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More than just a Position

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1 Kapitel - 3.527 Wörter - Erstellt von: Sawamura Daichi - Aktualisiert am: 2017-03-16 - Entwickelt am: - 259 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Manchmal kann eine einzige Unterhaltung dein ganzes Leben auf den Kopf stellen...

Daichi x Nishinoya/
Haikyuu-Yaoi-Oneshot

    1
    Der Wecker riss Daichi aus einem seltsamen, verstörenden Traum. Noch bis eben befand er sich ganz woanders; sein Team stand gemeinsam mit ihm auf dem Feld um erneut gegen Nekoma anzutreten und endlich einmal zu gewinnen.

    Doch je weiter das Spiel fortschritt, desto mehr seiner Teamkameraden verschwanden plötzlich und ließen ihn allein zurück. Er wollte nach ihnen rufen, aber seine Stimme brachte keinen Ton hervor, während Kurō nur gemein grinste...

    Daichi stellte den Wecker mit einer unwirschen Bewegung ab und erhob sich langsam vom Bett. Wieso träumte er so etwas? Hatte er vielleicht in letzter Zeit zu hart trainiert oder sich anderweitig überanstrengt?

    Etwas verwirrt und auch verärgert fuhr er sich durch das dunkle, kurze Haar und atmete tief durch.
    "Zeig keine Schwäche. Du bist ein Captain.", murmelte er nun leise. "Die Anderen können es nicht gebrauchen, wenn du dich nicht zusammen reißt."

    Der Oberschüler nahm seine Klamotten und zog sich an, bevor er ins Bad ging und sich sein Gesicht wusch, den Blick anschließend in den Spiegel richtend. Dieser Traum hatte Spuren hinterlassen; Daichi sah irgendwie erschöpft, ja beinahe verzweifelt aus.
    Zwar traute er so eine Aktion keinem seiner Teamkameraden zu, aber was wenn es trotzdem passierte und sie sich von ihm abwandten?

    Offen ausgesprochen hatte er es nie, doch er hatte Angst. Angst, der Rolle als Captain nicht gerecht zu werden. Angst, die Anderen und seinen Vater zu enttäuschen.
    Es bedeutete eben, auch die Verantwortung des Sieges als Bürde auf sich zu nehmen wie auch den Schmerz und das Leid der Niederlage.

    Mit einem leisen Seufzen trocknete er das Gesicht ab, zog sich eine kurze Hose und sein Trainingsshirt über und ging anschließend mit seiner Tasche in die Küche, wo er sich dann sein Frühstück zubereitete.

    Selbst wenn er gerade keinen richtigen Hunger verspürte, musste er essen. Schließlich war es die wichtigste Mahlzeit; wie sollte der Volleyballspieler sonst die Energie für den ganzen Tag aufbringen?

    Daichi brachte alles zum Tisch und nahm Platz, bevor er zu essen begann. Morgens saß er meistens allein hier, selbst an einem Samstag wie heute. Seine Mutter musste arbeiten und sein Vater war der Volleyball-Saison wegen gerade selten zuhause, allerdings störte es ihn nicht.
    So hatte er gefühlt alle Zeit der Welt um sich seelisch auf die Schule oder das Training vorzubereiten.

    Nach gut zwanzig Minuten beendete er die Mahlzeit und stellte sein benutztes Geschirr in die Spülmaschine. Solchen Luxus besaß nicht jeder Haushalt in Japan, doch seine Familie hatte genug Geld um sich so etwas zu leisten. Hieß ja auch nicht, dass man sich deswegen arrogant oder selbstgefällig verhalten musste.

    Kurz nahm er noch seine Tasche und machte sich anschließend auf den Weg nach Karasuno. Unterwegs setzte Daichi Kopfhörer auf, machte sich Musik auf dem MP3-Player an und begann schon einmal mit Lauftraining - Einerseits um sich aufzuwärmen und andererseits negative Gedanken von sich fernzuhalten. Gerade beim Training konnte er so etwas gar nicht brauchen!

    Die Musik floss direkt in ihn hinein und füllte seinen Körper aus. Ruhig atmete der Captain aus und fühlte beinahe, wie die Töne ihn beruhigten.
    Die Umgebung nahm er bereits nicht mal mehr wirklich wahr; es zählte nur noch jeder Schritt.

    Wenige Meter vor der Schule spürte er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter; erschrocken fuhr er zusammen und hielt schließlich an.
    Sein Kopf drehte sich nach links und schaute in ein sehr bekanntes Gesicht. Schnell schob er sich die Kopfhörer runter und lächelte leicht. "Hey Nishinoya."

    Der Angesprochene grinste ihn breit an und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. "Na, Daichi-Senpai?" "Du bist ja schon früh unterwegs.", erwiderte er daraufhin und schaltete nebenbei den MP3-Player aus. "Dabei beginnt das Training doch erst in einer halben Stunde."
    "Ach weißt du..."

    Der Kleinere blickte hoch zu ihm. "Wenn es um Volleyball geht dann kann ich nicht anders. Außerdem... wir haben nicht mehr so viel Zeit miteinander."
    Daichi blinzelte und schaute ihn mehrere Sekunden sprachlos an. So etwas von Nishinoya zu hören... Damit hätte er einfach nicht gerechnet, selbst wenn der Libero öfter aufbauende Worte für seine Teamkameraden fand.

    "Ich weiß, der Abschluss kommt langsam näher. Aber... ich weiß dass ihr Karasuno erneut zum Sieg führen werdet.", meinte er ernst und schaute dann in Richtung Schule. Verdammt... Was war das für ein Gefühl? Es breitete sich in seinem Bauch aus und wanderte bis zu den Fingerspitzen, während alles in seinem Inneren verrückt spielte.
    Daichi ging nun langsam weiter, Nishinoya folgte ihm sofort. Er verstand es einfach nicht... Wieso reagierte sein Körper so extrem auf diese warmen Worte?

    Kurze Zeit später trafen beide an der Sporthalle ein, wo Hinata und Kageyama bereits auf sie warteten - Beide noch vollkommen außer Atem wegen ihres schon Tradition gewordenen Wettrennen.

    Der Erstklässler mit dem orangefarbenem Haar sprang sofort auf, als er seinen Captain und seinen Libero erblickte. "Da seid ihr ja endlich." Sein Gegenstück richtete sich viel langsamer auf und nickte zur Begrüßung, wirkte aber genauso ungeduldig.

    Daichi musste tatsächlich schmunzeln, als er den eindeutigen Ehrgeiz der Beiden erkannte, während Nishinoya sofort zu Hinata ging und ihn freundschaftlich gegen die Schulter boxte.

    Diese energiegeladene Aura spiegelte sich nicht nur in den Beiden wieder, auch Nishinoya und Tanaka konnten nicht still sitzen wenn es um Volleyball ging. Vielleicht würde das Team nach dem Abgang aller Senpai(ihn eingeschlossen) tatsächlich besser laufen als jetzt...

    Bei diesem Gedanken holte den Dunkelhaarigen der Traum von heute morgen wieder ein; kurz verkrampfte sein Magen sich dabei. Schnell zückte er deshalb den Hallenschlüssel um die Tür zu öffnen. Vielleicht lenkte ihn das Training ja ein wenig ab...

    Kaum dass die Tür offen war, liefen Hinata und Kageyama vor und fingen sofort mit dem Aufbau des Feldes an; sie rollten das Netz aus, befestigten es und holten anschließend die Knieschoner.

    Das brachte ihn erneut zum Lächeln; sein Team war echt das Beste! Sie wussten genau, wie sie die Laune ihres Captains heben konnten - Selbst wenn es nicht selten auch den gegenteiligen Effekt hatte.
    Er kümmerte sich nun um die Bälle, da Nishinoya sich noch umziehen musste und er sowieso immer mit beim Aufbauen half.

    Nachdem alles soweit vorbereitet war, trafen langsam die Anderen ein; alle überpünktlich vor dem ausgemachten Zeitpunkt.
    Selbst Ukai, ihr Coach, schaffte es rechtzeitig nach Karasuno zu kommen und lehnte sich nun an die Wand. Takeda-Sensei ließ nicht lange auf sich warten und leistete dem Blonden Gesellschaft.

    Daichi runzelte kurz die Stirn; die Beiden hingen auch ziemlich häufig zusammen. Ob sie sich mittlerweile angefreundet hatten? Oder steckte etwas ganz Anderes dahinter? Daichi wusste, dass es im Sport sogar häufiger als man annahm gleichgeschlechtliche Beziehungen gab.

    Mit einem leichten Kopfschütteln widmete er sich lieber seinen Knieschonern, welche ihm Hinata reichte und zog sie über. Selbst wenn das der Fall sein sollte, ging es ihn doch überhaupt nichts an.

    Sugawara kam zu ihm, nachdem er sich umgezogen hatte und lächelte. "Guten Morgen Daichi. Sag mal... ist irgendwas passiert?" "Wieso fragst du?", stellte Daichi sofort eine Gegenfrage. Sah man ihm etwa an, worüber er nachdachte?

    "Du siehst irgendwie erschöpft aus.", meinte Sugawara daraufhin, sein Gesichtsausdruck zeigte Besorgnis.
    "Es ist nichts. Ich habe nur schlecht geschlafen."
    Es war nicht einmal gelogen; in letzter Zeit lag er oft wach und hatte mit diesen schrecklichen Gedanken kämpfen. "Also nichts worüber du dich sorgen musst."

    Der Coach verschaffte sich nun mit seiner Stimme Gehör und wies das komplette Team an, sich nun aufzustellen. "Okay. Ich teile euch nun in Zweierteams auf und ihr trainiert mit dem Anderen."

    Was für einen Sinn das hatte, wusste Daichi sofort: Damit sollte Teamwork, Flexibilität und das flüssigere Werfen und Fangen verbessert werden. Und wenn es gut lief, fand man dazu gleich eine neue Technik welche man verwenden konnte.

    Die Teams bestanden aus Hinata und Nishinoya, Tanaka und Asahi, Daichi und Tsukishima; und Sugawara trainierte mit Kageyama. Yamaguchi sollte zuerst mit Ennoshita die Aufschläge üben.

    Sonderlich begeistert waren weder Tsukishima noch er über diese Konstellation, doch Ukai würde sich schon was dabei gedacht haben.
    Möglicherweise lag es ja auch daran, dass sie sich nicht sonderlich verstanden. Nun gut. Daichi fügte sich dem Willen des Coaches und arbeitete so gut es ging mit dem Größeren zusammen.

    Jedoch konnte er es nicht verhindern, dass sein Blick öfter zu Nishinoya und Hinata ging. Die beiden verstanden sich ziemlich gut, ihr Umgang untereinander war harmonisch. So wie auch ihr Zusammenspiel. Der kleinste des Teams hatte eben für jeden eine aufbauende Wirkung.

    Ob er die Senpai wirklich so vermissen würde(abgesehen von Asahi, der ja sein bester Freund war)? Die Rolle des Captains konnte man einfach ersetzen, den Freund nicht. Irgendwie machte ihn das total wütend, wenn er so darüber nachdachte... Ohne es wirklich zu wollen, setzte er zum Wurf in die Richtung der Beiden an.

    "Autsch!" Hinata hielt sich den Kopf und schaute sich fragend um, aus welcher Richtung der Volleyball kam. Daichi zuckte zusammen und sah auf seine Hände. Wieso hatte er... auf ihn geworfen?
    "Tut mir leid, ich habe nicht aufgepasst.", bekannte er sich schnell zu seiner Schuld. Vielleicht sollte er sein Verhalten besser beobachten, wenn er schon nicht mehr auf seine Kameraden achtete. Er bemerkte in diesem Augenblick nicht die vielen verwunderte Blicke, welche auf ihm ruhten.

    Nach mehreren Stunden beendete Ukai schließlich ihr Training und entließ sie in die Freiheit. Erleichtert räumte er noch schnell mit auf, bevor er sich seine Tasche schnappte und dann in Richtung nach Hause verschwand.
    Irgendwie verspürte dennoch diese Erschöpfung; so als hätte ihn das Training weiter ausgelaugt....

    Plötzlich wurde er von Sugawara eingeholt, welcher neben ihm weiterlief. „Daichi. Was genau hatte es eigentlich mit der Aktion vorhin auf sich?“, fragte der Silberhaarige ihn auch gleich aus, in seiner Stimme schwang unterschwellige Wut mit. „Das sah nicht unbedingt nach Zufall aus. Seit wann bewerfen wir unsere Teamkameraden!“

    „Es war wirklich keine Absicht.“, murmelte er und strich sich durchs Haar. „Ich war nur in Gedanken und hab einfach falsch gezielt.“ Wie sollte er etwas erklären, wo er nicht mal selbst den Grund wusste? "Dein Blick hat aber Bände gesprochen. Hat es dich gestört, dass Hinata mit Nishinoya zusammenarbeitet?", fragte sein bester Freund.

    Was sollte diese Frage denn jetzt? Daichi runzelte die Stirn und dachte tatsächlich nach, ob darin etwas Wahres lag. Störte es ihn vielleicht wirklich? Er fand darauf keine eindeutige Antwort.
    Klar, es hatte ihn schon wütend gemacht... So wie die beiden zusammen lachten, redeten und zusammen so unglaublich gut Volleyball spielten. Aber es war doch sein Team! Seine Kameraden! Er durfte einfach nicht wütend werden.

    "Was wäre, wenn?", wollte er nun wissen, während sein Blick sich völlig untypisch zu Boden senkte; die Schuldgefühle gegenüber Hinata und seine seltsamen Gefühle kämpften innerlich gegeneinander und ließen ihm keine Ruhe.
    Sugawara legte ihm plötzlich für wenige Augenblicke eine Hand auf die Schulter und sagte mit einer viel sanfteren Stimme als vorhin:"Verstehe. Dann solltest du mit Nishinoya sprechen. Um ehrlich zu sein, hat es mich auch ziemlich gestört."

    Daichi blinzelte kurz, diese Szene kam ihm seltsam vertraut vor. Vor zwei Jahren hatte sich der Andere mal in einen Jungen aus ihrer Parallelklasse verliebt und sich genauso aufgeführt, als sein Schwarm schließlich eine Freundin hatte.
    "Suga... bist du etwa in Hinata verknallt?", rutschte es ihm auch schon raus.

    Die Wangen seines Freundes färbten sich leicht rot, er kratzte sich etwas am Nacken. "Ich fürchte schon." "Ach deshalb diese Reaktion wegen dem Ball.", stellte Daichi nüchtern fest und betrachtete den Anderen. Hoffentlich wurde er nicht wieder enttäuscht und verletzt.
    "Wirst du es ihm sagen? Ich denke, dass Hinata es besser verstehen wird als der Letzte."

    "Ich weiß es nicht. Er scheint nicht wirklich interessiert an so etwas zu sein.", murmelte Sugawara leise, bevor er schließlich durchatmete. "Vielleicht am Tag von meinem Abschluss."
    Kopfschüttelnd musste der Captain lächeln. "Willst du denn nicht wissen, ob er dich vielleicht auch mag? Nutz die Chance. Jetzt habt ihr noch viel miteinander zu tun."

    "Ich überlege es mir.", erwiderte er leise und verlegen auf diese Aussage. "Und du... solltest dringend mit Nishinoya sprechen, ob er auch so empfindet. Diese Gefühle zu unterdrücken ist schwierig, glaub mir."
    Daichi errötete dezent und schüttelte den Kopf. "Ich glaube nicht, dass das nötig ist. Die letzten Tage ging es mir nicht so gut, vermutlich ist das alles Einbildung."

    Ein leises Seufzen entglitt Sugawara; jedoch kam kurz darauf schon die Kreuzung, an der sie sich trennen mussten. "Wir sehen uns dann am Montag. Denk noch mal über meinen Vorschlag nach."
    "Du aber auch.", erwiderte der Größere von beiden. Dann gingen beide in entgegengesetzte Richtungen.

    Mehrere Wochen vergingen, in der keiner der Beiden so richtig auf den Vorschlag eingegangen war. Sugawara hatte so wie Daichi es beobachtet hatte, öfter mal angesetzt und es dann doch gelassen.
    Bei ihm selbst lag es nicht daran, dass er Angst hatte - So feige war er nicht. Es lag wohl eher daran, dass er sich das einfach nicht eingestehen wollte.

    Doch in der Nacht holte ihn die Wahrheit jedes Mal wieder ein, denn seit diesem einen Tag träumte er immer wieder das Gleiche.
    Es begann damit, dass er in einem Raum erwachte und Nishinoya neben ihm saß. Im nächsten Moment versiegelte dieser auch schon seine Lippen mit einem Kuss. Und danach...

    Daichi verdrängte den nächsten, nicht jugendfreien Gedanken lieber und konzentrierte sich auf den Unterricht.
    In wenigen Monaten musste er schließlich seine Prüfungen schreiben und konnte sich solchen Gelüsten nicht hingeben. Sonst bekam er sicher eine schlechte Note, was sich wiederum negativ auf sein geplantes Studium auswirken würde.

    Kurz gähnte er hinter vorgehaltener Hand und sah nach vorn an die Tafel. Dieser Traum riss ihn jedes Mal über eine Stunde vor dem Wecker aus dem Schlaf, danach fand er keine Ruhe mehr.
    Die Klingel läutete das Unterrichtsende ein, gemächlich packte er alles in seine Tasche ein und machte sich auf den Weg zum Training.

    Noch im Klassenraum gesellten sich Asahi und Sugawara zu ihm und liefen den Weg zu der Halle gemeinsam. So war es jeden Tag unter der Woche; sie kamen zusammen auf diese Schule und verließen sie gemeinsam.
    Allerdings schwieg Daichi, während die anderen Beiden ein Gespräch führten. Erstens war er viel zu müde, zweitens wollte er nicht reden und drittens übermannten ihn wieder diese Gedanken an Nishinoya.

    Egal wo er sich befand oder was er gerade machte, das Gesicht des Libero tauchte vor seinem Inneren auf. Aber gut, dieser Traum hatte ihn ziemlich geprägt.
    Nach kurzer Zeit trafen sie an der Halle an und er schloss den Eingang auf; wie üblich flitzten Kageyama und Hinata an ihnen vorbei und waren als Erstes drinnen.

    Daichi blickte zu Sugawara, dieser bemerkte das und schaute zur Seite. Er schien zu wissen was sein Kumpel meinte. Doch er sagte nichts und betrat einfach die Sporthalle.
    Dort zogen sich alle um und bauten das Feld auf. Er half zwar mit, fühlte sich aber gar nicht gut.

    Das konnte man ihm scheinbar ansehen, denn Ukai nahm ihn gleich beiseite. "So trainierst du mir nicht. Am Besten gehst du ins Krankenzimmer. Sugawara, bring ihn hin."
    Der Schwarzhaarige wollte wiedersprechen, doch der Blick des Coaches war unerbittlich. Also ließ er sich zurück zur Schule begleiten.

    "Hey Daichi. Du solltest dich wirklich mal ausruhen, so blass wie du bist.", begann Sugawara das Gespräch und blickte ihn besorgt an. "Liegt es an der... speziellen Sache?"
    "Nicht direkt.", murmelte er und biss sich auf die Unterlippe, aus dem Augenwinkel zu ihm schielend. Wieso wusste er genau, was ihn belastete? Konnte er in seinen Kopf schauen?

    "Ich... werde mich einfach hinlegen okay? Dann geht es mir sicher bald wieder besser." Nicht ganz überzeugt seufzte sein Begleiter auf, ließ es aber gut sein. "Na schön. Komm dann wieder zu uns."
    Er brachte ihn noch zum Krankenzimmer und meldete ihn bei dem zuständigen Arzt an. Dieser wies Daichi ein Bett zu und ließ ihn sich dort hinlegen. Langsam tat er wie ihm geheißen und schloss anschließend die Augen, um nach kurzer Zeit einzunicken.

    Irgendwann wachte er auf und musste sich, noch nicht ganz bei sich, zuerst einmal orientieren. Ach ja, er befand sich im Krankenzimmer... Doch kurz darauf zuckte er zusammen, als er Nishinoya neben seinem Bett sitzen sah. Dieser blickte ernsten Augen zu ihm runter.
    War das wieder einer dieser Träume? Dann wusste er, was nun kam... Langsam näherte er sich dem Anderen und gab ihm einen Kuss auf seine Lippen.

    Nishinoya erstarrte dabei sofort, weshalb Daichi sich sofort löste und vom Bett aufstand. "Tut... tut mir leid. Ich war noch nicht ganz wach. Ich... gehe schon einmal zurück."
    Verdammt. Wieso... hatte er nicht erkannt, dass es dieses Mal echt war? Ein wenig hastig verließ er den Raum und ließ dabei einen langsam errötenden Libero zurück. Vielleicht sollte er demnächst... wirklich mit ihm sprechen.

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    Kleines Special:

    Während Daichi im Krankenzimmer lag, nahm Sugawara allen Mut zusammen und sprach Hinata in einer kleinen Pause an. "Ich müsste mal kurz mit dir allein sprechen." "Na gut.", erwiderte der Orangehaarige etwas verwundert, folgte seinem Senpai aber an eine abgelegenere Stelle der Sporthalle.
    "Also, was gibt es?" "Ich... ich mag dich ", sagte er verlegen und kratzte sich am Nacken. "Ja, ich dich doch auch."

    Hinata runzelte die Stirn. "Was ist denn daran jetzt so schlimm?" "Du hast mich falsch verstanden. Ich mag dich wirklich sehr, sehr gern.", betonte Sugawara das nun etwas verzweifelter. Konnte man wirklich so naiv sein?
    " Das weiß ich doch.", kam es sofort zurück. "Ach... na ja, dann lass uns weiter spielen.", murmelte der Silberhaarige etwas enttäuscht und ging zurück zu den Anderen.

    "Bist du eigentlich blöd?", kam es hinter Hinata plötzlich von Kageyama, welcher an der Wand lehnte. "Er meinte nicht das normale mögen. Sondern dass er sich für dich interessiert."

    Dieser weitete die Augen und verstand schließlich doch. Was ihn tatsächlich total verlegen machte. "Bitte... was?" Seine Wangen glühten und er sah Sugawara noch ziemlich bedröppelt nach.

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    So, damit sind wir am Ende des Oneshots angekommen. Vielen Dank an alle, die bis hierher gelesen haben. Sollte es euch gefallen, würde ich mich über ein paar Kommentare freuen.
    Und sollte sich der Oneshot größerer Beliebtheit erfreuen, setze ich mich an eine Fortsetzung.

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