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Liebe auf Umwegen Teil 2

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7 Kapitel - 11.526 Wörter - Erstellt von: BellaPotter - Aktualisiert am: 2017-04-12 - Entwickelt am: - 216 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Kapitel 6:
    Man lernt nie aus, vor allem nicht fürs Leben

    Heute stand erneut Geschichte auf dem Stundenplan. Professor Binns war gut gelaunt ins Klassenzimmer gekommen und fing sofort mit seinem ewigen Vortrag an. Diese war einer der Stunden, die ich ohne die anderen hatte. Ruth samt Freund, Wood und Harry hatten währenddessen Zaubertränke und ich saß hier. Ich hatte am Anfang des Jahres diesen extra Geschichtskurs gewählt, da Geschichte, wie schon erwähnt, eins meiner Lieblingsfächer war, aber vorwiegend, weil ich dadurch einer Zaubertrankstunde bei Snape entkommen konnte. In den letzten Wochen hatten wir einiges über Koboldaufstände und Riesenverfolgungen erfahren, doch heute erzählte uns Binns von den Anfängen der Zauberei in der Muggelwelt. In der unsrer Welt stritten sich die Gelehrten darüber, ob damals auch richtige Zauberer und Hexen, so wie wir unter diesen waren er erzählte uns von Liebestränken, von Liebeszauber und heraufbeschwören von Dämonen. Ich schlug auch heute wieder mein Buch auf, weil ich bei Binns Gebrabbel nichts verstehen konnte: Hexerei im Mittelalter. Ich hatte schon einiges darüber gehört, da ich vor allem die Zeit und die Umstände im Mittelalter an sich interessant fand. Heute waren anscheinend die Hexenverbrennungen an der Reihe. Dazu war in meinem Buch ein Flugblatt aus der damaligen Zeit mit der Verbrennung einer angeblichen Hexe, die 1531 mit dem Teufel die Stadt Schiltlach verbrannt haben soll, abgebildet.





















































    Ich las mir die Seite aufmerksam durch und ließ das Geplapper von Binns geduldig über mich ergehen. Da leitete er auch schon das Ende der Stunde ein und ich verließ schleunigst das Klassenzimmer, bevor er mich noch mit irgendwelchen Fragen löchern konnte, so wie das letzte Mal, als er wissen wollte, warum ich den Kurs genommen hatte und ich ihm meine Beweggründe lang und breit erklären musste. Er war zwar danach immer noch nicht ganz überzeugt, da er die Meinung vertrat, dass sich niemand außer ihm für Geschichte interessierte, aber das ließ ich dann mal so dahingestellt.

    Ich saß in der Bibliothek und schlug ein paar Dinge nach, die mir im Unterricht noch nicht ganz klar geworden waren.
    Doch ich konnte mich nicht konzentrieren, da meine Gedanken immer wieder abschweiften. Und nein, nicht zu meinem jetzigen Freund Wood, sondern blöderweise zu Harry. Irgendwie konnte ich ihn nicht vergessen. Ich liebte ihn wohl immer noch, doch was sollte ich denn tun. Ich glaubte kaum, dass er mich zurück wollte, nachdem ich ihn so im Stich gelassen hatte. Das mit Wood beschränkte sich wohl einzig allein auf das körperliche, was nicht heißen sollte, dass ich ihn nicht lieben würde. Ich liebte ihn schon, aber das war wohl eher freundschaftliches Gern haben als wirkliche, innige Liebe. Er war eine heiße Affäre, doch wohl kaum der Mann fürs Leben. Was sollte ich nur machen…wieso kam immer ich in solche verzwickten Situationen, wieso konnte ich nicht, wie Ruth einen Typen haben, den ich liebte und der mich liebte. Okay, einen anständigen Typen wollte ich schon und nicht gerade so einen schleimigen fiesen Wicht, wie Malfoy, aber der war wenigstens der Richtige für sie, jedenfalls meinte sie das. Ich grübelte schon den ganzen Tag und den ganzen Vormittag seit dem Aufstehen über dieses Thema. Ich wusste weder welcher Wochentag heute war, noch das genau Datum, so beschäftigt war ich damit, mir Gedanken über meine große Liebe zu machen. Beziehungsweise über meine sonstigen Liebschaften.
    Da stürzte plötzlich eine Eule im Sturzflug auf mich zu. Ich wich zurück und sie landete unsanft auf meiner Tischplatte. War sie tot! Ich wartete ab…aha, jetzt hob sie den Kopf. Na dann ist ja gut, sie lebte also noch. Erst jetzt bemerkte ich den Brief, oder besser gesagt, das kleine Papierröllchen Ich ging, wie in dem Zettel beschrieben hinaus auf den großen Platz vor Hogwarts.

    Dort hatten sich einige Schüler versammelt. Ich sah Theresa mit Neville, Sabrina und Elena, wie sie den Kopf aus dem Sand steckten. Ich sah Ruth und Draco, wie sie mich strahlend angrinsten. Ich lächelte glücklich zurück. Hagrid hatte sich in die letzten Reihen verzogen, da er sowieso immer rausstach und auch von hinten noch gut zu erkennen war. Außerdem musste ich ihn jetzt nicht unbedingt ansehen. Er zerstörte irgendwie das Bild, dass ich mir gerade bot..
    Hermine und Ron standen engumschlungen da und lachten uns zu.
    Auch Harry hatte sich wohl herbegeben, denn ich sah ihn, wie er lässig an der Säule lehnte und sich wohl fragte, was er hier tat.
    Plötzlich sah ich, wie Michael auf mich zurollte. Wie kam der denn hierher! Der ging doch nach Demischol, aber im Gegensatz zu ihrer geistlichen Beschränkung, war er dort, weil er körperlich eingeschränkt war. Das einzige was ihm wohl verwehrt war, war das Besenfliegen. Ich starrte ihn verwundert an. Ich sah mich um.
    Ich musterte die Menge verständnislos und schaute dann Michael fragend an.
    „Was soll das alles? Was machen die alle hier? Was wird das?“
    Michael lächelte mich an und zückte dann seinen Zauberstab.
    <Paparius>
    Ein Leuchten umgab die Spitze seines Zauberstabs und auf einmal entsprangen ihm lauter kleine Schmetterlinge, die hinauf in den Himmel flogen.
    Es war unbeschreiblich, plötzlich erschien alles um sie herum bunter und lebendiger.
    Ich konnte die kleinen Tierchen gar nicht alle zählen, es waren sicher an die Hunderte.
    Für einen kurzen Moment holte mich der spitze Schrei Theresas in die Realität zurück. Mein Gott was hat dir denn schon wieder?
    Ich blickte Theresa an, die jetzt umhersprang und versuchte die Schmetterlinge zu vertreiben.
    Es gelang ihr mehr schlecht als recht und ich fing an zu lachen. Es sah einfach zu komisch aus. Mit mir stimmten auch die anderen mit ein und Theresa fand schließlich Schutz bei Neville und kriegte sich wieder ein. Wenigstens konnte er sie beruhigen.
    „Alles Gute zum Geburtstag!“, er strahlte mich an.
    Hä? Geburtstag? Der wievielte war denn heute? Oh…hätte ich wohl heute morgen doch besser auf das Datum geschaut, anstatt mich so schnell in irgendwelche inneren Konflikte zu stürzen. Aber warum hatte ich dann keine Eule von meinen Eltern bekommen? Hatten die meinen Geburtstag etwa auch vergessen?
    „Ich hab extra allen gesagt, sie sollen dir noch nicht gratulieren! Selbst die Eule deiner Eltern habe ich erfolgreich vertrieben!“, meinte Michael, als ob er meine Gedanken lesen konnte.
    Naja, war ja schön und nett von ihm diese Überraschungsparty, aber er erwartete doch nicht irgendeine Gegenleistung, oder? Ich mein, ich wusste ja, dass er scharf auf mich war, aber mit ihm konnte ich ja mal so gar nichts anfangen. So selbstmitleidig waren nicht mal Harry und Draco zusammen, wenn sie sich verletzten. Obwohl Draco natürlich den größeren Teil beisteuern würde. Versteht sich ja von selbst…
    „Das habe ich alles ganz allein geplant! Die ganze Party!“, fügte Michael natürlich noch stolz hinzu. War ja klar, dass er sich damit aufspielen müsste…
    „Na gut, Ruth und Draco haben mir ein bisschen geholfen und Oliver natürlich, obwohl ich ihn nicht unbedingt leiden kann…!“, raunte er mir dennoch noch zu.
    Hab ich's mir doch gedacht. Obwohl von Draco hätte ich das nicht erwartete, ich lächelte ihn unsicher an und er grinste so arrogant wie immer zurück.
    Wo war Oliver eigentlich? Der könnte sich auch mal hier blicken lassen, obwohl solange er mich nicht vor allen Leuten und vor allem nicht vor Harry küssen würde und ein riesen Ding veranstalten würde, um mich zu beeindrucken.
    Doch da kam er auch schon mit einem überdimensionalen Blumenstrauß auf mich zu gesteuert. Ich blickte unsicher zu Harry, der aber gerade damit beschäftigt war, mit Luna Lovegood über irgendwas heftig zu diskutieren und so nichts mitbekam, worüber ich äußerst dankbar war. Allerdings konnte ich immer noch nicht verstehen, warum er sich mit der abgab, die ging doch mal gar nicht, die war so was von komisch, aber naja, wieder zurück zu Oliver.
    Er überreichte mir die Blumen und umarmte mich, dabei raunte er mir leise etwas ins Ohr.
    „Wir beide feiern dann lieber später zu zweit deinen Geburtstag, ich bin mir sicher das wird dir gefallen!“
    Ohja das wird es sicherlich. Darauf konnte Hermine ihr Grundwissen in Zaubertränke verwetten. Ich grinste ihn schelmisch an. Warum sollte man seine Affäre denn nicht auskosten, wenn man sie schon hatte. Zu Harry konnte ich auch noch später zurückkehren.
    Oliver löste sich von mir und ich sah, wie Ruth und Draco Hand in Hand auf mich zuschlenderten.
    Sie drückte mich und wünschte mir alles Gute. Draco gab mir förmlich die Hand und grinste mich an.
    „So Martha, auch endlich im Kreis der 17 Jährigen, wurde aber auch mal Zeit!“
    Ausnahmsweise nahm ich ihm diesen Kommentar nicht übel und grinste zurück.
    „Aja danke, dass du dich anscheinend an der Organisation beteiligt hast!“, fügte ich hinzu.
    „Er war mehr am finanziellen Teil beteiligt, als am organisatorischem. Sein Vater wusste ja nicht, für was sein Geld drauf geht!", antwortete Ruth.
    „Na dann, trotzdem Danke, und dir natürlich auch, obwohl ich immer noch nicht versteh, was Michael mit dieser Feier erreichen will…!“
    „Na, das liegt ja auf der Hand. Er hat’s eben noch nicht aufgegeben, um dein Herz zu kämpfen. Aber ich glaube, er weiß ganz genau, dass er bei dir keine Chancen hat, dass hab ich ihm schon hundertmal klar gemacht. Bei keinem annähernd vernünftigem Mädchen, dass hat ihm leider Draco schon hundertmal klar gemacht, aber irgendwie rafft er’s noch nicht ganz…!“
    „Das wird er schon noch, aber jetzt muss ich mich eher um meine zwei anderen Typen kümmern, bevor ich mir um ihn auch noch Gedanken mache!“
    „Das solltest du vielleicht ein bisschen schneller mache, die beiden sehen nicht so aus, als würden sie sich von einander fern halten!“, wandte Malfoy ein.
    Ich drehte mich um und sah, wie sich Oliver mit Harry angeregt unterhielt.
    Ohoh, ob das gut gehen würde. Vielleicht sollte ich doch mal hinsehen und nachschauen, ob die beiden sich nicht gleich in der Luft zerfetzen würden. Aber eigentlich sollte Harry noch nichts mitbekommen haben, oder doch?
    Ich verabschiedete mich von den beiden, die inzwischen sowieso anderweitig beschäftigt waren und schlenderte ganz unauffällig zu den beiden hin.
    Doch als ich nah genug dran war, um alles zu verstehen, stellte ich schnell fest, dass die beiden lediglich über Quidditsch und die nächsten Trainingsstunden sprachen. Oliver erklärte Harry gerade, wie seine neuesten Strategien aussahen, da tippte mir jemand auf die Schulter.
    Ich erschrak und drehte mich schlagartig um.
    Natürlich, Theresa, wer sonst…
    „Hey, alles Gute zum Geburtstag!“
    Sie drückte mich, naja, eher zerquetschte sie mich. Omann…
    „Sag mal, wo gibt’s denn hier was zu essen?“
    War ja klar, dass das die erste Frage ist…
    „Du, ich hab keine Ahnung, da musst du Michael oder Ruth fragen!“
    „Na gut, dann such ich mal Michael, Ruth sieht gerade zu beschäftigt aus…!“
    Mit diesen Worten wandte sie sich zum gehen und nervte wohl nun Michael mit ihrer Anwesenheit. Dieser schien davon allerdings nichts zu merken, oder er konnte einfach gut schauspielern. Obwohl die beiden wirklich gut zusammen passen würden.
    Ich schlenderte zu dem großen Tisch, der voll bepackt war, mit lauter Geschenken. Ich suchte mir das hübscheste raus und fing an es auszupacken…


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    Kapitel 7: Unter Freunden

    Mir brummte der Schädel und ich überlegte, wo ich als nächstes hingehen sollte. Ich hatte nicht viele Möglichkeiten, da mein Gesicht sowieso jeder kannte. Ich brauchte eine alternative, wo man mich trotz meines erkennen nicht an Dumbledore verriet. Den konnte ich jetzt nämlich gar nicht brauchen. Er war ja ganz nett und ich mochte ihn wirklich und er verdiente meinen vollsten Respekt, aber würde mir nur wieder einen ellenlangen Vortrag darüber halten, wie gefährlich und unverantwortlich es für jemanden in meiner Situation ist (haha, als ob es s jemanden wie mich mit dem gleichen Schicksal geben würde.)draußen rumzulaufen, während dieser Zeiten, wo Voldemort doch gerade jetzt so stark ist und blablabla...das ist da letzte was ich jetzt brauchte. Er sollte sich mal weniger sorgen um mich und mehr sorgen um Hogwarts machen. Was sollte aus der schule werden? Omann...
    Ich entschied mich für den tropfenden Kessel und wiedererwarten ließ mich der Schrumpfkopf am Eingang ohne große Widerworte eintreten. Er wollte sich wohl nicht mit mir anlegen, das konnte ich ihm nur geraten haben.
    Es roch komisch, alles war verraucht und ein paar Zauberer pöbelten rum. die hatten wohl das ein oder andere Bierchen zu viel intus.
    An der Bar sah ich Malfoy sitzen. Was machte der denn da? Auch er sah ziemlich fertig aus und hatte wohl schon angefangen zutrinken.
    Er hob den Kopf und sah mich irritiert an. Ich schlenderte zu ihm hin, da die anderen Plätze noch weniger einladend aussahen. Ich ließ mich neben ihm auf dem Barhocker nieder und begrüßte ihn.
    „Malfoy, ich hätte nicht gedacht dich hier zu sehen!“
    „Ach Potter, irgendwie kreuzen sich unssre Wege in letzter Zeit sowieso immer.“
    Er hickste“
    „Also was soll’s, magsu noch ’n Bier? Irgendwie siehsu aus, als hättestu ’n paar dringend nödig!“, fragte er mich mit gleichgültigem Blick.
    Na toll. Sogar der merkt mir an, wie’s mir geht!
    „Oh danke, freut mich, wenn ich so beschissen aussehe!“, erwiderte ich ihm.
    Er bestellte noch eine Runde Bier und sah mich erwartungsvoll an.
    „Also wasss is los? Hat dein liebe Freundin dir keinen Gutenachtkuss gegeben?“
    Was glaubte der denn? Dass ich ihm mein Leid klage? Ihm?
    „Haha, sehr witzig. Quatsch, aber ich glaub kaum, du willst es hören!“
    „Na schieß schon los, Podda!“
    Was soll’s, der erzählt es wenigstens keinem und außerdem, so wie Malfoy aussah, würde der sich morgen an nichts mehr erinnern.
    „Ich hab sie vorhin gesehen, wie sie mit Wood im Trainingsraum verschwunden ist. Davor haben sie noch scheinheilig auf der Tribüne gesessen und <geredet>. Aber jetzt machen sie da schon rum. Also bin ich hinterher, hab die Tür aufgemacht und grad noch sehen könnte, wie der Bastard ihr die Zunge in den Hals gerammt hat.“
    Malfoy zog die Augenbrauen hoch.
    „Lass mich raden, sie hadich gesehen und ’ne riesen Szene gemacht! Mädchen…“
    Er verdrehte die Augen.
    „Ne, sie hat natürlich nichts gemerkt, war ja so konzentriert mit Wood beschäftigt.
    Kotz Würg.
    Malfoy klopfte mir auf die Schulter, jedenfalls wollte er das, blöderweise traf er sie nur nicht und seine Hand landete mit voller Wucht auf dem Tresen.
    „Aua“, er verzog das Gesicht und orderte die nächste Runde Bier.
    „Sie meint echt, ich wäre so dumm und würde nichts von den beiden mitkriegen. Sie muss sich ja auch gleich dem nächsten Typen an den Hals schmeißen.“
    Ich schüttelte den Kopf. „Was glaubt die denn!“
    Malfoy, der bis jetzt noch relativ teilnahmslos vor sich hin gestarrt hatte, sah mich zweifelnd an.
    „Naja, und wenn das mit dem übereifrigen unterbeschäftigtem Wood schon länger läuft? Wenn der sich einfach schon vorher an sie rangemacht hat? Wer weisss, wielleicht war das ja euer Drennungsdingsda und sie war einfach nur zu feige dir die Wahrheit zu sachen?“
    Mir lief es kalt den Rücken runter. Nein, das konnte nicht sein. So was würde ich ihr selbst jetzt nicht zutrauen, oder doch? Vielleicht hatte Malfoy ja Recht. Und wenn…naja.
    „Hat Ruth denn nichts erzählt? Ich mein, sie ist doch ihre beste Freundin, die müssen doch über so was reden!“
    Dann würde wenigstens ein bisschen Licht ins Dunkel kommen.
    „Und du glaubst ernsthaft, dassie dann sofort zu mir kommt, und mir brützelwarm den neuesen Glatsch und Tratttsch und die Beziehungsgisten ihrer Freundin erzählt! Isch glaub gaum, dasssie der Süffia und dir so was andun würde, was glaubsu denn, was ich mit solchren Informationen anstellen würde!“, Malfoy schenkte mir sein spöttischstes Grinsen.
    Da hatte er auch wieder Recht.
    „Außerdem herrscht die letzen Tache so oder so mehr oder weniger Funkstille zwischen uns.“
    Er schaute in sein leeres Glas und dann zu mir.
    „Schnaps gefällig?“
    In diesem Moment war mir das hochprozentigste gerade gut genug.
    „Warum redet ihr beiden nicht mehr miteinander?“, knöpfte ich an Dracos Aussage an.
    „Wir reden schon noch, nur was wir reden is die andare Sache. Sie versteheben nich, dassss ich ihr nicht mein janzes Leben auf dem Silbertabledd savieren gann. Ich gann ihr numal nicht alles üba mich un meine Familie sajen, ich hab es einmal vasucht und sie hat nichs verstanden. Bei uns läuft das eben andas, als in ihrer Familie. Ich gann meim Vadda nicht einfach widersprechen, ihm Widerworte leisen und mich jegen ihn stelllllen. Sonst bin ich tot!“
    „Hast du ihr das schon einmal so erklärt?“
    Das bezweifelte ich nämlich sehr.
    „Naja, ich hab’s versucht. Aber ich gann ihr meine inneren Konfliktionen nicht erzählen. Ruth will imma alles janz jenau wissssen, aber das wäre zu jefährlich. Ich würde sie mit meine Wissen in Gefahr bringen, sie würde daran gaputt jehen, aber ssie ssieht dasss einfach nicht ein. Sssie denkt, ich würde ihr nicht vertrauen und ihr deswegen die Sssachen verschweigen, aber ssso issst es nich.“
    Er nahm sein Schnapsglas prostete mir zu und kippte es runter.
    Ich trank meins ebenfalls auf Ex und der Wirt stellte uns derweil schon den nächsten hin.
    Wollte er uns abfüllen, damit er noch mehr erfahren würde? Naja, mir soll’s recht sein.
    Wir philosophierten noch ein bisschen über das Leben und die Liebe, wobei keiner mehr als nötig Preis gab. Wir mieden das Thema Voldemort, da ich mir selsbt im betrunken Zustand sicher war, dass wir durchaus verschieden Meinungen darüber hatten. Er machte zwar keine Andeutungen in diese Richtung, aber dennoch…
    Irgendwann jedenfalls machte uns Tom darauf aufmerksam, dass es schon spät sei und er demnächst den Laden schließen wollte.
    Wie aufs Stichwort stürzten Crabe und Goyle rein und quetschten sich Seite an Seite durch die für sie zu enge Tür.
    Auf die Idee, dass sie einfach hintereinander durchgehen könnten, kamen sie wohl nicht.
    Mittlerweile waren Draco und ich schon dermaßen betrunken, dass mir sogar die beiden recht waren.
    Oh mein Gott, ich dachte sogar schon Draco und nicht mehr seinen Nachnamen. Ich glaube, ich sollte wirklich dringend ins Bett.
    Draco war inzwischen auch auf seine Lakaien aufmerksam geworden und musterte sie.
    „Wasss mach ihr denn hier!“, lallte er sie von der Seite an.
    Die beiden schauten sich verdutzt an.
    „Aber Draco, du hast gesagt, wenn du bis 1 noch nicht wieder daheim bist, sollen wir dich hier suchen!“, stieß Goyle ängstlich hervor.
    Oh mein Gott, die hatten ja wirklich Angst vor ihm.
    Draco kniff die Augen zusammen und schien zu überlegen.
    „Ach egal!“
    Er griff in die Tasche seines Umhangs und holte ein kleines Säckchen mit klirrenden Münzen heraus. Er schüttete es auf den Tresen und die Gallionen kullerten raus.
    Ach stimmt ja, wir musste ja noch zahlen. Oh…ich glaube ich hatte nicht mal Geld dabei. Peinlich so was, aber da Draco keine Anstalten machte, mir vorzuhalten meinen Teil der Rechnung zu begleichen, ließ ich ihn mal machen. Er begann die Taler zu zählen, indem er einen nach dem anderen in die Hand nahm, doch irgendwie bekam er es nicht mehr richtig hin und vertat sich ständig. Irgendwann gab er es ganz auf und schob dem Wirt den ganzen Haufen hin.
    „Stimmt so“, brachte er noch einwandfrei hervor und versuchte dann aufzustehen. Blöderweise hatte er wohl jeglichen Sinn für Gleichgewicht verloren und fiel auf seinen Hocker zurück. Weder Crabe noch Goyle reagierten so schnell, dass sie ihn hätten auffangen können. Draco musterte beide mit ärgerlichem Blick und endlich halfen die beiden ihm auf.
    „Kümmere dich lieber um Harry!“, fuhr dieser Crabe an.
    „Harry? Wer soll das sein!“
    „Du dämlicher Idiot, Podda natürlich!“
    „Achso!“
    Ich wankte auf Crabe zu und dieser griff mir unter die Arme. Oh mein Gott so tief bin ich also gesunken, dass ich mich von unterbelichteten Freaks durch die Gegend schleppen lasse. Aber in diesem Moment, war mir selbst das recht.

    Sie brachten uns in Dracos Schlafraum und verfrachteten uns in zwei Betten. Mir fiel nicht einmal auf, dass es sich weder um mein Bett, noch um mein Haus handelte, ich wollte einfach nur schlafen, Das tat ich dann auch, als Crabe und Goyle sich nach ein paar Anweisungen grunzend auf den Weg nach draußen machten. Wo die wohl schliefen? Naja, mir sollte das egal sein. Ich kuschelte mich in mein Bett, was übrigens äußerst bequem war und schlief sofort ein.

    Ich wachte auf und drehte mich zur Seite. Oh mein Gott war mir schlecht. Ich versuchte mich aufzusetzen, doch mir war so schwindelig, dass das unmöglich schien. Es gab nichts, was mir in diesem Moment nicht weh tat. Ich spürte Muskeln in mir, von denen ich bis dato nicht einmal geahnt hatte, dass es sie gibt.
    Wo war ich eigentlich? Wo war Ron, ich vermisste das nächtliche Bäume absägen. Sein vertrautes Schnarchen konnte ich auch bei angestrengtem Hinhören nicht vernehmen.
    Irgendwann brachte ich es dennoch fertig mich aufzurichten und mich im dusteren Zimmer umzusehen. Zu meiner großen Überraschung sah ich Draco, der vor dem Fenster stand und sich jetzt zu mir umwandte.
    Er grinste mich an.
    „Na, Potter, auch schon wach?“
    Er war mir wohl einen Schritt voraus, wenn er sich nicht wunderte, dass ich da war.
    Da fiel mir wieder alles blitzartig ein. Ich war ja mit ihm in dem Pub gewesen, wie konnte ich das nur vergessen, wo wir uns doch so gut verstanden hatten...mehr oder weniger.
    Ich räusperte mich und wollte etwas sagen, da unterbrach mich Malfoy.
    „Ich bin dafür, dass wir rausgehen, ein bisschen frische Luft schnappen, hier ist es dermaßen stickig und außerdem schmerzt so ungefähr alles, was ich mir vorstellen kann.“
    Ich stimmte ihm zu, da ich es auch nicht für sonderlich klug hielt, länger als nötig im Schlafraum der Slytherins zu bleiben.
    Ich stand auf, meine Klamotten hatte ich ja noch an, wenngleich mein Umhang ziemlich verknittert war und eine turbuelnte Nacht nicht verbergen konnte.
    Zusammen Mit Malfoy verließ ich das Zimmer.



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    Kapitel 8:
    Ich weiß was, was du nicht weißt

    „Ja, aber lass uns das lieber nicht hier besprechen, nicht wenn uns Flint schon wieer an den Fersen hängt. Ich glaub ja, der steht entweder auf dich oder auf Harry, so wie der immer um euch rumstreift und euch mustert!“, entgegnete mir Ruth, als ich sie zufällig auf dem Gang sah und bemerkte, dass sie genauso fertig aussah wie ich.
    Wir machten uns auf den Weg zu dem Mädchenklo im oberen Stockwer, von dem Hermine mir erzählt hatte, dass dies ein guter Ort sei um solche Dinge zu besprechen. Anscheinend kam dort nie jemand hin, sie wollte mir leider nicht verraten warum. Doch das sollten wir ja bald erfahren. Als wir dort angekommen waren, setzten wir uns hin und ich fragte Ruth, was denn jetzt los war.
    „Draco vertraut mir einfach nicht. Ich weiß nicht, was ich machen soll…ich seh ihm doch genau an, das was nicht stimmt, das ihn was beschäftigt, aber mir sagt er ja nichts. Er meint immer nur, das wird sich schon ergeben und er würde mich in Gefahr bringen, wenn er mir alles erzählt und das wolle er nicht! Wahrscheinlich liebt er mich nicht einmal und deswegen erzählt er mir nichts!“
    Bevor ich etwas antworten konnte, erschien ein Geistähnliches Mädchen, das um unsre Köpfe schwirrte.
    „Sei doch froh, dass er sich um dich sorgt…um mich hat sich noch nie ein Junge Sorgen gemacht! Du weißt, ja gar nicht, was du an ihm hast!“, fuhr sie Ruth schnippisch an.
    Diese zog die Augenbrauen hoch und sah sie verständnislos an.
    „Was willst denn du jetzt von mir, und wer bist du überhaupt?“
    „Seht mich doch an, ihr kennt mich ja nicht mal! Niemand kennt mich, und die die mich kennen, nennen mich auch nur maulende Myrte mein Leben ist vorbei!“
    So, wie die aussieht war ihr Leben schon lang vorbei.
    „Naja, wo waren wir? Achso ja, bei Draco! Und du hast keine Ahnung, was er vor dir verbirgt?“
    „Eben nicht, so wie ich ihn kenne, hat bestimmt sein Vater sein Finger im Spiel, der schleimige Widerling!“, empörte sich Ruth.
    „Hm…naja, vielleicht ist es aber auch was völlig belangloses und er wollte einfach deine Zeit damit nicht verschwenden!“
    Ruth sah mich zweifelnd an.
    „Das glaubst du doch wohl selber nicht!“
    Wo sie Recht hatte, hatte sie Recht, aber was sollte ich denn sonst sagen!
    „Vielleicht liebt er dich auch einfach nicht!“, kam es von oben.
    „Ach sei doch still!“, fauchte ich Myrte an. „Du hast hier gar nichts zu sagen, verschwind doch einfach wieder ins Klo, wo du herkommst!“
    Der Geist fing an herzzerreißend an zu schluchzen und mir taten meine Worte fast schon wieder Leid.
    „Naja. Ist ja auch nicht so wichtig. Warum machst du ein Gesicht, wie sieben Tage Regenwetter?“, fragte mich nun Ruth.
    „Ich weiß einfach nicht, ob es die richtige Entscheidung war, mich von Harry zu trennen. Irgendwie geistert er immer noch in meinem Kopf umher. Ich kann ihn irgendwie nicht vergessen und immer wenn ich ihn sehe, schaut er mich so kalt an. Aber doch irgendwie verzweifelt.“
    Ich sah Ruth ratlos an.
    „Das verstehe ich sowieso nicht, wie man sich von Harry Potter trennen kann. Und dass nur wegen so einem eingebildeten Quidditschspieler! Das schlechte Gewissen geschieht dir recht!“
    Musste die sich denn immer einmischen.
    Ruth warf Myrte einen feindseligen Blick zu, wie sie es immer tat um ihrem Ärger Luft zu lassen. Zum Glück konnten Blicke nicht töten, obwohl das bei der ja sowieso keinen Unterschied machen würde.
    Jetzt wurde mir auch klar, warum niemand hier her kam, wenn man hier ständig der über den Weg läuft und die sich immer in alles einmischen muss!
    „Und was ist mit Wood?“, setzte Ruth unser Gespräch fort.
    „Ich weiß nicht, ob ich ihn liebe. Ich verbringe gern Zeit mit ihm und ich muss schon sagen, er kann wahnsinnig gut küssen, aber irgendwie, war das mit Harry schon was ganz anderes.“
    „Dann trenn dich von Wood und kehr zurück zu Harry!“
    „Genau!“, echote Myrte. Omann…
    „Aber das geht doch nicht…nicht nur das Küssen ist brillant, sondern auch naja… er hat jedenfalls auch ganz andere Qualitäten…“
    „Aja, ich versteh schon!“
    Ruth schaute mich wissend an.
    „Jaja, die Liehihihibe!“, schallte es durch den Raum.
    „Also langsam fängt sie echt an, mir tierisch auf die Nerven zu gehen“, raunte mir Ruth zu.
    „Das geht nicht nur dir so!“, wisperte ich ihr zu.
    „Ihr braucht fei nicht glauben, dass ich nicht jedes Wort und jede Gemeinheit verstehe, die ihr so von euch gebt!“, kam es beleidigt von einer Ecke.
    Ohoh, vielleicht sollten wir sie nicht allzu wütend machen.
    „Jetzt hast du mir schon meinen Schatz ausgespannt und dann beleidigst du mich auch noch!“, schrie sie Ruth hysterisch an.
    Ruth zog die Augenbrauen hoch.
    „Was soll das denn heißen?“
    „Ach, das weißt du doch ganz genau! Draco war mein, wir hätten ein wunderbares Leben zusammen haben könnte, aber du musstest ihn mir ja ausspannen!“, fauchte sie Ruth an.
    „Ja klar, das wäre bestimmt wunderschön geworden. Du und Dracos Geist hier auf dem Klo, glücklich bis zum Lebensende, ach halt das habt ihr ja dann schon erreicht. Eine ewige Liebe.“, meinte Ruth sarkastisch.
    „Uh, wo hab ich das letztens gelesen..aja stimmt. Bei Bella und Edward, Liebe bis in alle Ewigkeit!“, machte ich mich ebenfalls über Myrte lustig.
    „Geist zum Morgengrauen…und noch viel weiter!“
    „Ne, das müsste dann schon eher, Geist bis zum Ende aller Tage heißen…, und so verliebte sich der Geist in den Jungen. Und schon ist es nicht mehr Bella, die zum Vampir werden will, sondern Draco, der zum Geist mutiert. Ohoh, wodurch wird bei den beiden wohl Renesme ersetzt!“
    Ruth lachte und ich stimmte mit ein.
    „Obwohl, wenn Draco ein Geist wäre, würde er wohl eher was mit dem kopflosen Nick anfangen, als mit dir!“, setzte ich noch eins oben drauf.
    Myrte fand das wohl nicht so lustig denn bevor sie mit voller Wucht in ein Klo eintauchte, so dass das Wasser nur so spritzte, was für einen Geist wohl nicht einfach war, ließ sie noch durch jeden Wasserhahn im Raum einen Schwall Wasser raus und das Zimmer fing langsam an zu überfluten.
    Doch noch bevor unsere Umhänge überhaupt nass wurden, verzogen wir uns und verschwanden aus dem Klo in Richtung Ravenlaw Gemeinschaftsraum.


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    Kapitel 9: La Bella Bellatrix

    Wir verließen die Mädchentoilette und traten hinaus auf den Gang. Wir wollten gemeinsam bis zu der Treppe gehen und uns dann trennen, um uns auf den Weg zu unsren jeweiligen Schlafräumen zu machen. Doch soweit kamen wir nicht. Als wir nämlich durch die endlos langen Gänge in Hogwarts liefen, sahen wir plötzlich, wie eine Gestalte um die Ecke huschte. Ich erschrak und Ruth zuckte lautstark zusammen, wie sie das immer tat, wenn sie irgendwas Unerwartetes bemerkte. Durch Harrys Erzählungen hatte ich schon einiges über die Anhänger Voldemorts erfahren, doch hatte ich nie gedacht, dass ich jemals einem im Reallife begegnen würde.
    Vor uns stand Bellatrix, die ich durch ihr krausiges Haar und ihrer langen Fingernägel leicht zuordnen konnte. Ich riss die Augen auf, denn sie starrte uns jetzt mit durchdringendem Blick an. Plötzlich verzog sie ihr Gesicht zu einem hämischen Grinsen, denn sie dachte wohl, dass wir uns ihr sowieso nie in den Weg stellen würden. Es wäre wohl gelogen, wenn ich sagen würde, dass das in dem Moment nicht unser größter Wunsch gewesen wäre. Unser erster Gedanke war, einfach wegzurennen, obwohl wir natürlich keine Angsthasen waren, aber mit einem Todesser wollte ich mich definitiv nicht anlegen. Ich sah Ruth an, dass sie wohl dasselbe dachte, wenngleich sie Bellatrix feindselig musterte. In diesem Moment schien dieser irgendwas eingefallen zu sein, denn ihre Miene hellte sich auf und sie schritt langsam auf Ruth zu. Was wollte sie von ihr?
    Jetzt, da sie bei ihr angekommen war, stand sie nur noch wenige Zentimeter von ihr entfernt. Ruth trat einen Schritt zurück, obwohl sie sie immer noch mit demselben hasserfüllten Blick ansah.
    „Warum denn so feindselig, Kleine?“
    Woher kannte sie Ruth? Sie hatte nie erzählt, dass sie dieser abscheulichen Person schon einmal begegnet war. Na gut, wir waren ja in letzter Zeit nicht die besten Freunde, aber so was konnte man ja wohl verlangen, schließlich musste sie sich ja irgendwem anvertrauen, außer Draco. Oder nicht? Bevor ich mir darüber Gedanken machen konnte, antwortete Ruth ihr:
    „Wie kommst du hier rein? Ich dachte für Leute, wie dich, wäre Hogwarts ein unzugänglicher Ort?“
    „Ich komm überall rein, wenn ich nur will. Und nicht nur ich, meine Liebe. Bald werden hier alle sein und du und deine kleinen Freunde werdet mal erleben, was anständige Magie ist, nicht der Kleinkinderkram, den ihr hier veranstaltet.“
    Sie musterte uns mit abschätzigem Blick.
    „Wie geht es denn überhaupt meinem kleinen Lieblingsneffen? Ich hoffe, er hat dir schon alles beigebracht, was du über unsere Seite wissen musst, sonst können wir dir leider nicht helfen und du musst mit all den anderen wertlosen Schlammblütern verrecken.“
    „Lieber sterbe ich, als mich solchen Leuten wie euch anzuschließen!“, funkelte Ruth sie wütend an, doch ich sah, dass sie zitterte.
    „Ach Kindchen, es ist nur noch ein Frage der Zeit, bis du dich deinem geliebten Freund anschließt und deinen Ahnen alle Ehre machst.“
    Was meinst du damit? Mich Draco anschließen?“
    Bellatrix Gesicht verzog sich zu einem fiesen Grinsen.
    „Soso, hat dich Draco also im Dunkeln gelassen? Er hat dich nicht mal gefragt, ob du mit ihm zusammen seine Aufgabe erledigst? Hat er so wenig Vertrauen zu dir, dass er dich noch nicht mal um Hilfe gebeten hat? Er muss dich wirklich so wenig lieben, wie ich denke. Du glaubst doch nicht etwa, dass er irgendwelche Gefühle für dich hat, oder?“
    Ruth schluckte. Das ging zu weit. Ich zückte meinen Zauberstab, doch bevor ich etwas sagen konnte, sah ich Oliver, der um die Ecke bog.
    Er erkannte die Situation sofort und handelte schnell. Bellatrix, die immer noch dabei war Ruth, die sich inzwischen wieder einigermaßen gefangen hatte, schadenfroh anzugrinsen, bemerkte weder mich, noch ihn.
    <Sectum Sempra>
    Blöderweise verfehlte der Zauber sie und sie richtete nun ihre voll Aufmerksamkeit auf uns. Beziehungsweise auf Oliver, der die Formel gesprochen hatte.
    Ohoh, das ist nicht gut. Das war definitiv nicht gut.
    Sie hob ihren Zauberstab, doch bevor sie etwas sagen konnte, hob ich den meinen und sprachen den Schutzzauber <Protego>
    Bellatrix schrie <Avada Kedavra> und Oliver brach zusammen. Ich wusste, dass mein Zauber dem ihren nicht standhalten konnte, aber wenigstens hatte er den Fluch abgemildert.
    Er schien nicht tot zu sein, doch auf jeden Fall schwer verletzt.
    Nun hatte die Hexe wieder Zeit, sich uns beiden zuzuwenden.
    „Dann zeig ich dir mal, wie laut deine Freundin schreien kann, wenn sie den Cruzio zu fühlen bekommt!“
    „Oder soll ich ihn eher für vorlaute Gören wie dich aufheben? Ach nein, ich nehm dein Freundin!“, meinte sie mit Seitenblick auf mich, während sie Ruth hämisch angrinste.
    Ich realisierte, was gerade passiert war und stürzte endlich auf Oliver zu. Die Drohung war mir egal, Oliver war jetzt wichtiger.
    Ich nahm seinen Kopf auf meinen Schoß und sah ihm in sein schmerzverzerrtes Gesicht.
    „So, Schluss mit dem Geturtel, es wird Zeit, dass hier ein bisschen Stimmung reinkommt! Sectum Sempra!“
    Ich spürte einen Schmerz, der mich zusammen sacken ließ. Er war nicht nur an einer Stelle, sondern langsam fühlte ich, wie sich überall eine unsichtbare Kraft in mein Fleisch schnitt und ich anfing zu bluten. Die warme Flüssigkeit durchnässte meine Kleidung und bald konnte ich nicht mehr klar denken. Ruth, die mich erschrocken anstarrte und auf mich zugerannt kam, um mir beruhigende Worte zuzureden, verschwamm und ich hörte nur noch Bruchstücke, bevor ich letztendlich zusammenbrach und mir schwarz vor den Augen wurde.


    5
    Kapitel 10: Mit dir an meiner Seite…

    Mein Kopf schmerzte und mir war leider immer noch schwindelig. Neben mir hörte ich Draco, der schlurfend an meiner Linken den Gang hinunterging. Zum Glück sah er auch nicht besser aus als ich. Er murmelte etwas vor sich hin, was ich aber nicht verstehen konnte. Plötzlich hörten wir Schreie. Wir starrten uns verwundert an und gelangten so schnell es uns möglich war zu dem Ursprungsort. Wir gaben bestimmt ein bizarres Bild ab, als wir um die Ecke mehr oder weniger hinkten. Dort sah ich Ruth, die sich über Martha beugte und ihren Kopf hoch hielt. Martha lag komisch verrenkt am Boden und war blutüberströmt. Ich rannte, sofern man das so nennen konnte, zu ihr hin und sah sie bestürzt an.
    Ihre Augen waren weit aufgerissen.
    „Was hat sie? Was ist passiert?“, fragte ich die aufgewühlte Ruth. Sie schaute Martha besorgt an und meinte dann, dass Martha mit dem <Sectum Sempra> Fluch verwundet wurde. Erst jetzt sah ich Bellatrix, die mich herausfordernd ansah.
    „Na, Potter, schön dich wiederzusehen. Wolltest du sehen, wie es deiner kleinen Freundin geht? Der Lord meinte, ich sollte sie erst vor deinen Augen töten, damit er auch weiß, dass du deinen Spaß bekommen hast!“ Sie lächelte ihn hämisch an.
    Ich wollte zu ihr hin und ihr eigenhändig den Hals umdrehen, da hielt mich Draco zurück. Er hatte bis jetzt keinen Mucks von sich gegeben und war wohl nun aus seiner Erstarrung erwacht.
    „Lass mal. Kümmere dich um lieber um Martha und ich regele das mit Bella!“
    Ich murmelte die Worte, die ich von Snape schon einmal gehört hatte, vor mich hin und versuchte so Marthas Wunden zu heilen. Allmählich schien es angefangen haben zu wirken.
    Währenddessen sah ich, wie Draco Bellatrix gegenüber stand und sie wütend anblickte.
    „Na, mein Liebling, wie geht es dir?“, lächelte sie ihn an auf ihre Weise an.
    „Hält sich schwer in Grenzen. Was tust du hier?“, Draco zog seine Augenbrauen hoch.
    „Ich hol dich ab. Der dunkle Lord braucht dich. Du sollst nun deine Aufgabe antreten und du solltest ihn schleunigst aufsuchen, er wird schnell ungeduldig und du willst doch nicht in Ungnade fallen. Er hat doch so Großes mit dir vor!“, erklärte sie ihm sachlich.
    Er kniff die Augen zu.
    „Das kannst du vergessen, ich werde sicher nicht mir dir gehen. Nicht jetzt und auch nicht irgendwann anders!“
    „Ach Junge, du weißt nicht, was du redest! Ich sehe ja, dass du vollkommen fertig bist, komm zu deiner Tante und wir verlassen diesen widerlichen Ort. Wir machen alles so, wie ich es mit Lucius besprochen habe!“
    Draco sah Ruth an, die ihn jetzt ungläubig musterte. Nach einem weiteren Seitenblick auf sie und auf uns, antwortete er der Hexe mit ruhiger Stimme:
    „Bella, hör auf! Ich werde nicht mitkommen! Und es ist mir egal was du mit meinem Vater ausgemacht haben willst! Ich bleibe!“
    „Also jetzt wird mir das hier wirklich zu dumm!“
    Klar, jetzt würde sie ihn eben anders dazu kriegen mitzukommen. Aber nicht mit mir.
    Während Bellatrix ihren Zauberstab auf ihn richtete, hob ich meinen und sprach schnell die Worte <Protego>. Ihr <Petrificus Totalus> kam zu spät und so hatte er keinen Einfluss mehr auf Malfoy.
    Dieser sah mich dankbar an, bevor er schließlich Bellatrix dazu bewegen konnte, zu gehen.
    Bellatrix durchbohrte ihn mit einem eisigen Blick.
    „Das wirst du mir büßen, mein Lieber! Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich beim dunklen Lord ein gutes Wort für dich einlegen kann. Dein Vater wird dir was erzählen. Du kannst dich nicht weiter vor deiner Aufgabe drücken. Ich hatte damit gerechnet, dass dir deine kleine Freundin helfen wird. Oh nein, ich vergaß, du hast ihr ja nicht mal davon erzählt. Ich hab Lucius ja gleich gesagt, dass das nichts Ernstes ist! Aber er hat sich ja wirklich Sorgen gemacht, manchmal kann er wirklich naiv sein. Als ob du dich ernsthaft mit so einer abgeben würdest.“
    Ich schaute zu Ruth, die sowohl sie, als auch Malfoy mit kaltem Blick musterte.
    „Weißt du nicht, was mit ihrer Familie ist?“
    „Was soll mit der sein?“, funkelte Ruth Bellatrix an.
    Diese wandte sich nun Ruth zu und musterte sie mit abfälligem Blick.
    „Solche Leute wie deine Eltern wären bei uns aus dem Familienstammbaum gebrannt worden.“
    „Warum? Das sind Reinblüter, genau wie wir!“, fuhr Draco seine Tante an.
    „Ja, aber was für welche! Haben sich doch tatsächlich gegen Voldemort gestellt. Obwohl das ja auch kein Wunder war, schließlich war ihre Mutter immer mit meiner Schwester zusammen. Andromeda, da konnte ja nichts Gutes bei rauskommen! Beides Blutsverräter, nur wegen ihren Eltern hat sie überhaupt dieses muggelstämmigen Schlammblut Tonks kennen gelernt. Alles deren Schuld. Und mit so was lässt du dich ein! Aber du wirst schon sehen, das nächste Mal, wenn du mich siehst, werden wir gemeinsam auf einer Seite kämpfen, der einzig richtigen. Ich werde deine Eltern von dieser Enttäuschung deinerseits erzählen und du wirst schon noch sehen, was du davon hast!“
    Mit diesen Worten aperierte sie und verschwand so aus unsrem Blickfeld. Omann war das alles verzwickt. Blöderweise hatte ich nur die Hälfte von dem Gespräch mitbekommen, da ich immer noch Martha in den Armen hielt und gut darauf bedacht war, dass es ihr langsam wieder besser ging. Inzwischen hatte sie sich wohl weitgehend erholt und sie hatte sich aufgesetzt.
    Draco, ging es dagegen weniger gut. Er schloss die Augen, um sich zu beruhigen, doch anscheinend half das nicht viel. Plötzlich sackte er in sich zusammen und prallte mit voller Wuchte auf den Steinboden. Ich wartete darauf, dass Ruth aufsprang, um zu ihm zu eilen, aber sie tat nichts dergleichen. Sie sah ihn nur an. Sie stand auf und holte tief Luft. Sie hielt sich den Kopf, während sie nach Dracos Lakeien rief.
    „Crabe, Goyle! Herkommen! Sofort!“
    Allem Anschein nach waren die beiden in Hörweite gewesen, diese Feiglinge, denn sie tauchten wieder Erwarten und vor allem für ihre Verhältnisse ziemlich schnell auf.
    Ruth musterte die beiden abschätzig.
    „Bringt Draco in seinen Schlafraum und sorgt dafür, dass er auch heil in seinem Bett ankommt!“
    „Warum machst du das nicht? Das tust du doch sonst auch immer!“ Goyle stieß Crabe an und die beiden grinsten sich an.
    Mein Gott, die zwei hatten soviel Taktgefühl wie ein Holzkochlöffel. Als ob man Ruth nicht ansehen konnte, dass sie nicht in der Stimmung zum Scherzen war. Wie konnte sich Malfoy nur mit solchen Idioten abgeben, das war doch selbst für ihn unter seinem Niveau.
    Die beiden übertrafen ja jeden an Dummheit.
    So sah das Ruth anscheinend auch, denn sie kniff die Augen bedrohlich zusammen und fuhr die beiden an:
    „Ich wusste nicht, dass ich EUCH beiden Rechenschaft ablegen müsste. Und jetzt macht hin, wir haben hier keine Ewigkeit Zeit.“
    Crabe und Goyle hasteten zu Malfoy ungefähr so schnell, wie Dudly, wenn es etwas zu essen gab. Als ich mir Dracos Situation vor Augen führte, fragte ich mich das erste Mal in meinem Leben, ob die Dursley wirklich die schlimmste Familie waren, die es gab.
    Ich kam zu keinem Ergebnis, auch nicht während ich Crabe und Goyle zusahen, wie sie Malfoy hochhieften und ihn den Gang runter schleppten. Sanft gingen sie nicht mit ihm um, aber ich glaubte, dass lag weniger daran, dass sie es nicht versuchten, sondern mehr daran, dass sie einfach keinerlei feinmotorischen Fähigkeiten besaßen.

    Da mich der Umkehrfluch für Martha sehr viel meiner ohnehin schon geschwächten Kraft gekostet hatte, bekam ich zunehmend mehr Kopfschmerzen. Der Alkohol machte sich wieder bemerkbar und die Müdigkeit übermannte mich. Ruth und Martha, denen der Schreck noch in den Gliedern saß, ging es da scheinbar schon wesentlich besser. Ich hörte noch, wie Martha leise auf Ruth einredete, doch konnte ich wieder nicht verstehen, was genau sie sagte. Wahrscheinlich über Draco und Bellatrix. Da ich aber leider nur wenig von dem Gespräch von Malfoy und seiner Tante mitbekommen hatte, wusste ich nicht, worum es überhaupt ging.
    Ich schloss für einen kurzen Moment die Augen und konzentrierte mich. Ich versuchte aufzustehen, doch ich fiel wieder unsanft zurück auf den harten Boden. Die beiden Mädchen halfen mir auf und brachten mich in den Gryffindorturm. Dort sagten sie Ron Bescheid, der mich letztendlich heil in mein Bett brachte. Mehr wusste ich von diesem Abend am nächsten Morgen nicht mehr.


    6
    Kapitel 11: Wissen ist Macht

    Ich kann mich noch gut erinnern, wie das war, als überall um Hogwarts die Dementoren waren. Sie waren die Wächter von Askaban und damals auf der Suche nach Sirius Black. Wir waren alle der Meinung, dass das ein Verbrecher war, da das ja auch in jeder Zeitung groß und breit verkündet wurde, doch Harry hatte mir erklärt, dass dem nicht so sei. Sirius war Harrys Pate und ein enger Vertrauter von seinen Eltern gewesen. Zu ihm hatte er wenig Kontakt, doch wusste er, dass er ihn jederzeit erreichen konnte, wenn er ihn brauchte.
    Doch diese Mal waren keine Dementoren in Hogwarts, trotzdem konnte man das fast annehmen. Dumbledore hatte veranlasst, dass die Schüler der ersten fünf Jahrgänge nur in Begeleitung älterer Schüler aus dem sechsten oder siebten Schuljahr ihre Häuser verlassen durften. Es wurde verkündet, dass die Schule in wenigen Wochen geschlossen werden sollte, da der Sicherheitsstandard nicht hoch genug war. Nachdem Bellatrix in Hogwarts eingedrungen war, und es immer noch nicht geklärt worden war, wie sie das angestellt haben konnte, wusste niemand so recht, was nun passieren würde.
    Ich bezweifelte, dass selbst Dumbledore nicht genau wusste, was zu tun war. Das Ministerium hatte Beamte geschickt, die rund um die Uhr das Schloss in regelmäßigen Abständen umliefen. Die Kontrollgänge wurden verschärft, so dass nun nicht mehr nur Finch und Mrs. Norris durch die Gänge streiften und arglose Schüler an den Ohren in ihre Schlafräume, oder gegebenenfalls zu Professor Snape, zogen, sondern auch die Lehrer wechselten sich stündlich ab, um die Gänge zu kontrollieren.

    Die Stimmung im Schloss war gedämpft um nicht zu sagen, auf dem völligen Nullpunkt angelangt. Die Gesichter, die einem begegneten waren betrübt und nachdenklich. Das letzte Mal, als ich mit Ruth gesprochen hatte, war inzwischen schon ein paar Tage her. Es war kurz nach der Nacht gewesen, in der wir Bellatrix begegnet waren. Diese Nacht hatte uns alles verändert. Mir wurde bewusst, wie viel mir Harry bedeutete, wenn gleich ich immer noch mit Wood zusammen war. Ich sorgte mich um beide. Oliver lag noch immer bei Madame Pomfrey im Krankenflügel, während Harry nach ein paar kurzen Untersuchungen entlassen worden war. Ich war ihm zum Glück nicht so oft begegnet, denn wenn wir uns zufällig auf dem Gang oder in der Bibliothek trafen, wussten wir beide nie was wir sagen sollten. Es herrschte peinliche Stille und das wollte ich tunlichst vermeiden. Seine Blicke waren nicht mehr so eisig wie vorher, aber sie strotzten jetzt auch nicht vor Liebe und Zuneigung, was ich ihm ja nicht mal verübeln konnte. Hermine, der er sich anscheinend anvertraut hatte, hatte mir erzählt, dass er schon längst mitbekommen hatte, dass ich und Wood ein Paar waren. Sie meinte, er habe uns noch mal gesehen, als wir uns auf dem Quidditschfeld trafen und danach im Trainingsraum verschwanden. Das war am selben Tag, als das alles passierte. Kein Wunder, dass er sich betrunken hatte, nach dem Schock. Er tat mir wahnsinnig Leid, aber was sollte ich denn tun. Ich konnte nichts machen, ich hatte mich nun mal von ihm getrennt. Ich wusste ja selber nicht über meine Gefühle Bescheid, wie erwarteten sie denn da bitte, dass ich mich entscheiden konnte. Ich wusste, dass ich Harry auf eine gewisse Art liebte, aber mir war auch bewusst, dass mir Oliver nicht egal war. Bevor mir nicht eindeutig klar war, wem der beiden mein Herz gehörte, wollte ich die Situation so belassen, wie sie war.
    Ich verließ zusammen mit ein paar 2. Klässlern den Gemeinschaftsraum, um zur großen Halle zu gelangen. Auf dem Weg sah ich Ruth, wie sie sich mit John vor der Bibliothek unterhielt und blieb stehen. Ich will ja nichts sagen, aber sie sah wirklich beschissen aus. Seit dem Ereignis, hatte sie wohl kaum mehr eine Nacht geschlafen. Sie weigerte sich vehement mit Draco zu reden, nachdem er ein einziges Mal versucht hatte, ihr alles zu erklären. Sie ging ihm aus dem Weg, wo sie nur konnte, selbst zum Essen kam sie zu spät und eilte früher aus der Halle. Oliver hatte erzählt, dass Dumbledore Malfoy zu sich berufen hatte, um mit ihm ein paar Dinge zu klären. Er wusste nichts genaues, aber anscheinend wurde gemunkelt, dass er etwas mit dem Eindringen Bellatrix in Hogwarts zu tun hatte.
    Ruth rieb sich die Schläfen, während John ununterbrochen auf sie einredete. Sie schüttelte den Kopf und verdrehte die Augen. Ich wäre ja gerne zu ihr hingegangen um mit ihr zu reden, aber ich glaubte, sie will gerade alle meiden. Ich denke, es wird wohl das Beste sein, sie für die nächste Zeit in Ruhe zu lassen, bis sie sich wieder einigermaßen gefangen hatte. Ich für meinen Teil, würde warten, bis sie zu mir kommt und mit mir sprechen will. Ich wollte sie ja zu nichts zwingen.
    „Martha, wann gehen wir denn jetzt endlich weiter? Wir schlagen hier noch Wurzeln und die fette Dame hat gesagt, dass uns dann nicht mal Professor Sprout loseisen kann!“, ein kleines blondes Mädchen mit Pferdeschwanz starrte mich mit großen Augen an.
    „Gleich!“
    Ich schaute noch mal zu Ruth, die John gerade wütend ansah, was ziemlich komisch aussah, da sie sich vor einem Typen aufbäumte, der mindestens einen guten Kopf größer war als sie selbst. Sie regte sich gerade furchtbar auf, während John anscheinend versuchte sie zu beruhigen. Die Kleinen wurden auf die beiden aufmerksam und gafften sie ungeniert an, während ich leider zu weit weg stand, um den Wortwechsel der beiden zu verstehen. John hatte wohl sein Ziel erreicht und Ruth sich wieder gefasst, da sie ihn nicht mehr halb so böse anschaute. Plötzlich knickte sie wohl ein und er nahm sie in seine Arme. Ich war mir sicher, dass das rein freundschaftlich gemeint war, doch blöderweise kam in diesem Augenblick Draco um die Ecke, in dessen Augen es wohl nicht so arglos wirkte.
    Ruth löste sich von Johns Armen und wandte sich zum gehen, als sie ihn erblickte.
    Draco funkelte sie böse an, nachdem er sich von dem ersten Schock erholt hatte.
    Sie hielt seinem Blick stand, doch war sie sichtlich überrascht.
    „So also, denkst du über uns nach. Das nennst du also <sich Gedanken machen>?“, schrie er sie wütend an.
    Ruth zuckte zusammen und war wohl zum ersten Mal in ihrem Leben sprachlos. Dass ich das noch mal erleben durfte. Da aber jetzt nicht der richtige Zeitpunkt zum sarkastisch werden war, ließ ich die Kleine stehen, eilte zu ihr hin und zog die immer noch fassungslose Ruth den Gang hinunter.
    Ich drehte mich noch einmal zu Malfoy um musterte ihn verärgert.
    „Du hast ja keine Ahnung!“, zischte ich ihm zu.

    Als ich mit ihr im Schlepptau in meinem Schlafraum angekommen war, setzten wir uns auf mein Bett, dass Ruth ausnahmsweise mal nicht wie sonst immer sofort für sich beanspruchte, also musste es ihr ja wirklich richtig schlecht gehen.
    „Er meinte, ich müsste ihn verstehen. Und dass er auch nichts machen kann. Und ich solle mich doch mal in seine Lage versetzen. Ja wie denn bitte, wenn er nichts sagt.“, fing Ruth plötzlich an. Es sprudelte aus ihr raus und ich nahm sie in den Arm.
    „Er sagt, er hätte ja keine Wahl und er wollte mich nur schützen. Ja klar, dass kann er Crabe oder Goyle erzählen, als ob Unwissenheit schützen würde. Bellatrix hatte mit allem Recht, was sie gesagt hat.“
    „Das hat man ja vorhin gesehen!“, ich zog die Augenbrauen hoch. Omann, war das alles schwierig.
    „Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber irgendwie siehst du die letzten Tage nicht so frisch aus!“
    „Dankeschön, wenn du jede Nacht nur ein paar Stunden schlafen könntest, weil du erstmal ewig nicht einschläfst, weil du dich fragst, warum der Typ, den du liebst ein mieses Arschloch ist, oder weil du irgendwann aufwachst, nachdem du geträumt hast, dass Voldemort erst dich dann Draco dann mich umbringt. Das ist nicht sonderlich angenehm!“
    „Hm…also ich träum immer nur, dass ich Bellatrix beim Friseur treffe, und sie mir ihr Volumenshampoo empfiehlt!“, versuchte ich sie ein bisschen aufzuheitern.
    Ruth lächelte mich traurig an, aber ich sah, dass es ihr schon ein bisschen besser ging und sie sich wohl weitgehend gefasst hatte.
    Ich konnte mir keinen Reim aus Dracos Verhalten machen, ich verstand nicht, was er wollte. Hatte er wirklich was mit dem Eindringen Bellatrix zu tun?
    Aber ich konnte mich noch schwach daran erinnern, dass er ihr oft widersprochen hatte und sich gewehrt hatte, mit ihr mitzukommen.
    Ich war mir nicht sicher, ob er Ruth vor ihr erwähnt hatte, wenn dann hatte ich das wohl nicht mitbekommen.
    Ab dem Fluch konnte ich mich nur dunkel an das erinnern, was passiert war.
    Ich hatte mich zwar dank Harry relativ schnell erholt und ihn ja dann gemeinsam mit der aufgebrachten Ruth in seinen Schlafraum gebracht, trotzdem hatte ich einiges nicht mitbekommen.
    Mir fielen zwar immer mal wieder Bruchstücke ein, aber das ganze Bild wollte sich nicht zusammensetzen lassen.
    Ich nahm mir vor in den nächsten Tagen mit Draco zu reden. Ja ich weiß, ich hätte auch nie gedacht, dass ich mal freiwillig mit ihm reden würde, aber in diesem Fall musste es ja sein. Es ließ sich wohl schwer vermeiden, wenn ich meiner Freundin helfen wollte. Ich hätte ja auch mit Crabe und Goyle Vorlieb genommen, die waren bestimmt so geschwätzig, dass ich binnen ein paar Minuten alles wüsste, was sie wussten, nur glaubte ich nicht, dass Draco den beiden irgendwas erzählt hatte. Vor allem nicht, wen er Ruth die Sache verschwieg. Und das verstand ich sowieso nicht. Glaubte er, er könnte die Dinge totschweigen? Und Ruth hatte Recht damit, dass Unwissenheit einen nicht schützt. Wenn man wenigstens weiß, womit man es zu tun hatte, konnte man sich wenigstens dafür rüsten. Aber so… allerdings glaubte ich nicht, dass Draco ihr nichts erzählt hatte, weil er ihr nicht vertrauen würde. Komischerweise bin ich mir in letzter Zeit sicher geworden, dass er sie wirklich liebte. Wenn mir einer vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich glauben würde, Draco hätte Gefühle für jemanden, geschweige denn überhaupt Gefühle, ich hätte ihn für völlig verrückt erklärt. Doch wie hat Bushido festgestellt: Zeiten ändern dich! Und vielleicht sogar so jemanden wie Draco.


    7
    Kapitel 12: Zu Spät

    Ich war gerade auf dem Weg zu Kräuterkunde, als Ruth aufgeregt auf mich zustürmte. Sie sah zwar immer noch nicht besser aus, als die letzten Tage, aber sie schien deutlich aufgewühlter.
    „Du weißt auch nicht, wo Draco ist, oder?“
    Ich zog die Augenbrauen hoch.
    „Ähm...woher soll ich denn wissen, wo er sich aufhält? Er ist doch eher dein Gebiet, du glaubst doch nicht etwa, dass er sich vorher bei mir abmeldet, wenn er geht!“
    „Haha, sehr witzig, hätte ja sein können…!“, fuhr mich Ruth an.
    Sie ließ die Schultern hängen.
    „Ich weiß einfach nicht, was mit Draco ist. Er ist den ganzen Tag noch nicht aufgetaucht, weder in Zaubertränke, noch in sonst irgendeinem Fach, das ich mit ihm gemeinsam habe. Er ist wie vom Erdboden verschluckt. Ich weißt nicht, wo ich ihn noch suchen soll…!“, setzte sie erneut an.
    „Ich dachte, du wolltest ihn gar nicht mehr sehen? Warum interessiert dich dann seine Anwesenheit?“
    Ruth sah mich verständnislos an.
    „Ja, aber er hat noch nie unentschuldigt gefehlt!“, erwiderte sie mir.
    Ja und?
    „Er wird schon auftauchen, vielleicht ist er einfach noch in seinem warmen Bettchen und wartet darauf, dass du dich um ihn sorgst und reuevoll zu ihm zurückkehrst!“
    Sie sah mich zweifelnd an.
    „Es wird schon nichts schlimmes sein, immerhin ist er ein großer Junge!“, versuchte ich Ruth jetzt doch zu beruhigen.
    In diesem Moment kam Harry dazu und wollte natürlich sofort wissen, was los war.
    Ich musterte ihn.
    Er hatte sich soweit ganz gut erholt und wir beide gingen die meiste Zeit relativ entspannt miteinander um, wenn wir uns begegneten.
    Auch er starrte mich an. Wir sprachen zwar weder unsere Beziehung, noch das Thema Oliver an, aber wir konnten uns wenigstens wieder über belanglose Themen ungezwungen unterhalten.
    „Hallo Martha!“, stammelte er leise.
    „Hallo? Ich bin auch noch da? Können wir uns jetzt bitte um die wirklich wichtigen Themen unterhalten? Und dieses peinliche Schweigen, oder besser gesagt dieses gegenseitige Angestarre und Rumgestammele überspringen!“
    Ich durchbohrte sie mit einem eisigen Blick, obwohl ich ihr das in dem Moment nicht groß verübeln konnte, ich wusste ja, wie sehr sie das alles mitnahm und dass sie sich große Sorgen um ihren Freund machte…beziehungsweise Exfreund. Wie auch immer…
    Wir erklärten Harry die Sachlage und er beschloss wiedererwarten sofort uns beim Suchen zu helfen.
    „Ich würde sagen, wir fragen zuerst sein Lakaien, die wissen bestimmt, wo er steckt!“, schlug Harry vor.
    Hach ja, er hatte immer so brillante Ideen!
    Ruth nickte und so machten wir uns auf den Weg zum Gemeinschaftsraum der Slytherins. Pansy ließ uns widerwillig eintreten, nachdem sie Ruth um die 300 Mal mit ihren Blicken zu töten versucht hatte.
    „Ich weiß echt, nicht, was die für ein Problem mit mir hat!“, raunte mir Ruth zu, als ich neben ihr durch die Pforte schritt.
    „Ich glaube einfach nicht, dass ihr noch die besten Freunde werdet!“, antwortete ich ihr.
    „Nachdem du erst der maulenden Myrte und dann ihr den Typen ausgespannt hast! Wenn ich mich erinnere, war er doch sogar mal mit ihr zusammen!“
    Ruth verdrehte die Augen.
    „Musst du mich denn daran erinnern?“, zischte sie mir zu, während sie nach Crabe und Goyle rief.
    Naja, in Pansys Augen, war Ruth wohl nicht ihre beste Freundin, nachdem sich Draco von ihr getrennt hatte, um Ruth schöne Augen zu machen. Die glaubte doch nicht wirklich, dass er jemals etwas für sie empfunden hatte. Obwohl, die glaubte wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann…
    Mittlerweile waren die beiden aufgetaucht und sahen uns unverwandt an.
    „Oh, Ruth…ich bin mir sicher, Draco wird sich freuen dich zu sehen!“, sagte Crabe mit einem schüchternen Blick auf sie.
    Soso, sogar die beiden schüchterte sie ein.
    „Ist er denn da!“, fragte diese hoffnungsvoll nach.
    „Ähm…ich weiß nicht, vielleicht…ich hab noch nicht so nachgesehen…ich hab nicht so genau darauf geachtet!“, stotterte Goyle.
    „Du wirst doch wohl wissen, ob er heut morgen neben dir aufgewacht ist, oder nicht!“, herrschte Ruth ihn an.
    „Ja wie meinst du das jetzt…ich schlaf doch gar nicht mit ihm zusammen in einem Bett…!“, gab er zu Bedenken.
    Ruth seufzte und drängelte sich an ihm vorbei in den Schlafsaal der Jungen.
    „Habt ihr ihn den ganzen Tag noch nicht gesehen?“, richtete Harry nun das Wort an sie.
    „N-n-n-nein…!“, antwortete ihm Crabe stotternd, da man Harry ansah, dass auch ihm bald der Geduldsfaden reißen würde.
    „Ihr wisst auch nicht, wo er stecken könnte!“, ergriff nun auch ich das Wort.
    „Nein, wie oft denn noch!“, antwortete mir Crabe beleidigt.
    Was bildete der sich eigentlich ein? Wenn in diesem Moment nicht Ruth hektisch die Treppe runtergehetzt gekommen wäre, hätte er noch einiges von mir zu hören bekommen.
    „In seinem Bett ist er auch nicht, nirgends!“, sagte sie panisch.
    Da schlug sich Goyle an seinen überdimensionalen Dickschädel.
    „Er hat uns gestern Abend einen Brief in die Hand gedrückt und gemeint, den sollen wir dir geben, wenn du doch noch irgendwann mal auftauchen würdest. Er hätte ja die Hoffnung noch nicht aufgegeben…Wir wussten nicht, was er meinte und so haben wir das total vergessen…sorry!“, er sah Ruth ängstlich an.
    Ist das ein Trottel, aber in diesem Moment hätte ich an seiner Stelle auch Angst vor ihr.
    Diese riss nun Crabe den Brief aus der Hand und machte ihn hektisch auf.
    Sie überflog ihn kurz und ließ dann ihren Arm sinken. Sie hatte einen glasigen Blick und legte die Stirn in Falten.
    Was stand nur in dem Brief!
    Ich ging zu ihr hin und nahm ihr vorsichtig den sauber beschriebenen Pergamentbogen aus der Hand.
    Das musste man Draco lassen, er hatte eine ordentlichere Handschrift, als ich sie je haben konnte, jedenfalls behauptete Ruth das auch immer, wenn sie versuchte meine Hyroglyphen zu entziffern. Dabei kniff sie immer extra auffällig ihre Augen zusammen und beschwerte sich ellenlang über meine unleserliche Schrift. Na gut, ich muss zugeben, dass ich sie oft auch nur schwer lesen konnte, aber ja mei, wenn ich es eben eilig hatte…
    Ich faltete den Brief auseinander und las ihn selbst.






















    Ich sah zu Ruth, die krampfhaft versuchte, ihre Tränen zu unterdrücken. Dieses Schreiben musste für sie wie ein Schlag ins Gesicht sein.
    Harry, der ja keine Ahnung hatte, was in dem Brief stand, sah von mir zu Ruth und blickte uns verständnislos an.
    Ich ging zu ihm hin und erklärte ihm in wenigen Sätzen den Stand der Dinge. Dann nahm ich Ruth an der Hand und zog sie hinaus auf den Gang vorbei an den verdutzten Crabe und Goyle.
    „Was ist denn jetzt mit Draco?“, riefen die beiden uns noch hinterher, bevor ihnen Harry die Tür vor der Nase zuknallte.

    „Wenn er von seiner Familie mitgenommen worden ist, hätten sie vorher Dumbledore informieren müssen!“, überlegte Harry.
    „Wenn er freiwillig mitgegangen ist, dann schon!“, dachte ich laut.
    „Warum sollte er das denn nicht?“
    „Ich glaube, du hast zu viele Bücher der <3 Fragezeichen> gelesen!“
    Haha.
    Harry schaute mich verdutzt an.
    Mit einem Seitenblick auf Ruth antwortete ich ihm:
    „Hast du dir den Brief schon mal genauer angeschaut? Was soll denn das heißen, dass wir seine besten Freunde sind! Vor allem du! Das hat er bestimmt mit Absicht so geschrieben, quasi als stiller Hilferuf, genauso das mit seiner Beziehung, das ist doch total absurd!“
    Harry legte die Stirn in Falten und überlegte anscheinend krampfhaft.
    „Hm…stimmt, irgendwas ist da faul! Aber vielleicht sollten wir doch einfach erst zu Dumbledore gehen und ihn um Rat fragen!“

    Wir machten uns auf den Weg zu dem alten Greis, um von ihm Antworten zu bekommen. Da die Lehrer vor ein paar Tagen von ihrer Krisensitzung wiedergekommen waren, und von da an wie die Hühner in Hogwarts in den Gängen rumeilten, um die Schule zu schützen und sicher zu halten, hofften sie, ihn in seinem Büro anzutreffen. Durch die versteckte Treppe, die Harry ja inzwischen nur allzu gut kannte, gelangten wir auch schnell dorthin.
    Ich blickte mich um. Ich war noch nicht sonderlich oft bei ihm, eigentlich überhaupt nicht.
    Ich sah einen riesigen roten Vogel, der auf einer Stange saß und mich mit wachen Agen anstarrte. Harry suchte derweil den ganzen Raum ab und stieg sogar die kleine Treppe weiter hinauf. Er schaute übers Geländer auf uns herab.
    „Er ist nicht hier! Ich hab keine Ahnung, wo der steckt!“
    Da waren wir ja schon mal zu zweit.
    Der Vogel musterte mich immer noch mit seinen glänzenden Augen, während Harry wieder zu uns runter kam.
    Er ging zu dem Tier hin und streichelte ihm sanft über de Kopf. Dieser schmiegte sich an seine Hand und legte den Kopf schief.
    „Hallo Phönix! Na, wie geht’s dir?“
    Soso, den kannte er wohl auch ganz gut. Wen oder was kannte der Kerl eigentlich nicht!
    Ich erschrak, denn plötzlich ging das Viech in Flammen auf und übrig blieb wortwörtlich ein Haufen Asche.
    Ruth schreckte hinter mir lautstark zusammen.
    Harry drehte sich belustigt zu uns um.
    „Das ist ganz normal, das macht er immer!“
    Ruth zog die Augenbrauen hoch.
    „Aja…!“
    „Und warum macht er das?“, ich sah ihn verständnislos an.
    Dass er einen auch immer so auf die Folter spannen muss…
    „Naja, er ist so eine Art Feuervogel…in festen Zeitabständen zerfällt er zu Staub, er verbrennt quasi und dann steht er aus seiner eigenen Asche wieder auf! Versteht ihr?“
    Ja, wir sind nicht dumm!
    Anstatt dieser Antwort lächelte ich ihm freundlich zu, weil ich es nicht sofort wieder mit ihm verderben wollte.
    Wir verließen so schnell wie möglich wieder Dumbledores Reich, da ich mich dort definitiv nicht wohl fühlte, man könnte auch sagen, das mir ziemlich unbehaglich war.
    Harry konnte das natürlich wieder überhaupt nicht nachvollziehen, also langsam fing ich auch an Dracos Bemerkungen zu verstehen, der muss sich nicht wundern, dass so mancher auf die Idee kommt, dass er Dumbledores Lustknabe war.

    Nach einer langen turbulenten Reise hatten wir, beziehungsweise die anderen Drei, da wir uns zwischendurch aufgeteilt hatten, Draco endlich gefunden.
    Er befand sich in den Klauen seiner Familie, aus denen wir ihn allerdings schnell befreiten.
    Inzwischen war wohl auch seinen Leuten klar, auf welcher Seite er stand, und vor allem, für wen er kämpfte.
    Die Lage hatte sich inzwischen beruhigt und Ruth und Draco hatten sich wohl auch wieder vertragen, immerhin sah man die beiden jetzt wieder öfter zusammen, wie sie sich schmachtende Blicke zuwarfen.
    Wie die Rettung genau gelaufen ist, werde ich demnächst ausführen, aber dafür ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
    Aber so viel sei schon mal gesagt, Harry und ich waren auf dem Besten Weg, alles wieder hinzukriegen, obwohl ich natürlich immer noch mit Wood zusammen war.
    Aber das ließe sich auch noch irgendwie regeln, zumindest sagte ich mir das immer …

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