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Warrior Cats - Geheimes Verlangen

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13 Kapitel - 18.345 Wörter - Erstellt von: Lilienglanz - Aktualisiert am: 2017-09-04 - Entwickelt am: - 2.712 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 5 Personen gefällt es

Holunderschweif, die junge Donner-Clan Kriegerin trifft eines Tages auf einen ihr bisher Unbekannten Kater, der, wie sie noch nicht weiß, ihr Leben von Grund auf Ändern wird.

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    ((purple))((bold))Hallo Liebe Leser,((ebold)) ich arbeite inzwischen seit längerem an dieser Warrior Cats FanFiktion und habe mich jetzt entscheiden

    Hallo Liebe Leser,
    ich arbeite inzwischen seit längerem an dieser Warrior Cats FanFiktion und habe mich jetzt entscheiden sie zu veröffentlichen. Sie ist noch nicht fertig geschrieben aber das habe ich vor. Aber dafür brauche ich eure Hilfe. Zeigt mir, dass ihr mögt was ich schreibe und ermutigt mich nicht aufzuhören. Da ich leider immer etwas Faul bin XD
    Danke, eure Lilie <3


    Hier habe ich mal einen Stecki unseres Hauptchars


    Name: Holunderschweif
    Frühere Namen: Holunderjunges, Holunerpfote
    Alter: 20 1/2 Monde
    Aussehen: Hellbraune mittel große Kätzin mit einem weißen Bauch und hellen grünen Augen. Ihre Nase ist hell und ihre Pfotenballen ebenfalls.
    Eltern: Ihre Mutter ist Rehfell und neuerdings bei den Ältesten unter gekommen. Ihr Vater Wieselbiss starb im Kampf.
    Geschwister: Ihre Wurfgefährtin ist Heidewind, ihr Bruder Elchjunges starb nach der Geburt wegen eines Herzfehlers.
    Lebenswunsch: Sie will seit ihrer Geburt Anführerin des Donner-Clans werden, da Feuerstern ein Verwandter von ihr war. Deshalb ist sie auch sehr ehrgeizig. Junge kommen für sie nicht in Frage, einen Gefährten braucht sie nicht unbedingt, doch falls doch wäre es nicht schlimm.


    Schnelle Clan Übersicht

    Donner-Clan:

    Anführer: Böenstern -M- weiß, groß, bernsteinfarbene Augen

    2.A: Apfelschimmer w sandfarben

    Heiler:
    Stachelbeersee w silbergrau, kurzes Fell

    H-Schüler:
    Spinnenpfote m hellgrau getigert

    Krieger:
    Kampfpelz m schwarz, langes Fell sehr viele Narben
    Akazienfrost m dunkelgrau mit weißem Bauch
    Rotauge w braun-rötliches Fell, rechtes Augen ist rot unterlaufen
    Gewitterblick m weißes Fell mit schwarzer Tigerung
    Holunderschweif w hellbraun mit weißem Bauch
    Heidewind w hellbraun getigert
    Iltispelz m hellgrau mit weißem Fleck am Hals
    Steinkralle m tief grau, dichtes Fell
    Mandelbeere w dunkelbraune Tigerkätzin
    Rindenduft w Orange weiß, große Narbe an er Flanke
    Fuchszahn m dunkelorange mit weißer Schwanz Spitze
    Klanghimmel w hellorange mit weißem Bauch
    Tropfnase m langes weißes Fell

    Königinnen:
    Wolkenherz w kleine sandfarbene Kätzin
    Sonnenfisch w dunkelbraun mit weißen Flecken

    Schüler:
    Frostpfote w dunkegrau
    Zapfenpfote mTigerkater
    Farnpfote m dunkelbraun mit weißen Pfoten
    Riesenpfote m schwarz

    Junge:
    Von Sonnenfisch: Schlammjunges, Maulbeerjunges

    Älteste:
    Mottenpelz m
    Rehfell w
    Vogelauge w

    Fluss-Clan:

    Anführer: Steinstern m
    2.A: Blauschweif
    Heiler: Nussnase m
    H-Schüler: Nelkenbart w

    Wind-Clan:

    Anführer: Brandstern m
    2.A: Kleinfuß m
    Heiler: Schmertterlingsschlag w
    Heilerschüler: /

    Schatten-Clan:

    Anführer: Lindenstern w
    2.A: Rostkralle m
    Heiler: Tropfenfell m
    Heilerschüler: Tupfpfote w

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    ((big))((bold))Kapitel 1((ebig))((ebold)) Die Blattgrün Sonne warf ihre warmen Sonnenstrahlen auf die dicht beieinander stehenden Buchen und Eichen.
    Kapitel 1


    Die Blattgrün Sonne warf ihre warmen Sonnenstrahlen auf die dicht beieinander stehenden Buchen und Eichen. Lange Schatten erstreckten sich über den trockenen Waldboden und gaben an manchen Stellen einige große Sonnenstellen frei. Das Wasser auf dem See glitzerte und kleine Fische schwammen an die Oberfläche. Der Wald war ruhig, die Clans waren gut ernährt und Streitigkeiten lagen längst hinter ihnen.
    Eine hellbraune mittel große Kätzin mit einem weißen Bauch und hellen grünen Augen trabte auf einen kleinen Pfad zum Felsenkessel hin. Ihr kamen zwei große Kater entgegen, begrüßten sie und gingen dann weiter ihres Weges. Die hellbraune Kätzin nickte ihnen lächelnd zu und ging dann durch den Eingang ins Lager, wo schon einige Katzen auf sie warteten.
    „Und? Haben sie wieder die Grenze überschritten?“, knurrte ein kräftiger schwarzer Kater.
    Eine kleine silbergraue Kätzin wirkte eher ängstlich: „H...haben sie dich…. Angegriffen?“
    Alle Katzen redeten wild durcheinander, einige schienen verärgert andere wiederum wirkten eher gelassen. Mitten unter all den Stimmen ertönte dann eine kräftige behüterische Stimme, ein großer weißer Kater mit Buschigem Schweif und bernsteinfarbenen Augen sprang auf einen Felsvorsprung des Felsenkessels und begann die Katzen unter ihm gelassen zu mustern: „Ich weiß, dass ihr verunsichert seid. Aber hört mir zu, der Schatten-Clan und auch die anderen Clans, haben schon seit Monden keine Probleme mehr verursacht. Deshalb suchen wir immer mehr nach Fehlern ihrer Seits, statt einfach glücklich darüber zu sein dass nichts ist.“ Die Katzen unter ihm begannen zu murmeln und warfen sich untereinander unsichere Blicke zu. Der weiße Kater räusperte sich: „Holunderschweif! Bitte sag uns was du beobachten konntest!“
    Die hellbraune Kätzin, Holunderschweif, nickte unsicher, stand aber trotzdem auf und erhob die Stimme: „Danke Böenstern! An der Grenze war alles ruhig! Ich sah nur eine kleine Patrouille aus drei Schatten-Clan Katzen ihre Grenze Markieren aber sie sahen nicht mal richtig auf unsere Seite rüber!“
    „Vielleicht haben sie dich ja gerochen!“, murrte eine Tigerkätzin angriffslustig und inspizierte Holunderschweif dabei genau.
    „Nein. Ich habe mich oben in einer Eiche versteckt, entgegen der Windrichtung!“, sagte sie und warf der Tigerkätzin einen ärgerlichen Blick zu. Böenstern nickte, sein Blick verriet dass er nachdachte. Nach ein Paar Herzschlägen sagte er dann: „Ich denke, wir können wieder auf unsere normalen Gewohnheiten zurück kommen. Wahrscheinlich wurden die Taubenfedern nur zu uns herüber gewirbelt…!“ Doch Böenstern schien selbst nicht richtig überzeugt von seiner Antwort zu sein, doch weder er noch eine andere Donner-Clan Katze wagte etwas dagegen zu sagen. Auch wenn es den meisten wohl nur so auf der Zunge brannte. Böenstern nickte zum Abschied und verschwand dann mit einem großen Sprung in seinem Bau.
    Die Katzenmasse löste sich auf, alle schienen ihren Pflichten weiter nach zu gehen. Holunderschweif schlurfte zu einer Schattenstelle und legte sich dort nieder. Als sie gerade anfing sich zu putzen kam ein großen stattlicher dunkelgrauer Kater auf sie zu: „Hallo Holunderschweif, wie geht’s?“ Der graue setzte sich neben sie und sah sie lächelnd an. Holunderschweif verdrehte innerlich die Augen, Steinkralle war schon seit Jungenzeiten in sie verliebt, doch Holunderschweif hatte nie Interesse an ihm gezeigt. Jede andere Kätzin schwärmte für ihn, doch er hatte nur Augen für sie. Das tat ihr auch sehr leid aber sie fühlte sich noch nie hingezogen zu ihm. Statt ihm dies zu sagen würgte sie nur ein „Hallo“ und „Gut“ heraus. Steinkralle fing leise zu schnurren an und blickte Holunderschweif in die hübschen hell grünen Augen. „Also… Wollen wir vielleicht eine Runde durch den Wald gehen?“ Er versuchte lässig und beherrscht zu wirken doch das misslang ihm sichtlich. Holunderschweif verkniff sich eine barsche Antwort wie etwa „Vergiss es!“ oder einfach ein knappes „Nein!“. „Es tut mir wirklich leid aber ich habe Apfelschimmer schon versprochen mich einer Jagdpatrouille anzuschließen!“ Steinkralle wirkte sehr enttäuscht schon wieder abgestoßen worden zu sein. „Oh...dann eben ein andermal!“ Er stand auf ohne noch ein Wort zu sagen und ging davon, sein Schweif schlurfte auf dem Boden und seine Ohren flatterten trostlos hinunter. Holunderschweif sah ihm schuldbewusst nach… Wieso bringt er mich immer dazu dass ich mich schuldig fühle...Wann will er den endlich Verstehen dass ich nicht gleich fühle wie er!
    Ein Kichern riss sie aus ihren Gedanken, sie wandte den Kopf herum und sah in die Augen einer sandfarbenen kleinen trächtigen Kätzin. Die Kätzin kam mit schweren kleinen Schritten auf sie zu und kicherte immer noch fröhlich, sodass es jeder hörte.
    Holunderschweif legte den Kopf schief und sah sie fragend an: „Was ist so lustig, Wolkenherz?“ Sie konnte aber nicht anders und musste auch ein wenig lächeln, wenn sie auch nicht wusste wieso.
    Wolkenherz setzte sich neben sie und schnurrte leise: „Na wegen Steinkralle!“
    „Oh… ja… aber ich finde das nicht wirklich lustig!“
    „Ja, Tut mir Leid! Es war nur weil er es immer wieder und wieder probiert!“, Wolkenherz legte kurz ihr Nase an Holunderschweifs, „Du musst dich deshalb nicht schlecht fühlen!“
    Holunderschweif ließ betrübt den Kopf hängen und flüsterte dann: „...ich weiß…!“
    Wolkenherz leckte ihr freundschaftlich über das Ohr und schnitt dann ein anderes Thema an: „Kannst du mir mal erklären wieso du die Schatten-Clan Grenze ausspionieren solltest? Ich glaube ich habe das irgendwie… verpasst!“ Wolkenherz sah mehr wütend aus als enttäuscht, aber sie leckte sich kurz über den angeschwollenen Bauch um ihre wahre Emotion zu verbergen. Holunderschweif nickte kurz: „Nun, das war so. Eine Patrouille hatte gestern und vorgestern nahe der Schatten-Clan Grenze Taubenfedern gefunden. Es haftete auch ihr Geruch daran. Aber nirgends war Blut, nur an den Federn selbst. Und… es wurde auch ein Eichhörnchen gefunden aber es waren nur noch Reste übrig. Böenstern denkt, dass es Streuner waren. Manche Clan-Mitglieder sind steif und fest der Meinung, dass es der Schatten-Clan war.!“
    „Und was glaubst du?“, Wolkenherz spitzte interessiert die Ohren. Holunderschweif überlegte: „Ach… Ich weiß es nicht! Ich sage mal so, ich glaube nicht dass es der Schatten-Clan war!“, sie sah auf ihre Pfoten hinab und murmelte weiter: „allerdings wüsste ich nicht wer sonst!“
    Wolkenherz schien nun auch zu überlegen: „Nun, ich zweifele nicht an Böensterns Weisheit und Wissen. Ich glaube was er glaubt, bis in den Tod.“ Sie wirkte sehr überzeugt und plötzlich war Wolkenherz auch schon verschwunden. Nur ein Lufthauch blieb zurück in dessen ein süßer Duft mitflog, Wolkenherz Geruch. Wolkenherz war die freundlichste und lebensfroheste Katze die Holunderschweif je kennen gelernt hat. Kein Wunder dass sie schon als Schülerin ihren Gefährten Fuchszahn gefunden hatte. Die beiden erwarteten nun schon ihren zweiten Wurf, ihr Erster Wurf wurde schon vor fünf Monden zu Kriegern ernannt, Klanghimmel und Tropfnase.
    Immer noch ein wenig irritiert blickte Holunderschweif sich um. Eine kleine Schülergruppe saß zusammen neben dem Frischbeutehaufen und tuschelten neugierig miteinander. Böenstern gab sich mit Apfelschimmer die Zunge und Steinkralle redete mit Fuchszahn nahe des Heilerbaus. Holunderschweif merkte dann die aufkommende Müdigkeit in ihren Gliedern und entschloss sich bis zu Sonnenuntergang, wenn die Jagdpatroullie losginge, ein wenig zu schlafen. Sie trottet langsam zum Kriegerbau und legte sich in ihr Nest um die Müdigkeit die Oberhand gewinnen zu lassen.

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    ((big))((bold))Kapitel 2((ebig))((ebold)) Feine Sonnenstrahlen drangen durch den Kriegerbau und kitzelten Holunderschweif sanft an der Nase, sie rümp
    Kapitel 2


    Feine Sonnenstrahlen drangen durch den Kriegerbau und kitzelten Holunderschweif sanft an der Nase, sie rümpfte die Nase und öffnete etwas die Augen. Draußen war gerade Sonnenuntergang und die Sonne war gerade dabei hinter ein paar Bäumen bis zum nächsten Morgen zu verschwinden. Verschlafen und müde leckte sie sich eine Pfote und rappelte sich dann auf um zu sehen ob es schon Zeit für die Jagd war. Sie schlurfte nach draußen und blickte sich um. Alles war ruhig, nur zwei Älteste lagen in einem der letzten Sonnenflecken. „Wo sind denn alle?“, fragte Holunderscheif die beiden Katzen. Diese hoben nur verschlafen den Kopf und murrten etwas Unverständliches. Holunderscheif verdrehte genervt die Augen. Mürrische Alte Flohpelze…
    Sie rannte den Felsenkessel hoch um zu sehen ob jemand draußen stand und tatsächlich, sechs Katzen lagen dort und redeten, teilten sich Beute und schliefen. „Ähm… was macht ihr denn hier?“, Belustigung schwang in Holunderschweifs Stimme mit, „ist nicht längst Zeit für die Jagd?“
    Fuchszahn lachte auf: „Tja Liebes, da musst du schon früher aufstehen!“
    „Ihr hättet mich ruhig wecken können!“
    Eine schwarz weiß getupfte Kätzin nahm sie in ihren Blick: „Böenstern wollte dich schlafen lassen!“
    „Was? Wieso…?“, Holunderschweif peitschte entgeistert mit dem Schweif.
    Fuchszahn antwortet trocken: „Weil du die ganze Nacht an der Grenze warst und wache gehalten hast!“
    „Frechheit!“, Holunderschweif drehte sich um und stapfte mürrisch in den Wald, die Blicke der anderen konnte sie noch deutlich auf ihrem Pelz spüren. Leise vernahm sie noch Stimmen und lauschte.
    „Sollte Froh sein!“, miaute eine.
    „Dumme Fellkugel!“, knurrte ein anderer.
    „Steinkralle wird ihr das austreiben!“, sie erkannte deutlich Fuchszahns Stimme.
    Holunderschweif sträubte sich der Pelz, Steinkralle… Wie können sie nur Glauben ich würde mich einem Kater unterordnen. Dieser Kater wird keine Pfote an mich setzen! Sie fauchte und rannte schneller und tiefer in den Wald hinein, doch immer noch sah sie keine Katzen. Sie waren wohl gerade auf Jagt und Abend-Patrouille zugleich. In Blattgrün Zeiten wurde oft bei Sonnenuntergang gejagt da es zu dieser Tageszeit schon ein wenig Kühler und wesentlich angenehmer im Wald war. Das merkte auch Holunderschweif da ihr bereits die Hitze aus dem Fell entwich. Sie atmete entspannt aus, setze weiter eine Pfote vor die andere und sprang von einem Schattenfleck zum anderen, wie als würde sie die Sonne nicht berühren dürfen. Bald darauf bemerkte sie ihr Umfeld gar nicht mehr und hüpfte nur noch wie ein Junges fröhlich durch den Wald, sie kicherte und kugelte sich schnurrend auf dem bereits kühlen Gras. Nach ein paar Drehungen und Wendungen im Gras lag sie nur noch friedlich atmend da, alle viere von sich gestreckt und sah in den leicht rosarot gefärbten Sonnenuntergangshimmel.
    Ein leises Rascheln weckte sie aus ihrem Tagtraum und ließ sie sofort die Augen auf schlagen. Wie von einer Ratte gebissen sprang sie auf und stellte sich kampfbereit und zähnefletschend hin. Ihre Ausgezogenen Krallen bearbeiteten den weichen Waldboden. Ihr Knurren hallte durch den Wald: „Wer ist da?“ Ihr Kopf schwang in alle Richtungen doch das Geräusch war verebbt. Doch ihr Gefühlt sagte ihr dass sich ihr geheimer Gast noch im unmittelbarem Umfeld befand, deshalb machte sie ein paar Schritte vorwärts und sah sich wieder um, immer noch die Krallen gezückt. Gebückt schlich sie sich von einem Busch zum anderen, inspizierte sorgfältig die Bäume der Umgebung nach unnormalen Bewegungen und prüfte die Luft mehrmals an einer Stelle, doch es war nirgends wo ein Zeichen für ein anderes Lebewesen.
    Schließlich gab Holunderschweif die Suche auf, dabei war sie sich so sicher dass jemand in der Nähe war.
    „Ich denke du brauchst noch Übung!“
    Erschrocken fuhr Holunderschweif herum, sie stieß einen lauten spitzen Schrei aus und sprang den Kater an, welcher auf einmal neben ihr aufgetaucht war. Sie bearbeitete ihn mit den Krallen, doch nach ein paar Herzschlägen konnte sie sich nicht mehr regen. Der orangene Kater hatte sie unter sich begraben. Holunderschweif versuchte sich frei zu strampeln und zu treten, doch es hatte überhaupt keine Auswirkung, der Orangene ließ nicht locker. Mit zusammen gepresster Lunge, hauchte sie nur noch: „K...eine …..L….l“ Der Kater verstand sofort und löste sein Gewicht von ihrem Körper. Ihr Hellbraunes Fell stand in alle Richtungen ab und ihr Schweif war vor lauter Angst aufgebauscht. Misstrauisch beäugte sie den großen kräftigen Kater vor ihr und auch er begutachtete sein Spielzeug belustigt. Dann fand Holunderschweif endlich ihre Stimme wieder, der Ärger über ihre Niederlage war nicht zu überhören: „Wolltest du mich etwas töten? Erwürgen? Luft abquetschen?“ Sie klang so hysterisch dass der Kater sogar ein wenig zurück trat, aber immer noch mehr belustigt als verängstigt. Seine tief grünen Augen fixierten die ihren: „Vielleicht hatte ich das vor, du wirst es wohl nie erfahren!“
    Holunderschweif knurrte bedrohlich: „Was zum Sternen-Clan machst du überhaupt in meinem Territorium?“ Sie legte ihr gesträubtes Fell wieder an und beruhigte sich etwas, weil er ihr sichtlich nichts tun wollte. „Hm… Ich hatte Hunger!“
    Holunderschweif klappte der Mund auf: „Wie lange jagst du schon in diesem Bereich?“
    „Seit ein paar Sonnenaufgängen, wieso?“, der kräftige Kater lächelte sie an.
    Holunderschweif, noch etwas benommen von seinem durchdringendem Blick, stammelte mehr zu sich selbst: „Also warst du dass…!“
    „Was war ich?“, der Kater legte den Kopf leicht schräg, doch sein lächeln bestand nach wie vor. Holunderschweif wandte den Blick von seinen durchdringend grünen Augen ab und sagte: „Wegen dir, hätten wir beinahe den Schatten-Clan angegriffen!“ Fast hätte sie noch „Schäm dich du Mäusehirn“ und „Fuchsherz“ gerufen, doch sie konnte nicht.
    „Tut mir Leid!“
    Holunderscheif blickte wieder rasch zu ihm auch: „Wirklich?“ Ihre Stimme klang klar, weder anklagend noch wütend.
    „Ähm…!“, stammelte er, „Ich denke schon!“, er lächelte wieder. Wieder sagten beide eine Zeit lang nichts.
    „Nett… von dir!“, auch Holunderschweif lächelte jetzt etwas, „Wie heißt du überhaupt?“ Der Orangefarbene sah überrascht aus, da er nicht damit gerechnet hatte dass sie sich für ihn interessierte: „Mein Name ist Rory!“
    Holunderschweif nickte erfreut: „Interessanter Name, bist du Streuner? Oder Hauskätzchen?“ Rory schüttelte überzeugt den Kopf: „Nein, nein! Weder noch. Ich bin Einzelläufer!“ Holunderschweif sah überrascht aus: „Oh!“ Rory sah verwirrt aus: „Was oh!“ Holunderschweif sah etwas verlegen aus. Rory sah etwas gekränkt zu ihr hinunter: „Du dachtest ich sein ein Hauskätzchen! Wegen meinem Namen!“ Holunderschweif nickte schuldbewusst. „Falls du es wirklich wissen willst… wieso ich so heiße wie ich heiße, dann komm morgen bei Mondhoch genau zu dieser Stelle!“ Er lächelte wieder, nickte ihr zum Abschied zu und rannte dann an der Grenze entlang aus den Territorien hinaus. Holunderschweif blickte ihm überrascht nach. Sie war verwirrt. Das Zusammentreffen mit Rory war eine ganz neue Erfahrung für sie. Er war anders als die Kater in ihrem Clan, irgendwie klüger und kräftiger. Holunderschweif wusste nicht so Recht wie sie ihn einschätzen sollte. Ein paar Herzschläge verharrte sie noch an der Stelle wo Rory stand, atmete seinen Duft ein und grübelte. Dann ging sie ein paar Schritte rückwärts, da sie Katzen sprechen hörte und sprintete daraufhin in den Wald hinein. Aber sie beschäftigte nur noch eins, Soll ich Rory treffen?

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    ((big))((bold))Kapitel 3((ebig))((ebold)) Es war gerade Sonnenhoch angebrochen und die zweite Grenzpatrouille des Tages stand schon in den Startlöche
    Kapitel 3


    Es war gerade Sonnenhoch angebrochen und die zweite Grenzpatrouille des Tages stand schon in den Startlöchern. Holunderschweif gesellte sich schon zu den wartenden, Iltispelz, Mandelbeere und ihrer Wurfgefährtin Heidewind. Ihre Schwester lächelte sie fröhlich an: „Na Holunderschweif, wie geht’s?“ Holunderschweif schnurrte bei ihrem Anblick: „Eigentlich ganz gut!“ Heidewind lachte auf: „Eigentlich? Was soll das denn heißen!“ Sie lachte immer noch weiter. „Ähm…!“, sie traute sich nicht den wahren Grund ihrer Laune zu erzählen, aber es lag ihr noch etwas auf dem Herzen, „es ist wegen… wegen Steinkralle! Er dackelt mir immer noch hinterher… Und es bricht mir das Herz wenn ich ihn abweisen muss!“ Holunderschweif merkte dass ihr dies wirklich keine Ruhe gelassen hatte und nicht nur die Sache mit Rory. Heidewind drückte sich eng an ihre Wurfgefährtin und flüsterte liebevoll: „Irgendwann, wenn auch nicht bald, aber irgendwann wird er es verstehen müssen. Aber lass ihm noch etwas Zeit um sich darüber klar zu werden. Und wer weiß, vielleicht entwickelst du doch noch Gefühle für ihn!“ Sie lächelte wieder und leckte Holunderschweif über die Ohren. Holunderschweif nickte und überlegte: „Ich werde mich nie in ihn verlieben und dass will ich auch gar nicht!“, quetschte sie tief aus ihrem Inneren aus ich hervor, „Dieser Kater ekelt mich an…!“ „Aber du hast trotzdem Mitleid mit ihm!“, Heidewind sah sie jetzt streng an, „Gönn dir mal etwas Zeit und mach deinen Kopf wieder frei!“
    „Wir gehen!“, ertönte Mandelbeeres Stimme von der Spitze der Patrouille zu ihnen herüber. Heidewind legte ihren Schweif um Holunderschweifs Rücken und führte sie zu den anderen. Mit einem zucken des Schweifs signalisierte sie den anderen dass sie bereit waren auf zu brechen. Und schon setzten sich alle in Bewegung und trabten aus dem Lager Richtung Wind-Clan Grenze.
    Während sie eine Pfote vor die andere Setzten und dem Waldpfad folgten, erinnerte sich Holunderschweif an etwas dass sie vor wenigen Sonnenaufgängen gesehen hatte: „Heidewind! Ich hab dich letztens gesehen, als du mit Böenstern aus dem Lager verschwunden bist. Läuft das was zwischen euch?“ Holunderschweif sah ihre Schwester belustigt und etwas neckisch an: „Na?“ Heidewind sah kurz etwas ertappt aus doch dann entspannte sie sich: „Ich denke es wird Zeit das du es erfährst!“ Holunderschweif spitzte erstaunt die Ohren. „Also… Böenstern ist in mich verliebt!“, verlegten sah Heidewind zu ihr hinüber. Holunderschweif schnurrt: „Und, hast du auch Gefühle für ihn?“ Die hellbraun getigerte Kätzin schien etwas zu überlegen: „Ich glaube schon… Er sieht gut aus und ist sehr kräftig. Aber…!“ Holunderschweif legte den Kopf schief: „Aber was?“ Ihre Schwester trabte im Gleichschritt neben ihr her: „Er ist eben mein Anführer… Alle würde denken ich wolle nur gesehen werden und was Besseres sein wollen!“ Sie ließ ihren Schweif hinter sich her schlurfen. „Ach so ein Quatsch, Heidewind! Niemand würde so von dir denken. Außerdem ist es immer noch Böensterns Entscheidung!“ Holunderschweif legte ihren Kopf an den ihren: „Wirklich, du brauchst keine Angst zu haben! Jeder im Clan liebt dich!“ Heidewind nickte gedankenversunken: „Ich mag ihn wirklich sehr!“ Sie schnurrte zufrieden, „Danke Holunderschweif!“ Holunderschweif nickte lächelt und trabte unbeirrt weiter, an der Spitze immer noch Mandelbeere die sich ebenfalls mit ihrem Bruder Iltisplelz unterhielt. Als die Patrouille endlich an der Wind-Clan Grenze angekommen war, erneuerten sie die Grenzen, prüften ob jemand die Grenze mutwillig übertreten hatte und rannten dann weiter zur Schatten-Clan Grenze. Holunderschweif hörte weiter den Schwärmereien ihrer Schwester zu, doch sie war nicht ganz bei der Sache. Heute bei Mondhoch würde sie an der Schatten-Clan Grenze Rory wieder treffen. Und inzwischen war sie sich auch schon recht sicher, dass sie dort sein würde. An seinen Worten zweifelte sie ebenfalls nicht, denn er schien ein ehrwürdiger freundlicher Kater zu sein. Sie spielte mit dem Gedanken Heidewind über ihn zu berichten, doch sie würde es wahrscheinlich falsch verstehen. Dieses Risiko würde sie nicht eingehen wollen, sie interessierte sich viel zu sehr dafür wieso ein Kater der in der Wildnis aufwuchs einen Hauskätzchen Namen hatte und was er in dieser Gegend zu suchen hatte. Während sie auch die Markierungen an der Schatten-Clan Grenze überprüften und diese erneuerten, schnupperte Holunderschweif an der Stelle an welcher sie letzte Nacht auf Rory traf. Die Angst, man würde ihren Geruch erkennen und verurteilen, ließ ihr keine Ruhe. Besorgt sah sie zu ihren Clan-Kameraden welche ihr immer näher kamen. Iltispelz kam als erster zu ihr und prüfte die Grenze. Mit kraus gezogener Nase schnupperte er in der Luft: „Irgendwie riecht es hier komisch… Mandelbeere komm mal schnell!“
    Holunderschweif zuckte zusammen, doch niemand bemerkte ihr leicht aufgestelltes Nackenfell. Was wenn sie meinen Geruch erkennen… Heiliger Sternen-Clan, bitte lass mich jetzt nicht im Stich!… Sie kniff die Augen zu, die Angst ließ ihre Glieder erstarren, was wenn ihre Schwester sie nicht mehr als ihre Schwester anerkennen würde. Heidewind schnupperte im Gras, nach kurzer Zeit hob sie ihren Kopf wieder, ihr Blick auf Holunderschweif gerichtet. Doch sie blieb still. Mandelbeere kniff verwirrt die Augen zu: „Komisch… Riecht nach Katzen aber… nicht nach Schatten-Clan!“ Iltispelz nickte zustimmend: „Stimmt! Am besten wir sagen Böenstern Bescheid!“ Die beiden Geschwister nickten eilig und mit einem kurzen Signal von Mandelbeeres Schweif rannte die Patrouille los, Richtung Lager.
    Heidewind sah kein einziges Mal zu ihr hinüber. Holunderschweif sank das Herz, ihr wurde bewusst wie hoch das Risiko war Rory wieder zu treffen. Zu viel stand auf dem Spiel, vielleicht wäre es besser wenn sie es doch lassen würde. Holunderschweif kämpfte gegen den Drang an alles zu sagen, aber sie tat es nicht.Stattdessen rannte sie so schnell, dass sie Mandelbeere und Iltispelz überholte. Sie würde sich nicht erwischen lassen, sie wollte endlich frei sein und ihre eigenen Entscheidungen treffen. Ihre Schwester war ihr mehr wert als alles andere auf der Welt aber in diesem einem Punkt brauchte sie nicht ihre Hilfe. Wenn sie vor hatte mit ihre darüber zu sprechen würde sie sich eben eine Lüge aus denken, jetzt war sie sich sicher. Noch nie zu vor hatte sie so viel Elan für eine Sache gehabt als Rory zu treffen.
    Sie traf als erste im Lager ein, die anderen folgten kurz nach ihr. Mandelbeere trabte sogleich zum Anführerbau und rief nach Böenstern, er kam nach kurzer Zeit verschlafen aus seinem Bau. „Was gibt’s?“, gähnte er, sein Blick steif auf Mandelbeere gerichtet obwohl Holunderschweif glaubte dass er ein paar Mal zu Heidewind sah.
    „Wir haben fremde Gerüche an der Grenze zum Schatten-Clan gerochen! Es war keine Schatten-Clan Katzen!“, Mandelbeere schilderte Böenstern das Geschehen.
    Dieser Nickte und hörte aufmerksam zu: „Wurde Beute erlegt?“ Mandelbeere überlegte rasch, Iltispelz antwortet für sie mit einem klaren „Nein!“ Inzwischen hatten sich auch Akazienfrost, Kampfpelz und Klanghimmel zu ihnen gesellt und lauschten gespannt ihrem Gespräch. Böenstern nickte Gedanken versunken: „Ich denke wir schauen morgen noch mal nach ob der Geruch wieder da ist, Apfelschimmer, stell für morgen früh eine Patrouille für die Schatten-Clan Grenze zusammen!“ Der Anführer schien überzeugt, übermüdet ging er zum Frischbeutehaufen. Heidewind trabte ihm nach, setzte sich neben ihn und redete fröhlich mit ihm. Holunderschweif schmunzelte, sie wären wirklich ein süßes Paar.
    Allerdings setzte es ihr schon zu dass ihre Schwester sie ignorierte. Ob sie es wohl weiß…
    Als sie geradezu tiefst frustriert und mit hängendem Schweif zum Kriegerbau gehen wollte, stolperten zwei kleine Junge auf sie zu: „Holunderschweif, willst du spielen?“, drängte das eine. „Dachsreiten! Bitte!“, das „Bitte“ hatte das andere Junge so lang gezogen das seine Stimme währenddessen verebbte. Holunderschweif lächelte, Sonnenfischs Junge waren Zucker süß. In wenigen Sonnenaufgängen würden sie zu Schülern ernannt werden. „Nein, nicht Dachsreiten! Zeig uns lieber ein paar Kampfteckniken.“, das größere dunkelbraune Junge fuhr die kleinen Krallen aus und boxte spielerisch die Luft, dabei verlor er das Gleichgewicht und kippt nach hinten um. Seine Schwester fing laut an zu lachen und warf sich auf ihren Bruder. Das Büschel aus braunen und grauen Fell kugelte wild auf dem Boden herum. Holunderschweif wurde das Herz warm, die Jungen waren einfach nur traumhaft. Aus dem Augenwinkel sah sie Steinkralle welcher sie und die Jungen lächelnd beobachtete. Mit einem Satz sprang sie auf und ging erhobenen Hauptes in den Kriegerbau. Davon kann er nur träumen, nicht mit mir!

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    ((bold))((big))Kapitel 4((ebold))((ebig)) Holunderschweif hatte kein Auge zu bekommen, so groß war die Aufregung. Jetzt würde es gleich so weit sein
    Kapitel 4


    Holunderschweif hatte kein Auge zu bekommen, so groß war die Aufregung. Jetzt würde es gleich so weit sein. Ich kann ja auch früher da sein! Sie erhob sich ganz sachte und schlich leise aus dem Kriegerbau hinaus. Kampfpelz hielt am Eingang Wache, er starrte aber nach draußen, deshalb schlich sich Holunderschweif ganz schnell zum Schmutzplatz-Tunnel. Erleichtert atmete sich aus, das schwierigste hatte sie geschafft. Jetzt musste sie nur noch zur Schatten-Clan Grenze gelangen und das sollte ein leichtes sein. Sie schlüpfte durch ein Loch in der Brombeerhecke und sprintete dann Richtung Grenze. Die laue Abendluft schlug ihr beim rennen ins Gesicht, doch sie empfand das als recht angenehm. Der Wald war dunkel, nur der Mond war die einzige Lichtquelle. Das Mondlicht fiel schimmernd auf Holunderschweifs Fell und schien zu Leuchten. Holunderschweif rannte lächelnd weiter. Es war ein tolles Gefühl bei Nacht durch den Wald zu rennen, am liebsten würde sie gar nicht mehr damit aufhören. Der Ruf einer Euler erschrak sie, doch nach dem kurzen Schreck lachte sie nur noch. Als sie sich der Grenze näherte spürte sie die Aufregung in ihrem Körper aufsteigen, sie hoffte innerlich das Rory wirklich der war, für den sie ihn hielt. War es falsch, dass ich niemanden etwas erzählt habe? Was wenn mir irgendetwas zustößt, dann weiß niemand was geschehen sein könnte!
    Doch diese Gedanken schüttelte sie schnell wieder ab, sie konnte sich ja schließlich immer noch wehren. Sie war nicht hilflos, ganz im Gegenteil. Sie war sogar besser im Kämpfen als Heidewind. Mit mehr Mut trabte sie nun zielstrebig zur Grenze, doch noch war keiner da. Sie schlüpfte in einen naheliegenden Busch um nicht von ungebetenen Besuchern entdeckt zu werden, lange Zeit war außer einer Eule und einem Eichhörnchen nichts zu hören. Holunderschweif tröstete sich mit dem Gedanken dass sie früher los gelaufen war, doch lange hielt dieser Anker nicht.
    Langsam wurde sie unruhig und leicht angespannt, aber sie entschied sich noch etwas zu warten.
    Als der Mond schon ein ganzes Stück weiter gewandert war hörte Holunderschweif ein leises Rascheln. Sie kniff die Augen zusammen und starrte durch den Busch nach draußen. Sie erkannte Pfoten, mit orange farbenen Fell. Langsam trat sie aus ihrem Versteck: „Pünktlichkeit scheint ja nicht deine Stärke zu sein!“ Sie versuchte ihrer Stimme Belustigung zu zu fügen, doch es klang eher nach Verurteilung. Tatsächlich war es der Orange, große und kräftige Kater Rory der vor ihr stand. Er lächelte, so wie er es auch bei ihrer ersten Begegnung getan hatte: „Tut mir Leid, Süße!“ Holunderschweif lachte auf: „Süße?“ Sie schmunzelte und unter ihrem Fell wurde sie etwas rot. Rory lächelte, dieses lächeln brachte Holunderschweif dazu all ihre Bedenken über ihn zu verdrängen. Bevor er etwas sagen konnte, miaute sie: „Wir müssen hier weg. Dann können wir hoffen dass unsere Gerüche bis morgen so schal sind dass sie keiner mehr erkennen kann!“ Und schon war sie los gerannt. Mit einem knappen Blick über die Schulter versicherte sie sich dass Rory ihr folgte, doch er tat mehr als das. Der Kater rannte an ihr vorbei und sprintete gerade aus, hinaus aus den Clan Territorien. „Hey!“, sie wollte aufholen doch der Kater war schneller als sie. „Na? Kannst du mich nicht überholen?“, rief Rory nach hinten, immer noch lachend. Auch Holunderschweif lachte: „Du wirst schon sehen!“ Ihr Ehrgeiz war geweckt, sie atmete stark ein, streckte den Kopf vor und rannte dann mit aller Kraft so schnell sie nur konnte. Langsam holte sie auf, aber ihr war bewusst dass der Kater langsamer wurde und zwar absichtlich. „Du brauchst mich nicht zu schonen!“, rief sie gegen den Wind. Rory drehte den Kopf zu ihr: „Glaubtest du etwa das wäre weil ich dich schonen wollte!“, er lachte, „nein nein! Wir sind da!“ Holunderschweif war leicht gekränkt, wieso wusste sie nicht genau: „Und was ist an diesem Ort so besonders?“ Rory trabte einen kleinen Hügel hinauf: „Mein Lieblingsplatz! Man hat hier eine wundervolle Aussicht!“ Holunderschweif schnurrte: „Stimmt! Es ist wirklich…!“, sie stellte sich neben ihn und sah sich um, „Traumhaft!“ Rory begann zu schnurren: „Ich habe noch gar nicht nach deinem Namen gefragt!“, er lächelte sie an, in seinen Augen spiegelte sich das Mondlicht. Holunderschweif schmunzelte: „Stimmt!“ „Und? Verrätst du ihn mir?“, er schritt langsam und weiterhin schnurrend um sie herum. „Hm… Da muss ich aber überlegen!“, sagte sie neckisch in seine Richtung.
    „So Schade! Es würde mich wirklich interessieren, Süße!“, er setzte sich dicht neben sie und starrte in den Mond. „Na Gut!“, flüsterte Holunderschweif, „Mein Name ist Holunderschweif!“ Rory blickte ihr tief in die Augen: „Ein wunderschöner Name, Holunderschweif!“ Sie nickte: „Gleichfalls! Kannst du mir jetzt erzähl wieso du einen Hauskätzchen Namen hast!“
    Er nickte: „Gut also, wie ich schon gesagt habe bin ich Einzelläufer. Ich wurde in einem alten Fuchsbau geboren und dort blieb ich auch bis ich die Augen öffnen konnte. Meine Mutter gab uns keine Name!“ Holunderschweif sah schockiert aus: „Sie hat euch keine Namen gegeben?“ Rory schüttelte den Kopf: „Nein, sie hielt es nicht für wichtig, da sie vor hatte uns nicht zu behalten!“ Holunderschweif senkte mitfühlend den Kopf: „Das ist schrecklich!" Rory sprach weiter: „Sobald wir Laufen konnten setzte sie uns alle drei vor ein Zweibeinernest und befahl uns dort zu bleiben bis uns geöffnet werden würde, sie selbst verschwand und ich habe sie seit her auch nie wieder gesehen!“
    „Das ist wirklich Schade, so jung und ohne Mutter…!“ Rory nickte: „Ja, es war wirklich schlimm für uns. Auf jeden Fall öffnete uns ein Zweibeiner die Tür, er nahm uns mit rein und stopfte uns dann in einen viel zu kleinen Käfig und brachte uns zu seinem Monster. Er legte den Käfig in seinen Bauch und brachte uns dann zu einem Ort an dem ganz viele Tiere gehalten wurden. Es war ein Ort an dem Zweibeiner ihre Haustiere bekommen konnten!“
    „Und ihr wurdet da abgegeben? Einfach so!“, fragte Holunderschweif und begann zu zittern aber nicht wegen der Kälte. Alleine die Vorstellung sie wäre das gewesen ließ sie erstarren. „Ja, der Zweibeiner stellte den Käfig einfach für den Eingang. Wir wurden recht bald gefunden und man brachte uns rein. Sie gaben uns essen und dann stopften sie uns in einen Ausstellungsraum. Dort verbrachten wir dann solange unsere Zeit biss uns ein Zweibeiner wollte. Die Pflege-Zweibeiner gaben uns dann auch unsere Namen. Mich nannten sie Rory, meine ältere Schwester nannten sie Crystal und meine kleine Schwester bekam den Namen Fione. Ich denke ich war etwa 3 Monde als Crystal mitgenommen wurde. Aber wir wussten dass denn unsere zukünftigen Zweibeiner kamen schon einen Mond zuvor immer zu Besuch. Crystal mochte die Zweibeiner, spielte mit ihnen und ließ sich von ihnen Berühren. Fione und ich waren da anders, aber wir spielten mit da wir wussten dass wir nur so aus diesem Nest raus kamen. Wir wurden aber kurz nach Crystal auch getrennt. Ich blieb bei meiner Zweibeiner Familie bis ich alt genug war um selbst zu jagend und mich verteidigen zu können. Dann haute ich ab und so kam ich hier her. Ich hoffe immer noch, Crystal und Fione mal wieder zu sehen!“
    Holunderschweif war sprachlos: „wow…!“ Rory nickte und sah dann in Holunderschweifs Gesicht: „Ich vermisse sie…!“ Der Kater sah auf seine Pfoten: „Ich habe mich nie wieder wohl gefühlt, bis ich dich letztens traf! Du erinnerst mich an Fione! Sie war wie du, so lebensfroh aber doch schlagfertig und klug!“ Er schnurrte bei dem Gedanken daran, „Irgendwie habe ich mich gleich wohl Gefühlt!“ Holunderschweif strahlte: „Wirklich?“
    Rory nickte und fixierte sie mit glücklich leuchtenden Augen. „Ich wollte dich unbedingt näher kennen lernen und… naja… ich habe mich gewundert als du dann da warst!“ Er lächelte nervös: „Deshalb bin ich zu spät gekommen, ich dachte nicht das du kommen würdest!“, gestand er.
    „Es war ein großes Risiko heute hier her zu kommen! Ich habe lange überlegt, aber dann war ich mir sicher! Ich musste dich einfach wieder treffen!“ Rory nickte herktisch: „Ja, so ging es mir auch!“ Beide begannen zu schnurren, Holunderschweif lehnte sich an Rorys Schulter, sie fühlte sich auf einmal so komisch, so zufrieden und behütet. Er leckte zufrieden ihre Wange: „Du bist wirklich eine wunderschöne Kätzin!“ Holunderschweif schnurrte noch etwas lauter: „Du auch!“ Rory drückte seine Nase gegen ihre und flüsterte etwas in ihr Ohr: „Erzählst du mir auch deine Geschichte?“ Holunderschweif überlegte: „Meine Geschichte…!“ Sie lächelte etwas: „Na gut!“, sie lachte etwas: „Also, ich wurde im Donner-Clan geboren. Ich bin eine Nachfahrin von Feuerstern! Ein sehr berühmter und mutiger Kater!“, fügte sie hinzu als sie seinem leicht verwirrten Gesichtsausdruck begegnete: „Meine Eltern sind Rehfell und Wieselbiss. Mein Vater starb bei einem Kampf mit dem Wind-Clan als ich gerade sechs Monde als wurde!“
    „Tut mir Leid, ich wollte dich nicht daran erinnern…!“, sagte Rory leise und mit erstickter Stimme. „Nein! Es ist schon ewig her. In meinen Erinnerungen lebt er immer noch!“, sie strahlte: „Er war großartig!“ Holunderschweif begann in Erinnerungen zu schwimmen. Doch dann redete sie weiter: „Wolfsmond lebt noch aber sie ist alt und manchmal etwas schwächlich. Aber wir kümmern uns um sie! Dann habe ich noch eine Schwester, Heidewind! Sie ist momentan in unseren Anführer Böenstern verliebt!“, Holunderschweif musste schmunzeln als sie daran dachte, auch Rory sah lächelnd in ihre Augen.
    „Wir wurden dann zu Schülern, kümmerten uns um unsere Ausbildung zum Krieger. Und so wurden wir vor etwa zwölf Monden zu Kriegern!“ Holunderschweif lachte: „Ich weiß, ist etwas unspektakulärer als deine aber darum bin ich ganz froh darüber!“ Rory schüttelte den Kopf: „Darüber solltest du auch froh sein! Dein Clan kümmert sich sehr gut um dich, das habe ich schon gemerkt!“ Holunderschweif nickte erfreut:„Rory, ich… ich sollte jetzt
    zurück in mein Lager, sonst merken sie noch dass ich weg war!“ Ihre Stimme wirkte traurig aber glücklich zugleich. Rory atmete traurig aus: „Ja, das verstehe ich natürlich. Ähm! Sehen wir uns wieder?“ Holunderschweif schnurrte: „Ja natürlich!“ Rory atmete erleichtert aus: „Gut! Dann biss morgen?“, fragte er Hoffnungsvoll. Holundeschweif nickte erfreut und trat dann einen Schritt auf ihn zu: „Ich werde da sein, genau an dieser Stelle bei Mondhoch!“ Rory lächelte wieder und kuschelte seinen Kopf an den ihren und schnurrte: „Ich werde da sein! Keinen Herzschlag zu spät!“ Holunderschweif nickte, berührte ihn Nase an Nase und rannte dann zurück zum Donner-Clan Territorium, aber nicht ohne noch einen letzten Blick zurück zu werfen.

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    ((big))((bold))Kapitel 5((ebold))((ebig)) „Katzen des Donner-Clans!“, hob Böenstern na. „Heute ist ein guter Tag für den Clan, denn heute wird
    Kapitel 5


    „Katzen des Donner-Clans!“, hob Böenstern na. „Heute ist ein guter Tag für den Clan, denn heute wird der Clan um zwei Schüler reicher. Schlammjunges, komm bitte her“ Sofort hüpfte Schlammjunges erfreut zu Böenstern in die Mitte des Katze-Kreises, sein Fell sträubte sich vor Vorfreude. Holunderschweif saß neben Mandelbeere und Akazienfrost und folgte neugierig der Zeremonie. Furchtlos sah er zu Böenstern auf. „Von heute an!“, miaute Böenstern und berührte Schlammjunges mit seiner Schwanzspitze an der Schulter, „wird dieser Schüler Schlammpfote heißen. Heidewind, du wirst seine Mentorin sein. Ich bin sicher dass du deinen Clan erfolgreich verteidigen zu lernst und deinen Mut gut gebrauchst, zusammen mit deinem Schnellen Verstand!“
    Schlammpfote trabte mit Stolz erhobenen Hauptes zu der völlig erstaunten Heidewind und berührte ihre Nase mit der seinen.
    „Schlammpfote! Schlammpfote!“, hob der Clan an, auch Holunderschweif rief laut seinen Namen. Am lautesten aber riefen immer noch Sonnenfisch und Iltispelz, die beiden Stolzen Eltern drohten nur so vor Freude zu platzen. Schlammpfote streckte bei seinen Jubelrufen noch einmal stolz die Brust raus und machte dann seiner Schwester platz, er selbst trabte zu seiner Mentorin und sah sie mit strahlenden Augen an. Holunderschweif erinnerte sich selbst daran ihrer Schwester später zu gratulieren. Inzwischen hatten sich die beiden wieder vertragen, Holunderschweif hatte ihr versichert sie habe den Streuner verjagt, Heidewind glaubte ihr sofort.
    Böenstern schnippte mit dem Schweif: „Maulbeerjunges, komm bitte zu mir!“ Das graue Junge trabte langsam und mit ängstlichem Blick zu Böenstern, ihr Nackenfell war leicht aufgestellt und ihrer Glieder schienen sich zu versteifen. Sonnenfisch flüsterte ihrer Tochter noch etwas zu und begann dann leise an Iltispelz Seite zu schnurren. Maulbeerjunges stellte sich zu vor Böenstern, ihre Krallen bohrten sich in den Boden.
    „Maulbeerjunges, von heute an wird man dich Maulbeerpfote nennen. Dein Mentor wird Holunderschweif sein!“ Holunderschweif erstarrt. WAS? Ich? „Deine Hilfsbereitschaft und deine Klugheit werden dich sehr weit bringen, setze auch deine Geschicklichkeit gut ein, Holunderschweif wird dir da eine sehr große Hilfe sein!“ Maulbeerpfote strahlte vor Glück, sie leckte Böenstern als Zeichen der Höflichkeit und Ehrfurcht die Schulter und trabte dann mit senkrecht in die Höhe ragenden Schwanz auf Holunderschweif zu. Maulbeerpfote streckte sich nach oben um Holunderschweif an der Nase zu berühren. Sie beugte sich glücklich etwas nach unten und berührte ihre Schülerin an der Nase. „Danke.“, flüsterte Maulbeerpfote, „dass ich deine Schülerin sein darf!“ Holunderschweif lächelte: „Es ist mir eine Ehre!“
    „Maulbeerpfote! Schlammpfote!“, jubelte der Clan und begrüßte so die neuen Schüler des Clans. Die beiden Schüler rannten zu ihren Eltern und präsentierten ihnen ihre Freude
    und ihren Stolz. Iltispelz legte seinem Sohn den Schweif auf den Rücken und wünschte ihm alles Gute. Sonnenfisch leckte Maulbeerpfote freude strahlend übers Ohr.
    „Hast du damit gerechnet?“, erklang plötzlich Heidewinds Stimme hinter ihr und ließ Holunderschweif kurz erschreckt einatmen. „Heiliger Sternen-Clan hast du mich erschreckte!“, lachte sie, „und nein, mich hat das völlig überrumpelt!“ Heidewind lächelte: „Ja mich auch, aber ich bin überglücklich!“ Heidewind täntzelte etwas, als könne sie sich nicht mehr Stillhalten: „Wollen wir ihnen gemeinsam das Territorium zeigen?“ Holunderschweif nickte begeistert und trabte sogleich zu Maulbeerpfote: „Maulbeerpfote, wir gehen mit Heidewind und Schlammpfote das Donner-Clan Territorium erkunden!“ Maulbeerpfote sprang erfreut in die Höhe: „Super! Jetzt gleich?“ Holunderschweif nickte und deutete mit ihrem Schweif die Aufforderung ihr zu folgen. Heidewind und Schlammpfote warteten bereits am Lagerausgang auf sie. „Gut wir können!“, befiehl Heidewind und rannte voran, Holunderschweif fügte sich neben ihr ein. „Als erstes gehen wir zur Wind-Clan Grenze!“, verkündete Holunderschweif. Die kleine Gruppe rannte im Gleichschritt zum Wind-Clan, allerdings ziemlich langsam da sich die frisch ernannten Schüler noch etwas langsam vortbewegten. Heidewind erklärte die Vorteile und Nachteile des Territoriums, die besten Jagtstellen und die besten Zeiten für die Jagddt in der Blattleere und der Blattgrüne. Holunderschweif kam selten zu Wort. Ihr Schwester quatschte ihr immer rein wenn sie etwas erklären wollte:„Dort drüben gibt es ganz viele Wühlmäuse, wir glauben dort ist ein ganzes Nest! Und dort vorne...!“ „Seht jetzt sind wir schon an der Schatten-Clan Grenze!“, versuchte es Holunderschweif erneut, „wenn wir jetzt…!“ Heidewind unterbrach sie rasch: „Könnt ihr diesen widerlichen Geruch riechen?“ Maulbeerpfote und Schlammpfote rümpften beide die Nase: „JA! Total ekelig!“, riefen sie im Chor. Gerade wollte Heidewind etwas sagen das hatte Holunderschweif die Schnauze voll: „Maulbeerpfote! Komm wir gehen einen anderen Weg!“ Die drei Katzen starrten sie an, endlich hörte ihr einmal jemand zu. „Wieso?“, fragte Heidewind schnippisch. Holunderschweif antwortete knapp: „Ich werde meine Schülerin unterrichten!“ Maulbeerpfote hüpfte fröhlich auf: „JA!“ Heidewind sah sie böse an: „Was soll dass denn? Es läuft gerade alles Perfekt!“ Holunderschweif verdrehte die Augen: „Naja, jetzt weiß ich wieso man immer alleine mit seinem Schüler übt. Komm, wir gehen!“ Sie drehte sich elegant um und trabte mit Maulbeerpfote im Schlepptau Richtung See. Sie bemerkte den iritierten Blick ihrer Wurfgefährtin doch das störte sie im Moment nicht: „Ich zeige dir jetzt mal wo der Fluss-Clan ist. Er grenzt nicht an unser Territorium sondern an das des Schatten- und des Wind-Clans.“ Maulbeerpfote sah sie erstaunt an, ihr Mund stand ihr offen. Für einen frisch ernannten Schüler war die erste Erkundung des eigenen Gebietes immer sehr Spannend und umso interessanter waren die Gebiete der anderen Clans, auch die die man sonst nie zu Gesicht bekommt wie das des Fluss-Clans. Holunderschweif führte die neugierige kleine graue Kätzin zum See hinab. Durch die hohen Eichen konnte man schon das Wasser des Sees schimmern sehen, jetzt wo die Sonne am Untergehen war, war die Aussicht über den See am schönsten. Maulbeerpfote flüsterte ehrfürchtig: „Es ist wunderschön!“ Holunderschweif sah lächelnd zu ihr hinab: „Ja, da hast du vollkommen Recht!“
    Holunderschweif war in den vergangenen Wochen oft mit Rory zum See geschlichen, wenn der Mond hoch am Himmel stand und sein Licht auf den See fiel, dies war die romantischste Stelle die es nur gab. Nirgends fühlte sich Holunderschweif sicherer als an Rorys Seite, das war ihr nach den unzähligen Treffen bewusst geworden. Es war fast ein Mond seit ihrem ersten Treffen vvergangen und seither trafen sie sich fast jeden Abend bei Mondhoch. Doch manchmal musste sie in ihrem Nest bleiben, da Heidewind und auch manch anderen
    Kriegern bewusst geworden war dass sie nicht immer in ihrem Nest schlief. Böenstern und Heidewind waren inzwischen Gefährten geworden, beide verbrachten sehr viel Zeit miteinander. Holunderschweif war felsenfest davon überzeugt dass Heidewind nur zur Mentorin ernannt wurde weil Böenstern ihren Wunsch erfüllen wollte. Sie war bei der Ernennung der Schüler deutlich nicht so überrascht gewesen wie sie gesagt hatte. Einerseits war sie auch froh darum, denn sonst wäre sie selbst jetzt auch keine Mentorin geworden.
    Immer wenn Holunderschweif Heidewind und Böenstern zusammen sah wurde sie traurig da ihr bewusst wurde dass Rory und sie dieses Glück nie haben würden. Natürlich sie und Rory liebten sich sehr aber sie wurden sich nie zusammen ein Nest teilen oder Junge haben können. Auch der Sternen-Clan missbilligte ihre Gefährten Wahl. Denn sie bekam neuerdings immer sehr seltsame Träume von Katzen die sie töten wollten oder wie ein Monster sie überfuhr. Sie teilte die Träume mit Rory, er tröstete sie und manchmal überzeugte er sie dass sie eine Nacht zusammen in seinem Nest schlafen konnte.
    Holunderschweif war seit Langer Zeit wieder einmal glücklich, da konnten auch keine Träume vom Sternen-Clan etwas ändern. Sie hatte auch nicht vor mit Heidelbeersee darüber zu reden.
    „So, jetzt sind wir wieder beim Lager!“, miaute Holunderschweif: „Du kannst dir jetzt etwas vom Frischbeutehaufen nehmen, morgen bekommst du deine erste Jagdstunde!“ Maulbeerpfote strahlte übers Ganze Gesicht: „Ich freu mich schon so, danke Holunderschweif!“, rief sie im wegrennen. Sie setzte sich zu Spinnenpfote und redete mit ihm. Als Maulbeerpfote weg war, trat Steinkralle zu ihr: „Na, wie war die erste Erfahrung als Mentor?“ Holunderschweif lächelte: „Ich denke, es hat ihr gefallen!“ Beide sahen zu den beiden Schülern hinüber die gierig ein Beutestück verzehrten. „Ja, sie sehen glücklich aus! Hast du Lust dir ein Eichhörnchen mit mir zu teilen?“ Holunderschweif nickte langsam, Steinkralle war ihr inzwischen egal geworden, schließlich war sie glücklich mit Rory zusammen. Das wusste er zwar nicht aber das war ihr egal. Die zweit trabten zu einer ruhigen Stelle und teilten sich die Beute, sie redeten etwas miteinander und Holunderschweif fand es auch ganz nett, aber sie versuchte es nicht zu zeigen.
    „Schlaf gut Steinkralle!“, sagte sie höflich als beide aufgegessen hatten und sie sich noch die Zunge gaben. „Ja, gute Nacht!“, schnurrte der stämmige graue Kater. Holunderschweif nickte schnell und trabte dann in den Kriegerbau, schlüpfte in ihr weiches Moosnest und schloss die Augen.

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    ((big))((bold))Kapitel 6((ebold))((ebig)) Laute Brüllgeräusche durchschnitten die kühle Luft. Helle Lichter rasten abwechseln und in sehr hoher Ges
    Kapitel 6

    Laute Brüllgeräusche durchschnitten die kühle Luft. Helle Lichter rasten abwechseln und in sehr hoher Geschwindigkeit Vorbei und Dunkele stickige Rauchwolken flogen in die Luft und lösten sich dort auf. Hohe Kiefern umrahmten einen tiefschwarzen Donnerweg welcher sich schier unendlich zog. Plötzlich krachte es, quietschte fürchterlich laut und dann durchschnitt ein lauter ohrenbetäubender Schrei die Luft. Dann wurde alles dunkel. Nur eine Katzenartige Gestalt auf dem Donnerweg war zu erspähen doch welche es war, war nicht zu erkennen, aus dessen leblosen Körper strömte Blut, Blut welches den Untergrund tief rot färbte und alles erstarren ließ…
    Holunderschweif riss schreiend die Augen auf. Wild sah sie sich um, sie lag in ihrem Nest im Donner-Clan Lager. Sternen-Clan sei Dank. Sie hatte nur lebhaft geträumt. Es war allerdings derselbe Traum den sie schon seit fast einem halben Mond hatte und langsam mache es ihr Angst. Wollte der Sternen-Clan ihr etwas erzählen. Unsicher und unwohl wälzte sich Holunderschweif in ihrem Nest. Keine Katze schien bemerkt zu haben dass sie
    geschrien hatte. Vielleicht hatte sie ja auch nur im Traum geschrien…
    Holunderschweif atmete frustriert aus, sie hatte lange versucht die Warnungen des Sternen-Clans zu ignorieren doch es gelang ihr nicht mehr. Sie hob den Kopf und starrte aus dem Bau. Über ihr funkelten die Sterne am dunklen Nachthimmel. Ob es schon Mondhoch war? Holunderschweif schlüpfte aus dem Kriegerbau an den schlafenden und schnarchenden Kriegern vorbei. Als sie dann im Freien stand wurde ihr unwohl, eigentlich war sie sehr müde und erschöpft vom Vortag. Allerdings wollte sie unbedingt Rory sehen und ihm die schöne Neuigkeit erzählen. Sie wurde endlich Mentorin, schon als sie klein war wollte sie immer Mentor sein. Heidewind und sie hatten immer den Schülerunterricht nachgespielt und ihnen selbst irrsinnige Dinge beigebracht. Deshalb wusste Holunderschweif auch, dass Heidewinds Traum derselbe war. Holunderschweif schüttelte die schönen Kindheitserinnerungen beiseite und stapfte zum Schmutzplatz-Tunnel wie sie es schon seit fast einem Mond fast regelmäßig tat. Kurz dachte sie, sie hätte ein leises Knacken gehört doch als sie sich umsah und die Luft nach Gerüchen absuchte roch sie nur ihren eigenen und die ihrer Clan-Kameraden. Schnell trabte sie weiter, Fuchszahn hielt am Eingang Wache, doch er beachtete sie nicht weiter. Holunderschweif hatte sich angewöhnt nicht allzu lange bei Rory zu bleiben so dass es nicht ganz so auffällig gegenüber ihrer Clan-Gefährten war.
    Sie schlüpfte durch das Loch im Brombeerstrauch und tauchte auf der anderen seite, außerhalb des Lagers, wieder auf. Eilig schüttelte sie die lästigen Blätter vom Leib und sprintete dann aus dem Territorium hinaus, zu dem Hügel westlich des Donner-Clan Gebietes. Der Weg dorthin war sehr lange und ziemlich beschwerlich. Ein Grund mehr wieso es Böenstern und Heidewind besser hatten. Holundedrschweif versuchte nicht an das schöne Glück ihrer Wurfgefährtin zu denken und rannte stattdessen unbeirrt weiter. Nach langer Zeit kam der Hügel in ihr Sichtfeld, sie steuerte geradewegs darauf zu. Sie kam zum Donnerweg welcher nicht groß war aber trotzdem den Weg zum Hügel blockierte. In einer Freien Lücke sprintete sie darüber und rannte zum Hügel. Auf dieser freien Fläche bis zum Hügel waren nur ein paar kleiner Graßbüschel und ein paar Büsche, deshalb war dieser Teil des Weges der Windigste und kühlste. Holunderschweif spürte ihre Beine kaum mehr, sie war so schnell gerannt dass sie fast nicht mehr aufrecht stehen konnte, doch zum Glück war der Hügel nur noch einen kleinen Katzensprung entfernt. Wortwörtlich. Sie hüpfte mit letzter Kraft den kleinen steinigen Pfad hinauf und ließ sich dann in das provisorische Nest fallen, welches Rory vor wenigen Sonnenaufgängen angefertigt hatte, nur für sie zwei. Ein paar Herzschläge später strömte ihr ein vertrauter Geruch in die Nase. Sie öffnete träge ihre Augen und erspähte einen orangen großen Kater. Bei Rorys Anblick strahlte sie sofort, die Erschöpfung und Müdigkeit war auf ein Mal wie weg geblasen.
    „Holunderschweif mein Schatz.“, der Kater schmiegte sich an ihre flauschige hellbraune Flanke und ein dumpfes Schnurren floss aus seiner Kehle. Holunderschweif schmiegte sich eng an ihn, sie leckte ihm schnurren den Kopf: „Ich bin so froh dich zu sehen, Rory.“
    „Ist etwas passiert.“, er wurde sofort hellhörig, doch sein Körper strahlte weiter eine betörende Wärme aus, welche Holunderschweif ganz durcheinander brachte.
    „Nein nein. Ganz im Gegenteil. Böenstern hat mich zur Mentorin von Maulbeerpfote ernannt, es war… wundervoll. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie glücklich mich das Macht.“ Rory schloss glücklich schnurrend die Augen und schmiegte seinen Kopf an den Ihren: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie glücklich mich das macht. Ich fühle mich wohl wenn es dir gut geht.“
    „Das weiß ich doch, Liebster!“, sie lächelte ihn an, seine strahlenden Grünen Augen leuchteten in der finsteren Nacht.
    „Ich liebe dich, Holunderschweif. Und ich werde dich immer und alle Zeit lieben, selbst wenn ich tot bin.“, Rorys zärtlich geflüsterte Stimme flog über das gesamte Flachland und es war sicher auch noch im Donner-Clan Lager zu hören gewesen.
    Plötzlich knackte etwas und komische rutsch Geräusche durchschnitten die Luft. Holunderschweif und Rory sprangen wie vom Blitz getroffen auf, eine Katze rannte über die weite flache Wiese bis zum Wald hin. Holunderschweif war sich sicher, es musste ein Donner-Clan Katze sein: „Sternen-Clan!“ Sie rannte los, sprintete den Hügel hinab und setzte der Katze wild nach. „Stopp!“, schrie sie verzweifelt. „Bitte warte!“ Wenn diese Katze ihr sorgsam gehütetes Geheimnis lüften würde, wäre sie eine Verstoßene. Sie rannte so schnell sie konnte doch leider erkannte sie noch immer nicht wer es war. Dann plötzlich, schrie die Katze auf, ein Monster schoss auf sie zu und ehe sie zur Rettung eilen konnte, rammte das Monster die Katze und schleuderte sie brutal zur Seite. Blut spritze auf den Weg und eine rote Blutspur färbte prompt den Untergrund tief rot.
    Holunderschweif blieb starr stehen als sie erkannte wer da blutend und nach Luft ringend vor ihr Lag. „HEIDEWIND! NEIN!“, schreiend stürzte sie sich zu Boden. „NEIN!“
    Nach Luft ringend stotterte Heidwind: „..w...ar..um ha..st du e...s mmir n-“, sie spuckte Blut, „icht… Gg..esagt...“ Holunderschweifs Augen füllten sich mit Tränen, der Anblick ihrer verwundeten Schwester schockte sie schwer: „Ich dachte“, schluchzte sie. „Du würdest mich h...hassen.I...Ich hab mich so geschämt, aber, aber… ich wollte nicht dass“
    „F..ür Liebe muss man sich… nicht… s...sch...sch...schäme...n.“, hauchte die hellbraun getigerte Kätzin: „Ich… Liebe dich Schwester...“, ihr Brust hob und senkte sich ein letztes Mal. „NEIN! NICHT! GEH NICHT! ES IST ALLES MEINE SCHULD! HEIDWIND! DU DARFST NICHT TOT SEIN!“, Holunderschweif schrie verzweifelt, ihr Nase bohrte sich in das noch warme blutgetränkte Fell ihrer Schwester. „nein nein nein…!“, wimmert sie mit tränen erstickter Stimme.
    Ein warmer Pelz ummantelte den ihren: „Es tut mir so leid… Es ist alles meine Schuld!“
    Holunderschweif sagte kein Wort: „Sternen-Clan vergib mit! Du hast mich gewarnt. Du hast mir gesagt was passieren würde… ich war so dumm… ein Mäusehirn… Fuchsdreck. Ich hätte es verdient verstoßen zu werden. Aber… warum sie, warum nur sie? Warum das einzige was mir mein Leben lang halt gegeben hat, sie war mehr als nur eine Schwester, sie war mehr als nur eine Freundin. Wieso hast du das zugelassen, ihr habt zugelassen das sie STIRBT.Ihr seid es nicht WERT zu euch auf zu sehen! Ihr habt zugelassen dass sie stirbt, von einem Monster überfahren zu werden statt einen edlen Kriegertod zu sterben, für ihren Clan zu sterben! Jetzt wollt ihr mich dafür verantwortlich machen. Ihr wusstet es die ganze Zeit. IHR WUSSTET DAS SIE STERBEN WÜRDE! Ich werde nie NIE mehr zu euch aufschauen, LIEBER STERBE ICH, SO WIE SIE ES MUSSTE!“

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    ((bold))((big))Kapitel 7((ebold))((ebig)) Der leuchtende Mond thronte hoch am dunklen Nachthimmel und warf sein glänzend helles Licht auf die sich im
    Kapitel 7


    Der leuchtende Mond thronte hoch am dunklen Nachthimmel und warf sein glänzend helles Licht auf die sich im Wind wiegenden Bäume. Das einzige was zu hören war, war das rascheln der Blätter im Wind und die schluchzenden Katzen am Grund des Felsenkessels. Die Köpfe der Katzen waren gesenkt und die Augen aus Trauer geschlossen. Jede Katze des Clans hatte sich in dieser kühlen Nacht in der Mitte des Donner-Clan Lagers versammelt um Heidewind ein letztes Mal die Ehre zu erweisen.
    Rehfell hatte ihre Nase tief in Heidwinds Pelz versenkt, ihre Tränen befeuchteten den Kalten Leblosen Körper ihrer geliebten Tochter. Sie wimmerte und betete ununterbrochen zum Sternen-Clan: „Warum musstest du sie mir auch noch nehmen? Hat Wieselbiss dir nicht
    gereicht?“ Manchmal wurde sie laut und erschreckte die anderen Katzen die ebenfalls die Totenwache hielten. Jede Katze im Clan hatte die junge fleißige Kätzin geliebt und bewundert. Keiner wusste wieso der Sternen-Clan sie schon so früh zu sich holen musste…Holunderschweif gab dem Sternen-Clan die Schuld, sie war sich sicher, er hätte sie retten können. Doch sie ließen sie sterben, nur um ihr zu zeigen, dass sie eine Falsche Entscheidung getroffen hatte. Doch Holunderschweif würde nichts ändern, sie war eine freie Kätzin und alt genug selbst ihr Leben zu bestimmen. Sie konnte selbst entscheiden wen sie liebte, wem sie vertraute und mit wem sie ihre Zeit verbrachte. Sie hatte so hart gearbeitet bis zu diesem Punkt in ihrem Leben zu kommen, doch Heidewinds Tod war keines ihrer Ziele. Seit sie ein Junges war wollte sie einmal den Donner-Clan anführen, eine exzellente Kriegerin werden und ihre Familie bis in den Tod schützen…
    Holunderschweif lehnte dich an Rehfell an dem Toten Körper Heidewinds. Sie hatte die Nase in die Schulter ihrer Mutter gegraben und weinte, weinte weil es ihre Schuld war, ihr Fehler, ihre Dummheit. Sie hätte Heidewind retten können, wäre sie schneller gelaufen, hätte sie sie schneller bemerkt, hätte sie sich diese Nacht nicht mit Rory getroffen. Ihre Gedanken bestanden nur noch aus Selbstzweifel und Vorwürfen an sich selbst. Doch sie war die einzige die ihr Vorwürfen machte, denn niemand kannte die Wahre Geschichte über den Tod ihrer Wurfgefährtin. Niemand würde es jemals erfahren, sonst könnte sie nicht beim Clan bleiben, nicht bei ihrer Familie und ihren Freunden.
    Holunderschweif und Rory trugen den Toten Körper ihrer Schwester den ganzen Weg bis zum Donner-Clan Territorium. Dann hatten sie sich schweigend verabschiedet, Rory hatte ihr traurig und gekränkt hinterher geschaut, sich selbst als den Schuldigen abgestempelt. Holunderschweif hatte Heidewind zum Lager gezogen und Fuchszahn der Wache hielt hatte sie entdeckt und Böenstern Bescheid gegeben. Holunderschweif erzählte Böenstern, dass sie spazieren und auf eine Fremde Geruchsspur gestoßen war welche aus dem Donner-Clan Lager herausführte, sie sagte sie wäre der Spur gefolgt und sei dann auf den großen Donnerweg gestoßen. Heidewind war ihr gefolgt und ein Monster hätte sie dann erwischt, sie war sofort tot. Der Clan glaubte ihr, sogar Rehfell, normalerweise war sie sehr skeptisch. Doch niemand stellte weitere Fragen.
    Böenstern leidete am meisten, Heidewind und er waren erst vor Kurzem Gefährten geworden. Der Donner-Clan Anführer drohte förmlich an seiner Trauer um seine Liebe zu ersticken. Er hatte seinen Kopf neben den ihren Gelegt und leckte ihr alle paar Minuten den Kalten Pelz. Seine Tränen flossen auf den Boden und seine Schluchtzer hallten durch die Nacht. Holunderschweif traute sich nichts zu sagen, sie wusste der Kater würde ihr nie verzeihen. Ihm war bewusst dass sie schuld war an dem Tod seiner Gefährtin.
    Der Wind berührte ein letztes Mal Heidewinds Körper, dann verschwand er in der feuchten Erde. Im Sterne-Clan, da war sich Holunderschweif sicher, würde es keinen Wind geben, oder raschelnde Bätter. Sie sah in das Loch, es war klein, aber passend für ihre Schwester. Heidwind war eine zierliche Kätzin, das war sie schon immer. Mottenpelz und Vogelauge begannen Erde in das Loch zu schütten. „Hilfe wär ganz schön!“, krächzte Mottenpelz. „Jetzt sei nicht so, Mottenpelz!“, Vogelauge sah in Böse an. „Schließlich hat sie gerade ihre Schwester verloren. Wie hast du dich gefühlt als Luchspelz starb.“ Mottenpelz grummelte noch etwas, doch dann führte er seine Arbeit fort. Holunderschweif tappte betrübt zum Loch und starrte hinein. Eigentlich hätte sie nicht mitkommen sollen, Rehfell hatte Recht gehabt, es deprimierte. Mehr als das, es zerstörte einen. Vogelauge und Mottenpelz schütteten den letzten Rest Erde auf Heidewinds Grab und drückten dann die oberste Schicht fest. Vogelauge drehte sich dann zu ihr um und legte ihren Schweif auf Holunderschweifs Rücken: „Ich weiß wie du dich Fühlst, Liebes. Jeder im Clan weiß das.“ Holunderschweif sah der alten Kätzin trauend in die verständnisvollen Augen: „I...ich bin schuld.“, wisperte sie. Vogelaugen leckte ihr über die Wange: „Mäusedreck. Niemand ist Schuld an Heidewinds Tod. Weder du, noch das Monster welches sie getötet hat. Heidewind kennt Donnerwege seit sie klein ist, auch ihre Gefahren kannte sie. Es hört sich hart an, Liebes, doch Heidewind ist selbst Schuld an ihrem Tod. Es gab nur bestimmt Faktoren die dazu geführt haben. Und ja, du warst einer dieser Faktoren, doch du hast sie nicht getötet! Du trägst keine Schuld“, sagte sie mit Nachdruck. Dankbar nickte Holunderschweif, sie reckte die Nase in den Wind, um noch ein letztes Mal den lieblichen Geruch ihrer Schwester einzuatmen. „Danke Vogelauge, du hast mir sehr geholfen. Ich werde noch lange um sie trauern, aber jetzt weiß ich dass es ein ...Unfall war.“ Die alte rot-braune Kätzin nickte
    schnurrend und leckte ihn noch einmal die Wange, trat dann zu ihrem Gefährten Mottenpelz und ging mit ihm in den Ältestenbau zurück. Holunderschweif setzte sich an das Grab Heidewinds und schloss die Augen, sie fühlte die Nähe ihrer Schwester und ihren Geruch. Es war als würde die junge Kätzin vor ihr stehen und sie anstarren. Holunderschweifs geschlossenen Augen füllten sich mit Tränen: „Du warst eine wundervolle und edle Schwester, ich werde dich nie vergessen. Ich weiß, das ich eine große Schuld habe an deinem Tod. Hättest du nur auf mich gewartet… Ich hätte es dir erklären können, du weißt dass du mir mehr Wert bist als alles andere auf dieser Welt. Du hättest mir die Wange geleckt und mir gesagt wie lieb du mich hast und das alles wieder gut wird. So wie du es früher immer getan hast. Ich weiß… in letzter Zeit war es kompliziert zwischen uns, aber das hätte sich wieder gelegt. Es wäre wieder so geworden wie früher. Ich bin dir eine Erklärung schuldig, Schwester, das weiß ich. Ich hätte es dir schon früher erzählen sollen, das werde ich jetzt tun, obwohl es eigentlich schon zu spät ist… Also… vor etwa einem Mond traf ich Rory an der Schatten-Clan Grenze. Es war der Kater den du gestern mit mir gesehen hast. Wir verabredeten uns bei Mondhoch, aber ohne jegliche Absichten. Dann rannten wir aus dem Gebiet der Clans, wo keine Gesetze herrschen. Dort wo wir auch gestern waren…
    Nach einiger Zeit wurde aus Freundschaft Liebe. Ich liebte ihn Heidewind, und tu es noch immer. Mir waren die Risiken egal, der Nervenkitzel jeden Abend aus dem Nest zu schlüpfen war es mir wert. Weil ich ihn Liebe und er mich. Du liebtest Böenstern, deshalb… weißt du vermutlich wie sich das anfühlt, geliebt zu werden. Nicht die Liebe zwischen dir und mir, sondern die Liebe die man plötzlich empfindet, nur wenn man die Person ansieht, seinen Atem im Pelz spürt oder seine Stimme hört. Wenn einem die Nackenhaare aufstehen und man dieses Kribbeln im Bauch spürt…
    Es tut mir Leid, dass du diese Liebe nur kurz spüren konntest, Heidewind, es tut mir so unendlich Leid.“

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    ((bold))((big))Kapitel 8((ebold))((ebig)) Am nächsten Tag nahm der gewohnte Clan Alltag wieder wie gewohnt seinen Lauf. Jeder erledigte seine ihm auf
    Kapitel 8


    Am nächsten Tag nahm der gewohnte Clan Alltag wieder wie gewohnt seinen Lauf. Jeder erledigte seine ihm aufgetragenen Pflichten, wie als wäre nichts gewesen, so auch Holunderschweif. An diesem nebeligen Tag war sie noch vor Sonnenaufgang aus ihrem Nest geschlüpft um den Tag zu nutzen, Maulbeerpfote zu trainieren. Holunderschweif hatte nicht vor Rory die nächsten Tage wieder zu treffen, auch wenn es ihr das Herz brach. Sie konnte noch nicht gehen, die Erinnerungen an Heidewind waren noch zu frisch und ihr Tod noch unvergessen. Deshalb verdrängte sie jeden Gedanken an Rory oder Heidewind und versuchte sich durch das Schülertraining abzulenken. Es funktionierte besser als sie gedacht hatte, also Trainierten sie bis Sonnenhoch das Jagen und bis kurz vor Sonnenuntergang das
    Kämpfen. Dies hatten sie allerdings gemeinsam mit Schlammpfote absolviert. Noch war kein neuer Mentor für den Kater ernannt worden, doch Holunderschweif war bewusst wie tief der Schmerz bei Böenstern noch saß. Sie wollte unter keinen Umständen an ihre Schwester erinnert werden, deshalb redete sie Böenstern auch nicht darauf an. Maulbeerpfote und Schlammpfote hatten viel Spaß am Training, denn sie achteten mehr als sonst auf ihre Perfektion um Holunderschweif glücklich zu machen. Als die drei Katzen dann durch das Unterholz schlüpften und auf dem Pfad direkt zum Lager liefen wurde es noch etwas dunkler und Holunderschweif war mulmig zu Mute. Sie hatte zwar dem Sternen-Clan abgedankt und sich gänzlich von ihm abgewandt, doch hieß dies nicht, dass sie an seiner Existenz zweifelte. Sie erkannte Zeichen vom Sternen-Clan nach wie vor und das was sie gerade am Himmel sah waren keine Gewöhnlichen Regenwolken. Der Himmel hatte sich rasch verdunkelt, so rasch, dass es eigentlich nicht möglich war. Den ganzen Tag schien die Sonne, nur am Morgen lag dichter Nebel über dem Wald. Dieser war allerdings schnell wieder weg gezogen als die Sonne ihrer Ersten Strahlen über das Land schickte.
    „Lasst uns etwas schneller laufen!“, ein ernster und angespannter Ausdruck lag auf Holunderschweifs Gesicht. Die beiden Schüler nickten und beschleunigten ihre eh schon kleinen Schritte, als wüssten sie wie Holunderschweif dass irgendetwas nicht stimmte. Die kleine Katzengruppe rannte durch den sich schnell verdunkelnden Wald als wäre ein Fuchs ihnen auf der Spur. Das Lager, welches klein und unverwandt wirkte kam in ihr Sichtfeld, sie beschleunigten die letzten Meter und brausten wie ein Wirlbelwind ins Lager hinein.
    „Warum zum Sternen-Clan?“
    „Hat jemand dein Hirn als Schmutzplatz benutzt?“
    „Das ist nicht fair, wir sollten wie alle anderen zu Kriegern ernannt werden.“
    Holunderschweif fuhr erschrocken herum, um den Anführerbau hatten sich alle Katzen des Clans versammelt und riefen Beschimpfungen und Drohungen in den Finsteren Himmel.
    „Der Sternen-Clan ist unzufrieden, siehst du das denn nicht?“, fauchte ein Kater, den Holunderschweif als Akazienfrost analysierte. Maulbeerpfote drückte sich verängstigt an Holunderschweifs Pelz und legte ihre Ohren an. Schlammpfote hatte die Augen auf gerissen und seine Fell erschrocken aufgestellt. „Ganz Ruhig...“, miaute Holunderschweif zu den beiden Jungkatzen hinunter. Sie atmete tief durch und sah sich dann in der Menge um. Als sie Wolkenherz in der Nähe der Kinderstube wütend fluchen sah trabte sie mit samt den Schülern auf sie zu. „Wolkenherz! Was ist denn passiert? Gerade sind wir vom Jagen gekommen und auf einmal sind alle in Aufruhr.“, mit zusammen gekniffenen Augen sah sie gespannt zu der kleinen dicken Kätzin herab. Wolkenherz unterbrach ihr geschimpfe und drehte sich zu ihr um: „Holunderschweif!“, rief sie fast schon erfreut, „Böenstern hat beschlossen eine neue Regel einzuführen.“ Holunderschweif riss entsetzt die Augen auf: „Bitte was?“ Wolkenherz sagte über die immer noch laut protestierende Menge hinweg: „Kampfpelz ist vorhin zu Böenstern gegangen und hat ihm berichtet, dass Frostpfote und Zapfenpfote bereit wären geprüft zu werden. Böenstern hat nur den Kopf geschüttelt und gesagt er würde sie nicht prüfen. Kampfpelz ist fast ausgerastet, naja… Er ist ausgerastet.“ Wolkenherz stockte kurz und blickte dann niedergeschlagen zu Boden: „Aber mit -ich werde sie nicht prüfen- hat er nicht das gemeint was man nun etwa vermuten würde.“ Schlammpfote und Maulbeerpfote sahen sie mit vor Entsetzen weit auf gerissenen Augen an. „Es wird eine neue Prüfung geben… Nicht nur für Frostpfote und Zapfenpfote sondern für alle nachfolgenden Schülergenerationen.“
    „Und wie lautet die neue Prüfung?“, presste Schlammpfote heraus bevor Holunderschweif dasselbe fragen konnte. Wolkenherz richtete ihren wütenden Blick auf Schlammpfote, doch ihre Wut galt nicht ihm: „Die Schüler müssen auf die Berge wandern und dort pro Schüler
    eine Silberdistel finden, welche sie dann zurück zum Donner-Clan bringen.“ Holunderschweif atmete verwirrt aus: „A...aber, die Berge sind gefährlich. Nicht einmal ausgewachsene und erfahrenen Krieger würden alleine oder zu zweit in die Berge wandern. Und dann auch noch ganz nach oben… Dort gibt es ja fast keine Beute… außer vielleicht ein paar Greifvögel.“ Wolkenherz nickte grimmig: „Verstehst du jetzt, wieso hier alle so wütend sind. Böenstern lässt sich nicht umstimmen. Er ist in seinem Bau und spricht mit niemanden. Apfelschimmer sagte, es sei wegen Heidewinds Tod. Er sei wütend und… will Rache. Aber er soll die Schüler nicht leiden lassen, sie können nichts dafür. U...und meine Jungen müssen das auch durch stehen. Holunderschweif, er darf das nicht. Er…Er…“ Die kleine weiße Kätzin brach in Tränen aus. Holunderschweif senkte den Kopf und stützte sie. „Komm. Ich bringe dich in die Kinderstube. Aufregung tut dir in deinem Zustand nicht gut.“ Sie leitete die Trächtige junge Kätzin zu ihrem Nest und ließ sie dann alleine: „Keine Sorge, Wolkenherz. Wir bekommen dass schon irgendwie hin...“. Fuchszahn würde dann schon nach ihr sehen. Mit unruhigem Blick stolzierte sie mitten in die Menge hinein. Akazienfrost unterhielt sich laut protestierend mit Klanghimmel, Mandelbeere und Fuchszahn. Apfelschimmer stand im Eingang des Anführerbaus und redete auf eine am Boden kauernde weiße Gestalt ein, Böenstern. Der Kater wirkte nicht Traurig sondern Wütend, er sah nicht so aus als würden ihn die Beleidigungen oder Vorwürfe stören. Ganz im Gegenteil, er hatte ein hämisches Lächeln auf den Lippen und wirkte entschlossener denn je seinen Plan umzusetzen. Auf einmal erhob er sich und blickte über seine Katzen hinweg, er machte ein paar Schritte hinaus ins Freie und kniff dann die Augen zusammen. Schlagartig wurde es ruhig, die Katzen sahen missmutig und wütend zu ihrem Anführer hinauf. Böenstern erhob die Stimme gebieterisch über seinen Clan: „Ab diesem Tage an, wird es eine neue Schülerprüfung geben.“ Wolkenherz steckte ihren Kopf aus der Kinderstube und sah ebenfalls zu ihm hinauf. „Die Schüler werden, sobald sie voll ausgebildet sind, mit ihrem Wurfgefährten in die Berge wandern!“
    „Etwa ganz alleine?“, knurrte Kampfpelz Böenstern an, andere schlossen sich an.
    Böenstern beachtete den schwarzen Kater nicht und redete weiter: „Sie gehen mit der Aufgabe, eine Silberdistel zu finden, in die Prüfung. Da es diese nur in den Bergen gibt, werden sie auch dort hin geschickt. Pro Schüler eine Blume.“
    Holunderschweif war verzweifelt, wie konnte man ihm das nur wieder ausreden.
    „Und wozu? Wieso sie in Lebensgefahr bringen? Sie werden das nicht überleben, sie sind noch viel zu unerfahren und noch nicht mal ausgewachsen. Wie sollen sie gegen einen Fuchs oder gar einen Dachs gewinnen können?“, fauchte Fuchszahn und bleckte die Zähne.
    „Diese Prüfung, wird zeigen wer ein Echter Krieger ist und wer verdient hat seinen Kriegernamen zu bekommen. Damit...“, er spannte die Muskeln an, „so jemand wie Heidewind, nicht als Krieger zu gelassen wird.“
    Augenblicklich verstummten alle Katzen, alle Protestrufe und Drohungen. Alle starrten den Weißen Kater fassungslos an. In Holunderschweifs Bauch spannte sich ein fester Knoten. Alles schien wie in Zeitlupe, keiner wagte es einen Ton von sich zu geben oder auch nur zu Atmen. Böenstern nutzte den Augenblick der Stille und erhob wieder das Wort: „Keine Donner-Clan Katze wird mehr so Mäusehirnig sein und wegen eines Monsters sterben. Keine Katze wird mehr Angst kennen. Keine Katze wird mehr das Territorium verlassen wollen.“ Sein scharfer Blick brannte sich tief in Holunderschweifs Pelz, der Letzte Satz war an sie gerichtet. „Niemand wird mehr grundlos sterben und wenn doch, dann war er seinen Kriegernamen nicht wert.“, brüllte er in die Menge, sein wütender, funken sprühender Blick erstarrte die Katzen unter ihm. Einige Augenblicke waren alle Fassungslos und rührten sich nicht, dann flog plötzlich ein getigerter Pelz durch die Luft und zerriss die Stille mit einem
    Ohrenbetäubenden Wütenden Schrei, scharfe Krallen blitzten auf und landeten in dem langen weißen Fell des Anführers. Das Geschrei ringsherum wurde immer lauter und verebbte dann Sekunden später wieder. Holunderschweif richtete sich auf, spähte mit gesträubten Fell durch die Katzenpelze hindurch. Böenstern stand noch immer auf der kleinen Anhöhe, doch mit seiner rechten Pfote hatte er einen kleinen Tigerkater fest im Griff. Holunderschweif stockte der Atem, ihr Herz pumpte so schnell wie noch nie in ihrem ganzen Leben. In Böensterns Pranke baumelte Zapfenpfote, welcher seine Augen merkwürdig verdreht hatte und sich nicht mehr regte. Ob sein Herz noch pumpte oder nicht war nicht zu erkennen. Ein Markerschütternder spitzer Greller Schrei hallte über das gesamte Lager hinweg: „NEIN! ZAPFENPFOTE!“

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    ((bold))((big))Kapitel 9((ebold))((ebig)) Eine große silbergraue Kätzin mit gelben Augen rannte über die Lichtung, in ihrem Mund ein Zweig voll Spi
    Kapitel 9


    Eine große silbergraue Kätzin mit gelben Augen rannte über die Lichtung, in ihrem Mund ein Zweig voll Spinnenweben. „Aus dem Weg!“, fauchte sie und schlug sich durch die Katzenmenge, welche hilflos auf den Körper des kleinen Tigerkaters starrten. Vorne stand Böenstern, eine Pfote auf den Bauch des Katers gestemmt, sie war blutbeschmiert. In den Augen des Anführers brannte Zorn: „Ihr werdet euch an diese Regel halten, oder euch widerfährt das selbe Schicksal wie diesem jungen Kater.“
    Die silbergraue Kätzin stürzte zu Zapfenpfote und kniete sich vor ihn, ihre Pfoten bearbeiteten den Körper, sie flüsterte: „Er lebt noch!“ Böenstern nickte und sah missbilligend zu der Heilerin hinunter: „Das nächste Mal nicht mehr!“
    Mandelbeere stürzte nach vorne, beschnupperte sorgenvoll ihren Sohn und erhob sich dann in ihrer Vollen Größe. Ihr scharfer Blick traf Böenstern, doch sie sagte nichts. Gemeinsam mit Stachelbeersee trug sie den Kater in den Heilerbau, ein paar der versammelten Katzen rannten ihnen nach. Böenstern räusperte sich, wodurch er die Krieger zum stillstand brachte: „Sobald Zapfenpfote wieder fit ist, werden Frostpfote und er ihre Kriegerprüfung bestreiten.“
    „Aber sie wissen doch gar nicht wie die Pflanze aussieht!“, rief Holunderschweif ohne zuvor darüber nachgedacht zu haben. Sie konnte einfach nicht zulassen, dass diese beiden jungen Katzen alleine in die Berge geschickt werden.
    Böenstern kniff die Augen zusammen und sofort wurde Holunderschweif bewusst, dass dies genau seine Absicht war. Er wollte dass die Schüler die Silberdistel nicht erkannten um noch länger bleiben zu müssen, denn lange konnten sie in den Bergen niemals überleben.
    Die Katzenschar murmelte ihre Zustimmung, jeder Blick war auf Böenstern gerichtet, jeder schien den weißen Kater durchschaut zu haben.
    „Jemand sollte mitgehen!“, sagte Apfelschimmer tonlos, sie war sich dem Risiko ihrer Worte bewusst, doch sie war nicht ohne Grund zur 2. Anführerin ernannt worden. Der Weiße Kater schluckte schwer: „Holunderschweif.“ er richtete seinen Blick auf ihre hellgrünen Augen. „Wenn du denkst, sie würden es nicht finden...“ Er rang um jedes Wort, denn jedes dieser Wort kam unfreiwillig über seinen Mund. „...dann kommst du eben mit ihnen“ Alle Katzen zogen scharf die Luft, Holunderschweif trauter ihren Ohren kaum. Hatte Böenstern ihr gerade wirklich gesagt sie würde die Jungkatzen begleiten: „A...aber“
    „Na schön! Dann werden sie den Weg alleine bestreiten müssen.“ Ahornfrost fing an zu knurren, Frostpfote drückte ihre Nase in das Fell ihres Vaters. Ahornfrosts Blick streifte flehende den ihren. Wenn sie sich entschloss hier zu bleiben, war das der sichere Tod der beiden Schüler.
    „Warte.“, Holunderschweif reckte den Kopf, „ich werde mit ihnen gehen!“ Alle Katzen
    drehten sich zu ihr um. Bewunderung und Dankbarkeit zeigte sich in deren Gesichter. Sie selbst wusste wie groß die Gefahr war in den Bergen zu sterben, doch sie könnte es sich niemals verzeihen Schuld am Tod der Schüler zu sein. Sie tat es für den Clan, für Mandelbeere und Ahornfrost. Eine kleine schlanke dunkelgraue Kätzin sah sie an. In ihren Augen schimmerten Tränen, sie war dankbar und traurig zu gleich. Frostpfote nickte ihr anerkennend zu und verschwand im Heilerbau um nach ihrem Bruder zu sehen.
    Böenstern nickte nur, verschwand dann griesgrämig in seinem Bau und ließ sich nicht mehr Blicken. Die Clan-Katzen verharrten noch einen Moment in ihrer Position und zerteilten sich dann in alle Richtungen des Lagers. Holunderschweif sank an Ort und Stelle zu Boden, sie hatte augenblicklich Bauchschmerzen bekommen. Dazu kam die wiederaufkommende Trauer um Heidewind. Sie hatte die Augen geschlossen und ihre Gedanken drifteten in eine andere Welt ab. Sie war so weit weg, dass sie nicht bemerkte als sich ein warmer Pelz an sie kauerte und ihr behutsam die Wange leckte. Die Katze sagte nichts, doch die bloße Anwesenheit ließ sie sich in Sicherheit fühlen. Der ganze Stress und die Trauer stiegen ihr zu Kopf, sie spürte das erste Mal seit Heidewinds Tod wie sie zur Ruhe kam.

    Wie lange sie geschlafen hatte, war ihr nicht bewusst gewesen, nur dass sie seit langem nicht mehr so gut geschlafen hatte wie in diesem Moment der Schwäche. Holunderschweif blinzelte sich die Müdigkeit aus den Augen um dann die Wärmequelle neben ihr zu inspizieren. Erstaunt riss sie die Augen auf, als sie den grauen dichten Pelz Steinkralles neben sich liegen sah. Erst starrte sie ihn unverwandt an, dann weitete sich ihr Blick. Dank ihm hatte sie sehr gut geschlafen. Zum Ersten Mal war sie dankbar um die Anwesenheit des Katers. Als sie sich dabei ertappt, Steinkralle immer noch anzustarren öffnete Steinkralle seine bernsteinfarbenen Augen. Ihre Blicke trafen sich, schnell wandte Holunderschweif den Blick zu Seite. „Gut geschlafen, liebes?“, raunte der Kater und sah sie weiterhin an. Holunderschweif hatte den Blick noch immer abgewandt: „Bestens.“ Steinkralle fing an fröhlich zu schnurren, doch Holunderschweif beachtete ihn nicht weiter. Sie meinte wieder Schmerzen im Bauchbereich zu spüren und lächelte, einen Vorwand für ein Verschwinden zu haben: „Steinkralle, ich habe fürchterliche Bauchkrämpfe. Ich werde Stachelbeersee einen kleinen Besuch abstatten. Nur zur Sicherheit...“ Sie unterdrückte ein Lachen. Der Graue jedoch wurde sofort besorgt: „Ich komme mit.“ Entgeistert fuhr Holunderschweif zu ihm herum: „Ich finde den Weg auch alleine, danke.“ Entgegnete sie kühl. Doch der Kater nickte nur, er schien nicht beleidigt durch ihren schnell wechselnden Tonfall. Also erhob sich Holunderschweif und trabte gemächlich zum Heilerbau, sie wollte Zapfenpfote besuchen. Als sie eintrat schlug ihr ein kräftiger Geruch frischer Kräuter entgegen, instinktiv zog sie die Nase kraus. Suchend sah sie sich um: „Stachelbeersee?“ Hinter einem breiten Felsen lugte Sekunden später ein kleiner lieblicher Katzenkopf hervor: „Holunderschweif, schön dass du endlich vorbei kommst!“ Die schlanke Heilerin ging hinter dem Fels hervor und gesellte sich zu Holunderschweif. „Wurde Zeit, dass du mir einen Besuch abstattest!“ Holunderschweif zog erwartungsvoll die Stirn kraus: „Ich wollte eigentlich nur nach Zapfenpfote sehen, wie geht es ihm?“ Die beiden Katzen setzten sich: „Nun… Er hätte es fast nicht überstanden.“ Auf einmal bemerkte Holunderschweif wie gebrechlich und kaputt die junge Heilerkatze eigentlich aussah, die letzten Stunden schienen eine Tortur für sie gewesen zu sein. Bei den Worten der Heilerin verzog sich die Miene Holunderschweifs, er war noch ein so junger und agiler Kater, er hätte es noch nicht verdient zu sterben. „Wie lange wird er brauchen um seine… Prüfung… bestreiten zu können?“, sie fuhr ihre Krallen wütend ein und aus. Stachelbeersee sah Holunderschweif tief in die Augen: „Glaub mir Holunderschweif, ich werde alles Versuchen um es so gut wie möglich hinaus zu zögern.
    Aber im Moment sieht es so aus als ob es noch etwa einen viertel Mond dauern würde.“
    Holunderschweif schloss nachdenklich ihre schönen hellgrünen Augen. Was würde es dem jungen Kater nützen diese Aufgabe hinaus zu zögern? Vielleicht konnte ja seine Wurfgefährtin in dieser Zeit noch ein paar wichtige Kampftechniken erlernen…
    Würde man Böenstern in dieser Zeit vielleicht noch umstimmen können? Was wenn nicht, würde sie dann vielleicht auch ihr Leben in den Bergen lassen? Und… Was wäre mit Rory?
    „Danke Stachelbeersee…“, die hellbraune Kätzin sah in die gelben Augen der Heilerin. Diese schüttelte den Kopf: „Jeder hier im Clan sollte sich bei dir bedanken. Nicht umgekehrt.“ Nach einer kurzen Pause der Stille sagte die graue Heilerin dann: „Doch Holunderschweif… Wieso gehst du in deinem Zustand in die Berge?“ Der tiefe durchdringende Blick bohrte sich in ihren Pelz. „W… was meinst du?“, murmelte Holunderschweif unsicher. Pflaumensee zwickte die Augen zusammen: „Dass du Junge erwartest, das meine ich…“


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    ((big))((bold))Kapitel 10((ebig))((ebold)) Zum ersten Mal wurde Holunderschweif bewusst, wie es sich anfühlte Mutter zu werden. Zuerst glaubte sie de
    Kapitel 10


    Zum ersten Mal wurde Holunderschweif bewusst, wie es sich anfühlte Mutter zu werden. Zuerst glaubte sie den Worten der Heilerin nicht doch schnell wurde ihr klar, dass sie Recht hatte. Holunderschweif saß der Grauen Kätzin noch immer gegenüber, ihr Mund war leicht geöffnet um den Kühlen Wind einzuatmen. „Wie lange weißt du es schon?“, entfuhr es der braunen Kätzin atemlos.
    „Ein paar Sonnenaufgänge… Lass uns ein wenig spazieren gehen, ich habe noch ein paar Fragen an dich.“, Stachelbeersee erhob sich ohne auf eine Antwort abzuwarten, sie trabte elegant aus ihrem Bau hinaus. Holunderschweif erhob sich um ihr zu folgen. Gemeinsam trabten sie Pelz an Pelz aus dem Lager des Donner-Clans hinaus, Richtung Wind-Clan Grenze.
    „Von wem sind die Jungen“, die Heilerkätzin hatte ihren Blick stur gerade aus gerichtet. Holunderschweif schluckte, sie konnte nicht die Wahrheit erzählen: „Von Steinkralle.“, platzte es aus ihr heraus. Stachelbeerse entfuhr ein belustigtes Kicher, doch schnell wurde sie wieder ernst, kurz darauf verlangsamten sich ihre Schritte und blieb stehen. „Warum lügst du mich an, Holunderschweif. Glaubst du ich würde nicht wissen dass du dich beinahe jeden Abend aus deinem Nest schleichst und aus den Clan Territorien hinaus läufst?“ Holunderschweif blieb das Herz stehen, sie wusste es. Ihr wohl behütetes Geheimnis war nun kein Geheimnis mehr. Ihr Blick sank zu Boden, ihr Fell sträubte sich. Holunderschweif versuchte zu antworten doch ihre Stimme war weg.
    „Von wem sind die Jungen?“, wiederholte Stachelbeersee hartnäckig.
    „V… von… einem Einzelläufer…“, presst Holunderschweif hervor, nun flogen ihre aus Angst geweiteten Augen hinauf zu denen der Heilerin und versanken in ihrem Blick. Stachelbeersee versuchte aus ihrem Blick schlau zu werden doch es gelang ihr nicht. „Er heißt Rory, ich traf ihn an der Schatten-Clan Grenze.“, Holunderschweif bearbeitete den weichen Graßboden mit den Krallen, „ich habe mich später in ihn verliebt. Aber seit Heidewind uns gefolgt ist habe ich ihn nicht mehr gesehen.“ Stachelbeersee schien nicht wirklich überrascht: „Ich wusste dass deine Geschichte nicht stimmen konnte…“
    Holunderschweif blickte auf: „Wieso? Jeder hat mir geglaubt...“
    Ein belustigtes Schnurren drang aus Stachelbeersees Kehle: „Ich bin aber nicht jeder. Weißt du Holunderschweif, als ich noch jünger war, hatte ich ebenfalls Gefühle für einen Kater. Doch uns trennte nicht nur mein Heiler dar sein. Für ihn hätte ich sogar den Donner-Clan
    verlassen.“ Die graue Schönheit erhob sich und ging weiter durch den Wald,
    Holunderschweif folgte ihr rasch: „Erzähl mir von ihm.“, miaute sie begierig. Stachelbeersees Blick wurde düsterer, doch sie atmete tief durch und erzählte von ihrer Vergangenheit ohne mitleidig wirken zu wollen: „Ich war noch eine junge Heilerin, Finkenruf war sogar noch am Leben. Ungefähr sechzehn Monde müsste ich alt gewesen sein. Das erste Mal begegneten wir uns an der Großen Versammlung, der Donner-Clan war an diesem Tag der letzte der Eintraf, daran erinnere ich mich genau.“, ihr Blick führ hoch zu den Wolken, „Alle sprachen heimlich über uns. Nur einer nicht, er saß reglos neben seinen Clan Gefährten. Er gehörte dem Schatten-Clan an, doch er war keine Typische Schatten-Clan Katze, viel lieblicher und offener… Naja, jedenfalls trabte ich auf ihn zu, setzte mich und dann wurden wir Freunde. Seit diesem Tag habe ich ihn erst wieder zwei Monde später getroffen. Bei Halbmond. Es stellte sich heraus, dass er Heiler werden wollte. Aber ich sah ihm an dass er das nicht wollte. Er hatte es nicht aus der Liebe zum Heilen getan, sondern aus der Liebe zu mir. Schnell bemerkte ich dass meine Gefühle für ihn ähnlich waren und wir begannen uns heimlich zu treffen. Der Sternen-Clan war sehr wütend musst du wissen, deshalb haben wir aufgehört uns zu treffen obwohl es uns das Herz brach. Kurze Zeit später wurde er wieder Krieger, ich blieb Heilerin.“ Stachelbeersee sah traurig zu Boden: „Eines Tages, kam es zum Kampf zwischen dem Donner- und Schatten-Clan. Ich war ebenfalls dabei, es war einer der Größten Kämpfe der Clan Geschichte. Abgesehen von denen zu Feuersterns Lebzeiten. Alle Kämpften, selbst die Jungen und auch Finkenruf und ich. Naja, was passierte weißt du ja. Nicht nur Finkenruf starb, Flockenpfote, Eulentraum und Sprungjunges auch. Ich musste mit ansehen wie mein Mentor und mein Geliebter vor meinen Augen starben. Er hatte so hart gekämpft, mich hatte er nicht angerührt. Doch in den Blicken die er mir zu warf lag Traurigkeit und Reue. Er wollte diesen Kampf nicht… „ Ein leises Wimmern durchbrach die Stille des Waldes, Stachelbeersee lies sich zu Boden fallen. „Ich habe ihn so sehr geliebt.“, wimmerte sie, ihre Augen schimmerten glasig. Holunderschweif stürzte zu ihr hinab und berührte ihre Nase: „Ich weiß wie du dich fühlst...“
    „Versprich mir eins, Holunderschweif, mach nicht den selben Fehler wie ich. Lass nicht zu dass er geht, lass nicht zu dass die Clans zwischen euch stehen.“ Mitleidig senkte die braune Kätzin den Kopf: „Nur wie… Die Jungen… ich… wie?“
    „Steinkralle.“, sagte Stachelbeersee tonlos, ihr Blick traf Holunderschweifs. „Seinkralle wird der Vater deiner Jungen werden, sonst wirft dich Böenstern aus dem Clan, wenn er erfährt dass ein Einzelläufer der Vater ist. Steinkralle wird es dir glauben, so wie er auf dich steht. Nur du musst ebenfalls so tun als würdest du ihn lieben. Verstehst du?“
    Erstaunt nickte sie: „Aber… Roy wird das nicht gefallen und mir auch nicht. Rory ist mein Gefährte.“
    Der mahnende Blick der Heilerin ließ sie erschaudern: „Wenn du es nicht tust, wird Böenstern dich raus werfen. Bedeutet dir der Clan den überhaupt nichts?“
    „Doch natürlich“, miaute Holunderschweif erschrocken. „Niemals würde ich den Donner-Clan verlassen...“ Stachelbeersee senkt den Kopf: „Nun… dann hast du keine andere Wahl.“ Der Wind zerwuschelte das seidige graue Fell der Heilerin, diese leckte es sich sofort wieder glatt: „Lass uns ins Lager gehen. Sonst kann ich mich gleich in den See stürzen um mein Fell wieder glatt zu bekommen“, miaute diese mürrisch und erhob sich auf ihre Pfoten. Holunderschweif folgte Stachelbeersee träge, ihr Gedanken wirbelten wie frisch aufgeschüttelte Federn durch ihren Kopf. Konnte sie zulassen aus dem Clan geworfen zu werden oder Rory zu verlieren. Beides schien undenkbar für die junge Kriegerin. Am liebsten würde sie sich mit Stachelbeersee in den See stürzen nur mit dem Unterschied nie wieder auf zu tauchen. Holunderschweif schüttelte sich diesen irsinnigen Gedanken aus
    ihrem Pelz und konzentrierte sich darauf durch die Brombeerbüschen zu schlüpfen ohne
    sich Büschel an Haaren auszureißen. Gemeinsam liefen die beiden Katzen durch das hohe Gras und die Grünen bis braunen Blätter. Blattfall näherte sich, Beute würde knapper werden und die Kälte würde bald an ihren Pelzen zerren. Holunderschweif zitterte bei dem Gedanken an Kälte, sie liebte die Wärme der Sonne. Doch am meisten ängstigte sie der Gedanke an ihre Jungen. Die meisten Blattfall-Junge starben, der Großteil an Kälte oder Krankheit. Obwohl sie Angst hatte und diese Jungen eigentlich nie gewollt hatte, sorgte sie sich um ihr Wohlergehen.
    Inzwischen hatte sich der Himmel ein Stück verdunkelt, dunkle Regenwolken hatten sich vor die Sonne geschoben und warfen jetzt lange Schatten auf den Wald und den See. Selbst das Moorgras schien weniger Grün als sonst. Holunderschweif hatte sich inzwischen von Stachelbeersee verabschiedet und trabte nun in die Mitte des Lagers zum Beutehaufen. Ihr sehnsüchtiger Blick fiel auf eine alte Maus und eine magere Drossel. Sie sah sich um, Apfelschimmer stritt mit Kampfpelz ob erst die Grenzpatrollie oder erst eine Jagtgruppe ausgesandt werden sollte und Wolkenherz beschwerte sich gerade bei Fuchszahn und Stachelbeersee weil sie das Lager verlassen wollte. Unglücklich trabte sie zu Apfelschimmer: „Ich werde jetzt jagen gehen sonst sterbe ich vor Hunger.“ Die sandfarbene Kätzin starrte sie überrascht an, sofort wandte sie sich an Kampfpelz zurück: “Siehst du. Der Beute Haufen muss aufgefüllt werden. Die Katzen haben Hunger.“ Sofort schallte das wütende knurren des ihr gegenüber durch das Lager: „Unsere Grenzen wurden seit gestern Morgen nicht erneuert!“
    Schnell wandte sich Holunderschweif ab und lief aus dem Lager Richtung See, sie sprintete aus dem Felsenkessel und preschte an den Hohen Eichen und Buchen des Donner-Clans vorbei. Als sie gerade an der alten Eiche vorbei rannte bemerkte sie den Geruch eines ihr bekannten Katers. Sofort wirbelte sie wütend herum: „Warum folgst du mir?“


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    ((bold))((big))Kapitel 11((ebold))((ebig)) Gelbe freundliche Augen brannten sich auf ihren Pelz: „Holunderschweif, ich bin es bloß.“ Der ihr gege
    Kapitel 11


    Gelbe freundliche Augen brannten sich auf ihren Pelz: „Holunderschweif, ich bin es bloß.“ Der ihr gegenüber lachte kokett. Erleichtert atmete sie aus: „Oh. Ich dachte es wäre Ro… ein Streuner… oder so etwas in der Art“ Holunderschweif lachte wenig überzeugt.
    Vor ihr stand Steinkralle und ließ seine Muskeln spielen, so wie immer um ihr zu imponieren. Holunderschweif hatte schon eine hitzige Antwort auf der Zunge gehabt welche nur darauf wartete ausgespuckt zu werden, doch da vielen ihr wieder Stachelbeersees Wort ein. Steinkralle wird der Vater deiner Jungen werden, sonst wirft dich Böenstern aus dem Clan, wenn er erfährt dass ein Einzelläufer der Vater ist.
    Holunderschweif erschauderte, Stachelbeersee hatte Recht. Sie musste die Gelegenheit beim Schopf packen: „Hast du vielleicht Lust -“
    „Na klar, ich würde gerne mit die jagen“, unterbrach sie der graue Kater charmant.
    Genervt rümpfte Holunderschweif ihre Nase: „Gut, ich freue mich.“ Es klang ein wenig gepresst, doch sonst machte sie ihre Sache gut. Gemeinsam gingen die Zwei Katzen die unterschiedlicher nicht sein könnten zum See. „Also, hast du heute Abend schon was vor?“, der kräftige graue Kater streifte mit seinem Schweif über ihre Nase, „ich dachte wir könnten erst etwas essen und dann einen Spaziergang durch den Wald machen. Bei Sonnenuntergang ist es immer sehr romantisch.“ Seine gelben Augen fixierten ihre grünen und warteten nur auf eine Antwort. Tief durch atmend antwortete Holunderschweif lieblich: „JA, das kling wundervoll. Ich würde gern mehr Zeit mit dir verbringen.“ Holunderschweifs Magen dreht sich um, sie schmeichelte ihm gerade wirklich. Steinkralle, den größten Macho des Clans.
    Ihr wurde schlecht: „Lass uns jetzt jagen!“ Schnell eilte sie voraus um ihn nicht länger
    ansehen zu müssen.
    Elegant und grazil kauerte Holunderschweif am Boden, setzte gekonnt eine Pfote vor die andere ohne jeglichen Ton. Gleich hab ich dich...gleich!
    Ein Knacken schallte durch den Wald, so laut wie zehn Monster. Das Eichhörnchen hob erschrocken den Kopf, fuhr herum und sprintete auf den nächsten Baum zu. Knurrend sprang Holunderschweif auf und setzte ihm geschwind nach. „Du gehörst mir!“, knurrte sie und beschleunigte, setzte zum Sprung an und riss dass Eichhörnchen mit einem Pfotenhieb vom Baum. Glücklich ließ sie sich zu Boden gleiten und hielt die Beute an ihrer Kralle baumelnd vor Steinkralle: „Deinetwegen wäre sie mir fast entwischt.“ Doch sie klang nicht anklagend sondern belustigt und zufrieden. Steinkralle drückte sich schnurrend an ihre Flanke und leckte ihr das Ohr und schnurrte laut. „Ich wollte nur testen ob du wirklich so flink bist wie alle behaupten.“, er sah sie verliebt an. „Lass uns ins Lager gehen, wir haben genug gefangen!“
    Das stimmte, dachte Holunderschweif, sie waren sehr fleißig gewesen und hatten fünf Beute Stücke ergattert. Steinkralle war wie sie ein sehr guter Jäger und es machte ihr Spaß mit ihm durch das Territorium des Donner-Clans zu jagen. Auch wenn sie seine Gefühle nicht erwidern konnte war es schön Zeit mit ihm zu verbringen. Inzwischen störte sie es auch fast nicht mehr, wenn er sie dauernd Liebes nannte oder verliebt um sie herum streifte.
    Holunderschweif nickte und nahm das Eichhörnchen in ihr Maul. Steinkralle nahm die Wühlmaus und die Spitzmaus an den Schwänzen in den Mund, sodass er noch etwas platz hatte für eine kleine Maus. Holunderschweif hatte zusätzlich noch einen Specht mitgenommen. Schwerstens bepackt trabten sie stolz ins Lager zurück. Als sie wenig später eintrafen lag das Lager ebenso friedlich verlassen dar wie wenige Stunde zuvor. Böenstern verließ seinen Bau immer noch nicht. Apfelschimmer stellte wütend knurrend die Grenzpatrollien zusammen und Wolkenherz stapfte übellaunig mit ihrem riesen großen Bauch durch das Lage und fauchte jeden an der ihr zu nahe trat. Rehfell zankte sich mit Spinnenpfote welcher ihr versuchte Birkensaft einzuflößen und die Schüler brachten mit hängenden Köpfen altes Nestpolster nach draußen. „Fühlt man sich ja gleich wohl… „, murrte Holunderschweif sarkastisch als sie das wilde Treiben begutachtete. Steinkralle welcher an ihrer Seite stand nickte: „Vielleicht sollten wir unser Treffen auf gleich verschieben. Sonst schlägt die schlechte Laune auf uns über.“
    Holunderschweif stimmt ihm zu und gemeinsam gingen sie den Felsenkessel hinab zum Frischbeutehaufen und legte ihre zahlreiche Beute ab. Die Bemerkungen der anderen Katzen ignorierten sie gekonnt. „Na endlich!“ und „Wurde aber auch Zeit!“ drang ihnen von allen Seiten in die Ohren. Steinkralle nahm die fette Wühlmaus und brachte sie in die Kinderstube. Maulbeerpfote schnappte sich den Specht und brachte ihn in den Ältestenbau, von dort drangen zufriedene Laute heraus als sie darin verschwand.
    Als alle versorgt waren nahm sich Holunderschweif das Eichhörnchen und trabte an eine Ruhige Stelle im Lager, wenig später trabte Steinkralle zufrieden a ihre Seit.
    „Ich hab auf dich gewartet“, schnurrte Holunderschweif und versuchte verführerisch zu klingen. Steinkralle ließ sich deben ihr nieder und nahm gierig einen Bissen von der Beute, dann schob er es Holunderschweif zu. Diese nahm lächelt einen Bissen und kaute genüsslich. Der frische Geschmack durchströmte ihren Körper und befüllte ihn wieder mit neuer Kraft: „Es ist wirklich sehr lecker, ich könnte mich reinlegen so gut ist das!“
    „Du hast es ja auch gefangen, da muss es gut sein!“, schnurrte er und sah ihr wieder in die Augen. Holunderschweif fühlt sich diesmal wirklich geschmeichelt. Was machte der Kater bloß mit ihr. Sie liebte Rory, nicht Steinkralle, rief sie sich wieder ins Gedächtnis. Als ihr Rorys Name durch den Kopf zog bemerkte sie erst, wie lange sie schon nicht mehr an ihn gedacht hatte oder wie lange ihr letztes Treffen her war. Sein Herz war inzwischen bestimmt schon gebrochen, sie hatte eiskalt den Kontakt abgebrochen. Und das schlimmste, gerade betrog sie ihn auch noch.
    Ihr lief es eiskalt den Rücken runter bei jeglichen Gedanken an ihn, doch sie konnte nicht aufhören an ihn zu denken. Sie vermisste ihn zu sehr. Er wusste noch nicht mal von ihren Jungen oder, dass sie in die Berge musste und vielleicht nie wieder zurück kehren würde…
    „Alles in Ordnung, Liebes?“, riss sie Steinkralles Stimme aus den Gedanken.
    „...ja… Natürlich, alles Bestens!“, sie schnurrte nicht, sie schleimte nicht. Gerade vermisste sie einfach nur seine Stimme, seine Nähe und Zärtlichkeit. Heute bei Sonnenhoch, da war sie sich jetzt sicher, würde sie ihn wieder sehen müssen, das war schon längst überfällig.
    Gedankenverloren nah sie noch einen Bissen des Eichhörnchens, dann stand sie auf und wand sich zum gehen.
    „Verlässt du mich schon?“, in seinen Augen glänzte die Traurigkeit, „denn… eigentlich wollte ich dich noch etwas fragen...“ Sein verunsicherter Blick richtete sich zu Boden. Holunderschweif starrte ich an: „Ähm… Na gut! Was… willst du mich denn fragen?“ Ihre Stimme klang nun ungewollt hoch und schrill in ihren Ohren. Steinkralle richtete sich zu seiner vollen Größe auf und sah in ihre klaren grün schillernden Augen: „Holunderschweif, willst du meine Gefährtin werden?“ Weder Verunsicherung noch Angst lag in seiner Stimme, nur der Wunsch ewig an ihrer Seite zu bleiben und das Verlangen.
    Holunderschweif glaube ihren Ohren kaum, hatte er sie nun tatsächlich gefragt. Hatte sie es wirklich geschafft ihn um die Pfote zu wickeln. Sollte sie es zulassen…
    „Ja, ich wäre sehr gerne deine Gefährtin.“, ausdruckslos antwortete sie ihm. Kurz hatte sie überlegt, kurz hatte sie gezweifelt, doch sie wusste dass es nur diesen einen Weg gab und nur diese Entscheidung würde alles verändern. Steinkralle strahlte: „Ich liebe dich.“ Schnurrend strich der graue stämmige Kater um sie herum: „Ich dachte nicht, du würdest meine Liebe erwiedern. Du hast immer gewirkt als ob du dich in meiner Nähe unwohl fühlen würdest.“ Er sagte das unbeschwert, doch Holunderschweif traf es umso mehr. Hatte er nun doch Zweifel an ihr… Schnell miaute sie schnurrend: „Ach Mäusedreck. Ich liebe dich doch.“ Rory vergieb mir… Ich liebe dich. Nur dich.
    Der graue Krieger spannte seine Muskeln an: „Das erfüllt mich mit Stolz. Unsere jungen werden wundervoll werden.“ Ein Stich ins Herz, Holunderschweif zuckte zusammen. Die Jungen…
    „Steinkralle.“ Holunderschweif sah ihn durchdringend an, „Ich würde heute gerne… Die Nacht mit dir verbringen, als Zeichen meiner Liebe.“

    13
    ((bold))((big))Kapitel 12((ebold))((ebig)) „Lege dein Gewicht mehr auf deine Hinterbeine, dann stehst du sicherer.“ „Ich probiers schon die ganz
    Kapitel 12


    „Lege dein Gewicht mehr auf deine Hinterbeine, dann stehst du sicherer.“
    „Ich probiers schon die ganze Zeit.“, murrte Maulbeerpfote und eilte abermals auf dem staubigen Boden zu Holunderschweif zurück. „Aber ich kippe dann immer rückwärts um.“
    „Dann solltest du deinen Schweif besser still halten.“, knurrte ein Kater aus der Ecke, es war Steinkralle. „Und dich besser konzentrieren!“ Maulbeerpfote stolzierte hoch erhobenen Kinns in die Mitte des Übungsplatzes zurück und ließ sich erneut auf die Hinterbeine fallen.
    Ein Knurren drang aus ihrer Kehle als sie Steinkralles Rat befolgte und sie merkte dass er auch wirklich Wirkung zeigte. „Können wir jetzt bitte jagen. Ich habe keine Lust mehr zu kämpfen!“ Auf der gegenüberliegenden Seit ertönte ein verärgerter Seufzer. „Ich muss in wenigen Sonnenaufgängen in die Berge wandern. Ich brauche diese Trainingseinheit und du wirst sie in ein paar Monden genauso nötig haben also hör auf zu nerven wie ein kleines Junges.“ Frostpfotes knurren klang bedrohlich und stark, jeder im Clan merkte wie bereit sie für eine Kriegreprüfung gewesen wäre, wenn sie nicht wegen Zapfenpfote warten müsste. Jedoch war sie froh noch etwas Zeit zu haben. Zeit welche ihr Wurfgefährte Zapfenpfote nicht mehr haben würde, sobald Stachelbeersee ihr „ok“ gegeben hatte, würde es für die beiden los gehen, auch für Holunderschweif.
    „Maulbeerpfote wird vom Rand aus zu sehen, sie ist dir kein geeigneter Gegner.“, miaute Holunderschweif und stupste die junge Schülerin an.
    Steinkralle nickte: „Gut, Riesenpfote wird für sie einspringen, danach wird Farnpfote sein Glück versuchen.“ Er trat zu Seite und ein tiefschwarzer junger aber kräftig gebauter Kater hinter ihm hervor trat. Riesenpfote war schon seit vier Monden Steinkralles Schüler und er wuchs prächtig heran. Er nickte seinem Schüler leicht zu und verschwand dann an den Rand ins Gras. Frostpfote kniff die Augen zusammen als ob sie seine Gedanken lesen wollen würde, ihr Krallen bohrten sich in den sandigen Untergrund. Riesenpfote baute sich vor ihr auf und spannte seine Gelenke sprungbereit an. Holunderschweif nickte: „Los!“, rief sie und sofort gingen die beiden Katzen auf einander los. Riesenpfotes erster Schritt war ein großer fließender Sprung, Frostpfote jedoch wich seitlich aus und sah ihn auf den Boden krachen, sprang auf ihn drauf und drückte ihn zu Boden. Riesenpfote wand sich wie Beute unter ihr doch dann erschlaffte er unter ihr. Doch Frostpfote kannte diesen hinterlistigen Trick bereits und drückte noch fester zu. Sie knurrte mürrisch: „Gebt mit mal ne richtige Heraus-Vorderung und keinen Unerfahrenen Schüler.“ Mit einem Satz sprang die junge Kätzin von ihrem schlaff am Boden liegendem Gegner und tappte zu Steinkralle. Sie ließ sich vor ihm nieder und sah dann zu ihm auf, beiden waren fast gleichgroß denn Frostpfote war eine sehr große Katze. „Wirklich Steinkralle, Riesenpfote ist gut, für einen Schüler, aber ich bin fast Kriegerin und wenn ich nicht aufpasse sterbe ich in den Bergen. Gebt mir etwas anspruchsvolleres.“ Holunderschweif erhob sich und ging zu den beiden Katzen: „Frostpfote, wir dürfen dich jetzt keiner Gefahr mehr aussetzen, nicht so kurz vor deiner Prüfung.“ Als sie vor der dunkelgrauen Kätzin stand legte sie ihr ihren Schweif über den Rücken: „Dir wird nichts passieren, das verspreche ich.“
    „Genau. Holunderschweif ist eine sehr gute Kriegerin, euch beiden wird nichts passieren. Wer weiß, vielleicht seid ihr ja in fünf Sonnenaufgängen wieder zurück, oder in drei.“, der graue Kater lächelte, doch Steinkralle hatte höchstwahrscheinlich unrecht, drei Sonnenaufgänge waren nicht zu schaffen, auch nicht fünf.
    „Ach Mäusedreck. Holunderschweif, bei aller Liebe, wenn wir Pech haben bekommst du deine Junge dort oben und das weißt du auch. Und auch wenn nicht, du kannst in deiner Verfassung nicht kämpfen und auch wenn du wolltest, ich würde dich nicht lassen.“
    Holunderschweif ließ den Kopf hängen: „Frostpfote… Es ist nett wenn du das sagst aber ich werden kämpfen auch wenn es meine Jungen gefährden sollte und-“
    „Vergiss es!“, fauchte Steinkralle wütend, „es sind auch meine Jungen und die bringst du nicht in Gefahr!“
    „Und ich werde weder Frostpfote noch Zapfenpfote einfach zu sehen wenn sie kämpfen!“, fauchte Holunderschweif zurück, „Das könnte ich mir nie verzeihen!“
    Steinkralle wandte sich knurrend ab: „Das Training ist beendet.“ Er verschwand zwischen zwei Farnbüscheln von welchen aus ein betörender Duft herauswehte, Drossel.
    Holunderschweif atmete tief ein, schloss kurz die Augen und maiute dann Befehle: „Riesenpfote, Farnpfote und Schlammpfote ihr geht jetzt ins Lager zurück und wechselt alle Nestpolster, außer bei Böenstern. Bringt Stachelbeersee auch ein bisschen Frisches Moos, Tropfnase wird es brauchen.“ Die drei Schüler nickte und verschwanden sofort zwischen den Büschen in Richtung Lager. Holunderschweif drehte sich zu Maulbeerpfote: „Heute bekommst du mal wieder eine Einzeltrainigsstunde.“, Holunderschweif lächelt die kleine Kätzin in, „ich weiß ja, wie sehr du dass vermisst hast.“
    Die dunkelgraue Schülerin schnurrte zufrieden. „Danke, das ist wirklich super genial. Was machen wir denn?“ Aufgeregt peitschte ihr kurzer Schwanz hin und her.
    „Heute kleines, lernst du das Gesetz der Krieger kennen und zu verstehen.“, miaute Holunderschweif und ihr Augen blitzten belustigt. Sie trabte etwas voraus, duckte sich unter einen großen Dornenbusch hinweg und fing an: „Weißt du, welches das erste Gesetz ist?“
    „Mama hat viel vom Gesetz erzählt, aber die Reihenfolge hat sie nicht erwähnt!“, traurig die Antwort nicht zu wissen fiel ihr Schweif niedergeschlagen zu Boden.
    „Verteidige deinen Clan selbst wenn es dein Leben kostet. Du darfst dich mit Katzen anderer Clans anfreunden, aber deine Loyalität gilt stets deinem Clan.“, sagte Holunderschweif mit zarter Stimme, sie kamen am Pfad zum Lager an. „Ich will, dass du es dir merkst. Hier das zweite Gesetz. Im Territorium eines anderen Clans darfst du niemals jagen und es auch nicht betreten. Morgen frage ich sie dich noch einmals ab und dann bringe ich dir deren Bedeutung näher. Jetzt ab ins Lager, ich habe Hunger!“ Holunderschweif nickte der kleinen Kätzin freundlich zu und gemeinsam trabten sie den Pfad zum Lager entlang. Holunderschweif eilte den Felsenkessel hinunter, sie ging zum Beutehaufen und nahm sich genüsslich eine kleine Feldmaus. Als sie gerade hinein beißen wollte kam eine große weiße Gestalt in die Mitte des Lagers marschiert, es war Böenstern, er sah sehr mitgenommen und zerstreut aus. „In zwei Sonnenaufgängen werden die beiden Schüler Frostpfote und Zapfenpfote gemeinsam mit Holunderschweif aufbrechen um ihre Kriegerprüfung zu bestreiten. Sie werden am frühen Morgen aufbrechen.“, sagte Böenstern ernst. „Und, ab heute gehen Kampfpelz, Mandelbeere und Akazienfrost jagen, bis sie gelernt haben mir nie wieder zu wieder sprechen!“ Mandelbeere entfuhr ein geschocktes Wimmern. „Falls ich mitbekomme, dass einer der anderen Clan weiß dass ich neue Gesetze eingeführt habe werde ich euch bestrafen.“, Böenstern knurrte. „Fleckenfuß, hier.“, er deutete mit dem Schweif auf den Schwarz-weißen Kater neben ihm. „Wird mir alles was im Clan passiert genauestens Berichten, also erlaubt euch keine Fehler.“ Der Schneeweiße Kater machte kehrt und verschwand mit schweren Schritten in seinem Bau. Augenblicklich wurde es unruhig im Clan, alle Katzen schrien aufgebracht und aus einigen Ecken war ein wütendes Fauchen zu hören doch als Fleckenfuß an seine Stelle tart wurde es wieder ruhiger, bedrohlich ruhiger: „Böenstern hat mir alle Ämter des Zweiten Anführers übertragen!“ Er lachte gehässig. „Kampfpelz, du führst deine Patrollie in die nähe der Schatten-Clan Grenze um zu jagen. Riesenpfote!“, er suchte mit den Augen den schwarzen Kater biss er ihn neben Schlammpfote sah, seine Miene war undefinierbarer den je. „Du wirst-“
    „Stopp!“, fauche eine sandfarbene Kätzin und sprang auf ihn zu. „Mir ist egal was Böenstern sagt!“ Apfelschimmer drehte sich zu ihren Clan Gefährten. „Niemand wird auf Fleckenfuß hören! Niemand!“
    Ein leises Lachen drang aus dem Anführerbau: „Ach Apfelschimmer!“ Böenstern stecke seinen Löwenartigen Kopf aus dem Bau: „Hättest du lieber deinen Mund gehalten. Wenn du dich Mir oder Fleckenfuß wiedersetzt wird dich ein hartes Schicksal treffen.“ Apfelschimmer starrte ihn kalt an: „Ich nehme jedes Schicksal lieber entgegen als einfach ersetzt zu werden.“, fauchte sie und fuhr kampfbereit ihre Krallen aus.
    „Willst du dich wirklich mit ihr anlegen?“, wieder lachte er gehässig und mit einem drohendem Unterton. Ohne einen weiteren Vorwand sprang er ab, landete auf der sandfarbenen Kätzin und schlug ihr seine Krallen in den Nacken. „Du hast die Wahl, Kätzchen!“, fauchte er wütend. „Entweder du unterwirfst dich mir oder du wirst sterben!“
    Maulbeerpfote sah mit vor entsetzen weit aufgerissenen Augen Apfelschimmer an. Stachelbeersee hatte die Augen geschlossen und ließ ihren Kopf zu Boden baumeln. Und Kampfpelz, Akazienfrost, Fuchszahn und Mandelbeere wurden von Fleckenfuß streng angesehen, würden sie einschreiten erwartete sie das selbe Schicksal. Doch einige Katzen warfen begierige Blicke nach vorne, gespannt wie es ausgehen würde.
    Apfelschimmer antwortete nicht, aus ihrem Nacken floss unaufhaltsam Blut und färbte ihr schönes samtiges Fell in ein tiefes dunkelrot. Holunderschweif zitterte am ganzen Körper doch auch sie konnte nicht zulassen einzuschreiten, sie hatte Tränen in den Augen.
    „Gut, du hast dich wohl entschieden.“, knurrte Böenstern mit einem bösartigen Grinsen auf den Lippen und einem Machtgierigen Funkeln in den Augen. Er hob seine Pfote, zückte die Krallen und schnitt ihr mit einem Zug die Kehle durch. „NEIN!“, jaulte Wolkenherz verzweifelt. „WIE KONNTEST DU NUR, DU FEIGES FU-“
    Fuchszahn stürzte sie zu Boden und drückte seine Pfote auf ihr Maul. Böenstern sah sie abschätzig an: „Noch ein Wort und du bist die nächste!“ Er ließ Apfelschimmers Leblosen Körper zu Boden sacken und brüllte dann: „UND JETZT AN DIE ARBEIT!“ Schon war der Donner-Clan Anführer wieder verschwunden.
    „Du hast zugelassen dass er deine eigene Schwester tötet…“, war alles was Kampfpelz flüsterte und diese Worte erschütterten den Schwarz-weißen Kater kein Bisschen, Fleckenfuß sah seinen Bruder hämisch lächeln an: „Und du hast tatenlos dabei zugesehen, toller Bruder!“ Fleckenfuß drehte sich zu der Leiche seiner Schwester: „Räumt sie weg!“
    „A… Aber die Totenwache!“, rief Klanghimmel ängstlich. „Sie… Sie hätte-“
    Fauchend drehte sich Fleckenfuß zu ihr um: „RÄUMT SIE WEG!“

article
1499968363
Warrior Cats - Geheimes Verlangen
Warrior Cats - Geheimes Verlangen
Holunderschweif, die junge Donner-Clan Kriegerin trifft eines Tages auf einen ihr bisher Unbekannten Kater, der, wie sie noch nicht weiß, ihr Leben von Grund auf Ändern wird.
http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1499968363/Warrior-Cats-Geheimes-Verlangen
http://www.testedich.de/quiz49/picture/pic_1499968363_1.jpg
2017-07-13
406A
Warrior Cats

Kommentare (57)

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Fatie &Co (38468)
Gestern
Ich finde es so schade, dass Apfelschimmer sterben musste, sie war meine Lieblingskatze
Windhauch (57195)
vor 3 Tagen
Richtig spannend, hoffentlich schreibst du bald weiter!
Fatie &Co (17682)
vor 4 Tagen
Meine Güte, Böenstern ist ja echt irre geworden... Ich bin gespannt, wie es weiter geht
Mondlicht (81440)
vor 21 Tagen
Richtig cool! Schreib bitte sobald du kannst weiter!💗💗💗
Lilie ( von: Lilie)
vor 21 Tagen
Nächstes Kapitel ist fertig und auch schon eingefügt. Es ist bisher das längste Kapitel, es hat fast dreit DIN A4 Seiten. Normalerweise immer nur 2 + -. Viel Spaß
Fatie &Co (09472)
vor 23 Tagen
Das Kapi ist echt schön, mir tut Holunderschweif leid. Nur weil Böenstern seine Gefährtin verloren hat, muss Sie alles verdecken
Lilie ( von: Lilie)
vor 23 Tagen
Danke*-* Kapitel 11 ist jetzt auch online
Sanftwolke (43870)
vor 29 Tagen
Ja bitte das neue Kali ist soooooo cool schreib wenn du Zeit und lust hasst noch weiter
LG
Sanftwolke
Lilienglanz ( von: Lilienglanz)
vor 29 Tagen
So, Kapitel 10 ist jetzt da :) Vllt. kommt heute noch ein, da ich bis Donnerstag wieder nicht zu Hause bin.
Sanftwolke (43870)
vor 29 Tagen
Danke Danke Danke danke😅😅😁😁😁😁es macht mich so glücklich
Lilienglanz ( von: Lilienglanz)
vor 29 Tagen
😂Ich brauch noch ungefähr ne dreiviertelte Seite
Sanftwolke (43870)
vor 29 Tagen
Ich einte kapi 85th sag mir das du gerade weiterschreiben
Sanftwolke (43870)
vor 29 Tagen
Wann kommt jetzt das neue Kali?
Sanftwolke (43870)
vor 29 Tagen
Hier noch ein Fehler Korrigiert:

Geht es heute weiter? Hoffentlich kommt Böenstern noch zur Vernunft.
Bitte schreib weiter
LG Sanftwolke

PS: ich schreibe mit meiner BFF auch ein Buch über waca veröffentliche es aber nicht. Eins meiner Jungen Heißt wildjunges.
Sanftwolke (43870)
vor 29 Tagen
Geht es heute weiter? Hoffentlich kommt Böenstern noch zur Vernunft.
Bitte schreib weiter
LG Sanftwolke

PS: ich schreibe mit meiner BFF auch ein Buch über was veröffentliche es aber nicht. Eins meiner Jungen Heißt wildjunges.
Lilienglanz ( von: Lilienglanz)
vor 29 Tagen
Ich weiß, aber es hat einen Grund, dass er ein Kater ist
Vanessa.m ( von: Vanessa.m)
vor 29 Tagen
(Bin noch am Anfang aber sehr gut ^^)
(Nur ist mir aufgefallen das es in den Büchern (hier auch .ist nicht als Kritik gedacht ) Das der Großteil der Anführer Kater sind)
Knad ( von: Knad)
vor 29 Tagen
(Hab schon ein bisschen reingelesen, sehr cool :D Deine FF ist echt gut^^
muss jetzt aber leider schlafen gehen, gute Nacht...)
Lilienglanz ( von: Lilienglanz)
vor 29 Tagen
Morgen kommt ein Kapi und Wildjunges hatte ich mir auch schon vorgenommen zu
nehmen 😂
Sanftwolke (30450)
vor 30 Tagen
Geht's bald weiter? Ich FINDE diese Geschichte so gut und ich fände Wildjunges/pelz gut.
LG Sanftwolke