Springe zu den Kommentaren

Fehler im System, eine Sci-Fi Story

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
5 Kapitel - 6.615 Wörter - Erstellt von: Kiara Fenyx - Aktualisiert am: 2017-02-27 - Entwickelt am: - 417 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 4 Personen gefällt es

Noreen ist ein Mädchen von 14 Jahren, sie lebt mit ihrem Vater und kleinen Bruder in einer in Smog erstickenden Großstadt und führt dort das Leben einer Arbeiter-Ameise, wie jeder andere Mensch auf dem Planeten Erde.
Doch nach einem seltsamen Vorfall mitten in der Nacht, ist Noreen sich sicher, das mehr hinter dem steckt, was passiert ist.

Ich wünsche gute Unterhaltung, über Kritik und Verbesserungsvorschläge freue ich mich jederzeit-

Kiara Fenyx

1
((unli))1. Kapitel, die Stadt((eunli)) Der Zug raste über die summende Stadt hinweg. Ich presste meinen Rücken gegen den Sitz und versuchte, nicht n
1. Kapitel, die Stadt

Der Zug raste über die summende Stadt hinweg. Ich presste meinen Rücken gegen den Sitz und versuchte, nicht nach unten zu sehen, während wir eine Brücke überquerten. Über fünfzig Meter unter uns vermutete ich den Fluss, der die Wohnviertel von den riesigen Industriegebieten trennte, die wir heute besichtigen sollten. Er toste gegen die Pfeiler, die die Schienen dem Himmel entgegenreckten.
Meine Freundin Lucie beobachtete mich nachdenklich. „Du hast dir also schon überlegt, was du studieren möchtest?“, kam sie auf das Thema zurück, das unser Gespräch bis vor kurzem noch verfolgt hatte. „Wir sind in der achten Klasse...“. „Aber du magst Naturwissenschaften!“. „Chemie, ja. Und Bio. Das war es dann auch “.
Meine Freundin schüttelte den Kopf. „Trotzdem! Ich muss wissen wo du studierst, damit ich da auch hin kann!“.
„Ich habe mich für nichts großartiges entschieden“, sagte ich bestimmt. „Vielleicht ziehen wir auch noch weg. Näher ans Meer, hat mein Dad gesagt“. Lucie kümmerten meine letzten Worte kaum. „Aber solltest du bleiben...!“.
Ich lies meinen gelangweilten Blick nun durch das Innere des Zuges schweifen. Auf den zusammengepresst aussehenden Metallsitzreihen, die mit einem filzähnlichen Stoff bespannt waren, rekelten sich meine Mitschüler.
Viele von ihnen schienen noch nicht wirklich wach zu sein, einige hatte einfach die Augen geschlossen und dösten vor sich hin. Einige blickten zum Fenster hinaus, wo über dem Meer aus rauchenden Fabrikschloten bereits die Sonne aufging und begann, den schwarzen Himmel wieder blau zu färben. Seit so viel Staub in der Luft hing, waren Sonnenaufgänge besonders spektakulär. Abends sah man oft nichts vom Sonnenuntergang, wegen des Smogs, der den gesamten westlichen Himmel verhing. Nur die schweren, grauen Wolken färbten sich von unten rosa.
„Ich schätze, wenn man in dieser Stadt lebt und keine Naturwissenschaften mag, kann man gleich die Hoffnung auf einen „guten Job“ aufgeben. Außer du wirst Anwalt“, fügte meine rothaarige Freundin hinzu, und sie hatte Recht.
Das hier war eine Industriestadt, voller Chemiewerke, Unternehmen, Fabriken, Stromkraftwerken, eben allem, was das genaue Gegenteil von „Paris-Feeling“ auslöste.
Außer bei mir vielleicht. Ich und viele andere kannten es nicht anders, und viele würden Zeit ihres Lebens nicht von hier verschwinden.
Meine Heimat war ein dunkles, dreckiges Loch, auch wenn moderne Technik allem und jedem die beschränke Freizeit versüßte. Wir hatten da noch diesen Park, ein paar mit Graffiti bekritzelte Sitzbänke in der Mitte einer verwucherten Rasenfläche voller wild wachsendem Gestrüpp, aber dieser war längst keine Attraktion mehr. Aber was war das heutzutage noch...
„Hallo? Träumst du?“. Lucie rückte ihre randlose Brille zurecht, während sie eine wiederverschließbare Tüte zu Tage förderte, die mit Karottenstäbchen gefüllt war.
Ich grinste und schnappte ihr ein orangenes Stück aus den Fingern, bevor sie davon abbeißen konnte. Sie lachte und hielt mir die Tüte hin. „Du Elende, die du nie Essen dabei hast!“.
Langsam verlor der Zug an Geschwindigkeit, während wir in eine weiträumige, glitzernde Bahnhofshalle einfuhren. Unter bunten Leinwänden, auf denen ein Werbespot nach dem anderen abgespielt wurde, liefen Menschen in ihrem täglichen Morgenstress in Richtung ihrer nächsten zehn Stunden Schicht. Das Lächeln, das beim herumalbern mit meiner Freundin auf meinen Lippen erschienen war, verblasste ein wenig, als ich diesem Gedränge alter Leute zu sah, die sich gegenseitig anrempelten, um noch einen Sitzplatz zu bekommen.
„So werden wir also eines Tages enden!“, verkündete Lucie dramatisch und schwenkte einen Arm zum Zugfenster hin, auf dessen anderer Seite sich die Massen vorbeidrängelten. „Fest programmierte, brave Arbeitermaschinen, die...“.
Die Stimme unseres Begleitlehrers unterbrach meine hibbelige Freundin und wies sie unsanft zurecht: „Beherrschen Sie sich, Miss Chase“. Für einen Moment herrschte im ganzen Abteil eine unangenehme Ruhe, dann knirschte Lucie etwas zwischen ihren Zähnen hervor, dass den Worten: „Entschuldigen Sie bitte, Sir“, ähnelte. Der Mann mit dem strähnigen grauen Haar gab sich zufrieden und wandte seine Aufmerksamkeit wieder einem der Schüler zu, mit dem er vielleicht gerade über das Wetter geredet hatte.
Es war ja auch ein furchtbar anregendes Thema, hier, in dieser Stadt, in der man frische Luft an Haustüren verkaufen müsste, über sonnige Wärme zu reden. Wenn man Glück hatte, sah man sogar einen Zipfel Mittagssonne hinter den Wolkenmauern blitzen. Oder im Schneeregen einen blassen, glasähnlichen Regenbogen. Nein, niemanden interessiert das Wetter. Weil keiner rausgeht. Es ist dunkel ehe Kinder und Erwachsene zu Hause sind, nur die Sonntage sind frei. Aber es muss ja auch Zeit für Hausaufgaben sein, also bleiben die Straßen leer und still. Jeden Tag. Und wie Ameisen im Wald schuften wir für das größere Wohl.
article
1486305600
Fehler im System, eine Sci-Fi Story
Fehler im System, eine Sci-Fi Story
Noreen ist ein Mädchen von 14 Jahren, sie lebt mit ihrem Vater und kleinen Bruder in einer in Smog erstickenden Großstadt und führt dort das Leben einer Arbeiter-Ameise, wie jeder andere Mensch auf dem Planeten Erde. Doch nach einem seltsamen Vorfall...
http://www.testedich.de/quiz46/quiz/1486305600/Fehler-im-System-eine-Sci-Fi-Story
http://www.testedich.de/quiz46/picture/pic_1486305600_1.jpg
2017-02-05
4000
Fanfiktion

Kommentare (5)

autorenew

Kiara Fenyx ( von: Kiara Fenyx)
vor 143 Tagen
Danke Muria. Ich werde erstmal meinen Fokus auf meinen Blog und den Schreibwettbewerb von Torden! halten. Aber ich glaube, ich werde das hier nicht einfach im Raum stehen lassen. Nicht ohne wenigstens ein weiteres Kapitel! Das ist ein Versprechen....
Muria ( von: Murialana)
vor 148 Tagen
Coole Geschichte, du musst mal "Dove Arising" von Karen Bao lesen, das ist auch so was ähnliches wie deine ff. Ich werde deine Story jetzt auch weiterverfolgen und habe vollstes Verständnis, wenn du keine Zeit hast. Mir geht es bei meinen Ffs gleich.
Kiara Fenyx ( von: Kiara Fenyx)
vor 211 Tagen
UUUUND Kapitel fünf ist da. Etwas verfrüht... dafür kommt das nächste leider umso später.
Maggie (98083)
vor 223 Tagen
Cool! Kurzweilig und spannend! Schreib' weiter, bin sehr gespannt :-)
Kiara Fenyx ( von: Kiara Fenyx)
vor 223 Tagen
Update: Drittes Kapitel! Die Story schreitet voran, ich werde zusehen, dass es regelmäßig Fortsetzungen gibt, damit das ganze interessant bleibt. Ich würde mich weiterhin sehr über Kritiken und Tipps freuen.
LG
KF