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Sieben Worte für ein Wunder-Big Dream(s)

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2 Kapitel - 3.385 Wörter - Erstellt von: Eisblatt - Aktualisiert am: 2017-06-02 - Entwickelt am: - 814 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Mein Beitrag(auf den letzten Drücker!) für Torden!'s Schreibwettbewerb im Mai.

Der Link zum Original:
http://www.testedich.de/quiz44/quiz/1475077173/Sieben-Worte-fuer-ein-Wunder-Ein-Schreibwettbewerb

    1
    Das sind die heiligen Worte:

    Laub
    Asphalt
    Krähe
    Teppich
    rasieren
    tasten
    viskos
    ----
    Sie sind im Text rot markiert.

    Viel Spaß beim Lesen!^^

    Eure Eisi.

    2
    Big Dream(s)

    „Guten Morgen!“
    Ich stöhnte. Müde tastete ich nach meinem Wecker, drehte mich im Bett um und gähnte. „Ich will noch nicht aufstehen“, grummelte ich. Meine Mutter lächelte.
    „Aber heute ist doch Samstag“, sagte sie. Ich verstand nicht, wie sie mich damit aus den Federn locken wollte.
    „Ja und?“, murmelte ich.
    „Ja, hast du denn vergessen, was heute ansteht?“, grinste sie. Ich fuhr im Bett hoch.
    „Das TD-Treffen!“, keuchte ich. „Heute treffen wir uns alle im Park vor dem Rathaus!“
    Meine Mutter lächelte. „Genau. Und das Treffen beginnt um 11:00 Uhr, es ist schon Viertel nach neun.“
    Ich sprang aus meinem Bett. „Ich mach mich sofort fertig!“, rief ich.
    „Alles gut!“ Meine Mutter hielt mich mit einer Hand zurück. „Du hast noch 2 Stunden Zeit.“
    Ich legte den Kopf schief. „Aber dann muss ich nicht so hetzen!“
    „Trotzdem, wenn du jetzt so schnell machst, hetzt du doch auch.“
    „Aber wenn ich schon fertig bin, kann ich euch antreiben“, argumentierte ich. Meine Mutter seufzte.
    „Na schön. Aber dann beschwer dich nicht, wenn wir langsamer sind als du.“
Ich nickte. „Wo ist eigentlich Nina*?“ (*ausgedachter Name meiner Sis)
    „Die hat doch bei Omi übernachtet.“
    „Oh, stimmt ja!“ Ich scheuchte meine Mutter aus dem Zimmer, suchte mir Sachen zum Anziehen raus und sprang noch schnell unter die Dusche. Nach einer Viertelstunde war ich fertig angezogen und ging zum Esstisch.
    Dort saß bereits meine Mutter und belegte gerade ihr Brötchen mit Salami. Ich nahm mir die andere Hälfte ihres Brötchens und beschmierte sie dick mit Erdnussbutter.
    „Wo bleibt eigentlich Papa?“, nuschelte ich mit vollem Mund.
    „Der kommt gleich, er rasiert sich noch.“
    „Bin ich froh, dass Frauen keinen Bart bekommen“, sagte ich und verschlang den Rest meines Brötchens.
    Ich wollte gerade vom Tisch aufstehen, da kam mein Vater um die Ecke gebogen. Er war frisch rasiert und roch nach Deo. „Papa, wehe du ziehst einen Anzug an!“, warnte ich ihn, als er im Elternschlafzimmer verschwand.
    Der lachte nur. „Keine Sorge, Schätzchen.“
    Schätzchen! Ich verdrehte die Augen. „Ich bin kein Kleinkind mehr!“, maulte ich ihm hinterher.

    Eine Stunde später war es viertel vor 11 und wir standen im Rathauspark. Mein Bauch kribbelte aufgeregt. Gleich würde ich auf (fast) alle meine Internetfreunde treffen! Auf TD war in den letzten Wochen die Hölle los gewesen. Es hatte ewig gedauert, bis man eine Stadt gefunden hatte, zu der alle hinkonnten, manche Kinder mussten erst dazu überredet werden, ihre Eltern einzuweihen. Doch letztendlich hatte alles geklappt.
    Auch die Ersteller von Testedich würden dabei sein, und das hatte wahrscheinlich viele Eltern dazu ermutigt, mitzukommen, um mal zu schauen, wo sich ihre Kinder in den letzten Monaten sich so im Internet rumgetrieben hatten.
    Wir waren gebeten worden, Shirts mit unserem Internet-Namen zu tragen, oder uns zur Not ein Stück Papier aufzukleben. Ich für meinen Teil hatte mir vor einigen Monaten ein T-Shirt selbst bedruckt, und vorne war sehr gut “@EISBLATT“ zu lesen.

    Es gab einen Anmeldestand, wo wir uns kurz melden sollten. Voll war es noch nicht wirklich, wahrscheinlich würden viele von weiter weg zu spät kommen.
    Trotzdem wurde ich immer nervöser. Ich kickte mit dem Schuh kleine Kiesel über den Asphalt und fegte ein wenig Laub aus dem Weg.
    „Hallo, schön, dass ihr da seid!“, riss mich die Stimme eines Mannes am Anmeldestand aus meinen Gedanken. „Wer seid ihr denn?“ Gott sei Dank ergriff mein Vater das Wort. „Eisblatt und ihre Eltern“, stellte er uns kurz vor und deutete auf mich. Der Mann nickte und hakte einen Namen ab. „Die Eltern können dort hinten hingehen, dort gibt es Kaffee und Kuchen-und Wasser, falls ihr möchtet- und dort könnt ihr euch mit anderen Eltern unterhalten. Ansonsten ist es euch natürlich nicht verboten, mit den Kindern zu reden.“ Der Mann deutete auf ein paar Tische, Stühle und Bänke.
    Meine Eltern nickten, strichen mir noch kurz über den Rücken und gingen dann mit einem “Bis später“, zu den Stühlen.
    „Bis später…“, murmelte ich, obwohl sie schon etwas entfernt waren. Ich schaute mich um, ob ich jemanden entdecken konnte, den ich kannte.
    Natürlich nicht. Bis auf „Blauherz“ und „Schimmernder Stein“ hatte ich ja noch niemanden von TD gesehen! Ich schaute über die Wiese, die sich vor mir erstreckte. An einem Baum hing ein Schild mit der Aufschrift „Warrior Cats“ und an einem anderen das Schild „Harry Potter“. Es gab auch das Schild „Percy Jackson“, von dem ich versuchte, mich möglichst fern zuhalten.
    Eine Weile betrachtete ich die Schilder und warf innerlich eine Münze, ob ich zuerst zu „Harry Potter“ oder zu „Warrior Cats“ gehen sollte. Ich entschied mich für Warrior Cats und steuerte auf die große Eiche zu, an der das Schild befestigt war.
    Als ich am Baum ankam schaute ich mich schüchtern um. Außer mir standen dort zwei oder drei andere Mädchen, deren TD-Namen ich jedoch noch nie gelesen hatte.
    Ich wartete eine Weile und mit der Zeit kamen immer mehr Mädchen und auch einige Jungs. Doch erkennen tat ich niemanden, bis ein dunkelblondes Mädchen in mein Blickfeld trat und mich mit „Hi, Eisi!“ begrüßte.
    Ich musterte das Mädchen, dann fiel mein Blick auf ihr Namensschild. „Traumi!“, rief ich aus.
    Das Mädchen grinste. „Yep. Ich bin’s.“
    Ich grinste zurück. „Cool, dich kennenzulernen! Ehrlich gesagt hatte ich schon befürchtet, hier niemanden zu kennen.“
Traumi nickte nachdrücklich. „Ich auch. Ich war so erleichtert, als ich dich gesehen hab, das glaubst du nicht!“ Sie schaute sich um und meinte dann: „Komm, lass uns mal die anderen suchen gehen.“
    Ich stimmte ihr zu und wir drängelten uns durch die inzwischen schon dichte Menschenmenge.
    Doch wir stießen nicht auf Thysti, sondern trafen zuerst auf ein Mädchen mit dunkelbraunen Haaren. Ich musterte ihr T-Shirt, auf dem ein Schild mit der Aufschrift “Schimmernder Stein“ klebte.
    „Hi, Schimmi oder Steini!“, begrüßte ich sie.
    „Hi!“, rief nun auch Traumi.
    Das Mädchen blickte auf. „Eisi! Sina!“, rief sie dann und fiel uns spontan um den Hals. Ich erwiderte die Umarmung. Das Gruppenkuscheln war erleichternd, die ganze Anspannung fiel von mir ab.
    „Wie geht’s euch?“, wollte Steini wissen.
    Traumi zuckte die Achseln. „So weit ganz gut, würde ich sagen. Ich freu mich, euch alle zu treffen!“
    Ich nickte bekräftigend. „Ja, ich mich auch! Als ich mich auf TD angemeldet habe, hätte ich nie vermutet, dass dort echte Freundschaften entstehen können! Ich dachte, das ganze wäre etwas…“, ich suchte nach dem richtigen Wort, „…distanzierter. Aber vielleicht war es das damals ja auch. Und wie geht’s dir?“
    „Super!“
    „Wir wollten Thysti suchen gehen“, erklärte ich. „Hast du Lust, mitzukommen?“
    Schimmi nickte und wir hakten uns zu dritt ein und schoben das halbe WaCa-Fandom aus dem Weg.
    „Wie findet ihr eigentlich diese kleine Bühne?“, fragte Traumi plötzlich. Ich drehte mich um. „Ganz süß eigentlich. Und dass die da allen Ernstes einen roten Teppich verlegt haben…!“
    Traumi und Steini lachten. „Tja, wir sind halt richtige Prominente“, meinte Steini und straffte die Schultern.
    Ein paar Mädchen drehten sich um, vermutlich verwundert über den Lachkrampf, der Traumi, Schimmi oder Steini und mich gerade schüttelte.
    Plötzlich verstummte ich und deutete auf ein Mädchen mit ebenfalls dunkelbraunen Haaren. Sie trug ein T-Shirt mit der Aufschrift: “She dreames of Paradise“.
    Wir gingen schnurstracks auf sie zu und ich musste mich zusammenreißen, um sie nicht mit “Gestanki“ zu begrüßen.
    „Haben ihre Eltern es ihr also doch erlaubt…“, murmelte Steini, denn es war bis zum Schluss nicht sicher gewesen, ob ihre Eltern ihr erlauben würden, sich im RL unter die TD-User zu mischen.
    „Thysti!“, riefen wir alle drei wie aus einem Mund. Das Mädchen drehte sich erstaunt um, dann musterte sie unsere T-Shirts. 
„Traumi!“, rief sie dann aus. „Eisi! Steini!“ Traumi, Steini und ich rannten auf sie zu und überrumpelten sie mit einer Umarmung. „Huch!“, entfuhr es ihr und wir lachten.
    Danach lösten wir uns voneinander.
    „Eisi, warum starrst du mich so an?“, wollte Thysti wissen.
    „Ich wollte schauen, ob mich deine Gesichtsform wirklich an einen Pfannkuchen erinnert“, grinste ich.
    Thysti runzelte die Stirn. „Und?“
„Irgendwie…nicht.“
    Wir brachen in Gelächter aus und das Eis war gebrochen. Fröhlich plauderten wir über Testedich und die Welt und nach einer Weile stießen Himbeerglanz und Distel dazu.

    Nach einer Weile verabschiedeten wir uns von Traumi und machten uns auf den Weg zum HP-Fandom, wo wir sofort auf nahezu alle Mitglieder des HP-Treffs trafen.
    „Na Thysti, immer noch keine HP-Sweets probiert?“, neckte Ella sie und zwinkerte.
    Thysti schüttelte bedauernd den Kopf. „Nee, leider nicht.“
    „Ob du’s glaubst oder nicht…“, Ella machte eine spannungsvolle Pause und zog schwungvoll eine Schachtel hinter dem Rücken hervor. „Ich habe ein paar Süßis mitgebracht!“
    Thysti sog die Luft ein und Mrs Slythi rieb sich voller Vorfreude die Hände.
    Ella öffnete die Box. Zum Vorschein kam eine kleine Schachtel mit der Aufschrift: “Bertie Botts Bohnen“ und auch Schokofrösche hatte sie dabei. Wir stellten uns in einem Kreis auf und sie zog als erstes die Bohnen aller Geschmacksrichtungen aus der Box und drückte uns allen eine in die Hand.
    Ich holte tief Luft und schob mir meine in den Mund. Alle Augen waren auf mich gerichtet, während ich auf der Bohne herumkaute. Schon nach dem ersten Bissen musste ich würgen. „W…was sind da für Geschmacksrichtungen drin?“, keuchte ich.
    Ella grinste. „Erdbeere, Erbrochenes, Pfefferminze, Gras, Schwarzer Pfeffer…mehr fällt mir gerade nicht ein.“
    Ich spuckte die Bohne in meine Hand. „Ich glaube, ich hatte soeben das Vergnügen, eine Bohne in der Geschmacksrichtung “Erbrochenes“ zu testen!“, stöhnte ich. „Die war nicht sehr lecker…!“
    Die anderen lachten und wandten nun Mrs. Slytherin den Blick zu, die neben mir stand. Sie steckte ihre Bohne in den Mund und schloss genießerisch die Augen. „Ich hab Erdbeere!“, verkündete sie. „Ist die lecker! Mjam…!“ Sie warf mir einen provokanten Blick zu und ich stieß sie in die Seite.
    „Du bist doof!“, maulte ich.
    Mrs. Slythi warf mir einen weiteren funkelnden Blick zu. „Tut mir leid. Ich kann doch nichts dafür, wenn die soo lecker sind, hmmmm!“
    Ich schob gespielt beleidigt die Unterlippe vor, während der Rest der Potterheads herzlich lachte.
    „Pech, Eisi!“, spottete Fuchsi.
    Ich versuchte, sie böse anzufunkeln, doch ich hab heute wie damals kein Talent für sowas. „Pffffffffffffffffffffffffffff…“, ich holte tief Luft, „…ffffffffffffffffffffffffff!“ Ich stoppte und rang nach Atem.
    Oceana starrte mich entgeistert an. „Dein Ernst jetzt, Eisi?“, rief sie.
    Ich legte den Kopf schief. „Najaaa…“ Ich schaute mich suchend um. „Distel, du bist dran!“
    Distel zuckte zurück. „Ich trau mich nicht!“, protestierte sie.
    Thysti stand neben ihr und packte kurzerhand ihre Bertie Botts Bohne und steckte sie ihr in den Mund. „Bitte sehr, Madame Distel!“
    Distel kaute und kaute eine Weile, dann verzog sie das Gesicht. „Also es schmeckt…“
    „…nicht.“, beendete JoyEggli den Satz für sie und wir lachten.
    „Naja, es schmeckt irgendwie nach…Nichts.“, erklärte Distel.
    „Dann ist es höchstwahrscheinlich…“-Ella schaute auf der Rückseite der Verpackung nach-„…Gras.“
    „Na toll“, sagte Distel. „Gras. Ich bin doch kein Hase!“
    Joy stieß sie in die Seite. „Ach echt nicht?“ Sie streckte Distel die Zunge raus und diese verpasste ihr einen Seitenhieb. Joy schlug zurück und die beiden lieferten sich einen kleinen Spaßkampf.

    Ella trennte die beiden schließlich und nickte MiraMalfoy zu, die als nächste an der Reihe war. Sie nahm die Bohne in den Mund und spuckte sie gleich darauf mit den Worten „Hilfe, scharf!“ wieder aus.
    Wir machten weiter und irgendwie schienen alle nur leckere Bohnen zu erwischen, bis Thysti an die Reihe kam. Sie schob sich die grünbraune Bohne in den Mund und biss hinein. „Was…“ Sie brach ab und kaute weiter darauf herum. „Was zum Teufel ist das?“
    „Ich hab die Kunst des Gedankenlesens leider noch nicht erlernt und kann es dir also nicht sagen, tut mir leid“, entgegnete Ella trocken.
    Während wir anderen kicherten, verzog Thysti das Gesicht. „Ich glaub, ich hab- Popel“, meinte sie dann.
    „Stimmt, Popel war auch noch übrig!“, bemerkte Mayomayola ohne Mitleid.
    Als Letzte kam Ella an die Reihe, schob sich ihre Bohne mutig in den Mund und biss zu. Ein paar Sekunden stand sie wie erstarrt da, ohne eine Regung im Gesicht. Dann schrie sie auf. „Igitt, Ohrenschmalz!“, gellte sie und spuckte die zerkaute Bohne auf den Boden
    „Ach, Professor Dumbledore, das gehört sich nun aber wirklich nicht!“, spottete Distel und Ella warf ihr einen gespielt bitterbösen Blick zu.
    „Seien Sie leise, Miss Distel, oder ich muss ihrem Haus leider Strafpunkte abziehen!“, grollte sie.
    „Ach du Scheiße.“ Distel zog einen Flunsch.
    „Ich hab noch etwas hier!“, trällerte Ella plötzlich und zog einen kleinen Kessel aus der Schachtel hervor.
    Ich beäugte ihn misstrauisch. „Was ist da drin?“
    „Etwas“, gab Ella geheimnisvoll zurück. Sie zog ein Tuch von dem Kessel. „Ich hab mal versucht, einen Zaubertrank zu brauen“, erklärte sie. Leider ist er etwas zähflüssig geworden…“ Sie griff nach einer Kelle, die sie ebenfalls aus der Schachtel zog und tunkte sie hinein. „Probier mal!“, forderte sie Thysti auf, die ihr am nächsten stand.
    Thysti zog skeptisch die Augenbrauen hoch. „Ich hasse viskose Nahrungsmittel! Bah!“
    „Was heißt viskos?“, wollte ich wissen.
    „Zähflüssig“, entgegnete Thysti kurz angebunden, dann musterte sie wieder die Kelle.
    „Viskos, viskos, viskos“, murmelte ich. „Zähflüssig, zähflüssig, zähflüssig.“

    In dem Augenblick fiel mir ein Schild mit der Aufschrift “Selection RPG“ ins Auge. Ich ging zu Thysti und zog sie in Richtung des Schildes. Thysti runzelte die Stirn. „Eisi, was…?“
    „Schau mal da!“ Ich deutete auf das Schild. „Da müssen wir hin.“
    „Okeee…“ Thysti riss sich von mir los und lief neben mir her auf die kleine Birke zu, an der ein Mädchen gerade das Schild befestigte. Ein paar andere Mädels standen um sie herum.
    Wir traten zu den Mädels. „Hi!“, begrüßte Thysti sie. „Ich bin’s, Paradise. Ich hab Lia gespielt. Ich hoffe, es ist ok, dass ich hier dazustoße…obwohl ich mich abgemeldet hatte.“
    Das Mädchen, dass das Schild befestigte drehte sich um. „Ach, das passt schon!“, meinte sie. „Ich bin Julimaus.“
„Ich bin Eisblatt“, stellte ich mich vor.
    „Eisi!“ Ein weiteres Mädchen sprang vor und umarmte mich. „Ich bin Caro“, fügte sie schnell hinzu, als sie meinen verdatterten Blick bemerkte. „Wir haben Mails geschrieben.“
„Als ob du mir das erklären müsstest“, widersprach ich. „Ich weiß doch, dass wir Emails ausgetauscht haben!“
    Caro grinste. „Gibt es nicht so viele Caro’s in deiner Welt?“, fragte sie.
    Ich dachte kurz nach und schüttelte dann den Kopf. „Ähm…nö. Ich glaub, du bist die einzige Caro, die ich kenne.“

    Wir hatten schon eine Weile mit den Mädels aus dem RPG geredet und ich stellte mich etwas abseits, weil ich für eine Zeit meine Ruhe brauchte. Da ertönte plötzlich eine Stimme von hinten. „Hallo, Eisblatt.“
Ich fuhr herum. Vor mir stand ein Mädchen mit blonden Haaren. Sie sah etwas älter aus, als die anderen und lächelte mich freundlich an.
    Ich grübelte kurz, dann fragte ich vorsichtig: „L?“ Das Mädchen nickte und grinste.
    „Lea!“, rief ich und überlegte, ob ich sie umarmen sollte. Würde das komisch rüberkommen? Schließlich war sie viel älter als ich…und wir kannten uns gar nicht wirklich.
    Meine Frage beantwortete sich von selbst, als Lea mich einfach umarmte. „Schön, dich kennenzulernen“, sagte sie.
    „Äh…danke gleichfalls!“, entgegnete ich. „Wie klappt’s mit der Gebärdensprache?“, gebärdete ich.
    „Gut“, gebärdete sie zurück. Ich nickte und überlegte kurz.
    „Wie wär’s, wenn wir die anderen verarschen und so tun, als wenn du taub wärst?“, murmelte ich.
    „Ok“, grinste Lea. Wir gingen auf den Rest des RPGs zu und unterhielten uns auf DGS in einfachen Sätzen über bisherige Erfahrungen mit anderen TD-Usern und der Gebärdensprache.
    „Ich war überrascht, dass du kommst“, gebärdete ich. „Ich hatte am Anfang das Gefühl, dass du so ein Treffen eher…kritisch siehst.“
    „Naja“, entgegnete sie. „Ich hab ’ne Weile überlegt und dann gedacht: Ach, was soll’s?, und bin hergefahren.“
    „Weiter Weg?“, erkundigte ich mich.
    Sie nickte. „Weißt du doch.“
    „Stimmt.“
    Plötzlich sprach mich Julimaus an. „Äh, Eisi…warum machst du diese komische…Dings…Zeichensprache?“
„Um mich mit ihr zu unterhalten“, entgegnete ich.
    Auch Caro kam zu uns. „Ist die taub?“, wollte sie wissen und deutete mit dem Kopf auf Lea.
    „Soll ich lügen?“, fragte ich Lea in DGS. Es fühlte sich komisch an, dass mich niemand verstand, außer ihr.
    „Naja, kannst du machen. Oder du antwortest einfach ausweichend, dann denken sie von allein, dass ich taub wäre. Oder ich löse auf und rufe: Überraschung!“
    „Nee, sie ist nicht taub“, entgegnete ich an die anderen gewandt. „Sie ist unser Prinz.“
    „Hä?“, kam es von Thysti.
    „Ich spiele Prinz Maxon im RPG“, erklärte Lea.
    „Achsooo…!“, rief Thysti.
    „Thysti hatte eine Erleuchtung!“, spottete ich und erntete einen Seitenhieb von ihr. Ich trat nach ihrem Schienbein, das sie jedoch in Sicherheit brachte, bevor ich es traf.
    Ein Kreischen von hinten erregte meine Aufmerksamkeit. „Hilfe!“ Ich drehte mich um. Dort stand…Moment mal! Emma Watson in einem Ballkleid und kämpfte mit einer Krähe. Hä? Was soll das denn jetzt?, dachte ich. Als dann auch noch Lenka, Angela Merkel und Donald Trump in mein Blickfeld traten, wurde mir klar, dass ich spinnte. „Seht ihr die auch?“, fragte ich und drehte mich zu den anderen hin. Beziehungsweise dorthin, wo die anderen gewesen waren. Sie waren.
    Donald Trump setzte eine Geige an. „Für Eisblatt!“, sagte er und spielte los. Die Geige klang wie Trompetenmusik.
    Und dann wurde mir klar, was das war: Mein Wecker!

    Ich wachte auf. Mein Wecker klingelte. Als ich auf die Uhr schaute, war es halb Sieben.
    Es war alles nur ein Traum. Ein schöner Traum war es gewesen. -Aber eben nur ein Traum.
    Und manche Träume sollen eben Träume bleiben.

    -Ende^^-

Kommentare (41)

autorenew

Ella ( von: _Estrella_)
vor 68 Tagen
Ich bekam danach den eher weniger kreativen Spitznamen „Achselina“. -_-
Den Göttern sei dank nur für kurze Zeit. XD
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 68 Tagen
Achsel.... kreativ. xD
Ella ( von: _Estrella_)
vor 127 Tagen
Ich lese es.Warum?Weil ich jeden Tag alle Quizzes auf meiner Seite durchgehe und nach neuen Kommis schaue. XD
Schalt doch einfach die Autokorrektur aus,hab ich auch gemacht als sie statt "Achso" in unsere Klassengruppe "Achsel" geschrieben hat. -_-
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 128 Tagen
Falls das hier noch IRGENDJEMAND liest…versucht eure Autokorri auch immer, euch euren Dialekt zu klauen? Meine dämliche Autokorri hat was gegen "nich"(nicht) "sach"(sag) "Budder"(Butter) usw…*schmoll* NAja, liest eh no1!
Troll dich einfach, Eisi, troll dich und geh wech!
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 189 Tagen
Thx Autokorri! *witzig
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 189 Tagen
Wusste ich's doch!^^

Südoma?! *Vor Lachen umfall* Lea hör auf, das ist ZU witzig! Man darf Witze machen aber doch nicht SO witzige!!! 😂
L. (14235)
vor 190 Tagen
(Ne aber knapp daneben. Baden Württemberg)
_Estrella_ ( von: _Estrella_)
vor 190 Tagen
#SüdenForEver
@L.:Auch aus Bayern? ;)
Killermaschine ( von: Schimmernder Stein)
vor 190 Tagen
Dann kannst du zusammen mit Ella auf dem Roten Teppich tanzen!!!
L. (14235)
vor 190 Tagen
Ich bin eine #Südoma
Killermaschine ( von: Schimmernder Stein)
vor 190 Tagen
Ich Bin ein #Nordkind❤
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 190 Tagen
Da haben sich wohl 2 Gleichgesinnte getroffen! Kommt ihr nicht auch beide ausm Süden?^^

#Nordkind

Jup, 25...Ist doch mehr als 10 Jahre älter als ich! Also mega alt!^^ (ich geb's ja zuuuuu!-.-^^)
Killermaschine ( von: Schimmernder Stei)
vor 191 Tagen
Dann Tanzt du halt auf den roten Teppich! *hysterisch*
_Estrella_ ( von: _Estrella_)
vor 191 Tagen
*protestier* Ich bin auch eine junge und hippe Oma...!Genau wie L....!
Killermaschine ( von: Schimmernder Stein)
vor 191 Tagen
*lachflash* Dann bleibt Ella eben allein! Dann redet sie mit sich selbst über Enkelkinder... Oder wie schicken immer einen aus der #HobbylosenCrew zu ihr und wechseln und ab!
L. (14235)
vor 191 Tagen
Jetzt mal nicht übertreiben ^^ Bis ihr erwachsen seid winke ich grade mal der 25 zu ^^ Ich bin also ein junge, hippe Oma v^_^v
Schimmernder Stein ( von: Schimmernder Stein)
vor 191 Tagen
Omg das klingt verdamme asozial.. Aber es ist gut, dann können Sie sich über ihre Enklen unterhalten oder so.. Oder sich über uns lustig machen! XD
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 191 Tagen
Genau! Adieu!^^

Und Lea schieben wir einfach dazu, alle Omas auf einen Haufen!^^

Ok das klingt asozial. Sry.
Schimmernder Stein ( von: Schimmernder Stein)
vor 191 Tagen
Klar Eisi! Wahrscheinlich sagt sie dann noch:
Macht schneller!! Ella macht schneller!
Web wir dann da sind schieben wir sie zum Salat und hauen ab! Dann sind wir die Oma los! XD
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 191 Tagen
Oh!
@L.: das ist der Erste Kommentar, den du je unter eine Sache von mir geschrieben hast!!! *sich auf die Schulter klopf*

Na, ihr Omas?^^ Omas an die Macht! Omas kann man nie genug haben!!!
Ich bin 2 Jahre auf TD("Wow" dachte sich L. "Ich schon 7 Jahre!" Äh…ja genau) und als dann die Sache mit den Profilen neu war hatte ich keine Ahnung und kam mir vor wie 'ne Oma in der digitalen Welt.^^

Ella, dann schieb ich deinen Rollstuhl! Oder du bist fitter als meine Oma, dann kannst du dahin LAUFEN. Zu Fuß! Und nebenbei Salat futtern!^^

L., was meinst du, hätte ich lieber schreiben sollen: "Hinter mir stand eine blonde Oma."?^^

@Stony: Wechseln wir uns ab mit Schieben?^^