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Die Unendliche Geschichte - Schicksal Phantásiens

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4 Kapitel - 1.110 Wörter - Erstellt von: Sonnenflug - Aktualisiert am: 2017-07-10 - Entwickelt am: - 105 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Lara ist in der fünften Klasse, Bücherwurm und Geschichtenerfinderin. So nennen ihre Freunde sie zumindest. Doch als plötzlich Bastian aus der siebten Klasse ihr zwei Bücher schenkt, ändert sich ihr Leben schlagartig und muss den Weg zu den Wassern des Lebens finden...

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    ~Einleitung~

    Kennt ihr das Buch? "Die unendliche Geschichte?" Und habt ihr es gelesen? Also ich jedenfalls habe es getan und das Buch ist einfach nur unbeschreiblich... Aber zurück zum Thema. Wisst ihr, wie das Buch endet? "Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden." Und hier soll erzählt werden, was ein paar Jahre nach Bastians Abenteuer geschah. Doch lest selbst...

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    Es klingelte. Lara murmelte noch im Halbschlaf unverständlich, dann sah sie auf. Sie befand sich im ihrem Klassenzimmer, in der Schule. Einen Moment lang war sie verwirrt, doch dann bemerkte sie, dass es die Schulglocke war, die um punkt ein Uhr Nachmittags zum Schulschluss läutete. Sie war im Unterricht eingeschlafen! Sie zog den Kopf ein. Hoffentlich hatte es keiner bemerkt...Da stieß etwas gegen ihren Arm. "Hey, Schlafmütze." Sagte eine Stimme. "Marie?" Lara drehte sich zu ihrer Freundin um, die links neben ihr ihre Sachen zusammenpackte. "Ich wusste gar nicht, dass du Schlaf brauchst..." "Von wegen!" Jetzt erinnerte sich Lara wieder. "Ich habe nur kurz nicht aufgepasst." "Habe ich bemerkt." erwiederte Marie. "Warst du mal wieder beschäftigt, Geschichtenerfinderin?" Lara musste lachen. Sie wusste genau, was ihre Freundin damit meinte. "Kann sein." antwortete sie nur und begann ebenfalls ihre Sachen in ihre Schuktasche zu stopfen. Obwohl ihre Freunde über ihre erfunden Geschichten Bescheid wussten, erzählte sie niemandem eine davon. Es war wie eine eigene Welt, die man geheimzuhalten hatte. Sie verabschiedete sich von Marie, hängte ihre Tasche über ihre Schultern und schlenderte durch das Schulhaus. Sie dachte wieder nach. Über eine neue Geschichte, versteht sich. Doch da unterbrach eine Jungenstimme ihre Gedanken: "Hallo. Darf ich mit dir gehen? Ich meine, wir haben den gleichen Weg." Lara nickte. Es war ihr Nachbar, Bastian. Sie war erst vor Kurzem hierher gezogen und hatte noch nicht so viele Freunde. Aber Bastian war nett, nicht so wie die anderen Jungs aus den oberen Klassen, die ihn ständig wegen seinem etwas dicken Körper ärgerten. Doch Bastian schien es nichts auszumachen. Dafür bewunderte Lara ihn. "Ich bin Lara." Sagte sie. "Ich weiß." erwiederte Bastian. "Du wohnst in der Nähe von mir." "Ja." Danach schwiegen sie. Trotzdem fühlte sich Lara nicht etwa unwohl oder so. Immer wenn sie bei Bastian war, fühlte sie sich, als hätte sie jemanden, der sich für ihre Geschichten interessiert. Doch sie wagte es nicht, Bastian darauf anzusprechen.

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    "Sag mal, magst du eigentlich Bücher?" Diese Frage kam ganz überraschend, als sie schon fast in ihrer Straße waren. "Ja..." antwortete Lara. Ein Kribbeln fuhr durch ihren Bauch. Jetzt war die Gelegenheit! "Ich... Manchmal erfinde ich sogar Geschichten." Jetzt war es raus. Sie hatte das Gefühl, als hätte ihr jemand das Gewicht von den Schultern genommen. Bastian lächelte nur. Dann holte er aus seiner Schultasche etwas heraus. Ein Buch. "Ich wollte dir etwas schenken. Als...einfach, damit du dich nicht so alleine fühlst." Lara nahm verdutzt das Buch in ihre Hand. Es war kupferrot, eine helle und eine dunkle Schlange bissen sich in den Schwanz des anderen und bildeten einen Oval. Im Oval stand: "Die unendliche Geschichte". Das Buch sah sehr wertvoll aus, und Lara war sich nicht sicher, ob Bastian es ernst meinte. Doch als sie wieder aufblickte, war Bastian weg. Nur eine große Schachtel lag dort, wo er vor wenigen Augenblicken gestanden hatte. Lara hob die Schachtel vorsichtig hoch. Da fiel ihr siedend heiß ein, dass ihre Tante sie heute besuchte. Lara lebte mit ihrer Mutter allein, ihr Vater war bei einem Autounfall gestorben. Seitdem redete ihre Mutter nicht mehr viel, sie verabscheute alles, was mit Autos zu tun hatte. Und Laras Tante Fiona verstärkte ihre Gefühle auch noch, indem sie sich mit der Mutter Liebesfilme ansah. Deshalb hasste Lara es, wenn Tante Fiona zu besuch kam. Ein wenig wiederwillig drückte sie auf die Klingel. Als die Tür mit einem Surren aufging, trat Tante Fiona schon in den Flur und begrüßte sie überschwänglich. Lara verdrehte nur die Augen. Sie entwischte aus Tante Fionas Umarmung und huschte in ihr Zimmer, ganz oben im dritten Stock des Hauses. Dann schnappte sie sich das kupferrote Buch und begann zu lesen an.

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    TAIRAUQITNA
    rednaeroK darnoK lraK: rebahnI

    Diese Inschrift stand auf der Glastür eines kleinen Ladens, aber so sah sie natürlich nur aus, wenn man vom Inneren des dämmerigen Raumes durch die Scheibe auf die Straße hinausblickte. Draußen regnete es in Strömen. Die Tropfen liefen am Glas herunter und über die geschnörkelten Buchstaben. Alles, was man durch die Scheibe sehen konnte, war eine regenfleckige Mauer auf der anderen Straßenseite...


    Lara atmete tief durch. Nicht jedes Buch war das richtige für sie, aber dieses hatte definitiv ihren Geschmack getroffen!

    Plötzlich wurde die Tür so heftig aufgerissen, dass eine kleine Traube von Messingsglöckchen, die über ihr hing, aufgeregt zu bimmeln begann und sich eine Weile nicht mehr beruhigen konnte...

    Was sie eine Weile danach las, das war unglaublich und verwirrend zugleich:

    "Und Manieren", hörte der Junge hinter sich die brummige Stimme, "Manieren hast du nicht für fünf Pfennig, sonst hättest du dich wenigstens erst mal vorgestellt." "Ich heiße Bastian", sagte der Junge, "Bastian Balthasar Bux."

    Lara stockte der Atem. Buchstabe für Buchstabe, Bastians Name, der nette Nachbar von nebenan.

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