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Das Geheimnis der Rakata Part I

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8 Kapitel - 16.454 Wörter - Erstellt von: Captain Gilad Palleon - Aktualisiert am: 2017-06-18 - Entwickelt am: - 165 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die Geschichte eines Imperialen Deserteurs.

1
Jahr 0 SY
Dromund Kaas, Dromund System System, Sith Sektor

Mit einem [roaaar] flog der TIE-Raumüberlegenheitsjäger durch das All, dicht gefolgt von 2 weiteren. Während sich die Flügelmänner aus der Formation lösten und nach links und rechts flogen, raste ich als Staffelführer weiter geradeaus, gefolgt von 3 X-Flüglern & 2 Y-Flüglern mit den Hoheitszeichen der Rebellenallianz. Ich drehte meinen TIE-Jäger in schneller Folge um die eigene Achse, um dem Beschuss der schweren IX-4 Zwillingslaserkanonen eines der Y-Flügler auszuweichen. Ich gab vollen Schub und die Ps-4 Zwillings-Ionentriebwerke beschleunigten meinen Jäger auf 100 Megalite pro Stunde. Ich flog einen engen Looping, bei dieser Geschwindigkeit ein Anspruchsvolles Manöver. Ich presste das Blut, das durch die Bewegung in meinen Kopf lief wieder heraus, um die Zirkulation anzutreiben. Nach einer Sekunde im Looping zog ich den Jäger in horizontale Position, genau im richtigen Moment. Der träge Y-Flügler versuchte das Manöver nachzumachen, doch da er zu langsam und zu schwer für derartige Manöver war, war es ein hoffnungsloses Unterfangen. Als ich den Looping vollführt hatte, war der Y-Flügler erst in leichter Schräglage. Ich betätigte den Abzug und ließ eine Salve aus den Ls-1 Zwillingslaserkanonen auf den Y-Flügler hageln. Die Strahlen prallten jedoch nutzlos an den Schilden des Bombers ab. Die Y-Flügler waren nicht wendig, aber schwer bewaffnet und steckten einiges weg. Ich verlangsamte das Tempo meines Jägers und setzte zu einem erneuten Angriff an. Diesmal traf ich den am Heck befindlichen Schildgenerator. Ich flog einen weiten Bogen um den Y-Flügler, um den Schüssen des Geschützturms auszuweichen. Als ich einen weiteren Anflug machte, passierte es: Die SW-4 Ionenkanone des Geschützturms schlug ein Loch in die Außenhülle meines Jägers, in die Verbindung zwischen Solarkollektoren und Cockpit. Zum Glück war in diesem Bereich mehr Durastahl als Technik verbaut. Der TIE verfügte über keinerlei Schilde, könnte also mit nur einem Treffer zum Absturz gebracht werden. Ich musste aufpassen. Ich drückte den Abzug erneut. Das Laserfeuer durchschlug die Hülle, aber der Bomber flog einfach weiter. Ich zog meinen Jäger nach oben um dann im Sturzflug auf den Y-Flügler zuzurasen. Ich drückte den Abzug erneut, und diesmal zeigte es Wirkung. Die Laserstrahlen durchschlugen die Cockpithaube. Ich zog so schnell wie möglich hoch, um aus dem Radius des nun explodierenden Bombers zu kommen. Der Strahl hatte den Piloten getötet und dann den unter dem Cockpit liegenden Flexrohr-Protonentorpedowerfer zur Explosion gebracht. In diesem Fall war ein sehr präziser Schuss nötig gewesen, da die Niedrig-Temperatur-Geschütze des TIE-Jägers nichts im Schiff hätten entzünden können. Für großen Schaden waren die TIE-Bomber ausgelegt. Sie wurden konstruiert um mit Schiffen wie diesen fertig zu werden. Ich würde es vermerken und später vorschlagen, das von nun an immer mindestens ein Bomber Patrouillen begleitet. Das hätte vielleicht die Vernichtung der 24. Staffel verhindert. Die Rebellenschiffe waren unerwartet in den Sektor gesprungen und hatten die unvorbereitete Staffel ausgelöscht. Ich rief die Positionssignale meiner Flügelmänner auf und flog zum Ort des Kampfes. 2 X-Flügler waren bereits zerstört worden. Aber der Dritte klebte am Heck von einem Meiner Flügelmänner. Auch wenn innerhalb des Galaktischen Imperiums ausschließlich Dienstnummern zur Erkennung genutzt wurden, so gaben wir uns Spitznamen. Ich beispielsweise wurde, da meine Nummer GK-100 lautete und somit mit 00 endete, Zeroes genannt, PK-327, der "Kunstflieger", wurde Scherzhaft Jai'galaar, was Mando'a war und soviel bedeutet wie Kreischender Falke, genannt & PK-188 trug den Namen Skull. Jai'galaar vollführte Tollkühne Manöver, aber der wendige X-Wing ließ sich nicht abschütteln. Der feindliche Pilot deckte ihn mit Feuer seiner KX-5 Kanonen ein. Ich flog unter meinen Kameraden und verlangsamte den Jäger. Dann schoss ich von unten mehrmals auf den X-Flügler. Der Hauptstabilisator wurde geröstet, der Jäger geriet außer Kontrolle und explodierte. "Vor'e, das war knapp!", meldete sich Jai'galaar über den Comlink. Währenddessen hatte Skull mit dem Y-Flügler zu kämpfen. Bei einem der Angriffsflüge erwischte der Geschützturm den Solarionisationsreaktor und die Energiekollektorspule verfing sich in einer Rückkopplungsschleife mit dem Bordcomputer. Der Computer stand kurz vor einem Totalausfall, aber Skull bekam sein Schiff in den Griff, auch wenn es jetzt nicht mehr voll einsatzfähig war und er seine Geschwindigkeit drosseln musste. Ich zerstörte ein Triebwerk des Y-Flüglers. Der Bomber kam sofort zum absoluten Stillstand und wurde dann langsam von der Gravitation von Dromund Kaas in Richtung des Planeten gezogen. Wir machten uns zurück auf den Weg zum Stützpunkt. Doch wie in einem letzten Akt der Rache, feuerte der Y-Flügler Pilot einen Protonentorpedo auf den sowieso schon beschädigten Jäger von Skull. Dieser versuchte auszuweichen, aber sein Jäger hatte durch die Beschädigung zu lange Reaktionszeit. Der Jäger explodierte in einem Gewaltigen Feuerball. Ich hörte einen letzten Schrei von Skull durch das Intercom. Dann wurde seine Stimme sowie jeglicher Lärm der Explosion vom Vakuum des Alls verschluckt. In mir stieg Zorn auf. Ein Zorn wie ich ihn noch nie verspürt hatte. Ich wendete und schoss auf den Bomber. Und ich schoss gezielt. Der Strahl schlug ein Loch in die Cockpithaube, sodass der Pilot erstickte. Und das war sehr qualvoll. Etwas Genugtuung verspürend flog ich zurück in Richtung Droomund Kaas. Ich hatte noch nie einen Kameraden verloren. So tief, so persönlich, hatte der Schmerz bei mir selten gesessen. Mein Ausbilder hatte mich vor dieser Art Emotion gewarnt: "Emotionen machen euch schwach. Sie lassen euch unter Stress falsch handeln und verleiten euch zu falschen Entscheidungen. Die Bindung an Dinge oder Personen, sollte daher strikt vermieden werden." Vielleicht hatte er Recht gehabt.

Imperialer Flottenstützpunkt, Dromund Kaas, Midrim

Ein paar Mechaniker eilten mit einer gelben Trittleiter heran, um mir aus dem Cockpit zu helfen. Ich stieg von der kugelförmigen Cockpitsektion. "Der Schaden an der linken Seite muss repariert werden! Sieht nicht schlimm aus, aber ich möchte den Jäger auf Höchstleistung haben!" rief ich einem Mechaniker zu. Er eilte sofort davon um Werkzeug zu holen. Das Hangarschott öffnete sich. Hinter 20 Sturmtruppen, betrat Major Crade, mein Vorgesetzter, den Hangar. Jai'galaar und ich salutierten zackig. "Lagebericht!", forderte er. Ich nahm Haltung an und begann: "Sir, die 24. Staffel wurde von einigen plötzlich ins System springenden Rebellenschiffen überrascht." "Welche Typen Rebellenschiffe?" "3 Jäger und 2 schwere Bomber, keine größeren Schiffe." "Ein Spähtrupp?", meinte der Major. "Unwahrscheinlich. Nach unseren Informationen bestehen Spähtrupps der Rebellen meisten nur aus drei Schiffen, einem Späher und 2 eskortierenden Jägern." "Wir werden uns später darum kümmern. Verluste?" "Die 24. Staffel wurde vollständig vernichtet. Als wir auf die Rebellenschiffe trafen gelang es den Rebellen einen meiner Flügelmänner abzuschießen. Wir haben jedoch alle feindlichen Schiffe eliminiert." "Haben die Rebellen die Basis entdeckt?" "Sie wissen nichts über diese Basis, aber sie müssen vermuten, dass sich hier eine Basis befindet. Unsere Jäger haben keinen Hyperantrieb, und das nächste Imperiale System ist zu weit entfernt." "Dann wollen wir hoffen, das diese Basis auch geheim bleibt. Danke das wäre alles, Soldat. Wir werden Ihnen einen neuen Flügelmann zuteilen." "Sir? Darf ich noch etwas anmerken? Ich denke von nun an sollte mit jeder Patroullie ein Bomber fliegen, die Blaster der Jäger kommen nicht durch die Panzerung der feindlichen Bomber." "Zur Kenntnis genommen, Captain. Wegtreten!"

In unserem Quartier legte ich meine Pilotenuniform und den Druckanzug ab. Dann wusch ich den Schweiß von meiner Haut und putzte meine Uniform. Jai' Galaar ritzte währenddessen gelangweilt mit seiner Klinge einen weiteren Strich in seinen Helm. Für jeden abgeschossenen Feind, machte er einen Strich. Jetzt waren es 22 bestätigte Abschüsse. Außerdem hatte er in Mando'anischer Schrift Jai'galaar eingeritzt. Er sah selbst ohne seine Uniform Respekteinflößend aus. Er hatte sehr kurz geschorene blonde Haare und verbrachte 80% seiner Freizeit mit Krafttraing. Zusätzlich hatte er sich einmal in der Offizierskantine das Gesicht eines Mythosaurus, ein Raubtier das auf Mandalore lebte, auf die Schulter tätowieren lassen. Sein Ausbilder sah es zwar nicht gern, aber es stand Imperialen Soldaten frei ihre Rüstung zu individualisieren, sobald sie einen Gewissen Status hatten. Dann legten Jai'galaar und ich in uns in unsere Schlafkabinen. Er schlief schnell ein, aber ich starrte nur auf die leere Kabine von Skull. Es war meine Schuld gewesen. Ich hätte den Y-Flügler komplett zerstören sollen. Ich hatte seinen Tod zu verantworten. Aber dafür wurden wir ausgebildet. Soldaten, ausgebildet um zu kämpfen und zu sterben.

Am nächsten Tag trat ich pünktlich auf die Standardminute meinen Dienst an. Ich stand in der vordersten Reihe des geordnet in einem Rechteck stehenden Geschwaders, da es nach Rangordnung gestaffelt stand. Die ersten beiden Reihen bestanden aus Offizieren, danach stand je ein Staffelführer vor seiner Staffel. Die Piloten trugen Rote Rangabzeichen an den Helmen und Rüstungen, ich hatte ein Dreieck oben auf dem Helm und der Schulterpatte, was mich als Captain auswies, während bis auf einen Dekut, der noch keinen Rang bekleidete, meine Staffel zwei waagerechte Streifen als Rangabzeichen trug und somit den Rang eines Commander innehatte. Einer fehlte noch in der Reihe. Das ominöse neue Mitglied. Jetzt trat er in die Formation und salutierte. Er war ebenfalls ein Commander. Er nahm Haltung an, doch ich konnte sehen dass er sich umsah. Wir standen in einem der beiden gigantischen Militärhangars der Basis. Dieser hier diente eigentlich zur Aussendung der TIE-Jäger und Truppentransporter, ich konnte die sorgfältig in einem Gestell unter der Decke gestaffelten TIE-Jäger und die Abseits stehenden Charriet-Truppentransporter sehen. Die Basis verfügte insgesamt über gut 500 TIE-Jäger, 200 TIE-Bomber, 20 Charriet-Truppentransporter, 4 AT-AT Kampfläufter und 10 AT-ST-Läufer. Neben uns standen noch 2 Legionen Sturmtruppen und ein halbes Geschwader Aufklärungstruppen wie bei einer Parade im Hangar. Sie bildeten einen Durchgang in der Mitte. Ich ließ meinen Blick durch die Reihen streifen: Alles Männer und Frauen, die entweder freiwillig zum Imperium kamen oder eingezogen wurden. Doch jetzt waren sie alle gleich. Das einzige individuelle, ihr Gesicht, unkenntlich gemacht von Uniformen und Helmen, die Geschlecht, Alter und Größe verbargen. Ein Imperiales Shuttle der Lamda-Klasse kam durch den transparenten Schild des Hangars geflogen, drehte sich und setzte mit dem Heck in unsere Richtung auf. Major Crade und Admiral Mataka, der Oberbefehlshaber dieser Basis, gingen schnellen Schrittes durch unsere Reihen auf das Shuttle zu. Dampf kam aus den Düsen des Schiffes, während sich die Rampe langsam senkte. Ein halbes Dutzend Elitesoldaten mit DLT-19 Blastergewehren und grauen Schulterpanzern marschierten in Zweierreien aus dem Shuttle. Dem folgten zwei Imperiale Gardisten. Ich wusste dass nur ranghohe Mitglieder des Imperiums von solchen Gardisten beschützt wurden. Ich erwartete einen ranghohen Offizier. Ich sah konzentriert auf das Shuttle. Eine ganz in schwarz gekleidete Gestalt schritt majestätisch aus dem Shuttle, ihr schwarzer Umhang streifte den Boden. Sie war gut 30 cm größer als ich in voller Rüstung, und selbst größer als der hochgewachsene Admiral Mataka. Ein konstantes zischendes Geräusch begleitete den Ankömmling, als würde er schwer atmen. Er trug eine eigenartig geformte Maske, und ein tragbares Lebenserhaltungssystem. Er wirkte furchteinflößender als Major Crade, der höchsten Autoritätsperson, von der ich je Befehle erhalten hatte. Ich hatte unglaublichen Respekt vor dieser Person. Sie, nein Es- was immer es war- strahlte eine Autorität aus, wie ich sie nie erlebt hatte. Selbst Admiral Mataka schien nervös. "Willkommen Lord Vader", sagte Admiral Mataka zögernd. Lord? Diese Anrede gebührte nur der Rechten Hand des Imperators, dem direkten Untertan des Imperators. Einem Sith. Vor 3000 Jahren war dieser Planet einer der Kernwelten der Sith gewesen. Übrig waren davon heute nur noch alte Gräber und Tempel. Ich konzentrierte mich weiter auf den Neuankömmling. Admiral Mataka begann nervös zu reden: "Willkommen Lord Vader. Wir haben euch nicht erwartet also verzeiht dan improvisierten Empfang-" Mit einer Hand erhoben Gebot der Mann in Schwarz Stille. Mit tiefer, verzerrt klingender Stimme fing er an zu reden: "Sparen sie sich das, Admiral, Ich wurde lediglich hier hergeschickt um etwas sicherzustellen, das für den Imperator von höchster Wichtigkeit ist..." Mehr konnte ich nicht verstehen. Sobald Lord Vader und die Offiziere durch das Schott den Hangar verlassen hatten, machten wir und alle anderen Truppen eine Drehung um 90 Grad und marschierten aus dem Hangar. Dann hätten wir erst einmal etwas Zeit. Einige Zeit Später brach unsere Schicht an. Während die Sturmtruppen zum Wachdienst antraten, war für uns jetzt der standardmäßige Patrouillenflug angesagt. Meine Staffel bestand aus 10 Leuten, wurde in 2 Patroullien zu je 3 Jägern aufgeteilt, die anderen 4 Piloten hatten Bereitschaftsdienst und flogen gegebenenfalls als Geleitschutz eines Konvois mit. Neben Jai'galaar und dem Neuen, gehörten zu meiner Schwadron noch Bone, Freezer, Hummingbird, Ripper, Rough, Ace und Sunbeam. Jeder hatte sein Ritual, bevor er in seinen Jäger stieg. Bone klopfte mit seiner gepanzerten Handaußenseite auf seinen Helm, als wäre sein Comlink beschädigt, Freezer, der seinen Helm mit blauen Schriftzügen in Basic sowie einer Abschussliste verziert hatte, versprach vor jedem Flug eine Runde auszugeben, sollte er lebend wieder zurückkehren (woran er sich nie hielt), Sunbeam wippte auf Zehenspitzen auf und ab und Jai'galaar stimmte vor jedem Flug Vode An, einen traditionellen mandalorianischen Kriegsgesang, an. Ich kannte alle ihr Rituale auswendig, konnte schon jedes Mal mitsingen:

Kandosii sa ka'rta, Vode An/
Coruscanta a'den mhi, Vode An/

Ein unbezwingbares Herz, wir alle sind Brüder/
Wir, der Zorn von Coruscant, wir alle sind Brüder/

Die Mechaniker machten die Jäger startklar, in weniger als einer Standardminute würden wir starten. Ich sprach über einen privaten Comkanal mit dem Neuen: "Wie lautet Ihre Dienstnummer?"
"Sir, RK-665, Sir!", antwortete er sofort. Aber viel zu steif. Ein Dekut wie aus dem Lehrbuch. "Nicht so verkrampft Soldat." Jai'galaar begann den Refrain zu singen, und die ganze Staffel stimmte mit ein:

Bal kote, darasuum kote/
Jorso’ran kando a tome/
Sa kyr'am nau tracyn kad, Vode an/

Und Ruhm, ewiger Ruhm/
wir werden seine Bürde gemeinsam tragen/
Geschmiedet wie ein Schwert in den Feuern des Todes, Wir alle sind Brüder/

Der Major trat vor die Reihen der Piloten. Wir salutierten und nahmen Haltung an. "Piloten!", rief er. "Es ist wahrscheinlich, das ein Angriff auf diese Basis unmittelbar bevorsteht. Sollte diese Basis fallen, müssen unsere Welten im Midrim und die hier stationierte 2. Flotte Nachschub von Couruscant erhalten, der längere Transportweg macht die Konvois anfälliger für Angriffe der Rebellen, und die Vernichtung der hier stationierten Flotte würde unsere Marine stark dezimieren.
Manche werden im Kampf gegen den Feind sterben!" -an dieser Stelle zuckte der Neue zusammen- "Doch selbst wenn dies passiert, seien sie sich immer bewusst: Sie sterben für das Imperium. Anpeilen und Vernichten!" "Anpeilen und vernichten!", riefen die Piloten im Chor. Es stellte unseren Leitsatz dar.

Bal Motir ca’tra nau tracinya/
Gra’tua cuun hett su dralshy’a/
Aruetyc runi solus cet o'r/
(2x)

Sa kyr'am nau tracyn kad, Vode an/

Die, die vor uns stehen, tauchen den Nachthimmel in Flammen/
Doch unsere Rache strahlt noch heller!/
(2x)

Geschmiedet wie ein Schwert in den Feuern des Todes, wir alle sind Brüder/

Damit endete Jai'galaars Gesang.
Endlich kletterten wir in die Cockpits unserer Jäger. Ich überprüfte mein Lebenserhaltungssystem. Da im Cockpit ein Vakuum herrschte, war jeder auf seinen luftdichten Helm und das persönliche Lebenserhaltungssystem angewiesen. Ich führte den routinemäßigen Systemcheck durch und startete dann die doppelten Ionentriebwerke. Mein Jäger glitt durch den transparenten Schild des Hangars wie durch Wasser und startete, dicht gefolgt von zwei weiteren, in Richtung der Sonne. Etwas weiter entfernt sah ich das Lambda-Klasse-Shuttle, eskortiert von zwei Tie-Jägern, wie es langsam zurück in Richtung der Exactor, des Flagschiffs von Lord Vader, flog. "Erstaunlich", dachte ich. "Lord Vaders Aufenthalt hat gerade einmal 2 Standardstunden gedauert. Während ich darüber nachdachte, warf ich einen Blick auf den Stützpunkt. Er lag auf einem Felsmassiv, das aus dem dichten Dschungel herausragte. Er war aufgebaut wie eine Festung, auf seinem Dach standen zahlreiche Flugabwehrbatterien. Der Hangar wurde durch Strahlenschilde geschützt. Zudem gab es MG-Nester gegen Bodentruppen und Boden-Boden-Kurzstreckengeschütze. Die planetaren Marinestreitkräfte bestanden momentan aus 8 Sternzerstörern der Klasse Imperium & 2 Sternzerstörern der Victory-Klasse. Einige Imperiale Kreuzer, Shuttles der Lamda-Klasse, Charriet-Truppentransporter sowie TIE-Jäger, Abfangjäger und Jagdbomber waren vor Ort. Zudem war die Exactor, das Flaggschiff von Lord Vader, anwesend, das aber den Orbit demnächst verlassen würde. Niemand würde diese Basis einnehmen können. Ich flog die übliche Patrouillienroute und war guter Dinge. Der Neue schlug sich gut. "Sir, sollten wir nicht das Tempo verlangsamen?", meinte er. "Er ist immer so verkrampft", meinte Jai'galaar "Ich finde wir sollten ihn Stiff nennen." "Finde ich gut", sagte ich. Und Stiff, lass dieses 'Sir, ja Sir' Gehabe. Im Intercom hört niemand zu." "Verstanden Sir", gab er steif wie immer zurück. Ich musste lachen. Er würde es nie lernen.
"Dann legen wir mal los.", meinte Jai'galaar und erhöhte das Tempo noch stärker. Nach einer Standartstunde Patrouille machte ich die Routinemeldung: "GK-100 macht Meldung, keine besonderen Vorkommnisse." "Verstanden GK-100, mit Patrouille fortfahren." "Roger." Als die Sonne schon tief stand, hörte ich es: zwei aufeinanderfolgende laute Knalle. Ich wendete meine Jäger nach oben, notierte die Abweichung von der Patrouillenroute im Logbuch und sah dann durch die Transparistahl-Scheibe: Ich traute meinen Augen nicht: Ein gigantischer, über einen Kilometer langer und knapp 6000 Tonnen schwerer Imperium-I-Sternzerstörer stürzte brennend vom Himmel herab.

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