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Sieben Worte für ein Wunder - Traumgedanken

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1 Kapitel - 556 Wörter - Erstellt von: Aquila - Aktualisiert am: 2017-05-14 - Entwickelt am: - 527 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 5 Personen gefällt es

Mein Beitrag zu Tordens Schreibwettbewerb im Monat Mai.

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    Sie beobachtete die Menschen, die hastig über den Asphalt gingen. Männer in Anzügen, alle gepflegt und rasiert, auf dem Weg zur Arbeit. Frauen, die ihre Kinder hinter sich herzogen und mit den Nerven am Ende zu sein Schienen.
    Manchmal wünschte sie sich, die Welt wäre anders. Besser. Bunter. Wie Laub, das vom Wind von einem Ort zum nächsten getragen wurde.
    Voller Überraschungen.
    Schon seit Wochen war es, als würde sich das Mädchen durch eine viskose Masse bewegen, als wäre die Luft um sie herum schwerer geworden.
    Vielleicht lag es an den vielen Abgasen, die die Luft so verschmutzten, dass man sie nicht mehr atmen konnte.
    In der Welt, von der das Mädchen träumte, würde so etwas nicht passieren können. Dort gab es keine Autos, auch keine Fabriken, die der Umwelt schadeten. Die Menschen achteten stets darauf, die Welt, die es ihnen überhaupt erst ermöglichte, zu leben, sauber zu halten.
    Es gab keine Armut, jeder wurde gleich behandelt und wenn jemand Hilfe benötigte, bekam er Hilfe. Wörter wie Rassismus oder Kriminalität waren den Leuten dort ein Fremdwort.
    Das Mädchen wünschte sich, hier wäre es genauso. Sie hoffte, eines Tages würde die reale Welt auch so perfekt sein, wie ihre Traumwelt.
    Eine Krähe flog an dem Zimmerfenster des Mädchens vorbei. Sie schaute ihr nach und dachte, wie schön es wäre, fliegen zu können, frei zu sein. All das, was sie hier nicht sein konnte.
    In ihrer Traumwelt würde sie sich nicht mit solchen Gedanken beschäftigen. Die Menschen hatten alles, was sie sich wünschten, sie waren glücklich mit ihrem Leben und konnten sich nicht vorstellen, dass etwas daran anders sein könnte. Ihre Welt, ihr Leben war perfekt.
    Vielleicht träumten die Menschen in dieser Welt gar nicht - warum auch? Kein Traum wäre schöner als die Realität. Weil die Realität perfekt war.
    Und plötzlich kam dem Mädchen ein Gedanke.
    Gab es so etwas überhaupt? Eine „perfekte“ Welt? Machte nicht gerade die Perfektion das ganze wieder unvollkommen? Jeden Tag in einer Welt zu leben, ohne Schwierigkeiten, ohne Probleme, ohne Herausforderungen? In der man nicht von einer besseren Welt träumen konnte, weil es nichts zum Verbessern gab? In der man sich nicht langsam und vorsichtig vorantasten musste, sondern sich sofort ins Abenteuer stürzen konnte, da es nichts zu verlieren gab? Keine Hindernisse, keine Grenzen?
    Während das Mädchen auf ihrem roten Zimmerteppich auf dem Boden saß, begriff sie:
    Wenn das die Vorstellung einer perfekten Welt war, nein, dann wollte sie dort nicht leben.

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Sieben Worte für ein Wunder - Traumgedanken
Sieben Worte für ein Wunder - Traumgedanken
Mein Beitrag zu Tordens Schreibwettbewerb im Monat Mai.
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2017-05-11
40SB
Schreibwettbewerb

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