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Kupfer und Eiche - die Lebensgeschichte von zweier Katzen aus dem Wolkenclan 2

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4 Kapitel - 1.879 Wörter - Erstellt von: DarkNightmare - Aktualisiert am: 2017-04-04 - Entwickelt am: - 190 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der zweite Teil unserer Lebensgeschichte...
Die Blattleere naht, alle Katzen müssen sich auf besondere Zeiten einstellen. Doch dann geschieht im Wald etwas, mit dem wohl keine Katze gerechnet hätte...

    1
    Hierarchie der Katzen - der Wolkenclan

    Anführerin: Lichtstern – schneeweiße Kätzin mit grünen Augen

    Zweite
    Anführerin:
    Heidetraum – sandfarbene Kätzin mit schwacher, brauner Tigerung und blauen Augen

    Heiler: Salbeiblatt – silbergrau getigerter Kater mit grünen Augen

    Krieger: Buchenpelz – braun getigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    Kastanienfell – braune Kätzin mit abstehendem Pelz und gelbgrünen Augen
    Waldstreif – getigerter Kater
    Blitzfuß – schneller, hell getigerter Kater
    Dachskralle – schwarzweißer Kater mit bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Rabenpfote
    Haselsprung – hellbraun gescheckte Kätzin
    Honigfell – goldene Kätzin mit etwas dunkleren Pfoten und bernsteinfarbenen Augen
    Nachtsturm – schwarzer Kater mit sturmgrauen Pfoten und dunkelblauen Augen
    Schattenflügel – schwarzer Kater mit weißem Bauchfell und grauen Vorderpfoten, hellgrüne Augen
    Gewitterwind – sturmgrauer Kater mit vereinzelten, weißen Streifen die an Blitze erinnern und bernsteinfarbenen Augen
    Kupferschweif – kupferbraune Kätzin mit hellbraunem Bauchfell und Schnauze und dunkelbraunen Pfoten, braune Augen

    Schülerin: Rabenpfote – kleine schwarze Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen

    Königin: Wolkenfeder – weiße Kätzin mit kristallblauen Augen; Mutter von Schneejunges, Habichtjunges, Rindenjunges und Weißjunges

    Junge: Schneejunges – weißer Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    Habichtjunges – braun getigerter Kater mit weißem Bauchfell und grünen Augen
    Rindenjunges – braune Kätzin mit himmelblauen Augen
    Weißjunges – weiße Kätzin mit himmelblauen Augen

    Älteste: Luftpelz – grauweiße Kätzin mit himmelblauen Augen

    Katzen außerhalb der Clans

    Nebel – hellgrauer, fast weißer Kater mit giftgrünen Augen
    Eichel – hellbraun getigerte Kätzin mit einem tiefen Kratzer über dem Auge, scharfe Krallen und bernsteinfarbene bis braune Augen

    2
    Kapitel 1 - aus Kupferschweifs Sicht

    „Ab heute wirst du Kupferschweif heißen. Der Sternenclan ehrt deine Intelligenz und dein Geschick und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin im Wolkenclan willkommen.“ Ein Kribbeln durchfährt mich von den Schnurrhaaren bis zur Schwanzspitze, als Lichtstern ihre Schnauze auf meine legt. Jetzt bin ich Kriegerin, Kriegerin um meinen Clan zu beschützen, zu verteidigen. Das, worauf ich mein ganzes Leben lang gewartet habe. Nur verschwommen nehme ich die Rufe wahr, mit denen mich meine Clangefährten als Kriegerin begrüßen. Mit zuckenden Ohren blicke ich zu Schattenflügel und Nachtsturm, die am Rand der Versammlung sitzen. Die beiden sind in ein Gespräch vertieft und Enttäuschung kriecht unter meinen Pelz, als ich Nachtsturms gelangweilten Blick sehe. Wieder dringt mir ihre Kriegerzeremonie in meine Gedanken, wie ich neidisch am Fuß des großen Felsens gestanden habe und zusah, wie die beiden zu Kriegern ernannt wurden. Aber das ist Vergangenheit, jetzt gehöre ich wirklich zu ihnen. Wachsam beobachte ich, wie eine Katze nach der anderen von der Lichtung in den Schatten gleitet um sich in ihr warmes Nest zu legen. Als letztes bleiben die beiden Kater sitzen. Schattenflügel wirft mir noch einen spöttischen Blick zu und trottet Seite an Seite mit Nachtsturm in den Kriegerbau. Verärgert schüttele ich meinen Kopf und vertreibe den Spott von Schattenflügel. Mein Atem bildet kleine, weiße Wölkchen im Mondlicht. Eiseskälte kriecht mir unter den Pelz und macht meine Pfoten taub, doch mein Blick ist auf den dunklen Lagereingang gerichtet, bereit, jede Bewegung von dort wahrzunehmen. Über schimmert das Silbervlies, ein unendliches, silbrig schimmerndes Band. Eine Katze, eine Katze von vielen. In einem unendlichen Kreislauf, auf einem grauen Stein unter den Lichtern ihrer Ahnen.

    3
    ((bold))Aus Eichels Sicht((ebold)) Sanft segelt ein Blatt vom Baum. Der Boden ist von Laubschichten bedeckt, die Sonne wärmt meinen und Nebels Pelz.
    Aus Eichels Sicht

    Sanft segelt ein Blatt vom Baum. Der Boden ist von Laubschichten bedeckt, die Sonne wärmt meinen und Nebels Pelz. Misstrauisch lasse ich meinen Blick durch den Wald gleiten. „Eichel?“ Nebel sieht mich mit seinen giftgrünen Augen an. Ich schüttele den Kopf. Immer noch habe ich ihm nichts von Dunkelwasser gesagt. Es reicht dass ich ihn im Traum sehe, Nebel wahrscheinlich auch, seiner heute Morgen frischen Schulterwunde nach.
    „Das Wetter ist so warm“, miaut Nebel. Ich gebe nur ein uninteressiertes Zucken der Schnurrhaare zurück, den Blick nach vorne gerichtet. Das Wetter kann mir eigentlich egal sein. Warum kommt mir diese Gegend bekannt vor? „Wir könnten ja anhalten und jagen“, schlägt Nebel vor. Wenn auch widerwillig nicke ich und prüfe die Luft. Laub, feuchte Erde und Beute, nichts Besonderes. In der Nähe wittere ich eine Maus, an die ich mich auch heranpirsche. Beute kann nicht schaden. Ein Sprung und ich lande, dem Tier dabei Knochen brechend. Dunkelwasser hat mir diese Jagdtechnik beigebracht. Am Gedanken an meinen Vater sträubt sich mein Nackenfell. Eilig laufe ich zurück zu Nebel, der ein Eichhörnchen erwischt hat.

    Miesgelaunt laufe ich gerade aus, Sträuchern ausweichend. Plötzlich berührt Nebels Pelz leicht mein Fell, weshalb ich zusammenzucke. „Ich hoffe dieses Wetter wird heute so anhalten. Ich habe keine Lust mit nassem Pelz zu schlafen. Dunkelwasser würde darüber schimpfen, aber trotzdem. Regen werden wir ja noch genug haben“, meint Nebel. Ich knurre nur eine Antwort, den Kater keines Blickes würdigend. Meine Laune ist sofort um einiges noch mehr gesunken, als sie schon ist. Ich will den Namen meines Vaters einfach nicht hören.
    Ohne es zu wollen erinnere ich mich an den stinkenden Geruch in seinem kalten, dunkel getigerten Pelz. An das Blut, an das entfernende Rauschen, an einfach alles, so als wäre gerade eben passiert. Nebels Stimme reißt mich aus meinen Erinnerungen. Leicht verärgert fauche ich leise und gehe etwas vorne ihm, auch wenn Nebel mich kurz danach wieder einholt. Ein schwacher Geruch steigt mir in die Nase, den mir der Wind entgegenweht. Am liebsten würde ich dem Geruch folgen, einfach um mich zu vergewissern ob wir hier sicher sind oder nicht. Doch ein Geräusch erklingt hinter mir, zu dem ich mich sofort umdrehe. Nebel liegt auf dem Boden, Blätter, die er aufgewirbelt hat, segeln wieder zu Boden und auf seinen Pelz. Wie ungeschickt ist er heute!
    „Kannst du nicht aufpassen!“ Sichtlich unter Schmerzen steht Nebel auf, doch er zuckt zusammen als er mit seiner Pfote auftreten möchte. Ich unterdrücke ein genervtes Seufzen und trete an seine Seite. Nebel stützend laufe ich durchs Unterholz. Irgendwo müssten wir ja anhalten können.
    Nach einer Weile erblicke ich ein paar kleine, junge Bäume, kaum größer als eine Katze. „Warte kurz“, miaue ich Nebel zu und krieche unter ein paar Ästen hindurch in den Schutz. Eine Kuhle wird von den Bäumen verdeckt. Hier könnte sich Nebel ausruhen, danach möchte ich aber weiter. Nebel in der Kuhle lassend laufe ich durch den Wald, darauf achtend, in der Nähe von unserem kurzzeitigen Unterschlupf zu bleiben.
    Ich bin nicht lange durch die Gegend gelaufen, da entdecke ich etwas. Mein Nackenfell sträubt sich. Der Geruch von Katzen hängt intensiv in dieser Gegend. Diesen Katzengeruch habe ich schon mal gespürt. Böse und leise knurre ich, dann eile ich zurück zu Nebel. Wir können hier nicht bleiben. „Nebel, komm“, knurre ich dem Kater zu. Verwirrt sieht er zu mir und kriecht, seine verletzte Pfote so gut wie möglich schonend, aus dem Schutz der winzigen Bäume. Er sollte sich schonen, aber dieser Ort ist im Moment eine Bedrohung für uns.
    Humpelnd folgt mir Nebel. Er versucht seine Schmerzen zu verdecken. Jedoch gibt es keine Zeit, um wegen seinen Schmerzen anzuhalten. Der Katzengeruch sperrt mich ein. Wohin sollten wir gehen, um diesem Geruch zu entkommen? Ein Blatt fällt wenige Schwanzlängen von mir entfernt zu Boden.
    Verärgert fauche ich, als mein Fell an den Ästen von einem Brombeerstrauch hängen bleibt. Zerrend kann ich mich befreien, dabei muss ich mich jedoch von einem Fellbüschel von mir verabschieden. „Eichel, warte.“ Nebel kriecht unter Ästen hervor, jedoch verliert er trotzdem ein kleines Fellbüschel.
    Zusammen mit ihm tappe ich weiter über das Laub, jedoch hatte ich das Gefühl, kurz die Präsenz von einer Katze in der Nähe zu spüren. Aber nirgendwo kann ich eine Katzengestalt sehen. Ein Stechender Geruch lässt mein Nackenfell abstehen. Ich war hier schon mal. Und nicht allein. Beim Anblick des schwarzen, fuchslängen breiten Streifen steigt Zorn in mir hoch. Zorn auf jemanden, den ich hier noch ein zweites Mal sehen werde.

    4
    Aus Kupferschweifs Sicht

    Ein einzelnes Blatt, rot-orange schwebt mir vor die Nase und landet geräuschlos vor meinen Pfoten. Die Nächte werden kälter, der Blattfall beginnt. Seufzend tappe ich durch das raschelnde Blättergewebe. Ein lautes Geräusch durchbricht die friedliche Stille. Schattenflügel landet eine Schnurrhaaresbreite vor mir auf dem Boden, ein buntes Blatt in den Pfoten. „Kupferschweif, hier bist du! Wir sollten bis zum Bach gehen, was machst du hier?“ Schnaubend befreie ich mein fell von den kleinen Blattstückchen. „Dasselbe könnte ich dich auch fragen. Ich wollte noch jagen gehen. Aber das ist jetzt auch unmöglich, weil du mit deinem Blätterfangspiel die Beute bis zum Zweibeinerort gejagt hast. Glück für dich, dass es niemand außer mir gesehen hat, wie du wie ein Junges herumgehopst bist. Aber wenn es dir nichts ausmacht, gehe ich jetzt in Richtung Baumgruppe jagen.“ So würdevoll wie möglich drehe ich mich um, nicht ohne Schattenflügel einen weiteren Schwung Blätter auf den Kopf zu werfen. Mäusehirn! Dieser idiotische Fellball benimmt sich wie ein Junges! Was hat sich Lichtstern nur dabei gedacht, ihn zum Krieger zu ernennen? Immer noch wütend schleiche ich durch das Unterholz. Ein Schatten. Alarmiert drehe ich mich um. Sehe nichts außer Blätter, Zweige und Staub. Ein unangenehmes Gefühl breitet sich in mir aus, ich bin sicher, dass ich beobachtet werde. Da! Ein einzelnes, fast unsichtbares Fellbüschel ist an einer Dornenranke hängen geblieben. Dieser Geruch...der Geruch der an dem Fetzen hängt erinnert mich an etwas...an jemanden. Noch ein Schatten. Wie ein Regenschauer übergießt mich die kalte Ahnung, wer diesen Geruch besitzt. Ich fühle, wie sich mein Nackenfell aufstellt, sich jedes Haar in meinem Pelz krümmt. Das durfte nicht sein. Aber es war. Sie war zurück. Was auch immer das bedeuten mochte.

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1490993813
Kupfer und Eiche - die Lebensgeschichte von zwe...
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Der zweite Teil unserer Lebensgeschichte... Die Blattleere naht, alle Katzen müssen sich auf besondere Zeiten einstellen. Doch dann geschieht im Wald etwas, mit dem wohl keine Katze gerechnet hätte...
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2017-03-31
406A
Warrior Cats

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