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A little smile

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1 Kapitel - 1.158 Wörter - Erstellt von: Alphawölfin - Aktualisiert am: 2017-07-18 - Entwickelt am: - 274 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

(Ein kleiner Beitrag zu Torden! Schreibwettbewerb.

Juli

http://www.testedich.de/quiz44/quiz/1475077173/Sieben-Worte-fuer-ein-Wunder-Ein-Schreibwettbewerb )

Eine simple Sache?

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    Das monotone Geklimper des Klaviers und ihre lustlose Stimme, lassen mich fast einschlafen. Warum habe gerade ich die Aufgabe, unsere kleine "Kö
    Das monotone Geklimper des Klaviers und ihre lustlose Stimme, lassen mich fast einschlafen. Warum habe gerade ich die Aufgabe, unsere kleine "Königen" zum lächeln zu bringen? Jeder weiß, dass dieses verzogene Gör mit den ach so bezaubernden goldenen Löckchen und den ach so schönen großen Engelsaugen nie lächelt. Und ihre Eltern geben immer mehr Geld aus, nur um einmal ihren kleinen Mund bei einem Lächeln zu sehen. Eltern... Arme Opfer der Natur und ich... Jetzt bin ich auch eines. Warum ich den Job angenommen habe, obwohl ich es nie gewollt habe? Da meine finanzielle Lage gerade sehr... nun ja ist und ich dringend einen Job benötigt habe, wurde mir dieser aufs Auge gedrückt. Sowas nennt man Elternliebe. Ja, auch meine Eltern sind Opfer der Natur und wollen nur, dass ich kein armer Schlucker werde und die ganze Zeit bei ihnen lebe.
    Als ob ich das will! Das Tastengehaue endet und ich reiche der kleinen Königen die beige Jacke. Sie ist vielleicht... Zehn? Und schaut mich schon so... Besserwisserisch an. Als kennt sie Gott und die Welt. Kind, du kennst noch nicht mal ein Lächeln! Natürlich halte ich ihr auf dem Weg zum Auto alle Türen auf, ohne auch nur eines Blickes würdig zu sein. Nun, von ihm abhängig bin ich sowieso nicht, also was juckt es mich?

    Der Sommer ist heiß und ihre Eltern haben uns zum See geschickt. Ich sitze auf dem trockenen und harten Stein, während sie in der Nähe auf einer Schaukel sitzt und mich stumm zu sich winkt. Langsam stehe ich auf und komme auf sie zu. Was will das Ding jetzt?,, Ich will Schaukeln." Also schubse ich sie an. Immer höher und höher. In der Hoffnung sie zum Lächeln zu bringen. Was stimmt mit ihr nicht? Warum lächelt sie nicht? Jedes Kind würde jetzt lächeln. Einfach aus Prinzip! Ihre Eltern schauen traurig zu und ich presse meine Lippen aufeinander. Wie kann ein Kind, das alles hat nur so unglücklich sein? Das ist mir unerklärlich. Die Sonne glitzert auf das Wasser und die Libellen spiegeln sich in den sachten Wellen. Wie schön. Ich mache sie darauf aufmerksam und als ich einen Gecko, sich sonnend auf einem Stein entdecke, schleiche ich leise los. Vorsichtig und ganz langsam komme ich mit meinen Händen immer näher und blitzschnell packe ich zu, doch er ist schneller. Ich schaue zu ihr, doch sie sitzt schon nicht mehr auf der Schaukel, sondern geht mit desinteressierter Miene zu ihren Eltern. Toll...

    Die Zeit verstreicht und ich weiß, dass ich es schaffen muss und zwar bald. Aber es bleibt mir ein Rätsel, wie ich sie zum Lächeln bringe. Ich will doch nur ein einfaches Lächeln. Sie muss ja nicht lachen... Nur ein kleines Lächeln würde genügen! Während ich sie still muster, schaut sie aus dem Fenster und ich nehme sowas wie Sehnsucht wahr. Sehnsucht nach was?

    Draußen vor dem Fenster tanzen die Schneeflocken und in der Ferne kann man die Fackeln sehen, welche den zugefrorenen See beleuchten. Während ich still auf dem Sofa sitze und mit ihren Eltern beobachte, wie sie ihre vielen Weihnachtsgeschenke auspackt, geistert ihr sehnsuchtsvoller Blick durch meinen Kopf. Ihre Eltern halten gespannt den Atem an und hoffen auf ein Lächeln. Auf irgendein Zeichen, dass sich ihre Tochter über die Geschenke freut. Nichts. Jedes andere Kind, das nichts besitzt, würde in die Luft springen. Wieso ist sie so unzufrieden? Wieder schaut sie so sehnsuchtsvoll aus dem Fenster und ich folge ihrem Blick. Kurz blinzel ich und stehe dann auf.,, Wollen wir raus?" Ich beuge mich zu ihr hinunter und schaue sie fragend an. Auch wenn ich es nie als meine Aufgabe haben wollte, trotzdem, ich will sie verdammt noch einmal meistern! Ich helfe ihr mal wieder in die Jacke und halte ihr die Tür auf. Der Schnee bedeckt den gesamten Weg und nur der ein oder andere Busch schaut noch hervor. Die Flocken bleiben in unseren Haaren hängen, während wir zum See hinuntergehen. Es ist kalt, doch stören tut es uns nicht. Als wir am See ankommen, betrachtet sie misstrauisch die glatte Oberfläche, welche geheimnisvoll im Flackern des Lichtes schillert. Mit kleinen Schritten betrete ich die rutschige Fläche und halte ihr meine Hand hin, doch sie schüttelt nur den Kopf. Angst?,, Schau. Es ist nicht schwer." Zuerst langsam und dann immer schneller gleite ich über das Eis hinweg und aus dem Augenwinkel bekomme ich mit, wie die kleine Königin vorsichtig einen Fuß nach dem anderen aufs Eis setzt. Sie streckt ihre Arme aus und sucht halt, als ihre Füße auf der glatten Oberfläche tun was sie wollen. Ich schlitter zu ihr, nehme ihre Hände und ziehe sie mit mir, während ich rückwärts über das Eis gleite. Mit geröteten Wangen und freudigen Augen schaut sie sich um. Unser Atem bildet feine Wölkchen und die letzten winzigen Flöckchen fallen vor unseren Augen auf die eisige Fläche. Langsam kommen wir zum stehen und ich deute auf den hohen Schnee.,, Willst du einen Schneemann bauen?" Ruckartig schaut sie zu mir auf und nickt hektisch. Wusste ich es doch. Lächelnd schiebe ich sie vor mir zum Rand des Sees zurück.
    Als wird durch die Tür treten, sind wir durchgefroren, nass und hungrig. Ich hänge unsere Sachen zum trocknen an die Heizung und gehe dann zu ihr. Sie sitzt auf der Fensterbank, isst einen Riegel, schaut in die Ferne, zu unserem großen Schneemann und lächelt. Überrascht klappt mir der Mund auf. Das ist es... Das... Etwas so simples wie ein Schneemann bringt sie zum lächeln? Es war so simpel? Ich kratze mich am Kopf und lache fast laut los.

    Kinder brauchen keine Reichtümer um glücklich zu sein, es braucht keine hundert Geschenke. Manchmal reicht einfach etwas Schnee aus, um etwas so schönes, wie ein Lächeln zu Gesicht zu bekommen. Das Lächeln eines Kindes kann man sich nicht kaufen, wenn es von Herzen kommen soll.

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1500042031
A little smile
A little smile
(Ein kleiner Beitrag zu Torden! Schreibwettbewerb. Juli http://www.testedich.de/quiz44/quiz/1475077173/Sieben-Worte-fuer-ein-Wunder-Ein-Schreibwettbewerb ) Eine simple Sache?
http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1500042031/A-little-smile
http://www.testedich.de/quiz49/picture/pic_1500042031_1.jpg
2017-07-14
40SB
Schreibwettbewerb

Kommentare (3)

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sweet Angel ( von: sweet Angel)
vor 94 Tagen
Sehr gut geworden ^^
Alpha ( von: Alphawölfi)
vor 96 Tagen
Danke. ^^
KillerRabbit ( von: KillerRabbit)
vor 96 Tagen
⛄ Sehr schön ⛄.