Springe zu den Kommentaren

Sieben Worte für ein Wunder-Der schlimmste Regen meines Lebens

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 791 Wörter - Erstellt von: Eisblatt - Aktualisiert am: 2017-04-24 - Entwickelt am: - 148 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Mein Beitrag zu Torden!'s Schreibwettbewerb im April 2017.

Der Link zum Original:
http://www.testedich.de/quiz44/quiz/1475077173/Sieben-Worte-fuer-ein-Wunder-Ein-Schreibwettbewerb

    1
    Ich hoffe die Geschichte gefällt euch!^^

    Die Wörter:
    Bild
    Rückfahrt
    Lippe
    Streifen
    erkennen
    starren
    steif

    Sie sind rot markiert!

    2
    Es passierte wie in Zeitlupe.
    Ich saß steif auf der Rückbank des Autos und konnte nichts tun als zuschauen.
    Meine große Schwester und ich hatten, nichts ahnend, die Rückfahrt vom Konzert nach Hause begonnen, als es zu regnen begann.
    Wir fuhren auf der Autobahn. Es goss in Strömen und der Scheibenwischer zischte über die Windschutzscheibe.
    Und dann passierte es: Aquaplaning. Die Autoreifen griffen nicht mehr.
    Meine Schwester drehte panisch das Lenkrad hin und her, doch es half nichts.
    Dann fuhr ein dunkelblaues Auto ganz dicht an uns heran und blinkte, um zu überholen. Und in diesem Augenblick berührten die Reifen wieder. Durch das ständige Herumdrehen des Lenkrads sauste unser Auto nach links. Genau auf den überholenden Wagen zu. Meine Schwester drehte hektisch das Lenkrad in die entgegengesetzte Richtung, doch es war zu spät.
    Wir krachten mit voller Kraft in das andere Auto hinein. Das andere Auto hatte ebenfalls Vollgas drauf. Durch die Wucht des Aufpralls rutschte unser roter Kombi aus und flog durch die Luft.
    Ich kreischte auf. Angestrengt starrte ich auf die Rückenlehne vom Beifahrersitz, auf dem ein signiertes Bild meiner Lieblingssängerin lag.
    Unser Auto schoss über das Absperrungsgeländer der Autobahn und überschlug sich. Ich schrie, meine Schwester konnte sich inzwischen nicht mehr bewegen vor Schock. Das Bild wirbelte durch die Luft. Von draußen konnte ich auch die Schreie der anderen Leute auf der Autobahn hören.
    Ein Buch von mir, das auf meinem Schoß gelegen hatte, flog mir ins Gesicht.

    Dann machte es Rums!, und das Auto landete auf der Seite auf einem Parkplatz.
    Mein Kopf knallte gegen die Fensterscheibe. Benommen blickte ich hoch.
    Die Autotür war kaputt. Ich zitterte am ganzen Körper. Trotzdem stieg ich aus, denn meine Schwester lag dort.
    Vorsichtig trat ich zu ihr. Sie hatte eine Schramme im Gesicht und zitterte wie Espenlaub. Aus der Ferne ertönte das Tatütata eines Streifenwagens.
    Ich beugte mich über meine Schwester und sah ihr ins Gesicht. Ihre Augen flackerten unsicher. Dann drehte ich mich zu unserem Auto um. Es war nicht wiederzuerkennen: Der Lack war übersät mit Kratzern und die Tür war Schrott.
    Was hatte ich eigentlich für Wunden? Mein Gesicht brannte und mein linkes Handgelenk konnte ich nicht bewegen. Ich ging zum Rückspiegel, um mein Gesicht anschauen zu können. Meine Lippe blutete und ich hatte Kratzer auf Stirn und Wange. Dann schob ich den linken Pullover-Ärmel hoch. Mein Handgelenk war dick angeschwollen. Egal, was für eine Verletzung ich mir da zugezogen hatte, benutzen konnte ich meine Hand jetzt wohl nicht.
    Laute Rufe ließen mich herumfahren. Ärzte und Polizisten stürmten auf meine Schwester und mich zu. Auch Leute von der Autobahn stürmten auf uns zu.
    Die Polizeibeamten redeten ernst mit einem Mann. Vermutlich war es der, gegen den wir gekracht waren.
    Ich setzte mich auf den Boden, meine Beine konnten auf einmal nicht mehr. Ein paar nette Arzthelferinnen kamen zu mir, zogen mich auf die Beine und setzten mich in einen der beiden Krankenwägen, in dem ich untersucht wurde. Mein Handgelenk war höchstwahrscheinlich gebrochen, meinten sie, ansonsten hätte ich zum Glück nur leichte Verletzungen davongetragen.
    Die Ärztinnen gingen wieder und jetzt, wo ich so allein dasaß, begann ich leise zu weinen. Wir waren doch nur auf dem Rückweg eines Konzertes gewesen…warum hatte dies alles jetzt mit einem Unfall geendet?
    Ich blickte auf meine Schwester, die auf einer Liege in den Krankenwagen befördert wurde.
    Was auch passieren würde, eins stand nun für mich ein für alle Mal fest: Ich würde nie wieder in ein Auto einsteigen.

Kommentare (1)

autorenew

laura (05447)
vor 108 Tagen
ich hasse regen vor alem wenn ich nass werde