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Die Bestimmung des MondClans oder die Macht der drei Geschwister

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5 Kapitel - 1.539 Wörter - Erstellt von: Sonnenflug - Aktualisiert am: 2017-11-30 - Entwickelt am: - 320 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Seit unzähligen Blattwechseln lebt der MondClan auf einer Bergkette, mitten im Nirgendwo. Doch die Beute wird knapp, eine seltsame Krankheit befällt den Clan. Die Anführerin Nachtstern erhält eine Prophezeihung, die besagt, dass der MondClan sich ein neues Territorium suchen muss. Doch wird der Clan es überleben? Wärenddessen geschieht etwas merkwürdiges in drei Katzen der anderen Clans vor...

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    ~Prolog~

    Nachtstern sah auf. Sie hatte ihr neuntes Leben bekommen. Der ehemalige Anführer schnurrte. "Von nun an bist du die Anführerin des MondClans, Nachtstern. Führe ihn gut." Die SternenClan-Katzen riefen laut, um die neue Anführerin zu begrüßen: "Nachtstern! Nachtstern!" Nachtstern schnurrte ebenfalls und miaute mit fester Stimme: "Ich gelobe, dem MondClan eine gute Anführerin zu sein, um Glanzsterns Erbe anzutreten." Da verblassten die Ahnen mit einem letzten Funkeln. Doch Nachtstern hörte noch Glanzsterns Stimme: "Der MondClan ist in Gefahr. Ihr müsst gehen, um Sonne und Mond zueinander zu bringen. Doch denke daran, dass es immer dort Dunkel gibt, wo Licht ist." "Was...was meinst du damit?" fragte Nachtstern mit aufgerissenen Augen. Doch es kam keine Antwort.

    2
    Nachtstern

    Als Nachtstern die Augen aufschlug, umgab sie ein dämmriges Licht. Kleine Insekten flitzten vor ihrer Nase über den Mondteich. Verstört zuckte sie mit den Ohren, als die Prophezeiung ihr wieder in den Sinn kam. Ihre Anführerzeremonie verlief ganz anders, als sie sich es vorgestellt hatte. Schwach stemmte sie sich mit ihren Pfoten hoch. Der vertraute Geruch von Wald hüllte sie ein. Sie sehnte sich nach ihren Clan-Gefährten, nach ihren Freunden. Doch der SternenClan erlaubte es nicht, dass andere Katzen bei einer Anführerzeremonie dabei waren. Noch wie betäubt setzte sie sich in Bewegung, um wieder zum MondClan-Territorium zu kommen.


    Als sie das Lager ihres Clans sah, hüpfte ihr Herz vor Erleichterung. Es lag zwischen zwei hohen Felsmauern und war von oben kaum zu sehen. Nachtstern vergaß für kurze Zeit ihre Last und rannte los. Etwas enttäuscht musste sie feststellen, dass die meisten Katzen noch schliefen. Sie schaute trotzdem noch in den einzelnen Bauen vorbei. Die beiden Schüler und Geschwister Himmelpfote und Sichelpfote lagen Rücken an Rücken im Schülerbau und schliefen friedlich. Schimmerfell, Grauregen und Fleckenherz, die Ältesten, die Krieger und der Heiler Federglanz lagen ebenfalls auf ihren Moosnestern. Nachtstern entfuhr ein stolzes Schnurren. Es war ihr Clan. Treu, zuverlässig und stark. Als sie schließlich in den ehemaligen Bau von Glanzstern trat, bekam sie ein komisches Gefühl. Es fühlte sich so an, als ob ihr Vorgänger sie aus allen dunklen Ecken und Nischen beobachten könnte. Erleichtert stellte sie fest, dass der scheußliche Blutgeruch verflogen war. Erst gestern hatten wilde Raubvögel das Lager angegriffen und hatten dabei Glanzstern in den Tod gerissen. Die Leiche lag nun in den Tiefen des verlassenen und nun mit Erde verschlossenen Kaninchenbaus. Ein wenig mulmig erinnerte Nachtstern sich, dass sie noch vor Mondhoch einen neuen Stellvertreter wählen musste. Und obwohl sie am Mondteich schon in Schlaf gefallen war, rollte sie sich auf den leicht bemoosten Boden fallen und schloss müde die Augen.

    3
    Weißfrost

    Eine schnelle, schwarze Gestalt huschte unter den unherwirbelnden Schatten der Falken umher. Ihre Krallen blitzten im Sonnenlicht auf, als sie sich auf einen der Raubvögel warf und versuchte, ihm eine Wunde zuzufügen oder ihn wenigstens auf den Boden zu zerren. Verzweifelt schlug sie ihre Zähne und Krallen in die braunen Federn, als sie einen spitzen Schrei vernahm. Für eine Sekunde stoppte sie ihre Angriffe und wurde sogleich weggeschleudert. Die Zähne vor Schmerz zusammengebissen, suchte sie nach dem Ursprung des Rufes. Als sie es fand, gefror das Blut in ihren Adern. Ein gold-brauner Fellhaufen baumelte in den Fängen eines weiteren Falken. Die schwarze Katze löste sich aus der Erstarrung und sprang ohne groß darüber nachzudenken auf den Vogel und biss ihm in die kräftige Schwinge. Der Falke stieß einen haarsträubenden Ruf aus und ließ den goldenen Kater los. "Nein!" kreischte die schwarze Katze und sprang auf den harten Boden. Blutverschmiert blinzelte der goldene Kater nur langsam. Seine Worte waren kaum zu hören, es war weniger als eine leichte Brise, dünner als ein Atmenhauch. "Leb wohl. Mögest du den Clan ehrenhaft anführen." "Nein!" wisperte die schwarze Katze noch ein Mal. Doch das Lebenslicht in den sonst immer leuchtenden blauen Augen des Katers erlosch. Für immer. Für alle Ewigkeiten... Weißfrost erstarrte erst. Dann blinzelte sie perplex. Und schließlich stolperte sie rückwärts über ihre Pfoten und landete schmerzhaft auf den leicht harten Heideboden. Und so blieb sie eine ganze Weile. Der Schock raubte ihr die Gedanken, ihre tausend Fragen fanden keinen Weg in ihr Gehirn. Sie dachte nichts, die bewegte sich nicht. Nur ihre Brust, die sich flach hob und wieder senkte, verriet, dass sie überhaupt noch lebte. Sie konnte nichts tun, selbst wenn sie gewollt hätte. Sie würde bis zur Morgendämmerung so bleiben... und keiner sollte sie in dieser Zeit finden...

    4
    Frostblick


    "Frostblick! Wach auf! Du... musst schnell kommen!" Eine panische Stimme weckte die weiß-silberne Kätzin aus dem Tiefschlaf. Durch den alarmierenden Tonfall riss sie ihre Augen auf. "Was ist geschehen?" Sonnenfell, ihre Freundin, stand direkt vor ihrer Nase und sah sehr beunruhigt aus. "Komm einfach!" schrie sie aufdringlich und rauschte aus dem Kriegerbau. Frostblick schüttelte sich kurz, um richtig wach zu werden. Dann düste sie Sonnenfell hinterher. Als sie sich auf der Versammlungslichtung befand, ertönte ein haarsträubendes Krachen, und Frostblick zuckte heftig zusammen und sah nach oben. Finstere Wolken hatten sich über den Clan zusammengebraut und ein Blitz nach dem anderen zischte herab. Der darauffolgende Donner war markerschütternd. Sie wünschte sich, dass sie die Ohren mit irgendetwas zustopfen könnte, doch sie rannte atemlos weiter, wich hier und da heruntergefallenden Ästen aus. Schließlich sah sie mit zusammengekniffenen Augen das hellbraune Fell ihrer Freundin und schrie über das Getöse des Gewitters hinweg: "Wohin gehen wir? Was ist jetzt passiert? Sag es mir, bitte!" Doch sie erhielt keine Antwort. Noch ein greller Blick zuckte aus einer pechschwarzen Wolke - und schlug direkt in die Tanne, die am nächsten an ihnen dran war, ein. Frostblick schrie vor Entsetzen, als der Nadelbaum langsam, aber sicher sich zur Seite neigte. Zu ihrer Seite! Gerade noch rechtzeitig preschte sie in den nächstgelegenen Bau, bevor der Baum krachend auf den Boden aufkam und den Weg aus dem Bau versperrte. "Puh!" atmete Frostblick erleichtert, aber auch geschockt. Dass das Wetter hier extrem schnell umschlug, war nichts Neues. In den Bergen war es nun mal so. Aber so heftig wie gerade war es noch nie gewesen! Hektisch sah sich Frostblick um. Sie war im Schülerbau gelandet, so wie es aussah. Es war eine große und geräumige Baumhöhle einer sehr dicken Eiche, doch sie wurde wahrscheinlich von einem Blitz getroffen, denn die Baumkrone war direkt in der Mitte zerteilt worden. Demnach müsste der Blitz jemanden... "getroffen haben?" Frostblick wagte kaum, zu wispern. Oh SternenClan, was war nur geschehen? Und wo war eigentlich Sonnenfell? Zumindest hatte der MondClan im Moment nur eine Schülerin, Hasenpfote. Die schlief anscheinend. Oder sie war... nein, das konnte nicht sein. Behutsam legte die Kätzin ihre Pfote auf den Bauch der Schülerin. Das Herz schlug noch, erst unendlich langsam, dann immer schneller. Und plötzlich schlug Hasenpfote ihre Augen auf. "Hasen-" wollte Frostblick ansetzen, als sie in Hasenpfotes sonst blaue Augen waren es nicht mehr. Sie waren orange. Glutorange. Und ehe Frostblick sich darüber wundern konnte, sah sie etwas silbernes - und dann nur noch schwarz. Entfernt konnte sie eine hämische Stimme krächzen hören, Sonnenfell, die entsetzt aufschrie. Noch bevor Frostblick etwas jaulen oder schreien konnte, schloss sie ihre Augen. Und als sie sie wieder öffnete, waren ihre Augen orange. Glutorange.

    5
    Jetzt mal eine kleine Randinfo für euch^^ ich werde nun ab und zu meine TD-Freunde hier mit Namen einbauen, wenn ich keine Lust habe, mir welche auszudenken XD. Das könnte etwas öfter der Fall sein, also denkt daran, falls ihr mich kennt oder so! Im vorherigen Kapitel waren das Frostblick, Sonnenfell und Rabbitpaw!

Kommentare (5)

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Sonnenflug (31578)
vor 125 Tagen
Danke Sonni^^
Sonnenfell (91646)
vor 125 Tagen
Super echt cool geworden ❤😘👍🐾
Kleeschweif ( von: Schwarzflamme)
vor 221 Tagen
Du musst unbedingt weiterschreiben!!!;)
DarkNightmare ( von: DarkNightmare)
vor 223 Tagen
Schreib weiter! :D
Sonnenfell (16345)
vor 226 Tagen
Cool
Bitte schreib weiter
👍❤