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L-Lovestory!

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1 Kapitel - 2.035 Wörter - Erstellt von: Zoé Way - Aktualisiert am: 2017-04-21 - Entwickelt am: - 186 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Dein Steckbrief:

    Name: Diana Wammy
    Eltern: Gerard und Lindsey Wammy (Sorry an alle MCR-Fans!)
    Alter: 17
    Aussehen: lange, braune Haare, grüne Augen, schlank, 1.69m groß



    L‘s Sicht

    Das dumpfe vibrieren meines Handys in meiner Hosentasche weckte mich. Erschrocken fuhr ich hoch. Watari rief an? Gerade jetzt wo ich ein bisschen Schlaf bekommen hatte...gähnend tippte ich auf die Taste zum Annehmen des Anrufs. „Ja?“gähnte ich. „Oh, habe ich sie geweckt?“, fragte Watari entschuldigend. Als Antwort gähnte ich noch einmal demonstrativ. Eigentlich war ich bereits wieder hellwach, doch ich spielte manchmal gerne mit Menschen...Watari entschuldigte sich auch sogleich noch einmal umständlich, bevor er endlich zur Sache kam. „Ich weiß es wird ihnen nicht gefallen...aber...nun ja, die mein Sohn ist mit seiner Frau gestern bei einem Autounfall ums Leben gekommen...“ Das überraschte mich nun wirklich. Mir war gar nicht bewusst gewesen, dass Watari überhaupt Familie gehabt hatte. „Ähhmm, das tut mir sehr leid“, bekundete ich mein Beileid, aber Watari war noch nicht fertig: „Sie haben mir eine Enkelin hinterlassen.“, erklärte er und wartete anscheinend auf meine Antwort. Ich runzelte verwirrt die Stirn. Was hatte das mit mir zu tun? Watari half mir auf die Sprünge: „sie muss irgendwo wohnen, denn sie ist erst 16 und damit noch nicht volljährig...es wäre auch nicht für lange...nur bis ich eine dauerhafte Bleibe für sie gefunden habe.“ jetzt dämmerte es mir, worauf Watari hinauswollte. Ich stöhnte. Noch eine überflüssige Person in der Nähe, die meine Ermittlungen behindert...aber wieso nicht. Ich war gespannt.

    Deine Sicht

    „Mommy? Dad?“ Wieder dieses Gefühl von Leere, als du realisierst, dass sie weg sind...einfach weg, von einem Tag auf den anderen...du stehst auf, tappst über den kalten Fliesenboden zu deinem Koffer, den du aus England mitgenommen hast, als du nach Japan geflogen bist. Nachdem du dich angezogen hast, schaust du aus dem Fenster des kleinen Hotels...es ist noch dunkel draußen. Heute wird dich dein Opa Watari, den du kaum kennst, abholen, um dich zu irgendwelchen Leuten zu bringen die du noch schlechter kennst. Von denen du die Sprache wahrscheinlich nicht mal verstehst. Ängstlich blickst du aus dem Fenster. Man kann fast nichts erkennen, außer vereinzelter Straßenlaternen, die vergebens versuchen ein bisschen Licht in die Landschaft zu bringen. Du gehst wieder zu deinem Bett und lässt dich rückwärts fallen, die weichen Kissen bremsen deinen Fall. Du starrst die Decke an, während eine Träne über deine Wange rollt. Du versuchst wieder einzuschlafen, doch die Angst vor neuen Alpträumen hält dich davon ab. Nach einer Weile stehst du wieder auf, wischst die Tränen weg und schaust in den Spiegel. Deine braunen, hüftlangen Haare fallen dir wie immer ungebändigt ins Gesicht. Dein hübsches, blasses Gesicht mit den grünen Katzenaugen, die dich voller Trauer anzustarren scheinen. Eine Sekunde lang überkommt dich eine Erinnerung daran, wie sie früher ausgesehen haben...sie haben gefunkelt vor Freude und Elan. Du schließt die Augen und schüttelst den Kopf. Du kannst es nicht mehr sehen...überall findest du Überreste deines alten Lebens, und das muss aufhören. Du gehst noch einmal zum Koffer und ziehst dich um. Du tauschst das fröhliche T-Shirt gegen ein My Chemical Romance Shirt, das noch aus deiner Emo Phase stammt...bei der Erinnerung an die Reaktion deiner Mutter auf deine Ankündigung ab sofort Emo zu sein musst du lächeln...und bist sofort wieder traurig. Die helle Jeans tauschst du gegen eine dunkelgraue mit Löchern und schminkst dich noch blasser als du ohnehin schon bist und deine Augen dunkel. Bei einem blick in den Spiegel musst du schmunzeln. Genau wie damals...jetzt bist du bereit. Bereit, dein altes Leben hinter dir zu lassen. Alles zu vergessen.

    L's Sicht

    Hmm...Watari sollte jeden Moment kommen. Beunruhigt machte ich mich daran einen Muffin zu essen...und noch einen…und noch einen...und noch einen...als ich gerade bei Muffin Nummer sechs angekommen war, ging die Tür auf. Ein Mädchen, höchstwahrscheinlich Wataris Enkelin, kam herein und sah dabei aus, als würde sie am liebsten sofort wieder wegrennen. Mir fiel auf, dass sie sehr hübsch war...langes, perfektes braunes Haar, das ihr bis auf die Hüften fiel und ein totenblasses, feingeschnittenes Gesicht mit wunderschönen Augen. Aber eigentlich interessierte mich nur die Tasche in ihren Händen, dessen Inhalt verdächtig einer Kuchenbox ähnelte. Ich legte den Kopf schief und starrte sie interessiert an. Sie schaute zurück, auf einmal überhaupt nicht mehr schüchtern sondern eher neugierig. Das war ungewohnt und irritiert mich, sonst wurden Leute von meinem Äußeren und meiner Art eher abgestoßen „du bist also Ryuzaki. Mein Name ist Diana. Freut mich.“ Sie machte einen Schritt auf mich zu und reichte mir die Hand. Unbeholfen schüttelte ich sie und legte meine Hand dann wieder auf mein Knie. Mir fiel auf, dass sie nervös an ihren Haaren herumspielte, also war sie doch nicht so ruhig wie sie tat. Jetzt wandte sie sich Light zu, der sie freundlich anlächelte und mit einem höflichen Nicken begrüßte. „ich bin Light, ich arbeite hier ein bisschen mit“, stellte er sich vor. Sie nickte, auf einmal wieder schüchtern. Wie schnell sie ihren Charakter wechselte! Ich wusste echt nicht was ich von ihr halten sollte. Jetzt holte sie die Box aus der Tasche, die tatsächlich Kuchen enthielt. Schokokuchen…ich glaube ich habe in dem Moment wirklich ein bisschen gesabbert. Aber wenn dem wirklich so war, hatte sie nichts gemerkt oder sie ignorierte es .„Opa hat gemeint, irgendwer hier mag Kuchen sehr gerne, da habe ich zuhause noch welchen gebacken.“ mir fiel auf, das sie ihre alte Wohnung immer noch als zuhause bezeichnete, obwohl sie wahrscheinlich nie wieder dorthin zurückkehren würde. Irgendwie tat sie mir leid. Wie munterte man jemanden auf, der gerade erst seine Eltern verloren hatte? Mit Menschen konnte ich sowieso nicht so gut umgehen...Ich beschloss, ihr ihr Zimmer persönlich zu zeigen, also stand ich auf und bedeutete ihr mitzukommen. Natürlich hatte ich dabei mal wieder die Handschellen vergessen, die Light und mich aneinander fesselten, und so fiel Light fast rückwärts vom Stuhl. Sie lachte kurz auf, es war ein schönes lachen, aber kurz darauf war es schon wieder verklungen. Ich fragte Light ob alles okay sei und dann gingen wir zusammen zu ihrem Zimmer. Sie fragte mich nach unserer Arbeit hier aus und ich beantworte ihr alles, was sie wissen durfte und das war leider nicht viel. Als wir da waren schloss ich die Tür auf und überließ ihr den Schlüssel, dann ließen Light und ich sie alleine. Wieder in unserem Kontrollraum angekommen, schaltete ich erst einmal die Monitore an, die die Bilder der Überwachungskameras in ihrem Zimmer zeigten. Natürlich fiel Light schon zum zweiten Mal an diesem Tag fast vom Stuhl. „Ryuzaki! Du kannst doch keine Kameras in ihrem Zimmer installieren! Wir verdächtigen sie nicht einmal! Oder Misa hat doch Recht und die bist irgendwie pervers...“ Den letzten Satz schien er eher zu sich selbst zu sagen als zu mir. „Sicher ist sicher“, erklärte ich, „und das Badezimmer wird auch nicht aufgenommen und außerdem nimmt die Kamera auch nur auf wenn ich es will.“ „Genau das finde ich ja nicht gut...“, murmelte Light kopfschüttelnd, aber damit war das Thema erst einmal abgeschlossen. Ich konzentrierte mich auf meine Arbeit. Doch ab und zu huschten meine Augen zu den Bildern aus ihrem Zimmer. Diana lag mit geschlossenen Augen auf dem bereits bezogenen Doppelbett, hatte die Arme links und rechts von sich gestreckt und schien sonst nichts weiter Ersichtliches zu tun. Ihren Koffer hatte sie in eine Ecke gepfeffert, wo er umgekippt war und nun auf dem Boden lag. Gedankenverloren nahm ich mir ein Stück von ihrem Kuchen und aß. Der Kuchen war wirklich gut...bald war alles bis auf zwei Stücke weg, als Matsuda hereinkam. Er holte sich einen Stuhl, setzte sich neben mich und schnappte sich einen Kuchen. „Und, wie ist Wataris Enkelin so? Ist sie überhaupt schon da? Wie hieß sie denn noch einmal...“, fragte er mit vollem Mund, während er Kuchenkrümel auf meinem Tisch verteilte. „Diana. Und ja, sie ist schon da“, antwortete Light für mich und klaute sich das letzte Stück Kuchen. Ich schielte zum Monitor – und stutze. Sie war weg. Kurz darauf klopfte es an der Tür. Irgendwer murmelte ein ‚Herein‘ und Diana trat ein, auch wenn ihr dabei sichtlich unbehaglich zumute war. „Ähhhm...mir ist langweilig und da dachte ich, vielleicht kann ich ja irgendwie helfen...“ Matsuda mampfte immer noch. „Du könntest noch mehr Kuchen machen . Hi übrigens, ich bin Matsuda.“ Er stand auf und schüttelte ihre Hand. „Ich habe sowieso keinen ersichtlichen Nutzen hier, lassen wir die beiden Supergenies mal arbeiten...kannst du Schach spielen?“ Er holte ein Schachbrett und Figuren aus woweißichwoher und baute das Spielfeld auf. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht und sie sah sichtlich erleichtert aus, dass sich doch jemand mit ihr beschäftigte. „Ja...“, sagte sie lächelnd, „Ich kann sogar relativ gut Schach spielen.“

    Deine Sicht:

    Du baust die schwarzen Figuren auf, eine nach der anderen, Bauer um Bauer, dann der Turm, die Pferde, der Läufer, der König…genauso wie es dein Vater dir beigebracht hat. Du magst Schach, aber es war nun mal dein Vater der es dir beigebracht hat und das stimmt dich traurig. Mit der letzten Figur, dem zweiten Turm, stellst du die Erinnerungen ab und konzentrierst dich auf das Spiel. Matsuda ist nicht wirklich ein Gegner für dich und während du Runde um Runde gewinnst und dabei die ganze Zeit Matsudas Geplapper anhörst, denkst du über dein jetziges Leben nach. Alle hier scheinen Englisch zu sprechen, mehr oder weniger gut, und alle wirken ganz nett auf dich. Diese ganze Sache mit Kira interessiert dich wirklich brennend.
    Du baust schon wieder alles für eine neue Runde auf, als du bemerkst, dass Ryuzaki aufsteht und auf euch zukommt. „Darf ich auch mal gegen sie spielen?“, fragt er anscheinend Matsuda, schaut aber dabei die ganze Zeit dich an. Ihr nickt beide, und er baut die weißen Figuren auf. Seine komische Sitzhaltung fällt ziemlich auf, so wie ungefähr alles an ihm. Aber auch du sitzt im Schneidersitz da und bist nicht gerade das, was man als unauffällig bezeichnen würde. Du fängst so an wie immer, zuerst den Springer...und dann läuft nichts mehr so wie geplant. Er spielt wahnsinnig gut Schach, scheint alle deine Züge vorauszusehen und reagiert entsprechend, bis du in der Defensive bist. Verbissen verteidigst du, bis es Unentschieden steht, weil bei euch beiden nur noch der König übrig ist. „Gutes Spiel...“, murmelst du verblüfft. Er lächelt. „du bist auch sehr gut“, bemerkt er. Einige Sekunden herrscht Schweigen zwischen euch, in denen ihr euch gegenseitig mustert, dann steht er auf und geht wieder an seinen Arbeitsplatz, Nachdenklich siehst du ihm nach. Er ist schon irgendwie süß...auf seine Art eben. Kopfschüttelnd machst du dich auf den Weg zu deinem Zimmer, denn es ist schon Abend und du hattest einen aufregenden Tag.


    Soooo, das war der 1. Teil meiner L-Loverstory, und ich weiß, war jetzt nicht wirklich viel Action, aber ich musste mich erst in die Handlung einfinden. Ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen und würde mich über Feedback freuen:)



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