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Warrior Cats - unstillbares Verlangen

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22 Kapitel - 11.945 Wörter - Erstellt von: Leatrice - Aktualisiert am: 2017-09-02 - Entwickelt am: - 1.172 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

„Er sah mich aus seinen wunderschönen Augen einen Atemzug an, und alle meine Gedanken drehten sich nur noch um ihn. Mein ganzes Pflichtbewusstsein und mein ewiger Widerwillen waren wie ertränkt." Federschweif, die unberechenbare DonnerClan-Kriegerin, deren Existenz sich nicht nachweisen lässt, erzählt von ihrer Liebe zu einem ihr bisher unbekannten Kater. Wo Loyalität und Verlangen aufeinandertreffen, findet man die wohl schwierigsten Entscheidungen. „Doch, wenn dein Geliebter stirbt, durch die schwingenden Klauen einer tödlichen, und doch betörend schönen Beere, gibt es nichts, was dich als Heilerin noch halten würde, wenn du eine wärst" Sie findet ihren Weg, auch wenn sie dafür über Leichen gehen musste, doch noch ist nicht alles vorbei. Ihr Geständnis der Liebe, an einen verstorben Kater, für den Sie Ihre Liebe erst nach Monden entdeckt hatte, als sie noch für jemand anderen schwärmte, ist das schwerste, was sie meistern muss. Liebe ist etwas schönes, doch genauso kann sie auch tödlich und verlockend erscheinen.
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„Manchmal ist es besser, loszulassen, Federschweif." Ich erstarrte. Niemals würde ich ihn loslassen, denn er war wie kühles Wasser in den erbarmungslosen Sonnenstrahlen, wie mein Retter in der Not. Ich könnte ihn niemals vergessen. „Du irrst dich, Eisfluss. Du irrst dich." entgegnete ich entschlossen und erwiderte den kochend heißen Blick ohne zu Blinzeln. Für diese Entscheidung brauchte ich ihre teils weisen Worte nicht, ich brauchte eine Prise meines Herzens. Und dieses sagte mir, das er richtig war, dass das was ich tat richtig war. Niemals würde sich jemand zwischen mich und ihn stellen.

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    ((unli))((bold))Hey, willkommen zu meiner kleinen Warrior Cats-Geschichte.((ebold))((eunli)) ((cur))Meine kleine Story wird vielleicht etwas verwirren
    Hey, willkommen zu meiner kleinen Warrior Cats-Geschichte.

    Meine kleine Story wird vielleicht etwas verwirrend sein, da in der Einleitung beschrieben wird, das Federschweif, die ich mir übrigens ausgedacht habe, von ihrer Liebe erzählt. Und das wird sie auch tuen, nur wird das ganze wie eine Geschichte verpackt. Eine Geschichte wie jede andere auch. Ich werde in der Vergangenheit schreiben, allerdings werden auch Sätze wie “Ich konnte ja noch nicht wissen, was ich später für Gefühle für ihn in mir finden würde." Vorkommen, da es trotz allem eine Erzählung ist. Also, ich wünsche euch viel Spaß, und wenn ihr sowas auch schon erlebt habt, was ich nicht hoffe, möchte ich euch mein Beileid sagen, auch wenn eurer Schwarm vielleicht nur umgezogen ist. Es wird außerdem keinen Prolog geben, da in der Einleitung schon alles steht, was ihr wissen müsst. Weiter unten findet ihr außerdem Federschweif's Steckbrief und den wichtiger Charaktere der Fanfiction.

    Liebe Grüße, Leatrice


    Name: Federschweif
    Alter: 35 Monde
    Geschlecht: weiblich
    Clan: DonnerClan
    Rang: Kriegerin
    Aussehen: Federschweif ist eine nicht ungewöhnlich hübsche Kätzin mit gepflegten, dunkelsilbern getigerten Fell, welches eher matt dunkelgrau wirkt und sehr weich, aber glatt ist, sie hat einen schlanken, langen Schweif der in einer dunklen Schweifspitze endet, ihre Schultern sind sehr kräftig aber nicht besonders breit, weshalb sie in Sachen Kraft oft unterschätzt wird, sie ist eine schlanke Katze mit funkelnden, eisblauen Augen und kleinen, Dunklen Pfoten, sowie normal langen Beinen und spitzen Ohren, sie hat außerdem viele lange Schnurrhaare, ihre Nase ist etwas dunkler geraten als ihr Fell und weist eine fast schwarze Linie auf, die sich auf beiden Seiten bis zu ihren Augen zieht, welche nach Außenhin einen kalten, blaugrauen Rand haben, ihre Krallen sind bemerkenswert scharf und normal lang, während ihre Kieferseiten schneeweiß sind, unter ihrem Fell spielen geschmeidige Muskeln und sie ist sehr kraftvoll, aber elegant gebaut
    Sonstiges: Sie ist eine HalbClan-Katze - ihre Mutter starb bei ihrer Geburt und kam aus den DonnerClan, ihr Vater war ein SchattenClan-Krieger, sie ist die Hauptrolle der Geschichte und hat eine ungewöhnlich enge Bindung zu ihrem Mentor, zu ihrer Großmutter und zu ihrer Schwester

    Name: Sturm
    Alter: 37 Monde
    Geschlecht: männlich
    Clan: /
    Rang: Streuner
    Aussehen: Sturm ist großer Kater mit aalglatten, silbern getigertem Fell, welches sehr eng an seinem Körper anliegt, er hat einen buschigen, aber nicht dicken Schweif, an dem man nichts außergewöhnliches finden kann, seine Schultern sind etwas breiter als die von Katzen wie Federschweif, aber nicht unbedingt muskulös, er ist ein trotzdem schlanker, geschmeidiger Kater mit leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen und etwas helleren, großen Pfoten, sowie langen Beinen und leicht abgerundeten Ohrenspitzen, er hat außerdem nur noch wenige Schnurrharre, was aber nicht sehr auffällig ist, seine Nase hingegen ist zartpink und seltsam geschwungen, in seinen Augen sind kleine, goldgelbe Splitter versteckt, während seine Krallen nicht unbedingt ungewöhnlich, aber leider etwas stumpf sind, er wirkt durch sein kurzes Fell kräftiger als er eigentlich ist
    Sonstiges: Er ist Federschweif's große Libe - und ein klein wenig seltsam, er kämpft nur sehr wenig und ist darin nicht sehr gut, weshalb er versucht alles friedlich zu klären, die meisten bemerken ihn erst sehr spät, weil er sich gut verstecken kann

    Name: Vipernherz
    Alter: 40 Monde
    Geschlecht: männlich
    Clan: DonnerClan
    Rang: Krieger
    Aussehen: Vipernherz ist ein oft als attraktiv beschriebener Kater mit weichem, braun getüpfelten Fell, das ein wenig an den Pelz eines Leoparden erinnert, er hat einen normal langen, fluffigen Schweif, sowie recht schmale, geschmeidige Schultern, er ist ein kraftvoller, aber nicht muskulöser, und langgliedriger Kater mit verträumten, bernsteinfarbenen Augen und gleich getüpfelten, mittelgroßen Pfoten, sowie recht langen Beinen und luchsähnlichen Ohren, er hat sehr viele, aber nicht unbedingt lange Schnurrhaare, seine Nase ist ebenfalls bräunlich mit ein paar dunkleren Tüpfeln, in seinen Augen kann man meist sehr viel lesen, da sie seine Gefühle sehr stark zeigen, seine Krallen sind nicht unbedingt abgenutzt, aber auch nicht die schärfsten, während sein Fell mittellang, gepflegt und ungewöhnlich flaumig ist
    Sonstiges: Er ist seit vielen Blattwechseln in Federschweif verliebt - und das nicht allzu knapp, er ist immer da wo sie ist und ist sehr begehrt bei Kätzinnen in seinem Alter

    Name: Goldsturm
    Alter: 35 Monde
    Geschlecht: weiblich
    Clan: DonnerClan
    Rang: Kriegerin
    Aussehen: Goldsturm ist eine schlanke Kätzin mit hellen, wunderbar golden getigerten Fell, dessen Streifen etwas intensiver sind als die Grundfellfarbe, sie hat einen langen, sehr schlanken Schweif, der in einer etwas dunklen Schwanzspitze endet, ihre Schultern sind etwas breiter als die ihrer Schwester und deutlich kräftiger, sie ist eine sehr kräftige, aber etwas klein geratene Katze mit schönen, goldfarbenen Augen und hellen, eng golden getigerten Pfoten, sowie normal langen Beinen und ebenfalls spitzen Ohren, sie hat golden gefärbte, lange Schnurrhaare die sie zu etwas besonderen machen, ihre Nase ist leicht caramelfarben und ähnelt etwas einer Stupsnase, während ihre Krallen in einem kalten kieselgrau sind und rassiermesserscharf, ihr Fell ist aber sehr etwas länger und trotzdem dünn
    Sonstiges: Sie ist eine HalbClan-Katze - und Federschweif's Schwester, sie ist die erstgeborene, wobei ihre Bindung zu ihrem Vater stärker ist, als die Verbindung zwischen Federschweif und ihrem Vater - weshalb sie den SchattenClan liebte, aber Federschweif nicht alleine lassen wollte

    Name: Fuchskralle
    Alter: 60 Monde
    Geschlecht: männlich
    Clan: DonnerClan
    Rang: 2. Anführer - oder auch stellvertrender Anführer
    Aussehen: Fuchskralle ist ein hübscher Kater mit gepflegten, roten Fell, das einer Flamme sehr stark ähnelt, er hat einen buschigen, mittellangen Schweif, seine Schultern sind sehr breit und muskulös, er ist ein etwas größerer, sehr muskulöser Kater mit warmen, blaugrünen Augen, wobei das Grün überwiegt, und großen, roten Pfoten, sowie normal langen Beinen und normal geformten Ohren, er hat eine Schnauze wie ein Fuchs und lange Schnurrhaare, seine Nase ist ein wenig gräulich, während er sehr lange, scharfe Krallen hat, sein Fell ist aber trotz der kurzen Haare recht dicht gewachsen
    Sonstiges: Er war Federschweif's Mentor - und hat eine sehr enge, freundschaftliche Verbindung zu ihr, er ist oftmals der einzige, der sie versteht und im Lager nicht durchdreht, wenn Vipernherz wieder einmal lautstark umschwärmt wird

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, ihr Lieben!

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    ((bold))Kapitel 1 - einseitiges Verlangen((ebold)) Ich seufzte. Die aufgehende Sonne tüpfelte mein dunkel getigertes Fell und ich war dazu verdammt w
    Kapitel 1 - einseitiges Verlangen

    Ich seufzte. Die aufgehende Sonne tüpfelte mein dunkel getigertes Fell und ich war dazu verdammt worden in dieser Hitze durch den Wald zu laufen, während meine Clangefährten im Schatten ausruhen konnten. Es fühlte sich so an, als würde die Sonne mein Fell versengen, und für einen kurzen Moment stieg der Geruch von Rauch in meine Nase. Vor mir konnte ich Fuchskralle, den 2. Anführer und Patrouillenleiter erkennen. Jeder einzelne Schweißtropfen auf seinem roten Fell stach mir ins Auge, während ich zu ihm aufschloss um Vipernherz zu entkommen. „Federschweif, warte." hörte ich ihn keuchen, doch ich blieb nicht stehen. Seit mehreren Blattwechseln ging das nun schon so. Vipernherz war immer da, und ich meinte wirklich immer. Egal ob es mir jetzt gut oder schlecht ging, wenn er auftauchte war meine Laune auf den Nullpunkt gerutscht. Ich wusste, das er mich liebte, und ich wusste auch, das die meisten Kätzinnen in meinem Alter in ihn verliebt waren, doch ich erwiderte seine Gefühle nicht. Ich konnte es einfach nicht. Nicht, wenn er selbst in der Nacht neben mir saß. Ich fühlte mich einfach schrecklich eingeengt. Anders war es bei Fuchskralle, ich genoß seine Nähe, aber ich wusste, das es für uns beide nur Freundschaft war. Eine normale Beziehung zwischen einem Mentor und seiner ehemaligen Schülerin eben. Und ich wünschte mir auch nicht mehr. „Warum wartest du nicht auf ihn, Federschweif? Er ist ein Teil des Clans, und im DonnerClan wird niemand ausgeschlossen." Ich fauchte ungläubig. Das konnte Fuchskralle doch gerade nicht wirklich gesagt haben. Er wusste doch, wie sehr Vipernherz mir auf den Nerven lag. „Ich weiß, Fuchskralle. Aber ich liebe ihn nicht ..." setzte ich gereizt an und stoppte als der scharfe Blick des fuchsroten Kater sich in meine Augen bohrte. Ich seufzte übertrieben laut und verlangsamte mein Tempo, bis ich Pfotenschritte regelmäßig neben mir wahrnehmen konnte. „Du hast gewartet." Schnurrte Vipernherz und presste sein schweißnasses, getüpfeltes braunes Fell gegen meines. Ich zuckte nur kurz mit dem Ohr. Ich wollte nicht noch eine Ermahnung von Fuchskralle provozieren, jedenfalls nicht in nächster Zeit. „Wie du siehst, ja habe ich." entgegnete ich kurz angebunden und achtete nicht auf das kleine, verletzte Funkeln in seinen Augen. Sollte Vipernherz doch im Wald der Finsternis verrotten. Doch er tat mir auch irgendwie leid. Er liebte eine Kätzin, die seine Gefühle nicht erwiderte, und ihm nur Ablehnung entgegenbrachte, aber so war ich eben. Kühl, distanziert und dennoch hübsch und beliebt. Schließlich konnte ich nichts dafür, das ich so war, wie ich war. So tappte ich schweigend neben ihm her, während er mich mit seinen verträumten Blicken löcherte. „Du bist wunderschön." flüsterte er liebevoll und fuhr mir mit seiner rauen, ausgetrockneten Zunge über die Ohren. Ich zuckte zusammen und lief einfach los. Das war zu viel. Ich liebte ihn nicht, und trotzdem begehrte er mich wie eine Raubkatze ein Stück Fleisch. Einfach abscheulich. So schloss ich das zweite Mal zu Fuchskralle auf und musterte die vielen Muskeln, die unter seinem kurzen, gepflegten Fell spielten. Warum musste ausgerechnet ich von diesem mäusehirnigen Kater begehrt werden? „Ist etwas, Federschweif?" knurrte Fuchskralle entnervt und drehte den Kopf zu mir. Ich verkniff mir ein genervtes Seufzen und deutete wortlos auf Vipernherz, der mit hängendem Kopf und Schweif hinter uns her tappte. Fuchskralle seufzte nur kurz ungehalten und drückte mir mitleidig seine Schnauze gegen meine Wange. „Wir sind gleich im Lager. Da kannst du dich vor ihm verstecken." Der Ältere Krieger grinste zu mir rüber. Ich starrte ihn einfach nur an. War es so offensichtlich das ich mich vor Vipernherz versteckte? „Jeder weiß es, Federschweif. Selbst Vipernherz." Fuchskralle grinste noch süffisanter und legte mir kurz den buschigen, fuchsroten Schweif auf die Schulter. Ich rollte mit den Augen in Richtung Vipernherz, der inzwischen wieder zu uns aufschloss. Der Kater nickte wissend. „Federschweif, du gehst voraus ins Lager. Vipernzahn und ich kontrollieren noch kurz die WindClan-Grenze." befahl er herrisch. Ich nickte erleichtert und strich ohne ein Wort zu sagen an Fuchskralle vorbei, dass Vipernherz mich dabei enttäuscht ansah ignorierte ich gekonnt. „wir sehen uns dann, Fuchskralle." miaute ich kurz zum Abschied. Inzwischen war es wirklich so heiß geworden, das ich froh war, wenn noch Wasser im Fluss war. Ich könnte es dem Fluss nicht verübeln, wenn er kein Wasser mehr führte. Dafür war es einfach zu heiß. Das Lager war kaum in Sichtweite, da lief meine Schwester Goldsturm schon auf mich zu. „Federschweif, wo sind Fuchskralle und Vipernherz?“ meldete sich eine ruhige, tiefe Stimme. Tannenstern, ein muskulöser, Braun getigerter Kater, sah von seiner Fellpflege im Schatten auf. „Sie wollten noch die WindClan-Grenze kontrollieren, Tannenstern." miaute ich und neigte den Kopf vor dem viel Älteren Anführer, der mir seinerseits kurz zu nickte. „Nimm dir etwas zu Essen und setz dich am besten in den Schatten. Es ist in der Sonne ja nicht auszuhalten." ich verabschiedete mich kurz von Tannenstern und meiner Schwester, die offenbar auf den getigerten Kater einredete, dann tappte ich auf den kleinen Frischbeutehaufen zu und entschied mich für eine kleine Amsel, bevor ich in den Schatten tappte und mich dort niederließ. Manche Tagen waren einfach nicht für uns DonnerClan-Katzen gemacht worden.

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    ((bold))Kapitel 2 - erste Begegnungen((ebold)) Eine Pfote knuffte mir unsanft in die Flanke. Ich blinzelte ärgerlich und wartete darauf, das sich mei
    Kapitel 2 - erste Begegnungen

    Eine Pfote knuffte mir unsanft in die Flanke. Ich blinzelte ärgerlich und wartete darauf, das sich meine Sicht klärte wie Wasser. Das getüpfelte braune Fell und die verträumten bernsteinfarbenen Augen die mich musterten waren unverkennbar. Demonstrativ sträubte sich mein Fell. „Was willst du, Vipernherz?“ miaute ich genervt und setzte mich auf. Er lächelte sein charmantestes Lächeln. „Ich wollte jetzt einem Spaziergang machen, und da wollte ich dich fragen ob du nicht mitkommen möchtest." Ich schnaubte ungläubig. Konnte dieser Kater nicht einfach verstehen, das ich nichts von ihm wollte? Offenbar nicht, den er schnurrte leise und kam näher auf mich zu, um mir kurz über die Ohren zu lecken. Ich fauchte voller Wut und schlug ihm grob auf das rechte Ohr, welches zu einem tiefen V gespalten worden war. Von mir, um genau zu sein, den ich war nicht immer eine DonnerClan-Kriegerin gewesen. Mein Vater war ein SchattenClan-Krieger gewesen und meine Mutter eine DonnerClan-Kätzin. Ich war also eine HalbClan-Katze und so wuchs ich bei meinem Vater auf, bis aus einem ganz einfachen Grund zum DonnerClan wechselte. Der SchattenClan hatte mich nicht akzeptiert. „Nein, ich will nicht mit dir spazieren gehen." knurrte ich wütend und drehte ihm würdevoll den Rücken zu. Mich wegen einem Spaziergang mit dem mir meist verhassten Kater zu wecken, war der größte Fehler seines Lebens gewesen. „Wenn du meinst. Aber wir bilden später zusammen eine Jagdpatrouille mit Goldsturm, ja?“ fragte er fröhlich. Ich schwieg beharrlich und zerrupfte mit meinen langen, scharfen Krallen mein weiches, warmes Moosnest, bis Federn durch den Kriegerbau segelten. Der getüpfelte Kater seufzte. „Das heißt schätze ich mal nein." miaute er niedergeschlagen und ich peitschte mit dem Schweif. Endlich hatte er verstanden, das ich nichts von ihm wollte, dachte ich jedenfalls. „Naja, du musst wohl aber trotzdem mitkommen." rief er über die Schulter zurück und ich erkannte, das sich seine Pfotenschritte entfernten. Zum Glück war er jetzt endlich weg, länger hätte ich das wohl kaum ausgehalten. Ich seufzte. Schlafen konnte ich jetzt eh nicht mehr, also schob ich mich aus dem Kriegerbau. Meine Pfoten schlugen sofort den Weg in Richtung Wald ein und ich rannte, immer schneller und schneller. Ich atmete unregelmäßiger. Schneller und langsamer, wenn ich zum stehen kam. Das meine Ballen von etlichen Steinen aufgeschürft wurden, ignorierte ich, genauso wie den Schmerz. Der Wind strich durch mein getigertes Fell und ließ mir einen kalten Schauder den Rücken entlang laufen. Ich blieb stehen und spitzte die Ohren. Ein leises Knacken, der Geruch eines Streuners. Ein drohendes Knurren stieg mir die Kehle empor. Streuner waren in meinem Territorium falsch. Das Knacken wurde lauter und ein schlanker, silbern getigerter Kater schob seine breiten Schultern durch die herabhängenden Äste der einzigen Trauerweide die im DonnerClan-Territorium stand. Seine stechend bernsteinfarbenen Augen fielen auf meine ausgefahrenen Krallen, die ich wohl nicht eingefahren hatte, nachdem ich mein Nest zerfetzt hatte. „Was hast du hier zu suchen, Streuner?" fauchte ich und spannte die Muskeln an. Der Fremde grinste mich frech an und zuckte mit dem Ohr. „Jagen, was den sonst? Und übrigens, ich heiße Sturm und nicht Streuner." konterte Er, setzte sich und ringelte den langen Schweif ordentlich um seine großen Pfoten. Ich schnaubte verächtlich. Typisch Streuner. Dämlich wie Stroh und nichts weiter. „Dann, Streuner", ich betonte das Streuner provozierend, „muss ich dich bei deiner Jagd unterbrechen." Ich knurrte. Er blinzelte, und ich stürzte mich keinen Herzschlag später mit ausgefahrenen Krallen auf ihn.

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    ((bold))Kapitel 3 - Feuer und Eis((ebold)) Im letzen Moment wich er zur Seite aus. Ich knurrte verärgert auf und federte meinen Sprung elegant auf de
    Kapitel 3 - Feuer und Eis

    Im letzen Moment wich er zur Seite aus. Ich knurrte verärgert auf und federte meinen Sprung elegant auf den Pfoten ab, sodass ich nicht mehr spürte als einen sanften Stoß. Doch kaum hatte ich die Muskeln erneut angespannt, für den nächsten Sprung, begann er zu Seufzen. „Wann versteht ihr Waldkatzen endlich, dass Kampf nicht immer die beste Lösung ist?" Und mit einem Mal zögerte ich. Es stimmte, Kampf war nicht immer die richtige Lösung, aber immer noch eine Lösung von Problemen. Der Fremde schien mir auf einmal sympathisch zu sein, den ich verharrte in meiner kampfbereiten Haltung, entspannte mich aber wieder. „Egal wie oft ihr einen Streuner aus eurem Wald verjagt, es wird immer ein anderer hier jagen kommen." miaute er und fixierte mich mit seinen nicht deutbaren, bernsteingelben Augen. Ich schwieg. Es erschien mir falsch darauf zu antworten. „Du weißt das. Aber du unternimmst nichts dagegen." fuhr er vorwurfsvoller fort und ich erstarrte angesichts der Vorwürfe. Die Wut kochte wieder in mir hoch, und ich bemühte mich die Krallen wieder einziehen, um nicht über ihn herzufallen. „Du kennst unsere Lebensbedingungen nicht, also hör' auf uns Vorwürfe zu machen, die du am Ende noch bereuen wirst." fuhr ich ihn an und bemerkte unzufrieden, das er mir unbeeindruckt entgegen tappte. Er setze sich, legte den Kopf schief und musterte mich aus seinen jetzt glühenden, neugierigen Bernsteintiefen. „Dann erkläre sie mir." forderte er und ich erstarrte wieder einmal. Warum sollte ich einem Streuner mögliche Schwäche meines Clans auslegen? Aber ich tat es. Ich erzählte ihm alles, was ich wusste. Ohne darauf zu achten, nicht zu viel von meinem Clan preiszugeben. Er nickte einfach nur. „Deshalb bekriegt ihr also Streuner, Hauskätzchen und andere Clankatzen. Es sind aber alles auch nur Katzen, die überleben wollen." Ich rollte mit den Augen. War ja klar, Streuner blieb Streuner. Auch wenn er zugegeben nicht unbedingt dumm oder schlecht aussehend war, aber er blieb trotzdem was er war, ein Feind. Und nichts weiter. „Lass uns doch." fauchte ich gereizt und hob die Linke Vorderpfote, um ihn auf dem Kopf zu schlagen. Er zuckte aber nicht einmal zusammen. „Wenn es dir da so gefällt, warum bist du dann so genervt?" Ich fasste es einfach nicht, aber ich erzählte ihm schon wieder alles, ignorierte das er ein Streuner war, mein eigentlicher Feind. „Es liegt nicht am Clan, es liegt an Vipernherz. Er läuft mir seit Blattwechseln hinterher und ich fühle mich einfach schrecklich eingeengt. Er nervt einfach nur." ich seufzte. Das Mitgefühl in seinen Augen brauchte ich nicht. Ich wollte und brauchte es nicht. In diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte gerade einen Streuner alles über mich erzählt, außer meinem Namen. „Und jetzt kannst du verschwinden. Also, los. Worauf wartest du?" blaffte ich ihn an. Er sah mich leicht irritiert, aber ruhig an. „Ich gehe, aber nur unter einer Bedingung. Triff mich an Halbmond am See." flüsterte er mit rauer, samtiger Stimme. Ich schluckte, wohlwissend das das gegen das Gesetz verstieß. Doch das war mir gerade völlig egal. „In Ordnung." miaute ich und sah ihm nach, wie er in großen Sprüngen durch das Unterholz setzte. Dieser Kater machte etwas mit mir, und ich wusste jetzt schon, dass es nicht gut ausgehen würde und das ich es hasste. Es war wie Feuer und Eis. Ich war das Feuer und er das Eis. Ich schüttelte ungläubig den Kopf und rannte zum Lager zurück. Frustriert davon, was ich gerade getan hatte. Doch ein Funken Aufregung glom in mir auf, ich würde ihn wieder sehen, und das schon bald.

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    ((bold))Kapitel 4 - Wiedersehen((ebold)) Meine Pfoten setzten in regelmäßigen Sprüngen über das von Tau überzogene Gras und mein Atem bildete kle
    Kapitel 4 - Wiedersehen

    Meine Pfoten setzten in regelmäßigen Sprüngen über das von Tau überzogene Gras und mein Atem bildete kleine, frostige Wölkchen außerhalb meiner Lunge. Heute war es soweit, ich würde Sturm wiedersehen. Ich liebte es. Das Plätschern des Flusses brachte meine Aufregung zum überkochen, doch nach außen wirkte ich ungerührt und gefasst, sowie, fast, immer. Dort stand er. Sein erfreutes Schnurren klang noch lange in meinen Ohren nach. „Du bist gekommen." Ich nickte. Was hätte ich auch antworten sollen? Er zuckte kurz mit der Schwanzspitze und trottete mit lodernden Augen auf mich zu. Wie aus Reflex berührte ich seine Nase sanft mit meiner, als wären wir alte Freunde, wie Fuchskralle und ich. Sturm schnurrte etwas überrascht und drückte mir seine Schnauze sanft gegen die Wange. Meine Kehle wurde trocken. Ich wollte schnurren, aber ich konnte nicht. Er löste sich von mir und setze sich genauso wie bei unserem ersten Treffen. „Du hast letztes Mal deinen Namen gar nicht gesagt." miaute er überraschend enttäuscht und ich senkte kurz den Kopf. Hätte ich gewusst, das ich ihn mögen würde, wäre es das erste gewesen, was ich getan hätte. „Federschweif, ich heiße Federschweif." krächzte ich leise. Er nickte wieder nur. „Schöner Name." kommentierte er. Dann entstand ein peinliches Schweigen. Ich hätte es wissen müssen, ich hätte wissen müssen das das hier ein Fehler war. Noch konnte ich zurück ins Lager und dafür sorgen, das niemand etwas davon erfuhr, was ich, Federschweif, Kriegerin des DonnerClans, heute Nacht getan hatte. Doch dann wären viele Tage endlosen Wartens Verschwendung gewesen. Eine Pfote stieß mir sanft in die Seite. Ich drehte den Kopf und wollte ihn schon gereizt anfahren, stoppte aber. Sturm's Schnurrhaare zuckten und er bedeutete mir mit einem Zucken seines Schwanzspitze ihm zu folgen. Meine Neugierde war geweckt. Wo wollte Er hin? Also folgte ich ihm, ignorierte wie schmerzhaft die Steine unter meinen Pfoten in meine Ballen stachen und das die zunehmende Kälte an meinen Knochen nagte. Er war das einzige was zählte. Und alles andere war mir egal, solange er bei mir war. „Wir sind da, Federschweif." Ich wusste, das ich meinen Namen liebte, wenn er kühl und respektvoll ausgesprochen wurde, doch wenn er es aussprach, so sanft, dann liebte ich es umso mehr. Ich sah mich um. Wir waren immer noch an genau der selben Stelle. Wie romantisch. „Du Idiot. Du hast uns im Kreis rumgeführt." Er schnurrte amüsiert. „Wie schlau du bist, Federschweif." miaute er sarkastisch und ich rollte mit den Augen. Ein kurzer Blick nach oben verriet mir, das der Morgen hereinbrach. Bedauern stieg in jeder Faser meines Körpers auf. „Ich muss los, bevor die anderen etwas merken." sagte ich leise und drehte mich um. „Nächsten Halbmond wieder?" hörte ich ihn fragen. Ich nickte. Ja, nächsten Halbmond wieder. Aber, verdammt, die Morgenpatrouille war anscheinend los. Der Geruch von Fuchskralle, Vipernherz und Goldsturm stieg mir in die Nase. Nichts wie weg. Mit schnellen, weiten Sprüngen setze ich durch das Unterholz. Mein Atem begann zu rasseln. Aber das war mir egal, solange sie mich nicht bemerkten, wenn sein Geruch noch in meinem Fell heftete. Ich blieb stehen und begann schnell und sorgfältig mein Fell in einer Katzenwäsche zu glätten und gleichzeitig von seinem Geruch zu befreien. Es war einfach besser so. Nicht, das ich mich dafür schämte oder ähnliches.

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    ((bold))Kapitel 5 - Geständnis((ebold)) Ich tappte zurück ins Lager. Alles war noch ruhig und ich begann zu schnurren. Flanken hoben und senkten sic
    Kapitel 5 - Geständnis

    Ich tappte zurück ins Lager. Alles war noch ruhig und ich begann zu schnurren. Flanken hoben und senkten sich, Atem pfiff durch die Stille. Hier war mein Zuhause, hier lebte meine Familie, der DonnerClan. Ein schmerzhafter Stich bohrte sich wie ein Eiszapfen in mein Herz. Ich hatte gerade meine Familie verraten. „Federschweif?" Ich sah mich um. Eisfluss, eine einst hübsche, weiße Kätzin mit gepflegten Fell und meine Großmutter, schob sich krächzend aus dem Ältestenbau. Ich schnurrte tief und tappte auf die alte Kätzin zu. „Eisfluss." Auch sie war ein Grund, warum ich in den DonnerClan wechselte. Ich wollte damals mehr über meine Mutter fahren und suchte deshalb meine Großmutter auf, die ich schnell lieb gewann. Die Alte Kriegerin sah mich aus unergründlichen, eisblauen Augen an, und ich fragte mich, ob sie etwas wusste, was sie nicht wissen durfte. „Komm mit auf einen Spaziergang, Kind." Ich blinzelte überrascht. Klar, für ihr Alter war die weiße noch topfit, doch das noch gelegentlich Spaziergänge machte wusste ich nicht, bis jetzt jedenfalls. Das gleichmäßige Trommeln ihrer Pfoten auf dem Waldboden juckte in meinen Ballen. „Warte auf mich, Eisfluss." rief ich und trottete ihr in einem eiligen Tempo hinterher. Sie war immer noch schnell, das musste man ihr lassen. Auf einer kleinen Lichtung blieb sie stehen und ich atmete stoßweise aus. Mit ihr konnte selbst das kleinste Stück Weg zu einer riesigen Anstrengung werden. „Ich habe dich heute morgen gesehen, Federschweif. Was hast du mit diesem Kater hier zu suchen gehabt?" Ich schnappte nach Luft. Ich hatte also Recht gehabt, diese Älteste wusste mehr als meine gleichaltrigen Clangefährten. „Ich weiß nicht was du meinst, Eisfluss." wich ihr aus und fand plötzlich den Boden unter meinen Pfoten seltsam interessant. Ihr stechender, ungläubiger Blick brannte sich tief in mein Fell und Scham durchflutete meinen Körper in tödlichen Wellen. „Lüg mich nicht an." fauchte die Alte plötzlich drauf los und peitschte mit dem Schweif. Ich zuckte zusammen und funkelte Sie an. „Ich Lüge nicht." beharrte ich stur und hob trotzig das Kinn. Die alte Kätzin bohrte ihre dornenscharfen Krallen in die Erde und ich erschauderte. Meine Großmutter war zu ihrer Zeit eine der begnadetsten Kämpferinnen gewesen, hatte man mir erzählt und ich wusste, das ich vieles von ihr gelernt hatte. „Federschweif, du musst mir die Wahrheit sagen." belehrte Sie mich. Ich seufzte erneut auf. Es hatte einfach keinen Sinn etwas vor ihr geheimzuhalten. Früher oder Später hätte sie es so oder so gewusst. „Also gut. Er heißt Sturm und ich mag ihn. Deshalb haben wir uns hier getroffen, um zu reden." miaute ich und sah die Wut in den blauen Augen der Älteren lodern. Sie schnaubte verächtlich und fegte mit dem buschigen Schweif über das rotgoldene Laub, das nur so raschelte. „Nagut, solange es nur einmal ist, sage ich es nicht Tannenstern. Aber sollte ich mitkriegen, das du dich öfter mit diesem Flohpelz triffst, ziehe ich dir gemeinsam mit Tannenstern das Fell über die Ohren." Sie sah mich eindringlich an. Ihre geknurrten Worte prallten an meinen Ohren ab. Und wie ich mich wieder mit Sturm treffen würde, so oft wie möglich. Ich drehte mich schweigend um und wir setzen Seite an Seite durch das Unterholz, zurück zum Lager.

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    ((bold))Kapitel 6 - feuriges Zusammentreffen((ebold)) Keuchend schob ich mich neben Weißpfote durch das dichte Geäst. Das rotgoldene Laub raschelte
    Kapitel 6 - feuriges Zusammentreffen

    Keuchend schob ich mich neben Weißpfote durch das dichte Geäst. Das rotgoldene Laub raschelte verräterisch unter meinen Pfoten, doch das war mir gerade völlig egal. Wir waren ja nicht auf einer Jagdpatrouille, sondern auf einer ganz besonderen Mission. Das Trommeln der Pfoten vor und hinter uns schoss Adrenalin durch meinen Körper. Heute war es soweit, wir würden der Hauskätzchenplage ein Ende bereiten. Aufregung kribbelte in meinen Ballen. „Du, Federschweif, was ist wenn wir es nicht schaffen?" Ich drehte mich überrascht zu der jungen Schülerin um. Sie hatte den Kopf gesenkt und ihre Muskeln waren verkrampft. Ich schnurrte beruhigend und drückte mich an die dunkelbraune Kätzin. Meine raue Zunge fuhr ihr sanft über den Kopf. „Wir werden das schaffen, Weißpfote. Es sind nur ein paar Hauskätzchen. Also, mach dir keine Sorgen." miaute ich sanft und spürte einen brennenden Blick auf mir. Ich unterdrückte ein genervtes Schnauben und erhaschte einen kurzen Blick auf Vipernherz, der mich und Weißpfote sanft beobachte. Ich kniff ärgerlich die Augen zusammen. Wir würden niemals zusammen Junge haben. Ich lenkte meine Aufmerksamkeit also wieder der Kriegerschülerin zu und musterte sie warm. Sie nickte schweigend und die Angst in ihren eisblauen Augen erstarb. Ich verlangsamte meine Schritte. Fuchskralle und Dornensturm, ein muskulöser goldbrauner Kater, waren stehen geblieben. Ich spürte den Atem meiner Schwester in meinem Nacken und glühte förmlich vor Hitze. „Also. Alles wird genauso ablaufen wie wir besprochen haben. Federschweif, Dornensturm und ich werden sie offen angreifen. Der Rest wird nach und nach aus dem Hinterhalt dazustehen." Ich hob den Kopf. Meine Muskeln spannten sich an und meine Pfoten juckten. Ich konnte es kaum erwarten, dieses verwöhnten Hauskätzchen die Krallen in den Pelz zu schlagen. Fuchskralle ging es genauso. Kampfeslust brannte in seinen Augen und wandte sich von seinen Clangefährten ab. Ich nahm meinen Platz an seiner linken Flanke ein und so stürmten wir auf die nichts ahnenden Hauskätzchen zu. Doch sie waren nicht allein. Ich konnte einen mir vertrauten Geruch ausmachen, doch meine Sinnen waren wie betäubt. ich stieß ein wütendes Fauchen aus und stürzte mich mit ausgefahrenen Krallen auf einen silbern getigerten Kater. Meine Krallen bohrten sich tief in seine Flanken, meine Zähne schnappten nach seinen Ohren, während ich ihn von der Seite rahmte. Um mich und ihm herum herrschte schon ein undurchdringliches Kampfgetümmel. Fuchskralle stieß in einem heftigen Kampf mit zwei weiteren Streunern gegen uns. ich erstarrte kaum merklich, zog meine Krallen aber weiter seine Flanken entlang, während er Weißpfote auf den Boden drückte. Dann fuhr er zu mir herum. Ich kannte diese Augen. Sturm. Ich erstarrte. Weißpfote tauchte unter ihm hindurch und stürzt sich wieder ins Kampfgetümmel. „Federschweif . . ." keuchte er und ich hatte das Gefühl vor Scham zu verbrennen. Blut tropfte aus den Wunden, die ich ihm zugefügt hatte.

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    ((bold))Kapitel 7 - Katze der Dämmerung((ebold)) Wie erstarrt standen wir beide da. Die Welt schien plötzlich stehen zu bleiben. „Es tut mir so Le
    Kapitel 7 - Katze der Dämmerung

    Wie erstarrt standen wir beide da. Die Welt schien plötzlich stehen zu bleiben. „Es tut mir so Leid, Sturm . . ." ich schluckte. Mir wurde übel, als ich seine blutgetränkte Flanke sah. Der Tigerkater blinzelte und schnippte mit der Schweifspitze. Seine silberne Schnauze öffnete sich, als wollte er etwas sagen. Dann erhob sich eine braun getüpfelte Pfote über seinen Kopf, die langen Krallen blitzen unheilvoll auf und bohrten sich dann in seinen Nacken. Ein lautloser Schrei Stieg in meiner Kehle auf und ich stürzte vor, prallte gegen Vipernherz, der Überrascht zurücktaumelte. „Federschweif . . . Was?" Ich antworte nicht und stürzte mich wieder ins Kampfgetümmel. Aus dem Augenwinkel sah ich wie Sturm ins Unterholz flüchtete, Vipernherz war ihm dicht auf den Pfoten. Blut spritzte mir in die Augen und lenkte meine Aufmerksamkeit zurück auf einen graublauen Augen, dessen dunkelblaue Augen kampflustig funkelten. Seine Pfote schnellte wieder vor, doch ich war schneller. Ich wich aus und packte seine Pfote mit den Zähnen. Selbst als ich Blut schmeckte, ließ ich nicht los. Der blaugraue jaulte schmerzvoll auf und entriss mir seine Pfote. Ich fauchte drohend und schlug ihm grob auf den Kopf, was ihn taumeln ließ. Meine Stirn Pochte wild. „Verschwinde, du Fuchsherz." knurrte ich und der Kater bleckte die Zähne, ehe er sich umwandte und davon rannte. Das Kampfgetümmel wurde leiser. Ich sah mich um und entdeckte einen Vertrauten roten Kater am Rand der Lichtung stehen. Fuchskralle. Seine smaragdgrünen Augen funkelten wild. Mein Blick schweifte weiter. Die letzten Streuner und Hauskätzchen ergriffen die Flucht, Weißpfote wollte Ihnen nachsetzen, doch Dornensturm schnippte ihr gegen die Flanke. Ich nickte dem goldbraunen Kater zu und erwiderte das nicken. Nach und nach versammelten sich meine Clangefährten. Triumpf glitzerte in ihren Augen. Ich atmete erleichtert aus. Es waren alle doch. Niemand hatte tödliche Verletzungen erlangt. „Federschweif?" ich blinzelte Fuchskralle entgegen, der mich ernst musterte. Ich schluckte. Hatte er das zwischen Sturm und mir mitbekommen? Das ich nur dagestanden hatte und Vipernherz von ihm gestoßen hatte? Der muskulöse Kater wartete erst gar nicht auf meine Antwort. Mit seiner muskulösen Schulter schob er mich von meinen Clangefährten weg. Er zuckte ungeduldig mit dem Ohr. „Ich habe das zwischen dir und dem diesem Streuner beobachtet. Was hat es damit auf sich?" Ich erstarrte. Meine Kehle wurde trocken. Was sollte ich jetzt sagen? „Nichts." erwiderte ich heiser. Er kniff die Augen zusammen. „Sag mir die Wahrheit, Federschweif." drängte mein ehemaliger Mentor. Ich senkte den Kopf. Ich wollte ihn nicht belügen. Aber ich kannte ihm auch nicht die ganze Wahrheit sagen. „Ich . . . Wir sind nur gute Freunde." brachte ich leise hervor. Der rote Kater schnaubte abfällig.

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    ((bold))Kapitel 8 - Geheimnis((ebold)) Dann herrschte schweigen. Es war ein bedrücktes, teils enttäuschtes Schweigen seinerseits. Ich schlug den Bli
    Kapitel 8 - Geheimnis

    Dann herrschte schweigen. Es war ein bedrücktes, teils enttäuschtes Schweigen seinerseits. Ich schlug den Blick nieder, konnte ihm nicht die in verletzt dreinblickenden Augen sehen. Laub raschelte und sein Geruch verflog. Er hatte mich allein gelassen. Einfach so. Weil ich nicht ehrlich sein konnte. Ich seufzte leise und hob den Kopf. Blutstropfen benetzten die rotgoldenen Blätter zu meinen Pfoten und dort wo sich meine Krallen unbemerkt in den Waldboden gebohrt hatten, waren jetzt tiefe Furchen. Bilder erschienen vor meinem inneren Augen. Bilder von Fuchskralle, wie er mich tröstete, als ich nicht akzeptiert wurde. Ich schüttelte den Kopf. Sturm war wichtiger. Ich hatte ihn für ihn gelogen. Mit diesen Gedanken folgte ich seiner Fährte, während meine Clangefährten in Richtung Lager strömten. Sie würden denken ich war jagen, das wusste ich. Eine halbe Ewigkeit schien zu vergehen und seine Fährte verlor sich am See. Mein Fell begann wohlig zu kribbeln. Hier hatten wir uns das erste Mal getroffen. „Federschweif." schnurrte eine mir bekannte Stimme und ich fuhr herum. Sturm glitt aus den Schatten auf mich zu, die untergehenden Sonnenstrahlen spiegelten sich in seinen herrlichen Augen und bescheinen sein weiches, silbernes Fell. „Sturm." ich seufzte erleichtert auf. Ich hatte ihn wohl doch nicht für immer verloren. Zum Glück. „Ich dachte, du willst mich nie wieder sehen." Der Tigerkater sah mich ungläubig an und seine Schweifspitze zuckte. „Ich könnte dich niemals alleine lassen, Federschweif." miaute er sanft und trotte mit erhobenen Kopf auf mich zu, bis sein wunderschöner Duft mich umgab. Ich schnurrte. „Weil ich dich liebe, Federschweif. Ich liebe dich mehr als mein Leben." Mein Herz klopfte. Er liebte mich. „Ich dich auch, Sturm." murmelte ich heiser und schmiegte mich an ihn. Er schnurrte zärtlich und schlang seinen Schweif um meinen. Es hatte sich gelohnt Fuchskralle zu belügen. Auch wenn Schuldgefühle mich plagten. Aber ich blendete das aus. Sturm, der Kater den ich liebte, empfand etwas für mich. Es war einfach zu schön um wahr zu sein. Seine raue Zunge fuhr zärtlich über mein linkes Ohr, bis zu meiner Stirn, von der das Blut wusch. Ich schnurrte tief und presste mich noch enger an ihn. Doch aus dem Augenwinkel konnte ich ein paar smaragdgrüner Augen erkennen, die einem schmerzhaften Ausdruck der Kälte annahmen. Dann verschwanden diese mir bekannten Augen und auch der schwer zu erkennbare Schatten verschwand. „Ich muss jetzt gehen, Federschweif . . ." flüsterte Sturm und löste sich von mir. In seinen Augen lag so viel Bedauern, das es mir das Herz zerriss. Ich nickte traurig und keine zwei Herzschläge später war er fort. Ich wusch mir gründlich das Fell, beseitigte jede seiner Geruchsspuren. Dann machte ich auf dem Weg. Ich kam an dem Strauch vorbei, in dem ich diese Augen gesehen hatte. In den Dornen hing ein kleines Büschel roten Felles.

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    ((bold))Kapitel 9 - freudige Überraschung((ebold)) Mit gesenkten Kopf trottete ich zurück ins Lager. Schockiert musste ich feststellen, das sich der
    Kapitel 9 - freudige Überraschung

    Mit gesenkten Kopf trottete ich zurück ins Lager. Schockiert musste ich feststellen, das sich der ganze Clan um Tannenstern versammelt hatte. Einige Katzen drehten die Köpfe zu mir und schauten mich ungläubig oder verärgert an. Ich senkte den Blick beschämt auf meine Pfoten. Tannenstern's bohrenden, strengen Blick verbrannte mir das getigerte Fell. „Sturmjunges, Haseljunges und Flussjunges, tretet vor." Ich blinzelte überrascht und dann traf mich die Erkenntnis wie ein Schlag. Brombeerblüte's Jungen waren heute sechs Monde alt geworden. Also drängte ich mich schweigend zwischen die Krieger und setzte mich neben Vipernherz, der mich überrascht musterte. Ein leises Schnurren rumpelte in seiner Kehle, doch ich ignorierte dieses und heftete meinen Blick auf die drei Jungkatzen, die unbeholfen vor purzelten. Ihre Augen waren aufgerissen vor Aufregung. Haseljunges, eine weiße Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen, wirke allerdings nicht aufgeregt, sondern eher ungeduldig. „Federschweif. Ich vertraue darauf, das du dein Kampfgeschick und deine unerschütterliche Treue an Haseljunges weitergibst." Ich erstarrte. Unerschütterliche Treue. Wie benommen tappte ich auf Haseljunges zu und schaute aus sanften Augen auf sie herab. Ich war ihre Mentorin. „Von heute an wirst du den Namen Haselpfote tragen." Ungeschickt reckte die frischgebackene Kätzin den Kopf und berührte meine Nase mit ihrer. Doch sie war zu energisch und so stießen unsere Nasen schmerzhaft zusammen. Ich schnurrte belustigt, ehe ich zurück zu den anderen Kriegern zurück tappte, Haselpfote mir dicht auf den Pfoten. Den Rest der Versammlung bekam ich schon gar nicht mehr mit. Ich lebte in einem Schleier aus Stolz. Ich war das erste mal Mentorin geworden. Tannenstern hatte mir eine Schülerin anvertraut. Dann rissen mich viele Stimmen aus meinen Gedanken. „Haselpfote! Sturmpfote! Flusspfote!" im letzten Moment stimmte ich mit ein. Ich sah meine Schwester mit glücklich strahlenden Augen neben Flusspfote sitzen und Vipernherz neben Sturmpfote. „Was machen wir jetzt?" ich wandte mich der weißen Kätzin zu und schnurrte belustigt. Ich erinnerte mich noch ganz daran, wie aufgeregt ich damals gewesen war, als Fuchskralle mein Mentor wurde. Fuchskralle. Ich schaute unsicher zu dem fuchsbraunen Kater, der mich aber ignorierte. Ein schmerzvoller Stich bohrte sich in mein Herz. Ich hatte ihn belogen. Und er wusste es. Wie als hätte er meine Gedanken gelesen hob er den Kopf und kniff die Augen zusammen, ehe er sich abwandte. Ich seufzte lautlos auf. „Ich zeige dir heute das Territorium, Haselpfote." die bernsteinaugen der Jungkatze glühten freudig auf. Sie hüpfte in Richtung Lagerausgang und gluckste glücklich. Ich trotte ihr mit schweren Pfoten nach und gemeinsam verließen wir dann das Lager.

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    ((bold))Ein kurzer Zwischenstopp:((ebold)) Wie ihr sicherlich gemerkt habt habe ich einiges an der Ff verändert, wenn er ihr schon vorher hier gelese
    Ein kurzer Zwischenstopp:

    Wie ihr sicherlich gemerkt habt habe ich einiges an der Ff verändert, wenn er ihr schon vorher hier gelesen habt, z.B. habe ich die Bilder geändert. Der Grundtext bleibt aber gleich, weil ich keine Lust hatte 3 Stunden Arbeit einfach ohne weiteres zu löschen. Ich würde mich weiterhin sehr über Kommentare [auch über Kritik!] freuen.

    PS: und alle Schwarzleser unter euch, was schon recht viele sind, sollen sich bitte einfach mal eine Minute Zeit nehmen und mir Rückmeldung geben.

    Danke an dieser Stelle an Morgen für deine lieben Kommentare➰

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    ((bold))Kapitel 10 - Erschöpfung((ebold)) Erschöpft schleppte ich mich zurück ins Lager. Haselpfote, meine neue Schülerin, sprang neben mir auf un
    Kapitel 10 - Erschöpfung

    Erschöpft schleppte ich mich zurück ins Lager. Haselpfote, meine neue Schülerin, sprang neben mir auf und ab. Keine Spur Erschöpfung war in ihren schönen Bernsteinaugen zu sehen, die mich so sehr an eine bestimmte Katze erinnerte. „Fandest du das nicht auch einfach mega toll? Ich liebe unser Territorium. Es ist so schön grün. Überall stehen Bäume ..." ich legte meiner Schülerin sanft den Schweif auf die Schnauze. Sie hatte einfach zu viel Energie und konnte einfach nicht den Mund halten. ”Wir sind hier aufgewachsen, Haselpfote." erinnerte ich sie müde und gelobte im Stillen, ihr irgendwann das Maul zu stopfen. „Wir kennen es nicht anders." Ich seufzte und schaute hoffnungsvoll in Richtung Kriegerbau. Müdigkeit lähmte meine Pfoten und machte sie schwer wie Blei. „Aber da war doch das Territorium des WindClans -" begann die weiße Kätzin. Ich warf ihr einen finsteren Blick zu und sie verstummte sofort. Innerlich Jubelte ich laut. Endlich hielt sie einmal den Mund. Aber nicht wegen mir, wie ich noch feststellen musste. „Tannenstern." Die frischgebackene Schülerin starrte mit großen Augen an mir vorbei. Ich drehte mich mit zusammengebissenen Zähnen um. Das hatte jetzt noch gefehllt. Der große, braune Tigerkater tappte auf uns zu und schnippte mit der Schweifspitze. „Könnte ich einmal unter vier Augen sprechen, Federschweif?" fragte er scharf und starrte mich in Grund und Boden. Ich schluckte. Was wollte Tannenstern bloß von mir? „Hol dir etwas zu essen und dann ruh' dich aus. Morgen beginnen wir mit dem Jagdtraining.“ Die Augen der Schülerin strahlten und sie hüpfte schweigend in Richtung Frischbeutehaufen davon. Ich wandte mich unsicher dem Kater zu, der sich in der Zeit abgewandt hatte und den Weg zu seinem Bau einschlug. Lautlos seufzend folgte ich ihm in die kühle, Angenehme Dunkelheit seines Baues. „Hör zu, Federschweif. Und zwar geht es um Loyalität." Ich nickte gezwungenermaßen und versuchte möglichst ruhig rüberzukommen. Er durfte einfach nicht davon wissen. Und selbst wenn er es wusste, ich konnte es immer noch abstreiten. „Ich mache mir sorgen um dich. Du bist in letzter Zeit so erschöpft. Geht es dir gut?" Ich blinzelte überrascht. Ich hatte an vieles gedacht, aber das er sich sorgen machte hatte ich ncicht für möglich gehalten. „Es ist in letzter Zeit so viel passiert und ich kann nicht sehr gut schlafen." log ich. Tannenstern nickte knapp und seine Augen musterten mich verständnisvoll. „Dann ruh' dich den restlichen Tag aus, Federschweif. Und jetzt lass mich bitte alleine." Er starrte mit abweisenden Blick auf die Wand. Ich nickte und Schlich mich aus lautlosen Pfoten aus seinem Bau, bis in den Kriegerbau. Dort rollte ich mich mit geschlossenen Augen in meinem Nest zusammen und Schlief ein. Ich träumte.

    Der Traum

    [folgt im nächsten Kapitel]

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    ((bold))Kapitel 11 - schlechte Träume((ebold)) Ich wurde plötzlich in einen finsteren Strudel gerissen. Ein Kribbeln kochte in meiner Brust und ersc
    Kapitel 11 - schlechte Träume

    Ich wurde plötzlich in einen finsteren Strudel gerissen. Ein Kribbeln kochte in meiner Brust und erschwerte es mir zu atmen. Dann klärte sich schlagartig meine Sicht. Meine Pfoten berührten federnd den Waldboden. Ein silberner Nebel schwebte geheimnisvoll um mich herum und ich hörte Schreie. „Federschweif ... Hilf mir. Lass nicht zu das er mich tötet." Ich wirbelte herum. Der Tiefe, unheimlich ruhige Ton der Stimme war mir so unendlich vertraut. Ich kämpfte gegen den Nebel ein, stellte mir Fuchskralle vor, wie er seine letzten Atemzüge tat. Doch vergeblich. Der Nebel war undurchdringlich. Langsam nahm er sie Form einer gigantischen Kralle an. Dann sah ich ihn. Sein rotbraunes Fell hatte seinen Glanz verloren, es war verklebt von Blut, seine Augen funkelten ungestüm und in Ihnen stand eine einzige, stolze Frage. Wenn wirst du retten? Bevor ich etwas tuen konnte, sauste die Kralle aus Nebel auf ihn nieder. Für einen kurzen Moment erkannte ich eine Katze. Silbernes Fell und bernsteinfarbene Augen. Dann war sie wieder verschwunden. Ich wollte zu Fuchskralle laufen, ihn anflehen nicht zu sterben, doch meine Pfoten waren wie festgefrorenen. Seine smaragdgrünen Augen, die mich so oft tadelnd angesehenen hatten, wurden glasig, seine Brust hob und senkte sich ein letztes Mal, dann rührte sie sich nicht mehr. Dort, wo die Kralle sich in seine Brust gebohrt hatte, tobte ein silbergrauer Sturm. Ich schrie. Schrie mein Leid heraus und stürzte auf ihn zu. Die Lache aus grauen Nebel, die mich umhüllte ignorierte ich. Ich kauerte mich neben dem älteren Kater nieder und stupste seinen schlaffen Körper an. Das alles war nur ein Traum, das wusste ich. Aber er war lebensecht. Das einzige, was mich daran hinderte, diesen Traum für real zu halten war, dass Sturm niemals eine Katze töten würde. Die Kälte die von dem töten Körper ausging packte mein Herz wie eine Klaue. Erschrocken starrte ich auf meine Pfoten. Sie waren von einer dicken Schicht aus Eis überzogen, die in rasanter Geschwindigkeit meine Beine hinauf glitt. Ich schrie noch einmal und wollte einige Zentimeter von Fuchskralle wegspringen, doch meine Pfoten bewegten sich nicht. Ich konnte spüren, wie das Eis mein Gesicht einnahm und augenblicklich jede Wärme aus meinem Körper riss. Das letzte was ich sah, war mein Spiegelbild. Eine Katze aus Eis, die mich geschockt anstarrte. Dann wurde ich erneut in einen schwarzen Strudel gerissen, der meine zu vor tauben Pfoten in Brand setzte und mein Fell verkohlte. Flammen jagten schmerzhaft über meinen Körper. Dann wachte ich plötzlich auf.

    Ende des Traums

    Schreiend wachte ich auf. Einige Katzen sahen mich tadelnd und genervt an, ehe sie mir wieder den Rücken zu drehten und sich zusammenrollten. Hektisch sah ich auf meine Pfoten. Sie sahen aus wie immer. Da war kein Eis und kein verkohltes Fell. Ich seufzte. Das alles war nur ein schlechter Traum gewesen. Doch ich wurde das Gefühl nicht los, das ich diesen Traum nicht umsonst gehabt hatte. Müde setzte ich mich auf und leckte mir kurz über das Brustfell. Dann erhob ich mich auf die Pfoten, bevor ich hinaus auf die Lichtung trat. Es war noch ein wenig nebelig und sofort kochten die Emotionen in mir hoch. Der Traum. Ängstlich sah ich zurück in den Kriegerbau, suchte das vertraute rote Fell. Doch Fuchskralle war der einzige Krieger der fehlte.

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    ((bold))Kapitel 12 - Jagd im Nebel((ebold)) Beunruhigt setze ich eine Pfote vor die andere und tigerte mit wachsam gespitzten Ohren im Lager herum. Fu
    Kapitel 12 - Jagd im Nebel

    Beunruhigt setze ich eine Pfote vor die andere und tigerte mit wachsam gespitzten Ohren im Lager herum. Fuchskralle würde zurückkommen. Er musste es einfach. Das alles war doch nur ein böser Traum gewesen. Ich schnippte ungeduldig mit der Schweifspitze. Ein langer Schatten wurde auf das Lager geworfen und ich sah aus dem Augenwinkel Taujunges mit der Pfote ein paar knallrote Beeren anstupsen. Ich erinnerte mich an den Namen dieses Beeren. Todesbeeren wurden sie genannt und Taujunges wusste das. Ich rannte los. Was machten Todesbeeren überhaupt im Lager? „Taujunges, fass die Beeren nicht an." schrie ich und stieß die kleine silbergraue Kätzin zur Seite. Sie hatte Maul geöffnet, die Todesbeeren waren nur wenige Millimeter von ihrer Schnauze entfernt. Ihre großen, dunkelblauen Augen waren aufgerissen vor Schreck. Ich spießte die Beeren mit einer Kralle auf und hielt sie in sicherer Entfernung von der jungen Kätzin weg. „Das sind Todesbeeren, Taujunges. Warum glaubst du heißen sie so?" fuhr ich sie an. Mit angelegten Ohren kauerte sich die angesprochene auf den Boden. Langsam strömten auch die anderen Katzen aus ihren Bauen. „Weil sie Katzen töten können." murmelte sie kleinlaut und sah beschämt auf ihre Pfoten. Ich knurrte zustimmend. „Und warum wolltest du sie dann fressen?" Mit wütend funkelnden Augen stob sich Silberblüte, die Mutter der jungen Kätzin, aus der Kinderstube. „Woher soll sie das den wissen?" fauchte sie wütend und zog Taujunges mit dem Schweif näher an sich. Ich legte wütend die Ohren an, meine Krallen bohrten sich tief in den Boden und die aufgespießte Todesbeere wurde dem Erdboden gleich gemacht. „Doch sie hätte es wissen müssen, Silberblüte. Schließlich war Schattenbrise erst neulich in der Kinderstube und hat die Jungen darüber aufgeklärt. Ich hätte sie auch gerne sterben lassen können, wenn es dir dann besser ginge." blaffte ich und bleckte wütend die Zähne. Mein Fell sträubte sich ärgerlich. „Federschweif hat Recht, Silberblüte." miaute Tannenstern und legte mir den Schweif sanft auf die Schultern. Die Tigerkätzin schnaubte und scheuchte Taujunges zurück in die Kinderstube. „Danke ..." flüstere die kleine Kätzin und hüpfte dann zu ihren Geschwistern zurück. Ich seufzte leise. Dann fiel mir plötzlich ein Schatten auf, der mich diabolisch angrinste und sich dann umdrehte, um davon zu rennen. Fluchend jagte ich ihm nach und kümmerte mich nicht darum, das die anderen mich seltsam ansahen. Ich war die einzige gewesen, die den Schatten gesehen hatte. Doch schon bald verlor er sich im Nebel, der hier ungewöhnlich dicht war. Und dann hörte ich einen Schrei.

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    ((bold))Kapitel 13 - Trauer((ebold)) Ich spitze die Ohren. Ein kalter Schauder lief meinen Rücken hinunter. „Hilf mir, Federschweif ..." Entsc
    Kapitel 13 - Trauer

    Ich spitze die Ohren. Ein kalter Schauder lief meinen Rücken hinunter. „Hilf mir, Federschweif ..." Entschlossen kämpfte ich gegen den Nebel an. Das ganze erinnerte mich an meinen Traum. Fuchskralle war fort, die Stimme, der Schrei. Das alles passte zusammen. War der Traum etwa ein Zeichen gewesen? Ich schluckte. Der rotbraune Kater durfte einfach nicht sterben. Der Clan brauchte ihn, und ich brauchte meinen ehemaligen Mentor. Ohne ihn würde der gerne Zeit nicht mehr das selbe sein. Wieder hörte ich einen Schrei, gefolgt von einem Lachen. Einem irren, grausamen Lachen. Ich erstarrte. Der metallische Geruch von Blut stieg mir in die Nase. Irgendwas musste passiert sein. Und ich konnte nur hoffen, das es nichts mit Fuchskralle zu tun hatte. Plötzlich floh ein Vogel aus dem dichten Nebel. Seine schwarzen Schwingen waren vom Blut getüpfelt und kam hatte er den Nebel verlassen, stürzte er ab. Sein linker Flügel riss ab und landete vor meinen Pfoten. Ich wich Zurück. Schlagartig wurde mir bewusst, das dies nichts mehr mit meinem dazu harmlosen Traum zu tuen hatte. Die Katze die diesen Vogel so dermaßen verunstaltet hatte, war einfach grausam. Grausam und brutal, herzlos und ein Mörder. Blind wanderte ich durch den Nebel. Ich knurrte leise. Ich hasste es orientierungslos zu sein. Dann kam ich an eine Stelle, an der der Nebel nur noch wie ein leichter Schleier um her wanderte. Und dann sah ihn. In einer riesigen Blutlache. Zerfetzt und kaum zu erkennen. Ich jaulte kläglich auf und rannte auf ihn. Ich war zu spät gekommen. Fuchskralle, mein bester Freund und Vorbild, war tot. Einfach so. Getötet von einer oder mehreren Katzen. Ich warf mich neben ihn auf die Erde, leckte energisch sein blutverkrustetes Fell. Doch er rührte sich nicht. Seine grünen Augen starten einfach leer an mir vorbei, jeglicher Ausdruck war aus ihnen gewichen. Er fühlte sich kalt und nass an meiner Flanke an. Wimmernd erhob ich mich auf die Pfoten und packte den großen Kater am Nackenfell. Selbst im Tod wirkte er trotz seines zerfetzten Körpers noch beschützend und anmutig. Eine einzige Frage brannte sich in mein Gedächnis ein, während ich Fuchskralle zurück ins Lager schleifte. Wer tat so etwas grausames? Und Vorallem: wer konnte ihn, den besten Kämpfer im Wald, einfach so verunstalten? Benommen trat ich ins Lager. Meine Clangefährten, die erschrocken aufjaulten als sie ihn so sahen, ignorierte ich. Ich war in meiner unendlichen Trauer gefangen. Schattenbrise's sanfte riss mich für ein paar Herzschläge aus meinem Kummer. „Wie ist das passiert?" wollte sie wissen. Sanft legte ich seinen Körper auf der Lichtung ab und rollte mich neben ihm zusammen. „Ich weiß es nicht, Schattenbrise ..." flüsterte ich heiser.

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    ((bold))Kapitel 14 - Ernennung((ebold)) Es war Mondhoch. Bald würde Tannenstern seinen Stellvertreter ernennen müssen. Widerwillig schüttelte ich d
    Kapitel 14 - Ernennung

    Es war Mondhoch. Bald würde Tannenstern seinen Stellvertreter ernennen müssen. Widerwillig schüttelte ich den Kopf. Niemand würde Fuchskralle ersetzen können. Ich drückte meine Schnauze wieder in sein Fell. Sein Körper war kalt und ich zitterte. Doch ich würde ihm nicht von der Seite weichen. Nach und nach erhoben sie dich anderen Katzen. Sie hatten Pflichten zu erfüllen, Pflichten die ihnen Fuchskralle zugeteilt hatten. Auf diese Weise wollten sie ihm die letzte Ehre erweisen. Ich registrierte kaum, das Tannenstern's durchdrungene Gestalt auf den Hochstein sprang. In seinen Augen leuchtete der Verlust eines treuen Stellvertreters. Kummervoll drückte mich an das rote Fell des toten Katers. Sein Duft war überlagert von Rosmarin und Katzenminze, sein Fell glänzte wie sonst und es fast so aus, als würde er schlafen. Ich seufzte leise. In weniger als einem Tag hatte ich die Katze verloren, die mir nach Sturm am meisten bedeutete. „Alle Katzen die alt genug sind, ihr eigene Beute zu fangen, sollen sie hier, unter dem Hochstein, zu einem Clantreffen versammeln." rief Tannenstern und die restlichen Katzen strömten blitzschnell aus ihren Bauen. Die meisten reckten erwartungsvoll die Köpfe, doch ich reagierte nicht. „Wir haben heute einen bedeutenden Kater verloren. Ich kannte keine Katze, die ehrenvoller war als Fuchskralle. Er wäre ein guter Anführer geworden." Viele Katzen nickten. Fuchskralle war schon als einfacher Krieger sehr beliebt gewesen. Ich schnippte mit der Schweifspitze. Wäre ich früher gekommen, würde er vielleicht noch leben. Ein schmerzvoller Stich bohrte sich in mein Herz. „Und doch müssen wir weitermachen. Vor Fuchskralle's Geist werde ich seinen Nachfolger ernennen. Auf das er meine Wahl akzeptiert und ihr zustimmt. Rauchfeder wird die neue 2. Anführerin des DonnerClans." Rauchfeder, eine dunkelgrau getigerte Kätzin mit blauen Augen, blinzelte milde überrascht. Es war kein Geheimnis, das sie davon ausgegangen war, einmal Anführerin zu werden. Ich funkelte sie warnend an. Sie war eine gute Kämpferin, aber Fuchskralle konnte sie nie das Wasser reichen. Normalerweise hielten die neu ernannten Stellvertreter jetzt eine kleine Rede, ein Versprechen. Doch Rauchfeder schwieg. „Ich weiß das nicht alle Katzen meiner Wahl zustimmen, weil für sie niemand auch nur ansatzweise so talentiert war wie Fuchskralle. Aber er ist tot und es muss weitergehen." Bei diesen Worten sah er ausgerechnet mich an. Ich hob meinen wütenden Blick in seine Richtung, doch er war schon wieder in seinem Bau verschwunden. Ich ließ den Kopd wieder sinken. Rauchfeder war nur ein paar Monde älter als ich. Schnell verdrängte ich den Gedanken an die wilde Kätzin und sah wieder zum dunklen Nachthimmel. Ein Kleiner, leuchtender Stern war allein zu sehen. Ich lächelte verstohlen. Irgendetwas in mir sagte mir, das dieser Stern die Seele des gnädigen Kriegers war.

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    ((bold))Kapitel 15 - Rätsel((ebold)) Wiederstrebend kämpfte ich gegen die Müdigkeit ein. Die ganze Nacht hatte ich neben dem toten Körper des ehem
    Kapitel 15 - Rätsel

    Wiederstrebend kämpfte ich gegen die Müdigkeit ein. Die ganze Nacht hatte ich neben dem toten Körper des ehemaligen Stellvertreters Wache gehalten und kein einziges Mal ein Auge zu getan. Benommen sah ich mich um. Die meisten Katzen waren bereits gegangen oder waren Schlafen gegangen. Ich seufzte leise. Etwas schnippte mir gegen die Schweifspitze und ich drehte mich um. Neben mir hatte sich Tannenstern am Hals des Katers zusammengekauert und kämpfte offensichtlich ebenfalls gegen die Müdigkeit an. „Die Totenwache ist vorbei. Leg' dich schlafen Federschweif. Du musst ja fruchtbar müde sein." Ich nickte stumm und setze mich auf. Die Müdigkeit lähmte meine steife Muskulatur und ich ahnte, das es Tannenstern noch schlimmer ergehen musste, weil er um etliche Monde älter war. Doch ich war einfach zu müde um noch länger wach zu bleiben, also tappte ich steifbeinig in den Kriegerbau und rollte mich dort zusammen. Aber Schlafen konnte ich nicht. Ständig musste ich an Fuchskralle denken, das ich ihn hätte retten können. Schuldgefühle stiegen in mir auf. Wäre ich bloß schneller gewesen. Für einen kurzen Moment wollte ich einfach aufstehen und meine Trauer hinausjaulen. Seufzend legte ich den Kopf auf meine Vorderpfoten. Das alles war meine Schulter. Beschämt schloss ich die Augen. Ich wusste nicht wie lange ich so versucht hatte zu schlafen. „Federschweif? Schläfst du schon?" Ich blinzelte. Schattenbrise, die Heilerin des Clans, beugte sich mit verständnisvollen Augen über mich. „Tannenstern hat mir geraten nach dir zu sehen. Hier, sie werden dir beim Schlafen helfen. Es sind Mohnsamen." mit diesen Worten schob mir die schwarze Kätzin zwei schwarze Samen hin. Misstrauisch beäugte ich die beiden Samen und leckte sie dann auf. Fast sofort spürte ich, wie mir die Augen zufielen. Mein Atem ging flacher und endlich verfiel ich in einen traumlosen Schlaf. Jedenfalls bis eine Pfote mir unsanft in die Seite stieß.

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    ((bold))Kapitel 16 - erster Erfolg((ebold)) „Was ist?" grummelte ich genervt und öffnete die Augen. Ein Junges, weißes Gesicht beugte sich ü
    Kapitel 16 - erster Erfolg

    „Was ist?" grummelte ich genervt und öffnete die Augen. Ein Junges, weißes Gesicht beugte sich über mich, die Bernsteinaugen funkelten vorwurfsvoll. „Du hast mir versprochen, dass du heute mir das Jagen beibringst." maunzte Haselpfote und peitschte mit dem Schweif. Ich seufzte. Diese Schülerin war echt eine Nummer zu groß für mich. „Ja ja. Ich komme ja schon." murrte ich und setze mich auf. Mein getigertes Fell war zerzaust und stand an einigen Stellen gegen den Strich. Nach etwas verschlafen machte ich mich daran, mein Fell wieder zum glänzen zu bringen. Es war ja nicht zum aushalten mit Haselpfote. Nicht einmal schlafen konnte man wirklich. „Bist du jetzt fertig?" maulte die junge Kätzin und ich warf ihr einen finsteren Blick zu. „Wenn du nicht sofort damit aufhörst gibt es kein Jagdtraining mehr, verstanden?" zischte ich und stelle zufrieden fest, das sie stumm auf ihre Pfoten sah. Nach einer kleinen Ewigkeit erhob ich mich auf die Pfoten und tappte schlecht gelaunt aus dem Kriegerbau, Haselpfote war mir dicht auf den Pfoten. Hektisch sah ich mich nach Fuchskralle's Leichnahm um, doch dieser war verschwunden. Betreten ließ ich den Schweif hängen. Ich hatte seine Beerdigung verschlafen. Der Verlust meines ehemaligen Mentors bohrte sich wie ein Dorn in mein Herz. „Das mit Fuchskralle tut mir Leid, Federschweif. Eisfluss hat mir erzählt das er dein Mentor war." miaute Haselpfote kleinlaut und sah mich mitleidig an. Ich seufzte noch einmal leise. „Schon okay, Haselpfote." flüsterte ich und straffte ein wenig die Schultern. Der Mörder des roten Katers würde dafür bezahlen, den ich, Federschweif, würde seinen Tod rächen. Ich schnippte mit der Schweifspitze und trotte aus dem Lager. Fuchskralle hätte sicherlich gewollt das ich meine Schülerin weiterhin ausbildete und das ich so weitermachte wie zuvor. Beim Gedanken daran stieg Galle in mir hoch. Es hatte sich einfach alles verändert ist seinem Tod. Der Wald schien mir auf einmal fremder als jemals zuvor und am liebsten wäre ich zurück ins Lager geflüchtet. Hier draußen trieb ein Mörder sein Unwesen. Der Mörder meines Mentors. Ich fauchte leise. „Wie jagt man eigentlich?" fragte Haselpfote zaghaft und riss mich aus meinen Gedanken. Ich hatte ganz vergessen, das ich ihr das Jagdkauern beibringen wollte. „Schau genau hin." entgegnete ich und ließ mich ins Jagdkauern sinken. Die kleine Kätzin sah aufmerksam zu. Nach einer kleinen Weile setzte ich mich wieder auf. „Und jetzt du." befahl ich. Blitzschnell nahm Haselpfote die richtige Haltung ein. Irritiert blinzelte ich. Sie machte keine Fehler, etwas was ich nicht geglaubt hatte. „Ist das gut?" fragte die weiße Kätzin zögerlich. Ich nickte. „Perfekt." miaute ich ruhig und wandte mich ab. „Gehen wir zurück ins Lager." rief ich über die Schulter. Das einzige was ich hörte war das Trommeln von Pfoten auf dem Waldboden. Erschrocken wirbelte ich herum. „Haselpfote?" rief ich in die Stille. Ein Schwarm Vögel wurde aufgescheucht und stob durch das Blätterdach. Dann hörte ich ein triumphierendes Maunzen und Haselpfote sprang auf mich zu. In ihrem Maul baumelte eine kleine Spitzmaus. Ich schnurrte stolz. „Super hast du das gemacht, Haselpfote." Die Augen der Schülerin strahlten.

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    ((bold))Kapitel 17 - Qual((ebold)) Ich lief mit müden, schweren Pfoten hinter der jungen Kätzin. Haselpfote sprang mit zuckender Schweifspitze hinte
    Kapitel 17 - Qual

    Ich lief mit müden, schweren Pfoten hinter der jungen Kätzin. Haselpfote sprang mit zuckender Schweifspitze hinter mir her. In ihrem Maul baumelte die kleine Maus, die sie gefangen hatte. Kaum hatten wir das Lager betreten lief Haselpfote schnurstracks auf den Frischbeutehaufen fallen und hüpfte dann fröhlich in Richtung Schülerbau davon. Kopfschüttelnd sah ich ihr nach. Wie konnte man nur so viel Energie haben? „Federschweif, ich hoffe Haselpfote geht dir nicht auf die Nerven ..." Seufzend tappte Brombeerblüte, eine weiße Kätzin mit schwarzen Punkten und Mutter von Haselpfote, auf mich zu. In ihren blauen Augen lag Stolz aber auch Sorge. „Keine Sorge, Brombeerblüte. Sie ist eine wunderbare Schülerin und Jägerin." schnurrte ich besänftigend und legte der Kriegerin den Schweif auf die Schultern. Sie seufzte erleichtert. „Na dann." Ich nickte ihr noch kurz zu, ehe ich aus dem Lager trottete. Ein Spaziergang würde mir guttuen nach der vielen Aufregung. Das dichte Blätterdach schirmte mich von der Sonne ab und tauchte den Waldboden in lange Schatten. Auf leisen Pfoten schlich ich durch den Wald. Und dann hörte ich einen Schrei. Entsetzt spitzte ich die Ohren. Das klang noch Goldsturm, meiner Schwester. Etwas benommen vom Schock rannte ich los. Nach einer Weile sah ich sie dann. Ihr goldenes Fell war von getrockneten Blut verklebt, ihre Augen leuchteten nur noch matt und sie wand sich offensichtlich unter Todesqualen. Wie vom Donner gerührt stand ich da. „Goldsturm, kannst du mich hören?" miaute ich mit belegter Stimme und tappte auf sie zu. „Mach' das das aufhört." jammerte meine Schwester und wand sich hektischer. Ihr Atem ging keuchend und unregelmäßig. „Alles wird gut, halt nur noch ein wenig durch." bat ich flehend und hob sie am Nackenfell hoch. Die goldene Tigerkatze schüttelte heftig den Kopf und ich schnappte wegen der Kraft die meinen Hals traf noch Luft. Doch ich rannte los und ihre Gegenwehr wurde schwächer. „Schattenbrise, Goldsturm liegt im Sterben." schrie ich und legte diese sanft ab. Nur benommen bekam ich mit wie die schwarze Kätzin die Blutung stoppte und wie Eisfluss mich vom Geschehen wegführte. „Sie braucht Ruhe." meinte die älteste sanft, aber ihre Augen waren von Trauer und Sorge um ihre Enkelin getrübt. Ich nickte schwach. Goldsturm konnte einfach nicht sterben . . . Sie durfte nicht.

    20
    ((bold))Kapitel 18 - regnerische Nächte und schmerzvolle Erinnerungen((ebold)) Zitternd saß ich auf der Lichtung. Der Regen nässte mein dunkles Fel
    Kapitel 18 - regnerische Nächte und schmerzvolle Erinnerungen

    Zitternd saß ich auf der Lichtung. Der Regen nässte mein dunkles Fell und ließ es rabenschwarz wirken. Wasser tropfte von meinen Schnurrharren. Doch das war mir egal. Ich hielt vor dem Heilerbau Wache um möglichst schnell zu erfahren würde es um Goldsturm, meine geliebte Schwester, stand. Seufzend beobachte ich mein Spiegelbild, das sich in der Oberfläche einer kleinen Pfütze spiegelte. Müde, blaue Augen blickten mir entgegen und die Oberfläche der Pfütze wirkte rot. Rot wie Blut. Blutrot. Erinnerungen kochten in mir hoch. Erinnerungen an Fuchskralle.

    Die Erinnerung

    - Flashback -

    Unsicher sah ich den roten Katern an. „Keine Sorge, Federpfote. Selbstvertrauen hat noch niemanden geschadet." flüsterte mir Fuchskralle, mein Mentor und Vorbild, ins Ohr. Ich seufzte erleichtert und schnippte mit der Schweifspitze. „Können wir den jetzt los?" miaute ich ungeduldig und sprang schon aus dem Lager. Hinter mir hörte ich Fuchskralle belustigt schnurren, dann hörte ich Pfoten auf den Waldboden Trommeln.

    - Flashback Ende -

    Geschockt sah ich auf den töten Körper zu meinen Pfoten. Das einst glatte Fell des Katers vor wegen seinem vergoßenen Blut an einigen Stellen zu kleinen Büscheln verklebt. Nichts erinnerte mehr an Fuchskralle. Auch nicht die herrliche Farbe seiner Augen. Den diese hatten im Tod ihren Ausdruck verloren.

    Ende der Erinnerung

    In Gedankenverloren saß ich im strömenden Regen. Mein Fell triefte. „Federschweif." Aufgeschreckt wandte ich den Blick von meinem Spiegelbild ab und sah die Katze, Schattenbrise, an. „Hm?" Sie lächelte mich sanft an. „Goldsturm hat das schlimmste überstanden. Aber sie braucht Ruhe. Schau morgen vorbei." miaute sie. Ich seufzte erleichtert auf. Ich hatte meine Schwester nicht verloren. Zum Glück.

    21
    ((bold))Kapitel 19 - Sturm des Elementes((ebold)) Seufzend rollte ich mich auf der Lichtung zusammen. Die Sonnenstrahlen brannten wie Feuer auf meinem
    Kapitel 19 - Sturm des Elementes

    Seufzend rollte ich mich auf der Lichtung zusammen. Die Sonnenstrahlen brannten wie Feuer auf meinem Fell. „Ist das nicht seltsam, Federschweif? Ich meine alles ist so trocken. Es ist doch Blattfall." Ich nickte zustimmend. Haselpfote hatte Recht. Es war wirklich ungewöhnlich, das es mitten im Blattfall so heiß war, wie es noch nicht einmal in der Blattgrüne war. „Ja, es ist wirklich ungewöhnlich, Haselpfote." miaute ich wahrheitsgemäß und legte den Schweif über die Nase. Dann hörte ich plötzlich Pfotenschritte. „Feuer!" schrie eine Stimme panisch und ich riss die Augen auf. Dicke, graue Rauchschwaden schwebten auf das Lager zu und ein orangerotes Licht leuchtete im Wald, tänzelte auf und ab. Erschrocken sprang ich auf die Pfoten. Mein Fell sträubte sich vor Schrecken. „Raus dem Lager, sofort." brüllte Tannenstern gegen den aufkommenden Lärm an. Hektisch drängte ich Haselpfote mit den Schultern voran. „Lauf." befahl ich ihr wie ich die Ruhe in Person, auch wenn ich innerlich total aufgewühlt war. „Du kommst doch hinterher, oder?" fragte die weiße Kätzin zögerlich. Ich nickte knapp. „Ja. Und jetzt los." Blitzschnell stürmte meine Schülerin los und trieb auch ihre Geschwister panisch zur Eile an. Zitternd sah ich zurück. Das Feuer wütete rund um unser Lager herum. Dann sah ich wieder nach vorne. Ich war die letzte. Alle anderen liefen vor mir um ihr Leben. „Zum Fluss." schrie Tannenstern und schloss zu den anderen auf. Ohne zu zögern folgte ich. Schon bald hatten wir den Fluss erreicht und die ersten Katzen stürzten in die Fluten. Knurrend warf ich mich zu Ihnen ins kühle Nass. Ich hasste Wasser. Ich hasste es einfach. Aber es war ja nicht meine Emtscheidung. Wehmütig sah ich zurück. Der ganze Wald war an vielen Stellen verkohlt, schwarzer Rauch verstopfte die Luft. Ein Regentropfen landete auf meiner Nase und ich schüttelte energisch den Kopf. In Sekundenschnelle würde der Regen stärker, stärker und stärker. Die letzten Flammem erloschen. Hinter mir hörte ich die anderen Katzen jubeln. Das Feuer war gebannt. Aber unsere Beute, unser Territorium war zerstört worden. Während Der Flucht hatte ich weder Eisfluss noch Schattenbrise gesehen. Ängstlich warf ich in einen Blick in den Wald, bevor ich aus dem Wasser sprang. Wo war Eisfluss?

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    ((bold))Kapitel 20 - tödlicher Rauch((ebold)) „Federschweif. Geh' sie suchen." knurrte Rauchfeder, die Stellvertreterin des DonnerClans,
    Kapitel 20 - tödlicher Rauch

    „Federschweif. Geh' sie suchen." knurrte Rauchfeder, die Stellvertreterin des DonnerClans, mir kalt ins Ohr. Ich unterdrückte ein kaltes, wütendes Knurren und wandte mich schweigen ab, bevor ich in den verkohlten Wals stürmte. Kein einziger Vogel zwitscherte auf den rußverschwärzten Ästen. Alles war gespenstisch ruhig. Der Wald wirkte wie ausgestorben. Zögerlich lief ich in Richtung Lager. Mein Herz pochte so laut wie noch nie und ich hatte das Gefühl, als würde ich Verfolgt werden. Kurz vor dem Lagereingang kam ich schlitternd zum stehen. Aufmerksam spitzte ich die Ohren. Da! Ein rasselnder Atemzug lenkte meine Aufmerksamkeit auf den Ältestenbau. Ohne groß nachzudenken stürzte ich auf das Getrüpp zu. Eisfluss lag auf der Seite, ihr weißes Fell war schwarz vor Ruß und ihr Atem ging flach. „Eisfluss?" miaute ich zögerlich. Die Älteste gab einen hustenden Laut von sich. „Federschweif ... Es tut mir so Leid. Der SternenClan ruft mich. Sag' Goldsturm, das ich euch beide unendlich lieb hat." murmelte sie leise und kraftlos. Entsetzt kauerte ich mich neben ihr nieder. „Du darfst jetzt nicht gehen, Eisfluss. Bleib' bei mir." bettelte ich und drückte meine Schnauze in ihr sonst schneeweißes Fell. „Ich muss." erwiderte die Älteste milde und ihr Atem stoppte Augenblicklich. „Nein!" schrie ich verzweifelt und begann sie heftig zu rütteln. Doch nichts geschah. Ich spürte, wie meine Augen feucht wurden, wie sich mein Herz verkrampfte und wie die Tränen das Fell an meinen Wangen näste. Mühevoll setzte ich mich auf. Jeder Knochen in meinem Körper fühlte sich an wie Blei. Wegen diesem Feuer hatte ich Eisfluss verloren. Entsetzen packte mich. Was war mit Sturm passiert? Ob er rechtzeitig entkommen konnte? Ich seufzte leise und tieftraurig. Irgendwann würde ich es erfahren. Aber jetzt musste ich zurück. Kraftlos packte ich Eisfluss' Leichnahm am Nackenfell und schleifte sie aus dem Lager, in Richtung Fluss.

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1501007498
Warrior Cats - unstillbares Verlangen
Warrior Cats - unstillbares Verlangen
„Er sah mich aus seinen wunderschönen Augen einen Atemzug an, und alle meine Gedanken drehten sich nur noch um ihn. Mein ganzes Pflichtbewusstsein und mein ewiger Widerwillen waren wie ertränkt." Federschweif, die unberechenbare DonnerClan-Krieg...
http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1501007498/Warrior-Cats-unstillbares-Verlangen
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2017-07-25
406A
Warrior Cats

Kommentare (90)

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Morgen (79847)
vor 27 Tagen
Und Fichtenpfote ist auch cool!
Morgen (79847)
vor 32 Tagen
Merkt man. Ich persönlich finde Rubinrot sehr gut...
Leatrice ( von: Leatrice)
vor 33 Tagen
Thx 《《♧》》,
Ich habe mir besonders bei "Life of a murder" viel Mühe gegeben und bei "Saphirblau" natürlich auch.
Morgen (79847)
vor 33 Tagen
Saphirblau und Life a Murder sind der Hammer! ^^
Leatrice ( von: Leatrice)
vor 34 Tagen
So, alles hat geklappt und die Ff ist daaa *sich freu*
Leatrice ( von: Leatrice)
vor 34 Tagen
Und die Ff ist futsch ... die Notiz darüber habe ich beim kopieren gelöscht, beim übertragen gab es ein Problem und ich darf jetzt alles neu schrieben ... wie schön T.T
Morgen (79847)
vor 35 Tagen
Okay... ^^ Freu mich schon...
Leatrice ( von: Leatrice)
vor 36 Tagen
Ja, ich liebe Morde einfach (jetzt nicht lieben, ich finde sie einfach spannend) ^^ und Saphirblau ist jetzt auch am Laden :)
Morgen (79847)
vor 36 Tagen
So, jetzt habe ich auch smaragdgrün gelesen. ^^ Supertoll...
Morgen (79847)
vor 36 Tagen
Rubinrot finde ich auch schön. ^^ Beinah jeder von deinen Prologen beginnt mit einem Mord. Das ist irgendwie... gruselig-mega.... xD
Leatrice ( von: Leatrice)
vor 37 Tagen
((marineblau))Ja, meine einzige MmFf ^^ ich persönlich liebe Rubinrot. Weil ich die Farbe schön finde. Ich bin mega stolz darauf, dass ich es geschafft habe, endlich etwas zu finden, wo ich vollkommen zufrieden bin. Die anderen (Smaragdgrün, Saphirblau) schreibe ich schon. Aber mit Smaragdgrün bin ich sehr viel zufriedener als mit saphirblau, auch wenn die noch nicht einmal einen so langen Text hat, wie Smargdgrün :) Ich und meine Vorurteile gegenüber meiner Armen, kleinen Story ^^((emarineblau))
Morgen (79847)
vor 37 Tagen
Aber am besten ist Dark Sky... ^^
Morgen (79847)
vor 37 Tagen
Und Icy Tears in my Brocken Soul ist noch besser!!!
Morgen (79847)
vor 37 Tagen
Rubinrot ist übergeil!!!
Morgen (79847)
vor 37 Tagen
Okay, ich schau mal vorbei ^^
Leatrice ( von: Leatrice)
vor 37 Tagen
So, nach einer Pause schaue ich mal wieder hier vorbei. Mir fehlen aber die Idee um hier weiterzuschreiben. Ich bin aber auch auf Fanfiktion.de aktiv. Also, wenn du gerne meinen Schreibstyl magst, kannst du dir gerne meine drei Storys durchlesen, da ich die versuche öfter zu aktualisieren.

Ich heiße dort "Leatrice12". Wenn du noch nicht angemeldet bist, hast du die Autorensuche aber noch nicht freigeschaltet, daher hier die Links:
https://www.fanfiktion.de/s/59b8fe800006c08d2c1d1d8a/1/Warrior-Cats-Ff-Rubinrot-
https://www.fanfiktion.de/s/59ad4efb0006c08d67f6920/1/Warrior-Cats-Ff-Icy-Tears-in-my-Brocken-Soul-
https://www.fanfiktion.de/s/59a7e4010006c08d787e9e5/1/Warrior-Cats-MmFf-Dark-Sky-

Achja, und ich bereite gerade die restlichen Teile von „Rubinrot" vor.

Liebe Grüße, Leatrice.

#Ich würde mich freuen, wenn du vorbeischauen würdest, da ich diese Ff auf längere Zeit pausieren werde.
Morgen (15970)
vor 41 Tagen
Okay, übermorgen geht bei mir auch die Schule los...
Leatrice ( von: Leatrice)
vor 42 Tagen
Ich bin momentan im Schulstress ... deshalb kann ich nicht oft weiterschreiben ... heute geht ebenfalls nicht.
Morgen (15970)
vor 43 Tagen
Wann schreibst du weiter?
Morgen (15970)
vor 45 Tagen
Du hast schon wieder Schule? Ich habe noch Sommerferien! ❤