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World of Mystik 13

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2 Fragen - Erstellt von: Torden! - Aktualisiert am: 2017-02-26 - Entwickelt am: - 322 mal aufgerufen

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Europa wurde in Stücke gesprengt und Asien steht in Flammen. Nordamerika und Russland sind zu einem gigantischen Waldgebiet verschmolzen.
Mittendrin einige Jugendliche, die dem Chaos auf den Grund gehen sollen.
Basierend auf Phyria's MMFF.

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    ((bold))Staub und Schatten((ebold)) „Vielleicht sind es ja Aliens, die sich von menschlichen Organen ernähren...“ „Hör auf, bitte.“ „Und s
    Staub und Schatten

    „Vielleicht sind es ja Aliens, die sich von menschlichen Organen ernähren...“
    „Hör auf, bitte.“
    „Und sie forschen hier daran, wie sie am besten zu ihrem Planeten zurückkommen.“
    „Aaron, halt die Klappe!“
    „Aber...“
    Ein finsterer Blick von Django beendete die Diskussion. Aaron vergrub grummelnd die Hände in seinen Hosentaschen und trat gegen eine der Kühltruhen. Es schepperte leise. Er sah, wie Hjördis an der Wand leicht zusammenzuckte und fluchte innerlich. Er hatte selbst keine Ahnung, warum er so verrücktes Zeug laberte, aber vielleicht war es einfach nur sein natürlicher Schutzmechanismus.
    Der Schutzmechanismus der anderen bestand bei Django hingegen aus völligem Desinteresse und Schikanierung der anderen, bei Newt aus Neugier, die ihn die Klemmbretter lesen lies, die auf Japanisch beschriftet waren und bei Hjördis in einer Schockstarre. Zumindest glaubte Aaron das, da sie sich seit etwas sieben Minuten nicht mehr viel bewegt hatte.
    „Der Gang ist jetzt frei.“, sagte Newt leise und Aaron drehte sich zu ihm um. Sein Gesicht wirkte im kalten Licht der Leuchtstoffröhren bleich und ausgemergelt, die Narbe im harten Kontrast. Er selbst sah vermutlich nicht viel besser aus.
    „Wo genau ist Sol?“, fragte Aaron und kämpfte das unangenehme Gefühl der Paranoia nieder, das vermutlich von den Augen in den Gläsern hinter ihm herrührte. Er gab es ungern zu, aber es widerte ihn an. Am liebsten hätte er im Angesicht der Blutkonserven, verschweißten Organe und Präparate gewürgt, doch diese Blöße wollte er sich vor den anderen nicht geben.
    „Ein Stockwerk tiefer. Der Wachmann hat das Gebäude wieder verlassen. Hier sind nur wir und die... Insassen unter uns.“, meinte der Junge und warf wieder einen Blick auf das Klemmbrett. Als ob er es lesen konnte, dachte Aaron etwas verächtlich. Dabei wollte er auch selbst wissen, was hier los war. Man stolperte schließlich nicht alle Tage in einen Raum voller Leichenteile. Er zog sein Handy aus der Tasche und schoss einige Fotos.
    „Worauf warten wir dann noch?“, fragte Django und war schon halb zur Tür hinaus, als Hjördis ihn zurückhielt. Aaron war überrascht, dass sie sich überhaupt bewegte. Noch überraschter war er, als sie leise sagte: „Wir müssen wissen, was hier passiert. Geht ihr und holt Sol. Ich bleibe hier und sammle die Klemmbretter ein. Wir treffen uns in einer halben Stunde am Tor.“
    „Nein, das ist nicht unsere Aufgabe. Wir holen Sol und verschwinden von hier. Danach rufen wir die Polizei.“, widersprach Django ihr.
    „Aber sie hat recht.“, hörte Aaron sich sagen, „Sie stellen hier irgendetwas widerliches mit den Leuten an. Sie nehmen ihre Organe raus! Und die Polizei würde uns nicht glauben.“
    „Gut, dann teilen wir uns auf. Ihr beide tut, was auch immer ihr tun wollt und ich und Newt holen Sol.“, sagte Django und verließ den Raum. Newt folgte ihm mit einem entschuldigenden Blick. Hjördis und Aaron standen allein in einem Raum, beleuchtet von Tiefkühltruhen.
    Er sah ihr dabei zu, wie sie die Klemmbretter von ihren Ketten löste und schluckte. Aufteilen war nie eine gute Idee.
    „Danke, dass du geblieben bist.“, murmelte Hjördis leise und Aaron glaube schon er hätte sich verhört, als sie sich zu ihm umdrehte, „Allein wäre ich vermutlich nicht hiergeblieben.“
    „Äh...kein Problem?“, er wusste nicht genau, was er sagen sollte. Die ganze Situation war zu skurril. Er beobachtete sie kurz dabei, wie sie die Blätter in ihren Rucksack stopfte.
    Aaron ging zur Tür und spähte in den Gang. Keine Menschenseele war zu sehen, von Django und Newt fehlte jede Spur. Er atmete erleichtert auf. Jetzt konnten sie endlich gehen.
    Er wollte gerade zur Treppe laufen, als er merkte, dass Hjördis ihm nicht folgte. Genervt drehte er sich um: „Was ist jetzt schon wieder?“
    Ohne zu antworten, ging das Mädchen zu einer anderen Tür und drückte die Klinke vorsichtig nach unten. Die Tür sprang auf. Dahinter kam ein Raum voller Aktenschränke zum Vorschein. Sie waren aus dunklen Stahl und die Ordner waren stinknormale Büroordner, wie man sie ihn jedem Schreibwarenladen bekam. Mit Digitalisierung haben sie es hier nicht so, dachte Aaron sich im Stillen.
    „Hier ist er vorhin rein.“, flüsterte Hjördis und schlüpfte in den Raum. Aaron folgte ihr widerwillig. Zwar wollte er auch wissen, was an diesem Ort los war, doch er wollte auch nicht länger als nötig hierbleiben. Er stellte seinen Rucksack ab und stopfte die beiden Ordner hinein, die Hjördis ihm reichte. In ihrem eigenem war wohl kein Platz mehr.
    Irgendwo unter ihnen ging ein Alarm los.
    Er fluchte und sprang zu Hjördis, bevor sie umkippen konnte. Die Sirene scholl in Wellen auf und ab und selbst ihn schmerzte es in den Ohren. Er schulterte den Rucksack und stützte Hjördis.
    „Wir müssen hier raus.“, fuhr Aaron sie an und schob sie zur Tür. Im Gang über ihnen trommelten Schritte. Die Sirene brach nicht ab. Hjördis machte keine Anstalten sich zu bewegen. Er fluchte und zog sie hinter sich her zur Treppe.
    Er stieß die Tür auf und rannte. Erleichtert stellte er fest, dass Hjördis sich etwas gefasst hatte und ihm von selbst folgte. Er ließ ihre Hand los und fiel etwas zurück.
    Am obersten Treppenabsatz wagte Aaron es erleichtert aufzuatmen. Wer immer vorhin in diesem Gang gewesen war, war nicht mehr dort. Er folgte Hjördis, die mit einem finalen Sprint den Ausgang ansteuerte.
    Hinter ihm klickte etwas. Fast hätte er es beim Lärm der Sirene überhört, doch dieses Geräusch war ihm zu vertraut. Abrupt wandte er sich um.
    Vor ihm stand ein junger Mann, vielleicht fünf Jahre älter als er selbst und richtete eine Waffe auf seine Brust. Die Hände des Mannes zitterten stark. Er sagte etwas auf Japanisch, das Aaron nicht verstand. Er konnte sich aber denken, was der Mann von ihm wollte. Langsam verschränkte er die Hände hinterm Kopf. Er konnte sie zwar nicht sehen, doch er wusste, dass Hjördis hinter ihm das Gleiche tat.
    Aaron fluchte mal wieder innerlich. Er hatte nicht vor, heute zu sterben. Er hatte überhaupt nicht vor, irgendwann zu sterben. Dafür war sein Lebensdurst, selbst nach all dem, was bereits geschehen war, noch zu groß. Er ballte die Hände hinter seinem Kopf zu Fäusten und rief die Schatten.
    Im Gang wurde es dunkler. Die Hände des Mannes vor ihm zitterten stärker. Mit einem dumpfen Klirren fiel die Waffe aufs Linoleum. Ihre Schatten fingen an sich zu bewegen und wurden zu Gestalten aus reiner Dunkelheit. Der Schatten des Mannes rammte ihm die Faust in die Magengrube und er ging stöhnend zu Boden.
    „Aaron...“, hörte er wie aus weiter Ferne Hjördis Stimme, doch sie war seltsam gedämpft, wie als würden die Schatten seine Ohren verstopfen. Er versuchte sie abzuschütteln, aber sie blockierten anscheinend auch sein Denken.
    „Aaron, die Tür!“, jemand packte ihn an der Schulter. Aaron fuhr herum und machte sich und einen Schatten bereit um zuzuschlagen. Im letzten Moment hielt er inne. Hjördis Augen waren geweitet und sie zitterte leicht. Sie hat Angst vor mir, erkannte er.
    Die Schatten verschwanden.
    „Es... es tut mir leid.“, stammelte er und blickte zur Tür. Erst jetzt erkannte er, was Hjördis meinte. Ein Stahlgitter senkte sich von oben herab und versperrte schon den halben Ausgang. Es bewegte sich kontinuierlich weiter.
    Aaron rannte los, Hjördis vor sich hertreibend. Das Gitter senkte sich unerbittlich weiter. Die Welt wurde zur Zeitlupe. Hjördis rollte sich unter dem Gitter durch und rappelte sich auf der anderen Seite auf.
    Aaron setzte zu einer Hechtrolle an. Er knallte gegen das Gitter, das neben ihm mit einem „Klonk“ zum Stillstand kam. Entsetzt zog er sich an den Gitterstäben nach oben und rüttelte an ihnen. Es bewegte sich keinen Zentimeter.
    „Achtung!“, schrie Hjördis und deutete auf etwas hinter Aaron.
    Die Kugel traf ihn in den Rücken.

    2
    Die Suche nach der Wahrheit hat ihren ersten Tribut gefordert.
    Tut mir leid, wegen der vielen Cliffhanger. Obwohl... eigentlich nicht.

    Für konstruktive Kritik, Anregungen und Rückmeldungen bin ich immer offen. Hier noch mal der Link zum Original: http://www.testedich.de/quiz40/quiz/1458904529/World-of-Mystik-MMFF

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1486900146
World of Mystik 13
World of Mystik 13
Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Europa wurde in Stücke gesprengt und Asien steht in Flammen. Nordamerika und Russland sind zu einem gigantischen Waldgebiet verschmolzen. Mittendrin einige Jugendliche, die dem Chaos auf den Grund geh...
http://www.testedich.de/quiz46/quiz/1486900146/World-of-Mystik
http://www.testedich.de/quiz46/picture/pic_1486900146_1.jpg
2017-02-12
70B0
Fantasy

Kommentare (2)

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torden ( von: torden!)
vor 296 Tagen
Danke, danke. Zur Info: Dies ist kein Rpg, sondern das 13. Kapitel der MMFF World of Mystik. Es wurde leider falsch eingeordnet.
ShariMali*-* ( von: ShariMali*-*)
vor 296 Tagen
Du schreibst echt gut! *verbeuge mich* Kompliment...