich. Nach all dem, was du angerichtet hast...“
    “Bitte hört uns an!“ Ich unterbreche das Familiengespräch.
    “Hört mit euren Anschuldigungen auf! Ich weiß, dass ihr mir wahrscheinlich nicht, aber weder der eine, noch der andere ist an diesem Unglück schuldig! Wir haben mit den Einheimischen gesprochen! Sie sagten, es sei geschehen, bevor jemand von euch eingetroffen ist. Von alleine!“
    “Ein unsichtbarer Feind also? Nett, ich weiß, dass ihr uns aufhalten wollt, aber wenn jemand hier alles im Blick hat, dann doch Ruoyi. Er ist doch der König dieses Reichen! Wenn hier etwas passiert, dann doch nur unter seinen Befehlen.“
    “Ich wäre niemals so verrückt, eine Stadt zu zerstören, die sich aus dem Krieg haushalten möchte! Raweso, immer schiebst du alles in meine Schuhe! Der typische kleine Bruder.“ Sie reagieren nicht drauf und provozieren sich weiter, wie soll das nur enden? “Psst. Tayfun. Sieh mal da oben!“ Ich blicke auf das Dach einer Ruine. Aber da ist doch nichts. Moment! Doch! Wenn man genau hinsieht, dann schimmert da etwas. Ich erkenne nur die Silhouette nicht. Wer oder was ist das? “Das ist der, der das hier verursacht hat. Ich frage mich, warum er hier ist? Das sieht mir nämlich nach einem Wächter aus. Wir müssen ihn Dingfest machen und unseren Brüdern beweisen, dass er es war. Sie werden ihn so nicht selber sehen, dafür sind sie zu aufgebracht.“
    “Seid ihr bald fertig? Ich will nicht, dass ihr leidet.“
    “Genau. Geht aus dem Weg. Hier ist gleich ein Schlachtfeld.“
    “Also verfolgen wir das Ding schnell.“, beschließt Takenaa.
    “Aber schnell, er verschwindet schon!“
    “Okay, wir gehen schon.“, sage ich und wir nehmen die Verfolgung auf. Hoffentlich kommen wir nicht zu spät zurück.

    12
    .

    13
    Kapitel 45: Kollision

    Jim

    “...dann gibt es in Einall keine Koordinatoren oder Wettbewerbe?“, fragt Angie, während wir am Flussufer entlanggehen. Sie balanciert auf den Steinen. “Es gibt das sogenannte Explodon-Tunier. Das findet überall mal statt. Das sind aber auch nur Turniere, dessen erster Platz mit einem Preis meistens belohnt wird. Das kann sowas wie ein Kampf gegen den Champ sein, wenn man Glück hat. Man hat eine bestimmte Anzahl an Pokémon, die man anfangs einträgt und nur mit diesen kämpfen darf.“
    “Wohl eine Trainings-Chance für Trainer für die Liga?“
    “Kann man so ansehen.“
    “Klingt ja nicht sonderlich spannend.“
    “Vielleicht bringe ich ja mal den Vorschlag. Lauro ist der Champ da und ich habe schon eine gute Beziehung zu ihm. Vielleicht.“
    “Bestimmt nicht. Aber ein Versuch wäre es ja wert.“ Auf einmal hören wir ein Knall vom Lager aus. Ich sehe hin. “Sieht doch so aus, als hätte ich die Wette gewonnen. Schau mal da!“ Dieser Silber kommt doch tatsächlich mit seiner Truppe und greift das Lager an. “Na, noch ist es nicht gefallen. Nur, wie kann ich da helfen, wenn ich dich im Schlepptau habe?“
    “Keine Ahnung. Du kannst dich auch setzen, bis wir abgeholt werden. Keine Sorge, es wird nicht wieder wie letztes mal sein, du hast mein Wort.“ Nur, wie viel ist dein Wort wert? Ich kenne sie jetzt schon so gut, dass ich weiß, dass sie gerne herumtickst. Und Recht hat sie auch, dass ich nichts machen kann. Selbst, wenn ich da bin, kann ich immer noch nicht meine Amulette benutzen und wer weiß, wo Chaz ist. Ein weiterer Knall, was wohl eine Art Explosion war, bringt das Lager auseinander und lässt es auch auseinanderfliegen. So landet ein Trümmer knapp neben uns. Angie weicht etwas zurück. “Wie brutal gehen die denn bitte da ran, dass sie selber das Lager dem Erdboden gleich machen? Besser aufpassen, wäre was, auch, wenn es ein Kampf ist, aber das wurde uns immer gesagt...“
    “Pass du besser auf! Du fliegst gleich in die Flussströmung und da vorne ist ein Wasserfall!“ Sie realisiert, wo sie nun steht und will wieder zurückkommen, doch die Steine sind wohl zu rutschig und sie fliegt in die Strömung. Wieso ist hier auch ein verdammter Wasserfall? Ich schaue, wo ich mich festhalten kann, da ich sonst ja mitgezogen werde, finde aber nicht wirklich etwas und die Strömung ist stärker, als mein Halt. Die Steine hier sind zu glitschig, da rutsche ich ständig weg. Meine einzige Chance ist dieser Baum, der noch über dem Abgrund steht. Hoffentlich hält er stand, denn so robust sieht der mir noch nicht aus. Er hält aber den Druck stand. Ein Glück. Angie hat es geschafft, an einen der zum Wasser gehängten Äste zu kommen. Wie stabil die sind, kann ich aber letztendlich nicht sagen. Wenn sie fällt, wird dann mein Arm reißen, das Seil reißen, oder wir stürzen beide da runter. Ja… einige Meter. Kann man sogar vielleicht überleben, wenn man Glück hat. Wenn ich mich verwandeln könnte, könnte ich mit Rankenhieb unseren Halt verstärken und sie vielleicht ran ziehen. Diese dumme Leine! Und zum größten Plot fängt er Ast an, zu brechen, als Angie versucht, rüber zu kommen. “Irgendeinen Plan?“, fragt sie.
    “Leider nein. Dieses Ding nimmt mir alle Möglichkeiten. Ich versuche, dich mal ran zu ziehen!“, was sich aber als kaum möglich herausstellt, denn der Ast bricht noch weiter und somit steigt auch der Widerstand, mit dem ich es zu tun habe. Trotzdem versuche ich es noch einmal. “Ich glaub, das wird nichts. Ich sehe auch gerade niemanden. Sieht aus, als wären wir erledigt!“ Sie schaut in die Tiefe hinab und verfestigt ihren Halt am Ast. Das hilft dir leider auch nicht mehr lange. Ich schaue mich noch einmal um. Aber nichts, mit dem ich arbeiten könnte. Ich kann die Leine auch nicht irgendwo fest machen oder so, dafür müsste ich sie selber los werden. Selbst dabei habe ich schon mein Glück probiert, aber dafür habe ich kein Werkzeug. Jedenfalls keins, was funktioniert. Jetzt bricht der Ast komplett ab und ich höre Angie nur schreien und fühle, wie mich das Seil in den Abgrund ziehen möchte. Das zieht so hart, das halte ich nicht ewig aus. “ANGIE! ICH KOMME JETZT RUNTER! WÜNSCH UNS GLÜCK!“ Dann gebe ich mir einen Ruck und lasse meine Halterung los. Ohne weiteres werde ich in den Abgrund gezogen. Zum Glück fallen wir ins Wasser na, wenn wir beide das mal heil überleben...

    14
    Kapitel 46: Der Kampf gegen

    Takenaa

    Wir verlassen das Kampffeld der beiden Armeen und machen uns auf zur Verfolgung dieses Unbekannten, der versucht, vom Tatort zu fliehen. Aber all zu weit brauchen wir nicht zu laufen. Er steht mitten im Hof der Ruine, auf der er stand und mit den Rücken zu uns. “Du hättest nicht herkommen sollen!“, zischt es in meinem Kopf. Dann schaut er zu uns. Allerdings kann ich unter der Kutte nichts sehen. Ich sehe kurz zu den anderen … die nicht mehr da sind. Wann habe ich sie aus den Augen verloren, oder, wo sind sie jetzt? Ich schaue wieder zum Kuttentyp. Er nimmt seine Kapuze ab. Ich sehe aber nur, dass da, wo der Kopf sein sollte, er unsichtbar ist. Ich nehme ihn nur wahr, da der Teil unsichtbar schimmert, als wäre es dort verschwommen, wie der Rauch einer Kerze. “Redest du mit mir? Warum sollte ich nicht herkommen? Warum zerstörst du die Stadt und was bist du eigentlich?“ Er antwortet nicht. Aber das Ziehen seiner Klinge sagt mehr als genug. Eine echte Klinge. Ich glaube, der will mich wirklich umbringen. Ich könnte auch in eine Art Zwischendimension sein, denn ich höre auch keine Kampfgeräusche, obwohl die beiden Armeen inzwischen miteinander kämpfen müssten. Denn ich habe auch das Gefühl, dass, wenn ich versuche, zu fliehen, hier wieder ankomme. Jeder Gang würde mich hierher zurückholen, das muss ich nicht testen. Ich weiß das weil… ich weiß es einfach. Der Unsichtbare richtet die Klinge auf mich und stürmt los, ehe ich etwas tun kann, wie mich verwandeln, Ducken oder gar schreien.
    Aber im Moment, wo die Klinge mich durchschneiden sollte, umhüllt mich eine semi-sichtbare Form. Sie ist nur zu kurz da, doch der Unsichtbare wird zurückgeschleudert. Ich sehe um mich herum und bemerke auf einmal, dass meine Hände vor meinem Gesicht anfangen, zu leuchten. Und nicht nur meine Hände. Mein ganzer Körper. Als wäre das nicht genug: Auch meine Sicht. Als ich wieder sehen kann, bewege ich mich unkontrolliert, als würde jemand anders meinen Körper, der auf einmal fliegen gelernt hat, steuern. Humanoid sieht er jetzt auch nicht mehr aus, sonst würde ich ja meine Hände und Füße und so weiter spüren. Leider schaut, wer auch immer mich jetzt kontrolliert, nicht zu mir herab, sodass ich mich identifizieren könnte. Ich scheine eine Attacke auszuüben. Eine dunkelblaue, auch leicht violette Kugel, vor meinem Mund, die sich in einen Strahl verwandelt und direkt auf den Unsichtbaren übergeht. Er blockt es mit seiner Klinge. “… das ist also dein wahres Ich.“ Mein wahres Ich? Wenn ich runterkäme und ihm direkt meine Meinung zu sagen… was gerade nur leider nicht geht… dann wäre ich wohl doch tot. Never mind. Lieber beobachte ich jetzt, was mein „Wahres Ich“ nun vor hat. Bin ich jetzt Schizophren, oder was? Hallo? Anderes Ich? Kannst du mich hören? Mein Wahres Ich fliegt hoch und dann direkt auf den Unsichtbaren zu. Dann fliegt es wieder hoch. Der Unsichtbare wurde direkt getroffen und hat sich beim Kontakt direkt aufgelöst. Es schien aber auch nicht, als wolle er irgendwie ausweichen. Mein Wahres Ich schaut sich um und lässt mich wieder leuchten. Jetzt habe ich wieder meine alte Form, als auch meine Kontrolle. ABER WARUM IN DER LUFT! Ich falle sofort runter, auf ein schräges Dach, kullere das runter und falle dann die 2 Meter auf den Boden. “Au.“ Ich richte mich wieder auf und schüttle meinen Kopf aus. “Das war seltsam.“
    “Geht es dir wieder gut?“, fragt mich Tayfun. Ich bemerke erst jetzt, dass ich einen nassen Lappen auf meinem Gesicht habe. “Tayfun? Wo kommst du auf einmal her?“
    “Was soll das heißen? Wir waren die ganze Zeit hier und haben gegen violett leuchtende Pokémon gekämpft. Nur ist dir, noch bevor der Kampf angefangen hat, ein Klotz der losen Wand auf den Kopf gefallen und du bist zusammengebrochen. Der Typ konnte leider entkommen.“ Jetzt, wo sie es sagt, wird mir etwas schummerig im Kopf. “Habe ich sonst noch etwas verpasst?“, frage ich.
    “Du meinst, als ich dich vor einem speienden Glurak gerettet habe?“, fragt Blau.
    “Und etwas, was du nicht spontan erfunden hast?“ Er ist still.
    “Ach, eigentlich nichts.“
    “Wir müssen jetzt nur irgendwie zusehen, dass wir den Kampf unter Kontrolle kriegen. Wir müssen sie vom weiteren Kämpfen aufhalten.“
    “Ich glaube, das ist kaum noch möglich, aber vielleicht kann ich sie beruhigen. Bleibt besser hier, ehe ihr noch aus Versehen eine Attacke abbekommt. Sie sind sehr stark.“ Sie verschwindet.
    “Glaubt ihr, dass sie es schafft?“, fragt Teona etwas zweifelnd. Die Kampfgeräusche hören auf.
    “Sie scheint jedenfalls ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.“, antwortet Tayfun. Kurz darauf kommt Asuka wieder.
    “Sie haben sich wieder zurückgezogen. Weitere Kämpfe können wir zwar nicht aufhalten, aber immerhin… etwas.“
    “Wow, wie hast du das gemacht?“
    “Ehm… Familieninternes.“, antwortet sie. So weit so gut, aber… waren die Geschehnisse bei mir vorhin wirklich nur eine Einbildung? Eine Fatamorgana meiner ohnmächtigen Fantasie? Es fühlte sich so real an und was mich stört: Ich habe es noch in Erinnerung, statt es, wie einen normalen Traum, einfach zu vergessen. Wobei… da kommt mir gerade etwas wichtigeres in den Sinn: “Also, wo treffen wir uns gleich? Ich will trotzdem hier mal die Läden abklappern.“

    15
    Kapitel 47: Mein Faden. Und den verliere ich nicht.

    Teona

    Wir haben einen kleinen „Sieg“ hinter uns gebracht, aber Asuka wirkt besorgter als je zuvor. Vor allem, nachdem Takenaa ihr etwas erzählt hatte. Was genau, weiß ich nicht. Ich versuche, mich nicht davon beeinträchtigen zu lassen, mich nicht darum zu kümmern und zu sehen, was jetzt am Besten unsere nächsten Schritte wären. Die Stadt hier bot viele Aufstockungen unserer Vorräte und sonst Dinge, die jemanden individuell interessierten. Ruoyi und Raweso haben nicht wirklich etwas zu Urs oder Blau gesagt. Die Schäden in dieser Stadt sind nun leider auch und wir können uns nicht wirklich darum kümmern. Wir müssen zusehen, wie wir die beiden Armeen aufhalten können. Aber leider sieht unsere Lage wohl doch etwas sehr ernst aus. “Ich weiß nicht, wie wir weitermachen sollen. Ich konnte meine Brüder etwas beruhigen und sie dazu bringen, kurz mit den Kämpfe aufzuhören, aber ich bin mir sicher, bald werden sie wieder aufeinander treffen.“, meint Asuka, als ich sie fragte, was nun der Plan ist.
    “Aber dafür sind wir jetzt nicht diese ewigen Märsche gelaufen! Ich jedenfalls höre nicht auf, ehe wir hier irgendwas erreicht haben.“, sagt Tayfun, die gerade zu uns kommt.
    “Und mich kümmer auch noch, was das jetzt für Poké- Senshi waren, die uns angriffen. Sie scheinen diesen Krieg ja in die Weite führen zu wollen.“
    “Was wir auch nicht vergessen sollten: Serafina ist auch noch irgendwo da draußen.“
    “Für Serafina können wir gerade nichts tun. Sie muss auf sich selber aufpassen. Aber ich bin mir sicher, sie ist definitiv nicht mehr beim Schrein. Wo auch immer ihr Weg sie hingeführt haben mag, es könnte überall in dieser Welt sein.“
    “Ich denke, wir sollten die Front fürs erste meiden. Wir müssen mehr über diese Senshi herausfinden. Ich denke, wenn wir diese unter Kontrolle bekommen, bringt uns das schon einen gewaltigen Schritt vorwärts.“
    “Sollten wir dann nicht erst recht die Front aufsuchen? Vielleicht werden sie wieder irgendwas zerstören wollen, wie hier.“
    “Nein. Genau, wie Teona sagte. Sie werden nun uns folgen, statt den Krieg zu fördern. Ich weiß es. Boey und Clive sind nun eh schon so stark verfeindet, die brauchen keine Anreize mehr, sie noch weiter zu provozieren. Statdessen sollten sie die Friedensbringer aufhalten. Also uns.“ Gar nicht mal so dumm, aber ich denke, dass da noch mehr hinter steckt, als sie momentan zu erzählen mag. Hatte sie irgendeine Vision oder so was? Egal. Das Resultat ist, was zählt. “Außerdem sollten wir mal an so einen Kaili-Kristall kommen. Um zwei Fronten aufzuhalten muss man auch stark genug sein, sich dazwischen zu stellen.“
    “Ich verstehe, was du meinst. Dieser Meinung bin ich auch. Wenn wir aber einen Kristall entwenden, darf er kein besonderer sein. Manche Senshi brauchen ja bestimmte Kaili-Kristalle an bestimmten Orten. Es gibt aber auch viele, die im Notfall entwendet werden können. Und ich denke, unsere Lage könnte nicht ernster sein.“
    “Dann suchen wir jetzt einen seltenen Kristall, wenn er nicht an einer wertvollen Stelle ist. Wo kann man da denn nur anfangen? Im Meer, wo Takenaa schwimmen gelernt hat?“
    “Das wäre nicht sehr weise. Wir wissen ja nicht mal genau, wo das Teil liegt. Dass Takenaa auf ihn gestoßen ist, war reiner Zufall. Wir müssen wohl einen suchen. Und wenn wir dabei sind, können wir auch für Bianca mal ein Pokémon fangen. Es kann nicht sein, dass sie immer unseren Schutz benötigt und nur heilt.“
    “Okay, das ist doch schon mal ein guter Anfang. Im Norden ist die Front, im Sünden das Meer, im Westen Boeys Eroberungen, also geht es nur nach Osten. Da geht es dann auch immer näher zu Clives Hauptstützpunkt. Auch, wenn wir nicht eingreifen, sollten wir immerhin in der Nähe des Konfliktes bleiben und es scheint, dass Boey momentan gewinnt.“
    “Und sie werden so lange kämpfen, bis einer in seinem Schloss besiegt wurde.“, fügt Asuka hinzu.
    “Also gehen wir erst mal gen Osten und halten uns von der Front fern.“
    “Ich kann euch gleich warnen. Das ist eine Wüstengegend. Nur eine große Klippe führt zum Wasser runter.“, erklärt Urs.
    “Oh, klasse. Gebirge, Savannen, Schiffsschaukeleien! Jetzt kommt eine Wüste? Ihr wollt doch echt...“
    “Ach ja: Und wir müssten uns auch wieder beeilen. Ich wette, der Kampf lässt sich nicht durch den Sand verlangsamen.“
    “Richtig, Tayfun. Sie werden die Wege gehen. Auch, wenn es weniger Deckung bietet. Aber ich kann dich in einer Hinsicht beruhigen, Takenaa: Wir können auch eine Sand und Steinwüste durchqueren. Ich denke, eine Steinwüste ist etwas besser. Allerdings ist...“
    “Ich wusste es. Einen Harken gibt es doch immer.“
    “….Ja. Also, sie ist nicht so nah an der Küste. Und wir werden nicht die Ressourcen meines Schlosses bis zum Limit erschöpfen. Macht euch also bereit, mit so wenig Wasser wie möglich auszukommen.“
    Takneaa seufzt stark.
    “Also, Taki, wir gehen jetzt in die Stadt und holen uns Wasser. Normales. Und nichts wie Fanta oder Sprite.“ Mit den Worten verschwindet Tayfun mit Takenaa noch einmals in der Stadt. Ich blicke zu Asuka. Sie schaut mir in die Augen und nickt.

    16
    Kapitel 48: Clives Falle

    Lou

    Schade. Langsam hatte es mir wirklich schon fast Spaß gemacht, zu kämpfen. Nur leider waren diese Leute so gut wie überhaupt nicht vorbereitet und waren für uns ein einfaches Ziel. Vor mir geht gerade der letzte Kämpfer zu Boden.
    Zufrieden sehen wir auf die Früchte unserer Arbeit. Ein eingenommenes Lager und eine Handvoll Gefangene. Aber trotzdem ist mir etwas unwohl. Als ob ich irgendetwas vergessen hätte… Angie! Wie konnte ich das vergessen? Sie war nirgends dabei. Als auch dieser andere Junge. Hoffentlich wurden sie nicht irgendwie in das nächste Lager geschleust und sind schon längst bei Boey. Das dürfen wir nicht hinnehmen. “Silber, ich glaube, wir sollten Anige suchen gehen.“ Er überlegt eine Weile. “In dem Lager ist sie nicht. Und an der Flussströmung haben wir auch nichts entdeckt. Sie ist wohl nicht mehr hier.“
    “Silber! Wir haben sie entdeckt!“, ruft Lucia, während sie angerannt kommt. “Wirklich? Wo?“
    “Unten am Wasserfall.“ Sie haben wohl versucht, sie dort zu verstecken und gehofft, uns würde das nicht auffallen. Na ja. Wurde dann wohl nichts draus. Ich kann es kaum erwarten, diesen hochnäsigen Typen ein für alle Male wieder wegzusperren. Für einen Moment war ich geschockt. Ein Moment, in dem ich runterkam um mir das anzusehen, aber was ich sah, war nicht das, was ich erwartete. Anscheinend haben sie sich hier nicht versteckt. Aber was ist in sie gefahren, den Wasserfall hinabzuspringen? Was andere lasse ich durch den nassen und beinahe bewusstlosen Zustand nicht herleiten. Der Junge ist zwar bei Bewusst sein, scheint aber sehr abwesend zu sein. Er macht nichts und starrt nur ins Leere. Angie hingegen scheint völlig weggetreten zu sein. Warum sie auch immer da heruntergestürzt sind, sie haben mehr oder weniger heil überstanden. “Was machen wir jetzt mit ihnen?“ Ich will meine Meinung nicht außen vor lassen, aber Silber hat hier das Kommando. “Angie kommt wieder zu uns. Wir sollten ihr jetzt alle Ruhe geben, die sie braucht. Der andere hingegen… der kann helfen, Clives Falle zu errichten.“ Flüchtig habe ich von Clives Falle gehört. Es soll etwas sein, welches Boeys Vormarsch aufhalten soll. Wie das genau funktioniert, weiß ich nicht wirklich, aber es soll noch Arbeitskraft fehlen, ums sie letztendlich fertigzustellen. Aber Silber will doch nicht diesen stillen Berserker dafür benutzen? “Wenn wir das machen, dann will ich aber dabei sein und ihn ihm Auge behalten. Du hast ja gesehen, zu was er fähig ist.“
    “Schau ihn dir an.“, sagt Silber nur und deutet auf ihn. “Besser lässt sich der Begriff Hoffnungslosigkeit nicht verbildlichen.“ Ja… aber weshalb? Wieso sollte er auf einmal alle Hoffnungen aufgegeben haben? Ist er überhaupt richtig wach? “Vielleicht springt er gleich auf und versucht, zu fliehen.“, aber Silber schüttelt nur den Kopf. “Wir bringen ihn persönlich hin. Dann kann nichts geschehen.“
    “Ist das wirklich der einzige Weg?“
    “Lucia! Wenn er bei Kräften und bei seiner Mannschaft wäre, würde er uns ohne zu zögern angreifen und gnadenlos beseitigen! Er kann von Glück reden, dass wir noch eine Verwendung für ihn haben.“ Niemand sagt mehr was. “Dann wäre das ja geklärt.“ Lucia und Conway kümmern sich darum, Angie wegzubringen. Der Rest soll dabei helfen, diesen stillen Berserker zu Clives Falle zu bekommen. Während wir den Teleport bereit machen, frage ich mich echt, was hier passiert ist? Der macht ja so richtig gar nichts, so kenne ich ihn ja gar nicht. Na ja. Umso besser, aber sollte das eine Finte sein, wird sie nicht funktionieren. Nicht bei mir. Wir bringen ihn zu Koordinaten, die Silber eingab. Und Clives Falle ist echt nicht zu übersehen. In der Steinöde sind wir jetzt auf jeden Fall nicht mehr. Jetzt sind wir in einer Art Gebirge. Ich schaue auf eine Karte auf der die Route der Schlachten verzeichnet ist. Das kann ja wirklich nicht mehr lange dauern. Wir sind auf einem Berg, den man umgehen sollte, wenn man mit einer Armee kommt. Sie müssen also diesen Weg hier nehmen, laut der Kalkulation, die hier drauf steht. Clives Falle. Sie sieht aus, wie eine Art Panzer. Jetzt muss man schon zu sowas greifen? Viele Leute, die daran noch rumwerkeln, aber es sieht schon sehr fertig aus. Aus dem Rohr schaut eine Attrape eines Drachenkopfes. Zelte und kleine Hüten stehen hier. Ein richtiges Lager. Vor dem Gerät wird eine Bahn zu einen Abhang nach oben vorbereitet. Da soll das Ding wohl hochfahren. Klar, von da aus hat man eine große Fläche im Blick. Es ist auch lustig anzusehen, wie es nach der Farbe des Felsen gefärbt wurde. Wäre ich am Fuße des Berges würde ich es überhaupt nicht sehen, wen ich nicht darauf achten würde. Aber all diese Leute hier zu sehen, die arbeiten, gibt in mir schon ein sehr unwohles Gefühl. “Sie wird die Truppen von Raweso beseitigen und ihn somit zur Kapitulation zwingen.“, erklärt Silber, “wobei Beseitigen relativ ist. Sie werden halt nicht in der Lage sein, zu kämpfen und dann kommt Clive. So ist das gedacht. Nur muss sie noch den Abhang da hoch und eigene Motoren hat es nicht. Von daher muss es gezogen werden.“
    “Du verlangst echte Sklavenarbeit? Das ist doch unter deiner Würde.“
    Er schüttelt den Kopf. “Also irgendwie muss es ja da hoch und hier sind hoch trainierte Pokémon um uns herum. Sieh es als Zusammenarbeit. Außerdem ist es eine Möglichkeit, den Krieg ohne Verluste auf beiden Seiten zu gewinnen.“ Richtig wohl ist mir das jetzt noch nicht, aber ich habe hier ja nicht das Sagen. Stadtessen nicke ich nur. Dann ist der Konflikt bald immerhin zu ende und alles wird wie früher. Ich merke, wie ich innerlich wieder meine Reise nach Jotho plane.

    17
    Kapitel 49:

    Serafina

    Kenny weite mich fürs erste in meine neue Behausung ein. Es ist ein wunderschöner Ort. Kleine Wohnungen, schlichte Wege und alles fast immer überwuchert. Das Dorf wurde sogar an den Wurzeln eines großen Baumes errichtet. Wo bin ich hier gelandet? Wohl nicht mehr in einer Höhle, immerhin scheint hier die Sonne und ich kann über mir den Himmel sehen. Dafür aber nie eine Wolke, was ich eigentlich überhaupt nicht gewohnt bin. Es ist, als wäre ich in einer neuen Welt aufgetaucht. Das einzige, was mich noch wissen lässt, dass ich noch in Valaya bin, sind meine Amulette. Ich meine, mein Aussehen hat sich hier ja auch schlagartig verändert. Ich habe mal am ersten Morgen in den Spiegel gesehen und lasse mir seit dem die Haare etwas länger gehen, statt sie so kurz zu lassen, lasse ich sie jetzt bis knapp vor über die Schultern gehen. Außerdem habe ich mir noch einen Haarreif angelegt. Finde ich, sieht schon besser aus, für das, was ich jetzt bin. Immer wenn ich aus meinem Haus gehe, wartet draußen schon Kenny auf mich, um mich weiter einzuweisen. Er wurde von Mutter Cogica als mein Lehrer akzeptiert. Sie ist die Chefin hier und wird immer Mutter Cogica genannt. Sie ist eigentlich ganz gütig und nett und hat mich hier mit offenen Armen empfangen. Ich weiß, es ist etwas komisch, dass wir einen Meister und eine Chefin haben, aber sie ist quasi der Meister in manifestierter Form und behält stets eine feste Verbindung zu ihm. Kenny hat mir am Anfang beigebracht, mich von allem zu lösen, was mir bis jetzt in dem Kopf schwirr. Dabei war zu beachten: Lösen. Nicht vergessen. Ich soll die Magie meistern und nicht meine Persönlichkeit wegwerfen, aber alles, was mich ablenkt, wird mich bremsen. Nach einem Essen und einer halben Stunde Freizeit, in der man eigentlich sich eher auf den nächsten Unterricht vorbereitet, was ich allerdings noch lernen muss, beginnen die Stunden normalerweise. Ausnahmen gibt es selten bis gar nicht. “Also….“, beginnt Kenny die Stunde, “Jeder Magier, der hier ist, wurde einer Seite zugewiesen. Es gibt bei uns weiße Magier und schwarze Magier. Beide benutzten die jeweils andere Form der Magie. Ob helle oder dunkle. Ich würde jetzt gut und böse sagen, aber das kann man dazu nicht wirklich sagen. weiße Magier sind eher geduldig und gelassen. Sie benutzen Tricks und Taktiken, um ihre Magie anzuwenden und ihre Gegner zu besiegen, während die schwarzen Magier auf finstere Mächte zugreift und ihre ganze Kraft im Kampf einsetzen. Erfahrene schwarze Magier, sogenannte Zauberer benutzen sogar die Kraft ihres Gegners um sie zu besiegen. Erfahrene weiße Magier werden zu Weisen und sind auch imstande, Verbündete zu unterstützen und zu heilen.“ Das ist schon sehr interessant, aber… was meint er mit den finsteren Mächten?
    “Und was sind das für finstere Mächte? Ich meine, was, wenn ein schwarzer Magier eine starke finstere Macht meistert und dann versucht, die Macht an sich zu reißen?“ Kenny seufzt
    “Genau das wollte ich verhindern, dass du das glaubst. dunkle Magier sind nicht böse. Wenn der von dir genannte Fall eintreten würde, hat er die Magie nicht gemeistert und wäre von der Magie kontrolliert und nicht er sie. Wir üben alle, um nicht der Magie zu verfallen. Von deiner Frage kann man sofort sagen, dass du ein heller Magier bist. Ganz einfach an der Denkweise. Du hättest die weißen Magier niemals verdächtigt, etwas böses zu tun. Das ist aber falsch. Beide Seiten können gleichartig bösartig sein. In den typischen Geschichten Gut gegen Böse kämpft das Gute immer gegen das Böse und vernichtet den oberbösen Feind. Aber warum sind sie deshalb gut, wenn sie ihn vernichten, wie er sie vernichtet hätte? Die Guten akzeptieren meistens sich und ihre Gefolgsleute, hassen aber das Böse an sich. Genau so ist das umgekehrt. Es gibt kein Richtig oder Falsch in dieser Lage, eher ein: „Was ist deine Meinung?“.“ Okay, ich komme zwar nicht ganz mit, aber er hat sicher Recht. “Also sollte ich der einen Seite mit der selben Vorsicht begegnen, wie der anderen?“ Er überlegt.
    “Jain. Nicht wirklich. Deinen Mitmagiern kannst du vertrauen, aber deiner Magie solltest du mit der selben Vorsicht begegnen, wie auch der anderen. So wäre es korrekt.“
    “Und was ist jetzt der Unterschied der beiden Seiten? Was genau ist die Magie eigentlich im Unterschied zu den beiden Seiten? Ich dachte, man könnte so die Attacken seiner Pokémon auch so anwenden.“
    “…. Hast du schon mal etwas von der Aura gehört?“, fragt er mich und macht mir mit seiner Mimik klar, dass wir noch einen weiten Weg haben. Ich schüttle den Kopf. “Nein. Leider habe ich echt keine Ahnung.“
    “Nun gut… also, es ist sol...“ Er erklärt mir, was die Aura im Grundlegenden ist und was man mit ihr machen kann und wer sie besitzt. Seine Beispiele basierten immer auf einen Sir Aaron. Ich höre ihn gespannt zu. Dabei freue ich mich, endlich wieder Zeit mit ihm zu verbringen, wir früher Auch damals hat er mich immer gerne belehrt, was ich wohl nicht vergessen werde. “… und so läuft es auch anstatshalber in der Magie. Du kannst zum Beispiel einen Schild um dich geben, oder Wunden heilen, wenn du denn soweit vertraut in der Magie bist. Das dauert aber noch. Ich habe ein paar Jahre schon geübt und mir fällt noch immer nicht alles leicht. Aber das hängt auch von der Person ab. Jeder ist ja individuell und lernt auch unterschiedliche Zauber unterschiedlich schnell oder überhaupt. Du wirst beispielsweise niemals so gut werden, wie ich, da du deine eigenen Fähigkeiten erlernst, darum ist auch viel Training außerhalb der Stunden sinnvoll. Darum gibt es auch so viel Freizeit. Sie ist gedacht, sich selbst zu testen und sich zu verbessern. Du könntest Zauber erlernen, die ich nie beherrschen könnte. Da könnte ich dir nur sagen, was du grundlegend besser machen könntest. So. Jetzt will ich dir auch mal den ersten Trick beibringen, den so gut wie jeder kann und können sollte.“ Er schaut zu einem der Steine auf den Boden und lässt ihn in seine Hand schweben. “Man sollte im Kampf seine Waffe nie verlieren.“ er wirft ihn mir zu. Ich fange, er fällt mir schnell wegen seinem Gewicht schnell aus der Hand und er knallt zu Boden. Was war das? Der sah bei ihm so leicht aus. “Und du solltest auch schwere Gegenstände mit Leichtigkeit heben können.“, sagt er lachend. Da kommt viel auf mich zu.

    18
    Kapitel 50: Die Ruine in der Wüste

    Tayfun
    “Oh man, zuerst durchstreifen wir die höchsten Gebirge, die dürrsten Savannen und die feuchtesten Meere und jetzt laufen wir durch eine heiße Wüste? Was wollt ihr von mir?“, fragt Takenaa. Niemand antwortet. Ich höre sie nur vor sich hin murmeln: “Das ist nicht lustig...“ Jaja, ist ja gut.
    “Vermisst du etwa schon deine Eltern?“, frage ich sie, um sie mal etwas zu motivieren.
    “Bloß nicht! Da trete ich ja eher in einen Sandstrudel, als dass- Uaaaah!“ Oje. Sie hat es beschworen. Sie rutscht den Sand hinab und mitten in ein Loch. Ich schaue so weit wie möglich rein, ohne selber reinzufallen. “Takenaa?“
    … Keine Antwort. Ah, doch, jetzt: “Jaja, ich hab´s begriffen! Das Schicksal hasst mich! Könnt ihr mich hier rausholen?“ Wir wechseln die Blicke. Anscheinend weiß niemand etwas. “Wo genau bist du da denn jetzt? Kannst du etwas sehen?“, ruft Teona rein.
    “Ja, Moment, das. AH! IGITT! Was zur… Also… Ja, hier scheint es weiterzugehen. Irgendwelche Katakomben.“
    “Tcha, tut uns echt leid, aber rausholen geht schlecht. Wir haben nichts, was dir da wirklich helfen könnte. Wie schade, müssen wir leider weitergehen.“, meint Blau humorvoll. Ohne Vorwarnung packe ich ihn und schupse ihn in den Sand. “Uaah! Was? Ahh!“ Er fällt genauso spektakulär wie Takenaa da rein.
    “Ups, war das Absicht? Weiß ich gar nicht mehr.“
    “Haha! Was sollte denn das, Tayfun! Jetzt sitzen wir beide hier drin!“
    “Ganz einfach, wir kommen nach. Zurücklassen ist nämlich keine Option.“ Ich mache einen Schritt vorwärts, slide den Sand runter, lande sicher und mache Platz für den nächsten. “Es mag zwar dumm sein, aber immerhin bleiben wir beisammen.“, sage ich. Einer nach den anderen kommt runter. Der Aufprall ist bei der zwar circa 2 Meter hohen Decke bei dem Sand auch nicht mehr so schlimm. “Licht?“, fragt Blau. Bianca zündet eine Fackel an, die auf dem Boden lag. “Na gut. Immerhin besser, als oben in dieser Hitze zu laufen. Vielleicht finden wir hier ja auch einen Kristall oder so. Nun gut, lasst uns dann mal gehen.“
    “Vielleicht solltest du nicht so voreilig vorlaufen...“ Takenaa bleibt sofort stehen, ehe sie in noch irgendetwas rein läuft. “Also… vielleicht… es gibt sicher überall unsichere Stellen, wer weiß, was das hier für eine Ruine ist und ob die jemand für sich beansprucht hat. Wir könnten in einem Territorium von irgendjemanden sein.“
    “Dann entschuldigen wir uns. Bianca, gib mal die Fackel. Ich gehe jetzt nämlich vorsichtig weiter vorwärts.“ Sie tut wie gesagt. Nimmt sich die Fackel und geht weiter. Und zwar mit größter Vorsicht. Bis wir zu einer Weggabelung kommen. “Und wo lang jetzt? Beide Wege könnten uns zum Ausgang bringen, oder weiter in diese Katakomben reinführen.“, meint Urs. Ich schaue mir beide Wege an. Sie sind absolut identisch. Keine Hinweise für irgendeinen richtigen Weg. “Aber ihr müsst schon sagen, das Bild da sieht schön aus.“, meint Bianca, während sie an die Decke schaut. Ich schaue hoch. Irgendwas leuchtendes ist an der Decke und es wurde ein Groudon als Mosaik reingeschnitzt. “Das sieht ja schön aus. Was ist das denn für ein Leuchtendes Dingsi?“, fragt Takenaa begeistert.
    Asuka schaut sich die Decke genau an. “Urs, flieg mal da hoch und nimm dir diesen Stein da. Er sollte nicht so schwer sein.“ Das ist ein Stein?
    “Hey, warum hat er mich denn vorhin nicht einfach da raus geholt? Urs kann doch fliegen.“
    Urs lächelt.“Du bist mir doch eine Nummer zu schwer.“ Und im nächsten Moment macht er sich als Vibrava in die Lüfte auf. Wohl auch, um sich vor Takenaa in Sicherheit zu bringen. Oje. Er hat sie schwer genannt. Sie schaut zu ihm mit ihrem: Ich töte dich – Blick. Er fliegt hoch und nimmt den leuchtenden Stein mit nach unten. Asuka inspiziert ihn genau. “Das ist einer. Ein Kaili-Kristall. Aber… es sollte nicht hier sein. Das ist ein Reich für Boden-Pokémon. Da gibt es keine Kristalle an der Decke.“
    “Und was passiert da oben jetzt? Das Groudon lacht uns an.“ Ich schaue wieder hoch. Das Mosaik fängt an, zu leuchten. “Wir haben hier irgendwas aktiviert, und wer auch immer den Kristall da angebracht hat, wird wohl gleich hier sein.“
    “Und dieser Jemand ist stark?“
    “Vielleicht. Wir haben jetzt zwar einen Kristall, aber es gibt keine Garantie, dass ihr eure Entwicklungen dann auch benutzen könnt. Das ist dann kein Moment, außer Kontrolle zu geraten.“
    “Dann würde ich vorschlagen, diskutieren wir das woanders weiter. Asuka, mach ein Portal zu deinem Schloss auf! Dort haben wir alle Zeit der Welt.“
    “...Nein. Nicht hier. Nur, wenn es sicher ist. Wir müssen uns jetzt für einen Gang entscheiden. Zurück kommen wir nur in eine Sackgasse.“ Auch noch Extrawünsche? “Okay, Teona, wo lang?“
    “Moment, ich soll entscheiden, wo lang wir gehen?“
    “Na klar, du befehligst uns ja auch im Kampf. Ich weiß, dass du einen klaren Verstand hast und sicher den richtigen Weg wählen wirst.“
    “Dem kann ich nur zustimmen. Teona, in Fällen wie diesen muss man dem Anführer vertrauen. In unserem Fall bist du das. Also, wo lang sollen wir gehen?“, sagt Urs. Ich merke, wie Teona gerade ziemlich überfordert, oder eher überrascht.

    19
    Extended-Kapitel 51: Komm los, auch, wenn es hart ist.

    Jim
    Mein Magen dreht sich im Kreis, habe ich das Gefühl. Keine Ahnung, wie das das überlebt habe. Aber ich kann es immer noch nicht fassen: Für einen kurzen Moment war ich frei. Und im nächsten gefühlt: Wieder zurück. Ich denke, noch einmal werden die mir diese Chance nicht geben, irgendwo hin zu fliehen. Und wohin? Und mit wem? Das ist noch gesicherter, als die kleine Festung. Na ja, ich treffe hier viele bekannte Gesichter aus dem Lager. Und soweit ich richtig verstanden habe, sollen, wir, weil der Motor das nicht alleine schafft, diesen Stahlgiganten den Abhang hochziehen? Die Technik ist hier wohl noch nicht so ausgereift, dass man noch Sklaven zum Ziehen braucht. Danach soll man frei sein, da der Krieg dann sowieso vorbei wäre. Das würde ich gerne sehen. Aber eine Sache lässt mir keine Ruhe: Ich dachte, ich würde Chaz hier endlich sehen. Aber er ist nicht hier, dabei habe ich schon gefühlt überall zweimal nachgesehen. Hm. Diese… wie hieß sie? Lou schaut mich immer mit so einem verdächtigen Blick an, als plane ich wieder eine Flucht. Kann ich nur verstehen. Die vorherige war aber immer noch nicht von mir geplant. Chaz hat das alles gemacht. Mir nur gesagt, was ich machen soll. Nicht direkt gesagt, aber es mir klar gemacht. “So, jetzt ist Schluss hier! Eine Pause gibt’s, sobald ihr oben seid. Und los!“, ruft der Befehlshaber hier. Silber, heißt hier. Ich nehme mir meinen Teil des… Na klasse. Festgemacht wird man hier. Damit man bloß nicht abhaut, oder was? Eine Verbindung befestigt am Handgelenk und langem Seil, an dem gezogen werden soll. Ich werde aber aus Prinzip keine meiner Pokémonformen hierfür benutzen. Nicht, wie gewisse andere hier. Und diese Lou. Immer mit einem wachsamen Auge auf mich. Oh Gott! Dieses Ding bewegt sich für diesen Aufwand, der dafür angewendet werden muss ja so gar nicht. Langsam… langsam… Und es soll den Krieg beenden. Ich würde ja am liebsten etwas Sabotage machen, aber nicht, so lange hier jemand mich hier ständig im Blick hat. Beim Ziehen spüre ich noch immer die Schmerzen des Aufpralls, die entstanden sind. Fast alles tut weh, aber an Meutern ist hier wohl auch nicht zu denken, oder? Dieses Gewicht, als müsste ich einen Stein bewegen, der genau so groß ist, wie ich. Mein Kreislauf spielt völlig verrückt und mir tun auch schon die Hände weh. Bei meiner nicht vorhandenen Erholung seit dem Sturz, kommt es auch mal vor, dass ich über meine Füße stolpere und auf den Boden falle. Dabei sind wir schon ziemlich weit oben. Auch, wenn das nicht der sauberste oder gemütlichste Boden ist, würde ich lieber liegen bleiben, selbst, wenn mir das zuwider ist. Aber besser, als den Klotz da zu ziehen. Bei der Erschöpfung fallen mir auch die Augen zu. Ich merke nur, wie mir irgendwann langsam die Schelle abgemacht wird und ich weggetragen werde. Moment, das ist es doch! Meine Fessel ist weg und sie… eine unbeschreibliche Kraft durchströmt mich plötzlich. Eine Idee! Eine Möglichkeit, zu entkommen und das Schlimmste zu verhindern. Einen Zeitstillstand. Niemals. Da versuche ich lieber das unmögliche. Hier einen Versuch, diese Operation zu stoppen. Unsanft werde ich zur Seite gelegt. “Und weiter!“, ruft Silber. Die Leute hier sind größtenteils Sympathisanten für Boey. Es wären viele starke Verbündete. Ich weiß, was ich mache. Ich greife unauffällig an mein Amulett, springe auf und verwandle mich im Flug zu Serpifeu. In dieser Form habe ich sogar noch im Sonnenlicht Vorteile, was Schnelligkeit, Fragilität und Ausdauer angeht. Mein Ziel ist die Halterung der Seile. Mit ein paar gezielten Laubklingen schaffe ich es, sie zu lockern. Aber Lou möchte nicht, wie ich will und verliert keine Sekunde, mich zu stoppen. Als ich mich zu ihr umdrehe, durchtrenne ich die Halterung völlig. Das Seil wird lose und fliegt ab. Wütend greift sie mich als Fukano an. Nicht schlecht, ein Fukano. Feuer. Sie hat den Trick mit den Typenvorteil genutzt, aber leider den falschen Typen gewählt. Immerhin ist Feuer der einzige Typ, der in der Regel Eisen oder Stahl zum Schmelzen bringt, auf dem ich hier gerade stehe und welches nur noch vom Motor oben gehalten wird. Und wie Aggressiv die ist! Greift sofort mit einem Flammenwurf an, dessen Stärke ich noch nie gesehen habe. Da hilft mir nur das Ausweichen. Leider tun mir noch immer meine Beine weh. Ein eins gegen eins würde ich nicht lange aushalten. Aber Moment. Ich springt den Giganten hoch, laufe an der Kante und komme an der anderen Seite vorsichtig wieder runter. Heiß! Hier ist es verdammt heiß. Lou kommt direkt an. “Denk nicht daran, zu fliehen, ich hole dich immer ein!“ Das war auch gar nicht meine Intuition dahinter. Vielmehr interessiert mich, wo wir jetzt kämpfen. Am hinteren Teil des Panzers. Da, wo der Motor ist. Der verdammt heiß ist. “Was jetzt? Gib auf und dann machst du das Seil wieder da dran, wo es ran gehört!“
    “Vergiss es. Du verstehst es nicht, oder? Das ist alles Teil von Chaz´s Plan!“
    “Du verarschst mich, oder?“ Ich zucke unwissend mit den Schultern. Dann bekomme ich, was ich mit so einer Einstellung wohl auch verdient habe. Was ich aber auch erwartet habe. Ein Flammenmeer erster Sahne. Ich kontere mit Grasmixer dagegen, aber nicht, um es aufzuhalten, eher, um es zu verstärken und umzulenken. Jetzt kann ich vor Lauter Feuer nur nichts mehr sehen, nur, als es schon zu spät war, dass Lou mit Flammenzahn auf mich zurennt und mich beißt. Plötzlich knallt es in unserer Nähe und wir schauen zur Ursache. Lou rennt von mir runter und vom Panzer weg. Als ich mich aufrapple, merke ich, wieso. Das Teil rutscht jetzt den Berg hinab. Wenn ich hier noch weiter rumstehe, zerquetscht es mich noch. Intelligenter Weise wäre ich jetzt zur Seite gerannt, aber viel Platz ist zwischen uns beiden nicht mehr. Rauf springen ist auch nicht. Während er rutsch, kommt er in die Seitwärtslage und überschlägt sich dabei, dass man es richtig knallen hört. Bergrunter und ohne schweren Klotz zum Ziehen und als Serpifeu komme ich mir plötzlich so leicht vor, aber anders wäre ich schon längst unter diesem Ding! Erschöpfung und Panik breiten sich in mir aus. Ich versuche auch, verzweifelt mal zur Seite zu Rennen, aber dann höre ich wieder so ein Knallen und sehe einen Schatten, der mit zeigt, dass hier gleich die Oberfläche dieses Panzers aufschlägt. Noch panischer werde ich, als ich einmal ausrutsche und hinfalle. Ich versuche alles, um noch einmal hoch zu kommen. Jetzt bin ich schon im Lager, aber der noch immer rollende Panzer reißt hinter mir nebenbei alles ein. Und da kommt noch ein Abhang. Das überlebe ich jetzt aber nicht. Ich nutze den Vorteil, dass er hier durch den nicht vorhandenen Abhang etwas langsamer wird und schaffe es ganz knapp, dem auch schon teils brennenden Teil zur Seite zu entkommen. Am Abhang überschlägt er sich noch einmal und dann explodiert er. Zum Glück halte ich nicht an, sondern bin sofort weiter gelaufen. Jetzt muss ich noch entkommen. Funken und brennende Teile fliegen herum und über mir. Ich nehme einen anderen Weg, der in den Wald führt und entkomme noch mal knapp einer mich zerquetschen wollende Stahlplatte. In den Wald zu rennen war nicht die beste Idee, was mir aufgefallen ist, aber in dem Moment war ich einfach zu hektisch und panisch. Ein kleiner Fehltritt könnte mein Ende bedeuten. In Sicherheit bin ich auch noch lange nicht, denn durch den Brand fängt auch der Wald an zu brennen. Der erholt sich hoffentlich wieder… Aber bis dahin sollte ich mir Gedanken um mich machen. Welchen Weg ich gehe, weiß ich nicht. Irgendwo, wo es gerade nicht brennt und wo es weiter geht. Ich halte mich kaum noch auf den Beinen, atme schwer, was durch den Rauch auch nicht erleichtert wird. Grade, als ich hinter mich schaue um zu sehen, wie weit das Feuer ist, stolpere ich über eine Wurzel und falle hin. Nun tue ich alles, um noch einmal aufzustehen, aber meine Muskeln streiken. Ich komme kaum noch vorwärts und sehe auch keine Deckung in unmittelbarer Nähe. “Komm mit, halte durch!“, höre ich. Ich spüre, wie ich hochgehoben und weggetragen werde. Irgendwer trägt mich in eine andere Richtung und aus dem Wald, was ich merke, als der Rauch weniger wird und die Luft feuchter wird. Die Person bleibt kurz stehen. Ich versuche zu erkennen, wer das ist, doch als ich die Augen aufmache, sehe ich nur eine Schlucht, die etwa weit in die Tiefe geht. Es fließt es Fluss im Canyon und die Person springt wirklich ab und runter. Na ja, oben zu bleiben war auch keine Option. Wieder ein Sturz ins Wasser. Darf ich das Glück herausfordern und bitten, diesen Sturz auch noch zu überleben? Wir landen wirklich im Wasser und ich verliere das Bewusstsein.

    20
    Um Platz zu sparen, wurde das Amusement-Kapitel, welches hier war, auf eine Extra-Seite gestellt. Der Link findet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1507318857/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Fakten-und-Amusement-Kapitel

    Es existierten vor der Seite 5 Amusement-Kapitel. An ihrer Stelle wird das selbe wie hier stehen. Amusement-Kapitel werden in der Regel alle 6 Kapitel erfolgen.

    21
    Kapitel 52: Ruinen in die Vergangenheit

    Takenaa
    Teona läuft hin und her. “Und ihr seid euch sicher, dass ihr euer Schicksal wirklich mir in die Hand drücken wollt?“
    Tayfun verschränkt die Arme. “Und selbst wenn nicht. Wenn wir abstimmen müssten, würde ich deinem Urteil trauen.“
    “Also...“, werfe ich ein: “… es ist doch nicht so schlimm, wenn wir uns vertun, ich meine, dann sind wir doch immer noch zusammen. Zusammen können wir hier sicher einen Weg raus finden, oder so. Es wäre mir jedenfalls nicht geheuer, wenn ich raus bin, aber weiß, dass noch jemand von euch hier drin ist, sonst hättet ihr mir ja nicht folgen müssen.“
    “Na, ob das wirklich positiv ist… mit dir? Das würde ich mir noch einmal überlegen… Ach, Quatsch! Los, Teona, sag was. Was, ist egal.“ Sieht ja eh alles gleich aus.“ Ich schaue an die Decke.
    “Aber denkt bitte daran, dass wir wohl gleich Besuch bekommen.“
    “Das ist auch noch ein Problem. Sollten wir ihn lieber umgehen, oder mit ihm reden? Das wäre eine Chance, hier wieder raus zu kommen.“
    “Dafür bin ich. Schauen wir mal, ob man mit dem Was auch immer reden kann. Ist mir lieber, als mich auf mein Glück zu verlassen.“ Ich erschrak leicht, als ich wieder zu den Türen sah. Der linke leuchtet für mich leicht blau, der andere rot. Der Blaue, sagt mir mein Gefühl, führt hier raus. Der rechte weiter rein, aber ein Drang will, dass ich rechts lang gehe. “Also, gehen wir links lang.“, beschließt Teona schließlich. Ich schüttle mir den Kopf und werde wieder wach. Ich habe wohl einen großen Teil der Konversation verpasst, habe ich das Gefühl. Was soll ich denn jetzt sagen? Ich kann nicht nach links gehen, da verpasse ich etwas wichtiges! “Teona? Wie wäre es, wenn wir rechts lang gehen. Ich meine, da etwas gehört zu haben.“, sage ich schließlich, als alle schon losgehen wollen. “Ey, was soll das denn auf einmal? Grade eben sagst du noch, du folgst Teona. Jetzt auf einmal rebellisch oder was?“
    “Tut mir leid! Ich MUSS rechts lang gehen!“, sage ich und laufe zum rechten Gang. “Es ist… wie ein Drang. Ich muss hier lang...“ plötzlich stützt die Decke über uns ein und ich suche im Gang Deckung. Der Raum wird völlig begraben. Jetzt kann ich auch nicht zurück, ob ich will oder nicht und stockfinster ist es auch… “Du bist also doch gekommen.“, sagt eine Stimme, die ich nicht sehen kann. Es ist aber eine weibliche “Wer ist da? Zeig dich!“, rufe ich. “Ach ja, du kannst ja noch nicht im Dunkeln sehen...“ Auf einmal leuchtet es und ich sehe eine Frau vor mir. Vollkommen blaue Haare und grüne Augen. Sie trägt dunkelblaue Kleidung. Ich werde ruhiger. “Wer sind Sie?“, frage ich. Sie lächelt mich ruhig an. “Schön dich mal wieder zu sehen, Takenaa.“
    Ich erschrecke. “Woher kennen Sie meinen Namen?“
    “Ach ja, richtig, du kannst dich ja nicht erinnern… Nun… wenn du mir bitte folgen würdest, ich kann dir alles erklären.“ Ich weiß nicht, ob ich ihr trauen kann, aber ich habe ja wohl keinen anderen Weg. Ich nicke und komme mit ihr mit. Sie lächelt wieder und weist mir den Weg. Wir kommen in eine Art kleiner Garten mit einem Bach und sogar Sonnenlicht, obwohl wir weit unten sind. Mir fällt auf, dass das Sonnenlicht nur aus einer Art Minisonne strahlt. Sie geht auf die Brücke. “Ich sollte mich wohl erst mal vorstellen. Ich bin Tama, eine… wie soll ich erklären? Es ist nicht zu erklären. Ich lebe hier unten in den Ruinen schon lange Jahre. Ursprünglich, um hier Forschungen anzustellen, aber langsam wurde das hier meine Heimat. Ich habe schon ewig kein echtes Sonnenlicht mehr gesehen.“ Aha. Das nehme ich erstmal so hin. Ganz einfach. Passt schon. “Oh… da ist dann ja jetzt wohl etwas kaputt. Ich denke, es liegt daran, dass wir diesen Kristall entfernt haben...“
    “… Das stimmt nicht ganz. Das, was ihr als Groudon gesehen habt, hat reagiert. Ich habe eine vertraute Präsenz gespürt. Und dann kamst du. Mach dir keine Gedanken um den Schaden. Das geht schon. Wichtig ist erstmal, dass du hier bist.“
    “Stimmt ja, wir waren gerade an der Stelle, wo Sie erklären wollten, dass sie meinen Namen kennen.“
    “Ja, genau. Das hat eigentlich eine ganz normale Erklärung: Wie konnte ich den Namen vergessen, den ich dir selber gegeben habe?“ Mein ganzer Körper macht eine ungewollte Reaktion und ich atme ganz schnell auf.
    “Ja, ich glaube, du hast es gemerkt, oder? Spätestens jetzt.“
    “Klar, du warst sicher bei meiner Geburt dabei und warst meinen Eltern eine Hilfe beim Namen.“ Sie seufzt.
    “Takenaa, wie alt bist du eigentlich? So langsam solltest du aufhören, dich wie ein kleines Kind zu benehmen, du bist erwachsen, also benimm dich bitte wie eine. Warum habe ich deinen Aufzieheltern denn bitte um eine strenge Erziehung gebeten?“ Ich werde wieder ganz ruhig. Ihr Ton, mit dem sie mit mir spricht und vor allem, was sie sagt. “Aber warum solltest du dich auf einmal als meine Mutter entpuppen? Meine Eltern sind jetzt sicher ganz wütend, dass ich überhaupt weggelaufen bin...“
    “Ach, Takenaa. Ich sehe, dass wir erstmal in Ruhe über alles reden müssen. Komm, setz dich erstmal da hin und verdaue, was du bis jetzt gehört hast. Ich mache uns derweil einen Tee.

    22
    Kapitel 53: Wellen in mir.

    Teona
    Jetzt stehen wir fast komplett im Dunkeln da und der Gang hinter uns ist komplett zugeschüttet. “...“ Jetzt haben wir zwei Leute gleichzeitig verloren. Ich kann nur hoffen, dass Takenaa, als auch Tayfun im zweiten Gang Schutz finden konnten…
    “… Was machen wir jetzt? Werden wir sie suchen?“
    “Ne, keine gute Idee. Oder wie willst du dieses Gerümpel da wegschaffen?“
    “Es… es tut mir leid, aber wir müssen weiter. Es gibt nichts, was wir jetzt noch tun können, diese Gemäuer sind viel zu instabil, als dass wir anfangen könnten, sie zu suchen.“
    “Genau. Als ob sie sich von einer Steinwand zerquetschen lassen.“
    “Es scheint auch hier weiter zu gehen! Kommt!“
    “Bianca, warte. Lauf nicht zu weit vorne, sonst trennt uns bald die nächste Decke.“ Sie sieht ein, was ich will, nickt und wartet auf uns. Alle sind überraschend still geworden. Ohne Takenaa ist es echt ruhig, Tayfun war ja nie die, die laut war oder viel geredet hat. Ich sehe auf jeden Fall gerade das Problem vor mir, dass wir jetzt viel weniger sind. Nur noch wir fünf. Und damit sollen wir Großes erreichen? “Wir müssen irgendwie zusehen, dass wir mehr Leute auf unsere Seite ziehen. Ständig nur vorlaufen bringt ja nicht viel.“
    “Ja, wenn´s so leicht wäre. Erstens: Wir sind in unbekannten Katakomben und Zweitens: Es gibt kaum jemanden, der sich noch keiner Seite angeschlossen hat.“((elbue)), sagt er leicht gereizt.
    “Da kann ich dir leider nicht zustimmen, Blau. Ich spühre bereits, dass wir uns wieder der Oberfläche nähern.“
    “Ich schätze, dann müssen wir uns bei dir bedanken, Urs. Du konntest immer leichter und sicherer sagen, wo wir lang müssen. Ich muss sagen, ich war anfangs ja etwas Skeptisch, aber im Endeffekt war es ja nicht verkehrt.“, freut sich Bianca.
    “Ich muss aber sagen… ich fand diese Ruinen wirklich interessant. Wenn das vorbei ist, sollte ich unbedingt mal wieder vorbei kommen.“ Was war das denn? Seit wann ist denn hier etwas für Asuka so interessant? “Endlich! Sonnenlicht!“ Blau rennt vor.
    “Der ist doch nicht nur wegen dem Sonnenlicht so motiviert, oder? So lange waren wir jetzt nicht hier unten.“ Urs lächelt mich an.
    “Nein. Er wittert Wasser.“ Sowas kann Blau? Und Urs weiß davon? Was kommt als nächstes? Bianca kann fliegen, oder was? Das Sonnenlicht strahlt mir direkt in die Augen. Also in der Wüste sind wir immer noch. Das, was Blau vorhin laut Urs gewittert hat, war eine Oase. Eine besiedelte. Gut, da konnten wir eine Pause einlegen. Dachte ich, bis mich jemand ansprach. “Verzeihung? Kann ich einen kurzen Moment deiner Zeit stehlen?“ Eine seltsame Ansprache, aber ich schaute zu der, die mich ansprach. “Verzeihung. Ich heiße Duplica. Ich habe euch gerade aus der Wüste kommen sehen, aber kennt ihr zufälligerweise eine Asuka?“
    “Natürlich. Wir sind mit ihr auf Reisen.“
    “Gut, dann weiß ich, dass ihr die richtigen seid. Ich komme nämlich gerade aus einer Gefangenschaft von Ruoyi...“ Ru- Clive? Er macht gefangene? Was planen die?
    “Und wie können wir dir helfen? Suchst du Raweso?“
    “Ach, du meinst Boey? Nein, nicht wirklich. Ich weiß, dass eine Suche zwecklos wäre. Wenn Ruoyi mich hier finden würde, wäre ich wieder dran, aber ich hörte von einer Bewegung, in der beide Sympathisanten vereint sind, ich dachte, bei euch wäre ich erstmal sicher...“
    “Wir sind aber kein Taxi zur Front.“ Warne ich sie.
    “Was? Ach, keine Sorge, so was mache ich nicht. Aber habt ihr zufällig einen Jungen gesehen? So grüne Haare und Augen mit orangener Jacke?“
    “Nein, so einen habe ich nie gesehen. Wieso?“
    “Weil er seit der Befreiung vermisst wird. Ich dachte vielleicht hättet ihr ihn gesehen… Na gut, wer überlebt sowas ja auch...“
    “Bitte was? Was überlebt wer?“
    “Keine Ahnung, ich habe ihn mal in unseren Lager getroffen, bevor wir von Ruoyis Leuten überwältigt wurden. Jim, glaube ich, war sein Name... Sagt mir nichts. Obwohl… nein. “Tut mir leid, aber damit kann ich nichts anfangen. Könnt ihr mir denn sagen, was passiert ist? Es wäre gut zu wissen, was zwischen den Fronten so geschieht.“ Sie fängt an, zu erzählen:
    “Okay. Also, das war so: Wir waren in einem Versteck, um uns Boey anzuschließen, sobald er käme. Dann kamen eine Truppe von einem gewissen Silber und haben uns angegriffen...“

    23
    Kapitel 54: Der Berg des Abgrundes

    Lou
    “Und dann sind sie getürmt. Wir haben alles gerettet, was man retten konnte...“
    “Nein… das habt ihr nicht...“, antwortet Ruoyi erschüttert, als er nach uns sah. Nun steht er vor einem verbrannten Wald, einem zerstörten Lager und vor allem Asche. Silber bestreitet das energisch:
    “Was? Wir haben bitter gekämpft. Wir haben alles gegeben, was in unserer Macht stand! Ich weiß, dass wir viel verloren haben, aber...“ Ruoyi unterbricht ihn:
    “Ein einziger.“ Er seufzt. “Es war ein einziger, der das hier fabriziert hat! EIN EINZIGER! Wie könnt ihr darüber reden, ihr hättet viel verloren? Wir haben ALLES verloren! Es war unser Schlüssel zum Sieg. Auf friedliche Weise. Ich wollte ursprünglich die Verluste in Grenzen halten, aber nun ist das einzige, was einen tobenden Krieg hätte aufhalten können in tausend Winde verweht!“ Ruoyi ist richtig erschüttert und wütend. “Clive, noch ist nicht alles vorbei! Wir sind noch da und so lange wir leben, gibt es noch Hoffnung.“
    “Hoffnung? Ich gehe doch recht der Anmaße, dass wir Raweso bisher kaum aufhalten konnten, oder?“
    “J-ja… das allerdings...“
    “Und all die Leute hier… sie sind geflohen. Leute, die ihr nicht besiegen konntet. Sie werden sich bald der Front anschließen… Silber...“
    “Ja, Sire?“
    “Ich bitte dich, geh mit deinen Leuten zurück und bereitet euch auf das Schlimmste vor.“ Wir werden also degradiert. In die letzte Verteidigungslinie. All unsere Anstrengungen und dann war alles umsonst? “Clive, gibt es keinen Weg, dir zu helfen? Wir können auch kämpfen!“
    Er seufzt wieder. “… Das ist nicht möglich. Lou. Ein Weiser gibt jedem eine zweite Chance. Jedoch keine dritte. Ich werde auf euch zählen, sobald sie in meinem Schloss sind. Aber ich möchte nichts mehr riskieren.“
    “Nur herumsitzen und nichts tun? Das ist nicht, wofür ich mich gemeldet habe!“, sagt Silber empört.
    “DU hast dich dazu gemeldet, meinen Befehlen zu gehorchen! Wenn du das nicht mehr kannst, dann nimm deine Sachen und geh!“ Ich zittere schon richtig. Clive ist jetzt wirklich wütend geworden. Teilweise kann ich das auch verstehen, aber Silber tut mir auch echt leid. Er hat so viel Herzblut in diese Arbeit gesteckt und am Ende geht doch alles nach hinten los. In seinem Stolz verletzt gibt uns Silber ein Zeichen zum gehen.
    “Hätten wir das Lager nicht überfallen, wäre der Krieg jetzt wahrscheinlich wohl schon vorbei...“, schluchzt Lucia.
    “Mach dir bitte keine Vorwürfe, Lucy. Wer hätte das denn erahnen sollen?“, antwortet Conway.
    “Ich.“, denke ich. Ich wusste, dass er zu allem fähig ist. Nur einmal habe ich seinen Trick nicht durchschaut. Die Leier, sich völlig entkräftet zu stellen. Das hat er gut durchgezogen… zu perfekt… “Und was werden wir jetzt machen, Silber?“, fragt Caesy. Er schweigt. “Ich würde sagen, wir suchen erst mal Angie auf und erzählen ihr, was geschehen ist.“
    “Ähm, Lou, kommst du mal kurz...“, winkt mich Conway zu sich. “Was gibt’s, Conway?“
    “Ich will nicht, dass Silber das hört, denn… Angie ist…“
    “Oh nein, sag das besser nicht. Vor allem nicht vor Silber. Ich weiß nicht, wie tief er noch sinken möchte…“
    “Okay, also: Ich „sehe“ dann mal nach ihr.“, sagt er und verschwindet.
    “Wir warten auf ihn.“, befiehlt Silber. Wir bleiben stehen.
    “Silber? Ich gehe kurz etwas in den Wald, der nicht verbrannt ist...“ Niemand hält mich auf. Ich gehe etwas tiefer in den Wald und hoffe, dass mich hier niemand mehr hören kann. Ich schaue mich noch einmal um und falle dann in mich zusammen. Jetzt halte ich keine Tränen mehr zurück. Mein ganzer Körper zittert. Ich stehe auf und schreie ganz laut auf. Verzweifelt. Wie konnte das alles nur geschehen? Und haben wir jetzt wirklich auch noch Angie verloren? DAS DARF DOCH ALLES NICHT WAHR SEIN!

    24
    Kapitel 55: Prioritäten setzen.

    Serafina

    Dorf Lojakou. Übungs-Gelende Renshe. Ein großes Ordnungssystem haben sie hier. Bis jetzt hat mit Kenny eine ganze Menge Zauber beigebracht und mir geholfen, andere zu meistern. Ich bin gerade in einem guten Mittelstand, sagt er.. Die ganzen Wochen, die ich hier verbrachte, habe ich kaum an die anderen gedacht, um ehrlich zu sein. Ich war viel zu konzentriert in dem, was ich tat und werden soll. Außerdem ist Kenny ein sehr guter Freund und Lehrer, es hat mir nie an etwas gefehlt. Aber ein einer stillen Minute sind sie mir wieder eingefallen. Jetzt mache ich mir doch ziemlich Sorgen um sie. Ich bin jetzt schon eine ganze Weile weg und ich weiß nicht, wie es ihnen geht… “Hey, pass auf!“, sagt er, als ich mich gerade mitten in Gedanken verlor. Ich wache auf, und sehe nur noch einem Spukball entgegen, der mich zu Boden wirft. Kenny hilft mir, aufzustehen. “Tut mir leid, ich war gerade etwas abgelenkt. Bin wieder bereit.“, sage ich lächelnd. Aber Kenny schüttelt den Kopf.
    “Nein, wir machen erstmal eine Pause.“, meint er. Ich nicke und wir setzen uns auf eine Bank im Schatten eines Baumes. In Blickrichtung trainieren andere Magier oder kämpfen gegeneinander. “Serafina...“, beginnt Kenny,:“Du wirkst in letzter Zeit ziemlich neben dir und bist oft in Gedanken.“ Ihm kann ich wohl nie etwas vor machen. “Also, was ist los? Dich scheint etwas zu beschäftigen. Was ist es?“ Tcha… das wüsste ich auch gerne. Manchmal fühle ich mich wirklich etwas komisch, aber ich kann nicht beschreiben, was es ist. Selbst jetzt nicht. Und außerdem… warum sollten mich jetzt die anderen interessieren? Ich bin im Moment wunschlos glücklich und eine richtige Hilfe bin ich ihnen auch nicht. Kenny sagt immer, ich hätte noch sehr viel zu lernen. Es gibt also nicht wirklich etwas, was ich ihm sagen könnte. “Ach, es ist nichts, wirklich. Mir geht es gut. Es… kann vielleicht sein, dass ich mich wirklich frage, ob es Bekannten von mir gut geht, wir wurden durch diesen Tunnel getrennt. Aber ich bin mir sicher, ihnen geht es gut.“
    “Bekannte? Du hast mir nie von ihnen erzählt.“
    “Also… es war eigentlich nur so, dass mich Asuka, weiß nicht, ob du sie kennst, hierher gebracht hat. Eigentlich wollten wir diesen Krieg beenden, aber dann bin ich hier gelandet. Sie wissen nicht von dieser Welt hier und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob sie mich vermissen. Ich habe ihnen eh nur Ärger bereitet...“
    “Ich bin mir sicher, sie machen sich Sorgen. Sie wollen sicher wissen, ob es dir gut geht.“ Ich seufze leise.
    “Und wenn. Ich bin hier eh am Besten aufgehoben. Ich bin keine Kämpferin und in einen Krieg will ich schon gar nicht.“ Fast hätte ich schon weiter geredet. Und zwar über das, WAS ich will. Aber das schiebe ich mal beiseite.
    “Ich kann das durchaus verstehen. Ging mir mal ähnlich. Aber ich sag dir, geh mal raus und schau mal nach ihnen. Weißt du, als ich hierherkam… da war ich auch nicht ganz alleine unterwegs. Ich wurde von der Person getrennt, ebenso wie du. Mir blieb keine Wahl, als hierher zu kommen und mich ausbilden zu lassen und als ich zurückkehren wollte… starb die Person direkt vor meinen Augen. So lange ist das noch nicht her… Ich habe mir ewig Vorwürfe gemacht. Wäre ich vorher gekommen, wäre sie jetzt wohl noch am Leben...“ Ich halte meine Hand zu ihm.
    “Ach, Kenny...“
    “Deshalb… wenn dir etwas an ihnen liegt… solltest du mal nach ihnen sehen...“
    “Kann…. Kann ich das einfach? Einfach weggehen?“ Irgendwie… ich weiß nicht, ob ich wirklich weg will. Ich trage einen Drang in mir, hier zu bleiben. Hier, genau hier… “… Wenn es die Mutter gestattet, darfst du gehen. Das kann leider doch ein kleines Hindernis sein. Denn sie lässt selten jemanden einfach so gehen...“ Hm… Ich schaue in den Himmel. Können sie wirklich in Gefahr sein? Ich weiß, welch ein Krieg da draußen tobt, aber auch, dass sie Frieden wollen und eigentlich nicht angreifen werden… Da bin ich mir sicher. Ich schaue noch einmal zu Kenny. … Was ist mir lieber…?

    25
    Kapitel 50: Krieg

    Tayfun
    Ein Garten, mitten in einer Höhle? Das ist ja sehr interessant, dass das möglich ist. Und Takenaa hat ihre Mutter wiedergefunden? Ein Glück haben sie mich noch nicht entdeckt. Erst knapp von den Felsen zertrümmert, aber ein Glück bin ich da noch rausgekommen. Aber ich habe auch ein seltsames Gefühl, bei Tama. Die wirkt für mich, als würde sie, wenn sie mich sehen würde, sofort angreifen. Ich weiß, wann Blicke jemanden töten wollen. Takenaa setzt sich an einen Tisch und starrt vor sich hin. Ich glaube, ich kann kurz raus kommen, doch mich hält plötzlich eine Hand an meiner linken Schulter Fest. Da steht Tama auf einmal mit einer Tasse Tee in der Hand. “Habt Ihr euch verlaufen? Ich glaube, hier seid Ihr falsch.“, sagt sie fürsorglich. Aber ich spüre einen Hass von ihr ausgehend.
    “Ich kam, um Takenaa zu retten, aber es ist ja gut zu sehen, dass es ihr gut geht...“ Ich, wie sie merken genau, dass wir uns nur einen vorspielen.
    “Oh, Ihr seid eine Freundin meiner Tochter? Schön, aber ihr geht es jetzt gut. Ihr könnt gehen.“ Das ist sicher, aber damit gebe ich mich trotzdem nicht zufrieden.
    “Warum wollen sie unseren Kontakt möglichst vermeiden?“
    Sie trinkt einen Schluck aus ihrer Tasse. “Ihr Menschen seid der Grund dafür. Ständig brechen Kriege aus und andere Leute leiden aufgrund eurer Zerstörungswut. Nicht selten werden dabei Familien und Freunde getrennt.“
    “Glauben Sie mir, ich bin mir Ihrer Tochter unterwegs, um das alles aufzuhalten.“
    “Ach, das tut ihr? Dann lasst mich euch etwas zeigen. Und zwar, was ihr Menschen erreicht habt!“ Sie hebt ihre Arme und ein Nebel hüllt sich um mich. Ich verliere sie, wie auch die Höhle aus den Augen. Als sich der Neben wieder verzieht, stehe ich in der Mitte von zwei Armeen. Diesmal kämpfen sie auf freien Grasebene. Beide achten darauf, was die andere Seite macht. Auf Raweso´s Seite steht ein Blauhaariger Kerl mit Teufelsschnitt und gibt ein Zeichen zum Angriff. Eine Welle von Leuten rennt los. Ist das gerade Live? Passiert das jetzt grade? Sie laufen aufeinander zu. Ich scheine hier nur ein Geist zu sein, denn sie beachten mich nicht. Auf Ruojis Seite stürmt ihr Hauptmann nach vorne, gefolgt von seinen Leuten. Er macht einen starken Eindruck und schlägt die Soldaten von Raweso nur zurseite. “General der Alliierten! Ich bin Ash Ketchum aus Alabastia. Und ich fordere euch zu einem Kampf!“ Ich schaue wieder zum Teufelsschnitt-Kerl. “Nun, ich nehme Eure Herausforderung mit Freuden an, Mr.Ketchum. Aber erinnere dich, Kleiner: Ich bin kein General. Ich bin Commander Saturn!“ Er gibt einen Kampfschrei und läuft als Toxiquack runter. Ash als Pikachu rennt ihm entgegen. Um sie herum ist schon die Schlacht im Vollem Gange. Ihre Attacken prallen aufeinander und sie laufen erneut aufeinander zu. Ash stößt sich ab und setzt einen Donnerblitz ein. Saturn kommt dem mit Matschbombe entgegen. Die Attacken kollidieren und erneut bildet sich Nebel um mich. Jetzt bin ich wieder in der Höhle. Aber ganz woanders. Hinter mir ist der Gang zugeschüttet. Aber es ist nicht der, den ich vorhin gegangen bin. Vorne geht es nach draußen. Ich laufe raus und erblicke das Kampffeld von gerade eben. Der Tunneleingang verschwindet hinter mir. Das ist nicht gut… Ich schaue wieder zum Kampf. Das ist brutal, was die da machen, aber rein laufen und versuchen, sie aufzuhalten ist jetzt die dümmste Idee, die möglich wäre. Ich habe auch keine Ahnung, wo ich jetzt bin. “Hey! Wer bist du?“, fragt mich jemand, der von Rawesos Seite kommt. Es ist ein kleiner Außentrupp mit drei Soldaten und einem Taktiker geleitet wird. Ich muss demnächst mal erklären, welche unterschiedlichen Klassen es gibt. Aber Grade ist ein schlechter Augenblick. “Da sind noch mehr Feinde! Vorwärts! Stoppt sie!“ Von der anderen Seite kommen jetzt auch noch welche. Leute von Clive.
    “Sie sind in der Überzahl, fordert Verstärkung an!“
    “Moment, ist das nicht eine von Asukas Leuten? Aber was machen sie hier auf dem Schlachtfeld?“ Das wüsste ich auch gerne. Aber jetzt muss ich hier irgendwie rauskommen. “Wartet, alle beide! Ich bin gerade alleine unterwegs und sah diesen Kampf! Ich muss doch etwas tun! So legt eure Waffen nieder! Eure strategische Position habt ihr jetzt sowieso verloren!" Einen Versuch ist es wert.
    “Das ist doch eine Falle. Sie würden niemals alleine kommen und uns dann noch so einfach sagen, dass wir die Waffen niederlegen sollen!“
    “Ich weiß, dass Mylord euch schätzt, doch ich kann meine Waffen niemals vor meinen Feinden niederlegen!“
    “Schweigt! Wenn ihr euch verschworen habt, so soll das nun alle Welt erfahren! Auf sie!“ Ein helle azurfarbende Kugel kommt auf die Leute von Clive und stößt sie zurück. Asuka erscheint vor mir. “Verzeiht, doch das kann ich nicht zulassen.“
    “Asuka? Das heißt, Lou ist auch hier?“
    “… Nein. Ich bin alleine gekommen. Lou führt jetzt die Gruppe und ich habe gespürt, dass du in Schwierigkeiten steckst. Also, kleine Planänderung: Wir werden für´s erste für Boey kämpfen. Das schlimmste können wir nicht mehr verhindern, aber vielleicht können wir eingreifen, bevor sie einen schlimmen Fehler machen.“
    “Bist du das wirklich, Asuka? Ist das keine Falle? Oder bist du es, Tama?“
    “Tama? Das ist interessant, dass du diesen Namen kennst. Wir werden fürs erste diese Schlacht zu Ende bringen, dann reden wir erst mal ausführlich miteinander.“
    Clives Soldaten kommen mit einer Verstärkung zurück. “Ergreift sie!“ Okay, momentan haben wir sowieso andere Sorgen und ich glaube nicht, dass sie noch irgendwie zögern würden, anzugreifen...

    26
    Kapitel 57: Bewegende Veränderungen

    Jim
    Ich erwache in einer Höhle, nahe am Licht. Neben mir brennt ein Feuer. Irgendwie habe ich wieder überlebt. Aber eine Pause wäre jetzt wirklich nicht schlecht. Ich fühle mich, als hätte ich eine Schlacht durch Ransai in einem Durchlauf geschlagen. “Du bist also wieder wach?“, höre ich. Klar, wer auch immer mich gerettet hat, wird sich mir jetzt sicher offenbaren. Und ich staune nicht schlecht, als ich diese Person sehe. Denn damit hätte ich jetzt am wenigsten gerechnet. “Ich habe dich bewusstlos hier am Ufer gefunden. Und Chaz. Er meinte, er hätte dich aus dem brennenden Wald gerettet. Nun, er… musste schnellst möglich wieder los und er bat mich, mich um dich zu kümmern, bis du selbst wieder laufen kannst.“, erklärt Anige. Ich richte mich langsam auf. Beim Aufrichten merke ich richtig, wie mir wieder alles schmerzt. “Aber… wieso solltest du dich um mich kümmern? Es gibt keinen Grund für dich. Vor allem nicht, nach all dem, was geschah, denke ich, dass es selbst ein persönliches Anliegen für dich wäre, mich zu erledigen.“
    “Bei Arceus´ Güte, was denkst du denn von mir? Ich bin doch keine Mörderin! Ich würde nie derartiges tun!“, sagt sie energisch.
    “Verzeih. Ich habe wohl echt schon vergessen, dass selbst mir das von nicht all zu langer Zeit fremd gewesen wäre. Dieser Konflikt hat echt vieles verändert. Ich respektiere dich, dass du dich dem noch nicht hingegeben hast.“ Zum ersten Mal wird mir richtig bewusst, was ich hier bis jetzt getan habe, was ich früher niemals getan hätte. Ich hätte selbst nie einen Gedanken darüber verloren.
    “Aber wie kommt es, dass du hier bist? Ich dachte, man hätte dich in eine Art Lazarett gebracht?“ Sie streicht sich verlegen am Nacken.
    “Weißt du, irgendwie hatte ich gewusst, dass ich dich finden würde und habe mich, nachdem ich den Brand gesehen habe, sofort auf den Weg gemacht. Ich wusste, dass nur du das zu verantworten hattest und konnte mir nicht vorstellen, dass du das ohne Hilfe so einfach überleben würdest, wie einen Sturz vom Wasserfall. Na ja, dann habe ich hier am Flussufer halt Chaz getroffen und den Rest der Geschichte kennst du ja schon. Irgendwie… hat er mir einfach vertraut.“
    “Dann… Danke… Angie.“ Sie wedelt die Hand vor sich.
    “Nein nein. Sie es als nette Geste, dass du versucht hast, mich am Wasserfall zu retten, okay?“
    “Nagut, aber du hast trotzdem was bei mir gut. Wenn es sich dabei nicht um den Konflikt handelt.“
    “Da kann ich gerade nicht viel verlangen. Werd einfach erstmal wieder gesund, dann sehen wir vielleicht weiter.“
    “Und was werden deine Leute zu deinem Ausflug sagen? Ich bin mir sicher, sie fragen sich bereits, wo du bist.“
    “Ach, das… ja… das könnte zu einem kleinen Problem werden, aber sicher nichts, was schlimm werden würde. Ich bin mir sicher, sie werden nach dieser Aktion erstmal nichts machen, von daher...“
    “Wenn du dir da so sicher bist, dann….“ Wir hören einen Schrei von draußen.
    “Oh, Himmel, das war Lou.“
    “Die, die mich immer so im Visier hat? Diese Braunhaarige?“
    “Ach, jetzt werde ich hier ersetzt? Ja, das war sie.“
    “Das klang aber nach nichts schlimmen, sie ist nicht in Gefahr. Da muss wirklich etwas vorgefallen sein. Sie klang sehr verzweifelt.“
    “Vielleicht sollte ich gleich mal gucken gehen. Du… ich weiß nicht. Wenn ich dich gehen lasse, läufst du wieder frei herum...“
    “Ich weiß. Aber nach all dem bist du jetzt ehrlich gesagt die Letzte, der ich auf dem Feld begegnen möchte.“
    “Ach? Also, mich würde es freuen, dann wüsste ich, dass ich gegen jemanden kämpfe, der nicht wild auch mich loshämmert, bis ich gelähmt am Boden liege.“
    “… Stimmt. Das könnte ich nicht. Ich würde mich ständig daran erinnern, dass ich dir mein Leben schon fast zu verdanken habe.“
    “Jaa, also, was das angeht… ich denke, du bist langsam wieder in Form, alleine zu gehen. Ich lasse dich hier also alleine. Meine bitte den direkten Weg, Boey sollte bald hier ankommen, dann kannst du da wieder mitgehen. Sag aber nicht jedem, dass ich dich versorgt habe.“ Sie hilft mir auf.
    “Geht klar.“ Wir gehen aus der Höhle raus. “Also dann, pass auf dich auf.“
    “Ich denke, du hast das mehr nötig als ich. Man sieht sich!“, sagt sie und läuft weg. Ich schaue dann auf die sich lösende Rauchwolke über dem Berg. Für einen Waldbrand war ich verantwortlich. Ich hoffe, das war die ganze Sache wert. Ich setze mich ans Ufer des Flusses und warte auf Boey.

    27
    Kapitel 58 Eine Tasse Tee unter dem Granit

    Takenaa

    Nach einer Weile kommt Tama mit zwei Tassen Tee zu mir und setzt sich mit an den Tisch. Sie gibt mir eine Tasse und lehnt sich dann zurück. Seltsam. Sie sagt nichts, aber sie sieht sehr zufrieden aus. “Also...“, fange ich das Gespräch an: “Wie… wie war das jetzt? Du sagtest, du seist meine Mutter und die, die ich bis jetzt kannte… waren nur Zieheltern…“ Sie bleibt gefasst, lächelt mich an und trinkt einen Schluck aus ihrer Tasse. Es sind schöne Tassen aus einem edlen Material und schönen, goldenen Verzierungen, die wie Ranken aussehen. Ich schaue auf meine leicht dampfende Tasse. “Ja, also… Ich… Dein Vater und ich wollten dich einfach nur sicher wissen. Wir sahen voraus, was hier geschehen würde und wollten, dass du wenigstens ein glückliches Leben führst… aber hier bist du jetzt. Man kann die Zukunft wohl nicht ändern. Aber ich hoffe zumindest, dass du jetzt etwas vorbereiteter dafür bist, was hier geschieht… Du siehst ja das Chaos der Menschen und Senshin. Nicht besonders beeindruckend, wie sie versuchen, sich gegenseitig bekämpfen zu wollen. Ich bin froh, dass ich dich finden konnte, ehe du noch zu tief in den Konflikt hineingezogen wurdest.“
    “Na… eigentlich hast du mich da herausgezogen. Ich war mitten drin und dabei, das Schlimmste zu verhindern.“ Sie wirkt etwas enttäuscht von der Antwort und legt langsam die Tasse ab. “Ach, Takenaa. Glaubst du das, was sie dir sagen? Asuka? Ich hatte gehofft, du würdest einsehen, was… hach, was rede ich. Du bist ja bis jetzt auch eigenständig hierher gekommen. Da kann ich dir ja nicht befehlen, was du nun zu glauben hast und was nicht. Ich kann dir nur erzählen, wie ich es finde. Und ich, wie du weißt, halte ja nicht besonders viel von Menschen oder Senshin. Sie denken so arrogant und eigenwillig, was sie gefährlich macht. Die Gier nach Macht hat sie schon immer in Kriege geführt.“
    Ich stelle die Untertasse beiseite. “Du sagtest, du hälst nicht viel von ihnen, willst du damit sagen, dass… du… und ich dann ja auch… nichts von Beiden sind?“
    Sie hält für einen Moment inne und starrt ins Leere. Dann fängt sie langsam wieder an: “Ich… Es ist kompliziert. Also es stimmt zum Teil. Zum anderen wieder nicht. Du kannst uns wie die Vorfahren der Senshin vorstellen. Wir sind mehr Pokémon als Mensch. Das einzige, was wir teilen, ist der physische Körper. Den nahmen wir an, um uns zu verstecken. In Wahrheit sind wir ein Pokémon.“ Ich werde sehr unruhig und aufgeregt. Ein Pokémon? “Ein Pokémon? Welches denn?“ Sie bleibt weiter ruhig.
    “Ich weiß es nicht. Wir haben dich auf die menschliche Art aufziehen lassen, damit du es erst erfährst, wenn du reif genug bist, es zu erfahren. Wenn ich dich jetzt ansehen würde, würde ich sagen, du bist ein Mensch, der gerade zum Senshin wird. Du benutzt Amulette, um dich zu verwandeln und zu entwickeln.“
    Ich fasse meine Amulette. “Ja… meine Pokémon bedeuten mir auch viel.“ Sie nickt. “Wenn… ich also ein einziges Pokémon bin, wie kann ich sie denn dann eigentlich benutzen?“
    “Aber da widerspricht sich doch nichts. Nur würdest du in einen Spiegel schauen, würdest du immer dein wahres selbst erkennen. Du nimmst nur eine Gestalt an, du wirst sie aber niemals in wirklichkeit sein. Deine “Freunde“, die mit hierher gekommen sind, sind, wenn sie zurückkehren, gefährdet, dass sie der Versuchung unterliegen, ein Pokémon zu bleiben. Du jedoch, kannst niemals mehr das eine oder das andere sein. Deine wahre Form… sie wird sich wohl erst zeigen, wenn es die richtige Zeit dafür ist. Das kann jederzeit… oder auch nie sein. Je nach dem, welchen Weg du gehst.“
    “Welchen Weg ich gehe?“
    “Du kannst ewig hier bleiben, aber dann wird nichts geschehen. Nicht merklich. Ich kann dich lehren, dich von deiner Menschlichkeit zu trennen, dass du vielleicht deine wahre Form wiederbekommst… Aber… ich lasse dich entscheiden.“
    Ich werde noch unruhiger, nehme aber dann wieder einen Schluck von meiner Tasse, was eine sehr beruhigende Wirkung hat. “Trink ruhig. Ich habe noch die Kanne in der Hütte stehen.“ Ich nicke und trinke die Tasse aus.
    “Ehrlich gesagt… Ich muss das gerade verkraften, was du gerade gesagt hast und was alles gerade geschehen ist. Als auch, glaube ich, wird mir schon die Gesellschaft von den anderen fehlen. Es gab da jemanden, Tayfun hieß sie, die war immer sowas wie eine große Schwester für mich...“ Tama schaut in die Höhle und scheint in Gedanken. Ich schaue sie verwirrt an. “Mutter?“ Sie erwacht aus ihrer Trance und lächelt mich wieder an. “Ja, keine Sorge, alles okay. Tayfun, ja? Nun, was meinst du denn, wie viel weißt du von ihr? Sie ist zweifelsohne stark, besitzt einen starken Willen und passt immer auf dich auf. Aber jemand, der dir so viel wichtiges verschweigt, würde ich noch einmal überlegen, ob ich ihm vertraue… Weißt du, ich habe für einen Moment in die Gedanken deiner Schwester gesehen. Und ich glaube, ich müsste dir so einiges erzählen...“

    28
    Kapitel 59: Söldner

    Teona

    Ich höre mir die ganze Geschichte an, die mir Duplica erzählt. In meinen Ohren klingt das Ganze aber doch etwas unglaubwürdig. Als ob jemand alleine dazu imstande wäre.
    “Tut mir echt leid, aber wir haben momentan unsere eigenen Probleme… Momentan stecken wir echt in Schwierigkeiten. Wir müssen überhaupt auch erst mal zusehen, dass wir wieder etwas an Stärke gewinnen. Wir haben gerade zwei wichtige Personen bei einem Erdbeben verloren und wir sind momentan sehr geschwächt. Wenn wir zufällig mal über einen Hinweis stolpern, okay.“
    “Ihr braucht starke Leute? Ich glaube, da hätte ich geeignete Kandidaten für euch. Zwei Söldner sind momentan hier im Ort und wie ich hörte, haben sie momentan keinen Auftrag. Es ist sicher nicht das schönste, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der nur am Geld interessiert ist, aber sie sind sehr stark und können euch sicher helfen.“
    “Auch noch Geld?“ Ich seufze stark. “Wie tief muss man noch sinken. Als hätten wir Geld in Massen, sie zu bezahlen...“
    “Dann rede doch einfach mit ihnen. Ich mein, hier geht es immerhin um das Schicksal der Welt.“
    "Ich.... ich komme einfach ein Stück mit euch mit. Wenn ich nicht störe..." Ich nicke. Dann überlege ich kurz, entschließe mich aber doch, es zumindest mal zu versuchen. In der Schenke, ja? Ich stehe auf und schaue mich hier im Ort um. Duplica wartet hier am Wasser, bis ich wiederkomme. Das Problem ist nur, dass hier alle Zelte so gut wie gleich aussehen. Außer von der Größe her. Von Ein-Bis-Zwei-Mann-Zelte bis hin zu welchen, die schon die Größe von Gebäuden erreichen. Ich betrete eines, in welchem ich einen etwas intensiveren Geruch vernehme. Den von Getränken aller Arten. Als ich das Zelt betrete merke ich schon, dass ich richtig bin. Immerhin ist es keine Spelunke. Nur, wie finde ich jetzt diese beiden Leute? Falls die überhaupt noch hier sind. Ich stelle mich an die Theke und warte, bis der Barkeeper kommt. Während ich ein normales Wasser bestelle, frage ich mich nach Söldnern um. Tatsächlich werde ich bei einem Tisch, der etwas Abseits steht, fündig. Der eine sieht nach einem richtigen Kämpfer aus, mit seinen roten, vorne abstehenden Haaren, einem feurigen Auge, einer Augenklappe, einem Schulterpanzer und einem selbstsicheren Eindruck. Er hat einen Ärmellosen, orange-braunen Anzug, einen dunkelbraunen Gürtel und eine dunkle, orangene Hose. An dem linken Bein hat er einen Teil einer Rüstung ab dem Fuß zum Knie. Der andere sieht etwas düster aus.
    Er sieht etwas jünger aus, hat dunkelblaue kurze Haare, graue Augen, schwarze Jacke mit Kragen, weißes Shirt, schwarze Hose, schwarze Lackschuhe. Er sieht so aus, als würde er kaum Gefühle zeigen. Auf jeden Fall ist er sehr Ruhig. Der Anblick macht mir schon etwas Angst, aber da muss ich jetzt durch. “Verzeihung?“, fange ich voller Selbstbewusstsein an. Ich kriege ihre Aufmerksamketi. Der Rothaarige schaut mich an, als wäre ich ein Schummler in einem seiner Kartenspiele. Der andere schaut nur düster rein. “Ich suche zwei Söldner. Bin ich hier richtig?“ Der rothaarige lehnt sich lässig auf seinem Stuhl zurück. “Goldrichtig, Mädchen. Einsatzbereite Kämpfer, die für etwas Gegenleistung dir ihr ganzes weites Inventar bereit geben. Wenn der Preis stimmt.“ Der ist sehr direkt.
    “Was gibt es?“ Huiui. Das kann ja was werden.
    “Also, wir sind für eine Beendigung dieses Krieges unterwegs. Ihr habt doch von den Mächten gehört, die sich momentan bekriegen, oder?“
    “Wir kommen nicht vom Mond.“ JA…Ja...Ist alles gut.
    “Nun, so eine Mission kann schnell sehr gefährlich sein und dann hörte ich von zwei starken Männern, die bereitwillig sind, zu kämpfen.“
    Der rothaarige räuspert sich und nimmt einen Schluck aus seinem Krug. “Wie gesagt: wenn der Preis stimmt. Also. Was für eine Art Auftrag soll es denn werden?“ Ich sehe ihn fragend an. Das habe ich doch gerade gesagt. Der andere meldet sich mit seiner unemotionalen Stimme: “Eskortmission, Sammelmission, Erkundungsmission, sollen wir jemanden beschützen, jemanden töten oder bekämpfen?“ Ach, sowas. Also…Ich überlege einen Moment.
    “Eskortmission? Kann man das so sagen? Wir willen zum Schloss von Clive und dabei...“ Der rothaarige unterbricht mich.
    “So detailreich bracuhen wir es jetzt nicht. Sag uns nur, was wir zu tun haben und fertig.“
    „Ach, so egal, ist das eigentlich nicht, Parik. Schließlich sollen wir ja nicht aus Versehen jemanden töten, der eigentlich ein Freund ist.“ Puh. Ich hoffe, dass sie mich endlich verstehen. Ich fahre fort: “Nun… wir müssten das Schloss erreichen, bevor e Boey erreicht. Unterwegs werden es gewiss viele Gefahren geben, die sich uns in den Weg stellen werden, da können wir jeden Krieger gebrauchen können, den wir kriegen können. Und ich hörte, Ihr seid besonders tapfer und stark.“
    Der rothaarige, lacht etwas. “Beeindruckend, wie du versuchst, uns für deine Sache zu gewinnen, obwohl du kein Geld hast, um uns zu bezahlen.“
    “Das… Parik, die sind doch mit dieser Asuka zusammen auf reisen, das ist eine Prinzessin!“
    “Und das sagt mir was?“
    “Dass sie reich sind. Außerdem ist es Asuka, eine Prinzessin. Für nur so einen leichten Auftrag.“
    Als hätte sie unser Gespräch gelauscht, steht Asuka da auch auf einmal. “Er hat recht. Jeder, der sich uns anschließt, wird mit dem belohnt, was ihm für den Einsatz begehrt. Sei es Erfahrung, Ruhm, Ehre oder Gold.“ Wow. Also… wenn sie das sagt. Parik kratzt sich an seinem Kinnbart. “Zeigt mir, was ich verdiene, dann bin ich auch dabei.“ Asuka nickt fröhlich und führt ihn aus der Schenke. Ich gehe zu dem anderen, düsteren Söldner. “Habt vielen dank!“
    “Mein Name ist Shadow." Er reicht mir eine Art Visitenkarte.
    Name: Shadow
    Alter: 17
    Geschlecht: Männlich
    Pokémon Team:
    Gengar (männlich, Gengarnit in einem Armreif am linken Arm)
    Lucario (männlich)
    Trikephalo (männlich)
    Tag-Wolwerock (weiblich) "Gerda"
    Sumpex (weiblich)
    Fiaro (weiblich)
    Vergangenheit: Stammt aus Einall, war Einzellkind in einer Familie aus Top Trainern

    Ich lese sie mir durch. Damit lässt sich auf jeden Fall etwas anfangen. Ich nicke zufrieden.

    29
    Kapitel 60: Die Fremde aus dem Wald

    Lou

    Anstatt es schnell zu machen und uns zur Hauptfestung zu teleportieren, laufen wir den Weg, wenn dann zu Fuß. Wenn man bedenkt, wie schnell Boey näher kommt, wird es doch noch einige Zeit dauern, bis sie überhaupt in die Nähe des Schlosses kommt. Ich schaue regelmäßig zu Silber, um zu sehen, wie es ihm mental geht. Ich sehe ihn als guten Anführer. Er ist selbstbewusst, stark und entschlossen. Ein reinstes Idol, wenn wir nicht immer nur halb gewinnen würden. Wie sieht uns Clive jetzt eigentlich, nachdem wir derartig versagt haben? Ist er wirklich so sauer, oder war er nur kurz erschüttert und hat überreagiert? Was auch immer der Fall sein mag, wir sind jetzt auf jeden Fall zu einfachen Wachen degradiert worden. Silber scheint sich damit überhaupt nicht zufrieden zu geben, was ich ihm nicht verübeln kann. Aber immerhin ist Angie wieder da, wobei sich jeder fragt, was sie wirklich gemacht hat. Sie selber sagt immer nur, sie hätte sich während der Befreiungsaktion in Sicherheit gebracht, ehe die Maschine noch sie selbst unter sich begraben hätte. Sicher wäre sicher, aber dafür bis zum Fluss nach unten zu laufen, macht uns in der Hinsicht schon etwas skeptisch, aber wir belassen es dabei. Eine feindliche Gruppe wurde dort unten nicht geortet und einzeln hier herum zu laufen, wäre selten dämlich gewesen. Aber allein schon diesen Gedanken gehabt zu haben, grämt mich, aber was soll ich sagen? Ich bin gerade doch etwas übervorsichtig.
    “Verzeihung?“, spricht uns jemand von hinten an. Ich wende mich dahin, woher die Stimme kam. Eine junge Frau mit langen, geflochtenen, grünen Haaren und grünen Augen scheint uns hinterhergerannt zu sein, so, wie die aus der Puste ist. Sie trägt sonst eine kurze, langärmlige hellgrüne Jacke und einen dunkelgrünen Rock und braune Stiefel. ((gree))“Verzeiht, aber wisst ihr, wie der Ort hier heißt? Ich scheine mich im Ewigwald verlaufen zu haben und bin vor Erschöpfung wohl eingeschlafen. Als ich aufwachte, fand ich mich lange nicht mehr zurecht. Jetzt habe ich endlich aus dem Wald gefunden und nun weiß ich nicht mehr, am welchem Ende ich bin. Außerden bin ich auf der Suche nach einem Chaneira, könnt ihr mir vielleicht helfen? Ich bin jetzt schon Wochenlang auf Suche.“ Sie kam wohl aus diesem Nadelwald, aber der Ewigwald? Wo liegt der überhaupt? Moment. Ich suche gerade in meinen letzten Geographie-Stunden nach einer Antwort. In jeder Region gibt es einen populären Wald, meine ich. Und der Ewigwald… “Der Ewigwald…War der nicht in Einall, soweit ich mich erinnere?“, frage ich leise. Die Ärmste weiß wohl noch nicht, dass sie gar nicht mehr in unserer Welt ist.
    “Das war der Ewigenwald, Lou. Den Wald, aus dem sie kommt ist der Ewigwald. Der liegt in Sinnoh. Leicht zu verwechseln.“, antwortet Conway ebenfalls leise. Ernsthaft? Ewigwald und Ewigenwald? Ich seufze innerlich. Lucia tritt vor. “Du warst seit Wochen in dem Wald? Und das ohne dein Pokémon? Du ärmste, vielleicht kommst du erst mal mit in unser Haus, es ist nicht weit von hier. Da kannst du erstmal zur Ruhe kommen und uns alles erzählen. Vielleicht, wo dein Pokémon ungefähr abhanden gekommen ist, oder woran wir dein Chaneira erkennen...“ Lucia meint doch nicht die Hütte, in der wir als letztes Rast gemacht haben? Aber immerhin hat sie uns etwas Zeit erkauft, um zu überlegen, wie wir am Besten antworten. Sie gibt uns ein Handzeichen, zurückzugehen. Clive hat sicher nichts dagegen, wenn wir jemanden in Not helfen.
    “Danke, das… ist sehr freundlich von euch… Ich bin übrigens Raissa.“, sagt sie etwas zurückhaltend, als würde sie uns nicht so recht trauen. Silber schient das ebenfalls vernommen zu haben und winkt mich zu ihm. Wir laufen etwas weiter abseits. “Ich will jetzt nicht überparanoid klingen, aber was hältst du bisher von dieser Raissa? Sie scheint mir etwas verschleiert. Dafür. Dass sie Wochen im Wald war, sieht sie noch ganz gut aus. Ihre Klamotten sind in bester Verfassung.“
    Jetzt, wo er es erwähnt, fällt es mir auch auf. Sie unterhält sich freundlich mit Lucia und Conway. Klar, kommen beide auch von Sinnoh. “Da hast du Recht, jetzt wo du es sagst… Aber was glaubst du, hat sie dann vor? Sie ist doch wohl keine Spionin von Boey?“
    “Mit nur einem Amulett? Ich weiß nicht. Schauen wir erstmal und beobachten. Wenn sie eine Spionin ist, sollten wir das lieber schnellstens herausfinden. Sie war aus der Puste, als sie uns traf. Vielleicht wurde sie verfolgt?“
    “Ich behalt sie im Auge, aber fürs Erste glauben wir ihr einfach. Wenn sie merkt, dass wir sie verdächtigen, wird sie wohl noch vorsichtiger sein.“
    “Okay, ich zähle auf dich.“ Ich seufze. Zwar fühle ich mich geehrt, dass Silber an mich glaubt, aber...“Ich finde es schon traurig, dass wir nicht mal mehr einfachen Leuten einfach vertrauen können.“
    Silber schließt die Augen und antwortet ruhig: “Das ist leider das Ergebnis eines Krieges. Und fürs erste müssen wir damit zurechtkommen. Ich hoffe nur, das ist baldigst vorbei. Und das sage ich nicht, weil ich ihn nicht will, sondern eher aufgrund anderer.“ Damit begibt er sich wieder zur Gruppe. Was meinte er denn jetzt mit dieser Aussage? Raissa… Nie gehört, diesen Namen. Sie sieht eigentlich fast schon zu freundlich aus, als dass sie ein Feind wäre. Ihre Ausstrahlung zeigt eine völlige Unkenntnis dessen, was hier geschieht. Ob wir ihr die Wahrheit sagen sollen? Oder wird sie sonst psychisch ähnlich wie wir? Sie ist ohnehin schon etwas zögerlich… Ich schüttle den Kopf, um diese Gedanken los zu werden. Das passt schon! Wir sind gerade nicht im Krieg! Clive hat uns degradiert! Der Krieg ist an der Front! … Wenn ich mir nur glauben könnte.

    30
    Kapitel 61: Mutter Cogica.

    Serafina
    Heute bringt mich Kenny zu einem der heiligsten Orte in ganz Lojakou. Der Tempel der ewigen Mutter, so heißt er, da dies der Sitz des weiblichen Oberhauptes des Dorfes ist. Die weiseste und beste Magierin, die es hier gibt. Ich weiß jetzt sogar, weshalb dieser Name: Dieses ganze Dorf nennt sich eine Familie. Mich reden gute Bekannte auch immer mit Schwester an. Fand ich anfangs ziemlich erschreckend, aber langsam gewöhne ich mich daran. Auch, wenn es nicht meine leiblichen Geschwister sind, aber ich fühle mich ihnen wesentlich näher, als den Geschwistern in dem Heim, in dem ich aufgewachsen bin. Ich bin nicht wirklich in einer echten Familie aufgewachsen, daher ist es etwas vollkommen neues für mich, andere Leute anzulächeln und „Schwester“, oder „Bruder“ zu nennen. Die Chefs hier sind dann quasi die Eltern, aber auch sie werden mit hohem Respekt behandelt. Eigentlich eine ganz nette Gemeinschaft. Ich frage mich nur, wieso es so ist. So, wie ich Menschen normalerweise kenne, sind sie meistens egoistisch und Angriffslustig. Ich dachte bisher immer, dass man keinem dieser Menschen vertrauen könnte, wobei ich jetzt sagen muss, dass ich beispielsweise Kenny alles erzählen kann, was ich will. Er ist neben meinem Lehrer eine echte Vertrauensperson für mich geworden. Er findet auch, dass ich mich in seiner Lehre ganz gut mache und ich bin sogar würdig, die Mutter in ihrem Tempel zu sehen. Ich sah sie bisher nur außerhalb, aber auch nur am Vorbeigehen. Von dem Vater habe ich jedoch bisher wenig gehört. Einmal habe ich ihn nur flüchtig gesehen, aber er war schnell wieder weg, bevor ich ihn richtig erkennen konnte. Der Tempel der Mutter ist mitunter das größte Gebäude, was ich hier zu Gesicht bekomme. Man sieht die Krone des Tempels im ganzen Dorf, aber direkt davor zu stehen, hat nun einen größeren und respektvolleren Eindruck. Sein Baustil erinnert mich stark an Jotho, an diesen großen Turm in Teak City. Nur ist er etwas weiter in die Länge, statt in die Höhe gebaut und ist größtenteils rot. Nur die Wände und einige Verzierungen sind Weiß oder golden. Die Stützpfosten sind braun und insgesamt hat es einen wunderbaren Eindruck. Ich stelle mir gerade vor, da drin zu sein und den ganzen Tag diesem friedlichen Volk von hieraus zuzusehen. Wir bleiben vor den großen, fast drei Meter hohen, wunderschönen Roten Tür stehen, die auch mit Gold verzehrt wurde. Will Kenny nicht anklopfen? Er bleibt da einige Momente stehen und starrt das Tor an. Dann kniet er sich irgendwann hin. Das Tor öffnet sich auf einmal von ganz alleine. Okay, hier wundert mich nichts mehr. Das ist aber auch sehr eindrucksvoll. Kenny steht wieder auf und schaut zu mir. “So, du kannst rein gehen. Die Mutter gebietet dir den Eintritt.“, sagt er.
    “Kommst du nicht mit?“ Er schüttelt den Kopf.
    “Nein. DU hast den Eintritt gewährt bekommen. Und dir ist es erlaubt, einzutreten. Ich werde hier draußen warten. Und jetzt los, die Mutter erwartet dich. Komm besser nicht zu spät.“, sagt er lächelnd, geht dann vom Tor weg und setzt sich auf den Rasen. Ich schaue in die Halle, die hinter der Tür liegt. Ein großer, langer Gang. Ich gehe rein. Das Licht von draußen scheint durch die gelben Fenster hier rein und werfen Licht in den Formen der Fenster, wie Silhouetten von irgendwelchen Pokémon, nehme ich mal an, oder andere Formen. Ich gehe weiter auf den roten Teppich entlang. Links und rechts sind allerhand Türen, von denen ich keine Ahnung habe, wohin die führen. Die Wände sind wieder weiß, wie der Boden, auf dem ich nicht stehe, den der Teppich nicht bedeckt hat. Hier ist schön viel Platz, ich frage mich, ob hier sich mal das Dorf zu gewissen Anlässen versammelt oder so. Ich blicke weiter den Gang entlang. Am Ende ist eine Art Rollo, das runter gezogen ist. Ich bleibe davor stehen. Es schimmert ein schönes Gelb aus. Das Rollo vor mir zieht sich hoch, sodass ich durchgehen kann. Ich schreite durch und befinde mich in einem leeren Raum mit einem Kissen auf dem Boden. Das Rollo geht wieder nach unten. Ich schaue mich um. Ein roter Boden mit diesmal Blauen Verzierungen. Ich setze mich auf das Kissen, was da liegt und warte. Ich schaue über mich, an die Decke, zur Seite und mal nach hinten. Da höre ich auf einmal eine Stimme: “Serafina.“ Ich schaue blitzschnell wieder nach vorne und auf einmal sitzt da jemand ein bis zwei Meter vor mir. Die Person nimmt die Kapuze der blau-weißen Kutte runter, welche auch einem Yukata ähnelt und entpuppt das Gesicht von Cogica, mit ihre langen, schwarzen und glatten Haaren und braunen Augen. Sie sieht mich mit ihrem gütigen Blick an, mit dem ich sie auch immer gesehen habe, als ich sie mal zu Gesicht bekommen habe. “Warum hast du so lange gebraucht?“, fragt sie ruhig. Ich verneige mich wortlos vor ihr. Aber… was soll ich denn jetzt sagen? Ich weiß nicht wirklich, womit ich mit ihr sprechen soll… Ich habe sie noch nie gesehen und auch, wenn es nicht den Anschein macht, fühle ich mich gerade sehr unter Druck, aber irgendwie genieße ich es auch, in diesem Raum zu sein, mit einer Person, der ich vertrauen kann. Seltsam. Sie strahlt eine beruhigende Aura und lässt meine Nervosität schwinden, aber das ist es, was mich nervös macht… Dann fasse ich meinen Mut und schaue wieder auf. Ich lächle sie an. “Ich grüße Sie, Cogica. Mutter, Cogica.“, sage ich ruhig und mit überaus freundlicher Stimme.

    31
    Kapitel 62: Auf Eroberungszügen

    Tayfun
    Mit der Hilfe meines Dratini-Amuletes und einigen Leuten von Boey, konnte ich Clives Leute ohne weiteres überwältigen. Der Commander dieser Einheit kommt auf uns zu. “Ich habe euch beobachtet. Ihr seid doch Teil dieser Friedensgruppe, oder? Was führt euch auf unser Schlachtfeld?“, fragt er ernst.
    “Eigentlich sind wir aus versehen hier hineingeraten und wurden vom Rest getrennt, aber ich denke, jetzt werden sie melden, dass wir sie bekämpft haben.“
    “Wenn ihr euch uns anschließt, muss Boey das wissen.“
    “Ehm… sagen wir… wir sind nicht ganz auf eurer Seite. Erstmals fehlt ein Teil von uns und dann versuchen wir noch immer, das Schlimmste zu verhindern.“
    “Damit kann ich nichts anfangen. Geht zu ihm und berichtet selbst. Ihr zwei!“, er spricht seineLeibgarde an. “Ihr werdet sie zu Boey begleiten.“, dann ruft er: „Der Rest hat 15 Minuten, dann laufen wir weiter, bis zu unserem Ziel!“
    Die beiden von Galaktik kommen zu uns. “Wenn ihr uns bitte folgen würdet.“, spricht der eine, während der andere an uns vorbei geht und sich hinter uns stellt. Der vordere, winkt uns, ihm zu folgen. Asuka und ich wechseln einmal die Blicke. Ich schüttle nur den Kopf und folge ihm.
    “Das war Saturn. Ein Commander von Team Galaktik. Er ist ziemlich streng und erbarmungslos.“
    “Ich weiß, wer das ist.“, antworte ich Asuka schnell. “Saturn, benannt nach dem Planeten Saturn, ein Krimineller und vor allem Skrupelloser!“
    Der vordere Galaktiker räuspert sich. “Wir hören alles, was ihr sagt. Zollt in seiner Gegenwart bitte etwas mehr Respekt!“
    “Tschuldige...“ Ich habe gerade vollkommen ausgeblendet, dass die ja in der Nähe sind. Die restlichen Marsch verhalte ich mich, ehe meine geübte Zunge doch noch etwas falsches in das falsche Ohr spricht, ruhig. Wir erreichen einen kleinen Bergesshang, von dem man aus in ein Lager sehen kann. Und es ist wirklich nur ein Lager. Diese Leute schleppen wohl stets alles und nur das Nötigste mit sich herum. Wenn ich mal überlege, wie es uns ergeht… Der Galaktiker bleibt stehen und geht zur Seite. “Da währen wir. Ihr findet Boey In dem Hauptgebäude da!“, sagt er gereizt und zeigt nur kurz, welches dieser Zelte er meint und geht dann wieder mit seinem Partner. “Hast du gesehen, welches Zelt er meinte?“, frage ich, da ich nicht sehen konnte, welches er nun meinte, da er die Hand schnell wieder weggenommen hat. Hatte es wohl sehr Eilig, der nette Zeitgenosse. Asuka schüttelt langsam und in Gedanken auf das Lager starrend den Kopf. “Hey, bei der Sache bleiben. Wir müssen irgendwie wieder zur Gruppe kommen!“ Ich stöhne. Wo soll das alles enden? Ich will doch gar nicht hier sein! Takenaa ist bei einer Menschenhasserin gelandet und ich weiß auch überhaupt nicht, wo Teona gelandet ist! “Asuka, weißt du, wie wir von hier aus am schnellsten wieder zurück zu Teona, Urs und dem Rest kommen? Du bist ja auch irgendwie hierher gekommen.“, aber die Antwort bleibt mir wohl bis jetzt noch länger unbeantwortet. “Na, was eine Überraschung, euch hier zu sehen.“, spricht uns jemand an. Es ist Boey persönlich. Er war gar nicht im Lager? “… Ihr seht mir verwirrt aus. Kommt mit und erzählt mir erstmal, was euch bedrückt. Ihr seid ja gewiss nicht ohne Grund hier.“ Boey lädt uns in sein Privatquartier ein und schenkt uns etwas warmes zu Trinken in Tassen und setzt sich dann auch an seinen Tisch. Es ist etwas zierlich eingeräumt und hat nicht viele Möbel. Nur einen Tisch und sein Bett fallen auf. Sie sind halt auch viel unterwegs. “Also...“, fängt Boey an, während er sich hinsetzt. “Warum genau sucht ihr uns auf?“ Wir beide sind etwas still.
    “Also….“, fange ich an: “Eigentlich wurden wir von den anderen getrennt und sind hier gelandet. Sagt dir der Name Tama etwas? Ihr haben wir das zu verdanken. Oder zumindest ich. Ich weiß nicht, wie Asuka mir gefolgt ist.“ Boey schweigt eine Weile und lehnt sich etwas auf seinem Stuhl zurück. Er überlegt. “Tama… diesen Namen habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gehört. Sie war… eine besondere Person, die eigentlich kein Mensch war. Ein sehr mächtiges Wesen, das sich zurückgezogen hat. Direkt nach dem letzten Krieg und der ist schon an die 15 Jahre her. Aber soweit ich mich noch erinnern kann… war sie, wie gesagt, sehr mächtig. Sie war eigentlich aber sehr gütig und nett.“
    “Moment!“, unterbreche ich Boey. “Gütig und nett? Ja… sie hatte einen Netten Eindruck, aber sie war doch sehr erbarmungslos gegenüber mir...“
    “Na ja, ehrlich gesagt, wundere ich mich, weshalb du noch hier bist. Ich meine, sie hat die Öffentlichkeit verlassen, da… irgendwas war da… Sie hatte plötzlich ein Problem mit Senshin und verschwand. Den Grund weiß ich leider nicht mehr, da müsste ich in meinen Archiven gucken und die sind Zuhause. Tut mir leid. Dann bist du aber auch die erste Person nach den 15 Jahren, von der ich höre, dass sie ihr wirklich begegnet ist.“
    “Ja… ich weiß. Ich kannte sie auch. Sie kam immer gerne zu mir, als ich noch klein war. Sie war… sie war fast immer wie eine zweite Mutter für mich.“
    Boey schaut tröstend zu Asuka. “Asuka… du weißt, dass das uns alle betrifft… Aber daran ist jetzt leider nichts zu ändern. Ich wünschte, die Umstände wären anders, aber wir sind gerade mitten auf einem Eroberungszug...“ Ich habe keine Ahnung, worüber die gerade reden. Es fiel Asuka jedenfalls schwer, das gerade eben auszusprechen, ohne von Trauer übermannt zu werden. “Worum geht es?“, frage ich. Boey blickt mir tief in die Augen. “Es ging um unsere Mutter. Tut mir leid, ich möchte darüber nicht länger in Asukas Gegenwart sprechen. Ich hoffe, du verstehst das...“ Klar verstehe ich das. Voll und ganz, wenn es wirklich das ist, was ich denke. Ich nicke.

    32
    Kapitel 63: Stets zu Diensten

    Jim

    Es ist kaum vorstellbar, wie das überhaupt gehen soll. Nach allem, was bis jetzt passiert ist, bin ich immer noch nicht am Ende. In mir brennt noch immer das Licht des Kampfes. Auch, wenn ich nun so viel einstecken musste, aber im Prinzip war das ja im Endeffekt überhaupt nichts. Ich habe weder jemanden verloren, noch sonst irgendwas. Mein Körper hat sich die Stürze lang auch nichts gebrochen und hat nun auch neue Energie getankt. Mein Wille ist stärker, als je zuvor, das zu Beenden, was angefangen wurde. Von Boeys Truppen aufgegabelt, wurde ich bei ihm mit offenen Armen wieder empfangen. Er war soweit, mir, nachdem ich geschildert hatte, was sich abgespielt hat und was ich getan habe, einen hohen Rang zu geben. Doch mir genügte es, wieder in meiner Gruppe zu sein. Bei Begonia, Brody, Kalle, Lance und Natural. Boey schickte uns auf eine Spezialmission, bei welcher wir vom Rest getrennt sind. Ich vermute, er setzt jetzt auf das Potential, alleine auszukommen in mir. Ich hoffe, ich werde ihm auch gerecht. “Wir sollten von den Hauptstraßen Abstand nehmen. Dort wimmelt es nur von Befestigungsanlagen.“, schlägt N vor. Ich überlege. Dann kommen wir zwar eher in ein trockeneres Gebiet, aber er hat Recht. Durch meinen Vorschlag, durch die Wüstensavanne zu laufen, haben wir diesen Weg auch eingeschlagen. Mir gefallen solche Orte nicht, aber umso schöner wird es, Wasser zu sehen. Zur Gegend kann man relativ wenig sagen. Relativ ebenes Terrain, hier und da etwas Gras, einzelne Bäume der Acacia-Gattung. Man muss sich doch über sein Terrain informieren, dazu gehören auch die heimischen Bäume. Wie lange ich mir den genauen Namen merke, ist allerdings eine andere Sache. “Hey, seht mal da vorne.“, äußert Begonia: “Es scheint, dass da welche Kämpfen. Kampffeld ungefähr 1074 Meter auf halb drei in Laufrichtung.“((efuchsa)). Ich schaue nach Rechts. Da kämpfen tatsächlich welche. Aber zu welchem Anlass? “Das könnte vielleicht wichtig sein. Ich habe von Wüstenräubern gehört. Allerdings keine, die auf jemandes Seite stehen. Sie sind äußerst geübt in ihrem Terrain und haben sich auf Sandböden spezialisiert. Sie werden nicht mehr durch den Sand verlangsamt oder behindert, im Gegenteil.“, merkt Lance an.
    Wüstenräuber? Perfekt. “Ich nehme an, es ist nur ein Revierkampf. Soll ja vorkommen.“, meint Brody.
    Ich schüttle den Kopf. “Das glaube ich nicht. Die andere Seite scheint ja nicht gut im Sand kämpfen zu können. Nur die Hälfte kommt damit ja zurecht, weder kämpfen die überhaupt. Da stehen einige im Hintergrund, lasst uns lieber nachsehen, sicher ist sicher." “Bin direkt hinter dir.“, sagt Kalle. Je näher wir dem Kampf kommen umso mehr bin ich mir sicher, dass die eine Seite wirklich nicht zu irgendwelchen Sandräubern gehören. Und die Personen, die im Hintergrund stehen, scheinen keine Kämpfer zu sein. Eine kümmert sich nur um Verwundete und die andere… kommt mir schon bekannt vor. Diese Azurfarbe… Ich könnte schwören, sie schon mal gesehen zu haben… Aber was mir eher auffällt, ist, dass einige der Wüstenräuber die Linie durchbrochen haben und scheinbar wissen, was sie als erstes angreifen müssen. Die Heiler im Hintergrund. Gegen den überwiegenden Bodentypen sollte ich ja weniger Schwierigkeiten haben. Kurzerhand hole ich mein Amulett raus. “Ich kümmere mich um die hinteren. Helft, die Lücken der Verteidigungslinie zu schließen.“, rufe ich nach hinten, ehe ich das Amulett in die Luft halte. Ich verschließe meine Augen und mache möglichst wenig. Die Verwandlung in ein Pokémon ist immer eine heikle Sache, wenn man gerade etwas macht. Die Gliedmaßen, Muskeln und alles überhaupt verändert sich ja komplett. In meinem Fall ist es auch noch ein anderes Sichtfeld, was mir als Serpifeu zur Verfügung steht. Die Beide werden erheblich kürzer und ich habe nur noch drei Finger. Außerdem bin ich auch erheblich kleiner und dann muss ich noch die Attacken einsetzen. Ich spüre schon, wie sich mein Gefühl für die Außenwelt verändert. Mein gesamtes Gefühl wird fast komplett auf den Kopf gestellt. Dann öffne ich wieder meine Augen. Alles sieht nun größer aus, aber ich habe meine Ziele direkt auf Augenhöhe und sehe sie besser. 60 Zentimeter Größe sind jetzt auch nicht so wenig, muss man auch sagen. Ich springe und hole meine Ranken raus, um eine Attacke eines Räubers abzufangen, der direkt die Heilerin angreift, was mir auch gut gelingt. Tcha, als Hyppopotas hat man eben einen kleineren Sichtradius, vor allem, wenn man sich auf ein Ziel konzentriert. Als er mich sieht, realisiert er auch mein ganzes Team ich bereite einen Grasmixer vor und provoziere ihn zum Angriff. Doch er sieht, wie ihre Chancen nun stehen und zieht sich in den Boden zurück. Seine Freunde tun es ihm gleich. Man erkennt noch, wie sich der Sand bewegt, wenn sie sich unter ihm bewegen. Sie sind weg. Ich schließe meine Augen wieder und konzentriere mich wieder auf meine menschliche Form. Die Heilerin erschreckt total, als ich wieder als Mensch da stehe. Ich schaue zu ihr und bemerke, dass sie aus Schreck hingefallen ist. Ach ja, das ist auch noch gefährlich… Ich halte ihr meine Hand hin, um ihr auf zu helfen. “Verzeiht, ich hätte vorsichtiger sein müssen, bevor ich mich zurückverwandelt hätte.“ Ich helfe ihr hoch. “N-nicht schlimm. Es ist ja nichts passiert.“
    “Jim, bist du das?“, fragt mich die, die ich irgendwie erkannt habe. Jetzt erkenne ich auch ihre Stimme wieder. “Asuka? Klar.“, antworte ich. Ich sehe mir ihre Gruppe an. Zwei Söldner, ein Spezialist, wie mir scheint, ein Taktiker, zwei Krieger oder Soldaten und eine Heilerin. Dann noch Asuka. “Wart ihr nicht mal mehr?“, frage ich. Ich meine mich zu erinnern, dass das mal mehr waren...

    33
    Die Auflistung aller Klassen, die bisher in der gesamten Geschichte vorkamen, sind auf der Fakten-Seite untergebracht.
    http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1507318857/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Fakten-und-Amusement-Kapitel

    34
    Um Platz zu sparen, wurde das Amusement-Kapitel, welches hier war, auf eine Extra-Seite gestellt. Der Link findet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1507318857/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Fakten-und-Amusement-Kapitel

    Es existierten vor der Seite 5 Amusement-Kapitel. An ihrer Stelle wird das selbe wie hier stehen. Amusement-Kapitel werden in der Regel alle 6 Kapitel erfolgen.

    35
    Kapitel 64 Leben im Exil

    Takenaa

    “...“
    “...“ Ich verdaue das, was Tama mir gerade gesagt hat. Ehrlich gesagt kann ich es kaum glauben. Was Tayfun schon wusste und nie gesagt hat?
    “Warum hat sie nie etwas gesagt?“
    “Weil sie dich nicht verlieren wollte, nehme ich an. Takenaa… Menschen sind durch und durch egoistisch. Auch, wenn es um Freunde geht.“
    “Wie lange hätte sie es denn wohl noch geheim gehalten?“
    “Bis sie es selbst vergessen hätte, schätze ich.“ Aber je mehr ich über Tayfun nachdenke, umso mehr kommt mir ihr altes Image wieder hoch. Tayfun ist eine nette Freundin zu mir!
    “Wirklich? Meinst du?“
    “Mama! Lass mich wenigstens denken! Ich mein: Wie lange kenne ich dich und wie lange kenne ich Tayfun?“ Sie bleibt nach wie vor ruhig.
    “Wem du Glauben schenkst, ist dir überlassen. Ich kann dir nur meine Seite offenbaren. Ich sage nun, dass Tayfun schon gefährlich sein kann. Ich… hatte selber Erfahrungen mit Menschen. Zwar nur kurz, aber diese Schande reichte mir schon. Du bist unter ihnen aufgewachsen, das ist ein Unterschied...“ Sie seufzt traurig. “Ich hätte dich auch gerne bei mir behalten… Als deine Mutter hätte ich dich auch gerne aufgezogen… dich heranwachsen sehen… das alles blieb mir stets verwahrt. Ich habe dich nie zu Gesicht bekommen. Ich kann aber sehen, dass du die selben schönen grünen Augen hast und dich auch an diene ursprüngliche Haarfarbe angepasst hast. Das Blau. Um dich zu verstecken mussten wir auch etwas deine Enzyme verändern. Deine DNA bearbeiten… es war nicht schön, aber ich hoffe, dass sich das alles wieder normalisieren lässt. Sobald du, wie ich hoffe, auch bald deine menschliche Form abgedankt hast...“
    “Wo… wo wir gerade dabei sind… wer war eigentlich mein Vater? Also, mein echter?“ Ich weiß nicht, ob ich ihr jetzt glauben soll, oder zusehen sollte, hier weg zu kommen? Aber ich… ich will es nicht wahr haben, aber ich habe bei allem, was sie sagt, das Gefühl, sie sagt die Wahrheit. Es…. Es stimmt…
    “Er…“ Sie macht eine lange Redepause. “Verzeih, ich rede nicht gern darüber… er fiel im letzten Krieg. Ich sah ihn das letzte Mal, als er sich auf machte, eine Lösung zu finden, das absolute Desaster zu verhindern. Wie damalige Anhänger von ihnen. Aber sie kehrten selbst nach Kriegsende nie zurück… Es wurde nur ein Abschiedsbrief gefunden… Er wurde von Menschen und Senshin hintergangen und kaltblütig ermordet. Das… habe ich kaum verkraftet. Selbst, als du kamst… Ich wusste nur, dass ich mich von ihnen trennen musste, konnte dir aber nicht zumuten, allein aufzuwachsen. Vor allem nicht in so einer Höhle. Darum kam es dazu, was ich dir geschildert habe. Ich habe es niemals freiwillig getan.“
    Es ergibt auch alles Sinn. Das ist das schlimme! Soll ich hier bleiben und lernen, die Kraft in mir zu kontrollieren und nach Außen zu tragen?
    “Du solltest zumindest ein normalen Start ins Leben haben. Freunde haben, zwei Eltern und die Sonne zumindest sehen.“
    “Aber… das ganze ist jetzt doch schon 15 Jahre her… meinst du nicht, es ist alles langsam vergeben und vergessen? Die Menschen und Senshin, die ich kenne, sind alle nette Leute. Auch, wenn sie es nicht nach Außen hin zeigen, aber… sie haben ein gutes Herz, auch Tayfun, Boey, Blau… alle möglichen. Auch, wenn es im Krieg ist. Wenn man ihn versteht, weiß man, dass alles Recht ist. Sie verschonen und rächen auch alle, die nicht im Krieg sein wollen und neutral bleiben.“
    Sie seufzt. “Du redest, wie einen Weisen, den ich einst traf. Auch er lebt in einer Art Isolation, also haben wir uns auch gut verstanden. Jedoch habe ich ihn abgewiesen. Du musst wissen, ich bin sehr vorsichtig, wir sind die mir noch einzigen bekannten unserer Art...“
    “Aber ist das ein Leben, wie du es dir vorstellst? Ich genoss jeden Moment, den ich mit anderen verbringen konnte. Ich könnte es mir nicht vorstellen, jemals alleine als Einsiedler zu leben. Und vielleicht setzten wir den Rest, die es vielleicht auch noch gibt ein Zeichen… wieder zurückzukehren...“
    “Ja, so hat er auch geantwortet. Aber du warst nicht dabei, als es noch mehrere von uns gab. Wir haben ehrenhaft im Krieg gekämpft, bis wir hintergangen wurden. Hintergangen von unseren ehemaligen Verbündeten. Nicht lange, nachdem der Krieg endlich vorbei war. Sie wollten uns auslöschen!“
    “Aber du siehst doch kaum anders, als ein Mensch aus. Du hast diese Form momentan.“
    “Weil meine Wahre Form auch zu groß für diese Höhle ist.“
    “Ja, aber draußen kannst du dich doch… als Mensch ausgeben. Oder so. Irgendwas. Was hast du denn davon, hier zu leben? Das ist doch auch kein Leben.“
    Sie überlegt nach. “Ich für meinen Teil, wäre dafür, wieder das echte Tageslicht zu sehen.“
    “… Lass mich darüber nachdenken, okay? Vielleicht habe ich doch etwas zu lange in dieser Einsamkeit gelebt… ich weiß schon kaum noch, wie das Leben da oben aussieht.“ Sie seufzt. Fünf Minuten. Gibt mir Fünf Minuten.“
    “Nimm dir alle Zeit, die du brauchst.“ Habe ich wirklich etwas bewegt? Sie kann ja einfach in meinen Kopf gucken, aber andersherum würde es mich gerade echt interessieren...

    36
    Kapitel 65: Einen Plan

    Teona

    Ich weiß leider überhaupt nicht, wer diese Gruppe ist, aber ich bin froh, dass sie uns gerade noch zur Hilfe gekommen waren. Dieser Angriff kam echt überraschend. Asuka und er tauschten reichlich Informationen aus. Er berichtete von einem Angriff in den Bergen. Sie nickte nur und sah sehr unzufrieden aus. Asuka berichtete nur über unseren aktuellen Stand. Sie ließ alle überflüssigen Informationen aus. Es sind Leute von Boey, was mich allerdings anfangs wunderte, da wir eigentlich ziemlich weit vorne sind, bis mir jemand von ihnen erklärte, dass sie nur ein Team sind, das vorausgeschickt wurde.
    “… Ich befürchte, dann ist das Schlimmste schon geschehen. Der Kampf wird sich auf jeden Fall in Clive´s Schloss ziehen. Und dort wird dann wohl die Entscheidende Schlacht statt finden.“
    “Moment, heißt das, dass wir überhaupt nichts mehr machen können?“, frage ich überrascht.
    “Das würde ich nicht so sagen.“, meinte Jim. “Es steht jetzt so oder so schlecht für Clive, aber er wird kämpfen, bis Boey über ihn obsiegt hat. Und ich denke, das ist geschehen, sobald Boey es geschafft hat, den Thron zu erklimmen. Das müsste Clive zwar zuwider sein, ihn aber nicht töten. Wenn wir es schaffen, den Thronsaal zu erobern, bevor die Schlacht zu Ende ist, können wir Clive zur Kapitulation zwingen.“
    Urs unterbricht ihn: „Nein, damit bin ich aber nicht einverstanden. Ich hege noch immer Hoffnungen in Clive. Ich habe mich nur von ihm distanziert, ihn aber nicht verraten. Ich dachte, wir würden so nur das Leid beenden, nicht uns der einen Seite anschließen!“
    “Das tun wir nicht.“, antworte ich: “Wir suchen nur Wege, dass es am Ende ohne den Verlust eines Prinzen kommt. Und… es scheint ja gerade auch so, als wäre Clive jetzt überhaupt nicht mehr für einen Frieden zu stimmen. Es verletzt mich, aber wir schließen uns niemanden an, sondern… müssen Boey helfen… indirekt. Einer muss jetzt gewinnen. Clive zu helfen, würde alles nur noch weiter fortsetzen. Wir sind jetzt schon nah an Clive´s Festung. Näher als an Boeys, wo dieser sich zurückziehen würde, sollte er geschlagen werden, dann würden wir Clive helfen. Aber nur, um am Ende keinen zum Tode zu führen. Es ist sehr riskant… aber unsere einzige Chance. Zu reden bringt nichts. Wir haben es ja schon versucht… Und nach all dem, was Jim gerade erzählte… ist es aussichtslos.“ Schweigen. Nur der Wind, der den Sand umher weht ist zu vernehmen.
    “Das müssten wir mit Boey dann aber abklären.“, sagt N: “Clive ist ein gefährlicher Gegner, vor allem, je weiter man vorrückt. Dann wird es am Ende wichtig, dass alles durchgeplant wird. Wenn wir es nicht schaffen, ihm vor allem dann noch zu unserem Plan umzustimmen, müssen wir auch noch erst von da aus in den Thronsaal. Und ich bin mir sicher, der wird gut bewacht werden. Da hilft nur eine Infiltration und die… dauert etwas. Selbst bei Experten.“
    “Dann müssten wir uns aufteilen.“, meint die, dessen Namen ich gerade vergessen habe. “Ein Teil, wir wahrscheinlich, geht zu Boey zurück. Der Rest wird dann einen anderen Weg zum Schloss finden.“
    “Nein.“, sagt Urs entschlossen. “Ich werde es ihm persönlich sagen.“
    N schaut nur entsetzt.“… Das kannst du aber nicht. Einen Plan, Clive zu verschonen, ein Plan, der viele Risiken mit sich bringt… und dann noch von dir. Einem Anhänger von Clive. Da müssten wir unser Glück noch mehr auf die Probe stellen, als wir können.“
    “Und stattdessen erwartet ihr, dass ich das Schloss meines Herren infiltriere?“, erwidert Urs wütend. Es ist… komplizierter, als angenommen… “Außerdem sind wir schon so wenig… wie können wir von uns denken, so eine große und wichtige Aufgabe zu vollbringen? Und das auch noch getrennt?“, fügt Asuka noch hinzu.
    “Hast du einen besseren Plan, bin ich ganz Ohr.“, bringt Shadow ein.
    “...“
    “Also, was ihr macht, ist mir Wumpe...“, sagt Parik: “… aber ich bleibe bei Teona. Sorry, aber so läuft das Geschäft.“
    “Dann teilen wir uns auf! Vermischt! Einige von Boey gehen zu ihm zurück und einige von uns kommen mit ihnen! Der Rest… kommt mit mir. Einen besseren Kompromiss können wir nicht finden. Blau, Urs, Bianca, ihr geht mit ihnen. Wir brauchen den Rest für das Infiltrieren. Jim, wen von deinen Leuten kannst du mit uns schicken.“
    Er schaut mich nur verwirrt an, als hätte ich etwas komisches gesagt. “Frag sie selber. Wir sind alle ein Team. Wenn du nur nach meiner Meinung fragst… Brody wäre zu empfehlen, ebenso wie Kalle und N. Bianca würde ich hierbehalten. Um Boey etwas zu sagen, braucht man nicht so viele Leute. 2 von dir reichen. Ich komme auch mit euch und der Rest von mir geht mit Urs und Blau.“ Ich höre keine Widersprüche von seinen Leuten. Manche überlegen, andere nicken. Also ist es wohl so beschlossen.
    “In Ordnung. Ich vertraue dir, Teona.“ Urs sieht mich mit vollem Vertrauen an. “Ich gehe zu Boey und erzähle ihm, was wir besprochen haben. Ich bete zu Arceus, dass das funktioniert.“, sagt er und geht an mir vorbei. “Ich hoffe auch, dass das funktioniert...“, sage ich leise hinterher. Ich balle meine Fäuste. Das schaffen wir! Das wird schon!

    37
    Kapitel 66: Hinweistext

    Lou

    “Also… geht es nicht so schnell zurück?“, fragt Raissa zögerlich. Leider muss ich nicken. Sonst wäre ich, glaube ich, nicht hier. Zuhause ist jetzt sicher schönes Wetter und die Leute durchlaufen sorglos ihren Tag, ohne auch nur ein Fünkchen an derartiges wie wir hier zu denken. “Ich… verstehe. Das heißt auch, dass… ich Chaneira nicht mehr wiederfinden kann?“, fragt sie zitternd. Sie scheint sehr nervös zu sein. Ich sehe eine Schweißperle an ihrer Wange.
    “Deinem Chaneira geht es gut, dessen bin ich mir sicher. Pokémon verschwinden nicht einfach so in dieser Welt. Sie existieren nur in einer anderen Form.“, Silber hält sein Amulett für sein Igelavar hoch. Es glänzt im Sonnenschein, welcher von einem verstaubten Fenster hineinkommt. Diese Hütte ist auch nicht im besten Zustand. Ich weiß nicht, wie lange sie schon still hier steht, aber zumindest ist sie noch intakt, nur ziemlich verstaubt. Raissa zaudert noch mehr, als sie das Amulett erblickt. Verzweifelt jammert sie: “Und das sind Pokémon? Die armen, warum geschieht das denn mit ihnen? Das ist ja grausamer als ein Pokéball!“ Silber und ich wechseln unentschlossen die Blicke. Er fasst sich schnell wieder. “Das glaube ich nicht. Wir wissen nicht genau, wie das im genauen funktioniert, aber wenn wir sie rufen, sind sie selten entsetzt über ihren neuen Zustand.“ Raissa beruhigt sich wieder etwas.
    “Und wie genau bin ich hierhergekommen? Als ich hier war, war ich ewig allein. Ich wusste nicht mal, dass ich nicht mehr in unserer Welt war. Ich merkte nur, wie Chaneira auf einmal nicht mehr hinter mir war. Als ich nach ihr umsah, habe ich auf dem Weg das hier bemerkt. Meint ihr, das hilft?“ Sie hält ein Amulett hoch. Kurz hatte ich Hoffnungen, ihr sagen zu können, dass ihr Pokémon wieder bei ihr ist, jedoch ist dies ein anderes Amulett. Normalerweise kann man das Pokémon aus dem Amulett erkennen, da es eine ähnliche Form hat, oder einen Körperteil ähnelt. Und das ist definitiv kein Chaneira. Ein Chaneira ist nicht grün. “Das ist ein Pokémon, welches du da gefunden hast. Zwar nicht dein Chaneira, aber ein anderes. Welches genau, erfährst du, wenn du es einsetzt.“. Sie schaut mich verwirrt an.
    “Es benutzen? Ich benutze doch keine Pokémon.“ Silber erklärt:
    “Nein, nein. Nicht das Pokémon. Das Amulett. Ja, es ist ein Pokémon, aber man kann diese Amulette benutzen, um das Pokémon Form zu geben. Allerdings nicht so ganz, wie ein Pokéball. Das Pokémon muss eine Verbindung zu dir, oder eher gesagt, musst DU eine Verbindung zum Pokémon aufbauen. Wenn dein Wille stark genug ist, kannst du das Amulett verwenden. Dann kannst du dich in das Pokémon verwandeln und dessen Eigenschaften benutzen, so lange du mit ihm im Einklang bist. Das Pokémon selbst hat natürlich auch seine Bedürfnisse und Vorstellungen. Wenn es deine nicht teilt, wird es selbstständig, bis du die Verbindung wieder aufhebst.“
    “Das… wird immer verwirrender. Ich will mich doch weder in ein Pokémon verwandeln, noch von seinen Eigenschaften profitieren. Kann ich es nicht auch einfach laufen lassen?“
    Ich seufze. “Nein, das geht leider nicht. Kann ich mal kurz?“. Sie gibt mir das Amulett und ich mustere es. Dann gebe ich es ihr wieder. “Wie ich sehe, hast du schon eine Verbindung zu ihm aufgebaut. Ich kann mich nicht mit ihm verbinden, das ist nur der Fall, wenn es schon einen Besitzer hat.“
    “Aber ich habe es doch nur gefunden! Ich habe noch nichts damit gemacht!“
    Silber schüttelt den Kopf. “Das muss nicht zwingend bewusst geschehen. Vielleicht wollte das Pokémon auch mit dir verbunden sein, da es gemerkt hat, dass du ein guter Mensch bist, mit dem es reisen möchte. Es kann auch niemand anderen gehören, da du es ja gefunden hast. Wenn es irgendwo rumliegt, kann es nicht verbunden sein.“ Sie versteht alles relativ langsam, wie ich erkenne. Auf einmal kommt Conway die Tür hinein. “Silber… oh, verzeiht, ich wusste nicht, dass ihr noch im Gespräch seid.“. Er wollte gerade wieder raus und die Tür zu machen, doch Silber bremst ihn: “Nein, ist schon in Ordnung. Was gibt es denn?“, fragt er.
    “Invasoren. Nicht weit von hier. Caesy hat sie von einigen Momenten in Richtung Süden lokalisiert. Es scheint sich um eine Gruppe von Raweso zu handeln. Da sind bekannte Gesichter bei.“ Silber ballt seine Fäuste.
    Raissa lehnt sich zu mir rüber: “Gibt es ein Problem?“, fragt sie leise.
    “Ja… da sind einige Leute, die nur Böses im Schilde führen. Sie wollen die Justiz beseitigen und neu kreieren.“
    “Also aufständische? Eine Revolution, oder so was in der Art?“
    “…. Leider… schon etwas größeres… besser, du bleibst erst mal hier. Wir kommen hoffentlich gleich zurück.“
    “Ich will das aber selber sehen. Es kann ja nicht sein, dass ihr euch jetzt ernsthaft verletzen müsst! Ich sehe mir das mal an!“
    Eigentlich wollte ich sie aus dem Konflikt irgendwie raushalten, aber mir war schon klar, dass das nicht geht. Befehlen, hier zu bleiben, oder gar zu zwingen kann ich nicht. Ich seufze. “Also gut… Silber! Sie will mitkommen.“ Silber nickt mir zu und verlässt den Raum.

    38
    Kapitel 67: In Not

    Serafina

    Ich schlendere mit der Mutter durch ihren Garten. Er ist wunderschön mit Rasen, Hecken, kleinen Wegen, kleinen Bächern… wie der Garten eines großen Schlosses. Eben. Cogica ist ziemlich ruhig und redet auch sehr weise. Sie sagte, sie habe mich schon länger im Auge gehabt und findet meine Einstellung im Zusammenhang zu meinen Fähigkeiten und meiner Herkunft ziemlich interessant. “Du lässt dich zu sehr von deinen Gefühlen leiten, als dein ganzes befinden das veranlasst hätte.“, sagt sie langsam, ruhig und nach vorne schauend. Diese Aussage verwirrt mich jedoch etwas. Nicht nur, dass ich ihr nicht wirklich folgen kann. “Wie meinen Sie das?“, frage ich sie und schaue sie direkt an.“Du sagtst, du seist von jemanden hierher geholt, nicht wahr?“
    “Meinen Sie Kenny?“
    “Nein. Kenny ist nur dein Lehrmeister, der dich hier auffinden sollte, nachdem ich deine Präsenz wahr nahm. Ich rede vielmehr von der Person, wegen der du in diese Welt gekommen bist.“ Rede doch endlich, wen du meinst! Ich frage dennoch ruhig:
    “Wen meinen Sie denn?“
    “Yuoka. Die Prinzessin von Vallaya.“
    Yuoka? Yuoka… Ach, Asuka! Die habe ich ja schon echt verdrängt.
    “Sie… wir haben uns getrennt, nachdem ich die Grenze zwischen diesem Reich und der Außenwelt überschritten habe.“
    “Und du wünscht nicht, zurückzukehren?“ Ehrlich gesagt…
    “Ich wäre ihnen sicher nur ein Klotz am Bein… So, wie ich es auch bis jetzt war...“
    “Du befürchtest, du wärest nicht willkommen und du wärest ein Außenseiter?“, fragt sie etwas kritisch.
    “… Eigentlich… schon. Ich fühle mich da weniger aufgehoben als hier. Seit ich hier bin, fühle ich mich nützlicher und das erste Mal mit echten Freunden umgeben. Ich kenne Kenny eben schon länger und...“
    “Ich kenne deine Geschichte.“, unterbricht mich Cogica.:“Dass du in einem Heim aufgewachsen bist und immer alleine warst, ist es nicht so?“
    Ich warte etwas mit meiner Antwort. Dann nicke ich. “Und was ist damit?“ Sie deutet auf den Bach links neben ihr. Ich schaue zu ihr hoch, dann in das Wasser. Im Spiegelbild sehe ich meine Pokémon, Flame und Raichu. Ich erschrak für einen Moment, bis ich realisierte, das es nur Illusionen im Wasser sind. “Du warst also immer alleine?“
    “N-nein. Natürlich nicht. Meine Pokémon waren stets eine Stütze für mich...“
    “Und jetzt? Sie sind nicht bei dir, wie du sie kanntest. Fehlen sie dir?“
    Ich nicke wieder stumm.
    “Dann nehme ich an, denkst du auch häufig an sie?“ Ich erschrecke mich wieder bei dieser Aussage. Ich schaue nicht mehr in das Wasser. Nein, um Ehrlich zu sein nicht. Eher an Kenny… “Aha. So behandelst du deine Freunde, wenn sie mal Hilfe von dir brauchen?“ Ich drehe mich wieder zu Cogica.
    “Das stimmt doch nicht! Aber wie soll ich ihnen denn helfen? Seit ich hier bin, funktionieren meine Amulette überhaupt nicht mehr.“, schluchze ich.
    “Weil du mich nicht um Hilfe batest, noch Kenny.“, sagt sie und hebt ihre rechte Hand mit der Handfläche nach oben. Hinter ihr erscheinen meine beiden Pokémon in Real. Ich freue mich bei ihrem Anblick und bin wieder erstaunt, was sie doch für starke Kräfte hat. Grade, als ich ihr danken wollte, nahm sie die Hand jedoch wieder runter. Die Pokémon verschwinden wieder in ihre Amulette. “Sie machen sich Sorgen um dich. Und du sagst mir, dir geht es gut.“ Ich bin überfordert und bin mir so unschlüssig, was ich jetzt sagen soll. Cogica stellt mich plötzlich so da, als hätte ich alles immer nur falsch gemacht. “Serafina.“, spricht sie mich an. Ich schaue zu ihr auf. “Ich denke, deine Freunde brauchen dich jetzt ebenso, wie deine Pokémon dich immer benötigen, auch, wenn du sie nicht siehst. Ich denke, bis hierhin hat Kenny dich viel gelehrt. Es wird Zeit für dich, auf eine Pilgerreise zu gehen. Du wirst eine alte Bekannte wiedersehen und auf der Reise gewiss an deinen Fähigkeiten arbeiten. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, will ich, dass du mir deine Fortschritte zeigen wirst. Kenny wird dabei sein.“ Ich nicke langsam und zögerlich. Sie will, dass ich jetzt gehe? Einfach so spontan? Sie nickt. … “Eine Pilgerreise, ja? Nun gut… Wenn Sie meinen, werde ich das tun, was ich schon lange hätte tun sollen. Verzeiht meine Zögerlichkeit.“, sage ich fest. Jetzt sind wohl erst mal wieder Asuka und die anderen dran. Und ihnen muss ich auch helfen. Cigica öffnet ein Portal. Da hinter ist eine Schlacht zu sehen. “Dahin wirst du schreiten. Ich hole dich zurück, wenn ich es für richtig erachte. Vergiss nicht deine Lehren und denk dran: Wir haben dich stets im Blick.“, sagt sie und entmaterialisiert sich. Weg ist sie. Irgendwo anders. Wahrscheinlich Kenny berichten, dass ich jetzt weg bin. Ich durchschreite das Portal. Meine Pokémon bei mir. Na gut. Das schaffe ich… sicherlich. Ich atme noch einmal tief durch und durchreite es dann komplett. Es schließt sich direkt hinter mir. Ich mache mir ein Bild von der Schlacht. Dann falte ich meine Hände zusammen. Jetzt muss meine Magie sein Werk tun.

    39
    Kapitel 68: Mit neuer Kraft

    Tayfun

    Irgendwie tun mir Clives´ Leute schon leid. Ohne viel auszurichten verlieren sie Stück für Stück ihr Land. Ich frage mich nur, was in Clives Kopf durch geht, dass er nicht eine andere Taktik in Betracht nimmt. Das macht mir ehrlich gesagt schon echt Angst. Der hat, wie er sich verhält, doch sicher etwas in der Hinterhand. Boey sagte, er würde das Gebiet rund um den Kampf von oben aus im Auge behalten lassen, was uns warnen sollte, sollte etwas geschehen. Er schenkt auch all seinen Leuten großes Vertrauen, sodass er nicht daran denkt, dass ihn jemand von hinten verraten könnte. Es sind viele, die freiwillig für ihn kämpfen und es macht mir auch niemand den Eindruck, es könnte sich bei ihm um ein Verräter halten. Doch grade, als ich ein Tyracroc angreifen wollte, schießt auf einmal ein Donner von oben auf uns herab, gefolgt von vielen anderen. Außerdem geht eine Flammenwand durch die Reihen. Schnell schaue ich mich um, um zu erkennen, woher die Angriffe kommen. Da erkenne ich auf einem Felsvorsprung eine Person, die da steht.
    “Ein Magier!“, höre ich. Ein Magier, also? Nur, auf welcher Seite steht er? Er scheint sich ja auf niemanden explizit zu fokussieren. Ich sehe schnell zu, dass ich da hoch komme und die Identität herausstellen kann. Als man meine Aktion bemerkt, geben mir meine Kameraden Deckung, da schon wieder Angriffe auf uns zu kommen. Oben angekommen verlasse ich meine Pokémon-Form und mustere den Magier. Das Gesicht kommt mir von ihr sehr bekannt vor. Kann es sein, dass es… “Serafina, bist du das?“ Sie schaut zu mir.
    “Tayfun? Täusche ich mich? Ich hätte dich hier jetzt nicht erwartet. Das heißt, dass der Rest auch hier ist?“, fragt sie. Ich schüttle den Kopf.
    “Nein. Nur Asuka und ich sind hierher gekommen. Teona blieb alleine zurück, aber das hat auch Zeit für später. Was machst du hier, oder anders gefragt, warum greifst du hier an?“
    “Nun… ich kam einfach hierher. Ich sah nur den Kampf und wusste, dass ich ihm irgendwie beenden musste. Dass du dabei bist, wusste ich nicht. Was ich hier mache? Ich weiß nicht. Ich kam ohne Ziel. Aber das hat auch sicher Zeit. In Ruhe erkläre ich es dir gerne. Geht es dir denn gut?“ Ich wundere mich für einen Moment. Nicht allein dadurch, dass ich bemerke, dass ihre Haare länger geworden sind, sondern auch, dass sie mich fragt, wie es mir geht. Das… ist gerade etwas unangebracht. Aber nett, dass sie fragt. “Alles noch dran.Kannst du vielleicht auf die Leute da vorne zielen? Wir müssen diesen Kampf schnell beenden, also, würde ich gerne, dann wird er nicht unnötig in die Länge gezogen. Ich weiß auch noch nicht, warum sie nicht bereit sind, zu kapitulieren.“ Serafina schaut mich mit einem sehr verständnislosen Blick an.
    “Warum denn? Ich dachte, wir sind neutral.“
    “Das waren wir auch, aber inzwischen wissen wir, dass diese Leute nicht mehr mit sich reden lassen. Ein Kampf ist unausweichlich, auch, wenn ich es selber nicht so ganz verstehe. Nun, unterstützt du uns, oder… oder was?“
    “Ich tue es nicht gerne aber… ich schenke deinen Worten gerne Glauben. Also gut, auf die da, ja? Gut, aber ich werde sie nicht töten!“
    “Gut, das will ich auch nicht. Wenn sich die Verlustzahlen gering halten, würde ich das auch gerne begrüßen. Man muss erst richtig realisieren, dass diese Leute, die bis vor kurzem auch normale Menschen wie wir waren, nicht mehr zurückkommen. Das ist voll heftig.“ Dann gehe ich an den Rand des Felsvorsprunges und blicke auf den Kampf. “Also dann, wenn das vorbei ist, müssen wir uns unbedingt viel erzählen.“, sage ich und hole mein Amulett wieder raus. Boey sagte, ich könnte mich wohl baldigst schon entwickeln. Also, mein Dratini. Ein starkes Dragoran. Das ist es, was ich immer wollte. Drum werde ich es auch weiterhin benutzen Ich halte das Amulett in die Höhe, nehme wieder die Gestalt eines Dratini an und springe dann runter. Ich sehe nur die Attacken, die Serafina einfach so anwendet, ohne sich scheinbar so stark anzustrengen, noch muss sie sich verwandeln. Grade noch verteidigt sie mich vor einem Pixi, welches mich fast mit einer starken Feen-Attacke angegriffen hätte. Ich kontere schnell mit einem Nassschweif. Attacken einzusetzen, wird immer natürlicher für mich, auch, wenn ich als Mensch mich immer frage, wie ich das genau mache. Ich tue es einfach. Mein Denken, wie auch der Instinkt wird dem eines Pokémon immer mehr angepasst. Ich nehme immer mehr Dinge war, die mir vorher nie bewusst waren. Meine Sinne verschärfen sich, wenn ich ein Pokémon bin. Meine Reflexe werden immer besser und mein Gefühl als Schlange wird auch normal. Na ja, demnächst werde ich ja ein großer, fliegender Drache sein. Ein Drache selber zu sein, habe ich auch schon immer geträumt. Ist Vallaya wohl so was wie eine Welt der Träume? Ich mein, wenn mein Vater hier wäre, würde ich ihn mit Stolz erfüllen. Sind die Leute, die ich hier sehe, eigentlich real und ist des dementsprechend nicht so schlimm, wenn… na ja…? Ich spiele gerade mit dem Gedanken, noch immer auf der Speersäule zu sein und nur in Ohnmacht gefallen zu sein. Und ich würde erst erwachen, wenn der Konflikt vorbei ist. Ist dann das alles nur eine Illusion, die ich mir nur einbilde? Interessante Fragen, auf die ich vielleicht später eingehen sollte, wenn ich nicht mitten im Kampf bin. Ein Glück habe ich jetzt eine Verbündete, die mich beschützt und Serafina heißt.

    40
    Kapitel 69: Der Fremde

    Jim
    Wir meiden schon die sandigsten Wege, um möglichst gut vorranzukommen, aber das ändert leider nichts daran, dass es noch ein langer Weg zu Clive´s Schloss. Wir sind jetzt 10 Leute, eigentlich recht gut, um noch relativ schnell voran zu kommen. Aber wir sehen schon den nächsten Ort. Uns kommt aus dem Ort heraus eine Gestalt entgegen. Die Person hat sich jedenfalls besser auf das Wüstenklima hier eingestellt, als wir es sind. Der windige Sand kommt von überall überall hin, schrecklich. Die Person, die im normalen Schritttempo auf uns zukommt, hat sich unter einer Wüstenrobe verdeckt. Seine Kapuze verdeckt auch sein Gesicht, aber ich kann, als er näher schritt, eindeutig blonde Haare erkennen. Er bleibt ungefähr 5 Meter vor uns stehen. Ich mache ein Handzeichen, dass der Rest stehen bleiben soll. Irgendwie wurde mir indirekt das Kommando gegeben. Dann trete ich vor und frage ihn: “Guten Tag. Kann man Euch helfen?“ Er wartet etwas mit seiner Antwort, bis er spricht: “In der Tat kann man das. Ich sehe, dass ihr nicht von dieser Welt kommt. Wisst ihr, unter solchen Umständen gibt es etwas, was ich lange vermisst habe: Einen Pokémonkampf.“ Er spricht langsam und sehr deutlich. Dabei sind sie doch alltäglich geworden. Ich kämpfe jeden Tag. Aber ich spüre den Schmerz, den ein Pokémon im Kampf erleidet und muss mehr als Einheit mit ihm kämpfen, als es bisher war. “Hör zu… wenn es gerade andere Bedingungen wären, würde ich dir diesen Gefallen gerne erwidern, nur leider sind wir gerade ziemlich beschäftigt und müssen schnellstmöglich Richtung Osten aus der Wüste raus.“
    “Richtung Osten, sagst du?“, sagt er leicht amüsiert. “Das wird sicher lustig. Die Rute ist voll mit Wüstenräubern und genau so gibt es da keine Wege. Ihr könntet natürlich von hier aus etwas nördlich gehen, da, wo die Front lang führt, aber ich denke, da kommt ihr nicht vorbei, wenn ihr nicht zu Ruoji gehört.“ Ich verstehe, was er meint. “Und du kennst dich hier in der Wüste aus, ja?“
    Er nickt. Ich schaue zu den anderen. “Rein theoretisch könnte er versuchen, uns hinters Licht zu führen… Welche Garantie gibst du uns, dass du uns da sicher hindurchführst, wenn wir gewinnen?“, sagt N nachdenklich.
    “Die, dass ihr keinen anderen Weg habt. In dem Kaff da gibt es niemanden, der irgendwen sicher durch die Wüste führt.“
    “Okay und du willst dafür kämpfen? Gerne. Eins gegen eins, wie gehabt?“
    “Jeder nur ein Pokémon. Kein Auswechseln. Wir verwandeln uns gleichzeitig, dass sich niemand einen Vorteil erhascht.“, sagt er ohne zu zögern. Ich warte ab, was der Rest dazu sagt, aber es scheint niemand etwas sagen zu wollen. Gegen einen Fremden anzutreten wird nicht unbedingt die einfachste Herausforderung, vor allem, da er alles theoretisch besitzen kann. “In Ordnung. Aber was springt für dich bei einem Sieg dabei heraus?“, frage ich noch einmal kritisch.
    Ich kann sein Gesicht nicht sehen, aber ich bin mir sicher, nach seiner Tonart her, dass er gerade grinsen würde.“Lass gut sein. Ich muss nur wieder den Genuss eines Kampfes spüren. Wenn man lange nicht mehr kämpft, wird einem erst richtig klar, wie sehr man doch davon abhängig war.“ Abhängig davon, zu kämpfen? Ich habe das Gefühl, der wird gleich all seine Kraft zum Vorschein bringen, die er aufbringen kann. Ich schaue mir noch einmal meine Gegend an, wo ich gleich kämpfen werde. Meine Serpifeu-Form, die ich fast immer benutze, kann mir hier wenig helfen. Ich würde keinen Halt finden und bis ich mich auf den Sand so richtig eingestellt habe, ist der Kampf schon entschieden. Der Sandsturm ist auch noch zu beachten. Ich glaube, ich habe nur eine Wahl, die ich nehmen könnte: Ich hätte als Stollunior natürlich viele Vorteile, vor allem hier im sand, nur eine doppelte Kampf, sowie Boden-Schwäche und eine Wasserschwäche. Um das letzte muss ich mich wohl am wenigsten Sorgen, aber Boden… das ist schon wichtig. Ich muss aufpassen. Ich nehme mein Amulett in die Hand. Er zückt das seine. “Gleichzeitig. Du da.“, er zeigt auf Asuka. “Sei unsere Schiedsrichterin.“ Ich wollte gerade widersprechen, dass er hier nicht befehlen soll, wer hier was zu tun hat, aber Asuka hat schon eingewilligt. Sie selber mit einer braunen Robe zu sehen: An diesen Anblick muss ich mich noch immer gewöhnen. Sonst hat sie immer ihr Weiß-Türkises Ding an. Der Fremde hat mich weiterhin im Blick und lässt mich nicht aus seinen Augen, während Asuka sich als Schiri positioniert. “Ich denke, euch sind die Regeln geläufiger, als mir, doch soweit ich mitbekam, hat der verloren, der Kampfunfähig wird und es darf nur ein Amulett verwendet werden, das ihr gerade beide in der Hand hält. So beginnt denn den Kampf.“, sagt sie. Ohne noch groß zu Zögern, springt der Kerl hoch und landet in seiner Pokémonform. Damit kann ich leider nicht so mithalten, vor allem, da ich gleich ein viel höheres Gewicht haben werde und wir noch immer auf Sand kämpfen. Doch ich staune nicht schlecht, als ich sehe, mit was für einem Gegner ich es zu tun habe. Ich habe dieses Pokémon nur einmal zu Gesicht bekommen und das war in einem Buch, in welches ich mal reingeschaut habe. Der Name entfällt mir gerade und ich weiß nicht, wie stark es ist. Da ich mich mit den kleinen, runden und fußlosen Beinchen kaum bewegen kann und eher defensiv ausgelegt bin, lasse ich ihm den ersten Zug machen. Zuerst muss ich ja wissen, was er so drauf hat und wie er kämpft, bevor ich mir eine Gegenstrategie machen kann. Er rennt auf mich zu und bekämpft mich mit einer Mischung aus verschiedenen Angriffen und das noch so schnell, dass ich kaum eine Attacke identifizieren kann. Aggressiv. Ein sehr aggressiver Stil. Sollte ich in den Griff bekommen, je nach dem, mit was er jetzt ankommt...

    41
    Kapitel 70 Geheimer, langer, dunkler Tunnel. Mein bester Freund

    Takenaa

    Tama kommt auf mich zu. Sie trägt jetzt eine weiß-goldene leichte Rüstung, die alles außer die Arme bedeckt. An ihrem linken Arm trägt sie einen Schild und in der rechten Hand hat sie etwas wie einen Stab. Er hat unten einen Kristall, der von einem Ring umkreist wird. Oben spaltet er sich, wie ein eckig gemaltes U. Ihre lapiz-blauen Haare hat sie zu einem Zopf zusammengebunden, der über ihre rechte Schulter geht. Sie lächelt mich an. “Es ist wirklich lange her, dass ich das mal wieder angezogen habe. Es ist meine alte Rüstung, die ich früher trug.“
    Ich nicke. “Sieht aber gut aus. Krieg ich auch sowas?“
    Sie stöhnt leicht lachend. “Ach, Takenaa, wenn du reif dafür bist...“
    Ich verziehe das Gesicht. So eine Antwort mag ich überhaupt nicht. Dann lächelt sie mich wieder mit ihrem herzhaften Blick an. Dann sieht sie einen Gang entlang.“Nun, wollen wir? Bis zur Oberfläche ist es ein Stück.“
    Ich nicke und laufe zu ihr. “Du musst aufpassen, es ist ein verzwicktes Labyrinth. Es ist ja nicht so, als würde ich jetzt irgendeinem dahergelaufenen Senshin oder Menschen vertrauen. Und so konnte ich sicher gehen, dass man mich nicht gefunden hat.“ Sie entfacht eine Flamme, die wie ein Irrlicht um sie herumschwirrt. Dann nimmt sie meine Hand und geht mit mir in den Gang hinein. Ich schaue noch einmal zurück. Das Licht aus dem Garten verschwindet, als wir ihn verlassen. Es ist jetzt stockdüster hier. Die einzige Lichtquelle ist die Flamme von Tama. Sie hat auch nicht Unrecht gehabt, als sie sagte, dass die Gänge wie ein Labyrinth aufgebaut sind, aber sie scheint den Weg zu kennen und nur, da sie stets neben mir läuft, fühle ich mich sicher und dass die Gänge alle ziemlich gleich aussehen, macht es für mich auch nicht leichter.. Auf einmal bleibt sie mitten in einem Gang stehen und das Licht verschwindet. Ich sehe überhaupt nichts mehr. “Was ist los?“, frage ich ruhig. Eigentlich wäre ich jetzt in Panik, aber ich spüre Tamas Hand noch.
    “Ich dachte mir grade, es wäre doch ein geeigneter Zeitpunkt, etwas deine Fähigkeiten hervorzuheben. Wie du weißt, besitzt du ja besondere Fähigkeiten. Ich will mal sehen, ob du bereit wärest, sie anzuwenden.“
    “Und wie mache ich das? Was soll ich jetzt machen?“ Sie wartet etwas mit ihrer Antwort.
    “Was du jetzt machen sollst? Das musst du herausfinden, ich kann es nicht erklären.“ Na klasse. So eine Aufgabe. <Ich gebe dir eine Aufgabenstellung, sage aber nicht, wie du sie lösen kannst>, bla bla bla. Sehr Hilfreich auf jeden Fall. Ich schaue mich etwas um. Schaue nach Links, Rechts, unter und über mir… Dunkel. Alles nur dunkel. “… Du musst dich nicht umsehen, das kann ich dir sagen. Hier ist nichts, was dir helfen kann. Du musst dich selbst benutzen, wenn ich das mal so ausdrücken darf.“ Mich selbst benutzen? Klar, meine Fähigkeiten. Nichts leichter als das, sonst noch Wünsche? “Aber ich habe doch keine Ahnung, wie ich sie einsetzen soll. Ich habe sowas noch nie gemacht...“ Auf einmal geht die Hand aus meiner Hand weg. Ich versuche, sie wieder zu erwischen, aber sie ist weg. Panisch sehe ich mich um. “… M-Mama?“, frage ich laut.
    “Ich bin noch hier. Und wie gesagt, umsehen hilft dir nicht, wenn du nichts siehst. Ich sehe klar, wo du bist.“ Du kannst das auch… Ich fühle mich jetzt, als hätte mir jemand die Augen verbunden, mir meinen Halt genommen und ich schwimme jetzt im offenen Meer. Ich habe keine Ahnung, wo Oben, oder Unten ist. “Du denkst zu Menschlich. Du sollst nicht deine Sinne benutzen, um dich zu orientieren. Das kannst du nicht. Du siehst nichts, riechst nichts, fühlst nichts… und ich sehe es, wenn du versuchst, dich an der Wand lang zu tasten. Um dir einen Tipp zu geben: Konzentriere dich auf den Moment. Fühle, nicht denke. Nutze deine Instinkte.“
    “Oh mein Gott! Das Zitat kenne ich!“
    “Nicht ablenken lassen!“, unterbricht sie mich. Also, meine Instinkte, ja? Nicht meine Sinne… Instinkte… “Du meinst, pokémonsche Instinkte, oder?“
    “Was für Instinkte? Ja, die Instinkte eines Pokémon. Du weißt, dass du nur als Mensch erzogen wurdest. Nutze das, was dir gegeben wurde. In deinen Genen steckt etwas anderes.“ Da muss ich ja komplett umdenken. Also… ich war ja schon ein paar Mal ein Karpador, oder später auch ein Garados. Während dessen war ich eins mit ihnen… Ich war ein Pokémon… diese Instinkte- … In mir kommt auf einmal ein völlig anderer Gedanke auf. Das, was ich für eine Illusion gehalten habe… was war das noch gleich? Es war in dieser Stadt mit diesen Unbekannte. OH MEIN GOTT!
    Flashback!: “Du hättest nicht herkommen sollen!“, sagte doch mal jemand. Dieser Kerl in der Kutte, der nur schimmerte und mich angriff. Ich wechselte meine Form. Irgendwie. Unkontrolliert. Die, die mich beschützte und von mir Besitz ergriff.
    “… das ist also dein wahres Ich.“, sagte er. Flashback Ende.
    Ist es das, was sie meint? Das, was Tama meint? Soll ich… Ich schließe die Augen versuche, mich wieder an das Gefühl zu konzentrieren, in dieser Form zu sein. Diese nicht humanoide Form, die Fliegen konnte. Ohne Beine und richtigen Armen. Ich öffne wieder die Augen, aber so richtig ist noch nichts passiert. Ich falle auf den Boden. Wenn man sich darauf konzentriert, keine Beine zu haben… konzentriert man sich auch nicht auf seine Beine. Ich spüre eine warme Hand, die mich hochhebt. “Aber dein Ansatz war nicht schlecht. Du hast diese Form also schon mal gehabt?“, fragt Tama und erschafft wieder eine Flamme. Ah! Meine Sicht! Ich verkneife mir die Augen, obwohl das Licht nicht so hell ist und ich nicht mal reingeschaut habe. “Ja, aber es hat sich wie ein Traum angefühlt. Und es war unkontrolliert.“, sage ich und öffne sie langsam wieder.
    Tama mustert mich einen Moment. Dann lächelt sie wieder. “Dann komm. Gehen wir jetzt aus dieser Höhle. Es ist nicht mehr weit.“. Ja, dann kommen wir wieder in die… Sonne… Bei dem Wort wird mir plötzlich ganz unwohl. Irgendwie mag ich gerade diese dunkele Höhle. Aber was denke ich da? In einer Höhle komme ich nicht klar. Ich will wieder raus! Also folge ich meiner Mutter wieder, die mich zum Ausgang bringt. Das Sonnenlicht strahlt uns direkt an, auch, wenn sie halb über einer Wolke ist. “Das ist das wahre Sonnenlicht… wilde Luft… eine weite Sicht. Ewig war nicht nicht mehr hier.“

    42
    Kapitel 71: Der Deal

    Teona

    Der Kampf der Beiden sieht verbitterter aus, als ich dachte. Der Trainer mit seinem Typ: Null macht überlegt sich auf jeden Fall nichts zweimal, sondern macht einfach und setzt Jim dadurch vollkommen unter Druck. Aber Jim lässt auch nicht locker und bleibt trotz dem Sand standhaft. Aber ein Ende ist soweit ich sehen kann, nicht in Sicht und wer gewinnen wird, kann ich auch noch nicht mit aller Sicherheit sagen, oder wer im Vorteil ist. Beide scheint etwas starkes zu bewegen, nicht nachzugeben, was das ganze noch spannender macht. Schon… Grade rennt das Typ: Null wieder auf Jim zu. Da er gerade schon Schutzschild eingesetzt hat, bewegt er durch einen starken Stampfer beider Vorderbeine auf den Sand und mit Kombi irgendeiner Attacke den Sand zum Beben. Das Typ: Null rennt jedoch weiter und Jim weicht kurz bevor er ihn trifft, zur Seite aus, schleift ihn aber etwas. Der Kerl weiß, was er macht und selbst durch kleine Eruptionen im Boden lässt er sich nicht beeindrucken. Er dreht sich schnell um und greift mit einem Windschnitt an. Jim sucht im Boden Schutz, den er findet. Das Typ: Null wird von einer Lehmschelle erwischt und Jim taucht wieder auf. Für ein Stollunior ist er in der kurzen Zeit weit gekommen. Sein Gegner schüttelt sich einmal den Schlamm vom Gesicht und fixiert seinen Gegenüber wieder. Aber vollkommen ab bekommt man diesen Matsch im Kampf nicht. Plötzlich kommt ein Sandsturm auf. Eher ein Sandtornado direkt auf das Kampffeld. Beide Kandidaten können sich aber am Boden halten. Als er vorübergezogen ist, sieht das Typ: Null in die Richtung, woher der Tornado kam. “Müsst ihr mir jeden Kampf ruinieren?“, ruft es laut in die Richtung, als wüsse er genau, wer dort ist, wobei ich ehrlich gesagt niemanden sehe. Dann setzt er Windschnitt in die Richtung ein und die Tarnung der Sandräuber verfliegt. “Wir haben dir doch verboten, hier zu kämpfen, oder dich hier überhaupt blicken zu lassen, Black!“
    “Und ihr wisst, dass es mich einen Scheiß interessiert, was ihr sagt!“, ruft er verärgert zurück und verjagt sie mit Risikotackle. Wir schweigen nur, während er zurückkehrt. “Verzeiht die kleine Unterbrechung.“, sagt er, während er wieder Menschenform annimmt. “Aber die werden gleich mit mehreren zurückkommen. Tut mir leid, aber ich muss den Kampf abbrechen und sollte verschwinden.“, doch Jim versperrt ihn, zurückverwandelt, den Weg. “Du hast uns doch etwas versprochen. Du hast deinen Kampf bekommen, also führst du uns durch die Wüste.“ Doch Black schüttelt nur den Kopf.
    “Frag doch bei den Sandräubern, ob sie es tun, immerhin sind sie der Grund, weshalb der Kampf abgebrochen wurde.“
    “Keine so schlechte Idee.“, bringe ich ein. Jim schaut mich verwirrt an. “Immerhin… können wir sie ja wohl nicht einfach in der Wüste ihr Unwesen treiben lassen, oder? Wenn wir sie besiegen, haben wir zwei Probleme mit einer Klappe geschlagen.“
    “Glaubst du das, ja?“, sagt Black freudig. Er nimmt seine Kapuze ab. Er ist ein blonder Junge mit vorne langen Haaren. Er sieht mit eher wie ein Punker aus. “Die Sandräuber sind nicht nur eine Fraktion. Es sind mehrere Clans. Du kannst einen besiegen, aber aus diesen Einen wird nur Platz für einen weiteren folgen. Sie sind Teil der Wüste und werden es immer bleiben, sonst hätten sich Ruoji längst darum gekümmert. Aber hey, ich habe einen Vorschlag für euch. Da wäre etwas, in der Hauptfestung eines Clans, was ich gerne zurück hätte. Wenn ihr mir helft, helfe ich euch. Ihr wolltet doch sowieso einen dieser Clans angreifen, hab ich nicht Recht?“
    Er hat Recht, aber ich habe trotzdem ein mulmiges Gefühl, ihm zu helfen. Er macht mir eher den Eindruck, als sei er jemand, den man besser nicht den Rücken zukehren sollte. Sein Grinsen im Gesicht ist so selbstsicher, dass es aussieht, als schmiede er einen Plan, wie er uns alle am Besten einen nach dem nächsten aus dem Weg schaffen könnte. Aber… er hilft uns aus dieser Wüste raus und… stark scheint er auch noch zu sein. Wenn er sich uns anschließen würde, dann hätten wir einen starken Verbündeten. “Dieser Junge ist mir echt sympathisch, irgendwie. Er erinnert mich an mich selbst.“, meint Parik zu Shadow. Parik ist auch stark, ich glaube nicht, dass Black ihn, Shadow, den ich noch immer nicht so recht einschätzen kann und Jim erledigen kann. Ich nicke “Also gut. Wir haben einen Deal. Wir helfen dir, dein Was auch immer zu besorgen und du führst uns aus der Wüste. In Richtung Osten., Black.“ Ich strecke ihm blitzschnell die Hand aus und schaue ihm tief in die Augen. Er grinst nur weiter. “Deal.“. Er schlägt ein. “Könnt mich auch Gladio nennen. Das bedeutet aber nicht, dass wir gleich Freunde sind. Ich weiß, wie Menschen funktionieren.“ Ist gut, Black, Gladio… was auch immer. Nun gut, ich schätze, vorerst, bis er hat, was er braucht, hilft er uns. Ich kehre ihm den Rücken und sehe in die Wüste. Noch kein Dolch im Rücken. Gut. Er scheint ganz Okay zu sein.

    43
    Kapitel 72: Bündnisse durch Feindschaft

    Lou

    Wir haben die Gruppe zur Wüste verfolgt, wo Caesy sagte, dass sie hier seien. Aber durch den starken Sandsturm waren wir gezwungen, etwas langsamer voranzuschreiten. “Wo sind wir, man kann ja kaum noch die Hand vor Augen sehen!“ Ich schaue zur Gruppe. Ich kann noch alle gut sehen. Relativ. “Das ist seltsam!“, ruft Conway gegen den Sturm. “Normalerweise sollten die Stürme hier nicht so stark sein!“
    “Der Sand geht ja durch alles durch! Sicher, dass die Amulette dadurch keinen Schaden nehmen?“. Raissa denkt eher an ihr Pokémon, anstatt an sich.
    “Klar! Pokémon sind härter im Nehmen als wir!“, rufe ich ihr zur Beruhigung zu. Zur Sicherheit kontrolliere ich noch mal meine Amulette. Alles okay. Plötzlich bemerke ich eine Bewegung im Sand und stecke sie ganz schnell wieder in die Tasche. Denn plötzlich greift eine Hand aus dem Sand an die Stelle, wo ich gerade die Amulette gehalten habe. “Kreisformation! Schnell!“, ruft Silber. Doch sein Ruf aus der Kanone geschossen, kam zu spät. Ehe wir uns versehen, sind wir von einer Gruppe von Leuten umstellt. Sie sind selbst zwischen unseren Reihen aufgetaucht.
    “Sandräuber! Ich hätte es wissen müssen! Kein Wunder, dass es so stark stürmt! Das ist ihr Werk! Im Sand sind sie im Vorteil!“, stellt Conway fest.
    “Haarscharf erkannt, kleiner. Und das nehmen wir jetzt mit.“ Erst jetzt realisiere ich, dass einer von ihnen Raissa fest im Griff hat. “So und was machen wir mit euch? Ich weiß! Euer Zeug kann man sicher gut auf dem Schwarzmarkt verscherbeln. Ritter von Ruoji, wie dumm müsst ihr sein, hierher zu kommen? Ihr solltet wissen, dass die Wüste voll mit uns ist. Na ja, besser für uns. Ich wette, er hat euch viel Wertvolles gegeben… lasst mal sehen...“, sagt ihr Anführer und weist seine Leute an, uns auszurauben. Silber will gerade nach einem Amulett greifen, doch wird es ihm vorher abgenommen und mit Schlamm, der in sekundenschnelle trocknet und hart wird, seine Hände gefesselt. “Und du, Kleine?“, fragt mich der, der mich berauben soll. Was mache ich jetzt? Sie sind schnell und klar im Vorteil. Selbst, wenn ich es schaffe, mich zu verwandeln, was würde mir ein Fukano, oder ein Pikachu gegen Bodentypen helfen? Versagt? Schon wieder? Doch wie vom heiteren Himmel schreit irgendwer: “Desperadolaser!“ und ein heftiger Strahl jagt durch den Strum zu uns. Windböen vertreiben den Sandsturm und eine gewaltige Triplette landet auf den Boden und gefriert ihn. Ranken ragen aus dem Boden. Die Wüstenräuber ziehen sich zurück. Eine Gruppe von Leuten, die uns gerade wohl gerettet hat, kommt auf uns zu. Ein Wolwerok in der Tagesform, ein Kapuno, ein Lucario, ein Typ: Null und… ein Serpifeu? Ich sehe mir auch den Rest der Gruppe an. Einige kommen mir doch bekannt vor… Das sind unsere Ziele! Aber einig fehlen und andere kenne ich gar nicht. “Ach du heilige, was macht ihr denn hier?“, fragt Brody.
    Zurückverwandelt sagt Jim: „Nach unserem letzten Treffen habe ich eigentlich erhofft, dass wir uns nicht noch einmal begegnen müssen.“
    Silber will gerade in Kampfhaltung gehen, doch sind seine Hände noch gefesselt.
    “Fangt lieber keinen Kampf mit uns an.“; sagt ein Blonder in ihrer Mitte. Er mustert uns alle. “Ihr seht nicht nach Sandräubern aus.“
    “Gut bemerkt.“. Ich staube mir den Sand von meinen Klamotten.
    “Ihr seht nicht so aus, als ob ihr noch viel kämpfen könnt. Und obwohl ihr unsere Feinde seid, bin ich dennoch glücklich, dass wir euch noch rechtzeitig helfen konnten., sagt N. “Wie… demütigend…“, sagt Silber in seinem Stolz zu Boden gekränkt. “Ihr müsst stets wachsam sein. Das waren Räuber des Divo-Stammes. Hört zu, ihr scheint euch ja nicht zu mögen, aber wir müssen kurzfristig kooperieren, okay? Sie haben euch nicht nur Besitztümer, sondern auch jemanden geraubt. Ich denke, ihr solltet erst mal Prioritäten setzen können.“ Er weiß, was er sagt. Und ich will verdammt sein, wenn wir Raissa nicht zurückbekommen. “… Wenn wir einen gemeinsamen Feind haben,… können wir ruhig mal zusammenarbeiten...“, sagt Silber zögerlich. Jim zerbricht Silbers Fesseln.
    “Dann willkommen an Bord. Wir sind zufällig zum selben Ziel unterwegs.“. Kooperativ? Wow. Aber Moment. Sind wir ernsthaft an ihnen vorbeigelaufen? Aber okay, wir konnten kaum 5 Meter weit sehen und waren dem Schicksal der Wüste Ausgeliefert. Ich hätte auch nie gedacht, dass es so… ach, Conway sagte ja, dass es normalerweise auch nicht zu so starken Stürmen kommt.
    “Haben wir uns damit vertragen? Dann los und keine Zeit verlieren! Sie werden bald in Scharen zurückkommen.“, sagt er grinsend und geht vor. Ich mustere noch einmal die Gruppe. Mit denen arbeiten wir jetzt zusammen… na gut. Je mehr, desto einfacher kommen wir voran. Ich frage mich nur immer noch… weshalb sind SIE in der Wüste?


    Zur gleichen Zeit woanders.
    “Erhabener Meister! Ich muss Sie sprechen!“
    “Sprich, mein Treuer.“
    “Soeben wurden mehrere Leute in der Wüste lokalisiert. Sie kommen auf unsere Zitadelle zu. Und sie sind nicht schwach...“
    “Das ist kein Grund zur Besorgnis. Charlie! Ippei!“
    „...“
    “Ihr ruft uns?“
    “Genau. Ihr werden die beiden Eingänge der Zitadelle verteidigen! Es kommen Eindringlinge! Plünderer!“
    „…“
    “Das Herz der Zitadelle? Was ist mit den Abgeschlagenen Bereichen?“
    “Ich weiß, dass einer unter ihnen ist, der Gladio heißt. Er wird das hier haben wollen und er weiß, wo er es finden wird. Er ist kein Teamspieler. Alleine kommt er hier nicht durch und er wird niemals einen Umweg machen.“
    „...“
    “Verstanden. Ich verteidige den rechen Eingang.“
    “Gut. Nehmt euch Geleitschutz mit, bekämpft sie nicht alleine. Ihr werdet dort eure Stellungen halten, koste es, was es wolle, verstanden?“
    “Natürlich.“
    „Das wird… lustig...“

    “… Meint Ihr, dass sie es schaffen, erhabener Meister?“
    “Das sind die besten Kämpfer, die ich kenne. Mach dir keinen Kopf und verteidige den Thronsaal!“
    “Wie ihr wünscht...“

    44
    Kapitel 73: Mit Magiern und Zauberern

    Serafina
    Nach dem Kampf lud mich Tayfun ein, mich Boey, dem Anführer vorzustellen. Sein Zelt des Lagers sah, zu meiner Überraschung nicht besonders besser aus, als der Rest. Er hebt sich, außer von seiner relativ zentralen Position von nichts ab. Wir betreten das Besprechungszelt. Tayfun öffnet es und lässt mich hindurch. Boey stand alleine in dem Raum. Überlegend vor einem Tisch, auf dem eine Karte liegt. Nichts wirklich nobles dabei, eher dafür geeignet, schnell einzupacken. Trotzdem stehen hier mehrere Stühle und sogar einen Teppich. Hier stehen Regale mit Schriftrollen und Büchern. Ich würde zu gerne wissen, was da alles so drin steht. Der Raum wird durch zwei Fenster, die sich an den Wänden an der Seite gegenüberstehen beleuchtet, wenn man das Sonnenlicht weglässt, welches durch die dünne Plane kommt. Er sieht zu uns auf. “Ah, Tayfun. Ich sehe, du bringst jemanden mit?“((epurpe))
    Tayfun nickt und hält ihre Hand auf meine Schulter. “Das ist Serafina, eine gute Bekannte von mir. Sie half uns kurzzeitig, bis wir getrennt wurden. Ich habe sie während der Schlacht getroffen. Aber das haben Ihre Leute Ihnen ja schon mitgeteilt.“
    Er nickt. Dann mustert er mich. “Schicke Kleidung.“, sagt er überlegend. Ich sehe kurz zu mir herab, dann wieder zu ihm. Wieso kommt er denn jetzt auf meine Kleidung zu sprechen? Ich schaue etwas irritiert. “...ehm… danke...“, antworte ich. Er schmunzelt. “Du weißt doch, was du da trägst, oder nicht?“, fragt er mich seriös.
    “Ehm… ja…?“ Was ist denn mit dem komisch?
    “Ja? Dann lass mich dir was fragen… Wie bist du hierher gekommen?“ Ich hätte es wissen müssen! Natürlich spielt der auf meine Klasse an! Ein Weißer Magier. “Ja, das weiß ich. Ich bin im vollem Bilde. Ich schätze, Ihr wisst, dass ich eine Weiße Magierin bin.“ Er nickt.
    “Ein Weißer Magier?“, fragt Tayfun: “Gibt es dann auch Schwarze Magier und so? Zauberer, Weisen?“ Tayfun kennt die ganzen Klassen? Weiße Magier werden ja, wenn sie erfahrener sind, zu Weisen und Schwarze Magier zu Zauberern. “Ja, ich wusste nicht, dass du so viel über uns weißt. Aber ich traue Schwarzen Magiern nicht so. Sie...“ ...sind etwas gefährlich, wollte ich gerade noch sagen, als mich Boey unterbricht. “Wirklich? Interessant. Was ist denn an ihnen auszulegen?“ Ich verdrehe die Augen. Das wollte ich doch gerade sagen.
    “Nun… so wie ich hörte… sind sie etwas aggressiver, verführerischer und hinterlistiger. Aber warum interessiert Sie das?“
    Er schmunzelt und gibt ein leichtes Lachen von sich. “Nun, weil du hier jemanden hast, der die Klasse als Zauberer gemeistert hat.“ Ich erschrecke innerlich. Er, ein Zauberer? Nun… okay… seiner Kleidung nach kann man da auch drauf kommen. ((pruple))“Aber keine Bange, diesen Fehler machen viele. Man verurteilt uns danach, wie wir erscheinen, aber wer nicht in unseren Kreisen war, kennt uns auch nicht richtig.“
    Ich atme wieder auf. Er ist also nicht nachtragend. Doch hätte ich es mal besser nicht gedacht. Im nächsten Moment sieht er mich mit vollem Ernst an: “Aber sollte ich dann nicht fragen, was du hier machst? Soll ich jemanden in meinen Reihen haben, der mir nicht traut? Ich dachte, Cogica hätte dich genug gelehrt, ehe sie dich raus gelassen hätte. Hast du eine Ahnung, was du da gerade tust?“, schimpft er. “Hey, nicht so aggressiv, sie ist doch gerade mal aus Was Auch Immer gekommen.“, versucht Tayfun mich zu verteidigen, doch Boey erwidert nur: “Tayfun. Tut mir leid, aber das ist eine Sache unter Magiern. Du weißt nichts über die Magie. Und anscheinend… genau wie Serafina hier.“ Wie hart ist der denn? Den akzeptiert Tayfun als ihr Anführer? “Serafina. Du bist dir wohl noch nicht bewusst, in welcher Lage du dich jetzt befindest, oder? Wenn… dein Meister, wer dich auch immer belehrt hat, dir anscheinend nicht genug beigebracht hat… hast du Glück, mir begegnet zu sein. Dann werde ich dir noch etwas beibringen, was dir noch fehlt.“ Vielleicht ist er auch wütend, dass ich ihn beleidigt habe? Auf jeden Fall komme ich hier nicht so schnell wieder raus. Er weist mir einen Platz an dem Tisch zu. Tayfun setzt sich neben mich. Ich fühle mich extrem unwohl. Vor allem, da ich es mit einem Zauberer zu tun habe. Ob ich hier noch unbeschadet raus komme? Ich bezweifle es… Boey setzt sich hin und fasst sich. “Also…“, beginnt er. Ich sitze zwar aufgeregt, aber ruhig an meinem Platz und schenke Boey meine volle Aufmerksamkeit.

    45
    Kapitel 74: Die Geschichte der Magie

    Tayfun

    “Ich glaube, um es zu verstehen, solltet ihr erstmal die Geschichte der Magie kennen.“, fängt Boey an, ((puprle))“Es fängt sehr früh in der Geschichte an. Die Magie gibt es schon Ewigkeiten, nur war sie früher bekannter und überall verbreitet. Bis es schließlich dazu kam, was kommen musste. Es war vor 50 Jahren, also noch gar nicht so lange her. Eine Begegnung zwischen Magiern in Mitten des Schlosses meines Großvaters. Die Schwarzen Magier hatten die Unterdrückung und die Aufspielung der Weißen Magier satt. Sie mieden sie weitestgehend und redeten auch immer nur schlecht über sie und das war den Schwarze Magiern zu viel. Sie waren sich einig, den Weißen Magiern ihre Meinung zu sagen. Und das mit angriffen. Dass es sich im Schloss abspielte, war leider ein bedauernswerter Zufall. Der Gerichtshof wurde danach nach woanders verlegt. Auf jeden Fall begannen sie sich gegenseitig aggressiv anzugreifen. Die Schwarzen Magier wollten die Weißen Magier exekutieren, da sie sich nun mal leicht reizen ließen. Damals hatten die beiden Seiten wenig miteinander zu tun und mieden sich normalerweise, wie gesagt. Es endete, womit es enden musste: Ein pures Chaos und viele Tote. Das halbe Schloss war zu jener Zeit zerstört worden. Es endete erst, als mein Großvater, der damalige König, wieder die Kontrolle hatte und sich über die Magier durchsetzte. Als Arceus. Das mächtigsten Geschöpf, das wir kennen. Er beendete den Kampf und verbot somit den Einsatz von Magie, ehe wieder Jahre später ein solches Desaster erneut ausbrechen würde. Eigentlich müsste alle Magie, die jemals existiert hat, alle Bücher, Rollen und jedes Wissen vernichtet worden sein.“
    “Aber...“, unterbreche ich ihn: “Wieso musste denn alles vernichtet werden? So ein Wissen kann doch irgendwann auch von Nutzen sein.“ Man muss ja auch positive Aspekte von etwas sehen, als nur eine Zerstörung. Ich denke gerade daran, wie Magie das Leben auch leichter machen könntee… “Ja, das kann es, aber da sind wir ja noch nicht. Mein Großvater wusste, dass Magie auch etwas Gutes an sich hatte, aber das Risiko, dass sie in falsche Hände geraten könnte, war zu hoch. Man kann mit ihr ganze Länder vernichten. Deshalb ist er auf Nummer sicher gegangen.“
    “Aber heute gibt es noch Magier?“, fragt Serafina. Jetzt hör ihm doch mal bis zum Ende zu!
    “Genau. Lass mich zum Ende kommen. Ein Magier, der sowohl die Weiße, als auch die Dunkle Magie nutzte sprach mit dem König. Es war jener, der heute als Der Meister bekannt ist. Du müsstest ihn kennen, Serafina. Er konnte jedenfalls wie sein Lebenswerk einfach vernichtet worden wäre und traf eine Entscheidung. Mit der Hilfe des Königs erschuf er ein Reich nur für Magier. Er verteilte die Eingänge überall im Land und verschloss sie mit einem Siegel, das dafür sogen sollte, dass nur Würdige das Reich betreten konnten und um ganz sicher zu gehen gab er sein Leben dafür. Er verkörperte sich in dem Reich und… na ja…. So ganz genau kann man nichts dazu sagen. Er verschwand einfach und man hat nichts mehr von ihm gehört. Ob es geklappt hat, weiß man nicht, man geht aber einfach davon aus, weshalb die Magier noch immer zu ihm sprechen. Die damaligen Magier waren gezwungen, nun miteinander zu leben. Sie erschufen ihre eigene Justiz, ihr eigenes Leben und isolierten sich vom Rest der Welt. Alles Wissen wurde, anstatt es zu vernichten, dahin gebracht. Seither schützen sie es mit ihrem Leben. Es gibt in dem Reich zwei Oberhäupter. Die Mutter und den Vater. Das hat aber einen anderen Hintergrund. Wichtig ist bei ihnen: Der eine muss von den Weißen und der andere von den Schwarzen Magiern kommen, damit niemand sich besser vernachlässigt fühlen muss. Die Eingänge sind eigenständig und lassen, wie gesagt, nur die passieren, die reinen Herzens sind. Außerdem braucht man das Potential dafür, Magie anwenden zu können. Es ist erblich und kann leider nicht antrainiert werden.“
    “Das heißt, dass Serafina eine ganz reinherzige Person ist?“, frage ich. Ein Beweis, dass man nichts falsch im Leben gemacht hat.
    “Muss nicht sein. Bei ihr würde ich vielleicht eine Ausnahme machen. Es kann sein, dass sie reinkam, da sie diesen Anhänger trägt.“
    Ich merke, wie sehr das Serafina trifft. Selbst wenn sie Vorurteile hat, was geht der denn einfach so unrespektabel mit ihr um? “Was wollen Sie denn damit sagen? Serafina-“, er unterbricht mich:
    “-Kann aber auch die mächtigste Magierin werden, die es jemals geben wird. Ich weiß es nicht und stelle nur Hypothesen auf.“
    “Aber… was hat das denn mit dem Amulett auf sich?“
    “Es ist ein Teil der Sakrale unseres Landes. Sehr mächtige Gegenstände. Ich weiß nicht mal, wie es in ihren Besitz gelangt ist.“
    Serafina zögert etwas. “Ich… habe es von einem… Freund bekommen.“, sagt sie sehr zögerlich und undeutlich. Boey scheint nicht ganz zufrieden mit der Antwort zu sein. “Hör mal, Serafina, ich schlage dir etwas vor: Du bleibst eine Weile bei mir und Tayfun. Und dafür schaue ich, wie ich deine magischen Fähigkeiten beurteilen kann. Vielleicht kommt da mächtigere Magie zustande, als ich je gesehen habe. Ich sage dir: Alleine und unbeaufsichtigt zu trainieren kann schnell schief gehen.“
    Ich schaue gespannt zwischen Boey und Serafina hin und her. Sie starrt traurig auf den Tisch. “okay...“, nuschelt sie. Ich wüsste gerne, ob sie jetzt noch beleidigt ist, oder was ihr sonst gerade durch den Kopf geht...

    46
    Kapitel 75: Gladio Solo.

    Jim

    “Das ist die Zitadelle von Ludor. Der Anführer der Anführer der Divo. Und wie es aussieht, wissen sie über unseren Besuch schon Bescheid. Sie sind in Alarmbereitschaft.“, sagt Gladio, als wir die Zitadelle erreicht haben. Unterwegs haben wir eigentlich kaum irgendwelche Komplikationen mit Wüstenräubern oder derartiges gehabt. Auch unsere neuen Freunde von Ruoji sind sehr kooperativ.
    Gladio wendet sich zu uns. “Also, hört zu: Da ich diese Typen genau so gut wie mich kenne, mache ich hier die Taktiken.“ Also Kurz: Er hat das Kommando. Ehe jemand überhaupt widersprechen könnte, spricht er schon weiter: “Also: Es gibt zwei Eingänge. Den rechten und den Linken. Sie werden von zwei Leuten gehalten. Ippei, am rechten Eingang und Charlie am Linken. Ippei ist ein Ninja und Charlie eine Schützin. Im groben Sinne sind sie eigentlich nur Söldner. Sie schätzen Ludor nicht sehr und arbeiten quasi nur für´s Geld. Also werden sie ihre Stellungen halten, bis wir Ludor besiegt haben.“
    “Das heißt, dass wir nur einen der beiden besiegen müssen.“, schlussfolgert Teona.
    Hey, aber wenn dieser Typi weg ist, ja? Was macht dann der andere? Oder besser gesagt, was passiert dann mit dem Laden hier?“, fragt Paric.
    “Er wird binnen nächsten Tages vom nächsten Clan eingenommen. Dann wird jemand anderes den Namen Ludor annehmen und wo er herkam wird ein neuer Klan aus Abtrünnigen und ehemaligen Mitglieder dieses Clans entstehen.“, sagt Gladio ausdruckslos, als wäre es das normalste auf der Welt, dabei ist das doch eigentlich ein trauriges Schicksal der Wüste. Nur leider kann man Verbrechen nie für immer bannen, das ist klar.
    “Was ist mit den Kerkern und Geiseln, die dieser Clan beherbergt?“, fragt Shadow.
    “Wenn du magst, kannst du dich ja darum kümmern.“, antwortet Gladio genervt. “Es ist am Wichtigsten, die Zitadelle zu stürzen, um den Rest können wir uns später kümmern.“
    “So haben wir aber nicht gewettet.“, meint Silber. “Es hieß, dass wir unsere Gegenstände, wie auch Raissa zurückbekommen. Ludor zu stürzen war nie Teil der Abmachung.“
    “Silber… wir können den Leuten auch mal helfen. Wir sind doch keine Egoisten.“, beruhigt ihn Lou. Silber ist echt ein Spezialist. Er traut uns kaum und sieht meistens nur gekränkt aus. So lange seine Leute ihn noch unter Kontrolle haben...
    “Okay, ehm.. Gladio. Wir sollten uns beide noch einmal verständigen. Du weißt viel über unseren Gegner und ich kenne meine Leute.“, schlägt Teona vor.
    “Das ist nicht von nötig. Entscheide einfach, ob ihr besser gegen einen Schützen oder einen Ninja klarkommt. Den Rest kann man nebensächlich machen.“ Gladio ist mir etwas zu zielstrebig. Der ist kein Teamspieler, so viel steht fest. “Das heißt, dass wir ihn am Besten alleine vorgehen lassen sollten und seinen Rücken sichern.“, schlage ich Teona vor. “Er wird unsere Leute sich nur als Hindernis sehen, wenn wir seinen Weg kreuzen.“
    “Macht doch, was ihr wollt. Hauptsache, Ludor ist heute noch besiegt, andernfalls werden wir uns im Kerker wiedersehen. Weg kommen wir nicht mehr.“, sagt Gladio, der das gehört hat. Gereizt ist er ohnehin schon die ganze Zeit, das macht also keinen großen Unterschied.
    “Schütze oder Ninja?“
    “Ich habe noch nie gegen einen Ninja gekämpft...“, sagt mir Teona besorgt. “Ein Schütze kann auch gefährlich sein… aber da fühle ich mich sicherer. Führe die Leute zum Schützen. Wir müssen hoffen, dass Gladio Recht behält, sonst Gnade uns.“ Es gefällt mir auch nicht, ihm vertrauen zu müssen, aber wir können nicht anders.
    Shadow kommt zu uns. “Hey, ich habe gerade mit Silber und Lou ausgemacht, dass ich mit ihnen zu den Verliesen gehe. Ich habe ein unwohles Gefühl bei der Sache.“
    Teona nickt. “Alles klar. Wir treffen uns wieder hier. Wenn etwas passiert, versucht uns irgendwie zu erreichen. Sonst können wir erst kommen, wenn alles vorbei ist. Wenn niemand kommt, gehen wir davon aus, dass bei euch alles glatt läuft.“
    Shadow nickt und geht mit Lou und Silber los. Lou wirft mir noch einmal einen mahnenden Blick zu, ehe sie weiter geht. Ich passe schon auf deine Leute auf, keine Bange. Dann sehe ich die Zitadelle hoch. Ihre sandgelbe Farbe erhellt das Sonnenlicht. Also los.

    47
    Kapitel 75x: Nostalgie. Ein ewiges Gedächtnis

    Shadow

    Man merkt eindeutlich, wo man gerade ist. Die Zitadelle ist ewig groß, schöne Säulen am Eingang und sieht wie ein Tempel aus, der zu einer Befestigungsanlage wurde. Die Kerker sind dagegen im grottenhaften Zustand. Mittelalter-ähnliche Zustände. Und wie zu erwarten war, sind hier natürlich auch Wachen.
    “Überlasst die mir. Seht zu, dass ihr da drin etwas findet.“
    Lou hält Siber fest. “Hast du dir das auch gut durchdacht? Vielleicht ist das wieder eine Falle.“
    “Quatsch. Das hier ist Sandstein und außerdem soll hier ja niemand entkommen. Also kann man hier wohl auch nicht rein.“ Er ist ziemlich beharlich, wie es scheint. Ich schaue zu Lou und wir verständigen uns mit Blicken und Gesten, während Silber auf die Wachen losgeht. Er gibt sogar noch sein bestes, wie man sehen kann, sie von uns abzulenken und uns einen freien Weg zu geben. Er kann mit seinem Igelavar auf jeden Fall sehr gut umgehen. Trotz allem, dass er gegen seine Boden-Schwäche kämpfen muss. Ich gebe ihm ein Handzeichen, als wir reinlaufen. Von nun an muss er nicht mehr auf uns Rücksicht nehmen. “Okay. Eins muss ich sagen...“, beginne ich, als wir drin sind: ((geay))“Es hat geklappt.“ Lou gibt mir wenig beachtung.
    “Lass uns lieber schnell irgendwas finden. Schau du dich links um ich übernehme den rechten Korridor.“, sagt sie und verschwinden in den rechten Korridor. In mehr Gänge spaltet sich der Weg nicht, von daher… Ich gehe von einem leeren Zellenblock zum nächsten. Viel ist hier ja nicht los… Oh, was ist das? Auf einem Tischlein liegt ein Amulett. Nur… zu welchem Pokémon gehört das denn?
    “Ehm… das ist meins...“, werde ich angsprochen. Ich schaue mich um und entdecke jemanden in einem Zellenblock, die mir zuwinkt. Nur wenige Schritte von mir entfernt. “Es ist ja ziemlich ausgestorben hier. Warum sind hier keine Wachen oder ähnliches?“, frage ich. Sie antwortet:
    “… Sie sollen das Herz der Zitadelle verteidigen. Auf die Gefangenen wurde keine Rücksicht mehr genommen und die meisten sind abgehauen, sobald sie konnten. Es war ein Schock für mich, anzusehen, wie sich die ganzen Menschen auf einmal in Pokémon verwandelten… davon werde ich noch Albträume haben… Können Sie mir bitte mein Amulett wiedergeben? Dann können Sie auch gehen...“
    Verwundert frage ich: “Sie wollen hier nicht raus? Und Sie wissen nicht mal, wie man so ein Amulett benutzt?“
    “Ich… weiß sowieso nicht, wohin mit mir. Also kann ich genau so gut hier bleiben. Hier ist mir alles so fremd und wir sind auch noch mitten in der Wüste. Ich weiß nicht, wo ich lang müsste…“
    “Sind sie Raissa?“, frage ich einfach mal so.
    “Woher wissen Sie das?“
    “War nur so ein Gedanke. Da gibt es Leute, die nach Ihnen suchen.“
    “… Ich weiß nicht. Es sicher nette Leute, aber ich weiß auch schon genug über sie und ich weiß, dass ich nicht lange bei ihnen bleiben kann… Sind Sie auch einer von ihnen?“ Ich öffne zumindest die Zelle der armen Frau.
    “Nein. Ich bin unparteiisch. Nur ein Söldner. Eigentlich bin ich aus einem anderen Grund hier. Ich sollte helfen, den Wahnsinn zu beenden, aber irgendwie sind wir hier gelandet.“
    “Und dennoch helfen sie jemanden wie mir? Ich kann aber nichts für Ihre Dienste tun, da ich selbst wenig mein Eigen nennen kann...“
    “Das… ist schon in Ordnung. Man kann Menschen in Not auch mal helfen. Erst recht, wenn sie alleine hier in einem Gefängnis hausen. Als Geisel.“
    “Ihr habt meinen Dank, mein Herr. Wäret Ihr dann noch so nett und würdet mir… aus der Wüste raushelfen? Ich verspreche, ich werde Eure Dienste dann nicht erneut in Anspruch stellen und versprechen, mich irgendwann zu revanchieren.“
    “Ja ja. Gerne, mache ich. Auch ohne eine Vergeltung.“
    “Ihr seid zu gütig. Ach, jetzt erkenne ich Euch. Seid ihr nicht der, der einst in unseren Ort kamt und heldenhaft eine ganze Bande von Galaktik-Rüpeln im Alleingang verjagt habt? Dieser war auch so bescheiden wie Ihr… Dann noch den Klang seiner Stimme… sein Auftreten.“ Sie… sie erkennt mich? Eigentlich versuche ich das Gegenteilige. Ich will wenig Aufmerksamkeit, kann aber nicht zusehen, wie Menschen oder Pokémon unnötiges Leid zugetan wird. Ich war mal wirklich als Held angesehen. In vielen Ortschaften, habe mich aber ziemlich zurückgezogen, da ich merkte, dass ich Aufmerksamkeit nicht so gerne habe. Deshalb ist Paric auch mein perfekter Partner. Er zieht alles immer auf sich. Aber… ich rede nicht gerne viel über mich.
    “Ihr scheint ein sehr gutes Gedächtnis zu haben. Aber es tut mir leid, dass ich Euch nicht wiedererkenne.“, antworte ich. Sie schüttelt nur den Kopf.
    “Das macht nichts, wir haben nur kurz miteinander gesprochen, aber Ihr seid mir im Kopf geblieben und habt mich jetzt schon das zweite Mal gerettet. Ich wünschte, ich könnte irgendwas für Euch tun...“ Sie macht mich noch ganz verlegen.
    “Nun, es würde mir fürs Erste reichen, dass Ihr hinter mir bleibt und Euch in Sicherheit bringt, sollte ein Kampf stattfinden.“ Ich gebe ihr ihr Amulett.
    “Keine Sorge, ich beschütze euch.“ Sie verneigt sich noch einmals vor mir. “Habt noch einmals viele Dank. Ich kann meine Freude nicht in Worte fassen, dass jemand wie Ihr mich beschützt.“
    “Und bitte hört auf, mich mit so hohen Tönen anzusprechen, das ist… ungewohnt.“ Ich schaue noch mal den Gang entlang, ob hier nicht noch etwas ist und führe dann Raissa aus dem Kerker raus.

article
1501535071
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II ...
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II ...
Der zweite Teil des zweiten Aktes des Fanfictions: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen
http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1501535071/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Herrschaft
http://www.testedich.de/quiz49/picture/pic_1501535071_1.jpg
2017-07-31
407H
Pokemon

Kommentare (6)

autorenew

Symphonies ( von: Symphonies)
vor 2 Tagen
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass es sich dabei um eine ziemlich gute Geschichte handelt.
Es ist schade, dass es hier so wenig Kommentare gibt.
Jim ( von: Jim Helco)
vor 3 Tagen
Danke. Ich freue mich über jedes Feedback. Fühlt euch ruhig frei, alles zu kritisieren, dann kann ich drauf auch Rücksicht nehmen und in künftigen Kapiteln auch umsetzen. Das mit den Charakteren kann ich jetzt leider nicht mehr ändern, da jeder seinen Teil in der Geschichte hat. Hierauf bezogen könnt ihr auch für die Fakten-Seite Feedbacks hinterlassen, ob euch diese Übersichten so in Ordnung ist, sodass man nicht wegen der Personenvielfalt durcheinander kommt. Sonst bin ich gerne für Vorschläge offen.
Für die Schreibweise muss ich mich entschuldigen, aber es ist die Art, wie ich schreibe. Ich kann, wenn mir Beispiele für gewisse unverständliche Szenen genannt werden könnten, die💗ysieren und versuchen, künftige Szenen besser zu verfassen.

-Ich werde aber schon mal versuchen, einige Szenen (noch) besonderer zu schreiben.
Erdbeerseife (14593)
vor 3 Tagen
Guten Abend Herr Autor,

Ich hab die Geschichte vor einer Weile gefunden und angefangen zu lesen. Und anfangs fand ich sie echt gut.
Allerdings, nun nicht mehr.
Erstmal, warum ich überhaupt alles gelesen habe, was es bislang nun gibt. Ist einfach, die Idee.
Die Idee ist beeindruckend, gerade weil es kein richtiges 'Gut' und 'Böse' gibt und man sich selbst ne Meinung bilden soll oder doch eher kann. Genauso wie die Arbeit dahinter, ich finde, dass du das alles sehr überlegt geschrieben hast
Allerdings brachte es mich sehr schnell an den Punkt, wo ich irgendwann keinen Bock mehr hatte.
Irgendwie. Gibt es keine Spannung für mich. Keine Szene wo ich denke "Boah! Die ist echt geil! Die muss ich mir merken! Dir muss ich unbedingt noch mal lesen!" Allgemein ist mir das alles zu lang.
Für mich persönlich, sind es zu viele Charaktere und ich kann niemanden davon jetzt irgendwie zuordnen.
Auxerdem hab ich ein weiteres Problem, was ich nun aufhören writer zu lesen. Ich kann nebenbei nichts machen! Ich lese gerne Bücher und Ffs, dabei höre ich aber auch ultra gern Musik. Und das Musik hören kann ich komplett vergesse. Ich höre meine Mucke und verstehe den kompletten Text nicht. Ich kann den Text nicht im Bus lesen, oder Zuhause, wenn es nicht absolut still ist. Das Teil ist ultra komplex! Aber ich hab einfach nicht den Nerv mich hin zusetzen, aie beim Lernen und mich nur auf diesen Text zu konzentrieren.
Mit solchen Sachen, solchen Texten, will ich entspannen und dabei hab ich keine Entspannung.
Ist schade. Die Idee ist namkich gut. Ich hab zwar keine Ahnung, wie es anderen geht,aber ich wollte jetzt mal ehrlich sein. Vielleicht bin ich auch nicht intelligent genug für dein Zeug. Tipps kann ich dir keine geben, weil. Ich einfach nicht genug Ahnung vom Autor. Sein hab.
Zu Zeichensetzung oder Rechtschreibung kann ich nichts saven, weil ich daruf net achte.
Sorry.
Mirror ( von: Mirror)
vor 28 Tagen
Auch dieser Akt, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt wirklich gelungen.
Es ist faszinierend, wie du all die Facetten der einzelnen Charaktere fein hervorhebst und all die verschiedenen Komponenten... Die Einzigartigkeit der verschiedenen Charaktere kommen sehr gut zur Geltung. Bei keinem Charakter habe ich das Gefühl, dass er irgendwie untergeht. Und das ist das unglaubliche an deiner Geschichte.
Du hast du unglaublich viele Charaktere und deren Charakter und ihre Geschichte fließen zusammen und bilden das Besondere.
Ich fühle mich sehr geehrt, diese Geschichte lesen zu dürfen.
Mew ( von: Mew)
vor 54 Tagen
Das ist echt gut geschrieben ^^
Tayfun ( von: Tayfu)
vor 74 Tagen
Hab mir heute die Zeit genommen die neuen Kapiteln durchzulesen. Es ist voll spannend!
Sparx: Warum bin ich nicht dabei?
Du bist doch in mein FF. Nerv Jim nicht -.-'