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Die 57. Hungerspiele

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6 Fragen - Erstellt von: Darkmoon - Aktualisiert am: 2017-05-21 - Entwickelt am: - 362 mal aufgerufen

Aarency, der weibliche Tribut aus Distrikt 2 hat sich freiwillig gemeldet und behauptet sich nun gegen die anderen 23 Tribute.
Was sie aber nicht weiß, unter einem der 23 anderen befindet sich ihr Seelenverwandter Canan...

    1
    Prolog:

    Nervös strich ich meine Bluse glatt, heute war der Tag der Tage.
    Endlich, kam ich ins Trainingslager.
    Man würde mich dort auf die Hungerspiele vorbereiten, meine Eltern waren hoch erfreut, als man ihnen mitteilte, dass ich mich dafür Qualifiziert hatte.
    Es gab so eine Art Aufnahmeprüfung in der Schule und ich hatte sie mit der besten Bewertung bestanden.
    Doch auch plagte mich die frage ob ich denn gut genug seien würde.
    Meine Beste Freundin Cecilia hatte die Prüfung nicht bestanden und sie hatte seit dem kaum mit mir geredet.
    Aber ich war mir ziemlich sicher, dass sie sich für mich freute.
    Na ja, zumindest hoffte ich das.
    Mein Vater nahm meinen Koffer und ich folgte ihm in das große Gebäude.
    Wir gingen über einen großen Freien Platz auf dem viele Jugendliche trainierten.
    Sie übten den Nahkampf und warfen Speere und Äxte auf Zielscheiben.
    Doch, keiner beachtete mich, bis auf ein junges Mädchen.
    Sie hatte ein Messer in der Hand und unterhielt sich mit einem großen Jungen.
    Das Mädchen hatte lange Braune Haare und sah sehr sportlich aus. Sie war über einen Kopf kleiner als der Junge und grinste Frech als er sie auf die Zielscheibe zu schob.
    Schnell drehte ich mich wieder zu meinem Vater um und schloss auf.
    Meine Mutter unterhielt sich kurz mit einem älteren Mann und ging dann weiter in das Gebäude hinein.
    Wir gingen an einer großen Halle vorbei, in der Kinder die ca. 12 waren, auf Trainingspuppen einschlugen.
    Meine Eltern hielten an und ich lief fast in meine Mutter herein.
    Vor ihnen stand ein relativ junger Mann mit Dunkelblonden kurzen Haaren und blauen Augen.
    Sie unterhielten sich kurz und dann wendete der Mann sich mir zu.
    "Du bist also Aarency" und ich nickte.

    2
    Tag der Ernte:

    Zusammen mit ein paar Freunden machten wir uns auf den Weg zum Justizgebäude.
    Es war ein schöner Sonniger Tag und überall war eine ausgelassene Stimmung.
    Doch wenn ich daran dachte was ich gleich tuen würde wurde mir einfach nur übel.
    Seit meinem ersten Tag im Trainingslager, war ich die Jahrgangsbeste.Meine Spezialität war Messerwerfen, aber auch der Nahkampf und der Bogen waren für mich kein Problem.
    Eigentlich hatte ich die Hungerspiele immer gut gefunden, bis Allie dabei gestorben war.
    Sie war wie meine große Schwester, sie hatte sich immer für mich eingesetzt und sie war meine einzige Bezugsperson im Lager gewesen.
    Aber ich hatte gelernt damit zu leben, ich meine jedes Jahr sterben 23 Jugendlich auf die gleiche Art wie sie.
    "Aarency"rief Sarah genervt und zog mich weiter.
    "Ich will auf keinen Fall zu spät kommen, wer weiß wer dieses Jahr daran ist"sie lächelte und schüttelte ihre blonden Locken.
    "Ich hoffe es wird Damian" verträumt sah sie mich an."Er sieht ja sooooooo gut aus" Sarah kicherte nervös.
    Ich verdrehte nur die Augen und ging schneller.
    "Hey ihr beiden!"Mara kam auf uns zu.Sie war ein kleines zierliches Mädchen, bei dem man Angst hatte sie würde zerbrechen wenn man sie anfasste.
    Ich grinste sie an und wir gingen zusammen zum Justizgebäude.
    Eine ältere Frau stach mir in den Finger und ich stellte mich zu den 15 Jährigen.
    Der Bürgermeister hielt seine alljährliche Rede und man zeigte uns den Film über die Entstehung der Hungerspiele.
    Ich hörte aufmerksam zu, obwohl ich ihn schon längst auswendig konnte.
    Nun trat die Moderatorin auf die Bühne und die Menge begann zu Jubeln.
    Aus Höflichkeit klatschte ich mit, außerdem gab es hier überall Kameras.
    Die Moderatorin, dessen Namen ich mir einfach nicht merken konnte, trat an die Glaskugel und zog einen Zettel heraus.
    Sie tippelte zum Podest zurück und wollte den Zettel gerade aufklappen als ich rief"Ich melde mich freiwillig"
    Ungläubig sah Sarah mich an.
    Ich ließ mich aber nicht beirren und ging festen Schrittes nach vorne.
    Langsam fing sich das Publikum und begann zu Applaudieren und meine Freunde fingen an zu Jubeln.
    Die Moderatorin hielt mir freudestrahlend das Mikrofon unter die Nase und fragte:"Wie heißt du denn liebes?"
    "Aarency"sagte ich und das Publikum jubelte.
    Bevor die Moderatorin überhaupt zur Glasschalte herantreten konnte, rief ein großer Junge aus der Reihe der 17 -Jährigen"Ich melde mich freiwillig als Tribut" und kam sadistisch grinsend auf die Bühne zu.
    Er sah mich an und sein Blick schien mich zu durchbohren, wie ein Speer ein Reh, doch ich hielt seinem Blick stand.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit kam er an der Bühne an und stieg die Stufen zu uns herauf.
    Bei jedem Schritt schien er größer zu werden.
    Ich war zwar nicht besonders klein, aber er war einen guten Kopf größer.
    Auch ihm hielt die Moderatorin das Mikrofon fast direkt ins Gesicht.
    Doch als er seinen Namen sagte, lief es mir kalt den Rücken runter.

    3
    Im Zug:

    Unser Mentor hatte uns kurz begrüßt und war dann in einem anderen Abteil verschwunden.
    Darion, mein Mittribut, war der beste der ganzen Schule gewesen.
    Er konnte dir innerhalb weniger Sekunden das Genick brechen.
    Ich war zwar deutlich flinker und wahrscheinlich auch klüger, aber gegen 100 Kilogramm pure Brutalität kam selbst ich nicht an.
    Es war zum Kotzen.
    Man meldet sich freiwillig und stirbt trotzdem.
    Wütend sah ich Darion an, währen er das halbe Büffet in sich hineinschaufelte.
    Er sah mich an und grinste mit vollem Mund.
    “Na, Klinge, keinen Hunger?“schmatzte er und ich wandte mich angeekelt ab.
    Klinge, so hatte man mich seit Allies Tod nicht mehr genannt.
    Sie hatte mich Klinge getauft, als ich ihr im Training fast das Ohr abgeschnitten hatte.
    Sie hatte gelacht und ich war sauer gewesen, da sie mich nicht ernst genommen hatte.
    Dann war ich erneut auf sie losgegangen und hatte ihr zwei Rippen gebrochen.
    Bei der Erinnerung musste ich lachen.
    Fragend sah Darion mich an und aus Frustration aß ich einen der Apfeltörtchen.
    Sie schmeckten fabelhaft und ich aß gleich fünf.
    Danach ging ich in mein Abteil und versuchte nicht an das bevorstehende zu denken.

    4
    Im Kapitol

    Als unser Zug am Bahnhof einfuhr, standen hunderte von Menschen und jubelten uns entgegen.
    Sie waren bunt gekleidet und hatten auffällige Schminke im Gesicht.
    Ich setzte mein Strahlendes Lächeln auf und winkte der Menge, die daraufhin noch lauter schrie.
    Auch Darion war in den Publikums Modus über gegangen.
    Zusammen mit unserem Mentor wurden wir von Friedenswächtern begleitet zu einem großen Wagen gebracht.
    Wir stiegen ein und kaum das wir saßen fuhren wir schon los.
    Überall jubelten die Menschen uns zu und winkten zu uns herüber.
    Schließlich hielten wir vor einem großen Gebäude und man führte uns durch weiße, lange Gänge.
    Nach unzähligen identisch aussehenden Gängen, bogen Darion und ein Kapitolbewohner nach links ab und die junge Frau führte mich eine Tür weiter in einen großen Raum.
    Alles war weiß gestrichen und in der Mitte stand eine art Metallplatte die man hoch und runter fahren konnte.
    An den Wänden standen hohe Regale mit allerhand Flaschen mit Waschzeug darin.
    Die junge Frau reichte mir ein blaues Plastikartiges Kleid und wies mich an, mich umzuziehen.
    Während sie Cremes auf Bürsten verteilte und Flaschen auf ein Tablett stellte, zog ich mich schnell aus.
    Dann wies sie auf die Metallplatte und ich nahm darauf Platz.
    Dann kamen noch zwei sehr skurril aussehende junge Leute hinzu und wuschen mir die Haare, machten meine Fingernägel und wuschen mich.
    Ich fühlte mich sehr unwohl, aber das schien sie kaum zu interessieren.
    Nachdem sie mir gefühlt alle Hautschichten abgekratzt hatten gingen sie und ließen mich allein zurück.

    5
    Der Stylist

    Ich fragte mich immer noch, ob sie überhaupt mitbekommen hatten, dass ich ein Menschliches Wesen war und ich war ja schon aus 2, wie behandelten sie dann wohl die anderen?
    Aber das musste mir jetzt ziemlich egal sein, sie würden ja sowieso sterben.
    Bevor wir zum Zug gebracht wurden, war mein Trainer noch einmal zu mir gekommen und hatte mir viel Glück gewünscht.
    Er war sich zu 100% sicher gewesen, dass ich gewinnen würde.
    Seit ich er mich das erste Mal hatte trainieren sehen, war ich sein Liebling und es hatte ihn nicht gewundert, dass ich mich mit 15 fast 16 freiwillig gemeldet hatte.
    Bei dem Gedanken musste ich lachen, das entsetzte Gesicht meiner Mutter und mein Trainer der lachte und mir zu jubelte.
    “Was ist denn so lustig?“
    Überrascht sah ich mich um.
    Hinter mir stand ein Mann mittleren Alters mit blauen Haaren und himmelblauen Liedschatten.
    Seine Kleidung war bunt und sah ziemlich abstoßend aus.
    Mit einem Amüsierten Gesichtsausdruck rundete er die Metallplatte und beäugte mich kritisch.
    Ich setzte mein Trainings Gesicht auf und sah ihn Gleichgültig an.
    “Nichts“ antworte ich kühl und stand auf.
    Der Mann lachte:“Eine ganz harte also, sich mit 15 freiwillig zu melden, mutig“Er zog eine Augenbraue hoch.
    Ich beachte ihn nicht und sah aus dem kleinen Fenster an der Wand.
    Draußen konnte man die Menschenmassen sehen, die alle bunt wie Kanarienvögel gekleidet waren.
    “Hast du Hunger?“
    Stimmt, ich hatte seit gestern Abend nichts mehr gegessen.
    Ich nickte stumm und folgte ihm in einen Nebenraum.
    Dieser hatte hohe Wände und bestand an der rechten Seite nur aus Glas.
    Auf dem Tisch standen allerhand Teller mit Früchten, Schokolade, Reis, Hähnchen und noch vielem mehr.
    Mein Stylist setzte sich und wies dann auf die Couch neben ihm.
    Ich setzte mich und nahm mir einen Apfel.
    “Mein Name ist Terenz, und du bist Aarency?“
    “War das eine Frage oder ist das eine Aussage?“fragte ich zurück.
    Er lachte erneut und sagte dann:“Dein Kostüm wird perfekt zu dir passen!“.
    Dann klatschte er in die Hände und wies mich an weiter zu essen.
    Er holte die Kapitolbewohner und sie zusammen erneut das Zimmer.

    6
    Die Parade

    Ich sah in den Spiegel.
    Doch, was ich da sah, war nicht die kleine Aarency die sich voll und ganz darauf konzentrierte genau so zu sein wie Allie.
    Nein, das war die Aarency, die töten konnte und würde.
    Ich sah gefährlich aus, gerade zu mörderisch.
    Mein Kostüm war eine Silberne Rüstung und sah aus als hätte man Hunderte Messerklingen zu einer großen scharfen Rüstung gemacht.
    Meinen Kopf zierte eine Art Krone, welche mit kleinen scharfen Spitzen versehen war.
    Mein Gesicht war von Schminke bedeckt und meine Lippen funkelten ebenfalls silber.
    Terenz klatschte aufgeregt und seine Assistentin quiekte freudig.
    Nachdem man noch einen kurzen feinschliff gemacht hatte, ging es auch schon los.
    Terenz brachte mich zu unserem Mentor und wir fuhren gemeinsam mit einem Aufzug in das Erdgeschoss.
    Dort warteten bereits fast alle Tribute und beäugten uns ausgiebig.
    Ich setzte einen gefährlichen Gesichtsausdruck auf und due meisten wendeten sich Eingeschüchtert ab.
    Nur wenige nicht, doch einer viel mir besonders ins Auge, es war der Junge aus Distrikt 3.
    Unverwandt sah er mich an und schien mich komplett analysieren zu wollen.
    Er hatte dunkelbraune Haare und grüne Augen, wirklich groß war er nicht, ich schätzte 1,80 maximal.
    Plötzlich wendete er sich ab und die Tribute aus Distrikt 1 kamen auf uns zu.
    Das Mädchen war etwas größer als ich, aber hatte deutlich mehr Kurven.Ihr Gesichtsausdruck war amüsiert, aber gleichzeitig kalt.
    Sie hatte Blonde lange Haare und blaue Augen.
    Der Junge hingegen war groß und stämmig, er hatte ein breites Kreuz und ebenfalls blonde Haare, aber seine Augen waren grün.
    In ihren Kostümen sahen sie aus wie Paradiesvögel.
    Sie begrüßten uns freundlich und nickten ums vielsagend zu.
    Darion grinste sardistisch und sah zu mir herüber.
    Ich nickte ebenfalls.
    “Redet die immer so viel?“ fragte der Junge und wies zu mir herüber.
    Darion lachte“Ja, sie ist, sagen wir zurückhaltend“.
    Ich sah ihn an und mein Blick hätte töten können, das Mädchen lächelte mir zu und sagte“Ich bin Velvet und das ist Moran“
    “Ich bin Aarency“
    Unsere Mentoren kamen auf uns zu und begrüßten die anderen Karrieros freundlich.
    Dann schickte man uns zu unseren Wägen und wir fuhren los.

Kommentare (1)

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Darkmoon ( von: Darkmoo)
vor 185 Tagen
Bitte und gerne Kritik😘