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Wild Life Ein dunkles Schicksal

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4 Kapitel - 1.254 Wörter - Erstellt von: Nebelblüte - Aktualisiert am: 2017-06-30 - Entwickelt am: - 137 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Eigentlich wollte ich ein Buch schreiben, wie man es in der Bücherei ausleihen oder kaufen kann. Dann kam mir die Idee, das erste Kapitel des Buches auf testedich zu veröffentlichen, um zu erfahren was andere so darüber denken.
Daher wird es von diesem Kapitel auch keine Fortsetzung geben.
In diesem Buch dreht sich alles um die Hauspferddatzin Jessika. Mit Pferdehof und reiten hat dieses Buch nichts zu tun, ist also weder typisch Mädchen noch typisch Junge. Wenn du wissen möchtest, was ein Pferddatze ist, lies weiter. Leser/innen, die Warrior Cats mögen, werden auch Wild life mögen, nachgemacht ist es allerdings nicht, auch wenn es vielleicht anfangs so wirkt! Das Buch nimmt eine Wendung, die es weit von den Warrior Cats wegbringt. Ich werde das erste Kapitel in mehrere unterteilen.

    1
    Regen trommelte auf das Dach. Leises Schnarchen erfüllte den Stall. "Warum sollen wir nicht schlafen?", fragte Samantha.

    Samantha war Jessikas Schwester. Wie auch ihre Mutter waren die Beiden Pferddatzen, eine Mischung aus Pferden und Katzen.
    Pferddatzen sehen fast so aus wie Pferde, haben aber einen Schwanz statt einem Schweif und Pfoten statt Hufen. Außerdem sind sie keine Fluchttiere. Die Menschen "besaßen" Pferddatzen, da man sie wie Pferde reiten konnte. Jessika, Samantha und ihre Mutter waren solche Hauspferde. Da Pferddatzen genauso alt werden wie Menschen, dürfen sie erst später geritten und von ihren Müttern getrennt werden als Pferde. Nämlich erst mit 12 Kreisläufen. Ein Kreislauf bedeutet: Von einer Zeit in der es kalt ist und schneit, also einer Schneezeit zur nächsten, oder von einer Sonnenzeit, also dem Gegenteil, zur Nächsten. Jessika und Samantha waren 12 Kreisläufe alt. Die Schneezeit wurde gerade von etwas Wärme, aber vor allem von Regen abgelöst.

    Jessikas Mutter Sunny beantwortete Samanthas Frage: "Ihr seid jetzt alt genug, damit die Menschen euch mir wegnehmen dürfen, glauben SIE! Wir werden heute Nacht ausbrechen!" "Woher willst du wissen das sie das tun?", fragte Jessika. "Vor eurer Geburt gab es nur zwei Pferddatzinnen, die Junge hatten. Bei denen war es genauso!" "Worauf warten wir dann noch?", fragte Jessika Ich will mir erst sicher sein, dass die Menschen schon schlafen.", antwortete Sunny angespannt. Nach einer Weile, die Jessika wie eine Ewigkeit vorkam, zischte Sunny: " Lasst uns verschwinden!"

    2
    Sunny nahm den Kopf über die Boxentür und machte sich am Riegel zu schaffen. Es dauerte nicht lange und es klapperte. Sunny schob die Tür mit der Nase auf. Jessika hatte gar nicht gewusst, das ihre Mutter das konnte, aber das war nur gut, denn dann wussten es die Menschen auch nicht!
    Die Stalltür war nicht verriegelt und so standen die drei cremefarbenen Pferddatzinnen in Kürze vor dem einzigen, noch zu bewältigenden Hindernis: dem Zaun. Doch auch den hatte Sunny schnell entriegelt. Über den dreien stand der etwas mehr als halbvolle Mond am Himmel und um ihn herum strahlten die Sterne. Einer strahlte heller als alle anderen, so als wolle er ihnen zu ihrer gelungenen Flucht gratulieren. Der Regen durchnässte Jessikas Pelz. Sie hatte sich noch nie so frei gefühlt.

    "Jessika, wir haben keine Zeit in die Sterne zu starren!", ermahnte Sunny sie. "Wir könnten immer noch gesehen werden!" Sie gingen zügig weiter durch die Nacht und in den Wald. "Wie hast du die Tür aufbekommen?", fragte Jessika, sobald sie außer Hörweite des Hofes waren. Mit gedämpfter Stimme antwortete Sunny: "Das war ganz einfach. Man muss nur den Riegel zu einer Seite ziehen und das war´s schon." Nach einer Weile fragte Samantha: "Wo gehen wir eigentlich hin?" "Hier im Wald sollen irgendwo wilde Pferddatzen leben. Die suchen wir.", erklärte Sunny. "Die Mühe könnt ihr euch sparen!", fauchte ein Pferddatze aus der Dunkelheit.

    3
    Jessika wirbelte herum und sah aus dem Augenwinkel, dass ihre Schwester und ihre Mutter es ihr gleich taten.
    Aus dem Schatten trat ein schwarzer Pferddatze, der von der Größe her in Jessikas Alter sein müsste. Bemüht ruhig zu sprechen fragte Sunny: "Und wieso? Haben wir sie schon gefunden?"

    "Ich komme aus dieser Herde. Mitkommen." Mit diesen Worten drehte sich der Fremde um und verschwand zwischen den Bäumen. Sunny folgte ihm, daher gingen auch Jessika und Samantha hinterher. Jessika dachte: " Der war ja nicht gerade freundlich." Sie hatte das Gefühl, dass es nicht gut war, dem Pferddatzen zu folgen, sagte aber nichts. Der schwarze Pferddatze führte sie schweigend durch den Wald. Jessika überlegte gerade, wo Wildpferddatzen wohl schliefen, als sie eine Lichtung erreichten. Dort standen Pferddatzen zu kleinen Gruppen zusammen und drehten sich um als die vier Pferddatzen die Lichtung betraten. Der schwarze Pferddatze steuerte auf zwei weitere Pferddatzen zu, einen männlichen und eine weibliche.

    "Die kamen vom Menschenterritorium. Ich hab sie auf unserem Territorium erwischt.", sagte der Fremde, der sie hergeführt hatte.
    Der andere schwarze Pferddatze schien die Herde anzuführen, den er trat vor und fragte, was sie hier wollen würden. Sunny erklärte: " Wir würden gerne in eure Herde aufgenommen werden."

    4
    Irgendwo fragte eine Pferddatzin verächtlich und ungläubig: "Hat sie das ernsthaft gefragt?" und jemand jemand anders lachte ebenso verächtlich auf. " Wieso?", fragte Sunny in die Runde.
    " Weil wir hier niemanden aufnehmen, der sich von Menschen Befehle erteilen lässt.", antwortete der Anführer direkt. "Tja, wenn das so ist gehen wir wieder. Aber ich glaube nicht, dass ich den Weg aus dem Wald finde.", meinte Sunny vorsichtig.
    "Entschuldige mich kurz.", sagte der Anführer und drehte sich zu der schwarzen Pferddatzin und dem Pferddatzen, der sie hergebracht hatte um. Jessika bemühte sich zu verstehen, was die drei flüsterten, doch egal wie angestrengt sie lauschte, sie verstand nicht ein Wort. Schließlich drehten sie sich wieder um und der Anführer sagte: " Mein Sohn bringt euch wieder aus dem Wald. Es gibt hier noch eine Wildherde, allerdings regelt die gewisse Angelegenheiten...anders als wir." Sunny nickte knapp. Jessika fragte sich, was der Anführer mit "gewisse Angelegenheiten" gemeint haben könnte, wurde jedoch abgelenkt, als der, der sie hergeführt hatte, sie von der Lichtung führte. "Das ist also der Sohn des Anführers", dachte Jessika.

    Nach einer ganzen Weile erreichten sie den Waldrand.
    Der Sohn des Anführers nickte in die entgegengesetzte Richtung.
    "In dieser Richtung hat die andere Herde ihr Lager. Aber bevor ihr geht muss ich noch einen Befehl befolgen. Ich weiß zwar nicht, was er in dir sieht, aber du sollst mitkommen. Und NUR du."
    Zu Jessikas Überraschung sah er SIE an.

Kommentare (2)

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Bl�tenschweif (76423)
vor 75 Tagen
Toll geschrieben. Sehr fantasievoll!!LOVE IT!
Nebelblüte (62596)
vor 168 Tagen
Wäre schön, wenn ihr kurz schreiben würdet, wie ihr es findet.