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Liebe auf Umwegen

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6 Kapitel - 12.624 Wörter - Erstellt von: BellaPotter - Aktualisiert am: 2017-04-12 - Entwickelt am: - 588 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Es geht in dieser Geschichte um Martha, die ihre Liebe findet! Aufpassen, sehr lang!

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    Magische Künste- Silprodigy

    PROLOG

    Martha war gerade mit ihrer kleinen Schwester Sandra im Garten als eine Eule über ihren Köpfen hinweg flog. Martha entzog den dicken Umschlag der Eule und brach das Siegel. Es war ein Brief von der Zauberschule Hogwarts.
    Ihre Eltern wollten sie möglichst ohne viel magischen Einfluss aufziehen und verschwiegen ihr deshalb, dass ihre Mutter eine Hexe war und baten sie auch Sandra fürs erste nichts davon zu erzählen. Sie hat ihnen verziehen, doch Martha wollte nicht ihr altes Leben aufgeben.
    Doch eines Tages kam der Halbriese Hagrid zu ihr und sagte, dass er gekommen sei, um sie nun nach Hogwarts zu bringen. Nachdem Martha erfahren hatte, dass auch ihre beste Freundin Ruth an der Zaubererschule angenommen wurde, willigte sie schließlich ein. Zusammen mit ihr und Hagrid begaben sie sich in die Winkelgasse und bekamen alles gezeigt. Martha bekam sogar einen Zauberstab aus Stechpalme und Hagrid schenkte ihr eine Schneeeule, die sie liebevoll Massi nannte.
    Am nächsten Tag brachte er die beiden zum Bahnhof, doch bevor Martha ihn fragen konnte, wo das Gleis 9/3/4 war, verschwand er.
    Sie sahen sich verdutzt an und wirkten ein wenig verzweifelt, bis sie eine große Zaubererfamilie entdeckten, die durch die Wand zwischen Gleis 9 und 10 liefen und dahinter verschwanden. Martha und Ruth taten es ihr nach und gelangten so an das richtige Bahngleis. Sie suchten sich ein leeres Abteil im Zug, doch es dauerte nicht lange, da setzten sich zwei Jungs zu ihnen. Der eine hieß Harry und der andere Ron. Es war faszinierend wie viel Ron in sich hineinschlang. Harry wusste auch noch nichts über die Zaubererwelt und Ruth und Martha löcherten Ron nach allen Einzelheiten. Als sie dann angekommen waren, wartete Hagrid am Bahnsteig. Er brachte alle Erstklässler ins Schloss. Sie fuhren in kleinen Ruderbooten zum Schloss, über einen großen nebelverhangenen See.
    Martha war ziemlich beeindruckt von all den neuen Ereignissen. Überall gab es was Neues zu entdecken und sie musste alle neuen Eindrücke erst mal in Ruhe verarbeiten. Doch dazu kam sie nicht, denn jeder musste sich in einer Reihe aufstellen. Nach und nach mussten sie aufstehen und sich den sprechenden Hut aufsetzen lassen, der sie alle in ihre Häuser einweisen sollte.
    Nach Harry und Ron kam Martha dran. Sie setzte sich auf den Hocker und hoffte, dass sie bloß nicht nach Slytherin käme, Ron hatte nämlich gesagt, dass alle dunklen Magier aus Slytherin kämen.
    Ruth sagte zwar, dass das totaler Schwachsinn sei, aber die sagte auch viel, wenn der Tag lang war. Der Hut fand es schwierig, Martha ein Haus zuzuweisen, da sie äußerst intelligent war, doch sie war ebenfalls ein sehr tapferes Mädchen. Letzten Endes schickte der Hut sie nach Gryffindor, wo Harry und Ron sie freudig empfingen. Ruth war zwar ein bisschen enttäuscht, da sie für Ravenclaw eingeteilt wurde, und die beiden so nicht in einem Haus waren, doch das legte sich, nachdem sie sich versichert hatten, trotzdem noch die meiste Zeit miteinander zu verbringen. Martha kam in einen Schlafsaal mit einem Mädchen namens Hermine Granger, zuerst war das Mädchen ihr ziemlich fremd, da sie besserwisserisch und neunmalklug schien, aber bald merkte Martha, dass der erste Eindruck, den sie von Hermine gewonnen hatte, nicht unbedingt der bleibende war. Sie erkannte, dass hinter der Fassade ein nettes Mädchen stand, mit der sie sich bald relativ gut anfreundete.
    Sie war relativ gut in der Schule, vor allem in ihrem unangefochtenen Lieblingsfach <Verteidigung gegen die dunklen Künste>.
    Auch weiterhin waren Ruth und Martha die besten Freunde und verbrachten in den nächsten Schuljahren die meiste Zeit miteinander, bis auf einmal eine Veränderung in Ruth vorging und sie sich mehr und mehr Draco Malfoy zuwendete und Martha den Anschein hatte, dass sie ihr den Rücken zukehren würde.
    Martha mochte Malfoy nicht besonders und so entfernten sich die beiden immer weiter voneinander. Martha begann mehr Sachen mit Harry, Ron und Hermine zu unternehmen. Sie ließ sich von den Abenteuern erzählen, die die drei in den letzten Schuljahren erlebt hatten, und war stets beeindruckt.
    Nun befinden wir uns im 7. Schuljahr und beginnen die Geschichte von Martha, einer äußerst begabten Hexe weiterzuerzählen.


















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    Magische Künste- Silprodigy

    PROLOG

    Martha war gerade mit ihrer kleinen Schwester Sandra im Garten als eine Eule über ihren Köpfen hinweg flog. Martha entzog den dicken Umschlag der Eule und brach das Siegel. Es war ein Brief von der Zauberschule Hogwarts.
    Ihre Eltern wollten sie möglichst ohne viel magischen Einfluss aufziehen und verschwiegen ihr deshalb, dass ihre Mutter eine Hexe war und baten sie auch Sandra fürs erste nichts davon zu erzählen. Sie hat ihnen verziehen, doch Martha wollte nicht ihr altes Leben aufgeben.
    Doch eines Tages kam der Halbriese Hagrid zu ihr und sagte, dass er gekommen sei, um sie nun nach Hogwarts zu bringen. Nachdem Martha erfahren hatte, dass auch ihre beste Freundin Ruth an der Zaubererschule angenommen wurde, willigte sie schließlich ein. Zusammen mit ihr und Hagrid begaben sie sich in die Winkelgasse und bekamen alles gezeigt. Martha bekam sogar einen Zauberstab aus Stechpalme und Hagrid schenkte ihr eine Schneeeule, die sie liebevoll Massi nannte.
    Am nächsten Tag brachte er die beiden zum Bahnhof, doch bevor Martha ihn fragen konnte, wo das Gleis 9/3/4 war, verschwand er.
    Sie sahen sich verdutzt an und wirkten ein wenig verzweifelt, bis sie eine große Zaubererfamilie entdeckten, die durch die Wand zwischen Gleis 9 und 10 liefen und dahinter verschwanden. Martha und Ruth taten es ihr nach und gelangten so an das richtige Bahngleis. Sie suchten sich ein leeres Abteil im Zug, doch es dauerte nicht lange, da setzten sich zwei Jungs zu ihnen. Der eine hieß Harry und der andere Ron. Es war faszinierend wie viel Ron in sich hineinschlang. Harry wusste auch noch nichts über die Zaubererwelt und Ruth und Martha löcherten Ron nach allen Einzelheiten. Als sie dann angekommen waren, wartete Hagrid am Bahnsteig. Er brachte alle Erstklässler ins Schloss. Sie fuhren in kleinen Ruderbooten zum Schloss, über einen großen nebelverhangenen See.
    Martha war ziemlich beeindruckt von all den neuen Ereignissen. Überall gab es was Neues zu entdecken und sie musste alle neuen Eindrücke erst mal in Ruhe verarbeiten. Doch dazu kam sie nicht, denn jeder musste sich in einer Reihe aufstellen. Nach und nach mussten sie aufstehen und sich den sprechenden Hut aufsetzen lassen, der sie alle in ihre Häuser einweisen sollte.
    Nach Harry und Ron kam Martha dran. Sie setzte sich auf den Hocker und hoffte, dass sie bloß nicht nach Slytherin käme, Ron hatte nämlich gesagt, dass alle dunklen Magier aus Slytherin kämen.
    Ruth sagte zwar, dass das totaler Schwachsinn sei, aber die sagte auch viel, wenn der Tag lang war. Der Hut fand es schwierig, Martha ein Haus zuzuweisen, da sie äußerst intelligent war, doch sie war ebenfalls ein sehr tapferes Mädchen. Letzten Endes schickte der Hut sie nach Gryffindor, wo Harry und Ron sie freudig empfingen. Ruth war zwar ein bisschen enttäuscht, da sie für Ravenclaw eingeteilt wurde, und die beiden so nicht in einem Haus waren, doch das legte sich, nachdem sie sich versichert hatten, trotzdem noch die meiste Zeit miteinander zu verbringen. Martha kam in einen Schlafsaal mit einem Mädchen namens Hermine Granger, zuerst war das Mädchen ihr ziemlich fremd, da sie besserwisserisch und neunmalklug schien, aber bald merkte Martha, dass der erste Eindruck, den sie von Hermine gewonnen hatte, nicht unbedingt der bleibende war. Sie erkannte, dass hinter der Fassade ein nettes Mädchen stand, mit der sie sich bald relativ gut anfreundete.
    Sie war relativ gut in der Schule, vor allem in ihrem unangefochtenen Lieblingsfach <Verteidigung gegen die dunklen Künste>.
    Auch weiterhin waren Ruth und Martha die besten Freunde und verbrachten in den nächsten Schuljahren die meiste Zeit miteinander, bis auf einmal eine Veränderung in Ruth vorging und sie sich mehr und mehr Draco Malfoy zuwendete und Martha den Anschein hatte, dass sie ihr den Rücken zukehren würde.
    Martha mochte Malfoy nicht besonders und so entfernten sich die beiden immer weiter voneinander. Martha begann mehr Sachen mit Harry, Ron und Hermine zu unternehmen. Sie ließ sich von den Abenteuern erzählen, die die drei in den letzten Schuljahren erlebt hatten, und war stets beeindruckt.
    Nun befinden wir uns im 7. Schuljahr und beginnen die Geschichte von Martha, einer äußerst begabten Hexe weiterzuerzählen.


















    3
    Kapitel 2: Witzig

    Nach ein paar Wochen, und nachdem sich die Gemüter wieder weitgehend beruhigt hatten, hatten wir Zaubertränke bei Snape. Ogott, wie ich dieses Fach hasste. Muss das denn jetzt sein?
    Nun standen wir alle versammelt vor dem Raum für Zaubertränke und warteten auf unsren geliebten Professor.
    Doch von Snape war keine Spur in Sicht.
    „Wo bleibt Snape denn? Das ist doch sonst nicht seine Art zu spät zu kommen!“, fragte ich in die Runde.
    „Vielleicht ist er krank!“, sagte Ron hoffnungsvoll.
    „Vielleicht hat er gekündigt“, entgegnete Harry, „weil er wieder nicht Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten darf!“
    „Oder sie haben ihn rausgeschmissen!“, meinte Ron begeistert.
    „Immerhin kann ihn ja keiner ausstehen –“
    „Oder vielleicht“, sagte eine eisige Stimme direkt hinter ihnen, „wartet er darauf, von euch die heutige Hausaufgabe vorgelegt zu bekommen!“
    „Mister Potter, Mister Weasley, ab ins Zimmer, sofort!“
    Ohoh, das gibt noch Ärger…

    "Ihr werdet heute den Fragranenstrank brauen, im Buch Seite 142. Aufschlagen! Währenddessen werde ich eure Hausaufgaben kontrollieren!" schnarrte er. Mit einem Schlenker seines Zauberstabes war das Rezept an der Tafel. Die Schüler begannen den Trank zu brauen und Snape ging durch die Reihen.
    „Hermine, haben Sie schon wieder vorgearbeitet?“
    „Ich wusste nicht, dass das verbotenen ist!“, antwortete Hermine ihm mit einem unschuldigen Lächeln.
    „Und jetzt auch noch frech werden? 50 Punkte Abzug für Gryffindor!“, bellte Snape sie an.
    „Aber...!“
    „Wagen Sie es ja nicht mir zu widersprechen!“
    Hermine schnappte empört nach Luft und Snape setzte seinen Gang fort.
    „Sehr gut Malfoy, der Trank war für Sie ja kein Problem, oder?“
    „Natürlich nicht. War im Handumdrehen erledigt!“, grinste Malfoy Snape an.
    Ja wahrscheinlich hatte ihn seine Mama gebraut. Der Kerl kriegt doch nichts alleine hin.
    „Für so viel Engagement sollen Sie natürlich belohnt werden! 100 Punkte für Slytherin!“
    Was geht denn?
    „Warum denn das, bitte? Wir haben schließlich alle unsere Hausaufgaben gemacht!“
    Das ist ja wohl die Höhe.
    „Wollen sie schon wieder vorlaut werden, Miss Ruttensperger? Ich verbitte mir diesen Ton! Erneut 50 Punkte Abzug für Gryffindor!“
    Hallo?
    „Was heißt denn hier schon wieder? Ich habe heute noch überhaupt nichts gesagt! Verkleben ihre fettigen Haare ihnen etwa die Ohren? Versuchen Sie's mal mit Head & Shoulders, das hat sogar bei Sabrina geholfen.“
    Sabrina stand hektisch auf und lief heulend aus dem Zimmer.
    Oh, naja egal…
    Ruth drehte sich zu mir um und grinste mich an.
    „Treffer versenkt!“
    Snapes Kinnlade fiel nach unten.
    „Was erlauben Sie sich eigentlich? 200 Punkte Abzug für Gryffindor und eine Zusatzaufgabe für Miss Ruttensperger und Miss Vogl. Gratuliere.“
    Alle Gryffindors starrten mich wütend an. Verdammt.
    „Was sollte das denn? Musst du dich denn ständig mit ihm anlegen?“, zischte nun auch Harry mir zu.
    „Du lässt dir ja alles gefallen, man wird doch wohl noch seine Meinung sagen dürfen“, schnaubte ich. Was bildet sich der denn ein? Er ist ja wohl auch kein Saubermann.
    „Lassen wir's gut sein. Das nächste Mal, überlegst du dir aber bitte vorher, wie du Snape beleidigst, sonst können wir den Hauspokal dieses Jahr sofort vergessen“, raunte Hermine mir von der anderen Seite zu. Naja, das wollte ich natürlich auch nicht.
    Vor Goyles Pult blieb Snape erneut stehen.
    "Sagen Sie mal, Mr. Goyle, haben Sie etwa ihre Hausaufgaben vergessen?"
    "Was für eine Hausaufgabe?"
    "Sie sollten das Rezept für den Wahrheitstrank abschreiben!"
    "Verzeihung, Professor, aber ich habe offensichtlich mein Gedächtnis verloren!"
    "So, und seit wann haben Sie das?"
    "Seit wann habe ich was?"
    Snape zog ärgerlich seine Augenbrauen hoch und seine Nase kräuselte sich.
    Ich verzog bei diesem Anblick den Mund zu einem Grinsen. Das sieht einfach immer zu komisch aus.
    „Mister Potter?“
    "Ja?", antwortete Harry ihm.
    "Ja, Sir"
    "Sie brauchen mich nicht Sir zu nennen, Professor", meinte Harry mit einem verschmitzten Grinsen.

    Nach dem Unterricht traf ich Ruth zufällig auf dem Gang und unterhielt mich mit ihr. Wir hatten schon ewig nichts mehr miteinander gemacht, was wohl an der Tatsache liegt, dass niemand ihren Freund leiden kann.
    „Wir treffen uns später noch im Turm, um ein bisschen zu feiern, hast du Lust mitzukommen?“
    „Würde ich ja gerne, aber ich hab Draco versprochen, dass ich den Abend mit ihm verbringe, tut mir Leid.“
    Ruth sah mich entschuldigend an. Das konnte sie sich auch sparen. Musste sie denn jede freie Sekunde mit der Kröte verbringen! Aber wir wollen ja nicht so sein…
    „Bring ihn doch einfach mit!“
    Kotz würg. Ich setzte mein lieblichstes Grinsen auf.
    „Naja, ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Du weißt doch ganz genau, dass sie alle ein Problem mit Draco haben.“
    Der arme kleine Junge.
    „Ist ja auch nicht verwunderlich, so wie Draco hier alle behandelt!“, konnte ich mir daraufhin nicht verkneifen.
    „Ich versuch ihn zu überreden, in Ordnung? Ich kann dir aber nichts versprechen! Draco kann manchmal ganz schön stur sein!“, seufzte Ruth.
    Bei dem Kerl wäre ich auch den ganzen Tag am Seuzfen. Oder am <mich aufm Dachboden aufhangen>.
    „Wirt du schon schaffen!“, wieder kam mein Grinsen zum Einsatz.
    „Naja gut, dann bis heute Abend!“
    Ruth lächelte mich an und eilte hastig davon.
    Wollte sie fliehen? Hach, mir kann keiner entkommen. Muhaha…
    Ich sollte mit diesen kleinen grünen Bohnen aufhören…
    Wer weiß? Vielleicht wird dieser Abend ja alles changen? Oh mein Gott diese Bohnen. Wo war ich? Ach ja genau, vielleicht würden sie sich ja doch noch besser verstehen, wenn sich nur Draco, dieser eingebildete Lackaffe mal mit den anderen gut stellen würde.
    Aber Ruth zu Liebe würde ich ihn schon diesen einen Abend aushalten können, und wer weiß, vielleicht war er doch kein so schlechter Kerl, und er würde alle überraschen? Ok, nie, nie wieder diese Bohnen. Harry sollte sie mal probieren, dann wäre er mal ein bisschen lockerer…




















    Gegen Abend hatten wir uns alle im Gryffindor Gemeinschaftsraum versammelt, um den Abend in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.
    Ich setzte mich neben Harry, der seinen Arm um mich legte und sich entspannt mit Ron unterhielt.
    Hallo? Was soll den das? Wieso redet er mit der Dumpfbirne und nicht mit mir? Morgen hat er bestimmt Rückenschmerzen, wenn der sich weiter so verrenkt.
    „Omann, ich hab Hunger!“, jammerte Ron.
    „Ähm, wir haben gerade erst Abend gegessen, 2 Gänge!“
    Martha starrte ihn entgeistert an.
    „Ja, aber das war schon vor einer halben Stunde!“
    „Ich glaub, Hermine hat noch Kekse in ihrem Zimmer!“, riet Harry ihm
    Ist ja klar, wenn man mit so einem Vielfraß zusammen ist, muss man jeder Zeit gerüstet sein…
    Wir lachten viel und irgendwann kamen wir auf das Thema Quidditsch zu sprechen und Ron meinte, dass die anderen Häuser doch eh keine Chancen hätten.
    Ja, wir mit ihm auch nicht. Oh…hab ich das jetzt laut gesagt? Mist…den Blicken ach zu urteilen schon…
    „Naja, so würde ich das nicht sagen. Gut, Hufflepuff kannst du vergessen, da ist ja einzig allein Cedric da, der das Spiel von denen aus in die Hand nimmt, und die Jäger kannst du eh vergessen, wenn du dir nur mal diese Sabrina anschaust, oder Felix. Aber Ravenclaw hat ein paar gute Spieler, allein der Sucher, John, oder wie er auch heißt, oder die Treiber Ruth und Tracey lassen sich nicht leicht unterkriegen.“, meinte Harry, während er sich gedankenverloren den Kopf kratzte.
    Gut, dass Ruth das nicht sah, sonst dürfte ich mir das wieder tagelang anhören. Obwohl, ich hatte ja noch den Trumpf mit dem Schlafen im Ärmel.
    „Ruth, ist das nicht die, die jetzt immer mit Malfoy rumhängt?“
    Ja, das ist die, die immer mit MALFOY rumhängt. Und du bist der, der immer an George dranhängt.
    „Stimmt. Martha, bist du nicht mit der befreundet?“, fragte Fred.
    Ja, ich bin mit DER befreundet.
    Ich sah ihn an und nickte.
    „Sieht ja sehr begeistert aus!“, bemerkte George.
    Liegt daran, dass ich dich dabei anschau.
    „Seit sie mit ihm rumhängt.. naja, ich hab sie jedenfalls eingeladen, dass sie heute Abend mal hier vorbei schaut, ist doch kein Problem, oder?“
    „Naja, solange sie ihren Schatten daheim lässt!“
    „Du hast ihn doch nicht auch eingeladen, oder?“, raunte Harry mir leise zu.
    „Ja, was hätte ich denn machen sollen? Sie meinte, sie kommt nur mit ihm...“
    „Oman, das kann was werden!“, seufzte Harry.
    Ich verdrehte die Augen.
    „Und dann wäre da auch noch Slytherin. Mit Malfoy als Sucher haben sie keine schlechte Partie gemacht. Auch wenn sein Daddy ihn bestimmt ins Team gekauft hat!“, kam Ron wieder auf das Thema zu sprechen.
    Tja, der kann es sich halt leisten. Harry könnte auch mal ein bisschen von seinem Vermögen springen lassen. Da konnte ich Ruth nur beneiden.
    „Ach Quatsch, ich glaub, das Geld konnte er sich sparen, schau dir doch nur mal die anderen Vollpfosten aus Slytherin an, da ist er ja noch einer von den Besseren“, gab Hermine ihren Senf dazu.
    Wer sonst.
    „Apropos Slytherin und Vollpfosten... habt ihr Lust auf ein paar Slytherin Witze?“, fragten Fred und George mit glänzenden Augen.
    „Immer wieder gern!“, fing Ginny an zu kichern.
    Ich blickte besorgt zur Tür, doch von Ruth und Draco war keine Spur. Na dann können wir es ja wagen. Nicht auszumalen, wenn die beiden jetzt reinkommen, da wäre Ruth bestimmt wieder ewig sauer. Na gut, in dem Punkt kann ich es ja sogar nachvollziehen.
    „Jetzt spannt uns nicht so auf die Folter!“, fing auch Harry nun an zu drängeln.
    „Na gut, also: Dracos Mutter zu Draco:" Deine Noten in Geschichte sind nicht gerade die besten!"-"Verstehe doch, Mum, ich werde dauernd Sachen gefragt, die vor meiner Geburt stattgefunden haben!"
    Aja. Lustig.
    „Meine Güte, war der schlecht! Also ihr seid auch nicht mehr das, was ihr mal wart!“, stichelte Hermine.
    Fred und George warfen ihr ein schiefes Grinsen zu und ließen den nächsten Witz von der Leine.
    „Crabe und Draco springen von einem Hochhaus. Wer kommt als erster unten
    an? - Crabbe, da Draco erst nach dem Weg fragen muss.“
    Ich dachte, es wären Slytherinwitze und keine Dracowitze. Naja egal, lustig waren sie trotzdem nich.
    Die Gryffindors amüsierten sich prächtig, doch einen hatten die Zwillinge noch auf Lager:
    „Draco, Crabbe und Goyle sind auf einer Insel gestrandet, wo keine Zauberkraft wirkt. Als sie eine Wunderlampe finden, kommt ein Ginny aus der Lampe ."
    Ginny warf ihren Brüdern einen vernichtenden Blick zu.
    „Ach komm Ginny, du weißt schon, was wir meinen!“, lachte Fred.
    „Na gut, weiter: Ihr habt jetzt 3 Wünsche frei!", sagte der Ginny zu ihnen. Als erstes sagte Crabbe:“ Ich will wieder nach Hause!", plopp im Nu war Crabbe wieder zu Hause. „Ich will auch nach Hause!", sagte Goyle, und so landete auch er im Nu wieder zu Hause. Als Draco an die Reihe kam jammerte er:" Och man, jetzt bin ich ganz alleine, ich wünsche mir, Crabbe und Goyle wären wieder hier!". Und schon waren sie wieder zu dritt auf der Insel. “
    Die Gryffindors lachten und in diesem Augenblick hob ich meinen Kopf und blickte zur Tür, in der nun Ruth und Draco standen.
    War ja klar, wie in einer schlechten Seifenoper. Wir waren hier doch nicht bei Verbotene Liebe.
    Ruth musterte mich mit einem kalten Blick und wandte sich dann von mir ab.
    Ohoh.
    „Tja Weasly, wenigstens habe ich Gelegenheit auf einer Insel Urlaub zu machen, während du mit deiner Blutsverräterfamilie Ferien auf dem Bauernhof, bei all euren Gleichgesinnten im Stall macht.“
    Draco legte den Arm um Ruth und zog sie weg. „Ich hab dir doch gleich gesagt,
    dass das hier keinen Sinn hat, bei den ganzen Proleten.“

    4







    Kapitel 3: Wer hätte das gedacht?

    Hagrid führte uns Schüler seiner Klasse in den Wald, um uns den Bowtruckle auch in seiner natürlichen Umgebung zu zeigen, da er glaubte, dass wir uns so die Informationen über diese Kreatur besser merken konnten. Meine Gruppe lachte und wir unterhielten uns prächtig. Wir unterhielten uns sogar so gut, dass wir nicht mal bemerkten, wie Hagrid plötzlich im Dickicht verschwand.
    Komisch, war der Proll denn hin?
    „Harry, Hagrid ist weg, wo ist er auf einmal hin?“
    Harry schaute mich verdutzt an. Mein Gott, jetzt guck nicht so.
    „Stimmt, er ist weg! Keine Ahnung, wo er hin ist.“
    Hätte mich auch gewundert.
    Ron und Hermine lästerten gerade lautstark über die gestrige Wahrsagestunde, da Hermine dem Fach noch ne was abgewinnen konnte. Ron war derselben Meinung, obwohl ich eher vermutete, dass er Angst vor Trelawney hatte und das der Grund dafür war.
    Klar, ich fände es auch nicht so toll, wenn meine Lehrerin den Tod meiner besten Freundin voraussagen würde, ich für meinen Teil aber vor allem nicht, weil es mein Freund war, dem sie das ständig erzählte.
    "Aaaah", sagte Ron plötzlich, Professor Trelawneys geheimnisvoll waberndes Flüstern nachahmend, "wenn zwei Neptune am Himmel erscheinen ist dies ein sicheres Zeichen, dass ein Zwerg mit Brille geboren wird..."
    Hermine lachte kurz, bevor ihr klar wurde, dass irgendwas nicht stimmte.
    Denn langsam wurde die Tatsache, dass sie alleine im verbotenen Wald waren, den anderen ebenfalls bewusst.
    Wird ja auch mal Zeit.
    „Was hat dieser blöde Halbproll denn nun schon wieder vor?“, stieß Malfoy zwischen den Zähnen hervor.
    Das wüsste ich auch gern.
    „Oh mein Gott, oh mein Gott! Was sollen wir nur tun?“, fing Sabrina hysterisch an zu schreien.
    „Halt die Klappe, Weigert. Dein Gejammere will hier niemand hören!“
    Theresa stellte sich schützend vor ihre Freundin und legte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter.
    Was soll das denn jetzt?
    „Du bist so gemein, Malfoy. Hör auf uns zu ärgern!“
    Malfoy fing an zu lachen.
    Ein paar der anderen schlossen sich dem Lachen an.
    Blöderweise auch ich, das Bild war einfach zu komisch.
    Obwohl ich mich natürlich bemühte, Haltung zu bewahren, nachdem Theresa mich böse ansah.
    „Was willst du denn dagegen machen?“
    Malfoy grinste sie hämisch an.
    Theresa blickte ihn wütend an und richtete ihren Zauberstab auf ihn.
    <Diffindo>
    Ich sah, wie sich Malfoys Umhang wie von Zauberhand genau in der Mitte trennte. Die Fäden hielten dem Zauber nicht Stand und lösten sich einer nach dem anderen auf.
    Malfoy starrte an sich herab und sein Mantel fiel ab.
    Da aber jeder Schüler, wie vorgeschrieben, eine Schuluniform anhatte, war das für Malfoy kein großer Schaden, wenn es nicht sein 50 Galleons- Umhang gewesen wäre, den er von seinem Daddy letzte Woche geschenkt bekomme hatte.
    Oh, armer kleiner schleimtriefender Draco.
    „Wie kannst du es wagen, meinen Mantel zu zerstören, du wertloses Schlammblut!“
    Er war kurz davor völlig auszurasten.
    Ruth trat zu Draco und versuchte ihn beruhigen.

    Sie schaffte es soweit, dass er sein Wut verzerrtes Gesicht zu einem Grinsen wendete und nun seinerseits den Zauberstab zückte.
    <Faecrinis>
    Theresas Haare, die strohblond und äußerst volumig waren, wurden plötzlich teilweise von Strohbüscheln ersetzt und es war mit bloßem menschlichen Auge nicht zu erkennen, was nun die echten Haare oder die Strohhalme waren.
    Alle fingen an zu lachen, und Theresa stand da, wie ein begossener Pudel.
    Selber Schuld. Was musste sie sich auch so ausdrücken, da konnte sie doch damit rechnen, dass das für einen wie Malfoy ein gefundenes Fressen war.
    Ja gut, sie ist zwar meine Freundin, aber bitte…
    Doch damit war es den anderen nicht genug. Sie wollten mehr Show.
    „Komm lass’ sie tanzen!“, feuerte Goyle ihn an.
    Was für ein Schwachmat.
    Das ließ Draco sich nicht zweimal sagen.
    Erneut hob er seinen Zauberstab und zielte damit auf den Boden vor Elena, ebenfalls aus Hufflepuff.
    Sie war ebenfalls Sabrina zur Seite gestanden, da sonst niemand mit ihr befreundet sein wollte. Außer natürlich ihr komischer Freund, dessen Namen ich mir einfach nicht merken konnte. Aber da war ich nicht allein. Niemand konnte das, und niemanden interessierte der Typ. Er war noch weniger bei unsrem Haus beliebt, als Draco und das sollte schon einiges heißen.
    <Incendo>
    Kurz nachdem Draco diesen Spruch gesprochen hatte, fing der Boden unter Elenas Füßen an zu glühen. Sie sprang zur Seite, doch da glühte schon der nächste Punkt.
    Und so weiter und so fort. Keiner konnte Elena leiden und so fingen bald alle an zu Lachen, selbst die strohblonde Theresa.
    So ging das immer weiter, bis Draco den Spaß daran verlor und davon abließ, sie rumzuscheuchen.
    Schade, ich könnte mir das stundenlang anschauen.
    Elena war völlig außer Atem und schrie ihn an:
    „Na warte, wenn dass Christoph erfährt! Du wirst dir wünschen, nie geboren worden zu sein!“
    Ja genau, so hieß das arme Würstchen, das unter ihrer Fuchtel stand.
    Draco zog die Augenbraue hoch und musterte sie mit abschätzigen Blick.
    „Natürlich, alles klar. Ich glaube er wünscht sich bereits, dass du nie geboren worden wärst! Aber naja, jeder hat eben seinen eigenen Geschmack!“
    Mit diesen Worten nahm er Ruth bei der Hand, sah sie zu meinem großem Erstaunen liebevoll an, wendete sich von den drei Witzfiguren ab und zog sie in den Wald.
    Harry blickte mich bei diesen Worten an und gab mir einen langen Kuss.
    Wo waren wir denn? In der Steinzeit? Marke, was der kann, kann ich auch. Männer…
    „Und was sollen wir jetzt machen? Wir müssen doch irgendwie nach Hause!“, funkte Ron dazwischen.
    Er hatte auch keinen Sinn für Romantik. Dieser Prolet. Wie hielt Hermine das nur aus.
    „Weißt du den Weg nach Hogwarts?“, Harry schaute ihn zweifelnd an.
    „Ne“
    „Na eben, ich auch nicht, und das dümmste, was man im verbotenen Wald machen kann, ist sich noch weiter verirren!“, erklärte Harry.
    „Eben. Und so weiß Hagrid, wo er uns zu finden hat. Ich glaube nämlich inzwischen, dass es kein Versehen war, dass er uns hier einfach im Wald zurück gelassen hat! Ich hab irgendwo gelesen, dass es zu einer Prüfung im 7. Schuljahr gehört, dass man eine Nacht im Verbotenen Wald überlebt!“, meinte Hermine mit wichtiger Miene.
    „Aber Dumbledore würde uns doch nie so einer Gefahr aussetzen! Nicht jetzt wo Voldemort sich rüstet!“, widersprach ich ihr.
    So blöd war er auch wieder nicht.
    „Naja, er wird schon einen Ort ausgesucht haben, an dem es weitgehend sicher ist!“, fügte Ruth hinzu, die mittlerweile mit Draco wiedergekommen war.
    Komischerweise waren ihre Haare noch zersauster als sonst.
    „Also verstehe ich das richtig, wir sollen hier die ganze Nacht bleiben?“, jammerte Theresa.
    „Anscheinend“, antwortete ich ihr.
    „Oh nein, was sollen wir nur tun?“
    Häng dich auf.
    „Jetzt geht das schon wieder los“, zischte Draco.
    Doch da erhob sich Neville, setzte sich neben Theresa und nahm sie in den Arm.
    „Alles wird gut, mein Mäuschen!“
    Ich sah Theresa mit aufgerissenen Augen an.
    „Was, bitte? Du und Er?“
    OH MEIN GOTT.
    „Ja Martha, ich wollte es dir auch schon länger sagen.“
    „Wie schon länger? Du bist schon länger mit dem da zusammen?“, stieß ich empört hervor.
    „Martha, was heißt denn der da! Er ist doch unser Freund!“, versuchte Harry auf die aufgeregte Martha einzuwirken.
    Sei jetzt bloß still, Junge, sonst vergesse ich mich. Ih, Neville.
    „Dein Freund vielleicht, meiner nicht. Er ist ein großer Tollpatsch und hübsch erst rech nicht!“
    So, jetzt hab ich es ihm aber gegeben.
    „Langsam fängt mir deine Freundin an zu gefallen!“, wisperte Draco Ruth zu, gerade so laut, dass es jeder um sie herum hörte.
    Ich starrte Draco entsetzt an und seufzte.
    Na dem wollte ich eigentlich nicht gefallen.
    Ich zählte langsam bis 30.
    21, 22 o mein Gott, 23, 24, wieso er?, 25, 26, igitigittigitt, 27, 28, kotz würg, 29, 30.
    „Den Schock muss ich erstmal verdauen!“
    Mit diesen Worten stand ich auf drehte einige Runden, bevor ich mich wieder zu den anderen setzte.
    „Aber das geht doch gar nicht!“
    „Wie jetzt, warum sollte es nicht gehen?“, Theresa sah mich verständnislos an.
    „Naja ich dachte du stehst auf Cedric! Letzte Woche hast du mir noch erzählt, dass das der heißeste Typ ist, den du kennst. Und jetzt das? Warum denn bitte so schnell?“
    Theresas Blick verfinsterte sich.
    „Das mit Cedric war ja nichts erstes…er hat keinen meiner Liebesbriefe beantwortet!“
    Theresa schaute sie traurig an.
    Plötzlich kam die Nachricht anscheinend auch bei Cedric an, denn dieser schaute sie nun perplex an.
    „Ach du warst die mit den Briefen? Die mich Tag und Nacht nicht in Frieden gelassen hat?“
    Ohoh, den hatte ich ja bis jetzt noch gar nicht bemerkt.
    Neville durchbohrte Theresa mit einem eisigen Blick. Doch die lächelte ihn an und zog ihn ins Gebüsch, um mit ihm zu reden und die Sache wohl zu klären.
    Naja, ich weiß nicht, ob ich ihr in diesem Moment gewünscht habe, dass sie es schaffen würde, ihn zu überzeugen, dass sie nur ihn liebte.
    Plötzlich schrie Ron auf.
    „Ah, eine Spinne!“
    Er sprang in die Arme der eher erstaunten Hermine, die neben ihm stand.
    So ein Bild bekam man nicht alle Tage geboten. Trotz meiner panischen Angst vor Spinnen fing ich gemeinsam mit den anderen an zu lachen.
    Ron fand das eher weniger lustig und schaute uns finster an. Man sah ihm an, dass er peinlich berührt war. Naja, bisher glaubte ich, dass diesem Kerl nichts peinlich zu sein schien, aber anscheinend war zumindest gerade eben das Gegenteil der Fall.
    „Mir ist kalt!“, bemerkte ich und sofort bot Harry an, ein Feuer zu machen.
    Er könnte mir auch einfach seinen Umhang umlegen, oder seinen Arm, aber nein…
    Während Harry mit Neville und Ron Feuerholz sammeln ging, schlenderte ich zu Ruth und Draco. Als sie mich bemerkten, blickten sie zu mir auf und ich ließ mich neben die beiden im Gras nieder.
    Die beiden verstanden mich wenigstens. Obwohl ich ungern mit Draco einer Meinung war, aber in Bezug auf Neville, konnte ich ihm kaum widersprechen, egal in welchem Punkt.
    „Schwerer Schock, das mit Neville und Theresa, oder? Sie ist dir bestimmt beleidigt, nachdem du sie so angemacht hast. Geht’s wieder?“, fragte Ruth mitfühlend und entzog sich dem Arm Dracos, der um ihre Schultern lag, um mich zu umarmen.
    „Ich will die beiden, speziell sie ja nicht verletzen, ich versteh nur einfach nicht, wie sie und diese Schnarchnase zusammen sein können. Ich mein, hallo? Er? Von mir aus, kann er ja mit Sabrina zusammen sein, aber doch nicht Theresa, ein bisschen Geschmack hätte ich ihr schon zugetraut.“
    Ruth zog die Augenbrauen hoch, und ihre Blicke sagten mehr als tausend Worte.
    „Tut mir Leid, aber wenn ich mir die letzten Typen so anschaue, ist das jetzt nicht allzu überraschend!“
    In diesem Moment rechnete ich es Draco hoch an, dass er gerade jetzt die Klappe hielt und sich seine blöden und unnötigen Kommentare sparte.
    Die drei Jungs kamen zurück und errichteten notdürftig ein kleines Lagerfeuer.
    „Darf man in diesem Wald überhaupt Feuer machen?“, fragte Sabrina wichtigtuerisch, weil sie es ja als FFW- Mitglied als ihre Pflicht sah, andere unwissende Menschen darauf aufmerksam zu machen.
    Ich glaub es hackt, wie dämlich kann man denn sein!
    „Du hast ja keine Ahnung, wie scheißegal mir das in diesem Moment ist!“, fauchte ich sie an.
    Harry, der spürte, wie angespannt seine Freundin war, zog sie zärtlich in seine Arme und ließ sie vor Sonnenaufgang nicht mehr los. Ich kuschelte mich an ihn und vergrub meinen Kopf in seinem Hemd.

    Am nächsten Morgen weckte mich ein Waschlappen, der mir quer über Gesicht gezogen wurde. Ach nein, es war kein Waschlappen, es war Fangs Zunge.
    „Igitt, ist das widerlich!“, schrie ich.
    „Das ist doch nur Fang“, meinte Hagrid beleidigt und sah mich böse an.
    „So, meine Lieben, habt ihr die Nacht gut überstanden?“
    „Was sollte das denn bitte, Hagrid“, fuhr ihn Harry an.
    „Naja, ich glaube Hermine hat es auch bestimmt schon erzählt. Das gehört zu den Abschlussprüfungen dieses Jahr!“
    „Wir hätten alle drauf gehen können!“, sagte Ron und schaute ihn dabei wütend an.
    „Ach jetzt macht euch doch nicht in die Hose! Das hier ist ein ausgesprochen sicherer Platz! Hab ich schon extra für euch so ausgewählt!“, zwinkerte Hagrid Harry zu.
    „Naja, so sicher, wie man eben im verbotenen Wald sein kann!“, wisperte ich Ruth zu, als wir schließlich geschlossen zurück zur Schule gingen.


    5
    Kapitel 4: WEIHNACHTSWÜNSCHE


    Die große Halle war brechend voll. Überall blitzte etwas Goldenes auf. Wir blickten auf unsere Teller, die über und über beladen mit köstlichem Essbaren aller Arten waren.
    „Liebe Schüler und Schülerinnen", rief Dumbledore durch die Halle „Ich bin froh Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir dieses Jahr zu Weihnachten eine ganz besondere Aktion planen, die alle Schüler und auch alle Lehrer – ein strafender Blick Richtung Lehrertisch, an dem Gemurmel aufgekommen war – einbinden wird. Die Aktion ist vorwiegend in der Muggelwelt zu finden, aber da – unserer Meinung nach – auch die Zauberer mal etwas Spaß haben dürfen“ er zwinkerte den Schülern zu „werden wir versuchen, dieses Jahr das selbige zu machen und darum werden wir unsere Weihnachtswichtel Aktion auch gleich in zwei Tagen beginnen“
    „Wichtel – Aktion? Was meint er damit?" flüsterte Ron.
    Ist der doof.
    Harry, der dergleichen von den Durslys kannte, wollte gerade zu einer Erklärung ansetzen als Dumbledore abermals anfing zu sprechen.
    „Unter dem Wichteln versteht man eine Art Geschenkübergabe an einen durch Los bestimmten Partner, der davon nichts weiß. Jeder von Ihnen wird seinen Namen in diesen Kelch hier werfen und morgen dann einen Namen herausziehen. Der Person, die ihr gezogen habt, sollt ihr dann kleine Geschenke machen, bis zum Heiligabend, und wichtig ist dass ihr es dem- oder derjenigen und auch anderen nicht verratet. Ich hoffe, dass mit dieser Aktion Freundschaften gebildet und Feindschaften niedergelegt werden und ich möchte von niemandem eine Klage über eine Person oder dessen Geschenke zu hören bekommen! Jeder ist verpflichtet sich an gewisse Regeln, die die Geschenke betreffen, zu halten."
    Ron: "Das war so ziemlich die langweiligste Rede, die ich je gehört habe, und ich bin immerhin mit Percy aufgewachsen!“
    „Das setzt allerdings Maßstäbe!“
    Ich grinste, eins musste man Ron ja lassen, er war einer der lustigsten Kerle, die ich kannte.
    „Geschenke verteilen? An jemanden den man vielleicht gar nicht kennt oder nicht mag?" Runzelte Hermine die Stirn.
    Klar, die fand das natürlich wieder nicht lustig.
    „Iiihh, stell dir mal vor du ziehst Malfoy, oder Goyle und Crabbe!" rief Ron. „Oder Snape" fügte Harry leise hinzu, während er den Lehrertisch musterte. „Der schaut ja aus als hätte er gerade den Schock seinen Lebens bekommen".
    So sieht der doch immer aus.
    „Na das ist doch auch klar, so einer wie Snape macht doch nicht bei einer Wichtelaktion mit" lachte Ron. „Aber dass wir einen der Lehrer bekommen ist sowieso ziemlich unwahrscheinlich, bei so vielen Schülern".
    „Immer noch lieber Snape als Malfoy" rief Hermine lachend dazwischen, Snape hat wenigstens Interesse an etwas Nützlichem, aber stell dir mal vor du müsstest Malfoy was kaufen, was ihm gefällt!“
    „Naja, stell dir vor, dieses Problem hat Ruth dieses Jahr sicher auch.“, meinte ich grinsend.
    „Da bin ich ja mit dir ganz gut weggekommen, nicht wahr Harry?“
    Ich sah ihn lächelnd an.
    „Tja, da ist sie selber Schuld, wenn sie sich mit so einem Typen einlässt!“, antwortete Ron mit einer gewissen Portion an Schadenfreude.
    Ja bei dir ist es nicht schwer, Hermine kauft dir einfach einen Fresskorb.
    Langsam ging das Mittagessen vorüber und bevor wir Schüler die Halle verließen, schrieb jeder von ihnen seinen Namen in Großbuchstaben auf einen Zettel und ließ ihn in die Öffnung des Kelches gleiten, aus dem sogleich blauer Dampf aufstieg. Beim Hinausgehen sah ich, wie auch Professor McGonagall und Professor Sprout ihren Namen in den Kelch warfen, wobei sich dieser rot verfärbte. Anscheinend konnte er erkennen, ob es sich um Lehrer oder Schüler handelte.
    „Harry" rief ich ihm nach und teilte ihm meine Entdeckung mit. „Warum macht er das und was hat das für einen Zweck?" fragte ich darauf leicht verwirrt.
    „Wahrscheinlich will Dumbledore, dass jeder Lehrer einen Schüler bewichteln muss" meinte Harry und zuckte mit den Schultern, „sonst sind sie ja wieder unter sich und das war, glaube ich, nicht in Dumbledores Sinn".
    Am nächsten Morgen saßen wir ziemlich unruhig in der großen Halle, schließlich würden sie gleich ihren Wichtel ziehen dürfen. Außer natürlich Ron, der fraß wie immer und achtete auf nichts anderes.Für die muggelgeborenen Schüler mochte die ganze Aufregung um einen so kleinen Brauch sinnlos erscheinen, doch für die Zauberer, die ihn nicht kannten, hatte es durchaus etwas Reizvolles und darum hörte man überall gespanntes Wispern und Flüstern. Sogar die Slytherins sahen wie gebannt zum Tisch auf dem der Kelch stand.
    Endlich erhob sich Dumbledore und das Flüstern erstarb.
    „Liebe Schüler und Schülerinnen, liebe Kollegen, der Große Augenblick ist gekommen", tönte seine Stimme durch die Halle und seine Augen zwinkerten belustigt.
    Omann, wie bei Zedekus aus Legend of the Seeker. Immer diese Alten, greisigen Zauberer, die sich ungaublich weltnah und cool fanden.
    „Bevor die Namen gezogen werden, möchte ich aber noch kurz einige Regeln erstellen, an die sich jeder halten muss." Und er schwenkte seinen Zauberstab und auf einer großen Leinwand in der Mitte der Halle bildeten sich erste Sätze.

    Regel 1) „Du darfst deinem Wichtel vor dem Ende nicht verraten, dass du sein Wichtel bist"
    Regel 2) „Die Geschenke sollten von derjenigen Person gemocht werden, also ist auf Charakter und Vorlieben der Person zu achten"
    Regel 3) „Der nötige Respekt vor der Person ist zu waren und Beleidigungen und Schlimmeres sind strikt zu vermeiden"
    Regel 4) „Es gibt eine Mindestanzahl von Geschenken, die nicht unterschritten werden sollte, nach oben sind keine Grenzen gesetzt."
    Regel 5) „Derjenige, der nach Ablauf der Zeit, d.h. nach Heiligabend, immer noch unsichtbar geblieben ist, kann sich im Büro des Schulleiters einen Preis abholen, Ehrlichkeit vorausgesetzt."
    „Ihr müsst also versuchen, dass euch euer Wichtel nicht erwischt, und er auch nicht errät dass ihr sein Wichtel seid. Wenn euch das gelingt seid ihr ganz schön gut und ich habe eine Belohnung für euch. Bitte bedenkt aber, dass ich sehr wohl feststellen kann ob ihr die Wahrheit sagt oder nicht und ich auch euren Wichtel befragen werde", endeten die Worte Dumbledores.
    Aha.
    Nach den letzten erklärenden Sätzen drängten die Schüler sich um den Kelch. Gleich war der große Moment gekommen. Da trat auch schon Professor McGonagall heran und tippte den Kelch mit ihrem Zauberstab an. „Die Zettel sind magisch versiegelt und nur für euch lesbar", rief sie Richtung Schüler, die sich hinter ihr drängten. „Ich lese jetzt eure Namen vor und ihr kommt dann, sortiert nach Häusern, zu mir und zieht einen Zettel aus dem Kelch".
    „Abott, Hannah"
    ... „Creevey, Colin "... „ Potter, Harry "...
    "Irgendwie ist das ein bisschen wie bei unserer Einteilung in die entsprechenden Häuser, nicht wahr?", flüsterte ich Hermine zu als ich Harry nach vorne treten sah. Doch hatte ich keine Zeit mehr, um ihre Antwort zu hören, da mein Name aufgerufen wurde.
    Ich trat nach vorne und zog – die Luft anhaltend – einen Zettel aus dem Kelch. Vorsichtig faltete ich ihn auseinander und zog dann die Luft scharf ein.
    „Sabrina Weigert" stand in großen, leuchtend roten Buchstaben auf dem Stück Papier. „Mist, scheiße, scheiße" fluchte ich vor mich hin. „Wieso hab nur ich immer so ein Pech?"
    Ich stürmte hinauf in den Schlafsaal, im Vorbeigehen ließ ich den Zettel in einen der Mülleimer fallen, lesen konnte ihn ja sowieso nur ich selbst. Jetzt hatte ich mich so auf diese Aktion gefreut, die mich ein bisschen an das Weihnachten zu Hause bei meinen Eltern erinnerte, zu denen ich auch dieses Jahr nicht heimkehren konnte.
    Und jetzt musste ich ausgerechnet Sabrina ziehen! Sabrina!
    Wütend ging ich wieder zurück in den Gemeinschaftsraum, in dem sich inzwischen auch Harry und Ron eingefunden hatten. „Hey Martha, was war vorhin los mit dir? So einen schlechten Wichtel kannst du doch gar nicht gezogen haben, oder?", versuchte es Ron vorsichtig.
    „Das weißt du! Ausgerechnet diese doofe Schnepfe habe ich gezogen", schimpfte ich vor mich hin.
    „Ich hatte mich so auf diese Aktion gefreut und jetzt ist alles versaut!"
    „Martha" versuchte es jetzt auch Harry. „Sieh das ganze doch positiv. Wenn du schon einen schlechten Wichtel gezogen hast, dann hast du bei deinem anderen Wichtel, also dem, der dir die Geschenke bringt, bestimmt sehr viel mehr Glück. Zweimal Pech ist bekanntlich einmal zu viel", fügte er dann noch grinsend hinzu.
    Ich setzte ebenfalls ein gequältes Lächeln auf, mit dem sie sich für ihren Wutausbruch entschuldigen wollte. Er meinte es ja nur gut mit mir. Er meinte es immer nur gut mit allen.
    „Ach Martha, welche Eigenschaft hat überhaupt dein Wichtel? McGonagall meinte, dass das nicht so geheim wäre, da man die Person so nicht einfach erraten könne."
    „Naja, sie hat komische Haare, passt zu Neville und ich kann sich nicht ausstehen!“
    „Ich glaube kaum, dass das auf deinem Zettel steht!“
    „Wie auf meinem Zettel? Da steht doch nur der Name vorne drauf!“
    „Nein, hast du das nicht gesehen? Auf der Rückseite stehen Eigenschaften deines Wichtels, um ein passendes Geschenk zu finden!“, erklärte Harry.
    „Oh neeeiiiiiiiiiiiiiiin", stöhnte ich und lief schon zum Porträtloch. „Ich muss noch einmals schnell runter!" Sagte sie und rannte los. Viel Zeit blieb mir nicht mehr, schließlich wurden die Papiereimer jede Stunde magisch geleert und dann wäre mein Zettel auf Nimmer Wiedersehen verschwunden.
    „Was hat sie denn?", wunderten sich oben Harry und Ron gemeinsam. „Glaubst du, dass sie noch einmals zu McGonagall rennt und sich alles erklären lässt? Meine Erklärung war doch eh ganz gut. Aber wahrscheinlich möchte sie es von McGonagall persönlich hören", lästerte Ron und amte ihre Professorin auf sehr treffliche Weise nach... „Jetzt hört mit bitte mal alle zu. Ich möchte Sie auffordern, nett miteinander umzugehen und Ihre Wichtelperson mit Respekt zu betrachten, ungeachtet auch aller Ihrer Feinseligkeiten", näselte er mit hoher Stimme.
    „Glaubt die etwa, ich würde Malfoy mit Respekt betrachten, wenn er mein Wichtel wäre? Die tickt doch nicht mehr richtig, die alte Hexe! Nie würde ich das tun!", empörte sich Ron.
    Derweil – nichts ahnend von dem Gespräch meiner zwei besten Freunde – eilte ich durchs Schloss, auf der Suche nach dem Mülleimer, in den ich meinen Wichtelzettel geworfen hatte. Vage konnte ich mich daran erinnern, dass es irgendwo im ersten Stock gewesen war. So schnell ich konnte, keuchte sie die Stufen hinunter, schließlich blieben mir, meiner Uhr nach, nur noch ungefähr 10 Minuten bis zur Leerung des Eimers. In Schweiß gebadet kam ich zwei Minuten später bei diesem an.
    Schnell und gewandt zückte ich meinen Zauberstab, beugte mich tief über den Papierkorb und sprach einen einfachen, aber äußerst wichtigen Zauber, nämlich „Accio Pergamento".
    „Mist“, stieß ich zwischen den Zähnen hervor. Es flog mir kein Zettel entgegen, was also bedeuten musste, dass die Eimer bereits geleert waren. So war ich nun ganz auf mich allein gestellt und musste sich ohne die Hilfe ein Geschenk überlegen. Aber das sollte ja kein großes Problem für mich darstellen.

    Am Abend hatte ich mich mit Ruth im verbotenen Wald verabredet.
    So schlenderte ich also gemütlich zum Waldrand. Dort angekommen erblickte ich Ruth und setzte mich zu ihr auf einen gefällten Baumstamm.
    „Na, wie geht’s?“
    „Alles in Ordnung! Und wie läuft es bei dir mit Malfoy? Wie geht’s dir so?“
    „Alles bestens, könnte nicht besser laufen. Mir geht’s prima!“
    Ich schaute sie mit hochgezogenen Augenbrauen an.
    „Jetzt guck nicht so! Und übrigens, er hat auch einen Vornamen und du glaubst gar nicht, was er sonst noch alles so zu bieten hat!“, grinste Ruth mich verschmitzt an.
    Die Frage ist, wollte ich das überhaupt wissen?
    „Wie läuft's denn bei dir und Harry so?“
    „Er ist so süß und zuvorkommend!“, geriet ich ins Schwärmen.
    „Na dann ist ja alles perfekt! Und wer ist dein Wichtelkind?“
    „Sabrina!“
    „Was? Oh mein Gott!“, Ruth fing an zu lachen.
    Haha. Lach dich nur schlapp.
    „Hey, ein bisschen Mitgefühl wäre mal angebracht!“, fauchte ich sie an.
    „T-t-t-tut m-m-mir Leid, aber d-d-das ist einfach allzu komisch!“
    Ich durchbohrte sie mit einem eisigen Blick.
    Ruth beruhigte sich allmählich. Na endlich.
    „Und, schon eine Idee, was du ihr schenken wirst?“
    „Ich hab nicht den Hauch einer Ahnung! Wie wäre es mit einem neuen Shampoo? Anständiger Kleidung? Einer hübschen Brille?“
    „Bist du fies, Martha! Wie war das mit Dumbledores Regeln? Solltest du vielleicht noch mal durchlesen!“, stichelte Ruth.
    „Naja, ich werd schon was finden! Wen habt ihr und Draco“, ich unterstrich diesen Namen förmlich „eigentlich gezogen?“
    „Wenn ich ehrlich bin, haben wir noch gar nicht gezogen. Wir hatten währenddessen, was anderes zu tun!“
    Aja.
    „Soso, und wie sind Slytherins Kerker so?“
    „Ich kann mich nicht beklagen...! Naja, sobald wir unsere Wichtelkinder wissen, sage ich dir Bescheid!“
    „Sag mal, es hat doch keinen Zweck, dass wir uns nicht mehr so verstehen, wie früher, nur weil unsere Freunde sich nicht leiden können!“
    „Naja, nicht nur mein Freund kann deinen nicht leiden, wer kann Malfoy denn leiden?“
    „Süffi!“
    „Naja gut von mir aus...wenn du nach dem letzten Affront noch Lust hast, können wir ja mal was zu viert machen! Irgendwo hinfliegen oder einen kurzen Abstecher nach Hogsmeade machen!“
    „Ist gebongt, ich frag beziehungsweise muss ich Draco wohl zwingen, dass er mitmacht. Wie wär's mit Samstag? Nach Weihnachten ist der ganze Stress rum und wir haben endlich wieder freie Luft!“
    „Perfekt und ich denke, du hast schon deine Mittel und Wege um ihn zu überzeugen!“, grinste ich sie an.
    „Ich denke, für dich wird das mit Harry aber auch kein Problem werden!“, konterte Ruth.
    Ja definitiv nicht.
    „Na dann...naja, ich glaube, wir müssen wieder zurück. Snape frägt bestimmt schon wieder, wo wir sind!“
    „Oh nein, Zaubertränke... können wir nicht mal anständige Fächer haben?“










    Am nächsten Morgen, war der 24. endlich gekommen. Harry, Ron, Hermine und ich eilten zur großen Halle, die in den Farben der verschiedenen Häuser festlich geschmückt war. Wir ließen uns an unsrem Tisch nieder und sahen uns gespannt um.
    Wir sahen, wie die Lehrer, die am Lehrertisch heftig diskutierten, plötzlich aufhörten zu reden und zu Dumbledore blickten, der sich nun vor dem Rednerpult postiert hatte.
    „Nun, liebe Schüler, liebe Schülerinnen, liebe Lehrer, erstmal wünsche ich euch allen ein schönes Weihnachtsfest, dass dank unseren fleißigen Hauselfen dieses Jahr mal wieder in einem prächtig geschmückten Saal stattfindet.",
    Die Schüler applaudierten.
    „Ich denke, ihr seid schon genug auf die Folter gespannt worden. In ein paar Minuten, wird jeder von euch ein Geschenk vor seinem Platz vorfinden, das jeder Wichtel vorher bei mir abgegeben hatte. Doch bevor es ans Auspacken geht, möchte ich dennoch unserem Chor die Gelegenheit geben, zu zeigen, was sie auch in diesem Jahr wieder schönes einstudiert haben!“
    Der Slytherintisch stöhnte laut auf, und man konnte die ersten Klänge eines britischen Weihnachtsliedes vernehmen.
    Nach dieser mehr oder weniger musikalischen Einlage hob Dumbledor seine Arme und zückte seinen Zauberstab.
    „Donexori“, rief er laut und nun starrten wir Schüler, so wie die Lehrer auf unsre Tische, denn vor jedem war ein kleines Päckchen erschienen.
    SIch sah auf eine lilane Schachtel, die mit einer blauen Schleife geschmückt war.
    Ich nahm das Päckchen in die Hand und riss das Geschenkpapier herunten.
    In der Hand hielt sieich nun ein kleines Büchlein, mit einem Lilasamtumschlag.
    Ich schlug es auf, und konnte innen den Titel lesen:
    <100 knifflige Zaubersprüche für jede missliche Lage>
    Ein kleiner Zettel lag oben auf. Ich entfaltete ihn und las die saubergeschriebene Botschaft.
    <Martha, da ich weiß, wie oft du in missliche Situationen gerätst, wird das hier bestimmt eine nützliche Lektüre für zwischendurch für dich darstellen!“
    Ich schaute auf und grinste Hermine an. Klar, so was konnte nur ihr einfallen, aber da hatte ich mich getäuscht.
    „Danke, für das Buch. Ich werde es aufmerksam lesen!“
    Hermine schaute mich verdutzt an. Nein, ich komm nicht vom Mars, also schau mich auch nicht so an.
    „Welches Buch?“
    Na, welches Buch wohl. Du bist doch sonst so neunmalklug.
    „Na, dein Wichtelgeschenk!“ Meine Güte…
    „Du bist nicht mein Wichtel, Martha. Harry war meiner!“
    Harry blickte von dem kleinen Fläschchen, das er eben ausgepackt hatte, hoch.
    Hä, ja wie jetzt.
    „Von wem ist es denn dann!“
    Ich drehte den Zettel gedankenverloren in der Hand, während ich mich im Saal umblickte.
    Plötzlich fiel mir auf, dass auch auf der Rückseite ein kleiner Satz geschrieben war.
    <Viele Grüße auch von deiner meiner Freundin! Sie sagt, du sollst mal Sabrina anschauen!>
    In dem Moment blickte ich zu dem Tisch von Hufflepuff und sah, wie Sabrina rot anlief und hektisch den Saal verließ. Tja, da hatte das Geschenk wohl eindeutig seine Wirkung nicht verfehlt.
    Ich ließ den Blick weiterschweifen, zu dem Tisch von Slytherin. Dort saß Draco und Ruth hatte sich gerade zu ihm gesellt.
    Sie wendeten sich mir zu und grinsten mich an.
    Ich grinste zurück und sah, wie Ruth Dracos Hand losließ und auf mich zu lief.
    „Hast du das gesehen, rot wie eine Tomate ist sie aus dem Saal gerannt!“, kicherte Ruth, als sie bei mir angekommen war.
    „Naja, da hat sie wohl eindeutig die falsche Bohne erwischt.“, stieß ich unter Lachen hervor. Tja, so ist das Leben. Das Geschenk war wohl doch besser, als die Jahresbonuskarten von McDonalds.
    „Da kannst du dich bei Fred und George für diese spezial Bertie Botts Bohnen, echt noch mal bedanken!“, meinte Ruth und wischte sich eine Lachträne aus dem Gesicht.
    Stimmt, für irgendwas mussten diese Kasper ja gut sein. Obwohl ich die beiden mochte, die waren wenigstens lustig.
    „Da hast du allerdings Recht! Aja, übrigens danke für das Buch! Das war ja ausnahmsweise mal keine Gemeinheit von deinem Freund!“
    AUSNAHMSWEISE, ich betonte dieses Wort.
    „Er hat sich Mühe gegeben, ich hoffe du weißt das zu schätzen!“, grinste Ruth mich an.
    „Obwohl ich wirklich keine Ahnung hab, wie ihr drauf kommt, dass ich mich in missliche Lagen bringen würde!“
    Also bitte, ICH doch nicht.
    In diesem Moment bemerkten wir Snape, der plötzlich hinter uns stand.
    „Nun, Miss Ruttensperger, ich habe gerade eine Beschwerde von einer meiner Schülerinnen bekommen, dass ihr Ihr Geschenk nicht wohl bekommen ist. Mitkommen, sofort!“
    Ruth blickte mir hinterher und verkniff sich ein Grinsen. War ja mal wieder typisch.

    Ich traf Harry in seinem Zimmer, um den Abend gemeinsam zu verbringen. Die Weaslys hatten gerade ihre Eulen in Empfang genommen und waren eifrig dabei, ihre Geschenke auszupacken. Fred und George hatten mal wieder die wildesten Kreationen von Bertie Botts Bohnen dabei und klopften gerade Ron auf die Schulter, der sich an der Knoblauchbohne verschluckt hatte. Harry hielt seinen nagelneuen Pullover von Mrs Weasly in der Hand und begutachtete ihn mit einem Lächeln. Plötzlich sprach Fred ihn an: "Hey Harry, du hast keinen Buchstaben auf deinem Pullover! Sie denkt wohl, du vergisst deinen Namen nicht. Aber wir sind nicht dumm - wir wissen, dass wir Gred und Forge heißen."
    Ich fing an zu lachen und setzte mich neben Harry aufs Bett, das ich ja schon gut genug kannte Mir fiel die kleine graue Eule auf, die am Fensterbrett ihren Kopf unter ihre Flügel legte.
    „Was hast du von Sirius bekommen?“
    „Den neuen Flashflew 3005!“
    „Einen neuen Besen? Wozu denn das?“
    „Du weißt doch, der Alte ist beim letzten Quidditschspiel kaputt gegangen!“
    „Was? Bei welchem Quidditschspiel?“
    „Hat dir Ruth nicht davon erzählt?“
    „Wovon denn zum Himmel?“, ich sah ihn verständnislos an.
    „Beim letzten Spiel gegen Ravenclaw hat sie einen Klatscher auf George geschossen, der allerdings sein Ziel verfehlt hat und mich getroffen hat. Dabei bin ich abgestürzt und mein Besen ist in die peitschende Weide gefallen. Und bum, weg war er, mein schöner Feuerblitz...!“
    „Warum hast du nichts gesagt? Ich dachte wir erzählen uns alles?“
    „So, das ist wohl der richtige Zeitpunkt, um zu verschwinden! Los Ron, wir machen die Biege!“
    Die Weaslys verließen das Zimmer und ließen Harry und mich allein zurück. War auch besser so, mit dm hatte ich noch eine Hühnerfarm zu rupfen.
    „Mein Gott, ich habe es halt vergessen, das war zu der Zeit, als du ein paar Tage mit deinen Eltern in Hogsmeade warst, um zu klären, was nun mit deiner Schwester passiert, jetzt nach dem sie aus dem Internat für beeinträchtigte Zauberer geflogen ist!“
    „Halt doch meine Schwester da raus! Demishol war eben nicht der richtige Platz für sie. Nur weil sie ab und an ein paar Lehrer beschimpft hat...!“
    „Ab und an? Nahezu ständig und ohne jeglich gezollten Respekt!“
    „Ach was... und außerdem geht’s hier nicht um sie, sondern um uns.“
    „Jetzt reg dich doch nicht so auf! Es ist doch jetzt alles geklärt! Wie wäre es wenn wir zusammen zum See gehen und ich dir dein Geschenk gebe?“
    Ich seufzte und legte meinen Kopf an Harrys Brust.
    Ein wenig später stand Harry auf, zog mich vom Bett hoch und Hand in Hand schlenderten wir zum See. Sei ihm noch mal vergeben. Schließlich wollte ich endlich wissen, was er mir schenken wollte.

    „Nun packe es schon aus!“, drängelte Harry.
    Ich beeilte mich das Geschenk, das in rotes Samtpapier gehüllt war, auszupacken.
    In einer kleinen Schachtel befand sich eine goldene Kugel, auf der die Worte „Wishes & Dreams“ eingraviert waren.
    Ich nahm das glänzende Ding in die Hand und begutachtete es. Verdutzt schaute ich Harry an.
    „Was ist das?“
    „Das ist ein Cupiditeum! Es zeigt die Wünsche und Träume der Personen an, die du wissen willst!“
    Ich überlegte und drehte die Kugel in der Hand.
    „Davon habe ich ja noch nie gehört! Wo bekommt man so was her?“
    „Meine Mum hat es mir hinterlassen!“
    „Aber das kann ich doch nicht annehmen!“
    „Doch das kannst du! Weil ich dich liebe, und ich will, dass es deines wird! Mein Herz kann ich dir ja nicht mehr schenken, also überreiche ich dir dieses Geschenk als Zeichen meiner Liebe!“
    Harry schaute mir tief in die Augen und nahm meinen Kopf zwischen seine Hände.
    Wir küssten uns. Als wir uns endlich wieder von einander lösten, fragte ich, wie denn das Teil funktionieren würde.
    „Du musst es in deine Faust legen und an dein Herz drücken. Dann denkst du an die Person, von der du die Träume und Wünsche sehen möchtest und hältst anschließend die Kugel an dein Ohr um zu erfahren, was du wissen möchtest!“
    „Ja wie jetzt? Flüstert es mir die Antwort dann ins Ohr, oder was?“
    „Probiere es doch aus!“ Harry grinste mich verschmitzt an.
    „Ganz wie du willst!“
    Ich nahm die Kugel in die Hand und presste sie an meine Brust. Ich schloss die Augen und dachte so stark es mir möglich war an Harry.
    Sein Bild fing an zu verschwimmen und ich hielt die Kugel an mein Ohr.
    Immer noch die Augen fest geschlossen, konnte ich ein leises Summen hören und ich sah, wie sich in meinem inneren Auge die Gestalt von ihm wieder zusammensetzte und langsam schärfer wurde.
    Ich konnte Harry erkennen, wie er mit mir zusammen in einem prächtigen Garten stand, mit vielen Blumen und einem wunderhübschen Brunnen.
    Vor uns sprang ein kleines Mädchen umher und versuchte die Schmetterlinge zu schnappen, die sich vor ihr auf die bunten Blühten setzten. Ich selbst war bestimmt schon mindestens 30, den Falten nach zu urteilen. Uh, ich hatte anscheinend noch nichts von Plantur 39 gehört.
    Auch Harry war älter geworden, seine Narbe war verblichen, nur noch ein Schimmer und glücklich schaute er mich an.
    Immer wieder verstand ich ein paar Wortfetzen, undefinierbar, woher sie stammten, aber anscheinend mussten sie wirklich aus der Kugel kommen.
    „Martha...Mum....Dad....Glück....Familie....T od Voldemorts...Freiheit...Zufriedenheit....“
    Ich öffnete abrupt die Augen und sah Harry mit durchdringendem Blick an.
    „Was hast du gesehen?“, fragte Harry mich.
    „Dich und mich... und ein kleines Mädchen, wahrscheinlich 5 Jahre alt oder so!“
    „Susan!“ Harry nahm meine Hand. „Ich habe mir immer gewünscht eine kleine Tochter namens Susan zu haben!“
    Oh mein Gott, Susan, Was für ein hässlicher Name. Lieber würde ich sterben, als mein Kind so zu nennen.
    „Naja, über den Namen reden wir noch mal, aber sonst, hat mir alles gefallen, was ich gesehen habe!“, sagte ich und legte glücklich den Kopf an seine Schulter.
    Harry strich mir liebevoll übers Haar.
    „Ich liebe dich!“



    6
    Kapitel 5: Zahm war gestern

    „Was machst du hier?“, sagte eine Stimme hinter mir.
    Ich drehte mich um und sah Oliver, der hinter mir stand und mich von oben herab anblickte.
    Ich blickte zu ihm auf in seine Augen, und er sah, dass ich weinte.
    Ist ja auch kein Wunder…
    „Das könnte ich dich auch fragen, Gryffindor hat heute doch gar kein Training!“
    „Ich wollte nach dir sehen, ich hab gehört, du und Harry habt schon wieder Stress?“
    Er setzte sich neben mich auf das feuchte Gras und legte seinen Arm um meine Schultern.
    Ich legte meinen Kopf an seine Brust und er fing an, mir übers Haar zu streichen.
    Schließlich legt er seinen Kopf an den meinen und er hielt mich weiter geborgen.
    Irgendwann hob ich den Kopf und blickte in Olivers goldene Augen.
    Er erwiderte meinen Blick und küsste sie.
    Zuerst schreckte ich ein wenig zurück, doch dann erwiderte ich den Kuss stürmisch.
    Was solls, Harry konnte bleiben, wo der Pfeffer wächst.
    In Olivers Armen verbrachte ich behütet den Nachmittag und er ließ mich den Streit und meinen Kummer vergessen.

    Am Abend kehrten wir nach Hogwarts zurück. Während dem Abendessen zerbrach ich mir den Kopf, wie es nun weitergehen sollte. Ich liebte doch Harry, aber wieso fühle ich mich dann zu Wood hingezogen. Warum wurde mir ganz warum ums Herz, wenn seine goldbraunen Augen mich anschauten, mich durchdringten?
    „Martha, was ist denn heute nur los mit dir?“
    Ich schrak aus meinen Gedanken hoch.
    „Du bist schon den ganzen Abend total abwesend. Ich hab dich jetzt schon zum dritten Mal was gefragt!“
    „Tut mir Leid, Hermine! Ich war mit meinen Gedanken gerade woanders! Was wolltest du wissen?“
    „Ich habe gefragt, ob du später mit mir einen Abstecher nach Hogsmeade machen willst, ein paar Sachen einkaufen, ein bisschen bummeln gehen?“
    Äh nein, definitiv nicht. Mit dir nicht und jetzt schon gleich gar nicht.
    „Tut mir Leid, aber ich denke, ich werde früh schlafen gehen, irgendwie geht es mir nicht so gut!“
    Stimmte ja auch.
    „Na gut, vielleicht das nächste Mal!“
    Ja klar, wenn sich die Sonne um die Erde dreht vielleicht.
    „Bestimmt, wenn du mich bitte entschuldigen würdest, ich hab nicht so recht Hunger!“
    Zwei Jungen blickten mir nach. Jedenfalls, taten sie das, als ich mich noch ein letztes Mal umdrehte. Beide wussten nicht, was ich wollte. Wusste ich es denn?

    So vergingen die nächsten Tage wie im Flug.
    Nach Kräuterkunde verließ ich wie gewöhnlich das Gewächshaus und eilte durch Hogwarts Flure. Plötzlich öffnete sich eine Tür und ich wurde in einen Raum gezogen. Dort schaute mich Oliver mit glänzenden Augen an. Er zog mich an seine starke Brust, an seinen vom Quidditsch durchtrainierten Körper und begann mich leidenschaftlich zu küssen. Erst wehrte ich mich ein bisschen, ließ mich allerdings bald ganz auf ihn ein und vergaß, dass ich mich in einem zwar abgelegenen, aber doch öffentlich zugänglichen Raum befanden. Meine Güte konnte der gut küssen, dagegen war Harry….“, doch weiter kam ich mit meinen Überlegungen nicht, da ich mich schließlich voll und ganz auf Oliver konzentrieren musste.
















    Am nächsten Morgen hatte ich Verteidigung gegen die dunklen Künste und obwohl das mit Abstand mein Lieblingsfach war, konnte ich mich dennoch nicht konzentrieren. Ich spürte Harrys Blick im Rücken und hütete mich, mich umzudrehen.
    Was Oliver wohl gerade machte? War er schon wieder zu Hause oder blieb er noch ein paar Tage in Hogwarts?
    Mein Herz rebellierte als ich daran dachte, dass er noch hier sein könnte.
    Hermine rammte mir den Ellbogen in die Seite.
    Sag mal geht’s noch? Ich glaub, es hackt.
    „Na, Mrs. Ruttensperger, wie tötet man also eine Acromantula?“
    Lupin blickte auf mich herab.
    Ach du Scheiße.
    Ich schaute ihn ertappt an.
    „Ich weiß es nicht!“, gab ich verlegen zurück.
    Verdammt.
    Lupin zog eine Augenbraue hoch.
    „Also von ihnen hätte ich wirklich mehr erwartet. Sie sind doch sonst in meinem Unterricht so aufmerksam, was ist denn heute los?“
    „Mir geht es einfach nicht so gut heute!“
    „Na dann gehen sie lieber in den Krankenflügel oder ruhen sie sich in ihrem Schlafraum aus! Für heute sind sie entlassen!“
    Lupin sah mich besorgt an. Er fragte sich bestimmt, welche Probleme mich bedrückten. Als ob ihn das als meinen Lehrer was angehen würde. Ich mein, ich mag ihn zwar und ich finde auch, dass sein Unterricht ziemlich interessant gestaltet und informativ ist, dennoch gehen ihn meine privaten Dinge wenig, bis bzw. gar nichts an. Ich frage ihn ja auch nicht über sein Privatleben aus oder über irgendwelche Intimitäten mit Bronx…
    Ich stand auf und verließ das Klassenzimmer.
    Draußen auf dem Gang sah ich mich um. Wo soll ich jetzt hin? Krankenflügel kam nicht in Frage und in meinen Schlafsaal wollte ich jetzt auch nicht. Da öffnete sich erneut die schwere Holztür und Ruth erschien in dem dunklen Gang.
    „Was machst du hier? Warum bist du aus dem Unterricht?“
    „Um zu erfahren, was mit dir los ist. Schon seit Tagen bist du völlig abwesend! Und, dass du krank bist, kannst du deiner Schwester erzählen, aber nicht mir!“
    „Na gut, aber nicht hier. Lass uns in die Bibliothek gehen!“
    „Von mir aus, wenn es so geheimnisvoll ist!“, Ruth verzog ihr Gesicht zu einem Grinsen.

    Als wir in der Bibliothek angekommen waren, suchten wir uns einen freien Platz und ließen uns nieder.
    „Also, was ist los? Stimmt was mit deiner Familie nicht? Ist was mit deiner Schwester? Hast du die Probleme mit Harry immer noch nicht geklärt? Hast du Liebeskummer? Willst du dich ablenken? Sollen wir Voodoo- Puppen von Harry basteln? Herrgott jetzt sag doch mal was!“
    Das sagt sie so leicht.
    „Ja, wenn du mich mal lassen würdest!“
    „Nein, es ist nichts mit meiner Familie. Meiner Schwester geht es gut. Naja, so gut es einer Verrückten eben gehen kann.“
    Wenigstens hatte ich in letzter Zeit keine schlechten Nachrichten mehr bekommen. Jedenfalls nicht mehr als sonst.
    „Was ist es dann? Es hat mit Harry zu tun, oder?“
    „Jetzt lass mich doch mal ausreden!“
    „Ja gut, dann red halt!“
    Ich verdrehte die Augen.
    „Es hat indirekt mit Harry zu tun…“, setzte ich an. Stimmte ja auch. Nur, dass er eben indirket an der Sache beteiligt war. Obwohl, direkt könnte ich mir auch vorstellen.
    „Du weißt doch, dass ich mich in letzter Zeit ständig mit Harry wegen irgendwelcher Banalitäten gestritten habe, Wir haben uns immer weiter entfernt. Er verteidigt mich nie, wen solche Giftspritzen wie Malfoy oder Goyle kommen…“
    Ruth räusperte sich.
    „Oh, tut mir Leid, war nicht so gemeint!“
    Naja, eigentlich schon…
    „Ist schon gut, weiter!“ Ruth wurde langsam ungeduldig.
    „Na gut, außerdem hat er ständig nur Voldemort im Kopf!“
    „Ist ja auch kein Wunder, der Kerl will ihn töten, und nebenbei uns auch!“, unterbrach sie Ruth.
    Wo sie Recht hatte, hatte sie Recht. Trotzdem muss sie mich nicht immer unterbrechen. Ich glaub langsam, es macht ihr Spaß.
    Draco färbt wohl ab. Obwohl, ne die war ja schon vorher so.
    „Jetzt lass mich doch mal ausreden!“, fuhr ich sie an.
    Ruth seufzte. Muss sie gar nicht seufzen, sie unterbricht mich doch srändig.
    „Und er hängt ständig an Hermine dran! Immer weiß sie alles besser und er hängt an ihren Lippen“
    „Ich dachte, Hermine wäre deine Freundin?“
    Äh naja, theoretisch vielleicht. Praktisch eher weniger. Zeitvertreib nenn ich so was. Und wenn sie ständig an Draco hängt, dann muss ich mir ja schließlich Alternative suchen.
    „Ist sie ja auch, aber nicht wenn ich mich über Harry aufrege!“, grinste Martha.
    „Kommst du eigentlich mal zum Punkt?“
    „Naja, also, um mich von den Problemen mit Harry abzulenken, bin ich öfter mal zum Quidditsch gegangen. Harry ist doch wegen seinen DA- Treffen öfter mal nicht im Training! Und dann habe ich Oliver kennen gelernt!“
    „Du meinst Wood? Den Aushilfstrainer?“ Ja wen denn sonst? Gibt ja nicht so viele Olivers hier.
    „Ja genau den. Und naja, wir hatten oft nach dem Training Zeit zum Reden und…“
    „Und du hast dich an seiner starken Brust ausgeweint, stimmts?“, unterbrach mich Ruth mit einem Grinsen. Immer musste sie mir die Pointe nehmen.
    „Ja naja, und dann sind wir uns halt immer näher gekommen…“
    „Was heißt näher gekommen? Wie näher gekommen!“
    „Naja, so schon bis…jedenfalls sehr nah!“ Musste ich das jetzt vor ihr ausführen?
    „Ohoh, und was ist mit Harry?“
    „Was soll mit dem sein?“
    „Naja, im Endeffekt hast du ihn betrogen!“
    „Nicht ganz. Wir haben beschlossen, eine Beziehungspause einzulegen…!“
    Hatten wir doch, oder?
    „Liebst du ihn noch? Oder besser gesagt, liebst du Oliver?“
    Ich schaute sie bedrückt an.
    „Ich weiß es nicht“ Ich wusste es wirklich nicht.
    „Ja, wie du weißt es nicht, du musst doch wissen, wen du liebst!“ Las ob sie sich mit Draco immer 100 % sicher sein würde! Das war sie doch nicht, oder?
    „Eben nicht!“ Ich stand auf und lief aufgeregt hin und her.
    „Ich weiß es doch auch nicht!“. Meine Stimme kletterte eine Oktave höher.
    „Hast du denn noch nie daran gedacht, mit einem anderen Kerl außer Draco zusammen zu sein, oder andere Dinge zu machen?“
    „Eigentlich nicht nein. Ich würde Draco nie betrügen. Obwohl, wenn ich mir John so ansehe….“, ich grinste. Also doch. Wer ist das überhaupt?
    „Wer zum Henker ist John?“
    „Unser Sucher, groß, dunkelhaarig, dunkle Augen. Also der ist schon echt heiß. Nur an seiner Theorie hackt es ein bisschen. Der Flashflick bringt es überhaupt nicht!“, setzte Ruth ihren Gedanken fort.
    „Stimmt, der Flewchamp ist viel effektiver!“ Uh, jetzt konnte ich auch mal mit meinem Wissen prahlen.
    „Seit wann hast du denn Ahnung von Quidditch?“
    Ruth sah mich erstaun an. Also bitte, als ob ich vorher nichts von Quidditsch gewusst hätte.
    „Ach stimmt ja, seit deinen privaten Nachhilfestunden!“, Ruth grinste verschmitzt.
    „Das ist nicht lustig!“ Konnte sie die Sache vielleicht mal ernst nehmen?
    „Ist ja schon gut“, Ruth verkniff sich ein Grinsen.
    „Wer ist denn besser?“
    „Wie besser, worin?“ Was wollte sie jetzt schon wieder.
    „Naja, soll ich dir jetzt ernsthaft erklären worin?“
    Mein Gott, denkt sie denn immer nur an das eine?
    „Ne, hab schon verstanden…naja, sie haben beide was, ist einfach unterschiedlich, bei Oliver ist es eher körperlich und bei Harry eher so…keine Ahnung…gefühlvoll!“ Omann, wie sollte ich das den in Worte fassen, Für das mit Wood gab es keine Worte, es war unbeschreiblich.
    „Soso“ Ruth zog die Augenbrauen hoch.
    „Omann, wenn ich dich dasselbe mit Draco fragen würde, was würdest du denn dann antworten, hm?“
    Ich sah Ruth herausfordernd an.
    „Dann würde ich sagen, dass es auf jeder Ebene brillant ist, dass das aber nichts zur Debatte tut, da ich meinen Freund ja nicht mit einem x-beliebigen Typen betrüge!“
    „Erstens betrüge ich Harry nicht, zweitens ist Oliver kein x-beliebiger Typ!“
    „Naja gut, was wirst du jetzt machen?“
    „Ich weiß es nicht, ich muss erst mal in Ruhe darüber nachdenken…!“
    „Wie lange läuft das überhaupt schon, mit dir und Wood?“
    „Er heißt Oliver!“
    „Ja und? Du nennst Draco auch nie beim Vornamen! Also?“
    Ja das ist ja was anderes.
    „Drei Wochen!“ Aber es fühlte sich an wie eine Ewigkeit.
    „Drei Wochen schon? Und du erzählst mir nichts davon? Ich dachte ich wäre deine beste Freundin!“
    Da braucht sie sich nicht wundern, sie hat ja nie Zeit für mich.
    „Es sollte doch keiner erfahren! Stell dir vor, wenn Harry davon Wind bekommt…!“
    Nicht auszumalen, was dann passieren würde. Der arme Oliver.
    „Na gut, von mir erfährt er nichts. Aber du kannst sicher sein, dass er es irgendwann mal mitbekommt, durch irgendwen, also mach dir mal ein bisschen schneller Gedanken!“
    Ja darüber konnte ich mir dann immer noch Gedanken machen.
    „Ja, das ist mir schon klar! Ich werde es schon nicht drauf anlegen!“


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