Springe zu den Kommentaren

Gefangen beim Kretin

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 6.172 Wörter - Erstellt von: Silvia Piece - Aktualisiert am: 2017-02-20 - Entwickelt am: - 368 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Eine Trafalgar Law x FF
Alles fängt Harmlos an.. doch wie geht es weiter?...

1
Kapitel 1: Neue Bekanntschaften

Hallo, meine lieben Leser,
Zunächst freut es mich das ihr Interesse an meiner kleinen Geschichte gezeigt habt. Vielen Dank dafür. Es würde mich freuen wenn euch der Text gefällt, jedoch hat jeder seine eigene Meinung. Hierzu ist noch zu erwähnen, das mit Ausnahme von den Ocs keine der Figuren oder die Welt mir gehört. Diese stammen allein vom Macher von One Piece Eiichiro Oda.
Dennoch wünsche ich euch Viel Spaß ^^
________________________________________________ ___________________________

Ein Lächeln überfuhr meine Lippen, als ich binnen weniger Sekunden die Haustüre schloss, und bereitwillig den frischen Wind einatmete. Ich liebte es einfach saubere Luft zu Atmen. Dies war nicht an jedem Ort selbstverständlich.

So vor mich hin trottend, klapperte ich wie jeden Sonntag den Markt einer neuen Insel ab. Es war wirklich schön hier. Viel Natur, zwitschernde Vögel, begeisterte Menschen und ja, auch Ruhe. Zufrieden weiter stapfend, entdeckte ich einen kleinen Fischhändler, der noch ziemlich viel Ware übrig hatte, bei einer so ruhigen Insel war dies nicht weiter verwunderlich, auch wenn der Markt für solche Verhältnisse doch schon recht gut gefüllt war.

Bei bester Laune, begrüßte ich den jungen Mann, der mir mit aufgehellter Miene eine kleine Kostprobe reichte, Fingerkuppen groß, aber dennoch voller Geschmack, diesen Stand würde ich mir merken.

Lechzend schlang ich ein weiteres Häppchen herunter, ehe ich den schwarz haarigen Verkäufer auf seine grandiose Kreation hinwies. Der Junge lächelte schief und verkaufte mir eine Päckchen der kleinen Köstlichkeiten, ehe ich weiter meines Weges lief.

Bisher hatte ich noch keine Piraten ausfindig machen können, worüber ich ehrlich gesagt auch ziemlich froh war. Ich hatte keineswegs etwas gegen ihre Anwesenheit oder ihren Lebensstil auszusetzen. Im Gegenteil, manchmal beneidete ich sie sogar. Einfach frei sein und das tun worauf man gerade Lust hatte, das musste ein tolles Gefühl sein.

Ein Seufzen überfuhr meine Lippen, aber dafür wollte ich unter keinen Umständen kriminell oder gar zum Mörder werden. Dafür war ich einfach nicht geschaffen. Ich war lediglich ein junges Mädchen, das für gewöhnlich etwas mehr herum kam als andere Menschen.

Eben dieser Lebensstil war das, was mich ausmachte. Meine persönliche kleine Freiheit. So war ich schon immer gewesen, und das würde sich so bald auch nicht ändern.

Trotzdem hatte dies nichts an der Tatsache auszusetzen, dass ich definitiv neuen Proviant benötigte. Auch wenn ich selbst kein eigenes Schiff besaß. So war ich erzogen worden, zumindest etwas Sicherheit musste sein, weshalb ich zumeist auf Fähren oder Fischerbooten bis zur nächsten Insel fuhr. Wobei die letztere Variante etwas kostengünstiger war.

Mit schlurfenden Schritten, näherte ich mich dem Inneren des Marktes, sofort viel auf, dass hier wesentlich größere Stände aufgebaut waren. Diese Händler machten das hauptberuflich, so viel war klar. Das hieß dennoch nicht, dass ich mich von ihnen über den Tisch ziehen lassen musste.

So viel hatte ich auf meinen Reisen gelernt, ohne Taschenspielertricks und gute Verhandlungskünste kam man nicht weit. Ich setzte einen interessierten Blick auf, ehe ich mich einem größerem Obsthändler näherte.

Er beachtete mich zunächst nicht, war er doch zu sehr in sein Geschäft verwickelt. Deswegen hasste ich große Märkte, zumeist waren viele Menschen unfreundlich oder ließen sich kaum Zeit. Bei kleineren Ständen wie dem Fischhändler war dies nicht der Fall.

Gespielt aufgeregt begann ich mit den Füßen zu wippen damit der Mann mittleren Alters mich bemerkte. Beinahe augenblicklich horchte er auf, dachte er doch das ich mich früher geschlagen geben würde als die ältere Dame mit dem Mangokorb, den sie sich (schwerst mühend) um die Schultern gespannt hatte.

Ich zögerte, wollte ich der älteren Frau mit ihren gebrechlichen Knochen helfen. Doch als ich mich auch nur einen Schritt auf sie zu bewegte, verschwand sie schon in der Menge. Ehe mich der bärtige Mann auch schon empfing.

Er tat gespielt freundlich und erwiderte mein kurzes Lächeln. Sah man jedoch genau hin, konnte ich praktisch spüren, wie seine mausgrauen Augen beinahe bohrend meine Brieftasche fixierten. Das war ich bereits gewohnt, weshalb es mich nicht weiter störte.

„Guten Tag, junge Frau, was kann ich Ihnen denn anbieten?“ Sein falsches Grinsen wirkte so aufgesetzt wie die Perücke meines Vaters:“ Wie wäre es denn mit einigen Guaven? Diese sind erst heute rein gekommen und es sind nur noch wenige da, deshalb ist das Ganze natürlich etwas kostspieliger... Aber glauben Sie mir, diese Qualität ist ihren Preis wert! Einmal probiert wollen Sie nie wieder etwas anderes, ich schwöre es Ihnen!“

Ich verdrehte die Augen, solche Sätze hörte ich auf jedem zweitem Markt. Dennoch wollte ich nicht unhöflich sein:“ Darauf habe ich zur Zeit keinen Appetit. Eine Gurke, ein halber Sack Kartoffeln und zwei bis drei Tomaten sollten, denke ich, reichen.“

Enttäuscht über seinen missglückten Versuch, knallte mir der Verkäufer das Gewünschte vor die Nase, ehe ich ihm die wenigen Berry übergab. Mich störte das nicht weiter. Ein anderer Kunde neben mir hatte offenbar nicht so viel Glück, so wie ich es mitbekommen hatte, wollte er lediglich einen Weißkohl und drei Stangen Sellerie, bekam von den Kollegen des Mausauges aber einiges mehr aufgedrückt. So viel ich mit bloßem Auge durch die Form der Tüte erkennen konnte, wohl einige Pfund Bananen, ein paar der überteuerten Mangos und zum Schluss sogar noch die ach so exklusive Guave.

Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Die Gestalt, die nur wenige Meter neben mir stand, war mindestens zwei Köpfe größer als das Mausauge, ließ sich mit seiner freundlichen Art aber über den Tisch ziehen.

Mein Gegenüber sah mich nun an, ehe ich leicht erschrocken zurückwich. Es handelte sich hierbei offensichtlich um einen Mink. Ich schüttelte den Kopf, bisher hatte ich nur von ihnen gelesen. Den menschenähnlichen, sprechenden Tieren. Doch jetzt live und in Farbe einen vor mir zu sehen war doch etwas neu für mich.

Der weiße Eisbär wirkte ein wenig gekränkt und verbeugte sich vor mir:“ Tschuligung.“ Ich sah ihn lediglich leicht verwirrt an. Er hatte doch rein gar nichts falsch gemacht? Etwas unbeholfen schulterte der flauschige Riese seine viel zu überfüllte Tüte. Wenigstens eine Zweite hätten sie ihm geben können, dachte ich als ich dem Eisbär hinterher trottete.

Eben dieser bemerkte mich beinahe augenblicklich, über was für ausgeprägte Sinne er verfügte. Meine Schritte, als einzelne in einer solchen Menge wahrzunehmen, beachtlich. Ich lächelte ihm als Entschuldigung für meine dumpfe Reaktion von eben freundlich zu und erntete ein sehr verwirrtes Gesicht.

Ich musste kichern, dieser Eisbär war trotz seiner Größe und auch trotz des orangenen Overalls, wirklich auf eine gewisse Art und Weise niedlich:“ Es tut mir Leid, dass ich eben so dumpf reagiert habe. Soll ich Ihnen als Wiedergutmachung vielleicht etwas abnehmen? Stark genug sind Sie bestimmt, aber die Tüte hält soviel Balast wohl nicht lange aus.“
Mein Gegenüber schüttelte den Kopf:“ Die Sachen sind nicht für mich. Ich soll gut darauf aufpassen! Und außerdem war es nicht deine Schuld.“ Ich lächelte, unter solchen Umständen war ein Duzen wohl in Ordnung. Ich überlegte, ich konnte es nicht haben, wenn ich einem so niedlichem Geschöpf auch nur in irgend einer Art weh tat. Und sei es auch nur ein schiefer Blick.

Im selben Moment stieg mir ein außerordentlich leckerer Duft in die Nase. Er strömte von unten zu mir herauf. Der Eisbär schien diesen ebenfalls zu bemerken, da seine Augen kurz aufleuchteten. Warum war ich da nicht schon früher drauf gekommen? Behutsam kramte ich das Päckchen mit den Fischhäppchen hervor und hielt sie dem Bären vor die Nase:“ Riechst du diese hier? Lecker, nicht war?“

Der Größere schüttelte den Kopf, er wollte nicht aufdringlich wirken. Doch ich dachte gar nicht daran. Wenn er schon für einen Freund die Einkäufe schleppen musste, hatte er wenigstens eine Belohnung verdient. Ich holte einige der kleinen Happen hervor und hielt sie ihm hin.

Zeitgleich konnte ich förmlich sehen, wie im das Wasser im Mund zusammenfloß. Doch er riss sich zusammen:“ Bitte nimm. Die sind für dich!“ Ich sah deutlich, dass er das Angebot verlockend fand:“ Nein ich will dir nichts weg essen.“

„Unsinn!“ Ich schüttelte den Kopf:“ Das tust du ganz sicher nicht. Ich kaufe mir nachher noch mehr.“ Der Overallträger gab nicht auf:“Aber...“ Ich unterbrach ihn:“ Kein aber! Und jetzt stell die Tüte ab, und iss schon!“

Der Eisbar nickte glücklich, als ich ihm das Päckchen übergab: Darf ich... Wir?“ „Iss schon!“ Das ließ er sich nicht noch einmal sagen und verschlang den Inhalt binnen weniger Sekunden. Ein herzhafter Rülpser und ein: “Tschuligung!“ folgten. Ich schüttelte grinsend den Kopf, dieser Bär war echt unmöglich.

:“Ich bin übrigens Beppo.“ Er streckte mir seine Tatze entgegen:“ Itsuko Fudo. Freut mich!“
Beppo nickte, ehe er auch den letzten Happen verschlang:“ Fu..do ischt ein oschmischer Name.“ Der Eisbär schluckte, ehe ich ihm bereits antwortete: “ Das höre ich oft. Wirklich alltäglich ist er ja nicht.“

Der Größere blickte leicht beschämt zur Seite, ehe er mir die leere Tüte übergab:“ Ach was, das macht doch nichts! Ich hab doch gesagt, ich hole mir Neue. Willst du nicht mitkommen?“ Beppo senkte seine Ohren:“ Das würde ich wirklich gerne, aber ich muss noch die Sachen abliefern und ich weiß nicht wann wir abfahren.“

Ich sah zu ihm hinauf.“ Du bist mit einem Schiff hier?“ Der Mink nickte:“ Ja und unser Smutje und mein Käpt´n warten bereits auf mich.“ Ich nickte nun ebenfalls. Bei einem so schüchternem Bären hätte ich niemals erwartet, dass er Seemann wäre:“ Falls dein Käpt´n doch noch ein oder zwei Tage vor Anker bleibt, gib mir irgendwie Bescheid. Ich warte dann mit den Einkäufen.“

Beppo lächelte erfreut, ehe er seine Einkäufe schulterte.“Ich muss dann los. Tschüss.“ Er winkte mir nach, wobei ihm seine Tüte beinahe auf die Straße fiel. Ich streckte nur warnend meine Hand aus, ehe er verstand und mir noch einmal zulächelte, ich tat es ihm gleich, ehe ich mich ebenfalls auf den Weg machte.

Was für nette und vor allem unterschiedliche Leute ich doch jedes Mal traf, es war wirklich kaum zu glauben.

Auf dem Rückweg in meine vorübergehende Pension, kam ich an einer Bar vorbei, und betrat eben diese schulterzuckend. Was sollte schon dabei sein, immerhin war es gerade erst drei Uhr am Nachmittag. Gut gelaunt, durch meine vorherige Begegnung, setzte ich mich an den Tresen, wo mich auch prompt eine junge Frau begrüßte:“ Guten Tag, ist es nicht noch etwas früh?“ Die Blondine lächelte scherzend, sie war ungefähr in meinem Alter. Ich schüttelte den Kopf:“ Ich bin nicht wegen Alkoholischem hier. Jedenfalls noch nicht!“, scherzte ich zurück.

Die Barkeeperin holte ein Weinglas hervor:“Sind Sie sich auch wirklich sicher?“ ich nickte abermals und bestellte mir lediglich einen Kiba. Wenige Augenblicke später trat ein grauhaariger Mann, mit einigen Falten im Gesicht , die sein Alter zeichneten, herein:“ Luisa! Ich habe es dir tausend Mal gesagt! Kein Alkohol an Gäste vor 18 Uhr! Du weißt doch was letztes mal passiert ist.“

Der Mann, der offenbar ihr Chef war, deutete auf mich, ehe wir beide in schallendes Gelächter ausbrachen, was natürlich die Blicke der Leute auf sich zog. Den Grauhaarigen schien das gar nicht zu erfreuen:“ Also wenigstens bei der Arbeit könntest du respektvoll mit mir umgehen!“ Luisa nickte entschuldigend:“ Chef, es tut mir Leid, es ist lediglich ein Weinglas! Darin befindet sich nur Kiba.“

Der Ältere verließ kopfschüttelnd den Raum, ehe ich mich fragte, ob ihr Verhalten wirklich in Ordnung war.“ Bekommst du keinen Ärger?“ Die Blondine machte eine abwinkende Handbewegung:“ Ach was, er ist das schon gewohnt.“ Ein Gast, der zwei Plätze neben mir saß, stimmte begeistert zu, anscheinend war er Stammkunde hier:“ Da sagst du was!“ Er begann zu lachen, ließ Luisa aber nicht aus den Augen, jetzt verstand ich. Der Braunhaarige hatte anscheinend ein Auge auf die etwas ältere Barkeeperin geworfen. Ich verdrehte die Augen, auch so ein Bild war beinahe typisch. Doch entweder ignorierte es Luisa gekonnt, oder sie bemerkte ihn wirklich nicht.

Ich wollte sie gerade darauf aufmerksam machen, ehe sie mir zuvor kam:“ Sag mal, weißt du was?“ Ich schüttelte grinsend den Kopf, da ich erwartete, dass sie mir etwas über den Braunhaarigen erzählen würde:“ Die Heart Piraten sollen vor kurzem auf der Insel angekommen sein!“ Schlagartig verschlechterte sich meine Laune, da das hieß, dass es laut werden würde... Die armen Seemänner taten mir jetzt schon Leid, wenn sie von den Pira... Ich schüttelte den Kopf, ehe ich an Beppo dachte...Ich musste ihn irgendwie warnen.

“ Luisa? Wo liegen sie vor Anker?“ Die Blondine lächelte:“ Interessiert sich da jemand für Piraten?“ Ich schüttelte unweigerlich den Kopf:“ Nein, das tue ich nicht! Ich will nur nicht, dass sie die Seeleute dieser Stadt ausrauben, also wo sind sie?“ Luisa grinste mich an:“ Komm, in welchen bist du verknallt? Dass du so reagierst?“ Ich funkelte sie an:“ In niemanden! Ich habe heute nur jemanden kennengelernt, mit dem ich später noch Fisch kaufen wollte!“ Die Blondine schien dies nicht zu stören“ Uh, und weiter?“ Ich verdrehte die Augen:“ Er ist zwar süß, aber nicht auf die Weise!“ Die Barkeeperin glaubte mir kein Wort:“ Ja Ja, klar!“ Ich sah sie an:“ Er ist ein MINK! Also für mich Haustier oder kleiner Bruder ähnlich süß verstanden?“

Luisa sah mich entschuldigend an:“ Das konnte ich ja nicht wissen.“ Ich seufzte:“ Ist schon gut. Wann hast du Feierabend?“ Dieser Gedanke schien die Blondine zu freuen:“ Um 19 Uhr! Wenn ihr wartet komme ich gern mit!“ Sie zwinkerte mir zu, ehe ich nickte:“ Ist gebongt!“ Im selben Moment trat erneut Luisas Chef heraus:“ Los, junge Dame! Pause ist vorbei! Hopp Hopp! Ab an die Arbeit!“ Das Mädchen verdrehte die Augen und verabschiedete sich von mir:“ Sorry, Kleines! Später ja? Die Pflicht ruft!“ Ich nickte:“ Fudo! Bis später.“ Luisa zeigte mit ihrem Daumen nach oben, das hieß, sie hatte es verstanden.

Kurz darauf packte ich mir meine Tüte und verließ die Bar im Schnellschritt. Immerhin war dies nur ein spontaner Ausflug gewesen. In der Pension angekommen, schmiss ich die Tüte in die momentan leere Gemeinschaftsküche, ehe ich mich ein wenig unter die anderen Gäste mischte. Ich musste irgendwie herausfinden wo diese Heart Piraten vor Anker lagen, damit ich Beppo noch rechtzeitig warnen konnte. Doch wie stellte ich das an?

Durch die Menge suchend, erkannte ich viele verschiedene Grüppchen. Zum einen die typischen Urlauber, die sich mit Handtuch und Sonnenbrille bewaffnet zum nahe liegenden Strand schmuggelten. Dann eine kleine Girly Clique bestehend aus vier jungen Frauen. Eine davon mit längeren Haaren und größeren Brustimplantationen als die anderen, also kein Wunder das sie die Blicke der Männer auf sich zogen. Diese vier würde ich nicht fragen, so viel stand fest!

Ich suchte weiter, bis ich zwei Frauen und den Jungen aus der Bar bemerkte. Er hatte doch eben auch auf die Hearts reagiert. Oder einfach nur auf Luisa. Ich schüttelte den Kopf und versuchte mein Glück.

„Hallo. Darf ich?“ Die Drei nickten, als ich mich zu ihnen setzte. Der Braunhaarige reagierte prompt:“ Bist du nicht mit Luisa befreundet?“ Ein Hoffnungsschimmer bildete sich in seinen Augen. Er war wirklich in sie verliebt. Die schwarzhaarige Frau neben ihn vergrub ihr Gesicht nur in ihren Händen, anscheinend hatte sie genug von diesem Thema. Das konnte ich verstehen. „Also ehrlich gesagt kenne ich sie erst seit heute.“

Mein Gegenüber blickte zu Boden: „Ich verstehe.“ Nun lenkte die zweite Frau ein. Sie war wirklich hübsch mit ihrem schulterlangen, rotem Haaren und den nussbraunen Augen: „Sag mal, wie heißt du denn überhaupt? Unser Louis ist unhöflich, so beginnt man doch kein Gespräch! Ich bin Catherine. Freut mich.“

Sie war äußerst höflich, das gefiel mir. Ich mochte Menschen mit Benehmen: „Mein Name ist Fudo, es freut mich ebenfalls.“ Die Ältere war entzückt, anscheinend war sie Förmliches von anderen als ihr selbst nicht gewohnt. Ich streckte ihr meine Hand aus, die sie dankend, wenn auch mit strengem Blick zum deprimiertem Louis, annahm. Ich schüttelte lächelnd den Kopf, der Junge konnte sich wirklich glücklich schätzen.

Der soeben Erwähnte hob den Kopf, und sah mich eindringlich an. Er war keinesfalls ein hässlicher Mann, so viel musste ich ihm lassen. Seine dunkelbraunen Strähnen vielen ihm locker ins Gesicht und umrahmten seine ebenso dunklen Augen. Er wirkte durch das noch nicht ganz ausgeprägte Kinn und die schmale Statur jünger als er wahrscheinlich war, aber auch das hatte seinen Reiz. Wenn er nicht nur der jungen Barkeeperin am Rockzipfel hängen würde, so könnte er doch weibliche Fans haben. Auch wenn er nicht meinem Bild für einen Mann entsprach, konnte ich dies nicht leugnen.

Das änderte auch nichts an der Tatsache, dass ich ihn genauso eindringlich musterte, weshalb der junge Mann verwirrt eine Braue hob: „Alles klar?“ Ich schüttelte den Kopf, immerhin hatte ich noch eine Frage zu stellen.

Catherine sah mich besorgt an, ihrem Gesicht nach zu urteilen machte sie sich Gedanken. Ich lächelte sie an: „Es ist nichts mit mir.“ Dies schien sie ein wenig zu beruhigen, Louis jedoch erschauerte. Er war sich beinahe sicher, dass ich ihm etwas berichten würde, was er keinesfalls hören wollte. Doch ich ignorierte seinen Blick: „Kann ich euch eine kurze Frage stellen?“

Die beiden Frauen nickten, was ich als ein Ja betrachtete. Der Meinung des Braunhaarigen wich ich aus, ich musste es unbedingt wissen:“ Habt ihr vielleicht eine Ahnung... Ich weiß, das klingt jetzt sehr komisch und verwirrend, aber...“ Nun mischte sich die Schwarzhaarige ein: „ Immer raus damit! Nur keine falsche Scheu.“ Ich nickte: „Ich würde gern wissen, ob ihr eine Ahnung habt, wo genau die Heart Piraten vor Anker liegen?“

Die beiden Frauen blickten mich begeistert an, Louis hingegen wirkte mehr als verwirrt. Was ich ihm nach dem Gespräch in der Bar auch nicht verübeln konnte. Immerhin hatte er nur Augen für eine Person gehabt. „Moment, du interessierst dich doch für sie?“ Ich verdrehte die Augen, er hatte also wirklich nichts mitbekommen. „Naja, also nicht wirklich“, antwortete ich ehrlich, was der Schwarzhaarigen sehr missfiel: „Warum fragst du uns dann nach ihnen, wenn du dich nicht für Law begeisterst?“

Anscheinend war sie ein Fan dieser Bande, wenn sie schon die Namen kannte. Das war pures Glück für mich. Doch auch Catherine wirkte verwirrt: „Interessierst du dich weitestgehend für die Steckbriefe?“ Ich verneinte abermals: „Nein, das auch nicht. Es ist nur so, ich habe heute Nachmittag jemanden kennen gelernt. Einen niedlichen Mink um genau zu sein. Er ist Seemann, und sehr schüchtern, weshalb ich mir Sorgen mache, ob die Piraten sein Schiff wohl ausrauben.“

Catherine nickte verständnisvoll: „Das kann ich gut nachvollziehen. Jetzt willst du ihn bestimmt warnen, oder?“ Ich stimmte ihr zu, ehe sich die dritte Frau im Bunde zu Wort meldete:“ Ach, Quatsch! So etwas würde mein lieber Trafalgar doch nicht tun. Er würde sich niemals so erniedrigen, vor allem käme er nicht auf die Idee das selbst zu tun.“

Ich lächelte, kannte sie ihn etwa? „Sag mal... Seit ihr euch bekannt?“ Catherine rieb sich die Schläfen: „Nein, Elaine redet immer so von ihm! Sie will mir einfach nicht glauben, dass er auch ein Pirat ist... und eben nicht der Ritter ihrer Träume... In dem Punkt ist sie so hoffnungslos und abhängig wie Louis!“

Ich seufzte als der Angesprochene in Rage geriet: „HEY! Was soll das den jetzt heißen? Was heißt hier hoffnungslos und abhängig!“ Elaine nickte zustimmend: „Genau! Das mag vielleicht auf Louis zutreffen, aber ich halte mich einfach nur an Fakten!“

Die Beiden blickten eingeschnappt zur Seite, ehe ich die Rothaarige flehend ansah: „Catherine, bitte...“
Die junge Frau seufzte: „Na gut! Elaine bitte... Du hast freie Bahn.“ Das ließ sich die Schwarzhaarige nicht zweimal sagen und zerrte mich prompt zum Ausgang. Ich beobachtete das Ganze nur misstrauisch: „Was ist? Du wolltest doch wissen, wo sie vor Anker liegen, oder nicht? Also los, ich zeige es dir! Komm schon.“ Damit riss sie mich mit sich.

Ich brauchte einige Sekunden, bis ich mich von der jungen Frau los reißen konnte. Dafür das sie kleiner war als ich, war sie erstaunlich stark. Ich selbst war nicht die Größte, konnte mich aber mit einer normalen Größe von 1,72 Meter zufrieden geben.

Mit schwerem Atem versuchte ich mich an einem kleinen Gartenzaun festzuhalten, da Elaine einfach nicht aufgab und mich weiter mit sich zog. Ich schloss die Augen und seufzte kurz. So würde ich sie nie davon abhalten können. Eins stand fest, sie nutzte mich lediglich als Vorwand, um zu den Hearts zu gelangen. „Elaine?“

Die junge Frau hielt kurz inne: „Was ist? Wollten wir nicht so schnell wie möglich los?“ Ich löste ihren Griff um mein Handgelenk, um sie ansehen zu können: „Ich meinte nicht, dass ich mich direkt in die Höhle des Löwen begeben wollte. Ich möchte nur seinen Aufenthaltsort wissen, okay?“ Es schien, als würde die Schwarzhaarige noch bei dem Wort ´Löwen´ feststecken. Anscheinend gefiel ihr die Redewendung. Der Käpt´n der Hearts als König, und die Crew das Gefolge. Ich hörte deutlich, wie sie flüsterte und meinen Satz wiederholte.

Diesmal verstand sie es, wirkte jedoch sichtlich geknickt, mit flehendem Hundeblick versuchte sie mich zu beeinflussen. Ich wollte gar nicht erst darauf eingehen, weil ich Wichtigeres zu tun hatte. Doch das schien sie nicht weiter zu stören, wie ich mit Nichten feststellen musste. Ich konnte dieses Mal nicht genau erkennen, was sie dachte. Aber ich glaubte in ihren Augen ein hinterlistiges Lächeln finden zu können. Diese Frau war unberechenbar, sie nutze selbst meine Schwäche für Tiere und somit leider auch für Hundeblicke aus, und sah mich weiterhin mit Tränen in den Augen an.

Eins musste ich ihr lassen, auf Knopfdruck zu weinen schafften nur die Wenigsten. Ich blickte zur Seite, da ich diesem Blick nicht länger standhalten konnte, darin war ich noch nie gut gewesen und das würde sich in den nächsten zehn Sekunden auch nicht unbedingt ändern. Doch Elaine lehnte ihren Kopf zur Seite, sodass ich sie wieder sah. Augenblicke später folgte ein weinerliches: „Bitte..“, was meiner Standhaftigkeit einen Tritt versetzte. Ich seufzte: „Na gut! Aber mach das nie wieder, okay?“

Das Mädchen schrie vor Freude auf und nickte eindringlich. Anscheinend hatte Catherine sie bisher immer zurückgehalten, so das sie dem Schiff nie näher gekommen war. Ich holte Luft, das hatte, wie ich vermutete, schon einen triftigen Grund.

Bevor ich meine Meinung auch nur ansatzweise ändern konnte, rannte Elaine auch schon los. Erneut mein Handgelenk, ähnlich einer Bärenfalle, umklammert. Schmerzverzerrt schnappte ich nach Luft. Das würde einen Bluterguss geben.

Zehn Minuten vergingen, in denen ich mehr stolperte und hinfiel als alles andere. Einige Male überrannten wir einen Obst- oder Fischstand. So das vieles vom Inhalt auf den Boden rollte und nur verständnisloses Geschrei folgte. Die ersten drei Male versuchte ich mich für den Wildfang zu entschuldigen. Doch als ich merkte, dass dies nicht sonderlich viel brachte, da wir viel zu schnell waren, ließ ich es irgendwann bleiben. Auch um mich besser darauf konzentrieren zu können, wo ich hin trat. Um wenigstens ein paar Unfällen zu entgehen.

Ein weiterer Augenblick verging, ehe Elaine sprach. „Wir sind gleich da, sie sind in der südlichen Bucht, vermutlich, um nicht sofort gesehen zu werden. Ach, Trafalgar-sama ist so schlau.“ Sie schien überhaupt nicht aus der Puste zu sein, was mich ehrlich gesagt ziemlich eifersüchtig stimmte. Vor allem, da ich nur noch dazu in der Lage war, in Stoßatmung kaum verständliche Worte auszudrücken. Ich hauchte ein mehr oder weniger verständliches „Ja“, ehe sie erneut los laufen wollte. „HALT!“

Ich sah zum Himmel herauf und dankte der Stimme die Elaine aufgehalten hatte. „Was wollt ihr hier?“ Vor uns stand ein Marinesoldat, der sich bis vor wenigen Augenblicken mit einem Schiffsjungen unterhalten hatte: „Was wollt ihr Unruhestifter hier?“ Meine Augen weiteten sich, ehe ich mich von der Schwarzhaarigen losriss. Anscheinend waren Beschwerden über uns eingegangen.

Ich stützte meine Hände auf die Knie um kurz zu verschnaufen. Der blonde Soldat bemerkte dies, weshalb er begann auf Elaine einzureden. Ich schluckte, das konnte nicht gut gehen. Da begann sie bereits etwas von Trafalgar zu stammeln. Ich griff dem jungen Marinesoldat an den Arm, der dem Schiffsjungen bedeutete, mir ein Glas Wasser zu geben. Dies lehnte ich dankend ab. Ich musste ihm unbedingt etwas erklären: „ Wir...wol...wol...warnen...“ Mehr brachte ich nicht hervor.

Der Uniformierte wartete geduldig, bis ich mich erholt hatte, und hielt Elaine die weiter zum Schiff laufen wollte, am Handgelenk fest. Auch er musste stark sein, wenn er die Schwarzhaarige so ohne Weiteres mit nur einer Hand halten konnte. Ehrfürchtig richtete ich mich nun wieder auf als er sich an mich wandte: „ Als erstes: Was um alles in der Welt habt ihr zwei Mädchen mit den Heart Piraten zu tun? Die sind gefährlich! Zweitens: Warum habt ihr den halben Markt verwüstet. Du!“

Er deutete auf mich: „Erkläre es mir! Sofort!“ Ich nickte: „ Meine Freundin und ich wollten lediglich die Seemänner vor den Hearts warnen. Einer von ihnen ist uns bekannt und wir wollten nicht, dass sie ausgeraubt werden.“ Er blickte zu Elaine: „ Und deswegen zerstört ihr den halben Markt?“ Die Angesprochene blickte zu Boden: „Das war meine Schuld. Es tut mir Leid!“ Ich klopfte ihr auf den Rücken: „Was sie eigentlich sagen wollte, ist, dass es uns Beiden schrecklich Leid tut und wir für den Schaden aufkommen werden... Natürlich halten wir uns auch von den Piraten fern. Stimmt doch Elaine, oder?“ Sie sah mich entsetzt an. „Aber!“ Ich trat ihr auf den Fuß, ehe sie nickte.

„Na gut! Dann lass ich euch mit einer Verwarnung davonkommen. Solltet ihr noch einmal auffallen, wird das aber nicht so glimpflich ausgehen!“ Wir stimmten ihm stumm zu: „Und keine Angst...“ Er winkte den Jungen erneut herbei: „Ich kümmere mich bereits darum, dass alle Seemänner Bescheid wissen.“ Ich lächelte: „ Ich danke Ihnen wirklich sehr.“

Der Marinesoldat grinste selbstverliebt über beide Ohren, anscheinend hörte er es äußerst gern, wenn er gelobt wurde. Besonders von jungen Frauen, wie es mir durch den Kopf schoss. Ein Moment verging, ehe Elaine und ich uns von den Gestalten entfernten.

Ich war unendlich froh, nun doch nicht mehr zu den Hearts zu müssen, aber eine Person sah das ganze wohl anders. „Toll, wie du den Marinesoldaten getäuscht hast. Ich hätte es nicht besser hinkriegen können. Bist du etwa auch Schauspielerin? Hätte ich gar nicht erwartet! Und jetzt komm! Trafalgar-sama bleibt nicht ewig hier!“

Ich blieb stehen. Sie wollte noch immer zu den Piraten gehen? Obwohl, uns der Uniformierte gewarnt hatte... und sie hielt mich für... Ich schüttelte den Kopf: „Ich dachte, das wäre abgeklärt, dass wir nicht mehr dahingehen... und überhaupt: Schauspielerin? Wie kommst du denn darauf?“

Anders als zu erwarten, lächelte das Mädchen: „Naja, ich habe vermutet, dass du ihn nur verarscht hast, weil du so verdammt glaubwürdig herüber kamst und ich das so sonst nur von meinen Schauspielkollegen kenne. Ach ja, was die Hearts angeht, hast du mir versprochen mit mir dahin zu gehen! Also machen wir das auch!“

Ich sah sie erstaunt an, wie ruhig sie auf einmal redete... Das hieß dennoch nicht, dass ich nicht zumindest versuchen würde zu protestieren: „Bist du dir da wirklich sicher? Ich meine, die reißen uns in Stücke, wenn sie uns sehen! Oder lassen uns meinetwegen als Sklaven arbeiten, aber glimpflich kommen wir da garantiert nicht weg... und überhaupt...“ Mein Gegenüber wirkte noch immer so seltsam ruhig: „Überhaupt was? Glaubst du wirklich, ich lasse mir das entgehen? Glaub mir, so etwas würden sie nicht.“

Ich seufzte: „Wie kannst du dir da so sicher sein? Du kennst sie doch gar nicht wirklich! Außerdem...“ Ich suchte nach einem Schlupfloch: „Bin ich heute verabredet!“ Elaine drehte sich um: „Das kannst du immer noch verschieben. Versprochen ist versprochen!“ Verschieben...ich überlegte. Das konnte mir helfen. Zumindest vorerst: „Ja schon, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dir versprochen zu haben, wann ich mit dir da hingehe! Und die Verabredung stand, wie du sicher weißt, bereits vorher fest.“

Die Schwarzhaarige grübelte:“ Du meinst den Mink, stimmt`s? Luisa wollte doch auch mit, oder?“ Ich sah sie verwirrt an. Woher wusste sie das? Sie lächelte: „Louis hat es mir erzählt!“ Darauf hätte ich auch früher kommen können.

Es war mittlerweile 19 Uhr und so langsam gingen mir die Argumente aus. Ich hoffte bloß bald eine Nachricht von Beppo oder irgendetwas, das mich aus dieser Situation hier heraus brachte, zu erhalten. Kaum einen Moment später erhielt ich meine rettende Lösung...

Zwei Meter neben mir stapfte ein gewisser Eisbär mit zwei Kisten in Richtung Bucht. Mit einem „Hey!“ versuchte ich, ihn auf mich aufmerksam zu machen. „Oh, Hey Fudo! Gut, dass ich dich treffe! Wir bleiben noch etwa anderthalb Tage.“ Er hatte sich, wie ich es durch seine Stimme hören konnte, zu uns gedreht, jedoch stapelten sich die beiden Kisten so hoch, dass ich weder seinen Oberkörper, noch sein Gesicht erkennen konnte. Seine niedliche Stimme jedoch blieb sofort im Gedächtnis.

Elaine sah mich ungläubig an. Anscheinend hatte sie nicht vermutet, dass ich so schnell aus der Situation entkam. Beppo lief noch einige Schritte nach vorne, stolperte aber, und viel fast auf die nichts ahnende Elaine. Peinlich berührt blickte er nun zu Boden: „Tschuligung!“ Es war auch immer wieder dasselbe.

Ich lächelte und beschloss Beppo etwas Gesellschaft zu leisten, auch um einer gewissen Situation zu entkommen: „Soll ich dir nicht helfen? Die Kisten sehen schwer aus.“ Der Bär schüttelte eindringlich den Kopf, nachdem er schon fast auf Elaine gefallen war, wollte er das zumindest allein erledigen. „Warte einfach hier, ja? Ich verspreche dir, ich bin in zehn Minuten da.“

Ich seufzt erleichtert auf, das bedeutete endlich Ruhe. „Okay, ich warte. Bis gleich. Bring am besten eine Kühlbox mit. Du weißt schon, für die Fische.“ Ich konnte mir das Leuchten in seinen Augen förmlich vorstellen als er auf einmal beinahe doppelt so schnell lief.

Die Schwarzhaarige sah ihm nur ungläubig nach. „Das ist doch...“ Ich grinste triumphierend. „Ein ziemlicher Zufall. Komisch, oder?“ Das Mädchen schüttelte den Kopf. Das meine ich nicht, das ist Be...“

Ich hörte wütendes Stampfen und beschloss zur Seite zu treten, das konnte nichts Gutes bedeuten. Gleichzeitig versuchte ich, der Schwarzhaarigen klar zu machen, dass auch sie besser den Weg frei machen sollte. Doch sie hörte nicht auf mich und blieb wie angewurzelt stehen. Das Stampfen wurde nun immer lauter, doch von Elaine folgte noch immer keinerlei Reaktion. Sie starrte nur weiterhin Beppo nach.

Ich kroch nun aus meinem Versteck, um das Mädchen da weg zu holen, doch ich war zu schwach. Sie rührte sich nicht! Was war nur mit ihr los? Ich versuchte es noch zwei Mal, immer wieder erfolglos. Bis Luisa mich von hinten überraschte und zur Seite zog. Im selben Moment tauchte auch schon die wütende Menge auf und einige Menschen kamen wütend auf Elaine zu.

Ich schluckte und wies Luisa auf die Schwarzhaarige hin, doch auch auf sie reagierte sie nicht. Als die Menge sie fast erreichte, wurde sie wach und riss ihre Augen auf. Ich versuchte nun, ihre Hand zu greifen, um sie zu uns zu ziehen, doch da lief sie auch schon los und Luisa zog mich hinter ein Fass. Die Menge immer weiter hinter Elaine her. Ich betete, dass sie es schaffte.

Uns hatte wie durch ein Wunder niemand bemerkt, da sie alle auf die Schwarzhaarige fixiert waren. „Was ist denn passiert?“ Ich sah zu der Blondine und erzählte ihr die ganze Geschichte. Sie nickte leicht überfordert: „So ist das also. Ich verstehe! Und jetzt machst du dir Sorgen!“ Ich nickte, ehe Luisa auch schon los lachte: „Also, bei Louis oder mir hätte ich es verstanden, aber bei Elaine?“ Ich sah sie nur perplex an. Was hatte das denn jetzt wieder zu bedeuten? Die Blondine wischte sich einige Lachtränen aus den Augen: „Es ist ganz einfach! Elaine ist eine leidenschaftliche Sportlerin, sie liebt es zu rennen! Wenn du verstehst. Zudem ist sie Schauspielerin, und hat so eine wesentlich trainiertere Lunge als wir. Was ich damit sagen will: Wenn es einer hinkriegt, da abzuhauen, dann ist sie das. Das hast du beim durch die Stadt rennen doch auch schon gemerkt, oder etwa nicht?“

Ich atmete erleichtert aus. Das hieß zumindest, dass ich mir nicht die Schuld für einen Tod oder sonst irgendetwas geben musste. „Ja, das habe ich allerdings!“ Die Barkeeperin klopfte mir auf die Schultern. „Na, siehste? Sag ich ja! Und wo ist jetzt dein Mink hin?“ Ich verdrehte die Augen: „Minks sind keine Haustiere! Und Beppo erst Recht nicht, er ist viel größer als du!“ Mein Gegenüber schwieg und blickte leicht sprachlos geradeaus. Ich folgte ihrem Blick, und sah Beppo mit einer riesigen Kühlbox auf uns zu rennen.

Ich musste lachen, anscheinend freute er sich sehr.....




Hallo, liebe Leser,



Ich hoffe, euch hat mein erstes kleines Kapitel gefallen. Naja was heißt klein es sind immerhin 10 Word Seiten... Eingefallen ist mir das ganze während ich eine andere FF gelesen habe. Eine wirklich tolle Geschichte wie zu erwähnen ist.

Apropo erwähnen, meine liebe Betaleserin Foxy Kid hat mich noch einmal dringlichst gebeten sie zu erwähnen. Das hätte ich so oder so getan. Besucht doch einmal ihr Profil die Geschichten lohnen sich auf jeden Fall. Ich kann sie nur weiter empfehlen.

Danke an alle die diesen Text tatsächlich bis zum Ende verfolgt haben. Das freut mich wirklich sehr. Noch viel mehr würde ich mich über einen Favoriten oder auch Lob oder Kritik freuen. Jedoch soll sich niemand gezwungen fühlen.

Je nachdem wie es mit meiner Zeitinvestition klappt, da ich kurz vor den Abschlussprüfungen stehe... Werde ich versuchen alle 7-14 Tage ein neues Kapitel hochzuladen. Ich hoffe ihr verfolgt mein kleines Werk weiterhin, auch wenn sich hierzu ebenfalls keiner gezwungen fühlen sollte.

Bis zum nächstem Kapi
lg Idaline


Kommentare (1)

autorenew

Monkey.D Sophie (49701)
vor 27 Tagen
Bitte bitte mach die Geschichte weiter schreiben