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Pokémon - Dark Clouds

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38 Kapitel - 39.543 Wörter - Erstellt von: Louna mit dem Mond im Namen - Aktualisiert am: 2017-09-04 - Entwickelt am: - 3.986 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 9 Personen gefällt es

Die 14-jährige Kiara Nevers landet durch Zufall in der Pokémon Welt und verliert ihr Gedächtnis. Aber war es wirklich Zufall, dass sie hier landete?

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    Der Regen prasselt an die Fensterscheiben des ICEs. Seufzend lehne ich meinen Kopf dagegen. Das erste mal fahre ich allein in einem ICE irgendwohin. S
    Der Regen prasselt an die Fensterscheiben des ICEs. Seufzend lehne ich meinen Kopf dagegen. Das erste mal fahre ich allein in einem ICE irgendwohin. Sicher bin ich schon alleine weggefahren, aber nicht mit dem Zug. Und ICE fahre ich zum allerersten mal. Mein Weg führt mich quer durch Deutschland, eine lange Reise liegt vor mir. Doch jetzt kann ich noch nicht ahnen, dass diese Reise viel länger und ganz anders wird als geplant. Eine Weile lausche ich dem Regen, der jetzt schon seit einer halben Stunde fällt. Schließlich mache ich mein Handy an, setze meine Kopfhörer auf und höre Musik, während die Landschaft an mir vorüberzieht. 'Boulevard of Broken Dreams' heißt das Lied. Früher dachte ich immer es heißt 'I walk alone', aber das ist ein anderes Lied. Eigentlich ist es mir egal wie es heißt. Auf jeden Fall passt das eher traurige Lied zum Wetter. Und das Wetter passt zum Februar. Es ist trüb, nass und kalt. Zum Glück sind die meisten Züge beheizt. Mir ist allerdings ein bisschen zu warm, weshalb ich überlege meine schwarze Fleecejacke und meinen gleichfarbigen Schal auszuziehen, aber dann lasse ich es doch bleiben. Draußen ist mir wieder kalt, also sollte ich die Wärme genießen. Meine dicke Jacke habe ich nämlich im Auto meiner Mutter liegen lassen. Selbst schuld. Ich sehe wieder nach draußen und lasse die Gedanken schweifen, während ich der Musik lausche......

    Irgendwann muss ich eingeschlafen sein, denn als ich aufwache ist die Musik aus und mir sitzt eine junge Frau gegenüber. Ich mustere sie. Sie hat lange schwarze Haare mit einer gezackten, gelben Strähne drin. Ihre aufmerksamen Augen sind unterschiedlich gefärbt. Das rechte ist lila und das linke dunkelblau. Sie hat eine blitzförmige Narbe auf der Schläfe, was mich ein bisschen an Harry Potter erinnert. Von ihrer Kleidung kann ich nicht viel erkennen, denn sie trägt darüber einen schwarzen Umhang. Harry Potter, sag ich doch! Okay, lassen wir das. Harry Potter ist eine ausgedachte Figur, genauso wie Pokémon. Ich schaue wieder aus dem Fenster, aber ich merke, dass sie mich beobachtet. Um mich abzulenken, packe ich schon mal die Kopfhörer und mein Handy ein, obwohl es noch lange nicht meine Station sein kann. Normalerweise habe ich das Handy in der Innentasche meiner Fleecejacke, aber in dem Moment denke ich nicht daran. Ich bin viel zu abgelenkt. Die Frau ist mir ein bisschen unheimlich, wie sie mich beobachtet. Als wäre sie ein Vampir und ich ihr nächstes Opfer. Mutig erwidere ich ihr Starren. Da beginnt sie zu sprechen. “Wie ist dein Name?“ Ich überlege. Sollte ich ihr meinen Namen verraten? Andererseits, warum nicht? “Kiara...“ Sie lächelt. Aber das macht sie nicht weniger unheimlich, eher im Gegenteil. Endlich steht sie auf und geht, wirft mir aber noch einen letzten Blick zu, den ich nicht ganz deuten kann. Als sie weg ist, seufze ich erleichtert und lehne meinen Kopf wieder gegen die Fensterscheibe. Es regnet noch immer. Hört das denn nie auf? Oder wird das hier ein Tsunami von oben? Meine Gedanken schweifen langsam wieder ab, wobei ich ab und zu an die seltsame Frau denken muss. Was wollte sie von mir? Plötzlich kracht es und der ganze Zug erzittert. Von vorne hört man Schreie und etwas zerbricht. War das die Zugwand? Irgendjemand ruft etwas. Ich höre genauer hin. Zwischen dem Stimmengewirr ist es schwer zu verstehen, aber endlich verstehe ich was derjenige ruft. “THUNDER!“ Donner? Wie kann ein Donner einen Zug zerstören? Gerade einen ICE? Doch mir bleibt keine Zeit weiter zu überlegen, denn plötzlich fliegt ein dreiköpfiger Drache vor meinem Fenster, ein.... Trikephalo! Und nicht nur das, irgendjemand reitet auf ihm und gibt Kommandos, aber ich kann nicht erkennen wer. Ich habe nur kurz einen Kopf und schwarze Haare gesehen. Das Trikephalo setzt Drachenwut auf den Zug ein, direkt über mir! Ich nehme meine Tasche um mich vor den Trümmern zu schützen, als ich eine Kette auf dem Boden sehe. Der Anhänger hat die Form eines vierzackigen Sterns und leuchtet hell. Ohne zu überlegen nehme ich die Kette und stecke sie in die Innentasche meiner Fleecejacke. Leider habe ich darüber ganz den Angriff vergessen. Ich werde von einem Trümmerteil am Hinterkopf getroffen und mir wird schwarz vor Augen.

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    Ich wache auf. Aber es ist ziemlich egal ob ich die Augen auf oder zu habe, denn es ist stockfinster. Ich taste die Umgebung ab. Ein Bett, wenn auch z
    Ich wache auf. Aber es ist ziemlich egal ob ich die Augen auf oder zu habe, denn es ist stockfinster. Ich taste die Umgebung ab. Ein Bett, wenn auch ziemlich mitgenommen. Wo bin ich? Ich versuche mich zu erinnern was passiert ist. Vergebens. Es ist alles weg. Ich weiß nicht einmal mehr meinen Namen. Da geht das Licht an und eine junge Frau kommt rein. Sie hat lange schwarze Haare mit einer gezackten, gelben Strähne drin und verschiedenfarbige Augen. Neben ihr ist ein dreiköpfiges, blau-schwarzes, geflügeltes Wesen. “Ah Kiara, du bist ja endlich wach.“ Kiara? Das ist wohl mein Name. “Entschuldigen sie, aber wer sind sie?“ Kurz schaut sie seltsam, dann lächelt sie. “Ich bin Lightning, das ist mein Trikephalo Drake.“ Sie krault einen der Köpfe des Trikephalo. Dann wendet sie sich wieder an mich. “Ich muss jetzt gehen. Ich muss dem Professor berichten dass....“ Sie stockt. “Dass was?“ “Dass du aufgewacht bist.“ erwidert sie knapp und geht mit Trikephalo. Ich bin wieder allein. Aber sie hat das Licht angelassen, deshalb kann ich mich umsehen. Der ganze Raum ist ziemlich heruntergekommen. Das Bett hat nur eine Matratze und die Eisenstangen sind rostig. Ein kleiner Tisch steht in der Ecke. Zwei Beine fehlen und er ist schmutzig. Die Lampe an der Decke flackert. An der Wand neben der Tür hängt ein Spiegel. Er ist staubig und mit Rissen überzogen, aber als ich den Staub wegwische, kann ich mich trotzdem noch darin erkennen. Ich habe weiße Haare, rote Augen und blasse Haut. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich eigentlich anders aussehen sollte. Schließlich setze ich mich auf das Bett und seufze. Ich weiß nichts mehr. Gar nichts. Hätte ich doch nur irgendwas, was mir hilft mich zu erinnern, irgendwas, woran ich mich festhalten kann..... festhalten? Bei diesem Wort fällt mir ein Lied oder ein Stück davon ein. Etwas aus der Vergangenheit. Leise singe ich es vor mich hin.

    “Halt dich an mir fest,
    Wenn dein Leben dich zerreißt
    Halt dich an mir fest,
    Wenn du nicht mehr weiter weißt
    Ich kann dich verstehn....“


    Weiter weiß ich nicht, aber dieses Stück singe ich immer wieder vor mich hin. Es beruhigt mich. Plötzlich geht der Alarm los und ich schrecke hoch. Was ist hier los? Da kommt ein Mädchen, etwa so alt wie ich, hereingestürmt. Sie hat braune Haut, kurze, schwarze Haare, braune Augen und trägt ein grünes Oberteil, blaue Dreiviertel-Jeans, grün-blaue Sneakers und eine gleichfarbige Kappe. “Los, komm mit!“ Ohne meine Antwort abzuwarten packt sie mich am Handgelenk und zieht mich mit. Wir rennen durch gefühlte tausend Flure. Da begegneten wir einem gelben, leuchtenen, geflügelten..... Etwas. Es kämpft gerade gegen ein paar schwarz gekleidete Leute. “Sparx, ich hab sie!“ Das leuchtene Wesen, Sparx, dreht sich zu uns um. “Die sieht gruselig aus! Die bleibt hier!“ “Sparx!“ weist das Mädchen ihn in einem scharfen Ton zurecht. “Ist ja gut, reg dich ab.“ Wir klettern auf seinen Rücken und er fliegt durch die Gänge. Das Mädchen dreht sich zu mir um. “Übrigens, ich bin Tayfun. Wie heißt du?“ “Kiara....glaube ich...“ Sie schaut mich erst fragend an, dann winkt sie ab. “Fragen klären wir später. ACHTUNG RÜPEL!“ Letzteres galt Sparx, der sich daraufhin mit einem hellen Strahl​ den Weg freiräumt. Dann sind wir endlich draußen. Ich frage mich wie sie es geschafft haben, sich nicht zu verlaufen, beziehungsweise verfliegen. Sparx fliegt höher und jetzt sehe ich, dass das Gebäude auf einer großen, künstlichen Insel mitten im Meer liegt. Über dieses fliegen wir jetzt eine Weile. “Also Kiara, warum warst du dir vorhin nicht sicher ob du so heißt?“ Sparx will erst etwas sagen, lässt es dann aber doch sein. “Ich habe mein Gedächtnis verloren....“ “Oh... dann weißt du seit vorhin nichts mehr?“ Ich schüttel den Kopf. “Diese Lightning hat mich Kiara genannt. Deswegen denke ich mal, dass das mein Name ist.“ Ich überlege kurz. “Sie scheint erst nicht gewusst zu haben, dass ich mein Gedächtnis verloren habe. Aber als sie es herausgefunden hat, hat sie mich ganz seltsam angeguckt und dann ist sie gegangen.“ “Hm....“ Tayfun überlegt eine Weile, dann zuckt sie mit den Schultern. “Darüber können wir uns später Gedanken machen, wir sind gleich da.“ Ich nicke und Sparx setzt zur Landung an, als wir plötzlich von etwas getroffen werden. Tayfun flucht. “Verdammt, sie haben uns gefunden!“ Hinter uns sind die Schatten von ein paar geflügelten Wesen zu sehen. Sie feuern etwas auf uns. Sparx gibt sein bestes um auszuweichen. Da erwischt ihn ein hellblauer Strahl am Schwanz, welcher einfriert. Sparx kann nicht mehr ausweichen als ein lilafarbener Blitz auf ihn zurast. Da wird der Blitz plötzlich von einer dunklen Kugel abgewehrt. Das ist zu viel für meine Nerven. Ich werde bewusstlos.

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    Etwas kitzelt meine Nase, sodass ich niesen muss. Dabei öffne ich die Augen und schrecke hoch. Vor mir steht ein schwarzes, vierbeiniges Wesen mit ei
    Etwas kitzelt meine Nase, sodass ich niesen muss. Dabei öffne ich die Augen und schrecke hoch. Vor mir steht ein schwarzes, vierbeiniges Wesen mit einem Horn in Form einer Sichel. “Na endlich! Ich dachte schon ich muss den Notarzt holen!“ Ich richte mich auf, aber mir wird sofort schwindelig. “Langsam. Trink erstmal was, das wird dir helfen.“ Es deutet auf ein Glas Wasser auf einem Nachttisch. Ich nicke dankbar und trinke etwas. Es fühlt sich an als hätte ich zwei Tage lang nichts getrunken. Vielleicht stimmt das auch. Langsam geht es meinem Kopf wieder besser. Ich sehe das schwarze Wesen an. “Wer oder was bist du?“ “Ich bin Minusch, das schwarze Absol. Tayfun bat mich auf dich aufzupassen.“ Tayfun? Da erinnere ich mich wieder an das Mädchen und das leuchtene Wesen, Sparx. Ich trinke noch einen Schluck Wasser und sehe mich um. Der Raum ist ganz weiß und hat viele bequeme und saubere Betten. Jedes der Betten hat einen Nachttisch. “Wo bin ich hier eigentlich?“ Minusch lächelt mich an. “Du bist im Krankenzimmer, in unserem Hauptquartier.“ Da geht die Tür auf und Tayfun kommt mit einem Mann rein. Der Mann trägt einen weißen, offenen Kittel, graue Dreiviertel-Hose und grüne Turnschuhe. Er hat braune Haut, braune Haare und eine weiße Kappe auf. Tayfun lächelt, als sie mich sieht. “Ah Kiara! Du bist wach!“ Dann schaut sie zum Professor. “Das ist Professor Kukui. Er ist in Alola Professor und studiert Pokémon Attacken.“ Ich lege fragend den Kopf schief. “Naja, Pokémon sind Wesen wie Minusch und Sparx. Minusch ist ein Absol und Sparx ein Libelldra. Aber sie sind beide anders gefärbt als normale.“ Mein Blick fällt auf ihr Tshirt, auf dem ein schwarz-gelbes, vierbeiniges Pokémon mit roten Augen zu sehen ist. “Was ist das für ein Pokémon?“ Sie lächelt. “Das ist ein Nachtara. Es ist eine Entwicklung von Evoli.“ “Was ist eine Entwicklung? Und Evoli?“ Da fängt der Professor an zu reden. “Evoli ist ein kleines, braunes, vierbeiniges Pokémon mit langen Ohren und einem flauschigen Schwanz. Es ist das beste Beispiel für Entwicklungen, da es eine unregelmäßig geformte genetische Struktur hat, die ihm ermöglicht, sich an viele verschiedene Arten von Umgebungen anzupassen. Es kann sich in acht verschiedene Pokémon entwickeln. Das wären Aquana, Flamara, Blitza, Folipurba, Glaziola, Nachtara, Psiana und Feelinara. Oh entschuldige, ich weiche ab. Pokémon verändern durch bestimmte Einflüsse ihre Form und manchmal auch ihren Typen. Das nennt man Entwicklung. Evoli zum Beispiel....“ Ich unterbreche ihn. “Das reicht erstmal, danke.“ Minusch schaut mich nachdenklich an. “Hast du eigentlich ein Pokémon?“ Ich schüttel den Kopf. “Wenn, dann hab ich es vergessen, aber das glaube ich nicht.“ “Dann solltest du eines bekommen. Kukui, sprechen sie bitte mit den anderen. Kiara soll eine große Auswahl haben.“ Kukui seufzt. “Das kann eine Weile dauern Tayfun. Schließlich müssen die Pokémon alle hergebracht werden.“ Tayfun überlegt nicht lange. “Dann nimmt sie ein Pokémon von hier! Komm!“ Sie geht mit Kukui. “Und was mache ich solange?“ Minusch legt mir ein Buch hin. “Lies mal. Darin kannst du eine Menge über uns Pokémon erfahren.“ Ich betrachte das Buch. Es hat einen rot-braunen Einband und der Titel ist mit geschwungener, goldener Schrift geschrieben, beziehungsweise bedruckt. Doch obwohl es sehr alt aussieht, ist es ziemlich neu. Als ich Minusch frage warum, sagt sie, dass es immer wieder was neues gibt, dass entdeckt wird. Neugierig schlage ich das schwere Buch auf und beginne zu lesen. Es gibt ein Kapitel zu Pokémon allgemein, Typen, Attacken, Fähigkeiten, Items, Schillernde Pokémon, Pokérus, Pokémon Ranger, Eier, Mega-Entwicklung, Z-Attacken, und und und. Ganz am Ende stehen noch einmal Infos zu jedem einzelnem Pokémon. Das alles steht im Inhaltsverzeichnis. Wie viele Seiten das Buch wohl hat? Ich überlege nachzusehen, aber dann beginne ich einfach zu lesen. Irgendwann, ich bin gerade auf Seite 125, schaue ich auf. Warum dauert das so lange? Da merke ich, dass Minusch eingeschlafen ist und schaue nach draußen. Es ist dunkel. Wahrscheinlich gab es ein Problem und danach sind Tayfun und Kukui schlafen gegangen. Ich lege mich auf den Bauch und lese weiter, bis ich mit dem Kopf auf dem offenen Buch einschlafe.

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    Als ich aufwache, strahlt die Sonne auf mein Gesicht. Ich blinzel geblendet und richte mich auf. Tayfun sitzt am Fuße meines Bettes und lächelt frö
    Als ich aufwache, strahlt die Sonne auf mein Gesicht. Ich blinzel geblendet und richte mich auf. Tayfun sitzt am Fuße meines Bettes und lächelt fröhlich. “Guten Morgen! Hast du gut geschlafen?“ Ich nicke und merke erst dann, dass das Buch nicht mehr auf meinem Kopfkissen liegt. Sie hat es auf dem Schoß. “Ich hoffe das Buch hat dir ein bisschen geholfen.“ Ich nicke. “Und es war sehr interessant.“ “Tut mir leid dass wir gestern nicht mehr kamen. Ein junges Hunduster hat eine Schere verschluckt.“ Ungläubig starre ich sie an. Wer verschluckt bitte schon eine Schere? Sie grinst leicht. “Ich weiß, schwer zu glauben. Ich hab genauso reagiert. Aber Hunduster musste operiert werden. Danach war ich so müde, dass ich mich kaum auf den Beinen halten konnte.“ “Hier ist ja ganz schön was los.“ “Oooooh jaaaa...“ Sie kichert. “Ungefähr 80% von allen aufregenden Dingen, die hier passieren, verursacht Sparx.“ Ich will schon fragen was er so anstellt als es klopft. Fröhlich läuft Tayfun zur Tür und öffnet sie. “Lilly! Da bist du ja endlich!“ Lilly ist ein Mädchen mit blonden Haaren, welche zu einem Zopf gebunden sind, grünen Augen und heller Haut. Sie trägt eine weiße Bluse, einen weißen Rock, weiße Turnschuhe und einen rosafarbenen Rucksack. Tayfun zieht sie zu meinem Bett und ich stehe auf. “Lilly, das ist Kiara. Kiara, das ist meine Freundin Lilly.“ Lilly lächelt. “Alola!“ Während sie das sagt, macht sie eine kreisförmige Bewegung mit ihren Händen. “Äh.... hi?“ Die Verwirrung ist mir wahrscheinlich mehr als anzusehen. Tayfun klärt mich auf. “Alola ist nicht nur eine Region, sondern auch die Begrüßung dort. Lilly lebt dort, wie Professor Kukui.“ Lilly sieht mich an. “Also hast du tatsächlich....“ Ich nicke. Da steht Minusch auf und ich zucke zusammen. Ich habe gar nicht gemerkt dass sie neben Tayfun liegt. “Tayfun, wir sollten ihr langsam ihr erstes Pokémon geben.“ Tayfun nickt und folgt Minusch nach draußen. Lilly setzt sich auf das Bett, aber ich bleibe stehen. Da klopft Lilly mit der Hand neben sich. “Setz dich.“ Gehorsam setze ich mich neben sie. Sie lächelt unsicher an. “Wenn du dein Gedächtnis verloren hast.... weißt du dann überhaupt noch, was Pokémon sind?“ “Anfangs nicht, aber dank diesem Buch...“ Ich nehme das Buch. “... weiß ich wieder einiges über sie. Ich muss aber noch eine Menge wieder lernen.“ Lilly nickt verstehend. Dann steht sie entschlossen auf. “Ich werde dir dabei helfen. Wir alle werden dir helfen!“ Dankbar lächle ich sie an und stehe ebenfalls auf. Erst jetzt fällt mir auf, dass mein Schal und meine schwarze Fleecejacke weg sind. Ich schaue mich im Zimmer um und bin erleichtert, als ich sie über einem Stuhl hängen sehe. Ich gehe hin und ziehe die Fleecejacke an. Den Schal nehme ich einfach mit, aber ich lege ihn mir nicht um. Da kommen Tayfun und Minusch wieder. Minusch trägt in ihrem Maul eine schwarze Tasche. Tayfun lächelt mich an. “Zeit, dein Partner Pokémon zu wählen!“ Sie und Lilly öffnen gleichzeitig die insgesamt fünf Bälle. Aus diesen kommt eine Art Plasma, das schnell Gestalt annimmt. Das erste ganz links ist ein Evoli. Das zweite von links ist ein gelbes Pokémon mit zwei braunen Streifen am Rücken und einem gezackten Schwanz. Das Pokémon in der Mitte ist blau und ein bisschen schwarz, hat gelbe Augen und die Schwanzspitze hat die Form eines vierzackigen Sterns. Ich runzel leicht die Stirn. Ein vierzackiger Stern? Das ruft etwas in mir wach und ich überlege angestrengt. Aber was auch immer mir gerade einfallen wollte, es ist weg. Also schaue ich mir das zweite von rechts an. Es ist rot-orange, hat dunkle Augen und sechs Schwänze. Das ganz rechte ist blau, es ist länglich und hat keine Beine. Es hat einen blauen Edelstein auf der Stirn. Tayfun nennt mir alle Namen von links nach rechts. “Das sind Evoli, Pikachu, Sheinux, Vulpix und Dratini. Vulpix und Dratini sind erst seit gestern hier und noch ziemlich schüchtern. Aber wenn du viel Zeit mit ihnen verbringst können selbst die scheusten Pokémon treue Partner werden.“ Sie, Lilly und Minusch sehen mich gespannt an und warten auf meine Entscheidung.

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    Ich laufe zu Vulpix und setze mich vor ihr auf die Knie. “Ich wähle dich.“ Ich halte ihr meine Hand hin. Sie zögert lange, dann hebt sie ihre Pf
    Ich laufe zu Vulpix und setze mich vor ihr auf die Knie. “Ich wähle dich.“ Ich halte ihr meine Hand hin. Sie zögert lange, dann hebt sie ihre Pfote und drückt sie gegen meine Hand. Ich lächel erleichtert und höre Tayfun und Minusch jubeln. Lilly klatscht sogar. Vulpix klettert in auf meinen Arm und ich stehe auf. Da kommt Tayfun näher. “Du darfst Vulpix einen Spitznamen geben.“ Ich nicke. Über Spitznamen habe ich bereits im Buch gelesen. Manche Trainer finden es doof, ihr Pokémon bei seinem Art-Namen zu rufen. Deshalb geben sie ihrem Pokémon einen Spitznamen. Meistens ist das eine Anspielung auf ihren Typen oder ihre Herkunft. Fragend sehe ich zu Tayfun. “Welchen Typen hat Vulpix?“ “Oh, glatt vergessen. Sie ist Typ Feuer.“ Ich überlege. Feuer.... bei Feuer muss ich an Funken denken. “Ab heute heißt du Sparky!“ Spark ist das englische Wort für Funke. Meine Englischkenntnisse haben mich also nicht im Stich gelassen. Tayfun lächelt fröhlich. “Ein schöner Name!“ Sparky nickt zustimmend. Plötzlich rast Sparx ins Zimmer. “BANZAAAAAAIIII!“ Erschrocken weichen wir aus und Sparx fliegt voll gegen die Wand. “💫💫💫 Wow ich seh Sternchen.....“ Tayfun schlägt sich gegen die Stirn. “Nicht schon wieder....“ Lilly kichert. Ich tippe Sparx an. “Alles okay?“ Er dreht sich um und starrt mich an, dann fängt er an zu kreischen und fliegt im Kreis herum. “DER SCHWARZE ENGEL! ICH BIN VERLOOOOOOREEEEN!“ “Ähm.....“ Tayfun schüttelt grinsend den Kopf. “Hör nicht auf ihn. Er hat wieder zu viel Nektar gefuttert. Dann ist das normal.“ Lilly versucht sich das Lachen zu verkneifen. Ich schüttel den Kopf. “Lach ruhig, das stört mich nicht.“ Dann lache ich selber los. Sparky grinst. Nach einer Weile hat sich Sparx beruhigt und landet neben Tayfun. “Ay Kabiza.“ “Weißt du was das heißt?“ frage ich ihn. Er schüttelt den Kopf. Tayfun grinst. “Ich bin mir nicht mal sicher, ob man das übersetzen kann oder ob das ausgedacht ist.“ Ich grinse ebenfalls. “Es kann ja immer noch eine Bedeutung bekommen! Zum Beispiel Nektarschock!“ Wir kriegen einen Lachflash. “Auf was für Ideen kommst du denn?“ Tayfun wischt sich Tränen aus den Augen. Ich zucke lachend mit den Schultern. Wir beruhigen uns langsam wieder. Tayfun sammelt die Pokébälle ein und gibt mir die Tasche. “Du wirst eine Tasche brauchen. Darin kannst du alles verstauen.“ “Danke.“ Ich hänge mir die Tasche um und lege meinen Schal hinein. Aber er nimmt überhaupt keinen Platz weg. Lilly gibt mir noch ein paar Pokébälle. “Damit kannst du Pokémon fangen.“ Ich lächle dankbar und lege die Pokébälle neben den Schal in die Tasche. Tayfun nimmt meine Hand und zieht mich mit. “Jetzt zeigen wir dir mal unser Hauptquartier! Keine Angst, es ist nicht so unübersichtlich wie das von Team Thunder. Jedes Stockwerk hat die Flure in einer anderen Farbe. Das Erdgeschoss ist grün, der erste Stock, hier sind wir, ist blau und der zweite Stock ist orange.“ Das HQ liegt auf einer Insel mitten im Meer, zwischen Alola und den anderen Regionen. Tayfun zeigt mir zuerst das Erdgeschoss. Hier ist die Küche, der Speisesaal, der Gemeinschaftsraum und ein großer Raum in dem die Pokémon leben. Dann gehen wir zurück in den ersten Stock. Dort gibt es nicht nur das Krankenzimmer, sondern auch Schwester Joys Pokémon Center. Außerdem sind hier die Bäder und eine Blibliothek. Es gibt auch einen Kampfplatz, obwohl es neben dem HQ eine Halle mit einem wandelbaren Kampfplatz gibt. Woher haben die eigentlich das Geld für sowas? Naja, egal. Wir sind jetzt im zweiten Stock. “Hier sind die ganzen Zimmer. Du kannst dir eins mit mir teilen wenn du magst.“ “Gerne, danke.“ Sie führt mich in das Zimmer am Ende des Flures. Die Zimmerdecke und die Wände sind hellblau gestrichen und der Boden ist dunkelblau. Die eine Wand ist ein Fenster. Von dort aus kann man auf das Meer sehen. An der gegenüberliegenden Wand sind die Tür und zwei Schränke. An der linken Wand stehen zwei Betten mit je einem Nachttisch, an der rechten Wand sind mehrere​ Matratzen, auf denen die Pokémon schlafen können. Ich lasse mich auf das Bett, das näher am Fenster ist, fallen. Es ist ganz weich und gemütlich. Tayfun lässt sich lächelnd auf das andere fallen. “Schön hier, nicht?“ “Yep.“ Sparky springt auf das Bett und legt sich neben mich. Liebevoll streichle ich sie. Tayfun steht auf. “Komm, wir gehen jetzt was essen und dann erteile ich dir deine erste Stunde Training!“ Ich stehe ebenfalls auf, nehme Sparky auf den Arm und folge ihr.

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    “Los Minusch! Dunkelklaue!“ Minusch rast auf Sparky zu, springt hoch und ihre eine Klaue wird länger. “Weich aus und Flammenwurf!“ Sparky kan
    “Los Minusch! Dunkelklaue!“ Minusch rast auf Sparky zu, springt hoch und ihre eine Klaue wird länger. “Weich aus und Flammenwurf!“ Sparky kann gerade noch so ausweichen und schießt dann eine kräftige Flamme aus ihrem Maul. Minusch wird leicht zurückgeschleudert, macht einmal eine Rolle in der Luft und landet dann elegant auf ihren vier Pfoten. “Super Minusch! Jetzt Klingensturm!“ “Sparky, Spukball!“ Die Attacken prallen aufeinander und Rauch entsteht. “Minusch, versteck dich im Rauch!“ Minusch befolgt Tayfun's Anweisung und verschwindet im dichten Rauch. Was jetzt? “Sparky, bleib wachsam!“ Ich suche angestrengt, kann sie aber nicht entdecken. Tayfun grinst. “Dunkelklaue.“ Minusch springt aus dem Rauch und erwischt Sparky mit Dunkelklaue. Diese schwankt..... und kippt um. “Sparky!“ Ich laufe zu ihr und nehme sie hoch. Da kommt Tayfun und gibt mir eine gelbe Beere. “Das ist eine Tsitrubeere. Sie hilft Sparky wieder auf die Beine.“ “Stimmt! Das habe ich gelesen.“ Ich gebe Sparky die Beere. Sie steht auf und knuddelt mich dankbar. Sie ist wohl nicht so gesprächig, aber das macht nichts. Tayfun steht auf. “Komm, wir gehen erstmal rein. Drinnen wartet der Kuchen auf uns!“ Ich nicke und folge ihr mit Sparky auf dem Arm. Auf dem Weg laufe ich fast in einen schwarzhaarigen Jungen. “Entschuldigung!“ “Schon gut.“ Und weg ist er. Ich drehe mich zu Tayfun. “Wer war das?“ Sie schaut dem Jungen hinterher. “Das ist Cloud. Er ist auch einer von uns, aber er ist nicht sehr beliebt.“ “Warum?“ Tayfun bleibt erst eine Weile still. “Tayfun?“ “Er ist der Sohn von Lightning.“ Schockiert starre ich ihm hinterher, dann nehme ich mich zusammen. Er kann nichts für seine Mutter. Er hat es sich nicht ausgesucht.

    Mittlerweile sitzen wir im Speisesaal und essen Schokokuchen. Nebenbei erzählt Tayfun von einigen witzigen Erlebnissen mit Sparx. “....und dann hat er sich als Jirachi verkleidet und hat versucht Wünsche zu erfüllen. Da hat Lilly gesagt, sie hätte gerne so ein Kleid wie Diantha. Was hat Sparx gemacht? Er ist nach Kalos geflogen und hat Diantha's Kleid gestohlen!“ Wir lachen lautstark. Dann fällt mir was ein. “Jirachi kann Wünsche erfüllen? Ist Jirachi ein Legendäres Pokémon?“ Sie nickt. “Aber er kann wirklich Wünsche erfüllen. Nicht wie Sparx!“ Auf einmal wird sie nachdenklich. “Alles okay Tayfun?“ Sie schreckt hoch. “Was? Ja, alles klar. Ich bin nur müde.“ Ich stehe auf. “Dann lass uns hochgehen.“ Sie nickt und wir gehen nach oben. Sparky, Sparx und Minusch sind schon dort und warten auf uns. Naja, Sparky und Minusch warten auf uns, während Sparx schon tief und fest schläft. Tayfun setzt sich auf ihr Bett und Minusch legt sich auf ihren Schoß. Ich setze mich im Schneidersitz auf mein Bett. Sparky kommt zu mir und rollt sich auf meinem Schoß zusammen. Lächelnd streichle ich sie. “Ich komme nicht aus dieser Welt.“ Dieser Satz von Tayfun lässt mich zusammenzucken. “Nein?“ Sie schüttelt den Kopf. “In der Welt, aus der ich komme, ist Pokémon nur eine Serie, ein Spiel. Es hat meine Kindheit geprägt, schon die ersten Spiele habe ich gespielt. Als ich, mal wieder, Stress mit meiner Mutter hatte, bin ich weggelaufen. Minusch war da noch meine Katze. Sie ist mir gefolgt. Ich habe eine Sternschnuppe gesehen und mir gewünscht, dass ich mit Minusch in dieser Welt lande. Danach bin ich eingeschlafen und in dieser Welt aufgewacht.“ “Also hat sich dein Wunsch erfüllt.“ Sie nickt glücklich und streichelt die schlafende Minusch. Ich überlege kurz. “Ich kenne zwar meine Vergangenheit nicht mehr und würde sie gerne wieder wissen, aber ich möchte hier bleiben. Mir gefällt es hier.“ Tayfun lächelt. “Mir auch. Ich bin froh, dass sich mein Wunsch erfüllt hat.“ Sie muss gähnen. “Ich werde jetzt schlafen. Gute Nacht!“ Mit diesen Worten legt sie sich hin, kuschelt sich an Minusch und schläft ein. Ich nehme Sparky von meinem Schoß, lege sie hin, lege mich dann neben sie und lese noch ein bisschen in meinem Buch. Kurz muss ich noch an Cloud denken. An sich ist nichts schlimmes an ihm, aber dass er der Sohn von Lightning ist, macht mir ein bisschen Angst. Ich verscheuche meine dunklen Gedanken und konzentriere mich auf das Buch. Schließlich lege ich es beiseite und schlafe ein.

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    “NEIN MAMI! ICH WILL NICHT ZUM BALLETT!“ Erschrocken richte ich mich auf. “Was zum?“ Ich schaue mich um. Sparx wälzt sich unruhig hin und her
    “NEIN MAMI! ICH WILL NICHT ZUM BALLETT!“ Erschrocken richte ich mich auf. “Was zum?“ Ich schaue mich um. Sparx wälzt sich unruhig hin und her. Ich gehe hin und wecke ihn. “Sparx, wach auf. Du träumst das nur.“ Er wird wach und seine Augen wachsen auf die Größe eines Fußballs. “SCHWARZER ENGEL! Oh.... guten Morgen Kiara!“ meint er dann beruhigt. Ich lächle. “Guten Morgen. Sag mal, musstest du früher wirklich zum Ballett?“ Sparx wird rot und ruft “Kein Kommentar!“ Da werden auch die anderen wach. Wundert mich, dass die drei nicht schon vorher wach geworden sind. Tayfun reibt sich schläfrig die Augen. “Gibt's schon Frühstück?“ “Guten Morgen Tayfun. Nicht dass ich wüsste.“ Sparky streckt sich und läuft dann zu mir. “Moin Sparky! Na, gut geschlafen?“ Sie nickt. Minusch springt vom Bett. “Es kann schon sein dass es Frühstück gibt, also beeilen wir uns!“

    Unten beim Frühstück sind nur noch zwei Plätze frei. Die Pokémon kriegen an einem Extra-Tisch ihr Futter. Ich sitze zwischen Tayfun und Cloud, dem Jungen von gestern. Während wir essen, merke ich, dass er mich beobachtet. Ich schaue ihn verwundert an. Erst jetzt fallen mir seine Augen auf. Das rechte ist lila und das linke dunkelblau. Wie bei Lightning. Ich spüre wie etwas in mir bricht. Bilder rasen vor meinem inneren Auge vorbei. Dunkle Gänge, ein Labor, Lightning, eine Spritze, ein Schrei....... da spüre ich Tayfun's Hand auf meiner Schulter und wende mich schnell ab. “Ist alles okay?“ Ich schüttel langsam den Kopf, stehe auf und renne raus. “Kiara!“ Sparky rennt mir hinterher.

    Ich laufe zu einer Klippe und setze mich dort hin. Da kommt Sparky zu mir, sieht mich eine Weile an und legt sich dann einfach auf meinen Schoß. Ich lächle dankbar und kraule sie. Das ist das, was ich gerade brauche. Jemand, der einfach für mich da ist, ganz ohne Fragen zu stellen. “Danke Sparky.....“ Sie kuschelt sich zufrieden an mich. Da höre ich Schritte, die auf mich zukommen. “Tut mir leid, dass ich einfach abgehauen bin, Tayfun.“ “Schon gut.“ Sie setzt sich neben mich. “Was war eben los? Du hast Cloud angesehen und warst sofort weg vom Fenster. Du hast am ganzen Leib gezittert.“ Ich senke den Kopf. “Ich.... als ich ihm in die Augen gesehen habe und feststellte, dass er die gleichen Augen wie Lightning hat, habe ich Bilder aus meiner Vergangenheit gesehen. Von meiner Zeit als Gefangene bei Team Thunder. Es war zwar nur kurz, aber....“ Ich schlucke. “Da waren dunkle Gänge, dann ein Labor, Lightning, mit einem eisigen Lächeln im Gesicht und eine Spritze, gefüllt mit einer türkisfarbenen Flüssigkeit.“ Schockiert starrt Tayfun mich an. “Sie haben..... Experimente mit dir gemacht!“ “Scheinbar ja..... Tayfun? Ich habe Angst vor ihr. Furchtbare Angst.“ “Das kann ich verstehen. Aber keiner wird zulassen dass dir etwas passiert. Schon gar nicht wenn sie erfahren, was Lightning dir angetan hat.“ Ich sehe eine Weile auf das Meer, dann schaue ich zu Tayfun. “Bitte.... verrate Cloud nichts davon. Er muss schon genug wegen seiner Mutter ertragen.“ Sie nickt. “Versprochen. Kommst du wieder mit rein oder bleibst du hier?“ Ich überlege kurz, entschließe mich dann aber mitzukommen. Ich nehme Sparky auf den Arm, stehe auf und folge Tayfun. Das Frühstück ist mittlerweile beendet, also gehen wir direkt zur Kampfhalle. Wir stellen uns gegenüber auf. Diesmal ist das Kampffeld ein Wald. Tayfun sieht sich um. “Wo ist Sparx? Er wollte dieses mal kämpfen.“ Kaum hat Tayfun das ausgesprochen, rast Sparx zu Tayfun. “Tut mir leid! Ich musste noch mein Nasi-Goreng trainieren!“ Ich schaue ihn ziemlich verwirrt an. “Dein was?“ Tayfun winkt ab. “Siehst du noch. Können wir beginnen?“ Ich nicke. “Aber dieses mal fängst du an!“ “Okay! Sparx, Drachenklaue!“ Sparx versucht Sparky zu erwischen, doch die weicht problemlos aus. “Sparky, Spukball!“ Sparky trifft ebenfalls nicht. “Na gut, dann setze dein Nasi-Goreng ein um ein paar Bäume zu fällen!“ Sparx ist überglücklich. “Achtung! Jetzt kommt der Nasi-Goreng Meister!“ Mit einem Kampfschrei und einer Hyperstrahl-Aero-Ass-Kombi stürzt er sich auf die Bäume. Da kommt mir eine Idee. “Sparky, Flammenwurf auf die Bäume!“ Durch Sparky's Flammenwurf brennt schnell der ganze Wald. Sparx kreischt. “HILFE! RUFT DIE FEUERWEHR!“ “Beruhig dich Sparx und konzentrier dich! Es kann niemandem was passieren.“ beruhigt Tayfun das leuchtende Libelldra. “Super Sparky, jetzt gehe in die Flammen!“ Sparky läuft in den brennenden Wald und wartet auf meine nächste Anweisung. “Spukball!“ Sparx kann Sparky in den Flammen nicht sehen und wird von Spukball getroffen. Doch Tayfun gibt sich nicht einfach geschlagen. “Hyperstrahl, quer durch den Wald!“ “Versuch auszuweichen!“ Doch Sparky wird trotzdem erwischt. “Wir müssen schneller werden! Doppelteam und Nitroladung!“ Sparky und ihre Abbilder stürzen sich auf Sparx. Treffer. “Nochmal!“ Sie greifen noch einmal an. Treffer. “Sparx, Drachenklaue!“ “Schnell, zurück in den Wald!“ Sparky rennt in den Wald, doch Sparx verfolgt sie. Plötzlich dreht Sparky ab und Sparx fliegt gegen einen brennenden Baum. Er fängt an wie ein Mädchen zu kreischen und fliegt wild umher. “Spukball!“ Sparky trifft Sparx am Kopf, welcher k.o. zu Boden sinkt. “Schach....“ Tayfun lächelt mich an. “Du hast es geschafft!“ Überglücklich knuddel ich Sparky, während Tayfum Sparx versorgt. All die Sorgen von heute morgen sind vergessen. Wir haben das erste mal jemanden besiegt!

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    Wir sitzen im Speisesaal und essen Eis, während Tayfun von ihrer Vergangenheit in der Pokémon Welt erzählt. “Bevor ich Teil der Elite wurde, habe
    Wir sitzen im Speisesaal und essen Eis, während Tayfun von ihrer Vergangenheit in der Pokémon Welt erzählt. “Bevor ich Teil der Elite wurde, habe ich bei Heinrich Eich in Alola gelebt. Er ist ein netter Mann, der sehr gut die Gesichter von Pokémon imitieren kann. Dort habe ich auch Sparx kennen gelernt, als er gerade Nektar von Heinrich geklaut hat. Ich hab ihm dann erstmal die Leviten gelesen. Er hielt mich anfangs für einen Jungen und war ganz geschockt als er herausfand, dass ich ein Mädchen bin.“ Wir kichern leise. Da kommt Cloud rein und setzt sich an das andere Ende des Tisches. Sofort werde ich still und löffel weiter mein Schokoladeneis. Tayfun sieht besorgt zwischen Cloud und mir hin und her, sagt aber nichts. Ich riskiere einen kurzen Blick zu ihm und unsere Blicke treffen sich. Schnell schaue ich wieder weg. Tayfun seufzt leise und isst ihr Eis. Als sie fertig ist flüster ich leise “Können wir gehen? Bitte....“ Sie nickt und steht auf. Wir bringen unsere leeren Eisbecher weg und gehen raus. Sparky und Minusch folgen uns, nur Sparx futtert noch weiter.

    Wir sitzen an der Klippe. “Kiara, sei mir nicht böse, aber du kannst Cloud nicht ewig meiden. Du wirst mit jedem von uns zusammenarbeiten müssen. Nur weil Cloud dich an Lightning erinnert, können wir keine Ausnahme machen. Stell dir vor es passiert etwas und ihr seid die einzigen, die helfen können.“ Ich seufze. “Du hast ja recht. Aber wer von uns beiden musste das alles bei Team Thunder durchmachen?“ Tayfun bleibt still. “Siehst du?“ Sie schüttelt den Kopf. “Lass uns das Thema erstmal vergessen, ich habe keine Lust auf Streit.“ Ich stimme ihr nickend zu und streichle Sparky, die wieder auf meinem Schoß liegt. “Es ist wirklich schön hier. Ist diese Insel eigentlich natürlich oder künstlich?“ Tayfun lächelt. “Sie ist natürlich. Es ist ein Wunder dass man sie überhaupt gefunden hat. Aber andererseits ist sie so besser vor Angreifen geschützt.“ Eine Weile herrscht wieder Stille, dann springt Tayfun auf. “Komm, ich zeige dir mal den Wald und den Strand, da warst du noch gar nicht!“ Ich stehe ebenfalls auf und wir gehen mit Sparky und Minusch zuerst an den Strand. Der Sand ist ganz fein und weich und ein paar Robball spielen hier. Sie erschaffen Blasen und hüpfen darauf herum, bis diese platzen. Das Meer ist am Strand türkisblau und wird je tiefer es wird immer dunkler. Ein Corasonn guckt aus dem Wasser und begrüßt uns. “Es ist herrlich hier!“ Tayfun kichert. “Warte erstmal bis du den Wald gesehen hast.“

    Der Wald ist ruhig und wunderschön. Es ist ein Laubwald und die uralten, aber immer noch kräftigen Bäume stehen weit auseinander. Es gibt auch eine Lichtung mit einem kristallklaren See. Dort setzen wir uns hin und lassen ein bisschen die Seele baumeln. Minusch geht baden und auch Sparky hat, trotz ihres Feuer-Typs, viel Spaß im Wasser. Tayfun und ich sehen den beiden beim Spielen zu. Schließlich stehe ich auf und klettere auf einen Baum. Von dort aus pflücke ich vier Äpfel, für jeden von uns einen. Die anderen drei schauen von unten neugierig zu. Minusch und Sparky kommen aus dem See. Ich werfe die Äpfel runter. “Fangt!“ Tayfun fängt zwei Äpfel und Minusch und Sparky jeweils einen. Ich klettere wieder runter und Tayfun gibt mir meinen Apfel. “Danke!“ Zufrieden beiße ich rein. Er ist ziemlich sauer, aber das ist mir egal. Schmecken tut er trotzdem! Als wir alle fertig gegessen haben, bleiben wir noch eine Weile und genießen die Strahlen der Sonne. Danach spielen wir “Ich sehe was, was du nicht siehst“. Doch langsam geht die Sonne unter und wir machen uns auf den Rückweg. Auf dem Weg zurück zum Hauptquartier zeigt Tayfun auf den orangeroten Himmel. “Sieh mal, wie schön das aussieht. Wie bewegungslose Flammen.“ Minusch nickt. “Man kann den Rauch förmlich riechen!“ Ich lächel, doch dann stockt mir das Blut in den Adern. Ich kann es auch riechen! “Das ist nicht nur Einbildung Minusch, das ist echt!“ Ich renne den Hügel hoch und tatsächlich: Das Hauptquartier steht in Flammen!

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    Ich renne so schnell ich kann den Hügel hinunter und Tayfun, Minusch und Sparky folgen mir. Tayfun wendet sich an einen jungen Mann. “Was ist passi
    Ich renne so schnell ich kann den Hügel hinunter und Tayfun, Minusch und Sparky folgen mir. Tayfun wendet sich an einen jungen Mann. “Was ist passiert?“ Der Arme ist völlig außer Atem. “Ein krankes Glumanda hat aus Versehen das Pokémon Center angezündet.“ “Geht es ihm gut?“ Er nickt. “Ja, aber Joy's Curelei ist noch da drin!“ “WAS?“ Ohne zu überlegen drücke ich Tayfun meine Tasche und meine Fleecejacke in die Hand, nehme meinen Schal, mache ihn nass und halte ihn mir vor den Mund. “Kiara! Du willst doch nicht...!“ “Lass das sein!“ “Das ist gefährlich!“ Ich ignoriere die Rufe der anderen und renne rein. Hier unten ist das Feuer noch nicht, aber hier ist jede Menge Rauch. Ich halte die Luft an. Schnell renne ich die Treppe hoch in den ersten Stock. Die Hitze ist unerträglich und meine Augen fangen an zu tränen, aber ich muss Curelei retten! Das Pokémon Center befindet sich ganz hinten im Gang. Es brennt lichterloh. Ich stoße die Tür auf. Alles steht in Flammen, bis auf den Boden. Trotzdem will ich rein, doch dann werde ich von einem Ruf aus dem gegenüberliegenden Krankenzimmer abgelenkt. Das war Curelei! Schnell renne ich in das Krankenzimmer. Da ist es! Ängstlich und erschöpft kauert Curelei in der hintersten Ecke des Zimmers. Ich laufe hin, doch plötzlich bricht ein Balken von der Decke und versperrt mir den Weg! Hektisch schaue ich nach etwas, womit ich den Balken beiseite schieben kann. Aber alles ist entweder zu schwer oder verbrannt. Mein Blick fällt auf das Bett. Wenn ich nicht oben drüber kann, muss ich unten durch. Ich krabbel unter das Bett zu Curelei. Es ist total verängstigt und starr vor Schreck. Ich nehme es an mich und muss einmal kräftig husten. Mein Schal hilft mir kaum noch. Ich krabbel mit Curelei zurück und laufe raus. Doch ich muss wieder stehen bleiben und huste. Meine Augen brennen, meine Luft wird langsam knapp, meine Lunge schmerzt, mir wird schwindelig und meine Sicht verschwimmt leicht. Ich versuche weiter zu laufen, doch ich kann nicht mehr. Ich kippe um und mir wird schwarz vor Augen. Das letzte, was ich fühle ist, dass mich jemand auffängt.

    Ich wache in einem notdürftig aufgebauten Krankenzelt wieder auf. Irgendjemand tupft mit einem kühlem, feuchten Tuch die Stirn ab. Ich versuche zu erkennen wer. Aber das Tuch ist gerade im Weg. “Keine Sorge, Schwester Joy kommt gleich.“ Tayfun's Stimme ist das nicht. Die Stimme ist männlich. Da nimmt er das Tuch weg und vor Schreck fange ich an fürchterlich zu husten. Es ist Cloud. “Ganz ruhig, bleib einfach liegen.“ Er taucht das Tuch in eine Schüssel mit kühlem Wasser, dann tupft er mir wieder die Stirn ab. Still lasse ich ihn gewähren. Das ist angenehm. Da kommt Schwester Joy rein. “Ah, du bist ja schon wach. Du kannst gehen, Cloud.“ Cloud wirft mir einen letzten Blick zu und verschwindet dann aus dem Zelt. Schwester Joy beginnt mich erstmal zu untersuchen. “Du bist erstaunlich schnell wachgeworden. Da hat die Abkühlung von Cloud ja gute Arbeit geleistet.“ Sie schüttelt den Kopf und murmelt leise “Wie viel Glück kann man haben........“ Ich lasse die Untersuchung, oder Behandlung, kommentarlos über mich ergehen. Als sie fertig ist, schaut Schwester Joy ziemlich überrascht. “Ich weiß nicht, wie du das geschafft hast, aber du hast nur eine leichte Rauchvergiftung. Ich möchte, dass du dich die nächsten zwei bis drei Tage schonst und auf jedenfall viel trinkst.“ Ich nicke, denn meine Stimme ist momentan ziemlich unbrauchbar. Schwester Joy gibt mir ein Glas Wasser und hilft mir vorsichtig, als ich mich aufsetze. Ich versuche das Glas langsam auszutrinken, aber die Versuchung, es in einem Zug auszutrinken, ist groß. Schwester Joy lächelt. “Nur keine Angst, wir sind nicht in der Wüste. Es ist genug Wasser da.“ Sie nimmt das leere Glas entgegen und füllt es wieder, dann gibt sie es mir. Ich nehme es entgegen und trinke. “Du solltest dich bei nächster Gelegenheit mal bei deinem Retter bedanken.“ Fragend sehe ich sie an. Wer hat mich gerettet? Sprechen kann ich noch nicht, aber sie versteht mich auch so. “Es war Cloud.“ Vor Überraschung spucke ich fast mein Wasser wieder aus. Aber nur fast. Cloud hat mich gerettet? Da kommt Sparky ins Zelt geschlüpft. “Du bist wach!“ Froh springt sie auf mein Bett. Falls man einen Klapptisch mit einer Matratze als Bett bezeichnen kann. “Mädchen, hast du mir einen Schreck eingejagt! Warum hast du nicht deine feuerfeste Partnerin geschickt?“ Meine Stimme klingt rau als ich antworte. “Da sind auch überall Trümmer heruntergefallen. Wenn dir was passiert wäre.....“ “Wenn Cloud dich und Curelei nicht rausgeholt hätte, was dann?“ Ich huste und trinke noch einen Schluck Wasser. Sparky legt sich auf meine Beine. “Mach das nie wieder.“ “Das kann ich nicht versprechen. Aber ich werde es versuchen.“ Dann sehe ich zu Schwester Joy. “Was ist mit Tayfun?“ “Sie hilft beim Löschen des Feuers. Zum Glück gibt es hier viele Wasserpokémon, die helfen können. Aber der Wiederaufbau wird eine Weile dauern.“ Ich nehme noch ein Glas Wasser. Denn jetzt heißt es Abwarten und Wasser trinken.

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    Drei Wochen vergehen, bis alles wieder aufgebaut ist. Tayfun hat mich jeden Tag besucht. Einmal ist auch Lilly mitgekommen. Sparky weicht mir gar nich
    Drei Wochen vergehen, bis alles wieder aufgebaut ist. Tayfun hat mich jeden Tag besucht. Einmal ist auch Lilly mitgekommen. Sparky weicht mir gar nicht von der Seite, auch jetzt nicht. Cloud hingegen hat sich seit dem Feuer nicht mehr blicken lassen. Ich weiß nicht, ob ich darüber froh sein soll oder nicht. Ich hatte jedenfalls noch keine Gelegenheit, mich bei ihm zu bedanken. Im Moment sitze ich mit Tayfun in unserem Zimmer. Uns ist ziemlich langweilig. Das Buch habe ich mittlerweile durchgelesen. Ich schaue aus dem Fenster. Draußen fegt ein eisiger Wind über die Insel und es regnet in Strömen. Zwischendurch hat es kurz gehagelt. Ich höre wie sich hinter mir die Tür öffnet und drehe mich um. Es ist Lilly mit einem Alola Vulpix. Das Vulpix hat ein rosafarbenes Halsband. “Hi Leute! Darf ich vorstellen? Das ist Shiron.“ Shiron lächelt. “Hi!“ Als sie Sparky entdeckt, wird sie neugierig und läuft auf sie zu. “Hey du!“ Sparky schreckt hoch. Dann rennt sie zu mir und kuschelt sich an mich. “Nanu, schüchtern?“ Sparky sagt nichts, wie immer. Ich kraule sie am Kopf. Shiron kommt vorsichtig näher. Ich merke, dass Sparky nervös wird und streichle sie beruhigend weiter. Lilly kichert. “So ähnlich ging es Shiron auch am Anfang, aber es hat sich gelegt.“ Shiron stupst Sparky vorsichtig an. Schließlich gibt Sparky auf und springt von meinem Schoß.

    Ein paar Minuten später sitzen wir alle im Pokémon Zimmer und Shiron und Sparky spielen zusammen. Minusch liegt auf Tayfun's Schoß, obwohl sie eigentlich zu groß ist. Lilly erzählt uns von ihren Abenteuern in Alola. “.....und dann ist Shiron geschlüpft. Kurz danach schlüpfte das Vulpix von Heinrich.“ “Cool!“ Tayfun's Augen leuchten. Ich nicke zustimmend. Zwei kleine Vulpix an einem Tag! Das nenne ich Glück! Da kommt eine junge Helferin von Schwester Joy rein. “Tayfun, falls du Sparx suchst.... Er ist mal wieder in der Notaufnahme.“ Tayun seufzt. “Was hat er diesmal angestellt?“ “Ausnahmsweise mal nichts schlimmes. Er hat Kosturso getröstet, dieser hat ihn dann umarmt und.... naja, du kennst Kosturso. Er hat es mal wieder übertrieben.“ Wow, das ist mal was ganz neues! “Das war's auch schon, ich sollte nur kurz Bescheid sagen.“ Die Helferin geht wieder. Wir sehen Shiron und Sparky weiter beim spielen zu. Sie spielen mit einem Fußball. Shiron schießt gerade. Sparky rennt hinterher, erwischt ihn und stolpert darüber. Wir verkneifen uns das Lachen, müssen aber grinsen. Da sehe ich Cloud an der Tür vorbeilaufen und stehe auf. “Ich bin gleich wieder da!“ Dann renne ich ihm hinterher. “Warte!“ Er bleibt stehen und dreht sich zu mir um. “Ich hatte noch keine Gelegenheit dir zu danken!“ Cloud lächelt. “Ich bin einfach froh, dass dir nichts passiert ist. Außerdem habe ich gehofft, dass du mir dann mehr vertraust.“ “Das ist dir gelungen.“ Er nickt, hört aber auf zu lächeln. “Alles okay?“ frage ich vorsichtig. “Schon gut. Ich musste an meine Mutter denken. Diese Bestie....“ In Gedanken versunken geht er weiter. Ich sehe ihm eine Weile hinterher, dann zucke ich mit den Schultern und gehe zurück zu Tayfun und Lilly. Sparky und Shiron schlafen mittlerweile Rücken an Rücken. Es sieht total süß aus! Als ich mich setze, wird Sparky wach, läuft zu mir und rollt sich auf meinem Schoß zusammen. Ich lächle. Mein Schoß wird wohl immer ihr Lieblingsplatz bleiben. Shiron wacht auch auf, sieht erst zu Sparky und mir und läuft dann zu Lilly. Diese streichelt Shiron liebevoll. Shiron wedelt fröhlich mit ihren Schwänzen. Tayfun wird immer noch von Minusch belegt. “Langsam schlafen mir die Beine ein.“ Lilly und ich kichern. “Das ist nicht lustig!“ Tayfun grinst aber trotzdem selber. Ich sehe aus dem Fenster. Der Regen hat endlich aufgehört, aber der Wind fegt noch immer über die Insel. Trotzdem wecke ich Sparky und gehe mit ihr raus.

    Draußen nehme ich Sparky auf den Arm, um mich zu wärmen. Denn meine schwarze Fleecejacke hält nicht wirklich warm und mein Schal ist, wegen dem Feuer, hinüber. Zum Glück ist Sparky ein Feuer-Pokémon. Sonst wäre ich gar nicht erst raus gegangen. Ich gehe mit ihr zum Strand. Das Meer tobt und schlägt große Wellen. Es hat etwas unheimliches, aber auch schönes an sich. Da sehe ich in der Ferne ein Stück von einem Boot im Wasser treiben. Erst will ich mich abwenden und mit Sparky wieder reingehen, doch dann entdecke ich ein Mädchen, das auf dem Trümmerteil durch das Meer treibt! Ich nehme den Rettungsring, der an einem Steg hängt und werfe ihn auf das Trümmerteil. Aber sie ist zu weit weg. Schnell setze ich Sparky ab, krempel meine Hosenbeine hoch und gehe ein paar Schritte ins Wasser. Dort werfe ich den Ring erneut. Diesmal erwische ich das Teil und ziehe es vorsichtig zu mir. Ich schaffe es, ohne das Mädchen herunter zu schmeißen. Ich ziehe sie an Land. Sie hat hellbraune, kurze Haare, blaue Augen, ein pinkes und vollkommen durchnässtes Kleid und braune Stiefel. Ich nehme sie auf meinen Rücken. “Komm Sparky, bringen wir sie rein!“ Sparky nickt und läuft mit mir zurück ins Hauptquartier.

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    Ich sitze im Krankenzimmer, bei dem Bett des Mädchens. Sparky liegt neben ihr und spielt Wärmflasche. Schwester Joy kommt rein. “Ist sie schon wac
    Ich sitze im Krankenzimmer, bei dem Bett des Mädchens. Sparky liegt neben ihr und spielt Wärmflasche. Schwester Joy kommt rein. “Ist sie schon wach?“ Als ich den Kopf schüttel, geht sie wieder. Ich betrachte das Mädchen. Ihre Kleidung ist getrocknet, nur ihre Haare sind noch feucht. Da öffnet sie die Augen. Als sie Sparky direkt neben sich sieht, quiekt sie erschrocken. Dann versucht sie sich aufzurichten. Sofort bin ich bei ihr und drücke sie sanft zurück ins Bett. “Bleib liegen, es ist alles okay.“ “W-wo bin ich?“ Das Mädchen schaut mich leicht ängstlich an. “Du bist im Hauptquartier der Elite. Das liegt zwischen Alola und den anderen Regionen. Wie heißt du?“ “Serena.... meine Pokémon!“ Serena kramt in ihren Taschen und atmet erleichtert auf, als sie die Pokébälle findet. “Arceus sei dank.“ Da kommt Schwester Joy wieder rein. “Ist sie?“ Ich unterbreche sie. “Ja, sie ist wach.“ “Gut, dann bitte ich dich, das Zimmer zu verlassen.“ Ich nicke, nehme Sparky auf den Arm und gehe raus. Als ich an der Tür stehe, ruft Schwester Joy mir noch etwas hinterher. Ich bleibe stehen und drehe mich um. “Was?“ “Könntest du Maho bitten ein bisschen Suppe für unseren Patienten zu kochen?“ Ich nicke und gehe los. Maho ist unsere Köchin und supernett. Ich finde Maho in der Küche. Sie unterhält sich gerade mit Lilly. “Hi ihr beiden! Maho, könntest du bitte für unseren Patienten eine Suppe kochen?“ Sie nickt fröhlich. “Gerne!“ Sofort macht sie sich an's Werk. Lächelnd sehen Lilly und ich dabei zu. Maho liebt kochen, aber anfangs waren ihre Gerichte nicht sehr beliebt. Mittlerweile kann sie ausgezeichnet kochen und nutzt jede Gelegenheit, um das zu beweisen. Da steht plötzlich Cloud hinter mir. “Kannst du mir einmal kurz helfen? Ich brauche Sparky's Hilfe.“ Ich nicke, dann sehe ich zu Lilly. “Bringst du dann bitte die Suppe ins Krankenzimmer?“ Sie nickt. “Mach ich.“ Ich lächle dankbar, nehme Sparky auf den Arm und folge Cloud.

    Mittlerweile hat sich der starke Wind gelegt. Wir gehen zu einer Höhle, nahe beim Wald. Der Höhleneingang ist von Ästen, Laub und Steinen versperrt, welche fest zusammengefroren sind. “Da drinnen sind ein paar Zigzachs und Geradachs eingesperrt, die in der Höhle Schutz vor dem Wind gesucht haben.“ “Und Sparky soll die Trümmer und das Laub verbrennen. Ich verstehe.“ Ich nicke Sparky zu und sie setzt Flammenwurf auf die Trümmerwand ein. Die Äste und das Laub verbrennen langsam und nur die Steine bleiben zurück. Aber noch sind wir nicht fertig. Wir warten ein bisschen, bis die Asche abgekühlt ist. Dann räumen wir die Steine beiseite. Endlich ist der Höhleneingang frei und die Zigzachs und Geradachs rennen ins Freie. Lächelnd sehen wir ihnen hinterher. “Das wäre geschafft.“ “Ja. Danke euch beiden.“ Ich sehe Cloud lächelnd an. “Kein Problem. Wir helfen gerne, nicht war Sparky?“ Sparky nickt und wedelt leicht mit ihren Schwänzen. Auch Cloud lächelt. “Lasst uns zurück gehen.“ Ich nicke und wir gehen zurück zum Hauptquartier. Dort rast uns Sparx entgegen. Als er mich entdeckt, fängt er an zu kreischen. “SCHWARZER ENGEL! HILFEEE!“ Cloud schaut verwirrt zwischen mir und Sparx hin und her. “Hast du ihm was getan?“ “Nein, das ist nur wegen meinem Aussehen. Scheinbar hat er wieder...“ Ich kann nicht zuende sprechen, denn da rennt Maho aus der Küche. “DAS WAR FÜR DAS ABENDESSEN!“ Oha, die ist sauer. Zum Glück kommt auch Tayfun an. “Wir besorgen dir neuen Nektar Maho.“ Sie schaut zu mir. “Machst du das? Ich muss die Glühbirne hier unter Kontrolle halten.“ Ich nicke grinsend und Tayfun zieht Sparx die Treppe hoch. “Ich helfe dir.“ Überrascht sehe ich zu Cloud. “Warum?“ Er lächelt. “Braucht es einen Grund, jemandem zu helfen?“ Ich überlege. Braucht es einen Grund? Eigentlich nicht. “Okay, dann komm!“ Wir gehen los. Den besten Nektar findet man auf einer großen Blumenwiese, nahe bei der Klippe. Von dort holt sich Sparx normalerweise den Nektar. Aber er hat seit gestern Hausarrest, deswegen hat er sich in der Küche bedient. Warum? Das würde ich selbst gerne wissen! Wir laufen über die Wiese. Hier und da fliegen ein paar Wommel, die ebenfalls nach Nektar suchen. Überall duftet es nach den Blumen, die hier wachsen. Es dauert nicht lange, bis wir den Nektar finden. Ich nehme ein Fläschchen voll mit. “Das sollte reichen.“ Cloud nickt und wir gehen zurück. Sparky folgt uns. Wir gehen direkt zur Küche und übergeben der überglücklichen Maho den Nektar. “Vielen dank! Ihr seid meine Rettung!“ “Kein Problem, Maho. Ich gehe jetzt nach oben und sehe nach Serena, der Patientin.“ Mit diesen Worten nehme ich Sparky auf den Arm und gehe mit ihr zum Krankenzimmer. Serena sitzt aufrecht im Bett und unterhält sich mit Lilly. Als Shiron uns entdeckt, läuft sie fröhlich auf uns zu. Lächelnd lasse ich Sparky runter, welche zu Shiron läuft und mit ihr spielt. Dann gehe ich zu Lilly und Serena. “Na, geht es dir besser?“ Serena nickt. “Viel besser, danke.“ Lilly lächelt fröhlich. “Serena und ich haben festgestellt, dass wir einen gemeinsamen, guten Freund haben!“ “Ach echt? Wen denn?“ “Ash Ketchum!“ rufen die beiden synchron. Ich grinse. Dann wende ich mich neugierig an Serena. “Von Lilly weiß ich schon woher sie Ash kennt, aber woher kennst du ihn?“ Serena wird leicht rot. “Ähm........“ Dann schaut sie verwirrt an mir vorbei. Ich drehe mich um und sehe Tayfun. “Hi Tayfun! Na, hat Sparx sich wieder beruhigt?“ Sie nickt grinsend. Dann sieht sie zu Serena. “Hi! Ich bin Tayfun!“ “Ich bin Serena, freut mich. Sag mal.... bist du ein Mädchen oder ein Junge?“ Tayfun grinst. “Ich bin ein Mädchen und Kiara's Freundin!“

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    Die ganze Woche über passiert nichts spannendes, wenn man von ein paar Streichen von Sparx absieht. Jeden Tag müssen Cloud und ich neuen Nektar für
    Die ganze Woche über passiert nichts spannendes, wenn man von ein paar Streichen von Sparx absieht. Jeden Tag müssen Cloud und ich neuen Nektar für Maho holen, weil Sparx alles klaut.

    Es ist Sonntag. Ich übergebe Maho gerade den neuen Nektar. Maho seufzt. “Arceus sei dank ist Sparx' Hausarrest morgen vorbei.“ Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Maho bedankt sich noch, dann wendet sie sich wieder dem Mittagessen zu, das sie gerade zubereitet. Cloud und ich verlassen die Küche und gehen zum Pokémon Zimmer. “Nochmal danke, dass du mir immer geholfen hast.“ Cloud lächelt. “Kein Problem.“ Dann geht er weiter und ich betrete mit Sparky im Arm das Zimmer. Shiron wartet schon ungeduldig. Sparky springt elegant von meinem Arm und läuft zu ihr. Im nächsten Moment toben die beiden durch's Zimmer. Lächelnd setze ich mich zu Tayfun, Minusch und Lilly. Tayfun grinst. “Das hat aber lange gedauert!“ Ich kichere. “Wenn Sparx dauernd Nektar klaut, kann ich nichts dafür!“ Lilly schaut mich eine Weile nachdenklich an. “Ist was?“ frage ich sie verwirrt. Sie schüttelt den Kopf. “Entweder hast du ein 1a Pokerface oder ich habe mich geirrt.“ Jetzt kapier ich gar nichts mehr, was man wahrscheinlich an meinem Gesichtsausdruck sieht. Lilly lacht. “Vergiss es.“ Tayfun stimmt in ihr Lachen ein und ich nach einer Weile auch, obwohl ich keine Ahnung habe, warum sie lachen. Auf einmal höre ich vom Flur eine Stimme. “SCHWESTER JOY!“ Ich springe auf. “Das war Cloud!“ Wir rennen alle raus und hoch zum Pokémon Center. Cloud redet mit Schwester Joy, welche ein Pokémon entgegen nimmt, das ich nicht ganz erkennen kann. Dann laufen sie, Knuddeluff und Curelei ins Behandlungszimmer. “Cloud, was ist passiert?“ Er dreht sich zu uns um. Sein Blick ist besorgt. “Am Strand habe ich ein verletztes Pokémon gefunden. Ich weiß nicht genau, was es ist, aber es geht ihm gar nicht gut. Es ist schmutzig und übel zugerichtet.“ Er setzt sich auf eine Bank. “Sollen wir gehen?“ fragt Tayfun vorsichtig. Cloud zuckt mit den Schultern, nickt dann aber. Also gehen wir raus. Ich schaue Tayfun und Lilly an. “Lasst uns in unser Zimmer gehen.“ Die beiden nicken.

    Im Zimmer sehen wir stumm Shiron und Sparky beim toben zu und versuchen, auf andere Gedanken zu kommen. Aber das ist gar nicht so leicht. Zum Glück kommt Serena mit einer guten Nachricht ins Zimmer. “Ash kommt uns bald besuchen!“ Sparx, der vorher friedlich geschlafen hat, ist plötzlich hellwach. “Ash? Dein Lover? Meinst du den?“ Serena wird feuerrot. “Wir sind nur Freunde!“ “Aber du bist in ihn verliebt?“ hakt Lilly nach. “Vielleicht ein bisschen..... ja, okay, ich bin in ihn verliebt! Zufrieden?“ Tayfun lehnt sich zu mir rüber und flüstert mir ins Ohr. “Sie hat ihn schon geküsst, also kann sie ruhig zugeben, dass sie in ihn verliebt ist.“ “Echt?“ Tayfun nickt grinsend. Zum Glück hat Sparx das nicht gehört, sonst wäre hier gleich die Hölle los. Serena schaut uns verwirrt an. “Was ist los?“ “Nichts nichts.“ Tayfun grinst unschuldig und ich deute unauffällig auf Sparx. Das wird auf jeden Fall lustig! Da kommt Maho's Frubberl rein. “Es gibt heute früher Essen. Kommt ihr?“ “Okay!“ Wir folgen Frubberl nach unten und setzen uns an den Tisch. Nur Cloud fehlt. Er kommt während des ganzen Mittagessens nicht. Als wir fertig gegessen haben, nehme ich seine Portion, stelle sie auf ein Tablett und gehe damit ins Pokémon Center. “Hier, für dich.“ “Danke.“ Cloud nimmt das Tablett entgegen und beginnt zu essen. Still sehe ich dabei zu. Plötzlich dreht er seinen Kopf zur Seite und sieht mich an. “Warum setzt du dich nicht?“ Zögernd setze ich mich neben ihn und Sparky, die mir nie von der Seite weicht, rollt sich auf meinem Schoß zusammen. Da kommt Schwester Joy heraus. “Das Pokémon ist wieder fit. Nach der Behandlung und einem Bad wurde aus dem verdreckten Wesen ein schillerndes Nachtara!“ Cloud springt auf. “Dürfen wir sie sehen?“ Schwester Joy nickt lächelnd und wir folgen ihr ins Behandlungszimmer. Das Nachtara liegt auf dem Tisch und sieht zu Cloud. “Danke....“ Er lächelt. “Kein Problem. Ich bin froh, dass es dir gut geht.“ Das Nachtara überlegt eine Weile, dann erhebt es sich vorsichtig. “Darf ich deinem Team beitreten?“ Cloud ist ziemlich überrascht. “Du würdest.... mein Partner werden?“ Das schillernde Mondschein-Pokémon nickt. Cloud holt einen Pokéball aus seiner Tasche und hält ihn Nachtara hin, welcher den Pokéball anstupst und sich fangen lässt. Dann lässt Cloud ihn wieder aus dem Ball. “Jetzt brauchst du noch einen Namen.“ Er überlegt. “Ich nenne dich Nero.“ Er senkt seine Stimme. “Weißt du, du bist mein erstes Pokémon.“ “Das ist nicht schlimm!“ antwortet Nero fröhlich. Ich lächle. “Glückwunsch Cloud! Dein erstes Pokémon!“

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    Zusammen mit Nero und Sparky gehen Cloud und ich nach draußen. “Was willst du eigentlich machen Cloud? Das hast du mir noch nicht erzählt.“ Er l
    Zusammen mit Nero und Sparky gehen Cloud und ich nach draußen. “Was willst du eigentlich machen Cloud? Das hast du mir noch nicht erzählt.“ Er lächelt. “Jetzt, wo ich auch ein Pokémon habe, möchte ich auch mal gegen dich kämpfen!“ Ich grinse. “Soll ich dich gewinnen lassen?“ Cloud schüttelt den Kopf. “Nein danke, ich möchte einen fairen, ehrlichen Kampf.“ Wir kommen auf dem Kampfplatz an und stellen uns auf. Ich grinse Cloud frech an. “Anfangen darfst du trotzdem!“ “Wie du willst! Los Nero, Finsteraura!“ “Weich aus und Doppelteam!“ Sparky weicht leichtfüßig aus und erschafft ihre Doppelgänger. Cloud überlegt. Nero sieht ihn fragend an, doch Cloud schüttelt den Kopf. Langsam kreisen Sparky und ihre Doppelgänger Nero ein. “Super, jetzt Flammenwurf!“ Alle setzen gleichzeitig Flammenwurf ein. “Finsteraura!“ Ein paar kann Nero treffen und sie lösen sich auf. Doch trotzdem wird er von Sparky's Flammenwurf getroffen. Dafür löst sich jetzt auch der Rest der Doppelgänger auf. “Nero, Psychoklinge!“ Diesmal wird Sparky getroffen. “Konter mit Spukball!“ Doch Nero weicht dem Spukball aus. Cloud lächelt. “Finsteraura, los!“ “Nach links!“ Sparky kann gerade noch ausweichen. “Nochmal Spukball!“ Nero versucht auszuweichen, wird aber getroffen. Ich sehe an Cloud's Blick: Jetzt wird's ernst! Dann geht alles ganz schnell. “Gegenstoß!“ “Nitroladung!“ Sparky und Nero prallen mit ihren Attacken aufeinander und eine Rauchwolke ensteht. Als der Rauch verschwindet, stehen beide noch. Doch Nero schwankt gefährlich, bis er schließlich k.o. umkippt. Cloud kniet vor Nero nieder. “Du warst klasse Nero.“ Ich gebe Sparky eine Tsitrubeere, von denen ich jetzt immer ein paar bei mir habe. Danach gehe ich zu Cloud und Nero und gebe Nero ebenfalls eine. Cloud lächelt. “Danke.“ “Kein Problem!“ Nachdem Nero sich erholt hat, stehen Cloud und Nero auf. Cloud überlegt, dann sieht er mich lächelnd an. “Komm mit.“ Cloud geht mit Nero voraus und ich folge ihnen mit Sparky.

    Wir gehen zum Strand. Die Sonne geht gerade unter und taucht alles in orangenes Licht. Ein wunderschöner Anblick. Mit klopfendem Herzen schaue ich auf den orangeroten Ozean. Lächelnd sehe ich zu Cloud, doch dann weicht mein Lächeln einem verwirrten Blick. Er ist leicht rot. Erst jetzt merke ich, dass ich seine Hand halte. Schnell lasse ich los und sehe wieder auf das Meer. Leider ziehen in der Ferne dunkle Wolken auf. Es sieht nach Gewitter aus. “Wir sollten zurückgehen....“ Cloud nickt und wir gehen los. Doch das Gewitter ist schneller als wir. Schnell rennen wir zu der Höhle, die wir nach dem Sturm freigelegt hatten, und stellen uns dort unter. Wir setzen uns an den Eingang. Eigentlich habe ich vor Gewitter keine Angst, aber außerhalb eines Gebäudes ist das doch ein bisschen was anderes. Es donnert so laut, dass ich zusammenzucke und unwillkürlich näher an Cloud rücke. “Keine Angst, hier kann uns nichts passieren.“ Er lächelt mich beruhigend an. Ich versuche nicht rot zu werden, was bei meiner blassen Haut nicht leicht ist, und rücke ein bisschen weg. Aber nur bis zum nächsten Donner, dann zucke ich wieder zusammen und rücke näher zu Cloud. Sparky hingegen rollt sich entspannt auf meinem Schoß zusammen. Sie stört das Gewitter gar nicht. Als es endlich vorbei ist, gehen wir zurück ins Hauptquartier.

    “Wo wart ihr denn so lange?“ Tayfun kommt uns neugierig entgegen. “Wir haben gekämpft und haben in der Höhle vor dem Gewitter Schutz gesucht.“ Die Sache mit dem Strand lasse ich lieber aus. Tayfun grinst. “Na komm, die anderen warten schon!“ Sie packt mich am Handgelenk und zieht mich mit in unser Zimmer. Sparky rennt hinterher. Im Zimmer angekommen macht sie die Tür zu und setzt sich grinsend auf's Bett. Sparky läuft zu Shiron und sie spielen wieder zusammen. Der Rest, also Tayfun, Lilly, Minusch und Sparx, sieht mich neugierig an. Tayfun grinst immer noch. “Also, hast du uns etwas zu erzählen?“ Ich sehe sie verwirrt an. Lilly lächelt. “Tu nicht so, du weißt genau dass sie von Cloud redet!“ Sparx singt leise. “Kiara und Cloud laufen durch den Wald....“ Jetzt verstehe ich worum es geht und werde so rot wie Feuer. “Halt die Klappe Sparx!“ “Also?“ hakt Tayfun nach. “Wir haben nur gekämpft, waren am Strand und haben vor dem Gewitter Schutz gesucht!“ “Das ihr am Strand gewesen seid, hast du mir gar nicht erzählt!“ Tayfun's Grinsen wird breiter. Hilfesuchend sehe ich zu Sparky, doch die spielt mit Shiron. Schließlich ist es Lilly, die mich rettet. “Es gibt gleich Abendessen, wir sollten los.“ Ich nicke dankbar. “Komm Sparky!“ Sparky läuft zu mir und springt auf meinen Arm. Shiron läuft zu Lilly und wir gehen runter zum Abendessen.

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    Nach dem Abendessen darf ich mir in unserem Zimmer noch einige Sticheleien von Tayfun, Minusch und Sparx anhören, bis Sparky dazwischen geht und sie
    Nach dem Abendessen darf ich mir in unserem Zimmer noch einige Sticheleien von Tayfun, Minusch und Sparx anhören, bis Sparky dazwischen geht und sie zusammenpfeift, sie sollen mich endlich in Ruhe lassen. Danach gehen wir alle ins Bett, aber ich kann noch nicht schlafen. Ich stehe auf, gehe zum Fenster und schaue raus auf das Meer, das im Mondlicht schimmert. Unwillkürlich muss ich an den Moment am Strand denken. Schnell schüttel ich meine Gedanken ab und lege mich schlafen.

    Am nächsten Morgen muss ich mir nicht so viel anhören. Entweder, weil Sparky's Standpauke dauerhaft wirkt oder weil Ash heute kommt. Allerdings vermute ich eher letzteres. Unten ist noch niemand außer Serena, die schon ganz aufgeregt ist. “Guten Morgen Serena!“ “Guten Morgen Kiara!“ Ich lächle sie an. “Freust du dich schon?“ Sie nickt. “Ich habe Ash Ewigkeiten nicht mehr gesehen!“ Plötzlich wird sie unsicher. “Aber ob er sich freut mich zu sehen? Ob er sich überhaupt an mich erinnert?“ “Natürlich! Ihr seid doch Freunde! Da wird er dich wohl kaum vergessen!“ Sie nickt erleichtert. “Du hast Recht.“ In dem Moment kommen die anderen rein. Alle haben blendend gute Laune und genießen das üppige Mahl. Ich werfe einen kurzen Blick zu Cloud, den er lächelnd erwidert. Da kommt ein Junge mit schwarzen Haaren, roter Kappe, blauer Jacke und einem Pikachu auf der Schulter rein. “Hi Leute!“ “Ash!“ kommt es vielstimmig zurück. Oha, der Kerl ist echt bekannt. Ich glaube, wenn er mal das Gedächtnis verliert, hält das nicht lange. Pikachu springt von Ash's Schulter und läuft zu Minusch, Shiron und Sparx und begrüßt sie. Dann will er auch Sparky begrüßen, doch die rennt zu mir und springt auf meinen Schoß. Lächelnd streichle ich sie. “Keine Angst, er tut dir nichts.“ Ich nehme sie auf den Arm und gehe zu Pikachu. Dort knie ich mich hin und streichle Pikachu. “Hallo Pikachu.“ “Hi!“ Vorsichtig schnuppert Sparky an Pikachu, bis sie sich sicher ist, dass er ungefährlich ist. Dann klettert sie von meinem Arm und geht zu ihm. Ich stehe auf und wende mich an Ash, der alles neugierig verfolgt hat. “Du bist also Ash Ketchum.“ “Jep! Wer fragt mich das?“ “Ähm... Ich?“ Sparx kriegt einen Lachflash und kugelt sich auf dem Boden. Tayfun kichert. “Er wollte eigentlich deinen Namen wissen.“ Ich gebe mir erstmal einen Facepalm. Darauf hätte ich selbst kommen können. “Sorry, ich bin Kiara Ne...“ Ich stocke. Ich hätte fast meinen Nachnamen gesagt, aber ich weiß nur diese zwei Buchstaben. Angestrengt versuche ich mich zu erinnern, aber es hilft nichts. Dafür habe ich jetzt Kopfschmerzen. Cloud kommt zu mir. “Alles okay?“ Ich schaue ihm in die Augen und dann.... “Oh nein, Kiara!“ Zu spät. Ich werde ohnmächtig und ein paar schreckliche Erinnerungen kehren wieder.

    Ein Professor zieht mich durch die dunklen Gänge in ein Labor. Ich weiß, was jetzt kommt. Die Spritze mit der türkisfarbenen Flüssigkeit, danach eine halbe Stunde gefesselt hin und her werfen, von den Elektroschocks eines Elekteks durchdrungen werden, danach ohnmächtig zurück ins Zimmer. Falls man das Zimmer nennen kann. Eine Zelle trifft eher zu. Doch diesmal ist es anders. Als ich auf dem Labortisch gefesselt werde, kommt Lightning mit ihrem Trikephalo rein. Ein eisiges Grinsen ziert ihr Gesicht. Der Professor kommt mit der Spritze, doch Lightning schüttelt den Kopf. “Nicht heute. Heute ist was anderes dran. Wir haben neue Flüssigkeit erhalten.“ Sie gibt ihm ein Fläschchen und er füllt eine andere Spritze damit. Die neue Flüssigkeit ist dunkelblau, aber wie immer weiß ich nicht, was da drin ist und wozu das alles gut sein soll. Aber was auch immer es ist, ich will weg von hier. So schnell wie möglich. Der Professor kommt näher und ich schließe ängstlich die Augen. Dann geht es los und ich schreie auf.

    Jemand rüttelt an mir. “Kiara! Wach auf!“ Ich öffne die Augen. Cloud hält mich fest und sieht mich besorgt an. “Geht es dir gut?“ Ich schüttel den Kopf und erzähle an was ich mich erinnert habe. Erschrocken schnappt er nach Luft. “Mum.... argh, das wird ihr noch leidtun!“ Ich bleibe still, zittere aber noch wegen den Erinnerungen. Erst jetzt merke ich, dass ich im Krankenzimmer auf einem Bett liege. Plötzlich fasst Cloud an meine Schläfe. “Halt still. Schwester Joy hat mich gebeten deinen Puls zu fühlen, sobald du aufgewacht bist.“ Ich beruhige mich. Naja, mehr oder weniger. Aber Cloud ist zufrieden. “Besser. Als du ohnmächtig warst, hat man richtig gesehen, wie die Adern pulsieren.“ Oha. Eine Weile sagt niemand etwas, dann fällt mir etwas auf. “Wo ist Sparky?“ “Schwester Joy hat ihr verboten, hereinzukommen. Sie wartet vor der Tür.“ “Bitte lass sie rein.“ Cloud nickt, legt meinen Kopf vorsichtig zurück auf das Bett und öffnet die Tür. Sparky kommt reingelaufen und springt zu mir auf's Bett. “Kiara!“ Froh kuschelt sie sich an mich. Während ich sie lächelnd streichle, wird mir plötzlich eins bewusst: Ich habe in der Vergangenheit auf jeden Fall auch schöne Sachen erlebt, aber ich möchte nie mehr hier weg. Denn hier gehöre ich hin. Das ist mein Zuhause.

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    Eine Viertelstunde später geht es mir wieder besser und ich gehe mit Cloud und Sparky runter zu den anderen. Sofort springt Tayfun auf. “Alles okay
    Eine Viertelstunde später geht es mir wieder besser und ich gehe mit Cloud und Sparky runter zu den anderen. Sofort springt Tayfun auf. “Alles okay?“ “Mittlerweile ja.... naja, mehr oder weniger.“ Ich erzähle was ich von meiner Vergangenheit wieder weiß. Der Schock steht allen ins Gesicht geschrieben. Sparx fliegt aufgedreht im Kreis, bis ihm schwindelig wird und er auf Minusch fällt. “Au! Sparx, geh runter von mir!“ Tayfun hilft Minusch mit Sparx. Ich sehe Lilly fragend an. “Wo ist Serena?“ “Serena ist kurz mit Ash....“ Sie braucht gar nicht weiterreden, denn im selben Moment kommen Serena und Ash mit feuerroten Gesichtern rein. Ich muss grinsen. “Ich sag einfach mal nichts.....“ Lilly und Cloud müssen ebenfalls grinsen. Ash kratzt sich verlegen den Hinterkopf und dreht sich zu Serena. Sofort ist Sparx auf den Beinen und schleicht sich hinter Serena. Dann schubst er sie, sie fällt gegen Ash und küsst ihn. Tayfun, Minusch und Lilly applaudieren und ich lächle. In meinem Kopf löst sich plötzlich wieder was.

    Wenn du schon auf den Mund fallen musst,
    Warum dann nicht auf meinen?


    Ich schüttel den Kopf. Was war das eben? Cloud sieht mich verwirrt an. “Alles okay?“ “Ich glaube.... ach, vergiss es, es ist nichts wichtiges.“ Nachher erzähle ich Tayfun davon. Vielleicht weiß sie, was das ist. Ich schaue wieder zu Serena. Diese will sich hastig von Ash lösen, aber zur Überraschung aller lässt er sie noch nicht, sondern erwidert den Unfallkuss. Ich deute den anderen an mitzukommen. Wir gehen raus und gönnen Ash und Serena ein bisschen Privatsphäre.

    Sobald wir draußen sind, sieht Lilly uns fragend an. “Und was machen wir solange?“ Ich überlege. “Wir könnten..... wir könnten an den Strand gehen.“ Lilly ist unsicher. “Ist es nicht noch ein bisschen zu kalt zum baden?“ “Wer sagt denn dass wir baden gehen?“ fragt Tayfun. “Ich finde die Idee super!“ Also gehen wir zum Strand. Ein paar Robball begrüßen uns, als wir ankommen. Lilly ruft Shiron aus ihrem Ball, Cloud ruft Nero und ich lasse Sparky von meinem Arm. Zusammen mit Minusch und Sparx laufen sie, nachdem Shiron Sparky ein wenig ermutigt hat, zu den Robball und spielen mit ihnen. Lächelnd sehen wir ihnen dabei zu. Die Robball bauen aus Wasserblasen ein Trampolin, auf dem dann alle herumhüpfen. Plötzlich platzt eine Blase, auf der Sparky gerade hüpft. Erschrocken rennt Sparky zu mir. “Hey, ist ja alles gut.“ Ich nehme sie auf den Arm und streichle sie. Langsam beruhigt sie sich wieder. Da kommen Ash und Serena. “Da seid ihr ja, wir haben euch gesucht!“ Tayfun kichert. “Wir wollten euch nicht stören, also sind wir gegangen.“ Ash schaut ziemlich verwirrt. “Aber Pikachu war doch auch die ganze Zeit da.“ “Ja, Sparky weicht mir auch nie freiwillig von der Seite, aber wir fanden, dass das uns nichts anginge.“ Lilly nickt. “Würden Kiara und Cloud sich küssen, würden wir sie auch in Ruhe lassen.“ “LILLY!“ rufen Cloud und ich gleichzeitig. Ich ziehe meine Kapuze tiefer, damit man mein, wahrscheinlich rotes, Gesicht nicht sehen kann. Cloud dreht sich einfach weg. Oh man..... Sparky kuschelt sich an mich, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Serena, Tayfun und Sparx kichern. Lilly grinst. “Sorry, das sollte nur ein Beispiel sein.“ Minusch rollt mit den Augen. “Sicher doch.“ Auch sie kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Das wird langsam unangenehm. “Könnten wir das Thema jetzt bitte fallen lassen? Danke.“ Stille. Schließlich nickt Lilly. “Lasst uns lieber zurückgehen. Vielleicht gibt es Aufträge.“ “Aufträge? Ich hatte noch nie einen Auftrag.“ Tayfun schüttelt den Kopf. “Nein Kiara. Das liegt daran, dass wir dich schützen wollen. Lightning wird überall nach dir suchen.“ Ich lasse den Kopf hängen. “Und was soll ich machen?“ Lilly versucht mich aufzumuntern. “Hier gibt es auch jede Menge zu erledigen. Du findest schon was.“ Wir gehen zurück zum Hauptquartier und die anderen holen sich Aufgaben. Nur ich bleibe zurück.

    Gelangweilt gehe ich in die Küche zu Maho. “Hey Maho, hast du was zu tun für mich? Die anderen sind alle unterwegs.“ Maho lächelt. “Du kannst ja mit mir Gerichte ausprobieren und beim Mittagessen helfen. Und Sparky auch!“ Während sie das sagt, springt Frubberl von ihrer Schulter und hüpft zu Sparky, die ängstlich zurückweicht. Ich nehme sie auf den Arm. “Danke Maho, das machen wir!“ Sie klatscht erfreut in die Hände. “Dann an die Arbeit!“

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    Ich hätte nie gedacht, dass kochen so viel Spaß machen kann! Na gut, wir haben auch schon eine Essenschlacht hinter uns, aber trotzdem. Am Ende habe
    Ich hätte nie gedacht, dass kochen so viel Spaß machen kann! Na gut, wir haben auch schon eine Essenschlacht hinter uns, aber trotzdem. Am Ende haben wir im Prinzip schon Mittag gegessen, weil wir so viel genascht haben. Deshalb isst Maho also nie mit! Langsam kommen auch alle in den Speisesaal und wir servieren das Essen. Danach setzen wir uns ebenfalls und sehen den anderen beim Essen zu. Plötzlich fällt mir auf, dass Cloud ziemlich abwesend wirkt. Lustlos rührt er im Essen herum. “Alles okay Cloud?“ Er zuckt leicht zusammen. “Was? Jaja, alles okay. Ich habe nur keinen Hunger.“ Ich betrachte ihn besorgt. “Werd bloß nicht krank!“ “Nein nein, werde ich schon nicht.“ Da bin ich mir nicht so sicher, aber ich bleibe still. Lilly lächelt mich fröhlich an. “Und du hast Maho beim kochen geholfen?“ Ich nicke und streichle Sparky, die auf meinem Schoß liegt. Auch sie ist bereits satt. “Es schmeckt super! Aber so kenne ich Maho!“ Maho lächelt. “Danke Lilly. Es hat auch viel Spaß gemacht, nicht wahr Kiara?“ “Und wie!“ Tayfun lacht. “Siehst du, hier passiert immer etwas aufregendes!“ Sie wirft einen Blick zu Sparx. “Und wenn man es selbst verursacht.“ Alle lachen, nur Cloud bleibt still. Langsam mache ich mir Sorgen um ihn. Das passt nämlich überhaupt nicht zu ihm.

    Nach dem Mittagessen gehen wir zum Kampfplatz. Dieses mal kämpfen Lilly und Tayfun gegeneinander. Lilly schickt Shiron in den Kampf und Tayfun Minusch. Shiron darf beginnen. “Eisstrahl!“ “Weich aus und Dunkelklaue!“ Minusch weicht aus und erwischt Shiron mit Dunkelklaue. “Shiron! Ist alles okay?“ “Mir ging's nie besser!“ Lilly seufzt erleichtert. “Okay Shiron, Mondgewalt, “ Dieses mal trifft Shiron. “Minusch, Klingensturm!“ “Konter mit Eisstrahl!“ Die Attacken prallen aufeinander. Einen Moment lang ist das ganze Feld in Nebel getaucht. “Das ist unsere Chance Minusch! Dunkelklaue!“ “Schutzschild!“ Die Attacke prallt wirkungslos am Schutzschild ab. “Super, jetzt Eiszapfenhagel!“ “Versuch auszuweichen!“ Minusch gibt ihr bestes, aber sie wird trotzdem von den Eiszapfen getroffen. Langsam wird es für beide Seiten eng. Aber ans Aufgeben denkt niemand. “Minusch, Vielender!“ “Schutzschild, Shiron!“ Vielender wird rechtzeitig abgewehrt. “Mondgewalt!“ Shiron setzt Mondgewalt ein, doch Minusch weicht aus. Tayfun, beziehungsweise Minusch, startet einen waghalsigen Frontalangriff. “Dunkelklaue!“ “Eisstrahl!“ Shiron und Minusch werden beide getroffen. Sie wanken...... und kippen gleichzeitig um. “Unentschieden! Glückwunsch an beide Seiten!“ Lilly und Tayfun versorgen jeweils ihre erschöpften Partner, während ich mit Sparky im Arm auf das Kampffeld gehe. “Ihr wart alle Klasse!“ Sparky nickt zustimmend. Tayfun steht lächelnd auf. “Danke. Also, was machen wir jetzt?“ Lilly schaut leicht besorgt. “Sparx beruhigen?“ Tayfun und ich sehen verwirrt zu Lilly. “Wieso?“ Die Antwort kommt genau auf uns zugeschossen. “BANZAAAAAAIIII!“ Gerade rechtzeitig friert Shiron das leuchtende Libelldra ein. Ich seufze erleichtert. “Puh, danke. Irgendwann schlägt der mich noch gegen die Wand.“ Tayfun kichert. “Tja, das ist Sparx.“ Wir lachen. Da befreit Sparx sich aus dem Eis. “NIEMAND KANN ES MIT DEM ALLMÄCHTIGEN SPARX AUFNEHMEN!“ Frech kletter ich auf seinen Rücken. “Ach ja? Aber zähmen kann man ihn!“ Sparx fängt an wild umherzufliegen und sich aufzubäumen. Tayfun lacht und ruft nach oben “Na, wie gefällt dir Rodeoreiten mit Sparx?“ Ich lache zurück. “Super!“ Mit einer Hand halte ich mich fest, mit der anderen halte ich Sparky im Arm. Plötzlich schüttelt Sparx verwirrt den Kopf. “Huh?“ “Och nee, ist jetzt der ganze Spaß vorbei? TAYFUN! HOL MAL BITTE NEKTAR!“ Tayfun schüttelt grinsend den Kopf. “Nee lass mal! Ich bin froh, dass er wieder normal ist.“ Sparx landet und ich steige ab. “Und was machen wir jetzt?“ Lilly hat schon eine Idee. “Wir gehen zur Blumenwiese.“ Tayfun ist nicht so begeistert. “Dann frisst Sparx wieder Nektar. Wir könnten.... in den Wald gehen!“ Ich hebe die Hand. “Ich bin dafür!“ Lilly nickt. Also gehen wir in den Wald und spielen dort bis zum Abendessen verstecken. Beziehungsweise mussten wir die ganze Zeit Sparx suchen, weil er schon im Hauptquartier war und sich in unserem Zimmer versteckt hat. Dann gehen wir zum Abendessen in den Speisesaal.

    Das Abendessen verläuft sehr ruhig. Es wird nur wenig geredet, alle sind hauptsächlich mit essen beschäftigt. Ich werfe einen Blick zu Cloud. Er ist weiterhin mit den Gedanken woanders und Appetit hat er auch keinen. Was ist nur los mit ihm? Als das Abendessen vorbei ist, bin ich fast erleichtert. Ich nehme Sparky auf den Arm und gehe direkt hoch ins Zimmer. Dort lege ich mich auf mein Bett und denke nach. Irgendwas muss passiert sein, als Cloud mit seinem Auftrag beschäftigt war. Nur was?

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    Es ist kurz vor Mitternacht, alle liegen im Bett und schlafen. Nur ich bin immer noch wach. Irgendwann halte ich es nicht mehr aus und stehe auf, wobe
    Es ist kurz vor Mitternacht, alle liegen im Bett und schlafen. Nur ich bin immer noch wach. Irgendwann halte ich es nicht mehr aus und stehe auf, wobei ich versehentlich Sparky wecke. “Tut mir leid, Sparky.“ flüstere ich. Sparky springt mir auf den Arm. “Ich komme mit.“ Ich lächle dankbar und gehe aus dem Zimmer. Alle Lichter sind aus, doch das Mondlicht erhellt die Flure gut genug, um herumzulaufen ohne gegen die Wand zu rennen. Leise schleiche ich mit Sparky im Arm durch die Flure. Plötzlich wird uns ein Sack über den Kopf gestülpt und ich stoße mir so stark den Kopf, dass ich ohnmächtig werde.

    Als ich aufwache, sehe ich ein mir sehr bekanntes Zimmer. Es ist ziemlich heruntergekommen. Das Bett ist schäbig und rostig, in der Ecke steht ein Tisch mit nur zwei Beinen und an der Wand neben der Tür hängt ein verstaubter, kaputter Spiegel. Ich bin in der Basis von Team Thunder. Angst breitet sich in mir aus, als ich plötzlich bemerke, dass Sparky auf meinem Schoß liegt. Froh umarme ich sie. “Ich bin nicht allein.“ Sparky schüttelt den Kopf. “Niemand ist allein. Irgendjemand ist immer da.“ Ich nicke, dann denke ich nach. “Wie hat es Team Thunder unbemerkt in unser Hauptquartier geschafft?“ Sparky seufzt leise. “Sie waren gar nicht in unserem Hauptquartier. Jemand von uns hat uns beide hierher gebracht.“ “Wer?“ Eine schreckliche Vermutung regt sich in mir, aber ich versuche es zu verdrängen. In dem Moment kommt Lightning mit ihrem Trikephalo rein. “Ah, du bist wach. Sehr schön.“ “Verzieh dich, du Hexe!“ Ich bin wütend. Lightning lächelt nur mit ihrem eisigen Lächeln, das sie auch bei den Experimenten immer hatte. “Werde mal nicht frech, Kleine. Du fragst dich sicher, wie du hierher gekommen bist, nicht war?“ Sie sieht über ihre Schulter. “Komm schon Junge, zeig dich.“ Hinter ihr tritt ein Junge hervor. Als ich ihn sehe, ist es als ob mir jemand Eissplitter ins Herz gebohrt hätte. Es ist Cloud.

    Die nächsten Minuten konnte ich weder hören, sehen oder etwas fühlen. Ich hörte nur diesen einen Satz in meinem Kopf. Cloud war es. Cloud war es. Cloud war es. Cloud war es. Cloud war es.
    Und jedes mal schmerzt es noch mehr. Aber jetzt ergibt es Sinn. Deswegen war er gestern so still. Cloud sieht mich traurig an, aber ich weiche seinem Blick aus. Lightning lächelt eisig. “In einer Stunde beginnt das Experiment. Cloud, du passt solange auf das Mädchen auf.“ Dann beugt sie sich zu Cloud und flüstert etwas. Danach verlässt sie mit Trikephalo den Raum und lässt Sparky, Cloud und mich zurück. “Kiara....“ Hasserfüllt schaue ich zu Cloud. “Erwartest du, dass ich nach allem, was du getan hast, mit dir rede?“ Er erwidert meinen Blick traurig. “Aber ich muss es tun. Sie haben Nero.“ “Warum rufst du ihn nicht einfach in seinen Ball zurück und vertraust darauf, dass sie dir im Hauptquartier nichts antun können?“ “Ich konnte nicht. Ich konnte in dem Moment nicht klar denken.“ Er sieht mich bittend an. “Verzeih mir.“ Ich drehe meinen Kopf weg und verdränge die Tränen. “Du hast mich verletzt. Du hast mein Vertrauen verletzt. Das könnte mein letzter Tag sein, ist dir das klar?“ Ich schlucke. “Und Sparky werden sie auch nicht einfach frei lassen.“ Jetzt muss ich doch weinen. “Was erhoffst du dir? Dass sie Nero gehen lässt? Er ist ein schillerndes Pokémon, sie lässt ihn nicht einfach laufen, egal was sie sagt. Deine Mutter ist eine Bestie!“ Cloud ist plötzlich still, dann will er anfangen zu reden. “Kiara....“ “NEIN! Deine Mutter ist eine Bestie! Entführt mich in eine andere Welt, greift einen Zug an, führt Experimente an mir durch und DU nutzt mein Vertrauen aus um mich zu ihr zu bringen.“ Tränen laufen über mein Gesicht. Cloud will wieder reden, doch ich lasse ihn nicht zu Wort kommen. “Es ist ja nicht nur so, dass du 'nur' mein Vertrauen ausgenutzt hast! Nein, mein Herz hast du auch noch gebrochen!“ Cloud guckt etwas verwirrt und schockiert, er scheint es noch nicht zu kapieren. Ich gehe zu ihm. Er weicht zurück und ich folge ihm, bis er an der Wand ist. “Kiara bitte....“ Er wirft einen Blick zu Sparky, aus Angst, gleich angegriffen zu werden. Dann sieht er zu mir. Mit Tränen in den Augen boxe ich ihm gegen die Schulter, immer wieder, bis ich nicht mehr kann. Er sieht mich traurig an. “Kiara.... dann.... Dann tu es. Greif mich an. Ich habe es nicht anders verdient. Ungläubig starre ich ihn an. “Bist du verrückt? Idiot, ich liebe dich!“ Stille. Lange, unheimliche Stille. Ängstlich starre ich Cloud an und warte auf eine Reaktion. “C-Cloud?“ Er antwortet nicht. Ich schlucke und weiche zurück. Da zieht Cloud mich zu sich und küsst mich. All mein Ärger, meine Angst, meine Wut, meine Trauer, alles fällt von mir ab. Zurück bleibt nur ein unglaubliches Gefühl der Freiheit, dem Glauben, alles schaffen zu können. Ich wünschte, es würde ewig gehen.

    “Störe ich bei irgendwas?“ Oh nein, Lightning! Schnell löse ich mich. Lightning's eisiges Lächeln ist verschwunden, stattdessen sieht man ihre Wut, die wie Blitze aus ihren Augen schießt. “Cloud, ich habe dich gewarnt! Du wirst Nero nie wiedersehen!“ Wütend wendet sich Cloud an seine Mutter. “Du hättest es eh getan, egal ob ich es gemacht hätte oder nicht!“ Plötzlich ist da wieder ihr Lächeln. “Du kennst mich ja besser als ich dachte. Zu schade nur, dass du nicht auf meiner Seite stehst. Ich werde deine Freundin dann jetzt mitnehmen. Das Vulpix wird dir hier Gesellschaft leisten.“ Mit diesen Worten packt sie mich und zieht mich raus. Cloud und Sparky bleiben zurück.

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    Ich habe keine Chance mich zu wehren. Trikephalo und Lightning haben mich fest im Griff. Wir laufen durch dieselben dunklen Gänge wie letztes mal. Ab
    Ich habe keine Chance mich zu wehren. Trikephalo und Lightning haben mich fest im Griff. Wir laufen durch dieselben dunklen Gänge wie letztes mal. Aber dieses Experiment könnte mein letztes sein. Oh Cloud..... warum musstest du das tun? Wir gehen in das grässliche Labor und ich werde an den Tisch gebunden. Der Professor kommt rein. “Wir haben ein Problem Ma'am. Die Flüssigkeit ist aufgebraucht.“ Lightning ist wütend. “IHR HATTET MEHR ALS GENUG ZEIT, UM NEUE ZU MACHEN!“ “Gewiss Ma'am, aber diese wurde von Unbekannten zunichte gemacht.“ Aufmerksam lausche ich dem Gespräch. Unbekannte? Könnte es sein dass.... “Glück gehabt Mädchen, du darfst vorerst gehen. Aber du bist noch dran, glaub mir.“
    Sie bringt mich zurück in das Zimmer, schubst mich rein und schließt dann die Tür ab. Cloud springt auf. “Kiara!“ Ich falle ihm froh in die Arme. Danach knuddel ich Sparky. “Ich habe noch Zeit. Jemand hat die Flüssigkeiten zunichte gemacht.“ Cloud lächelt erleichtert und Sparky fiepst froh. Dann wird Cloud nachdenklich. “Meinst du das könnten......“ Ich nicke. “Es gibt noch Hoffnung.“ Wir lächeln alle drei. Cloud zögert kurz, dann gibt er mir einen Kuss auf die Stirn und ich werde leicht rot. Sparky rollt sich auf meinem Schoß zusammen. Jetzt heißt es warten. Plötzlich fällt mir etwas ein. “Vorhin.... Vorhin habe ich mich an etwas erinnert! Ich habe mich erinnert, dass ich in einem Zug saß. Dann nach einer Weile bin ich eingeschlafen und als ich aufwachte, saß Lightning mir gegenüber. Später, nachdem sie gegangen ist, hat sie mit Trikephalo den Zug angegriffen. Dabei wurde ich von einem Trümmerteil getroffen und wurde ohnmächtig.“ Aber ein kleiner, aber wichtiger Teil fehlt. Ich überlege angestrengt, doch es will mir nicht einfallen. Auf einmal geht der Alarm los und ich springe auf. “Ich wusste es! Sie sind hier!“ Die Tür geht auf. Doch es ist nicht Tayfun, die hereinkommt, sondern Lightning. “Mädchen. Mitkommen. Sofort.“ Sie packt mich und zieht mich ins Labor. Das war's.

    Überall herrscht helle Aufregung. “Professor! Wir machen das jetzt mit der Flüssigkeit, die ihr soeben erhalten habt!“ Der Professor ist außer sich. “Aber sie ist nicht dunkelblau!“ Es war wohl keine so gute Idee, Lightning zu widersprechen, denn sie wird wütend. “TU WAS ICH SAGE!“ “J-jawohl!“ Er holt die gefürchtete Spritze. Die Flüssigkeit darin schimmert hellblau. Ich kneife die Augen zusammen und warte auf den Einstich. “Willst du das wirklich machen?“ Das ist doch.... Ich öffne die Augen. “Tayfun!“ Sie lächelt. “Ich bin froh, dass wir es rechtzeitig geschafft haben.“ Lightning ist nicht so begeistert. “Hör nicht auf das Mädchen, sie will uns nur hereinlegen!“ Der Professor zögert. Tayfun lächelt weiter. “Was wenn ich die Flüssigkeit vertauscht habe? Was, wenn sie gar nichts bewirkt?“ Der Professor zögert weiter. Das wird Lightning zu viel. Sie nimmt dem Professor die Spritze aus der Hand, sticht sie in meinem Arm und drückt die Flüssigkeit raus. Ich will schreien, aber ich kann keinen Ton von mir geben. Ich zittere am ganzen Körper und beginne hell zu leuchten. Im selben Moment kommt Lilly mit Shiron, Cloud und Sparky rein. “Was geht hier vor?“ Das Leuchten wird heller. Es kommt aus meiner Jacke. Ich öffne sie und nehme eine Kette mit einem vierzackigen Stern aus der Innentasche. Jetzt steht selbst Tayfun der Mund offen. Ich zögere, dann lege ich mir die Kette um. Als der Kettenanhänger meinen Hals berührt, leuchte ich hell und schließe die Augen.

    Vor meinem inneren Auge sehe ich eine lebhafte Unterwasserwelt. Ein Aquana schwimmt auf mich zu, packt mich und zieht mich nach oben. Dort, in einem Boot, sitzt eine junge Frau. “Danke Aquamarin. Du hast sie gerettet.“ Die Frau nimmt mich auf den Arm. Sie hat dunkelblaue Haare und strahlend blaue Augen. Mama. Dieses Wort taucht in meinem Kopf auf. Aber Mum sah doch ganz anders aus..... außerdem hat sie mit mir in der 'normalen' Welt gelebt. “Komm jetzt, wir müssen nach Hause zu deinem Vater und deinem Bruder.“ Ich habe einen Bruder? Plötzlich verschwimmt das Bild und stattdessen bin ich als Kleinkind mit einem Jungen, der die gleiche Haar- und Augenfarbe wie die Frau hat, zu sehen. Die Frau und ein Mann mit grauen Augen und blauen Haaren verabschieden sich von uns. “Wir sind bald wieder da. Alain, pass gut auf Louna auf.“ Der Junge, Alain, nickt und lächelt mich an. “Das kriegen wir hin, nicht war Lou?“ Da verschwimmt das Bild wieder und diesmal trägt mich die Frau und rennt durch dunkle Gänge, als plötzlich Palkia erscheint. Die Frau seufzt erleichtert. “Palkia! Schnell, bring Louna in Sicherheit!“ Palkia nickt und das Bild verschwimmt wieder. Ich bin in einem Kinderheim. Ein Ehepaar kommt und nimmt mich mit. “Von heute an heißt du Kiara. Kiara Nevers.“

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    Ich öffne die Augen. Die Pokémon Welt ist meine Heimat. Ich bin hier geboren. Ich kann es noch immer nicht fassen. Als ich mich umsehe, sehen mich a
    Ich öffne die Augen. Die Pokémon Welt ist meine Heimat. Ich bin hier geboren. Ich kann es noch immer nicht fassen. Als ich mich umsehe, sehen mich alle erstaunt an. Cloud spricht aus was alle denken. “Kiara! Du bist wach!“ Ich sehe an mir runter. Ich trage plötzlich ein weißes Kleid mit schwarzem Saum. Außerdem habe ich lange, blaue Haare. In einem Spiegel an der Wand kann ich mein Gesicht sehen. Meine Augen sind jetzt blau-grau. Sparky läuft vorsichtig zu mir. “Kiara?“ Ich schüttel den Kopf. “Kiara ist der Name den mir meine Pflegeeltern gegeben haben. Meine richtiger Name ist Louna. Aber ihr könnt mich Lou nennen.“ Tayfun zuckt zusammen. “Lou?“ Ich nicke. “Lou.“ Erst jetzt fällt mir auf, dass wir nicht mehr in der Basis von Team Thunder, sondern im Krankenzimmer sind. “Wie sind wir hier hergekommen?“ Cloud lächelt. “Lilly hat Solgaleo gerufen. Sie hat eine besondere Bindung zu ihm.“ Er kommt näher auf mich zu und ich stehe auf. Sparky versteht und schubst Tayfun und Lilly Richtung Tür. “Na los, raus hier! Jetzt ist Sprechstunde.“ Sobald die beiden draußen sind, setzt sie sich zufrieden hin. Ich lächle. “Danke Sparky.“ Dann wende ich mich an Cloud. Ich fühle mich schuldig, weil ich ihn so angebrüllt habe. “Cloud ich.....“ Er lässt mich nicht ausreden. “Ich liebe dich auch, Louna.“ Einen Moment kann ich mich nicht rühren, dann küsse ich ihn glücklich. Sparky lächelt fröhlich, als plötzlich die Tür aufgeht. Schnell schubse ich Cloud von mir weg. Es ist Maho. Sie schaut verwirrt zwischen Cloud und mir hin und her. “Habt ihr euch?“ Hastig schüttel ich den Kopf. “Nein!“ Maho grinst. “Dann tut es mir leid, dass ich einfach hereingeplatzt bin.“ Jetzt kommt auch Tayfun rein. “Mensch Maho, das ist unfair, wir müssen auch warten.“ Dann schaut sie zu mir. Mein feuerrotes Gesicht sagt wohl alles, denn sie grinst. Dann sieht sie zu den anderen. “Ich bin als nächstes dran.“ Cloud nickt und verlässt mit Maho das Zimmer. Tayfun wartet bis sie draußen sind, dann grinst sie mich an. “Dann habt ihr es also endlich getan.“ “Eigentlich schon vorher, aber unter anderen Umständen.“ Ich betrachte sie eine Weile. “Aber das ist nicht dein einziges Anliegen, oder?“ Sie schüttelt den Kopf. “Ich wollte wissen.... Ich wusste nicht, dass du Pflegeeltern hast.“ Ich schüttel den Kopf. “Ich bis eben auch nicht.“

    Ich erzähle ihr, was ich gesehen habe und ihre Augen werden immer größer. “Alain ist dein Bruder? Krass..... wenn Luna das wüsste.....“ Luna? Ich überlege. Moment.... “Luna! Tayfun!“ Sie lächelt erleichtert. “Also habe ich mich nicht geirrt.“ Sie umarmt mich fröhlich. “Tayfun? Weißt du wo Alain ist?“ Sie zuckt mit den Schultern. “Keine Ahnung. Aber wir könnten nach Kalos reisen und ihn suchen. Das heißt....“ Sie mustert mich und ich seufze. “Du suchst ihn und ich muss hierbleiben?“ “Tut mir leid Lou, aber es ist besser so.“ Sparky läuft zu mir und springt auf meinen Arm. “Cloud bleibt auch hier. Sonst passiert vielleicht noch einmal etwas.“ Da fällt mir etwas ein. “Nero!“ “Es geht ihm gut, keine Sorge. Lilly hat ihn gerettet.“ Sie sieht zur Tür. “Eigentlich können jetzt alle rein, meinst du nicht?“ Ich nicke und öffne die Tür. Lilly, Minusch, Maho, Shiron, Cloud und Nero kommen rein. “Nero! Es geht dir gut!“ Nero nickt. Da kommt Sparx reingeschossen. “Was habe ich verpasst?“ Tayfun kichert. “Das Beste. Lou und Cloud haben sich geküsst.“ “TAYFUN!“ rufen Cloud und ich gleichzeitig. Sparx ist verwirrt. “Und was ist mit Kiara?“ Ich rolle mit den Augen und erkläre Sparx was passiert ist. Seine Augen werden riesig. “Warte... DER KERL IST DEIN BRUDER?“ Erschrocken springt er auf und rast durch die Wand. Also wirklich durch die Wand. Lilly gibt sich ein Facepalm. “Na super.... wer repariert das?“ Alle sehen zu Tayfun. Die zuckt mit den Schultern. “Sparx natürlich. Er hat es schließlich kaputt gemacht.“ Ich bin mir nicht so sicher. “Meinst du das geht gut?“ Tayfun seufzt. “Nee. Leider nicht.“ Empört saust Sparx zu und zurück. “Natürlich schaffe ich das!“ Alle müssen lachen. Ich bin ja mal gespannt ob das wirklich so gut klappt wie Sparx sagt.

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    Stolz präsentiert Sparx uns sein Werk. “Tadaa!“ Alle sind schwer beeindruckt. Es sieht aus, als wäre das Loch nie da gewesen. Nur Sparky ist ske
    Stolz präsentiert Sparx uns sein Werk. “Tadaa!“ Alle sind schwer beeindruckt. Es sieht aus, als wäre das Loch nie da gewesen. Nur Sparky ist skeptisch. Sie springt von meinem Arm, geht hin und tippt mit der Pfote gegen die Wand. “Sparky, was machst du da?“ Sparky tastet ein Stück die Wand ab, dann kratzt sie ein bisschen und eine Ecke einer Tapete löst sich. Diese Ecke nimmt sie und zieht es ab. Alle seufzen synchron. “Sparx.“ Das Loch ist nur locker mit Backsteinen gefüllt und wurde dann mit Tapete zugeklebt. Ich sehe mich nach Sparx um, doch der ist plötzlich verschwunden. Cloud zuckt mit den Schultern. “Es gibt eh Abendessen, lasst uns hinunter gehen.“ Ich schüttel leicht den Kopf. “Ich habe keinen Hunger.....“ Cloud sieht mich besorgt an. “Geht es dir gut?“ Ich nicke. “Alles okay, ich muss nur ein bisschen verarbeiten. Das war ein bisschen viel für einen Tag.“ Kurz schaut er mich verwirrt an, dann geht er mit den anderen runter. Sparky schaut zu mir. “Du hast eine Woche geschlafen!“ “Oh.......“ Mehr fällt mir nicht ein. Nachdenklich schaue ich auf das Loch in der Wand.

    Zufrieden betrachte ich mein Werk. Die Wand ist wieder vollkommen heil. Kommen wir zu Part zwei. “WOW, Sparx! Das sieht klasse aus!“ Sofort sind alle oben. Maho überprüft sofort, ob das nicht wieder ein Trick ist. “Er hat es tatsächlich geschafft..... Respekt Sparx.“ Der ist selbst ziemlich verwirrt, versucht aber, sich nichts anmerken zu lassen. “Kein Problem für den allmächtigen Sparx!“ Stolz brüstet er sich. Ich kann mir ein Kichern nicht verkneifen. Verwirrt schaut Tayfun zu mir. “Ist was?“ “Sparx sieht so lustig aus wenn er das macht!“ Da müssen auch die anderen lachen. Da kommt Serena zu uns. “Ki- äh, Lou, unten ist jemand für dich!“ Das ist bestimmt Alain! Wer hat den so schnell gefunden? Sofort renne ich die Treppe runter und Sparky, Tayfun und Laternchen-Sternchen folgen mir. Tatsächlich! Es ist Alain! Neben ihm steht ein Mädchen mit einem schwarzen Pikachu auf der Schulter. Sie hat schwarze, lange Haare und blaue Augen. Sie trägt weißes T-Shirt, darüber einen blau-schwarzen Mantel, eine schwarze Hose, einen roter Schal und hat silberne Kopfhörer auf. Aber das Mädchen ist mir gerade egal. “Alain!“ Ich renne zu Alain und umarme ihn. Das Mädchen schaut mich geschockt an, dann wendet sie sich an Alain. “Wer ist das?“ Ich bin so frei und stelle mich selbst vor. “Ich bin Lou.“ Ihre Augen werden groß und sie sieht zwischen Alain und mir hin und her. Alain lächelt. “Ja, das ist Lou, meine Schwester. Lou, das ist Naoko, auch Luna genannt.“ Jetzt bin ich wieder am überlegen. So ganz ist noch nicht alles wieder da. Tayfun, die ziemlich fröhlich ist, zieht mich und Luna in unser Zimmer. “Wir kommen gleich wieder!“ Nur Sparky folgt uns. Drinnen angekommen erwarte ich eine Erklärung von Tayfun, doch die umarmt erstmal fröhlich Luna. “Willkommen in unserer Chaosbude!“ Bei dem Namen muss ich erstmal lachen, aber ich beruhige mich schnell. “Also Tayfun, ich höre.“ “Also, du kennst Luna, wie mich, aus RPGs. Sie ist in Alain verknallt, deshalb war das wohl ein großer Schock, als du Alain umarmt hast. Vor allem, wer hätte gedacht, dass er dein Bruder ist?“ Luna schüttelt den Kopf. “Ich nicht!“ Tayfun grinst. “Ich hätte es auch nie gedacht.“ Neugierig schaut Luna zu mir. “Und, wie läuft's mit dir und Gary?“ Ich schaue sie irritiert ab. “Wer auch immer das ist, nein.“ Luna schaut wieder zu Tayfun. “Hat sie?“ Tayfun nickt. “Aber es wird langsam wieder.“ “Dann solltest du das nachholen! Wir holen ihn hierher und verkuppeln euch, und dann...“ Tayfun bremst Luna. “Lou ist bereits vergeben.“ “Was? An wen?“ In dem Moment kommt Cloud rein. “Ist alles okay?“ Ich nicke und umarme ihn. “Keine Sorge, Tayfun sagt sie ist harmlos, also ist sie harmlos!“ Luna verschränkt empört die Arme. “Hey!“ Tayfun kichert. “Nimm es nicht persönlich Lunchen.“ “Tu ich aber!“ Ich löse mich aus der Umarmung. “Kommt, wir gehen zurück!“ Sparky springt augenblicklich auf meinen Arm und Cloud nickt.

    Als wir bei den anderen ankommen, ist eine ziemlich seltsame Stimmung. Dieses schwarze Pikachu steht neonpink angemalt auf einem Tisch und singt.... etwas. Irgendwas von einem Pikachu Mädchen. Tayfun hält sich vor Lachen den Bauch. “Typisch Demon!“ Der heißt Demon? Okay..... der sieht nicht gerade wie ein Dämon aus...... eher wie eine Puppe..... aber was soll's. Wir sehen uns diese seltsame Showeinlage an, während ich heimlich Cloud's Hand halte. Sonst wäre ich wahrscheinlich umgekippt.

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    Es vergeht einige Zeit. Sparx perfektioniert seine Bau- und Kampfkünste, Cloud bekommt ein Igelavar, welches er trainiert und Tayfun versucht Luna un
    Es vergeht einige Zeit. Sparx perfektioniert seine Bau- und Kampfkünste, Cloud bekommt ein Igelavar, welches er trainiert und Tayfun versucht Luna und Alain zu verkuppeln. Auch wenn ich den Sinn nicht ganz verstehe, helfe ich ihr dabei. Und so langsam wird das, glaube ich, auch was. Warum? Naja, ab und zu verschwinden die beiden für längere Zeit. Das erinnert mich an mich und Cloud. Ich sehe zu, wie Cloud und Nero mit seinem Igelavar Mädchen, Phönix, trainieren. Sie ist schon ziemlich stark und wird sich vermutlich bald zu Tornupto entwickeln. Cloud sieht ziemlich glücklich aus. Er freut sich, dass er eine Aufgabe hat. Als Phönix noch ein Feurigel war, habe ich sie großgezogen. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, junge Pokémon großzuziehen und zu trainieren, aber Phönix wollte gerne Cloud als Trainer. Im Moment habe ich nichts zu tun, also sitze ich hier und denke nach. Seit kurzem haben wir eine Putzfrau, die dem Hausmeister Jeff beim aufräumen hilft. Ich finde sie allerdings nicht sehr sympathisch....... “BANZAAAAAAIIII!“ Gerade noch rechtzeitig weiche ich dem gelben Kometen aus. “Sparx! Erschreck mich nicht so!“ “Sorry. Mann, hast du gute Reflexe.“ Ich verkneife mir ein 'Ich bin ein Mädchen.' und betrachte seine Mimik. Er ist sehr aufgeregt. Cloud kommt mit Nero und Phönix zu uns. “Sparx, alles okay? Gibt's irgendwo eine neue Sorte Malasadas?“ Wir grinsen. Sparx schüttelt den Kopf. “Viiiiiiiel besser! Tali kommt morgen! Und Wölkchen auch!“ Wölkchen ist Solgaleo. Den Spitznamen hat Lilly ihm gegeben, als sie sich um ihn gekümmert hat. Ich kenne beide noch nicht, aber ich freue mich darauf, sie zu treffen. Mittlerweile ist es Zeit zum Essen, weshalb wir die Kampfhalle verlassen und in den Speisesaal gehen.

    Das Abendessen war relativ uninteressant, außer dass Alain und Luna fehlten. Ein bisschen eifersüchtig bin ich schon, aber Cloud meint, dass das bei Geschwistern normal ist. Nach dem Essen gehe ich mit Cloud und unseren Pokémon hoch in mein Zimmer. Ich öffne die Tür und sehe, wie Luna Alain wegschubst. Cloud grinst. “Stören wir bei irgendwas?“ Luna wird knallrot. “NEIN!“ Also ja. “Wie auch immer, dann gehen wir zum Strand.“ Wir gehen wieder. “Also, auf zum Strand?“ Cloud nickt und wir gehen runter zum Strand. Die Robball begrüßen uns fröhlich und zeigen ihre neusten Tricks. Bubble macht eine große Blase, Robby und Cupcake, ja sie heißt Cupcake, springen darauf und Robby sperrt Cupcake in eine weitere Blase. In der Zwischenzeit springt Bubble auf seine und dann auf Robby's Blase. Zum Schluss bringen Robby und Bubble die Blasen zum platzen und landen mit Cupcake elegant in ihrer Endpose auf dem weichen Sand. Wir applaudieren und Sparky, Nero und Phönix beginnen mit ihnen zu spielen. Cloud und ich gehen mit den Füßen ins Wasser. Es wird zwar langsam wärmer, aber zum baden ist es definitiv noch zu kalt. Eine Weile stehen wir nur im Wasser und unterhalten uns über alles mögliche...... “Alain und Luna scheinen ja keine Probleme zu haben.....“ Ich war überrascht vom plötzlichen Themawechsel. “Was meinst du?“ Ich muss an die Geschehnisse im Hauptquartier von Team Thunder denken. “Ist es wegen Team Thunder?“ Cloud nickt. “Ich mache mir immer noch Vorwürfe deswegen.....“ Immer noch? Der Arme, dabei ist das gefühlte Ewigkeiten her. Ich umarme ihn vorsichtig. “Brauchst du nicht, ich hab dir längst verziehen.“ Cloud nickt. “Aber ich nicht. Das war herzlos von mir. Ich...“ Ich lasse ihn nicht weiterreden, sondern lege ihm meinen Zeigefinger auf den Mund. “Psst. Du bist nicht herzlos. Du hast es für Nero getan.“ “Trotzdem....“ Ich schüttel den Kopf. “Hör auf, Cloud. Keine Vorwürfe mehr, okay?“ Er öffnet den Mund, um zu antworten, doch plötzlich wird er von hinten k.o. geschlagen. “Cloud!“ Ich will zu ihm rennen, werde aber festgehalten. Ich drehe mich um. Luna hält mich fest und schaut mich mit Tränen in den Augen an. “Tut mir leid Lou....“ Hinter ihr sind Alain und die 'Putzfrau', welche ihm ein Messer an den Hals hält! “Mach schon! Ich hab nicht ewig Zeit!“ Wissend was kommt, schließe ich die Augen. Kurz danach spüre ich einen dumpfen Schlag und es ist vorbei. Hoffentlich lassen sie Cloud und die Pokémon in Ruhe.....

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    Ich schreie und richte mich auf. Ich befinde mich in einem Bett, aber wo? Es ist kein Krankenzimmer oder ähnliches. Es ist ein...... Zimmer. “Komm
    Ich schreie und richte mich auf. Ich befinde mich in einem Bett, aber wo? Es ist kein Krankenzimmer oder ähnliches. Es ist ein...... Zimmer. “Komm Kiara, es gibt Frühstück!“ ruft eine Stimme von unten. Es duftet nach Rührei und Speck. Ich ziehe mich schnell an und schaue in den Spiegel. Keine blauen oder weißen Haare, nur hellbraune. Wie geht das? Das kann unmöglich alles nur ein Traum gewesen sein! Schnell laufe ich die Treppe runter und stolpere fast. Die Frau am Herd lacht. “Nicht so stürmisch, du tust ja, als würdest du gleich verhungern.“ Viel lieber würde ich wissen was hier los ist. Aber ich sage nichts, sondern setze mich still. “Ein Glück, dass die Polizei dich gefunden hat, sonst wärst du vermutlich erfroren.“ “Entschuldigen sie, aber wer sind sie?“ Die Frau sieht mich verwirrt an. “Na hör mal! Ich bin deine Mutter!“ “Sie lügen. Meine Mutter ist tot. Ich werde sie nie wiedersehen. Nennen sie mir ihren Namen.“ Die Frau seufzt. “Hannah. Hannah Nevers. Und jetzt duze mich bitte, Kiara.“ Ich kneife leicht die Augen zusammen. “Das ist nicht mein Name. Mein Name ist Louna. Und jetzt muss ich leider gehen.“ Ich stehe auf und laufe zur Tür, doch Hannah hält mich fest. “Du bleibst hier bis du mir erklärt hast was hier los ist.“ Wütend reiße ich mich los. “ICH soll erklären was los ist? DU bist mir eine Erklärung schuldig!“ Auch Hannah wird wütend. “Kiara, das reicht. Geh auf dein Zimmer!“ Sie scheucht mich die Treppe hoch, zurück ins Zimmer. Dann schließt sie die Tür und ich höre das Schloss klicken. Hat sie mich etwa eingesperrt? Seufzend lasse ich mich auf das Bett fallen. Was jetzt? Nach einer Weile entschließe ich mich, mich im Zimmer umzusehen. Ein Bett, ein großes Fenster, ein Regal, ein Fernseher mit einer WiiU, ein Kleiderschrank und ein Schreibtisch mit Schulsachen, Kopfhörern und einem Handy. Aber nichts davon weckt mein Interesse. Stattdessen überlege ich, warum ich hier bin. Nach dem, was die 'Putzfrau' tat, denke ich mal, dass ich von den anderen getrennt werden sollte. Aber warum? Was wollen die von ihnen? Was auch immer es ist, ich muss es verhindern! Dazu muss ich hier weg, aber wie? Von hier aus sind es locker 8 Meter nach unten, genug, um sich den Hals zu brechen. Trotzdem würde ich liebend gerne hinunter springen. Alles ist besser als hierbleiben. Ich steige auf das Fensterbrett. Plötzlich höre ich einen Schrei. Den Schrei eines Trikephalos. Lightning. Ohne länger nachzudenken lasse ich mich fallen.

    Dieses mal wache ich in einem Labor auf. Ich trage eine Sauerstoffmaske und bin an mehrere Schläuche gebunden. Um mich herum ist Wasser. Ich bin in einer Glaszelle eingesperrt und mehrere Professoren tippen etwas in ihre Computer. Dann kriege ich einen heftigen Stromschlag und werde ohnmächtig.

    Von außen sehe ich voller Entsetzen zu, was mit meinem Körper geschieht. Rote und lilafarbene Blitze schießen hindurch und mein Körper verkrampft sich mehr und mehr, verändert sich. Da entdecke ich Lightning, die mit einem finsteren Grinsen reinkommt. Mit Cloud! “Sieh mal Cloud, was mit deiner Freundin geschieht. Das ist meine Rache für deine Untreue.“ Blankes Entsetzen zeichnet Cloud's Gesicht, während mein Körper jegliche Farbe verliert. Plötzlich fängt mein Körper an zu leuchten und zu flimmern. Ich fühle, wie ich zurück in meinen Körper gesogen werde und ich werde erneut ohnmächtig.

    “Lou...... wach auf....... bitte......“ Ich höre Cloud's Stimme, als käme sie von weit weg, aber ich kann trotz allem schon die Augen öffnen. Ich bin mit Cloud in meiner Zelle. Nein warte, es ist eine neue Zelle. Die Einrichtung ist neuer und die Tür ist besser gesichert. Cloud sieht mich besorgt an. “Geht's dir besser?“ “Besser als vorhin....“ Er bleibt still. Ich stehe auf und betrachte mich im Spiegel. Alles ist wieder normal, meine Haare sind wieder blau. Aber wie ist das passiert? Fragend sehe ich zu Cloud. “Wie?“ “Das weiß niemand. Nicht einmal Lightning wusste es. Aber.... das ist schon einmal passiert. Als du die Spritze im Labor bekommen hast. Scheinbar bewirkte die Spritze nur, dass du einschläfst. Der Rest wurde von etwas anderem hervorgerufen. Die Frage ist, von was?“ Ich überlege eine Weile, aber mir fällt absolut nichts ein. Da sehe ich meine schwarze Fleecejacke auf dem Tisch liegen. Ich fröstel ein bisschen, also ziehe ich sie an. Cloud lächelt. “Die Jacke war klatschnass, also habe ich sie zum trocknen hingelegt.“ “Danke....“ Plötzlich fällt mir etwas ein. “Cloud, was ist mit Sparky? Und Nero und Phönix?“ “Sie sind in Sicherheit, keine Panik.“ Ich sehe ihn an und erkenne an seinem schiefen Lächeln sofort, dass das gelogen ist. Panisch springe ich auf. Sie sind in Gefahr! “Wir müssen sie retten!“

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    Ich werfe mich gegen die Tür, immer und immer wieder. Cloud schüttelt entmutigt den Kopf. “Lass es, das bringt nichts.“ Ich höre kurz auf und s
    Ich werfe mich gegen die Tür, immer und immer wieder. Cloud schüttelt entmutigt den Kopf. “Lass es, das bringt nichts.“ Ich höre kurz auf und sehe ihn ernst an. “Nein, wenn du mir nicht hilfst, dann nicht. Komm schon, du hast doch nicht wirklich schon aufgegeben?“ Cloud zögert, doch schließlich erhebt er sich und wirft sich ebenfalls gegen die Tür. Diese quietscht erst laut, doch dann geht sie endlich auf. Teils erleichtert, Teils beunruhigt verlasse ich die Zelle. Cloud folgt mir und sieht sich um. “Ob uns jemand gehört hat?“ Ich schüttel den Kopf, allerdings nur um ihn zu beruhigen. Sicher bin ich mir nicht. “Also, wo müssen wir hin?“ “Folge mir!“ Mit diesen Worten läuft Cloud voraus und ich folge ihm schnell. Je mehr Zeit verstreicht, desto panischer werde ich. “Sind wir bald da?“ “Ich bin...“ Cloud stockt kurz. “Ich bin mir sicher, dass wir gleich da sind.“ “Cloud, bitte hör auf mich anzulügen.“ Er seufzt. “Ich weiß nicht, ob wir richtig sind.“ “WAS?“ Nun reicht es mir endgültig und ich schlage die nächstbeste Tür ein. Als ich reinkomme, fällt mir ein schwerer Stein vom Herzen. Sparky, Phönix und Nero liegen gefesselt, aber unverletzt, an der Wand. Schnell laufe ich zu ihnen und befreie sie, während Cloud Schmiere steht. Es ist ein Gewirr aus tausend Knoten, aber irgendwie schaffe ich es, sie aufzulösen. “Fertig!“ Ich nehme Sparky froh in den Arm, während Nero und Phönix zu Cloud rennen. Dieser ist beunruhigt. “Lasst uns abhauen, Lightning kommt!“ Er ruft Nero und Phönix in ihre Pokébälle zurück und rennt los. Ich folge ihm so schnell ich kann. “Da vorne!“ ruft ein Rüpel und zeigt auf uns. Im nächsten Moment sind geschätzte zwanzig Rüpel hinter uns her.

    Wir rennen durch die tausend Gänge des Hauptquartiers. Die Treppe runter, dann nach links, von der Seite kommen Rüpel, also umdrehen und in die andere Richtung, dann die nächste Abzweigung links..... und schon weiß ich nicht mehr, wo wir eben langgerannt sind. Nach einer Weile bleibe ich stehen und lehne mich erschöpft gegen die Wand. “Ich kann nicht mehr.“ Cloud schüttelt den Kopf. “Du musst! Sonst holen sie uns ein!“ Er packt mich am Handgelenk und zieht mich weiter. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir im Kreis rennen. Oder die Gänge sehen alle gleich aus. Im schlimmsten Fall beides. Plötzlich ist der Gang, in dem wir gerade sind, zuende. Wir drehen um, um zurückzulaufen, doch drei Rüpel stellen sich uns in den Weg. Hinter ihnen kommt Lightning mit ihrem Trikephalo Drake. Ihre Augen funkeln gefährlich und ihr Mund hat sich zu einem fiesen Grinsen verzogen. Ich weiche zurück und die Angst ist mir ins Gesicht geschrieben. Ja, ich habe noch immer Angst vor ihr. Sparky knurrt und springt von meinem Arm. Mutig stellt sie sich Drake entgegen. Doch der schleudert sie einfach mit Drachenwut weg. Sparky prallt gegen die Wand und jault auf. “Sparky!“ Ich laufe zu ihr und streichle über ihren Rücken. Dann rufe ich sie in ihren Ball zurück und stecke ihn möglichst heimlich in die Innentasche meiner Jacke. Danach drehe ich mich zornig zu Lightning. “Das wird dir noch leidtun!“ Lightning lässt sich davon nicht beeindrucken, sondern grinst nur noch fieser. “Da wäre ich mir an deiner Stelle nicht so sicher.“ “Was?“ Doch ich kann nicht ausreden. Sie schnippt mit den Fingern und ein Pokémon erscheint. Ein...... “DIALGA?“ Cloud ist geschockt. Ich betrachte das Pokémon genauer. Es sieht so ähnlich wie Dialga aus, aber irgendetwas stimmt nicht. “Nicht ganz, lieber Sohn. Das ist ein genetisch manipuliertes Dialga. Wir nennen es Diatwo. Es kann mehr als einfach die Zeit ändern! Und es wurde......“ Sie wendet sich an mich. “......nur für dich erschaffen, Kiara.“ “Das ist nicht mein Name.“ “Nein, vielleicht im Moment nicht......“ Cloud und ich sehen uns verwirrt an. Was hat sie vor? Leider zeigt Lightning es uns gleich. “Tu es Diatwo! Auf das Mädchen!“ Diatwo stößt einen Schrei aus und mir wird schwarz vor Augen.

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    Ich wache auf. Aber es ist ziemlich egal ob ich die Augen auf oder zu habe, denn es ist stockfinster. Ich taste die Umgebung ab. Ein Bett, wenn auch z
    Ich wache auf. Aber es ist ziemlich egal ob ich die Augen auf oder zu habe, denn es ist stockfinster. Ich taste die Umgebung ab. Ein Bett, wenn auch ziemlich mitgenommen. Wo bin ich? Ich versuche mich zu erinnern was passiert ist. Vergebens. Es ist alles weg. Ich weiß nicht einmal mehr meinen Namen. Da geht das Licht an und eine junge Frau kommt rein. Sie hat lange schwarze Haare mit einer gezackten, gelben Strähne drin und verschiedenfarbige Augen. Neben ihr ist ein dreiköpfiges, blau-schwarzes, geflügeltes Wesen. “Ah Kiara, du bist ja endlich wach.“ Kiara? Das ist wohl mein Name. “Entschuldigen sie, aber wer sind sie?“ Die Frau schaut besorgt. “Das habe ich mir gedacht. Du hast dein Gedächtnis verloren. Ich bin Lightning. Ich habe dich adoptiert, als du noch ganz klein warst.“ “Hab ich auch so etwas wie Drake?“ Lightning nickt. “Du solltest es irgendwo in deiner Jacke haben.“ Ich sehe an mir runter. Ich trage eine schwarze Fleecejacke, dunkelgraue, enge Jeans, schwarze Turnschuhe und einen schwarzen Schal. Ich taste die Taschen meiner Jacke ab, finde aber nichts. Dann öffne ich die Jacke und greife in meine Innentasche. Dort finde ich einen kleinen Ball. Als ich ihn in die Hand nehme, wird er größer. Lightning schaut mich auffordernd an. “Wirf ihn!“ Ich folge ihren Anweisungen und werfe den Ball. Plötzlich schießt eine Art Plasma daraus und formt sich zu einem vierbeinigen Wesen mit dunklen Augen und sechs Schwänzen. Irgendwie fühle ich mich mit ihr verbunden. Als ich sie ansehe, merke ich, dass es ihr genauso geht. Da beginnt Drake das erste mal zu reden. “Sparky? Ist dein Gedächtnis noch vollständig?“ Sparky schüttelt den Kopf. Immerhin bin ich nicht die einzige. Lightning seufzt. “Ich werde euch eine ganze Menge neu erklären müssen. Warte kurz, ich mache dir dein richtiges Zimmer zurecht. Es wurde bloß gerade geputzt.“ Mit diesen Worten verlassen sie und Drake den Raum. Ich sehe mich um. Der Raum ist zwar sauber, aber die einzige Einrichtung sind ein Tisch mit nur zwei Beinen, das schäbige Bett und ein mit kaputter Spiegel. Doch obwohl er mit Rissen überzogen ist, kann ich mich noch darin erkennen. Ich habe weiße Haare, rote Augen und blasse Haut. Und irgendwie fühlt sich das auch absolut richtig an. Ein kleiner Teil von mir will widersprechen, aber ich bin mir ziemlich sicher. Als ich mich umdrehe, springt Sparky mir in die Arme. Sie ist ganz warm. Mir hingegen ist eiskalt. Ein guter Ausgleich. Da fällt mir auf, dass meine Fleecejacke noch offen ist und ich mache sie zu. Dabei bleibe ich in einem Band hängen und ziehe eine Kette mit einem vierzackigen Stern als Anhänger aus der Innentasche. Ohne nachzudenken lege ich sie mir um. Sie leuchtet schwach und strahlt Wärme aus. Da kommt Lightning wieder rein. “Komm, dein Zimmer steht bereit.“ Ich folge ihr durch die Gänge. Mein Zimmer ist im Obersten Stockwerk. Die Wände sind Eisblau, der Fußboden ist aus schwarzen Dielen und ein großer, weißer Teppich liegt darauf. An der linken Wand steht ein weißes Bett mit Nachttisch. Auf der anderen Seite steht ein Kleiderschrank. Daneben ist eine Tür, die, wie ich feststellte, zum Bad führt. Durch das große Fenster sehe ich, dass es draußen stürmt. Aber es macht mir nichts aus. Im Gegenteil, ich fühle mich sogar ziemlich wohl.

    Ein paar Wochen vergehen. Es herrscht ein strickter Tagesablauf. Morgens Frühstück, danach Unterricht, da ich alles über die Pokémon neu lernen muss, Mittagessen, Training, Freizeit, Abendessen. Nur an Wochenenden habe ich komplett frei. Ich bin ganz zufrieden damit und mittlerweile verirre ich mich auch nicht mehr. In all der Zeit hat es gestürmt. Unglaublich, dass die Insel noch nicht überschwemmt wurde. Im Moment bin ich auf dem Weg zum Abendessen, als plötzlich der Alarm losgeht. Sparky, die mir nie von der Seite weicht, springt auf meinen Arm. “Was geht hier vor?“ “Keine Ahnung....“ Da kommt Lightning. “Schnell Kiara, in dein Zimmer!“ Ich nicke und drehe um. So schnell mich meine Beine tragen laufe ich in mein Zimmer. Um sicherzugehen, verstecke ich mich mit Sparky im Schrank. Was ist hier los? Will mich jemand entführen? Wenn ja, wer? Meine Kette leuchtet geheimnisvoll und ich sehe ratlos zu Sparky.

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    Lightning klopft. “Komm raus, die Luft ist rein.“ Vorsichtig verlasse ich mit Sparky im Arm den Schrank. “Was war das?“ “Ach, das ist unwich
    Lightning klopft. “Komm raus, die Luft ist rein.“ Vorsichtig verlasse ich mit Sparky im Arm den Schrank. “Was war das?“ “Ach, das ist unwichtig.“ Ich schüttel den Kopf. “Das ist nicht war. Warum sollte ich mich verstecken?“ Lightning seufzt. “Sie wollten dich entführen.“ “Warum?“ Sie deutet auf meine Kette. “Sie hat dich auserwählt. Du bist zu großem berufen.“ Verwirrt sehe ich sie an. Lightning lächelt entschuldigend. “Tut mir leid. Ich habe vergessen, dass du dein Gedächtnis verloren hast. Im Anhänger der Kette lebt der Geist eines uralten, mächtigen Pokémons. Lange war es nur eine Legende, aber als du die Kette gefunden hast, wurdest du plötzlich zum wichtigsten Menschen der Welt.“ Zum wichtigsten Menschen der Welt? “A-aber.... Ich will das gar nicht!“ Lightning seufzt wieder. “Das kannst du dir leider nicht aussuchen. Da musst du jetzt durch, es sei denn, du würdest dich töten. Aber wenn du das machst, dann ist es für uns vorbei.“ Nun bin ich diejenige, die seufzt. Ich finde, der Gedächtnisverlust war genug. Aber irgendjemand möchte es mir scheinbar schwer machen, ein normales Leben zu führen. Deswegen auch das ganze Training. So langsam fügt sich alles zusammen. “Was ist mit diesen Typen? Was weiß du über sie?“ Lightning's Blick wird leicht angewidert. “Viele von ihnen sind Verräter. Sie waren lange hier und haben versucht, dich zu entführen. Doch obwohl sie so herzlos sind, sind sie starke Trainer.“ Sparky drückt sich leicht zitternd an mich und ich streichle sie beruhigend. Lightning lächelt uns aufmunternd zu. “Ich pass so gut wie möglich auf. Außerdem trainiert ihr ja hart. Und jetzt kommt, wir können jetzt endlich essen.“ Ich nicke und folge ihr mit Sparky im Arm zum Speisesaal.

    Die nächsten Tage und Wochen vergehen und alles bleibt normal. Eines Tages kommt Lightning in mein Zimmer, als ich gerade mit dem Buch fertig bin. “Kiara? Ich denke, du bist bereit ein ganz besonderes Mitglied von uns kennenzulernen. Komm mit!“ Neugierig nehme ich Sparky, die auf meinem Schoß liegt, auf den Arm und folge Lightning in den zweiten Stock. Dort gehen wir in ein riesiges Pokémon Gehege. Hinter ein paar riesigen Bäumen tritt stolz und mächtig ein Wesen, das Dialga's sein könnte, hervor. “Das ist Diatwo. Es ist unser größter Stolz. Sag Hallo.“ Erschrocken sehe ich Lightning an. Ich soll was? Aber dann reiße ich mich zusammen und nähere mich vorsichtig dem gewaltigen Pokémon. Direkt vor Diatwo bleibe ich stehen und strecke zögernd eine Hand aus, während Sparky sich an mich drückt. Diatwo beobachtet mich genau, sucht mein Gesicht ab. Ich werde von Minute zu Minute nervöser, aber ich halte still. Schließlich drückt Diatwo sanft den Kopf gegen meine Hand. Ich atme erleichtert ein und aus, mein Herz klopft, als wollte es zerspringen. Hinter mir höre ich Lightning's Stimme. “Bravo! Sie akzeptiert dich! Weißt du was das heißt?“ Ich schüttele den Kopf und kraule Diatwo am Kopf. “Du darfst sie in dein Team aufnehmen.“ Vor Schreck lasse ich los und starre Diatwo an. Diese nickt. Teils glücklich, teils erstaunt nehme ich einen Pokéball und sie geht ohne zu zögern in diesen. Ich schaue auf den Ball und kann es immer noch nicht fassen. Nach ein paar Minuten lasse ich Diatwo schließlich aus dem Ball. In voller Pracht steht sie vor mir und Sparky zittert leicht. Doch als Diatwo ihren Kopf senkt und sie anstupst, kommt sie aus ihrer Deckung und klettert auf Diatwo's Rücken. Da erinnere ich mich an etwas. “Du brauchst einen Spitznamen! Von heute an heißt du Diamond!“ Diamond nickt zustimmend. Lightning wird ernst. “Ich möchte, dass sie trotzdem hier bleibt. Oder sie bleibt im Ball. Alles andere ist zu gefährlich.“ Ich seufze, stimme aber zu. Also rufe ich Diamond zurück, nachdem Sparky von ihr herunter geklettert ist. Danach nehme ich Sparky auf den Arm und gehe zu Lightning. “Ist noch etwas?“ “Der Unterricht fällt heute aus, aber ansonsten nichts.“ Der Unterricht fällt aus? Na gut, dann muss ich mich anderweitig beschäftigen. “Danke Lightning.“ Mit diesen Worten gehe ich zurück in mein Zimmer. Ich setze mich auf die Bettkante und nehme Sparky auf meinen Schoß. Diese rollt sich zusammen und schläft in Sekundenschnelle. Lächelnd streichle ich sie. Selbst jetzt, wo ich Diamond habe, Sparky wird immer meine Partnerin bleiben. Das schwöre ich sowohl ihr als auch mir selbst. Langsam werde ich auch schläfrig und nicke ein. Plötzlich geht der Alarm los. Sofort bin ich hellwach. Schnell nehme ich Sparky auf den Arm und springe auf. Da höre ich schon jemanden zur Tür laufen. “Lou?“ Wer auch immer das ist, es ist kein Mitglied. Im Schrank verstecken bringt nichts, das würde derjenige hören. Also tue ich das verrückteste, was man tun kann. Ich drücke Sparky fest an mich und springe aus dem Fenster, direkt ins tobende Wasser. Leider ist es zu nah am Land und ich schlage mit dem Kopf am Boden auf. Mir wird schwarz vor Augen.

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    Langsam komme ich zu mir, aber die Augen halte ich fest geschlossen. Ich spüre einen Verband an meinem Kopf und Sparky's Wärme neben mir. Das B
    Langsam komme ich zu mir, aber die Augen halte ich fest geschlossen. Ich spüre einen Verband an meinem Kopf und Sparky's Wärme neben mir. Das Bett, auf dem ich liege, ist weich und bequem. Ich lausche, ob ich Stimmen höre, aber bis auf meinen und Sparky's Atem höre ich nichts. Nach einer Weile öffne ich doch die Augen und sehe mir fremde Leute um mich herum stehen. Da ist ein Mädchen mit kurzen schwarzen Haaren, braunen Augen und brauner Haut. Sie trägt ein grünes Oberteil mit Nachtaramotiv, eine blaue Dreiviertel Jeanshose, grün-blaue Sneakersschuhe und hat eine grün-blaue Kappe auf. Neben ihr ist ein Mädchen mit blonden, zusammengebundenen Haaren, grünen Augen, einer weißen Bluse und einem weißen Rock. Auf ihrer anderen Seite steht ein schwarzhaariges Mädchen mit blauen Augen. Sie trägt ein weißes Tshirt, darüber einen blau-schwarzen Mantel, eine schwarze Hose, einen roten Schal und sie hat silberne Kopfhörer auf. Direkt neben mir steht ein Junge mit schwarzen Haaren, blasser Haut und Augen, die mich sehr an Lightning erinnern. Schockiert springe ich auf und nehme Sparky auf den Arm. “W-wer seid ihr?“ Der Junge seufzt und sieht zu den Mädchen. “Seht ihr? Ich hab es euch gesagt. Sie weiß nichts mehr.“ Alle schweigen und schauen sich an. Ich nutze die Chance und schleiche raus. Na super, komplett neue Umgebung. Hoffentlich finde ich schnell den Ausgang. Plötzlich werde ich festgehalten. Es ist der Junge. “Bitte Lou... bleib hier.“ Hastig reiße ich mich los. “Das ist nicht mein Name. Du musst mich mit jemandem verwechselt haben.“ Ich drehe mich um, drücke Sparky ein bisschen fester an mich und renne los. Der Junge folgt mir. Es ist hier deutlich übersichtlicher als in unserem Hauptquartier und ich finde den Ausgang schnell. Doch das schwarzhaarige Mädchen mit den Kopfhörern stellt sich mir in den Weg. “Kiara bitte! Geh nicht zurück, das ist gefährlich!“ Ich verdrehe fast unmerklich die Augen. Klar doch, Lightning und gefährlich. Ich gehe langsam ein paar Schritte auf sie zu. Dann stoße ich sie beiseite und renne raus. Da ich mich hier nicht auskenne, renne ich in irgendeine Richtung und gelange schließlich zu einer Klippe. Vorsichtig schaue ich runter ins Wasser. Man kann nicht sehen, wie tief es ist, aber alles ist besser als hierzubleiben. Ich halte Sparky gut fest und lasse mich fallen. Mitten im Fall fängt mich etwas auf. Ein Trikephalo. Drake. “Da bist du ja! Ich dachte schon, sie hätten dir eine weitere Gehirnwäsche verpasst.“ “Moment! DIE waren das?“ Drake nickt. Eine Weile bin ich still, aber plötzlich fällt mir etwas ein. “Dieser Junge.... er hatte die gleichen Augen wie Lightning.“ Drake's Blick wird leicht traurig. “Das war Cloud.“ Eine Weile ist er still. Gerade als ich denke, er würde gar nicht mehr reden, setzt er seinen Satz fort. “Er ist Lightnings Sohn. Ihr einziges, leibliches Kind.“ Vor Schreck verschlucke ich mich und fange an zu husten. Es dauert eine Weile, bis ich mich beruhigt habe. “Davon hat sie mir nie etwas erzählt.“ Drake schüttelt seine drei Köpfe. “Sie kann sich nicht damit abfinden, dass ihr eigenes Kind sich gegen sie stellt. Deshalb redet sie auch nie darüber.“

    Nach ein paar ruhigen Stunden kommen wir endlich an. Drake dreht den rechten Kopf zu mir und lächelt entschuldigend. “Ich habe vorsichtshalber einen Umweg genommen, um eine Begegnung mit ihnen zu vermeiden.“ Ich nicke dankbar und steige ab. Dann nehme ich Sparky auf den Arm und gehe rein. Drake folgt mir. Wir gehen zu meinem Zimmer, wo ich mich erstmal hinlege und innerhalb von Sekunden einschlafe. Als ich kurze Zeit später aufwache, sitzt Lightning an meinem Bett. Besorgt mustert sie mich. “Hat er dir was getan?“ Ich merke sofort, dass sie Cloud meint und schüttel den Kopf. “Er hat sich seltsam verhalten, aber sonst...“ “Gut.“ Sie erhebt sich. “Du hast dir leichtes Fieber eingefangen, aber mit ein bisschen Ruhe sollte es schnell wieder vorbei sein.“ Sie will gehen, doch ich halte sie zurück. “Warte Lightning.“ Sie dreht sich zu mir. “Was ist?“ Ich zögere kurz. “Es... Du hast mir nie erzählt, dass du einen Sohn hast. Kannte ich ihn?“ Sie schüttelt den Kopf. “Nein, er war schon bei der E.R., als ich dich aufnahm.“ Verwundert lege ich den Kopf schief. “E.R? Was heißt das?“ “Elite Rangers, ziemlich unkreativ wenn du mich fragst. Es gibt nämlich schon andere mit ähnlichem Namen. Und nun schlaf, du sollst schließlich wieder gesund werden.“ Mit diesen Worten verlässt sie das Zimmer. Nachdenklich drehe ich mich auf die andere Seite und streichle Sparky, die neben mir zusammengerollt schläft. Diesen Cloud habe ich angeblich nie kennen gelernt. Warum kam er mir dann so vertraut vor? Liegt es an der Ähnlichkeit mit Lightning? Oder.....

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    Trotz vielem Ausruhen bekomme ich Fieber und heftige Kopfschmerzen. Da ich trotzdem mein Training nicht verpassen möchte, suche ich mir warme Sachen
    Trotz vielem Ausruhen bekomme ich Fieber und heftige Kopfschmerzen. Da ich trotzdem mein Training nicht verpassen möchte, suche ich mir warme Sachen aus dem Schrank. Sie passen wie angegossen und ich frage mich, ob sie mir gehören. Eigentlich meinte einer der Rüpel, dass die Kleidung von anderen gespendet wurde, aber wer weiß? Warm angezogen und mit Sparky im Arm gehe ich zum Training runter.

    Unterwegs hält mich ein Rüpel an. “Sie müssten doch im Bett sein!“ Ich schüttel den Kopf, obwohl mir davon schwindelig wird. “Ich habe mich extra warm angezogen. Und jetzt gehe ich zum Training.“ Der Rüpel mustert mich kurz, dann flüstert er leise. “Wissen sie, von wem diese Sachen sind?“ “Nein.“ Ich vermeide ein Kopfschütteln. “Platin, eine gute...“ Er stockt kurz, so, als hätte er sich fast verraten. “Trainerin.“ Ich sehe ihn an. “Was wolltest du wirklich sagen?“ Er schweigt. Ich beobachte aufmerksam seine Mimik. Diese ist schwer zu deuten, aber nach kurzer Zeit erkenne ich, dass diese Platin ihm viel bedeutet. Sehr viel. Zu viel für einen typischen Rüpel. “Wie heißt du?“ Der Rüpel sieht mich verwundert an. “Seit wann muss ein Rüpel seinen Namen nennen?“ Ich finde diese Gegenfrage fast schon ein bisschen frech. “Wenn man einen Rüpel danach fragt, dann muss er seinen Namen nennen. Richtige Rüpel wissen das.“ Der Typ schaut mich erschrocken an und ich grinse triumphierend. “Ja, ich weiß, dass du kein echter Rüpel bist. Also, wie heißt du? Und was machst du überhaupt hier?“ Ergeben hebt der Typ die Hände. “Schon gut. Also, mein Name ist Barry.“ Komischer Name, aber ich gehe nicht weiter darauf ein und höre weiter zu. “Sprich weiter. Warum bist du hier?“ “Wegen Platin.... sie war in einen Kampf mit euren Rüpeln verwickelt und verschwand danach spurlos.“ Ich erkenne, worauf er hinaus will. “Und du bist in unser Hauptquartier gekommen, um sie hier zu suchen.“ Er nickt, dann senkt er den Kopf und ich bin mir sicher, eine Träne gesehen zu haben. “Ich habe überall nachgesehen... außer im Keller. Und dort kommen nur Leute mit hohem Rang hinein.“ Ich merke wie verzweifelt er ist. Er muss sie wohl sehr mögen. In mir begannen zwei Geister zu streiten. Der eine flüstert 'Hilf ihm! Du kannst ihn doch jetzt nicht alleine lassen! Befreie du für ihn das Mädchen!' Doch die zweite Stimme sieht das anders. 'Er hat sich hier eingeschlichen! Wer weiß, vielleicht arbeitet er für diese anderen Leute. Hol Lightning!' Eine Weile bin ich still, doch dann entscheide ich mich. “Hör zu Barry. Ich sag dir was ich machen werde.“

    Es ist Mitternacht, als ich in den Keller schleiche. Um diese Uhrzeit dürfte im Keller niemand sein, aber ich möchte kein Risiko eingehen. Ich war noch nie im Keller, was es mir schwer macht, mich im Dunkeln zurechtzufinden. Sparky halte ich fest an mich gedrückt und mein Herz klopft, weil ich große Angst habe, erwischt zu werden. So lautlos wie möglich schleiche ich durch die Gänge. Plötzlich stoße ich an eine Eisenstange und es scheppert. “Verdammt!“ zische ich und husche weiter. Dann bleibe ich stehen und lausche, ob jemand kommt. Ich höre nur meinen und Sparky's Atem. Nach einer Weile höre ich einen dritten Atem....... direkt neben mir! Mit einem unterdrücktem Aufschrei weiche ich zurück. Meine Stimme zittert. “W-w-wer b-bist d-d-du?“ Die Stimme, die mir antwortet, ist weiblich und spricht sehr leise. “Ich bin Platin. Was machst du hier unten Prinzessin? Du dürftest nicht hier sein.“ Ich schüttel den Kopf, auch wenn sie das wahrscheinlich nicht sehen kann. “Ich wurde darum gebeten. Von einem gewissen Barry.“ “Barry?“ In ihrer Stimme schwingt Überraschung mit und ich meine, ein Lächeln zu erkennen. Ich lasse Sparky runter. “Geh beiseite, Sparky wird die Gitterstäbe schmelzen.“ “Okay.“ Ich höre ihre Schritte. “So, ihr könnt loslegen.“ Ich nicke und gebe Sparky ein Zeichen, worauf sie mit Flammenwurf beginnt, die Gitter zu schmelzen. Im Licht der Flammen sehe ich Platin. Sie hat nur noch zerschlissene Klamotten an und ihre schwarzen Haare sind verfilzt. Ihre blauen Augen bekommen im Licht der Flammen einen leichten Grünton. Sie ist ziemlich schmutzig und hat viele blaue Flecken, sowie ein paar teilweise vernarbte Wunden. Ich frage mich, wie Lightning so grausam sein kann.

    Endlich sind die Gitter geschmolzen und Platin klettert raus. “Wir sollten schnell hier weg!“ Ich nicke, packe sie am Handgelenk und renne los. Sparky folgt uns schnell. “Wenn wir uns beeilen, bleiben wir vielleicht unbemerkt!“ Ich nicke, doch fast gleichzeitig geht der Alarm los. Platin seufzt. “Das war's dann mit dem unbemerkt bleiben.“ Meine Kehle wird trocken. Wir sind noch im Keller. Sie können uns noch nicht bemerkt haben. Der Alarm wurde von jemand anderem ausgelöst. Und ich weiß genau, von wem.

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    Ich renne mit Platin durch die Gänge und habe nur einen Wunsch: Weder jemanden von Cloud's noch von Lightning's Seite begegnen. Hauptsache
    Ich renne mit Platin durch die Gänge und habe nur einen Wunsch: Weder jemanden von Cloud's noch von Lightning's Seite begegnen. Hauptsache hier raus! Als wir vor der Treppe stehen, zögere ich. Platin zieht verwirrt an meinem Arm. “Komm, weiter! Was ist los?“ “Was wenn sie uns finden?“ Sie schüttelt den Kopf. “Cloud und der Rest werden oben suchen und Lightning versucht sie aufzuhalten. Also los!“ Eilig zieht sie mich die Treppe hoch und Sparky übernimmt die Führung. Hoffentlich wartet Barry draußen auf uns.

    Wie Platin gesagt hat, ist das gesamte Erdgeschoss leer. Auch Barry ist nicht zu sehen. Trotzdem werde ich unwillkürlich schneller. Der Kampf wird nicht ewig dauern und Cloud wird zurückkehren. Arceus sei dank ist der Ausgang nicht weit. Ich renne noch vor Sparky um die Ecke, doch dann bleibe ich schlagartig stehen. An der Tür steht ein Rüpel. Als er die Mütze herunterzieht, seufze ich erleichtert. Es ist Barry. Ich drehe mich zu Platin und winke sie zu mir. Fast zögerlich kommt sie um die Ecke. Als Barry sie sieht, fangen seine Augen förmlich an zu leuchten. “Platin!“ Er rennt auf sie zu und umarmt sie so stürmisch, dass er sie fast umwirft. Platin ist zwar erst überrascht, doch dann erwidert sie die Umarmung. Lächelnd beobachte ich das Geschehen und nehme Sparky auf den Arm. Doch dieser schöne Moment währt nicht lange. Denn hinten sehe ich jemanden in unsere Richtung rennen. “Ähm..... Ich störe nur ungern, aber wir sollten los.“ Platin nickt und löst sich schnell. Dann ruft Barry ein Staraptor und ein Panzareon. Außerdem ruft er ein Washakwil, eins der Pokémon, dass jeder Rüpel bei Team Thunder haben muss. Schnell steigt er auf Staraptor und Platin und ich auf Washakwil. Panzareon gibt uns Rückendeckung als wir losfliegen und folgt dann. Nur ganz klein kann ich eine schwarzhaarige Gestalt erkennen und den gleichfarbigen Schal im Wind wehen sehen.

    Nach zwei oder drei Stunden Flug landen wir vor einem hübschen Haus in einem kleinen Dorf. Platin lächelt mich an. “Willkommen in Zweiblattdorf!“ Ich lächel zurück und steige ab. Barry steigt von seinem Staraptor und wendet sich Washakwil zu. “Du bist jetzt frei.“ “Warte!“ unterbreche ich ihn. Dann gehe ich zu Washakwil. “Würde es dir etwas ausmachen, mich zu begleiten? Ich könnte noch öfter in solche Situationen geraten und du wärst mir eine große Hilfe.“ Washakwil verneigt sich vor mir. “Wie sie wünschen, Prinzessin.“ Ich schüttel den Kopf. “Bitte nenne mich nicht Prinzessin. Diese Zeiten sind vorbei. Und du bist auch nicht mehr Washakwil, sondern Call. Call of the Wild. Barry gibt mir lächelnd den Ball. “Ein schöner Name. Lang, aber sehr schön.“ Call ist der gleichen Meinung und auch Platin und Sparky lächeln zustimmend. Dann geht Platin ins Haus. Erst jetzt fällt mir auf, dass es größer als die restlichen Häuser im Dorf. Die Einrichtung sieht relativ teuer aus. Fragend sehe ich Platin an, welche entschuldigend lächelt. “Mein Eltern sind reich, weißt du. Sie sind allerdings im Moment nicht da.“ Irgendwie bin ich erleichtert. Es gibt Dinge, die gehen Erwachsene einfach nichts an. Und viele Erwachsene sind so fürchterlich neugierig.... Wir setzen uns auf eine Couch, nur Platin ist in der Küche und holt Kekse. Als sie zurückkommt, ist Barry der erste der sich auf die Kekse stürzt. Platin kann bei seiner hektischen Art nur grinsen. Nach ein paar Minuten nehme ich mir zögernd auch einen Keks und esse ihn so vorsichtig, als wäre er eiskalt. Barry grinst. “Keine Sorge, die sind nicht giftig und schmecken super!“ Über diese Aussage grinsend esse ich den Keks auf. Platin schaut nach draußen. “Eigentlich wollte ich noch mit euch reden, aber dazu ist es wohl langsam zu spät. Ich zeige euch mal die Zimmer, wir haben genug zur Auswahl.“

    Wenig später liege ich in einem riesigen, weichen Himmelbett. Ich trage ein Schlafkleid von Platin und ich bin überrascht, wie gut ihre Sachen mir passen. Jetzt, wo der ganze Stress vorbei ist, bekomme ich meine Grippe zu spüren und kann deshalb nicht einschlafen. Sparky hingegen schläft tief und fest und wärmt mich noch mehr auf. Aber wie wir alle wissen: Je wärmer, desto schneller werden die Krankheitserreger abgetötet. Also lasse ich sie schlafen, starre an die Decke und denke über alles mögliche nach. Über Lightning, über Team Thunder, über Cloud, über Platin und Barry..... Irgendwann schlafe ich doch ein und träume nicht mal etwas schlimmes. Um genau zu sein träume ich gar nichts. Ich schlafe einfach tief und traumlos.

    Am nächsten Morgen, als ich aufwache, sitzt Platin mit einem Tablett an meinem Bett. Auf dem Tablett liegen ein Fieberthermometer und ein bisschen Zwieback. Auch eine Tasse Tee steht darauf. Als Platin mein verwirrtes Gesicht sieht, muss sie schmunzeln. “Ich habe gemerkt, dass du Fieber hast. Also ruh dich aus, okay?“ Gehorsam nicke ich und trinke einen Schluck Tee. Es hat den süßen Geschmack von Pfirsifbeeren, nur habe ich mich eben fast verbrannt. Also trinke ich ein bisschen vorsichtiger. Platin steht auf. “Ich gehe jetzt und frühstücke mit Barry, dann komme ich wieder.“ Ich nicke. “Danke Platin.“ Platin geht und ich trinke entspannt weiter. Zum ersten mal seit langem fühle ich mich wieder vollkommen sicher.

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    Die nächste Woche nutze ich, um mich zu regenerieren. Langweilig wird mir dabei nicht, denn oft sitzen Barry und Platin am Fuße des Bettes und erzä
    Die nächste Woche nutze ich, um mich zu regenerieren. Langweilig wird mir dabei nicht, denn oft sitzen Barry und Platin am Fuße des Bettes und erzählen von ihren Abenteuern. Barry ist sogar mit Palkia befreundet! An dem Punkt überlege ich, ob ich von Dia erzählen sollte. Platin bemerkt es sofort. “Was ist?“ Sollte ich? Immerhin ist es ein einzigartiges, legendäres und mächtiges Pokémon. Andererseits sind wir Freunde und Barry hat von Palkia erzählt, auch wenn er ihn nicht rufen kann. Da wäre es nur fair. Außerdem bin ich mir sicher, dass ich ihnen vertrauen kann. Ich nicke entschlossen. Ich werde ihnen Dia zeigen. “Ich muss euch jemanden vorstellen. Platz ist hier ja genug. Komm raus Dia!“ Mit diesen Worten werfe ich den Ball und die mächtige Dialga-Kopie kommt heraus. Fassungslos starren Platin und Barry sie an. Ich lächle. “Darf ich vorstellen? Das ist Diatwo, genannt Dia. Ursprünglich gehörte sie Lightning, doch später durfte ich sie haben, damit ich mich gegen Cloud wehren kann.“ Es entsteht eine große Pause. Platin ist die erste, die ihre Worte wiederfindet. “Lightning hat..... Dialga kopiert?“ Ich nicke. Platin überlegt laut. “Dann muss sie.... dann hat sie noch das Original-Dialga! Wir müssen es befreien, bevor Lightning noch mehr Kopien erschafft!“ Ich sehe sie verdutzt an. “Warum sollte Lightning das nicht machen?“ Barry klärt mich auf. “Da du Platin befreit hast, wofür ich dir sehr dankbar bin, ist Lightning jetzt deine Feindin.“ Ich senke den Kopf. Er hat Recht. Lightning wird mir nicht verzeihen. Wobei, so wie sie Platin behandelt hat, ist mir das egal. Plötzlich fällt mir etwas auf. “Warum wollt ihr mir eigentlich so sehr helfen und mich beschützen? Es ist nicht nur wegen Platin's Rettung, oder?“ Stille. Also hatte ich mit meiner Vermutung Recht. Es geht um etwas größeres. Etwas viel größeres. Platin öffnet die Schublade des Nachtschrankes und holt meine Kette heraus. Sie hält sie mir hin und ich lege sie mir um. Nachdenklich sieht Platin mich an. “Weißt du, wer darin ruht?“ Ich schüttel den Kopf. “Nur, dass es ein legendäres, uraltes Pokémon ist. Das hat Lightning mir erzählt. Aber wie heißt es? Was ist es?“ Platin sieht mir ernst in die Augen. “Da hat Lightning dich angelogen. Es ist kein Pokémon, schon gar nicht ein legendäres. Es ist deine Mutter.“

    Als ich aus meiner Ohnmacht erwache, spüre ich einen kühlen Waschlappen auf meiner Stirn. Platin und Barry sehen mich besorgt an. Platin hilft mir auf. “Geht's wieder?“ Ich nicke, auch wenn es gelogen ist. Ich meine, das ist ganz schön krass wenn man erfährt, dass man seine eigene Mutter Ewigkeiten in einem Kettenanhänger mit sich herum trägt. Also hake ich das Thema vorerst ab und konzentriere mich ganz auf meine halbvolle Tasse Pfirsifbeeren Tee. Ich weiß nicht, wie lange ich ohnmächtig war, aber der Tee ist mittlerweile kalt und mein Magen knurrt leise. Appetit habe ich keinen, denn mir ist ein bisschen schlecht. Es fällt mir schwer, diese eine Information zu verarbeiten. Nach einer Weile sehe ich abwechselnd zu Platin und Barry. “Können wir sie irgendwie befreien?“ Es ist Barry, der antwortet. “Schon, aber wir wissen nicht wie. Nur, dass derjenige, den die Kette ausgewählt hat, der einzige ist, der sie befreien kann. Und das bist du.“ Ich nicke um zu zeigen, dass ich verstanden habe. “Aber eine Frage habe ich noch. Was will Lightning von meiner Mutter? Oder ist noch etwas anderes in der Kette?“ Barry und Platin sehen sich an, dann schüttelt Barry den Kopf. “Das weiß niemand. Auf die Idee ist, glaube ich, noch keiner gekommen.“ Also könnte Lightning trotzdem Recht haben. Vielleicht hängen dieses Pokémon und meine Mutter sogar in irgendeiner Form zusammen. Ich will diesen Gedanken den anderen beiden mitteilen, doch bevor ich anfangen kann zu reden, steht Platin auf. “Du solltest dich jetzt lieber ausruhen. Weitere Fragen klären wir ein anderes mal.“ Mit einem Kopfnicken bedeutet sie Barry mitzukommen und verlässt mit ihm das Zimmer. Nachdenklich streichle ich Sparky über ihr warmes, weiches Fell. In dem dicken Buch, das ich noch immer bei mir trage, habe ich mal gelesen, dass man beim streicheln Stress abbaut. Und jeder streichelt doch gerne das weiche Fell eines niedlichen Pokémons. Oder das Gefieder eines prächtigen Washakwil. Dabei fällt mir Call ein. Ich stehe auf, gehe zum Fenster und lasse ihn aus dem Pokéball. “Du darfst eine Runde fliegen. Aber solltest du einen unserer Feinde entdecken, dann beobachte, ob sie in unsere Richtung kommen. Wenn ja, sag mir umgehend Bescheid!“ Call nickt und fliegt davon. Lächelnd schließe ich das Fenster und lege mich wieder hin. Eine Sorge weniger....

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    ((teal))Hey Leute. Ich weiß, es ist lange her. Aber besser spät als nie, nicht war? Übrigens, falls ihr irgendwelche Ideen, Vorschläge oder Wünsc
    Hey Leute. Ich weiß, es ist lange her. Aber besser spät als nie, nicht war? Übrigens, falls ihr irgendwelche Ideen, Vorschläge oder Wünsche für ein Kapitel habt, bin ich dafür ganz offen! ^^
    Aber nun lasst uns anfangen.


    Endlich bin ich wieder fit. Zusammen mit Barry und Platin gehe ich im Wald spazieren, während Sparky sich in meinen Arm kuschelt. Call ist mal wieder auf Erkundungstour. Immer wenn er zurück kommt, hat er etwas spannendes zu erzählen, deshalb freue ich mich schon auf seine Rückkehr. Doch nun sind wir erstmal hier. Barry plappert endlos über Pokémon Tennis und Platin hört aus Höflichkeit aufmerksam zu. Ich hingegen betrachte aufmerksam den Wald und versuche Pokémon zu entdecken. Sie sind ziemlich gut versteckt, aber wenn man genau hinsieht, erkennt man die verschiedensten Arten von Pokémon. Ich zähle in Gedanken auf. Burmy...... Strawickl...... Raupy..... Purmel? Safcon...... “Oh, ein Vivillion!“ Fasziniert sehe ich dem pink schillernden Vivillion hinterher. Platin ist nicht weniger aufgeregt als ich. “Tatsächlich! Der Sommer kommt langsam!“ Sie schmunzelt. Ich überlege. “Du klingst nicht so, als wäre das eine Seltenheit. Ich dachte, die leben in Kalos?“ Barry nickt. “Ja schon, aber durch uns Menschen verbreiten sie sich langsam. Es ist schon öfter vorgekommen, dass zum Beispiel ein Purmel mit ins Flugzeug gekommen ist. So gelangen Pokémon in alle Ecken der Welt.“ Das ergibt Sinn. Wir laufen weiter und unterhalten uns, das Thema ist jetzt Pokémon als Schwarzfahrer, bis wir zu einer Lichtung kommen. In der Nähe ist sogar ein kleiner Bach. Wir lassen uns nieder und holen unsere mitgebrachten Sandwiches raus. Für Sparky gibt es Knursp, eine Leckerei aus der Region Einall. Platin hat bei sich Zuhause wirklich alles, deshalb hatte Sparky freie Auswahl. Während wir essen und plaudern, nähert sich irgendjemand oder irgendetwas. Sparky's Ohren zucken. Aufmerksam sieht sie sich um. Platin guckt verwirrt. “Was ist Sparky?“ Ich beantworte für Sparky die Frage. “Da ist jemand....“ Nun ist auch Barry aufmerksam. “Wer?“ Ich zucke mit den Schultern. “Keine Ahnung.....“ Ich stehe auf und versuche den Schatten des Wesens zu orten. Doch ich sehe nichts. Sparky knurrt leise und geht ein paar Schritte vor. Plötzlich ist der Schatten hinter ihr, schnappt sich einen Knursp und will wieder wegrennen. Doch ich bin schneller und packe den kleinen Dieb im Nacken. “Hab dich!“ Es ist ein Zorua. Zappelnd versucht es sich zu befreien. “Hey! Lass mich runter!“ “Da muss ich dich enttäuschen. Ich lasse Diebe nicht einfach wieder laufen.“ Das Zorua hört auf zu zappeln. “Sorry..... ich liebe Knursp.“ Die sonst so schüchterne Sparky knurrt leise. “Hab ich gemerkt. Aber das sind meine!“ “Tut mir leid. Ich tu es nie wieder, versprochen!“ Fragend sehe ich zu Sparky. Diese nickt. “Angenommen. Sie darf runter.“ Sanft setze ich das schwarz-rote Fellbündel ab. Diese ist sofort wieder fröhlich und putzmunter. “Ich bin übrigens Ammy! Meine Eltern haben mir den Namen gegeben. Na gut, eigentlich Amethystchen. Aber ich nenne mich Ammy und bin stolz drauf!“ Ihre fröhliche Art ist so ansteckend, dass ich unwillkürlich lächeln muss. “Ich bin Kiara. Das ist Sparky. Und die beiden sind Barry und Platin.“ “Hi!“ rufen alle einstimmig. Ammy kichert. “War das extra einstudiert? Oder war das wirklich Zufall?“ Ich grinse. “Zufall. Aber gute Idee.“ Ammy legt eine Weile den Kopf schief, dann sieht sie schwanzwedelnd zu mir hoch. “Weißt du was? Ich mag dich!“ Mit diesen Worten klettert sie auf meine Schulter und macht es sich dann in meiner Kapuze bequem. Ich überlege nicht lange und hole einen Pokéball raus. Sofort ist Ammy wieder auf den Beinen, tippt den Ball an und wird in ihn hineingezogen. Dieser wackelt dreimal. Dann macht es *klick* und Ammy ist offiziell ein Mitglied des Teams. Ich lasse sie wieder aus dem Ball, während Barry und Platin mich beglückwünschen. Ammy läuft zuerst zu Sparky. “Freunde?“ Sparky nickt. “Freunde.“ Die beiden reiben sanft ihre Nasen aneinander. Nun läuft Ammy zu mir und springt auf meinen Arm. “Freunde?“ Ich nicke lächelnd. “Freunde.“ Auch wir reiben die Nasen aneinander. Dasselbe macht Ammy mit Barry und Platin. Barry grinst. “Sieht so aus, als wären wir jetzt offiziell alle Freunde.“ Alle nicken einig. Doch da die Sonne langsam untergeht, müssen wir uns nun auf den Rückweg machen.

    Nachdem wir bei Platin's Zuhause angekommen sind und Ammy mit Call ihren 'Freundschaftsakt' durchgeführt hat, erzählt Call von seinem Erkundungsflug. “Ich bin bis ans Meer geflogen. Dort herrscht schon wieder ein heftiger Wind.....“ “War dort jemand von unseren Feinden?“ unterbreche ich ihn. Call schüttelt den Kopf. “Ich habe niemanden gesehen. Bei dem Wind war sowieso niemand dort. Ich habe direkt Kehrt gemacht und bin lieber über ein paar Städte geflogen. Eine Gruppe Pokémon hat in einer Gasse eine Riesenparty geschmissen. Der Rest war relativ uninteressant.“ Da kommt Platin ins Zimmer. “Kommt Leute, es gibt Essen.“ Alle laufen fröhlich ins Esszimmer. Durch meine Grippe bin ich jetzt das erste Mal hier und bin erstmal sprachlos. Es gibt zwei lange Tische. Einer ist für Menschen und einer extra für Pokémon. Jetzt sehe ich auch zum ersten mal die Teams von Platin und Barry. Es sind sehr starke Pokémon. Aber bei den Erfahrungen, die Platin und Barry schon gesammelt haben, wundert mich das nicht. Ich zögere kurz, doch dann lasse ich Dia raus. Ich habe mir angewöhnt, sie Dia zu nennen statt Diamond. Der Anblick lässt die anderen Pokémon erstmal erstarren, aber das legt sich schnell und schon bald essen und plaudern alle fröhlich. Auch Platin, Barry und ich.
    Nach dem Essen helfe ich Platin beim abräumen. Wir bringen das Geschirr in einen Raum wo ein paar Picochilla und Chillabell rumwuseln. Dann gehen wir wieder zurück zu den anderen. Barry hat mittlerweile sein Team zurück in die Bälle gerufen. Platin ruft ebenfalls ihre Pokémon zurück und Dia muss auch in ihren Ball. Call, Ammy und Sparky bleiben draußen. Wobei ich mir gerade nicht sicher bin wer Sparky und wer Ammy ist. Denn mithilfe ihrer Fähigkeit Trugbild hat Ammy sich in ein absolut perfektes Abbild von Sparky verwandelt. Beide grinsen mich unschuldig an. Ich überlege kurz, aber dann kommt mir eine Idee. Ich gehe zu ihnen und streichle beide. Sparky's Fell ist so warm wie immer, Ammy hingegen hat ein etwas kühleres Fell. Ich grinse triumphierend. “Hab dich Ammy!“ Ammy kichert und verwandelt sich zurück. “Bravo! Das schafft nicht jeder.“ Platin nickt anerkennend. “Wie hast du das herausgefunden?“ Ich lächle. “Eigentlich ganz einfach. Sparky hat durch ihren Feuer-Typen ein wärmeres Fell als Ammy. Hätte sie sich in Call verwandelt, wäre es nicht so einfach gewesen.“ Ammy grinst fröhlich. “Danke für den Tipp! Das mache ich dann nächstes mal.“ “Dann bereite ich mich schon mal vor.“ Ich zwinkere Call zu. Da unterbricht Platin unser Gespräch. “Psst!“ Sie deutet auf die Couch. Barry hat sich dort hingelegt und ist eingeschlafen. Ich unterdrücke grinsend ein Gähnen. Er hat ja Recht, denn mittlerweile ist es schon ziemlich spät. Deshalb sage ich Platin gute Nacht, rufe Call zurück und gehe mit Sparky und Ammy in mein Zimmer um zu schlafen. Sparky und Ammy sind mittlerweile auch ziemlich müde. Die beiden schlafen sehr schnell, eng aneinander gekuschelt, ein. Ich jedoch liege noch lange wach und lausche den Geräuschen der Pokémon draußen. Hoothoot, ab und zu ein Zubat.... einmal glaubte ich ein Nachtara zu hören, doch ich bin schon halb eingeschlafen, deshalb bin ich mir nicht sicher. Aber um darüber nachzudenken bin ich zu müde, also schlafe ich einfach ein. Doch was ich träume, ist mehr als seltsam.......

    Ich weiß nicht genau, wo ich bin. Aber vor mir steht ein Mädchen. Sie erzählt etwas. “Zorua hat eine besondere Bedeutung für mich. Es war der erste Charakter, mit dem ich in einem RPG war. Dieses ist mittlerweile Geschichte.“ RPG? Geschichte? Ich verstehe nur Bahnhof. Doch das Mädchen scheint mich nicht einmal zu bemerken. Sie redet eher..... mit sich selbst? Ich bin mir nicht sicher. Aber bevor ich weiter grübeln kann, erzählt sie weiter. “Zorua war nicht einmal eines meiner Lieblingspokémon. Meine Lieblingspokémon sind eher entweder niedlich und schüchtern oder cool und beschützerisch. Vulpix und Arkani zum Beispiel, oder auch Evoli und Absol. Trotzdem wählte ich sie. Und ich bereue meine Entscheidung nicht.“ Nun verstehe ich ein bisschen mehr. Aber nur ein bisschen. Es scheint um Ammy zu gehen. Sie scheint Ammy's frühere Trainerin oder so gewesen zu sein. Trotzdem verstehe ich nicht, worauf sie hinaus will. Leider registriert sie meine Anwesenheit auch nicht. Egal wie oft ich winke oder sonstige Handzeichen mache. Sie schweigt jetzt. Sie schweigt lange. Sehr lange. Dann, ganz leise, höre ich sie flüstern. “Es ist Zeit. Du musst nun gehen. Bei Vollmond beginnt das Ritual. Nimm ihn mit. Du wirst seine Hilfe brauchen.“ Obwohl ich weiß, dass sie nicht auf mich reagiert, rufe ich unwillkürlich “Was für ein Ritual? Wo ist es? Und wen soll ich mitnehmen?“ Doch das Mädchen reagiert nicht. Erschrocken sehe ich, wie sie langsam verblasst und sternartige Funken aus ihr herausströmen. “Warte! Geh nicht! Ich hab noch so viele Fragen!“ Ich strecke die Hand nach ihr aus und zu meiner Überraschung nimmt sie sie. Sie sieht mich direkt an und ich spüre ein seltsames Band zwischen uns. Als wäre sie meine Seelenverwandte oder Zwillingsschwester. Ihr Blick ist gleichzeitig ernst, sanft und besorgt. “Wir haben keine Zeit mehr für Fragen. Kümmere dich einfach gut um die kleine Ammy, okay?“ Ich nicke und drücke leicht ihre fast verblasste Hand. “Versprochen.“ Dann verschwindet sie ganz und ich bleibe alleine zurück. Alleine in einer dunklen, leeren Welt.

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    Als ich aufwache, ist es ziemlich finster. Doch als ich mich umdrehe, falle ich aus dem Bett. Ich runzel die Stirn. Das Bett war doch eigentlich grö
    Als ich aufwache, ist es ziemlich finster. Doch als ich mich umdrehe, falle ich aus dem Bett. Ich runzel die Stirn. Das Bett war doch eigentlich größer. Mit einer dunklen Vorahnung taste ich das Bett ab. Mein Verdacht bestätigt sich: Das Bett ist kleiner und Sparky und Ammy fehlen. Ich wurde entführt! Warum eigentlich immer ich? Ach egal, dafür ist gerade keine Zeit. Mittlerweile haben sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt. Ich bin im Zimmer, wo ich schon mal aufgewacht bin. Im Hauptquartier von Cloud und seinen Leuten. Vorsichtig schleiche ich zur Tür. Doch dann, kurz bevor ich die Tür öffne, höre ich von draußen Stimmen. Schnell lasse ich die Klinke los und lehne meinen Kopf an die Tür. Die Stimmen sind beide weiblich. “Die Frage ist, wie sie ihr Gedächtnis wiedererlangen kann.“ “Ja..... Cloud ist schon total depressiv. Und nach seinem seltsamen Traum von ihr.....“ “Wir sollten mal nachsehen, ob Lou schon wach ist.“ Ich höre Schritte. Schnell laufe ich von der Tür weg und öffne ein Fenster. Draußen vor dem Fenster ist ein ganz schmaler Absatz. Es ist zwar gefährlich, aber trotzdem stelle ich mich drauf und balanciere vom Fenster weg, sodass man mich nicht mehr sehen kann. Mit angehaltenem Atem höre ich, wie die Tür aufgeht. “Sie ist weg!“ “Aber wie ist sie entkommen? Von Lightning ist keine Spur und auch sonst war niemand hier. Und ihre Pokébälle haben wir da gelassen.“ “Alamiere Cloud und die anderen, ich sehe mich um.“ Die Trägerin der einen Stimme verlässt das Zimmer. Nur die Schritte der anderen sind noch zu hören. Meine Beine fühlen sich mittlerweile starr wie Salzsäulen an und meine Füße schmerzen. Aber lieber stehe ich die ganze Nacht hier, als da reinzugehen. Da höre ich wieder die Stimme. “Nichts......“ Die Schritte entfernen sich und ich höre, wie sich die Tür schließt. Erleichtert klettere ich wieder rein. Mein ganzer Körper schmerzt von der Anspannung, aber ich bin erleichtert, dass sie mich nicht entdeckt haben. Da fällt mir eine rasche Bewegung ins Auge und ohne darüber nachzudenken packe ich zu. Es ist ein schwarzes Absol. Ich habe es am Horn erwischt. Doch statt mich abschütteln zu wollen lächelt es. “Gute Reflexe, Lou.“ Unwillkürlich kneife ich die Augen zusammen und zische. “Das ist nicht mein Name.“ Dann halte ich inne. Schließlich seufze ich. “Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht mehr, was ich glauben soll und was nicht. Aber ich muss zurück zu meinem Team. Und ihr seid diejenigen, die mich von ihnen getrennt habt.“ Das Absol seufzt. “Wir mussten verhindern, dass du entkommst.“ “Und ich muss verhindern, dass Lightning weitere Dialgakopien erschafft!“ Erschrocken über meinen plötzlichen Wutausbruch zucke ich zusammen. Dann fahre ich ziemlich leise fort. “Außerdem habe ich versprochen, auf Ammy aufzupassen. Und dann noch dieses andere.......“ Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich mit mir selbst oder mit dem Absol spreche. Doch dessen Blick wird besorgt. “Dialgakopien? So wie Diatwo? Das ist nicht gut......“ Plötzlich hören wir Schritte und Stimmen. “Oh nein.... sie kommen wieder.....“ Ich sehe zu dem Absol und lasse mich entmutigt auf ein Bett sinken. Sie hat mich eh schon gesehen. Das Absol mustert mich, dann grinst sie verschmitzt. “Ist schon gut. Ich verrate dich nicht. Sowieso denke ich, dass es besser ist wenn niemand weiß, dass du hier bist. Komm.“ Erstaunt folge ich ihr in eine besonders dunkle Ecke. Dort klopft sie in einem bestimmten Rhythmus bestimmte Stellen an der Wand ab. Dann fährt die Wand runter und legt einen Gang frei. Schnell laufen wir durch und ich höre, wie sich die Wand wieder schließt. Das Absol dreht sich während sie läuft zu mir um. “Fast vergessen! Da du schon wieder deine Erinnerungen verloren hast, weißt du ja nicht mehr wie ich heiße. Mein Name ist Minusch.“ Ich will schon fragen, warum sie 'schon wieder' gesagt hat, doch dann kommen wir an. Mir bleibt der Mund offen stehen. Der Raum ist eine riesige, alte Bibliothek mit gefühlten hundert Bücherregalen. Außerdem gibt es mehrere Leseecken. Die meisten bestehen aus einer Couch und ein paar Sesseln. Eine hat Minusch scheinbar selbst aufgebaut. Sie besteht aus kuscheligen Decken und Kissen und wurde vor dem Kamin platziert. Natürlich mit genügend Abstand, damit es nicht anfängt zu brennen. Neben dem Kamin liegen in einer Kiste mehrere Holzscheite und ein Feuerzeug. Ich drehe mich zu Minusch um und lächle. “Danke Minusch. Und hier darf ich mich verstecken?“ Minusch nickt. “So lange wie es geht. Und um Lightning mach dir mal keine Sorgen, darum kümmern wir uns. Ach und dein Team bringe ich dir auch irgendwie.“ Plötzlich fällt mir etwas ein. Diese Prophezeiung. Einen Moment zögere ich, dann erzähle ich Minusch von meinem Traum. Als ich meine Erzählung beendet habe, legt Minusch nachdenklich den Kopf schief. “Ich kann damit leider nicht viel anfangen..... Aber du könntest in den Büchern nachsehen. Und falls du raus musst, musst du denselben Code wie zum hereinkommen nutzen: Dreimal oben links, dann einmal unten rechts, dann oben rechts dreimal, dann unten links dreimal und das alles zweimal hintereinander. Und das machst du in dem Rhythmus.“ Sie summt eine Melodie, dann sieht sie mich an. “Verstanden?“ Ich nicke und sie läuft zurück.

    Den ganzen restlichen Abend habe ich mit lesen verbracht, bis das Feuer ausging und es zu dunkel wurde. Die meisten Bücher handelten von legendären Pokémon. Eigentlich ganz spannend, aber die Hälfte davon wusste ich schon. Jetzt liege ich auf den Decken vor dem kalten Kamin und starre nach oben. Es ist ein bisschen einsam ohne Sparky an meiner Seite, aber da ich weiß, dass Minusch sie und die anderen drei hierher bringt, ist es auszuhalten. Meine Gedanken wandern zu den Stimmen. Eine sagte vorhin, Cloud wäre schon total depressiv. Warum? Warum ist er depressiv? Doch während ich an das Geschehene denke, drängt sich eine Frage noch mehr in mein Bewusstsein. Warum sagte Minusch 'Da du schon wieder deine Erinnerungen verloren hast....'? Habe ich wirklich schon mal mein Gedächtnis verloren? Wenn ja, wodurch? Ich sollte Minusch fragen. Vielleicht weiß sie es ja. Eine Weile versuche ich zu schlafen, aber nach einer gefühlten Stunde gebe ich es auf. Ich stehe auf und hole mir irgendein Buch aus einem der hinteren Regale, bei denen ich noch gar nicht war. Ich halte das Buch in das bisschen Mondlicht, das durch einen kleinen Spalt hereinfällt, und schlage irgendeine Seite auf. Da werde ich stutzig. Auf der Seite ist eine leuchtende Kreatur abgebildet. Daneben ein Glas und irgendein Pulver. Ich versuche im wenigen Licht den Text zu entziffern. Leise lese ich ihn mir selbst vor. “....sie stammen aus...... einer anderen Di...... Dimension! Aus einer anderen Dimension. Um sie....... zu wack... was? Achso, wecken. Um sie zu wecken, öffne das.... Glas und..... streue..... das Pulver...... hinein..... Hm....“ Ich lege das Buch geöffnet auf meinen Schlafplatz und denke nach. Sie stammen aus einer anderen Dimension. Sie, damit sind sicher diese Kreaturen gemeint. Es sind also keine Pokémon.... aber was dann? Und wie sind sie hergekommen? Ich laufe zwischen den Bücherregalen umher und denke nach. Dabei lasse ich meine Finger über die Buchrücken streifen. Plötzlich stocke ich und bleibe stehen. Ich bin mit meinem Schal hängen geblieben. Ich gehe zu dem Buch, wo ich hängen geblieben bin, und löse meinen Schal. Da ich aber im Dunkeln kaum etwas erkennen kann, fällt das Buch aus dem Regal. Das heißt, es sollte fallen. Doch es bleibt hängen und ein großes Geheimfach öffnet sich! Das Fach wird von einer Kerze erleuchtet. Ich bin verwundert, dass sie noch nicht ausgegangen ist. In dem Fach steht ein ungewöhnlich großes Marmeladenglas. Und in dem Glas ist irgendwas schwarzes oder dunkelbraunes. Vorsichtig nehme ich es raus. Hinter dem Glas steht eine kleine Dose. Ich stelle das Glas ab und öffne die Dose. Darin ist ein Pulver. Langsam beginne ich zu verstehen. “'Sie stammen aus einer anderen Dimension. Um sie zu wecken, öffne das Glas und streue das Pulver hinein.' Das sind sie. Das sind diese Wesen.“ Ich drehe die Dose wieder zu und nehme das Glas und die Dose mit in den vorderen Teil, da dort mehr Platz ist. Ich möchte nämlich kein Risiko eingehen. Hinter mir höre ich, wie sich das Geheimfach schließt.
    Vorne angekommen, stelle ich das Glas sanft ab. Dann hole ich das Buch und lege es daneben, falls ich es brauche. Ich öffne das Glas, dann die Dose und nehme etwas Pulver. Gerade fällt mir ein, dass es gefährlich sein könnte, doch da habe ich das Pulver schon reingeschüttet. Leicht ängstlich warte ich ab, doch was dann passiert, raubt mir den Atem: Die Wesen fangen an zu leuchten und fliegen aus dem Glas! Sie verteilen sich im ganzen Raum und tauchen ihn in ein geheimnisvolles, grünlich-gelbes Licht. Eines der Wesen fliegt zu mir und setzt sich auf meine Hand. Es sieht anders aus als die anderen. Es ist komplett gelb, nur die Augen sind blau. Und es sieht aus wie ein winzig kleines Mädchen. Sie grinst mich an. “Na? Hat es dir die Sprache verschlagen?“ Ich nicke ehrlich. Ihr Grinsen wird breiter. “Nicht schlimm, geht allen so, die uns das erste mal sehen. Na gut, das waren nicht viele, aber hey. Wen stört's?“ Ich mustere sie. “Wer oder was bist du?“ “Oh, was ich bin weiß ich selbst nicht. Der Rest hier, die sind Glühwürmchen, aber ich? Und Namen hatte ich schon viele, wobei..... wenn man seinen Namen Jahrelang nicht hört, vergisst man ihn eh wieder. Nenn mich ruhig wie du willst.“ Ich überlege. Sie leuchtet schön hell und strahlt auch Wärme aus, genau wie Sparky's Fell. Aber sie ist überhaupt nicht schüchtern, ganz im Gegenteil. Während ich mir Gedanken über sie mache, bildet sich in meinem Kopf ganz langsam ein Name. “Wie gefällt dir Luma?“ Sie klatscht vergnügt in die Hände. “Gerne! Hat auch lange genug gedauert!“ Luma kichert. Ich überlege. “Luma? Wie kommen diese Glühwürmchen hierher?“ Sie grinst munter. “Oh, vor Jahrtausenden kam mal jemand aus deiner Welt und brachte sie in die Welt der Pokémon.“ Verwirrt sehe ich sie an. “Aus meiner Welt? Ich komme aus einer anderen Welt? Woher weißt du das?“ Luma kichert. “Sorry, aber auf große Erklärung habe ich im Moment keine Lust. Und du solltest jetzt besser mal schlafen, sonst kommst du morgen nicht aus den Federn!“ Sie fliegt zum Glas, ruft etwas in einer Art Gesang und legt sich rein. Die Glühwürmchen folgen und hören auf zu leuchten. Ich schließe das Glas, packe es zusammen mit der Dose ins Geheimfach und lege das Buch weg. Dann lege ich mich hin. In der Aufregung habe ich gar nicht gemerkt wie müde ich geworden bin. Im nächsten Moment schlafe ich auch schon.

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    Als ich aufwache, liegen vier Pokébälle und eine schwarze Tasche neben mir. Ich lächle. Minusch hat es geschafft meine Sachen zu holen. Zuerst prü
    Als ich aufwache, liegen vier Pokébälle und eine schwarze Tasche neben mir. Ich lächle. Minusch hat es geschafft meine Sachen zu holen. Zuerst prüfe ich meine Tasche. Es ist alles da. Meine Pokébälle, die Knursp für Sparky und das Pokémon-Buch. Ich lege meinen Schal hinein. Dann hole ich Sparky aus dem Ball. “Sparky!“ “Kia!“ Glücklich nehme ich sie auf den Arm und sie gibt mir einen übermütigen Nasenstüber. Ich gebe ihr einen Knursp, den sie dankbar annimmt. Dann lasse ich auch Call und Ammy aus ihren Bällen, nur Dia lasse ich lieber drin. Der Raum ist zwar groß genug für sie, aber ich will kein Risiko eingehen. Die Wiedersehensfreude ist groß, obwohl wir nur eine kurze Zeit getrennt waren. Ich muss bis ins kleinste Detail berichten, was passiert ist. Als ich geendet habe, legt Call den Kopf schief. “Also will Minusch uns nichts böses? Aber was ist mit dem Rest?“ Ich seufze. “Keine Ahnung. Ich weiß echt nicht mehr was ich glauben soll und was nicht. Aber die nennen mich Lou, Lightning nennt mich Kiara......“ Sparky kuschelt sich tröstend an mich und ich streichle sie lächelnd. Sparky ist die beste Freundin, die man haben kann. Sie ist immer für mich da und tröstet mich wenn ich traurig oder verzweifelt bin. Wir verstehen uns ohne Worte und vertrauen einander bedingungslos. Ich wüsste nicht was ich ohne sie machen sollte. Sparky sieht zu mir hoch. “Lass dich nicht fertig machen. Wir schaffen das schon. Komm, suchen wir nach Antworten auf die Fragen, die dein Traum aufgeworfen hat.“ Sie klettert von meinem Schoß und läuft zu den Regalen, wo Ammy schon in der Form von Platin nach einem Hinweis sucht. Ach ja, Platin und Barry..... Ich schüttel den Kopf. Solange kein Mensch weiß wo ich bin, bin ich sicher. Mit diesem Gedanken mache auch ich mich auf die Suche.

    Es wird langsam dunkel und wir haben noch immer nichts gefunden. Ich lasse mich auf den Haufen Kissen fallen und seufze. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich wahrscheinlich jedes Geheimnis dieses Gebäudes weiß. Oh wenn ich wüsste, wie falsch ich liege..... Aber sobald es wieder hell ist, kann ich diverse geheime Schächte erkunden. Etwas zufriedener nehme ich mir ein Stück von der Pizza, die Minusch gebracht hat. Minusch ist eine große Hilfe. Sie versorgt uns mit Essen, Trinken und Informationen über die Lage. Doch im Moment ist alles ruhig. Ich spüre irgendetwas unangenehmes im Rücken und richte mich auf. Ich habe mich auf ein Buch gelegt. Und nicht nur auf irgendein Buch. Es ist das Buch mit dem Glühwürmchen-Geheimnis. Mittlerweile ist es schon sehr dunkel. Ich hole meine Pokémon zu mir und bitte sie, hier zu warten. Dann gehe ich zu den hinteren Regalen und hole das Glas und das Pulver. Als ich zurückkomme, sehen mich alle drei mit schiefgelegtem Kopf an. Ich gehe einfach in die Mitte des Raumes, lege das Glas ab und öffne es. Danach öffne ich die Dose und streue das Pulver hinein. Die Dose bleibt jedoch genauso voll wie vorher. Die Glühwürmchen erwachen und fliegen aus dem Glas. Ich sehe zu Sparky, Call und Ammy, denen die Münder offen stehen. Da setzt sich ein leuchtenes, kicherndes Wesen auf meine Schulter. “Wie ich sehe, hast du deine Pokémon wieder.“ “Luma!“ rufe ich erfreut. Luma kichert. “Wer sonst? Aber ich würde sagen, dass du dein Team mal aufklärst.“ Stimmt, meine treuen Begleiter sehen uns etwas verwirrt an, also erkläre ich ihnen alles. Sparky nickt schließlich. “Dann ist sie also unsere Freundin und hilft uns. Aber ich habe eine Frage Luma. Kannst du nur nachts raus?“ Luma wiegt den Kopf hin und her. “Jain... nicht direkt. Es muss dunkel sein, sonst würdet ihr mich nicht sehen. Das heißt wenn jetzt das Licht an wäre, dann wäre ich unsichtbar.“ Sparky nickt verstehend. Da meldet sich Call zu Wort. “Also könntet ihr die Schächte problemlos erkunden Prinzes- ich meine Kiara.“ Ich nicke. “Gute Idee. Aber geht das denn für Luma?“ Ich sehe zu ihr. Luma zuckt mit den Schultern. “Warum nicht? Meinetwegen auch schon jetzt.“ Sie grinst. Ich stimme zu und gehe mit ihr zu einer weiteren Geheimtür hinter Bücherregalen. Ich klettere in den schmalen Gang. Luma fliegt voraus und leuchtet mir den Weg, während ich auf allen Vieren vorwärts krabbel. Es scheint schon Schlafenszeit zu sein, da es überall dunkel ist. Na gut, fast überall. In der Ferne sehe ich ein Licht und krieche neugierig darauf zu. Als wir ankommen, bin ich erstmal geblendet vom Licht. Als sich meine Augen an die Helligkeit gewöhnt haben, sehe ich durch ein Gitter nach unten. Wir befinden uns über dem Krankenzimmer. Auf dem Bett, in dem ich gestern Nacht aufgewacht bin, sitzt ein schwarzhaariger Junge. Cloud. Aber was macht er da? Er hält den Kopf gesenkt, deswegen kann ich sein Gesicht nicht sehen. Ganz leise kann ich hören, wie er etwas murmelt, aber ich verstehe kein Wort. Es klingt traurig. Doch meine Angst siegt über meine Neugier und ich ziehe mich in den Schatten zurück. Ich höre wie die Tür aufgeht. Entweder Cloud hat das Zimmer verlassen oder jemand anderes hat es betreten. Ich vermute eher letzteres, da das Licht noch an ist. “DU VERSTEHST MICH NICHT!“ Erschrocken zucke ich zusammen. Diese andere Person scheint irgendwas falsches zu Cloud gesagt zu haben. Nur mühevoll kann ich meine Neugierde bändigen. Irgendwann krieche ich doch wieder auf das Gitter zu. Doch jetzt verlassen sie endlich das Zimmer und das Licht geht aus. Eine Weile lausche ich noch, doch ich höre nichts. “Lass uns zurück gehen.“ flüstere ich Luma zu. Sie nickt und leuchtet mir den Weg zurück in die alte Bibliothek. Zwar brennt jetzt im Flur Licht, aber ich mache lieber einen großen Bogen darum. Nochmal möchte ich kein Risiko eingehen. Ich klettere mit ihr aus dem Gang, welcher sich sofort hinter uns schließt. Dann gehen wir in den vorderen Teil der Bibliothek. Dort angekommen ruft Luma sofort ihre Gefährten zusammen und legt sich mit ihnen ins Glas. Ich stelle es zusammen mit der Dose weg. Danach gehe ich zum Kamin im vorderen Bereich und lasse mich auf den Haufen Kissen und Decken fallen. Ein erschrockenes Quieken ertönt neben mir und ich drehe mich schnell zu der Quelle des Geräusches. Beinahe hätte ich mich auf Sparky geschmissen. “Tut mir leid Sparky, ich hab dich nicht gesehen.“ “Schon gut, ich hab mich einfach nur erschrocken.“ Sie kuschelt sich an mich. Mittlerweile ist es wärmer geworden, deswegen brauche ich ihre zusätzliche Wärme nicht mehr. Das weiß sie und irgendwie konnte sie es so regulieren, dass sie mir keine Wärme mehr abgibt. Das macht das Kuscheln mit ihr weiterhin angenehm. Ich streichle sie sanft und beruhige sie und mich selbst damit. So dauert es nicht lange und ich bin eingeschlafen.

    Hey Leute! Ich weiß, dieses Kapitel ist nicht so lang, aber ich hatte einfach keine Ahnung, wie ich das Kapitel noch länger machen sollte, ohne dass es langweilig wird. Dafür habe ich etwas anderes für euch! In dieser FF wurden (bis zu dieser Stelle) drei Lieder oder Ausschnitte daraus erwähnt. Um genau zu sein gibt es zwei Liedausschnitte und einen Titel. Beim Titel gibt es ein Problem: Als ich das Lied beschrieben habe, habe ich einen Fehler gemacht. Jetzt habe ich zwei Fragen für euch.

    1. Was habe ich für einen Fehler gemacht?
    2. Zu welchen Liedern gehören die Liedausschnitte jeweils?

    Wer als erstes die richtige Antwort in die Kommentare schreibt, darf sich eine Person aussuchen, aus deren Sicht das nächste Kapitel stattfindet. Und Wünsche/Vorschläge was passieren soll werden natürlich dankend angenommen. ^^ Wenn jemand sagt, dass sein Kommi gelöscht wurde und der oder diejenige deshalb nicht schneller war, dann ist das doof. Aber da ich nichts nachweisen kann, lasse ich diese - ich nenne es mal Ausrede - nicht gelten. Also.... viel Glück!


    Ich bin es noch einmal. Ich nehme die Frage was mein Fehler war raus. Sonst dauert es noch Jahre bis ich weiterschreiben kann. Also noch einmal viel Glück!

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    ((teal))Wie versprochen ist dieses Kapitel aus Tayfun's Sicht! Viel Spaß!((eteal)) Ich sitze wie alle anderen beim Mittagessen, als Minusch here
    Wie versprochen ist dieses Kapitel aus Tayfun's Sicht! Viel Spaß!

    Ich sitze wie alle anderen beim Mittagessen, als Minusch hereinstürmt. “Sorry! Ich bin zu spät!“ Schnell beginnt sie zu essen. Unauffällig beugt Lilly sich zu mir. “Sie ist in letzter Zeit häufig weg..... was ist bloß mit ihr los?“ Ich zucke mit den Schultern, da ich selbst keine Ahnung habe. Dann esse ich weiter. Gegenüber von mir unterhalten sich Alain und Luna im Flüsterton über Lou's Verschwinden. Wir haben überall gesucht. Hier im HQ, im HQ von Team Thunder und bei Platin. Aber sie war nirgends. Plötzlich steht Cloud auf und verlässt den Raum. Scheinbar hat er das Gespräch mitbekommen. Der Arme ist total depressiv und mitgenommen. Lilly sieht ihm genauso besorgt hinterher wie ich. Aber es liegt noch viel vor uns, deswegen essen wir fleißig weiter. Nachdem wir fertig sind, gehen Lilly und ich mit Shiron und Minusch zum Kampffeld, um zu trainieren. Wo Sparx schon wieder steckt weiß ich nicht. Um genau zu sein, will ich es auch nicht wissen. Wir kämpfen gegeneinander und nach einer Weile gewinne ich. Aber im Vordergrund steht eigentlich nur das Training. Lilly und ich bringen unsere erschöpften Partner zu Schwester Joy. Während sie dort versorgt werden, kommt Cloud rein. Er ist ganz aufgeregt. “Jemand hat ein Mädchen mit weißem Haaren und roten Augen im Steineichenwald gesehen! Ihr müsst das untersuchen!“ Fast gleichzeitig kommt Schwester Joy mit Minusch und Shiron zurück. Shiron schaut überrascht. “Sie wurde gesehen?“ Nur Minusch scheint nicht überzeugt zu sein. Verwirrt sehe ich sie an. “Stimmt etwas nicht?“ Erschrocken schreckt sie hoch und schüttelt den Kopf. Ich ziehe eine Augenbraue hoch, gehe aber nicht darauf ein. Dann wende ich mich an Cloud. “Wenn Sparx aufkreuzt fliegen wir los.“ Genau in diesem Moment kommt Sparx angerast. “Bin schon da! Steigt auf!“ Das lassen Lilly und ich uns nicht zweimal sagen, aber bevor wir aufsteigen rufen wir Minusch und Shiron zurück. Dann fliegt Sparx mit Höchstgeschwindigkeit aus dem Fenster. “BANZAAAAIIIII!“ Lilly krallt sich panisch fest. “Nicht so schnell Sparx!“ Doch Sparx hört sie entweder nicht oder er ignoriert sie gekonnt. Wir fliegen über das Meer und beobachten die Wasser-Pokémon unter uns. Plötzlich sehe ich ein kleines blaues Wesen aus dem Wasser springen. “Sieh mal Lilly! Ein Phione!“ Aufgeregt folgt Lilly meinem Blick. “Nein Tayfun, nicht nur eins! Es sind drei!“ Ich sehe genauer hin. Tatsächlich! Das ist eine echte Seltenheit. “Wir haben echt Glück! Flieg tiefer Sparx!“ Sparx nickt und fliegt tiefer, bis er direkt über dem Wasser ist. Neben uns springen die Phione aus dem Wasser und winken fröhlich. Wir winken zurück. Danach konzentrieren uns wieder auf unser Ziel, denn in der Ferne ist Land zu sehen.

    Nach ein paar weiteren Stunden Flug erreichen wir endlich den Steineichenwald. Sparx setzt vor dem Wald zur Landung an. Doch leider hat er zu viel Geschwindigkeit drauf und.... “Vorsicht Sparx!“ ruft Lilly, doch da ist Sparx schon gegen den Baum geflogen und wir fallen runter. Sparx fliegt taumelnd über uns hin und her. “Huuiii, ich sehe Sternchen.....“ “Tayfun, geh bitte runter, auf Dauer wirst du schwer.....“ “Sorry Lilly.“ Schnell gehe ich runter. Erleichtert steht Lilly auf und streckt sich ausgiebig. Während Sparx langsam wieder zu Sinnen kommt, hole ich Minusch aus dem Ball. Lilly lässt Shiron erstmal drinnen. Dann gehen wir in den Wald. Es ist ungewöhnlich dunkel hier. Normalerweise ist es hier total schön. Aber irgendwie scheinen plötzlich dunkelgraue Wolken den Himmel zu verdecken. Keiner sagt ein Wort, während wir durch den Wald gehen. Plötzlich hören wir ein Rascheln neben uns. Sparx fängt an zu kreischen. “EIN GEIST! WIR SIND VERLOOOOOREEEEEEN!“ “Quatsch, das ist nichts Sparx.“ versucht Lilly ihn zu beruhigen, doch man hört an ihrer Stimme, dass auch sie Angst hat. Ich schüttel den Kopf. “Habt euch nicht so. Auch im Steineichenwald gibt es auch Pokémon, bestimmt war das nur-“ Ich komme nicht dazu den Satz zu beenden, denn plötzlich steht ein Mädchen mit weißen Haaren, roten Augen und schwarzer Fleecejacke vor uns. “LOU!“ rufen wir gleichzeitig. Nur Minusch bleibt still. Lou sieht uns an. “Tayfun? Lilly?“ Wir laufen auf sie zu und sie läuft uns entgegen, doch plötzlich geht Minusch dazwischen und greift Lou mit Dunkelklaue an! “Minusch, was tust du da!“ Erschrocken beobachte ich, wie Lou nach hinten fällt. Minusch schnaubt. “Leute, denkt nach! Lou hat ihr Gedächtnis verloren, sie kennt uns so gesehen nicht mehr!“ Stimmt..... in der Aufregung haben wir das ganz vergessen. “Aber.....“ Ich sehe zu Lou. “Wer ist sie dann?“ In genau diesem Moment löst Lou sich auf und aus dem Schatten tritt ein finster grinsendes Zoroark. Und neben dem Zoroark steht Lightning mit einem eisigen Lächeln im Gesicht. “Na, hat euch meine kleine Showeinlage gefallen? Und was haltet ihr von Darkroar? Ein wahrer Meister seiner Kunst, nicht war? Zu schade, dass dein schwarzes Absol die Illusion durchschaut hat. Euch in die Finger zu bekommen wäre ein hoher Gewinn für mich gewesen.“ “Halt die Klappe Lightning!“ fauche ich wütend. Doch die lacht nur. “Wütend? Enttäuscht? Kann ich verstehen. Aber zurück zum Thema. Nur, weil dein Absol euch vor der Illusion beschützt hat, heißt das nicht, dass ich euch nicht trotzdem kriege. Darkroar, Dunkelklaue!“ “Minusch, kontere selbst damit!“ Der Konter gelingt und Darkroar fällt ein bisschen nach hinten. “Jetzt schnell Klingensturm!“ Minusch springt nach oben, setzt Klingensturm ein und trifft. Triumphierend sehe ich zu Lightning, doch diese lehnt entspannt an einem Baum. “Imitator.“ Das Zoroark, Darkroar, kopiert Klingensturm und trifft Minusch.
    So geht der Kampf eine Weile weiter, bis...... “Tayfun, wir sollten gehen! Schnell! Lightning bekommt Verstärkung!“ Ich nicke und rufe ihr zu “Kletter schon auf Sparx!“ Dann wende ich mich an die schon ziemlich erschöpfte Minusch. “Vielender!“ Minusch setzt Vielender ein, verfehlt jedoch. Lightning's Lächeln wird zu einem gemeinen Grinsen. “Imitator.“ Darkroar rast auf Minusch zu. Ich reiße die Augen auf, fühle nichts, denke nichts. Ohne zu zögern werfe ich mich dazwischen. “NEIN!“ Darkroar's Attacke trifft mich direkt in die Magengrube. Ein stechender, quälender Schmerz, dann wird mir schwarz vor Augen und ich kippe um.

    Als ich aufwache, bin ich im Krankenzimmer im HQ. Mir ist leicht übel und ich habe derbe Bauchschmerzen, aber ansonsten ist alles normal. Ich sehe mich um, aber scheinbar ist niemand da. Also lege ich mich wieder hin, starre an die Decke und verarbeite alles, was passiert ist. Es war nur eine Falle von Lightning. Was wohl passiert wäre wenn Minusch nicht dabei gewesen wäre? Wahrscheinlich wären Lilly und ich dann jetzt in Lightning's Fängen. Meine Gedanken schweifen zu Minusch, doch da kommt Lilly rein. “Tayfun! Du bist wach!“ Glücklich umarmt sie mich, dann sieht sie sich verwirrt um. “Wo ist Minusch? Sie wollte nach dir sehen.....“ Ich zucke mit den Schultern. “Hier ist sie nicht.“ Lilly sieht mich verwirrt an. “Aber ich habe sie hier hineingehen sehen. Sie kann doch nicht einfach verschwinden.“ Das macht mich nachdenklich. “Minusch hat sich auch sehr merkwürdig benommen in letzter Zeit. Seit Lou spurlos verschwunden ist, ist Minusch andauernd weg..... ob das miteinander zusammenhängt?“ Lilly nickt leicht. “Wäre möglich. Weißt du was? Nach dem Essen verschwindet sie auch meistens. Wir könnten ihr heimlich folgen.“ Ich nicke, auch wenn ich es seltsam finde, seinem eigenen Pokémon und Freund nachzuspionieren. Aber erstmal möchte ich mich noch ausruhen, da meine Kopfschmerzen langsam Oberhand nehmen, deswegen schicke ich Lilly raus, drehe mich auf die Seite und schließe die Augen.

    Später beim Abendessen geht es mir deutlich besser. Cloud entschuldigt sich gefühlte zehntausend mal bei uns, weil er uns dorthin geschickt hat. Ich antworte ihm jedes mal dasselbe. “Du kannst nichts dafür. Wir hätten es auch ohne deine Anweisungen getan.“ Irgendwann wechselt das Gesprächsthema des gesamten Tisches zu Lou. Ich sehe besorgt zu Cloud und will den anderen ein Zeichen geben, aber zu spät. Er verfällt wieder in seine Depression und isst wird still. Ich will ihn trösten, doch da sehe ich, wie Minusch mit etwas im Maul davonschleicht. Lilly sieht mich an und ich nicke kaum merklich. Wir stehen auf und gehen zur Tür. Luna sieht verwirrt zu uns und will uns folgen, aber ich bedeute ihr sitzen zu bleiben. Zu zweit ist es schon riskant, aber zu dritt......
    Lilly und ich schleichen Minusch hinterher, die immer schneller wird. Sie läuft hoch in den ersten Stock und wir folgen so leise wie möglich. Dann geht es ins Krankenzimmer. Dort verschwindet Minusch im Schatten. Vorsichtig schleichen wir näher. Sie klopft gegen die Wand. Verwirrt beobachten wir sie. Plötzlich öffnet sich die Wand! Dahinter liegt ein langer Gang, durch den Minusch läuft. Schnell folgen wir bevor sich die Wand wieder schließt. Nun müssen wir nicht mehr aufpassen dass sie uns sieht, da sie schon außer Sichtweite ist. Wir folgen einfach dem Gang. Plötzlich endet der Gang und wir finden uns in einer gewaltigen Bibliothek wieder. Staunend sehen wir uns um. Wieso ist das nie aufgefallen? Wie kann so was großes unbemerkt bleiben? Ich sehe mich weiter um, dann erschrecke ich. Dort auf einem Haufen aus Kissen und Decken sitzt..... “LOU!“ rufen Lilly und ich gleichzeitig. Lilly bleibt einfach fassungslos stehen, doch ich renne ohne zu überlegen auf Lou zu und umarme sie. Die Arme weiß vor Schreck gar nicht was sie machen soll. Da sehe ich Minusch, welche mich erschrocken anstarrt. “Wie habt ihr uns gefunden?“ Ich erkläre alles bis ins kleinste Detail und senke schuldbewusst den Kopf. “Tut mir leid, dass wir dir nachspioniert haben.“ Minusch schüttelt den Kopf. “Ich kann euch ja verstehen.“ Da meldet sich schüchtern Lou zu Wort. “Werdet..... werdet ihr mich verraten?“ Ich überlege. Ich würde am liebsten allen die frohe Botschaft mitteilen, aber wenn Lou es nicht will.... Ich sollte nicht das bisschen Vertrauen von ihr zerstören. Andererseits kann ich es Cloud gegenüber nicht einfach verschweigen. Oder Alain, welcher ja ihr Bruder ist. Wenn ich es aber Alain sage, muss ich es auch Luna sagen. Argh, das ist zu kompliziert! Na gut, drei maximal. Ich sehe zu Lou. “Wir verraten niemandem etwas, bis auf drei Personen. Einverstanden?“ Lou zögert. “Ähm.... wenn die nichts weitererzählen...... okay.....“ Ich strahle förmlich. “Super! Dann bis später!“ Ich ziehe Lilly mit mir und auch Minusch verlässt den Raum. Minusch sieht mich an. “Cloud, Alain und wer noch?“ Ich lächle. “Wenn Alain dabei ist, wer wird dann ebenfalls dabei sein?“ Sie legt den Kopf schief. “Luna?“ “Der Kandidat gewinnt hundert Punkte! Nun komm!“ Wir gehen die Treppe hoch und laufen in Cloud's Zimmer. Wie erwartet liegt er auf seinem Bett. Vorsichtig gehe ich zu ihm, während Lilly die Tür schließt. Cloud sieht fragend hoch. “Was ist?“ Ich beuge mich zu ihm runter und flüstere ihm ins Ohr. “Wir haben sie gefunden.“

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    Ich beruhige mich endlich und esse Minusch's abgezweigte Vorräte auf. Die ganze Aktion eben hat mich ziemlich geschlaucht...... aber....... irge
    Ich beruhige mich endlich und esse Minusch's abgezweigte Vorräte auf. Die ganze Aktion eben hat mich ziemlich geschlaucht...... aber....... irgendwie vertraue ich ihnen. Wenn ich nur wüsste wie sie hießen...... Die Schwarzhaarige....... T.... T..... irgendwas mit T..... Ta...y? Ach, ich nenne sie Tay. Und die Blonde? Ich überlege eine Weile, aber es will mir absolut nicht einfallen. Nicht einmal der Anfangsbuchstabe. Schließlich stehe ich auf und räume ein bisschen auf. Es ist zwar noch etwas früh, aber ich hole schon das Glas und die Dose von hinten und stelle es hin. Dann öffne ich es und wecke die Glühwürmchen mit dem Pulver. Luma fliegt sofort auf meine offene Hand und mustert mich. “Du siehst müde aus. Willst du dich nicht lieber ausruhen?“ Ich nicke leicht. “Aber ich wollte euch rauslassen. Sonst seid ihr ja die ganze Nacht da drin eingesperrt.“ Luma winkt ab. “Wir schlafen, wir kriegen das nicht mit. Aber danke.“ Ich gehe zu meinem Schlafplatz und will mich gerade hinlegen, als plötzlich jemand hereinstürmt. “LOU!“ Es ist Cloud! Vor Schreck bleibe ich stocksteif stehen. Er rennt auf mich zu und....... umarmt mich? “Lou, oh mein Arceus du lebst noch ich hab dich so vermisst ich wusste nicht mehr was ich tun sollte ich war so verzweifelt und jetzt hab ich dich endlich wieder!“ Ich brauche eine Weile um zu verstehen was er gesagt hat, da er ziemlich schnell gesprochen hat. Aber dann sehe ich ihm in die Augen. Als mein Blick seinen trifft, bin ich gebrochen. Schlagartig sind alle meine Erinnerungen wieder da. Der Kampf, die schrecklichen Stunden bei Lightning gefangen, der Kuss..... und alles andere. Eine Weile lasse ich alles an meinem inneren Auge vorbeiziehen, dann kann ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich fange an zu weinen. Cloud erschrickt leicht, dann drückt er mich fester an sich. “Sshhh..... ist ja gut. Ich bin bei dir.“ Ich heule mich an seiner Schulter aus und mache sie ganz nass, doch er lässt sich davon nicht stören. Beruhigend streichelt er mir über den Rücken. Ich schließe die Augen und seufze weinend. “Es tut mir so leid......“ “Nein, mir tut es leid. Ich konnte dich nicht beschützen.“ Ich will erst was erwidern, aber ich kann nur ein Schluchzen von mir geben. Cloud löst sich aus der Umarmung, um mir ein paar Tränen aus dem Gesicht zu wischen. “Tränen stehen dir nicht. Bitte lächel wieder für mich.“ Ich schluchze noch einmal. “Tut mir leid, aber mir ist nicht nach lächeln zumute.....“ Seufzend umarmt er mich wieder. Es dauert eine Weile, bis ich mich wieder beruhigt habe. Cloud streichelt mir beruhigend über den Kopf. Da kommt Luma angeflogen. “Ich störe nur sehr ungern, aber ihr solltet euch schlafen legen. Es ist schon ziemlich spät.“ Ich nicke. “Dann bringe ich euch schnell weg.“ “Ach lass gut sein. Um mich und den Rest müsst ihr euch nicht kümmern, schlaft einfach.“ Cloud will aufstehen. “Ich lege mich auf das Sofa.“ Er will gehen, doch ich halte seine Hand fest. Verwirrt sieht er zu mir runter. “Was ist?“ Ich reiße mich zusammen, um nicht rot zu werden und sehe zu ihm hoch. “Kannst du..... vielleicht.... heute Nacht bei mir schlafen?“ Cloud lächelt sanft. “Natürlich. Wenn du willst.“ Er legt sich neben mich und ich kuschel mich unwillkürlich an ihn. “Ich bekomme jetzt zu spüren wie sehr ich dich vermisst habe....“ “Ich habe dich auch vermisst Lou.“ Cloud legt einen Arm um mich. Draußen grollt in der Ferne ein Donner, doch das ist mir egal. Glücklich und erschöpft schlafe ich in Cloud's Arm ein.

    Ich bin alleine in einem leeren Raum. Es ist dunkel, nur der Fleck, an dem ich stehe, ist erhellt. Plötzlich kommt Luma zu mir geflogen. “Endlich bist du hier! Ich dachte schon ich habe mich getäuscht.“ Sie beginnt blau zu leuchten und zu wachsen, wie bei einer Entwicklung. Nur ein paar Sekunden später steht ein blauhaariges Mädchen mit blauen Augen und einem langen, strahlend weißem Kleid vor mir. Verwirrt sehe ich sie an. Sie sieht fast so aus wie ich in meiner eigentlichen Gestalt.“Na, überrascht?“ Das Mädchen, Luma, grinst. “Hast du verstanden wer ich bin?“ Ich schüttel nur den Kopf. “Hm.....“ Sie überlegt, dann lächelt sie aufmunternd. “Ich helfe dir auf die Sprünge.“ Ein Spiegel erscheint neben ihr und ich sehe mich.... in meiner eigentlichen Gestalt? Verwundert sehe ich an mir runter. Tatsächlich! Ich bin wieder in meiner richtigen Gestalt! Aber wie? “Hey Lou, sieh mich an. Fragen klären wir später.“ Ich sehe zu Luma, dann in den Spiegel. “Wir sehen fast gleich aus....“ Luma nickt erfreut. “Weißt du woran das liegt?“ “Nein, woran?“ Dramatische Pause. Ich denke schon, dass Luma gar nicht antwortet, doch dann holt sie Luft und sieht mich direkt an. “Ich bin dein Schutzengel und ein Teil von dir.“ Vor Schreck bringe ich erstmal kein Wort heraus, doch dann frage ich leise “Mein.... Schutzengel?“ Luma nickt. “Und das ist noch nicht alles. Vielleicht ist dir das noch nicht aufgefallen, aber die meisten Glühwürmchen leuchten ja neongelb. Nur ein paar leuchten orangegelb. Und diese Glühwürmchen waren einst Auserwählte. So wie du.“ “Auserwählte? Wofür?“ Luma zuckt zusammen. “Das darf ich nicht sagen. Das zu sagen ist sehr gefährlich.“ “Oh.... Ich verstehe. Aber was soll ich jetzt tun?“ Ich merke, dass ich langsam verblasse. Luma deutet auf die Kette. “Sie führt dich. Vergiss das nie. Nimm Cloud mit. Und beeilt euch. Sagt niemandem etwas, außer denjenigen, denen ihr am meisten vertraut. Seit da bevor....“ Doch bevor Luma den Satz beenden kann, wache ich auf.

    Es dauert kurz bis ich kapiere wo ich bin. Ich liege auf dem improvisierten Bett in Cloud's Arm. Sanft befreie ich mich und stehe auf. Ich sehe an mir runter und erkenne, dass ich wieder meine richtige Gestalt habe. Ich lächle glücklich. Da kommt Sparky angeflitzt und lässt sich schweifwedelnd von mir streicheln. “Guten Morgen Lou!“ “Morgen Sparky. Na, gut geschlafen?“ Sparky nickt fröhlich. Nun kommen auch Call und Ammy. Ammy ist ganz aufgeregt. “Lou, ich hab was gefunden! Sieh mal!“ Sie legt ein Buch hin. Auf der aufgeschlagenen Seite ist meine Kette zu sehen. Neugierig lese ich vor. “Jeden Vollmond vom Frühling bis in den Herbst kann der Tempel des Spirit Stars betreten werden. Jedoch müssen es zwei Personen sein und sie sollten sich gegenseitig vertrauen können. In der Tempelmitte findet die Zeremonie der Reinheit statt. Bei dieser Zeremonie zieht der Träger der Sternenkette ein weißes Gewand an und kniet im Brunnen der Reinheit nieder......“ Ich blättere um, doch dort steht nichts. Nur ein großes Bild ist abgebildet. Ich blättere noch weiter, doch es gibt keine weiteren Informationen. “Das war's. Mehr steht hier nicht.“ Doch da mache ich eine Entdeckung. Ein bisschen Papier hängt zwischen den Seiten. “Eine Seite wurde rausgerissen.... aber warum?“ Ammy verwandelt sich in mich und schaut auf die Seite. “Vielleicht wollte jemand verhindern, dass wir das lesen.“ Sparky legt den Kopf schief. “Vielleicht brauchte derjenige die Seite für irgendwas. Es muss nicht gleich jemand mit bösen Absichten sein.“ Ich nicke zustimmend. Plötzlich umarmt mich jemand von hinten und ich zucke erschrocken zusammen, beruhige mich dann aber. Es ist Cloud. “Guten Morgen Lou.“ Ich drehe mich um und lächle. “Guten Morgen Cloud.“ Doch Cloud sieht besorgt aus. “Wir sollten losgehen, bevor alle anderen wach werden.“ Er hat also mitgehört. Ich nicke. “Aber wir sollten mindestens Alain Bescheid sagen.“ meint Cloud, während ich Ammy zurückrufe. Dann machen wir uns auf den Weg. Call muss sich ziemlich klein machen, aber er schafft es ohne Probleme durch den Gang. Als wir im Krankenzimmer ankommen, kommen gerade Lilly und Tayfun mit Luna und Alain rein. Schnell laufe ich zu ihnen und kläre sie auf. Zum Glück zeigen alle Verständnis. Doch bevor ich gehe, umarmt Alain mich einmal. “Komm mal her kleine Schwester, ich hab dich schließlich auch vermisst.“ Tayfun kichert. “Cloud, Luna, guckt nicht so, das sind nun mal Geschwister!“ “Aber das ist mein Ali!“ kommt es von Luna. Ich löse mich und sehe zu den ihr und Cloud. Sie schauen ziemlich eifersüchtig drein. Ich muss lachen, aber dann reiße ich mich zusammen und steige auf Call. Schließlich habe ich eine Mission. Sparky rufe ich lieber zurück, nicht dass sie im Flug runter fällt. Cloud verabschiedet sich auch noch, dann steigt er hinter mir auf und Call fliegt durch das offene Fenster nach draußen.

    Wir fliegen nun schon eine ganze Weile und befinden uns mittlerweile über dem Meer. Aber ich weiß immer noch nicht wohin wir müssen. Schweigend starre ich auf meine Kette. Luma meinte, die Kette würde mir helfen. Aber bis jetzt ist noch nichts passiert. “Lou?“ höre ich Cloud hinter mir fragen. Ich drehe mich zu ihm um. “Was ist?“ Er sieht mich fragend an. “Weißt du überhaupt warum wir das hier machen? Ich meine klar, Lightning ist unsere Widersacherin, aber wir machen doch das alles nicht nur wegen ihr, oder?“ “Darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht....“ Ich senke leicht den Kopf. Cloud schüttelt seinen. “Nicht schlimm. Du hast genug um die Ohren.“ Ich will noch etwas sagen, doch plötzlich donnert es und um uns herum wird es schlagartig dunkel. Blitze zucken über den Himmel und die Wellen peitschen wild. Ängstlich kuschel ich mich an Cloud. “Cloud....“ “Schon gut Lou. Komm her.“ Sanft umarmt er mich und ich fühle mich sofort sicherer. Leider bleibt das nicht von Dauer. Call stößt auf einmal einen erschrockenen Ruf aus. “Da vorne!“ Ich muss die Augen zusammenkneifen, um durch den dichten Regen etwas zu erkennen, doch was ich sehe verschlägt mir den Atem. Zwei Lugia kämpfen gegeneinander! Das eine ist normal gefärbt, das andere ist schwarz mit roten Augen. Cloud schüttelt ungläubig den Kopf. “Crypto-Lugia!“ Wir beobachten die kämpfenden. Lugia scheint momentan die Oberhand zu haben. Attacke um Attacke fliegt durch die Luft. Call überlegt. “Nein.... das ist nicht Crypto-Lugia..... oder doch, aber dann ist es völlig außer Kontrolle. Ich bin mir nicht sicher.“ “Können wir das bitte ein anderes mal klären?“ unterbreche ich die beiden flehend. In diesem Moment gewinnt Pseudo-Lugia - so nenne ich es erstmal - die Oberhand. Es lädt kurz auf und feuert eine starke Attacke auf seinen Gegner. Lugia fällt kraftlos ins Wasser. Entsetzt schreie ich auf. “NEIN!“ Schnell hält Cloud mir den Mund zu, doch zu spät. Das Pseudo-Lugia entdeckt uns und brüllt wütend. Dann feuert einen rot-lila Strahl ab. Es fühlt sich an als würden tausend Messer mein Herz durchbohren. Ich kann nicht mehr hören, sehen oder fühlen, außer diesen furchtbaren Schmerz. Dann hört es schlagartig auf und ich spüre, wie ich nach unten ins tobende Wasser falle.

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    ((teal))Hi Leute! Eine kleine Info bevor es losgeht. Dieses Kapitel ist aus der Sicht des Erzählers und findet im Hauptquartier von Team Thunder stat
    Hi Leute! Eine kleine Info bevor es losgeht. Dieses Kapitel ist aus der Sicht des Erzählers und findet im Hauptquartier von Team Thunder statt. Yep, richtig gelesen! Team Thunder. Also, los geht's!

    Lightning geht mit schnellen Schritten durch die Gänge zum Labor. Unterwegs kommt ihr ein Rüpel entgegen. “Lady Lightning, das schwarze Lugia ist aufge-“ “IST GUT, DU BIST SCHON DER ZWÖLFTE DER MIR DAS SAGT! AUS DEM WEG!“ Zornig schubst sie ihn beiseite. “Geh und kümmer dich um die Gefangenen!“ Der Rüpel ist verwirrt. “W-welche Gefangenen M-Mylady?“ Er bereitet sich mental schon auf seinen Niedergang vor. “DIE HEUTE MORGEN HIER ANGEKOMMEN SIND! DIESE PLATIN UND WIE AUCH IMMER DER BLONDE HEIßT! LOS!“ Sie verpasst ihm noch eine schallende Ohrfeige, dann rennt er weg und sie läuft weiter zu den Laboren. Dort angekommen desinfiziert sie sich die Hände, während sie auf den Professor wartet. Es dauert eine Weile und sie wird langsam ungeduldig, aber dann kommt er endlich. Der Professor ist ein Mann mit wild abstehenden, grauen Haaren, giftgrünen Augen und sehr blasser Haut. Wie alle im Labor trägt er einen weißen Kittel. “Verzeihen sie die Verspätung Lady Lightning.“ “Ich verzeihe sie nur, wenn sie mir ein anständiges Ergebnis zeigen können.“ Sie sieht, wie der Professor zu zittern anfängt. “K-kommen sie mit.....“ Er führt sie zu einer großen Glaszelle. Die Glaswand ist noch bedeckt. Lightning stellt sich davor und wartet. Zitternd drückt der Professor einen Knopf und das innere der Glaszelle wird sichtbar. Empört schnappt Lightning nach Luft. “Was ist DAS denn!“ In der Glaszelle schwebt - beziehungsweise schwimmt - zusammengekauert eine Mischung aus Dialga und Vulnona. Außerdem ist es nur so groß wie ein Vulpix. Zitternd vor Zorn dreht sich Lightning zum Professor um und packt ihn am Hals. Ihre Augen glühen und ihre Stimme ist eiskalt und schneidend wie der Wind auf einem Gletscher. “Ich wollte eine Kreatur so mächtig, dass sie das schwarze Lugia besiegen kann. Aber was kriege ich von euch? Eine kleine, schwache, nutzlose Kreatur. Ich frage dich.... WIE KONNTE DAS PASSIEREN!“ Der Professor sieht aus, als würde er gleich in Ohnmacht fallen. “D-d-da w-waren Haare v-vom V-Vulpix in d-der D-D-DNA.....“ “NUTZLOSES VOLK!“ Lightning lässt den Professor fallen und rauscht zornig aus dem Labor. An der Tür dreht sie sich noch einmal um. “Entsorgt dieses nutzlose Vieh. Oder Nein, behaltet es. So habe ich etwas zum abreagieren.“ Dann läuft sie in ihr Quartier. Die Laboranten sehen sich an. Zwei helfen dem Professor auf. Dieser hat ganz glasige Augen. “Machen wir weiter......“ Er geht zu einer Maschine und startet einen neuen Versuch. Die Laboranten helfen ihm. Vertieft in ihre Arbeit merken sie nicht, wie ihr Experiment zu leuchten beginnt....

    Eine verhüllte Person schleicht durch die Gänge. Sie passt auf, dass sie niemandem begegnet. Plötzlich kommt ein Rüpel um die Ecke. Schnell versteckt sie sich in einer Nische. Der Rüpel kommt näher und die Person hält den Atem an. Doch der Rüpel geht vorbei, ohne sie zu bemerken. Erleichtert atmet die verhüllte Person auf und schleicht weiter. Zweites Stockwerk. Hier ist es noch nicht, sie muss noch höher. Leider sind hier die Quartiere der Rüpel, deshalb kommt sie nur langsam voran. Alle zwei Meter muss sie sich verstecken. Endlich ist die Treppe erreicht und die Person huscht schnell hoch. Hier irgendwo ist das Quartier von Lightning, das weiß sie. Fast lautlos schleicht sie von Tür zu Tür und lauscht. Da kommt sie an eine Tür mit einem Schild. “BOSS QUARTIER. ZUTRITT OHNE ERLAUBNIS STRENGSTENS VERBOTEN!“ Die Person hätte sich am liebsten an die Stirn geschlagen. Sie hätte gar nicht so viel lauschen müssen. Vorsichtig öffnet sie die Tür und ist erleichtert, dass diese nicht quietscht. Genauso leise schließt die Person die Tür wieder. Lightning sitzt an ihrem Schreibtisch und murmelt etwas vor sich hin. Schnell versteckt sich die verhüllte Person. Jetzt muss sie nur noch abwarten. Zum (teal))Hi Leute! Eine kleine Info bevor es losgeht. Dieses Kapitel ist aus der Sicht des Erzählers und findet im Hauptquartier von Team Thunder statt. Yep, richtig gelesen! Team Thunder. Also, los geht's!

    Lightning geht mit schnellen Schritten durch die Gänge zum Labor. Unterwegs kommt ihr ein Rüpel entgegen. “Lady Lightning, das schwarze Lugia ist aufge-“ “IST GUT, DU BIST SCHON DER ZWÖLFTE DER MIR DAS SAGT! AUS DEM WEG!“ Zornig schubst sie ihn beiseite. “Geh und kümmer dich um die Gefangenen!“ Der Rüpel ist verwirrt. “W-welche Gefangenen M-Mylady?“ Er bereitet sich mental schon auf seinen Niedergang vor. “DIE HEUTE MORGEN HIER ANGEKOMMEN SIND! DIESE PLATIN UND WIE AUCH IMMER DER BLONDE HEIßT! LOS!“ Sie verpasst ihm noch eine schallende Ohrfeige, dann rennt er weg und sie läuft weiter zu den Laboren. Dort angekommen desinfiziert sie sich die Hände, während sie auf den Professor wartet. Es dauert eine Weile und sie wird langsam ungeduldig, aber dann kommt er endlich. Der Professor ist ein Mann mit wild abstehenden, grauen Haaren, giftgrünen Augen und sehr blasser Haut. Wie alle im Labor trägt er einen weißen Kittel. “Verzeihen sie die Verspätung Lady Lightning.“ “Ich verzeihe sie nur, wenn sie mir ein anständiges Ergebnis zeigen können.“ Sie sieht, wie der Professor zu zittern anfängt. “K-kommen sie mit.....“ Er führt sie zu einer großen Glaszelle. Die Glaswand ist noch bedeckt. Lightning stellt sich davor und wartet. Zitternd drückt der Professor einen Knopf und das innere der Glaszelle wird sichtbar. Empört schnappt Lightning nach Luft. “Was ist DAS denn!“ In der Glaszelle schwebt - beziehungsweise schwimmt - zusammengekauert eine Mischung aus Dialga und Vulnona. Außerdem ist es nur so groß wie ein Vulpix. Zitternd vor Zorn dreht sich Lightning zum Professor um und packt ihn am Hals. Ihre Augen glühen und ihre Stimme ist eiskalt und schneidend wie der Wind auf einem Gletscher. “Ich wollte eine Kreatur so mächtig, dass sie das schwarze Lugia besiegen kann. Aber was kriege ich von euch? Eine kleine, schwache, nutzlose Kreatur. Ich frage dich.... WIE KONNTE DAS PASSIEREN!“ Der Professor sieht aus, als würde er gleich in Ohnmacht fallen. “D-d-da w-waren Haare v-vom V-Vulpix in d-der D-D-DNA.....“ “NUTZLOSES VOLK!“ Lightning lässt den Professor fallen und rauscht zornig aus dem Labor. An der Tür dreht sie sich noch einmal um. “Entsorgt dieses nutzlose Vieh. Oder Nein, behaltet es. So habe ich etwas zum abreagieren.“ Dann läuft sie in ihr Quartier. Die Laboranten sehen sich an. Zwei helfen dem Professor auf. Dieser hat ganz glasige Augen. “Machen wir weiter......“ Er geht zu einer Maschine und startet einen neuen Versuch. Die Laboranten helfen ihm. Vertieft in ihre Arbeit merken sie nicht, wie ihr Experiment zu leuchten beginnt....

    Eine verhüllte Person schleicht durch die Gänge. Sie passt auf, dass sie niemandem begegnet. Plötzlich kommt ein Rüpel um die Ecke. Schnell versteckt sie sich in einer Nische. Der Rüpel kommt näher und die Person hält den Atem an. Doch der Rüpel geht vorbei, ohne sie zu bemerken. Erleichtert atmet die verhüllte Person auf und schleicht weiter. Zweites Stockwerk. Hier ist es noch nicht, sie muss noch höher. Leider sind hier die Quartiere der Rüpel, deshalb kommt sie nur langsam voran. Alle zwei Meter muss sie sich verstecken. Endlich ist die Treppe erreicht und die Person huscht schnell hoch. Hier irgendwo ist das Quartier von Lightning, das weiß sie. Fast lautlos schleicht sie von Tür zu Tür und lauscht. Da kommt sie an eine Tür mit einem Schild. “BOSS QUARTIER. ZUTRITT OHNE ERLAUBNIS STRENGSTENS VERBOTEN!“ Die Person hätte sich am liebsten an die Stirn geschlagen. Sie hätte gar nicht so viel lauschen müssen. Vorsichtig öffnet sie die Tür und ist erleichtert, dass diese nicht quietscht. Genauso leise schließt die Person die Tür wieder. Lightning sitzt an ihrem Schreibtisch und murmelt etwas vor sich hin. Schnell versteckt sich die verhüllte Person. Jetzt muss sie nur noch abwarten. Zum Glück nicht lange, denn schon bald steht Lightning auf und verlässt den Raum. Die verhüllte Person steht auf und schleicht zum Schreibtisch. Dort liegen viele Pläne und andere wichtige Papiere. Hastig steckt sie alles ein und schleicht raus. Sie will sich gerade zurück nach draußen schleichen, als sie plötzlich von Rüpeln umzingelt wird. Lightning tritt vor die Person. “Sieh an, sieh an. Denkst du etwa wir hätten hier keine Überwachungskameras?“ Sie kommt näher und zieht der zitternden Person die Kapuze runter. “Naoko alias Luna von der Elite Shield. Endlich kenne ich euren richtigen Namen. Deutlich besser als Elite Ranger wenn du mich fragst. Aber genug Smalltalk.“ Sie wendet sich an ein paar Rüpel. “Bringt sie in das Zimmer.“ Die Rüpel verstehen und ziehen Luna weg. Diese wehrt sich zappelnd und schreiend und versucht ihr Pokémon zu rufen, doch die Rüpel binden ihre Hände zusammen. Mit viel Mühe und blauen Flecken bringen die Rüpel sie in ein Zimmer. Lightning kommt dazu und beugt sich zu Luna. “In diesem Zimmer war damals deine Freundin Lou gefangen. Ich wette es wird dir gefallen.“ Luna beißt die Zähne zusammen. “Ihr dreckigen.....“ Lightning verlässt mit den Rüpeln den Raum und schließt die Tür. Luna lässt sich auf das Bett fallen und ihre Wut verwandelt sich in pure Verzweiflung. “Oh Ali......“

    So. Ich weiß, das Kapitel ist ziemlich kurz, aber die Ereignisse sind schon ziemlich wichtig. Ich hoffe es hat euch gefallen. Und denkt dran! Für Ideen bin ich (meistens) offen. ^^

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    Als ich aufwache, liege ich am Strand. Die Wellen ziehen an meiner Kleidung und die Sonne brennt auf mich nieder. Aber ich lebe. Und allein das grenzt
    Als ich aufwache, liege ich am Strand. Die Wellen ziehen an meiner Kleidung und die Sonne brennt auf mich nieder. Aber ich lebe. Und allein das grenzt an ein Wunder. Mühsam stehe ich auf. Schlechte Idee. Sofort bekomme ich furchtbare Kopfschmerzen. Schnell setze ich mich hin. Es dauert eine Weile, bis der Schmerz abklingt. Ich sehe mich um. Vor mir ist weit und breit nur der blaue Ozean. Hinter mir ist eine Insel. Um genau zu sein ein Wald. Dschungel kann man es nicht nennen, da es wirklich gewöhnliche Bäume sind. Endlich fühle ich mich fit genug um aufzustehen. Plötzlich schießt es mir wie ein Blitz durch den Kopf. Was ist mit Cloud und Call! Wo sind sie? Ich laufe den Strand entlang. “CLOUD! CALL!“ Keine Antwort. Also laufe ich weiter. “CLOUD! CALL!“ Ich bleibe stehen und lausche, aber ich kriege wieder keine Antwort. Ich laufe weiter und weiter, während ich rufe. Nach gefühlten Ewigkeiten, als die Sonne untergeht, gebe ich auf. Ich gehe in den Wald, um mir dort einen Schlafplatz zu suchen. Es ist dunkel und kühl. Der Wind lässt die Blätter rascheln. Außer diesem Rascheln und meinen Schritten ist nichts zu hören. Mir läuft ein eisiger Schauer über den Rücken. Es ist unheimlich hier. Unwillkürlich fange ich an zu zittern und laufe weiter. Plötzlich höre ich eine hohe, kindliche Stimme singen.
    “Ding Dong
    I know you can hear me
    Open up the door
    I only want to play a little

    Ding Dong
    You can't keep me waiting
    It's already too late
    For you to try and run away

    I see you through the window
    Our eyes are locked together
    I can sense your horror
    Though I'd like to see it closer

    Ding Dong
    Here I come to find you
    Hurry up and run
    Let's play a little game and have fun“


    Ich beginne zu rennen und mein Herz beginnt zu rasen. Ich renne weiter durch diesen gruseligen Wald. Dann verstecke mich in einer Grube hinter einem Felsen, doch ich höre weiterhin diese Stimme.

    “Ding Dong
    Where is it you've gone to?
    Do you think you've won?
    Our game of hide and seek has just begun

    I hear your footsteps
    Thumping loudly through the dark woods
    I can hear your sharp breaths
    You're not very good at hiding“


    Sie kommt immer näher, während sie weiter singt. Etwas gruselig entschlossenes liegt in ihrer Stimme.

    “Just wait, you can't hide from me, I'm coming
    Just wait, you can't hide from me, I'm coming
    Just wait, you can't hide from me, I'm coming
    Just wait, you can't hide from me“


    Ich habe keine andere Wahl, ich muss aus meinem Versteck und weiter rennen. Die Stimme wird erfreut. Scheinbar sieht sie mich, aber ich wage nicht mich umzudrehen. In der Ferne ist ein Haus. Ohne zu überlegen renne ich rein, um mich dort zu verstecken. Drinnen stelle ich fest, dass es viel größer ist als es von draußen aussieht. Egal, ich muss mich verstecken. Ich renne in ein Zimmer und sehe mich kurz um, dann verstecke ich mich. Die Stimme singt fröhlich weiter.

    “Knock Knock
    I am at your door now
    I am coming in
    No need for me to ask permission

    Knock Knock
    I'm inside your room, now
    Where is it you've hid?
    Our game of hide and seek's about to end

    I'm coming closer
    Looking underneath your bed but
    You're not here, I wonder
    Could you be inside the closet?“


    Sie öffnet den Schrank, in dem ich mich versteckt habe. Vor Schreck fange ich an zu wimmern. Es ist ein kleines blasses, schwarzhaariges Mädchen mit verzerrtem Gesicht und blutunterlaufenen Augen. Ihre genauso blutigen Lippen sind zu einem Grinsen verzogen.

    “Ding Dong
    I have found you

    Ding Dong
    You were hiding here
    Now you're it
    Ding Dong
    Finally found you, dear
    Now you're it
    Ding Dong
    Looks like I have won
    Now you're it
    Ding Dong
    Pay the consequence“


    Ihre übernatürlich langen Finger legen sich um meinen Hals. Ich zucke zusammen. Sie sind eiskalt. Das finstere Lächeln des Mädchens wird zu einem creepyhaften Grinsen.

    “Ding Dong
    Looks like I have won
    Now you're it
    Ding Dong
    Pay the consequence!“


    Sie drückt zu. Ich schreie. Ihre Nägel drücken sich in meinen Hals, sodass er anfängt zu bluten. Ein Tropfen Blut landet auf der Erde. Das Grinsen des Mädchens wird breiter als sie sieht wie sehr mich das quält und drückt fester zu. Plötzlich leuchtet meine Kette hell auf. Erschrocken lässt das Mädchen los. Ein Ebenbild von mir erscheint, nur in weißem Gewand und mit wehendem Haar. “Hör auf. Sie ist erwählt. Finde den Jungen. Er gehört dazu.“ “Was ist mit Call?“ rufe ich dazwischen. Mein Ebenbild sieht mich an. “Pokémon tut Skreeju nichts.“ Skreeju? Seltsamer Name..... aber okay. Ich sehe das Mädchen, Skreeju, an. “Aber bitte richte ihn nicht so zu wie mich.“ Skreeju nickt und sieht auf einmal wie ein ganz gewöhnliches kleines Mädchen aus. Dann rennt sie durch die Wand nach draußen. Okay, fast normal. Mir läuft ein Schauer über den Rücken. Hoffentlich lässt sie Cloud wirklich in Ruhe..... “Sie wird ihn in Ruhe lassen.“ Verwirrt sehe ich zu meinem Ebenbild. “Du kannst meine Gedanken hören?“ Sie nickt. “Und weißt du.... ich bin dein Schutzengel.“ Da macht es 'klick' in meinem Kopf. “Luma!“ Sie nickt fröhlich. “Genau, ich bin's.“ Ich umarme sie glücklich. Jemand den ich kenne! Das ist bei all der Aufregung mein Lebensretter. “Aber wie bist du hergekommen Luma?“ Luma lächelt. “Ach Lou.... Ich bin dein Schutzengel. Ich bin immer bei dir. Komm, wir warten jetzt erstmal auf Cloud.“ Ich nicke und setze mich hin. Dabei fällt mir auf, dass auch die Umgebung plötzlich viel einladender ist. Es sieht aus wie in einem Schloss. Das Bett ist ein großes Himmelbett und in dem Schrank hättest du Kleidung für 10 Personen lagern können. Außerdem gibt es einen Schminktisch, ein großes Bücherregal und sechs Pokémon-Betten. Alles ist in wunderschönen Blautönen gehalten. Außerdem gibt es nebenan ein prunkvolles Bad. Die Einrichtung ist zum Großteil mit Silber überzogen. Vielleicht ist es auch Platin, ich kenne mich da nicht so aus. Jedenfalls sieht es ziemlich teuer aus. Ich gehe zurück ins Zimmer und setze mich auf die Bettkante. Jetzt heißt es warten.....

    Es dauert noch gefühlte Ewigkeiten, bis Skreeju zurückkehrt. Sie kommt wieder durch die Wand. Ich springe auf. “Wo ist Cloud?“ Skreeju deutet auf die Tür. Nur ein paar Sekunden später fliegt die Tür auf. “LOU!“ Mein Ohr piept jetzt, weil er so laut gerufen hat, aber das ist mir egal. Ich laufe zu Cloud und umarme ihn. Er erwidert die Umarmung sofort. Dann löst er sich und sieht mich an. “Ist alles okay? Geht es dir....“ Er stockt und sieht auf die Kratzer am Hals. “Wie ist das passiert?“ Mein Blick fällt unwillkürlich auf Skreeju, welche den Kopf senkt. Mittlerweile sind ihre Haare kastanienbraun und auch ihre Haut hat mehr Farbe. Sie sieht jetzt wie ein gewöhnliches, unschuldiges Kind aus. Im Nachthemd. Cloud folgt meinem Blick und schaut Skreeju böse an. Luma versucht die Lage zu retten. “Normalerweise überlebt niemand das Zusammentreffen mit ihr, weil sie etwas geheimes bewacht. Aber ihr seid dafür bestimmt, dieses Geheimnis zu lüften. Darum habe ich eingegriffen. Darum kann ich überhaupt diese Form annehmen. Darum seid ihr hier gestrandet und nicht woanders.“ Ich verarbeite langsam alles. Dass ich eine Bestimmung zu erfüllen habe, weiß ich schon. Dass Cloud ebenfalls darin verwickelt ist, ist mir ziemlich neu. Zumindest wurde es nie direkt gesagt. Plötzlich schießt mir eine Frage durch den Kopf. “Cloud hat mich das schon mal gefragt, aber ich wusste keine Antwort..... und zwar.....“ Ich sehe Luma direkt an. “Wer ist eigentlich mein Feind? Weshalb mache ich das alles?“ Luma bedeutet uns uns zu setzen. Cloud setzt sich auf das Bett und zieht mich auf seinen Schoß. Skreeju setzt sich im Schneidersitz daneben. Luma holt noch einmal tief Luft, als würde sie sich auf eine große Rede vorbereiten. “Also, dein Feind - und der der ganzen Welt - ist Dark Lu.“ “Halt, warte.“, unterbricht Cloud. “Dark Lou? Ist das irgendwie..... Lou's dunkle Seite oder so?“ Skreeju schüttelt heftig den Kopf. “Dark Lu ist ein schwarzes Lugia. Ein böses schwarzes Lugia. Es will die Menschheit und alle Pokémon, die mit Menschen befreundet sind, in den Abgrund stürzen.“ Cloud und ich sehen uns erschrocken an, dann schauen wir wieder zu Skreeju. “Ein erbarmungsloser Massenmörder, dagegen bin ich ein harmloses, kuscheliges Schmuseevoli. Und ich hab schon so einige auf dem Gewissen.“ plappert diese munter weiter. Luma nickt und sieht mich direkt an. “Und du musst Dark Lu aufhalten.“ Hoffnungslos sehe ich zu Boden. “Aber das kann ich nicht. Du hast doch bestimmt mitgekriegt, wie es uns in Null Komma nichts fertig gemacht hat.“ “Warte, WAS! DARK LU IST SCHON ZURÜCK!“ kreischt Skreeju ohrenbetäubend. Luma nickt ernst. “Leider ja. Lugia wurde schon von ihr fertiggemacht.“ Skreeju springt vom Bett. “Dann müssen wir uns beeilen!“ Sie packt mein Handgelenk und zieht mich mit sich. Cloud und Luma folgen uns schnell.

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    Skreeju rennt mit mir eine Wendeltreppe runter. Und das so schnell, dass mir schwindelig wird. Ich höre die Schritte von Cloud hinter mir. Luma höre
    Skreeju rennt mit mir eine Wendeltreppe runter. Und das so schnell, dass mir schwindelig wird. Ich höre die Schritte von Cloud hinter mir. Luma höre ich hingegen nicht. Wahrscheinlich, weil sie eher eine Art Engel ist. Schließlich ist diese endlose Treppe zu Ende. Zumindest glaube ich das. Bei mir dreht sich immer noch alles. Doch bevor ich auch nur kurz durchatmen kann, zieht Skreeju mich weiter. Wir laufen durch prachtvolle, aber offensichtlich uralte Gänge. Die Wände sind voller Bilder, doch ich habe nicht die Gelegenheit einen Blick darauf zu werfen. Skreeju ist einfach zu schnell. Erst in einem runden Raum bleiben wir stehen. In der Mitte ist ein Wasserbecken mit Seerosen und an der Decke leuchtet ein geheimnisvolles, weißes Licht. An den Wänden hängen in vier Richtungen insgesamt vier Spiegel. Außerdem ist rechts noch eine Tür. Mittlerweile sind auch Cloud und Luma angekommen. Skreeju geht zur Seite und Luma führt mich zur rechten Tür. Cloud will folgen, doch Skreeju hält ihn kichernd davon ab. “Du willst doch einer jungen Dame nicht etwa beim umziehen zusehen, oder?“ Cloud weicht zurück und wird knallrot. Ich muss schmunzeln. Irgendwie sieht er so total süß aus. Okay, ich verbessere: mich Er sieht immer total süß aus. Bevor ich Cloud noch weiter verträumt anlächeln kann, zieht Luma mich durch die Tür und schließt sie. Wir befinden uns in einer Umkleide mit einem Kleiderschrank. Während ich mich umsehe, geht Luma zum Schrank und öffnet ihn. Darin befindet sich ein langes weißes Kleid und eine Haarspange mit einer kleinen Lotusblüte. Luma reicht mir das Kleid. “Zieh dir das an. Das brauchst du gleich.“ Verwundert sehe ich sie an. “Wofür?“ Luma scheint etwas aus der Luft zu greifen und im nächsten Moment hat sie ein Buch in der Hand. Und nicht irgendein Buch. Es ist das Buch aus der geheimen Bibliothek! Dort, wo das geheimnisvolle Bild drin war! Langsam ergibt alles einen Sinn.

    “Jeden Vollmond vom Frühling bis in den Herbst kann der Tempel des Spirit Stars betreten werden. Jedoch müssen es zwei Personen sein und sie sollten sich gegenseitig vertrauen können. In der Tempelmitte findet die Zeremonie der Reinheit statt. Bei dieser Zeremonie zieht der Träger der Sternenkette ein weißes Gewand an und kniet im Brunnen der Reinheit nieder......“

    Ich frage nicht weiter nach und ziehe das Kleid an. Es ist ganz leicht und reicht bis zum Boden. Luma hält mir die Lotusspange hin. Ich nehme sie und stecke sie mir ins Haar. “Wozu dient die?“ Luma lächelt. “Zum hübsch aussehen. Eigentlich braucht man die nicht. Nun zieh deine Schuhe aus und komm, die anderen warten auf uns.“ Ich nicke. Die Schuhe habe ich schon ausgezogen, also können wir direkt zurück. Als ich herauskomme, starrt Cloud mich sprachlos an. Unsicher komme ich näher. “Cloud?“ Cloud zuckt leicht zusammen und lächelt mit einem rötlichen Schimmer auf den Wangen. “Du bist wunderschön......“ Vor Verlegenheit fange ich an zu stottern. “D-d-danke.....“ Skreeju kichert. “Ich unterbreche euch ja nur ungern, aber wir müssen weitermachen.“ Ich reiße mich von Cloud's Blick los und nicke. Dann gehe ich ins Wasserbecken, schiebe vorsichtig die Seerosen beiseite und knie mich hin. Luma stellt sich vor mich. Von jetzt an weiß ich seltsamerweise genau was ich tun soll. Ich schließe die Augen und entspanne mich. Da höre ich eine Stimme in meinem Kopf.

    “Erste Prüfung: Finde zu dir selbst.“

    Ein gleißend helles Licht erscheint. Selbst mit geschlossenen Augen kann ich das erkennen. Als das Licht schwächer wird und ich die Augen öffne, bin ich alleine in einer Felswüste. Weit und breit kein Anzeichen von Leben, außer mir selbst. Ich fühle mich plötzlich ganz leer und allein. Ein Nichts. Ein Niemand. Ganz allein auf dieser Welt. Ohne es wirklich mitzukriegen lege ich mich auf den Boden. Alleine hat das Leben keinen Sinn. Nichts hat einen Sinn.
    Lou.....

    Wie vom Blitz getroffen drehe ich mich um. “Wer ist da?“ Die Stimme war irgendwo hinter einem Felsen. Ich renne hin, doch da ist niemand. Verwirrt und leicht verärgert sehe ich mich um. “Ich frage noch einmal. Wer ist da?“

    .....Lou......du.....

    Ich rolle mit den Augen. “Ach nee, aber wer-“

    .....darfst..... nicht......... aufgeben......

    Die Stimme wird leiser. Schnell laufe ich in die Richtung, aus der die Stimme kam, auch wenn ich niemanden sehe. “Warte! Geh nicht weg, bitte!“

    ....................

    Ich höre nichts mehr, aber ich renne weiter. Plötzlich hört die Felswüste auf und eine Savanne beginnt. Obwohl ich die Stimme nicht mehr höre, renne ich weiter, der sinkenden Sonne entgegen. Rechts von mir balgen sich ein Löwenjunges und ein Leufeo, links von mir rennen Zebras und Zebritze um die Wette. Es ist einfach seltsam. Ich renne weiter in die Richtung. Die Umgebung verschwimmt und verändert sich. Ich bleibe stehen. Als die Umgebung wieder zu erkennen ist, bin ich in einer Stadt. Eine Frau geht mit einem Hund spazieren und ein kleines Mädchen spielt mit einem Azurill. In einer Gasse teilen sich eine Katze und ein Felilou Essensreste. Zwei Welten scheinen zu verschmelzen. Und ich bin mittendrin. Ich bin die Auslöserin dafür. Ich bin die Dimensionsheilerin. Da werde ich von einem hellen Licht umhüllt.

    Die Prüfung ist abgeschlossen.

    Plötzlich bin ich wieder im Tempel. Cloud sitzt vor mir. Er sieht erschöpft aus. Besorgt sehe ich ihn an. “Alles okay?“ Cloud nickt lächelnd. Ich gebe mich damit zufrieden. Da meldet sich Luma zu Wort. “Gut gemacht Lou. Du hast die erste Aufgabe gemeistert. Ruh dich jetzt einen Moment aus. Danach geht es mit der zweiten Aufgabe weiter.

    Währenddessen im Hauptquartier von Team Thunder...
    (Erzählersicht)

    Der Alarm geht los. Lightning lächelt kühl. Darauf hat sie gewartet. Sie weiß, dass sie sich auf ihre Leute verlassen kann. Sie selbst sitzt in ihrem Büro. Die Pläne hat sie Naoko, beziehungsweise Luna, wieder abgenommen. Geduldig wartet sie auf eine Nachricht von ihrem Commander. Doch er kommt nicht. Die Minuten vergehen. Drei Minuten...... fünf Minuten.... zehn..... Lightning trommelt ungeduldig mit den Fingern auf dem Tisch. Das dauert ihr zu lange. Sie steht auf und läuft schnurstracks zur Tür. Genau im selben Moment ruft ihr Commander an. “Herrin, wir haben sie! Sie können kommen.“ Lightning's schlechte Laune ist wie verflogen. “Sehr gut.“ Sie bricht die Verbindung ab und geht mit einem eisigen Lächeln zu den Zellen. Doch dort angekommen erlischt ihr Lächeln sofort. Wütend dreht sie sich zum Commander um. “Hatte ich nicht gesagt ihr sollt sie in VERSCHIEDENE ZELLEN stecken?“ Der Commander macht sich klein und wäre am liebsten ganz woanders. “W-wir haben es v-v-versucht H-Herrin.....“ “STECKT SIE GEFÄLLIGST IN VERSCHIEDENE ZELLEN, SONST BRECHEN SIE MIR AUS!“ Der Commander schaut unsicher zu den Zellen, dann zu Lightning. “Haltet ihr das für eine gute Idee Herrin?“ Das war ein Fehler. Lightning geht auf ihn zu bis sie direkt vor ihm steht. Ihre Augen blitzen vor Zorn. “Commander Storm, du dienst mir schon ein paar Jahre. Ich frage mich, warum du es wagst so eine Frage zu stellen...... WAGE ES NIE WIEDER MEINE ANWEISUNGEN INFRAGE ZU STELLEN!“ Sie holt zu einer kräftigen Ohrfeige aus, hält dann jedoch inne. Niemand sagt etwas. Niemand rührt sich. Lightning zieht ihre Hand zurück ohne ein Wort zu sagen. Dann dreht sie sich um und will gehen. Doch im selben Moment kracht es laut und ein Rüpel wird fast von einem Hyperstrahl erwischt. Aufgebracht dreht Lightning sich um. “WAS IST JETZT WIEDER LOS!“ Doch als sie den Verursacher sieht, ziert ein fieses Grinsen ihr Gesicht. “Dark Lu...... endlich.....“ Das schwarze Lugia brüllt ohrenbetäubend und zerlegt die Wand der Zelle. Alain schützt Luna vor den Trümmern und bekommt einen riesigen, blutigen Kratzer auf dem Rücken. Alle versuchen den Attacken des wütendem Cryptomons zu entkommen. Lightning holt währenddessen die misslungene Waffe. Vielleicht taugt sie ja doch etwas. Der Dialga-Vulpix-Mix ist in Diamonds ehemaligem Heim untergebracht und hat mittlerweile die Größe eines Vulnonas. Lightning geht hin. “Mitkommen.“ Brav folgt das Experiment. Doch je näher sie Dark Lu kommen, desto nervöser und unruhiger wird es. Es fiept leise und bleibt stehen. Lightning knurrt. “Weiter!“ Zögerlich folgt das Experiment ihr. Dann kommen sie an. Sofort wird Dark Lu rasend vor Wut und greift an, doch das Experiment bildet ein Schutzschild und die Attacke ist wirkungslos. Nun kontert es mit Eisstrahl. Dark Lu wird getroffen, lässt sich aber nicht beeindrucken und kontert. Attacke um Attacke fliegt hin und her. In der Eifer des Gefechts zerlegen die beiden die Wände des Gefängnisses und die Gefangenen können fliehen. Doch Lightning ist zu gefesselt von dem Kampf, um es zu merken. Der Kampf scheint sowohl Dark Lu als auch das Experiment zu erschöpfen, doch keiner wagt sich auszuruhen. Also geht der gefährliche Kampf weiter. Immer mehr wird zerstört und alle rennen wild durcheinander, um den Trümmern auszuweichen. Tayfun kämpft sich zu Lightning durch. “LIGHTNING! BEENDE DIESEN WAHNSINN, DU BRINGST ALLE UM!“ Doch Lightning ignoriert sie. Mit einem eisigen Lächeln auf den Lippen sieht sie dem Kampf der Mutanten zu. Ihre Hand greift fast automatisch in die Tasche und umklammert den schwarz-violetten Pokéball, den sie persönlich für Dark Lu hergestellt hat. Ihre Worte sind eigentlich nur ein Flüstern, doch trotzdem können alle sie hören. “Bald ist es soweit.....“

    38
    “Lou, es ist Zeit.“ Ich nicke und knie mich wieder in das Becken. Was mich wo hl jetzt erwartet? Kaum schließe ich die Augen, ertönt auch schon
    “Lou, es ist Zeit.“ Ich nicke und knie mich wieder in das Becken. Was mich wo hl jetzt erwartet? Kaum schließe ich die Augen, ertönt auch schon die rätselhafte Stimme.

    Zweite Prüfung: Wecke das Biest in dir.

    Ich soll was? Ich sehe mich um. Ein Wald, ein Fluss, Vogelgezwitscher...... Und ich kapiere nicht was ich tun soll. Wecke das Biest in dir? Was ist damit gemeint? Soll ich ausrasten? “Nein nein nein, gaaaanz falsch!“ kichert eine Stimme hinter mir. Verwirrt drehe ich mich um. Dort sitzt ein kleines Pichu mit schwarzen Wangen, Kratzern über den Augen und an den Pfoten und schwarzen Drachenflügeln. “Ich bin Shady.“ Das kleine Pichu kichert wieder. “Du weißt nicht was du tun sollst?“ Ich schüttel den Kopf. Wenn sie so fragt, weiß sie die Antwort. “Nop, keinen Schimmer.“ kichert Shady. Verwirrt sehe ich sie an. “Du kannst meine Gedanken lesen?“ “Jep.“ Wieder kichert sie. Kann sie denn nichts außer Kichern? Nun schaut sie empört. “Doooch!“ Langsam frage ich mich ob das so eine Art kleines Teufelchen von mir ist. “Nö, bin ich nicht.“ “Hör auf meine Gedanken zu lesen!“ Shady schaut mich jetzt etwas ernster an. “Tut mir leid, das geht nicht. Das ist so, als würdest du mir befehlen mit dem Atmen aufzuhören.“ “Oh..... das ist was anderes....“ Okay, jetzt bloß nichts falsches denken! Leider bewirkt das eher das Gegenteil. Sofort schießt eine Erinnerung von mir und Cloud durch den Kopf, wie wir uns küssten.... Ich schüttel kräftig meinen Kopf um die Erinnerung loszuwerden und Shady kichert. “Du hast eine Aufgabe Mädchen, konzentrier dich!“ “Jaja!“ Langsam werde ich genervt. Unruhig tigere ich auf und ab. “Wecke das Biest in dir..... wecke das Biest in dir..... ist das eine Art geheime Gabe? Aber wie könnte ich.....“ Mein Blick fällt auf Shady. “Oder bist du es?“ Shady schüttelt den Kopf. “Nicht wirklich. Aber du kommst in die richtige Richtung.“ Ich überlege. Dann hat es mit ihr zu tun? Ich gehe zu ihr und mustere sie genauer. Ihre Augen funkeln frech und aus ihren Backen zucken ab und zu rote Blitze. Die Kratzer sind leuchtend rot, als wären sie frisch. Ihre Flügel sehen aus, als würden sie gar nicht zum Rest des Körpers gehören. Warte, was? Das macht mich neugierig. Ich drehe sie so, dass ich die Flügel näher betrachten kann. Shady zuckt leicht und kichert. “Das kitzelt!“ Ich gehe nicht weiter darauf ein und konzentriere mich auf die Flügel Sie sind aus festem Leder und ziemlich kräftig. Zumindest sehen sie kräftig aus. Der Ansatz ist mit schwarzen Schuppen bedeckt. Neugierig berühre ich die Flügel. Sie sind tatsächlich kräftig. Und angenehm warm. Da merke ich, dass die Flügel nur schwarz angemalt sind. Eigentlich sind sie weiß. “Rebellin...“ murmel ich, doch Shady ignoriert den Kommentar grinsend. Schließlich hat sie genug vom Flügel untersuchen und fliegt um einen Baum herum. Lächelnd sehe ich ihr zu. Wie es sich wohl anfühlt Flügel zu haben? Zu fliegen? Ich schließe die Augen und stelle mir vor, über den Wolken dahinzugleiten. Es gelingt mir richtig gut. Ich fühle den Wind auf meiner schuppigen Panzerung, rieche die frische Luft und höre das Rauschen meiner Flügel. “Du hast es geschafft!“ jubelt Shady von irgendwo über mir. Hab ich das? Ich gleite nach unten. Unter uns ist das Meer und ich kann mein Spiegelbild im Wasser erkennen. Ich bin ein großer, wunderschöner, weißer Drache. Shady sitzt auf meinem Kopf und ihre Flügel sind verschwunden. Sie grinst breit. “Ist fliegen nicht cool?“ Ich will zuerst nicken, doch dann fällt mir ein, dass Shady dann runterfallen würde. Also antworte ich einfach “Ja! Es ist fantastisch!“ Es kommt wieder eine Szene mit vermischten Welten. Greifvögel und Vogel-Pokémon fliegen an meiner Seite. Sie scheinen überhaupt keine Angst vor mir zu haben. Selbst als ich niese und dabei versehentlich Feuer speie, sind sie eher belustigt. Ich erinnere mich an das Gefühl im Bauch und im Hals als ich Feuer spie. Langsam und zögernd sauge ich Luft ein. Ich schaffe es tatsächlich einen Feuerball zu bilden und auf einen Felsen abzufeuern. Leider bricht davon die Spitze ab. “Ups!“ kichert Shady. Unsere Begleiter geben Laute von sich, die wie ein Lachen klingen. Ich lächle und lande auf dem abgebrochenen Felsen. Dabei merke ich schnell, dass man nichts zu viel Schwung dabei haben darf, sonst überschlägt man sich leicht. In meinem Fall wäre ich dann im Wasser gelandet. Kaum stehe ich auf der Plattform, meldet sich die Stimme in meinem Kopf.

    Die Prüfung ist abgeschlossen.

    Ich sehe mich um. Skreeju grinst mich an. “Du hast länger gebraucht als letztes mal.“ Ich zucke mit den Schultern und sehe zu Cloud. Er ist noch erschöpfter als vorher. Doch auf meinen fragenden Blick schüttelt er nur den Kopf. “Alles okay. Ruh dich aus.“ Ich sehe ihn an. “Ich bin ausgeruht. Was ist mit dir? Du siehst aus als wärst du nah an deinen Grenzen.“ Cloud schüttelt wieder einfach den Kopf. Ich will nachhaken, doch da mischt sich Luma ein. “Darum kannst du dich später kümmern. Wenn du fit bist, lege deine letzte Prüfung ab.“ Etwas widerwillig nicke ich und knie mich wieder hin. Dann schließe ich die Augen und konzentriere mich. Doch es passiert nichts. Ich warte. Eine Minute..... zwei Minuten, fünf.... Die Stimme kommt nicht.

    Im Hauptquartier von Team Thunder

    (Luna's Sicht)
    Lightning versucht allen ernstes diese schwarze Bestie zu fangen! Wenn ihr das gelingt, ist es aus mit uns! Ich blicke kurz zu Alain und er nickt. Er denkt genau dasselbe. Gleichzeitig stürzen wir uns auf Lightning, weshalb ihr der Ball aus der Hand fliegt. Geschickt fängt Tayfun ihn auf. Plötzlich blinkt ein kleiner Kristall am Pokéball auf. Der ist mir vorher noch gar nicht aufgefallen. Mein Blick fällt auf Lightning, die sich mühsam aufrichtet. “Nehmt ihn ihr weg!“ bringt sie unter Keuchen hervor. Ich brauche eine Minute um zu kapieren, dass sie mit uns redet. Aufgebracht drehe ich mich zu ihr um. “Spinnst du? Du hast uns eingesperrt! Als ob wir dir gehorchen würd-“ Mehr bringe ich nicht heraus, weil sich in diesem Moment Tayfun auf mich stürzt. Sie legt einen Arm um meinen Hals und würgt mich. Meine verzweifelten Versuche mich zu befreien schlagen fehl. Da lockert sich ihr Griff. Alain hat sie gepackt und schüttelt sie. Erleichtert richte ich mich auf, doch als ich Tayfun sehe, erstarre ich. Ihre Augen sind violett mit einem roten Kreis! Ihr ganzer Körper ist von einer dunklen Aura umhüllt. Aus ihren Fingerspitzen sprühen rote Funken. Wenn Blicke töten könnten, wäre sie jetzt ein Massenmörder. “T-Tayfun?“ frage ich vorsichtig. Doch Tayfun schlägt Alain in den Bauch, sodass er stöhnend zusammenbricht. Dann faucht sie laut und die schwarze Aura umhüllt sie vollständig.

    (Tayfun's Sicht)
    Ich bin in einem komplett schwarzem Raum. Nur eine Art Fernseher ist dort. Ich sehe entsetzt zu, wie ich mich auf Luna stürze. Die Arme bekommt kaum noch Luft! Da packt mich Alain. Erleichtert atme ich auf und beobachte, wie Luna sich aufrichtet. Da fällt mir Lightning neben ihr auf. In ihren blauen Augen spiegelt sich ihre Angst wieder. Moment.... blau? Hatte sie nicht violette Augen? Wie Cloud? Sie wirkt auch nicht mehr so böse. Mehr kann ich nicht feststellen, denn mein besessener Körper rammt meine Faust in Alain's Bauch. Meine Augen weiten sich vor entsetzen als Alain zusammenbricht.
    “Furchtbar, nicht war?“
    Erschrocken drehe ich mich um. Cloud! “Was machst du denn hier?“ “Ich erledige meine Aufgabe. Es ist sehr kompliziert, aber lass es mich dir erklären. Mein Vater..... ist dieses schwarze Lugia. Nein, sag nichts, lass mich erklären. Meine Mutter war einst glücklich verheiratet. Sehr glücklich. Doch ihr Mann verstarb bei einem Kampf gegen ein Garados. Ein mächtiges Garados. Es zerstörte ganze Städte. Zusammen mit anderen Trainern wollte er es aufhalten. Geschafft haben sie es, aber das konnte er nicht mehr miterleben. Er wurde von einem Hyperstrahl direkt getroffen. Meine Mutter war am Boden zerstört. Dark Lu nutzte ihren schwachen Geist aus. Er verwandelte sich in die Gestalt ihres Mannes und ließ sie denken, er wäre noch am Leben. Und es klingt absurd, aber sie hat es geglaubt und normal weitergelebt. Bis ich auf die Welt kam. Da offenbarte Dark Lu seine wahre Gestalt. Er gab ihr einen Meisterball mit einem kleinen Kristall. Der Kristall ist ein Splitter seines Zahns. Er begann sie zu beherrschen. Aber da sie den Ball nie direkt berührte, griff sie nicht einfach blindlinks jemanden an so wie du.“ Plötzlich beginnen wir uns aufzulösen. Cloud realisiert es kurz und redet dann weiter. “Die Zeit wird knapp, also fasse ich mich jetzt kurz. Da ich der Sohn von Dark Lu bin, müsste ich theoretisch halbwegs immun sein. Du wirst gleich zu Lou geschickt. Erkläre ihr alles. Und sag ihr, dass ich sie liebe.“ Augenblicklich schüttel ich den Kopf. “Das kannst du ihr sagen wenn du zurückkommst.“ Cloud lächelt kurz traurig, dann lösen wir uns beide auf.

    (Luna's Sicht)
    Endlich löst sich die schwarze Aura ein wenig auf. Doch es ist nicht mehr Tayfun die dort steht. Es ist Cloud!

article
1486539987
Pokémon - Dark Clouds
Pokémon - Dark Clouds
Die 14-jährige Kiara Nevers landet durch Zufall in der Pokémon Welt und verliert ihr Gedächtnis. Aber war es wirklich Zufall, dass sie hier landete?
http://www.testedich.de/quiz46/quiz/1486539987/Pokmon-Dark-Clouds
http://www.testedich.de/quiz46/picture/pic_1486539987_1.jpg
2017-02-08
407H
Pokemon

Kommentare (24)

autorenew

Lou ( von: Louna)
vor 76 Tagen
Interessant...... keiner ist bis jetzt auf Clouds Vorgeschichte eingegangen.
Lou ( von: Louna)
vor 85 Tagen
Gewesen. Jetzt ist es Cloud. ^^'
Tayfun ( von: Tayfun)
vor 85 Tagen
Sparx: AAH! TAYFUN IST BÖSE ! 😨
Tayfun ( von: Tayfu)
vor 153 Tagen
Hunter: Ich mag Skreeju^^
Sparx: Wer hätte das gedacht? *sarkastisch*
Luna ( von: GrinseKätzchen :3)
vor 157 Tagen
Demon: Boar großer Aplaus Luna ist so do...of und lässt sich fangen.
Ja danke Demon -.-´
Demon: Trotzdem tolle Kapitel!
Lou ( von: Louna)
vor 167 Tagen
Leichte Agressionsprobleme? XD
Tayfun (75214)
vor 167 Tagen
Cool!
Spyro: Da hat wohl jemand Agressionsprobleme
Sparx: Ich dachte ich bin der einzige dem das aufgefallen ist.
Lou ( von: Louna)
vor 167 Tagen
Zap: *hustet übertrieben*
Uhm.... wenn ich wieder Ideen habe.....
Zap: Die will ernsthaft eine neue FF anfangen!
Ich krieg das schon hin.....
Tayfun ( von: Tayfun)
vor 167 Tagen
Ist das spannend!
Sparx&Hunter: Wann kommt der nächste Kapitel? *überdreht*
Spyro: *grinst*
Lou ( von: Louna)
vor 176 Tagen
*jubel und tanze durch's ganze Haus* Es gefällt ihr!
Zap: Beruhig dich!
Tayfun (75214)
vor 176 Tagen
Super Kapitel^^
Sparx: So tollpatschig bin ich überhaupt nicht! *fliegt gegen eine Wand*
Spyro: Natürlich nicht Sparx *sarkastisch*
Luna ( von: GrinseKätzchen :3)
vor 178 Tagen
Ich wäre nach jahren nicht drauf gekommen =.=´
Demon: Du sitzt ja eher an Englischen Liedern -.-´
Tayfun ( von: Tayfu)
vor 180 Tagen
*werfe mit Tali und Lilly die Schokolade abwechselnd hin und her*
Sparx: SCHOKI *-*
Tali *wirft Schoko versehentlich zu Ash*
Ash: Huh? Schokolade? Ich bin mal so frei.
Sparx: SCHOKOLADE!
Ash: AAAAH! *rennt mit den Schokolade weg*
Lou ( von: Louna)
vor 180 Tagen
Shady: Juuuhuuuuuuu! ^^ *hält sich fest*
Tayfun ( von: Tayfun)
vor 180 Tagen
Sparx: Wieso sollte ich?
Tali: Hey Sparx!^^ *hält winkend eine Schokotafel in der Hand*
Sparx: Schokolade! *rennt Tali hinterher*
Tali *wirft Schoko zu Lilly*
Lilly *wirft es zu mir*
Sparx *fliegt jedem hinterher* SCHOKOLADE! MEINS MEINS MEINS MEINS MEINS!
Lou ( von: Louna)
vor 180 Tagen
Okay, krieg ich hin.
Shady: *sitzt auf Sparx* Hüh!
Tayfun ( von: Tayfun)
vor 180 Tagen
Hmm....Vorschläge für mein Kapitel....Mir und Lilly ist aufgefallen, dass Minusch in letzter Zeit immer irgendwohin verschwindet und wollen herausfinden was los ist.
Sparx: Mehr fällt dir nicht ein, Tayfun?
Entschuldige Mal Glühbirne! Mir fallen nicht immer gleich Vorschläge ein, wenn ich mit den Fingern schnipse!
Sparx: Und wenn du Arceus um Hilfe bittest?
Ernsthaft Sparx? -_-'
Lou ( von: Louna)
vor 181 Tagen
Okay, gute Nacht!
Tayfun ( von: Tayfun)
vor 181 Tagen
Das nächste Kapitel aus meiner Sicht, Ideen sage ich dir morgen^^
Lou ( von: Louna)
vor 181 Tagen
Ist richtig!!!!! Und..... wie soll ich das jetzt verstehen? Willst du selbst schreiben oder was meinst du? Wenn nicht....
Aus wessen Sicht soll das nächste Kapitel sein?
Eventuell Ideen was passieren soll?