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Warrior Cats- Kaltes Herz (Kurzgeschichte)

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1 Kapitel - 1.494 Wörter - Erstellt von: Aurora Andromeda - Aktualisiert am: 2017-03-21 - Entwickelt am: - 257 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Das ist meine erste Kurzgeschichte. Ich hoffe sie gefällt euch!

Silberblatt liebt Sturmfrost schon sein unzähligen Blattwechseln, doch als sie ihm endlich ihre Gefühle gestehen will, kommt alles ganz anders...

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    "Ich kann das nicht", miaute Silberblatt verzweifelt. "Was ist wenn er 'Nein' sagt?"
    "Silber, du bist seit Jahren in diesen Kater verliebt", rief ich leicht genervt.
    Ich schaute zu dem kräftigen Grauen, der sich gerade mit seiner Schwester Kirschflamme die Zungen gab. Sturmfrost sah wirklich nicht schlecht aus und ich konnte verstehen, warum meine Schwester ihr Herz an ihm verloren hatte.
    "Das ist es ja", klagte diese. "Wenn ich es vermassele, wird er mich nie lieben."
    "Sei doch kein Jammerlappen. Er schaut doch schon immer zu dir und lächelt dir zu."
    Ich verstand nicht, warum sich Silberblatt so anstellte. Sie war wunderschön mit ihrem hellen silberglänzenden Fell und den blauen Augen. Ich, Kupferwind, hingegen hatte nur langweiligen braunen Pelz.
    "Wenn du es ihm nicht sagst, wird er dich eines Tages vergessen und eine andere Gefährtin finden!"
    Das saß. Ich diskutierte noch etwas mit ihr aber Silberblatt sah schlussendlich doch ein, dass sie Sturmfrost endlich die Wahrheit sagen musste.
    "Ihr werdet das süßeste Paar der vier Clans werden", schnurrte ich.
    "Auf jeden Fall!", bekräftigte meine Schwester. "Danke Kupferwind, dass du mich überredet hast."
    "Für dich doch gerne", miaute ich. "Und jetzt geh endlich zu ihm!"

    "Und", fragte ich neugierig, doch meine Schwester fauchte nur einmal und ging wortlos an mir vorbei. Überrascht sah ich ihr nach. Müsste sie nicht glücklich sein?
    Dann verstand ich plötzlich. Sturmfrost hatte sie abgewiesen. Aber wie konnte das sein? Es sprach doch alles dafür...
    Ich lief hinter Silberblatt her. Ich wollte sie etwas aufheitern, denn wenn sie unglücklich war, litt ich mit ihr.
    Ich fand sie im Kriegerbau, wo sie sich zusammengerollt hatte.
    "Silber, ist alles in Ordnung?" Sofort bereute ich die Frage. Natürlich war nichts in Ordnung.
    Meine Schwester drehte sich zu mir um. Ihre Augen waren trüb und leer.
    Als sie sprach, klang ihre Stimme rau.
    "Kupferwind, würdest du mir das Wichtigste nehmen, was ich im Leben habe?"
    "Natürlich nicht!", rief ich. Niemals könnte ich ihr das antun.
    Silberblatt nickte nur und ließ ihren Kopf erneut auf die Pfoten sinken. Ich verstand, dass sie allein sein wollte, deshalb ging ich. Hoffentlich würde sie über Sturmfrost hinwegkommen. Das war alles seine Schuld!

    Silberblatt blieb auch in den nächsten Tagen kühl und ignorierte mich weitestgehend. Da sie jedoch den anderen gegenüber nicht anders war, dachte ich mir nichts dabei. Sie brauchte eben Zeit.

    Ich unterhielt mich gerade mit meiner Freundin Quellenlicht, der Heilerin, als Sturmfrost auf mich zu kam. Ich seufzte. Ich nahm ihm die Sache mit Silberblatt immer noch übel. Zu allem Überfluss war er vor kurzem, nachdem der Zweite Anführer in den Ältestenbau gezogen war, von Flockenstern zum neuen Stellvertreter ernannt worden.
    "Kupferwind, du kommst mit mir und Distelblume auf Jagdpatroullie", miaute er.
    "Ok", antwortete ich und stand auf. Dem Zweiten Anführer musste man gehorchen, ob man wollte oder nicht.
    "Wäre es okay, wenn ich nicht mitkomme?", fragte Distelblume, die auf uns zu kam. "Ich wollte mit Mistelpfote zur Sandkuhle und Kampftechniken üben. Er hat es bitter nötig..." Sie schaute resigniert zu ihrem Schüler der sich gerade mit dem Ältesten Falkenblick zankte.
    Ich schmunzelte. Mistelpfote war echt eine Nummer für sich.
    Das wusste auch Sturmfrost und er erlaubte, dass sich Distelblume um ihn kümmerte.
    So kam es, dass ich mit Sturmfrost alleine jagen gehen musste. Na klasse!
    "Schade dass Distelblume nicht mitkommen konnte, oder?", versuchte ich eine Unterhaltung anzufangen.
    Ich musste ihm ja nicht unbedingt zeigen, dass ich ihn nicht mochte. Denn wer es sich mit dem Zweiten Anführer verscherzte, wurde zu einer Menge unangenehmer Nachtpatroullien eingeteilt und darauf konnte ich gut verzichten.
    "Eigentlich passt es mir ganz gut", antwortete Sturmfrost. "Ich wollte nämlich mit dir reden" Er blieb stehen.
    "Warum das denn?", fragte ich misstrauisch.
    "Also ich...", er stockte. "Vor ein paar Tagen ist Silberblatt zu mir gekommen und hat mir etwas gesagt..."
    "Ich weiß" Ich versuchte ruhig zu bleiben. Doch wenn er versuchen würde mit mir über meine Schwester zu sprechen, dann würde es mit meiner Beherrschung bald vorbei sein.
    "Gut, dann weißt du sicher, dass ich ihr gesagt habe, dass ich nicht so empfinde, sondern eine andere Katze liebe"
    "Ja", entgegnete ich kalt. "Und warum sagst du mir das?" Wollte er versuchen mich so lange zu reizen, bis ich auf ihn losging?
    "Weil..."
    "Sag es doch entlich. Ich hab nicht ewig Zeit.
    Er holte einmal tief Luft.
    "Weil du die Katze bist", platzte es aus ihm heraus. "Ich liebe dich Kupferwind!"
    Ich erstarrte und schaute ihn mit großen Augen an. Wie konnte das sein?
    "Ich wollte nur, dass du es weißt", murmelte Sturmfrost und wandte sich ab.
    "Sturmfrost, warte!"
    Er drehte sich wieder zu mir um und in diesem Moment wurde mir klar, dass ich ihn schon immer mehr als nur gemocht hatte. Ich hatte es mir nur nie eingestanden, vor allem da meine Schwester schon in ihn verliebt gewesen war. Ich hatte ihr nicht wehtuen wollen und hatte gewusst, dass ich gegen Silberblatt keine Chance haben würde.
    "Ich habe nicht gesagt, dass ich nichts für dich empfinde", miaute ich deshalb. "Ich verstehe es bloß nicht. Silberblatt ist so hübsch und beliebt und ich..."
    "Kupferwind, du bist die schönste Katze die ich gesehen habe. Viel schöner als Silberblatt", flüsterte Sturmfrost.
    "Aber du hast doch immer nur zu ihr geguckt"
    "Ich habe zu dir geguckt. Wie könnte ich deine Schwester ansehen, wenn du daneben stehst?"
    "Ach Sturmfrost..." Ich ließ meinen Kopf an seine Seite sinken und als er sanft meine Ohren leckte, schoss ein warmes Prickeln über meinen Körper.
    Plötzlich wurde ich umgerissen und scharfe Krallen bohrten sich in meinen Pelz. Verschreckt sah ich in das Gesicht meiner Schwester.
    "Du hast gesagt, dass du ihn niemals nimmst, du falsche Schlange", fauchte sie.
    "Aber ich wusste nicht, dass..." Weiter kam ich nicht, denn Silberblatt drückte ihre Pfote auf meine Kehle. Ich keuchte.
    "Du wirst bezahlen", flüsterte sie. In ihren Augen mischte sich purer Hass mit dem Wusch, mir die Kehle herauszureißen.
    "Warum..." Mehr konnte ich nicht sagen.
    "Du weißt warum"
    Dunkle Punkte tauchten vor meinem Blickfeld auf und ich bekam es mit der Angst zu tun, doch urplötzlich verschwand der Druck. Ich wollte nachsehen, was passiert war, doch mir wurde schwarz vor den Augen und ich verlor das Bewusstsein.

    Ich erwachte, als eine warme Zunge über mein Gesicht fuhr.
    "Kupferwind, wach bitte auf", hörte ich Sturmfrosts Stimme.
    Ich stöhnte. Mir tat alles weh.
    "Du lebst!", rief Sturmfrost erleichtert.
    Ich öffnete die Augen. Erschrocken fuhr ich zusammen. Nicht weit von mir lag eine silbrig graue Kätzin mit blutigem Fell. Sie rührte sich nicht.
    "Ist sie..."
    Sturmfrost nickte traurig.
    "Du hast meine Schwester ermordet!"
    "Es ging nicht anders. Sie wollte dich umbringen! Es tut mir leid"
    Ich seufzte. "Das ist meine Schuld"
    "Auf keinen Fall!", erwiderte er bestimmt.
    "Aber ich..." Ich verstummte. Es war egal, wessen Schuld es war. Sie war nun mal tot. "Wie willst du es Flockenstern erklären?", fragte ich stattdessen.
    "Wir finden schon eine Lösung."
    Ich lächelte. "Zusammen!"

Kommentare (2)

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Lichtglantz (52600)
vor 214 Tagen
Echt gut geschrieben! Aber irgendwie ist die Geschichte auch traurig
Taui ( von: Tauschweif)
vor 265 Tagen
Schön! :)
Bitte schreib noch mehr, deine Geschichten und Top-Listen sind der Hammer, weiter so! :D