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Warrior Cats Taubenflugs Stille

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18 Kapitel - 25.538 Wörter - Erstellt von: Phoenix1410 - Aktualisiert am: 2017-09-29 - Entwickelt am: - 947 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 2 Personen gefällt es

Dies ist eine inoffizielle Übersetzung vom englischen Buch "Dovewing's Silence".

    1
    Bild vom See-Territorium
    Bild vom See-Territorium

    2
    Grafisches Bild vom See-Territorium
    Grafisches Bild vom See-Territorium

    3
    HIERACHIE - DONNERCLAN

    Anführer:
    BROMBEERSTERN - dunkelbraun getigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Zweiter Anführer:
    EICHHORNSCHWEIF - dunkelrote Kätzin mit grünen Augen

    Heiler:
    HÄHERFEDER - grau getigerter, blinder Kater mit blauen Augen

    BLATTSEE - hellbraun gestreifte Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen und weißen Pfoten

    Krieger (Kater und Kätzinnen ohne Jungen):
    GRAUSTREIF - langhaariger, grauer Kater

    BORKENPELZ - dunkelbraun getigerter Kater

    SANDSTURM - kleine, gelbbraune Kätzin mit grünen Augen

    FARNPELZ - goldbraun getigerter Kater

    WOLKENSCHWEIF - langhaariger, weißer Kater mit leuchtend blauen Augen

    LICHTHERZ - weiße Kätzin mit goldbraunen Flecken und vernarbtem Gesicht

    MILLIE - silbern getigerte Kätzin

    DORNENKRALLE - goldbraun getigerter Kater

    SPINNENBEIN - langgliedriger, schwarzer Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    BIRKENFALL - hellbraun gestreifter Kater

    WEISSFLUG - weiße Kätzin mit grünen Augen

    HASELSCHWEIF - kleine, grau-weiße Kätzin

    BEERENNASE - sandfarbener Kater

    MAUSBART - grau-weißer Kater

    RUSSHERZ - grau getigerte Kätzin

    EFEUSEE - silberweiße Tigerkätzin mit dunkelblauen Augen

    LÖWENGLUT - goldgelb getigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    FUCHSSPRUNG - fuchsbraun getigerter Kater; Mentor von KIRSCHPFOTE

    TAUBENFLUG - hellgraue Kätzin mit blauen Auge

    ROSENBLATT - dunkelcremefarbene Kätzin; Mentorin von MAULWURFPFOTE

    MOHNFROST - schildpattfarbene Kätzin; Mentorin von LILIENPFOTE

    WURZELLICHT - dunkelbraune Kätzin

    BLUMENFALL - schildpattfarben-weiße Kätzin

    UNKENFUSS - schwarz-weißer Kater

    HUMMELSTREIF - sehr hellgrauer Kater mit schwarzen Streifen; Mentor von SAATPFOTE

    Schüler (über sechs Monde alt, in der Ausbildung zum Krieger):
    MAULWURFPFOTE - braun- und sandfarbener Kater

    KIRSCHPFOTE - rotbraune Kätzin

    Königinnen (Kätzinnen, die Junge erwarten oder aufziehen):
    MINKA - Kätzin mit langem, cremefarbenem Fell vom Pferdeort

    AMPFERSCHWEIF - schildpattfarbene Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen; Mutter von Lilienjunges und Saatjunges

    Älteste (ehemalige Krieger und Königinnen, jetzt im Ruhestand):
    CHARLY - kräftiger Tigerkater mit grauer Schnauze; ehemaliger Einzelläufer

    4
    HIERACHIE - SCHATTENCLAN

    Anführer:
    SCHWARZSTERN - großer, weißer Kater mit riesigen, pechschwarzen Pfoten

    Zweiter Anführer:
    ESCHENKRALLE - goldbrauner Kater

    Heiler:
    KLEINWOLKE - sehr kleiner, getigerter Kater

    Krieger:
    KRÄHENFROST - schwarz-weißer Kater

    BERNSTEINPELZ - schildpattfarbene Kätzin mit grünen Augen; Mentorin von Graspfote

    EULENKRALLE - hellbraun getigerter Kater

    KRATZFUSS - graue Kätzin mit schwarzen Pfoten

    FLECKENPELZ - dunkelgrauer Kater

    TIGERHERZ - dunkelbraun getigerter Kater

    ILTISKRALLE - sandfarbener und grauer Kater; Mentor von Stachelpfote

    KIEFERNNASE - schwarze Kätzin

    WIESELFELL - magere, schildpattfarbene und weiße Kätzin

    SPRUNGSCHWEIF - dunkelbraun getigerter Kater mit gelben Augen

    Schüler:
    STACHELPFOTE - dunkelbrauner Kater mit abstehendem Fell auf dem Kopf

    GRASPFOTE - hellbraun getigerte Kätzin

    Königinnen:
    SCHNEEVOGEL - reinweiße Kätzin

    LICHTFELL - cremefarbene Kätzin

    Älteste:
    SCHLANGENSCHWEIF - dunkelbrauner Kater mit gestreiftem Schwanz

    WEISSWASSER - weiße Kätzin mit langem Fell, auf einem Auge blind

    RATTENNARBE - brauner Kater mit langer Narbe am Rücken

    EICHENFELL - kleiner, brauner Kater

    RAUCHFUSS - schwarzer Kater

    KNOTENPELZ - getigerte Kätzin mit langem Fell, das nach allen Seiten absteht

    EFEUSCHWEIF - Kätzin mit schildpattfarbenem und schwarz-weißem Fell

    5
    HIERACHIE - WINDCLAN

    Anführer:
    KURZSTERN - braun gescheckter Kater; Mentor von Kleinpfote

    Zweiter Anführer:
    HASENSPRUNG - braun-weißer Kater

    Heiler:
    FALKENFLUG - grau gescheckter Kater

    Krieger:
    KRÄHENFEDER - rauchgrauer, fast schwarzer Kater mit blauen Augen; Mentor von Federpfote

    NACHTWOLKE - schwarze Kätzin; Mentorin von Klangpfote

    GINSTERSCHWEIF - sehr helle, grau-weiße Kätzin mit blauen Augen

    RENNPELZ - rotbrauner Kater mit weißen Pfoten und blauen Augen

    BLATTSCHWEIF - dunkelroter getigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Haferpfote

    SCHLACKENFUSS - grauer Kater mit dunklen Pfoten

    HEIDESCHWEIF - hellbraune Tigerkätzin mit hellblauen Augen

    WINDPELZ - schwarzer Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    WICKENPELZ - grau-weiße Kätzin

    KAUERFUSS - roter Kater

    LERCHENSCHWINGE - hellbraun getigerte Kätzin

    Schüler:
    FEDERPFOTE - grau getigerte Kätzin

    KLEINPFOTE - schwarzer Kater mit einem weißen Fleck auf der Brust

    KLANGPFOTE - dunkelgrauer Kater

    HAFERPFOTE - hellbraun getigerter Kater

    Königinnen:
    GRASBART - hellbraun getigerte Kätzin

    Älteste:
    BARTNASE - hellbrauner Kater

    HELLSCHWEIF - kleine, weiße Kätzin

    6
    HIERACHIE - FLUSSCLAN

    Anführer:
    NEBELSTERN - blaugraue Kätzin mit blauen Augen

    Zweiter Anführer:
    SCHILFBART - schwarzer Kater; Mentor von Echsenpfote

    Heiler:
    MOTTENFLÜGEL - schöne, golden gestreifte Katze mit bernsteinfarbenen Augen; Mentorin von Maulbeerglanz

    MAULBEERGLANZ - sehr hellgrau
    getigerte Kätzin mit grünen Augen

    Krieger:
    MINZFELL - hellgrau getigerte Kätzin

    MALVENNASE - hellbraun getigerter Kater; Mentor von Oasenpfote

    WIESENFELL - hellbrauner Kater

    DÄMMERFELL - braun getigerte Kätzin

    MOOSPELZ - schildpattfarbene Kätzin mit blauen Augen; Mentorin von Barschpfote

    SCHIMMERPELZ - silberne Kätzin

    SEEHERZ - grau getigerte Kätzin

    REIHERFLÜGEL - dunkelgrau und schwarzer Kater

    Schüler:
    ECHSENPFOTE - hellbrauner Kater

    OASENPFOTE - schwarz-weiße Kätzin

    BARSCHPFOTE - grau-weiße Kätzin

    Königinnen:
    EISFLÜGEL - weiße Kätzin mit blauen Augen

    BLÜTENFELL - grau-weiße Kätzin

    Älteste:
    SPRUNGFUSS - rot-weißer Kater

    KIESELFUSS - hellgrau gescheckter Kater mit gelben Augen

    FLITZSCHWEIF - hellbraun getigerte Kätzin

    7
    Kapitel 1:

    Taubenflug stand ganz still in der Mitte des Lagers, als Stille über den Wald stürzte.
    Aus dem Augenwinkel sah sie zwei blasse Formen, ein Dachs mit einer langen gestreiften Nase und eine haarlose Katze mit geschwollenen Augen.
    Sie nickten ihr zu und gingen dann aus der Mulde.
    Für einen Augenblick wollte Taubenflug ihnen nachjagen, sie zurückziehen und fordern, was als nächstes passiert.
    Mitternacht! Stein! Wie könnt ihr uns so verlassen?
    Der Wald der Finsternis ist vielleicht besiegt worden, aber wir haben alles verloren!
    Die Stille unter den Bäumen war von einem gedämpften Schluchzen gestört.
    Sandsturm hockte neben Feuersterns unbeweglichem Körper, der noch am Fuße des vom Blitz getroffenen Baumes lag.
    »Wir haben alles verloren«, flüsterte Taubenflug laut.
    Sie beobachtete, wie Blattsee Spinngewebe auf eine Bisswunde auf Rußherzs Flanke drückte.
    Löwenglut stand über ihnen, die Spitze seines Schwanzes zuckete ängstlich, bis Blattsee ihn wegschickte, um Ringelblume und Rainfarn vom Heilerbau zu holen.
    Millie berührte die Schulter von Taubenflug mit ihrer Schnauze.
    »Bist du verletzt?«, miaute sie.
    Taubenflug schüttelte ihren Kopf.
    In Wahrheit hatte sie keine Ahnung, welche Wunden sie in der schrecklichen, blutgetränkten Schlacht erlitten hatte;
    Sie fühlte sich von ihrer Nase bis zu ihren Klauen taub, und ihre Ohren brummten noch von den Klängen der Schlacht.
    »Dann hilf uns doch «, forderte Millie sie auf.
    Sie steuerte sich am Rand der Lichtung, wo die Leichen von Distelblatt, Mausefell und Rauchfell lagen.
    Borkenpelz starrte auf Rauchfell, sein dunkler Pelz war mit Blut verfilzt und fleckig, wo Pelzbüschel ausgerissen worden waren.
    »Du musst Blattsee besuchen«, meinte Eiswolke zu ihm und hielt inne, als sie sorgfältig den weichen Schwanz von Rauchfell berührte.
    »Ich werde hier bleiben.«
    »Ich werde nie wieder von Rauchfells Seite weichen«, knurrte Borkenpelz.
    Er knallte seine Pfote auf den Boden unf seine Klauenspitzen scharrten in den Boden.
    »Ich hätte bei ihr sein sollen. Sie hätte niemanden verlassen sollen, um gegen Braunstern allein zu kämpfen. Für ihn war sie nichts als ein Stück Beute.«
    Eiswolke blickte ihn wütend mit ihren blassblauen Augen an.
    »Meine Mutter hat ihr Leben gegeben, um die Kinderstube zu schützen. Sie starb den Tod eines Kriegers. Wirf das nicht weg!«
    Spinnenbein hinkte und legte seinen Schweif auf die Schulter seines Vaters.
    »Ich bin mir sicher, das Blattsee dich solange sehen kann, wenn du hier bleibst«, sagte er zu Borkenpelz.
    »Wir sollten alle jetzt bei ihr sein. Birkenfall hat Fuchssprung zum Heilerbau gebracht, dann werden er und
    Blattsee uns beitreten.«
    Taubenflug fühlte ein Stechen von Trauer für ihren Vater.
    Armer Birkenfall.
    Rauchfell war seine Mutter ebenso wie die von Eiswolke, Fuchssprung und Spinnenbein.
    Ihr Verlust wird ihn schwer treffen.
    Taubenflug sprang auf, als Weißflug neben ihr erschien.
    Das Fell der weißen Kätzin war voll mit Blut und Taubenflug öffnete ihren Mund, um zu protestieren, da sie im Heilerbau sein sollte.
    Ihre Mutter schüttelte schnell den Kopf. »Das ist nicht mein Blut«, miaute sie.
    »Kannst du Charly helfen?«
    Sie deutete mit ihrer Schnauze auf den alten Tigerkater, der kämpfte, um Mausefells Pfoten unter ihr zu bewegen.

    Es war wie ein unsichtbarer Stein, der in Taubenflugs Hals war, der es ihr unmöglich machte zu sprechen, aber sie ging zu Charly hinüber und hielt Mausefells Bein, während er sanft ihre Pfoten unter ihrem Bauch kräuselte, als ob sie schlief.
    Die Augen des alten Katers waren überfüllt von Trauer und sein Atem kratzte in seiner Brust.
    Taubenflug war abgelenkt durchs Aufsehen am Eingang zum Bau.
    Häherfeder und Brombeerkralle standen vor dem abgeflachten Gewirr von Dornen, die einst das Lager beschützt hatten.
    »Ich gehe jetzt zum Mondsee«, kündigte Brombeerkralle an, seine Stimme schallte unter dem nächtlichen schwarzen Himmel.
    »Mehr denn je braucht der DonnerClan einen Anführer.«
    Er schwankte, als er den flammenfarbigen Körper im Schatten anstarrte.
    Leiser, fuhr er fort, »Und jetzt scheint es, dass ich dieser Anführer sein muss.«
    Er nickte Eichhornschweif zu, die ihn mit ihren grünen, mit Leid umschlagenden Augen beobachtete.
    »Eichhornschweif, als meine Stellvertreterin, lasse ich den Clan unter deine Aufsicht.«
    Ohne ein anderes Wort drehte er sich um und drehte sich über die Dornen.
    Häherfeder folgte ihm langsam und sein graues Fell hatte die Farbe der Wolken im Mondschein.
    Eichhornschweif kletterte die Felsen zur Hochnase, als ob jeder Knochen in ihrem Körper Schmerzen hatte und blickte auf ihre Clangefährten.
    »Bevor wir etwas anderes tun, müssen wir unsere Wunden untersuchen. Überprüft euch sorgfältig und geht zum Heilerbau, wenn ihr verletzt seid.«
    Ihre Stimme war stumpf, als hätte die Schlacht ihre Fähigkeit, etwas zu fühlen, ausgelöscht.
    »Die Zeit der Helden ist vorbei«, miaute sie.
    »Der Clan braucht euch jetzt um stark zu sein. Also, wenn ihr irgendwelche Verletzungen habt, lasst sie behandeln.«
    Sie verengte ihre Augen und schaute zu Borkenpelz, der seinen Blick von Rauchfell abgewand hatte.
    »Damit meine ich auch dich«, meinte Eichhornscheif.
    Taubenflug blickte auf ihre Flanken und sah kurz auf jede Pfote, aber sie konnte keine Wunden sehen, die dringende Aufmerksamkeit benötigten.
    Sie fing an, Mausefells Ohren zu lecken, um sie zu reinigen, aber Charly legte seine Schwanzspitze auf ihre Schulter.
    »Ich kann mich jetzt um sie kümmern«, murmelte er schroff.
    Taubenflug nickte und machte einen Schritt zurück, um die alte Katze näher zu Mausefells Kopf zu lassen.
    Sie schloss die Augen voll Schmerzen, als Charlys Zunge über den Fell seiner Baugefährtin fuhr.
    Was wird er ohne dich tun, Mausefell?
    Neben ihr holte eine silberne und weiße Katze Blattfetzen aus Distelblatts Fell.
    Taubenflug drückte ihre Flanke gegen ihre Schwester.
    Geht’s dir gut, Efeusee?«
    Die silberne, weiße Katze nickte, ohne aufzusehen.
    »Ich bin am Leben, nicht wahr? Dank Distelblatt.«
    Efeusee drückte ihre Schnauze über Distelblatts Rücken.
    »Wenn sie nicht gewesen wäre, hätte Habichtfrost mich umgebracht.
    Distelblatt hat ihr Leben für meines gegeben!«
    Taubenflug zuckte bei Efeusees Worten.
    »Erinnere dich daran, dass Distelblatt dich jetzt beobachtet«, murmelte sie.
    »Sie wird es nie bereuen, was sie getan hat.«
    Von der anderen Seite von Distelblatts Körper nickte Minka.
    Sie entwirrte den langen schwarzen Pelz mit ihren Klauen und zerriss die Knoten so sanft, als ob Distelblatt jeden Zug fühlen könnte.
    »Distelblatt starb als eine wahre Kriegerin«, stimmte sie zu.
    Taubenflug schaute sich um, als sie den Klang von Pfoteschritten hörte.
    Farnpelz schritt über die Lichtung hin und her, sein Schwanz flackerte.
    »Hat jemand Ampferschweif gesehen?«, rief er.
    Lichtherz tauchte aus den Überresten des Ältestenbau auf, die weißen Flecken auf ihrem Pelz glühten im Halbdunkel.
    Gedämpfte Geräusche ihrer drei Jungen kamen aus tief innerhalb der zerdrückten Ästen.
    »Ist es sicher genug, um jetzt rauskommst?«
    »Sind die toten Katzen gegangen? Sie waren böse!«
    »Ow! Taujunges hat mich getreten!«
    Lichtherz blickte über ihre Schulter.
    Die Haut auf ihrem verwüsteten Gesicht war straff und rot von der Belastung.
    »Warte dort!«, miaute sie.
    »Ihr könnt bald herauskommen, dass verspreche ich.«

    Sie drehte sich zu Farnpelz.
    »Ich sah sie in die Kinderstube gehen. Du solltest es dort zu erst versuchen.«
    »Danke.«
    Farnpelz trabte gegen den Klumpen der Brombeeren, der dank Rauchfells Mut noch wunderbar intakt war.
    Taubenflug schüttelte den Kopf und versuchte das Summen aus ihren Ohren zu kriegen.
    Irgendetwas stimmt nicht, dachte sie.
    Die Haare entlang ihres Rückens richteten sich auf.
    Ich sollte Ampferschweif hören können - aber ich kann es nicht.
    »Ist alles in Ordnung?«, fragte Efeusee.
    Taubenflug richtete ihre Augen auf die Kinderstube, als Farnpelz hinein schlüpfte.
    »Mir geht es gut«, murmelte sie.
    »Nein!«
    Farnpelzs einziges Wort fiel wie ein Stein in die Stille der Lichtung.
    Taubenflug war am Eingang zur Kinderstube, bevor sie merkte, dass ihre Pfoten sich bewegten.
    Farnpelz stand am Rande von Ampferschweifs Nest und blickte auf den unbeweglichen Körper seiner Gefährtin.
    Die Luft war voll mit dem Gestank des Blutes und Taubenflug fühlte etwas klebriges und flüssiges unter ihren Pfoten.
    Ein kleiner dunkler getigerter Kopf mit weißen Flecken tauchte hinter Ampferschweif auf, dessen blauen Augen riesig und besorgt waren.
    »Wir können sie nicht aufwecken!«, piepste Lilienjunges.
    »Wir haben es versucht und versucht, aber sie schläft immer noch!«
    Ihre Schwester Saatjunges tauchte auf.
    Ihr hellrotes Fell stand in alle Richtungen ab und ließ sie wie ein Igel aussehen.
    »Glaubst du, sie ist wirklich müde vom Kampf?«
    »Müde ...«
    Farnpelz flüsterte, ohne seinen Blick von Ampferschweifs süßem Gesicht ab zu wenden.
    Die Augen der Kätzin waren leicht geschlossen, als hätte sie gerade geschlafen.
    »Lilienjunges, Saatjunges ... kommt mit mir«, krächzte Taubenflug mit gedrängter Stimme.
    Die Jungen kletterten über Ampferschweifs Körper.
    »Entschuldigung, Mama«, murmelte Lilienjunges, als ihre Pfote ins Ohr von Ampferschweif schlüpfte.
    Taubenflug versuchte nicht zu zucken, als sie sah, dass der Bauch der Jungen mit Blut eingeweicht war.
    Sie schaute zu Farnpelz, aber er hatte nichts bemerkt.
    Seine Beine waren unter ihm zusammengebrochen und er war um Ampferschweifs Kopf gekrümmt und drückte seine Schnauze gegen sie.
    »Wach auf, mein Schatz«, murmelte er.
    »Sie brauchen dich. Sie können dich jetzt nicht verlieren.«
    Taubenflug stieß die Jungen zum Eingang.
    »Ich glaube, Papa ist traurig«, zischte Saatjunges.
    »Soll ich da bleiben und ihn aufheitern?«
    »Nein, er braucht jetzt Zeit für sich«, drängte Taubenflug.
    Sie folgte den Jungen auf die Lichtung.
    Mehrere Katzen warteten mit großen, ängstlichen Augen draußen.
    Lichtherz stieß einen Atemzug aus, als sie die blutigen kleinen Katzen sah.
    Als sie vorwärts ging, rief sie über ihre Schulter, »Wolkenschweif? Sagt unseren Jungen, dass sie bleiben sollen, wo sie sind.«
    Ihr Gefährte trabte zu den Überresten des Ältestenbau, während Lichtherz Lilienjunges und Saatjunges mit ihrem Schweif zu ihrem Bauch zog und begann, ihr verschmutztes Fell zu lecken.
    Über ihren Kopf traf sie den Blick voller fragenden Augen.
    Taubenflug nickte.
    Lichtherz beugte sich über Ampferschweifs Junge und zog sie näher heran.
    Eichhornschweif fragte:
    »Was ist passiert?«
    »Ampferschweif ist tot«, miaute Taubenflug und jeder Worte schmerzte wie Dornen.
    Kirschpfote schwankte sichtbar auf ihren Pfoten und Weißflug schloss ihre Augen mit einer schmerzverzerrtem Gesicht.
    Eichhornschweif sah geschockt aus.
    »Aber ... Aber es ging ihr gut. Sie hat niemanden gesagt, dass sie verletzt ist.«
    Die dunkelrote Kätzin sah sich bei ihren Clangefährten um.
    »Hat niemand bemerkt, dass sie verletzt worden ist?«
    Sandsturm ging vorwärts; ihre Augen waren immer noch voll Kummer für Feuerstern.
    Sie legte ihren Schweif auf Eichhornschweifs Schulter.
    »Wenn sie so schwer verletzt wurde, hätten wir nichts tun können, um ihr zu helfen.«
    Eichhornschweif peitschte mit ihren Schweif
    »Wir hätten es versuchen können!«
    Darauf kam ein Heulen aus der Kinderstube.
    »Ampferschweif! Verlass mich nicht!«

    »Ich gehe zu ihm«, bot Millie an und schlüpfte durch die Brombeerranken.
    »Er sollte nicht zu dieser Zeit allein sein.« Graustreif trat vor.
    Mit einem Schock erkannte Taubenflug, dass er alt und müde aussah.
    »Der Wald der Finsternis hat ein anderes Opfer beansprucht«, erklärte der Krieger.
    »Ampferschweif kann uns jetzt im SternenClan über uns wachen.«
    Er senkte den Kopf.
    Eichhornschweif ging ängstlich um die Katzen herum.
    »Ich habe euch gesagt, ihr sollt eure Verletzungen überprüfen. Habt ihr es schon gemacht? Ich werde keine anderen Katzen hier sterben lassen!«
    Taubenflug fühlte einen Stich der Schuld, als sie am Kratzer an ihrer Flanke leckte.
    Sie sollte es behandeln lassen, bevor es sich entzündet. Sie ging in Richtung des Heilerbaus.
    Im Inneren half Spinnenbein Blattsee die klaffende Bisswunde in Fuchssprungs Bauch mit zerdrückten Blättern zu behandeln.
    Fuchssprung lag sehr still da, nur das Flackern seiner Augenlider bewiesen, dass er am Leben war.
    Blattsee blickte auf.
    »Bist du verletzt, Taubenflug? Kann das warten?«
    Ihre bernsteinfarbenen Augen leuchteten voller Sorge.
    »Ampferschweif ist tot«, miaute Taubenflug.
    Blattsee sprang auf und stolperte fast über Fuchssprung.
    »Was? Sie hat mir nicht gesagt, dass sie verletzt wurde!«
    »Sie hat es niemanden gesagt«, flüsterte Taubenflug.
    »Ich glaube sie wollte nur bei ihren Jungen sein.«
    Die Schultern der Heilerin sackten zusammen.
    »Es gibt nichts, was ich für sie jetzt noch tun kann. Lass mich die Behandlung von Fuchssprung beenden, dann bringe ich einige Kräuter und Spinngeweben nach draußen, um dich und jeden anderen zu behandeln, den ich noch nicht gesehen habe.«
    Taubenflug schlenderte zurück zur Lichtung.
    Die drei Körper ihrer gefallenen Clangefährten waren von kleinen Gruppen ihrer Verwandten und engsten Freunde umgeben.
    Efeusee war neben Distelblatt gebeugt und leckte den weichen schwarzen Pelz auf ihre Schulter.
    Hummelstreif war neben seinem Vater bei Feuersterns Körper.
    Der blassgraue Kater fing Taubenflugs Blick auf und zuckte die Ohren, als ob er ihr stattdessen anbot bei ihr zu sein, aber Taubenflug schüttelte den Kopf.
    Graustreif brauchte ihn jetzt mehr.
    Wolkenschweif und Beerennase pflückten durch die Reste des Kriegerbaus und versuchten die Fetzen aus den Nestern zu reinigen.
    Taubenflug beobachtete wie Eichhornschweif zu ihnen ging und ihnen sagte, sie sollten aufhören.
    »Wir werden heute Abend nichts machen«, flüsterte sie und klang ruhiger, mehr wie eine Stellvertreterin.
    »Wir sollten alle zu Ruhe kommen, bevor Brombeerkralle zurückkehrt.«
    Er ist dann Brombeerstern, dachte Taubenflug.
    Sie fand einen Fleck von sauberem Sand in der Nähe des Baumstumpfes, wo die Schüler es liebten, zu springen und sich niederzulassen.
    Als sie ihren Schwanz über ihre Vorderpfoten kräuselte, blickte sie zu den bleichen Sternen auf und versuchte, die neuen Krieger vom SternenClan zu entdecken, die in dieser Nacht geboren wurden.
    Aber die Sterne waren nichts mehr als das kalte Schimmer von Licht in einem tiefen Himmel und spendeten Taubenflug keinen Trost.
    Haben wir wirklich gewonnen?
    Dass fühlt sich nämlich nicht wie ein Sieg an.
    Es stach in ihren Ohren, und sie vesuchte zu hören, wie die anderen Clans mit ihren Toten und Verwundeten umzugehen versuchten, aber alles, was sie hörte, war ein weiches, kräftiges Geräusch wie Wind, das durch blattschwere Bäume wehte.
    Der Wald stand um das Lager, es war dunkel und dicht mit Schatten voller Bedrohung, und Taubenflug fragte sich, ob sie sich jemals wieder sicher fühlen könnte.

    8
    Kapitel 2:

    Taubenflug erwachte, als blasses Dämmerungslicht durch die blattlosen Zweige schien.
    Ihr war bitterkalt und sie konnte ihren Atem sehen.
    Rund um die Lichtung rührten sich ihre Clangefährte, die unterm freien Himmel geschlafen haben, um die gefallenen Krieger herum gedrängt.
    Der Körper von Ampferschweif war in der Nacht aus der Kinderstube gebracht worden und lag neben Mausefells, wo jetzt ein Spritzer Blut auf Mausefells weichem, braunem Fell war.
    Farnpelz hockte neben seiner toten Gefährtin, seine Augen schlossen sich, doch Taubenflug zweifelte, dass er für einen Moment geschlafen hatte.
    Eine dunkle Tigergestalt bewegte sich durch die Lichtung, die jede Katze sanft weckte. Es war Charly, seine Schnauze sah grauer aus als je zuvor und sein Pelz zerissen.
    »Unsere Nachtwache ist vorbei«, murmelte er leise zu seinen Clangefährten.
    »Diese Katzen müssen beerdigt werden.«
    Als Maulwurfpfote protestieren wollte, meinte Charly zu ihm: »Ich bin der einzige Älteste, der übrig ist. Ich kann sie nicht alleine begraben Ich brauche deine Hilfe.«
    Der junge braun-und-sandfarbene Kater kletterte zu seinen Pfoten und folgte Charly über die Lichtung, wo die toten Katzen lagen.
    Andere schlossen sich ihnen an: Graustreif, Rosenblatt, Blumenfall und Hummelstreif folgten ihnen.
    Taubenflug lieg hinter ihnen her, stolperte über ihre Pfoten, die sich so kalt wie Stein anfühlten.
    Als sie an den Resten des Ältestenbau vorbeiging, hörte sie lautes Quietschen, laut genug, um vorzuschlagen, dass Minka und Lichtherz auch auf Ampferschweifs Jungen aufpassen sollten und sie so weit wie möglich von der Lichtung zurückhalten.
    Hummelstreif ging zu Feuersterns Körper und Taubenflug beobachtete ihre Schwester, die auf Disyelblatts Schultern voller Kummer gebeugt war. Taubenflug ging zu ihr und nahm sanft eine Seite von Distelblatts Fell.
    Aus dem Augenwinkel heraus sah sie, wie ihr Vater zu Rauchfell ging. Eiswolke und Spinnenbein standen neben dem kleinen grauen Körper, ihre Köpfe verbeugten sich über sie und ihre Flanken senkten sie voller Erschöpfung.
    Als Birkenfall sich näherte, trat Borkenpelz vor und blockierte ihm die Sicht auf Rauchfell.
    »Wir schaffen das alleine, Birkenfall«, murmelte er.
    Die Spitze von Bikenfalls Schwanz zuckte.
    »Sie war meine Mutter. Ich will sie auf ihrer letzten Reise begleiten.«
    Dustpelt legte seine Ohren flach.
    »Du hast das Richtige aufgegeben, als du unseren Clan verraten hast«, knurrte er.
    So Leise, dass Taubenflug es kaum hören konnte.
    Sie ließ Distelblatts Körper los und schüttelte ungeduldig den Kopf und versuchte, ihre Sinne zu schärfen.
    Doch zu ihrer Überraschung wande Birkenfall nichts ein. Stattdessen drehte er sich um und ging zurück zum Bau der Krieger.
    Taubenflug öffnete den Mund, um ihn zurück zu rufen, aber Efeusee verhinderte das.
    »Sag nichts«, warnte sie. »Lass uns das zuerst erledigen.«
    Sie bückte sich und nahm die andere Seite von Distelblatts Nackenfell. Mohnfrost und Wolkenschweif ergriffen die lose Haut auf ihren Hüften.
    Ihre Augen waren dunkel voll Trauer.
    Taubenflug bemerkte Dornenkralle, Mausbart und Blumenfall, die nach ihrem Vater zurück zum Bau gingen.
    Wurde ihre Hilfe auch abgelehnt? Ein Stachel des Alarms rührte sich unter dem Pelz von Taubenflug.
    Werden sie von den anderen Katzen gemieden, weil sie im Wald der Finsternis trainiert haben?
    Sie war abgelenkt, als die anderen Distelblatt aufhobten und sie musste ihre Kraft aufbringen, um ihren Anteil vom Gewicht zu heben.
    Distelblatt war nicht schwer, aber ihre kalte, steife Form war ungeschickt und unhandlich zu bewegen, hang zwischen den vier Katzen und brachte sie aus dem Gleichgewicht.
    Borkenpelz und Spinnenbein trugen Rauchfell zwischen ihnen, als ob sie nicht mehr als ein Stück Farn wog.
    Eiswolke ging hinter dem Schweif ihrer Mutter her.

    Hummelstreif, Löwenglut, Rußherz und Charly trugen Mausefell unter ihnen, die alte Katzin schweigt für immer, ihre Kiefer hang etwas offen, als hätte sie etwas noch mehr zu sagen.
    Feuerstern wurde von Sandsturm, Graustrei, Eichhornschweif und Millie getragen. Taubenflug hörte die graue Tigerkätzin murmeln: »Wir wurden als Hauskätzchen geboren, aber sieh uns jetzt an, mein kostbarer Freund.«
    Zuerst schien Farnpelz zu zögernd, dass irgendjemand sonst Ampferschweif anfassen sollte, als ob das sie stören könnte.
    Sanft drängten sich Rosenblatt, Beerennase und Weißflug um den Körper der Königin und hoben sie so sorgfältig auf, als wäre sie ein Neugeborenes.
    Farnpelz bückte sich, um das Kinn von Ampferschweif auf dem Nacken zu wölben.
    Sein Kummer klammerte sich wie ein Nebel auf seine zerzauste Fell und Taubenflug musste wegschauen. Blattsee führte die traurige Prozession aus dem Lager und in den ältesten Teil des Waldes des DonnerClann-Territoriums, zwischen dem Lager und dem Seeufer, wo Eichen wachsen und groß mit dem Alter wurden.
    Der Boden war hier weich und dick und hatte Moos, so dass es leichter war, sie zu graben.
    Die Katzen legten ihre kostbaren Lasten in einer Reihe nieder und traten zurück, um Blattsee über jeden gefallenen Krieger zu stehen und sie auf ihre Reise zum SternenClan zu schicken.
    Sie sind schon da, dachte Taubenflug und erinnerte sich an die glitzernden Gestalten, die sie aus dem kampfgespannten Lager gehen sah.
    Sie sah sich um und suchte nach den Katzen, die in Bau der Krieger zurückgekehrt waren.
    Unkenfuß und Haselschweif waren der Prozession der gefallenen Katzen beigetreten, aber es gab kein Zeichen der anderen.
    »Birkenfall ist nicht hier!«, flüsterte sie zu Efeusee.
    »Glaubst du, wir sollten ihn holen?«
    Ihre Schwester sah sie zornig an.
    »Unser Vater ist nicht da, weil er weiß, dass er nicht willkommen wäre.
    Jede Katze weiß, dass Birkenfall auf der Seite vom Wald der Finsternis kämpfte. Das Gleiche gilt für Dornenkralle, Mausbart und Blumenfall. Sie sind Verräter. Wie ich es bin.«
    »Das ist so ungerecht!«, protestierte Taubenflug leise.
    »Alle diese Katzen haben mit Ihnen geholfen.«
    Efeusee beugte ihren silbernen und weißen Kopf.
    »Unsere Sünden sind nicht leicht zu vergeben, nicht wenn in der Schlacht so viele Katzen gestorben sind. Distelblatt ist nur gestorben, weil sie mich von Habichtfrost gerettet hat.«
    Ihr ganzer Körper schauderte.
    »Vielleicht sollte ich da jetzt liegen.«
    Taubenflug trat näher an ihre Schwester und wickelte ihren Schwanz über Efeusees Flanke.
    »Sag das nie wieder!«, zischte sie.
    »Distelblatt wusste, was sie tat. Sie starb als ein wahrer Krieger, vergiss das nicht.«
    Blattsee beendete die Worte der Zeremonie und wünschte jeder Katze eine sichere und schnelle Reise zu ihren Sternenhimmel und versprach, sie wieder zu sehen.
    Sie ging langsam auf die Linie der toten Katzen und berührte sie am Kopf mit ihrer Schnauze.
    Sie blieb am längsten bei Distelblatt, ihre Lippen bewegten sich, als sie eine letzte Nachricht zu ihrer Tochter flüsterte. Es stach in ihren Ohren, als sie versuchte hin zu hören und dann wandte sie sich ab.
    Was auch immer Blattsee sagte, es war für niemanden außer Distelblatt zu hören.
    Taubenfluf hoffte, dass die schwarze Katze zuhörte, wo immer sie war. Eichhornschweif trat neben Blattsee und Distelblatt und stand für einen Moment in der Stille.
    Die Augen der Stellvertreterin waren geschlossen und ihre Schultern waren vor Schmerzen gebeugt.
    Dann öffnete sie ihre Augen und hob den Kopf.
    »Nur wir kennen die Schulden, die wir diesen Katzen zu verdanken haben. Es liegt an jedem von uns, sicherzustellen, dass ihre Tode nicht umsonst waren.«
    Sie sah zu Feuerstern hinunter und streckte ihrer Vorderpfote aus, um seine Wange zu berühren.
    »Schlaf gut, mein Vater«, flüsterte sie. Charly trat vor.
    »Grabt die Löcher nicht zu klein«, krächzte er.
    »Sie müssen mindestens eine Fuchslänge tief sein. Zur Sicherheit«, fügte er hinzu und schlurfte mit den Pfoten.

    »Und wenn das Loch anfängt, sich mit Wasser zu füllen, grabt eins weiter oben am Hang.«
    »Danke, dass du dein Wissen mit uns geteilt hast, Charly", sagte Eichhornschweif.
    »Gibt es noch etwas?«
    Der alte Tigerkatee zuckte die Ohren.
    »Nun, Mausefell mochte es den Sonnenuntergang am See zu sehen. Sie sagte, es sah aus als wär das Wasser in Brand.«
    Seine Stimme verlor sich und er schluckte.
    »Also wollte ich sie dort begraben, wo sie darauf einen guten Blick hatte. Zum Beispiel dort drüben.«
    Er nickte zu einem grasbewachsenen Hügel mit einer klaren Sichtlinie zum See.
    »Ich weiß, dass sie nicht wirklich hier ist, aber es fühlt sich wie der richtige Platz für sie an.«
    Sandsturm ging neben ihm und legte ihren Schwanz über seinen Rücken.
    »Das ist eine schöne Idee, Charly. Natürlich können wir das machen.«
    Taubenflug blinzelte die Feuchtigkeit weg, die sich an ihren Augen sammelte.
    »Komm schon«, murmelte sie zu Efeusee.
    »Lasst uns einen Ort für Distelblatt finden.«
    Die Katzen begannen sich leise durch die Bäume zu bewegen und wählten weiche, aber gut durchlässige Flecken für jedes Loch.
    Mohnfrost blieb neben einer jungen Stechpalme stehen, die neben dem Hügel wuchs, den Charly für Mausefell ausgewählt hatte.
    »Was ist hier mit?«, rief sie über ihre Schulter.
    Wolkenschweif ging hinüber und stieß den Boden mit einer Pfote an.
    »Ja, die Stelle sollte in Ordnung sein.«
    Er fing an, den Blattmulch weg zu räumen und schob ihn weiter unter den Baum.
    Taubenflug und Efeusee gingen zu ihm hinüber und fingen an, die Erde auf zu wühlen.
    Auf dem Hügel hörte sie Hummelstreif, Rußherz und Löwenglut, die einen Platz für Mausefell markierten.
    »Macht es ein bisschen länger«, befahl Charly.
    »Gib ihr Raum, um sich auszudehnen.«
    Schweigen fiel unter die Bäume, abgesehen von den Geräuschen des Grabens und einem gelegentlichen Grunzen der Anstrengung.
    Der dreckige Pelz fühlte sich heiß und stachelig an, aber sie grabten weiter, obwohl die feuchte Erde unbehaglich unter ihren Klauen verkeilt war und ihre Augen von Schmutzflecken bedeckt wurden, die durch Efeusee Pfoten herauskamen.
    Mohnfrost und Wolkenschweif arbeiteten am anderen Ende des Loches, verkrampften sich gegen den Stechpalmen, aber machten weiter, auch wenn die scharfen Blätter sich in ihre Haut stach.
    »Ow!« Es gab einen Ausruf, gefolgt von einem gedämpften Fluchen von irgendwo über Taubenflugs Kopf.
    Sie sah auf und sah, wie Löwenglut seine Vorderpfote hielt.
    Blut tropfte von einer gebrochenen Klaue.
    Rußherz sah zu ihm.
    »Was ist passiert?«
    Löwenglut schüttelte die Pfoten.
    Blut lief auf das Moos.
    »Ich habe es dank einer Wurzel«, miaute er.
    »Mir geht es gut.«
    Rußherz legte den Kopf schräg.
    »Bist du sicher?«
    Ihre Stimme war voller Sorge, was Taubenflug verstand.
    Löwenglut sollte sich nicht wie andere Katzen verletzen.
    Er hatte die Kraft, nicht verletzt werden zu können.
    Wenn die Krieger vom Wald der Finsternus ihn nicht verletzen konnten, warum konnte eine harmlose Baumwurzel das?
    Löwenglut wandte sich wieder dem Loch zu.
    »Ich habe dir gesagt, es ist nichts«, knurrte er, seine Stimme murmelte durch die fliegende Erde.
    Taubenflug begann wieder zu graben.
    Es bedeutet nichts, sagte sie sich. Löwenglut ist bestimmt von der Schlacht erschöpft.
    Er kann sich jetzt nicht schützen, wie er es gewöhnlich tut.
    Das Summen in ihren Ohren übertönte das Geräusch ihrer Pfoten, die im Schmutz grabten, bis Taubenflug nichts außer ihrem eigenen Atmen hören konnte.
    Endlich lagen die fünf Katzen in ihre erdigen Nester und voll Erde bedeckt. Charly überprüfte jeden sorgfältig, um sicherzustellen, dass kein Duft an die obere Schicht der Blätter kam.
    "Wir wollen nichts anziehen, was hungrig sein könnte", erklärte er.
    Taubenflug fühlte eine Eile der Zuneigung für die alte Katze.
    In diesem Moment würde niemand jemals denken, dass er nicht im Clan geboren war und nie ein Krieger gewesen war.

    Die Katzen gingen zurück zur Mulde und sanken auf die Lichtung, zu erschöpft, um alles von dem Frischbeute-Haufen zu holen.
    Es war gut bestückt mit zwei Spatzen und einem Eichhörnchen; Taubenflug vermutete, dass Birkenfall und die anderen auf Jagd gewesen waren.
    Vielleicht versöhnen sich alle wiedr, aber sie bemerkte, dass keiner der Katzen, die bei den Begräbnissen geholfen hatten, versuchten, ihren Clangefährten zu danken oder sogar mit ihnen zu sprechen.
    Taubenflug zuckte zusammen, als Borkenpelz direkt an Birkenfall vorbeiging, ohne ihn anzusehen.
    Er ist dein Sohn!
    Sie wollte am liebsten losjaulen.
    Er ist nicht dein Feind!
    Die Nacht begann, und die Katzen wollten gerade zu ihrenn Nester gehen, als man Pfotenschritte hören konnte und Brombeerstern durch den Dornentunnel kam.
    Häherfeder folgte ihm vorsichtiger und ging durch die Ranken.
    Taubenflug starrte auf den neuen Anführer des DonnerClans.
    Sein dunkelbrauner Pelz sah glänzender aus als früher, als ob er von Sternenhimmel beleuchtet wurde und seine bernsteinfarbenen Augen glühten.
    War das so, weil er neun Leben bekommen hatte?
    Taubenflug versuchte, das Flüstern der SternenClan-Krieger um ihn herum zu hören, aber es gab nichts als das Geräusch ihrer Clangefährten, die sich müde durch das Lager bewegten.
    Sie schimpfte sich an, weil sie zu phantasievoll war.
    Eichhornschweif humpelte herüber, um Brommbeerstern in der Mitte der Höhle zu treffen.
    »Willkommen zurück«, schnurrte sie und neigte den Kopf. Sie schien auch Ehrfurcht vor ihm zu haben.
    Brombeerstern sah sich um und verengte seine Augen, als er Birkenfa, Dornenkralle, Mausbart und Blumenfall am Rande der Lichtung saß, die ein wenig Abstand von den anderen Katzen hatten.
    »Was ist los?«, murmelte er.
    »Hast du die anderen nicht zum Begraben mitgenommen?«
    Eichhornschweif näherte sich Brombeerstern.
    Sie flüsterte ihn etwas in sein Ohr, das Flackern ihrer Schwanzspitze verriet ihr Unbehagen.
    Taubenflug lehnte sich zu ihnen und versuchte zu zuhören, was die Stellvertreterin sagte.
    »Ich glaube nicht, dass diese Konversation für deine Ohren bestimmt ist«, murmelte eine Stimme hinter ihr.
    Taubenflug sprang auf und sah sich um.
    Ihre Mutter beobachtete sie mit ihren besorgten blauen Augen.
    »Du ... Du hast gesagt, du kannst Dinge hören«, sprach Weißflug weiter.
    »Auch wenn du nicht nah genug dran bist, um andere Katzen zuzuhören.«
    Taubenflug nickte.
    Zu ihrer Überraschung, seufzte Weißflug und streichelte Taubenflu die Schulter mit ihrem Schweif.
    »Das muss sich sehr seltsam anfühlen«, murmelte sie.
    »Hast du jemals Frieden? Ich wünschte, du hättest es mir früher erzählt. Ich hätte vielleicht helfen können.«
    »Es war Teil der Prophezeiung«, miaute Taubenflug und es fühlte sich sehr unangenehm an.
    »Ich habe diese Macht bekommen, um die Clans beim Kampft gegen den Wald der Finsternis zu helfen. Mir geht es gut, versprochen.«
    Ihre Mutter richtete sich auf und sah immer noch erschrocken aus.
    »Wenn du jemals mit mir darüber reden willst, bin ich bei dir.«
    Sie nickte zu Brombeerstern und Eichhornschweif.
    »Und ich denke immer noch, auch wenn du alles hören kannst, bedeutet das nicht, dass du das hören solltest.«
    Taubenflug blickte auf ihre Pfoten.
    »Okay«, murmelte sie.
    »Ich kann nicht hören, was sie sagen. Meine Ohren summen immer noch von der Schlacht und mein Kopf tut weh.«
    »Warum gehst du nicht zu Häherfeder? Vielleicht kann er dir dafür etwas geben?«, fragte Weißflug.
    »Alle Verletzungen wurden jetzt behandelt. Du müsstest keine Schmerzen mehr haben.«
    Taubenflug ging zum Eingang des Heilerbaus und spähte durch.
    »Häherfeder? Darf ich rein kommen?«
    Der Kopf des Heilers erschien am Eingang
    Sein Pelz stand am Ende und sein Gesicht war gespannt vor Spannung.
    »Ist es dringend?«, fragte er.
    »Blattsee schläft und ich schau wie es Fuchssprung geht.«
    »Und wie geht es ihm?«, fragte sie ihn und ihr Bauch knurrte.

    Häherfeder schaute über die Schulter zu dem Krieger, der eine schwache, gebeugte Gestalt in der Höhle war.
    Wurzellicht tauchte neben ihm auf und leckte seine Ohren.
    »Nicht gut «, antwortete Häherfeder.
    »Was willst du denn? «
    »Das kann warten«, miaute Taubenflug und fing an, zurückzugehen.
    »Ich komme morgen wieder, wenn etwas brauche.«
    Häherfeder verschwand wieder im Bau und ließ Taubenflug die zitternden Brombeeren anstarren.
    Sie war an Häherfeders Temperament und lebhafte Weise gewöhnt, aber das war anders.
    Er wirkte ... erschrocken.
    Aber was könnte schrecklicher sein als der Angriff vom Wald der Finsternis?
    Die Schlacht wurde gewonnen.
    Sicherlich gab es nichts mehr zu befürchten?

    9
    Kapitel 3:


    »Autsch! Meine Augen!«
    »Tut mir leid!«
    Taubenflug ließ ihr Ende der Brombeerranke fallen und setzte sich zurück, um Hummelstreif zu helfen.
    Sie arbeiteten an der zusammengebrochenen Mauer des Kriegerbaus.
    Borkenpelz sollte sie überwachen, aber er war verschwunden; Taubenflug vermutete, dass er Rauchfells Grabstätte besuchte.
    Es waren nun zwei Sonnenaufgänge her, seit sie die gefallenen Katzen begraben hatten und weder Borkenpelz noch Farnpelz schienen nicht bereit zu sein, ihre Gefährten allein in ihren kalten, irdischen Nestern zu lassen.
    Keiner von ihren Clangefährten hatte dagegen etwas gesagt; Es gab nichts als Mitgefühl für ihre unaussprechliche Trauer.
    Die Katzen, die kurz auf der Seite des sternenlosen Ort gekämpft hatten, wurden jedoch immer noch behandelt, als wären sie die Bösen.
    Sie schliefen nun in einem Bau hinter dem Ältestenbau.
    In der vergangenen Nacht ist Efeusee zu ihnen gegangen und Taubenflug fragte sich, ob ihre Schwester sich schuldig fühlte, weil sie von den Katzen, die sie bei Habichtfrost gesehen hatten, besser behandelt wurden.
    Taubenflugs Pelz prickelte wegen der Ungerechtigkeit in der Situation, und sie wartete auf Brombeerstern, um etwas darüber zu sagen, aber er war mit Eichhornschweif beschäftigt und organisierte Patrouillen, um Beute zu jagen und die Baus zu reparieren.
    Hummelstreif stolperte.
    »Es ist alles in Ordnung, ich glaube mir geht es gut«, scherzte er.
    »Komm, hilf mir, diesen Efeu zu entwirren.«
    Sie begannen, den Knoten von dunkelgrünen Blätter zu entwirren.
    Alle Katzen versuchten, so viel von den Baus zu retten, wie sie konnten, um frische Zweige und Blätter zu sparen, die es um diese Zeit nicht häufig gab.
    Plötzlich miaute Rußherz auf der anderen Seite der Mauer, wo sie arbeitete.
    »Schwarzstern ist hier!«
    Taubenflug spähte um die Höhle und sah den SchattenClan-Anführer in der Lichtung mit seinem Stellvertreter Eschenkralle dicht neben ihm - so nah, dass sich ihre Schultern berührten, als ob Eschenkralle seinen Anführer aufrecht hielt.
    Hummelstreif legte den Efeu ab und kam neben Taubenflug.
    »Ich frage mich, was er will?«
    Es war kein Verdacht in seinem Ton; Tatsächlich waren keine der DonnenClan-Katzen, die aufgehört hatten zu arbeiten, feindseelig, als sie den neuen Anführer sahen.
    Der Wald der Finsternis hat alles verändert und Taubenflug errinnerte sich an die Zeit, als diese Besucher mit Misstrauen behandelt worden.
    Jetzt waren sie nicht einmal herausgefordert worden, als sie langsam in die Höhle eintraten.
    »Schwarzstern! Komm und setz dich.«
    Brombeerstern ging die Felsen der Hochnase runter und zeigte dem SchattenClan-Anführer einen Platz auf dem Gras, wo er seine zitternden Beine ausruhen konnte.
    »Großer SternenClan, Schwarzstern sieht so alt aus, er lebt kaum noch!«
    Rußherz kommentierte neben Taubenflug.
    Eichhornschweif schloss sich ihnen von der Kinderstube an, wo sie Minka geholfen hatte, die Jungen zu beschäftigen, während Lichtherz auf einer Jagdpatrouille war.
    »Ist alles gut im SchattemClan?«, fragte Eichhornschweif und tauschte mit Eschenkralle Blicke.
    »Es geht uns gut«, meinte Schwarzstern, so schwach, dass Taubenflug ihn kaum hörte.
    Es sind schon zwei Tage seit der Schlacht her;
    Warum kann ich noch nichts hören, dachte sie frustriert.
    Schwarzstern schien Schwierigkeiten zu haben zu atmem, also übernahm Eschenkralle.
    »Wir müssen mit dir über die Katzen aus dem Wald der Finsternis sprechen, die immer noch unter uns wandeln«, kündigte er an.

    Taubenflug zuckte zusammen. Welchen Katzen aus dem Wald der Finsternis?
    Sie sah sich um und sah ihre Clangefährten ihr Fell sträuben.
    »Wie du weißt«, fuhr Eschenkralle fort, »der Angriff vom Wald der Finsternis wurde zum Teil von Kriegern aus den lebenden Clans unterstützt.«
    Er hielt inne und blickte um die Lichtung herum, als wollte er diese Katzen jetzt benennen.
    »Einige von ihnen überlebten die Schlacht. Wir müssen entscheiden, was wir mit ihnen machen.«
    Brombeerstern bewegte seine Pfoten.
    »Ich stimme zu, das es etwas zu entscheiden gibt, was mit ihnen geschiegt, aber ich nahm an, dass jeder Clan-Anführer es allein entscheiden würde. Es geht schließlich um unsere eigenen Clangefährten.«
    Schwarzstern kämpfte sicg auf seine Pfoten und schlug mit seinem Schwanz.
    »Wir sind immer noch an unsere Allianz während der Großen Schlacht gebunden!«, zischte er.
    »Das ist ein Problem von allen Clans, und deshalb sollten wir es gemeinsam lösen. Es kann keine Ungleichheit bei der Bestrafung geben.«
    »Whoa!«
    Hummelstreif atmete in Taubenflugs Ohren.
    »Er weiß, dass die Schlacht vorbei ist, richtig?
    Wir sind jetzt nicht mehr mit dem SchattenClab verbündet!«
    Brombeerstern ließ seinen Blick um den Bau herumlaufen und landete auf den vier Katzen, die von den anderen getrennt waren und die zertrampelten Brombeeren von einer Seite des Eingangs wegräumten.
    »Sehr gut, Schwarzstern«, miaute er.
    »Vielleicht ist es richtig, dass wir uns gemeinsam mit einer Vorgehensweise vereinbaren sollten. Sollen wir uns morgen abend auf der Insel treffen?«
    Schwarzstern nickte.
    »Ich werde ein Wort mit dem FlussClan und dem WindClan wechseln, wenn du meinen Kriegern erlaubst, an deiner Seite des Seeufer entlang zu gehen.«
    »Natürlich«, murmelte Brombeerstern.
    Er stand auf und hockte neben dem alten weißen Kater, als er anfing zu gehen.
    »Danke, dass du gekommen bist, Schwarzstern. Erhol dich sich, bevor wir uns auf der Insel treffen.«
    Schwarzstern seufzte nur.
    Eschenkralle verneigte den Kopf vor Brombeerstern und führte seinen Anführer durch die Reste des Dornentunnels und führte ihn dann in den Wald.
    Taubenflugs Fell setzte sich entlang ihres Rücken auf und Hummelstreif glättete es mit seiner Schnauze.
    »Beruhige dich«, murmelte er. »Du bist nicht in Schwierigkeiten!«
    »Aber Efeusee könnte es sein!« Taubenflug schnappte.
    »Und mein Vater! Diese Katzen sollten nicht bestraft werden, nur weil die Krieger vom Wald der Finsternis ihnen Lügen erzählt haben, die sie glaubten!«
    Hummelstreif begann, den Efeuknoten noch einmal zu enträtseln.
    »Wir können nicht vergessen, was passiert ist, Taubenflug. Vielleicht brauchen sie irgendeine Art von Strafe, nur um sicherzustellen, dass sie verstehen, dass was sie taten, falsch war.«
    »Blumenfall ist deine Schwester«, schnappte sich leise.
    »Glaubst du wirklich, dass sie wirklich ihren Clan verraten würde?«
    Der graue Kater schaute nicht vom Efeu auf.
    »Das Training im Wald der Finsternis war niemals ein Teil des Gesetz der Krieger«, murmelte er.
    »Es waren auch keine toten Katzen, die ins Leben zurückkehrten, um uns anzugreifen.«
    Taubenflug streckte eine Forderpfote aus und legte sie auf Hummelstreifs Schulter.
    »Unsere Clangefährten haben eine schreckliche Entscheidung getroffen, aber als es wichtig war, waren sie loyal zu uns und uns allein.«
    Hummelstreif sah sie schließlich an, seine Augen beunruhigten sich.
    »Das glaubst du das wirklich.«
    Taubenflug nickte.
    »Efeusee ist meine Wurfgefährtin, genau wie Blumenfall deine ist. Ich würde meiner Schwester mein Leben anvertrauen. Würdest du dich nicht so auch machen?«
    Nach einer kurzen Pause nickte Hummelstreif.
    »Danke, Taubenflug«, flüsterte er.
    Bevor Taubenflug etwas anderes sagen konnte, sprach Brombeerstern direkt hinter ihr.
    »Kann ich mit dir reden?«
    Taubenflug sprang fast in die Luft. Wie hatte sie ihn hören können?
    »Ich möchte, dass du mit mir kommst, um die anderen Anführee zu treffen«, sagte Brombeerstern.

    »Häherfeder wird natürlich bei mir sein, und die Katzen, die vom Wald der Finsternis trainiert wurden, aber ich glaube, du und Löwenglut solltet auch anwesend sein.
    Ihr beide wisst mehr darüber, was der Wald der Finsternis geplant hat als viele andere von uns.«
    Er blinzelte.
    »Wegen der Prophezeiung, richtig?«
    Taubenflug nickte stumm.
    »Gut.«
    Brombeerstern wandte sich ab.
    »Wir gehen morgen in der Abenddämmerung. Stell sicher, dass du dafür ausgeruht bist.«
    Taubenflug ging nicht sofort zurück, um Hummelstreif zu helfen.
    Stattdessen stand sie ganz still und lauschte dem Geflüster um sie herum.
    Der Rest vom DonnerClan schien aufgeregt zu sein, dass die Verräter eine Bestrafung bekommen würden. Taubenflug fühlte eine Welle der Ungeduld bei ihrer Dummheit.
    Könnt ihr nicht sehen, dass es sich um loyale Krieger handelt, die einen Fehler gemacht haben?
    Seid ihr alle so perfekt?
    Dann neigte sie ihren Kopf und versuchte zu hören, was im SchattenClan gesagt wurde.
    Waren diese Katzen gleichermaßen begeistert?
    Aber alles, was sie hörte, war das Rauschen von Zweigen, als Hummelstreif und Rußherz neben ihr arbeiteten, und ein Aufschrei vom Ältestenbau, als einer der Jungen auf einen Dorn trat.
    Als sie versuchte, das benachbarte Lager zu sehen, war ihr Geist getrübt und unscharf, als wäre es mit Nebel gefüllt.
    Taubenflug fühlte ein kaltes Riesel der Angst in ihrem Pelz sickern.
    Warum kann ich nicht hören und sehen wie früher?
    Ist mir etwas passiert?
    Sie sah Efeusee an, die vor einem Bündel, das aus der Kinderstube geschleppt worden war, sauberes Moos rettete.
    Ihre Schwester hatte mehr als genug Sorgen, auch ohne Taubenflugs Sinne, die nicht mehr funktionierten
    Häherfeder war zu beschäftigt mit Fuchssprunf und den anderen verwundeten Katzen und Löwenglut war ständig auf Patrouille.
    Taubenflug erinnerte sich an seine gebrochene Klaue während der Beerdigung und zuckte zusammen.
    Sie konnte nicht mehr hören und Löwenglut konnte Verletzungen erleiden.
    Ist etwas mit all unseren Kräften passiert?

    10
    Kapitel 4:

    Ein schwacher Dreiviertelmond zeigte sich über den Spitzen der Kiefern, als die Katzen über die Baumbrücke zur Insel kamen.
    Taubenflug blieb in der Nähe von Efeusee und versuchte, ihre Schwester zu trösten, ohne etwas zu sagen.
    Efeusee ging mit dem Kopf hoch und ihr Schwanz knickte vertrauensvoll über ihren Rücken, aber Taubenflug wusste, dass sie Angst hatte, was bei diesem Treffen gesagt werden könnte.
    Brombeerstern und Häherfeder führten die DonnerClan-Patrouille an und brachten Birkenfall, Dornenkralle, Mausbart und Blumenfall zur Besprechung.
    Die vier Katzen strahlten Anspannung aus und ihr Fell sträubte sich wie Stacheln.
    Taubenflug wünschte, sie würden sich entspannen und nicht so aussehen, als hätten sie sich zu schämen.
    Schwarzstern saß bereits am Fuße der Eiche, flankiert von seiner Heiler, Kleinwolke.
    Beide Katzen sahen zerbrechlich und dünn im Vergleich zum stabilen Stamm.
    Ihre Clangefährten Tigerherz und Rattennarbe saßen eine Schwanzlänge entfernt, ihre Ohren zuckten.
    Brombeerstern hielt halbwegs über die Lichtung und deutete mit seinem Schwanz zu seinen Clangefährten und lud sie ein, sich hinzusetzen.
    »Wir bleiben hier«, murmelte er leise.
    Taubenflug war erstaunt, dass er bei ihnen blieb, anstatt sich zu Schwarzstern zu setzen.
    Kurzstern kam an, bevor die DonnerClan-Katzen fertig waren.
    Er wurde von seinem Heiler, Falkenflug und Windpelz begleitet.
    Die Augen des schwarzen Kriegers blitzten trotzig.
    Er denkt nicht, dass er etwas falsch gemacht hat.
    Die drei Clans warteten schweigend und lauschten dem Rauschen der Farne, als die letzten Katzen sich näherten.
    Nebelstern kam zuerst aus dem Farn, kurz darauf folgen Mottenflügel und Eisflügel.
    Dovewing blinzelte.
    Der DonnerClan hatte bei weitem die meisten Katzen mitgebracht!
    Was sagen sie über ihre Loyalität gegenüber dem Gesetz der Krieger?
    Brombeerstern schien zu erraten, was seine Clangefährten dachten.
    »Die anderen Clans verloren Katzen, die mit dem Wald der Finsternis kämpften«, murmelte er.
    »Ihr habt alle überlebt, weshalb es hier mehr von uns gibt.«
    Taubenflug fühlte sich dadurch nicht besser.
    Sie fühlte Wärme auf ihrem Fell und drehte sich um, um zu sehen, wie Tigerherz sie anstarrte.
    Schnell sah sie weg.
    Das war eine Komplikation, die sie nicht brauchte.
    Kurzstern sprach zuerst.
    »Warum sind Löwenglut und Taubenflug hier?«, fragte er.
    »Sie waren nicht Teil vom Wald der Finsternis, oder?«
    »Nein«, antwortete Brombeerstern.
    »Aber sie wissen so viel über die Beteiligung unserer Clangefährten im Wald der Finsternis, wie ich es tue.«
    Er trat zwischen den vier Clans und sah sich bei den anderen Anführern um.
    »Wir müssen auf die Wahrheit achten, was passiert ist und warum diese Katzen sich so verhalten haben wie sie. Der Kampf ist vorbei; Sie sind nicht mehr unsere Feinde.«
    Sein Pelz war gewellt und Taubenflug wusste, dass er trotzdem, was er gesagt hatte, durch die Anwesenheit von so vielen DonnerClan Katzen beunruhigt war.
    Was auch immer Strafe gewählt wurde, wäre der DonnerClan am meisten betroffen.
    Die Atmosphäre in der Lichtung knisterte mit Spannung.
    Es fühlte sich seltsam an, die Anführer unter den anderen Katzen zu stehen, und die Krieger, die mit dem Wald der Finsternis verbunden waren, sträubten ihr Fell, als wären sie bereit, sich mit Zahn und Klaue zu verteidigen.
    Nebelstern hob den Kopf.
    »Wie ihr wisst, wurden Käferbart und Höhlenflug in der Schlacht getötet, also können sie nicht auf alles antworten, was sie getan haben.
    Eisflügel weiß das Wald der Finsternis ihre Treue getestet hat und dass sie versagt hat.
    Aber sie hat daraus gelernt und ich vertrau ihr jetzt.
    Sie war immer eine gute Kriegerin.
    Ich möchte ihr die Chance geben, sich zu beweisen.«
    »Das gleiche gilt für Windpelz«, erklärte Kurzstern.
    »Während der Schlacht erlitten wir große Verluste.
    Warum sollte ich einen meiner wenigen verbleibenden Krieger bestrafen?
    Wir brauchen Windpelz auf Patrouillen, und dass verschenden wir nicht wegen etwas, das vorbei ist.«
    »Aber sie haben das Gesetz der Krieger gebrochen!«, protestierte Schwarzstern.
    Er sah Tigerherz und Rattennarbe an und seine Augen waren voller Trauer.
    »Sie verrateten den Clan, ihren Anführer und sich selbst.
    Wie kann das ungestraft bleiben?«
    Kurzstern ließ seinen Blick auf die DonnerClan Katzen ruhen.
    »Ich nehme an, wir müssen uns der Tatsache stellen, dass einige unserer Clangefährten vom Wald der Finsternis rekrutiert wurden, aus welchem ​​Grund auch immer.
    Einige Clans mehr als andere«, fügte er sinnvoll hinzu.
    Taubenflug fühlte, wie ihr Fell voller Empörung brannte.
    Brombeerstern öffnete seinen Mund, um zu sprechen, aber Nebelstern unterbrach ihn.
    »Es muss einen Weg geben, um weiterzumachen, ohne unsere Clans weiter zu schwächen«, flüsterte sie.
    »Keiner von uns kann mehr Krieger verlieren, also ist eine Verbannung keine Option.«
    Taubenflug blinzelte.
    Verbannung!
    Sie hatte nicht einmal gedacht, dass das eine Möglichkeit wäre.
    Sie näherte sich zu Efeusee.
    »Du musst ihnen erzählen, was passiert ist«, flüsterte sie in das Ohr ihrer Schwester.
    »Wie Habichtfrost dich rekrutiert hat.
    Ihr wart nicht untreu zu eurem Clan!
    Sie müssen das verstehen.«
    Brombeerstern hörte und nickte.
    »Mach schon, Efeusee. Bitte.«
    Die grau-weiße Kriegerin sah erschrocken aus, als sie in die Mitte der Lichtung ging, aber als sie sprach, war ihre Stimme ruhig.
    »Ich denke, es würde helfen, zu verstehen, warum einige von uns dem Wald der Finsternis beigetreten sind«, begann sie.
    Kurzstern und Schwarzstern sträubten ihr Fell, aber Efeusee sprach weiter.
    »Es war nicht, weil wir unsere Clangefährten hassten oder nicht ans Gesetz der Krieger glaubten.
    Wir dachten, wir lernten mehr Fähigkeiten, die unseren Clans helfen würden.
    Katzen aus dem Wald der Finsternis suchten uns in unseren Träumen auf und ... und benutzten unsere persönlichsten Gründe, um uns für einen anderen Weg zu trainieren.«
    Sie blickte auf Taubenflug, die blinzelte.
    War ich einer dieser Gründe?
    Fragte sie sich alamiert.
    Um sie herum, nickten Birkenfall und die anderen.
    »Habichtfrost rekrutierte mich«, fuhr Efeusee fort.
    »Er hat mich glauben lassen, dass das Beste, was ich für den DonnerClan tun könnte, mit den Krieger vom Wald der Finsternis zu trainieren.
    Ich würde mutiger, besser kämpfen und mehr loyal zu meinen Clangefährten sein.
    Er hat mir das Gefühl geben, ich wäre ... wichtig.«
    Für einen kurzen Moment machte sie pause und fuhr dann fort.
    »Ich bekam zufällig mit, dass Habichtfrost und Tigerstern, die Clans anzugreifen wollten.
    Ich erzählte es meinen Clangefährten und wurde ein Spion und meldete alles, was ich über den Wald der Finsternis erfuhr.
    Ich wusste, dass andere Katzen von den Clans trainiert wurden, aber um nicht verdächtig zu werden, habe ich ihnen nichts gesagt.«
    Sie schaute über ihre Schulter zu ihrem Vater
    »Erst als die Schlacht begann, sagte ich ihnen die Wahrheit, und sie folgten mir sofort zurück zu unseren Clangefährten, um neben ihnen zu kämpfen.
    Sie wollten niemals untreu sein.
    Wie ich, dachten sie, sie hätten eine Chance bekommen, bessere Krieger zu sein.«
    Windpelz sah selbstgefällig aus und Taubenflug fühlte den Drang, seine Ohren zu zerfetzen.
    Sie war sich sicher, dass er kein besserer WindClan-Krieger sein wollte.
    Er wollte nur Macht und Kraft, das war alles.
    Birkenfall beugte sich zu Taubenflug, als könne er ihre Gedanken lesen.
    »Wenn einer von uns vergeben werden soll, muss alles vergeben werden«, murmelte er.
    Schwarzstern erhob sich auf seinen Pfoten.
    »Du hast gut gesprochen«, krächzte er.
    »Du bist Efeusee, nicht wahr?«
    Er spähte sie an, seine Augen waren trüb.
    »Aber ich sah meine eigenen Clangefährten, die sich gegenseitig angreiften.
    Was hat das mit Treue und ein besseree Krieger sein wollen zu tun?«
    »Wir versprachen einen anderen Weg, unserem Clan zu dienen«, beharrte Efeusee.
    »Ich glaube dir«, murmelte Nebelstern.
    »Danke, Efeusee.«
    Onestar verfolgte seine Vorderpfoten im Staub.
    »Ich muss nicht wissen, warum Windpelz seine Entscheidungen getroffen hat.
    Ich muss ihm nur vertrauen.
    Was ich tue.«
    Schwarzstern schüttelte seinen großen weißen Kopf.
    »Ich weiß nicht, ob ich damit einverstanden sein kann.«
    Er vermied es, Tigerherz und Rattennarbe anzusehen, die ihn erschrocken anstarrten.
    Taubenflug fühlte einen alamierten Stich.
    Was würde mit Tigerherz passieren?
    Sie wusste, dass er dem SchattenClan gegenüber loyal war.
    »Es scheint, wir habe alle andere Meinung über diese Katzen«, fuhr Schwarzstern fort.
    Er klang verwirrt, als könne er nicht verstehen, warum die Allianz zwischen den vier Clans weggeschmolzen war.
    »Mit gutem Grund«, murmelte Brombeerstern.
    Er sah Windpelz an.
    »Es gibt mindestens einen Krieger hier, der DonnerClan Katzen neben den Kriegern vom Wald der Finsternis angegriffen hat.
    Ich kann das nicht als alles andere als einen Verrat am Gesetz der Krieger zu sehen.«
    »Windpelz hat sich nie gegen seine eigenen Clangefährten gewandt«, murmelte Kurzstern.
    »Das ist Teil vom Gesetz der Krieger, oder?
    Und er ist mein Krieger, also liegt es an mir, was mit ihm passiert.«
    Nebelstern nickte.
    »Ich bin damit einverstanden, dass wir für unsere eigenen Clanmates verantwortlich sein sollten.
    Wir kennen unsere Krieger am besten.«
    Schwarzstern flachte seine Ohren ab.
    »Aber wir müssen einer einzigen Vorgehensweise folgen!
    Ansonsten wär es nicht fair.«
    »Der SchattenClan hat nichts im Namen vom WindClan zu entscheiden!«
    Kurzstern spuckte.
    »Die Clans sind besser geworden, als wir uns gegen den Wald der Finsternus vereint hatten«, murmelte Dornenkralle.
    »Frieden hat die alten Streitigkeiten hervorgebracht.«
    Mottenflügel ging von hinten auf Nebelstern zu und stand in der Mitte der Katzen mit Sternenlicht, das auf ihrem Fell glänzte.
    »Ich schlage vor, dass jeder dieser Katzen einen neuen Treueid zum Gesetz der Krieger schwört«, flüsterte sie.
    »Sie gingen einen anderen Weg für eine Weile, aber jetzt müssen sie auf die Art und Weise zurückkehren, wie es war.
    Sie müssen nicht bestraft werden - keiner von unseren Clans sollte mehr Schmerzen erleiden - aber wir verdienen es, ein klares Zeichen zu haben, dass wir ihnen wieder vertrauen können.«
    Taubenflug atmete erleichtert aus.
    Es schien die offensichtliche Lösung, und aus den Nicken der Clan-Anführer sah es so aus, als ob sie sich einigten.
    Rattennarbe schob seinen fleckigen braunen Schwanz
    »Dieser Schwur ... müssen wir es jetzt schwören? Vor Katzen, die nichts mit uns zu tun haben?«
    »Nein«, murmelte Brombeerstern.
    »Ich denke, das ist eine Sache für jeden Clan, sich mit sich selbst zu beschäftigen.«
    »Was meinst du, Schwarzstern?«, fügte er hinzu.
    Der alte Kater wartete kurz darauf, bevor er antwortete.
    »Ich werde sehen, dass es getan ist, sobald wir in unser Lager zurückkehren«, murmelte er.
    Kurzstern nickte mit dem Kopf.
    »Wie ich.«
    Taubenflug fühlte einen weiteren Wutanfall gegen Windpelz.
    Sie hatte seine wütenden Angriffe auf ihre Clangefährten gesehen.
    Es war nichts edeles über ihn!
    Er hat keine Vergebung von irgendjemandem verdient.
    Zumindest werden jetzt mein Vater und Efeusee wieder im DonnerClan aufgenommen, dachte sie.
    Wir haben zu viel, um das Lager zu reparieren und unsere Kraft vor dem Blatt-bloßen aufzubauen, um sich Sorgen zu machen, was vor der Großen Schlacht war.
    Die Katzen begannen, sich von der Lichtung zu entfernen.
    Tigerherz blickte auf Taubenflug und fing seinen Blick ein, wo man lauter Fragen sehen konnte.
    Taubenflug drehte den Kopf weg.
    Er war ein Teil der Vergangenheit, genau wie der Kampf mit dem Wald der Finsternis.

    11
    Kapitel 5

    »Alle Katzen, die alt genug sind um ihre Beute selbst zu fangen, mögen an der Hochnase versammeln!«
    Brombeersterns Worte hallten immer noch um die Klippen herum, als die Katzen von den halbgebauten Baus und aus dem Dornentunnel kamen.
    Es war zu früh, auch wenn die Morgendämmerung schon vorbei war; Der Mond war noch sichtbar im Gegensatz zur hellgrauen Sonne.
    Taubenflug blickte auf den dunkle Tigerkater, der auf der Hochnase stand und fragte sich, wie es sich anfühlt, den Clan als ihren Anführer zu versammeln.
    Falls Brombeerstern durch seine neue Position erschüttert wurde, ließ er sich es nicht anmerken.
    Als alle Katzen in der Lichtung standen, gähnend und mit schläfrigen Augen, ging Brombeerstern auf halbem Weg durchs Durcheinander der Felsen.
    »Es wurde von den Anführern aller vier Clans entschieden, dass jede Katze, die auf der Seite vom Wald der Finsternis in der Großen Schlacht kämpfte, einen neuen Treueid zum Gesetz der Krieger schwören muss.«
    Ein Raunen ging durch den Clan und Brombeerstern hob den Schwanz zum Schweigen.
    »Danach lassen wir die Vergangenheit ruhen und blicken auf unsere Zukunft.
    Dieser Clan muss sich vereinen, wenn wir unsere Verluste überleben wollen, und die Blattleere liegt noch vor uns
    Habt ihr das verstanden?«
    Er blickte auf die Katzen, und Taubenflug bemerkte, dass einige von ihnen ihre Ohren, einschließlich Borkenpelz und Beerennase, abflachten.
    »Du bittest uns, viel zu vergeben«, miaute Borkenpelz und viele andere nickten zustimment zu.
    »Keine DonnerClan-Katze beendete die Schlacht, für die, der Wald der Finsternis kämpfte«, sagte Brombeerstern.
    »Als sie die Wahrheit über ihre neuen Verbündeten herausfanden, zeigten sie nichts als Loyalität gegenüber den Clans.
    Es gibt wenig zu verzeihen, meiner Meinung nach.«
    Borkenpelz sah nicht zufrieden aus, und Beerennas zischte etwas in Mohnfrosts Ohr.
    Taubenflug sah ihren Vater an.
    Birkenfall, Dornenkralle, Mausbart, Blumenfall und Efeusee standen auf einer Seite der Katzen, ihre Schwänze mit Spannung gespannt.
    »Ich hoffe, das funktioniert«, murmelte Hummelstreif.
    Taubenflug legte ihre Schwanzspitze auf seine Schulter.
    Das hoffe ich auch.
    Brombeerstern nickte den fünf Katzen zu.
    »Komm«, lud er, zu Fuß auf den Felsen, bis er auf der Lichtung stand.
    Die Krieger stellten sich vor ihnen auf. Brombeerstern sah zum ersten Mal nervös aus, und Taubenflug erkannte, dass sich nichts über die Form dieser Zeremonie entschieden hatte.
    Wie würde Brombeerstern wissen, was er sagen müsste?
    »Krieger vom DonnerClan«, fing er an, »nur sie kennen den wahren Grund, dass sie sich überreden ließen, sich den Kriegern vom Wald der Finsternis anzuschließen.
    Der Grund, was auch immer es war, ist nicht mehr wichtig.
    Das Wichtigste ist, dass sie dem DonnerClan und dem Gesetz der Krieger loyal sind, unter Ausschluss von allem anderen.
    Was auch immer euch versprochen werden könnte«, fügte er mit einer Notiz von Stein in seine Stimme hinzu.
    Die fünf Katzen nickten.
    Brombeerstern überlegte für einen Moment und fuhr dann fort.
    »Wiederholt was ich sage: Ich bin ein wahrer Krieger vom DonnerClan, der meinen Clangefährten treu ist und dem Gesetz der Krieger von diesem Moment an, bis es meine Zeit ist, dem SternenClan sich anzuschließen.«
    Birkenfall begann zuerst zu sprechen, dann kamen die anderen, ein wenig unbeholfen und sträubten sich mit Unbehagen.
    Taubenflug fühlte einen Stich der Empörung, dass Efeusee mit den anderen schwören musste.
    Sie hatte ihr Leben riskiert, um im Wald der Finsternis zu spionieren.
    Welchen größeren Beweis für ihre Loyalität brauchte Brombeerstern?
    Als die Katzen bis zum Ende des Eides kamen, schwenkte Brombeerstern seinen Schwanz.
    »Lass das ein Ende der Spaltungen in diesem Clan sein«, erklärte er.
    »Du weißt alles was du tun musst, um dem DonnerClan wieder stark zu machen.
    Mach weiter und der SternenClan kann deinen Weg beleuchten.«
    Er zuckte mit seinen Ohren als Signal um die Versammlung zu beenden.
    Die meisten Katzen gingen zurück zu ihren Baus, um sich zu waschen und Patrouillen zu begleiten, aber einige blieben in einer Gruppe, und unter ihnen waren Borkenpelz und Beerennase.
    »Sollen wir wirklich alles vergeben und vergessen?«, protestierte Beerennase.
    »Wenn sie nicht alle unsere Geheimnisse verraten hätten, hätte der Wald der Finsternis vielleicht niemals angegriffen!«
    Taubenflug konnte nicht glauben, dass irgendeiner ihrer Clangefährten denken würde, dass dies wahr war, aber Mohnfrost nickte.
    »Diese Katzen müssen beweisen, dass man ihnen vertraut kann«, knurrte sie.
    Sie sah sich schrecklich um, als ob sie dachte, dass Birkenfall in diesem Augenblick Katzen vom Wald der Finsternis ins Lager einladen könnte.
    Borkenpelz beugte sich vor und sagte etwas, das Taubenflug nicht hören konnte.
    Sie kräuselte ihre Lippe durch Zorn.
    Meine Ohren!
    Sie spürte einen körperlichen Schmerz in ihrem Kopf.
    Was stimmt mit mir nicht?
    Sie musste mit Löwenglut und Häherfeder sprechen, um herausfinden, ob sie auch ihre Kräfte verloren haben.
    Sie ging auf Löwenglut zu und öffnete den Mund, um zu fragen, ob sie mit ihm allein sprechen könnte.
    Dann kam Rußherz auf die Lichtung.
    »Löwenglut! Ich habe dir gesagt, du sollst dich heute ausruhen!
    Du kannst nicht auf Patrouille gehen, bis deine Kralle verheilt ist.«
    Taubenflug erkannte, dass Löwenglut mit der Pfote hinkte, mit der er sich beim Graben verletzt hatte.
    »Schon gut«, knurrte er. »Ich hör schon auf.«
    Rußherz verengte ihre Augen.
    »Nimm es nicht auf die leichte Schulter«, warnte sie und schlug mit dem Schwanz.
    »Du solltest zu Häherfeder gehen, falls es infiziert ist.«
    »Ich habe keine Zeit mehr«, grunzte Löwenglut.
    »Wir müssen jagen, solange das Wetter gut ist.«
    Er blickte zum Himmel auf, wo sich dunkelgraue Wolken wölbten, die so niedrig waren, dass sie die Baumspitzen fast berührten
    »Ich komme mit dir«, bot Taubenflug an. Vielleicht würde das ihre Chance sein, um mit ihm zu reden.
    »Nun, du gehst nicht ohne mich«, murmelte Rußherz.
    »Ich frag Eichhornschweif, was wir tun sollen.«
    Sie ging über die Lichtung, wo die Stellvertreterin stand.
    Löwenglut sah Taubenflug an.
    »Gehts dir gut?«
    »Nein ich ...«
    Taubenflug brach ab, als Efeusee aus dem Bau der Krieger herauskam.
    »Hallo! Geht ihr auf Patrouille? Kann ich kommen?«
    Sie trabte hinüber, ihr Pelz flog aus.
    »Ich muss mich aufwärmen! Dieser Wind ist kalt.«
    »Sicher«, meinte Löwenglut.
    Rußherz kehrte zurück und sie gingen aus dem Lager und Löwenglut führte sie an.
    Taubenflug beobachtete ihn, wie er über einen lockeren Brombeerstrauch stolperte und aufschrie.
    Sie hatte ihn noch nie mit einer bleibenden Verletzung gesehen.
    Sie erreichte ihre Gefährten auf einem Kamm und trennten sich, um Beute zu fangen.
    Taubenflug nahm den schwachen Duft einer Maus auf und folgte der Geruchspur und ließ die Farne über ihren Rücken fahren.
    Sie umrundete einen Eschenbaum und war gerade auf einen frischen Geruch gestoßen, als sie das Geräusch von Pfotenschritten hinter hörte und Efeusee stürzte vorbei und landete auf einem Eichhörnchen.
    Die grau-weiße Katze machte einen Tötungsbiss und stand auf und wischte das Blut von ihren Schnurrhaaren ab.
    »Guter Fang!«, meinte Taubenflug.
    Efeusee legte den Kopf auf die Seite.
    »Ich kann nicht glauben, dass du nicht gehörst hast, wie das Eichhörnchen den Baum herunterkommt ist«, schnurrte sie.
    »Es ist fast auf dem Kopf gelandet! Hast du Moos in deinen Ohren?«
    Taubenflug fühlte sich heiß vor Verlegenheit.
    »Ich ... ich folgte einer Mäusespur.«
    Ihre Schwester stand auf und fing an, Mulch über ihre Beute zu schaben.
    »Besser wir gehen jetzt und holen sie später!«
    Sie miaute, aber es gab eine Spur von Spannung in ihrer Stimme, die Taubenflug nicht überhörte.
    Hat Efeusee erkannt, dass ich meine Kräfte verloren habe?
    Sie marschierte ins Farnkraut und spürte ein Gefühl der Erleichterung, als die Wedel sich hinter ihr schlossen.
    Sie nahm bald den Duft der Maus wieder auf und fing das kleine Geschöpf, als es auf einer Samenhülse knabberte.
    »Danke, SternenClan, dass du uns Essen zu bringst«, murmelte sie über den winzigen braunen Körper.
    Sie suchte nach einer weiteren Spur von Beute, hatte aber bis dahin nichts gefunden, als Löwenglut sie auf den Weg zurückrief.
    Eine Taube lag an den Pfoten und Rußherz stand neben ihm mit einem Paar Babywühlmäusen in ihrem Mund.
    Taubenflug war von ihrem kleinen Beitrag verlegen, vor allem, als Efeusee aus dem Farnkraut kam und das Eichhörnchen zerrte.
    Löwenglut nickte zustimmend.
    »Wenn das Wetter kälter wird, brauchen wir alle so viel Frischbeute, die wir kriegen können«, miaute er.
    »Gute Arbeit, alle.«
    Sie gingen zurück zum Lager.
    Löwenglut fiel zurück, obwohl die Muskeln auf seinen Schultern angespannt waren, mit der Anstrengung, nicht zu hinken.
    Taubenflug verlangsamt, um mit ihm mit zu halten.
    Als Rußherz und Efeusee um eine Ecke verschwunden waren, legte sie ihre Maus nieder und wandte sich dem goldenen Tigerkater zu.
    »Löwenglut, ich muss mit dir reden.«
    Widerwillig legte er seine Taube nieder und wartete.
    Taubenflug atmete tief ein.
    »Glaubst du, wir haben unsere Kräfte verloren?«
    Sie ignorierte die Wut in seinen Augen und fuhr fort.
    »Ich kann nicht hören oder sehen wie früher.
    Du bist von einer Baumwurzel verletzt worden, um SternenClans Willen!
    Und Häherfeder scheint wirklich von etwas erschreckt zu sein.
    Könnte er seine Macht verloren haben, in anderen Träumen von Katzen zu wandeln?«
    Löwenglut zog eine massive Pfote über die blass-gefiederte Brust der toten Taube.
    »Die Große Schlacht hat viel von uns genommen«, miaute er.
    »Keiner von uns weiß, wie lange es dauern wird, um sich zu erholen.«
    »Aber die Wunde ist nicht von der Schlacht!«, protestierte Taubenflug.
    »Das ist etwas anderes, was sich in mir verändert hat!
    Ich kann es nicht genau beschreiben, aber ich weiß, dass etwas anders ist.«
    Löwenglut starrte auf den Vogel zu seinen Füßen.
    »Sprechen doch mit Häherfeder, wenn du dir Sorgen machst.
    Er weiß mehr darüber als wir.
    Wir sind Teil einer Prophezeiung, erinnern du dich?
    Ich verstehe nicht, wie sich das ändern könnte.«
    Taubenflug wollte ihn herausfordern, aber er nahm die Taube auf und machte deutlich, dass ihre Konversation vorbei war.
    Er schlägt ungeschickt auf seine infizierte Pfote, er trabte den Weg und verschwand in den Farn.
    Taubenflug schob ihre Maus hoch und folgte und ließ ihren Schwanz miserabel in den Schmutz ziehen.
    »Häherfeder!«
    Taubenflug zitterte, als ein kalter Windstoß in ihr Fell am Fuße der Klippe peitschte.
    Sie näherte sich den Brombeeren, als ob sie etwas Schutz bieten würden.
    »Häherfeder, ich muss mit dir reden!«
    »Ja wirklich? Genau jetzt?«
    Er antwortete ungeduldig.
    Taubenflug stützte sich.
    »Ja, jetzt.«
    »Du solltest dann besser rein kommen. Aber fass nichts an!«
    Sie drängte durch die Brombeeren und blieb stehen und wartete auf ihre Augen, um sich an das schwache Licht in der Höhle anzupassen.
    Der sandige Fußboden war mit Haufen von Kräutern bedeckt, etwas frisch und grün-riechend, andere wurden verwöhnt und in winzige schwarze Locken getrocknet.
    Häherfeder hockte neben Fuchssprung, der auf einer Seite in einem moosgesäumten Nest lag, seine Augen waren geschlossen.
    Der Heiler schälte eine Ablage von Blättern aus dem Bauch des Kriegers.
    Taubenflug machte einen Schritt zurück. Der Gestank, der aus der Wunde kam, war überwältigend.
    »Großer SternenClan!«, flüsterte sie.
    »Genau«, kommentierte Häherfeder trocken.
    Ohne seinen Kopf zu bewegen, streckte er sich mit einer Pfote aus und füllte fachmännisch einen Bündel von vor kurzem gekochten Blättern.
    »Was willst du?«, murmelte er, als er anfing, die Blätter gegen die offene, mit Eiter gefüllte Wunde zu drücken.
    Taubenflug versuchte nicht zu knebeln.
    »Kann Fuchssprung das fühlen?«, fragte sie.
    »SternenClan sei dankbar, nein«, antwortete Häherfeder.
    »Ich habe ihm Mohnsamen gegeben, damit er schlafen kann und so sich weniger bewegt.
    Ich möchte, dass er so bleibt, bis die Wunde zu heilen beginnt.
    Stimmt etwas nicht, Taubenflug?
    Wie du sehen kannst, bin ich ziemlich beschäftigt.
    Blattsee sammelt Kräuter, da Lichtherz sich um Ampferschweifs Jungen in der Kinderstube kümmert und Wurzellicht mit Minka in den Wald gegangen ist, um ihre Beine zu strecken.«
    Taubenflug näherte sich.
    »Ich glaube, dass mit mir seit der Großen Schlacht etwas passiert ist«, begann sie.
    »Meine Sinne haben sich geändert.
    Ich meine, sie sind weg.
    Ich kann sehen und hören wie andere Katzen, aber das ist alles.
    Und Löwenglut hat seine Pfote verletzt, was nicht passieren sollte.
    Also wollte ich wissen, ob sich deine Kräfte geändert haben.«
    Häherfeder erstarrte, seine Pfoten war bewegungslos auf Fuchssprungs Verletzung.
    Dann zuckten seine Ohren.
    »Taubenfkug, das kann warten.
    Lass mich meine Pflicht bei Fuchssprung machen und zu den anderen Katzen, die mich brauchen, um sie zu behandeln.
    Du hast keine Schmerzen, oder?«
    Taubenflug schüttelte den Kopf, bis sie sich daran erinnerte, dass Häherfeder sie nicht sehen konnte.
    »Nein«, miaute sie.
    »Dann sehe ich nicht, wie ich dir helfen kann.
    Ich muss mich auf meine Verantwortung für diesen Clan konzentrieren.«
    Seine Stimme erhob sich, und eine seiner vorderen Pfoten kräuselte sich vor Wut.
    »Fuchssprung kann nicht sterben!
    Wir haben schon zu viele Katzen verloren! Warum beurteilt der Sternenclan uns so?«
    Taubenflug starrte den Heiler schockiert an.
    »Das kannst du nicht sagen!
    Wir haben die Krieger der Finsternis besiegt! Wir haben den Kampf gewonnen!«
    »Wirklich?«, knurrte Häherfeder.
    »Es fühlt sich nicht so an.
    Alles, was ich getan habe, ist, dass meine Clangefährten sterben, weil ich ich nichts tun konnte, um sie zu retten.«
    »Du kannst die Katzen nicht wieder zum Leben erwecken«, flüsterte sie.
    »Was ist dann der Gebrauch von irgendwelchen Kräften überhaupt?" Häherfeder zischte.
    Er beugte sich näher an Fuchssprungs Bauch und ließ seine Pfote über den Verband laufen.
    »Geh weg, Taubenflug.
    Sprich nicht mit mir, wenn ich versuchte das Leben einer Katze zu retten.
    Im Moment gibt es nichts wichtigeres als das.«
    Sie stolperte aus der Höhle und stand dann auf der Lichtung und der Wind peischte in ihr Fell.
    Etwas stimmte nicht mit Häherfeder, da war sie sich sicher.
    War es einfach, weil der Clan so viele Katzen verloren hatte?
    Oder wusste er etwas über ihre Kräfte?
    »Taubenflug?«
    Eine Stimme rief aus dem Bau der Ältesten.
    Es war Charly, der durch rheumige Augen spähte.
    Jetzt, da die Kinderstube repariert worden war, hatten Minka und Lichtherz die Kits aus dem Bau der Ältesten geholt.
    »Ich glaube, ich habe etwas an meinem Rücken.
    Ich kann es nicht erreichen«, brummte der alte Kater.
    »Okay, ich guck es mir an.«
    Taubenflug murrte.
    Mit so wenigen Schülern im Lager teilten sich die Krieger untereinander die Pflichten.
    Taubenflug wusste, dass es Beerennase an der Reihe war, sich um Charly zu kümmern, aber er war auf Patrouille, und da sie hier war, weigerte sie nicht Charly zu helfen.
    Sie folgte dem Kater in den Bau und wartete darauf, dass er sich steif in seinem Nest niederließ.
    »Oh, diese Kälte ist in meine Knochen gekommen«, begriff er, als er seine Beine unter ihm faltete.
    »Willst du, dass ich irgendwelche Federn für dein Nest suchen soll?«, bot Taubenflug an.
    Charly blinzelte.
    »Nur wenn du Zeit hast.
    Ich weiß, ihr seid alle angespannt, da sich so vielen Katzen noch erholen müssen.«
    Taubenflug lief mit ihre Pfote über seinen Rücken und suchte nach Zecken.
    »Die meisten von uns geht es jetzt gut.
    Nur Fuchssprung ist noch in Gefahr.«
    Charly murrte, als sie eine Zecke fand.
    »Gefunden!«, erklärte sie.
    «Ich werde ein bisschen Mäusegalle holen und sie wird im Nuh weg sein.«
    Sie fing gerade an weg zu gehen, aber Charly winkte sie mit dem Kinn zurück.
    »Das kann eine Weile warten«, krächzte er.
    »Reden wir zuerst.
    Es ist so leer hier ohne Mausefell.«
    Er starrte auf das verlassene Nest.
    Es war noch kalt und staubig, aber man konnte immer noch den Abdruck von Mausefells Körper sehen.
    »Ich vermisse sie so sehr, weißt du«, murmelte er.
    »Sie war manchmal ein mürrischer alter Fuchs, aber sie hatte das beste Herz.
    Zumindest starb sie, als sie ihren Clan beschütze.
    Dass war es, was sie wollte.«
    »So ist es«, stimmte Taubenflug zu.
    »Also, warum ist jeder noch so miserabel drauf?«
    Charly schnaubte und stützte sich auf die Vorderbeine.
    »Ich gehe nach draußen.
    Es ist so, dass wir unsere Clangefährten immer noch begraben.
    Haben sie vergessen, dass der Kampf vorbei ist?
    Keine Katzen aus dem Wald der Finsternis sind hier, oder?«
    Taubenflug war sicht nicht sicher, was sie sagen sollte.
    »Ich glaube, wir sind uns dessen bewusst, was verloren ist«, stammelte sie.
    »Und was ist mit dem, was wir gewonnen haben?«, fragte die alte Katze.
    »Ist Mausefell, ist irgendwer von ihnen, umsonst gestorben?
    Es ist eine Beleidigung für ihre Erinnerung, das ist es, um zu handeln, wie wir alles verloren haben.«
    Er stürzte mit einem Husten in sein Nest.
    »Tut mir leid, Jüngchen.«
    »Ich habe mich vergessen.«
    »Nein, das ist in Ordnung, Charly«, mähte Taubenflug.
    Sie streckte ihre Pfote aus und glättete den unordentlichen schwarzen Pelz des Katers.
    »Du hast recht.Wir haben gewonnen, und wir sollten unsere gefallenen Clangefährten ehren, indem wir wissen, dass sie nicht umsonst gestorben sind.
    Nun, lass mich die Mäusegalle für dich holen.«
    Sie stand auf und ging aus dem Bau.
    Scharfe Tropfen des Regens spritzten auf ihr Fell und sie duckte ihren Kopf, als sie zurück zu Häherfeders Bau lief.
    Sie hoffte, dass er nichts dagegen hätte, wenn sie sich eine Galle holen würde.
    Als sie sich der Öffnung der Höhle näherte, hörte sie ein schreckliches Stöhnen in ihren Ohren.
    »Fuchssprung, nein! Nicht jetzt! Ich habe alles getan, was ich konnte!
    Oh SternenClan, warum erlaubst mir nicht, diesen Katzen zu helfen?«
    Taubenflug würgte fast an der rohen Trauer in Häherfeders Stimme.
    Fuchssprung muss gestorben sein - und Häherfeder litt lauter Qualen.
    Was ist mit Borkenpelz?
    Zuerst hat er seine Gefährtin und jetzt sein Sohn wegen dem Wald der Finsternis verloren.
    Wie würde er sich jemals erholen?
    Taubenflug schaukelte auf ihren Pfoten, als Blattsee an ihr vorbei lief und Kiefernblätter fallen ließ.
    »Häherfeder! Was ist los?«
    Die Kätzin drängte sich durch die Brombeerranken und Taubenflug hörte ein Heulen.
    »Ach nein! Fuchssprung!«
    »Der SternenClan wollte ihn mehr als wir«, knurrte Häherfeder.
    Blattsee fing an, ihm beruhigende Worte zu zumurmeln und Taubenflug wandte sich ab und wälzte sich verzweifelt.
    Sie stolperte fast in Graustreif, der zum Frischbeutehaufen ging und sein Pelz, der vom Wind zerzaust war.
    Als der große Krieger sie überrascht ansah, spuckte Taubenflug:
    »Der Wald der Finsternis ist nicht fertig mit uns. Fuchssprung ist tot!«

    12
    Kapitel 6:

    »Hargh! Hargh-argh! Tut mir leid«, stützte Sandsturm vor einem anderen Husten, der ihren Körper durchfuhr.
    »Hargh-argh-argh!«
    Hummelstreif rührte sich neben Taubenflug.
    »Es tut mir leid für sie, aber keiner von uns wird schlafen«, murmelte er und sein Atem war warm, als er an ihrem Hals fuhr.
    »Vielleicht sollte sie Häherfeder besuchen.«
    »Ich bin mir sicher, dass sie darüber nachgedacht hat«, murmelte Taubenflug zurück.
    Ihre Augen waren krank von Mangel an Schlaf und sie wünschte, Sandsturm wäre auch still, aber sie fühlte nichts als Sympathie für die arme Kätzin, die sie seit drei Nächten lang wach gehalten hatte.
    Eine dunkle Gestalt streifte an Taubenflugs Schnauze vorbei.
    »Brauchst du getränktes Moos, Sandsturm«, drängte Mohnfrost.
    Es war ein weiches Geräusch, als sie es neben dem Katzennest platzierte.
    »Das könnte helfen.«
    »Danke«, krächzte Sandsturm.
    »Es tut mir so leid, ihr alle.«
    Taubenflug hörte ihr Saugen auf das Moos, das dann eine barmherzige Stille in der Höhle auslöste und sie in den Schlaf trieb.
    Es schien, als hätte Taubenflug nur einen Augenblick ihre Augen geschlossen, bevor Eichhornschweif über ihr stand und sie mit einer Pfote anstieß.
    »Komm schon, du schläfriger Igel! Ich möchte, dass du die Morgenpatrouille anführts.«
    Taubenflug stolperte grog zu ihren Pfoten und folgte der Stellvertreterin in den frostscharfen Morgen.
    Fast ein ganzer Mond war vergangen, seit der Großen Schlacht und die Blattleere war über den Wald gefallen wie ein Eisschatz.
    Taubenflug zitterte, als ihr Atem Wolken in die Luft machte.
    Unkenfuß kam zu ihr und schielte im frühen Licht.
    »Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine volle Nachtruhe hatte«, murmelte er.
    »Ich werde Sandsturm zu Häherfeder bringen, wenn sie ihn heute nicht besuchen geht.«
    Taubenflug hatte nicht die Energie zu argumentieren.
    Nachdem sie Eichhornschweifs Anweisungen zugehört hatte, führte sie Unkenfuß, Haselschweif und Rosenblatt aus dem neu umgebauten Eingang und hinunter zur Seegrenze beim WindClan.
    Das Moor war leer und leise, mit Nebel drapiert, und die Patrouille kehrte ins Lager zurück, ohne irgendeine Spur von rivalisierenden Kriegern entdeckt zu haben.
    Die Lichtung war voll von Katzen, die Beute teilen, ihre kalten Glieder streckten und leise reden.
    Sandsturm stand in einer Ecke, ihr Rücken von einem anderen Hustenanfall gebeugt.
    »Brombeerstern!«, rief Beerennase zum Clananführer.
    »Kannst du Sandsturm bitten, dass sie im Bau der Älteren heute Abend schläft?
    Sie kann uns nicht jeden Abend wach halten, sonst werden wir niemals mit den Patrouillen mithalten können.«
    Taubenflug bemerkte Charlys Ohren zucken.
    Brombeerstern sah Sandsturm fragend an.
    »Was denkst du? Würde das dir eine bessere Chance geben, dich zu erholen, wenn du dich nicht darum kümmerst, die anderen Krieger zu wecken?
    Ich weiß, dass wir planen, einen zweiten Bau für die Krieger zu bauen, um dir noch mehr Raum zu geben, aber das wird noch einen weiteren Viertel Mond brauchen.«
    In den grünen Augen von Sandsturm herrschte ein Trotz.
    »Es ist nur ein Hauch vom Weißen Husten!" Sie krächtzte.
    »Sagst du, dass ich jetzt nur noch eine Älteste bin? Ich habe noch Monde vor mir, um meinen Clangefährten zu dienen!«
    Es war eine harte Notiz der Angst unter ihren Worten, die Taubenflug einen Stich von Einfühlungsvermögen gab.
    Ich weiß, wie sie sich fühlt.
    Was auch immer mit meinen Sinnen los ist, es macht mich auch nutzlos!
    Sie hatte in den Tagen nicht einen ordentlichen Fang für den Frischbeute-Haufen gemacht, und ihre Ohren schmerzten bei den Grenzen, als sie bei der Grenzpatrouille war.
    Eine winzige Stimme in ihrem Kopf flüsterte: Was, wenn deine Kräfte niemals zurückkommen werden, aber Taubenflug schob es beiseite.
    Wie kann ich meinem Clan dienen, wenn ich taub und blind bin?
    Brombeerstern legte sich auf die rote Katze und drückte seine Schnauze an ihre Schulter.
    »Keine Katze bittet dich, dich zurückzuziehen«, versicherte er ihr.
    »Ich möchte nur, dass du so fit wie möglich für die Blattleere bist. Und wenn du die anderen Katzen wach hältst, musst du auch an sie denken.« Sandsturm hob den Kopf.
    »Ich werde die Heilerkatzen um etwas Honig bitten.«
    Sie schnüffelte.
    »Ich werde in Ordnung sein. Und warum schlafe ich nicht im Bau der Schüler, ist es da leer? Auf diese Weise werde ich niemanden stören.«
    Charlys Schultern sanken und Taubenflug fragte sich, ob sie anbieten sollte, um in Mausefells altem Nest neben ihm zu schlafen.
    Er muss sich selbst kalt fühlen, da nun der Frost ihn ergriffen hat.
    Bevor sie etwas sagen konnte, trat Beerennase vor.
    »Die Krise der Krieger ist irgendwie verkrampft«, murmelte er zu Brombeersterb.
    »Mohnfrost und ich würde gerne mit Charly schlafen, wenn er uns haben will.«
    Die alten Katzenaugen leuchten auf. »Freut mich, mit dir zu schlafen«, miaute er.
    »Ich gehe besser und sortiere irgendwelche Nester.«
    Er trieb sich ab, sein Schwanz gerade nach oben.
    »Das ist nett von Beerennase und Mohnfrost«, murmelte Taubenflug zu Efeusee, die neben ihr stand.
    Ihre Schwester verengte ihre Augen.
    »Denkst du so? Oder sind sie nur verzweifelt, weg von den wilden Katzen vom Wald der Finsternis zu kommen, die ihnen zu nahe schlafen?«
    Taubenflug starrte sie schockiert an.
    »Aber es ist fast ein ganzer Mond her, seit du deinen neuen Eid geschworen hast! Sicherlich wurde dir schon vergeben?«
    »Nicht bei allen Katzen«, knurrte Efeusee.
    »Hast du nicht gesehen, wie Borkenpelz lieber warten würde, bis die beste Beute vom Frischbeute-Haufen weg ist, anstatt gleichzeitig mit einen von uns welche zu holen?«
    Sie wandte sich ab, ihr Schwanz verließ eine winzige Linie im frostbitten Gras.
    »Wir werden auch im Bau der Ältesten schlafen«, pochte Kirschpfote und nickte zu ihrem Bruder, Maulwurfpfote.
    Das machte Sinn, da Mohnfrost und Beerennase ihre Mutter und ihr Vater sind, dachte Taubenflug.
    Aber dann sah sie, wie Maulwurfpfote Birkenfall anguckte und ihr Bauch drehte sich um.
    Diese Katzen hatten nichts getan, als ihrem Clan seit der Großen Schlacht treu zu dienen.
    Wie könnte es noch etwas Feindseeligkeit übrig bleiben?
    »Das ist gut«, murmelte Eichhornschweif zu den jungen Katzen.
    »Ich werde Sandsturm im Schülerbau beitreten, und so wird es mehr Raum für die anderen Krieger geben, während die neue Höhle gebaut wird.«
    Als Sandsturm zu protestieren begann, blinzelte Eichhornschweif liebevoll ihre Mutter an.
    »Ich werde da sein, ob es dir gefällt oder nicht«, schnurrte sie.
    »Es ist zu kalt für dich um alleine zu schlafen.«
    Es war eine Flut von Aktivität wie die Katzen sich zerstreut, um neue Nester vorzubereiten.
    Taubenflug blieb dort, wo sie war, als ob ihre Pfoten im Gras gefroren waren.
    Ihre Ohren brummten wieder und Schatten gruppierten sich an den Rändern ihres Verstandes und ließen ihr Herz schneller schlagen.
    Die Trennung der Krieger in getrennten Baue fühlte sich wie ein schreckliches Omen an; Der Clan zerteilte sich, trotz allem, was sie zusammen überlebt hatten.
    War die Große Schlacht schon vergessen? Oder waren ihre Clangefährten entschlossen, sich nur daran zu erinnern, wessen Loyalität in Frage gestellt worden war, ohne sich an den Mut zu erinnern, die jede Katze zeigte, um die Krieger der Finsternis zu vertreiben?
    »Taubenflug? Gehts dir gut?«
    Weißflug guckte sie mit einem besorgten Blick in ihre Augen.
    Taubenflug schüttelte sich und Tropfen vom Nebel flogen aus ihrem Fell.
    »Es geht mir gut.«
    »Warum hilfst du mir nicht, Moos zu holen?« Schlug Weißflug vor.
    »Es fühlt sich wie Jahre an, seit ich mit dir letztes Mal Zeit verbracht habe!«
    Sie drückten sich durch den neuen Dornentunnel, der dichter und stacheliger war als zuvor war, und trabte den Hang hinunter zum See.
    Ihr Weg zum besten Moos führte sie an der Stelle vorbei, wo die toten Katzen begraben worden waren, und Taubenflug verlangsamte sich, um die friedlichen Hügel des Bodens zu betrachten, die jeweils mit einer dünnen Eisschicht versilbert waren.
    »Kannst du sehen, was mit uns geschieht?«, flüsterte sie.
    »Fühlst du dich, als ob du für nichts gestorben bist?«
    »Oh, du Arme, dass denkst du nicht wirklich, oder?«
    Taubenflug sprang auf; Sie hatte nicht gehört, dass ihre Mutter heraufkam. Natürlich habe ich nichts gehört!
    Ich kann nichts hören.
    Sie atmete tief ein.
    »Es fühlt sich an, als ob alles seit der Großen Schlacht schlimmer geworden wäre«, gestand sie.
    »Die Krieger, die mit dem Wald der Finsternis beschäftigt waren, werden schlechter behandelt als Streuner, und niemand scheint sich daran zu erinnern, dass die hier liegenden Katzen ihr Leben gaben, damit wir die Schlacht gewinnen konnten.«
    Sie konnte sich nicht dazu bringen, über ihre Sinne zu sprechen; Das war etwas, mit dem sie sich alleine beschäftigen musste.
    Weißflug legte ihren Schwanz auf Taubenflugs Rücken.
    »Alle Kämpfe hinterlassen tiefe Wunden, ob du sie sehen kannst oder nicht. Und Wunden brauchen Zeit, um zu heilen.
    Du weißt das, Taubenflug. Gib die Hoffnung nicht auf.«
    Sie drehte sich um und ging auf den See zu, der grau war und immer noch durch die Stämme glänzte.
    Taubenflug beobachtete, wie sie wegging.
    Sie dachte an Fuchssprung und er starb an der Infektion im Heilerbau.
    Aber einige Wunden heilen nie, was auch immer du tust.
    Es war die Nacht der Versammlung.
    Ein riesiger weißer Mond hing über dem Hohlraum, drehte die Katzen zu Silber und warf scharfe Schatten über den Boden.
    Dies wäre die erste Gathering seit der Großen Schlacht, die erste Chance zu sehen, wie die Clans, die sie zusammen gekämpft hatten, waren, und doch war die Stimmung bei den DonnerClan-Katzen düster, sogar widerwillig.
    Beerennase murmelte etwas zu Unkenfuß, nah genug, um zu dovewing zu hören.
    »Ich kann nicht glauben, dass Brombeerstern Blumenfall und Dornenkralle mit uns nehmen will.
    Will er die Aufmerksamkeit auf die Verräter in unserem eigenen Clan werfen?«
    Unkenfuß schob seinen dicken schwarz-weiß-Schwanz
    »Die anderen Clans haben es geschafft, die meisten ihrer Verräter zu töten«, zischte er zurück.
    »Vielleicht hätten wir das auch tun sollen!«
    Taubenflug bewegte sich vorwärts.
    »Und vielleicht solltest ihr erkennen, dass eure Clangefährten nichts Unrechtes getan haben, wenn es darum ging, unsere Feinde zu bekämpfen!«, spuckte sie.
    »Taubenflug! Halt! Was ist los?«
    Eichhornschweif trabte vorbei, ihr Pelz sträubte sich vor Schreck.
    Taubenflug zuckte ihre Ohren, zögernd, und ließ Unkenfuß und Beerennase, dass sie das Recht hatten, mit ihrer Beschwerde zum Stellvertreter zu gehen.
    »Nur ein Meinungsdifferenz«, beruhigte Beerennase.
    Er warf einen Blick auf sie.
    »Manche Katzen scheinen zu glauben, dass wir nicht für uns selbst denken dürfen.«
    Eichhornschweif verengte ihre Augen.
    »Seht ihr diesen Vollmond dort oben? Dies ist die Nacht des Waffenstillstandes - und das gilt für Clangefährten und die anderen Clans. Kommt ihr, oder wir werden zu spät kommen.«
    Sie trabte an den Eingang, wo Brombeerstern mit dem Rest der Versammlungs Patrouille wartete.
    Taubenflug starrte Beerennase und Unkenfuß an und folgte dann der Stellvertreterin.
    Blumenfall wartete auf sie und sah erschrocken aus.
    »Ich habe gesehen, was passiert ist«, murmelte die Schildpatt-Weiße-Kriegerin.
    »Versuche nicht, diesen Kampf für uns zu kämpfen. Es wird Zeit brauchen, unsere Treue zu beweisen, das ist alles.«
    »Es sollte kein Kampf sein!«, knurrte sie.
    »Du hast den Eid geschworen, und du hast uns während der Großen Schlacht nicht angegriffen!«
    »Das Gesetz der Krieger bedeutet alles«, erinnerte Blumenfall sie.
    »Und das ist genau so, wie es sein sollte.«
    Sie schlossen sich den anderen Katzen an, die durch den neue Dorntunnel kamen, die als Peitschenpelz auf den Stacheln zurückblieben.
    »Wenn ihr diese Barriere nicht bald erweicht, werden wir alle kahl sein!«, murmelte Graustreif.
    Als die Katzen durch die Bäume zum Ufer hinuntergingen, trabte Taubenflug hinterher, um Hummelstreif einzuholen.
    Sie hatten sich an diesem Tag in einem unerwarteten Mondschein versammelt, und sie fühlte sich warm und zärtlich bei ihm.
    »Warte auf mich!«, paffte sie.
    Der große grau-schwarze Kater hielt inne und blickte zu ihr zurück.
    »Komm schon, Kurzbein!«, neckte er sie.
    Sie erreichten das Ufer mit den anderen und drehten den steinigen Strand um.
    Die Kieselsteine ​​glänzten im Mondschein, und winzige Wellen lappten neben ihnen.
    Taubenflug versuchte zu hören, wie die anderen Clans ihre Anreise zur Versammlung vorbereiteten, wie jeden Vollmond auch.
    Ob sie auch über diese große Versammlung besorgt sind?
    Aber ihre Ohren waren voll von dem Geräusch von Pfoten, die über Steine ​​knirschten und Wasser, das am Ufer sprudelte.
    Taubenflug runzelte die Stirn und konzentrierte sich härter.
    Ich muss etwas hören können!
    Meine Sinne hatten Zeit, sich von der Schlacht zu erholen!
    Ich muss mit Löwenglut und Häherfeder über ihre Kräfte sprechen.
    Was, wenn wir sie für immer verlieren?
    Plötzlich wurde ihre Pfote unter einem Zweig gefangen und sie schaute vorwärts.
    Sie wäre flach auf ihr Gesicht gefallen, wenn Hummelstreif nicht seine Schulter unter sie geschoben hatte, um sie aufzufangen.
    »Geht's dir gut?«, fragte er.
    »Mir geht's gut«, schnappte sie.
    »Ich habe diesen Zweig nicht im Schatten gesehen, das ist alles.«
    Sie bemerkte, dass seine Ohren mit Schmerzen glätten und einen Schatz der Schuld fühlten.
    Auch wenn sie ihm nicht sagen konnte, was los war, hat er es nicht verdient, unfreundlich behandel zu werden.
    »Danke, dass du mich gefangen hast!«, schnurrte sie.
    »Ich hätte schlauer ausgesehen wie ein Schaf, wenn ich auf meine Schnauze gelandet wäre!«
    »Ich werde immer hier sein, um dich zu fangen«, murmelte Hummelstreif.
    Er schüttelte den Hinterkopf, bevor er wegging, und sie gingen schweigend weiter, nah genug, dass ihr Fell sich zusammen schmiegte.

    13
    Kapitel 7:

    Das erste, was Taubenflug bemerkte, als sie die Insel erreichte, war, dass fast alle ehemaligen Katzen vom Wald der Finsternis dort waren.
    Sie fragte sich, ob es so war, weil jeder Anführer beweisen wollte, dass ihr Clan wiedervereint und wieder loyal war.
    Sie dachte auch, dass die anderen Clans weniger sauer auf ihre verräterischen Clangefährten warem, aber dann hatte der DonnerClan so viele mehr, die den Kampf überlebt hatten.
    Vielleicht war es einfacher, eine Katze zu vergeben als mehrere.
    Nachdem sie Windpelz und Rattennarbe sah, fand Taubenflug sich auf der Suche nach einem vertrauten dunklen Tigerpelz unter den SchattenClan-Katzen.
    Als sie zusah, verlagerten sich die Krieger, um Platz für Schwarzstern zu machen, der auf den Baum der Anführer zuging und enthüllte das Tigerherz tief im Gespräch mit Kratzfuß war.
    Die hübsche graue Katze sah ihn an, als hätte er ihr das größte Geheimnis erzählt.
    Taubenflug schluckte den Stich der Eifersucht, die ihren Bauch verdrehte, runter.
    Es war gut, dass Tigerherzes Clangefährten ihm vergaben.
    Jede Verbindung, die sie einmal geteilt hatten, war für immer vorbei.
    Sie hatte jetzt Hummelstreif.
    Als ob er ihre Gedanken gehört hätte, trat der grau-schwarze Kater zu ihr.
    »Hast du etwas dagegen, wenn wir bei Blumenfall sitzen?«
    Er miaute.
    »Ich will nicht, dass sie alleine bleibt.«
    »Natürlich«, antwortete Taubenflug und fühlte eine starke Zuneigung zu ihm.
    Sie füllten darauf die Lücke zwischen Blumenfall und Dornenkralle.
    Taubenflug endete neben Unkenfuß, und sie versuchte, ihn nicht an zu zischen, als er seine Lippe kräuselte.
    Nebelstern sprach zuerst, ihr grauer Pelz war silber im Mondlicht.
    »Dem FlussClan geht's gut und wir sind immer noch stark nach einem Mond voller harter Arbeit. Alle meine Krieger sind vereinigt, um den Clan sicher und voll-gefüttert für Blattleere vorzubereiten, damit der Blattwechsel kommen kann.
    Ich freue mich zu berichten, dass Blütenfell die Jungen von Malvennase erwartet.«
    Sie hielt inne, um zärtlich auf die grau-weiße Königin zu schauen, die trächtig ist.
    »Ein großer Hecht war bei den kleineren Fischen auf unserer Seite des Sees, aber Seeherz hatte die geniale Idee, Steine ​​in das seichte Wasser zu legen, um einen Bereich zu schaffen, den der Hecht nicht betreten konnte. Vielen Dank, dass wir viele der kleineren Fische geschützt haben, um einen guten Frischbeutehaufen zu haben.«
    Sie tauchte den Kopf ein.
    »Der SternenClan beleuchtet all unsere Wege.«
    Als sie sich auf den Zweig setzte, stieg Schwarzstern unruhig auf die Pfoten.
    Sein weißer Pelz war so blass, dass er aussah, als wäre er schon beim SternenClan.
    »Der SchattenClan ist so stark wie es immer«, keuchte er, so leise, dass die hörenden Katzen sich vorbeugten mussten, um ihn zu hören.
    »Wir haben unsere Baue wieder aufgebaut und unsere Grenzen gesichert. Unser Frischbeutehaufen ist voll und wir fürchten uns nicht vor der Blattleere.«
    Seine weiten Augen schlugen vor, und Taubenflug zuckte zusammen, als er um Atem kämpfte.
    »Wir waren kurz beunruhigt von einem Fuchs an unserer obersten Grenze, aber meine tapferen Krieger vertrieben ihn.«
    Er setzte sich plötzlich nieder, seine Flanken hebten.
    Brombeerstern sprach als nächstes, und dann Kurzstern.
    Ihre Reden waren ähnlich kurz und vage, mit nur wenig Neuigkeiten jenseits der Wiederherstellung von den Bäuen und Grenzen und Berichte über gut sortierte Frischbeutehaufen.
    Keiner der Anführer erwähnte die Große Schlacht oder die jüngste Allianz zwischen den vier Clans, als wäre die Geschichte noch nie passiert.
    Taubenflug verengte ihre Augen.
    Wird alles so bald vergessen sein?
    Was ist mit den Katzen, die wir verloren haben?
    Sollten wir nicht einmal ihre Erinnerung ehren, alle von uns zusammen?
    Aber die Anführer sprangen vom Baum herab - oder in Schwarzsterns Fall, senkten sich sanft auf den Boden - und die Katzen in der Lichtung standen bereits auf, und waren begierig die Insel zu verlassen.

    Es würde heute Abend keine Verweilzeit geben, kein Spalten von Zungen und Klatsch nach dem ernsten Geschäft.
    Kurzstern führte seine Krieger zuerst weg, schnell folgte Nebelstern.
    Brombeerstern rief den DonnerClan mit einem Schlag von seinem Schwanz zusammen und Taubenflug fand sich unter ihren Clangefährten gedrückt, als sie über die Baumbrücke trabten und auf das sumpfige Ufer sprangen.
    »Das war komisch«, kommentierte Löwenglut, als sie die Kiesel mit den Pfoten unter dem Moor knirschten.
    »Jede Katze denkt, die aufregendste Sache, die im letzten Mond passiert wäre, dass der FlussClan einige Fische an einem Hecht verlor!«
    Neben ihm sah Rußherz nachdenklich aus.
    »Vielleicht ist das der beste Weg, um sich zu erholen und um so schnell wie möglich zurückzukehren. Wir haben die Große Schlacht gewonnen, also muss sich nichts ändern.«
    Hummelstreif zuckte die Ohren.
    »Ja, wirklich? Hast du ehrlich gesagt, dass die Große Schlacht nichts verändert hat? Manchmal denke ich, dass es alles verändert hat.«
    Taubenflug stimmte ihm zu.
    Sie beobachtete, wie er traurig auf seine Schwester schaute, und ging mit Dornenkralle ein wenig weiter.
    Würde der DonnerClan für immer wegen dem Wald der Finsternis geteilt sein?
    Das Geräusch des Hustens trieb durch die Bäume, als sie den Hang zum Lager hochkletterten.
    Häherfeder trabte zielstrebig über das Moos, als ob er sehen könnte.
    »Haselschweif, warum bist du noch hier draußen? Du hättest jemanden beten sollen, Wache zu halten.«
    Er beschnüffelte sie genau und legte seine Pfote auf ihre Brust, um ihren Herzschlag zu überprüfen.
    Die graue Katze sah erschöpft und gebeugt aus.
    »Ich bin in Ordnung«, keuchte sie.
    »Es ist nur ein Husten.«
    »Durch die kalte Luft wird er auch nicht besser«, schnaubte Häherfeder.
    »Kommst du? Du verbringst die Nacht im Heilerbau.«
    Er fing an, sie durch dem Dornentunnel zu leiten.
    »Brombeerstern, jemand anderes muss die Wache abhalten«, rief er über seine Schulter.
    Millie trat vor.
    »Das mache ich«, bot sie an.
    »Ich bin nicht müde, und es ergibt keinen Sinn, einen anderen Krieger dafür zu wecken.«
    »Danke, Millie.«
    Brombeerstern neigte ihm den Kopf zu. Er sah den Rest der Katzen genau an.
    »Ist sonst noch jemand krank?«
    »Besser es jetzt zu melden, als später krank zu werden.«
    »Unkenfuß hat heute nicht viel gegessen«, murmelte Mohnfrost und schüttelte einen besorgten Blick auf den schwarz-weißen Kater.
    »Ich war nicht hungrig, das ist alles«, murmelte er.
    Brombeerstern verengte seine Augen.
    »Wenn du dich morgen nicht hungrig fühlst, gehe zu Häherfeder, bitte. Jetzt lasst uns zu unseren Nestern gehen. Aber Patrouillen sind wie üblich zuerst dran.«
    Taubenflug wartete bis sie in den Bau schlüpfte.
    Sie hörte Lichtherz zitternd zu Wolkenschweif flüstern:
    »Warum hast du Brombeerstern nicht gesagt, das du Halsschmerzen hast?«
    »Ich werde Häherfeder besuchen, wenn es schlimmer wird, ich verspreche es.«
    Wolkenschweif murrte, als er in die Lücke hineingezogen wurde.
    Taubenflug fühlte ein Zittern der Sorge. Zuerst schien der Wald der Finsternis eine Spaltungen hinterlassen zu haben, die niemals heilen würden, und nun wurde der ganze Clan krank!
    Oh SternenClan, hilf uns!
    Müde stolperte Taubenflug aus dem Bau der Krieger beim Sonnenaufgang und sah, wie Häherfeder selbstbewusst die Hochnase herunterkletterte.
    Ihr Herz schaukelte.
    »Ist Brombeerstern krank?«, rief sie.
    Häherfeder hielt neben ihr an und schüttelte den Kopf.

    »Nein, es geht ihm gut. Ich ließ ihn nur wissen, dass Haselschweif für eine Weile außerbetrieb ist.«
    Als er sprach, trat Brombeerstern aus seinem Bau und trabte hinunter zur Lichtung, wo er seinen Rücken streckte.
    Der Klang von Husten kam aus dem Bau am Fuße der Klippen.
    Häherfeder sah grimmig aus.
    »Ich denke, Haselschweif hat Grünen Husten. Sie hat Fieber, und ich mag nicht, wie ihr Herz pocht.«
    Taubenflug spürte einen Atemzug hinter ihr.
    Sie drehte sich um und sah wie Millie nach der Wache auf die Lichtung trat.
    »Was ist mit Wurzellicht? Sie kann nicht in deinem Bau bleiben, wenn es dort eine kranke Katze gibt.«
    Sie rannte zum Bau.
    »Wurzellicht! Komm sofort heraus!«
    Nach einer Pause stürzte Wurzellicht ihr dunkelbraunes Gesicht durch die Brombeerenranken.
    »Was ist los?«, fragte sie schläfrig.
    »Ich will nicht, dass du da drin bist, wenn Haselschweif Grünen Husten hat!«, befahl Millie.
    »Wir müssen für dich einen anderen Schlafplatz finden.«
    Taubenflug zog sich mit den starken Vorderbeinen aus dem Bau.
    Wie immer fühlte Taubenflug einen Krampf der Traurigkeit, als sie sah, wie ihre Beine unbrauchbar hinter ihr herzogen.
    »Ich hätte nichts dagegen, irgendwo ein bisschen Ruhe zu haben«, gab Wurzellicht zu, als sie in die Lichtung kroch.
    »Die arme Haselschweif hat nicht aufgehört zu husten, seit sie im Bau der Heiler ist!«
    Sie hielt an, um zu drehen und einen juckenden Fleck auf ihrer Wirbelsäule zu beißen.
    »Außerdem brauche ich jetzt nicht im Heilerbau bleiben? Ich bin nicht krank!«
    Blattsee kam aus dem Bau mit einem Bündel von verschmutztem Moos in ihren Kiefern.
    Sie legte es nieder und sah Häherfeder an.
    »Wurzellicht hat recht, weißt du«, miaute sie.
    »Wir müssen nicht mehr nachts in der Nacht wachen.«
    Wurzellicht drehte sich um, um Brombeerstern anzusehen, der das Dehnen beendet hatte und sein Brustpelz leckte.
    »Kann ich im Bau der Krieger schlafen, Brombeerstern? Bitte?«
    Der Anführer runzelte die Stirn.
    »Ich bin nicht sicher, dass der Platz ausreicht», gab er zu.
    »Es ist immer noch ziemlich eng drinne.«
    Inzwischen waren die andere Katzen wach und kamen in die Lichtung, wo sie sich dehnten und den Rücken wölben, bereit für die ersten Patrouillen.
    Charly war aus seinem Bau hervorgegangen und hörte zu, als er sein schlafgerolltes Fell glättete.
    »Sie ist herzlich eingeladen, hier zu uns zu kommen«, rief er und nickte auf den Ältestenbau, wo es Klänge von Beerennase und seiner Familie gab, die sich rührten.
    Wurzellicht senkte ihren Kopf.
    Es war offensichtlich, dass sie bei den Kriegern in ihrem Bau schlafen wollte.
    »Warum gehe ich nicht zu dir, Charly, dann kann Wurzellicht mein Nest haben?«, bot Taubenflug an.
    Hummelstreif sah erschrocken aus.
    »Aber ich würde es vermissen, neben dir zu schlafen!«
    »Es wird nicht für lange sein«, sagte ihm der Anführer.
    »Eichhornschweif plant, einen zweiten Bau für die Krieger zu bauen, erinnerst du dich?«
    »Danke, Taubenflug!«, rief Wurzellicht.
    »Kann ich jetzt mein neues Nest sehen?«
    Als Taubenflug nickte, zog Wurzellicht in den Bau der Krieger ein und verschwand im Inneren und hinterließ eine verschlungene Spur auf der Erde.
    Sie erschien wieder und sah ernsthaft aus.
    »Es ist die richtige Größe für mich, aber es braucht frisches Moos«, kommentierte sie.
    »Kann ich bitte ein paar Taubenfedern haben?«
    Löwenglut zog den Kopf ein.
    »Warum denn nicht, Anführerin. Was kann ich dir sonst noch bringen? Die beste Frischbeute? Eingeweichtes Moos?«
    Sein Ton war gut gelaunt und neckend. Blumenfall sträubte sich.
    »Wurzellicht muss das weicheste Nest haben«, beharrte sie.
    »Sie kann keinen Dornen fühlen, wenn einer im Nest ist, denkst du daran? Wenn sie eine Wunde bekommt, könnte die sich infiziert haben, bevor sie es bemerkt hat.«
    Löwenglut legte seine Schwanzspitze auf die Schulter von Blumenfall.
    »In Ordnung, ich verstehe. Eichhornschweif, ist es okay, wenn ich eine Patrouille nehme, um diese Sachen für Wurzellicht zu holen? Wir können gleich nach der Jagd gehen.«
    Die Stellvertreterin nickte.

    »Nimm Taubenflug, Efeusee und Rosenblatt mit. Stell sicher, dass keines der Moose feucht ist, bevor wir das in ihr Nest stecken. Und fühlt euch frei, beim Jagen der Taube wegen den Federn«, säuselte Taubenflug.
    Das ist eine Pflicht, die sie genießen würde!
    Wurzellichts blaue Augen leuchteten.
    »Vielen Dank! Ich verspreche, dass ich nützlich sein werde. Ich kann alle für die Morgenpatrolie wecken und Nester nach Dornen überprüfen, während ihr rauskommt. Es gibt keinen Grund, dass ich jetzt keine eigenen Pflichten haben kann. Ich bin doch ein Krieger!«


    14
    Kapitel 8:

    Die Krieger genossen nur zwei Nächte des Friedens nach der Versammlung, bevor Unkenfuß hustete.
    Diesmal war es für sie schwer Sympathie zu fühlen.
    Er wusste, dass er krank wurde!
    Er sollte zu Häherfeder gehen!
    Haselschweif war immer noch im Heilerbau und wurde gepflegt, aber als Unkenfuß nicht ganz so krank war, machten Häherfeder und Blattsee ein Nest für ihn im Schülerbau mit Sandsturm bereit.
    Eichhornschweif gab bekannt, dass sie sich zurück in den Bau der Krieger zog und sagte, dass es sinnvoll sei, die Katzen mit Husten wach zu halten.
    Aber Taubenflug sah vorbei an dem leichtsinnigen Kommentar des Stellvertreters zu der Belastung in ihren Augen, und sie fragte sich, wie viele Katzen der Krankheit erliegen würden.
    Blattsee stand über dem Frischbeutehaufen und stellte sicher, dass jede Katze richtig gegessen hatte.
    Als Taubenflug eine ziemlich dürftige Maus wählte, streckte Blattsee mit einer Pfote aus und hielt sie an.
    »Ich werde die nehmen«, miaute sie.
    »Du und Hummelstreif könnt dieses Eichhörnchen teilen.«
    Taubenflug sah die pralle, flauschige Kreatur an.
    »Es ist riesig!«, sagte sie.
    »Damit könnten wir einen ganzen Mond lang essen!«
    »Teilt sie dann mit Charly«, drängte Blattsee.
    Taubenflug zerrte das Eichhörnchen auf den Baumstumpf und versuchte nicht zu niesen, als der strubige Schwanz ihre Nase kitzelte.
    Charly leckte sich die Lippen.
    »Was für ein Fest!«, kommentierte er.
    »Hummelstreif, komm zu uns!«, rief Taubenflug.
    Der große graue Kater trabte mit Sandsturm hin.
    »Gibt es genug für mich?«, fragte sie heiser.
    Sie sah müde aus, und Taubenflug konnte ihre knöchrigen Rippen an ihren Brustkorb sehen.
    »Natürlich!«
    Charly grunzte mit vollem Mund.
    Er verlagerte sich, um Sandsturm einen Bissen aus dem saftigen Rump des Eichhörnchens zu lassen.
    Der alte Kater beobachtete schluckend, als Unkenfuß in den Bau der Schüler schlurfte, gefolgt von Häherfeder mit einem Klumpen frischen Moos.
    »Die Sache mit Unkenfuß errinnert mich an die Zeit, als Feuerstern alle kranken Katzen im alten Zweibeinernest quatierte«, bemerkte er.
    »Das war eine mutige Sache, die er tat, und hielt den Rest von uns ab, krank zu werden.«
    Sandsturms Augen trübten sich.
    »Es hat ihm auch ein Leben gekostet«, erinnerte sie sich.
    »Glaubst du, wir werden das noch einmal machen, wenn noch mehr Katzen husten?«
    Taubenflug fragte danach, als ein fadenförmiges Stück Fleisch zwischen ihren Zähnen hing.
    Sandsturm schüttelte den Kopf.
    »Ich bezweifle das. Ich will nicht, dass jemand anderes infiziert wird, aber es würde nicht helfen, in diesem langweiligen alten Bau zu sein. Es ist besser für uns alle in der Nähe der Heiler zu sein.«
    Sie schaute auf ihre Pfoten, als hätte sie ihren Appetit verloren, und Taubenflug fühlte sich schlecht, weil sie sich an diese schreckliche Zeit der Krankheit zurückdenken ließ.
    Sie schaute sich auf der Lichtung um. Obwohl es sonnig war, war der Himmel dicht bewölkt und die Brise roch nach Regen.
    Die Katzen drängten sich über ihre Nahrung, ihr Pelz brach alle Wege, so dass sie Tannenzapfen mehr als schlanke, gut gepflegte Krieger glichen. Ein Blitz der Bewegung fing Taubenflugs Auge ein.
    Blumenfall schlüpfte durch die Barriere, ohne die übliche Lücke zu benutzen, aber zwingte sich durch einen neuen Weg auf eine Seite des Eingangs.
    Der Pelz steckte die Drahtsecke von Taubenflug auf.
    Versuchte Blumenfall nicht gesehen zu werden?

    Sie kämpfte kurz mit dem Verdachts an und versuchte, die Katze auf der anderen Seite der Barriere zu hören.
    Sie fühlte den vertrauten Ruck der Bestürzung, als keine Bilder in ihrem Kopf erschienen, und sie konnte nichts hören, außer das Geräusch vom Kauen der Beute.
    Sie schüttelte das Gefühl ab.
    Wohin geht Blumenfall?
    Es gab nur einen Weg, dass herauszufinden.
    Sie nickte den anderen Katzen zu und stand auf.
    »Ich gehe nur zum Schmutzplatz«, flüsterte sie zu Hummelstreif, um ihn davon abzuhalten, ihr zu folgen.
    Sie benutzte die normale Lücke durch die Barriere und bemerkte mit Erleichterung, dass es weniger stachelig wurde.
    Außerhalb der Mulde krachten die Bäume in den aufsteigenden Wind, und obwohl die meisten Blätter in Haufen auf dem Boden gefallen waren, sickerte das Tageslicht auf den Waldboden.
    Taubenflug trabte durch die Schatten und suchte nach Blumenfalls Duftspur im Laub.
    Ihr Herz klopfte und sie hielt ihre Ohren abgeflacht und achtete auf Geräusche.
    Das brummende Geräusch hatte aufgehört, aber ihre Sinne fühlten sich immer noch stumpf und schwer an, und der halb beleuchtete Wald schien viel entmutigender und geheimnisvoller zu sein als früher.
    Plötzlich gab es ein schnelles Knistern hinter ihr und Blumenfall stürzte auf Taubenflugs Hüfte und stieß sie an.
    Taubenflug kam auf ihren Pfoten und drehte sich um.
    »Was willst du hier?«, rief sie.
    »Du folgst mir, nicht wahr?«, fragte Blumenfall.
    »Warum tust du das? Vertraust du mir nicht?«
    Ihr Pelz war geflockt und ihre Stimme war hart vor Wut.
    Taubenflug blickte auf ihre Pfoten, gerötet vor Scham.
    »Ich ... Ich habe mich nur gefragt, wohin du gehst.«
    Blumenfall fiel mit dem Schwanz
    »Du kannst auch mit mir kommen, da du mir eindeutig nicht vertraust.«
    Sie drehte sich um und streifte durch die Bäume.
    Taubenflug raste, um sie einzuholen, und Äste schlugen in ihr Gesicht, als sie durch das Unterholz sauste.
    Sie tauchten im Tageslicht beim alten Donnerweg auf.
    Blumenfall wurde nicht langsamer, als sie einen Bogen machte und sie weiter zum verlassenen Zweibeinernest führte.
    Zu Taubenflugs Überraschung glitt sie zur Efeu-bedeckten Höhle und verschwand auf ihrer Seite.
    Taubenflug hielt inne.
    Trifft sie eine Katze aus dem sternenlosen Ort?
    Sie verdrängte den Gedanken.
    Blumenfall hatte nichts getan, um jede Katze ihre Treue seit der Großen Schlacht zu beweisen!
    Sie trabte zu ihrer Clangefährtin und fand sie über den dunkelbraunen Boden hinter dem verlassenen Nest gebeugt.
    Sie stocherte mit einer Pfote auf einige geschrumpfte Pflanzen.
    »Ich suche Katzenminze«, fauchte die Kätzin.
    »Zufrieden? Ich weiß, dass Häherfeder und Blattse hier welche aufbewahren, und ich wollte sehen, ob es noch welche übrig sind. Unsere Clangefährten werden krank, und wir müssen einen Weg finden, sie zu heilen, bevor wir noch mehr Gräber graben müssen!«
    Ihre Stimme war verzweifelt, und Taubenflug fühlte einen Anstieg der Sympathie und Schuldgefühle, da sie an ihr gezweifelt hatte.
    »Ich werde dir helfen«, murmelte sie, ihre Stimme knackte vor Emotionen.
    Sie lehnte sich gegen Blumenfalls Flanke als stille Entschuldigung und fing dann an, über die lose, feuchte Erde zu pflücken.
    Zu ihrer Erleichterung enthüllten sich ein paar kleine grüne Stiele, die immer noch Blätter trugen.
    »Glaubst du, dass das helfen wird?«, fragte sie Blumenfall.
    Die Kriegerin nickte.
    »Beiß sie sorgfältig ab«, sagte sie.
    »Lass die Wurzeln da, damit sie weiter wachsen können.«
    Mit einer kleinen Ernte von Stielen kehrten sie zurück zum Lager.
    »Es tut mir leid«, schlugte sie.
    »Ich hätte nicht an dir zweifeln sollen.«
    Blumenfall blieb stehen und legte ihre kleine Last hin.
    »Ich hätte wahrscheinlich das gleiche getan«, meinte sie gelassen.
    »Dem Wald der Finsternis beizutreten war der größte Fehler, den ich hätte machen können. Ich ... Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir verzeihen kann.«
    Taubenflug beugte sich vor und drückte ihre Schnauze gegen Blumenfalls Schulter.

    »Du musst«, murmelte sie.
    »Für alle von uns. Das Leben geht weiter und wir finden neue Wege, um stark zu sein.«
    Ihre Worte fielen wie Steine ​​in die kalte Luft.
    Heißt dann das auch ohne meine Sinne zu leben?
    Sie wunderte sich.
    Genau wie Blumenfall fühle ich mich, als ob ich mir nicht verzeihen kann, wenn ich sie verliere.
    Wie soll ich meinem Clan jetzt dienen?

    15
    Kapitel 9:

    Taubenflug hielt inne, atmete kurz, bevor sie ihre Beute nahm - eine weibliche Amsel, ihre braunen Federn waren mit Blut gefärbt nach dem ziemlich unordentlichen Fang - durch den Dornentunnel.
    Ein Viertelmond war vergangen, seit sie und Blumenfall nach Katzenminze suchten, und mehr Katzen sind krank geworden.
    Vor zwei Sonnenaufnahmen hatte Kleinwolke das Lager besucht, um zu fragen, ob Häherfeder und Blattsee für jede kranke Katze vom SchattenClan ein bisschen Katzenminze entbehren könnten, so dass es klar war, dass sich die Krankheit über das Gebiet von DonnerClan hinaus verbreitet hatte.
    Graustreif erschien hinter Taubenflug mit einer Wühlmaus.
    »Geht's dir gut, Taubenflug?«, fragte er und legte die Wühlmaus zu seinen Füßen.
    »Mir geht's gut«, miaute sie.
    Sie nahm die Amsel und fing an, sie durch die Lücke in den Dornentunnel zu schieben.
    Sie sah, wie Rosenblatt ihren Fang, ein junges Kaninchen, auf den Frischbeutehaufen legte.
    Brombeerstern beobachtete, wie die Jagdpatrouille zurückzukehrten.
    »Gut gemacht«, schnurrte er.
    »Ich weiß, es ist schwer, den Frischbeutehaufen voll zu halten, wenn es weniger Krieger gibt, die in der Lage sind zu jagen, aber wir müssen alles tun, um den Clan zu versorgen. Wenn wir hungrig sind, werden wir eher krank.«
    Taubenflug sah ängstlich auf die knöchernen Hüften des Anführers und den Bau über ihm.
    Sie bezweifelte, dass Brombeerstern seinen fairen Anteil vom Haufen nahm und seine Clangefährten stattdessen das Beste der Frischbeute vorließ.
    Lichtherz war die letzte, die aus dem Dornentunnel auftauchte und über eine Drossel stolperte, die an ihren Kiefern hing.
    Sie hatte ihre Jungen in Minkas Obhut gelassen, um den Jagdpatrouillen zu helfen, obwohl sie erschöpft und dünn war, indem sie Ampferschweifs Jungen sowie ihre eigenen fütterte.
    Sie wurde von Blattsee, Beerennase und Mohnfrost gefolgt, die jeweils ein Bündel von eng verpackten Blättern trugen.
    Häherfeder kam, um sie in der Mitte der Lichtung zu treffen, und Lichtherz ging hinüber, um ihnen zu helfen, die Pakete zu entrollen.
    »Hast du irgendwelche Katzeminze gefunden?« Häherfeder fragte mit besorgter Stimme.
    Beerennase schüttelte den Kopf.
    »Wir haben alle Plätze ausprobiert, die du uns vorgeschlagen hast«, miaute er.
    »Es gab nichts als tote Stiele. Es tut uns leid.« Häherfeder zuckte die Ohren.
    »Es ist nicht deine Schuld.«
    »Blattsee sagte, das könnte doch helfen«, murmelte Mohnfrost und stieß ihr Bündel zu Häherfeder, damit er es beschnüffeln konnte.
    »Das ist Fenchel«, erklärte Blattsee.
    »Ich weiß, dass wir es gewöhnlich benutzen, um Erbrechen zu behandeln, aber ich habe gesehen, dass es Katzen hilft, die Schwierigkeiten beim Atmen zu lindern.«
    Häherfeder nickte.
    »Gute Idee. Habichtskraut könnte auch hilfreich sein, obwohl ich nicht weiß, ob irgendwelches davon in unserem Gebiet wächst.«
    »Ich werde morgen mal nachsehen«, versprach Blattsee.
    »Ich kann an ein oder zwei Orte denken, wo es sein könnte.«
    Taubenflug fühlte einen Anflug des Stolzes bei ihren Heilern.
    Gab es irgendeine Pflanze, deren Gebrauch sie nicht wussten?
    Mit ihrer Fertigkeiten würde sicher auch der DonnerClan diese Schlacht gewinnen?
    Plötzlich gab es einen Ausbruch von außerhalb der Kinderstube.
    »Hilfe! Hilfe!«, piepte Bernsteinjunges.
    »Der Wald der Finsternis kommt, um mich zu holen!«
    Taubenflug drehte sich um, ihr Pelz sträubte sich.
    Sie entspannte sich, als sie sah, wie Maulwurfpfote zum winzigen Jungen schlich, seine vorderen Pfoten, die mit blättrigen Klauen sicher umhüllt waren.
    Taujunges und Schneejunges rannten zu ihrem Wurfgefährtem.
    »Bleib zurück, Verräter!«, zischte Schneejunges und blusterte sein weißes Fell auf.

    »Du sagst, du bist eine Donnerclan-Katze jetzt, aber wir kennen die Wahrheit! Du willst uns einfach töten!«
    Maulwurfpfote dehnte seinen Rücken.
    »Aha! Es scheint, du vertraust mir nicht, obwohl ich einen Eid geschworen habe! Nun, du hast recht! Ich bin dein gefährlichster Feind!«
    Er stürzte sich auf die Jungen, sein Schweif peitschte.
    Taubenflug ging hinüber und stand vor dem braun-und-cremefarbenden Schüler.
    »Was machst du?«, fragte sie.
    Maulwurfpfote blinzelte sie an.
    »Spielen«, antwortete er unschuldig.
    Taubenflug zischte.
    »Du weißt ganz genau, dass das mehr ist als ein Spiel. Warum machst du diesen Jungen Angst vor dem Wald der Finsternis? Dieser Kampf ist gewonnen worden.«
    Der Blick des Schülers rutschte zur Seite und ruhte bei Dornenkralle und Birkenfall, die sich beim Baumstumpf Zungen gaben.
    »Nicht ganz«, murmelte er.
    »Hey!«, kicherte Bernsteinjunges.
    »Warum hast du unser Spiel angehalten, Taubenflug? Wir hatten Spaß!«
    Minka kam aus der Kinderstube.
    »Was ist los? Taubenflug, gibt es ein Problem. Ich wollte, dass diese Jungen ihre Beine strecken und frische Luft bekommen.«
    Taubenflug schob die Spitze ihres Schwanzes.
    »Ich glaube nicht, dass Maulwurfjunge das beste Spiel gewählt hat«, murmelte sie.
    Die cremefarbene Königin verengte die Augen.
    »Alle Jungen spielen beim Kämpfen«, murmelte sie.
    »Niemand wird verletzt. Lass sie in ruhe, Taubenflug. Ich bin sicher, du hast mehr als genug zu tun.«
    Sie wich zurück in die Kinderstube.
    Maulwurfpfote starrte Taubenflug an.
    »Du hast sie gehört. Hör auf, deine Schnauze in Angelegenheiten zu stecken, wo sie nicht hingehört.«
    »Du weißt genau, was du tust, Maulwurfpfote«, knurrte Taubenflug.
    »Vielleicht solltest du darüber nachdenken, ob es dem Clan hilft.«
    Sie wandte sich ab und sträubte sich immer noch.
    Hinter ihr hörte sie die Jungen, die auf Maulwurfjunges sprangen und im Triumph kreischten.
    »Wir haben den Verräter getötet!«, erklärte Taujunges.
    »Der DonnerClan ist sicher!«
    Taubenflug fühlte, wie ihr Herz sank.
    Der DonnerClan wird niemals sicher sein, wenn wir uns in den Wänden unseres eigenen Lagers teilen.
    Die folgende Morgendämmerung, sagte Eichhornschweif den Katzen, selbst die Jagdpatrouillen zu organisieren, während sie eine Grenzkontrolle führte.
    Ihre Stimme war ruhig und heiser, und Taubenflug hoffte, dass sie auch nicht krank wurde.
    Als die Stellvertreterin und ihre Patrouille, die Brombeerstern einschloß, in dem Dornentunnel verschwand, sahen die übrigen Krieger einander an.
    »Ich werde eine Patrouille anführen«, bot Mohnfrost an.
    Löwenglut und Rußherz kamen über die Lichtung, um sich ihr anzuschließen.
    »Ich werde auch kommen«, murmelte Birkenfall.
    »Eigentlich wollte ich Millie fragen«, murmelte Mohnfrost.
    »Trotzdem danke. Millie, kommen du mit uns?«
    Schwach überrascht ging die graue Tigerkätzin zur Gruppe.
    Taubenflug wurde angespannt, als sie die Schmerzen in den Augen ihres Vaters sah.
    Wie offensichtlich konnte Mohnfrost sein?
    »Ich würde gerne mit dir jagen, Birkenfall«, rief sie.
    »Dornkralle, Efeusee, Mausbart, Blumenfall, kommt ihr mit?«
    Ich werde nicht zulassen, dass meine Clangefährten diese Katzen für den Fehler, den sie gemacht haben, bestrafen.
    Die vier Katzen schlossen sich ihr an, und Taubenflugs Augen glänzten voller Dankbarkeit.
    Kirschpfote, Maulwurfpfote und Rosenblatt bildeten eine weitere Patrouille, und die drei Gruppen ginen durch den Dornentunnel.
    Mohnfrost nahm ihre Katzen zum alten Donnerweg, und Rosenblatts Patrouille leitete zur Seite der Höhle, so führte Taubenflug ihre Krieger zur Grenze zum WindClan.
    Sie kletterten den Hügel hinauf, wo die Bäume ausgedünnt waren, denn es war hier leichter, Vögel zu fangen, die am Boden pickten.

    Efeusee fing sofort eine Drossel und vergrub sie am Fuße einer Stechpalme.
    Taubenflug nahm den Duft eines Kaninchens auf, das vom Moor hierher gelaufen sein musste.
    Sie folgte ihm zum Bach, blieb aber stehen, als es aussah, als ob das Tier über das Wasser hüpfte und in das Gebiet von WindClan zurückkehrte. Enttäuscht drehte sie sich um und schloss sich ihrem Vater an, als er um ein Eichhörnchen herumfuhr, das eine Eichel kaute, so dass es die Katzen nicht bemerkt hatte.
    Sie kamen näher, legten ihre Pfoten so leicht hin, dass sie kein Geräusch machten, und als sie weniger als eine Fuchslänge entfernt waren, stürzte Birkrnfall drauf.
    Er landete ordentlich auf das Eichhörnchen, tötete es sofort und hob den Kopf im Triumph.
    »Schöne Arbeit!, kommentierte Taubenflug.
    »Ich vergrab es bei den Stechpalmen.«
    Sie nahm das Stück Frischbeute und trug es durch die Bäume, und legte es zu Efeusees Fang.
    Sie war hatte gerade Blätter über den flauschigen grauen Körper, als es ein Schlagen von Pfotenschritten von entlang der Kante kam.
    Erschrocken spähte Taubenflug den Hang hinauf.
    Kirschpfote brach aus dem Unterholz, ihr Pelz sträubte sich.
    Maulwurfpfote und Rosenblatt waren dicht hinter, sträubten sich auch und ihre Augen waren voller Panik.
    Taubenflug raste, um sie zu treffen.
    »Was ist passiert?«, rief sie.
    Kirschpfote rutschte zu einem Anschlag und sie rutschte fast aus.
    »Wir ... Wir ...«
    Sie hielt einen Augenblick inne, bis ihr Atem stand.
    Dann blinzelte sie und sah direkt auf Taubenflug.
    »Wir haben den Duft eines Fuchses bei unserer Grenze gefunden.
    Es könnte die sein, die den SchattenClan angriff, und es ist auf der Suche nach mehr Katzen.«
    Der Rest von Taubenflugs Patrouille drängte sich zu ihnen.
    »Das ist keine gute Nachricht«, knurrte Dornenkralle.
    »Es ist schlimmer als ...«, begann Rosenblat, aber Maulwurfpfote unterbrach sie.
    »Wir werden es Brombeerstern sagen«, zwitscherte er.
    »Er wird wohl eine Patrouille schicken wollen, um sie zu verfolgen und sie aus unserem Territorium zu verjagen.«
    »Wir könnten sie suchen gehen«, schlug Birkenfall vor und Blumenfall nickte.
    »Wir sind zu fünft«, sagte sie.
    »Wir sollten einen Fuchs herausfordern können!«
    Kirschpfote sah ihren Bruder mit einem Blick an, den Taubenflug nicht lesen konnte.
    »Das ist eine gute Idee", murmelte sie. "Wir werden es Brombeerstern erzählen und dann werden sie euch finden.
    Komm schon.«
    Sie peitschte mit ihren Schwanz zur Patrouillieren und befahl zu gehen.
    Maulwurfpfote folgte ihr, dann Rosenblatt, die noch einmal über ihre Schulter zurückblickte, bevor sie in den Farn verschwand.
    Etwas stach unter Taubenflugs Fell, als hätte sie mehr Fragen gestellt, aber Mausbart lief schon bis zum Kamm.
    »Komm schon!«, scherzte er.
    »Wir können diesen Fuchs nicht zu weit ins Territorium vordringen lassen!«
    Der Rest der Patrouille raste ihm nach.
    Taubenflug wollte etwas sagen und kämpfte immer noch gegen das Gefühl, dass etwas nicht stimmte, an.
    Efeusee sah sie an.
    »Alles okay?«, keuchte sie.
    Taubenflug nickte.
    »Wenn wir an der Spitze des Kamms kommen, sollten wir warten. Ich könnte den Fuchs hören.«
    Efeusee verlangsamte sich.
    »Denkst du so?«
    »Ich muss es versuchen!«
    Taubenflug zischte.
    Die Krieger gingen durch die Bäume und kletterten die letzte steile Neigung zum Gipfel des Kamms hinauf.
    »Warte!«, jaulte Taubenflug und Mausbart stoppte.
    »Was ist los?«, rief er.

    »Nichts«, flüsterte Taubenflug.
    »Lasst uns nur einen Moment Zeit nehmen, um nach den Fuchs zu hören, oder eine Duftspur zu suchen.«
    Sie waren nah an der Grenze hier, und die DonnerClan Marken hingen schwer in der Luft.
    Taubenflug warf ihre Sinne aus, bis ihre Ohren weh taten.
    Nichts!
    Nur das Keuchen der anderen Katzen und der Windstoß in den Bäumen. Vielleicht liegt der Fuchs still und ruhig? Plötzlich war da ein schrecklicher Schrei. Alle Katzen sprangen, ihr Pelz sträubte sich.
    »Was war das?«, keuchte Blumenfall.
    »Das klang wie ein Fuchs«, knurrte Dornenkralle.
    »Lasst uns gehen!«
    Er rannte den Hügel hinunter und drängte durch den Farn, der zurück in Taubenflugs Gesicht peitschte, als sie ihm folgte.
    Das schreckliche Kreischen ging weiter und hallte im Wald herum.
    Was auch immer dieser Fuchs tat, er war nicht glücklich.
    Sie tauchten in einen klaren, sandigen Ort auf der Seite des Kamms auf.
    Auf der anderen Seite hockte eine Füchsin, ihre Lippen kräuselten sich zurück und ihr Rücken zuckte vor Schmerzen.
    Taubenflug erstarrte.
    Sind sie durch diese schreckliche Kreatur gerade in einen Hinterhalt geraten?
    Aber die Füchsin hatte sich nicht bewegt.
    Sie hielt die Ohren zurück und knurrte sie an, blieb aber genau dort, wo es war.
    »Großer SternenClan!«
    Dornenkralle atmete in Taubenflugs Ohr.
    »Sie ist in einer Falle gefangen!«
    Taubenflug näherte sich.
    Glänzende silberne Kiefer packten das Vorderbein der Füchsin, so dicht, dass der weiße Knochen durch das zerrissene Fleisch gesehen werden konnte.
    Taubenflug schluckte.
    Sie konnte sich nur vorstellen, welche Schmerzen diese Kreatur hatte.
    Der Gedanke blitzte ihr in den Sinn, dass es genauso einer ihrer Clangefährte hätte sein könnten.
    »Was werden wir tun!, zischte Blumenfall.
    »Sie kann nicht hier bleiben!«
    Efeusee kroch über die Lichtung.
    »Komm zurück!«, schrie Taubenflug, aber ihre Schwester stoppte nicht.
    Mit einem Heulen explodierte die Füchsin zu seinen Füßen und stürzte auf sich auf Efeusee und zog die Falle an seinem Bein an.
    Taubenflug sprang auf sie, teilte aus und landete auf dem Hals, als der Kiefer der Füchsin ihre Schwester schnappte.
    Unten, Dornenkralle und Birkenfall griffen die Hüfte der Kreatur an, während Blumenfall und Mausbart sich die Ohren vornahmen.
    Die Füchsin kämpfte für sein Leben.
    Halb wahnsinnig vor Schmerzen, prügelte, biss und gepeitschte mit ihrem Bein, so dass die schwere Falle auf Dornenkralle stürzte und drückte ihn zu Boden.
    Efeusee schoss direkt unter den Bauch der Füchsin durch, griff nach Dornenkralles Genick und zerrte ihn in Sicherheit.
    Dornenkralle schüttelte den Kopf und sprang dann nocheinmal mit Efeusee die Füchsin mit allen Zähnen, Klauen und Jaulen an.
    Taubenflug grub ihre Krallen ins dicke, dreckige Fell, bis sie die Haut unter ihren Klauenspitzen fühlte.
    Die Füchsin schlug den Kopf hin und her, bis es Taubenflug schwindelig wurde, aber sie ließ nicht los.
    Unscharf nahm sie eine Bewegung am Rande der Lichtung wahr.
    Sie blickte auf, und ihr momentaner Konzentrationsstillstand löste den Griff.
    Die Füchsin warf sie wie ein Käfer weg und Taubenflug flog durch die Luft, um dumpf auf der Erde zu landen.
    Sie schnappte nach Atem.
    Ein goldenes Tigergesicht war über ihr.
    »Bleib ruhig. Du bist verwundet.«
    Es war Löwenglut.
    »Pass auf sie auf, Rußherz«, befahl er.
    Dann verschwand er, und Taubenflug hörte einen neuen Schrei von der Füchsin.
    Undeutlich konnte sie Rußherzes Umriss ausmachen.
    "Wir hörten einen Tumult und kamen so schnell wie wir konnten«, erklärte die Kätzin.
    Sie blickte auf und zuckte zusammen. "Ich habe noch nie gegen so einen Fuchs gekämpft. Oh, Löwenglut, nein! "
    Taubenflug kämpfte, um sich zu setzen.
    Rußherz stützte ihre Schulter.
    Löwenglut war auf dem Rücken der Füchsin gehockt, die Zähne waren im Hals.

    Blut strömte aus einem Riss in seinem Ohr, aber er schien nicht zu bemerken, dass die Scharlachflüssigkeit in seine Augen tropfte.
    Unten, Dornenkralle und Mausbart krallten an der freien Frontseite des Fuchses, während Blumenfall und Efeusee seine Hinterhand angriffen.
    Es war etwas an der Art, wie jedes Paar von Kriegern sich bewegte, passenden Schlag für Schlag, Biss für Biss, das errinnerte Taubenflug, dass sie für eine lange Zeit ihre Fähigkeiten trainiert haben, von denen die DonnerClan-Katzen nur träumen konnten.
    Der Fuchs verdrehte den Kopf, um Löwenglut zu schnappen.
    Rußherz stürzte nach vorn.
    »Er wird ihn töten!«, zischte sie.
    Taubenflug kämpfte sich auf ihre Füße und legte eine Pfote aus, um die Kätzin zu stoppen.
    »Er ist in Ordnung«, murmelte sie.
    »Lass ihn kämpfen.«
    Rußherz drehte sich zu ihr um, ihre blauen Augen umhüllten sich vor Angst.
    »Aber er hat seine Kräfte nicht mehr! Er kann jetzt verletzt werden!«
    »Ich weiß«, miaute Taubenflug.
    »Meine Kräfte sind auch gegangen .Aber er ist immer noch der beste und mutigste Krieger, der der DonnerClan hat. Nimm ihm das nicht weg, Rußherz.«
    Die graue Katze hielt den Blick von Taubenflug stand und atmete langsam aus.
    »Du hast recht«, flüsterte sie.
    Die Füchsin ließ ein anderes unirdisches Kreischen aus, das abrupt abgeschnitten wurde.
    Mit einem scheußlichen Gurgeln spuckte es einen Schluck Blut aus und brach auf den Boden.
    Dornenkralle und Mausbart haben es gerade geschafft, in Sicherheit zu springen.
    Löwenglut sprang vom Fuchs zurück und stand über ihm und beobachtete seine Flanke ein letztes Mal.
    Der Farn raschelte und Brombeerstern brach in die Lichtung, gefolgt von Eichhornschweif, Kirschpfote und Maulwurfpfote.
    Der DonnerClan-Anführer hielt inne, als er den Fuchs und die zerschlagenen, blutenden Krieger um sie herum sah.
    »Was im Namen des SternenClans ist hier passiert?«, knurrte er.
    Eichhornscheif beschränkte sich auf Taubenflug.
    »Geht es dir gut?«
    »Ja«, flüsterte sich.
    Sie stand auf und zog vorsichtig jede Pfote.
    Ihre Rippen wurden auf einer Seite vom Aufprall gequetscht, aber sie war nicht schwer verletzt.
    Löwenglut stieß den Fuchs mit einer Pfote.
    Sein Kopf räkelte von ihm weg und ein weiterer Blutstoß kam aus dem Mund.
    »Sie ist tot«, kündigte der Krieger unnötig an.
    Brombeerstern ging hinüber und blickte auf die silbernen Zähne, die immer noch das Vorderbein des Fuchses umklammerten.
    »Kirschpfote und Maulwurfpfote sagten, sie hätten Spuren eines Fuchses an der Grenze gefunden. Habt ihr ihn in die Falle gejagt?«
    Taubenflug kam nach vorne.
    »Nein«, murmelte sie.
    »Dieser Fuchs war schon gefangen, als die erste Patrouille ihn fand.«
    Sie starrte die Schüler an.
    »War es nicht so?«
    Kirschpfote nickte elendig.
    Brombeerstern verengte seine Augen.
    »Das haben sie mir nicht erzählt.«
    »Uns auch nicht«, miaute Taubenflug
    »Ich glaube, sie wollten, dass meine Patrouille sie findet, wenn es lebendig und durch Schmerzen wütend wurde.«
    »Warum sollten sie das tun?«, fragte Eichhornschweif.
    Taubenflug ließ ihren Blick über die schamlosen Krieger gleiten, um auf ihrer tapferen Patrouille zu ruhen.
    »Weil meine Patrouille aus Katzen bestand, die einmal mit Wald der Finsternis trainiert haben. Kirschpfote und Maulwurfpfote fühlen keine Loyalität gegenüber ihnen und waren bereit, sie in große Gefahr zu schicken.«
    Brombeersterns Hacken stiegen auf.
    »Ist dies wahr?«, fragte er.
    Maulwurfpfote verschob seine Pfoten.
    »Wir wussten nicht, dass sie ihn angreifen würden!«, winselte er.
    »Wir wollten sie nur erschrecken!«
    Es war eine Unschärfe der Bewegung, und plötzlich drohte Löwenglut über den Schülern.

    »Ihr habt sie fast umgebracht!«, zischte er.
    Kirschpfote schrumpfte zusammen.
    »Wir meinten das nicht so!«, meckerte Kirschpfote
    »Halt dich zurück, Löwenglut«, befahl Brombeerstern.
    »Wir kehren zum Lager zurück. Alle von euch, die gegen diesen Fuchs kämpften, ich will, das ihr zu Häherfeder geht.«
    Er drehte sich um und ging aus der Lichtung.
    Die Katzen folgten ihm, schweigend vor Schande oder Erschöpfung nach dem Rausch des Kampfes um ihr Leben.
    Taubenflugs Kopf drehte sich und sie lehnte sich dankbar auf Rußherz Schulter, als sie durch die Farne drängten und den Hang zum Lager hinabstiegen.
    Im Inneren stand Brombeerstern auf der Hochnase.
    »Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre Beute selbst zu fangen, können sich hier bitte versammeln!«, brüllte er.
    Es war eine Welle von Schock, als Katzen aus den Bauen auftauchten oder die Frischbeute niederlegten, die sie gegessen hatten.
    Hummelstreif rannte zu Taubenflug.
    »Was ist passiert? Geht es dir gut?«
    Sie atmete seinen warmen Duft ein und ließ sie sie trösten.
    »Mir geht es gut«, murmelte sie.
    Brombeerstern gab den Katzen kaum eine Chance, sich zu beruhigen, bevor er zu sprechen begann.
    Seine Worte hallten im Lager wie Steine die in den See geworfen wurden.
    »Es gibt tapfere Krieger unter euch heute«, erklärte er.
    »Katzen, die ihr Leben riskierten, um ihren Clan zu schützen, die sich in eine Situation stürzten, ohne zu wissen, was sie konfrontieren wird, aber nicht zurückkehrten. Sie kämpften wie die wildesten Feinde und gewannen. Wir sind in ihrer Schuld.«
    Ein Murmeln ging durch die Menge und Katzen wandten sich in Verwirrung zueinander.
    Was hatten sie verpasst?
    War es einen Angriff von einem anderen Clan?
    Brombeerstern fuhr fort:
    »Efeusee, Blumenfall, Mausbart, Dornenkralle und Birkenfall, bitte kommt nach vorne.«
    Die fünf Katzen hinkten zum Fuß der Klippe.
    Dornenkralles Lippe war zerrissen, und Schorf bildete sich schon über Efeusees Auge.
    Birkenfall und Mausbart fehlten mehrere Fetzen Pelz.
    »Einige von uns machen diese Katzen weiterhin für den Kampf mit dem Wald der Finsternis verantwortlich,« miaute Brombeerstern.
    »Ihr liegt falsch. Heute haben diese Katzen unser Leben gerettet. Sie wurden ausgetrickst - ja, ausgetrickst - eine verwundeten Fuchs anzugreifen. Ich freue mich zu berichten, dass die Kreatur besiegt wurde und der DonnerClan ist sicher. Wenn ihr etwas über diese Krieger fühlt, dann sollte es Dankbarkeit, Respekt und die größte Loyalität sein. Sie haben bewiesen, dass sie bereit sind, ihr Leben für euch zu offern. In Zukunft werden Sie bereit sein, dasselbe zu tun.«
    Taubenflug sah sich um und sah, dass einige ihrer Clangefährten unbehaglich zu sein schien, ihre Ohren abflacchten und ihre Pfoten bewegten.
    Beerennase und Mohnfrost waren unter ihnen.
    Brombeerstern eimste den Clan mit seinen bernsteinfarbenen Blick ein.
    »Wisst ihr, Krieger. Der Wald der Finsternis wird gewinnen, wenn wir den Katzen nicht verzeihen, die einst ihre Verbündeten waren. Vergebung ist viel mächtiger als Hass und Misstrauen.
    Vereint sind wir so stark wie wir es je waren. Geteilt, werden wir fallen. Denkt daran, dass der Wald der Finsternis noch da draußen ist, bereit, unsere Träume auszunutzen. Feindseligkeit und Misstrauen unter uns gibt ihnen mehr Kraft als sie es verdienen. Wollt ihr das?«
    »Nein!«, chorierten die Katzen.
    Brombeerstern kippte den Kopf zur Seite.
    »Ich höre euch nicht!«
    »Nein!«
    Der DonnerClan schaukelte und zitterte die Blätter an den Bäumen.
    Brombeerstern senkte den Kopf, um zu beten.
    »Großer SternenClan, wir danken dir dafür, dass du diesen Kriegern heute Mut und Kraft gegeben habst. Mögen wir sie für immer ehren.«
    Seine Worte hallten von den übrigen Katzen, leise wie eine leichte Brise.


    Es war eine Aufregung der Bewegung in der Nähe der Front, und Taubenflug stand auf Zehenspitzen um zu sehen, wie Kirschpfote und Maulwurfpfote vom Ansatz der Katzen an der Unterseite der Klippe herkamen.
    »Es tut uns sehr leid«, murmelte Maulwurfpfote.
    »Was wir taten, war falsch und brach das Gesetz der Krieger.«
    »Es wird nicht noch einmal passieren«, fügte Kirschpfote hinzu.
    Birkenfall streckte seinen Schweif aus und streichelte die Kätzin auf ihre Flanke.
    »Ich glaube euch«, miaute er.
    Er stoppte.
    »Willst du morgen mit mir patrouillieren, Kirschpfote?«
    Sie nickte kräftig.
    »Es wäre mir eine Ehre, mit dir zu patrouillieren.«
    Taubenflug ließ einen Seufzer der Erleichterung aus.
    »Ich weiß immer noch nicht genau, was los ist, aber was auch immer du getan hast, danke«, murmelte Hummelstreif.
    »Das bedeutet mir so viel.«
    Er blickte herzlich auf seine Schwester, die von Kriegern umgeben war und fragten, ob sie nach dem Kampf mit dem Fuchs in Ordnung sei.
    »Ich weiß, das tut es«, flüsterte Taubenflug.
    Sie hat ihre Ohren juckten, als sie sah, wie Löwenglut zum Bau ging stellte.
    »Entschuldige mich«, murmelte sie zu Hummelstreif.
    Sie trabte hinter dem goldenen Tigerkater her und hielt ihn am Eingang vom Bau der Krieger an.
    »Löwenglut, wir müssen reden«, verkündete sie.
    »Jetzt.«
    Der Krieger blinzelte einmal, dann nickte er.
    »Ich weiß. Komm schon, lass uns Häherfeder suchen.«
    Der Heiler wartete außerhalb des Baus.
    Er gab ihnen keine Chance zu sprechen, stattdessen starrte er sie mit seinen blicklosen blauen Blick an, und sagte:
    »Es ist Zeit. Lasst uns außerhalb des Lagers reden.«
    Die drei Katzen gingen über die Lichtung und durch den Dornentunnel.
    Häherfeder führte sie ein wenig in den Wald und sprang auf einen gefallenen Baum.
    »Unsere Kräfte sind weg«, murmelte er.
    »Ich bin nicht mehr in der Lage, andere Katzen Träume seit der Großen Schlacht zu besuchen, noch kann ich in ihren Köpfen sehen, wenn sie wach sind."
    »Ich kann verletzt werden«, flüsterte Löwenglut und klang so verwirrt, als hätte er es eben est bemerkt.
    »Und ich kann nichts hören oder sehen«, räumte Taubenflug ein.
    Sie hob den Kopf, um ihre Clangefährten anzusehen.
    »Warum ist das passiert?«, jammerte sie.
    »Werden wir bestraft, weil sich der Clan nach der Schlacht nicht wieder vereint hat? Oder weil zu viele Katzen starben? Sind wir überhaupt die Drei in der Prophezeiung?«
    Häherfeder peitschte mit dem Schwanz.
    »Ich weiß es nicht«, knurrte er.
    »Aber ich glaube, ich weiß, wo wir eine Antwort finden können. Geht's euch zwei gut genug für eine Reise?«
    »Natürlich«, antwortete Löwenglut, und Dovewing murrte:
    »Ich denke schon.«
    Häherfeder sprang vom Baumstamm herunter.
    »Folgt mir.«

    16
    Kapitel 10:

    Der Mondsee glänzte wie ein einziges silbernes Auge, das das Sternenlicht und den leeren Nachthimmel widerspiegelte.
    Taubenflug fing ihren Atem an, als sie den spiralförmigen Pfad hinunterfuhr, und spürte, dass ihre Pfoten in die Eindrücke eindrangen, die von Katzen vor unzähligen Monden hinterlassen wurden. »Es ist wunderschön!«
    Sie atmete.
    Löwenglut zitterte.
    »Es ist unheimlich.«
    Häherfeder führte sie an den Rand des Wassers, so still wie polierter Stein.
    »Legt euch sich hin und schließt die Augen«, miaute er.
    »Was wird passieren?«, fragte Löwenglut vorsichtig.
    »Der SternenClan wird zu uns kommen«, antwortete Häherfeder.
    »Sie alle wissen, warum wir unsere Kräfte verloren haben und was das für die Prophezeiung bedeutet.«
    Er setzte sich auf den glatten Stein und legte seine Pfoten unter ihn.
    Taubenflug legte sich neben ihn, dann legte sich Löwenglut auf die anderen Seite.
    Taubenflug nahm einen letzten Blick auf das Sternenlicht und schloss die Augen. Ihr Pelz prickelte vor Aufregung.
    SternenClan, bist du da?
    Der Klang von rauschenden Wind erfüllte ihre Ohren, und sie öffnete ihre Augen zuerst.
    Sie stand auf einem Berg, der von einem dunklen, sternenlosen Himmel umgeben war.
    Der Wind zerrte an ihrem Pelz und Kälte sickerte in ihre Pfoten aus dem harten Stein.
    Löwenglut und Häherfeder waren neben ihr und lehnten sich in den Sturm, um ihr Gleichgewicht zu halten.
    »Ist das der SternenClan?«
    Taubenflug jaulte gegen den Wind.
    Irgendwie hatte sie erwartet, dass er mehr ... friedlicher wäre.
    »Nein!«
    Häherfeder wich zurück.
    »Ich weiß nicht wo wir sind!«
    Großer SternenClan! Das ist nicht der Wald der Finsternis, oder?
    Taubenflug war alarmierd.
    Löwenglut zeigte mit dem Schwanz zum Rand des felsigen Plateaus.
    »Schaut!«
    Zwei Figuren kamen aus der Dunkelheit auf sie zu.
    Keine alte Katzen leuchteten mit dem Licht der Sterne, aber übereinstimmten nicht mit lumpen Figuren, die einen unruhig Gang und heftige, glühenden Augen hatten.
    Eine Gestalt stand über dem anderen und war breitschultrig und schmal gestreift.
    Der andere schwebte über den steinigen Boden, seine haarlose Haut glänzte im Halbdunkel.
    »Mitternacht und Stein!«, flüsterte Taubenflug.
    Sie fühle, wie sich ihr Fell entspannte.
    Wir sind dann nicht im Wald der Finsternis.
    Der Dachs und die blinde, kahle Katze blieben vor ihnen stehen.
    Mitternacht hat ihr den Kopf getaucht. »Willkommen ihr seid«, bellte sie.
    »Weit gekommen seid ihr, nach haben schwieriger Zeit. Etwas zu fragen, denke ich?«
    »Warum kann ich nicht mehr hören?«, platzte es aus Taubenflug heraus
    »Oder sehen?«
    Stein wandte seinen bewölkten blauen Blick auf sie.
    »Oh, ich glaube, du kannst noch sehen"« murmelte er leise.
    Taubenflug fühlte sich heiß vor Verlegenheit.
    »Ja, natürlich, aber es ist nicht dasselbe. Ich konnte alles sehen! Jetzt kann ich nur sehen, was direkt vor mir liegt. Und es ist das gleiche mit meinem Gehör.«
    »Wir haben unsere Kräfte verloren«, stellte Häherfeder klar.
    »Die Mächte, die den Katzen in der Prophezeiung gegeben wurden. Es wird drei, die Verwandtschaft von deiner Verwandtschaft, die die Macht der Sterne in ihren Pfoten halten wird.«
    »Häherfeder dachte, der SternenClan könnte wissen, warum wir uns verändert haben!, sagte Löwenglut.
    Mitternacht drehte sie ihre gestreifte Schnauze zu ihm.
    »Nicht vom SternenClan kamen diese Kräfte. Aber von älteren Kräften, von Erde und Wasser und Stein und Luft.
    Verloren eure Gaben, ja, habt ihr. Das kann ich nicht ändern Aber ihr verliert sie, weil sie jetzt nicht gebraucht werden.«

    Taubenflug kämpfte, um die Worte des Dachses zu entwirren.
    »Du meinst, die Clans sind jetzt sicher? Sie brauchen uns nicht mehr?«
    »Dein Clan wird dich immer brauchen«, rief Stein mit einer Stimme, die aus dem Wind selbst zu kommen schien.
    »Und manchmal auch die anderen Clans. Aber du wirst nie wieder so einer Schlacht begegnen, für die diese Kräfte gebraucht werden. Der Grüne Husten quält euch jetzt? Das wird hart sein, aber eure Heiler haben das Wissen, sie zu behandeln.
    Du wirst immer noch mit deinen Gefährten kämpfen, aber du hast die Fähigkeiten, mit ihnen umzugehen. Manchmal wirst du gewinnen, manchmal wirst du es nicht. Das ist der Weg der Dinge.«
    Mitternacht trottete vorwärts und legte ihre Schnauze auf Löwengluts Kopf.
    »Mutige Krieger, nicht den Glauben verlieren. Um in die Schlacht einzutreten, wenn Verletzungen sicher sind, das ist wahrer Mut.«
    Sie schlurfte zu Häherfeder.
    »Heiler-Katze, weise du bist, und so weißt du. Sorge für deine Clangefährten, die du kannst, ohne in ihren Gedanken und Träumen zu gehen. Lass die Verborgenen aus deinem Anblick sein.«
    Mitternacht kam zu Taubenflug, und sie spürte einen Hauch von Atem um ihre Schnauze.
    »Kleine Kriegerin, viele Gefahren dort sind in einer Welt, wenn du blind und taub bist. Aber Augen und Ohren hast du noch. Benutze sie für deine Clangefährten. Schwächer als sie wirst du nie sein.«
    Der Dachs trat zurück und atmete einen großen Atemzug, als hätte so ​​viel reden sie müde gemacht.
    Taubenflug fragte sich, wie alt sie und Stein waren.
    So alt wie die Sterne?
    »Eure Kräfte haben den Clans geholfen, die Große Schlacht zu gewinnen!, sagte Stein zu ihnen.
    »Das ist es, was die Prophezeiung versprochen hat, und dieses Versprechen ist erfüllt. Ihr werdet euch weniger wie Krieger ohne die Kräfte fühlen, aber so ist es nicht. Findet Kraft in den Mut und der Fähigkeiten, die von euren Clangefährten geteilt werden. Die Große Schlacht wurde gekämpft und gewonnen. Eine neue Zeit für die Clans liegt vor uns.«
    »Denkt auch daran, große Schlacht wurde nicht von euch allein gewonnen«, warnte Mitternacht sie.
    »Alle Clans, alle Krieger, alle Königinnen und Ältesten und Jungen und Heiler kämpfen zusammen. Um sie zu schützen ist nicht für euch, Kräfte oder nicht. Mehr ist verloren als Geschenk des Anblicks oder der Stärke oder der Träume. Aber Macht des Gesetz der Krieger für immer dauert.«
    Es war ein Knistern des Blitzes über Kopf, so dass Taubenflug zucken und ihre Augen schließen musste.
    Als sie sie wieder öffnete, waren Mitternacht und Stein verschwunden, und für einen Augenblick stand eine rote Katze vor ihr, seine grünen Augen glühten vor Liebe.
    »Feuerstern?«
    Taubenflug atmete aus, aber dann verblasste die Vision und sie stand am Rande des Mondsees mit Häherfeder und Löwenglut.
    Das Wasser war so still wie immer.
    Löwenglut wandte sich ihr zu.
    »Geht es euch gut?«
    Taubenflug nickte.
    »Besser als vorher«, murmelte sie.
    Neben ihnen peitschte Häherfeder seinen Schwanz ungeduldig.
    »Ich habe kranke Katzen, die auf mich warten. Komm ihr, mal sehen, ob wir vor der Morgendämmerung zurück sein.«
    Er trabte den Spiralweg hinauf, sein graues Fell verschmolz mit dem Stein.
    Löwenglut folgte ihm, aber Taubenflug hing einen Augenblick zurück und starrte in den Mondsee.
    Sie spürte eine Welle der Hoffnung, die in ihr auftauchte.
    Die große Schlacht wurde gewonnen.
    Wir werden den Grünen Husten überleben.
    Sie wandte sich ihren Clangefährten zu.
    Plötzlich fühlten sich ihre Pfoten leichter an.
    Und das Gesetz der Krieger wird noch ewig da sein!

    17
    Mein eigenes Cover für "Dovewing's Silence" aka. "Taubenflugs Stille"
    Mein eigenes Cover für "Dovewing's Silence" aka. "Taubenflugs Stille"

    18
    Das englische Orginalcover von "Dovewing's Silence" aka. "Taubenflugs Stille"
    Das englische Orginalcover von "Dovewing's Silence" aka. "Taubenflugs Stille"

article
1497082487
Warrior Cats Taubenflugs Stille
Warrior Cats Taubenflugs Stille
Dies ist eine inoffizielle Übersetzung vom englischen Buch "Dovewing's Silence".
http://www.testedich.de/quiz49/quiz/1497082487/Warrior-Cats-Taubenflugs-Stille
http://www.testedich.de/quiz49/picture/pic_1497082487_1.jpg
2017-06-10
406A
Warrior Cats

Kommentare (15)

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Phoenix1410 ( von: Phoenix1410)
vor 60 Tagen
Soll ich auch eine Hörbuch-Version erstellen?
Nachtkralle (29087)
vor 76 Tagen
Wow das ist ja superduper genial! Danke! Das muss verdammt viel Mühe gewesen sein...
Mein Respekt!
Tigerlis Wut fände ich eine coole Idee zu übersetzen... Das wäre echt nett!
Nur eine Bitte das du vielleicht nicht
"The ultimativ Guide" übersetzt weil da arbeitet meine Schwester Sonnenfell schon dran...
Ich würde dir vorschlagen keine Staffelbücher zu übersetzen weil die werden eh übersetzt...
Aber ich finde das echt mega toll!
Lg Nachti
Ps: Du musst aber vorsichtig seien weil wenn iwann jemand vom Verlag das mitkriegt hast du arge Probleme...
Carmen HaRo ( von: Carmen HaRo)
vor 81 Tagen
Jaa Leafpopls Wish! Bitte!
Phoenix1410 ( von: Phoenix1410)
vor 83 Tagen
Ich habe gerade das letzte (10.) Kapitel von Taubenflugs Stille übersetzt. Ich werde es morgen Mi.,30. August 2017 hochlade.

Frage:
Was soll ich als nächstes übersetzen?
Ein weiters Short Adventure (z.B. Leafpool's Wish)? oder sogar ein Special Adventure oder das dritte Buch der 6. Staffel?

Bitte teilt mir eure Meinung.
😓☺
Phoenix1410 ( von: Phoenix1410)
vor 84 Tagen
Spätestens übermorgen!
Eisflamme 🌸 (59616)
vor 84 Tagen
Wann folgen die nächsten Kapitel ❤️❤️😘
Sonnenflug (31202)
vor 85 Tagen
Toll, dass du so etwas machst! Ich war auch am Boden zerstöt, als ich gelesen habe, dass Ampferschweif tot ist....WIESO NUR, AMPFERSCHWEIF! WIEEEEEESOOOO?!!?!
Phoenix1410 ( von: Phoenix1410)
vor 86 Tagen
Als Nächstes wird " Tigerclaw's Fury" bzw. "Tigerkralles Wut" kommen!!!

😆😙
Phoenix1410 ( von: Phoenix1410)
vor 86 Tagen
Außerdem, wenn ihr irgendwelche Schreibfehler findet, könnt ihr mir die Fehler ruhig melden.
Ich bin für jede Verbesserung offen.
😊😆

PS: Gibt bitte dann das Kapitel und die Stelle an.
Wäre sehr hilfreich
Phoenix1410 ( von: Phoenix1410)
vor 86 Tagen
Sonntag 27. August neue Kapitel!!!!
Sonnenfell (16345)
vor 126 Tagen
Ich hab auch geheult... Ich liiiiiiiiiiiebe (liebte😢) Ampferschweif! Waruuuuuuuum?????
😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭
Blitzfell ( von: Blitzfell⚡)
vor 128 Tagen
NNNEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
AMPFERSCHWEIF!!! NICHT AMPFERSCHWEIF!!!!!!!! Ganz ehrlich, ich heul gerade!! Nein!
Schreib weiter. Schreib einfach weiter.
Die emotional zerstörte Blitzfell°°
Sonnenfell (16345)
vor 135 Tagen
Danke danke danke! Ich liiiiebe dich! Ich habe mich immer zu Tode geärgert weil es die Bücher nur auf Englisch gab aber jetzt... Oh daaaaaaaaaaaaaaanke! Ich weiß gar nicht was ich sagen soll😢 ❤
Carmen HaRo ( von: Carmen HaRo)
vor 135 Tagen
Kannst du so etwas auch bei Leafpools wish machen? Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitte
Ru�herz101 (07130)
vor 139 Tagen
Wann schreibst du weiter? Es ist so cool!!!!!!!
Bitte!!?