Springe zu den Kommentaren

Die Geschichte von Schattenherz

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
7 Kapitel - 4.023 Wörter - Erstellt von: Sonnenfell - Aktualisiert am: 2017-05-30 - Entwickelt am: - 606 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier erfahrt ihr das traurige Schicksal von Schattenherz, einer mutigen Kriegerin des (zukünftigen) SchattenClans...

Glutkralle warf Schattenherz einen vernichtenden Blick zu, begann dann aber einige Ranken von ihren Pfoten zu lockern. Dabei drängte er sich nah an sie heran und flüsterte ihr ins Ohr: „Nur wegen dir muss ich mir jetzt die Pfoten dreckig machen. Denk daran, irgendwann werde ich mal Anführer sein… Wenn du dann noch mal so etwas Dummes machst wirst du dafür bezahlen, verstanden?“ Schattenherz stand wie erstarrt da. Der Kater vor ihr war nicht mehr der freundliche, ehrgeizige und witzige Glutpfote den sie gekannt hatte. Nein, mit Glutkralle hatte er sich in ein Monster verwandelt, ein brutales, machtgieriges Monster was nur sich selbst im Kopf hat! //Das ist nicht mehr mein Gefährte, niemals! Aber was will er dann? Mich sicher nicht! Ich bin nur ein Spielzeug für ihn, ein Spielzeug, das ihm zur Macht behilft und das alles für ihn tut. Aber das will ich nicht sein! Auf keinen Fall werde ich zu dir stehen, Glutkralle! Ich werde dich hindern deine finsteren Pläne zu verwirklichen!//

    1
    ((purple))Hi, ich bin Sonnenfell! Schön dass du diese Fanfiktion angeklickt hast! Ich hoffe sie gefällt dir. Aber bitte geb. mir doch Feedback in de
    Hi, ich bin Sonnenfell! Schön dass du diese Fanfiktion angeklickt hast! Ich hoffe sie gefällt dir. Aber bitte geb. mir doch Feedback in den Kommentaren! Ich persönlich finde es ist Pflicht von jedem eine Rückmeldung zu geben, egal ob ihr die Geschichte Gut oder Scheiße fandet!

    Achja... Sollte ich irgendjemanden mit Namen etc. nachgemacht haben tut es mir Leid!

    Sollte dies aber nicht der Fall sein: NIEMAND MACHT DAS HIER NACH!

    LG, Sonnenfell!

    2
    Da war er! Ihr Schneeschweif! Schattenherz beobachtete den weiß-silbern getigerten Kater aus einem Brombeerdickicht. Dieser tappste gerade hinunter zum Fluss, beugte sich hinab und leckte ein paar Tropfen auf. Dann setzte er sich hin und richtete den Blick in die Wolken. Er ist so süß! Schattenherz wagte sich ein paar Schritte näher an Schneeschweif heran.Sie wusste, das hier war sein Liebligsort. Die Nachtschwarze Kätzin streckte den Kopf ein bisschen vor. Sie liebte es ihn zu beobachten. Ob er mich wohl mag? Schneeschweif rappelte derweilen sich auf und lief in den Kiefernwald. Schattenherz Blick ruhte noch lange auf der Stelle wo er in den Wald verschwunden war, wärend ihre Gedanken abschweiften. Sie stellte sich vor wie es wäre mit Schneeschweif zusammen zu sein. Sie würde für immer glücklich sein. Vielleicht würde sich ihr Traum, Junge zu haben, sogar verwirklichen! "Schattenherz, durch in die Luft starren fängst du keine Beute!" Schattenherz zuckte zusammen und fuhr herum. Ihr Blick traf genau den Blick von Glutkralle. Glutkralle! Erschrocken schaute sie ihm in die Augen, während ihr Traum in tausend Scherben zerbrach. Kein Schneeschweif! Keine Glücklichkeit! Keine Jungen! Glutkralle war ihr Gefährte - und er widersprach all dem, was sie sich wünschte. Sie und er hatten sich ihre Liebe gestanden, als sie Schüler waren, doch Schattenherz hatte erst im Laufe der Zeit gemerkt, was für einen Charakter Glutkralle wirklich hatte! Von der damaligen Liebe war nicht mehr viel übrig, doch sie traute sich nicht es ihm zu sagen. "Du bist so eine schlechte Kriegerin! Jetzt geh und fang wenigstens noch irgendetwas!" Glutkralles Stimme war zu einer Drohung umgeschwungen. "Ja, ja, natürlich", flüsterte Schattenherz. "Liebling heißt das", knurrte Glutkralle. "..Liebling", brachte Schattenherz zögerd hervor. "So ist gut", schnurrte Glutkralle. Aber das ist ein böses Schnurren! Du tust nur so! Schattenherz zwang sich ebenfalls zu einem Schnurren und rieb ihren Kopf an seinen. Das mache ich bloß zur Tarnung! In Wirklichkeit widerst du mich an! Die Kätzin blieb noch einige Augenblicke, dann trottete sie davon, in Richtung Kiefernwald. Glutkralles Blick brannte auf ihrem Fell. Ich weiß das du mich beobachtest! Aber irgendwie werde ich dir entkommen!

    Es war schon fast Sonnenuntergang, als Schattenherz ins Lager zurück trottete. Aus dem Maul baumelte ihr eine fette Taube. Sie würde sicher die Ältesten satt machen. "Was, nur eine Taube bringst du mit!" Schattenherz fand sich Glutkralle gegenüber. Warum musst du immer bei mir sein? Und dann immer deine blöden Kommentare! Kannst du mich nicht einmal in Ruhe lassen? "Also wirklich, ich hätte mehr von dir erwartet!", spottete Glutkralle weiter. Ein paar andere Katzen versammelten sich derweilen um sie und ihren Gefährten. Schattenherz stöhnte innerlich auf. Jetzt würde sie sich dem ganzen Clan gegenüber rechtfertigen müssen. "Glutkralle hat recht! Du bist echt eine schlechte Jägerin, Schattenherz!" Diesmal war es Kiesbart, Glutkralles bester Freund. Schattenherz hätte ihm am liebsten die Kehle aufgeschlitzt. Warum musste er sich immer in Sachen einmischen, die ihn nichts angingen? Generell, sie hielt nicht besonders viel von den Katzen, mit denen sich ihr Gefährte herumtrieb. Glutkralle und Kiesbart hänselten Schattenherz noch eine Zeit lang, dann drehten sie sich ab. Auch der Rest des Clans ging wieder seine Wege. Schattenherz war wütend - aber vor allem über sich selbst. Wieso habe ich ihm nicht einfach meine Meinung gesagt? Ist das wirklich so schwer, Schattenherz? Doch die Kätzin kannte die Antwort bereits. Ich habe Angst! Angst vor der Reaktion von Glutkralle. Angst vor seinen Freunden. Angst vor dem Clan. Angst vor der Zeit nach der Trennung. Bei Glutkralle gibt es nämlich nur eines, entweder Liebe oder Hass!

    3
    Fahles Sonnenlicht fiel durch die Farnbüschel vor Schattenherz Bau. Die junge Kriegerin öffnete blinzelnd die Augen. Sie räkelte sich, streckte die vorderbeine nach vorne und huschte dann geschwind auf die Lichtung. Mitten im Lager war der 2. Anführer Zedernfuß schon dabei, die Morgenpatroullien zu verteilen. Höchste Zeit mich zu melden. Vielleicht komme ich ja so ein wenig von Glutkralle weg! "Die Morgenpatroullie zur DonnerClan Grenze übernimmt Glutkralle! Sich ihm anschließen werden Moosstreif, Silberblatt und Wolkenglanz" Der Stellvertreter verteilte gerade die Aufgaben, als Schattenherz auf ihn zustürmte. "Zedernfuß?" "Ja, Schattenherz? Was kann ich für dich tun?", Zedernfuß drehte sich zu ihr um. "Kann ich, äh, kann ich mich der Morgenpatroullie anschließen?" Schattenherz wusste das es komisch klingen würde. Wer meldete sich schließlich schon freiwillig für eine Patroullie? Zu ihrem Glück aber stimmte, wenn auch mit verwirrtem Gesichtsausdruck, der 2. Anführer ihrem Wunsch zu. Er erhob die Stimme: "Schattenherz schließt sich noch der Patroullie von Glutkralle an!" Schattenherz keuchte auf. Was? Oh nein! So habe ich das doch nicht gewollt! Glutkralle schaute sie in der Zeit überheblich an. "Kommst du jetzt endlich oder muss ich nachhelfen?", höhnte er. Schattenherz stand wie angewurzelt da. Was soll ich jetzt nur machen! Der ganze Clan schaut mir zu! Alle Blicke waren nun auf sie gerichtet, doch Schattenherz brachte kein Wort hervor. Ich will auf keinen Fall in Glutkralles Patroullie! Aber habe ich jetzt noch eine Wahl Einige Augenblicke vergingen. Schattenherz schien in sich zusammen zu schrumpfen. Ich muss mir etwas ausdenken! Und zwar schnell! Die Kätzin atmete noch einmal tief durch, dann begann sie zu sprechen: "Ich, ich weiß ehrlich gesagt nicht ob das so eine gute Idee ist..." Die anderen Katzen schnappten hörbar nach Luft. "Du willst es verweigern dich meiner Patroullie anzuschließen?" Glutkralle zog die Leftzen zurück. Auch der Rest des Clans wurde unruhig, einige fuhren sogar die Krallen aus. "Nein, nein, natürlich nicht!", wisperte Schattenherz. "Es, es ist nur so, ich habe vor ein paar Tagen ziemlich nahe an der DonnerClan Grenze gejagt..." Sie machte eine kurze Pause. Ich bin eine gute Lügnerin! Eine sehr gute sogar! Sollen die anderen ruhig denken ich wäre die arme, kleine und ängstliche Kätzin! Schattenherz setzte nun einen nervösen Unterton auf und fuhr fort: "...und ich, ich glaube ich habe die Markierungen übertreten! Dann kam eine DonnerClan Patroullie und ich bin ganz schnell weggerannt..." Die schwarze Kätzin ließ ihre Stimme nun zittern. "Und jetzt habe ich Angst das sie mir das heimzahlen!", vollendete sie. Auf den Gesichtern der anderen Katzen breitete sich nun Mitgefühl aus. Ich hab es geschafft! Die anderen glauben mir..... nur Glutkralle nicht! Oje... Der rostfarbene Kater beugte sie misstrauisch, sagte aber zum Glück nichts weiter. "Nun gut, dann solltest du lieber mit Goldflamme mitgehen!" Zedernfuß nickte Schattenherz zu. Ein Glück! Wohin es wohl geht? "Ihr geht zum Zweibeinerort. In letzter Zeit gab es dort ein bisschen Ärger mit Hauskätzchen. Noch mitkommen tuen Sprenkelohr und Wirbelflug", schloss der 2. Anführer, als ob er ihre Gedanken erraten hätte. Erleichtert verließ Schattenherz mit den anderen das Lager. Endlich mal eine Glutkralle freie Zeit! Eigentlich kann doch nichts mehr diesen Tag versauen...

    4
    "Verhaltet euch jetzt leise! Gleich sind wir beim Zweibeinerort!" Die Stimme von Goldflamme schallte nach hinten an Schattenherzs Ohr. Wie der Rest der Patroullie setzte sie ihre Pfoten nun vorsichtiger auf. Bald spürte sie auch schon das ungewohnte Hartsteinpflaster unter der Ballen. Geduckt schlich der kleine Trupp vorwärts, bis Goldflamme auf einmal abrupt stehen blieb. "Seht mal, da vorne", zischte sie den anderen zu, "da ist das Hauskätzchen was letztens Beute von uns gestohlen hat!"
    Schattenherz entdeckte es nun auch und zog die Leftzen zurück. Niemand stielt dem SchattenClan Beute! Als ob diese verfressenen Kuschelkätzchen nicht genug hätten! Das Hauskätzchen, ein Kater, streckte sich derweil nichts ahnend auf einer Zweibeinermauer aus und ließ sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Diesem fetten Flohpelz zeigen wir es! Die Clankatzen stellten bedrohlich das Fell auf und gingen in Angriffshaltung. "Schattenherz, Sprenkelohr, ihr schleicht euch von links an und schreckt den Kater auf!", erleuterte Goldflamme. "Wärenddessen warten Wirbelflug und ich am hinteren Ende der Mauer. So scheucht ihr ihn uns direkt vor die Pfoten!" Schattenherz nickte langsam mit dem Kopf. Klingt nach einem guten Plan. Hoffentlich klappt er!

    Landsam schlich Schattenherz voran, Sprenkelohr direkt hinter ihr. Den Blick starr nach oben gerichtet, holte sie Schwung und schaffte es in einem Sprung auf die Mauer. Da vorne ist er! Drei Fuchslängen waren die Katzen nun noch von dem Hauskätzchen entfernt. Dieses nahm gerade eine Pfote hoch und und leckte sie gründlich ab, bis es sich wieder auf seinem Platz niederließ und den kugelrunden Bauch der Sonne entgegen streckte. Schattenherzs Blick verfinsterte sich und Wut stieg in ihr hoch. Du Kaninchenköttel fressendes Fellknäul wirst noch zu spüren bekommen mit wem du dich angelegt hast! Sprenkelohr landete nun auch mit einem Satz auf der Mauer und die beiden Katzen ließen sich in ein gekonntes Kauern fallen, fast als ob sie sich an Beute anschleichen würden. Einige Sekunden vergingen, doch der Kater hatte sie noch immer nicht bemerkt. Schattenherz spannte die Muskeln an. Mit einem knappen Nicken gab sie Sprenkelohr den Befehl loszulegen. Einmal holte die schwarze Kätzin noch Luft dann sprang sie mit einem Kampfschrei auf das Zweibernerkätzchen zu. Dieses fuhr mit einem Quiken in die Höhe und versuchte wegzurennen, doch Sprenkelohr war bereits zur Stelle. Er packte den Kater beim Nackenfell und schüttelte ihn kräftig durch, bis er ihn mit einem Stoß in die Richtung wo Goldflamme lauerte laufen ließ. Gut so! So läuft er den anderen direckt vor die Pfoten Schattenherz fauchte das davonrasende Kätzchen noch ein letztes mal an, dann trottete sie langsam ans Ende der Mauer um zu beobachten was weiter geschah. Sie hatte ihren Teil für sich erledigt. Die Kätzin ringelte den Schwanz um die Pfoten und schaute belustigt zu, wie der verängstigte Fellball genau auf das vereinbarte Versteck zulief. Jetzt wir gleich Goldflamme auftauchen... und dem Eindringling eine Lehre erteilen... Doch nichts passierte. Verwundert schüttelte Schattenherz den Kopf. Wieso ließ die Anführerin der Patroullie den Eindringling einfach so entkommen?
    Plötzlich ertönte Goldflammes Stimme, von weit hinten und voller Angst an ihr Ohr: "Ein Hund! EIN HUND!"

    5
    Schattenherzs Gedanken rasten. Ein Hund! Sie musste ihren Clankameraden zur Hilfe kommen! Die Kätzin sprang von nder Mauer und rannte los, so schnell sie konnte, doch Goldflammes und Wirbelflugs Stimmen drangen immer schriller an ihr Ohr. Beim SternenClan! Was wenn es schon zu spät ist? Schattenherz Beine flogen über den Asfalt. Sie musste sich beeilen. Lange würden ihre Kameraden nicht mehr ohne Hilfe auskommen. Schon von etwas näher hörte sie endlich das grauenvolle Bellen eines riesigen Hundes. Aber woher kommt es? Von links oder von rechts? Die Kätzin wusste es nicht! Aber was sollte sie jetzt machen? Schattenherz drehte sich um, um Sprenkelohr zu fragen, aber dieser war nicht da! Oh nein! Ich habe mich verlaufen, weil ich mich zusehr auf das Rennen konzentriert habe! Und ich habe Sprenkelohr verloren! Aber ohne ihn werde ich womöglich nie mehr zurückfinden! Sie blickte sich verzweifelt um. Doch überall um sie herum waren nur Donnerwege und Zweibeinerbaue, von denen einem dem anderen glich. Außerdem... Was ist mit Goldflamme und dem Rest? Werden sie jetzt sterben? Bei dieser Vorstellung durchfuhr Schattenherz ein gewaltiger Schauer. Nein, sie durfte jetzt nicht aufgeben! Entschlossen lief sie die Gasse zurück, von der sie vermutete gekommen zu sein. Vielleicht war es ja noch nicht zu spät. Aber ich höre kein einzges Geräusch mehr... Was hat das nur zu bedeuten? Doch sosehr die Kätzin auch lauschte, vernahm sie nichts außer dem Rauschen des Windes und des Brummen eines Monsters. Niedergeschlagen trottete sie weiter. Die hohen Baue wichen nun einer großen Wiese, auf der einige Zweibeinerjungen ein komisches rundes etwas hin und herkickten. Schattenherz schüttelte den Kopf. Nein, hier war sie nicht vorbeigekommen. Sie drehte sich um, setzte eine Pfote auf den nahen Donnerweg und schlich mit hängenden Schultern über den Hartstein. Würde sie etwa nie zurückfinden? Plötzlich wurde die Kätzin von einem dumpfen Brummen aus ihren Gedanken gerissen. Ein Monster! Doch gerade als Schattenherz zur Seite sprigen wollte, hatte sie das Ungetüm schon erfasst. Die Kätzin wurde in einer Staubwolke durch die Luft gewirbelt. SternenClan womit habe ich das verdient? Schattenherz prallte hart auf dem Boden auf. Sie bekam gerade noch mit, wie das Monster davonfuhr, dann wurde ihr schwarz vor Augen.

    Schattenherz schlug die Augen auf und fand sich am Mondsee wieder. Wie bin ich hierhergekommen? Bin ich tot? "Du bist nicht tot, meine Liebe", antwortete eine sanfte Stimme neben ihr, fast als ob sie ihre Gedanken erraten hätte. "Mama?" Die schwarze Kätzin fuhr herum und fand sich einer silbernen Katze gegenüber, an deren Pfoten Sternenlicht funkelte. "Mama! Aber du, du bist doch tot!" "Ja, meine Liebe", antwortete die Sternenkätzin. "Du träumst!" "Ich, ich, ich träume? Aber was hat das ganze hier zu bedeuten?" Schattenherz blickte ihrer Mutter unsicher in die Augen, in denen ein funken Trauer aufblitzte. Die Sternenkätzin erhob die Stimme: "Finstere Zeiten stehen für dich bevor, bei denen dir auch der SternenClan nicht helfen kann. Du musst deine Entscheidungen alleine treffen! Aber hüte dich, Schattenherz! Es gibt eine Bedrohung. In deinen Pfoten liegt das Schicksal unseres Clans. Dir ist ein schwieriger Pfad voraus bestimmt..." "Aber Mama!" Schattenherz spang auf. "Was hat das alles zu bedeuten?" Doch die Sternenkätzin verblasste bereits. Nur noch ihre Stimme klang leise durch den aufwallenden Nebel: "Pass auf dich, auf Schattenherz! Pass auf!"

    6
    "Schattenherz, pass auf!" Ein Schrei gellte an das Ohr der Kätzin. Sofort war sie auf den Pfoten und fand sich neben dem Donnerweg im Zweibeinerort wieder. "Schattenherz, NEIN!" Wieder ertönte der Ruf einer Katze, aber diesmal erkannte Schattenherz die Stimme. Aber... das ist ja Goldflamme! Sie ist unversehr, ich sehe es! Ein Glück! Doch... warum ruft sie nur meinen Namen?
    Kaum ein Moment war vergangen, als die Kätzin die Antwort schon bekam. Zuerst hörte sie nur das laute Trappeln seiner Pfoten auf dem Hartstein, dann das Keuchen seines stinkenden Atems direkt an ihrem Ohr. Langsam drehte Schattenherz sich um. Und da stand er vor ihr, die Schnauze kaum eine Fuchsschwanzlänge von ihrer eigenen entfernt - der Hund! Er war ein wahres Monster, fast dreimal so groß wie sie selbst. Seine Lefzen hatte er zu einer bedrohlichen Grimasse zurückgezogen und aus seinem Maul tropfte erwartungsvoll schäumender Sabber. Der Hund wollte nur eins - Katzenblut! Zitternd wich Schattenherz nach hinten, in Richtung Wiese. Gegen so ein großes Tier konnte sie unmöglich ankommen! Sie warf noch einen letzten, Angsterfüllten Blick über die Schulter. Oh nein! Die anderen sind viel zu weit weg um mir zur Hilfe zu kommen! Also muss ich kämpfen - allein! Die Kätzin fuhr die Krallen aus, bereit, den ersten Schlag zu machen. Doch als sie die Pfote hob, bohrte sich der Schmerz wie ein spitzer Dorn in sie. Achje… der Zusammenstoß mit dem Monster scheint noch Nachwirkungen zu haben… jetzt habe ich nur noch eine Möglichkeit… fliehen! Schattenherz drehte sich blitzschnell um und jagte davon, den Hund dicht auf den Fersen. Doch sosehr sie sich auch beeilte, sie schaffte es nicht ihren Verfolger abzuhängen. Ich muss schneller werden… aber ich kann nicht mehr! Die Kätzin fiel immer mehr zurück. Hinter sich hörte sie schon das freudige Schnappen der Kiefer des Hundes. Wenn ich doch bloß so schnell rennen könnte wie eine WindClan Katze! Dann wäre ich schon längst über alle Berge! Der Hund kam immer näher. Sein lautes Bellen übertönte alle anderen Geräusche. Aber mich kriegst du nicht als Mittagessen! Niemals! Schattenherz gab noch einmal alles was sie konnte. Ihre Pfoten flogen nur so über den Hartstein. Von wilder Entschlossenheit gepackt raste sie weiter, weiter und weiter. Da vorne ist ein Graben! Ich kann mit knapper Not darüber springen, der Hund aber nicht… vielleicht hänge ich ihn so ab… Die Kriegerin spannte alle Muskeln an, bereit zum Sprung. Sie musste das jetzt schaffen! Schattenherz wollte sich gerade abstoßen, als der Hund plötzlich angeschossen kam. Wut funkelte in seinen gierigen Augen, als er seine Beute vor dem Abgrund stehen sah. Jetzt muss ich es wagen! Die Kätzin warf einen letzten Blick hinter sich, dann sprang sie ab. Doch der Hund war schneller. Mitten in der Luft packte er einen ihrer Hinterläufe und hielt sie fest. Ein gewaltiger Schmerz durchzuckte Schattenherz, als sich die Zähne des Hundes in ihr Fleisch bohrten. Das ist mein Ende! Auf einmal begann der Hund zu winseln und umklammerte das Bein der Kätzin noch fester. Oh nein! Der Hund verliert den Halt! Jetzt werden wir beide in den Abgrund fallen! Der Hund stieß noch einen letzten fiependen Laut aus, dann rutschten seine Pfoten ab. Er ließ Schattenherz los und versuchte vergeblich, noch irgendwo Halt zu finden. In einer Welle aus Schutt und Erde rutschten die beiden Tiere in den Abgrund. Schattenherz stieß ein hohes kreischen aus, als sie auf dem Grund aufprallte. Sogleich wurde sie von Staub überschüttet. Mühsam kämpfte sie sich an die Oberfläche zurück und betrachtete ihren Hinterlauf. Neben den tiefen Bisswunden stand er nun auch noch in einem merkwürdigen Winkel ab. Ein Glück dass ich den Sturz überlebt habe, wenn auch mein Bein gebrochen zu sein scheint. Aber was wenn die anderen mich nicht finden? Muss ich dann hier unten verhungern? Die Kätzin stieß einen hohen Klagelaut aus. „Hallo? Hört mich den keiner? Ich sitze hier unten fest! Hallo? Hilfe! HILFE!“

    7
    Die Sonne war schon fast untergegangen, als Schattenherz auf Goldflamme und Wirbelflug gestützt in den Kiefernwald zurück trottete. Kaum ein Laut war zu hören außer dem leisen Pfeifen des Windes durch die Baumwipfel. „Wie geht es deinem Bein, Schattenherz?“ Sprenkelohr war von hinten aufgerutscht. Er betrachtete die junge Kriegerin mitleidig. „Es geht besser“, antwortete Schattenherz mit zusammengebissenen Zähnen. „Gleich sind wir im Lager, dort wird sich Holunderfleck um mich kümmern“ Bei diesem Gedanken schöpfte die Kätzin neue Hoffnung. Ihr lief ein Schauer über den Rücken als sie daran dachte, nach wie vor in dem dunklen Loch festzusitzen. Schattenherz erinnerte sich nicht mehr genau was passiert war, sie meinte nur noch gemerkt zu haben, wie eine Katze in den Graben zu ihr hinuntergeklettert war und sie beim Nackenfell gepackt hatte, dann war ihr schwarz vor Augen geworden. Einige Zeit später hatten die anderen Katzen ihrer Patrouille sie vor einem großen Zweibeinerbau liegen sehen und nun war sie hier. Aber ich frage mich wer wohl die Katze war die mich gerettet hat. Aus einem der Clans war sie nicht, soviel ist klar. Aber wie ein Hauskätzchen gerochen hatte sie auch nicht. Warum musste sie nur so schnell verschwinden nachdem sie mich aus dem Loch gezogen hatte? Schattenherz hatte keine Zeit mehr darüber nachzudenken, denn der Trupp näherte sich bereits dem Lager. Schon von nahem konnte sie die fröhlichen Stimmen ihrer Clangenossen hören. Da ist Moosstreif… er redet mit Zedernfuß über die Jagt… sie scheint gut gelaufen zu sein laut dem Tonfall ihrer Stimmen… und das muss Silberblatt sein, die ihren Jungen eine Geschichte erzählt… Aber die Katzen werden alle nicht mehr so fröhlich sein wenn sie unsere Geschichte hören! Plötzlich durchschoss ein gewaltiger Schmerz Schattenherz Hinterlauf. Als sie an sich hinunterblickte sah sie, dass sie sich in einer Dornenranke verfangen hatte. Mäusedreck! Das tut weh! Warum musste ich auch so dumm sein nicht auf den Boden zu achten? Und dass auch noch obwohl ich eh schon verletzt bin… Aber wie komme ich hier wieder los? Schattenherz rüttelte so fest sie konnte, doch die Dornen stachen ihr nur noch fester in die Haut. Es ist fast wie in meinem Leben… Ich komme einfach nicht los von Glutkralle… Fast als ob sie ihn gerufen hätte, tauchte plötzlich Glutkralle auf. Als er Goldflammes Patrouille dabei versuchen sah, Schattenherz zu befreien, zuckte er nur kaum merklich mit dem Schwanz und bedeutete seiner Patrouille weiterzugehen, bis Goldflamme ihn wütend zurückrief. „Was denkst du dir nur dabei deine Gefährtin hier allein zu lassen!“, schalt sie ihn. „Jetzt komm und helf gefälligst!“ Glutkralle warf Schattenherz einen verärgerten Blick zu, begann dann aber einige Ranken von ihren Pfoten zu lockern. Dabei drängte er sich nah an sie heran und flüsterte ihr ins Ohr: „Nur wegen dir muss ich mir jetzt die Pfoten dreckig machen. Denk daran, irgendwann werde ich mal Anführer sein… Wenn du dann noch mal so etwas Dummes machst wirst du dafür bezahlen, verstanden?“ Schattenherz stand wie erstarrt da. Der Kater vor ihr war nicht mehr der freundliche, ehrgeizige und witzige Glutpfote den sie gekannt hatte. Nein, mit Glutkralle hatte er sich in ein Monster verwandelt, ein brutales, machtgieriges Monster was nur sich selbst im Kopf hat! Das ist nicht mehr mein Gefährte, niemals! Aber was will er dann? Mich sicher nicht! Ich bin nur ein Spielzeug für ihn, ein Spielzeug, das ihm zur Macht behilft und das alles für ihn tut. Aber das will ich nicht sein! Auf keinen Fall werde ich zu dir stehen, Glutkralle! Ich werde dich hindern deine finsteren Pläne zu verwirklichen! Schattenherz Angst hatte sich in Wut verwandelt. Sie hätte dem Fuchsherz vor ihr am liebsten die Krallen über die Schnauze gefahren, aber die steckten leider fest. Aber irgendwann… irgendwann wird es dir Leid tun mich so behandelt zu haben!

    8
    "Schattenherz!" Eine Pfote stupste die junge Kriegerin sanft an. "Schattenherz, wach auf! Es ist schon fast Sonnenhoch!" Blinzeln öffnete die Kätzin die Augen. Fahles Sonnenlicht sickerte durch die Farnwedel hinein in den schattigen Bau. Das ist nicht der Krigerbau! Wo bin ich? Und warum bin ich so müde? Einen Moment später viel es ihr wie Schuppen von den Augen. Sie war im Heilerbau! Und mit einem Schlag durchfuhren Schattenherz auch wieder die Erinnerungen des letzten Tages. Der Zweibeinerort, die vielen beängstigenden Donnerwege, der schreckliche Hund! Die Kätzin meinte noch immer sein gieriges Bellen hinter sich zu hören. Ein Glück das ich wieder hier im Lager bin! Schattenherz räkelte sich und streckte ihre Pfote aus dem Nest. Doch bei dem Versuch, aufrecht zu stehen, verlor sie sofort das Gleichgewicht und purzelte zurück in ihr Nest. Mäusedreck... das hatte ich ja ganz vergessen! Die Kätzin knurrte frustriert. Bei dem Veruch, dem Hund zu entkommen, war sie in ein Loch gefallen und hatte sich dummerweise das Bein gebrochen. Bei der Erinnerung lief Schattenherz ein kalter Schauer über den Rücken. Wäre sie nicht gerettet worden säße sie vielleicht immer noch in dem dunklen Graben fest. Aber wer hat mich eigentlich gerettet? Ich würde ihn oder sie gerne mal kennen lernen... In Gedanken versunken starrte die junge Kriegerinzum Ausgang des Baus. Sie nahm kaum war, das sich die Heilerin Holunderfleck zu ihr gesellt hatte. Ich kann nicht laufen, geschweige denn überhaupt normal stehen! Was soll ich jetzt nur machen? Meine Lage ist aber auch einfach zu blöd! Schattenherz zerrupfte wütend das Moos am Rand ihres Lagers. "Das wird schon wieder werden", murmelte Holunderfleck ihr zu, fast, als könnte sie Gedanken lesen. "Du musst dich nur gedulden!" "Ich will aber nicht warten! Der Clan braucht mich!", fauchte Schattenherz die Heilerin an. Aber als sie in sich hineinhorchte, wusste sie, das dies nicht der eigentliche Grund war, warum sie dem nach Kräutern müffelndem Heilerbau entfliehen wollte. Es ist Glutkralle! Er macht mir Angst! Die Kätzin war sich sicher, Glutkralle würde sie unangenehm daran errinern, das sie für einige Sonnenaufgänge auf ihn und den Clan angewiesen war, während sie selbst nichts beisteuern konnte. Aber warum? Warum musst du so sein, Glutkralle? Erschöpft schob Schattenherz die Schnauze unter die Pfoten, während ihr Holunderfleck die Hinterläufe massierte. Sie wäre fast eingenickt, als sie plötzlich von einem Geräusch aufgeschreckt wurde. Da näherte sich eine Katze! Großer SternenClan, bitte lass es nicht Glutkralle sein! Der Kätzin wurde flau im Magen bei dem Gedanken. Unwillkührlich stellte sich ihr Fell in einer Mischung aus Angst und Nervosität auf. Mit schreckgeweiteten Augen starrte sie auf den Eingang des Baus. Bitte nicht! Die Pfotenschritte wurden immer lauter. Schattenherz hielt die Luft an als sich die Katze durch die Farnwedel quetschte. Dort stand er, sein Umriss zeichnete sich schattenhaft im Licht ab - doch er sein Fell war nicht etwa blutrot wie jenes von Glutkralle, nein, es war weiß mit einem mattem Hauch von Silber! Es war Schneeschweif!

    9
    ...

article
1494508097
Die Geschichte von Schattenherz
Die Geschichte von Schattenherz
Hier erfahrt ihr das traurige Schicksal von Schattenherz, einer mutigen Kriegerin des (zukünftigen) SchattenClans... Glutkralle warf Schattenherz einen vernichtenden Blick zu, begann dann aber einige Ranken von ihren Pfoten zu lockern. Dabei drängte...
http://www.testedich.de/quiz48/quiz/1494508097/Die-Geschichte-von-Schattenherz
http://www.testedich.de/quiz48/picture/pic_1494508097_1.jpg
2017-05-11
406A
Warrior Cats

Kommentare (22)

autorenew

Sanftwolke (47810)
vor 25 Tagen
Wann geht es endlich weiter deine Geschichte ist sooooo cool
LG
Sanftwolke
Sonnenfell (91646)
vor 42 Tagen
Danki 😊❤
Drachenhauch & Co ( von: FlyingPanda)
vor 49 Tagen
Hallo. :D Ich liebe deine Geschichte noch immer und hoffe sehr, dass es schnell weitergeht. ^-^ Liebe Grüße Drachi
Sonnenfell (91646)
vor 51 Tagen
Danke❤
Und ganz ehrlich vielleicht ist es auch so gut gewesen weil es Teils eine wahre Geschichte ist...
Leatrice ( von: Leo ♥♥&heart♥)
vor 57 Tagen
Hey,

Ich finde deinen Schreibstil sehr schön. Du vermittelst mit deinen Kapiteln etwas, was es für mich so wirken lässt, als wäre ich selber dabei gewesen. Als hätte ich diese Geschichte miterlebt, und das ein Grund, warum du weiterschreiben solltest.

Bis zur letzten Entscheidung,

Leatrice.
Sonnenfell (00789)
vor 85 Tagen
Danke❤
Grace ( von: Grace)
vor 88 Tagen
Super Kapitel. Mach weiter so Sonnenfell!
Sonnenfell ( von: Sonnenfell)
vor 99 Tagen
Und wieder ein neues Kapitel fertig! Sorry das es so lange gedauert hat!
Sonnenfell (18295)
vor 113 Tagen
Danke! Oh... Ich sehe gerade dass du auch Schattenherz heißt... Ist es ok das ich den Namen verwende?
Schattenherz (95147)
vor 115 Tagen
Das ist so spannt.Ich frag mich wie es weiter geht.🐈🐈🐱🐱
Goldjunges ( von: Grace)
vor 117 Tagen
Ok dann bin ich msl gespannt.
Sonnenfell (00789)
vor 117 Tagen
Danke! Du bist so lieb! Und ich verrate was: Ich bring noch sehr viele Katzen da um...
Baumpelz ( von: Grace)
vor 117 Tagen
Dein neues Kapitel ist toll. Du hast das Gefühl in mir gewäckt das ich eine Katze, ich sag jetzt nicht welche, umbringen will.
Baumpelz ( von: Grace)
vor 123 Tagen
Voll gut geworden. Schreib unbedingt weiter.
Sonnenfell (00789)
vor 124 Tagen
Tatatata! Das neue Kapitel ist da! Wie findet ihr es?
Sonnenfell (00789)
vor 125 Tagen
Danke, danke, danke! Ich weiß schon wie es weiter geht und werde mich so bald wie möglich bemühen es aufzuschreiben!
Lg Sonni
Drachenhauch & Co ( von: FlyingPanda)
vor 126 Tagen
Echt gut geworden. :D
Drachenhauch & Co ( von: FlyingPanda)
vor 127 Tagen
Hallöchen. :D Die FF ist wirklich sehr gut. Ich hoffe, es geht bald weiter. LG Drachi
Sonnenfell (00789)
vor 129 Tagen
Oh danke! Versuch morgen weiter zu schreiben!
Krallenschwung (02304)
vor 129 Tagen
Ich mag deine Fanfiktion's!Ich freue mich schon wenn es weiter geht!
LG:Krallenschwung
(PS:ICH BIN KEIN JUNGE!!!!)