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Holunderpfotes Geheimnis

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6 Kapitel - 1.282 Wörter - Erstellt von: Sonnenflug - Aktualisiert am: 2017-07-05 - Entwickelt am: - 93 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die junge Schülerin Holunderpfote lebt im DunkelClan. Dort werden Jäger verachtet, die Kämpfer hoch angesehen. Doch als Holunderpfote sich in einen der Jäger verliebt, versucht eine Kämpferin sie umzubringen...Wird Holunderpfotes Geheimnis vor dem gierigem Anführer Dachsstern sicher bleiben?

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    Hierarchie des DunkelClans

    Anführer: Dachsstern/m

    2. Anführer: Mondfinsternis/w

    Heiler:
    -Schattenstreif/m
    -Grottenmoor/m

    Kämpfer:
    -Adlerkralle/m/Mentor von Holunderpfote
    -Ginsterkralle/m
    -Federzahn/w
    -Blütenzahn/w
    -Weißkralle/m
    -Sandzahn/w/Mentor von Rankenpfote/m
    -Leopardenzahn/w
    -Apfelkralle/m
    -Ampferzahn/w
    -Dämmerkralle/m
    -Fuchszahn/w
    -Falkenkralle/m
    -Lerchenzahn/w

    Jäger:
    -Blattjäger/m
    -Flammenjäger/m
    -Wolkenläufer/w
    -Hasenläufer/w
    -Vogeljäger/m
    -Steinläufer/w
    -Grasjäger/m/Mentor von Windpfote/w
    -Rauchjäger/m

    Schüler:
    -Holunderpfote/w
    -Rankenpfote/m
    -Windpfote/w

    Königinnen und Junge:
    -Mausezahn, Mutter von Aschenjunges/m und Rußjunges/w

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    ~Prolog~

    Der Nachthimmel erstreckte sich auf eine breite Heidelandschaft. Der Wind rauschte durch das Gras, Pfotenschritte waren zu hören. Die Schritte kamen von einer schwarzen und einer goldfarbenen Katze. Ihr Wispern war durch den Wind kaum zu hören. "Der DunkelClan bereitet mir Sorgen. Wir können sie nicht mehr sehen. Sie haben ihren Glauben an etwas anderem verschwendet. Oder tun es immer noch." "Der DunkelClan war schon immer so. Es bringt nichts, sie davon abzubringen." "Der DunkelClan hatte auch gute Zeiten." "Ja. Aber besonders lange hat das nicht gehalten." "Stimmt." Danach schwiegen sie. Dann begann die dunkle Katze wieder zu sprechen an: "Eine Katze wird kommen, die den DunkelClan wieder zum Guten verhelfen wird. Der Stern des blühenden Holunders und der, der das Blatt jagt, werden das Dunkel des Clans vertreiben."

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    "Holunderpfote!" knurrte eine genervte Stimme. "Wach auf! Wir müssen trainieren!" Holunderpfote blinzelte verwirrt. Über ihr stand Adlerkralle, ihr Mentor. "Komm oder willst du etwa Rankenpfote einen Vorsprung geben?" Er sah sie durchdringlich an. "Natürlich nicht!" Holunderpfote sprang auf. "Ich komme ja schon." "Wir treffen uns im Trainingslager." erwiderte der Mentor knapp und stolzierte aus dem Schülerbau. Erst sah Holunderpfote dem Kämpfer hinterher, dann sprang sie ebenfalls aus dem Bau. Draußen empfing sie die strahlende Sonne der Blattgrüne. Es versprach, ein heißer Tag zu werden. Sie hörte Mondfinsternis, die zweite Anführerin befehlen: "Blattjäger, Wolkenläufer und Hasenläufer, ihr geht auf Morgenjagd. Flammenjäger, Vogeljäger und Steinläufer, ihr übernimmt die Mittagjagd und Rauchjäger, geh später mit Grasjäger auf Abendjagd. Grasjäger, du kannst deinen Schüler mitnehmen." Holunderpfote erschauderte. Sie wollte nicht in der Haut eines Jägers stecken! Jeden Tag mussten sie jagen, um den Clan zu ernähren. Von ihnen hing das Wohlergehen des DunkelClans ab. Da fiel ihr wieder Adlerkralle ein. Sie hatte ihn schon viel zu lange warten lassen. Blitzschnell rannte sie aus dem Lager, in einen tiefen Kiefernwald hinein. Dort lag das geheime Trainingslager.

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    "Los, stärker! Rankenpfote ist doch kein Problem mehr für dich! Und wenn du abspringst, warte mit den Schlägen, bis du wirklich auf seinen Rücken gelandet ist!" Holunderpfofe knirschte mit den Zähnen, als ihr Mentor ihr zurief. Rankenpfote fauchte und duckte sich zum Sprung. In dem Moment wirbelte Holunderpfote hoch und erwischte Rankenpfote, der auch hochgesprungen war. Sie packte ihn und drückte ihn zu Boden, während er versuchte, sich freizukämpfen. "Halt! Das war genug." Sandzahn, Rankenpfotes Mentorin nickte Holunderpfote anerkennend zu. Holunderpfote trat zur Seite, während Rankenpfote sich stöhnend wieder aufrichtete. "Das hast du gut gemacht." lobte Adlerkralle. Holunderpfote freute sich. Adlerkralle lobte nur selten jemanden. Verlegen zog sie die Krallen wieder ein. "Hol dir jetzt etwas zu essen." befahl ihr Mentor. "Danach kannst du wiederkommen." Die Schülerin nickte und lief rückwärts aus dem Trainingslager. Wieder im Clan-Lager angekommen, lief sie zum Beutehaufen, der reichlich mit Mäusen und anderen Kleintieren gefüllt war. Sie nahm sich ein Kaninchen und setzte sich vor den Schülerbau. Doch bevor sie ihre Zähne hineinschlagen konnte, hörte sie eine leise Stimme miauen: "Ist das nicht ein wenig viel für dich?" Sie hob den Kopf und blickte in die blattgrünen Augen einer nussbraunen Katze.

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    Es war...Blattjäger. Wieso kam er denn zu ihr? "Oh...Hallo, Blattjäger." miaute sie schließlich. Die Augen des Jägers funkelten liebevoll. "Meinst du nicht, dass das Kaninchen zu viel für dich ist?" "Was meinst du damit?" Holunderpfote zuckte zusammen. Wollte etwa ein Jäger ihr die Beute nehmen? Vorsichtshalber fuhr sie die Krallen aus. "Keine Sorgen." schnurrte Blattjäger. "Ich stehle dir nichts." Erleichtert zog sie die Krallen wieder ein und begann zu essen. Der Jäger sah ihr die ganze Zeit zu. "Willst du auch etwas?" fragte Holunderpfote mit vollem Mund. Blattjäger senkte die Stimme: "Du weißt doch, was passiert, wenn du mir die übrige Beute überlässt, oder? Dachsstern wird dich umbringen!" "Natürlich weiß ich das!" rief Holunderpfote entrüstet aus. Dann blickte sie um sich und riss ein kleines Stück ab. "Iss." flüsterte sie Blattjäger zu. "Iss und verschwinde. Schnell!" Blattjäger sah sie erst ungläubig an, dann schnappte er sich das Stück, verschlang es und rannte in den Bau der Jäger. Und wärend Holunderpfote ihr Kaninchen zu Ende aufaß, fragte sie sich, warum sie das gemacht hatte.

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    Holunderpfote träumte. Sie sah eine nussbraune Katze, sein Schweif wehte im Wind, seine Pfoten flogen über die Heide und jagten die Blätter, die von den Bäumen segelten. Die Katze kam ihr bekannt vor, doch sie konnte keine klaren Gedanken mehr fassen. Sie blickte in den Himmel. Ein einzelner, heller Stern leuchtete in der Nacht. Das Licht des Sterns wurde immer größer und größer. Schließlich sah es so aus, als wäre es eine Blüte eines Holunderstrauchs. Plötzlich wurde schlagartig alles hell, und Holunderpfote kniff die Augen zu.
    "Holunderpfote? Ampferzahn erwartet uns." "Wie...wie bitte?" Holunderpfote schlug die Augen auf. Rankenpfote lag neben ihr. "Ampferzahn will uns sehen." wiederholte er. "Sie will uns prüfen." Die Schülerin sprang auf und warf einen Blick aus dem Schülerbau. Tatsächlich, Ampferzahn wartete auf sie. Sie nickte Rankenpfote zu, dann sprang sie zu der Kämpferin. "Hallo, Holunderpfote und Rankenpfote." miaute sie. "Heute könnt ihr mir zeigen, was ihr bisher gelernt habt. Kommt, wir gehen zum Trainingslager." Damit rannte sie davon.

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