Springe zu den Kommentaren

Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II - Wege des Schicksals

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
24 Kapitel - 18.495 Wörter - Erstellt von: Jim Helcon - Aktualisiert am: 2017-10-19 - Entwickelt am: - 838 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Der zweite Akt des Fanfictions: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen

    1
    ((cur))((bold))Der zweite Teil meiner Fanfiction.((ebold))((ecur)) Wer den ersten Teil dieses Fanfictions noch nicht gelesen hat, sollte das tun, bevo
    Der zweite Teil meiner Fanfiction.

    Wer den ersten Teil dieses Fanfictions noch nicht gelesen hat, sollte das tun, bevor er hier weiterliest. Der Link zu diesen befindet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1491054555/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen

    Der nächste Teil befindet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1501535071/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Herrschaft

    2
    Kapitel: 17 Hilflos

    Takenaa

    Asuka hat uns einen Tag zum Ausruhen und zum Klären von Fragen gegeben. Nun jedoch müssen wir langsam los zum Tatem-Pass. Das ist der schnellste Weg zum Lager der Sammler.
    Asuka führt uns aus dem Portal und schließt es. Wie weit Boey und der andere wohl schon sind? "Nun, wir sollten aufpassen, wenn wir weitergehen. Der Tatem-Pass ist eine sehr häufig genutzte Handelsrute. Und ebenso lauern auch Räuber auf, die auf Waren aus sind. Es könnte sein, dass wir jeden Moment angegriffen werden.", erklärt Asuka.
    "Hattet ihr nicht gesagt, diese Route sei sicherer?", frage ich während wir unterwegs sind. "Im Gegensatz zu Clive ist das sicher. Clive ist stärker und ist organisiert."
    "Wenn du das so sagst, dann will ich dir mal glauben." Bedenkenlos sehe ich zu, wie ein Stein von einem Abhang runterfällt. Im nächsten Moment haben uns Pokémon umzingelt. Es sind hauptsächlich Kampfpokémon.
    “Wie kann das sein? Wir haben unser Schloss doch nicht mal vor einer Minute verlassen! Serafina schaut sich um. Teona versucht sie zu beruhigen: “Vielleicht sind es ja auch keine Banditen, sondern…. Vielleicht nur irgendwelche anderen?“
    “Habt ihr gehört? Ein Schloss. Ich rieche fette Beute!“
    “Vergiss es. Es sind Banditen. Ich übernehme das!“ Tayfun nimmt ihr Amulett und beginnt zu leuchten. Sie hat viel geübt, mit der Form klar zu kommen und schlägt sich auch nicht schlecht. Ich seufze. Es hängt wohl alles von Tayfun ab, wie es scheint. Ich muss also zusehen, dass ich an Deckung komme. Mit den anderen am Besten und hoffe, dass Tayfun das regelt. Ich würde auch gerne kämpfen. Was ist das denn? Als ich auf die andere Seite unseres Kreises sehe, sehe ich ein Pokémon, dass ich noch nie gesehen habe. Ein Fisch mit Calico-Muster? Ist das Mona? Hat sich da jemand Mona geschnappt? Ich bin glücklich und erschüttert zugleich. Warum hat es so einer geschafft, ihre Macht zu nutzen? Das hieße ja, sie akzeptiert ihren Träger, oder… er hat sie unterworfen. Ich hoffe, ich mache jetzt keinen Fehler… “Tayfun, das Karpador gehört mir!“, rufe ich. Sie nickt nur komisch. Als ob sie mir sagen möchte: “Nagut. Ich denke, das kannst du wirklich alleine hin-bekommen. Aber denk dran, dass ich hier auch noch zu tun habe und dir nicht helfen kann.“
    “Keine Sorge, ich pass schon auf.“ Ich kenne mein Pokémon ja wohl besser, als mein Gegenüber. Er kann es nicht lange haben. Nur frage ich mich, wie ich mich als Karpador nützlicher mache. Okay, ein Karpador hat mehr drauf als ein Sonnkern, ein Solo-Lusardin oder ein Barschwa, aber.. außer Platscher und Tackle… Dreschflegel. Aber egal! Mona ist Mona, ich muss sie wieder haben! Ich renne zu Mona. Wie hat Asuka noch einmal gesagt? Wenn die Kräfte erschöpft sind, verwandelt man sich automatisch zurück. Ich kann zwar keine Attacke, aber kämpfen kann ich auch so. Mona, oder wer auch immer sie kontrolliert, springt auf mich zu. Ich fange den Angriff ab, falle aber auf den Rücken und liege nun mit einem zappelnden Fisch auf dem Arm, der andauernd: “Kap. Kap Karpador.“ ruft. Und glitschig ist er auch noch. Das ist eindeutig Mona. Ich drücke Mona fester, was sich als Fehler erweist, da sie so ungehindert aus meiner Haltung, da sie zu glitschig ist, entkommt. Jetzt hüpft sie auf dem Boden im hohen Platscher. Leider kann man Pokémon mit Schlägen nicht besiegen. Nur mit Attacken. Mit Schlägen verletze ich es nur unnötig und wenn man Glück hat, verletze ich sie so sehr, dass sie sich vor Schmerz nicht mehr regen kann. Was kann ich machen? Hektisch und verzweifelt sehe ich zu, wie der hilflose Fisch auf und abspringt. Ich rufe:“MOONA!“ Ich weiß nicht, wie viel die Pokémon hören, aber Mona springt weiter auf und ab. Irgendwann bleibt er still liegen und verwandelt sich in einen Menschen. Er steht auf und schmeißt das Amulett von Mona zu mir: “Das Fieh ist ja zu NICHTS zu gebrauchen! Kein Wunder, dass ich es so schnell unter Kontrolle hatte. Ein Garados wäre zwar schön gewesen, aber dabei wird man ja verrückt! Ein Karpador muss von Natur aus wohl verrückt sein.“ Er macht sich davon. Hatte wohl nicht wirklich Alternativen, in die er sich verwandeln konnte. Ich sehe zu Tayfun. Die schafft es, ihre Größe spielen zu lassen, dass sich die Räuber selber fertig machen.
    Asuka verlässt die Deckung. “Kommt, wir müssen jetzt schnell weiter. Lange hält Tayfun das nicht mehr durch.“ Ich schaue auf das Amulett von Mona. … Nein ganz schlechte Idee. Ich weiß nicht, ob ich Mona schon kontrollieren kann. Wer weiß, was gerade in ihr vor geht. Ich schaue wieder hoch. “Okay.“ Ich laufe mit dem Rest weiter. Tayfun springt auf meine Schulter. “Gut. Willkommen zurück.“

    3
    Kapitel 18: Menémon

    Teona

    Wir haben jetzt endlich unsere ersten Schritte durch den Tatem-Pass gemacht, ohne, dass wir groß von Räubern überfallen wurden, obwohl es doch ziemlich viele hier zu geben scheint. Sie haben alle Pokémon-Amulette dabei, aber seit Takenaa hat keiner mehr eins, welches zu uns gehören könnte. In Anbetracht unserer Lage würde ich ja zur Not irgendein Amulett nehmen. Meine Pokémon wären mir äußerst lieber, aber wem geht das denn bitte nicht so? Serafina wischt sich die Stirn. "Warum ist es hier denn so warm? Sag mal, Asuka, welche Jahreszeit herrscht hier grade?"
    "Das lässt sich einfach beantworten: Es herrscht hier ein ziemliches trockenes und warmes Klima. Das wird sich auch nicht ändern. Sowas wie bei euch, also Sommer, Herbst, Winter und Frühling gibt es nicht."
    Serafina vergräbt ihr Gesicht in ihren Händen."Und wir wandern wohl noch eine Weile? Das kann ja noch heiter werden.
    "Welche Form hat hier dann wohl ein Sesokitz, oder Kronjuwild...", fragt Tayfun, als ob sie sich selbst das fragen würde, oder ob es gar keine Frage, sondern Aussage war. Ziemlich komisch. "Das ist hier dem Klima zuzuteilen. Hier wäre es wohl gerade in der Sommerform. Ein Sesokitz passt seine Form den jeweiligen Umständen in der Natur an. Da es im Sommer warm wird, braucht es die warme Form nicht und da es im Frühling nicht so warm, als auch nicht kalt wird, hat es ein Zwischending. Es ist kompliziert."
    "Aber ziemlich interessant. Du scheinst ja viel über Pokémon zu wissen.", werfe ich ein.
    "Hier unterscheiden wir nicht groß von Pokémon oder Menschen."
    "Dann ist da dann aber eine Sache, die ich nicht so ganz verstehe... du sagtest, man unterscheide nicht zwischen Mensch und Pokémon, dann würde ich mich fragen... was sind wir jetzt eigentlich? Eine neue Rasse?"
    Asuka lächelt. "Keine Sorge, ihr seid noch ganz normale Menschen. Nur in der Lage, mittels Amuletten die Form von Pokémon anzunehmen."
    "Dann sage ich jetzt einfach so: Du bist kein Mensch, da du keine Amulette verwenden musst."
    "Das ist richtig.
    "Aber du bist auch kein Pokémon."
    "Das ist ebenfalls richtig." Ich versehe Serafina´s Gedankengang jetzt. Mir ist überhaupt nicht aufgefallen, dass Asuka keinerlei Amulette bei sich trägt, sich aber dennoch verwandelt hat. Aber sie hat doch eine menschliche Form momentan. Wie würde man denn eine Fusion aus Pokémon und Mensch beschreiben? Pokénsch? Menémon?
    "Aber was bist du dann? Habt ihr einen bestimmten Ausdruck?"
    "Ehm..." Asuka überlegt. "Nein, nicht wirklich. Ich bin ein... wie soll ich es beschreiben? Ich weiß es nicht wirklich, ehrlich gesagt. Ihr werdet, wenn ihr erstmal etwas hierbleibt, langsam aber sicher euch sicher daran gewöhnen und... sicherlich einen Namen finden. Ihr Menschen seid doch kreativ, habe ich gehört? Ihr erfindet und macht die komischsten Dinge. Was... für euch sicher normal ist ist bei uns... na ja."
    Je mehr sie sagt, desto spannender finde ich diese Konversation. "Ja? Was denn zum Beispiel? Ich würde gerne mal ein Beispiel hören."
    "Alles mit seiner Zeit. Nehmt bis jetzt das Privileg der Pokébälle." Hihi. Sie wird ja nervös. Ist aber auch interessant, was sie da sagt, aber ich denke, mehr wird sie in diesem Marsch nicht sagen. Ich schaue wieder die Klippen hoch, zwischen denen wir laufen. Wären sie größer, wäre es sicher ein Canyon. Und ja.... die Sonne brutzelt hier natürlich alles nieder... Na, sehen wir mal zu, dass wir noch rechtzeitig eine Pause einlegen können. Ich weiß ja nicht, wie lange Asukas laufen können und ob ihr mal jemand sagen müsste, dass hier jemand am verdursten ist.

    4
    Kapitel 19: Der erste Auftrag

    Lou

    "Ah, Lou, da bist du ja. Gut, dann können wir ja anfangen." Ich nicke und setze mich auf einen freien Platz im Besprechungsraum. Außer Clive und Urs ist hier niemand, mit dem ich bisher richtig Kontakt aufgebaut habe. In dem einen Tag, den ich hier nun verbracht habe, habe ich mir gerade mal die Gesichter vertraut machen können. Clive hat meine Fähigkeiten als Pokémon begutachtet und entschieden, in welcher Truppe ich am effektivsten wäre. Clive hat viele Teams gebildet, die alle besondere Fähigkeiten haben. Welche welche haben, weiß ich noch nicht so genau. Mein neuer "Chef", der Anführer meines Teams erklärte mir, wir seien ein Aufklärungstrupp und ein leichtes Team, ohne irgendeine hervorstechende Stärke. Er fragte sich nur, weshalb Clive mich zu dieser Besprechung einlud, wobei ich doch neu sei und noch überhaupt keinen Rang oder Namen habe. Er heißt Silber und hat einen starken und selbstbewussten Eindruck gemacht. Allerdings scheint er auch sehr eigenwillig zu sein und hat kein Händchen für das gemeine Volk, für das er mich hält. Also nur einfach und leicht zu ersetzen. Clive tritt auf einen Kreis, um den die Tische im Halbkreis stehen. “Danke für euer Erscheinen. Nun, ich will direkt zur Sache kommen. Mein Bruder Raweso hat sich eine gute Armee hierher geholt und hat auch nun mit seinen Aktivitäten begonnen.“ Er tritt vor eine Karte und zeigt auf einen Punkt, der ziemlich Mittig liegt. Er zeigt direkt auf eine Weggabelung. “Hier wurde er gesehen. Der einzige Weg hierher ist der Marsch durch die nördliche Route, oder durch den Tatem-Pass. Da er keine große Anzahl von Leuten durch diesen schicken kann, wird er die nördliche Route nehmen müssen. Aber um sicher zu gehen, wird sich Urs mit seinem Team da hin begeben, um zu schauen, ob Raweso doch etwas entbehrt hat, wovon ich ausgehe. Mit Urs kann auch Silber´s Team gehen. Ihr werdet euch ein Bild von dieser Station machen. Kein Kampf ist notwendig, ich möchte nur, dass ihr euch den Zustand der Gaur-Hügel macht. Dort hat man eine gute Sicht über den direkten Weg." Silber stößt mich an und deutet mich darauf hin, raus zu gehen und geht ebenfalls raus. Außerhalb hat sich das ganze Team versammelt. Silber als Kopf, ich, Angie, jemand, der Conway heißt, eine Casey und eine Lucia. Ziemlich kleines Team, wenn ich das so anmerken darf. Und irgendwie unpassend. Silber, der seriöse, Angie und Casey mit zu hohen Temperament und Conway, der irgendwie einfach nur die Ruhe selbst ist, aber immer bei Lucia, welche für mich keinen kämpferischen Eindruck macht. “Also, zuhören. Wie ihr wisst, werden wir unverzüglich zum Gaur-Hügel aufbrechen. Nehmt alles, was ihr braucht mit. Wir treffen uns in fünf Minuten hier.“ Die Casey verschränkt die Arme und macht ein beleidigtes Gesicht und nuschelt vor sich hin. Fünf Minuten nur. Der ist am Limit.
    “Wie du weißt, Casey, müssen wir immer abreise-bereit sein. Ich könnte auch genau so gut sagen, wir gehen direkt los. Also. Jede Minute, die wir verlieren, ist uns unser Gegner voraus.“ Irgendwie sprechen die mir viel zu militärisch. Können sie nicht andere Wörter benutzen? “Und du, Neuling.“, spricht mich Silber an. “Ja!“, sage ich hektisch. Er geht nicht darauf ein.
    “Ich weiß nicht, wie sehr du dich mit der Karte vertraut gemacht hast, aber bis zu den Gaur-Hügeln ist es ein sehr weiter weg. Wir benutzen spezielle Transportmöglichkeiten, die uns Clive zur Verfügung stellt. Hier in seinem Reich können wir schnell von A nach B kommen. Das machst du bitte auch, wenn du in Schwierigkeiten steckst. Ich kann in einem Einsatz nicht viel Rücksicht auf euch nehmen, solltet ihr nicht klar kommen. Wir sind nur ein kleiner Trupp.“ „Verstanden, Sir“, wollte ich schon sagen, aber ich nicke nur wieder. Er geht weiter und ich atme wieder auf. Puh. Der macht mir schon angst. Ich bin mir sicher, Clive hat schon gut überlegt, mich hier reinzustecken. Was sollte ich denn schon großes packen? Außer meinen Anhänger habe ich nicht viele Besitztümer. Eingerichtet habe ich mich schon gar nicht erst, da Silber mich schon gestern warnte, was er eben gesagt hat. Für wie lange bleiben wir denn überhaupt da? Wäre schön, zu wissen. Außer meinen Schlafsack, den ich bekommen habe, nehme ich nicht wirklich was mit.

    5
    Kapitel 20: Die ultimative Invasion

    Serafina

    "Wie lange müssen wir denn noch laufen? Meine Solen sind schon völlig durchgelatscht und dabei habe ich nicht mal Schuhe an...", beschwere ich mich nach eine gefühlten endlosen Wanderung durch Klüfte, Täler und Hügel.
    "Also, bis zum Lager ist es nicht mehr weit. Wir dürften langsam die Hälfte hinter uns haben..."
    "WAS? Die HÄLFTE ERST?", fragt Takenaa laut. Asuka bleibt so ruhig, wie sie kann, aber auch ihr ist anzusehen, dass sie langsam die Nerven verliert, was mitunter auch an uns liegt, aber sie versucht noch ruhig zu bleiben.
    "Nun, wir können ja jederzeit wieder in´s Schloss, aber wir sollten schon schnell da sein. Es zählt jede Minute.“
    Ich falle auf die Knie und stöhne leicht. “Nun, ich weiß ja nicht, wie viel du pro Tag läufst, aber bei mir ist eine Wanderung nicht gerade mal das tägliche Begehr… Ich für meinen Teil kann nicht mehr.“
    Tayfun seufzt.“Wenn ihr schon ein Pause braucht… wir können auch dort eine Pause machen.“, sie ziegt gerade aus, wo ein Haus steht.
    “Das wäre keine gute...“, fängt Asuka an, wird aber von Takenaa unterbrochen. “Ich bin dafür! Los, wer als erstes da ist!“
    “Moment, wir wissen doch nicht mal, ob man uns...“ Asuka wird wieder unterbrochen. Diesmal durch Teona. “Man wird uns doch sicher kurz rasten lassen. Niemand ist doch so gemein. Ansonsten haben wir ja noch unsere Alternative. Also, kommt!“ Sie läuft Takenaa hinterher. Obwohl es mir zuwider ist, stehe ich auf und laufe. Einfach schnell da sein und irgendwo hinsetzen. Tayfun und Asuka wechseln blicke. Asuka scheint ihr etwas zu sagen. Wohl etwas Wichtiges? Und wenn, Unbekannt ist mir auch recht. Takenaa klopft an, während ich gerade komme. “Scheint keiner da zu sein. Ich probiere mal...“ Anstatt, dass sie es tut, macht Teona die Tür auf. Nicht abgeschlossen? Hui. Es ist ein großes Foyer, das wie der Eingang zu einer typischen Villa aussieht. Ein großes und gut intaktes Anwesen, wie kann da niemand sein, der uns hören könnte? Komischerweise schlägt die Tür nicht direkt hinter uns zu, wie es in solchen Momenten doch immer der Fall ist. Ein kleines Pichu kommt hervor. Es zieht mich sofort in seinen Bann. “Wie SÜÜÜßß!“
    Das Pichu erschreckt und zieht sich wieder zurück. “Hey, warte...“
    “Vielleicht solltest du das nächste Mal etwas sanfter an die Sache ran gehen.“, meint Teona zu mir.
    “Falls es ein nächstes Mal gibt, kommt sofort raus da!“, ruft Tayfun von Draußen. “Wieso?“, fragt Takenaa, welche sich auf eine Bank gesetzt hat. Ich nehme seismische Störungen war. “Ist das ein Erdbeben?“
    Ich sehe zum ersten Mal Tayfun richtig erschreckend, als würde sie… eine Lawine auf sich zurollen sehen. Aber hier im Haus sind wir ja sicher? “VERDAMMT! RAUS DA! WEG HIER!“, schreit Tayfun und sieht zu, dass sie wegkommt. “Lauf, Serafina!“ Teona rennt aus dem Gebäude. Ich blicke nach hinten und sehe eine riesige Pichu-Lawine auf uns zukommen. Ich sehe zu, dass ich da schnell wegkomme. Takenaa ist auch schon aus dem Haus. Leider verfolgen uns diese kleinen und so süßen Pichus aus dem Haus hinaus. “Ich wollte euch ja sagen, dass die Leute in den Bergen ziemlich schnell außer Fassung geraten! Aber ihr habt ja nicht gehört!“, ruft Asuka beim Laufen. “Kannst… kannst du nicht einfach schnell ein Portal zum Schloss öffnen?“
    “Damit sie uns auch noch bis dahin folgen? Nein! Lieber laufen, bis sie sich abgeregt haben!
    “Du und deine vorlaute Klappe, Taki!“
    “Ich kann mich ja in Karpador verwandeln und versuchen, sie aufzuhalten!“, antwortet sie.
    “Alles, bloß das nicht. Reize sie nicht noch mehr! Hoffentlich verlieren sie bald das Interesse!“, erwidert Asuka. Ich keuche. “Und… und wenn nicht?“
    “Dann haben wir ein Problem und werden wohl Beute von einer Horde kleiner Pichus!“ Was mich vollkommen irritiert, ist, dass die Pichus alle anderen Menschen oder Pokémon, welche schnell aus den weg gehen in Ruhe lassen. Ein gewaltiger gelber Schwarm läuft ohne Umschweife nur uns hinterher.
    “Hat jemand… eine gute Idee? Ich weiß nämlich nicht, wie lange ich das noch durchhalte.“, rufe ich.
    “Ja, ich: Lauf weiter!
    “Danke, Tayfun. Ich komme später drauf zurück.“
    Ein blauer Blitz kracht hinter uns her und die Pichus bremsen schnell ab und laufen zurück. Ich schaue einen Abhang hinauf. Da steht irgendjemand...

    6
    Kapitel 21 Der Retter in der Not

    Tayfun

    Der Unbekannte springt den sicher zehn Meter hohen Vorsprung herunter und landet vor uns. Er hat lange, stachelige, schwarzen Haaren, einem blauen Hut und einem allgemein blau-schwarzen Anzug. Er hat eine Kette mit dem Zeichen von Rayquarza drauf. Er scheint mir äußerst stark zu sein. Er sieht zu uns auf. “Ich hoffe, euch allen geht es soweit gut. Ihr solltet aufpassen, hier in den Bergen kann sowas leicht mal passieren, die Wohngemeinschaften haben ein äußerst interessantes Benehmen.“ “Nun, danke, dass du uns gerade geholfen hast.“
    Serafina geht vor und verbeugt sich. “Verzeiht vielmals, euch solche Unannehmlichkeiten bereitet zu haben!“ Ich glaube, die ganze Sache ist ihr jetzt hoffentlich auch peinlich, wie sie spricht. Das nächste Mal wird wohl nicht so schnell wieder ein Held auftauchen. Ich sehe wieder zum Jungen, der für sein Alter eine schon ordentliche Reife aufweist. Er lächelt.“Nichts zu danken, das war doch selbstverständlich.“ Serafina tritt schnell wieder zurück. Wobei sich eigentlich mehr Takenaa statt ihrer schämen sollte. Sie scheint aber nur die Rettung zu sehen, als das, was sie angerichtet hat. “Trotzdem noch einmals danke. Es war gut, dass Ihr gerade in der Nähe wart. Ich weiß nicht, was diese Irren mit uns gemacht hätten.“
    “Nun, es würde mir genügen, ihr würdet von nun an die Berge langsam verlassen, bevor noch mehr geschieht. Im Norden ist gerade ein reinstes Chaos ausgebrochen. Zwei Reiche bekämpfen sich gerade und dabei nicht wirklich Rücksichtslos. Leute in Sicherheit zu wissen ist auch ein gutes Gefühl. Also dann, ich muss mich jetzt wieder verabschieden. Passt gut auf euch auf.“ Er springt nach hinten, verwandelt sich im Flug in ein Lucario, springt dann die Klippe wieder hoch und verschwindet.
    “Wer war das wohl?, fragt Teona.
    Serafina antwortet: “Egal, er hat uns gerade im rechten Augenblick gerettet, okay? Wir… können jetzt ruhig… weiter gehen.“
    Takenaa weckt mich aus meiner Trance. “Was war das denn von dir, Tayfun? So habe ich dich ja noch nie reden hören. So sprichst du also zu gleichrangigen, oder wie?“ “Einer musste ja reden. Aber ja, manchmal kann ich auch höflich reden. Was ist mit dir, Asuka?“ Asuka steht und starrt auf eine Stelle.
    “Ich… nein. Ist alles gut. Nur musste ich gerade realisieren, dass meine Brüder jetzt im Kampf sind. Das war wohl unaufhaltbar. Also, wir sollten jetzt weiter, wie Serafina sagte, bevor wir zu spät kommen.“
    “Übrigens, Serafina, dir hängt da was am Fuß.“
    Serafina schaut nach unten. Da hängt sowas wie eine… ein Amulett? Sie hebt es auf. “Das muss wohl einem der Pichus abgegangen sein. Hebe es gut auf, vielleicht wird es uns eines Tages helfen können.“, meint Asuka. Es werden immer mehr Amutettträger. Gut so. “Also, wollen wir dann weiter? Es ist noch etwas, bis...“ Die Reaktion der anderen ist mehr als einleuchtend. Ich seufze. “Okay. Aber nicht zu lange.“

    7
    Kapitel 22: Das erste Treffen

    Jim

    “Okay, Jim, dieses Gebiet wird auch: Die Gaur-Hügel genannt. Sie sind ein großes und schönes Fundament unseres Reiches. Oder… des meines Bruders.“, erklärt Boey während des Laufens. Wir sind schon ein ganzes Stück gelaufen und wurden schon mehrere Male von Spähern von Ruoyi angehalten. “Das ist ein ziemlich offenes Gelände, es wird nicht unwahrscheinlich sein, dass wir auf etwas Widerstand stoßen. Sollte dies der Fall sein...“ “...solltest du dein Amulett einsetzen. Ein Pokémon hat stärkere Kräfte als ein Mensch und du musst den Umgang mit deinem Pokémon noch lernen.“, spricht Boey für mich weiter.
    “Ja, also, das Problem ist vor allem, dass ich manchmal Dinge mache, die ich nie tun wollte. Als würde mein Körper von etwas gesteuert sein.“ Boey kichert kurz: “Was es denn jemals leicht, sich das Vertrauen eines Pokémon anzueignen? Pokémon sind Pokémon, auch hier und sie haben ihren eigenen Willen. Du wirst die Kraft des Pokémon nutzen können, sobald es dich als Träger akzeptiert hat. Manche haben Glück, wenn ihr Pokémon keinen starken Willen haben, oder schnell Sympathie aufbauen, aber du hast da ja einen äußerst speziellen Fall. Dein Pokémon scheint dich ja sehr auf die Probe zu stellen.“
    “Das ergibt Sinn. Klar. Mein Serpifeu ließ sich nicht leicht fangen. Ich bezweifle, dass es das diesmal tun wird, aber ich bin froh, es zu haben. Gut, dass es einer deiner Leute noch gefunden hat.“
    “Sie heißt auch Begonia. Nun, ich habe eine Bitte an dich: Es gibt nicht weit von hier einen Ausblick, der über das gesamte Feld reicht. Ruoyi wird es sich nicht nehmen lassen, diesen Punkt eingenommen zu halten. Du wirst also mit einem kleinen Expeditionsteam aufbrechen und zusehen, dass wir diese Stellung für uns sichern können. Wer sie besitzt, wird wohl auch die kommende Schlacht für sich entscheiden können.“
    “An wen hattest du da so gedacht?“
    “Nun, es wird die eben genannte Begonia mitkommen, ein Brody kommt mit dir, Kalle, Lance und Natural. Bedenke, dass Natural das Kommando hat. Sie warten schon auf dich, ich sagte ihnen nur, sie sollen noch kurz warten, bis ich jemanden schicke.“
    “Okay, dann viel Glück euch hier unten.“ Ich mache mich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Außer N kenne ich niemanden aus dem Team. “Jim, schön, dich zu sehen.“, begrüßt mich N.
    “Dich beschert also auch der Wunsch, diese Welt zu verändern?“
    “Ist es zu verwundern? Nach alldem, was geschah, musste etwas getan werden, es kann doch nicht ewig so weiter sich im Kreise drehen und er wird nie unter 360 Grad haben. Also, wir haben keine Zeit zu verlieren. Der Kontrollpunkt befindet sich auf diesen Anhang, wenn wir uns unter der Deckung der Felsen bewegen, sollten sie uns nicht so schnell bemerken. Bleibt in Deckung und haltet eure Amulette stets bereit.“ Er deutet die Gruppe darauf hin, loszugehen. Oben angekommen, jedoch, werden wir bereits von einer kleinen überschaubaren Gruppe aus 6 Leuten. Ebenso wie wir. Ihr Anführer scheint ein braunhaariger Junge zu sein. “Vorsicht, das sind Ruoyi´s Leute. Boey hatte also Recht.“, wart mich N. Ich überlege, welcher wohl am gefährlichsten sein würde, beziehungsweise, mit wem ich es am Besten aufnehmen könnte… Da verwandelt sich ein Mädchen in ein Sheinux, lädt sich mit Elektrizität auf und stürmt auf N zu. Elektro? Ist okay. Ich benutze mein Amulett, um mich in ein Elektro-resestentes Serpifeu zu verwandeln und fange den Schlaf für N ab.
    “Mit denen kann man wohl nicht verhandeln. Freunde, macht euch auf etwas gefasst.“ Niemand scheint hier irgendwie zurückhaltend zu sein. Interessant. Jetzt hat es das Sheinux vollkommen auf mich abgesehen. Das… kriege ich wohl hin, denke ich mir.

    8
    Kapitel 23: Heiß, Kalt, kälter, kalt, aber warm

    Takenaa

    Nach einer kurz gehaltenen Pause haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Wir sind schon wieder eine Weile unterwegs, aber das ist mein geringstes Problem. “Langsam wird mir diese ewige Kälte hier zu viel. Zuerst marschieren wir durch ein trockenen Canyon und jetzt führst du uns bis an die Alpen.“
    “Takenaa, Wenn du trainierter bist, fällt es dir sicher einfacher, dich selbst mit den stärksten Pokémon zu verbinden. Sieh es als eine Art Training, dann ist es nur noch halb so schlimm.“
    “Was hast du denn heute gefrühstückt? Du bist mir viel zu übermotiviert und… sagst komische Dinge. Sicher, dass der Kerl vorhin nicht doch deinen Verstand vernebelt hat?“ Sie schaut mich böse an. “Okay, ist ja gut. Was sagst du denn, dazu, Asuka? Gelingt es uns wirklich einfacher, Pokémon zu bändigen, wenn wir durch Hitze und Kälte laufen?“ Sie überlegt, schaut auch immer noch nach vorne.
    “Es kann auf jeden Fall nicht schaden. Wenn du einen starken Willen besitzt, kannst du ein Pokékmon wirklich leichter unterwerfen...“ Sie scheint aber mit den Gedanken völlig woanders zu sein. “Können wir das Wort: „Unterwerfen“ auch irgendwie anders formulieren? Das klingt so… zwingend und herrisch. Ich will kein Pokémon zu...“ Teona unterbricht Serafina: “Sicher. Wie zum Beispiel… anfreunden. Anfreunden klingt gut.“
    “… ja...“ Nach einer Weile, wo es endlich wieder weiter bergab geht, kommen wir in einen Nadelwald. Einen mit Schnee bedeckten Nadelwald, in welchen es auch noch zu allem Überfluss auch noch zum Schneien beginnt. Man, ich bin in Alola ein viel wärmeres Klima gewöhnt… als ich zu den anderen blicke, sehe ich, dass es wohl nicht nur mir so geht. Was mich zutiefst wundert, ist, dass Serafina, Tayfun und Asuka überhaupt nicht anfangen, irgendwas von wegen Kälte zu zeigen. “Sagt mal, wie schafft ihr es, dass ihr bei dieser Temperatur nicht anfängt, zu frieren?“, frage ich schließlich. Asuka antwortet: “Nun, ich bin im Besitz eines Pokémon des Types Feuer, ich nutze seine Macht.“
    “Ach, du stammst ja aus Alola, nicht wahr? Dann wundert es mich bei dir nicht. Ich bin die Tochter eines in meiner Region berühmten Drachen-Trainer und musste somit klar kommen, keine Schwäche gegenüber der Kälte zu zeigen.“, sagt Tayfun.
    Serafina überlegt. “Mir ist überhaupt nicht aufgefallen, dass es überhaupt kalt ist.“ Ich schaue sie zweifelnd an. “Wir sind hier mitten in einem Nadelwald und es schneit. Wie kann dir da nicht auffallen, dass es…“ Ich muss niesen. “Dass es nicht kalt oder sowas in der Art ist.“ Serafina grinst leicht. “Ehrlich, ich habe das überhaupt nicht realisiert. Ich bin die ganze Zeit mit den Gedanken woanders.“
    Teona unterbricht uns: “Äh… Asuka? Gibt es eigentlich auch normal und frei herumlaufende Pokémon?“
    “Das kann mal vorkommen. Diese Pokémon werden meistens entweder gemieden oder eingefangen. Wenn man hier ein Pokémon besiegt, verwandelt es sich gezwungen zurück. Wenn es kein Mensch war, dann wird es zu einem Amulett für so lange, bis es einen Trainer findet, oder von diesen freigelassen wird. Es gibt Leute, die haben die Gabe, Pokémon so zu rufen, wie ihr eure Pokébälle benutzt. So kann man sie auch frei lassen, indem man sie rauslässt und dann das Amulett zerstört. Zuerst zerstören sollte man nicht, ansonsten...“
    ((maroonn))“Kann man das irgendwie herausfinden, bevor man sie besiegt? Ich meine...“ Sie wird ganz leise und zeigt nach rechts. “...da sind zwei Vulpix!“ Ich blicke in die Richtung, in die sie zeigt. Da liegen zwei Vulpix zusammengekauert und schlafend. Serafina ist ganz fasziniert, ist aber auch leise. “Wie süß!“
    “Bitte beherrsche dich diesmal.“ Ich denke gerade nur daran, was ein Vulpix für einen Vorteil bietet. Es würde warm halten, ein Feuer-Typ sein und vielleicht auch ganz nett. Jap: “Mit so einem will ich mich anfreunden.“
    “Du hast doch schon ein Amulett, oder? Denk doch auch mal an die, die keins haben.“
    “Ich weiß, aber zum Glück sind da ja zwei. Asuka, die sind doch wild, oder?“ Ansonsten wäre das jetzt peinlich.
    “… ja, das sind sie. Sie wurden wohl vor Kurzem hierher gebracht.“
    “Aber wer tut denn bitte sowas?“
    “Nun… es wäre doch sicher schön für sie, wenn wir sie mitnehmen würden, oder?“
    “Du klingst ein wenig egoistisch, aber macht mal.“ Danke… Moment. Ich kann es ja leider nicht mit ihnen aufnehmen. Nicht so. langsam und veralbert gefühlt drehe ich mich wieder zu Tayfun um. “Okay, ausnahmsweise.“, sagt sie und verwandelt sich in Dratini. Nicht gerade mal ihre besten Bedingungen für einen Kampf.
    “Moment, ich kann doch auch helfen!“ Serafina holt ihr Amulett hervor. Es fängt an, zu leuchten und sie wird zu einem Pichu. Ich krame mein Amulett heraus. Mal sehen, was sich machen lässt, aber ein Vulpix wäre schon verdammt episch.

    9
    Kapitel 24: Das Band zwischen Trainer und Pokémon

    Teona

    Ich wollte den anderen schon zur Hilfe eilen, habe dann aber wieder realisiert, dass ich ihnen ja nicht helfen kann. So sehr ich auch wollen würde. Die beiden Vulpix schauen verärgert, als sie bemerken, dass sie angegriffen werden. Das sieht aber schon irgendwie niedlich aus. Ein Karpador, ein Dratini und ein Pichu wollen gegen sie kämpfen. Aber irgendwie… Na ja… Tayfun versucht, eines zu paralysieren und im rechten Augenblick kommt Takenaa mit ihrem Platscher. Und Serafina, mal davon abgesehen, dass sie noch nicht mit ihrem Pokémon umgehen kann, trifft sich mit ihren Schlägen eher selber. Pichu eben. Ich seufze. Und die Vulpix geben so ein tolles Team ab. Sie haben Teamgeist. Aber wen will ich denn was vorwerfen? Ich weiß ja nicht, wie es ist, selber zu kämpfen.
    “Du kannst ihnen helfen.“, sagt Asuka zu mir. Warum kämpft sie denn eigentlich nicht. “Verzeih, ich wäre im Kampf… keine so gute Hilfe. Aber ich sehe, wie du den Kampf gut beobachtest und alles im Überblick hast. Das ist in einem Kampf auch wichtig. Eure Pokémon haben ja auch immer einen Trainer, der ihnen Hilft und immer einen Rat gibt. Deshalb dominieren solche Trainer wohl auch meistens die wilden Pokémon. Jetzt musst du nur ihre Attacken, Fähigkeiten, Angriffsweisen und Können im Blick haben. Es ist noch nicht wichtig, jetzt perfekt zu sein, aber versuche es mal.“
    “Moment, du willst, dass ich da hin gehe und erwartest, dass sie auch noch auf mich hören? Was, wenn ich etwas falsch mache?“
    “Sie sind jetzt Pokémon und brauchen deine Hilfe. Du hast doch schon auch früher Kämpfe bestritten. Es ist doch ein und das selbe.“
    Ich bin noch etwas verwirrt und sehr zurückhaltend, aber sie scheint ziemlich recht zu haben. Ob sie wohl wirklich Instinkte eines Pokémon haben? Wie fühlt sich das wohl an, ein Pokémon zu sein? Ich schaue zum Kampf. Ja, so… Moment. Ich fange ganz harmlos an: “Taki! Spring da weg!“ Takenaa scheint mich doch gut zu hören und springt von einem Vulpix weg. Ein Flammenwurf des anderen geht über dieses. Nicht… nicht schlecht. Jetzt Serafina und Tayfun. Tayfun versucht ständig, das eine Vulpix ständig irgendwie zu schwächen und Serafine aus der Distanz das andere anzugreifen.
    “Tayfun, noch einmal Donnerwelle! Serafina, Tackle auf das andere Vulpix! Setz während des Kontaktes Donnerschock ein!" Mein Plan geht ziemlich gut auf und sie scheinen echt auf mich zu hören. Scheint ein Pokémon-Instinkt zu sein? “Takenaa, jetzt Tackle! Tayfun, Wickel! Serafina, mach weiter!“ Ich setze die armen Vulpix dermaßen unter Druck, dass ich alles fast aufgehalten und sie dann behandelt hätte. Aber ich will sie ja auch fangen. Sie leiden… aber irgendwie… ich finde diesen Gedanken abscheulich, aber wie Takenaa und Tayfun kämpfen, sieht einfach nur lustig aus. Takenaa platscht auf dem Vulpix, während Tayfun mit der Wickel Takenaa´s Angriffen ausweicht. Serafina hat sich wohl selbst entladen und liegt da neben dem Vulpix. Beide Vulpix, verwandeln sich in Amulette und Serafina in Serafina eben. Tayfun und Takenaa weichen und verwandeln sich zurück. “Haben wir das jetzt wirklich geschafft?“, fragt Takenaa. Ihre Haare sind so zerzaust, das kommt wohl noch von der Paralyse. Serafina sitzt sowieso ziemlich erschöpft da. Aber wir haben es geschafft, denke ich mal. “Hast du uns gerade wirklich Kommandos gegeben?“, fragt mich Tayfun. Ich nicke ganz nervös. Tayfun verschränkt die Arme und lächelt. “Aber du hast das gut gemacht. Du hast wirklich richtig gehandelt, als du wohl gesehen hast, wie wir uns nur im Weg standen.“
    “Hey, sorry, Tay, aber ich bin noch nicht so gut, wie du. Du scheinst dein Pokémon ja sowieso schon gleich im Griff bekommen zu haben.“
    “Ich komme halt gut mit Drachen zurecht. Also, wollen wir dann mal die Amulette begutachten?“ Gute Idee. Jetzt liegen da zwei gleiche Amulette. Beide beinhalten ein Vulpix. Nur welches nehme ich? Tayfun ist noch mit Takenaa etwas klären und Asuka sieht nach Serafina. “So sehe ich das erste Mal, dass du dir die Haare nur gefärbt hast.“
    “Ich weiß, eigentlich sind sie braun.“
    Ich nehme mir das linke Amulett. Es… es ist einfach nach Gefühl entschieden. Es soll ich nehmen und kein anderes.
    “Jetzt beeil dich mit deinem Amulett. Teona hat ihr´s schon. Und du durftest nicht mitbestimmen.“ Takenaa wirkt etwas genervt und holt sich das andere. Tayfun kommt zu mir. “Du… du hast das wirklich gut gemacht. Also vorhin. Ich fühlte mich wirklich etwas ratlos, was ich tun sollte. So muss sich ein Pokémon wohl ohne einen Trainer im Kampf anfühlen. Danke noch einmals.“
    Ich lächle.

    10
    Kapitel 26: Das Geheimnis der Senshi

    Lou

    Es kam zu einem heftigen Kampf zwischen uns und den Leuten von Raweso. Entschieden wurde er erst, als sie Verstärkung bekamen. Ein junger Mann kam noch dazu.
    “Hey, ich dachte mir, ich komme mal zur Hilf- ah!“ Er wäre fast in die Auseinandersetzung der besonders geladenen Personen im ganzen Kampf. Angie und dieses Serpifeu, die nicht darauf achten, was um sie herum passiert. “Blau. Du kommst ja wirklich gerade recht.“, sagt das Zoroak. Blau also?
    “Verzeih, dass ich so spät komme N, aber jetzt wird hier aufgeräumt.“, sagt Blau. Ich schaue zu Silver. Er hat schon den Blick der Niederlage, die er nicht gerne verkraftet. “Alle! Sofort zurückziehen!“ Er musste Angie noch einmals rufen, damit sie ihn realisiert und sieht zu, dass sie zu ihm kommt. Wir verwandeln uns zurück.
    “Wir haben uns nicht das letzte Mal gesehen!“, sagt Silver und geht mit uns weg. Die andere Gruppe hat wohl kein Belang, uns zu verfolgen. Sicher besser so. “Angie, alles okay?“, sie sieht etwas sehr mitgenommen aus.
    “Was? Nein, alles bestens. Ich… ich finde nur… boah! Dieses Serpifeu eben! Es hätte alles so gut funktioniert!“
    “Beruhige dich erst mal. Wir treffen uns sicherlich noch ein andermal. Erstmal sollten wir zu Clive zurückkehren und… ihm Bericht erstatten. Huh?“ Er wundert sich auf einmal. “Stimmt etwas nicht, Silber?“
    “… ja… Die Gaur-Hügel… wir können da nicht mehr hin. Nicht auf die Schnellreisemethode.“
    “Das heißt dann wohl, dass wir sie an Raweso verloren haben...“, stellt Convay fest.
    “Und dabei haben wir alles gegeben. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir noch mehr Gebiete verlieren!“ Silber unterbricht sie: “Schnell, zu Clive!“ Er aktiviert den Teleport und wir sind wieder im Lager. Clive erwartet uns schon. “Sir Clive! Es… es….“ Clive hält ihm die Hand hin, dass er sich beruhigen soll. “Ich weiß schon, Silber. Ich weiß schon. Der Verlust der Gaur-Hügel ist nicht schön, aber nicht schlimm. Ich hätte das alles nur lieber schon viel früher beendet, bevor es noch eskalieren würde. Nun, meine nächste Verteidigungsstelle, die strategisch sehr günstig liegt und nicht so sehr in der Zivilisation liegt, sind die Ruinen von Vykaizu. Und ich brauche euch dort besonders. Im Inneren eines Tempels liegt ein bestimmter Gegenstand, den wir brauchen und nicht an Raweso verlieren sollten. Er ist für uns alle von größter Wichtigkeit und wird Raweso wohl in seinem Besitz ihm auch einen großen Vorteil geben.“
    “Was ist das für ein Gegenstand und wie sieht er aus?“
    “Alles zu seiner Zeit, Lou. Nach ihrem Sieg werden sie zwar nicht diesen auskosten, sondern schnell weiterziehen, aber dennoch müssen sie auch rasten, ebenso wie ihr. Ich kann euch ansehen, dass ihr hart gekämpft habt. Ihr geht erst morgen los.“
    “Aber Clive, wenn wir schon früher da sind...“ Clive unterbricht Casey: “Caesey, du brauchst deine Kräfte. Was nützt euch der Vorteil, dass ihr vor ihnen da seid, wenn ihr schon fast vor Erschöpfung umfällt? Ihr bleibt bis morgen früh hier.“ “Jawohl… Clive...“ Silber fühlt sich wohl besorgt aufgrund seiner Niederlage, aber auch hoffnungsvoll, dass er noch eine Chance erhalten hat. “Wir treffen uns hier morgen um sieben. Bis dahin habt ihr erst mal Freizeit.“, sagt er und geht weg. Clive seufzt. “Wenn er nur etwas ruhiger und besonnener wäre… Lou. Du hast dich für deinen ersten Einsatz ganz gut geschlagen. Mit etwas mehr Übung mit deinem Pokémon wirst du sicher noch eine gute…“ er bricht den Satz ab. “… ein, nah, wie soll ich es erklären? Also, um dir mal etwas zu erklären: Ich bin ein Gastaltenwandler, wie ihr sagen würdet. Sowas wie ein Shifter. Wir nennen uns Senshi. Wir sind keine Menschen und auch keine Pokémon. Wir benötigen keine Amulette, um uns in Pokémon zu verwandeln.“ Also, dass er kein Mensch ist, hätte ich mir fast denken können. Aber das...
    “Ein Senschi?“
    “Ein ßenshi. Mit einem scharfen S. Ja, das ist ein Mittelding, das nur hier heimisch ist. Was du wissen musst… es wäre zwar erst später empfolen, dies zu sagen, aber ich denke, du solltest es früher wissen: Je länger du in dieser Welt bist, umso mehr entfernst du dich von deiner Menschlichkeit. Du wirst immer mehr Pokémon, bis du auch ein Mittelding bist. Und zwar je häufiger du die Hilfe und die Macht deiner Pokémon verwendest. Irgendwann benötigst du keine Amulette mehr, aber du fängst auch an, wie ein Pokémon zu fühlen. Darum sind uns auch manche eurer Traditionen etwas wunderlich. Wir denken nicht zu 100 Prozent menschlich. Pokébälle… du weißt schon. Aber keine Angst, noch ist mit dir nichts passiert. Und jene Verwandlung wird erst wichtig, wenn du in deine Welt zurückkehrst, aber das sage ich dir, wenn es soweit ist. Also kein Grund zur Unruhe. Du kannst nachher alles wieder rückgängig machen.“ Das muss ich erstmal verdauen. Aber so kompliziert ist das eigentlich nicht. “Wenn du sagst, dass es unschädlich ist und rückkehrbar… dann gibt es doch keinen Grund, nein zu sagen.“
    “Du musst einzig darauf achten, Herrin deiner Sinne zu bleiben. Wenn du das gemeistert hast, hast du nichts mehr zu befürchten.“

    11
    Kapitel 27: Ankunft am Lager

    Serafina

    “Sind wir schon da?“, fragt Takenaa jetzt schon das… ich habe aufgehört zu zählen. “Nein, Takenaa.“
    “Nur noch ein bisschen.“, sagt Asuka.
    “Nur noch ein bisschen. Nur noch ein bisschen. Ich kann es nicht mehr hören.“
    “Wenn es doch eigentlich so weitergeht wie bisher brauchen wir doch eigentlich gar nicht mehr das Lager der Sammler zu erreichen. Wir finden auch so gut Amulette. Ich meine, ich habe jetzt mein Raichu wieder, Tayfun ihr Dragoran, du dein Takenaa ihr Karpador und Teona ihr Vulpix. Läuft doch gut.“ Es dauert, bis ich eine Antwort bekomme.
    “Ich würde aber lieber mich dort trotzdem umschauen. Jetzt haben wir uns schon auf den Weg gemacht, jetzt laufen wir auch bis zum Ende.“
    “Machen wir es lieber so, ich meine, das Lager liegt praktisch schon um die Ecke hier.“ Sagt Asuka. Jetzt laufen wir schon Ewigkeiten durch verschiedene Dörfer, Wälder, Berge, Sümpfe… irgendwann können wir auch endlich mal da sein. Um die Ecke, ja? So dicht, wie das hier bewuchert ist, kann man vom Weg aus ja nicht mal zur Seite sehen, aber am Ende sehe ich wirklich mal Licht. Tageslicht mal wieder! Wow! Das Lager ist wirklich beeindruckend. Mitten in einem Krater, wie es scheint. Der Berg sieht durch die Wege sehr aufgespießt aus und da er ziemlich weit oben liegt auch sicherer vor Plünderern. Nur ob wir hier fündig werden? Überall stehen Zelte in verschiedenen Farben,, kleine Verkaufsstände und größere Zelte mit schwarzen Brettern und sogar ein Forum, wie es scheint. Hier versammelt sich wohl der ganze Handelstrubel. Alle Leute Reden, verhandeln, feilschen, tauschen Informationen aus… “Kennst du dich hier aus, Asuka?“, frage ich. Ich blicke hier überhaupt nicht durch.
    “Hier kennen sich nur die Händler aus. Die meisten hier sind Nomaden und bleiben nicht lange. Wenn man wissen will wer mit was wo ist, sollte man nachfragen.“ Als wir ins Forum kommen kommt jemand mit einem Rucksack und vielen Waren auf uns zu. “Ah, Ihr müsst Asuka sein, wenn ich richtig liege?“
    “Das bin ich.“
    “Nun, ein Raweso hat mir das hier gegeben, damit ich es euch hier geben kann.“ Er überreicht Asuka eine Schachtel. “Mit einer Nachricht, dass es bis jetzt gut aussieht. Ihr könnt sicherlich etwas damit anfangen. Nun denn, ich muss weiter. War mir ein Vergnügen.“ Er geht weiter.
    “Das ist das tolle an den Händlern. Man kann ihnen einen Gegenstand geben uns sie können es dem gewünschten Adressaten geben. Sie kommen überall in der Welt hin, weshalb das auch ein sehr angesehener Beruf ist.“
    “Und was ist in der Schachtel?“, fragt Tayfun. Asuka öffnet das Paket. „Es ist ein Amulett.“ Sie nimmt es raus und dann noch einen Zettel. Sie liest vor: “<Dieses Amulett habe ich von einen von Clive´s Leuten erhalten. Es sucht einen Besitzer namens Takenaa. Dachte mir, das wird sicher einem von euch gehören. Wir sind jetzt zu den Ruinen von Vykaizu unterwegs, um ein Pevuyo-Siegel zu erhalten.>“ Takenaa wird ganz neugierig, als sie ihren Namen hört. Sie nimmt das Amulett. Es sieht eher aus, wie ein Herz. Was mag das wohl sein? “Ein Miniras.“ Takenaa bricht vor Freude aus. Es muss ihr sehr am Herzen liegen. Dann überlegt sie einen Moment und holt das eine Vulpix-Amulett hervor. Es wollte ihr nie gehorchen, egal, wie oft sie es probiert hat. “Das hier sucht jemanden, der Lou heißt. Es will sonst niemanden gehorchen, hat es gesagt.“
    “Moment, als ob du hören konntest, was das Pokémon dir sagt?“, fragt Tayfun überrascht. Takenaa ist dagegen nur überrascht. “Habt ihr nie die Stimme der Pokémon gehört?“
    Alle, mit mir eingeschlossen, schütteln den Kopf, außer Asuka. Natürlich sie nicht.
    “Du scheinst wohl schon schnell mit den Pokémon kommunizieren zu können. Beeindruckend. So langsam entwickelt jeder von euch Talente.“ Jeder entwickelt Talente? Was habe ich denn wohl für eins? Lawinen auslösen, oder uns in Schwierigkeiten bringen? Beides gleichzeitig? Ich überlege. Mir fällt beim besten Willen noch nichts ein, obwohl wir eigentlich schon etwas länger hier sind. Schon einige Tage, vielleicht bin ich aber auch nur zu ungeduldig.
    “Wir sollten uns jetzt hier mal ein wenig umhören. Wenn wir keine Lou finden, können wir das Amulett ja zu Boey und diesen anderen Jungen da schicken, vielleicht haben sie ja mehr Glück.“
    “Das klingt gut. Ich bleibe hier im Forum und höre mich hier etwas um.“ Keine Widerreden. Ehrlich gesagt, will ich einfach nicht mehr so arg viel laufen. Ich muss mir ein grinsen verkneifen, als sich alle aufteilen.
    “Wir treffen uns hier in einer Viertelstunde wieder und habt keine Scheu, hier jemanden anzusprechen. Händler sind immer nette Gesellen und ehrlich.“, sagt Asuka noch, bevor alle verschwunden sind. Nun stehe ich hier alleine und sehe mich um. … Wieder alleine. Das fühlt sich auf einmal seltsam an. Aber auch irgendwie… vertraut.

    12
    Kapitel 28: Shopping-Tour durch das Lager

    Tayfun

    Ich habe mich eine Weile umgehört, habe aber nichts gefunden, was sich irgendwie dieser Lou oder irgendwelchen Amuletten angehört hat. Als ich ich auf eine Bank gesetzt habe, um mal eine kurze Pause zu machen, kommt plötzlich Takenaa um die Ecke gesaust mit einem… was hat sie da an? Ein kurzes Gewand, wie ich es mal bei Silvana gesehen habe, nur eben dunkelblau und hat sich dafür ihren Hoodie ausgezogen und trägt jetzt ein türkises Shirt drunter. “Wie findest du´s? “Also irgendwie… ja doch, warum nicht? Nur deine Hose passt dazu irgendwie nicht mehr so ganz… Aber ehrlich gesagt: Hat auch vorher nicht so wirklich gepasst.“, sage ich lächelnd.
    “Waas?“ Ohh. Arme Taki. “Jetzt sei doch nicht so. Es steht dir doch. Aber sag mal… woher hattest du eigentlich das Geld dazu, oder wo hast du das her?“ Sie schaut ganz verlegen in den Himmel. “Naaa ja… ich wollte es mal anprobieren und wollte es dann und dann… habe ich mal Asuka...“ Ich halte ihr meine flache Hand hin. “Okay, du musst nichts weiter mehr sagen. Hast du denn etwas zu dem anderen Restlichen Sachen was gefunden?“
    “Nicht so wirklich. Da waren halt so viele Stände mit vielen verschieden Krimskrams. Ein wahres… Hey, Tayfun, du scheinst ja auch nicht besonders weit gekommen zu sein. Wollen wir uns nicht mal die Stände hier gemeinsam ansehen? Das wird sicher lustig!“ Wenn sie es so voller Freude und Elan sagt, kann ich doch wohl schwer widersprechen, auch wenn es mir etwas gegen den Strich geht. Also lasse ich mich mit ihr auf ihre Shopping - Tour ein. Für was sich Takenaa alles interessiert ist der Wahnsinn. Sie bleibt bei gefühlt jeden zweiten Stand stehen und meint: “Schau mal! Was ist das denn Tolles?“, oder: “Lass mich doch mal kurz hier schauen.“. Nach letzteren habe ich nach einer ziemlichen Weile mal auf die Uhr geguckt und sie wurde und wurde nicht fertig. Irgendwann hat sie mich mal aufgemuntert, mit zu machen. So habe ich mir auch mal einige Gegenstände oder Sachen angesehen, die recht interessant aussahen. Letztendlich habe ich mir noch in Betracht auf die Zukunft eine größere Tasche organisiert und, weil ich ehrlich gesagt nicht widerstehen konnte, auch ein Medaillon mit einem Drachen-Motiv. Takneaa kommt zu mir und hält mir etwas hin. “Was soll ich denn damit?“
    “Tragen.“, sagt Takenaa. “Schau doch nur. Ist es nicht süß? Ich dachte mir, du magst sowas sicherlich.“, sagt sie mit einem breiten Lächeln im Gesicht. “Okay, ich trage nicht viele Accessoires, aber ein Ohrring?“
    “Mit einer niedlichen Schlange.“ Schlange? Jetzt, wo ich es mir noch einmal genauer ansehe, sieht es fast so aus, wie ein legendäres Drachen-Pokémon. Und sie hat sich doch so viel Mühe gegeben, da will ich sie nicht enttäuschen. “Okay, vielen Dank, Takenaa. Aber du musst jetzt nicht immer mit irgendwelchen Kleinigkeiten zu mir kommen, sonst kann ich doch bald nichts mehr tragen.“, sage ich fröhlich, während wir weiterschländern.
    “Aber du musst schon sagen, deine Sneaker-Schuhe passen nicht so ganz zu deinem Steal, oder?“ Ich schaue zu mir runter. “Wie meinst du das denn?“ “Eben genauso, wie du meintest, dass meine Hose nicht passte.“. “Ach das, ja...“ Okay. Ich erstarre fast, als mir etwas auffiel. “Was hast du, Tay?“
    “Wann sollten wir wieder zurück sein?“, frage ich. Takenaa schreckt auf. “M---- Stimmt ja!“ Wir sehen zu, dass wir wieder schnell ins Forum kommen. Als wir ankommen, sehe ich Serafina mit einer ganzen Schatulle von Amuletten. “Wow, wo hast du die denn her?“, sagt sie bescheiden.
    “Ach, die hat mir der Nette Herr da drüben gegeben. So als Fundkiste. Wir dürfen schauen, ob wir mit diesen Amuletten etwas anfangen können.“
    “Asuka hat uns vorhin nämlich noch einmal bestätigt, dass die Pokémon in den Amuletten nicht jeden akzeptieren und wenn, dann muss man viel Gedult haben, aber wir wollen ja neue Freunde und keine mürrischen Partner.“, sagt Teona: “Ach ja, sie ist los gegangen, um euch zu suchen. Sie müsste gleich wieder hier sein. Hey, wollt ihr auch mal gucken, ob ihr hierunter einen Partner findet?“ Sie schiebt die Schatulle zu uns. “Das ist ja schon fast wie das erste Pokémon, oder schon fast wie im Laden. Pokémon müssen es hier echt schwer haben.“, murmle ich vor mich hin, während ich einen Blich hinein werfe.
    “Ich wäre fröhlich. Immerhin besser, als irgendwo liegen zu bleiben.“ Ich sehe aus den Augenwinkeln Asuka kommen. Oje. Sie sieht nicht sehr zufrieden aus...

    13

    Kapitel 29: Des Kampfes Meidung: Die richtige Entscheidung

    “So, demnächst kommen wir an den Ruinen von Vykaizu an. Ich habe gehört, das soll eine echte Sehenswürdigkeit sein.“, erzählt mir Blau, während wir unterwegs sein. “Dann hoffen wir mal, dass Clive nicht da ist und sie wegen des Kampfes zerstört werden.“
    “Nein, tut mir leid, Jim, aber mir wurde gerade gesagt, dass dort Clive´s Truppen gesichtet wurden. Allerdings soll es sich nur um einen kleinen Trupp handeln. Sie scheinen irgendwas in der Ruine zu wollen, da sie nicht den Eindruck machen, wirklich kämpfen zu wollen.“
    “Dann wollen sich sicherlich irgendeinen wichtigen Gegenstand, oder sonst irgendwas da drin.“
    “Ich kann dir sagen, was da drin ist und was sie wollen.“, sagt Brody. “Dann las hören.“
    “Ein Kaili-Kristall.“
    “Ein Kaili-Kristall? Immer diese neuen Namen… Was ist ein Kaili-Kristall?“, fragt Blau. “Eine Art Entwicklungsstein. Mit diesen ist man hier in der Lage, sein Pokémon mit einem Item, oder mit genügend Erfahrung zu entwickeln. Es hat sich quasi nichts verändert, nur, dass man zur Entwicklung nun einen solchen Kristall benötigt.“
    “Das klingt ja genau nach dem, was wir brauchen!“ Ich habe seid ich mein Amulett erhalten habe, jeden Tag hart und viel trainiert, aber ich habe nie etwas von einer Entwicklung gespürt. Ich war interessiert daran, wie sich das wohl anfühlen muss, sich zu entwickeln und dachte, ich habe nur nicht genug trainiert. Ich will jetzt nicht sagen, dass es auch mit einem Kaili-Kristall klappen wird, aber gespannt wäre ich dennoch.
    “Es wäre in der Tat gut, einen solchen zu besitzen, vor allem da man sie so oft wie man will gebrauchen kann.“
    “Sag mal, wieso hast du eigentlich ein entwickeltes Zorua?“, fällt mir gerade auf.
    “Ja, das wüsste ich auch gerne. Es war entwickelt, als ich es fand.“
    Wie schlecht Pokémon es hier in dieser Welt haben müssen. Sie haben keine Freiheit, kein richtiges Eigenleben, sind auf Menschen angewiesen und können sich nicht mal von selbst entwickeln! Wie kann man sowas überhaupt noch Leben nennen?
    “Ich habe gerade eine Nachricht von Boey erhalten.“, sagt Begonia, “Es werden größere Truppenbewegungen in in den Ruinen gesichtet. Wir sollen da rein und die kleinere Truppe ausfindig machen, bevor sie den Kristall bekommen.“ Wir sind gewohnt, spontan zu sein und schnell zu handeln, wenn es sein muss, weshalb es nicht lange dauert, bis wir in den Katakomben der Ruine sind. Sie wurde aus normalen Stein angefertigt und Vegetation ist hier auch schon verbreitet. Die Beleuchtung von Runen erinnert mich an die Elektronithöhle. “Wir sollten uns hier aufteilen. Begonia, du bleibst hier am Eingang und kontaktierst uns, wenn jemand kommt. Der Rest geht los, bleibt vorsichtig und handelt nicht alleine, wenn er den Trupp entdeckt und wartet, bis seine angeordnete Hilfe kommt. Und los, wir haben keine Zeit zu verlieren!“ Meine größte Sorge ist jedoch, hier überhaupt wieder herauszufinden, als irgendetwas anderes. Das Gemäuer verändert sich aber auch nicht, egal, wo man gerade ist, was das Gefühl eines Labyrinthes noch einmal verdeutlicht. Zum Glück bin ich nicht auf eine Fackel angewiesen, oder dergleichen. Manchmal ist mir auch mal das Glück hold und ich entdecke eine Truhe in einer Sackgasse. Verschlossen, aber ziemlich eingerostet. Eine Schrift ist zu erkennen. Allerdings in einer anderen Sprache. Aber… Moment. Ich gehe die einzelnen Hieroglyphen durch. „T … t-Titan des Windes und des Waldes.“ Habe ich das gerade lesen können? Na ja. Besser, als nicht. Das Schloss ist ziemlich eingerostet, sodass es ein Leichtes ist, es zu öffnen. Ich sehe auf ein schön leuchtendes Amulett und nehme es raus. Meine Hand fängt an, zu Zittern, ich schreie kurz auf und lasse das Amulett wieder fallen. “Oh Wow. Das hat einen starker Willen. Ich sollte vorerst nicht noch einmal versuchen, mich mit ihm zu verbinden.“, sage ich und stecke das Amulett langsam ein und stehe wieder auf. Weiter geht die Suche. Als ich mich umdrehe, steht mir auf einmal irgendjemand entgegen, sodass ich vor Schreck einen Schritt zurück mache und über die Truhe stolpere.
    “Habe ich doch richtig gehört, als hier jemand geschrien hat.“ Ich blicke auf und da steht irgendein Mädchen. Moment, ist das nicht eine von denen, die wir auf den Gaur-Hügeln bekämpft haben? “Das Sheinux, ja Mensch, was für eine Überraschung. Gangz alleine unterwegs, oder versteckt sich der Rest hinter den Säulen?“, sage ich, während ich wieder aufstehe. Die antwortet echt gereizt: “Wo die anderen sind, kann dir doch egal sein! Konzentriere dich lieber darauf, dass wir jetzt erst mal eine Rechnung begleichen!“, sagt sie und nimmt ein Amulett hervor. “Und in einer Ruine, keine Ahnung wie weit vom Tageslicht entfernt, hast du nichts besseres zu tun, als mich herauszufordern? Was, wenn du mich doch erschöpft schlägst?“ Sie grinst. “Als ob du mich reinlegen könntest. Du willst doch nur einen Kampf entgehen, weil du weißt, dass du hier drin keine Chance wegen mangelnder helfender Sonne ist, oder? Aber weißt du was? Du hast Recht! Wir können das auch anders regeln. Du kannst mir dein gefundenes Amulett auch gleich geben, dann müssen wir auch nicht kämpfen und Silber ist auch zufrieden. Also?“ Damit hat sie doch leider nicht so ganz unrecht. Die Sonne fehlt mir hier und die engen Gänge machen meine Fragilität auch unbrauchbar. “Ach, weißt du, ein guter Spieler deckt nicht immer gleich seine besten Karten auf. Also, wir können doch ruhig kämpfen, bis meine Verstärkung hier ist. Glaubst du, ich hätte sie nicht gerufen? Ich weiß doch, wie schwer ich hier unten kämpfen kann.“ Das war nur geblufft. Ich habe noch nicht mal Bescheid gegeben. Sollte ich vielleicht mal machen. Notruf. “Du sagst es, deshalb habe ich bereits den anderen Bescheid gegeben.“ Nein. Das hat sie nicht. Ganz sicher nicht. “Ganz sicher nicht.“ “Wetten doch?“ “Wetten nicht?“ “Immer einmal mehr als du!“ Ich halte kurz Inne. “Bitte was? Sowas sagt man in diesem Alter noch?“ Sie verschränkt die Arme. “Was geht dich das denn an?“ “Naja. Ich… wollt´s nur gesagt haben. Also… was machen wir jetzt?“ Sie scheint sich auch nicht so recht sicher zu sein. Sie hat also nur geblufft. “Ich kann dich immer noch in einem Kampf besiegen.“ “Man kann es auch lassen. Und ich wette mit dir...“ Sie unterbricht mich: “Nein, keine Wetten.“ Ich rolle kurz mit den Augen. “Rhetorisch. Keine richtige Wette: Nur, dass irgendjemand bereits den Kristall in den Fingern hält, während wir beide uns hier aufhalten und er in irgendeinen dieser Räume hier ist?“ “Wenn ich nicht schon nachgesucht hätte...“ “Hättest du es mal getan, dann hättest du auch diese Truhe hier gefunden.“ Das ging noch ein bisschen so weiter, bis uns wirklich jemand fand. Unsere Konversation ging in eine kleine Streiterei über. “Was ist denn hier los, Jim, was schreit ihr denn so?“ Von der einen Seite kommt N und von der anderen: “Angie, du verrätst mit deinem Ge-“ Der Anführer ihrer Gruppe bemerkt uns. “Interessant.“ Leider hat er auch sein Gefolge dabei, während N alleine gekommen ist. “Das sind doch zwei aus diesem Expeditionsteam, das uns hierher gefolgt ist.“ “Ich weiß, Lou. Nur sind sie alleine… und wir sind alle hier. Das wird ein leichtes Spiel.“ Da hat er leider nicht so ganz Unrecht. Wir sind wirklich in der Unterzahl und mich kann man leider nicht als Kämpfer ansehen. Es ist ein hohes Risiko, was ich plane, aber auch eine einzige Chance. Vielleicht… ganz vielleicht wird am Ende alles wider gut. Ich juble N das kosmische Amulett unter. “Was hast du vor?“ “Ich weiß, wann man geschlagen ist. Ich kann hier nicht viel machen und du kannst das nicht alleine tun.“ Er überlegt. “Ich würde dir aus ethischen Gründen eigentlich widersprechen, aber du hast leider Recht. Pass auf dich auf. Ich werde versuchen, schnell wieder zu dir zu kommen.“ Ich verlasse mich auf dich.“ Er nickt. “Gebt ihr jetzt endlich auf, oder muss ich euch besiegen?, fragt ihr Anführer. Ich trete vor. “Natürlich haben wir uns entschieden.“ Ich greife an mein Amulett, doch die Angie hält meinen Arm fest, ehe ich es greifen kann. Wie geplant. “Du willst doch nicht kämpfen?“ “Nein. Nur N Zeit verschaffen.“ Er begreift, hat aber kein Interesse an N, wie es scheint. “Keine Bange. Wir haben jetzt den Kristall und einen Gefangenen. Das reicht mir. Also los, wir verschwinden. Nehmt ihn mit.“ sagt er und lässt irgendein helles Licht erstrahlen, sodass ich die Sicht verliere.

    14
    Um Platz zu sparen, wurde das Amusement-Kapitel, welches hier war, auf eine Extra-Seite gestellt. Der Link findet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1507318857/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Fakten-und-Amusement-Kapitel

    Es existierten vor der Seite 5 Amusement-Kapitel. An ihrer Stelle wird das selbe wie hier stehen. Amusement-Kapitel werden in der Regel alle 6 Kapitel erfolgen.

    15
    Kapitel 30: Der Pfad

    Takenaa

    “Pass auf, Takenaa! Hinter dir!“ Ich schaue schnell hinter mich und weiche mit einer Rolle zur Seite aus, setz meinem Gegner dann mit Kalkklinge außer Gefecht. “Gut gemacht. Aber sei auf der Hut, noch ist der Kampf nicht vorbei.“, sagt Blau. Ich nicke und sehe nach vorne. “Wenn du erschöpft wirst, komm einfach zu mir, Taki. Ich päpple dich dann wieder auf.“, sagt Serafina.
    “Nimm nicht den ganzen Ruhm für dich alleine, lass uns auch noch welche da.“ Silber schleudert gerade zwei von denen weg. N muss lächeln, sieht dann zu mir. “Clive braucht gleich sicher Hilfe. Sein Gegner ist kein schwacher. Sieh am Besten zu, dass du zu ihm kommst.“
    “Die Typen hier kannst du uns überlassen, Taki. Sieh zu, dass du weiterkommst.“ Ich nicke und laufe weiter. Auf meinem Weg bemerke ich nicht, wie ein Gegner von der Seite auf mich zukommt, da ich nur das Wesentliche auf dem Schirm habe. Das darf jetzt nicht schief gehen, sonst ist wohl alles verloren! Doch Bianca als Latias wehrt den Angriff für mich ab und stellt sich dem Gegner. “Das war noch einmal knapp.“ Angie springt von ihr ab und landet vor mir: “Sorge dich nicht um deine Deckung, ich halte dir den Rücken frei. Diese Typen krümmen uns nicht mal ein Haar. Wobei ich hörte, dass weiter vorne schwerere Gegner stecken. Verlier lieber keine Zeit, bevor hier noch zu viel zerstört wird. Du weißt, was auf dem Spiel steht, wir dürfen diese Schlacht nicht eskalieren lassen! Und nun los!“
    Als ich mich Clive nähere erblicke ich aber auch seinen Gegner.
    “Takenaa? Den Göttern sei dank, geht es dir gut. Ich dachte schon, wir hätten dich auch noch verloren.“, sagt Heiko, der neben ihm steht. „Alles gut“, signalisiere ich ihm. “Du hast wohl das Glück, der Götter, dass dir nichts geschehen ist.“, sagt Boey. Clive weist mich zurück: “Bleib zurück, Takenaa. Diese Leute sind gefährlich! Ich weiß über eure Vergangenheit Bescheid, also: Du musst das hier nicht machen. Mach dir nicht die Hände für etwas schmutzig, was du nicht willst.“
    “Was sagt Ihr da? Takenaa gehört zu uns! Komm, Takenaa, sag es ihm!“
    “Ihr lagt in falschen Lügen! Wieso sollte man zu jemanden wie euch zurückkehren?“
    “Oh, Bruder, wie du falsch liegst, aber du willst es nicht verstehen und wirst es auch nicht mehr.“
    “Komm, Takenaa! Wieder zu mir. Wir werden wieder vereint sein, wie wir es schon immer hätten sein sollen.“
    “Es hätte NIE sein sollen! Es ist alles gut, wie es ist! Sobald ihr weg seid, wird sich daran auch nie mehr was ändern!“
    (“Lou. Gut, dich zu sehen, aber das hier ist ein Schlachtfeld!“
    “Tut mir leid, ich musste einfach kommen. Takenaa? Du kommst, um uns noch zu unterstützen? Perfekt, damit haben wir schon mal gewonnen!“
    Conway kommt hinter Heiko zum Vorschein. “Lou wenn du nur verstehen würdest, es wird sich immer etwas ändern! Und diese Schlacht habt ihr noch nicht gewonnen! Komm, Takenaa, dann erledigen wir den Rest.“
    “Genau!“
    “Eurer Hinterlistigkeit würde ich nicht trauen. Das konnte noch nie gut laufen. Takenaa, wir haben jetzt so viel durchgestanden, da kriegen wir das auch noch hin.“
    “Ruoyi, wenn es nur so wäre. Doch dir ist es nicht bestimmt, das durchzusetzen, was du planst. Deshalb wirst du hier jetzt auch scheitern. Komm, Takenaa.“
    “… Takenaa? Takenaa!“
    “Takenaa!“
    “Takenaa!“
    “Takenaa!“ Um mich herum wird alles schwarz. Wie konnte es nur so weit kommen? Was soll ich jetzt machen? Boey? Clive? Wenn ich nur nicht das Schicksal in meinen Händen hätte...

    16
    Kapitel 31:?

    Teona

    Ich lege Takenaa einen Eiswürfel unter den Nacken. Sie schreckt sofort aus ihrer Starre und packt sich am Nacken. “Bist du endlich wach.“ Sie schaut mich völlig unter Schock an. “Okay, tut mir leid, aber du hast ziemlich interessant geschlafen, wie es scheint. Du bist ziemlich ins Schwitzen gekommen und hast mich ziemlich ins Schwitzen gebracht, dich zu wecken. War gar nicht so leicht...“, sage ich leicht lachend.
    “P-passt schon.“, sagt meine Bettnachbarin. Es war also doch nicht meine Wecken-Methode? “Hast du etwa etwas schlimmes geträumt?“
    “Ja, so was in der Art.“. Takenaa steht auf, schnappt sich ihre Klamotten und geht ins Bad, ohne noch etwas dazu zu sagen. Ich weiß jetzt nicht, ob es ihr egal ist, oder es sie nicht kümmert.
    Bei der Versammlung, durch das Frühstück veranlasst, fragt Serafina: “Wohin gehen wir heute? Ich meine, jetzt waren wir ja schon im Lager, wo wir hinwollten. Und jetzt?“ “Es… es wird Zeit, dass wir uns dem Konflikt anschließen. Wir müssen eine Lösung finden, ihn möglichst friedlich zu beenden. Was hier geschieht, geschieht ja auch bei euch. Es müsste also gerade irgendwo Krieg herrschen, oder so.“ Ich schrecke auf: “Wie kannst du das so einfach sagen? Krieg bei uns? Und wir können nichts dagegen tun? Was ist, wenn...“ Sie unterbricht mich: “Wir machen schon alles, was wir dagegen tun können. Wir versuchen, ihn aufzuhalten, ehe er noch zu wütet. Darum sind wir in das Lager gegangen. Um euch möglichst auf das vorzubereiten, was kommt.“ Eine Stille nimmt den Raum ein. “Und wie wollen wir das jetzt genau anstellen? Was können wir fünf schon erreichen, was eine ganze Armee von Boey nicht schafft?“
    “Es ist nicht so, als würde Raweso, ja, Boey Ruoji nicht zurückschlagen, im Gegenteil. Aber wir müssen zusehen, dass es nicht eskaliert und… wir sollten Sachen verhindern, bevor sie geschehen. Ihr wisst, was ich meine.“ Ich verstehe. “Und wo wollen wir dann als nächstes hin? Uns der Front anschließen?“ Asuka schüttelt den Kopf. “Nein. Dafür sind wir zu weit weg, uns trennt ein Gebirge und bis wir das überquert haben...“, Serafina unterbricht Asuka: “Sind wir erfrohren.“ Das hätte ich jetzt von Takenaa erwartet. Sie sitzt die ganze Zeit nur still da und hört zu. Aber richtig anwesend sieht sie mir nicht aus. “Auch das, aber wir würden auch viel zu viel Zeit verlieren. Wir müssen uns ihnen anders nähern. Und zwar von unserer Seite aus, der Weg führt ja auch zum Ziel.“
    Tayfun steht auf. “Dann lasst uns mal losgehen.“
    Serafina stützt sich am Tisch ab. “Wie kannst du denn immer noch nicht genug haben? Wir laufen jeden Tag und meine Füße tun weh!“
    “Du… solltest dir dann mal irgendwie Schuhe anziehen.“, sage ich mit einem lächeln im Gesicht. “Wenn du magst, ich habe eine Kleidergarderobe, da darfst du dich ruhig mal umsehen.“, fügt Asuka hinzu. Serafina seufzt und geht.
    “Wir brechen in einer Stunde auf!“, ruft Asuka ihr noch hinterher.
    “Ich bereite dann mal meine Amulette vor.“, sagt Tayfun und läuft los. Tatscht beim vorbeilaufen an Takenaas Schulter: “Nicht einschlafen hier.“, sagt sie und rennt weiter. Takenaa reagiert kaum. Ich stehe auf und rüttle sie noch einmal. “Komm, jetzt werd wieder wach, oder beschäftigt dich dein Traum immer noch?“ “J...jein.“
    “Was ist denn los, Takenaa? Sag es ruhig. Wenn dir das hier zu viel wird...“
    “Nein, nein. Ist schon alles gut.“
    “Du, Teona? Kannst du uns kurz alleine lassen? Du kannst dich auch gerne schon mal auf den Marsch vorbereiten.“ Ich nicke nur und gehe. Was haben die denn jetzt vor? Irgendwas scheint Taki zu beschäftigen und Asuka weiß wohl schon, was es ist.

    17
    Kapitel 32: Gefangennahme oder nur ein Spiel?

    Lou

    Wir kehren in einen Außenposten von Clive zurück, nachdem wir unsere Mission bei den Ruinen absolviert und den Gefangenen mitgenommen haben, der sich während der Reise ziemlich hart gewehrt hat. Wäre mein halbes Team nicht so verwegen, wäre er auch nicht fast entwischt. Ziemlich wild und ein starker Wille, das muss ich ihm lassen. “Macht das Tor auf!“, ruft Silber in die Festung. Es ist nichts wirklich großes, eben nur ein kleiner Vorposten. Der Baustiel ähnelt dem eines Fords ein wenig, aber es ist etwas größer und es gibt auch einen Keller. Hier auf einem Berg ist sie auch noch hervorragend positioniert, sodass wir von hier aus Meilenweit sehen können. Drinnen erwartet uns Clive schon. Er wirkt beim Anblick des Jungen etwas überrascht. “Willkommen zurück. Ihr... habt eine Gast mitgenommen?“
    “Nicht wirklich. Er hat sich uns ergeben, als wir ihn in den Ruinen fanden. Er gehört zu Rawesos Leuten.“
    “Dafür hat er aber ein Temperament dafür, dass er sich ergab.“
    “Nichts, was wir nicht unter Kontrolle hätten.“ Der Junge nutzt Conways sicheren Halt, sich an ihm abzustützen und mich somit mit seinen Füßen mit einem gezielten Tritt zu Boden schlägt. Silber stöhnt. “So kann das nicht weitergehen. Er ist kaum unter Kontrolle zu kriegen.“ Angie hilft mir hoch. Clive mustert den Jungen. “Wirklich? Unser eins hatte schon oft mit Wilden und Rebellen zu tun. Bei dem hier wird es nicht anders sein. Macht ihn gefügig.“
    “Aber das haben wir schon oft probiert. Der mit seiner Ausdauer und Fragilität schlägt er bisher jeden im Einzelkampf.“
    “Davon will ich mich doch mal selbst überzeugen. In den Ring. Sorgt für ein Heilfeld und genügend Sonnenlicht.“
    “Aber ist das nicht zu seinem Vorteil?“
    “Wenn ihr ihn unter optimalen Bedingungen besiegt, werdet ihr ihn immer besiegen können. Also, ihr habt mich gehört. Macht ihn gefügig. Wir werden noch einige Kräfte für unser Projekt brauchen.“ Clive geht. Silber schaut in die Runde. “Na los! Ihr habt ihn gehört.“ Ich mache noch einmal die Fesseln strammer. “Es ist besser, du kooperierst, das kommt uns allen zu Gute.“ Er stöhnt und rollt mit den Augen, sagt aber nichts, wie die ganz Zeit auch über. Es macht mich schon nervös, aber wir haben ihn ja unter Kontrolle, denke ich mal. Unsere erste Gefangennahme. Ein weiterer Schritt, das hier schnell zu beenden und dann haben wir unseren Gefangenen nicht mal sicher unter Kontrolle. Silber scheint auch nicht sonderlich erfreut zu sein. Dabei hat er Clive den Kaili-Kristall übergeben und alles war gut. Das hier ist doch im Grunde nur ein Sahnehäubchen für unsere Mission. Der Ring ist ein abgezäuntes Kampffeld. Caesy stellt das Heilfeld ein und Silber öffnet die Decke, sodass die Sonne reinkommt. Conway und ich bringen ihn in das Feld und schließen die Tür, als er drin ist. Er macht den Eindruck, als sei er nur von uns genervt und nicht wirklich in Gefangenschaft, was mich schon reizt. Oje, Clive will zugucken! Das kann ja heiter werden. Wenn wir es schaffen, ihm die Amulette wegzunehmen, haben wir es geschafft. Bisherige Versuche haben nicht wirklich zielführend geendet und wir wollten ihn, solange er auf keine andere Idee kommt, zu Clive bekommen. “Ich mache mit ihm kurzen Prozess, okay? Jetzt dürfen wir ja ernst machen!“
    Silber zuckt mit den Schultern. “Mach. So lange es einer von uns schafft, ist alles okay.“ Caesy nickt entschlossen und geht in das Kampffeld. Wir schauen zu. Ich sollte auf seine Bewegungen achten und seinen Kampfsteal beobachten, falls ich kämpfen muss. Ich verstehe ihn nicht. Wieso kämpft der noch, wenn es doch völlig sinnlos ist? Weshalb hat er sich überhaupt ergeben, wenn er weiterkämpft? War das ein Plan, irgendwie hierher zu kommen, während seine Freunde irgendwas anderes machen und ihn später hier herausholen? Er muss doch kämpfen, wenn er weiß, dass es einen Ausweg gibt. “Silber? Wir sollten aufpassen.“, und auf noch mehr, als auf seinen Kampfsteal achten.

    18
    Kapitel 33: Im Tempel meiner Neugier

    Serafina

    Ich habe mir jetzt erst mal Stiefel angezogen. Braune Stiefel, von denen ich dachte, die seinen gut zum Laufen. Aber ich fühle mich in ihnen sehr wohl. Besser, als ständig barfuß durch alle mögliches Terrains zu laufen. Aber nun haben wir endlich das Lager endgültig hinter uns gelassen und mit ihm das ganze blöde Gebierge. Jetzt kommen wir endlich mal in sowas wie Graslandschaften. Noch nicht wirklich, aber so langsam. Noch sind wir hier in einem kleinen Tal, aber die Berge sind nun auch nicht mehr so groß. An einer Stelle ist mir ein kleines Gebäude aufgefallen. Es sieht wie eine Tempelanlage aus, aber dafür wäre es zu klein. “Was ist das hier für ein Gebäude?“
    “Das ist ein Schrein zum Gedenken eines mächtigen Magiers unseres Reiches. Er war dazu in der Lage, Pokémon die Freiheit zu schenken und besaß eine große Kraft, mächtige Attacken zu bündeln und zu erzeugen. Er legte diesen Schrein an und betrat ihn, seitdem hat man nie mehr etwas über ihn gehört. Es wird durch eins seiner Siegel umgeben, dass jeder, der hinein will, hier aufgehalten wird. Es wurde schon des öfteren versucht, es zu lösen, aber nie war jemand mächtig genug, seine Magie zu durchbrechen.“
    “Und wie lange ist das jetzt schon her? Also, dass dieses Ding hier steht.“
    “Schon viele Jahrhunderte. Lasst uns weitergehen.“ Aber irgendwie will mich dieser Ort nicht loslassen. Ich trete näher an den Schrein. Als Asuka das bemerkt, ruft sie ganz schnell: “Serafina! Schnell weg da! Das ist zu gefährlich! Diese mächtige Magie wird dich sofort überwältigen!“ Wie von fremder Hand gesteuert, beachte ich Asukas Anweisung nicht, gehe weiter und will meine Hand hineinhalten. Sie läuft zu mir. “Stopp!“ Mein Mond-Anhänger beginnt wieder zu leuchten und Asuka wird weggestoßen. “Serafina…. Kommt da durch?“
    Tayfun hilft Asuka auf. “Dein Mond-Anhänger. Ich wusste, dass damit etwas ist… nur hätte mir diese starke Magie schon damals auffallen sollen… anscheinend ist der Träger des Anhänger in der Lage, diese Barriere zu durchqueren...“
    Ich schaue wieder zur Barriere und gehe vorsichtig auf die andere Seite. “Es klappt wirklich.“
    “Toll. Und wie kommen wir da jetzt rüber?“
    “Gar nicht. Wir müssen hier warten, oder ohne sie weiterreisen.“
    “Nein, dann komme ich lieber später wieder.“ Grade, als ich die Barriere wieder durchqueren will, werde ich dieses Mal aufgehalten. Bin ich hier jetzt gefangen?
    “Was? Sie kommt nicht mehr zurück?“
    “… Serafina. Ich denke, du musst da jetzt alleine durch. Es tut mir leid, aber uns geht die Zeit davon. Du musst zusehen, dass du die Prüfung des Magiers meisterst.“
    “Prüfung?“
    “Ja, er scheint dich ja nicht mehr hinaus lassen zu wollen. Der Zauber will also, dass du da rein gehst und… tust, was du tun musst. Was es ist, weiß ich nicht, ich war da selbst auch noch nie drin.“
    “Was kann schlimmstenfalls passieren?“
    “Das musst du herausfinden. Du bist nun auf dich alleine gestellt.“
    Na toll. Etwas besseres hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich habe schon Angst, aber auch die Neugier packt mich und will, dass ich hier jetzt weitergehe.
    “Dann gehe ich mal. Ich sehe zu, dass ich baldigst wieder zu euch komme.“ “Pass auf dich auf!“ Ich nicke und gehe in die Höhle. Der Schrein ist eigentlich nur eine normale Hütte, mit einem Loch, das in den Berg führt. Mal sehen, was mich hier drin erwartet...Der Korridor ist mit leuchtenden, schwebenden Fackeln beleuchtet und geht eigentlich nur in eine Richtung. Auf einmal knie ich hin und atme schwer auf. Irgendwas hat mir gerade sehr viel Kraft geraubt. Ich… ich spüre auch die Kraft meiner Amulette nicht mehr. Ich schaue sie mir an. Sie leuchten nicht mehr. Ich kann mich auch nicht verwandeln. Ich stehe wieder auf. Jetzt darf ich nicht aufgeben. Kein Zurück. Nur vorwärts. Ich gehe weiter den Korridor entlang, bis ich eine aus Stein, ohne Geländer und nur einen Meter breite Brücke passiere, die auf eine kleine schwebende, runde, nur oben flache Insel führt. Ich will nicht wissen, wie tief es da nach unten geht, denn so wie es aussieht, wohl bis in den Erdkern. Die Insel scheint aber eine Sackgasse zu sein. Bin ich irgendwo falsch abgebogen? Aber es war doch nur ein einziger Korridor, der keine Abzweigungen hatte. Ich gehe besser noch einmal nachsehen, aber als sei meine Situation nicht schon dumm genug, geht die Brücke, nachdem ich sie überquert habe, in sich zusammen und fällt in die Schlucht hinab. Ich schaue den Steinen hinterher. Als sie verschwunden sind, konzentriere ich mich auf den Kreis, auf dem ich nun stehe. Kein Zurück, aber auch kein Weg, der weiter führt...

    19
    Kapitel 34: Veränderungen bahnen sich an

    Tayfun

    Seit Serafina gegangen ist, hat niemand mehr in irgendeiner Form irgendwas gesagt. Asuka hat uns höchstens Anweisungen über den Weg gegeben, falls er brüchig, nicht ganz Eben oder wir woanders lang sollten. Ich weiß nicht, ob nur niemand ein Gesprächsthema findet, oder alle darüber nachdenken, was bisher passiert ist.
    “Können wir hier mal eine Pause machen?“, fragt Takenaa in Mitten eines Hains mit einem Fjord. Asuka hält an: “Ja, können wir. Wir sind schon lange unterwegs, sicher können wir es jetzt etwas ruhiger angehen lassen.“ Takenaa fällt direkt ins Sitzen. Teona geht ans Wasser. Ich stehe neben Takenaa und schaue auf den Fjord. “Jetzt sind wir schon eine ganze Woche in dieser Welt.“, beginnt Takenaa. Ich nicke. “Und es kommt mir schon wie eine halbe Ewigkeit vor. Wir haben schon so viel erlebt in solch kurzer Zeit." Ich schaue auf meine beiden Amulette. Mein zweites, ein Miniras, habe ich im Lager bei den Amuletten gefunden. “Vermisst du die alte Zeit?“ Takenaa lehnt sich zurück. “Nun, ich kann nicht sagen, dass ich ausnahmslos alles vermisse, aber sowas wie Trainerkämpfe, Spielen mit Pokémon und so was. Meine Eltern… ich weiß nicht so recht. Ich habe immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich an sie denke. Ich vermisse sie irgendwie nicht. Aber ich bin froh, dass ich jetzt dich habe.“
    Ich schmunzle: “Ich frage mich vor allem, ob es je wieder so werden wird, wie es einst war. Ich habe nur das Gefühl, dass sich mit dieser Reise vieles Ändern wird.“ “Ja, wir können nicht bestreiten, dass wir uns nicht kennen würden. Außerdem… ich weiß nicht. Je länger wir hier sind, desto mehr kommt mir das hier wie meine Heimat vor. Dann wäre nicht mehr die Rede von „Zurück nach Hause“, sondern von „Hin nach Alola“, wenn du verstehst, was ich meine. Dann würde ich sagen: Zurück in diese Welt.“
    “Du meinst, dass du die Rolle der Welten tauscht. Dass unsere nicht mehr eine Welt ist, sondern eine fremde.“. Sie nickt stumm. Ich sehe, wie Asuka besorgt zu uns rüberschaut. Welche Geheimnisse verbargt sie noch vor uns? Was hat sie noch einmal über uns und über diese Welt hier gesagt? Irgendwann hat sie mal etwas gesagt, ich weiß nur nicht mehr genau, was. Sie öffnet ein Portal zu ihrem Schloss und geht hindurch.
    “Komme gleich wieder“ Takenaa hebt ihre Hand hoch: “Jo. Du weißt, wo du mich findest.“ Ich durchschreite das Portal und laufe zu Asuka. Sie bleibt, als sie mich bemerkt, stehen, bleibt aber mit den Rücken zu mir: “Vor dir kann man nichts geheim halten, oder? Und ich bin mir sicher, du willst wissen, was mir gerade durch den Kopf geht, oder?“
    “Was hast denn? Wir haben nur geredet und… Takenaa scheint es auch wieder besser zu gehen.“
    Sie dreht sich langsam zu mir um. “Du weißt nicht, was genau geschieht und ich will es dir sagen: Ihr verändert euch.“ Mit dieser Aussage konnte ich noch nicht so viel anfangen. Ich schaue einmal kurz zu mir runter und dann wieder zu Asuka. Bisher hat sich nichts verändert. “Nicht Äußerlich. Innerlich. Ihr habt mich mal gefragt, was ich bin und ich wollte es euch damals noch nicht sagen, aber in dieser Welt gibt es weder Pokémon noch Menschen, mit euch als Ausnahme. Wir nennen uns Senshi. Und was euch kümmern sollte ist: Ihr werdet, je länger ihr hier seid, auch zu einem. Eine Mischung aus Pokémon und Menschen. Es beeinflusst euer Denken und euer Handeln, als auch… eure Empfindlichkeit und euer Interesse, also eure Instinkte. Es ist aber eigentlich nicht schlimm, es wird auch keine großen Folgen für euch haben. Sobald ihr wieder in eure Welt kommt, ist alles wieder normal, nur… ich sorge mich um Takenaa.“ Mal davon abgesehen, was ich gerade gehört habe, frage ich: “Was ist mit Takenaa?“
    “Sie… sie erkennt hier ihre Heimat. Das sollte eigentlich nicht sein. Ihr wisst ja noch, wo ihr her kommt. Noch scheint es nicht so schlimm, aber ich befürchte sogar, dass sie sogar bald ihre eigentliche Herkunft vergessen wird, oder wirklich denken wird, dass sie hier schon immer gelebt hat. Tayfun, um ihretwillen sollten wir vor ihr darüber schweigen, es ist besser so. Aber ich bitte dich: Halte sie bitte im Auge und… erinnere sie, wenn nötig daran, wo sie herkommt. Ich habe nichts dagegen, wenn es euch hier gefällt, aber es soll nicht eure Heimat werden. Ihr seid nicht von dieser Welt und werdet, wenn das alles hier vorbei ist, auch wieder dorthin zurückkehren. Denkt dran, was es eigentlich für ein Risiko ist, hier zu sein. Hier manipuliert ihr alles in eurer Welt und Menschen können meistens mit so großer Macht nicht umgehen… Das ist eine Verallgemeinerung, ich erzähle nur, was ich beobachte, denk jetzt bitte nichts falsches.“ Warum sollte ich denn? Es ist eine blöde Verallgemeinerung. Es gibt auch viele gute Menschen. Mein Vater zum Beispiel. Aber ich tu mal so, als hätte ich das gerade überhört. “Takenaa soll als einfach nicht vergessen, wo sie herkommt, ist es das, was zählt?“ Sie nickt. “Ja. Komm mit, ich glaube, wir haben viel zu bereden.“ Was sie wohl von mir will? Ich folge ihr in das Schloss.

    20
    Kapitel 35: Kein leichtes Spiel

    Jim

    Ich blicke zu meinem Gegenüber. Ein Elekid. Ich schüttle nur leicht den Kopf. Glaubt nicht, dass ihr mich so einfach bändigen könnt. Ihr müsst verrückt sein, wenn ihr glaubt, mich so fertigmachen zu können. Das Elekid lädt eine Attacke auf und rennt mit einem Blitz in der Hand auf mich zu. Ich werd´ mich auch zurückhalten, euch nicht zu sehr weh zu tun. Ich hole meine Ranken raus, laufe auf das Elekid zu, mache vor ihm ein Stellungsspiel, sodass es aus seinem Gleichgewicht kommt, schlage ihn mit einer Ranke auf die Beine und mit der anderen von der anderen Seite auf den Kopf. Es fällt auf den Rücken. Ich hebe es mit den Ranken hoch und befördere es aus dem Ring. Das Training mit Boey war hart, hat sich aber wirklich ausgezahlt. So leicht kriegt ihr mich nicht klein.
    „So, jetzt bin ich dran.“, sagt ein Mädchen, welches sich in ein Hasbiror verwandelt. Es beginnt, um mich herum und über mich zu springen. Ich bleibe einfach stehen. Ich sollte nicht bei jeden so aggressiv vorgehen, sonst stellen sie sich darauf sicher ein. Es greift von oben direkt mit Eisstrahl an. Immer diese Normaltypen und ihre Vielfalt an Attacken. Ich mache einen Satz zur Seite, befördere mich mit Grasmixer nach oben und schlage das Hasbiror mit Laubklinge auf den Boden. Wer klug ist, wartet noch etwas, bis er sich gegen mich stellt. Ich stelle mich auf das Heilfeld und warte auf den nächsten Gegner. Heute ist es sogar wolkenlos und sie machen das Dach auf. Schon klar, aber leicht will ich es ihnen nicht machen. Das hier ist kein Spiel. Es kommt direkt wieder jemand als Skaraborn. Jetzt wird es, glaube ich, spannend. Es fliegt hoch und greift in dem Winkel an, dass ich praktisch direkt in die Sonne schauen müsste. Ich kann die Attacke nicht richtig entziffern, aber sonst sollte es kaum ein Problem sein. Es ist auf jeden Fall eine physische, die mit dem Horn angreift. Jetzt ist Präzision und Timing gefragt. Ich lehne mich nach vorne und warte auf den richtigen Augenblick. Ich springe und falsche das Horn mit Laubklinge zur Seite. Es bohrt sich mitten in den Boden. Ich glaube, hier muss ich nicht viel zu sagen. Ich schaue zu den nächsten. Komischerweise sehe ich dieses Sheinux nicht, was mir aber auch lieber wäre. Ich befürchte, es würde mich doch tatsächlich aus meine Fassung bringen können, dank welcher ich hier überhaupt noch stehe. Aber es scheint jemand anderes zu kommen. Moment, das ist doch die, die immer bei diesem Anführer war. Wohl seine rechte Hand, die immer als Pikachu kämpft, in welches sie sich auch direkt verwandelt. Ihr Pokémon selbst scheint ja auch ziemlich auf einen Kampf aus. Ich kann aber auch mit meinem Serpifeu arbeiten. Wenn ich mich nicht recht täusche, lenkt es auch einige meiner Bewegungen im Kampf. “Du scheinst sehr kontrolliert, ruhig und agil zu kämpfen. Wie viele Attacken würdest du wohl aushalten, ohne auszuweichen?“, sagt es. Ehrlich gesagt: Kaum etwas. Nach der dritten dürfte es das sein, selbst, wenn es ein Donnerblitz ist. Aber dazu lasse ich es besser nicht kommen. Es schimmert weiß und greift mit Ruckzuckhieb an. Vor mir springt es hoch und beobachtet meine Reaktion. Ehrlich gesagt, habe ich nichts gemacht. Sie hat sich durch das, was sie gesagt hat, verraten. Sie würde niemals so direkt angreifen, nach allem, was sie gesagt hat, was sie im ersten Moment überrascht. Und schon aus dem Gleichgewicht gebracht, aber sie ist noch zu hoch, als dass ich effektiv schnell etwas machen kann. Wenn meine Attacken nicht ruckartig kommen, können sie zu leicht ausweichen. Ich weiche den nächsten Donnerblitz zur Seite aus und beobachte. Sie landet und konzentriert sich vollkommen auf mich. Jetzt kann alles kommen. Ich glaube. Ich hab´s. Ich laufe, anders als sonst auf sie zu. Sie beobachtet und wartet genau. Sie kennt meine Schwachstellen und meine Stärken. Daher greife ich einfach mit Rankenhieb direkt an. Sie weicht jeden einzelnen aus. Dann macht sie genau das, was ich brauche. Sie geht zum Angriff über. Ich werfe mich auf den Boden und erwische ihr vorderes, linkes Bein. Sie zieht mich dafür auch noch etwas mit, doch zu spät, um etwas zu machen, ist es jetzt, denn ich setze direkt Grasmixer ein. Bei der Drehung lasse ich sie irgendwann los. Ich weiß nicht was, aber irgendwas zerdeppert bei ihrem Aufprall. Egal, für was für ein Projekt ihr mich benutzen wollt, das wird so nicht geschehen. Der Anführer, der Silber, redet mit dem, der sie hier empfangen hat. Er scheint eine wichtige Person zu sein.
    “Nicht zu schaffen? Gib nicht so klein bei, Silber. Nagut, da es dein erstes Mal ist, dass ihr jemanden gefangen habt, werde ich mal nicht so sein, wie man das schaffen kann.“ Er schaut in das Feld. “Bringt ihn in seine Gemächer. Ich will ihn vollkommen ausgeruht und in Topform bekämpfen. Selbe Bedingungen.“ Er scheint sich seiner Sache ziemlich sicher zu sein. “Und ich setze keine Attacken ein.“ Ja… sehr sicher. Ich verwandle mich wieder zurück. Das war´s ja dann wohl für heute. Diese Lou hat gesagt, ich solle lieber kooperieren. Ehrlich gesagt, sehe ich, so lange ich hier bin, auch keinen Sinn mehr für sowas. Versuchen, mich unter Kontrolle zu kriegen, werden sie eh nicht mehr, das haben sie ja versucht und das war der einzige Grund, weshalb ich überhaupt die ganze Zeit widerstand leiste. Nur, um ihnen zu so zu sagen, dass ich ich nicht über mich bestimmen lasse. Dass sie mich nicht kontrollieren. Vorsichtig wird die Tür geöffnet, doch ich mache nichts und lasse mich einfach nach wohin auch immer bringen.

    21
    Um Platz zu sparen, wurde das Amusement-Kapitel, welches hier war, auf eine Extra-Seite gestellt. Der Link findet sich hier:
    http://www.testedich.de/quiz50/quiz/1507318857/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Fakten-und-Amusement-Kapitel

    Es existierten vor der Seite 5 Amusement-Kapitel. An ihrer Stelle wird das selbe wie hier stehen. Amusement-Kapitel werden in der Regel alle 6 Kapitel erfolgen.

    22
    Kapitel 36: Weiter vorwärts: Einfach wie immer.

    Takenaa

    “Sag mal, Takenaa, was machst du da die ganze Zeit?“, fragt mich Tayfun verwundert. “Das hätte ich auch gerade gefragt.“ Ich höre auf, das Amulett von Mona in meiner Hand zu schütteln. “Ich frage mich nur, wann es sich auch mal entwickeln wird. Wir sind jetzt schon so lange hier und haben auch nicht wenige Gegner besiegt.“ Unzählige Räuber, Banditen, oder auch Herausforderer. Ich kann nicht alles aufzählen, wem wir alles schon so begegnet sind. “Asuka?“, fragt Tayfun. Asuka muss wieder etwas erklären. Ich finde es an sich ja nicht schlimm, aber sie redet manchmal doch sehr langsam und lange…
    “… Nun… Hier ist das Entwickeln von Pokémon wohl anders, als ihr es gewohnt seid. Ich weiß ja nicht, wie ihr es tut… tschuldige: Wie es eure Pokémon tun, oder taten. Es ist… ach, ihr wisst ja. Nun, wir benutzen immer spezielle Kristalle, mit welchen wir uns, oder auch eure Pokémon, entwickeln können. Sie sind auf dem ganzen Kontinent und auf jeder Insel verteilt. Es ist eine Prüfung für denjenigen, der sich entwickeln will. Es ist ein seltenes Phänomen, was maximal Zwei mal im Leben geschieht, daher soll man beweisen, dass man entschlossen und stark genug ist, sich zu entwickeln.“ Interessant. Im Gegensatz zur gezwungenen Entwicklung, wenn man Steine benutzt, oder sonst was… wobei… “Und was ist, wenn man jetzt sowas wie ein Evoli hat? In was entwickelt es sich?“
    “Das kommt, genau wie bei euch, genau darauf an. Einige Dinge ähneln sich stark, wie zum Beispiel die Entwicklung bei bestimmten Orten, mit bestimmten Gegenständen. So muss sich ein Evoli gut aussuchen, wo es sich entwickelt, es gibt ja mehr als nur einen dieser Kristalle. Sie wurden früher aus einer Schmiede aus kostbaren Mineralien und Magie hergestellt.“
    “Und was, wenn so ein Kristall auf einmal verschwindet?“, fragt Tayfun zwischendurch. “Mann kann solche Kristalle nicht einfach entnehmen. Dazu braucht man schon eine immense Kraft. Stellt es euch, wie das Schwert Excallibur vor. Außerdem werden sie von Wächtern bewacht, wie auch die Zahnräder der Zeit. Das sind Instrumente, die die Zeit am Laufen halten und somit auch Dialga kontrollieren. Nehmt es für´s Erste bitte so hin, denn wir sollten uns jetzt anderen Dingen widmen. So langsam wird die Grenze zwischen uns und Boey schmaler, da wir die ganz hohen Gebirge nun hinter uns gelassen haben. Nur noch eine Station hält uns von Clive´s gesichterten Gebiet auf.“
    “Es ist der Berg da vor uns?“ Sie nickt. Er scheint bewohnt zu sein. “Ein Außenposten des Wiederstandes gegen Clive. Es gibt nämlich noch weitere Zellen, die sich gegen ihn wenden, welche sich versammelt haben. Allerdings sind sie weniger und auf Fremde nicht so gut zu sprechen. Wir sollten direkten Kontakt weitestgehend meiden.“ Oh… fertig? Es ist ja schön, dass sie das alles erklärt, aber es ist immer so viel und dann alles auf einmal und dann noch beim Laufen! Ich frage mich, wo gerade die Front ist? Sind wir schon weit beieinander, oder, wie ich denke, da wir Ewigkeiten marschieren, sind sie noch Meilen entfernt? Ich blicke in den Himmel. Es ist immer das selbe Wetter, egal, wo wir sind: Blauer Himmel und etwas bewölkt. Meistens so 50%Wolken und 50% freier Himmel. Weist ist der Berg auch nicht mehr entfernt und ganz im Ernst: Außen herum will ich auch nicht laufen, lieber den Weg, auch, wenn er gefährlich ist. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen können. Ich mein: Ich hab Mona, was soll da schon schief gehen?

    23
    Kapitel 37: Neue Freunde

    Teona

    “Jetzt komm! Wir müssen schnell hier weg, bevor die Leute hier mitkriegen, was passiert ist!“
    “A-aber mein Amulett! Ich habe es doch in der Eile liegen gelassen! Es ist mir sehr wichtig! Hier, ich kann dich mit dem Teleport in Sicherheit bringen!“
    “Nichts da! Ich habe meine Leute nicht verraten, damit du mich hier jetzt wegzauberst! Wenn, hätte ich längst darum gebeten! Hör mal, wenn wir zurück sind, werde ich dir das Amulett persönlich wiederbringen, okay? Aber jetzt zählt nur das Laufen! LOS!“
    “… okay.“

    Wir haben die Wurzel des Berges schon hinter uns gelassen und sehen das Lager schon aus der Ferne. Es scheint, als würde der Weg sich gabeln. “Wir müssen hier links lang.“, sagt Asuka. Dort sind zwar Mauern, Tore und Wachen, aber die sind sicherlich für andere Besucher da. “Moment, hört ihr das auch?“, fragt Takenaa plötzlich. Ich horche. “Ja, kann sein. Ich höre ziemlich viel. Sag mal, was du meinst.“
    “Hier regt sich etwas. Auf der rechten Seite des Weges.“
    “Da sollten wir nicht lang! Wir können nur auf der linken gehen, sonst riskieren wir zu viel und damit meine ich nicht Zeit...“ Ich wechsle mit Takenaa einige Blicke. Irgendwann nicken wir beide. Tayfun hält sich ein kichern zurück. Das muss echt komisch ausgesehen haben, wenn selbst Tayfun fast gelacht hätte. “Wir gucken nur kurz. Wir wollen wissen, was da los ist!“
    “Lasst das lieber...“, aber da sind wir schon weg. Jetzt steht Asuka mit Tayfun alleine da und sie wechseln Blicke. Auf was für einen Schluss sie jetzt gekommen sind, weiß ich allerdings nicht. Uns gefolgt sind sie nicht. Einer dieser Leute knurrt uns schon an: “Fremde haben hier nichts verloren. Wenn ihr hier durch wollt, geht gefälligst auf die andere Seite, hier ist kein Durchgang.“ Sehr höflich.
    “Ach? Ich könnte schwören, hier hätte jemand einen Aufstand gemacht?“
    Er sieht sie bedrohlich an: “Jetzt komm mir nicht mit solchen Spielchen, Kleine! Ich warne euch: Verzieht euch, oder-“ Er wird von hinten niedergeschlagen von einem Jungen mit einem Mädchen in Begleitung. “Danke. Ich hätte nie gewusst, wie wir hier unbemerkt vorbeikommen sollten.“ Jemand mit orangenen Haaren, einem schwarzen Kragen-Shirt und einer blauen Kargo-Hose. Zusätzlich einer Schulterpanzerung an der linken Schulter. “Moment, wer oder was...“
    “Blau entkommt! Er ist der Verräter!“
    “Ach, verdammt noch eins! Hört mal, es ist jetzt wirklich schlecht! Wir sehen uns vielleicht irgendwann mal!“ Doch aus einer Flucht wurde nichts. Hinter uns marschieren diese Leute schon auf. “Ach, jetzt hört doch auf, noch mehr?“ Ich ziehe Takenaa kurz zu mir: “Du, ich glaube, wir sollten uns da nicht weiter einmischen...“
    “Die Fremden haben beim Ausbruch geholfen! Nehmt sie alle vier gefangen!“ Takenaa grinst sehr gezwungen zu mir. “Hehehe….. was?“
    “Sieht so aus, als säßen wir jetzt alle im selben Boot. Ich bin Gary und das da ist Bianca. Ich habe mir ein Herz genommen und sie hier rausgeholt. Und na ja, hier sind wir jetzt.“ Danke auch. Jetzt wäre Tayfun ganz brauchbar, sie hätte eine große Angriffskrafft, uns hier ein Loch durch die Wand zu machen, sodass wir entkommen könnten. Wobei… dann rannten wir ja wieder zurück… hm… Ich mache mir eine Übersicht über unsere Lage. Ich, Takenaa und zwei, die ich nicht einschätzen kann.
    “Wir kriegen das schon irgendwie hin… Blau, oder Bianca, könnt ihr ein Loch in ihre Verteidigung da machen? Dann können wir uns wenigstens besser formieren...und auch vielleicht zurückziehen...
    “Nun, versuchen kann ich es, allerdings ist sie da keine Kämpferin, da ihre Amulette fehlen.“ Das sind ja Menschen! Keine… wie hießen sie? Shenshin? Irgendwie so was. Keine Kämpferin? Hm… das macht die Sache schwieriger… Aber wo sind Tayfun und Asuka? Ich sehe sie überhaupt nicht mehr. Ich hoffe, sie lassen uns nicht hier alleine...

    24
    Kapitel 37: Nicht dumm. Nein, aber nervig.

    Lou

    “Clive, wir haben den hier an unseren Vorräten gefunden!“, ruft einer von Clives Leuten, während sie jemanden vor sich zu Clive schubsen. Clive mustert ihn. “Wohl jemand von der Rebellenzelle am südlichem Rande. Diese Rote Uniform verrät alles. Nun, bringt ihn hier zur Wand. Er soll sehen, was mit allen geschieht, die sich mir widersetzen und gefasst werden.“, sagt er und geht in den Ring, wo dieses Serpifeu schon kampfbereit auf ihn wartet. Er wird zur Wand gebracht und dort hingesetzt. Zwei bewachen ihn.
    Silber steht am Rande des Feldes und scheint mehr in Gedanken zu sein, als darauf zu achten, was dort passiert. Clive hat sich ganz locker gegenüber von diesen Typen gestellt. Silber scheint sehr an seinem Stolz gekränkt zu sein. Ich wünschte, er würde sich da keine so großen Sorgen machen. “Jetzt entspann dich mal wieder, Clive zeigt uns, wie man sowas macht. Er verwandelt sich sonst im Notfall und patz!“
    “Ohne Attacken will er das machen. Ich bin gespannt, wie er das anstellen möchte.“ Gespannt schauen wir zu ihm. Er macht nichts. “Na los. Wenn du mich besiegst, kommst du hier raus.“ Ehm… Ach, er macht das! Sonst würde er keinen so hohen Einsatz bieten. Er wartet auf seinen Gegner und eine Weile geschieht nicht wirklich etwas. Sie scheinen mit ihren Blicken zu lesen, was der andere tun wird, wie er angreifen wird und was er vorhat. Das Serpifeu steht entschlossen da und achtet stark darauf, was sein Gegner macht. Clive hingegen. Steht entspannter da und schaut mit seinem normalen Lächeln. Er behält die komplette Ruhe, was seinem Gegenüber wohl aus der Fassung bringt. Schließlich wagt er einen Angriff aus der Distanz, doch Clive weicht nur geschickt im letzten Moment mit einer einfachen Bewegung aus. Was hat er vor? Langsam wagt er sich mehr und mehr Angriffe auf Clive. Der weicht einem nach den nächsten geschickt und ohne große Probleme aus. “War das schon alles? Na komm, was ist denn los?“ Er bekommt, was er hinauf beschworen hat. Nur hat er dies so bewusst getan, dass er sich auch nicht einmal treffen ließ. Selbst, wenn sein Gegner in den Nahkampf geht. Er schlägt so schnell und präzise zu, aber es reicht nicht für Clive aus. Er ist schneller und scheint alles schon kommen zu sehen. Als ob er wüsste, was er tut, bevor er es tut. Unglaublich, wie schnell die sind. Das Serpifeu macht oftmals Stellungsspiele, wechselt die Position, aber Clive sieht nicht so aus, als würde ihm irgendwas überraschen. Er springt über ihn, Clive macht einen Schritt zur Seite. Er greift mit Rankenhieb an, Clive lehnt sich zur anderen Seite, oder macht selbst einen Salto rückwärts, aber er greift nie an. Er kommt auf ihn zu, Clive macht einen Katzensprung über ihn, rollt sich ab und schaut wieder zu ihm. Und das in dieser Rüstung. Das Serpfieu wird immer unruhiger. Aber wie will Clive das gewinnen, wenn er nie in die Offensive geht? Silber schaut gequält, als hätte er auf einmal verstanden, was er plant. “Was ist?“
    “Sieh selbst. Dieser Kampf ist gleich vorbei. Clive macht ihn fertig, ohne, dass er es merkt.“ Wie? Mental? Ich schaue wieder auf´s Feld. Also… ich kann da nicht wirklich was erkennen. Es wird mir erst nach einer Weile klar, als er aufhört, anzugreifen und nach Luft schnappt. Er hat ihn zur Erschöpfung kämpfen lassen und in seiner Unruhe hat er auf nichts mehr geachtet. Nicht schlecht. Clive wartet noch einen Moment. Dann sieht er seinen Sieg bestätigt. “Da seht ihr es. Jeder kann besiegt werden. Auch ohne Attacken.“ Er geht etwas im Feld herum. “Nun, es gibt auch Leute hier, die meinen, diesen Kampf zu verlieren, da wir Gebiete verlieren. Dass wir niemals wieder in unsere Alten Gebiete zurück können.“ Er hält kurz beim neuen Gefangenen der Rebellen. “Dass der Widerstand niemals mit uns kooperieren wird...“ Er geht weiter. “Und genau so gibt es Stimmen, die sagten, dass dieser Duellant im Duell nicht besiegt werden kann. Genau wie hier werdet ihr lernen, dass Geduld, Zeit und die rechte Einstellung das ist, was uns zum Sieg verhelfen kann.“ Wow. Was hat der denn auf einmal? So habe ich ihn ja noch nie gesehen. Aber man konnte merken, dass er nicht nur uns damit gemeint hat. Er wartet noch eine Weile, um das, was er gesagt hat, einwirken zu lassen. Auf einmal kommt von hinten eine Attacke, die Clive aus dem Ring wirf. Er fängt sich aber und versucht, die Situation zu erkennen. Vom wem die Attacke kam. Ich habe auch viel zu sehr auf Clive geachtet, als dass mit auffällt, dass der Gefangene seine Wachen, die auch auf Clive achteten, zu überwältigen und sich in ein Wolwerock der Tagesform zu verwandeln. Er stürmt los, zerbricht dabei eine Säule, die einen Turm gehalten hat. Er fällt und das Serpfieu ist auch schon weg. “Schließt das Tor!“, ruft Silber sofort. Er hat hier wohl am ehesten die Ruhe bewahrt. Ich versuche grade, unsere Gegner wieder ausfindig zu machen, aber das lässt sich unter den ganzen Chaos und Staub nicht sicher bestimmen. Halterungen der Zelltüren wurden gelöst und das Tor wird nun manuell geschlossen. Ich sollte da helfen, sonst komme ich mir zu unnütz vor. Wir schaffen es, das Tor zu schließen, jedoch läuft das Wolverock mit den Serpfieu auf dem Rücken davorn. “Ich verfolge sie und werde herausfinden, wo sie hinlaufen! Bestimmt finde ich dann auch heraus, wo sich ihr Stützpunkt aufhält!“, sagt Angie und nimmt die Gestalt eines Sheinuxes an. Eigentlich bin ich als Pikachu ja schneller als ein Sheinux, aber sie ist nun wirklich extrem schnell geworden, was sie halt immer trainiert hat. Möglichst schnell. “Das ist nicht von Nöten. Ich sagte doch, wenn er gewinnt, kriegt er die Freiheit. Ich stand noch im Ring und es wurde auch kein Sieg ausgesprochen. Es war mein Fehler… ANGIE!“ Sie ist schon weg. Entweder wollte sie nicht hören, oder sie hat eben nicht gehört. “Das Problem ist: Ich weiß doch schon, wo sie hin wollen. Wie auch immer: Gute Arbeit, Silber. So konnten wir das schlimmste verhindern.“ Ich wette, das hat ihm gut getan.

    Ende des zweiten Aktes.

article
1497899789
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II ...
Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen Akt: II ...
Der zweite Akt des Fanfictions: Pokémon - Dämmerung von zwei Reichen
http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1497899789/Pokmon-Daemmerung-von-zwei-Reichen-Akt-II-Wege-des-Schicksals
http://www.testedich.de/quiz49/picture/pic_1497899789_1.jpg
2017-06-19
407H
Pokemon

Kommentare (6)

autorenew

Symphonies ( von: Symphonies)
vor 2 Tagen
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass es sich dabei um eine ziemlich gute Geschichte handelt.
Es ist schade, dass es hier so wenig Kommentare gibt.
Jim ( von: Jim Helco)
vor 3 Tagen
Danke. Ich freue mich über jedes Feedback. Fühlt euch ruhig frei, alles zu kritisieren, dann kann ich drauf auch Rücksicht nehmen und in künftigen Kapiteln auch umsetzen. Das mit den Charakteren kann ich jetzt leider nicht mehr ändern, da jeder seinen Teil in der Geschichte hat. Hierauf bezogen könnt ihr auch für die Fakten-Seite Feedbacks hinterlassen, ob euch diese Übersichten so in Ordnung ist, sodass man nicht wegen der Personenvielfalt durcheinander kommt. Sonst bin ich gerne für Vorschläge offen.
Für die Schreibweise muss ich mich entschuldigen, aber es ist die Art, wie ich schreibe. Ich kann, wenn mir Beispiele für gewisse unverständliche Szenen genannt werden könnten, die💗ysieren und versuchen, künftige Szenen besser zu verfassen.

-Ich werde aber schon mal versuchen, einige Szenen (noch) besonderer zu schreiben.
Erdbeerseife (14593)
vor 3 Tagen
Guten Abend Herr Autor,

Ich hab die Geschichte vor einer Weile gefunden und angefangen zu lesen. Und anfangs fand ich sie echt gut.
Allerdings, nun nicht mehr.
Erstmal, warum ich überhaupt alles gelesen habe, was es bislang nun gibt. Ist einfach, die Idee.
Die Idee ist beeindruckend, gerade weil es kein richtiges 'Gut' und 'Böse' gibt und man sich selbst ne Meinung bilden soll oder doch eher kann. Genauso wie die Arbeit dahinter, ich finde, dass du das alles sehr überlegt geschrieben hast
Allerdings brachte es mich sehr schnell an den Punkt, wo ich irgendwann keinen Bock mehr hatte.
Irgendwie. Gibt es keine Spannung für mich. Keine Szene wo ich denke "Boah! Die ist echt geil! Die muss ich mir merken! Dir muss ich unbedingt noch mal lesen!" Allgemein ist mir das alles zu lang.
Für mich persönlich, sind es zu viele Charaktere und ich kann niemanden davon jetzt irgendwie zuordnen.
Auxerdem hab ich ein weiteres Problem, was ich nun aufhören writer zu lesen. Ich kann nebenbei nichts machen! Ich lese gerne Bücher und Ffs, dabei höre ich aber auch ultra gern Musik. Und das Musik hören kann ich komplett vergesse. Ich höre meine Mucke und verstehe den kompletten Text nicht. Ich kann den Text nicht im Bus lesen, oder Zuhause, wenn es nicht absolut still ist. Das Teil ist ultra komplex! Aber ich hab einfach nicht den Nerv mich hin zusetzen, aie beim Lernen und mich nur auf diesen Text zu konzentrieren.
Mit solchen Sachen, solchen Texten, will ich entspannen und dabei hab ich keine Entspannung.
Ist schade. Die Idee ist namkich gut. Ich hab zwar keine Ahnung, wie es anderen geht,aber ich wollte jetzt mal ehrlich sein. Vielleicht bin ich auch nicht intelligent genug für dein Zeug. Tipps kann ich dir keine geben, weil. Ich einfach nicht genug Ahnung vom Autor. Sein hab.
Zu Zeichensetzung oder Rechtschreibung kann ich nichts saven, weil ich daruf net achte.
Sorry.
Mirror ( von: Mirror)
vor 28 Tagen
Auch dieser Akt, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt wirklich gelungen.
Es ist faszinierend, wie du all die Facetten der einzelnen Charaktere fein hervorhebst und all die verschiedenen Komponenten... Die Einzigartigkeit der verschiedenen Charaktere kommen sehr gut zur Geltung. Bei keinem Charakter habe ich das Gefühl, dass er irgendwie untergeht. Und das ist das unglaubliche an deiner Geschichte.
Du hast du unglaublich viele Charaktere und deren Charakter und ihre Geschichte fließen zusammen und bilden das Besondere.
Ich fühle mich sehr geehrt, diese Geschichte lesen zu dürfen.
Mew ( von: Mew)
vor 54 Tagen
Das ist echt gut geschrieben ^^
Tayfun ( von: Tayfu)
vor 74 Tagen
Hab mir heute die Zeit genommen die neuen Kapiteln durchzulesen. Es ist voll spannend!
Sparx: Warum bin ich nicht dabei?
Du bist doch in mein FF. Nerv Jim nicht -.-'