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Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II - Herrschaft

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27 Kapitel - 24.502 Wörter - Erstellt von: Jim Helcon - Aktualisiert am: 2017-09-17 - Entwickelt am: - 358 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Der zweite Teil des zweiten Aktes des Fanfictions: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen

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    Wer den ersten Teil dieses Fanfictions, oder den ersten Teil des zweiten Aktes noch nicht gelesen hat, sollte das tun, bevor er hier weiterliest. Der
    Wer den ersten Teil dieses Fanfictions, oder den ersten Teil des zweiten Aktes noch nicht gelesen hat, sollte das tun, bevor er hier weiterliest. Der Link zu diesen befindet sich hier:
    Erster Akt:
    http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1491054555/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen
    Erster Teil des 2. Aktes:
    http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1497899789/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Wege-des-Schicksals

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    Kapitel 38: Verwandlung

    Serafina

    Nun stehe ich hier mit nichts in meiner Macht und auf einer kreisförmigen Ebene, von dem ich nicht wegkomme. Auf einmal höre ich eine Stimme: “In dir ruht eine Macht.“ Ich sehe mich um und sehe, wie ein Podest erscheint, auf dem ein Schwert liegt. “Gib sie in richtige Hände“ Ein neues Podest mit einem Schild. “Und in ihre Form.“ Ein Bogen. Sehr schön, das alles. Darf ich das haben? “Werde der Weisheit zuteil und gib ihr eine Klasse.“ Ich weiß nicht, wer da redet, oder woher die Stimme kommt. Auf einmal erscheint noch ein Podest mit einem Kristall. “Ihr Träger wählt sie“ Eine Tiara! “Und sie gibt dir neue Macht.“ Jetzt kommt ein Stab, von denen ich nur in Büchern gelesen habe. Solche benutzen Magier in Fantasygeschichten. “Entscheide deine neue Klasse.“ Ich blicke hoch. “Hallo?“ Keine Antwort. Ich blicke auf die Gegenstände. Einen nach dem nächsten. Kommt mir das nicht irgendwie bekannt vor? Aber woher denn? Vielleicht irgendein Spiel oder so. Ich werfe den ersten Blick auf das Schwert. Chronologisch, wie sie erschienen sind. “Das Schwert eines Soldaten. Eines Kriegers. Es bietet große Zerstörungskraft. Er fällt in die Hände von großem Mut und Tapferkeit.“ Ich blicke zum Schild. “Der Schild der Garde und des Wächters. Ein Schild, der die seinen Beschützen soll. Sein Träger ist Ruhig und Treu.“ Der Bogen. “Der Bogen des Strategen und Großmeisters. Ein Schuss, der den Kampf führt. Seine Aura ist gefasst und Zuverlässig.“ Nun der Kristall. “Ein Kristall mit einer großer Aura. Seine Macht entfesselt das Ich seines Trägers und macht ihn vollkommen. Er verlangt Vertrauen und Zusammenhalt.“ Jetzt bin ich gespannt. “Die Tiara mit einer heiligen Gabe. Sie besitzt große Kräfte und Kontrolle. Ihr Licht strahlt in der hellsten Finsternis. Sie braucht Fassung und Aufrichtigkeit.“ Ah, also etwas, was getragen jemanden sehr mächtig macht. Nun der Stab. “Der Stab des Magiers und des Weisen. Er verspürt alles, vollbringt alles. Sein Anschein besitzt große Güte und auch einen Beschützerinstinkt.“ Aha… ich… soll jetzt was machen? Testeshalber nähere ich mich den Stab und nehme ihn auf. “Ein Magier, der Attacken seiner Pokémon einsetzt, mit ihnen kämpft und Wunder wirkt. Ist es die Klasse, die du wünscht?“ Ein Magier? Ich? Ach… ich schaue noch einmal zum Rest. Der Kristall macht mich schon neugierig aber… was wollte der noch einmal? Vertrauen und Zusammenhalt, so war das doch. Nicht mein Fall. Mein Vertrauen in andere ist leider nicht vorhanden. Aber zu denen, die ich kenne und die ich mag, bin ich gütig und ich würde sie auch beschützen, auch, wenn ich mich dabei opfern müsste. Auf einmal verschwinden die restlichen Podeste. Einfach in Luft aufgelöst. Auch der, vor dem ich stehe. Jetzt stehe ich hier und habe diesen Stab in der Hand. Ein heller Punkt erstrahlt über mir und lässt einen Strahl auf mich herab. Ich kneife die Augen zusammen, aber eigentlich passiert doch gar nichts. Ich öffne meine Augen und sehe, dass das Leuchten auf mich übergeht. Auf einmal verändern sich meine Klamotten. Die Ärmel meines Tops werden länger, dass sie mir bis zu den Handgelenken gehen. Außerdem werden sie luftiger. Auch unten wird es länger und luftiger, dass es so zur Hälfte meiner Oberschenkel ragt. Ein Gürtel geht um meine Taille. Meine Hose wird kürzer, dass sie nur noch den Oberschenkel bedecken. Meine Knie liegen frei. Meine Schuhe werden dafür auch zu Stiefeln, die 1/3 meiner Unterschenkel bedecken. Die haben oben jetzt auch jeweils einen goldenen Punkt. Ich merke, wie mein <Top> am Schnitt dicker wird und sich dann das Dazugewonnene davon Löst und länger wird. Vorne wird es zugeknöpft und hinten geht es mir bis zu den Knien. Ein Umhang. Ich blicke zu mir herab. Nicht schlecht, ich sehe jetzt jedenfalls mehr nach Magier aus, wie die in den Büchern, nur ohne solche Kopfhüte oder so. Mein Mondanhänger ist noch normal geblieben und meine Amulette sind nun in einer Tasche, die am Gürtel befestigt ist. Ich verspüre eine Kraft aus dem Stab. Er fährt hoch, nimmt dabei meinen Arm mit und fängt an, zu leuchten, als würde ich irgendwas beschworen wollen oder eine Magie einsetzen. Drei leuchtende Säulen erscheinen auf der Plattform. Aus ihnen erscheinen Illusionen in Pokémongestalt. Mein Stab macht sich selbstständig und schwingt meinen Arm mit. Eine Wolke bildet sich über einem der Illusionen und ein Donner lässt sie verschwinden. Das war doch eine Attacke von Pichu! Jetzt überlässt der Stab mir das sagen, während die anderen beiden Illusionen auf mich zukommen. Ehm… Abra-Kadabra- Simsala…? Nein. Das sind zwar Kadabra und Simsala und war auch ein Abra, aber das ist jetzt egal. Ehm…. Werden so Magier ausgebildet? Kein Wunder, dass ich noch nie welche gesehen habe. Ich halte meinen Stab kräftig fest und hoffe, auf ein Wunder, aber er tut von selber nichts mehr. Ich blicke zu den Pokémon, die immer näher kommen. … Ich konzentriere mich. Der Stab gibt mir Anweisungen. Ich soll mich konzentrieren. Ich denke, wie ich als Pichu eine Attacke auslöse, verändere die Dimension über den Kopf von dem Kadabra und führe sie aus. Ich stemme den Stab in den Boden und ein Donner erledigt das Kadabra. Super! Nun noch Simsala. Ich hole mit dem Stab aus und schwinge ihn auf das Simsala zu. Ein Feuerball kommt aus ihm geschossen und erledigt das Simsala. “Bim.“, sage ich zufrieden. Aber jetzt muss ich weiterkommen.

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    Kapitel 39: Nicht genug

    Tayfun
    Ich bin mit Asuka in Deckung gegangen, damit wir nicht irgendwie als Bekannte durchgehen, denn unsere Freunde haben sich richtig beliebt hier gemacht. Jetzt überlegen wir, wie wir sie am Besten da raus holen können. “Das sind einfach zu viele...“, murmelt Asuka. Ich schaue kurz zu ihr und dann wieder auf´s Feld. Und Unorganisiert. Für was? Was haben die überhaupt richtig gemacht? So einen Typen und ein Mädchen…. In Schwierigkeiten gebracht. Ein Wunder wäre jetzt das Richtige. “Ihr scheint Hilfe zu brauchen.“ Erschrocken drehe ich mich um. Da steht der Kerl, der uns mal vor den Pichus gerettet hat. Wie hieß er noch gleich? Egal. Ich weiß, dass er mutig ist und sich vielen Gegnern entgegenstellen kann. Ich nicke. Er kommt vom Vorsprung zu uns herunter. “Dann spitzt mal die Lauscher: Die Gegner sind koordiniert. Das heißt, dass sie einen Anführer oder zumindest eine Organisation haben. Bei einer Organisation müsste man sie schnell aus dieser bringen, aber ich weiß, dass die hier einen Anführer haben. Für den jetzigen Kampf werden wir die vier dort vorne erst einmal sich selbst überlassen müssen. Für ein frontales Einmischen sind da zu viele Gegner. Er deutet den Weg, den wir eigentlich gehen wollten. Rechts sind ihre Lager. Es führt nur ein kleiner Weg zur Kommandozentrale. Der linke weg hier bietet Deckung und ist breiter. Allerdings ist der weg dort auch nicht unbewacht, also muss jemand für etwas Ablenkung sorgen.- Spätestens dann wird sich im Lager etwas regen. Man wird sicher noch mehrere Leute erwarten. Und das ist der Zeitpunkt, wo sie sich umformieren müssen und gleichzeitig unsere Chance, zuzuschlagen, uns reinzumogeln, den Anführer ausfindig machen und überwältigen. Dann liegt ihre Aufmerksamkeit bei uns und wir haben sie geschlagen. Sie werden überaus verwirrt sein und sich gar nicht sicher sein, wo oder wen sie jetzt angreifen sollen. Alles soweit verstanden?“ Nicht so ganz. “Fast, aber du redest ziemlich schnell. Was passiert mit dem Lockvogel und in wiefern helfen wir Takenaa und Teona da jetzt raus?“ “Das geschieht automatisch. Sobald wir den Anführer haben, werden sie auseinander sein und von überall Probleme haben, was sie zum Rückzug zwingt, da sie sich nicht neu formieren können.“ Sehr riskant und risikoreich, aber ziemlich gut durchdacht. “Ich übernehme dann die Ablenkung, ich meine… ich kann nicht richtig kämpfen...“ “Schon okay. Wir machen das auch so.“, sage ich mit viel Zuversicht. Ich weiß nicht so recht, aber er gibt mir das Gefühl, dass das überhaupt nicht schief gehen kann. “Dann los.“ Wie geplant, lassen wir die vier erstmal alleine und begeben uns zum Tor, das in die Festung führt. “Los, Asuka, du bist dran.“, flüstere ich. Sie nickt und geht aus der Deckung. “Halt! Das ist Sperrzone!“ wird gerufen und der Wächter läuft zu Asuka. “Das läuft ja alles wie nach Plan.“
    “Du hast doch nicht gezweifelt, also.“ Wir laufen aus der Deckung zum offenen Tor und erhaschen einen Blick in das Innere. Mein Blick schweift kurz zur Halskette, die der Junge trägt. Das Zeichen von Rayquarza. Dann sehe ich wieder ins Lager. “Sieht fast nach einer Infiltration aus.“
    “Schwärmt aus, sucht nach weiteren Fremden und sichert den Pass! Beseitigt jeglichen Widerstand!“
    “Zu Befehl!“ und Tatsächlich lassen sie das innere der Festung unbewacht. Zum größten Teil. Wir warten, bis sie an uns vorbei sind und gehen dann in die Festung. “Okay, hier werden wir die ganze Zeit überwacht. Weiter kommen wir nicht. Gib mir Rückendeckung!“, sagt der Junge und mein Atem bleibt kurz stehen, als er als Vibrava fliegt. Schnell, zielstrebig und dazu noch elegant. So möchte ich auf mal fliegen… wenn wir denn einen Kristall finden sollten. Ach ja! In meinen Gedanken versunken habe ich überhaupt nicht gemerkt, dass er den Anführer von hinten bereits überwältigt und ihn seine Amulette entrissen hat. Die Aufmerksamkeit liegt nun bei ihm, wie er, wieder als Mensch sein Amulett in die Höhe hält. Das sieht irgendwie komisch aus. Pink. Was kann das sein? Er verwandelt sich in ein Lucario, springt hoch in die Luft und landet auf den Mauern. Ach ja! Ich sollte ja auch mal etwas machen, aber wie soll ich ihm den Rücken frei halten, wenn er immer spontan und schnell seine Position wechselt?
    Ich denke, ich mache mich etwas selbstständiger. Das mache ich, indem ich das Tor von innen verschließe, sodass von Außen niemand mehr rein kommt. Dann sehe ich nach, was ich als nächstes tun könnte, bevor dieser Junge alles gemacht hat. Ich sehe, wie zwei Leute den Anführer durch eine Luke in das Innere der Festung bringen, doch ehe ich sie, selbst als Dratini, erreichen kann, ist sie schon wieder verschlossen und verriegelt. “Sie hauen ab!“, ruft der Junge und öffnet das Tor wieder.
    “… Statt zu helfen, dachtet ihr, ihr nehmt gleich die ganze FESTUNG in Anspruch?“, fragt mich Takenaa laut, nachdem wir uns in der Festung wieder trafen. “Also...“, sage ich doch etwas verlegen.
    “Verzeiht, es war meine Idee. Ihr habt aber gut kooperiert und jetzt haben wir eine Festung aus der Tyrannei von Piraten und Räubern befreit.“
    “Moment, ich dachte, das seien Verbündete von Boey gewesen.“
    “Wer oder was ist Boey?“
    “Der Bruder von Ruoyi. Der, der den Widerstand gegen ihn führt.“
    “Ach, ihr meintet Raweso. Ja, es waren auch Sympathisanten für ihn, da Clive sie unter keinen Umständen duldet und sie unterdrückt hat. Sobald Raweso hier gewesen wäre, hätten sie sich ihn angeschlossen. Aber gut, dass ihr hier wart, damit keine Banditen hier wieder herrschen würden.“
    “Clive?“
    “Das ist Ruoyi, nur mit anderen Namen.“
    “Richtig. Ich bin Urs. Ein Kämpfer für Clive´s Sinn für Gerechtigkeit und Ordnung.“ Ein Kämpfer von CLIVE? DIREKT VOR UNS? Und wir haben ihn unterstützt, wobei wir eigentlich befeindet sein sollten…
    “Ihr macht einen überraschten Eindruck. Ehrlich gesagt sollte ich hier schauen, ob sich neben den Piraten noch weitere Raweso anschließen könnten, da hatte ich euch eine ganze Weile im Auge gehabt, aber dass ihr heute mit mir gekämpft und diese Festung zurückgewonnen habt, hat mir gezeigt, dass ich euch trauen kann.“
    Ehm… das würde ich auch gerne, dass er das kann, aber… Das Mädchen, welchen wir geholfen haben, meldet sich auch mal zu Wort. Gerichtet an Urs: “Verzeiht, aber das Amulett, welches ihr da habt...“
    “Ach ja. Ist es Euers? So sei es wieder in Eurem Besitz.“ Sie nimmt es an und drückt es fest an sich. “Nun, dann ist ja mein Job gemacht, wie ich sehe. Nun, war mir eine Freude...“
    “Moment. Du wirst jetzt doch von deinen Leuten gesucht, oder nicht?“
    “Schon, aber damit komme ich schon klar. Boey ist nicht so kaltherzig, wie diese Leute hier. Der wird mir schon verzeihen, dass ich ein Herz hatte.“
    “W-wolltest du nicht für meinen Schutz sorgen?“, fragt Bianca.
    “Du kannst auch mit ihnen hier weiter reisen. Ich bin mir zwar nicht sicher, was ihr im allgemeinen vor habt, aber ihr seid jedenfalls keine Wilden oder Feinde.“
    “Wir sind auf dem Weg, diesen Konflikt ein Ende zu setzen. Ohne dass eine Seite leiden muss...
    “Ah, darum geht es hier also. Also, ich kenne Clive. Der würde von sich aus keinen Krieg führen, da bin ich mir sicher.“
    “Das kann ich von Boey aber auch sagen.“
    “Also ich komme auf jeden Fall mit euch...“, sagt Bianca. Blau seufzt. “Nun, als dein Schutz muss ich dir ja wohl folgen. Also: Ich bin mit dabei.
    “Dann werde ich euch auch ein Stück begleiten. Es kann zur Konfliktbeendung nicht schaden, das Wissen beider Seiten an sich zu haben.“
    “Toll, dass wir das klären konnten, aber jetzt will ich erst mal eine Pause. Diese Gauner haben ihre ganzen Schätze mitgenommen, aber ein Teil ist ja doch noch da. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich möchte mal schauen, was sich hier noch abstauben ließe. Wer kommt mit?“

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    Kapitel 39: Für´s Erste

    Jim

    “Gut, zu wissen. Nun, ich bin Chaz. Früher mal Koordinator, aber die Zeiten änderten sich und die Wettbewerbe wurden eingestellt. Den Grund hatte nie jemand erfahren. Als ich hierher kam, wurde mir gesagt, es sei für das Gute. Ein Akt der Barmherzigkeit, alle Feindseligkeiten und unterbinden. Aber das war ein Irrtum! Ich liebte die Wettbewerbe! Sie haben doch alles zum Leben gebracht! Eine Niederlage war ein Anreiz, mehr zu können, kein Groll! Na gut. Vielleicht doch ein bisschen.“. Sagt der, mit dem ich geflohen bin. Nun sind wir in einem kleinen Lager und es ist gerade wieder morgen geworden. Wir konnten uns mit Mimiken verständigen und somit fliehen. Ursprünglich war alles nach Plan gelaufen, aber er hätte gerne mehr gefangene retten können. Deshalb ist er überhaupt dort hingekommen. Nochmal wird das aber nicht klappen, da muss man sich erst einen neuen Plan ausdenken. “Sag mal, wer ist das überhaupt, den wir da mitgenommen haben und die uns verfolgt hat? Sieht so gar nicht mehr so bösartig aus, wenn sie so schläft.“ er deutet auf Angie, für die jetzt der Spieß umgedreht wurde. Jetzt sitzt sie hier gefangen. Eigentlich nehmen die Leute hier keine Gefangenen, aber sie ist uns nun mal gefolgt und hat nicht nachgelassen. Hat sich wohl etwas überanstrengt und jetzt liegt sie hier. Sicher gestellt. “Du willst dich nicht mit ihr anlegen. Ein reinster Berserker. Ich frage ich mir, warum.“
    “Vielleicht findest du ja jetzt die Antworten. Wir haben hier etwas Zeit und warten eigentlich nur darauf, dass die Befreier kommen, damit wir uns ihnen anschließen können.“
    “Ursprünglich wurde ich von ihnen getrennt, kann aber nicht sagen, wo sie jetzt sind. Es ist schon eine Weile her, seit wir bei den Ruinen waren.“
    “Verstehe. Das heißt, dass wir jetzt weiterhin geduldig warten müssen.“
    Ah, Angie ist aufgewacht. Man hört etwas. “Aufgewacht?“
    Sie macht mir gleich wieder klar, dass sie mich am liebsten wohl wieder umbringen würde. Sie greift an ihre Tasche an der Taille. “Daraus wird nichts.“ Ich ziege ihr, dass ich ihre Amulette in der Hand halte. Sie kann das genau so wenig ab, wie ihre Pokémon. Das kann ich fühlen. Chaz schmunzelt. “Nun, ich sehe, du hast sie ganz gut unter Kontrolle von daher überlasse ich sie jetzt dir. Ich widme mich dann wieder meinen Aufgaben.“
    “Moment, du willst mich mit der alleine lassen?“
    “Ich werde noch anderweitig gebraucht und dieser provisorische Zaun ist auch nicht als Zelle geeignet. Nimm das hier am Besten.“ Er gibt mit ein Seil? Mit zwei… oh nein. “Definitiv nicht! Du bindest die nicht an mir an!“
    “Nicht? Ich dachte, du hast die unter Kontrolle. Immerhin konntest du ja ihr ganzes Team in einem eins gegen eins schlagen, wie du erzählt hast. Oder ist dem nicht so?“
    “Doch, aber...“
    “Dann steht ja kein Grund zur Sorge.“ Ich kann nicht fassen, was hier gerade geschieht! Ich stehe sehr unter spannung, als er mir die eine Handschelle anlegt. Als er bei Angie fertig ist, sagt er noch: “Ach ja, so lange ihr das tragt, könnt ihr euch nicht verwandeln. Also dann: Seh zu, dass du ihr Manieren beibringst.“ Ich soll sie also auf unsere Seite ziehen. Ich schaue zu ihr. Ihr wütender Blick und mein Unterbewusstsein sagt mir, dass das niemals geschehen wird. “Und wenn du fertig bist, kannst du wieder zu mir kommen, dann mache ich das wieder auf.“ Bevor ich protestieren konnte, ist er schon weg. “Wehe dir...“ Ich weiß jetzt nicht, ob das zu mir oder zu Chaz war. Aber Angie ist das erste Mal kooperativ. Sie versucht wenigstens nicht zu fliehen, oder sich irgendwas auszudenken, um mir das Leben zur Hölle zu machen. “Also, was ich vorher noch einmal fragen wollte...“ Was ist denn jetzt los? Sie geht ganz unschuldig an mir vorbei und stellt sich vor mich. Dann nimmt sie mit der anderen Hand das Seil und zieht. Sie hat irgendwas hinter meinem Rücken gemacht, dass das Seil einmal um meine Beine gelegt war. Daraus folgt, dass ich so richtig auf den Rücken falle. “...wer hier wen unter kontrolle hat.“ Will sie jetzt türmen? Aber sie bleibt stehen, als ich wieder aufstehe. Ihr ist entweder klar, dass sie hier nicht so einfach abhauen kann, oder sie wollte einfach nur zeigen, dass ich sie nicht unterwerfen soll. Das hat sie zumindest geschafft, mit ihr ist nicht zu spielen. Das erinnert mich doch irgendwie an gestern. Nur war es da anders herum. “Komm. Waffenstillstand fürs Erste.“ Ich nicke. “Für´s Erste.“

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    Kapitel 39x: Unverstehbares verstehen.

    Angie)

    Also, von allem was ich bis jetzt gehört habe, klingt die Version von diesem Jim so, als wäre Clive wirklich der Böse, der alles zwanghaft so halten möchte, wie es gerade ist. Das klingt ja nach einer Propaganda. Den einen wird das erzählt, den anderen etwas anderes. Aber ich glaube nicht, dass Clive uns belogen hat. Er hat uns ja die Wahl gelassen, ob wir kommen wollen, oder nicht. Das kann keine Propaganda sein. Er fragte ja mal, als er in unsere Pokémon-Pension kam. Er ließ mir die Wahl, etwas zu tun, dieses Leben so zu führen, wie ich es mir vorstellte. Aber das Szenario hier war sicher nicht in meiner Traumwelt vorhanden, in welchem ich gezwungen bin, mit so irgendeinem Nemesis versuchen, klar zu kommen, obwohl er mich bisher immer zur Weißglut brachte. Aber irgendwie erinnert er mich auch an Ash, als ich ihn das erste Mal vor Jahren traf. Aber das ist doch völlig absurd. Ash kämpft für Clive als hochrangiger Kämpfer. “Es ist seltsam… Dich in meiner Nähe zu haben und nicht zu kämpfen.“
    “Wann hätte so ein Moment denn bitte sonst kommen sollen, wenn nicht einer in Gefangenschaft des anderen ist?“ Ich muss kurz kichern. “Du redest ja so, als hättest du das alles unter Kontrolle. Aber du kommst hier ja nicht mal weg. Um uns herum sind überall Clive´s Vorposten.“
    “Mehr als du. Sobald Boey hier ist, werden die weg sein und ich werde sogar vielleicht ein gutes Wort für dich einbringen.“
    “Danke, aber abgelehnt. Ich wette, dass Clive uns zuerst finden wird.“
    “Bestimmt nicht. Wir sind so weit von der Festung weg, das kann er nicht so schnell finden.“
    “Wetten doch?“
    “Der Verlierer geht dann sowieso wieder in Gefangenschaft des anderen.“
    “Vielleicht. Vielleicht bringe ich aber dann auch ein gutes Wort für dich ein, wenn du dich denn bedingungslos ergibst.“ Er lacht kurz.
    “Als hätte ich eine Wahl! Wenn ich dich hier an der Leine habe, kann ich eh nichts machen und die werde ich auch nur los, wenn du… du weißt schon. Und ich weiß genau wie du, dass das nicht geschehen wird.“
    “Sieh an, du kannst dein Kopf also auch außerhalb des Kampfes anwenden.“
    “Hey, ich dachte, wir haben einen Waffenstillstand!“
    “Tschuldige. Es ist schwer, mich mit dir zu unterhalten, ohne zu versuchen, dich zu necken.“
    “Ach, woher kommt das denn?“
    “Du warst es halt immer, der meinen Einsatz versaut hat! Weißt du noch? Unser erstes Treffen? Wer hat mich denn aufgehalten? Du doch. Und immer wieder hast du es gemaacht!“
    “Weil du aber auch zu schnell und voreilig gehandelt hast, da musste ich etwas tun.“
    “Ah, voreilig also. Sag mal, bist du eigentlich wirklich so stark, wie du gezeigt hast, oder hast du mein Team nur durch List geschlagen?“
    “Hey, noch ist Boey nicht gekommen. Wenn ich dir das jetzt verrate, wirst du es später gegen mich einsetzen.“
    “Seltsam. Du scheinst ja sehr gut aufzupassen. Ich frage mich, wie es sein kann, dass so eine gute Person mich immer nur aufregt.“
    “Vielleicht ist es genau das, was dich aufregt. Dass ich so gefasst bin und du immer so energiegeladen. Hast du den Kampf zwischen Mir und Clive gesehen? Ungefähr das selbe Schema.“
    “Hey, was willst du damit sagen? Dass ich etwa zu unkontrolliert bin, oder was?“ Ich verpasse ihn einen leichten Rippenstoß.
    “Im Kampf vielleicht. Und das färbt dann auf mich ab. Du kannst dich doch sicher noch gut daran erinnern, dass es nur schwer gelang, uns damals auseinander zu bekommen?“
    “Ehm… sicher...“ Ich seufze. Damit hat er schon recht. Dann muss ich lächeln. Ein guter Beobachtungssinn, Menschenkenntnis, ein gutes Gedächtnis… das einzige, das und trennt, miteinander zu Arbeiten, sind Clive und Boey. Nicht, dass er mir jetzt wichtig ist, oder sowas, aber ich merke, dass selbst die, die eigentlich immer die Bösen sind, nicht wirklich böse sind, wofür ich sie immer hielt. Das wird im Kampf gegen sie es sicher nicht einfacher machen, zu kämpfen, aber es ist ja nur eine interessante Feststellung. Was ist das plötzlich? Ein Wille, nicht zu kämpfen? Den hatte ich schon lange nicht mehr. Was hat dieser Ort wohl aus uns gemacht?

    6
    Amusement-Kapitel III
    Tayfun-Urs C
    “Hallo Urs.
    “Ach, Tayfun! Welch Freude, dich zu sehen.“
    “Gibt es dazu einen bestimmten Anlass?“
    “Nun, es gäbe da etwas, wo ich dich gerne um einen kleinen Gefallen bitten würde.“
    “Einen Gefallen? Ich soll dir irgendwo helfen können?“
    “Du sprichst ja, als wäre ich stark oder sowas in der Art.“
    “Ist dem nicht so?“
    “Nun, eigentlich bin ich da allen recht im Vorteil. In meiner Blutlinie wird schon seit Generationen die sogenannte Aura vererbt. Man nennt uns auch Aurawächter. Wir können mit der Macht der Aura alles in unserer Umgebung fühlen und wahrnehmen, wie auch wissen, was unser Gegner als nächstes vor hat. Das ist aber schon individuell ausgeprägt.“
    “Aurawächter, ja? Kannst du mir mehr über sie erzählen?“
    “Also, eigentlich… okay. Also, es gibt nicht viele und auf der ganzen Welt verteilt. Ich kenne da einen, der hat immer die Gravitation verändert, eine, die sich in ein Pokémon verwandeln konnte, eine Meisterin im Bogenschießen und jemand, der… nah, etwas eigenartig war. Der Älteste von uns, den sie sogar mal bekämpfen mussten. Ich war damals noch nicht dabei und viel habe ich von ihnen auch nicht gehört, daher kenne ich sie nur aus Sagen. Ich bin nicht mal halb so stark, wie sie.“
    “Hört sich ja schon besonders an. Und das ist angeboren? Sind die anderen vielleicht auch hier, dass sie uns helfen können?“
    “Das bezweifle ich leider. Ich habe sie noch nie gesehen.“
    “Das ist… na ja. Man kann ja noch hoffen. Also, um was wolltest du mich bitten?“
    “Ach ja, würdest du mir die Ehre erweisen, genau so gut kämpfen können, wie du? Deine Kämpfe haben mich immer wieder auf´s Neue beeindruckt. Dass du das alles ohne die Macht der Aura schaffst...“
    “Ehm… eigentlich wollte ich dich das mal fragen…“
    “Dann trainieren wir doch einfach miteinander. So lerne ich von dir und vielleicht findest du ja auch dein Talent der Aura. Ich lasse dich gerne von mir belehren, wenn du denn einwilligst, es auch zu schaffen.“
    “Und ich bringe dir dann bei, ohne Aura zu kämpfen. Klingt nach nem Plan.(Was sll ich ihm denn beibringen? Aber so lange er mich unterrichtet...)“
    “Okay, dann komme ich morgen in aller Frühe direkt zu dir. Verzeih, aber ich muss noch dringend was erledigen. Man sieht sich.“

    Takenaa–Blau C
    “...“
    “...“
    “...“
    “Okay, du hast gewonnen. Was willst du?“
    “Ich? Was soll ich denn von dir wollen. Was, wenn ich hier einfach nur stehe und du gerade meine innerliche, jetzt zu tiefst verletzte Ruhe durchbretterst und zum zerbersten bringst?“
    “Dann hast du eine Wahnsinns Geduld. Nur um das klar zu stellen: Ich war hier zu erst!“
    “Gar nicht! Ich habe diesen Ort schon früher gesehen, bevor du hier warst. Du… warst nur etwas schneller als ich.“
    “Blau, hör auf. Bitte. Sag, wenn du was willst, sonst gehe ich!“
    “Ach, sind wir wohl alle sehr gesellig, was? Tschüss! Ich gehe, bevor du nur dran denken kannst, zu gehen! Dann suche ich mir einen anderen Ort, der viel besser ist!“
    “Was hatte der denn bitte für Probleme? Auf dieser Terrasse ist doch genug Platz, um sich zu ignorieren. Was´n Idiot...“
    “Das habe ich noch gehört! Selber Idiot!“
    “Ach, jetzt verzieh dich endlich!“

    7
    Kapitel 40: Eine Seefahrt, die… ist lustig?

    Takenaa

    Nun haben wir endlich diese Berge hinter uns gelassen und nun müssen wir uns noch dem letzten Terrain stellen: Dem Meer. “Hier ist leider ein weiterer Weg bis zur anderen Seite. Wenn wir mit dem Schiff fahren können wir innerhalb der nächsten Stunden auf der anderen Seite sein. Zu Fuß müssten wir erst mal einen großen Umweg laufen und ich denke, eine Schiffsreise wäre was für euch.“ Da liegt sie gar nicht mal so falsch. Wir bewegen uns eigentlich nur mit Laufen voran. Eine Alternative wäre auch mal schön. “Können wir uns hier aber noch einmal hier am Haven hier etwas umsehen?“, frage ich aber noch einmal. Vielleicht finde ich ja noch einmal etwas schönes. “In der Stadt, wo wir ankommen, findest du sicher bessere Läden. Das ist eine richtige große Handelsstadt und nicht von Räubern oder vom Krieg beeinflusst, da es eine neutrale Stadt ist. Sie handeln sogar mit Piraten und werden nicht mal ausgeraubt, deshalb ist es auch eine große und blühende Stadt. Dort könnten wir uns etwas aufhalten, ehe wir weiterziehen.“
    “Du scheinst dich ja ganz gut auszukennen, Urs.“
    “Nun, ich war dort schon mal. Sie haben sehr schöne Skalden dort.“
    “Was sind denn bitte Skalden?“
    “Sowas wie Sänger.“ Okay, hört sich doch schön an.
    “Okay, dann fahren wir rüber. Dann will ich aber auch das sehen, was du sagtest.“
    “Das wirst du, Takenaa.“ Asuka hat uns mit Urs und Tayfun ein Schiff organisiert, das und auf die andere Seite fährt. “Das ist ja ein Segelboot!“
    “Was dagegen? Ich finde es schöner, als ein Motorboot oder dergleichen.“
    “Allerdings will der Schiffsfahrer, dafür dass wir ihn nicht bezahlen müssen, Geleitschutz. Denn Es soll hier doch Piraten geben, sobald wir in keinem Hafen mehr sind.“
    “Wie oft müssen wir denn noch mit solchen Gesetzlosen kämpfen?“
    “Was meinst du denn? Wir sind gerade in Kriegszeiten, da kann es schon mal zu Vernachlässigungen des Volkes führen und somit kommen Meutereien, die sich weiter bis zur Gesetzlosigkeit steigern.“
    “Da hat er allerdings recht…. Ich habe schon oft arme Leute am Rande gesehen, denen wir aber leider nicht helfen konnten...“, fügt Bianca hinzu.
    “Das heißt aber nicht, dass man einfach andere Schiffe überfallen kann, wie man will. Von daher müssen wir sie, wenn sie kommen, ohne weiteres zurückschlagen.“
    “Kommt, wir haben nicht ewig Zeit. Während wir hier reden, tobt der Krieg im Norden.“
    “Du hast Recht. Kommt. Stechen wir in See!“ Es ist wirklich doch schon aufregend, auf einem echten Segelboot zu fahren. Ich hoffe, ich muss nichts machen, ich kann nämlich kein so großes Schiff segeln. Das Schiff legt ab und der Hafen wird immer kleiner. Ich liebe es, mit Schiffen in See zu stechen. Allerdings nur der Anfang.
    Denn kaum haben wir nach einer halben Stunde den Hafen verlassen, stehe ich an Deck und halte mich nur noch irgendwo fest. “Seekrank?“, fragt Blau. Ich schaue ihn Ausdruckslos an. “Nein, eigentlich nicht.“
    “Du weißt aber, dass das hier nicht mit den unseren Booten zu vergleichen ist? Das hier schaukelt viel mehr hin und her.“
    “Ja…. Danke. Keine Ahnung, ob ich in dieser Verfassung irgendwelche Piraten aufhalten kann...“
    “Nein. Bei dieser Gesichtsfarbe eher nicht. Geh lieber unter Deck in deine Kabine.“
    “Um Gottes Willen! Nicht! Das ist ja noch schlimmer. Ich halte das lieber hier durch, bis wir am Hafen sind...“ Blau grinst mich nur an. Er weiß genau so gut wie ich, dass das noch Stunden dauern kann. Ich weiß, was du denkst und auch, dass du mich gerade so dermaßen auslachst, wie du nur kannst. Das kriegst du eines Tages noch einmal zurück. “Wirklich?“, sagt er auf einmal. Ich schaue ihn nur weiterhin ausdruckslos an. Er lacht leicht. “Sorry, Darling. Also dann, man sieht sich.“, sagt er mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht. Ich forme mit meinen Fingern eine Pistole, halte sie in seine Richtung und imitiere den Rückstoß. “Piu“, sage ich leise. Auf einmal knallt es richtig und ich halte mich wieder am Masten fest, schaue dann in die Richtung, woher der Schuss kam. Ein Schiff, mit irgendeinem Zeichen als Flagge, ich schätze mal, das sind die Piraten, die gemeint waren. Wie konnte ich mich anfangs nur auf diese Fahrt freuen…? Ich löse mich vom Masten und halte mir den Kopf. Die Pflicht ruft. Dafür reisen wir auch gratis…

    8
    Kapitel 41: Jetzt gibt’s Ärger.

    Teona

    Ich sehe das Schiff, welches sich uns nähert, genau an. Keine große Fregatte. Serafina wäre hier jetzt eine Hilfe, aber die ist jetzt gerade nicht da, da muss ich schauen, was ich mache. Also, Bianca, wie ich jetzt weiß, benutzt überwiegend keine Pokémon, eher so was… solche Dinge, die wie Items fungieren, wie ich festgestellt habe. Sie hat zwar ein Amulett, aber immer, wenn ich sie danach frage, sagt sie so etwas wie: “Nein, lieber nicht.“, oder: “Ich bin mir aber nicht so sicher...“, sie hält also das große Geheimnis, welches Pokémon das ist, sehr für sich. Sie wird also eine Unterstützung sein. Takenaa geht es nicht so gut, hat sie gesagt, sie benutze ich hier lieber auch nicht. Aber mit dem Zuwachs haben wir jetzt völlig neue Chancen. Blau und Urs haben bisher einen vergleichbaren Kampfeswillen und Stärke wie Tayfun gezeigt. Das finde ich schon mal gut. Ich muss sie nur Dirigieren. Als das Schiff der Piraten bei uns andockt, da es schneller als unser ist, kippt das Boot, wodurch Takenaa ihren Halt verliert und vom Boot stürzt. Eigentlich würde ich mir jetzt Sorgen machen, aber hier ist ein anderes Problem. Außerdem hat sie ein Karpador. Ein Karpador ist äußerst Zäh im Wasser und hat die größte Ausdauer im Meer. Sie muss nur mit uns Kurs halten, sonst müssen wir später nach ihr suchen. Der Kampf ist, wegen der Differenz der Anzahl der Kämpfenden relativ ausgeglichen. Sie stürmen mit voller Geschwindigkeit auf unser Boot. Urs wird zum Vibrava, Tayfun zum Dratini und Blau zum Schillok. Unsere Gegner sind Kampf, als auch überwiegend Wasser-Typen und vollkommen Agressiv. Blau lasse ich die ersten Attacken abfangen, da er resistent gegen das meiste ist und die höchste Verteidigung aufweist. Tayfun hilft aus der Distanz mit Attacken, wie Drachenwut und Urs hat mit Vibrava hier leider eine schlechte Wahl auf dem Wasser gewählt. Er muss sich für´s erste Zurückziehen und auf Lucario umwechseln, was aber etwas Zeit in Anspruch nimmt. Bianca hat hinter Tayfun Deckung und… wirft Blau mit diesen Gegenständen ab. Sie scheinen ihn zu heilen. So lange es funktioniert, will ich nichts sagen. Aber auf die Dauer funktioniert das nicht und Blau wird ziemlich früh zurückgedrängt und Tayfun hält noch nicht viel aus. Wir sind einfach noch zu schwach… Urs hat, nachdem er sich verwandelt hat, es aber noch einmal geschafft, die Gegner in Schach zu halten, sodass sich Tayfun und Blau noch einmal neu formieren können. Ich hoffe, Urs bleibt standhaft, sonst sehe ich schwarz. Auf einmal werde ich von hinten geschnappt und in die Luft gezogen. Ich schaue über mich. Ein Skorgla hat mich im Gleitflug geschnappt und zieht mich jetzt nach oben. Es wusste wohl, wer am Gefährlichsten ist. Ich verwandle mich in Vulpix und setze gegen ihn Flammenwurf ein, der aufgrund des Bodentypes leider wenig Schaden verursacht und ihn kaum interessiert. Dafür macht es mir etwas aus, wenn er einen Tiefflug über das Wasser macht, dass sich das Vulpix in mir sofort zurückzieht. Auf einmal schaut es um sich herum und lässt mich fallen. Irgendwas hat er bemerkt und ich ahne auch, was. Unter mir im Wasser wird ein schwarzer Schatten immer größer. Er kommt schneller auf mich zu, als ich schwimmen kann. Im nächsten Moment realisiere ich, dass ich auf dem Kopf eines Garados´s sitze. Das glaube ich jetzt nicht. Ist es ein freundliches Garados? Ich springe im rechten Moment auf unser Schiff zurück, als es gerade in der Nähe schwamm und erhebt sich nun wie eine Seeschlange. Es brüllt bedrohlich und get mit dem Kopf nach unten, als wolle es angreifen. Die Piraten machen schnell kehrt und ziehen sich auf ihr Schiff zurück, womit sie fliehen wollen. Nun verschwindet es im Wasser und ich sehe es nicht mehr. Aber das Piratenschiff ist nun weg und wir können in Ruhe weitersegeln. Moment… natürlich müssen wir noch nach Takenaa suchen, hätte ich doch leider fast vergessen. Ich treffe mich erst mal wieder mit den anderen“Wir haben Takenaa verloren? Ach Mensch, was soll das denn? Das Bootfahren wurde ihr wohl doch zu anstrengend.“
    “Ich frage mich, was das für ein Pokémon vorhin war. War es wohl wild? Das ist selten.“, meint Urs.
    “Und ich glaube, es hat es wohl nicht nur auf die Piraten aus gehabt. Ich spühre schon, wie es wiederkommt.“
    “Blau… du bist doch mit Wasserpokémon in guter Verbindung, oder? K-kannst du es nicht einfach überreden, uns in Ruhe zu lassen?“, fragt Bianca.
    “Das ist ein Garados. Diese Biester sind schwer zu bändigen.“, antwortet er. Ich sehe die Silhouette schon im Wasser. Auch, wenn mir seine Bewegungen nicht eindeutig sind. Es verschwindet unter unserem Schiff und taucht auf der anderen Seite über Wasser auf. Es springt aus dem Wasser, direkt über unser Schiff. “Was hat es denn jetzt vor?“ Direkt über uns wird es klar. Es wird immer kleiner und schließlich zu Takenaa. “Ahhhh!“ Sie fliegt weiter und wieder ins Wasser. Ich denke, so hat sie sich das nicht vorgestellt. Wir helfen ihr auf´s Schiff wieder rauf und lassen sie erst wieder zu Atem kommen. “Was ist denn bitte da unten passiert? War das Mona?“, fragt Tayfun schließlich.
    “Es… äh… ja, glaube ich. Als ich ins Wasser fiel, habe ich sofort Mona´s Amulett genommen und benutzt, damit ich unter Wasser auskommen kann. Dann wollte ich zurück, aber ein Leuchten unter Wasser hat mich abgelenkt. Als ich näher kam und es berührte, entwickelte sich Mona auf einmal. Ab da hatte ich sie auch nicht mehr unter Kontrolle. Ich konnte sie gerade noch so überreden, euch nicht anzugreifen. Aber den Piraten wollte sie dann doch noch einmal eine Lektion erteilen. Und eigentlich wollte ich hier auf dem Schiff landen, aber… na ja.“
    “Wenn ein Pokémon schwach ist, ist es leicht zu kontrollieren, aber nimmt seine Stärke zu, werdet ihr ihm zeigen müssen, dass ihr weiterhin fähig seid, es zu kontrollieren. Wenn du Mona ist jetzt sehr stark geworden, das heißt aber auch, dass du, wenn du sie wieder einsetzen möchtest, es erst unter Kontrolle bringen musst. Das kannst du gerne im Schloss machen.“
    “Und es hat noch etwas gutes an sich: Ich komme jetzt mit diesem Schiff besser klar. Was sagst du dazu, Blau?“
    “Bei dem Gedanken, dass du mir das jetzt dauernd sagen wirst, wird mir schlecht.“ Oje. Was das für Freude sind. Ihr Amulett ist jetzt auch nicht mehr so sehr an ein Karpador, sondern eher an ein Garados angelehnt. Die Amulette verändern sich also ach? Cool.

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    Kapitel 42: und es kommt noch härter!

    Lou

    “S-silber?“, frage ich vorsichtig. Er ist seid dem Ausbruch nicht so gut zu sprechen. “Was?“
    “Bist du noch immer wegen dem Ausbruch unseres ersten Gefangenen wütend?“
    “Wenn…. Wenn es nur das wäre.“, sagt er verzweifelt: “Ich konnte nicht mal verhindern, dass er noch jemanden von uns mitnimmt. Es ist eine wahre Schande, was ich leiste. Ich schaffe es nicht, eine gleichstarke Truppe ansatzhalber im Schach zu halten, weder einen einzigen zu bändigen! Ich schaffe es weder, eine Situation lange unter Kontrolle zu halten, weder noch meine Mitglieder zu beschützen! Eine reinste Enttäuschung. So werde ich nie so mächtig, wie einst mein Vater! Ach, warum erzähle ich dir das überhaupt? Als würdest du das jemals verstehen!“
    “Ich weiß, wie du dich fühlst. Die Suchtrupps konnten noch nichts finden, was nach einem Rebellenlager aussah. Ich bin ja auch ein Teil es Teams. Wenn, dann bin ich nicht im Stande, im Team zu arbeiten.“
    “Du machst dich deshalb aber nicht gleich zum Gespött von Clive, wenn du ihm sagst, dass er dir etwas aufgibt, was man nicht schaffen kann! Und dann beweist er mit Bravour, dass alles möglich ist. Diese Rede, nein. Diese Standpauke werde ich so schnell nicht mehr vergessen!“ Er schlägt auf die Bande des Kampffeldes. “Das heißt, ich muss noch mehr Herzblut in die Arbeit stecken! Wenigstens einen TEIL der ganzen Sache beitragen!“ Ich weiß nicht, ob er mir leid tun soll, oder… Also, er macht seinen Job ja nicht falsch, aber irgendwie schaffen wir es nicht wirklich, Erfolge zu erzielen. Einmal einen Kristall geborgen. Das war aber auch nicht die große Herausforderung. Unsere eigentlich erste gelungene Mission, wobei die auch nicht so gelungen war. So ist er nur noch mehr an seinem Stolz verletzt. Ich weiß aber auch nicht, was wir tun könnten. Clive hat uns nun beauftragt, hier in der Festung zu bleiben, während er draußen seine Schlachten kommandiert. Silber sieht sich mittels Holo-Log unsere möglichen Teleportwege an. Einer verschwindet. “Sieht nicht so aus, als würden sie es schaffen...“ Wir müssen Clive beweisen, dass wir mehr sein können, als nur ein Wachposten. Dazu müssen wir nur diese Rebellen finden und besiegen. Ich seufze. Keine leichte Aufgabe. Hier ist es so still, seit Clive den Großteil der Leute hier abgezogen hat. Viele, die zurückblieben, suchen nun vergebens und wir warten hier nur auf Neuigkeiten. Kein aufregendes Leben hier. Ich wollte gerade gehen, da hält Silber mich an. “Lou. Warte. Ruf die Leute zusammen. Nicht ich muss stärker werden. Unser ganzes Team muss es. Ich werde euch jetzt noch härter dran nehmen müssen.“ Ich überlege kurz. “Mach i-“ Ich räuspere mich. “Jawoh, Hauptmann!“
    Silber versammelt alle im Kampffeld, die noch da sind. “Also, wenn wir diese Rebellen finden und beseitigen sollen müssen wir in Top-Form sein. Jeder von euch müsste in der Lage sein, es mit einer Handvoll Rebellen im Notfall auch alleine aufnehmen zu können. Als erstes werdet ihr das Chaos, was während des Ausbruches entstand, reparieren und danach kommt ihr richtig ins Schwitzen. Und Silber lässt uns wirklich unter seiner Aufsicht zuerst die Anlage reparieren und renovieren und stellt uns dann Trainingsaufgaben, die wir überwältigen müssen. So wie als Mensch als auch in der Pokémon-Form. Er geht bei den meisten Übungen als Musterbeispiel vor. Wie viel hat der bitte trainiert, während ich mal nicht geguckt habe? Jetzt verstehe ich, weshalb er auch uns trainieren, also noch härter trainieren möchte. Er meint, wir müssten uns als Mensch auch gegen Gegner wehren müssen, für den Fall, dass uns die Amulette genommen werden würden. So bringt er uns verschiedene Kampf- als auch Verteidigungstechniken grob bei, als auch das Kämpfen mit einem Kampfstab. Er lässt uns mit Gewichten um das Feld laufen und zur Präzision lässt er uns mit dem Bogen schießen. “Die besten Bogenschützen können ein Wattzapf von hundert Metern an einem Baum fesseln, ohne es zu töten.“, sagte er noch. Auch dabei geht er mit einem glänzenden Beispiel voran. Er trifft mit seinem Pfeil mitten durch einen Spalt in der äußeren Mauer, die am anderen Ende der Festung steht. “Da hat einer wohl bei der Reparatur nicht aufgepasst.“, sagt er nur. Niemand schafft das ansatzhalber. Jetzt komme ich mich doch so als Schwachpunkt des Teams vor. Nichts, was er macht schaffe ich halb so gut. So vergehen ein paar Tage. Ich konnte eine so große Schwäche nicht auf mir sitzen lassen und trainierte selbst nachts noch heimlich etwas. “Kommt Leute. Die Schlacht da draußen ist nicht mehr weit. Bis sie hier sind, ist nicht mehr viel Zeit! Bis dahin müssen wir die Rebellen sichergestellt haben!“ Ich weiß nicht, was er hat. Zu seiner Überraschung, habe ich das Training äußerst ernst genommen und ihn selbst schon einmal im direkten Duell geschlagen. “Sire! Wir haben ihren Stützpunkt ausfindig gemacht!“, ruft jemand, der am Tor steht. “Ziemlich stark versteckt, aber in der Nähe des Nagarny!“ Das ist der Fluss, der weit im Süd-Westen liegt. “Ihr habt ihn gehört. Aufsatteln! Wir rücken aus!“ Noch etwas aus der Puste schaue ich zu ihm auf, nicke und wische mir die Haare aus dem Gesicht. Die werden langsam zu lang und wenn Silber sagt: Aufsatteln, dann meint er, dass wir schnell unterwegs sein müssen. Ich laufe schnell in mein provisorisches Zimmer und setz mich vor dem Spiegel. Ich schaue auf den Tisch und nehme mir ein Haargummi. Ich gehe an meine Haare und mache mir einen Pferdeschwanz. Sie dürfen mir nicht im Wege sein, noch meine Geschwindigkeit beeinträchtigen und zum Schneiden fehlt mir jetzt die Zeit. Ich schnappe mir meine Tasche und laufe raus.

    10
    Kapitel 43: Mein Stab, der Wunder wirkte.

    Serafina

    Je häufiger ich mit solchen Kreaturen auseinandergesetzt werde, umso besser komme ich mit dieser neuen Kraft zurecht. Ich frage mich nur, wie viel meine Pokémon davon mitbekommen. Man, die anderen verpassen hier echt etwas. Ich frage mich, ob sie auch irgend so welche Dinge genommen hätten, oder auch andere und was dann aus ihnen geworden wäre. Äußerst interessant das ganze grade. Aber trotzdem frage ich mich, was nun als nächstes kommt und wohin ich eigentlich im Endeffekt komme. Ich gehe schon gefühlt ewig in diesem Tunnel, aber so groß war der Berg doch nicht und ich bin nicht nach unten gegangen .Wenn, dann hoch. Es sei denn, mein Orientierungssinn lässt nach. Und nach einer Weile endlich komme ich endlich wieder an das Sonnenlicht. Ich laufe sofort aus der Höhle und erfreue mich der Sonnenstrahlen. Ich bin in einer Art Garten gelandet. Ein kleiner Bach und sonst Vegetation. Ein Weg führt mich weiter. “Hey, du da!“ Ich schaue mich um und versuche, die Person zu finden, die mich gerade gerufen hat. Als ich wieder vor mich sehe steht da jemand. Ich antworte nicht. Die Person kommt auf mich zu. “Sag, woher hast du diese Halskette?“, fragt sie. Ich nehme den Mondanhänger in die Hand. “Den habe ich gefunden!“
    “Vor einem Waisenheus?“ Ich schrecke auf. Wer ist das und woher weiß er das? “Dann ist dein Name wohl Serafina, habe ich recht? Ich weiß nicht, ob du mich noch kennst, aber ich bin Kenny.“ Kenny? Dieser Name sagt mir nichts. Oder doch? “Ehm, kann sein, dass ich mich nicht so recht erinnere...“, aber interessant, dass er den Anhänger kennt. Er seufzt. “So gut behältst du also deine alten Freunde im Gedächtnis? Man, selbst ich weiß das noch. Und dieser Anhänger. Du hast ihn nicht gefunden. Es war mein Abschiedsgeschenk an dich.“
    “Ach stimmt! Kenny! Jetzt erinnere ich mich wieder! Hast du mich nicht immer Sefi genannt?“
    “Schön, dass es dir wieder einfällt. Und du hast also endlich hierher gefunden.“ Hierher gefunden? Wie lange wartete er denn schon hier, oder wusste er, dass ich komme? “Verzeih, dass ich mich etwas verspätet habe. Ich weiß ja nicht, wie lange du schon wartest...“
    “Kein Grund zur Entschuldigung. Du bist genau zu der Zeit gekommen, wie es vorhergesagt wurde. Trotzdem wollte ich noch wissen, ob du auch die Richtige bist. Und bevor du fragst, folge mir bitte einfach. Gleich wird dir alles beantwortet.“ Er nimmt meine Hand und führt mich in seine Welt. Ein wunderschöner Garten mit einem prachtvollen Blumenmeer und Teichen. Nachdem wir durch ein weißes Gartentor gegangen sind, führt er mich in ein kleines Gartenhäuschen. Er klopft an. “Meister, der Besuch ist da!“ Er wartet nicht wirklich auf eine Antwort, sondern tritt mit mir ein. Er setzt sich und weist mir den Platz zu seiner Rechten zu. Aber ich sehe niemanden anderes in diesem Raum. “Also, Serafina. Das hier ist eine kleine Welt in der großen von Valaya. Auf meinen Reisen als Koordinator bin ich mal mit Zufall in ein Portal dieser Welt gekommen. Man erklärte mir, dass es nur gewissen Leuten erlaubt ist, hier einzutreten. Mit bestimmten Gegenständen, wie dein Anhänger. Wir haben keine Partei in diesem Konflikt gewählt und sind nur hier, um das Gleichgewicht zu halten. Denn nicht selten kommt es mal vor, dass diese Welt ihrem Untergang herabsieht. Im Notfall schreiten wir ein. Und wer wir sind? So ziemlich Niemand. Wir leben hier und unterrichten uns in der Magie, wie du sie vorhin angewendet hast. Das vorhin war ein Test dieses Hauses. Er wird jeden gestellt, um sicher zu gehen, dass derjenige dazu bereit ist. Andernfalls landet er wieder draußen und ohne Gedächtnis, was hier drin geschah. Diene Ankunft wurde hier einst angekündigt und ich wusste, dass du es schaffen würdest, wenn du das Waisenheus überlebt hast, dann auch das.“ Ich lächle ihn an. Ich kann kaum glauben, dass ich ihn wiedersehe, nach all den vielen Jahren. Es kommt mir hier alles gar nicht mehr komisch vor. Als wäre das alles selbstverständlich. Aber eine Sache… “Aber wer ist denn hier der Meister? Und gibt es noch andere?“ Er nickt. "Ich kam gerade nur hierher, um dich zu empfangen. Der Meister ist überall in deiner Umgebung. Er ist dieses Land, nur hier sprechen wir persönlich mit ihm. Hier nimmt er uns wahr und es ist wichtig, dass er jeden sieht, der hier ankommt. Er hat die Höhle mit einem Zauber belegt, der alle draußen hält, die nicht willkommen sind und uns hier ein Leben ermöglicht. Außerdem gibt es auch Machtgeister. Mächtige Zauber, die eigenständig handeln. Dafür ließ er zwar sein physisches Leben, doch lebt in diesem Land weiter, so lange es existiert.“ Das ist viel auf einmal. “Und ich werde dich ab heute lehren, da ich gerade selber meine Lehre beendet habe und nun selber Schüler aufnehmen kann. Es freut mich, dass du die erste sein wirst. Ab heute bist du ein Magier.“

    11
    Kapitel 44: Die ungleichen Brüder

    Tayfun

    Nach einer ganzen Weile der Seefahrt erreichen wir endlich das versprochene Festland. Schön. Ich schaue mir die Stadt an. Es ist wirklich eine schöne Großstadt, da haben Urs und Asuka nicht zu viel versprochen. Als wir an Land gehen, beschließt Asuka, dass wir uns zuerst etwas umsehen und erst richtig in die Stadt gehen, ehe jemand sich eigenständig macht. Das passte Takenaa zwar überhaupt nicht, aber wir wollten uns wenn dann in der Stadt umsehen und nicht bloß am Hafen. Außerdem müssen wir uns irgendwo wiederfinden. Von daher. Aber sie ist schon eine schöne Großstadt. Hier lebt man sicher gerne, wenn man denn Großstädte mag. Irgendwann laufen uns plötzlich Leutescharen entgegen. Sie haben es sehr hektisch. “Hey, was ist denn los?“, frage ich jemanden. “Die Stadt fällt im Norden von selber auseinander und außerdem nähern sich die beiden großen Heere! Es wird gleich zu einem Kampf kommen!“, sagt mir jemand. “Was meint ihr damit: Fällt selber auseinander?“, fragt Asuka. “Ich weiß nicht, aber die Häuser stürzen von alleine ein und Türme fallen um!“, nun hält er es nicht mehr aus und rennt weiter. Wir schauen zu Asuka.
    “… wir sollten uns das ansehen. Es könnte vielleicht eine Chance sein, sie in einem neutralen Gebiet zu vereinigen, wo sie sich nicht bekämpfen dürfen. Außerdem könnten wir ihre Hilfe bei diesem Fall sicher brauchen.“
    “Dann lasst uns keine Zeit verlieren!“, beschließt Urs. Wir stimmen zu und sehen zu, dass wir gegen den Strom nach vorne kommen. “MAN! WAS IST DENN HIER PASSIERT?“, ruft Teona. Es sieht wirklich nach einem harten Kampf aus, nur ist nur die Stadt betroffen und es sind auch keine Krieger zu sehen. Außer Boey und Clive, aber die kämpfen noch nicht.
    “Raweso! Diesmal bist du wirklich zu weit gegangen! Du musst keine neutralen Städte zerstören, um deinen Standort klar zu machen.“
    “Natürlich musst du immer mich für alles schuldig machen, Bruder! Du bist es doch, der alles vernichtet, was Vater aufgebaut hat, beim Versuch, alles so zu lassen, wie es ist!“
    “Oh nein. Die glauben, der jeweils andere hätte diese Schäden verursacht. Aber die Dörfler haben doch was anderes gesagt.“
    “Das heißt, sie würden sich völlig ohne Grund gegenseitig angreifen, das müssen wir verhindern!“, beschließe ich. Auch, wenn unsere Situation nicht so rosig gegen zwei Armeen aussehen.
    “Tayfun, wie sollen wir das denn anstellen? Du weißt, dass sie etwas sturköpfig sind? Außerdem sind sie uns stärkemäßig weit überlegen.“
    “Aber sie hat Recht, Urs. Wir können sie sich nicht bekämpfen lassen obwohl beide unschuldig sind. Los! Wir gehen dazwischen!“
    “Warte, was willst du ihnen denn sagen? Sie werden dir das nie glauben, was passiert ist.“
    “Wir können sie sich aber auch nicht einfach bekämpfen lassen. Also los, wir müssen da hin!“, sage ich schließlich.
    “Yuoka? Schwester, was machst du hier?“
    “Schwester. Was machst du HIER? Wolltest du nicht die Front meiden? Geh lieber, hier wird es gleich brenzlig.“
    “Ich muss ihm einmal zustimmen. Wir wollen das jetzt beenden.“
    “Genau, wie ich, Brüder. Und zwar ohne, dass jemand hierbei stirbt. Ich will, dass ihr euch beide wieder wie früher vertragen könnt.“
    “Ich sagte doch bereits, mit dem kann man nicht verhandeln!“
    “Sehe ich auch so über dich. Nach all dem, was du angerichtet hast...“
    “Bitte hört uns an!“ Ich unterbreche das Familiengespräch.
    “Hört mit euren Anschuldigungen auf! Ich weiß, dass ihr mir wahrscheinlich nicht, aber weder der eine, noch der andere ist an diesem Unglück schuldig! Wir haben mit den Einheimischen gesprochen! Sie sagten, es sei geschehen, bevor jemand von euch eingetroffen ist. Von alleine!“
    “Ein unsichtbarer Feind also? Nett, ich weiß, dass ihr uns aufhalten wollt, aber wenn jemand hier alles im Blick hat, dann doch Ruoyi. Er ist doch der König dieses Reichen! Wenn hier etwas passiert, dann doch nur unter seinen Befehlen.“
    “Ich wäre niemals so verrückt, eine Stadt zu zerstören, die sich aus dem Krieg haushalten möchte! Raweso, immer schiebst du alles in meine Schuhe! Der typische kleine Bruder.“ Sie reagieren nicht drauf und provozieren sich weiter, wie soll das nur enden? “Psst. Tayfun. Sieh mal da oben!“ Ich blicke auf das Dach einer Ruine. Aber da ist doch nichts. Moment! Doch! Wenn man genau hinsieht, dann schimmert da etwas. Ich erkenne nur die Silhouette nicht. Wer oder was ist das? “Das ist der, der das hier verursacht hat. Ich frage mich, warum er hier ist? Das sieht mir nämlich nach einem Wächter aus. Wir müssen ihn Dingfest machen und unseren Brüdern beweisen, dass er es war. Sie werden ihn so nicht selber sehen, dafür sind sie zu aufgebracht.“
    “Seid ihr bald fertig? Ich will nicht, dass ihr leidet.“
    “Genau. Geht aus dem Weg. Hier ist gleich ein Schlachtfeld.“
    “Also verfolgen wir das Ding schnell.“, beschließt Takenaa.
    “Aber schnell, er verschwindet schon!“
    “Okay, wir gehen schon.“, sage ich und wir nehmen die Verfolgung auf. Hoffentlich kommen wir nicht zu spät zurück.

    12
    Kapitel 44: Die ungleichen Brüder

    Tayfun

    Nach einer ganzen Weile der Seefahrt erreichen wir endlich das versprochene Festland. Schön. Ich schaue mir die Stadt an. Es ist wirklich eine schöne Großstadt, da haben Urs und Asuka nicht zu viel versprochen. Als wir an Land gehen, beschließt Asuka, dass wir uns zuerst etwas umsehen und erst richtig in die Stadt gehen, ehe jemand sich eigenständig macht. Das passte Takenaa zwar überhaupt nicht, aber wir wollten uns wenn dann in der Stadt umsehen und nicht bloß am Hafen. Außerdem müssen wir uns irgendwo wiederfinden. Von daher. Aber sie ist schon eine schöne Großstadt. Hier lebt man sicher gerne, wenn man denn Großstädte mag. Irgendwann laufen uns plötzlich Leutescharen entgegen. Sie haben es sehr hektisch. “Hey, was ist denn los?“, frage ich jemanden. “Die Stadt fällt im Norden von selber auseinander und außerdem nähern sich die beiden großen Heere! Es wird gleich zu einem Kampf kommen!“, sagt mir jemand. “Was meint ihr damit: Fällt selber auseinander?“, fragt Asuka. “Ich weiß nicht, aber die Häuser stürzen von alleine ein und Türme fallen um!“, nun hält er es nicht mehr aus und rennt weiter. Wir schauen zu Asuka.
    “… wir sollten uns das ansehen. Es könnte vielleicht eine Chance sein, sie in einem neutralen Gebiet zu vereinigen, wo sie sich nicht bekämpfen dürfen. Außerdem könnten wir ihre Hilfe bei diesem Fall sicher brauchen.“
    “Dann lasst uns keine Zeit verlieren!“, beschließt Urs. Wir stimmen zu und sehen zu, dass wir gegen den Strom nach vorne kommen. “MAN! WAS IST DENN HIER PASSIERT?“, ruft Teona. Es sieht wirklich nach einem harten Kampf aus, nur ist nur die Stadt betroffen und es sind auch keine Krieger zu sehen. Außer Boey und Clive, aber die kämpfen noch nicht.
    “Raweso! Diesmal bist du wirklich zu weit gegangen! Du musst keine neutralen Städte zerstören, um deinen Standort klar zu machen.“
    “Natürlich musst du immer mich für alles schuldig machen, Bruder! Du bist es doch, der alles vernichtet, was Vater aufgebaut hat, beim Versuch, alles so zu lassen, wie es ist!“
    “Oh nein. Die glauben, der jeweils andere hätte diese Schäden verursacht. Aber die Dörfler haben doch was anderes gesagt.“
    “Das heißt, sie würden sich völlig ohne Grund gegenseitig angreifen, das müssen wir verhindern!“, beschließe ich. Auch, wenn unsere Situation nicht so rosig gegen zwei Armeen aussehen.
    “Tayfun, wie sollen wir das denn anstellen? Du weißt, dass sie etwas sturköpfig sind? Außerdem sind sie uns stärkemäßig weit überlegen.“
    “Aber sie hat Recht, Urs. Wir können sie sich nicht bekämpfen lassen obwohl beide unschuldig sind. Los! Wir gehen dazwischen!“
    “Warte, was willst du ihnen denn sagen? Sie werden dir das nie glauben, was passiert ist.“
    “Wir können sie sich aber auch nicht einfach bekämpfen lassen. Also los, wir müssen da hin!“, sage ich schließlich.
    “Yuoka? Schwester, was machst du hier?“
    “Schwester. Was machst du HIER? Wolltest du nicht die Front meiden? Geh lieber, hier wird es gleich brenzlig.“
    “Ich muss ihm einmal zustimmen. Wir wollen das jetzt beenden.“
    “Genau, wie ich, Brüder. Und zwar ohne, dass jemand hierbei stirbt. Ich will, dass ihr euch beide wieder wie früher vertragen könnt.“
    “Ich sagte doch bereits, mit dem kann man nicht verhandeln!“
    “Sehe ich auch so über dich. Nach all dem, was du angerichtet hast...“
    “Bitte hört uns an!“ Ich unterbreche das Familiengespräch.
    “Hört mit euren Anschuldigungen auf! Ich weiß, dass ihr mir wahrscheinlich nicht, aber weder der eine, noch der andere ist an diesem Unglück schuldig! Wir haben mit den Einheimischen gesprochen! Sie sagten, es sei geschehen, bevor jemand von euch eingetroffen ist. Von alleine!“
    “Ein unsichtbarer Feind also? Nett, ich weiß, dass ihr uns aufhalten wollt, aber wenn jemand hier alles im Blick hat, dann doch Ruoyi. Er ist doch der König dieses Reichen! Wenn hier etwas passiert, dann doch nur unter seinen Befehlen.“
    “Ich wäre niemals so verrückt, eine Stadt zu zerstören, die sich aus dem Krieg haushalten möchte! Raweso, immer schiebst du alles in meine Schuhe! Der typische kleine Bruder.“ Sie reagieren nicht drauf und provozieren sich weiter, wie soll das nur enden? “Psst. Tayfun. Sieh mal da oben!“ Ich blicke auf das Dach einer Ruine. Aber da ist doch nichts. Moment! Doch! Wenn man genau hinsieht, dann schimmert da etwas. Ich erkenne nur die Silhouette nicht. Wer oder was ist das? “Das ist der, der das hier verursacht hat. Ich frage mich, warum er hier ist? Das sieht mir nämlich nach einem Wächter aus. Wir müssen ihn Dingfest machen und unseren Brüdern beweisen, dass er es war. Sie werden ihn so nicht selber sehen, dafür sind sie zu aufgebracht.“
    “Seid ihr bald fertig? Ich will nicht, dass ihr leidet.“
    “Genau. Geht aus dem Weg. Hier ist gleich ein Schlachtfeld.“
    “Also verfolgen wir das Ding schnell.“, beschließt Takenaa.
    “Aber schnell, er verschwindet schon!“
    “Okay, wir gehen schon.“, sage ich und wir nehmen die Verfolgung auf. Hoffentlich kommen wir nicht zu spät zurück.

    13
    Kapitel 45:

    Jim

    “...dann gibt es in Einall keine Koordinatoren oder Wettbewerbe?“, fragt Angie, während wir am Flussufer entlanggehen. Sie balanciert auf den Steinen. “Es gibt das sogenannte Explodon-Tunier. Das findet überall mal statt. Das sind aber auch nur Turniere, dessen erster Platz mit einem Preis meistens belohnt wird. Das kann sowas wie ein Kampf gegen den Champ sein, wenn man Glück hat. Man hat eine bestimmte Anzahl an Pokémon, die man anfangs einträgt und nur mit diesen kämpfen darf.“
    “Wohl eine Trainings-Chance für Trainer für die Liga?“
    “Kann man so ansehen.“
    “Klingt ja nicht sonderlich spannend.“
    “Vielleicht bringe ich ja mal den Vorschlag. Lauro ist der Champ da und ich habe schon eine gute Beziehung zu ihm. Vielleicht.“
    “Bestimmt nicht. Aber ein Versuch wäre es ja wert.“ Auf einmal hören wir ein Knall vom Lager aus. Ich sehe hin. “Sieht doch so aus, als hätte ich die Wette gewonnen. Schau mal da!“ Dieser Silber kommt doch tatsächlich mit seiner Truppe und greift das Lager an. “Na, noch ist es nicht gefallen. Nur, wie kann ich da helfen, wenn ich dich im Schlepptau habe?“
    “Keine Ahnung. Du kannst dich auch setzen, bis wir abgeholt werden. Keine Sorge, es wird nicht wieder wie letztes mal sein, du hast mein Wort.“ Nur, wie viel ist dein Wort wert? Ich kenne sie jetzt schon so gut, dass ich weiß, dass sie gerne herumtickst. Und Recht hat sie auch, dass ich nichts machen kann. Selbst, wenn ich da bin, kann ich immer noch nicht meine Amulette benutzen und wer weiß, wo Chaz ist. Ein weiterer Knall, was wohl eine Art Explosion war, bringt das Lager auseinander und lässt es auch auseinanderfliegen. So landet ein Trümmer knapp neben uns. Angie weicht etwas zurück. “Wie brutal gehen die denn bitte da ran, dass sie selber das Lager dem Erdboden gleich machen? Besser aufpassen, wäre was, auch, wenn es ein Kampf ist, aber das wurde uns immer gesagt...“
    “Pass du besser auf! Du fliegst gleich in die Flussströmung und da vorne ist ein Wasserfall!“ Sie realisiert, wo sie nun steht und will wieder zurückkommen, doch die Steine sind wohl zu rutschig und sie fliegt in die Strömung. Wieso ist hier auch ein verdammter Wasserfall? Ich schaue, wo ich mich festhalten kann, da ich sonst ja mitgezogen werde, finde aber nicht wirklich etwas und die Strömung ist stärker, als mein Halt. Die Steine hier sind zu glitschig, da rutsche ich ständig weg. Meine einzige Chance ist dieser Baum, der noch über dem Abgrund steht. Hoffentlich hält er stand, denn so robust sieht der mir noch nicht aus. Er hält aber den Druck stand. Ein Glück. Angie hat es geschafft, an einen der zum Wasser gehängten Äste zu kommen. Wie stabil die sind, kann ich aber letztendlich nicht sagen. Wenn sie fällt, wird dann mein Arm reißen, das Seil reißen, oder wir stürzen beide da runter. Ja… einige Meter. Kann man sogar vielleicht überleben, wenn man Glück hat. Wenn ich mich verwandeln könnte, könnte ich mit Rankenhieb unseren Halt verstärken und sie vielleicht ran ziehen. Diese dumme Leine! Und zum größten Plot fängt er Ast an, zu brechen, als Angie versucht, rüber zu kommen. “Irgendeinen Plan?“, fragt sie.
    “Leider nein. Dieses Ding nimmt mir alle Möglichkeiten. Ich versuche, dich mal ran zu ziehen!“, was sich aber als kaum möglich herausstellt, denn der Ast bricht noch weiter und somit steigt auch der Widerstand, mit dem ich es zu tun habe. Trotzdem versuche ich es noch einmal. “Ich glaub, das wird nichts. Ich sehe auch gerade niemanden. Sieht aus, als wären wir erledigt!“ Sie schaut in die Tiefe hinab und verfestigt ihren Halt am Ast. Das hilft dir leider auch nicht mehr lange. Ich schaue mich noch einmal um. Aber nichts, mit dem ich arbeiten könnte. Ich kann die Leine auch nicht irgendwo fest machen oder so, dafür müsste ich sie selber los werden. Selbst dabei habe ich schon mein Glück probiert, aber dafür habe ich kein Werkzeug. Jedenfalls keins, was funktioniert. Jetzt bricht der Ast komplett ab und ich höre Angie nur schreien und fühle, wie mich das Seil in den Abgrund ziehen möchte. Das zieht so hart, das halte ich nicht ewig aus. “ANGIE! ICH KOMME JETZT RUNTER! WÜNSCH UNS GLÜCK!“ Dann gebe ich mir einen Ruck und lasse meine Halterung los. Ohne weiteres werde ich in den Abgrund gezogen. Zum Glück fallen wir ins Wasser na, wenn wir beide das mal heil überleben...

    14
    Kapitel 46: Der Kampf gegen

    Takenaa

    Wir verlassen das Kampffeld der beiden Armeen und machen uns auf zur Verfolgung dieses Unbekannten, der versucht, vom Tatort zu fliehen. Aber all zu weit brauchen wir nicht zu laufen. Er steht mitten im Hof der Ruine, auf der er stand und mit den Rücken zu uns. “Du hättest nicht herkommen sollen!“, zischt es in meinem Kopf. Dann schaut er zu uns. Allerdings kann ich unter der Kutte nichts sehen. Ich sehe kurz zu den anderen … die nicht mehr da sind. Wann habe ich sie aus den Augen verloren, oder, wo sind sie jetzt? Ich schaue wieder zum Kuttentyp. Er nimmt seine Kapuze ab. Ich sehe aber nur, dass da, wo der Kopf sein sollte, er unsichtbar ist. Ich nehme ihn nur wahr, da der Teil unsichtbar schimmert, als wäre es dort verschwommen, wie der Rauch einer Kerze. “Redest du mit mir? Warum sollte ich nicht herkommen? Warum zerstörst du die Stadt und was bist du eigentlich?“ Er antwortet nicht. Aber das Ziehen seiner Klinge sagt mehr als genug. Eine echte Klinge. Ich glaube, der will mich wirklich umbringen. Ich könnte auch in eine Art Zwischendimension sein, denn ich höre auch keine Kampfgeräusche, obwohl die beiden Armeen inzwischen miteinander kämpfen müssten. Denn ich habe auch das Gefühl, dass, wenn ich versuche, zu fliehen, hier wieder ankomme. Jeder Gang würde mich hierher zurückholen, das muss ich nicht testen. Ich weiß das weil… ich weiß es einfach. Der Unsichtbare richtet die Klinge auf mich und stürmt los, ehe ich etwas tun kann, wie mich verwandeln, Ducken oder gar schreien.
    Aber im Moment, wo die Klinge mich durchschneiden sollte, umhüllt mich eine semi-sichtbare Form. Sie ist nur zu kurz da, doch der Unsichtbare wird zurückgeschleudert. Ich sehe um mich herum und bemerke auf einmal, dass meine Hände vor meinem Gesicht anfangen, zu leuchten. Und nicht nur meine Hände. Mein ganzer Körper. Als wäre das nicht genug: Auch meine Sicht. Als ich wieder sehen kann, bewege ich mich unkontrolliert, als würde jemand anders meinen Körper, der auf einmal fliegen gelernt hat, steuern. Humanoid sieht er jetzt auch nicht mehr aus, sonst würde ich ja meine Hände und Füße und so weiter spüren. Leider schaut, wer auch immer mich jetzt kontrolliert, nicht zu mir herab, sodass ich mich identifizieren könnte. Ich scheine eine Attacke auszuüben. Eine dunkelblaue, auch leicht violette Kugel, vor meinem Mund, die sich in einen Strahl verwandelt und direkt auf den Unsichtbaren übergeht. Er blockt es mit seiner Klinge. “… das ist also dein wahres Ich.“ Mein wahres Ich? Wenn ich runterkäme und ihm direkt meine Meinung zu sagen… was gerade nur leider nicht geht… dann wäre ich wohl doch tot. Never mind. Lieber beobachte ich jetzt, was mein „Wahres Ich“ nun vor hat. Bin ich jetzt Schizophren, oder was? Hallo? Anderes Ich? Kannst du mich hören? Mein Wahres Ich fliegt hoch und dann direkt auf den Unsichtbaren zu. Dann fliegt es wieder hoch. Der Unsichtbare wurde direkt getroffen und hat sich beim Kontakt direkt aufgelöst. Es schien aber auch nicht, als wolle er irgendwie ausweichen. Mein Wahres Ich schaut sich um und lässt mich wieder leuchten. Jetzt habe ich wieder meine alte Form, als auch meine Kontrolle. ABER WARUM IN DER LUFT! Ich falle sofort runter, auf ein schräges Dach, kullere das runter und falle dann die 2 Meter auf den Boden. “Au.“ Ich richte mich wieder auf und schüttle meinen Kopf aus. “Das war seltsam.“
    “Geht es dir wieder gut?“, fragt mich Tayfun. Ich bemerke erst jetzt, dass ich einen nassen Lappen auf meinem Gesicht habe. “Tayfun? Wo kommst du auf einmal her?“
    “Was soll das heißen? Wir waren die ganze Zeit hier und haben gegen violett leuchtende Pokémon gekämpft. Nur ist dir, noch bevor der Kampf angefangen hat, ein Klotz der losen Wand auf den Kopf gefallen und du bist zusammengebrochen. Der Typ konnte leider entkommen.“ Jetzt, wo sie es sagt, wird mir etwas schummerig im Kopf. “Habe ich sonst noch etwas verpasst?“, frage ich.
    “Du meinst, als ich dich vor einem speienden Glurak gerettet habe?“, fragt Blau.
    “Und etwas, was du nicht spontan erfunden hast?“ Er ist still.
    “Ach, eigentlich nichts.“
    “Wir müssen jetzt nur irgendwie zusehen, dass wir den Kampf unter Kontrolle kriegen. Wir müssen sie vom weiteren Kämpfen aufhalten.“
    “Ich glaube, das ist kaum noch möglich, aber vielleicht kann ich sie beruhigen. Bleibt besser hier, ehe ihr noch aus Versehen eine Attacke abbekommt. Sie sind sehr stark.“ Sie verschwindet.
    “Glaubt ihr, dass sie es schafft?“, fragt Teona etwas zweifelnd. Die Kampfgeräusche hören auf.
    “Sie scheint jedenfalls ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.“, antwortet Tayfun. Kurz darauf kommt Asuka wieder.
    “Sie haben sich wieder zurückgezogen. Weitere Kämpfe können wir zwar nicht aufhalten, aber immerhin… etwas.“
    “Wow, wie hast du das gemacht?“
    “Ehm… Familieninternes.“, antwortet sie. So weit so gut, aber… waren die Geschehnisse bei mir vorhin wirklich nur eine Einbildung? Eine Fatamorgana meiner ohnmächtigen Fantasie? Es fühlte sich so real an und was mich stört: Ich habe es noch in Erinnerung, statt es, wie einen normalen Traum, einfach zu vergessen. Wobei… da kommt mir gerade etwas wichtigeres in den Sinn: “Also, wo treffen wir uns gleich? Ich will trotzdem hier mal die Läden abklappern.“

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    Kapitel 47: Mein Faden. Und den verliere ich nicht.

    Teona

    Wir haben einen kleinen „Sieg“ hinter uns gebracht, aber Asuka wirkt besorgter als je zuvor. Vor allem, nachdem Takenaa ihr etwas erzählt hatte. Was genau, weiß ich nicht. Ich versuche, mich nicht davon beeinträchtigen zu lassen, mich nicht darum zu kümmern und zu sehen, was jetzt am Besten unsere nächsten Schritte wären. Die Stadt hier bot viele Aufstockungen unserer Vorräte und sonst Dinge, die jemanden individuell interessierten. Ruoyi und Raweso haben nicht wirklich etwas zu Urs oder Blau gesagt. Die Schäden in dieser Stadt sind nun leider auch und wir können uns nicht wirklich darum kümmern. Wir müssen zusehen, wie wir die beiden Armeen aufhalten können. Aber leider sieht unsere Lage wohl doch etwas sehr ernst aus. “Ich weiß nicht, wie wir weitermachen sollen. Ich konnte meine Brüder etwas beruhigen und sie dazu bringen, kurz mit den Kämpfe aufzuhören, aber ich bin mir sicher, bald werden sie wieder aufeinander treffen.“, meint Asuka, als ich sie fragte, was nun der Plan ist.
    “Aber dafür sind wir jetzt nicht diese ewigen Märsche gelaufen! Ich jedenfalls höre nicht auf, ehe wir hier irgendwas erreicht haben.“, sagt Tayfun, die gerade zu uns kommt.
    “Und mich kümmer auch noch, was das jetzt für Poké- Senshi waren, die uns angriffen. Sie scheinen diesen Krieg ja in die Weite führen zu wollen.“
    “Was wir auch nicht vergessen sollten: Serafina ist auch noch irgendwo da draußen.“
    “Für Serafina können wir gerade nichts tun. Sie muss auf sich selber aufpassen. Aber ich bin mir sicher, sie ist definitiv nicht mehr beim Schrein. Wo auch immer ihr Weg sie hingeführt haben mag, es könnte überall in dieser Welt sein.“
    “Ich denke, wir sollten die Front fürs erste meiden. Wir müssen mehr über diese Senshi herausfinden. Ich denke, wenn wir diese unter Kontrolle bekommen, bringt uns das schon einen gewaltigen Schritt vorwärts.“
    “Sollten wir dann nicht erst recht die Front aufsuchen? Vielleicht werden sie wieder irgendwas zerstören wollen, wie hier.“
    “Nein. Genau, wie Teona sagte. Sie werden nun uns folgen, statt den Krieg zu fördern. Ich weiß es. Boey und Clive sind nun eh schon so stark verfeindet, die brauchen keine Anreize mehr, sie noch weiter zu provozieren. Statdessen sollten sie die Friedensbringer aufhalten. Also uns.“ Gar nicht mal so dumm, aber ich denke, dass da noch mehr hinter steckt, als sie momentan zu erzählen mag. Hatte sie irgendeine Vision oder so was? Egal. Das Resultat ist, was zählt. “Außerdem sollten wir mal an so einen Kaili-Kristall kommen. Um zwei Fronten aufzuhalten muss man auch stark genug sein, sich dazwischen zu stellen.“
    “Ich verstehe, was du meinst. Dieser Meinung bin ich auch. Wenn wir aber einen Kristall entwenden, darf er kein besonderer sein. Manche Senshi brauchen ja bestimmte Kaili-Kristalle an bestimmten Orten. Es gibt aber auch viele, die im Notfall entwendet werden können. Und ich denke, unsere Lage könnte nicht ernster sein.“
    “Dann suchen wir jetzt einen seltenen Kristall, wenn er nicht an einer wertvollen Stelle ist. Wo kann man da denn nur anfangen? Im Meer, wo Takenaa schwimmen gelernt hat?“
    “Das wäre nicht sehr weise. Wir wissen ja nicht mal genau, wo das Teil liegt. Dass Takenaa auf ihn gestoßen ist, war reiner Zufall. Wir müssen wohl einen suchen. Und wenn wir dabei sind, können wir auch für Bianca mal ein Pokémon fangen. Es kann nicht sein, dass sie immer unseren Schutz benötigt und nur heilt.“
    “Okay, das ist doch schon mal ein guter Anfang. Im Norden ist die Front, im Sünden das Meer, im Westen Boeys Eroberungen, also geht es nur nach Osten. Da geht es dann auch immer näher zu Clives Hauptstützpunkt. Auch, wenn wir nicht eingreifen, sollten wir immerhin in der Nähe des Konfliktes bleiben und es scheint, dass Boey momentan gewinnt.“
    “Und sie werden so lange kämpfen, bis einer in seinem Schloss besiegt wurde.“, fügt Asuka hinzu.
    “Also gehen wir erst mal gen Osten und halten uns von der Front fern.“
    “Ich kann euch gleich warnen. Das ist eine Wüstengegend. Nur eine große Klippe führt zum Wasser runter.“, erklärt Urs.
    “Oh, klasse. Gebirge, Savannen, Schiffsschaukeleien! Jetzt kommt eine Wüste? Ihr wollt doch echt...“
    “Ach ja: Und wir müssten uns auch wieder beeilen. Ich wette, der Kampf lässt sich nicht durch den Sand verlangsamen.“
    “Richtig, Tayfun. Sie werden die Wege gehen. Auch, wenn es weniger Deckung bietet. Aber ich kann dich in einer Hinsicht beruhigen, Takenaa: Wir können auch eine Sand und Steinwüste durchqueren. Ich denke, eine Steinwüste ist etwas besser. Allerdings ist...“
    “Ich wusste es. Einen Harken gibt es doch immer.“
    “….Ja. Also, sie ist nicht so nah an der Küste. Und wir werden nicht die Ressourcen meines Schlosses bis zum Limit erschöpfen. Macht euch also bereit, mit so wenig Wasser wie möglich auszukommen.“
    Takneaa seufzt stark.
    “Also, Taki, wir gehen jetzt in die Stadt und holen uns Wasser. Normales. Und nichts wie Fanta oder Sprite.“ Mit den Worten verschwindet Tayfun mit Takenaa noch einmals in der Stadt. Ich blicke zu Asuka. Sie schaut mir in die Augen und nickt.

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    Kapitel 48: Clives Falle

    Lou

    Schade. Langsam hatte es mir wirklich schon fast Spaß gemacht, zu kämpfen. Nur leider waren diese Leute so gut wie überhaupt nicht vorbereitet und waren für uns ein einfaches Ziel. Vor mir geht gerade der letzte Kämpfer zu Boden.
    Zufrieden sehen wir auf die Früchte unserer Arbeit. Ein eingenommenes Lager und eine Handvoll Gefangene. Aber trotzdem ist mir etwas unwohl. Als ob ich irgendetwas vergessen hätte… Angie! Wie konnte ich das vergessen? Sie war nirgends dabei. Als auch dieser andere Junge. Hoffentlich wurden sie nicht irgendwie in das nächste Lager geschleust und sind schon längst bei Boey. Das dürfen wir nicht hinnehmen. “Silber, ich glaube, wir sollten Anige suchen gehen.“ Er überlegt eine Weile. “In dem Lager ist sie nicht. Und an der Flussströmung haben wir auch nichts entdeckt. Sie ist wohl nicht mehr hier.“
    “Silber! Wir haben sie entdeckt!“, ruft Lucia, während sie angerannt kommt. “Wirklich? Wo?“
    “Unten am Wasserfall.“ Sie haben wohl versucht, sie dort zu verstecken und gehofft, uns würde das nicht auffallen. Na ja. Wurde dann wohl nichts draus. Ich kann es kaum erwarten, diesen hochnäsigen Typen ein für alle Male wieder wegzusperren. Für einen Moment war ich geschockt. Ein Moment, in dem ich runterkam um mir das anzusehen, aber was ich sah, war nicht das, was ich erwartete. Anscheinend haben sie sich hier nicht versteckt. Aber was ist in sie gefahren, den Wasserfall hinabzuspringen? Was andere lasse ich durch den nassen und beinahe bewusstlosen Zustand nicht herleiten. Der Junge ist zwar bei Bewusst sein, scheint aber sehr abwesend zu sein. Er macht nichts und starrt nur ins Leere. Angie hingegen scheint völlig weggetreten zu sein. Warum sie auch immer da heruntergestürzt sind, sie haben mehr oder weniger heil überstanden. “Was machen wir jetzt mit ihnen?“ Ich will meine Meinung nicht außen vor lassen, aber Silber hat hier das Kommando. “Angie kommt wieder zu uns. Wir sollten ihr jetzt alle Ruhe geben, die sie braucht. Der andere hingegen… der kann helfen, Clives Falle zu errichten.“ Flüchtig habe ich von Clives Falle gehört. Es soll etwas sein, welches Boeys Vormarsch aufhalten soll. Wie das genau funktioniert, weiß ich nicht wirklich, aber es soll noch Arbeitskraft fehlen, ums sie letztendlich fertigzustellen. Aber Silber will doch nicht diesen stillen Berserker dafür benutzen? “Wenn wir das machen, dann will ich aber dabei sein und ihn ihm Auge behalten. Du hast ja gesehen, zu was er fähig ist.“
    “Schau ihn dir an.“, sagt Silber nur und deutet auf ihn. “Besser lässt sich der Begriff Hoffnungslosigkeit nicht verbildlichen.“ Ja… aber weshalb? Wieso sollte er auf einmal alle Hoffnungen aufgegeben haben? Ist er überhaupt richtig wach? “Vielleicht springt er gleich auf und versucht, zu fliehen.“, aber Silber schüttelt nur den Kopf. “Wir bringen ihn persönlich hin. Dann kann nichts geschehen.“
    “Ist das wirklich der einzige Weg?“
    “Lucia! Wenn er bei Kräften und bei seiner Mannschaft wäre, würde er uns ohne zu zögern angreifen und gnadenlos beseitigen! Er kann von Glück reden, dass wir noch eine Verwendung für ihn haben.“ Niemand sagt mehr was. “Dann wäre das ja geklärt.“ Lucia und Conway kümmern sich darum, Angie wegzubringen. Der Rest soll dabei helfen, diesen stillen Berserker zu Clives Falle zu bekommen. Während wir den Teleport bereit machen, frage ich mich echt, was hier passiert ist? Der macht ja so richtig gar nichts, so kenne ich ihn ja gar nicht. Na ja. Umso besser, aber sollte das eine Finte sein, wird sie nicht funktionieren. Nicht bei mir. Wir bringen ihn zu Koordinaten, die Silber eingab. Und Clives Falle ist echt nicht zu übersehen. In der Steinöde sind wir jetzt auf jeden Fall nicht mehr. Jetzt sind wir in einer Art Gebirge. Ich schaue auf eine Karte auf der die Route der Schlachten verzeichnet ist. Das kann ja wirklich nicht mehr lange dauern. Wir sind auf einem Berg, den man umgehen sollte, wenn man mit einer Armee kommt. Sie müssen also diesen Weg hier nehmen, laut der Kalkulation, die hier drauf steht. Clives Falle. Sie sieht aus, wie eine Art Panzer. Jetzt muss man schon zu sowas greifen? Viele Leute, die daran noch rumwerkeln, aber es sieht schon sehr fertig aus. Aus dem Rohr schaut eine Attrape eines Drachenkopfes. Zelte und kleine Hüten stehen hier. Ein richtiges Lager. Vor dem Gerät wird eine Bahn zu einen Abhang nach oben vorbereitet. Da soll das Ding wohl hochfahren. Klar, von da aus hat man eine große Fläche im Blick. Es ist auch lustig anzusehen, wie es nach der Farbe des Felsen gefärbt wurde. Wäre ich am Fuße des Berges würde ich es überhaupt nicht sehen, wen ich nicht darauf achten würde. Aber all diese Leute hier zu sehen, die arbeiten, gibt in mir schon ein sehr unwohles Gefühl. “Sie wird die Truppen von Raweso beseitigen und ihn somit zur Kapitulation zwingen.“, erklärt Silber, “wobei Beseitigen relativ ist. Sie werden halt nicht in der Lage sein, zu kämpfen und dann kommt Clive. So ist das gedacht. Nur muss sie noch den Abhang da hoch und eigene Motoren hat es nicht. Von daher muss es gezogen werden.“
    “Du verlangst echte Sklavenarbeit? Das ist doch unter deiner Würde.“
    Er schüttelt den Kopf. “Also irgendwie muss es ja da hoch und hier sind hoch trainierte Pokémon um uns herum. Sieh es als Zusammenarbeit. Außerdem ist es eine Möglichkeit, den Krieg ohne Verluste auf beiden Seiten zu gewinnen.“ Richtig wohl ist mir das jetzt noch nicht, aber ich habe hier ja nicht das Sagen. Stadtessen nicke ich nur. Dann ist der Konflikt bald immerhin zu ende und alles wird wie früher. Ich merke, wie ich innerlich wieder meine Reise nach Jotho plane.

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    Kapitel 49:

    Serafina

    Kenny weite mich fürs erste in meine neue Behausung ein. Es ist ein wunderschöner Ort. Kleine Wohnungen, schlichte Wege und alles fast immer überwuchert. Das Dorf wurde sogar an den Wurzeln eines großen Baumes errichtet. Wo bin ich hier gelandet? Wohl nicht mehr in einer Höhle, immerhin scheint hier die Sonne und ich kann über mir den Himmel sehen. Dafür aber nie eine Wolke, was ich eigentlich überhaupt nicht gewohnt bin. Es ist, als wäre ich in einer neuen Welt aufgetaucht. Das einzige, was mich noch wissen lässt, dass ich noch in Valaya bin, sind meine Amulette. Ich meine, mein Aussehen hat sich hier ja auch schlagartig verändert. Ich habe mal am ersten Morgen in den Spiegel gesehen und lasse mir seit dem die Haare etwas länger gehen, statt sie so kurz zu lassen, lasse ich sie jetzt bis knapp vor über die Schultern gehen. Außerdem habe ich mir noch einen Haarreif angelegt. Finde ich, sieht schon besser aus, für das, was ich jetzt bin. Immer wenn ich aus meinem Haus gehe, wartet draußen schon Kenny auf mich, um mich weiter einzuweisen. Er wurde von Mutter Cogica als mein Lehrer akzeptiert. Sie ist die Chefin hier und wird immer Mutter Cogica genannt. Sie ist eigentlich ganz gütig und nett und hat mich hier mit offenen Armen empfangen. Ich weiß, es ist etwas komisch, dass wir einen Meister und eine Chefin haben, aber sie ist quasi der Meister in manifestierter Form und behält stets eine feste Verbindung zu ihm. Kenny hat mir am Anfang beigebracht, mich von allem zu lösen, was mir bis jetzt in dem Kopf schwirr. Dabei war zu beachten: Lösen. Nicht vergessen. Ich soll die Magie meistern und nicht meine Persönlichkeit wegwerfen, aber alles, was mich ablenkt, wird mich bremsen. Nach einem Essen und einer halben Stunde Freizeit, in der man eigentlich sich eher auf den nächsten Unterricht vorbereitet, was ich allerdings noch lernen muss, beginnen die Stunden normalerweise. Ausnahmen gibt es selten bis gar nicht. “Also….“, beginnt Kenny die Stunde, “Jeder Magier, der hier ist, wurde einer Seite zugewiesen. Es gibt bei uns weiße Magier und schwarze Magier. Beide benutzten die jeweils andere Form der Magie. Ob helle oder dunkle. Ich würde jetzt gut und böse sagen, aber das kann man dazu nicht wirklich sagen. weiße Magier sind eher geduldig und gelassen. Sie benutzen Tricks und Taktiken, um ihre Magie anzuwenden und ihre Gegner zu besiegen, während die schwarzen Magier auf finstere Mächte zugreift und ihre ganze Kraft im Kampf einsetzen. Erfahrene schwarze Magier, sogenannte Zauberer benutzen sogar die Kraft ihres Gegners um sie zu besiegen. Erfahrene weiße Magier werden zu Weisen und sind auch imstande, Verbündete zu unterstützen und zu heilen.“ Das ist schon sehr interessant, aber… was meint er mit den finsteren Mächten?
    “Und was sind das für finstere Mächte? Ich meine, was, wenn ein schwarzer Magier eine starke finstere Macht meistert und dann versucht, die Macht an sich zu reißen?“ Kenny seufzt
    “Genau das wollte ich verhindern, dass du das glaubst. dunkle Magier sind nicht böse. Wenn der von dir genannte Fall eintreten würde, hat er die Magie nicht gemeistert und wäre von der Magie kontrolliert und nicht er sie. Wir üben alle, um nicht der Magie zu verfallen. Von deiner Frage kann man sofort sagen, dass du ein heller Magier bist. Ganz einfach an der Denkweise. Du hättest die weißen Magier niemals verdächtigt, etwas böses zu tun. Das ist aber falsch. Beide Seiten können gleichartig bösartig sein. In den typischen Geschichten Gut gegen Böse kämpft das Gute immer gegen das Böse und vernichtet den oberbösen Feind. Aber warum sind sie deshalb gut, wenn sie ihn vernichten, wie er sie vernichtet hätte? Die Guten akzeptieren meistens sich und ihre Gefolgsleute, hassen aber das Böse an sich. Genau so ist das umgekehrt. Es gibt kein Richtig oder Falsch in dieser Lage, eher ein: „Was ist deine Meinung?“.“ Okay, ich komme zwar nicht ganz mit, aber er hat sicher Recht. “Also sollte ich der einen Seite mit der selben Vorsicht begegnen, wie der anderen?“ Er überlegt.
    “Jain. Nicht wirklich. Deinen Mitmagiern kannst du vertrauen, aber deiner Magie solltest du mit der selben Vorsicht begegnen, wie auch der anderen. So wäre es korrekt.“
    “Und was ist jetzt der Unterschied der beiden Seiten? Was genau ist die Magie eigentlich im Unterschied zu den beiden Seiten? Ich dachte, man könnte so die Attacken seiner Pokémon auch so anwenden.“
    “…. Hast du schon mal etwas von der Aura gehört?“, fragt er mich und macht mir mit seiner Mimik klar, dass wir noch einen weiten Weg haben. Ich schüttle den Kopf. “Nein. Leider habe ich echt keine Ahnung.“
    “Nun gut… also, es ist sol...“ Er erklärt mir, was die Aura im Grundlegenden ist und was man mit ihr machen kann und wer sie besitzt. Seine Beispiele basierten immer auf einen Sir Aaron. Ich höre ihn gespannt zu. Dabei freue ich mich, endlich wieder Zeit mit ihm zu verbringen, wir früher Auch damals hat er mich immer gerne belehrt, was ich wohl nicht vergessen werde. “… und so läuft es auch anstatshalber in der Magie. Du kannst zum Beispiel einen Schild um dich geben, oder Wunden heilen, wenn du denn soweit vertraut in der Magie bist. Das dauert aber noch. Ich habe ein paar Jahre schon geübt und mir fällt noch immer nicht alles leicht. Aber das hängt auch von der Person ab. Jeder ist ja individuell und lernt auch unterschiedliche Zauber unterschiedlich schnell oder überhaupt. Du wirst beispielsweise niemals so gut werden, wie ich, da du deine eigenen Fähigkeiten erlernst, darum ist auch viel Training außerhalb der Stunden sinnvoll. Darum gibt es auch so viel Freizeit. Sie ist gedacht, sich selbst zu testen und sich zu verbessern. Du könntest Zauber erlernen, die ich nie beherrschen könnte. Da könnte ich dir nur sagen, was du grundlegend besser machen könntest. So. Jetzt will ich dir auch mal den ersten Trick beibringen, den so gut wie jeder kann und können sollte.“ Er schaut zu einem der Steine auf den Boden und lässt ihn in seine Hand schweben. “Man sollte im Kampf seine Waffe nie verlieren.“ er wirft ihn mir zu. Ich fange, er fällt mir schnell wegen seinem Gewicht schnell aus der Hand und er knallt zu Boden. Was war das? Der sah bei ihm so leicht aus. “Und du solltest auch schwere Gegenstände mit Leichtigkeit heben können.“, sagt er lachend. Da kommt viel auf mich zu.

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    Kapitel 50: Die Ruine in der Wüste

    Tayfun
    “Oh man, zuerst durchstreifen wir die höchsten Gebirge, die dürrsten Savannen und die feuchtesten Meere und jetzt laufen wir durch eine heiße Wüste? Was wollt ihr von mir?“, fragt Takenaa. Niemand antwortet. Ich höre sie nur vor sich hin murmeln: “Das ist nicht lustig...“ Jaja, ist ja gut.
    “Vermisst du etwa schon deine Eltern?“, frage ich sie, um sie mal etwas zu motivieren.
    “Bloß nicht! Da trete ich ja eher in einen Sandstrudel, als dass- Uaaaah!“ Oje. Sie hat es beschworen. Sie rutscht den Sand hinab und mitten in ein Loch. Ich schaue so weit wie möglich rein, ohne selber reinzufallen. “Takenaa?“
    … Keine Antwort. Ah, doch, jetzt: “Jaja, ich hab´s begriffen! Das Schicksal hasst mich! Könnt ihr mich hier rausholen?“ Wir wechseln die Blicke. Anscheinend weiß niemand etwas. “Wo genau bist du da denn jetzt? Kannst du etwas sehen?“, ruft Teona rein.
    “Ja, Moment, das. AH! IGITT! Was zur… Also… Ja, hier scheint es weiterzugehen. Irgendwelche Katakomben.“
    “Tcha, tut uns echt leid, aber rausholen geht schlecht. Wir haben nichts, was dir da wirklich helfen könnte. Wie schade, müssen wir leider weitergehen.“, meint Blau humorvoll. Ohne Vorwarnung packe ich ihn und schupse ihn in den Sand. “Uaah! Was? Ahh!“ Er fällt genauso spektakulär wie Takenaa da rein.
    “Ups, war das Absicht? Weiß ich gar nicht mehr.“
    “Haha! Was sollte denn das, Tayfun! Jetzt sitzen wir beide hier drin!“
    “Ganz einfach, wir kommen nach. Zurücklassen ist nämlich keine Option.“ Ich mache einen Schritt vorwärts, slide den Sand runter, lande sicher und mache Platz für den nächsten. “Es mag zwar dumm sein, aber immerhin bleiben wir beisammen.“, sage ich. Einer nach den anderen kommt runter. Der Aufprall ist bei der zwar circa 2 Meter hohen Decke bei dem Sand auch nicht mehr so schlimm. “Licht?“, fragt Blau. Bianca zündet eine Fackel an, die auf dem Boden lag. “Na gut. Immerhin besser, als oben in dieser Hitze zu laufen. Vielleicht finden wir hier ja auch einen Kristall oder so. Nun gut, lasst uns dann mal gehen.“
    “Vielleicht solltest du nicht so voreilig vorlaufen...“ Takenaa bleibt sofort stehen, ehe sie in noch irgendetwas rein läuft. “Also… vielleicht… es gibt sicher überall unsichere Stellen, wer weiß, was das hier für eine Ruine ist und ob die jemand für sich beansprucht hat. Wir könnten in einem Territorium von irgendjemanden sein.“
    “Dann entschuldigen wir uns. Bianca, gib mal die Fackel. Ich gehe jetzt nämlich vorsichtig weiter vorwärts.“ Sie tut wie gesagt. Nimmt sich die Fackel und geht weiter. Und zwar mit größter Vorsicht. Bis wir zu einer Weggabelung kommen. “Und wo lang jetzt? Beide Wege könnten uns zum Ausgang bringen, oder weiter in diese Katakomben reinführen.“, meint Urs. Ich schaue mir beide Wege an. Sie sind absolut identisch. Keine Hinweise für irgendeinen richtigen Weg. “Aber ihr müsst schon sagen, das Bild da sieht schön aus.“, meint Bianca, während sie an die Decke schaut. Ich schaue hoch. Irgendwas leuchtendes ist an der Decke und es wurde ein Groudon als Mosaik reingeschnitzt. “Das sieht ja schön aus. Was ist das denn für ein Leuchtendes Dingsi?“, fragt Takenaa begeistert.
    Asuka schaut sich die Decke genau an. “Urs, flieg mal da hoch und nimm dir diesen Stein da. Er sollte nicht so schwer sein.“ Das ist ein Stein?
    “Hey, warum hat er mich denn vorhin nicht einfach da raus geholt? Urs kann doch fliegen.“
    Urs lächelt.“Du bist mir doch eine Nummer zu schwer.“ Und im nächsten Moment macht er sich als Vibrava in die Lüfte auf. Wohl auch, um sich vor Takenaa in Sicherheit zu bringen. Oje. Er hat sie schwer genannt. Sie schaut zu ihm mit ihrem: Ich töte dich – Blick. Er fliegt hoch und nimmt den leuchtenden Stein mit nach unten. Asuka inspiziert ihn genau. “Das ist einer. Ein Kaili-Kristall. Aber… es sollte nicht hier sein. Das ist ein Reich für Boden-Pokémon. Da gibt es keine Kristalle an der Decke.“
    “Und was passiert da oben jetzt? Das Groudon lacht uns an.“ Ich schaue wieder hoch. Das Mosaik fängt an, zu leuchten. “Wir haben hier irgendwas aktiviert, und wer auch immer den Kristall da angebracht hat, wird wohl gleich hier sein.“
    “Und dieser Jemand ist stark?“
    “Vielleicht. Wir haben jetzt zwar einen Kristall, aber es gibt keine Garantie, dass ihr eure Entwicklungen dann auch benutzen könnt. Das ist dann kein Moment, außer Kontrolle zu geraten.“
    “Dann würde ich vorschlagen, diskutieren wir das woanders weiter. Asuka, mach ein Portal zu deinem Schloss auf! Dort haben wir alle Zeit der Welt.“
    “...Nein. Nicht hier. Nur, wenn es sicher ist. Wir müssen uns jetzt für einen Gang entscheiden. Zurück kommen wir nur in eine Sackgasse.“ Auch noch Extrawünsche? “Okay, Teona, wo lang?“
    “Moment, ich soll entscheiden, wo lang wir gehen?“
    “Na klar, du befehligst uns ja auch im Kampf. Ich weiß, dass du einen klaren Verstand hast und sicher den richtigen Weg wählen wirst.“
    “Dem kann ich nur zustimmen. Teona, in Fällen wie diesen muss man dem Anführer vertrauen. In unserem Fall bist du das. Also, wo lang sollen wir gehen?“, sagt Urs. Ich merke, wie Teona gerade ziemlich überfordert, oder eher überrascht.

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    Extended-Kapitel 51: Komm los, auch, wenn es hart ist.

    Jim
    Mein Magen dreht sich im Kreis, habe ich das Gefühl. Keine Ahnung, wie das das überlebt habe. Aber ich kann es immer noch nicht fassen: Für einen kurzen Moment war ich frei. Und im nächsten gefühlt: Wieder zurück. Ich denke, noch einmal werden die mir diese Chance nicht geben, irgendwo hin zu fliehen. Und wohin? Und mit wem? Das ist noch gesicherter, als die kleine Festung. Na ja, ich treffe hier viele bekannte Gesichter aus dem Lager. Und soweit ich richtig verstanden habe, sollen, wir, weil der Motor das nicht alleine schafft, diesen Stahlgiganten den Abhang hochziehen? Die Technik ist hier wohl noch nicht so ausgereift, dass man noch Sklaven zum Ziehen braucht. Danach soll man frei sein, da der Krieg dann sowieso vorbei wäre. Das würde ich gerne sehen. Aber eine Sache lässt mir keine Ruhe: Ich dachte, ich würde Chaz hier endlich sehen. Aber er ist nicht hier, dabei habe ich schon gefühlt überall zweimal nachgesehen. Hm. Diese… wie hieß sie? Lou schaut mich immer mit so einem verdächtigen Blick an, als plane ich wieder eine Flucht. Kann ich nur verstehen. Die vorherige war aber immer noch nicht von mir geplant. Chaz hat das alles gemacht. Mir nur gesagt, was ich machen soll. Nicht direkt gesagt, aber es mir klar gemacht. “So, jetzt ist Schluss hier! Eine Pause gibt’s, sobald ihr oben seid. Und los!“, ruft der Befehlshaber hier. Silber, heißt hier. Ich nehme mir meinen Teil des… Na klasse. Festgemacht wird man hier. Damit man bloß nicht abhaut, oder was? Eine Verbindung befestigt am Handgelenk und langem Seil, an dem gezogen werden soll. Ich werde aber aus Prinzip keine meiner Pokémonformen hierfür benutzen. Nicht, wie gewisse andere hier. Und diese Lou. Immer mit einem wachsamen Auge auf mich. Oh Gott! Dieses Ding bewegt sich für diesen Aufwand, der dafür angewendet werden muss ja so gar nicht. Langsam… langsam… Und es soll den Krieg beenden. Ich würde ja am liebsten etwas Sabotage machen, aber nicht, so lange hier jemand mich hier ständig im Blick hat. Beim Ziehen spüre ich noch immer die Schmerzen des Aufpralls, die entstanden sind. Fast alles tut weh, aber an Meutern ist hier wohl auch nicht zu denken, oder? Dieses Gewicht, als müsste ich einen Stein bewegen, der genau so groß ist, wie ich. Mein Kreislauf spielt völlig verrückt und mir tun auch schon die Hände weh. Bei meiner nicht vorhandenen Erholung seit dem Sturz, kommt es auch mal vor, dass ich über meine Füße stolpere und auf den Boden falle. Dabei sind wir schon ziemlich weit oben. Auch, wenn das nicht der sauberste oder gemütlichste Boden ist, würde ich lieber liegen bleiben, selbst, wenn mir das zuwider ist. Aber besser, als den Klotz da zu ziehen. Bei der Erschöpfung fallen mir auch die Augen zu. Ich merke nur, wie mir irgendwann langsam die Schelle abgemacht wird und ich weggetragen werde. Moment, das ist es doch! Meine Fessel ist weg und sie… eine unbeschreibliche Kraft durchströmt mich plötzlich. Eine Idee! Eine Möglichkeit, zu entkommen und das Schlimmste zu verhindern. Einen Zeitstillstand. Niemals. Da versuche ich lieber das unmögliche. Hier einen Versuch, diese Operation zu stoppen. Unsanft werde ich zur Seite gelegt. “Und weiter!“, ruft Silber. Die Leute hier sind größtenteils Sympathisanten für Boey. Es wären viele starke Verbündete. Ich weiß, was ich mache. Ich greife unauffällig an mein Amulett, springe auf und verwandle mich im Flug zu Serpifeu. In dieser Form habe ich sogar noch im Sonnenlicht Vorteile, was Schnelligkeit, Fragilität und Ausdauer angeht. Mein Ziel ist die Halterung der Seile. Mit ein paar gezielten Laubklingen schaffe ich es, sie zu lockern. Aber Lou möchte nicht, wie ich will und verliert keine Sekunde, mich zu stoppen. Als ich mich zu ihr umdrehe, durchtrenne ich die Halterung völlig. Das Seil wird lose und fliegt ab. Wütend greift sie mich als Fukano an. Nicht schlecht, ein Fukano. Feuer. Sie hat den Trick mit den Typenvorteil genutzt, aber leider den falschen Typen gewählt. Immerhin ist Feuer der einzige Typ, der in der Regel Eisen oder Stahl zum Schmelzen bringt, auf dem ich hier gerade stehe und welches nur noch vom Motor oben gehalten wird. Und wie Aggressiv die ist! Greift sofort mit einem Flammenwurf an, dessen Stärke ich noch nie gesehen habe. Da hilft mir nur das Ausweichen. Leider tun mir noch immer meine Beine weh. Ein eins gegen eins würde ich nicht lange aushalten. Aber Moment. Ich springt den Giganten hoch, laufe an der Kante und komme an der anderen Seite vorsichtig wieder runter. Heiß! Hier ist es verdammt heiß. Lou kommt direkt an. “Denk nicht daran, zu fliehen, ich hole dich immer ein!“ Das war auch gar nicht meine Intuition dahinter. Vielmehr interessiert mich, wo wir jetzt kämpfen. Am hinteren Teil des Panzers. Da, wo der Motor ist. Der verdammt heiß ist. “Was jetzt? Gib auf und dann machst du das Seil wieder da dran, wo es ran gehört!“
    “Vergiss es. Du verstehst es nicht, oder? Das ist alles Teil von Chaz´s Plan!“
    “Du verarschst mich, oder?“ Ich zucke unwissend mit den Schultern. Dann bekomme ich, was ich mit so einer Einstellung wohl auch verdient habe. Was ich aber auch erwartet habe. Ein Flammenmeer erster Sahne. Ich kontere mit Grasmixer dagegen, aber nicht, um es aufzuhalten, eher, um es zu verstärken und umzulenken. Jetzt kann ich vor Lauter Feuer nur nichts mehr sehen, nur, als es schon zu spät war, dass Lou mit Flammenzahn auf mich zurennt und mich beißt. Plötzlich knallt es in unserer Nähe und wir schauen zur Ursache. Lou rennt von mir runter und vom Panzer weg. Als ich mich aufrapple, merke ich, wieso. Das Teil rutscht jetzt den Berg hinab. Wenn ich hier noch weiter rumstehe, zerquetscht es mich noch. Intelligenter Weise wäre ich jetzt zur Seite gerannt, aber viel Platz ist zwischen uns beiden nicht mehr. Rauf springen ist auch nicht. Während er rutsch, kommt er in die Seitwärtslage und überschlägt sich dabei, dass man es richtig knallen hört. Bergrunter und ohne schweren Klotz zum Ziehen und als Serpifeu komme ich mir plötzlich so leicht vor, aber anders wäre ich schon längst unter diesem Ding! Erschöpfung und Panik breiten sich in mir aus. Ich versuche auch, verzweifelt mal zur Seite zu Rennen, aber dann höre ich wieder so ein Knallen und sehe einen Schatten, der mit zeigt, dass hier gleich die Oberfläche dieses Panzers aufschlägt. Noch panischer werde ich, als ich einmal ausrutsche und hinfalle. Ich versuche alles, um noch einmal hoch zu kommen. Jetzt bin ich schon im Lager, aber der noch immer rollende Panzer reißt hinter mir nebenbei alles ein. Und da kommt noch ein Abhang. Das überlebe ich jetzt aber nicht. Ich nutze den Vorteil, dass er hier durch den nicht vorhandenen Abhang etwas langsamer wird und schaffe es ganz knapp, dem auch schon teils brennenden Teil zur Seite zu entkommen. Am Abhang überschlägt er sich noch einmal und dann explodiert er. Zum Glück halte ich nicht an, sondern bin sofort weiter gelaufen. Jetzt muss ich noch entkommen. Funken und brennende Teile fliegen herum und über mir. Ich nehme einen anderen Weg, der in den Wald führt und entkomme noch mal knapp einer mich zerquetschen wollende Stahlplatte. In den Wald zu rennen war nicht die beste Idee, was mir aufgefallen ist, aber in dem Moment war ich einfach zu hektisch und panisch. Ein kleiner Fehltritt könnte mein Ende bedeuten. In Sicherheit bin ich auch noch lange nicht, denn durch den Brand fängt auch der Wald an zu brennen. Der erholt sich hoffentlich wieder… Aber bis dahin sollte ich mir Gedanken um mich machen. Welchen Weg ich gehe, weiß ich nicht. Irgendwo, wo es gerade nicht brennt und wo es weiter geht. Ich halte mich kaum noch auf den Beinen, atme schwer, was durch den Rauch auch nicht erleichtert wird. Grade, als ich hinter mich schaue um zu sehen, wie weit das Feuer ist, stolpere ich über eine Wurzel und falle hin. Nun tue ich alles, um noch einmal aufzustehen, aber meine Muskeln streiken. Ich komme kaum noch vorwärts und sehe auch keine Deckung in unmittelbarer Nähe. “Komm mit, halte durch!“, höre ich. Ich spüre, wie ich hochgehoben und weggetragen werde. Irgendwer trägt mich in eine andere Richtung und aus dem Wald, was ich merke, als der Rauch weniger wird und die Luft feuchter wird. Die Person bleibt kurz stehen. Ich versuche zu erkennen, wer das ist, doch als ich die Augen aufmache, sehe ich nur eine Schlucht, die etwa weit in die Tiefe geht. Es fließt es Fluss im Canyon und die Person springt wirklich ab und runter. Na ja, oben zu bleiben war auch keine Option. Wieder ein Sturz ins Wasser. Darf ich das Glück herausfordern und bitten, diesen Sturz auch noch zu überleben? Wir landen wirklich im Wasser und ich verliere das Bewusstsein.

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    Amusement-Kapitel IV
    Takenaa-Tayfun C
    “Haa!“
    “… hm!“
    “Eh!“
    “He!“
    “Schon gut, du hast wieder gewonnen.“
    “Du verbesserst dich auch nicht.“
    “Und ob! Ich trainiere jeden Tag! Vor dem Frühstück laufe ich einmal um den Teich, dann...“
    “Das war nicht, was ich meinte. Klar, wirst du stärker, aber deine Strategien sind nicht die hellsten.“
    “Hey! Was meinst du denn damit wieder?“
    “Ganz einfach: Du bist zu unkonzentriert. Ich bringe dich aus dem Gleichgewicht und das wars dann.“
    “Taktik? Und ich dachte, ich hätte dich schon längst durchschaut. Autsch!“
    “Dann hättest du das doch kommen sehen müssen.“
    “Ja, aber du musst mir keinen Nackenschelle geben, während wir gerade reden.“
    “Doch muss ich. Stell dir vor, wir wären im Kampf.“
    “Sind wir aber nicht!“
    “Aber wir sind am Üben, oder nicht?“
    “Ja, du hast wieder recht...“
    “Hey, so meinte ich das doch nicht. Du klingst ja, als würde ich dich verachten und als Unterkategorie einstufen...“
    “Okay, dann bilde mich aus!“
    “Was?“
    “Schon richtig verstanden. Ich weiß, du sagst, du bist nicht perfekt, aber deine Haltung im Kampf wäre sicher eine gute Ergänzung in meinen Angriffen.“
    “Ach, so meinst du das. Ich kann mal gucken, was sich machen lässt, aber ich werde eine strenge Leherin sein.“
    “Keine Bange! Ich weiß, worauf ich mich einlasse! Wann beginnt unsere erste Stunde?“
    “So gefällt mir meine neue Lieblingsschülerin.“

    Teona-Urs C
    “Hallo Urs. Sag, hast du kurz einen Moment?“
    “Klar. Was gibt’s, Teona?“
    “Egal, wohin wir gehen, du scheinst dich immer gut auszukennen. Woran liegt das genau?“
    “Ach, das ist eigentlich nichts besonderes. Ich agierte als kleiner Spezialist unter Clive´s Führung. Also habe ich in meinen Operationsorten mich immer gut umgesehen und mich über sie informiert, was man wissen sollte. Aber das ist noch nicht alles. Ich spüre so einiges mit der Aura.“
    “Aura, ja? Habe ich schon mal von gehört. Sie ist zu vielen Zwecken nutzbar. Das erklärt einiges. Danke, Urs.“
    “Warte mal, jetzt, wo du gerade hier bist...“
    “Ja?“
    “Als ich in die Gruppe kam, warst du der Stratege hier und selbst ich habe Respekt vor deinen Fähigkeiten, die uns schon unzählige Male den Kampf gerettet haben.“
    “Ja, also ich konnte schon immer gut die Übersicht behalten. Angefangen hat es, als ich mit Takenaa in ein Zimmer kam. Ich war immer die, die ihren Kram immer gefunden hat. Aber woher ich das kann, weiß ich nicht. Ich kann es eben. Ich habe nämlich, bevor ich hierherkam, nie wirklich irgendetwas mit Krieg oder Strategien zu tun.“
    “Ein Naturtalent also?“
    “Ein Aurawächter?“
    “Ich sehe schon, wir können im Kampf ein gutes Team abgeben. Ich erkunde und du lenkst.“
    “Das ist hier irgendwie automatisch zu meiner Aufgabe geworden. Aber du, ich muss jetzt los. Wir sehen uns!“
    “Aus Wiedersehen, Teona.“

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    Kapitel 52: Ruinen in die Vergangenheit

    Takenaa
    Teona läuft hin und her. “Und ihr seid euch sicher, dass ihr euer Schicksal wirklich mir in die Hand drücken wollt?“
    Tayfun verschränkt die Arme. “Und selbst wenn nicht. Wenn wir abstimmen müssten, würde ich deinem Urteil trauen.“
    “Also...“, werfe ich ein: “… es ist doch nicht so schlimm, wenn wir uns vertun, ich meine, dann sind wir doch immer noch zusammen. Zusammen können wir hier sicher einen Weg raus finden, oder so. Es wäre mir jedenfalls nicht geheuer, wenn ich raus bin, aber weiß, dass noch jemand von euch hier drin ist, sonst hättet ihr mir ja nicht folgen müssen.“
    “Na, ob das wirklich positiv ist… mit dir? Das würde ich mir noch einmal überlegen… Ach, Quatsch! Los, Teona, sag was. Was, ist egal.“ Sieht ja eh alles gleich aus.“ Ich schaue an die Decke.
    “Aber denkt bitte daran, dass wir wohl gleich Besuch bekommen.“
    “Das ist auch noch ein Problem. Sollten wir ihn lieber umgehen, oder mit ihm reden? Das wäre eine Chance, hier wieder raus zu kommen.“
    “Dafür bin ich. Schauen wir mal, ob man mit dem Was auch immer reden kann. Ist mir lieber, als mich auf mein Glück zu verlassen.“ Ich erschrak leicht, als ich wieder zu den Türen sah. Der linke leuchtet für mich leicht blau, der andere rot. Der Blaue, sagt mir mein Gefühl, führt hier raus. Der rechte weiter rein, aber ein Drang will, dass ich rechts lang gehe. “Also, gehen wir links lang.“, beschließt Teona schließlich. Ich schüttle mir den Kopf und werde wieder wach. Ich habe wohl einen großen Teil der Konversation verpasst, habe ich das Gefühl. Was soll ich denn jetzt sagen? Ich kann nicht nach links gehen, da verpasse ich etwas wichtiges! “Teona? Wie wäre es, wenn wir rechts lang gehen. Ich meine, da etwas gehört zu haben.“, sage ich schließlich, als alle schon losgehen wollen. “Ey, was soll das denn auf einmal? Grade eben sagst du noch, du folgst Teona. Jetzt auf einmal rebellisch oder was?“
    “Tut mir leid! Ich MUSS rechts lang gehen!“, sage ich und laufe zum rechten Gang. “Es ist… wie ein Drang. Ich muss hier lang...“ plötzlich stützt die Decke über uns ein und ich suche im Gang Deckung. Der Raum wird völlig begraben. Jetzt kann ich auch nicht zurück, ob ich will oder nicht und stockfinster ist es auch… “Du bist also doch gekommen.“, sagt eine Stimme, die ich nicht sehen kann. Es ist aber eine weibliche “Wer ist da? Zeig dich!“, rufe ich. “Ach ja, du kannst ja noch nicht im Dunkeln sehen...“ Auf einmal leuchtet es und ich sehe eine Frau vor mir. Vollkommen blaue Haare und grüne Augen. Sie trägt dunkelblaue Kleidung. Ich werde ruhiger. “Wer sind Sie?“, frage ich. Sie lächelt mich ruhig an. “Schön dich mal wieder zu sehen, Takenaa.“
    Ich erschrecke. “Woher kennen Sie meinen Namen?“
    “Ach ja, richtig, du kannst dich ja nicht erinnern… Nun… wenn du mir bitte folgen würdest, ich kann dir alles erklären.“ Ich weiß nicht, ob ich ihr trauen kann, aber ich habe ja wohl keinen anderen Weg. Ich nicke und komme mit ihr mit. Sie lächelt wieder und weist mir den Weg. Wir kommen in eine Art kleiner Garten mit einem Bach und sogar Sonnenlicht, obwohl wir weit unten sind. Mir fällt auf, dass das Sonnenlicht nur aus einer Art Minisonne strahlt. Sie geht auf die Brücke. “Ich sollte mich wohl erst mal vorstellen. Ich bin Tama, eine… wie soll ich erklären? Es ist nicht zu erklären. Ich lebe hier unten in den Ruinen schon lange Jahre. Ursprünglich, um hier Forschungen anzustellen, aber langsam wurde das hier meine Heimat. Ich habe schon ewig kein echtes Sonnenlicht mehr gesehen.“ Aha. Das nehme ich erstmal so hin. Ganz einfach. Passt schon. “Oh… da ist dann ja jetzt wohl etwas kaputt. Ich denke, es liegt daran, dass wir diesen Kristall entfernt haben...“
    “… Das stimmt nicht ganz. Das, was ihr als Groudon gesehen habt, hat reagiert. Ich habe eine vertraute Präsenz gespürt. Und dann kamst du. Mach dir keine Gedanken um den Schaden. Das geht schon. Wichtig ist erstmal, dass du hier bist.“
    “Stimmt ja, wir waren gerade an der Stelle, wo Sie erklären wollten, dass sie meinen Namen kennen.“
    “Ja, genau. Das hat eigentlich eine ganz normale Erklärung: Wie konnte ich den Namen vergessen, den ich dir selber gegeben habe?“ Mein ganzer Körper macht eine ungewollte Reaktion und ich atme ganz schnell auf.
    “Ja, ich glaube, du hast es gemerkt, oder? Spätestens jetzt.“
    “Klar, du warst sicher bei meiner Geburt dabei und warst meinen Eltern eine Hilfe beim Namen.“ Sie seufzt.
    “Takenaa, wie alt bist du eigentlich? So langsam solltest du aufhören, dich wie ein kleines Kind zu benehmen, du bist erwachsen, also benimm dich bitte wie eine. Warum habe ich deinen Aufzieheltern denn bitte um eine strenge Erziehung gebeten?“ Ich werde wieder ganz ruhig. Ihr Ton, mit dem sie mit mir spricht und vor allem, was sie sagt. “Aber warum solltest du dich auf einmal als meine Mutter entpuppen? Meine Eltern sind jetzt sicher ganz wütend, dass ich überhaupt weggelaufen bin...“
    “Ach, Takenaa. Ich sehe, dass wir erstmal in Ruhe über alles reden müssen. Komm, setz dich erstmal da hin und verdaue, was du bis jetzt gehört hast. Ich mache uns derweil einen Tee.

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    Kapitel 53: Wellen in mir.

    Teona
    Jetzt stehen wir fast komplett im Dunkeln da und der Gang hinter uns ist komplett zugeschüttet. “...“ Jetzt haben wir zwei Leute gleichzeitig verloren. Ich kann nur hoffen, dass Takenaa, als auch Tayfun im zweiten Gang Schutz finden konnten…
    “… Was machen wir jetzt? Werden wir sie suchen?“
    “Ne, keine gute Idee. Oder wie willst du dieses Gerümpel da wegschaffen?“
    “Es… es tut mir leid, aber wir müssen weiter. Es gibt nichts, was wir jetzt noch tun können, diese Gemäuer sind viel zu instabil, als dass wir anfangen könnten, sie zu suchen.“
    “Genau. Als ob sie sich von einer Steinwand zerquetschen lassen.“
    “Es scheint auch hier weiter zu gehen! Kommt!“
    “Bianca, warte. Lauf nicht zu weit vorne, sonst trennt uns bald die nächste Decke.“ Sie sieht ein, was ich will, nickt und wartet auf uns. Alle sind überraschend still geworden. Ohne Takenaa ist es echt ruhig, Tayfun war ja nie die, die laut war oder viel geredet hat. Ich sehe auf jeden Fall gerade das Problem vor mir, dass wir jetzt viel weniger sind. Nur noch wir fünf. Und damit sollen wir Großes erreichen? “Wir müssen irgendwie zusehen, dass wir mehr Leute auf unsere Seite ziehen. Ständig nur vorlaufen bringt ja nicht viel.“
    “Ja, wenn´s so leicht wäre. Erstens: Wir sind in unbekannten Katakomben und Zweitens: Es gibt kaum jemanden, der sich noch keiner Seite angeschlossen hat.“((elbue)), sagt er leicht gereizt.
    “Da kann ich dir leider nicht zustimmen, Blau. Ich spühre bereits, dass wir uns wieder der Oberfläche nähern.“
    “Ich schätze, dann müssen wir uns bei dir bedanken, Urs. Du konntest immer leichter und sicherer sagen, wo wir lang müssen. Ich muss sagen, ich war anfangs ja etwas Skeptisch, aber im Endeffekt war es ja nicht verkehrt.“, freut sich Bianca.
    “Ich muss aber sagen… ich fand diese Ruinen wirklich interessant. Wenn das vorbei ist, sollte ich unbedingt mal wieder vorbei kommen.“ Was war das denn? Seit wann ist denn hier etwas für Asuka so interessant? “Endlich! Sonnenlicht!“ Blau rennt vor.
    “Der ist doch nicht nur wegen dem Sonnenlicht so motiviert, oder? So lange waren wir jetzt nicht hier unten.“ Urs lächelt mich an.
    “Nein. Er wittert Wasser.“ Sowas kann Blau? Und Urs weiß davon? Was kommt als nächstes? Bianca kann fliegen, oder was? Das Sonnenlicht strahlt mir direkt in die Augen. Also in der Wüste sind wir immer noch. Das, was Blau vorhin laut Urs gewittert hat, war eine Oase. Eine besiedelte. Gut, da konnten wir eine Pause einlegen. Dachte ich, bis mich jemand ansprach. “Verzeihung? Kann ich einen kurzen Moment deiner Zeit stehlen?“ Eine seltsame Ansprache, aber ich schaute zu der, die mich ansprach. “Verzeihung. Ich heiße Duplica. Ich habe euch gerade aus der Wüste kommen sehen, aber kennt ihr zufälligerweise eine Asuka?“
    “Natürlich. Wir sind mit ihr auf Reisen.“
    “Gut, dann weiß ich, dass ihr die richtigen seid. Ich komme nämlich gerade aus einer Gefangenschaft von Ruoyi...“ Ru- Clive? Er macht gefangene? Was planen die?
    “Und wie können wir dir helfen? Suchst du Raweso?“
    “Ach, du meinst Boey? Nein, nicht wirklich. Ich weiß, dass eine Suche zwecklos wäre. Wenn Ruoyi mich hier finden würde, wäre ich wieder dran, aber ich hörte von einer Bewegung, in der beide Sympathisanten vereint sind, ich dachte, bei euch wäre ich erstmal sicher...“
    “Wir sind aber kein Taxi zur Front.“ Warne ich sie.
    “Was? Ach, keine Sorge, so was mache ich nicht. Aber habt ihr zufällig einen Jungen gesehen? So grüne Haare und Augen mit orangener Jacke?“
    “Nein, so einen habe ich nie gesehen. Wieso?“
    “Weil er seit der Befreiung vermisst wird. Ich dachte vielleicht hättet ihr ihn gesehen… Na gut, wer überlebt sowas ja auch...“
    “Bitte was? Was überlebt wer?“
    “Keine Ahnung, ich habe ihn mal in unseren Lager getroffen, bevor wir von Ruoyis Leuten überwältigt wurden. Jim, glaube ich, war sein Name... Sagt mir nichts. Obwohl… nein. “Tut mir leid, aber damit kann ich nichts anfangen. Könnt ihr mir denn sagen, was passiert ist? Es wäre gut zu wissen, was zwischen den Fronten so geschieht.“ Sie fängt an, zu erzählen:
    “Okay. Also, das war so: Wir waren in einem Versteck, um uns Boey anzuschließen, sobald er käme. Dann kamen eine Truppe von einem gewissen Silber und haben uns angegriffen...“

    23
    Kapitel 54: Der Berg des Abgrundes

    Lou
    “Und dann sind sie getürmt. Wir haben alles gerettet, was man retten konnte...“
    “Nein… das habt ihr nicht...“, antwortet Ruoyi erschüttert, als er nach uns sah. Nun steht er vor einem verbrannten Wald, einem zerstörten Lager und vor allem Asche. Silber bestreitet das energisch:
    “Was? Wir haben bitter gekämpft. Wir haben alles gegeben, was in unserer Macht stand! Ich weiß, dass wir viel verloren haben, aber...“ Ruoyi unterbricht ihn:
    “Ein einziger.“ Er seufzt. “Es war ein einziger, der das hier fabriziert hat! EIN EINZIGER! Wie könnt ihr darüber reden, ihr hättet viel verloren? Wir haben ALLES verloren! Es war unser Schlüssel zum Sieg. Auf friedliche Weise. Ich wollte ursprünglich die Verluste in Grenzen halten, aber nun ist das einzige, was einen tobenden Krieg hätte aufhalten können in tausend Winde verweht!“ Ruoyi ist richtig erschüttert und wütend. “Clive, noch ist nicht alles vorbei! Wir sind noch da und so lange wir leben, gibt es noch Hoffnung.“
    “Hoffnung? Ich gehe doch recht der Anmaße, dass wir Raweso bisher kaum aufhalten konnten, oder?“
    “J-ja… das allerdings...“
    “Und all die Leute hier… sie sind geflohen. Leute, die ihr nicht besiegen konntet. Sie werden sich bald der Front anschließen… Silber...“
    “Ja, Sire?“
    “Ich bitte dich, geh mit deinen Leuten zurück und bereitet euch auf das Schlimmste vor.“ Wir werden also degradiert. In die letzte Verteidigungslinie. All unsere Anstrengungen und dann war alles umsonst? “Clive, gibt es keinen Weg, dir zu helfen? Wir können auch kämpfen!“
    Er seufzt wieder. “… Das ist nicht möglich. Lou. Ein Weiser gibt jedem eine zweite Chance. Jedoch keine dritte. Ich werde auf euch zählen, sobald sie in meinem Schloss sind. Aber ich möchte nichts mehr riskieren.“
    “Nur herumsitzen und nichts tun? Das ist nicht, wofür ich mich gemeldet habe!“, sagt Silber empört.
    “DU hast dich dazu gemeldet, meinen Befehlen zu gehorchen! Wenn du das nicht mehr kannst, dann nimm deine Sachen und geh!“ Ich zittere schon richtig. Clive ist jetzt wirklich wütend geworden. Teilweise kann ich das auch verstehen, aber Silber tut mir auch echt leid. Er hat so viel Herzblut in diese Arbeit gesteckt und am Ende geht doch alles nach hinten los. In seinem Stolz verletzt gibt uns Silber ein Zeichen zum gehen.
    “Hätten wir das Lager nicht überfallen, wäre der Krieg jetzt wahrscheinlich wohl schon vorbei...“, schluchzt Lucia.
    “Mach dir bitte keine Vorwürfe, Lucy. Wer hätte das denn erahnen sollen?“, antwortet Conway.
    “Ich.“, denke ich. Ich wusste, dass er zu allem fähig ist. Nur einmal habe ich seinen Trick nicht durchschaut. Die Leier, sich völlig entkräftet zu stellen. Das hat er gut durchgezogen… zu perfekt… “Und was werden wir jetzt machen, Silber?“, fragt Caesy. Er schweigt. “Ich würde sagen, wir suchen erst mal Angie auf und erzählen ihr, was geschehen ist.“
    “Ähm, Lou, kommst du mal kurz...“, winkt mich Conway zu sich. “Was gibt’s, Conway?“
    “Ich will nicht, dass Silber das hört, denn… Angie ist…“
    “Oh nein, sag das besser nicht. Vor allem nicht vor Silber. Ich weiß nicht, wie tief er noch sinken möchte…“
    “Okay, also: Ich „sehe“ dann mal nach ihr.“, sagt er und verschwindet.
    “Wir warten auf ihn.“, befiehlt Silber. Wir bleiben stehen.
    “Silber? Ich gehe kurz etwas in den Wald, der nicht verbrannt ist...“ Niemand hält mich auf. Ich gehe etwas tiefer in den Wald und hoffe, dass mich hier niemand mehr hören kann. Ich schaue mich noch einmal um und falle dann in mich zusammen. Jetzt halte ich keine Tränen mehr zurück. Mein ganzer Körper zittert. Ich stehe auf und schreie ganz laut auf. Verzweifelt. Wie konnte das alles nur geschehen? Und haben wir jetzt wirklich auch noch Angie verloren? DAS DARF DOCH ALLES NICHT WAHR SEIN!

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    Kapitel 55: Prioritäten setzen.

    Serafina

    Dorf Lojakou. Übungs-Gelende Renshe. Ein großes Ordnungssystem haben sie hier. Bis jetzt hat mit Kenny eine ganze Menge Zauber beigebracht und mir geholfen, andere zu meistern. Ich bin gerade in einem guten Mittelstand, sagt er.. Die ganzen Wochen, die ich hier verbrachte, habe ich kaum an die anderen gedacht, um ehrlich zu sein. Ich war viel zu konzentriert in dem, was ich tat und werden soll. Außerdem ist Kenny ein sehr guter Freund und Lehrer, es hat mir nie an etwas gefehlt. Aber ein einer stillen Minute sind sie mir wieder eingefallen. Jetzt mache ich mir doch ziemlich Sorgen um sie. Ich bin jetzt schon eine ganze Weile weg und ich weiß nicht, wie es ihnen geht… “Hey, pass auf!“, sagt er, als ich mich gerade mitten in Gedanken verlor. Ich wache auf, und sehe nur noch einem Spukball entgegen, der mich zu Boden wirft. Kenny hilft mir, aufzustehen. “Tut mir leid, ich war gerade etwas abgelenkt. Bin wieder bereit.“, sage ich lächelnd. Aber Kenny schüttelt den Kopf.
    “Nein, wir machen erstmal eine Pause.“, meint er. Ich nicke und wir setzen uns auf eine Bank im Schatten eines Baumes. In Blickrichtung trainieren andere Magier oder kämpfen gegeneinander. “Serafina...“, beginnt Kenny,:“Du wirkst in letzter Zeit ziemlich neben dir und bist oft in Gedanken.“ Ihm kann ich wohl nie etwas vor machen. “Also, was ist los? Dich scheint etwas zu beschäftigen. Was ist es?“ Tcha… das wüsste ich auch gerne. Manchmal fühle ich mich wirklich etwas komisch, aber ich kann nicht beschreiben, was es ist. Selbst jetzt nicht. Und außerdem… warum sollten mich jetzt die anderen interessieren? Ich bin im Moment wunschlos glücklich und eine richtige Hilfe bin ich ihnen auch nicht. Kenny sagt immer, ich hätte noch sehr viel zu lernen. Es gibt also nicht wirklich etwas, was ich ihm sagen könnte. “Ach, es ist nichts, wirklich. Mir geht es gut. Es… kann vielleicht sein, dass ich mich wirklich frage, ob es Bekannten von mir gut geht, wir wurden durch diesen Tunnel getrennt. Aber ich bin mir sicher, ihnen geht es gut.“
    “Bekannte? Du hast mir nie von ihnen erzählt.“
    “Also… es war eigentlich nur so, dass mich Asuka, weiß nicht, ob du sie kennst, hierher gebracht hat. Eigentlich wollten wir diesen Krieg beenden, aber dann bin ich hier gelandet. Sie wissen nicht von dieser Welt hier und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob sie mich vermissen. Ich habe ihnen eh nur Ärger bereitet...“
    “Ich bin mir sicher, sie machen sich Sorgen. Sie wollen sicher wissen, ob es dir gut geht.“ Ich seufze leise.
    “Und wenn. Ich bin hier eh am Besten aufgehoben. Ich bin keine Kämpferin und in einen Krieg will ich schon gar nicht.“ Fast hätte ich schon weiter geredet. Und zwar über das, WAS ich will. Aber das schiebe ich mal beiseite.
    “Ich kann das durchaus verstehen. Ging mir mal ähnlich. Aber ich sag dir, geh mal raus und schau mal nach ihnen. Weißt du, als ich hierherkam… da war ich auch nicht ganz alleine unterwegs. Ich wurde von der Person getrennt, ebenso wie du. Mir blieb keine Wahl, als hierher zu kommen und mich ausbilden zu lassen und als ich zurückkehren wollte… starb die Person direkt vor meinen Augen. So lange ist das noch nicht her… Ich habe mir ewig Vorwürfe gemacht. Wäre ich vorher gekommen, wäre sie jetzt wohl noch am Leben...“ Ich halte meine Hand zu ihm.
    “Ach, Kenny...“
    “Deshalb… wenn dir etwas an ihnen liegt… solltest du mal nach ihnen sehen...“
    “Kann…. Kann ich das einfach? Einfach weggehen?“ Irgendwie… ich weiß nicht, ob ich wirklich weg will. Ich trage einen Drang in mir, hier zu bleiben. Hier, genau hier… “… Wenn es die Mutter gestattet, darfst du gehen. Das kann leider doch ein kleines Hindernis sein. Denn sie lässt selten jemanden einfach so gehen...“ Hm… Ich schaue in den Himmel. Können sie wirklich in Gefahr sein? Ich weiß, welch ein Krieg da draußen tobt, aber auch, dass sie Frieden wollen und eigentlich nicht angreifen werden… Da bin ich mir sicher. Ich schaue noch einmal zu Kenny. … Was ist mir lieber…?

    25
    Kapitel 50: Krieg

    Tayfun
    Ein Garten, mitten in einer Höhle? Das ist ja sehr interessant, dass das möglich ist. Und Takenaa hat ihre Mutter wiedergefunden? Ein Glück haben sie mich noch nicht entdeckt. Erst knapp von den Felsen zertrümmert, aber ein Glück bin ich da noch rausgekommen. Aber ich habe auch ein seltsames Gefühl, bei Tama. Die wirkt für mich, als würde sie, wenn sie mich sehen würde, sofort angreifen. Ich weiß, wann Blicke jemanden töten wollen. Takenaa setzt sich an einen Tisch und starrt vor sich hin. Ich glaube, ich kann kurz raus kommen, doch mich hält plötzlich eine Hand an meiner linken Schulter Fest. Da steht Tama auf einmal mit einer Tasse Tee in der Hand. “Habt Ihr euch verlaufen? Ich glaube, hier seid Ihr falsch.“, sagt sie fürsorglich. Aber ich spüre einen Hass von ihr ausgehend.
    “Ich kam, um Takenaa zu retten, aber es ist ja gut zu sehen, dass es ihr gut geht...“ Ich, wie sie merken genau, dass wir uns nur einen vorspielen.
    “Oh, Ihr seid eine Freundin meiner Tochter? Schön, aber ihr geht es jetzt gut. Ihr könnt gehen.“ Das ist sicher, aber damit gebe ich mich trotzdem nicht zufrieden.
    “Warum wollen sie unseren Kontakt möglichst vermeiden?“
    Sie trinkt einen Schluck aus ihrer Tasse. “Ihr Menschen seid der Grund dafür. Ständig brechen Kriege aus und andere Leute leiden aufgrund eurer Zerstörungswut. Nicht selten werden dabei Familien und Freunde getrennt.“
    “Glauben Sie mir, ich bin mir Ihrer Tochter unterwegs, um das alles aufzuhalten.“
    “Ach, das tut ihr? Dann lasst mich euch etwas zeigen. Und zwar, was ihr Menschen erreicht habt!“ Sie hebt ihre Arme und ein Nebel hüllt sich um mich. Ich verliere sie, wie auch die Höhle aus den Augen. Als sich der Neben wieder verzieht, stehe ich in der Mitte von zwei Armeen. Diesmal kämpfen sie auf freien Grasebene. Beide achten darauf, was die andere Seite macht. Auf Raweso´s Seite steht ein Blauhaariger Kerl mit Teufelsschnitt und gibt ein Zeichen zum Angriff. Eine Welle von Leuten rennt los. Ist das gerade Live? Passiert das jetzt grade? Sie laufen aufeinander zu. Ich scheine hier nur ein Geist zu sein, denn sie beachten mich nicht. Auf Ruojis Seite stürmt ihr Hauptmann nach vorne, gefolgt von seinen Leuten. Er macht einen starken Eindruck und schlägt die Soldaten von Raweso nur zurseite. “General der Alliierten! Ich bin Ash Ketchum aus Alabastia. Und ich fordere euch zu einem Kampf!“ Ich schaue wieder zum Teufelsschnitt-Kerl. “Nun, ich nehme Eure Herausforderung mit Freuden an, Mr.Ketchum. Aber erinnere dich, Kleiner: Ich bin kein General. Ich bin Commander Saturn!“ Er gibt einen Kampfschrei und läuft als Toxiquack runter. Ash als Pikachu rennt ihm entgegen. Um sie herum ist schon die Schlacht im Vollem Gange. Ihre Attacken prallen aufeinander und sie laufen erneut aufeinander zu. Ash stößt sich ab und setzt einen Donnerblitz ein. Saturn kommt dem mit Matschbombe entgegen. Die Attacken kollidieren und erneut bildet sich Nebel um mich. Jetzt bin ich wieder in der Höhle. Aber ganz woanders. Hinter mir ist der Gang zugeschüttet. Aber es ist nicht der, den ich vorhin gegangen bin. Vorne geht es nach draußen. Ich laufe raus und erblicke das Kampffeld von gerade eben. Der Tunneleingang verschwindet hinter mir. Das ist nicht gut… Ich schaue wieder zum Kampf. Das ist brutal, was die da machen, aber rein laufen und versuchen, sie aufzuhalten ist jetzt die dümmste Idee, die möglich wäre. Ich habe auch keine Ahnung, wo ich jetzt bin. “Hey! Wer bist du?“, fragt mich jemand, der von Rawesos Seite kommt. Es ist ein kleiner Außentrupp mit drei Soldaten und einem Taktiker geleitet wird. Ich muss demnächst mal erklären, welche unterschiedlichen Klassen es gibt. Aber Grade ist ein schlechter Augenblick. “Da sind noch mehr Feinde! Vorwärts! Stoppt sie!“ Von der anderen Seite kommen jetzt auch noch welche. Leute von Clive.
    “Sie sind in der Überzahl, fordert Verstärkung an!“
    “Moment, ist das nicht eine von Asukas Leuten? Aber was machen sie hier auf dem Schlachtfeld?“ Das wüsste ich auch gerne. Aber jetzt muss ich hier irgendwie rauskommen. “Wartet, alle beide! Ich bin gerade alleine unterwegs und sah diesen Kampf! Ich muss doch etwas tun! So legt eure Waffen nieder! Eure strategische Position habt ihr jetzt sowieso verloren!" Einen Versuch ist es wert.
    “Das ist doch eine Falle. Sie würden niemals alleine kommen und uns dann noch so einfach sagen, dass wir die Waffen niederlegen sollen!“
    “Ich weiß, dass Mylord euch schätzt, doch ich kann meine Waffen niemals vor meinen Feinden niederlegen!“
    “Schweigt! Wenn ihr euch verschworen habt, so soll das nun alle Welt erfahren! Auf sie!“ Ein helle azurfarbende Kugel kommt auf die Leute von Clive und stößt sie zurück. Asuka erscheint vor mir. “Verzeiht, doch das kann ich nicht zulassen.“
    “Asuka? Das heißt, Lou ist auch hier?“
    “… Nein. Ich bin alleine gekommen. Lou führt jetzt die Gruppe und ich habe gespürt, dass du in Schwierigkeiten steckst. Also, kleine Planänderung: Wir werden für´s erste für Boey kämpfen. Das schlimmste können wir nicht mehr verhindern, aber vielleicht können wir eingreifen, bevor sie einen schlimmen Fehler machen.“
    “Bist du das wirklich, Asuka? Ist das keine Falle? Oder bist du es, Tama?“
    “Tama? Das ist interessant, dass du diesen Namen kennst. Wir werden fürs erste diese Schlacht zu Ende bringen, dann reden wir erst mal ausführlich miteinander.“
    Clives Soldaten kommen mit einer Verstärkung zurück. “Ergreift sie!“ Okay, momentan haben wir sowieso andere Sorgen und ich glaube nicht, dass sie noch irgendwie zögern würden, anzugreifen...

    26
    Kapitel 57: Bewegende Veränderungen

    Jim
    Ich erwache in einer Höhle, nahe am Licht. Neben mir brennt ein Feuer. Irgendwie habe ich wieder überlebt. Aber eine Pause wäre jetzt wirklich nicht schlecht. Ich fühle mich, als hätte ich eine Schlacht durch Ransai in einem Durchlauf geschlagen. “Du bist also wieder wach?“, höre ich. Klar, wer auch immer mich gerettet hat, wird sich mir jetzt sicher offenbaren. Und ich staune nicht schlecht, als ich diese Person sehe. Denn damit hätte ich jetzt am wenigsten gerechnet. “Ich habe dich bewusstlos hier am Ufer gefunden. Und Chaz. Er meinte, er hätte dich aus dem brennenden Wald gerettet. Nun, er… musste schnellst möglich wieder los und er bat mich, mich um dich zu kümmern, bis du selbst wieder laufen kannst.“, erklärt Anige. Ich richte mich langsam auf. Beim Aufrichten merke ich richtig, wie mir wieder alles schmerzt. “Aber… wieso solltest du dich um mich kümmern? Es gibt keinen Grund für dich. Vor allem nicht, nach all dem, was geschah, denke ich, dass es selbst ein persönliches Anliegen für dich wäre, mich zu erledigen.“
    “Bei Arceus´ Güte, was denkst du denn von mir? Ich bin doch keine Mörderin! Ich würde nie derartiges tun!“, sagt sie energisch.
    “Verzeih. Ich habe wohl echt schon vergessen, dass selbst mir das von nicht all zu langer Zeit fremd gewesen wäre. Dieser Konflikt hat echt vieles verändert. Ich respektiere dich, dass du dich dem noch nicht hingegeben hast.“ Zum ersten Mal wird mir richtig bewusst, was ich hier bis jetzt getan habe, was ich früher niemals getan hätte. Ich hätte selbst nie einen Gedanken darüber verloren.
    “Aber wie kommt es, dass du hier bist? Ich dachte, man hätte dich in eine Art Lazarett gebracht?“ Sie streicht sich verlegen am Nacken.
    “Weißt du, irgendwie hatte ich gewusst, dass ich dich finden würde und habe mich, nachdem ich den Brand gesehen habe, sofort auf den Weg gemacht. Ich wusste, dass nur du das zu verantworten hattest und konnte mir nicht vorstellen, dass du das ohne Hilfe so einfach überleben würdest, wie einen Sturz vom Wasserfall. Na ja, dann habe ich hier am Flussufer halt Chaz getroffen und den Rest der Geschichte kennst du ja schon. Irgendwie… hat er mir einfach vertraut.“
    “Dann… Danke… Angie.“ Sie wedelt die Hand vor sich.
    “Nein nein. Sie es als nette Geste, dass du versucht hast, mich am Wasserfall zu retten, okay?“
    “Nagut, aber du hast trotzdem was bei mir gut. Wenn es sich dabei nicht um den Konflikt handelt.“
    “Da kann ich gerade nicht viel verlangen. Werd einfach erstmal wieder gesund, dann sehen wir vielleicht weiter.“
    “Und was werden deine Leute zu deinem Ausflug sagen? Ich bin mir sicher, sie fragen sich bereits, wo du bist.“
    “Ach, das… ja… das könnte zu einem kleinen Problem werden, aber sicher nichts, was schlimm werden würde. Ich bin mir sicher, sie werden nach dieser Aktion erstmal nichts machen, von daher...“
    “Wenn du dir da so sicher bist, dann….“ Wir hören einen Schrei von draußen.
    “Oh, Himmel, das war Lou.“
    “Die, die mich immer so im Visier hat? Diese Braunhaarige?“
    “Ach, jetzt werde ich hier ersetzt? Ja, das war sie.“
    “Das klang aber nach nichts schlimmen, sie ist nicht in Gefahr. Da muss wirklich etwas vorgefallen sein. Sie klang sehr verzweifelt.“
    “Vielleicht sollte ich gleich mal gucken gehen. Du… ich weiß nicht. Wenn ich dich gehen lasse, läufst du wieder frei herum...“
    “Ich weiß. Aber nach all dem bist du jetzt ehrlich gesagt die Letzte, der ich auf dem Feld begegnen möchte.“
    “Ach? Also, mich würde es freuen, dann wüsste ich, dass ich gegen jemanden kämpfe, der nicht wild auch mich loshämmert, bis ich gelähmt am Boden liege.“
    “… Stimmt. Das könnte ich nicht. Ich würde mich ständig daran erinnern, dass ich dir mein Leben schon fast zu verdanken habe.“
    “Jaa, also, was das angeht… ich denke, du bist langsam wieder in Form, alleine zu gehen. Ich lasse dich hier also alleine. Meine bitte den direkten Weg, Boey sollte bald hier ankommen, dann kannst du da wieder mitgehen. Sag aber nicht jedem, dass ich dich versorgt habe.“ Sie hilft mir auf.
    “Geht klar.“ Wir gehen aus der Höhle raus. “Also dann, pass auf dich auf.“
    “Ich denke, du hast das mehr nötig als ich. Man sieht sich!“, sagt sie und läuft weg. Ich schaue dann auf die sich lösende Rauchwolke über dem Berg. Für einen Waldbrand war ich verantwortlich. Ich hoffe, das war die ganze Sache wert. Ich setze mich ans Ufer des Flusses und warte auf Boey.

    27
    Hier ist kurz Projektpause.Sie geht bis zum 23.09, weil ich bis dahin keine Zeit habe, zu schreiben. Das nächste Kapitel kommt also am Samstag den 23.09.

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1501535071
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II ...
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Der zweite Teil des zweiten Aktes des Fanfictions: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen
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2017-07-31
407H
Pokemon

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