Springe zu den Kommentaren

World of Mystik 21

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 3.045 Wörter - Erstellt von: Torden! - Aktualisiert am: 2017-07-13 - Entwickelt am: - 153 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Europa wurde in Stücke gesprengt und Asien steht in Flammen. Nordamerika und Russland sind zu einem gigantischen Waldgebiet verschmolzen. Mittendrin einige Jugendliche, die dem Chaos auf den Grund gehen sollen

    1
    ((bold))Das Gefühl von Meer((ebold)) Sie quetschte sich durch die Menschenmenge und lief auf die von Transportern und Motorrädern verstopfte Straße
    Das Gefühl von Meer

    Sie quetschte sich durch die Menschenmenge und lief auf die von Transportern und Motorrädern verstopfte Straße. Das wilde Hupen galt nicht ihr. Ein Auto fuhr neben Chloé an und sie sprang auf den überfüllten Gehweg. Jemand fluchte, weil sie ihm auf die Füße getreten war. Hastig murmelte sie eine Entschuldigung und rannte weiter.
    Ihr Herz trommelte im arhythmischen Tempo von Regentropfen. Trotz der Kälte standen Schweißperlen auf ihrer Stirn ihre Lunge brannte. Als sie eine ältere Frau anrempelte, zuckte sie erschrocken zusammen. Wieder entschuldigte sie sich und stürmte mit einem letzten Blick zur anderen Straßenseite weiter.
    Sie dürfen mich nicht kriegen, dachte Chloé und wich einem Kinderwagen aus, Nicht jetzt, wo es tatsächlich da ist. Ihr Blick haftete an der dunkelgrauen Wolke über dem Norden der Stadt, die dick und schwer und böse hinter den Hochhausgiganten hervorlugte. Am Ende waren nicht sie zu den Flammen gekommen, sondern die flammen zu ihnen.
    Endlich erreichte sie die lang gesuchte Seitengasse. Von Hauswand zu Hauswand waren es vielleicht zwei Meter. Über ihr spendete ein schmaler Streifen Himmel diesiges Licht. Etwas kaltes rann dem Mädchen in die Schuhe und durchnässte ihre Socken. Ein Schauder lief ihr über den Rücken. Für einen kurzen Augenblick wusste sie genau wie tief die Pfütze war und welche Temperatur auf die Gradzahl genau das Wasser hatte. Sie zog ihren Fuß heraus, bevor das Flüstern begann.
    Kurz tanzten schwarze Flecken vor ihren Augen und sie lehnte sich an eine der Wände um zu Atem zu kommen. Die Müllsäcke, die die Gasse halb versperrten, trugen hellgraue Zipfelmützen und mieften trotz der Kälte vor sich hin. Chloé spähte zum Eingang der Gasse und erwartete bereits eine dunkle Silhouette, die sich bedrohlich davor abhob. Stattdessen entfuhr ihr ein Seufzer der Erleichterung. Er war ihr nicht bis hierher gefolgt.
    Sie stieß sich von der Wand ab und bahnte sich langsam einen Weg durch Schneehaufen, zurückgelassenen Schrott und etwas, das vielleicht mal ein Verkaufsstand gewesen war. Jetzt ragten nur noch kleine, bunte Fetzen von billigen Stofftieren aus dem dreckigen Schnee. Sie riss sich vom Anblick eines rosaroten Teddys los und trottete weiter.
    Am Ende der Gasse warteten die anderen auf Chloé. Sie sahen mindestens genauso erschöpft aus wie sie sich fühlte.
    „Hast du ihn abgehängt?“, fragte Josiah müde. Dunkle Ringe zeichneten sich unter seinen Augen ab und aus ihnen sprachen alle Anstrengungen der letzten Tage.
    „Ja, er hat meine Spur verloren als ein LKW die Straße versperrte.“, erwiderte sie heiser, „Wie geht es Newt?“
    „Den Umständen entsprechend. Beißer hat ihm schwer zugesetzt.“
    Beißer. Der Name hing als stumme Drohung in der Luft. Chloé schluckte bei der Erinnerung an die brennenden Schmerzen in ihrem Bein, während sie aus der Seoul Station geflohen waren. Gestern hatte er sie wieder sie wiedergefunden. Eine Woche lang waren sie durch die Hauptstadt von Südkorea gehetzt, immer auf der Suche nach jemanden, der sie noch Norden hätte mitnehmen wollen, aber niemand war freiwillig dazu bereit dem Feuer entgegen zu fahren. Die Bahnhöfe waren nach der Panik in der Seoul Station endgültig geschlossen worden und die Evakuierungen im Nordteil der Stadt verhinderten, dass sie zu Fuß weiterkamen.
    Newt lehnte mit geschlossenen Augen an einer Wand. Ab und zu rutschte er ein Stück zur Seite oder nach unten. Dann wurde er von Rhea festgehalten, damit er nicht während er schlief in den Schneematsch fiel. Seine Schmerzensschreie hallten noch immer in Chloés Kopf nach.
    Beißer. Da hat Sol mal einen passenden Namen gefunden. Wenn er dich einmal gebissen hat, lässt er sich nicht mehr los, bis er dich endgültig hat, fluchte Chloé innerlich, Wir hätten ihn ausschalten sollen als wir die Gelegenheit dazu hatten.
    „Irgendeine Spur von seinen Kollegen?“, fragte sie.
    „Nein, nichts mehr.“, schaltete sich Carol ein, „Vielleicht haben sie ja aufgegeben.“
    „Als ob.“, schnaubte Chloé, „Vermutlich holen sie nur Verstärkung oder so.“
    „Kein Grund bissig zu werden.“, murmelte Carol.
    „Ich bin nicht bissig.“, erwiderte Chloé… bissig und verschränkte die Arme vor der Brust. Alles was sie wollte, war ein heißes Bad um die Kälte zu vertreiben und danach in ihre Hängematte zu fallen und sich an ihr Lieblingskissen zu kuscheln.
    „Wir haben jetzt keine Zeit für Zickenkrieg und sollten lieber überlegen, wie wir ins Warme oder zumindest Trockene kommen. Danach was wir wegen des Feuers und Beißer und eventuell seine Kollegen unternehmen.“, rief Sol und kam mit Hope und Tayo zu ihnen.
    Noch mehr Leute, die reden, hätte Chloé am liebsten laut aufgestöhnt, aber sie wusste, dass die anderen Recht hatten. Ein heißes Bad war Wunschdenken, doch ein trockener Ort, wo sie sich für ein, zwei Stunden ausruhen konnten, sollte sich einrichten lassen.
    „Hast du einen geeigneten Platz gesehen, als du hierher gekommen bist?“, holte sie Josiahs Stimme wieder aus den Gedanken.
    „Nein.“, murmelte sie und schloss die Augen, „War viel zu sehr damit beschäftigt, ihn von euch wegzulocken. Da hatte ich nicht wirklich Augen für so was.“
    Josiah seufzte. Fast tat es Chloé leid, dass sie so war wie sie gerade war. Ihre Mutter nannte sie dann die „schläfrige Atombombe“. Aber selbst schuld, wenn man mit ihr redete, wenn sie müde war.
    „Zwei Straßen weiter gibt es einen kleinen Laden, der das Gitter vorm Schaufenster zwar heruntergelassen hat, aber ein Fenster auf der Rückseite ist groß genug um hindurch zu klettern. Er scheint leer zu stehen, ist aber ziemlich schmutzig.“, hörte Chloé Djangos Stimme und stöhnte jetzt wirklich.
    „Sicher, dass da niemand ist?“, hackte Carol nach.
    „Ziemlich sicher.“, meinte eine Stimme, die wohl zu Leándra gehörte. Sie hatte gar nicht bemerkte, dass die Griechin und der reiche, kanadische Idiot weg gewesen waren. Nicht, dass sie sich nach der Gesellschaft der beiden gesehnt hätte, aber ihre Verfolger waren noch irgendwo da draußen und sie wünschte niemanden allein auf Beißer zu treffen.
    Missmutig folgte Chloé den anderen durch kleinere Nebenstraßen. Ihre nassen Füße waren inzwischen zu kalten Klumpen erstarrt und sie hatte Hunger. Wow, fehlt nur noch, dass ich penetrant „Wann sind wir da?“ frage und das alle zwei Minuten.

    Der Laden war wirklich klein und noch kleiner war das Fenster. Wie Django und Leándra glaubten durch die kleine Öffnung zu kommen, die zusätzlich von einer trüben Scheibe versperrt wurde war ihr ein Rätsel. Ein geworfener Stein und ein helles Klirren verrieten Chloé, dass Tayo wohl kein Fan von Rätseln war.
    Dankbar nahm sie Josiahs Hilfe beim Hochklettern an und quetschte sich durch das Fenster. Durch die Dunkelheit konnte sie kaum etwas erkennen, doch der Geruch reichte ihr. Schwer und süß, aber auch bitter und scharf und fruchtig. Es waren tausend Gerüche in einem, vertraut und völlig unbekannt. Sie fragte sich wie Hjördis auf diesen Ort regiert hätte, entweder mit einem Jubelschrei oder einem Ohnmachtsanfall. Sie tippte auf letzteres. Dieser Laden war für sie ja schon zu intensiv.
    Hinter ihr kramte Carol in ihrem Rucksack herum und knipste ihre Taschenlampe an. Der Lichtkegel wanderte über die Regale voll unzähliger Schubladen. Auf jeder Schublade stand ein anderes koreanisches Schriftzeichen. Nur selten stand eine englische Übersetzung darunter, die Chloés Verdacht bestätigte. Tees, dachte sie, aberhunderte von Tees.
    Jemand tippte sie an. Als sie sich umdrehte blickte sie in Rheas dunkelblaue Augen, die im Licht der Taschenlampe seltsam strahlten.
    „Du blutest.“, murmelte das Mädchen und wandte de Blick ab. Chloé sah verwirrt an sich herab und bemerkte erst jetzt den langen Schnitt der sich über ihren linken Unterarm zog. Mit spitzen Fingern zog sie ein paar kleiner Glasscherben aus ihrer Haut.
    „Das ist nicht.“, erwiderte sie, doch Rhea hatte bereits ein Erste Hilfe Set aus ihrer Tasche gezogen und machte sich daran den Schnitt zu reinigen und zu verbinden. Fasziniert beobachtete Chloé ihre schnellen und geschickten Bewegungen.
    „Wo hast du…?“, setzte sie an, aber in diesem Moment fuhr ein vertrautes Gefühl ihr Rückgrat herab und sie sprang auf. Rhea wich zurück und der halbfertige Verband verrutschte. Es war Chloé egal, genauso wie ihre vorherige Erschöpfung.
    „Was ist los?“, rief Django ihr verwirrt zu.
    „Sie ist da.“, antwortete Chloé nur freudig und lief zum Fenster. Sie kletterte auf eine Kiste, die in der Nähe stand und spähte hinaus. Suchen war unnötig, denn sie hätte dieses Mädchen auch erkannt, wenn sie in einer dichten Menschenmenge gestanden hätte. Die mintgrünen Strähnen hoben sich vom grau der fallenden Schneeflocken ab und zeichneten ein Lächeln auf Chloés Gesicht.
    Hinter sich hörte sie die anderen tuscheln, was sie aber nicht daran hinderte aus dem Fenster zu klettern und auf die Straße zu springen. So schnell es ihre tauben Füße zuließen stürmte sie Marina entgegen und kam schlitternd vor ihr zum Stehen.
    „Wie zur Hölle hast du uns gefunden?“, fragte sie atemlos. Marina lachte und schulterte ihre Armbrust.
    „Wir haben unsere Wege. Was ist mit deinem Arm passiert?“, schlich sich Besorgnis in das Lachen des anderen Mädchens. Chloé wurde etwa ruhiger. Sie wollte nicht, dass sich Marina Sorgen um sie machte.
    „Nur ein Schnitt. Und Gott, bin ich froh dich zu sehen.“, lächelte sie und fiel ihrer Freundin um den Hals. Das Gefühl von Meer schwappte über sie und sie war zuhause.
    „Ich störe eure rührselige Szene ja nur ungern, aber können wir aus dieser Kälte raus?“, grummelte Kallik neben ihnen und verpasste Chloés Freude einen kleinen Dämpfer. Er trug wie immer komplett seltsame Farben – orange, grün – und generell zu dünne Sachen.
    „Ach, zünd dich doch selbst an. Außerdem dürftest du in diesem Leben überhaupt kein Problem mit dem bisschen Schnee haben.“, grinste Marina. Chloé war sich nicht sicher was sie damit meinte, grinste aber trotzdem über Kalliks pikierten Gesichtsausdruck. Mit einem Arm um Marinas Schulter gelegt gingen sie zum Teeladen zurück.

    Jemand war so freundlich gewesen und hatte Wasser aufgesetzt und der kleine Raum roch jetzt mehr nach Orangen als nach allen anderen Sorten. Auf Licht verzichteten sie, aus Angst, dass jemand auf der Straße sie sehen könnte. So saßen sie im gedämpften Licht ihrer Taschenlampen, Chloé an Marina gelehnt und mit einer Tasse dampfenden Tee in den Händen. Ab und zu ernteten sie und Marina seltsame Blick von den anderen, aber sie erwiderte sie nur trotzig. Das einzige was sie ein wenig aus der Fassung gebracht hatte, als sie drei zurückgekommen waren, war Josiahs wissendes lächeln gewesen. Wie hatte sie das vergessen können? Natürlich hatte er es gewusst. Vermutlich hatte er es sogar vor ihr gewusst.
    Sol beendete ihren maßlos übertriebenen Bericht über die Ereignisse der letzten Tage, worauf kurzes Schweigen folgte.
    „Der Elefant war nicht so groß.“, hörte Chloé Rhea leise murmeln. Die junge Inderin hatte, nachdem sie den Verband erneuert hatte, nichts mehr gesagt.
    „Und was gibt es Neues bei den anderen?“, fragte Tayo.
    „Wir wissen nur das Tulio sie nach Magadan zu einem Mitarbeiter von ATLAS gebracht hat und sie von da aus weiter wollen. Von Tulio wissen wir, dass er sich bei eurem Freund in Japan einquartiert hat und Nachforschungen im Bezug auf Satori Industries betreibt. Wir haben aber seit ein paar Tagen nichts von ihm gehört.“, erklärte Kallik.
    „Dieser Agent, Beißer, wie alt ist der?“, warf Marina in die Runde. Chloé war nicht überrascht. Sie hatte gespürt, dass Marina etwas beschäftigte seit die Sprache auf den unbekannten Para gekommen war.
    „Mitte dreißig. Wieso ist das wichtig?“, fragte sie. Der Blick, den Marina mit Kallik tauschte, irritierte sie.
    „Du meinst… Jeon?“, antwortete Kallik auf den Blick. Marina nickte. Chloé verstand nichts.
    „Klärt uns jemand auf?“, wieder stellte Tayo die Frage.
    „Jeon Gyeong war ein Para, den ATLAS vor etwa zwanzig Jahren auf dem Schirm hatte. Damals wurde nichts unternommen, weil er seine Kraft gut im Griff hatte und niemandem damit geschadet hat. Satori Industries muss ihn wohl rekrutiert haben.“
    Niemanden geschadet? Seine Kraft besteht nur daraus anderen zu schaden!, rumorte es in Chloé.
    „Er sollte seine Fähigkeit in dieser Form nicht mehr nutzen können. Er verwendet sie anscheinend wie ein Teenager, dabei ist er dafür schon zu alt.“, fuhr Kallik fort.
    „Noch ein Rätsel.“, seufzte Chloé. Normalerweise mochte sie Rätsel, inzwischen hingen sie ihr jedoch zum Hals raus.
    „Ein Rätsel, das leider warten muss.“ sagte Marina und klang nicht gerade glücklich. Chloé griff ach ihrer Hand und drückte sie leicht. „Wir müssen euch auf die Nordseite der Stadt bringen. Das Militär hat aber schon alles abgeriegelt und sie werden die Brücken bald einreißen. Als ob das etwas bringen würde.“
    „Das Feuer ist anders.“, murmelte Kallik, „Aus irgendeinem Grund verbrennt es nur lebende Dinge und lässt den Rest in Frieden. Und es lässt sich nicht kontrollieren.“
    Er sah in diesem Moment so verunsichert aus, dass Chloé ihn am liebsten in den Arm genommen hätte, obwohl sie ihn nicht sonderlich mochte. Er war ihr oft einfach zu unfreundlich und zu unnahbar. Oder es lag einfach nur daran, dass Wasser nicht gut mit Feuer konnte.
    Stattdessen hörte sie den anderen beim Pläneschmieden zu, warf ab und zu einen Vorschlag ein und ging alles im Kopf durch. Es war ein ihrer Meinung nach bescheuerter Plan, aber bescheuerte Pläne waren nun mal die Spezialität ihrer Gruppe. Sie lehnte sich wieder an Marina und versank in diesem Gefühl von Meer.

    34 Brücken führten über den Unteren Han. 34 Brücken, die vom südkoreanischen Militär abgeriegelt worden waren. 34 Brücken, die bald in die Luft fliegen würden, in der Hoffnung, dass so Feuer am Überqueren des Flusses zu hindern.
    Am Morgenhimmel kreisten Helikopter und machten sich ein Bild von der Zerstörung auf der anderen Flussseite. Am Ufer patrouillierten Soldaten, Ihre Augen, die immer wieder zu den Bränden auf der anderen Seite huschten, verrieten ihre versteckte Nervosität.
    Chloé hockte neben Marina und spähte um die Ecke eines Hauses. Drei Soldaten marschierten an der Uferpromenade vor ihnen auf und ab, die Gewehre fachkorrekt in den Händen und im Gleichschritt.
    „Los!“, zischte Carol. Chloé hört Sol tief Luft holen und beobachtete sie dabei wie sie mit einem freundlichen Lächeln die Straße hinab auf die Soldaten zulief. Atemlos verfolgte sie die Szene. Die Soldaten legte die Gewehre auf Sol an, doch zögerten und ließen ihre Waffen dann los. Chloé konnte nicht hören, was Sol zu sagte, doch die glasigen Augen zeigten die Wirkung der Worte.
    Einer der Soldaten setzte sich in eine komplett andere Richtung in Bewegung. Er lief noch abgehackter als vorher. Neben ihr stöhnte Carol leise auf und hielt sich den Kopf. Ihre Beine zuckten als ob sie die Schritte des Soldaten nachahmen würden.
    Seine Kameraden standen noch immer bei Sol und lauschten ihrer Stimme.
    „Jetzt wir.“, riss Marina Chloé aus ihren Gedanken. Gemeinsam rannten sie an den Soldaten vorbei auf den Fluss zu. Adrenalin brandete durch ihre Adern und trieb sie voran. Hier und jetzt zu laufen, endlich dort zu sein wovor sie in den letzten Wochen immer Angst gehabt hatte, hatte etwas eigenartig befreiendes. Mit einem Satz sprang sie über die Uferbegrenzung in den Fluss.
    Das Wasser war kalt und widerlich. Die Strömung zerrte an ihr, doch einige Meter vor ihr tauchte Marina. Mit einigen schnellen Zügen war sie bei ihr und die Strömung spielte keine Rolle mehr. Sie gab Marina ein rasches Handzeichen und tauchte auf.
    Die Strömung hatte sie nicht sehr weit abgetrieben, weshalb sie die Gestalt am Ufer genau sah. Klein und dunkel zeichnete sie sich an der Stelle ab, wo zuvor noch Sol und die Soldaten gestanden hatten. Er sah ihr genau in die Augen. Chloé rechnete bereits damit vor Schmerzen aufzuschreien, doch nichts geschah.
    Sie tauchte wieder zu Marina zurück. Hier war sie vorerst sicher.
    Aber der kleine Mann, Beißer, hatte ihre Fährte wieder aufgenommen.


    2
    Habt ihr eine Para-Fähigkeit, die ihr echt nicht leiden könnt? Bei mir sind es Telekinese, Telepathie und Schmerzen zufügen (tut mir leid Clara, Carol, Hope, Andrej und Beißer. Ihr seid trotzdem toll). ich würde niemals Rpg-Charaktere erstellen, die diese Fähigkeiten hätten. Vermutlich weil Gedanken Privatsache bleiben sollten und ich Telekinese als eher langweilig empfinde. Schmerzen zufügen... nein, dass passt irgendwie nicht.

    Für Anregungen, konstruktive Kritik und Ideen bin ich immer offen.
    Hier noch einmal der Link zu Phyrias Original: http://www.testedich.de/quiz40/quiz/148904529/World-of-Mystik-MMFF

article
1497802569
World of Mystik 21
World of Mystik 21
Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Europa wurde in Stücke gesprengt und Asien steht in Flammen. Nordamerika und Russland sind zu einem gigantischen Waldgebiet verschmolzen. Mittendrin einige Jugendliche, die dem Chaos auf den Grund gehe...
http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1497802569/World-of-Mystik-21
http://www.testedich.de/quiz49/picture/pic_1497802569_1.jpg
2017-06-18
40B0
Fantasy Magie

Kommentare (22)

autorenew

Aquila ( von: Aquila)
vor 55 Tagen
Schönes Special, Muria. Großes Lob an dich!
Lili (50367)
vor 56 Tagen
Boa Ey ich mag das nicht bin erst acht
Muria ( von: Murialana)
vor 56 Tagen
Ja, ich weiß, und das braucht dir auch nicht leid zu tun
torden ( von: torden!)
vor 56 Tagen
Hab damals eben nicht viel dazugefunden und irgendwo stand es dann als Abkürzung von Lapislazuli.
torden ( von: torden!)
vor 56 Tagen
Ich ändere das jetzt. Tut mir leid, wenn das jetzt unhöflich klingt, aber ich finde es nicht so nett, dass du es mir erst jetzt sagst und dann auch noch auf diese Art. Das hätte man gleich richtig stellen können und nicht erst über ein halbes Jahr danach als Überprüfung.
Muria ( von: Murialana)
vor 56 Tagen
@Torden: keine Ahnung, vielleicht wollte ich einfach, dass du es selbst herausfindest....

@Kalypso: Danke
Kalypso (03087)
vor 57 Tagen
Wirklich schön geschrieben. Respekt
torden! ( von: torden!)
vor 57 Tagen
Da ich dieses Lob nicht nochmal hinkriege und du es bereits gelesen hast, bekommst jetzt einfach nochmal ein "Gut gemacht" xD

Meinst du die Bedeutung von Lapis Namen?
Und warum hast du es nicht damals beim Perso-Test gesagt?
Muria ( von: Murialana)
vor 57 Tagen
Ok, was ist jetzt passiert?
Zurück zum Fehler beim Lapis-Special: Es handelt sich um einen kleinen Fehler, den du bei einem WoM-Persönlichkeitstest gemacht hast.
torden ( von: torden!)
vor 93 Tagen
Vielen lieben dank. Es freut mich immer neue Leser für WoM begeistern zu können.
.«Gamer-Bär». (00027)
vor 93 Tagen
Ich liebe diese Geschichte, und dein schreib stiehl ist genial und super schön ^^
torden ( von: torden!)
vor 93 Tagen
Danke :)
Muria ( von: Murialana)
vor 93 Tagen
Für alle, die WoM 25 auf dem Smartphone lesen und Kalliks Gedankengang in kursiv nicht lesen können:

IchhabdieKontrolle.
EsdarfnichtüberdenFlussgelangen.
Dasistneu.
MarinaChloéJosiahCarolSolHopeNewt
RheaDjangoLéandraTayo.
NeinnichtTayo.Tayoistfort.Verbrannt.Tot.
Dingedienichthättenpassierendürfen.


Ich hätte mir die Absätze so gern erspart, aber so geht es halt sicher für alle zu lesen.
torden ( von: torden!)
vor 102 Tagen
Danke, auch wenn es sich furchtbar anfühlt sich dafür zu bedanken.
Hillory (40141)
vor 102 Tagen
Ich habe noch nie so etwas schönes gelesen. Der Text über Phyria ist echt klasse.
torden (17672)
vor 404 Tagen
Ich habe es dennoch geändert.
torden! (81341)
vor 425 Tagen
Danke für den Hinweis, ist mir gar nicht aufgefallen.
Lapis (74838)
vor 426 Tagen
Logisch gefällt es mir. Das einzige, was wirklich nicht so ...schön. ... ist, ist, dass sowohl Hannah als auch Lapis "Du bist wach" sagen. Das braucht ihr aber nicht ändern, ich reagiere überempfindlich auf Wiederholungen
torden (25791)
vor 431 Tagen
Danke Lapis, hoffentlich gefällt dir die Darstellung deines Charakters.
Lapis (26629)
vor 431 Tagen
Ihr schreibt mega! Die Spritze gefällt mir XD