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Ein paar Fakten aus der Welt der Schattenjäger - Teil 3

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7 Kapitel - 1.663 Wörter - Erstellt von: Vampire_girl1998 - Aktualisiert am: 2017-07-23 - Entwickelt am: - 285 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der 3te Teil beinhaltet die Kampfkunst

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    Kampfausbildung

    Sobald du dich mit den Waffen und der Ausrüstung der Nephilim vertraut gemacht hast, wird es Zeit, die Schattenjäger-Kampfkunst zu erlernen: Waffentechnik, Tarnung, Beweglichkeit, Ausdauer.
    Schattenjägerneulinge sind meist überrascht, wenn sie erfahren, dass wir Krieger nicht durch einen typischen Kampfstil definiert werden. Genau wie Dämonen sind wir auch über den gesamten Erdball verteilt und verfügen daher über mindestens so viele Kampftechniken wie die Irdischen. Dein Training umfasst die Ausbildung in unterschiedlichen Kampfstilen, normalerweise aus allen Regionen dieser Welt, und du wirst schon bald feststellen, dass dir manche Stile mehr zusagen als andere, weil du darin deutlich schneller und effektiver Fortschritte machst. Neben den wesentlichen Kampftechniken wirst du diverse asiatische Selbstverteidigungsdiziplinen kennenlernen sowie stark stilisierte Kampfsportarten wie Fechten oder Judo. Fast all diese Kampftechniken basieren auf herausragender körperlicher Geschicklichkeit. Daher kannst du als Neuling davon ausgehen, dass du viel Zeit mit dem Grundtraining verbringen wirst, um deine Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit u.ä. zu verbessern, bevor man dich eine Waffe auch nur in die Hand nehmen lässt.
    Obwohl Runenmale körperliche Eigenschaften verstärken können, findet das Training normalerweise ohne diese statt. Denn Runen sind kein Ersatz für das motorische Gedächnis, das deine Muskulatur durch ständige Wiederholung bestimmter Bewegungsabläufe aufbaut.
    Das Erlernen vieler Techniken aus einer großen Bandbreite von Quellen wird auch durch eine unserer Tradition gefördert, die jedem Nephilim beim Erreichen der Volljährigkeit im Alter von achtzehn Jahren ausgedehnte Reisen und Aufenthalte in einem ausländischen Institut nachlegt. Die regionalen Schattenjägerkulturen unterscheiden sich sowohl in philosophischer Hinsicht als auch bezüglich ihrer Kampftechniken deutlich voneinander, sodass ein Einblick in die fremde Kultur viele Vorteile mit sich bringt. Dies gilt vor allem für Nephilim, die in Idris aufgewachsen sind, da die behütete Welt unserer Hauptstadt Alicante den Nachwuchs möglicherweise nicht ausreichend auf die raue Wirklichkeit der irdischen Welt vorbereitet.
    Auch frischgebackene Schattenjäger sollten während ihrer Ausbildung möglichst viel Reisen. Da bei ihnen der Übergang zum Erwachsenenalter möglicherweise nicht durch eine besondere Zeremonie gekennzeichnet ist (wie bei geborenen Nephilim), empfiehlt es sich, rechtzeitig mit dem regionalen Institusleiter oder der örtlichen Brigade zu sprechen.

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    Die Kriegsphilosophie der Nephilim

    Genau wie Jonathan Shadowhunter träumten die ersten Schattenjäger von einer Welt, in der die Menschen eines Tages keine Krieger mehr sein müssten. Insbesondere David der Schweiger verabscheute Kampf und Gewalt und beschrieb >>die Entdeckung des Friedens in allen Teilen der Welt<< als das Hauptmandat der Nephilim. Man nimmt an, dass die Bruderschaft der Stille vorrangig mit dem Ziel gegründet wurde, die schrecklichen Übel rückgängig zu machen, welche Samael und Lilith begangen hatten, und anschließend unsere Dimension für Dämonen wieder zu verschließen. Diese Philosophie diente den Stillen Brüdern jahrhundertelang als Richtlinie. Noch im Jahr 1504 hielt Bruder Christopher de Sevilla schriftlich fest, dass der Auftrag der Nephilim darain bestünde, >>uns selbst überflüssig zu machen<<, indem >>wir die Horden zurücktreiben und hinten ihnen dieTore zu versiegeln<<.
    Die traurige Wahrheit ist jedoch, dass wir auch nach tausend Jahren beständiger Forschung und Arbeit immer nicht verstehen, wie es Samael und Lilith gelungen konnte, in unsere Dimension einzufallen - ganz zu schweigen davon, wie man den Vorgang wieder rückgängig machen kann. Der einst so starke Hoffnungsschimmer - dass es möglich wäre, die Dämonenhorden in ihre Dimensionen zurückzudrängen - ist in der Schattenjägerkultur inzwischen derartig verblasst, dass er sich kaum noch wahrnehmen lässt. Die meisten Nephilim sind heutzutage davon überzeugt, dass nur der Himmel selbst den endlosen Strom von Dämonen aufhalten kann - nicht wir Schattenjäger.

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    Unterrichtsfächer der Nephilimausbildung

    Dieser Codex will dich, den frischgebackenen Nephilim, mit dem nötigen Grundwissen ausstatten, das dir helfen soll, in deiner neuen Umgebung zu überleben und diese zu verstehen. Allerdings würde ein vollständiger Lehrgang den Rahmen dieses Werkes sprengen, zumal schriftliche Anleitungen ohne die Hilfe eines erfahrenen Übungsleiters - der nicht nur bestimmte Techniken vorführen, sondern auch deine Fähigkeiten beurteilen kann - kontraproduktiv wäre.
    Stattdessen wollen wir dir hier einen allgemeinen Überblick über alle Themenbereiche der Schattenjägerausbildung bieten, zusammen mit Zielen für die Anforderungen an Anfänger, an fortgeschrittene Schüler und an diejenigen, die wahre Meisterschaft anstreben. Manchmal fällt es neuen Schattenjägern schwer, ihre eigenen Trainingsfortschritte einzuschätzen. Wir Nephilim kennen weder Dienstgrade noch einen Aufstieg in einen höheren Rang oder >>Gürtel<<, Level, Verdienstorden und dergleichen. Die meisten deiner Nephilimgefährten haben ihr ganzes Leben inmitten unserer Kriegerkultur verbracht und von Kindesbeinen an wurden die Fähigkeiten des sorgfältig ausgebildeten Schattenjägers angestrebt. Aus diesem Grund sollten die folgenden Vorschläge nicht als umunstößliche Anforderungen verstanden werden, sondern als Richtlinien, die dir dabei helfen, deine Fortschritte im Training besser zu erkennen.
    Noch ein letzter Hinweis an besonders ehrgeizige Schattenjäger:
    Niemand kann in allen Bereichen gleichermaßen perfekt sein. Eines der Trainingsziele besteht darin, jede Elemente des Schattenjägerlebens herauszufiltern, die man gern eingehender studieren möchte, weil sie den eigenen natürlichen Begabungen oder Interessen entsprechen. Aber sämtliche Schattenjäger sollten sich zuerst Anfängerkompenenzen in allen Kategorien aneignen, bevor sie sich einem oder mehreren Gebieten intensiver widmen.

    Monomachia (Zweikampf)

    Anfänger: Grundkompetenz (>>Schwarzer-Gürtel<<-Niveau) in mindestens einer asiatischen Kampfsportart, zwei oder drei Angreifer gleichzeitig sich abwehren zu können.
    Fortgeschrittene: Kompetenz in drei bis fünf irdischen Kampfsportarten, Fähigkeit, fünf bis acht Angreifer gleichzeitig sicher abwehren zu können.
    Meister: Kompetenz in mindestens zehn irdischen Kampftraditionen. Fähigkeit, eine große Dämonenarmee sicher abwehren zu können.

    Distanzwaffenkampf

    Anfänger: Kompetenz im Umgang mit grundlegenden Distanzwaffen - Langbogen, Armbrust, Schleuder, Messerwurf, Speerwurf, schwere Felsbrocken.
    Fortgeschrittene: Kompetenz im Umgang mit oben genannten Waffen - mit verbundenen Augen.
    Meister: Kompetenz im Umgang mit oben genannten Waffen - mit verbundenen Augen und im Liegen.

    Tarnkappentechnik

    Anfänger: Fähigkeit, sich unbemerkt durch eine dunkle Gasse oder einem dunklen Raum zu bewegen.
    Fortgeschrittene Fähigkeit, sich unbemerkt durch eine dunkle Gasse oder einem dunklen Raum zu bewegen, der mit kleinen zerbrechlichen Objekten gefüllt ist, die ihrerseits auf anderen zerbrechlichen Objekten stehen und gefählich wanken.
    Meister: Fähigkeit, sich bei strahlendem Sonnenschein unbemerkt durch offenes Gelände zu bewegen.

    Anpassung und Tarnung

    Anfänger: Fähigkeit, sich als Irdischer auszugeben - in einer typischen öffentlichen Umgebung (>>Autofahren<<, >>Lebensmitteleinkauf<< usw.)
    Fortgeschrittene: Fähigkeit, sich als Irdischer auszugeben - bei einer kleinen Cocktailparty oder einem Empfang.
    Meister: Fähigkeit, sich als Iridischer auszugeben - inmitten einer irdischen Dämonenkulthandlung mit Menschenopfern.

    Beweglichkeit und Anmut

    Anfänger: Grundkompetenz in Akrobatik, Bodenturnen, Artistik, Gymnastik usw.
    Fortgeschrittene: Kompetenz in den oben genannten Disziplinen mit dreißig Kilogramm Gepäck und mehreren schweren Waffen.
    Meister: Kompetenz in den oben genannten Disziplinen mit dreißig Kilogramm Gepäck und mehreren schweren Waffen - mit verbundenen Augen und Handschellen.

    Ausdauer

    Anfänger: Kompetenz bei der Anwendung von inprovisierten Überlebenstechniken in tpischer unwirtlicher Umgebung (z.B. in einer Gebirgswüste, auf treibender Eisscholle),
    Fortgeschrittene: Kompetenz in den oben genannten Techniken in extremer Umgebung (z.B. im Inneren eines brennenden Gebäudes, bei freien Fall aus einem Flugzeug mit hoher Reiseflughöhe, im Weltraum, in der Hölle).
    Meister: Fähigkeit, den Foltermethoden eines Dämonenfürsten standzuhalten, in oben genannter unwirtlicher oder extremer Umgebung.

    Ortung

    Anfänger: Kenntnisse aller Ortungsrunen; Fähigkeit zu Identifizierung verräterischer Anzeichen für tierische oder dämonische Aktivitäten und Aufnahme der Verfolgung.
    Fortgeschrittene: Fähigkeit zur fortlaufenden Verfolgung - bei gleichzeitigem Ausweichen einer ähnlichen Verfolgung durch andere Tiere oder Dämonen.
    Meister: Fähigkeit zur fortlaufenden Verfolgung, in unwirtlicher oder extremer Umgebung.

    Orientierung

    Anfänger: Intuitive Erfassung von Höhe, Himmelsrichtung, Tageszeit, Witerrungsverhältnisse usw.
    Fortgeschrittene: Fähigkeit zur Ortung eines Weges zu einem bekannten Zufluchtsort - von einem willkürlichen Standort aus.
    Meister: Fähigkeit zur Ortung eines Weges zu einem bekannten Zufluchtsort - in unwirtlicher oder extremer Umgebung.

    Observation und Schlussfolgerungen

    Anfänger: Grundkenntnisse der Forensik; Fähigkeit, einen Tatort zu „lesen“ und den Tathergang mit hohem Wahrscheinlichkeitsgrad zu rekonstruieren.
    Fortgeschrittene: Fähigkeit, aufschlussreiche Details eines Tatorts, die von irdischen Polizeibeamten in der Regel übersehen werden, zuverlässig zu identifizieren.
    Meister: Wie oben, allerdings mit verbundenen Augen

    Sprachen

    Anfänger: Kenntnisse mehrerer irdischer Sprachen, vorzugsweise eine Mischung aus lebendigen, regional relevanten und alten Sprachen, die in religiösen Schriften Verwendung finden (z.B. Sanskrit, Hebräisch, Altgriechisch, Sumerisch).
    Fortgeschrittene: Kenntnisse der oben genannten Sprachen sowie mindestens zwei Dämonensprachen.
    Meister: Kenntnisse der oben genannten und von mindestens vier Dämonensprachen sowie die Fähigkeit, Grundbedeutungen eine bis dahin unbekannten oder gesprochenen Sprache intuitiv zu erfassen.

    Diplomatie

    Anfänger: Fähigkeit, sich aus einer lebensbedrohlichen Situation herauszureden (Begegnung mit einem hungrigen Dämonenfürsten oder einer Horde wütender Schattenweltler).
    Fortgeschrittene: Fähigkeit, sich aus einer lebensbedrohlichen Situation herauszureden (Begegnung mit einem hungrigen Dämonenfürsten oder der politischen Führung einer Horde wütender Schattenweltler).
    Meister: Fähigkeit, sich aus einer lebensbedrohlichen Situation herauszureden (Begegnung mit einem hungrigen Dämonenfürsten oder einer Horde wütender Schattenweltler) und besagten Dämonen oder Anführer davon zu überzeugen, dass die Freilassung ihre eigene Idee war.

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    Warum verwenden Nephilim keine Schusswaffen?

    Wir Schattenjäger machen nur äußerst selten von Schusswaffen Gebrauch, da diese in unseren Händen oft nicht zuverlässig funktionieren. Sobald einen Runenmal in das Metall eines Gewehrs oder einer der Kugel geritzt wird, entzündet sich das Schießpulver nicht mehr. Trotz langjähriger Studien zu diesem Problem konnte bislang keine Lösung gefunden werden. Die meisten gehen von einem alchemistischen Erklärungsansatz aus, der die himmlische Quelle unserer Runen den mit Dämonenkräften verbundenen Schießpulverbestandteilen Schwefel und Salpeter gegenüberstellt.
    Aber diese Theorie hat bedauerlicherweise einen Denkfehler: Dämonenrunen haben auf Schießwaffen dieselbe hemmende Wirkung unsere Runen und selbst der Einsatz moderner Treibmittel, die keine dieser angeblich „dämonischen“ Inhaltsstoffe aufweisen, hat daran nichts ändern können.
    Dieses Problem bleibt eines der großen ungeklärten Rätsel der Runenmagie und noch heute suchen unsere Wissenschaftler nach Erklärungen und möglichen Lösungsansätzen.
    Natürlich können Schusswaffen erfolgreich gegen Vampire und (mit Silberkugeln bestückt) gegen Werwölfe verwendet werden, aber da der Schuss muss mit äußerster Genauigkeit abgegeben werden. Das Risiko von Kollateralschäden, verbunden mit dem Problem der Treffsicherheit und der Tatsache, dass Schattenjägerwaffen hauptsächlich gegen Dämonen und weniger gegen Schattenweltler zum Einsatz kommen, hat dazu geführt, dass Schusswaffen für gewöhnlich nicht im Arsenal der Nephilim zu finden sind.
    Und schließlich ist es für uns Schattenjäger von großem Vorteil, möglichst viele unserer Waffen nur von den Eisernen Schwestern schmieden und fertigen zu lassen. Die moderne Waffenproduktion umfasst hoch entwickelte industrielle Verfahrenstechniken, die unseren traditionellen Waffen nicht erfordern, und wenn wir die Eisernen Schwestern Schusswaffen herstellen ließen, würde das deren Bedarf an Ausstattung und Material drastisch ändern.

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    Die Tradition der Parabatai

    Wo du hingehst, da gehe ich hin,
    wo du stirbst, sterbe ich und
    da will ich begraben sein:
    Der Erzengel tue mir an, was er will -
    Nur der Tod soll mich und dich scheiden!
    Parabatai-Eid


    Die Tradition der Parabatai geht auf die Anfänge der Nephilim zurück, mit Jonathan Shadowhunter und seinem Gefährten David zurück als den ersten Parabatai. Die beiden wiederum hatten sich von ihren Namensvettern in der Bibel inspirieren lassen:

    „Und da.. verband sich das Herz Jonathans mit dem Herzen Davids und Jonathan gewann ihn lieb wie sein eigen Herz.. Und Jonathan und David machten einen Bund miteinander; denn er hatte ihn lieb wie sein eigen Herz.“
    1. Buch Samuel, Kapitel 18, Vers 1-3

    Von dieser Tradition ausgehend, erschuf Jonathan Shadowhunter die Parabataiund verankerte die Zeremonie im Gesetz.
    David der Schweiger war nicht vom Anfang an an ein Bruder der Stille. Zunächst gab es nämlich überhaupt keine Stillen Brüder, da die ersten Nephilim hofften, ihre mehr komplexen und geheimnisvollen Aufgaben in ihr bestehendes Kriegerdasein integrieren zu können. Erst im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass Davids Schaffen ihn weiter von seiner physischen Gestalten entfernen und näher zu allem Himmlischen führen würde. Daraufhin legten David und seine Anhänger die Waffen nieder und tauschten sie gegen ein Leben mystischer Kontemplation und das Streben nach Weisheit.
    Vom dieser Zeit kämpften Jonathan und David jedoch als die ersten Parabatai Seite an Seite. Laut Überlieferung war der Moment des Rituals - als sie ihr Blut tauschten, die Worte des Eids sprachen und sich gegenseitig die Vereinigungsrune-Rune auftrugen - das vorletzte Mal, dass David menschliche Tränen vergoss. Das letzte mal zeigte er diese Gefühlsregung beim Zertrennen ebendieses Parabatai-Bundes, als er die Runenmal auf seine Haut zeichnete, die ihm zum ersten Bruder der Stille machten.
    Heutzutage müssen Parabatai den Bund bereits in ihrer Kindheit schließen, das heißt bevor einer von beiden achtzehn wird. Parabatai sind nicht einfach nur Krieger, die zusammen kämpfen; der Eid, den die beiden vor der Schattenkongregation ablegen, umfasst das Gelöbnis, für den jeweils anderen sein Leben zu geben, überall dorthin zu gehen, wo der andere hingeht, und sogar an selben Ort begraben zu werden. Anschließend werden beide mit der Parabatai-Rune versehen, die sie befähigt, im Kampf aus der Kraft des jeweils anderen zu schöpft. Sie sind in der Lage, die Lebensenergie ihres Kampfbruders zu spüren; Schattenjäger, die ihren Parabatai verloren haben, berichteten, dass sie nachempfinden konnten, wie die Lebenskraft den Körper ihres Partners verließ. Hinzu kommt, dass vom jeweiligen Parabatai aufgetragene Runenmale stärker sind als herkömmliche Runen. Und schließlich gibt es noch Runen, die nur Parabatai verwenden können, die sie aus der verdoppelten Kraft der beiden Partner schöpfen.
    Der einzige Bund, der den beiden Parabatai untersagt bleibt, ist der Ehebund beziehungsweise eine Liebesbeziehung. Betroffene Paare müssen die würde ihres Kriegerbundes wahren und dürfen nicht zulassen, dass dieser sich in die weltliche Liebe verwandelt, die wir als Eros bezeichnen. Im Spätmittelalter wimmelte es von Schattenjäger-Troubadourdichtungen, die die verbotene Liebe zwischen zwei Parabatai besangen und die Tragödien welche die Beteiligten daraufhin ereilten. Diese Dichtungen warnen nicht nur vor Kummer und Verrat, sondern auch unvermeidlichen magischen Katastrophen, wenn zwei Parabatai eine Liebesbeziehung eingehen.
    Genau wie der Ehebund wird auch der Parabatai-Bund normalerweise nur durch den Tod eine der Partner beendet. Der Bund kann allerdings auch durchtrennt werden, falls einer der beiden sich in einen Schattenweltler oder Irdischen verwandelt (was sehr selten geschieht) oder wenn einer der Partner der Ordengemeinschaft der Stillen Brüder beziehungsweise der Eisernen Schwestern Beitritt. Die Verwandlungsrunen, die Novizen dieser Orden erhalten, zählen zu den stärksten Runen, die wir Nephilim kennen, und sie heben die Parabatai-Rune genauso auf wie jede herkömmliche Krieger-Rune.
    Ein Schattenjäger kann nur einen einzigen anderen Nephilim zu seinem Parabatai erwählen, denn das Ritual lässt sich nicht wiederholen. Die meisten Nephilim gehen ohne Parabatai.

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    Sichten und Melden von Dämonen

    • Wenn du dir nicht sicher bist, ob du einem Dämon allein bewältigen kannst, verwickle ihn weder in einem Kampf noch in ein Gespräch.
    • Präge dir solche Dinge ein wie Anzahl der Däminen, exakter Standort, derzeitige Aktivitäten.
    • Wenn du die Dämonenart kennst (oder im Falle eines Dämonenfürsten den genauen Namen), gib diese Information bei deiner Berichterstattung weiter. Wenn du die Dämonenart nicht kennst, präge möglichst viele charaktistische Kennzeichen ein, die bei eine Identifizierung helfen können, wie etwa:

    - Hautfarbe (Grau, Grün, Schwarzviolett, Schillernd) und Hautstruktur (Schuppen, Fell, Höcker, Flaum),
    - Anwesenheit von Schleim, Farbe des Schleims,
    - Anzahl der Augen, Münder, Nasen, Arme, Beine, Köpfe,
    - Größe (ziehe Vergleiche mit anderen Objekten ähnlicher Größe, anstatt die genauen Maße abschätzen zu wollen - z.B. „etwa so groß wie ein Grizzly“),
    - Geräusche (Sprache, hohe oder tiefe Stimme),
    - Geschlechtsspezifische Merkmale (sehr selten, außer bei Dämonenfürsten),
    - Erkennbare Stärken (frisst Stein oder Metall, kann sich an Wunde oder Decken Klammern usw.) und Schwächen (anfällig für Frostschäden, zwanghaftes Zählen von verschütteten Reiskörnern, maßloser Stolz),
    - Offensichtliche Gefahrenquellen: Fangzähne, Krallen, Klauen, Stacheln, Würgefähigkeit, ätzendes Blut, Greifzunge usw.

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    Ein Kapitel zu viel ^^““““
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