Springe zu den Kommentaren

Blue

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
3 Kapitel - 4.046 Wörter - Erstellt von: Schokosarah - Aktualisiert am: 2017-04-08 - Entwickelt am: - 182 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die junge Engländerin Blue versteckte sich ihr ganzes Leben hinter einer Maske, da sie es für die einzige Möglichkeit hielt, denn Menschen aus dem Weg zu gehen. Nachdem sie in der Schulzeit nur ausgenutzt wurde, zog sie für sich einen Strich, sodass in ihrem Leben nur Platz für ihre beste Freundin Lola, ihre Mutter und sich war.

Doch die Menschen sind ihr nicht egal, sodass sie versucht, ihnen mithilfe eines Blogs die Augen zu öffnen. Sie wird bekannter, bekommt Anhänger, aber niemand weiß, wer sie eigentlich ist, bis ihr eines Tages ein junger Popstar vor die Füße läuft. Er hätte es sogar fast geschafft, dass sie ihre ganze Theorie mit den Fremden noch einmal überdenkt.

1
Die Veröffentlichung meines ersten Beitrags war mittlerweile fast schon ein Jahr her, jedoch war diese Tat, einer meiner besten Entscheidungen meines Lebens, wenn nicht sogar die beste.
Damals als ich diesen Blog erstellt hatte, fand ich eine Möglichkeit aus der Gegenwart zu verschwinden und in eine eigene Welt zu tauchen. Ich fand gefallen daran, dass ich mithilfe von Worten Leuten helfen konnte, denen es genau geht wie mir. Anfangs hatte ich zweifel, dass niemand diesen Blog lesen oder, dass jemand aus meiner Schule den Blog entdecken würde. Ersteres war ein kleineres Problem, da ich eh für mich schrieb und es auch meiner Seele gut tat. Ich hatte mich überwunden, sodass auch mein Selbstvertrauen langsam stieg. Wenn jemand, den ich kannte, diesen Blog entdeckte, würde dieser vielleicht bemerken, was sie getan hatte und würde sich, wenn ich Glück hatte, selbst an die Nase greifen.
,, Blue?" Eine Stimme holte mich aus meinem Gedankengang, weshalb ich den Blick vom Monitor hob. Das Mädchen, welches mich auch in der dunkelsten Zeit gehalten hat, kam die Tür hinein. In jenem Moment stürzte ich mich auf sie und umarmte sie fest, als sie vor mir stand.
Lola, meine beste Freundin, war ein halbes in Mailand bei einem berühmten Modesigner und besuchte unter anderem die Fashionweek. Sie hatte schon immer ein Gespür für Klamotten und Co., weshalb Lolas Vater ihr den größten Wunsch erfüllt hat und schickte sie nach Mailand. In diesem Moment, als sie mir davon erzählt hat, wünschte ich mir, dass ich auch so einen tollen Vater hätte. Ihre Familie hatte reichlich Geld, da Lolas Eltern ein riesiges Unternehmen hatte, was selbst in China vertreten war.
Nach einer Weile lösten wir uns voneinander und beschlossen in diesem Moment unser Gespräch, was sicherlich etwas dauern würde, denn es gab von beiden Seiten einiges zu berichten, in das Wohnzimmer zu verlegen. Auf dem Weg nach unten trafen wir meine Mutter, jedoch stellte sich heraus, dass sie Lola die Tür geöffnet und somit schon gesehen hat.
Als wir im besagten Raum angekommen waren, machten wir uns auf der Couch bequem und ich fragte sie:,, Wie war es?" Ich hörte ihr aufmerksam darüber zu, wie die vergangenen sechs Monate bei Anna Molinari waren. Sie berichtete davon, als sie ihr erstes eigenes entworfenes Kleid in den Händen hielt und Frau Molinari davon sofort Feuer und Flamme war.
Lola zeigte mir ein Foto, da sie das Kleid in Mailand gelassen hatte. Auf gewisse Weise beneidete ich meine Freundin, aber gönnte ihr die tollen Monate.
,, Und weißt du, was das beste ist?" Lola fuhr sich begeistert durch ihre hellbraunen Haare, die sie vor kurzem geschnitten haben muss.
,, Nein, was denn?", fragte ich gespannt.
,, Ich habe mit meinem Vater geredet", antwortete sie,,, Und wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass ich bald meinen eigenen kleinen Laden eröffne!" Meine beste Freundin hüpfte fröhlich auf und ab, ehe sie sich beruhigte.
,, Alleine?" Ich freute mich für Lola, jedoch fragte ich mich in jenem Moment, wie sie sich das vorstellte, da man nicht einfach einen Laden eröffnen kann.
,, Nein." Sie seufzte kurz.,, Ich wollte dich fragen, ob du mir helfen willst?"
Ich zuckte kurz zusammen, als sie mich mit ihrem,, Sag nichts falsches- Blick" anschaute, den sie leider viel zu oft machte. Lola war meine beste Freundin, weshalb ich mir mit der Entscheidung ziemlich schwer tat. Es war nie mein Traum gewesen, einen eigenen Laden zu führen, wobei es auch sehr schön sein könnte, mit seiner besten Freundin diesen zu führen. Aber was würde werden, wenn wir uns einmal zerstreiten? Jedoch hat Lola mich in so vielem im Leben unterstützt, weshalb ich mich mal revanchieren könnte.
,, Ich werde es mir überlegen, okay?" Obwohl es vermutlich nicht die Antwort war, die sich Lola gewünscht hatte, nickte sie lächelnd. Sie sah immer alles Positiv, wofür ich sie liebte.
,, Wie läuft es mit deinem Blog?" Lola hatte mir dabei geholfen, den Blog zu erstellen, bevor sie gegangen ist. Sie unterstützte mich, bei allem was ich tat. Begeistert erzählte ich davon, dass mein Blog bald seinen Jahrestag hat und das immer mehr Menschen meine Worte lesen. Im Laufe des letzten Jahres bekam ich immer mehr Selbstbewusstsein, allgemein hatte ich mich stark verändert.,, Ich war gerade dabei einen neuen Beitrag zu schreiben, als du gekommen bist", erklärte ich ihr und sie grinste triumphierend.
,, Klein Lola ist stolz auf dich", erwiderte sie lachend,,, Darf ich mal lesen?" Es war schön zu wissen, dass jemand hinter mir steht und mich immer motiviert weiter zu machen.
Ich quittierte ihre Frage mit einem Nicken und verschwand kurz in mein Zimmer, um meinen Laptop zu holen. Als ich Lola diesen überreichte, begann sie sofort zu lesen.
Hallo Leute,
heute möchte ich über etwas sprechen, was mir sehr nah geht.
Es geht um das Thema Mobbing. Dieses Thema hatte ich vor kurzem mal angeschnitten, aber heute möchte ich genauer darauf eingehen.
Ich war selbst mal in der Situation gemobbt zu werden, jedoch war es nicht immer so.
Bis ich in die siebte Klasse ging, war ich ein fröhliches Mädchen, das sogar ziemlich beliebt war.
Doch dann trennten sich meine Eltern, da mein Vater Alkohol- und Drogensüchtig geworden war. Die Leute auf meiner Schule bekamen es mit, stellten sich gegen mich und schlossen mich aus. Damalige Freunde, wurden zu Feinde. Ich hatte niemanden, außer meine Mutter und eine einzige Freundin. Sie war total beliebt, stellte sich jedoch gegen die anderen und ließ sich nicht einschüchtern. Mir wurde in diesem Moment bewusst, dass sie die einzige richtige Freundin war und unsere Freundschaft hält sogar bis heute.
Egal was wir versuchten, es half nichts. Vielleicht fragen sich jetzt manche von euch, was bringt einem eine Freundin, wenn alle anderen gegen einen sind? Ganz einfach... Man hat immer einen kleinen Funken Hoffnung, dass das alles aufhört. Ich meine, es gibt jemanden, von dem man geliebt wird, warum sollten es nicht auch die anderen tun? Es macht einem Mut, wenn man weiß, dass es jemanden gibt, der für einen kämpfen würde.
Was ich damit sagen will, ist, dass ihr stark sein müsst, denn irgendwann ist es vorbei.
Es gibt immer jemanden, der für einen da ist, man muss diese Person nur finden.
Lola schaute mich fassungslos an, ehe sie meinte:,, Das hast du geschrieben?"
Dabei betonte sie das, Du'.,, Ja?" Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht unterdrücken.
,, Ich dachte bisher immer, dass nur die alten Männer weise sind." Die Brünette fing an zu lachen, woraufhin ich mit einstimmte.,, Lust auf Pizza?", fragte ich sie.
,, Ja!", rief sie begeistert,,, Wir feiern jetzt die Wiedervereinigung von Blula."

Kommentare (0)

autorenew