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Das Geheimnis des HimmelClans

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8 Kapitel - 2.099 Wörter - Erstellt von: Sonnenflug - Aktualisiert am: 2017-08-26 - Entwickelt am: - 86 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der HimmelClan lebt in einer scheinbar endlosen Wiesenlandschaft, weit entfernt von den anderen Clans. Doch war verbirgt die Anführerin vor dem Clan? Was ist ihr Geheimnis? Tauche ein in die Welt des Clans und finde es heraus!

    1
    Die Hierarchie der Katzen

    ~HimmelClan~

    Anführer:
    Weißstern (w) -weiße Kätzin mit grünen Augen

    2. Anführer:
    Eiswolke (m)- grauweißer Kater, Gefährte von Weißstern

    Heiler:
    Lichtpelz(m) - gelbbraun getigerter Kater, Mentor von Mohnpfote

    Krieger:
    Rotwolke (w)
    Gelbstreif (m)
    Wolkenherz (m)-Mentor von Blitzpfote
    Blaunase (m)
    Honigblüte (w)
    Löwenpranke (m)
    Schneerose (w)-Mentorin von Regenpfote
    Flockenschweif (w)-Mentorin von Sturmpfote
    Graswind (m)
    Sonnenglanz(m)
    Ginsterherz (m)

    Schüler:
    Blitzpfote (m)-schwarzerr Kater mit weißer Schwanzspitze
    Regenpfote (m)-silbergrauer Kater mit aschgrauen Pfoten
    Sturmpfote (w)-grauer Kater mit weiß gestreiften Schwanz

    Königin:
    Buntschweif (m)-bunt getupfte Kätzin, Mutter von Donnerjunges und Nachtjunges

    Älteste:
    Windbart (m)-alter, weißgrauer Kater
    Sperlingauge(m)-älteste Katze im Clan, hellbraun getigert

    2
    Sei gegrüßt, mein Name ist Weißstern, ich bin die Anführerin des HimmelClans. Wir HimmelClan-Anführer hüten ein großes Geheimnis, dass niemand wissen darf... willst du es erfahren? Dann erzähle ich dir jetzt, was ich in meinem ersten Leben als Anführer erlebt habe...


    -Kapitel 1-

    Damals war ich noch 2. Anführerin, die Anführerin war Himmelstern, die Clangründerin. Der HimmelClan war also noch ziemlich, naja, jung. Ich saß im Kriegerbau und stöhnte. Die Blattleere war gekommen, und der Grüne Husten hatte sich im Clan ausgebreitet. Lichtpelz war also die ganze Zeit beschäftigt, nach Kräutern zu suchen, oder die Kranken zu behandeln. Himmelstern war auch erkrankt, doch sie sagte es dem Clan nicht. Mir hatte sie es gesagt, ich war ja ihre Stellvertreterin. Und wenn sie starb, dann würde es ihr achtes Leben sein. Sie hatte Lichtpelz befohlen, die anderen vor ihr zu versorgen. Das führte schließlich dazu, dass Himmelstern nicht behandelt wurde, und so starb. Nun hatte sie nur noch ein Leben. Dieses wurde ihr auch durch den Grünen Husten genommen, und sie war endgültig tot. Als ich in ihren Bau trat und ihren toten Körper sah, versank ich für einige Momente in Trauer, schüttelte sie jedoch ab. Ich war nun Anführer. Ich verkündete es dem Clan und machte mich auf den Weg zu den Mondfelsen, um meine neun Leben zu empfangen.

    3
    -Kapitel 2-

    Ich bekam acht Leben für Weisheit, Mut, Liebe und Fürsorge, Gerechtigkeit, Entschlossenheit, Treue, Mitgefühl und für Heilen von Wunden, die von Rivalität kommen. Das letzte Leben gab mir Himmelstern. Sie sagte mir, dass ich immer eine gute Stellvertreterin für sie war, und dass sie stolz auf mich wäre. Sie gab mir ein Leben für Verständnis. Schließlich verriet sie mir das Geheimnis der HimmelClan-Anführer, das man niemandem weitersagen durfte, sonst würde es großen Schaden anrichten. Das Geheimnis der Gabe, die von Anführer zu Anführer weitergegeben wird. Himmelstern hatte dies so festgelegt, und es zur Tradition der Anführer gemacht. Sie presste ihre Nase an meine, und etwas Gewaltiges strömte durch meine Körper. Mir blieb die Luft weg, in meinem Kopf wirbelten Bilder aus vergangenen Tagen und ein Gefühl von Aufregung und Erschöpfung durchströmte meinen Körper. Nach einer Ewigkeit, die vielleicht auch nur ein paar Herzschläge dauerte, hörte es auf und Himmelstern trat zurück. Sie wisperte: "Deine Gabe wird da sein, wenn du es am meisten brauchst." Dann sprang sie in den Himmel und verschwand mit einem letzten Blinken in den Sternen.

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    -Kapitel 3-

    Ich habe lang über Himmelsterns Worte nachgedacht, doch nie habe ich sie ganz verstanden. Meine Gabe sollte hier sein, wenn ich sie am meisten benötigen würde. Doch bei mir zeigte sich noch nichts. Ein Blattwechsel verging, ohne ein Anzeichen meiner Gabe. Es schien, als wäre es längst in Vergessenheit geraten, Himmelstern sprach in meinen Träumen nie darüber, und auch ich spürte nichts dergleichen. Doch eines Tages kam der bedeutenste Tag meines bisherigen Katzenlebens. Meine Patrouillen hatten ein paar Streuner gemeldet, die sich an unseren Grenzen herumtrieben. Ich ging der Sache auf den Grund, und bemerkte, dass die Streuner, deren Namen ich hier nicht erwähnen werde, brutale Katzen waren, und nicht davor scheuten, uns zu attackieren und zu provozieren. Ich ließ mir das nicht länger gefallen und griff sie mit allen Kriegern an. Doch sie waren stark. Und böse. Wir gerieten in einen Hinterhalt, die Streuner waren in das Lager eingedrungen, wo nur unsere Königin, die Jungen und die Ältesten es bewachten. Ich bekam Panik, und rannte mit allen Kriegern zurück. Doch die Streuner zogen sich zurück und hinterließen uns ein Bild der Verwüstung. Die Kinderstube, die nur aus einem Geflecht aus Ästen bestand, war zerstört, tiefe Krallenspuren zogen sich durch das Lager und markierten den Kampf. Ich hatte so viel Weisheit von meinen Ahnen bekommen, und ich habe mich von meiner Wut leiten lassen! In dem Moment wurde mir klar, wie viel ich in den letzten Monden falsch gemacht habe. Ich musste nicht nach meiner Gabe suchen. Ich hatte sie schon, seit ich ein Junges war. Es war die Gabe der Heilung. Schon als Junges hatte ich oft einen Kratzer gehabt, doch am nächsten Tag war es wieder geheilt. Ich hatte es als eine Selbstverständlichkeit hingenommen, es schien einfach so...normal für mich. Und ich hatte schon mehr als einmal gehört, dass ich besser eine Heilerin sein sollte, als eine Kriegerin. Ich hatte nie verstanden, wieso. Jetzt wusste ich es.

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    -Kapitel 4-

    Lichtpelz hatte mir schon oft gesagt, dass ich besser Heilerin werden sollte. In meiner Nähe schienen die Katzen einfach schneller gesund zu werden. Doch ich hatte nie auf Lichtpelz gehört. Ich war mir nicht sicher, ob es meine Bestimmung war, Heilerin zu werden, doch dann hätte Himmelstern es mir doch sicher gesagt, oder? Aus irgendeinem Grund habe ich es dann doch nicht gewagt, zur Heilerin zu wechseln. Dann müsste ich es wahrscheinlich dem Clan erklären. Doch es war schließlich ein Geheimnis, und wenn es in die falschen Pfoten gelangen würde, dann würde es großen Schaden anrichten. So viel stand fest. Ich wusste noch nicht, was ich damit anfangen konnte. Doch ich schätzte es, und dankte dem SternenClan dafür. Und eines Nachts würde meine Gabe den Clan retten. Besser gesagt, alle Clans. Die Streuner, die uns angegriffen hatten, waren noch hinterlistiger, als wir zunächst dachten. Sie entwickelten einen Plan, um uns vollständig zu vernichten. Einer unserer Ältesten, Wiesenkralle, war schon besiegt worden, und viele andere Katzen verletzt. Ich war hin- und hergerissen. Sollte ich bei den Kranken bleiben, um sie schneller gesund werden zu lassen, oder sollte ich trotz der Verletzten in den Kampf ziehen, um das Geheimnis der Anführer zu bewahren?

    6
    -Kapitel 5-

    Eines Nachts erschien mir Himmelstern im Traum. Sie sagte mir etwas, was ich erst verstand, als ich mein erstes Leben ausgehaucht hatte. "Ein Kampf wird kommen. Ein Kampf, den nur die stärksten überleben. Die Gabe der Heilung wird dir deine Katzen zu deiner Seite stellen, aber den Kampf kannst du nicht ändern... doch eine Katze wird dir beistehen, die das wahre Blut eines Kämpfers in sich trägt. Sie wird es schaffen, den endlosen Kampf zu beenden." Die nächsten Tage beobachtete ich meine Krieger ganz genau, um zu erkennen, welche die Katze mit dem Blut eines Kämpfers war. Doch niemand fiel besonders auf. Ich blieb auch öfters mit den Verletzten im Heilerbau, damit sie schneller gesund wurden. Lichtpelz wunderte sich darüber, aber er sagte nichts. Manchmal sah ich nach draußen, um mir den Clan anzusehen. Ich was stolz auf ihn. Ich hatte ihn nicht erschaffen, doch ich war die Katze, die ihn nach der Gründerin übernahm. Die Jungen kugelten kämpferisch über die Lichtung, und mir fiel ein, dass die Jungen in zwei Sonnenaufgängen zu Schülern wurden. Damals ahnte ich noch nicht, dass dies mein Leben retten würde.

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    -Kapitel 6-

    ,, Donnerpfote! Nachtpfote!" Der Clan bejubelte die neuen Schüler. Mein Stellvertreter und Gefährte Eiswolke hatte Donnerpfote als Schüler. Es würde nie einen besseren Mentor als ihn geben. Donnerpfote lernte schnell, schon bei seiner ersten Jagd brachte er zwei große Kaninchen ins Lager. Obwohl es nicht meine Jungen waren, war ich mehr als stolz auf sie. Nach einem halben Mond war ich mir sicher, dass alle Krieger gesund waren. Lichtpelz hatte es mir bestätigt, und wir waren bereit, diese Streuner endgültig zu vertreiben. Als wir am Lagerausgang standen, und uns von unseren Clan-Gefährten verabschiedeten, raste Donnerpfote zu mir und fragte: "Weißstern, bitte, darf ich mit? Du hast doch gesagt, dass du darüber nachdenkst!" Das stimmte, ich hatte darüber nachgedacht. Donnerpfote war ein begabter, aber junger Schüler. Doch er sah mich so flehend an, und ein inneres Gefühl sagte mir, dass ich ihn gebrauchen könnte. Also stimmte ich zu. Wir liefen zur Grenze und warteten auf die Streuner. Donnerpfote peitschte aufgeregt mit dem Schwanz. Zwischen zwei Grasbüschen traten sieben oder acht Katzen heraus. Sie fauchten und der Anführer unter ihnen kratzte böse lachend den Boden. Er schien sich zu fragen, ob wie es ernst meinten. Und wir meinten es ernst. Ich gab das Signal zum Angreifen-und die Schlacht begann.

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    -Kapitel 7-

    Es war eine wilde Schlacht. Krallen wirbelten an allen Seiten, Zähne schlugen ins Fleisch. Die Streuner waren zwar in der Unterzahl, doch sie waren deutlich brutaler und hatten mehr Kampferfahrung. Der HimmelClan war, wie gesagt, noch ziemlich jung und dies war sein erster Kampf. Wir hatten hart trainiert, um den Kampf zu gewinnen, doch es sah nicht gut aus. Die Streuner drängten uns nach und nach in Richtung Lager, und es gab immer weniger Ausweichungsmöglichkeiten. Bisher wurde ich noch nicht schlimm erwischt, doch da stürmte der Anführer der Streuner auf mich zu und warf sich auf meinen Rücken. Er schlug mir seine Krallen in den Rücken, und schließlich- in meine Kehle. Mein Kopf schien zu explodieren, und mein Herz raste, bis ich mich auf einer funkelnden Heidelandschaft wiederfand. Himmelstern war auch da. Sie sagte mir, dass ich mein erstes Leben verloren hätte. Sie deutete auf einen Teich, der still lag, obwohl es windig war. Ich trat zu ihm und sah, was beim Kampf geschah. Der Anführer hatte die Zähne gefletscht, und wollte meinen Körper zerfetzen, als ein kleiner, schwarzbrauner Kater ihn aus dem Weg stieß: Es war Donnerpfote! In dem Moment begriff ich, dass Donnerpfote die Katze mit dem wahren Blut eines Kämpfers war. Wie konnte sie das nur übersehen! Doch Himmelstern flüsterte ihr zu: "Geh zurück und kämpfe weiter. Die Katze mit dem wahren Blut eines Kämpfers braucht dich." Mit den Worten ließ sie mich zurück. Schließlich kam ich wieder vollgeheilt zu Bewusstsein. Der Anführer kämpfte mit Donnerpfote. Alleine. Ich stürzte mich auf den Streuner und schlug zu. Der Streuner musste schon ziemlich von Donnerpfote geschwächt worden sein, denn schon bald gab er nach und knickte unter mir ein. Er war tot. Die anderen Streuner waren auch entweder schon besiegt oder geflüchtet. Der HimmelClan hatte seinen ersten Kampf gewonnen. Mit der Gabe der Heilung und der Katze mit dem wahren Blut eines Kämpfers.

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