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Animal Crossing -Finley's Abenteuer- Band 1

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8 Kapitel - 3.921 Wörter - Erstellt von: JonasFe01 - Aktualisiert am: 2017-08-05 - Entwickelt am: - 128 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

In dieser Fanfiktion begibt sich der Hauptcharakter, Finley, in die Stadt Morinu, um dort ein neues Leben zu beginnen. Der 18-jährige kann es kaum erwarten sich seinen langersehnten Traum zu verwirklichen und brennt darauf neue Freunde kennenzulernen.
Zu Beginn ist er jedoch kurz verunsichert, da er schon ein Wenig Angst vor möglichen Schwierigkeiten hat.
Die Handlung selbst spielt in der mit Fan-Ideen ausgeschmückten Welt von „Animal Crossing“.
Begleitet Finley in dieser Fanfiktion und nehmt am Leben in Morinu teil.

    1
    Kapitel 1: Das große Muffensausen


    Der Wecker seines Handys reißt ihn aus dem Schlaf. Finley bemerkt erst jetzt, was heute für ein Tag ist. Es ist der letzte Tag vor seiner Abreise, der Reise in ein neues Leben.
    Nach einer langen langen Zeit ist es nun soweit. Finley will das Haus seiner Eltern, als eine reife und selbstständige Person verlassen, und ein neues Leben in Morinu beginnen.
    Morgen soll es losgehen, ab nach Morinu, der Kleinstadt seiner Träume. Die Stadt deren Atmosphäre und deren endlose Möglichkeiten er nun schon seit seiner Kindheit bewundert.
    Jetzt ist es soweit, nun wird er sie und damit sein Ziel endlich erreichen. Trotz der ganzen Vorfreude und dem Gefühl, sich endlich einen großen Traum erfüllen zu können, kommt es in ihm jedoch zu großen Sorgen.
    Finley ist plötzlich unsicher. Ihm kommen Zweifel auf: «Ob ich mich dort wirklich alleine zurechtfinden werde? Was ist, wenn ich keine Freunde finde, mir das Geld ausgeht oder ich einfach nur unglücklich bin? Ist es vielleicht die falsche Entscheidung? Ist das, worauf ich mein Leben lang gewartet habe und was mir so viel bedeutet, doch nicht das wofür ich es halte? Wird mein Traum vielleicht zum Albtraum?»
    Durch seine Zweifel verunsichert sucht Finley schließlich den Rat seiner Eltern und offenbart ihnen seine Ängste.
    Finley hat ein gepflegtes Verhältnis zu seinen Eltern. Sie wollen nur das Beste für ihn und machen ihm Mut, da sie wissen, dass es das Beste für ihn ist. «Mein Sohn, du bist ein eigenständiger und kluger Mensch! Du wirst dich in Morinu auf jeden Fall gut zurechtfinden. Dein Vater hat Recht, Finley. Es war schließlich schon immer dein größter Wunsch dort hinzufahren. Muffensausen hat jeder mal. Du musst uns jetzt vertrauen und loslassen.
    Du solltest keinesfalls, so kurz vor der Erfüllung deines Traumes, einen Rückzieher machen.»
    Nach einem emotionsgeladen Gespräch lässt sich der motivierte Jugendliche doch von ihnen überreden, nicht aufzugeben.
    Letztendlich ist es über Jahre hinweg sein seligster Wunsch geblieben.
    Entschieden zu gehen, schwankt er allerdings zwischen Gefühlen der Vorfreude und der Angst.

    2
    Kapitel 2: Der letzte und erste Tag

    Kapitel 2: Der letzte und erste Tag

    Es ist Samstagmorgen, verschlafen aber voller Vorfreude steht Finley auf.
    Duschen, Frühstück und schon kann's losgehen.
    Mit Kleidung, Möbeln und Proviant vollgepackten Koffern steigt er in das Auto seines Vaters.
    «Bist du bereit?», fragt sein Vater. Natürlich ist Finley bereit, seine Antwort kann er, zwischen all seinen Sachen, allerdings nur schwer abgeben. «Ja!» «Na dann los!»
    Nach einer langen, nahezu endlosen Autofahrt kommen sie endlich an der U-Bahn-Station der nächstgelegenen Stadt an.
    Nun ist es Zeit für den vorläufig letzten großen Abschied von seinen Eltern.
    Vollgepackt mit zwei großen Koffern und einem bis zum Erbrechen gefüllten Rucksack verabschiedet sich der überaus aufgeregte Finley bei seinen zu Tränen gerührten Eltern. Vor allem seiner Mutter fällt der Abschied von ihrem einzigen Sohn furchtbar schwer.
    Als die U-Bahn dann pünktlich um 13:10 Uhr ankommt, kann die Reise beginnen. Finley steigt ein und winkt seinen Eltern ein letztes Mal zu. «Mach’s gut mein Schatz!»
    Nun geht die Reise los! Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt und der Anfang der Selbstständigkeit.
    Jetzt geht es nach Morinu.

    3
    Kapitel 3: Eine mysteriöse Begegnung


    Voller Aufregung, aber auch ein Wenig traurig durch den Gedanken, seine Eltern eine lange Zeit nicht wieder zu sehen, beginnt nun die Fahrt mit der U-Bahn.
    Schon nach wenigen Stationen verspürt Finley Zufriedenheit:
    «Ein Glück, dass ich mir einen Platz reserviert habe. Die U-Bahn ist furchtbar voll! Ich frage mich, ob die alle nach Morinu reisen wollen. Hoffentlich nicht, dann wird es hier auf Dauer viel zu unruhig!», denkt er und atmet erschöpft aus.
    Schon ein Paar Stationen weiter ist es dann so weit. Nein, Morinu ist noch nicht erreicht, aber nahezu alle Reisenden steigen aus. Welch ein Glück!
    Nun ist die U-Bahn leer. Nur noch Finley scheint sich in der U-Bahn zu befinden,
    bis dann, an der Station "Gnissorc", eine vermummte, dunkle Gestalt den Wagon betritt und zwei Reihen vor ihm Platz nimmt.
    Angst umgibt Finley! Dazu hat er jetzt noch eine starke Gänsehaut bekommen. «Es ist lediglich ein netter Reisender, Nichts wovor man sich fürchten müsste!», versucht er sich misstrauisch einzureden.
    Doch Finley merkt schnell, dass die Person vorerst keine Gefahr darstellt und widmet sich erst einmal seinem Hunger.
    Glücklicherweise hat ihm seine Mutter Obst eingepackt. «Birnen, mein absolutes Lieblingsobst! Hoffentlich gibt es in Morinu auch Birnen, sonst müsste ich mir selbst welche anpflanzen.
    Mampf! Mampf! Mmmmhh...schmeckt das gut. »
    Vertieft in seine Birnen merkt Finley nicht, dass sich die Gestallt inzwischen erhoben hat und auf direktem Weg zu ihm ist. «Könnte ich bitte auch eine Birne abbekommen?», fragt die tiefe Stimme des Unbekannten.
    Finley ist verängstigt und überrascht zugleich. Eigentlich wollte er seine Birnen für sich behalten, aber andererseits hat der Fremde sehr höflich gefragt und zudem hat Finley allemal genug Birnen dabei. Warum also nicht teilen? «Ja klar, hier bitte!», er reicht ihm eine Birne, welche direkt in seiner Schnauze verschwindet. «Mampf...Schmatz...Danke, sehr lecker, äußerst lecker muss ich sagen. Ich heiße übrigens Hasso und sie?»
    «Mein Name ist Finley. Ich befinde mich gerade auf dem Weg nach Morinu, haben sie schonmal davon gehört, sie soll wunderschön sein?» «Davon gehört, aber hallo, ich wohne dort!», antwortet Hasso.

    4
    Kapitel 4: So schnell kann's gehen!


    «Ach echt, du wohnst in Morinu, wie cool! Für wie lange schon, wenn ich fragen darf?»
    «Wir wohnen dort jetzt seit acht Jahren!»
    «Wir?»
    «Ja, ich wohne in Morinu zusammen mit meinem Nachbarn Thomas. Thomas ist am selben Tag in die Stadt gezogen wie ich. Daher haben wir eine ganz besondere Freundschaft.»
    «Interessant, vielleicht kannst du ihn mir ja mal vorstellen.»
    «Gerne Finley, du kannst ihn kennenlernen sobald wir Morinu erreicht haben. Thomas holt mich dort nämlich ab.»
    «Super!»
    Das Gespräch der beiden Bekanntschaften wurde plötzlich durch eine Durchsage des Zugführers unterbrochen: «Achtung, Achtung! In Kürze erreichen wir Morinu. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts.»
    Hasso steht auf, geht zu seinem Platz und packt seine Sachen zusammen. Auch Finley packt seine Sachen und macht sich mit seinen zwei Koffern und dem vollen Rucksack bereit zum Aussteigen.
    Als die U-Bahn in den U-Bahnhof einfährt schauen sich beide noch einmal auf ihren Plätzen um, damit sie auch ja nichts liegen gelassen haben.
    Die U-Bahn kommt zum Stehen, die Türen öffnen sich, beide steigen aus!
    Sie haben die U-Bahn gerade erst verlassen und schon ruft Thomas vom Bahnsteig:
    «Hasso, du meine Güte! Schön, dass du wieder da bist! Wie ich sehe, hast du ja sogar jemanden mitgebracht!»
    «Das ist Finley, ich habe ihn in der U-Bahn kennengelernt, er wohnt ab sofort hier bei uns in Morinu.»
    «Die Touristen kommen und gehen, aber das jemand Neues in die Stadt zieht passiert nicht so häufig! Ich bin Thomas! Schön dich kennen zu lernen!», sagt Thomas fröhlich.
    Die U-Bahn-Station ist nicht gerade groß, jedoch besitzt sie sowohl einen kleinen Blumenladen als auch ein kleines Café. Zudem gibt es hier auch noch einen Straßenmusiker, dem die drei im Vorbeigehen lauschen.
    Nur noch die Treppen, dann hat Finley sein Ziel erreicht, dann kann er die erste Luft von Morinu schnuppern.
    Genau 18 Treppenstufen und sie verlassen die U-Bahn-Station.

    5
    Kapitel 5: Ein Hotelzimmer für sich!


    Oben angekommen verabschieden sich die drei und verabreden sich für den nächsten Tag, um Finley ein wenig herumzuführen. Es war ein langer und anstrengender Tag, schließlich fährt man nicht jeden Tag acht Stunden U-Bahn. Für Finley wird es Zeit ins Hotel einzuchecken und sich erst einmal auszuruhen.
    ...Im Hotel angekommen werden Finley unverzüglich die Koffer abgenommen. Der dafür zuständige Otter trägt einen roten Anzug und ein goldenes Namensschild mit der Aufschrift Herr Otter.
    Obwohl Herr Otter seriös gekleidet ist, erscheint er Finley trotzdem etwas eigenartig.
    Kurze Zeit später betritt Finley dann die Eingangshalle des Hotels. Kronleuchter an der Decke, rote Vorhänge an den Fenstern sowie goldene Möbel und Türklinken schaffen eine luxuriöse Atmosphäre. Den herrschaftlichen Eindruck vervollständigt ein, aus Staturen bestehender Brunnen in der Mitte der Eingangshalle. Im Hintergrund dann noch die Rezeption, dahinter eine selbstbewusst aussehende Otterdame.
    Finley meldet sich an der Rezeption an, bekommt den Schlüssel für sein Zimmer und erfährt von der Otterdame: «Abendessen gibt es um 19:00 Uhr im Speisesaal, der Herr.»
    Als die Rezeptionistin auf ihren Computer schaut, schaut sie beunruhigt zu Finley. «Hatte die Dame etwas vergessen?», fragt sich Finley in Gedanken. «Ist wohl nicht so wichtig!», denkt er.
    Er bedankt sich und fährt mit dem Fahrstuhl in den 1. Stock, um dort auf sein Zimmer zu gehen.
    Im 1. Stock angekommen sucht er nach der Zimmernummer acht. «Das achte Zimmer befindet sich ganz hinten im Gang.» Erschrocken sieht Finley sich um. «Mhhmm…Der Otter scheint mir gefolgt zu sein.», denkt er verwundert.
    Der seriös gekleidete Otter führt ihn zu seinem Zimmer und deutet auf Finley’s Koffer. «Ach ja, meine Koffer! Die hatte ich schon total vergessen! Vielen Dank. Oh…und das ist für sie! » Finley drückt dem Angestellten ein paar Sternis in die Hand und öffnet mit dem Schlüssel die Zimmertüre.
    Er betritt das noch dunkle Hotelzimmer und sucht nach dem Lichtschalter. «Gefunden!»
    Mit dem Drücken des Lichtschalters fangen ein großer Kronleuchter sowie einige Wandlampen an zu leuchten. Die Beleuchtung des Hotelzimmers wirft Finley’s ersten Blick auf die rechte hintere Ecke. Ein Klassiktisch mit einem kleinen Brunnen darauf. Doch dort steht kein normaler Brunnen sondern ein goldener Schokoladenbrunnen! Finley ist begeistert.
    Einige Sekunden des Staunens vergehen, bis er einen Teller mit mundgerechten Birnen entdeckt. Keine Sekunde vergeht und schon schnappt sich Finley einen Zahnstocher, pickst eine Birne auf und hält sie in den Schokoladenfluss.
    Begeistert führt sich Finley dann die Ausstattung des rund 80 Quadratmeter großen Hotelzimmers vor Augen. Das Zimmer verfügt über ein Bett, ein Schreibtisch mit Stuhl, einen großen Flachbildfernseher in der Mitte, über einen Sessel mit Lampe in der hinteren linken Ecke sowie im Bad über einen Whirlpool.
    «Klasse, sogar eine Minibar!», staunt Finley. So einen Luxus hatte Finley ganz und gar nicht erwartet. «Luxus pur! Und das beim billigsten Zimmer, das das Hotel zu bieten hatte. Man kann 80.000 Sternis pro Nacht zwar nicht als besonders preisgünstig bezeichnen, die Ausstattung ist dafür aber extrem gut. Zudem bleibe ich ja nur eine Nacht!» Finley ist zufrieden, auch wenn er für den Preis dieses Zimmers nahezu sein gesamtes Erspartes opfern musste.
    Dafür bekommt er aber den Bau seines Hauses, als Abschiedsgeschenk, von seinen Eltern finanziert. Im Gegensatz zu diesen Kosten, ist der Preis pro Nacht im Hotel Dimensionen entfernt.

    Lange Zeit später macht sich Finley dann auf den Weg zum Abendessen im Speisesaal.

    6
    Kapitel 6: Abendessen für zwei?


    Zwei Minuten im Fahrstuhl und drei Minuten auf der Suche nach dem Speisesaal des Hotels später, gelingt es Finley letztendlich doch noch zum Abendessen zu gelangen.
    Luxuriös, wie auch der Rest des Hotels, ist auch der Speisesaal gestaltet. Auch hier hängen Kronleuchter von der Decke und auch hier sind die Möbel mit Gold verziert.
    Sogar die Tische haben eine goldene Tischdecke und sind mit vergoldetem Besteck eingedeckt.
    Den größten Luxus findet man an diesem Abend jedoch nicht am Platz, sondern einige Meter entfernt am Büfett. Es ist das vielseitigste Büfett, das Finley jemals gesehen hatte. Berge von Essen und links daneben eine Showküche. Finley kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. «Erst einmal hinsetzten!», denkt er.
    Sofort setzt sich Herr Otter in Bewegung, begibt sich zum Tisch unseres Abenteurers und fragt: «Guten Abend. Was kann ich Ihnen zu trinken anbieten?»
    «Ich nehme ein Wasser bitte.»
    «Kommt sofort! Und für mich gibt’s eine Cola.», denkt Herr Otter munter.
    Nach geraumer Zeit kehrt Herr Otter mit einem Tablet zurück und stellt das Wasser sowie seine Cola auf den Tisch. «Da wären wir! Darf ich sie nun zum Büfett begleiten?»
    «Unbedingt, sie glauben ja gar nicht was ich für einen Hunger habe.»
    Noch einmal bewundert Finley die Auswahl des Büfetts.
    Nach wenigen Momenten des Staunens fragt sich Finley unentschlossen: «Wo soll ich da nur anfangen?»
    «Das ist aber auch eine schwierige Entscheidung.», stimmt Herr Otter zu.
    «Heute zu empfehlen sind die Schmetterlingsnudeln mit gerösteten Garnelen und Salatbeilage!», fügt der Koch, welcher sich hinter der Showküche befindet, hinzu. «Vielen Dank für die Empfehlung, die nehmen wir!» Finley wurde an dieser Stelle zwar nicht von Herr Otter gefragt, stimmt aber trotzdem, wenn auch etwas verwirrt, zu.
    Der Koch reicht ihnen die Speisen. Beide gehen mit ihrem Essen zum Tisch zurück und setzten sich. «Ist es normal, dass das Personal mitisst?», fragt sich Finley innerlich und wirft dabei einige skeptische Blicke in Richtung des Otters.
    Das Essen hingegen macht der Empfehlung des Kochs alle Ehre. Finley schmeckt es fantastisch!
    «Schmatz…Mampf…Ein Traum….ist das lecker!» Nachdem Finley mit seiner Hauptspeise fertig geworden ist, bekommt er Appetit auf Desert. «Ich brauche jetzt noch eine Nachspeise, wollen sie mit kommen, Herr Otter?», fragt Finley, obwohl er über dessen Anwesenheit immer noch nicht besonders erfreut ist. «Ich glaube, ich bin zu voll für eine Nachspeise. Ich werde aber gewiss eine nehmen.»
    «Tun sie, was sie nicht lassen können!», kommentiert Finley und nimmt sich erneut einen Teller, mit dem er diesmal rüber zum Desert-Büfett geht. Kalorienbomben über Kalorienbomben. Eine Speise kalorienreicher als die andere. Doch plötzlich findet Finley etwas anderes! Es ist grün…es ist saftig und es hat die Form einer Glühbirne! Tatsächlich… es ist eine Birne!
    Doch nicht nur eine, unzählige Birnen liegen zu einer Pyramide gestapelt auf einem Tisch neben den anderen Süßspeisen. «Hier gibt es also reichlich Birnen in der Stadt! Das ist ja fantastisch!», stellt Finley fest und kann sich vor Freude kaum zurück halten.
    «Nehmen sie nur! Sie müssen wissen, dass Morinu sehr bekannt für seine Birnen ist. Und übrigens ist das auch der Grund warum wir jährlich ein Birnenfest feiern!», sagt der Koch der plötzlich hinter Finley erscheint.
    «Bin ich erleichtert, dass diese Stadt so viele Birnen zu bieten hat.»
    Mit im Mund zusammenlaufenden Wasser nimmt er sich acht grüne, saftige Birnen. Gerade erst mit dem Desert begonnen, stellt Finley fest, dass er sie wahrscheinlich nicht alle essen kann. Sein Bauch war schon zu voll vom Hauptgang. Doch so leckeres Obst würde Finley niemals wegschmeißen. Daher packt er sich die restlichen Birnen für später ein.
    Herr Otter hingegen scheitert schon am ersten Stück Torte. Den mit Torte und Kuchen gefüllten Teller hat er noch vor sich.
    Nach einem weiteren Versuch, das erste Stück Kuchen zu verschlingen, macht das überfüllte Mitglied des Hotelpersonals einen schnellen Abgang zu den Toiletten.

    Kurze Zeit später! 21:03 Uhr.
    Auch das letzte Bisschen Sonnenlicht ist nun verschwunden. Die finstere Nacht übernimmt. «Zeit ins Bett zu gehen, denn morgen, morgen wird ein langer anstrengender Tag…»

    7
    Kapitel 7: Die erste Nacht in Morinu


    Müde, erschöpft und voll gefressen erhebt sich Finley vom Tisch im Speisesaal. Bevor er sich in Richtung des Fahrstuhls begibt, fällt sein Blick noch einmal auf den überfüllten Kuchenteller von Herr Otter. «Unverschämtheit!», denkt Finley etwas sauer und steigt in den Fahrstuhl.
    Bevor sich die Fahrstuhltüren schließen können, schreckt plötzlich die Rezeptionistin auf und ruft: «Halt, der Herr! Sie können jetzt doch nicht einfach gehen!» Warum Finley nicht gehen darf, konnte in seinen Augen nur einen Grund haben: «Sie muss denken, dass der, von Herr Otter, so unverschämt stehengelassen Kuchen von mir sei.» Hektisch drückt Finley wiederholt den Türen-schießen Knopf. Als sich die Türen fast geschlossen haben, steckt die etwas verärgerte Rezeptionistin ihren Fuß zwischen die beiden Türen. «Ich muss doch sehr bitten!», beklagt sie sich und zieht ihren Schuh aus den sich öffnenden Fahrstuhltüren.
    In der Verzweiflung fragt Finley schließlich: «Gibt es ein Problem?»
    «Ein Problem?, wohl kaum. Heute ist ihr Glückstag! Sie sind unser einmillionster Gast.», antwortet sie etwas genervt aber erfreut zugleich.
    Erleichterung kommt in Finley auf. Es war doch nicht wegen dem Kuchen von Herr Otter. Ein Glück. «Und was bedeutet das?», fragt Finley neugierig. «Das bedeutet, dass sie als einmillionster Kunde das Geld von ihrem Aufenthalt zurück erhalten! Ist das nicht großartig?» Mit diesem Satz bekommt er von der Otterdame ein Stück Papier überreicht. «Kommen sie damit einfach morgen früh, wenn sie auschecken möchten, zur Rezeption und sie erhalten von mir ihr Geld zurück.»
    Vorerst sprachlos, dann überglücklich realisiert Finley erst in diesem Moment, was für ein Glück er doch hat. «Ich bekomme also 80.000 Sternis zurück? Das ist ja fantastisch!»
    Freude verspürt er jetzt allemal. Überwältigt bedankt er sich.
    Es dauert keine zwei Minuten und er kommt in seinem Hotelzimmer an. Vor dem Schlafengehen schaltet er den Fernseher ein und sieht noch einmal zufrieden aus den Panoramafenstern neben seinem Bett. «Ein unfassbar schöner Anblick, diese Stadt!»
    Zu sehen ist die Skyline von Morinu. Das riesige Einkaufszentrum, inmitten einiger beleuchteter Häuser, sorgt für einen unfassbar schönen Eindruck des Morinuer-Stadtzentrums.
    Ringsherum befinden sich einige Parkanlagen, ein Schwimmbad sowie unzählige Birnenbäume.
    Von einer Nachrichtensprecherin wird er beim Bewundern der Stadt unterbrochen und das Abendprogramm gewinnt seine Aufmerksamkeit. «Und nun life zugeschaltet, Helios von der diesjährigen Birnenfestplanung. Helios, was können sie über den diesjährigen Stand der Birnenernte sagen? Nun ja, laut den Lesern wird die Birnenernte dieses Jahr besonders groß. Sie können sich also auf ein extrem großes Birnenfest einstellen. Vielen Dank, Helios…»
    «Man bin ich gespannt auf Morgen. Ich kann es kaum erwarten von Hasso und Thomas durch die Stadt geführt zu werden. Ob sie mir auch die Birnenplantagen zeigen?», zuversichtlich schließt Finley seine übermüdeten Augen und schläft innerhalb von Sekunden so tief, wie ein Bär im Winterschlaf.

    8
    Kapitel 8: Am Morgen danach


    Geweckt durch die ersten Sonnenstrahlen wacht er langsam auf. Seine Augenglieder öffnen sich und Finley erhebt sich langsam aus dem Bett. Ein Augenreiben, dann ein Blick aus dem Fenster und schon weiß er wieder wo er sich befindet. Denn Finley befindet sich gerade nicht in seinem Zimmer, sondern in einem Hotel in der Stadt Morinu. Während er langsam immer wacher wird, läuft er im Zimmer auf und ab.
    Das vorher penibel gemachte Bett gleicht nun einem Schlachtfeld. Alle Kissen und Decken liegen, nicht etwas auf dem Bett, sondern darunter, daneben und davor.
    «Hier muss ich unbedingt aufräumen! Diese Unordnung gefällt mir ganz und gar nicht.», stellt Finley aufgewühlt fest.
    Verwundert fällt Finley’s Blick plötzlich auf das Display seines Handys. «Es ist ja erst 6:38!», bemerkt er überrascht. «Wenn das so ist, werde ich hier gleich mal für Ordnung sorgen!»
    Zwei Stunden später ist es dann soweit. Finley hat es geschafft! Die gesamte Unordnung ist beseitigt und das Zimmer erstrahlt in neuem Glanz.
    Doch nach der ganzen Arbeit ist Finley ganz schön erschöpft. Er entscheidet sich ein Bad im Whirlpool zu nehmen und danach erst seine Koffer zu packen.

    Gebadet und umgezogen beginnt er Koffer und Rucksack zu packen. Als das geschafft ist, macht er sich auf den Weg in die Eingangshalle.
    Nach einer letzten Fahrt mit dem Fahrstuhl, stellt er die Koffer hinter der Rezeption ab und begibt sich zum Frühstück im Speisesaal.
    Nach zwei Brötchen und vielen Birnen ist es genau 10:45 Uhr. Finley gerät in Panik: «Hasso und Thomas wollten mich um zehn vor elf am Hotel abholen. Jetzt muss ich mich sputen!»
    Finley erhebt sich rasch und huscht in die Eingangshalle. Er nimmt seine Koffer, gibt der Otterdame an der Rezeption den Zettel, den sie ihm am Tag davor gegeben hatte, bekommt seine 80.000 Sternis zurück und stellt sich an die Fassade des Hotels. Nun ist Warten angesagt!
    Doch auch nach 10 Minuten ist noch keiner vor dem Hotel zusehen! Nicht einmal ein Zivilist.
    Finley wird nervös und bemerkt, dass er sich überhaupt nicht hätte beeilen müssen! Zudem macht er sich große Sorgen um Hasso und Thomas. «Wo sind sie denn nur? Was ist, wenn ihnen was zu gestoßen ist? Oder haben sie mich doch nur auf den Arm genommen? Bestimmt ist es einfach nur ein Missverständnis gewesen?», denkt er zuversichtlich.
    Erst nach einer halben Stunde erscheint jemand auf dem Platz vor dem Hotel. Doch Finley bemerkt schnell, dass es nicht Hasso und auch nicht Thomas ist. Sondern jemand anderes!
    Der Fremde geht auf und ab. Erst als er sich von Finley beobachtet fühlt, kommt er näher und näher. Finley wird unruhig und fragt sich verängstigt: «Möchte der zu mir?»
    Konzentriert auf die fremde Person, entgeht Finley, was hinter ihm passiert. Er will sich gerade umdrehen, als plötzlich…

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