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Blattgrüne in den Herzen der Warrior Cats - Kinderstubengeschichten und mehr

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9 Kapitel - 19.732 Wörter - Erstellt von: Hermine98 - Aktualisiert am: 2017-02-07 - Entwickelt am: - 790 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

"Komm zu mir, Silberjunges. Ich werde dir die Geschichten vieler vergessener Clankatzen erzählen. Keine Angst. Bei mir bist du sicher und nun höre gut zu." Eingebettet in die Geschichte von Silberjunges und Nebelmond werde hier in jedem Kapitel eine neue Kurzgeschichte über das Leben verschiedener Clankatzen schreiben. Das ist sozusagen die Fanfiction zu meinen Tests!

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"Wer bin ich heute? Wer? Sag schon, Nebelmond!" Silberjunges hüpfte aufgeregt um die hellgraue Kriegerin herum. Diese stieß ein amüsiertes Schnurren aus. "Lass mich überlegen, Silberjunges! Okay, ich kenne eine Geschichte." Das Junge plusterte sein Fell auf und setzte sich still hin. Stolz blickte die Kriegerin auf das Junge hinab und fing an zu erzählen: "Du bist Honigpfote und kommst aus dem Sandclan. Wie dein Name schon sagt, hast du rötlich-goldenes Fell. Deine Augen scheinen in einem hellen Grün, wie Blätter in der Blattgrüne. Du bist eine sehr gute Jägerin, obwohl du noch Schülerin bist. Kampftechniken liegen dir nicht so, aber für deinen Clan würdest du, wie es das Gesetz verlangt, sterben. Du bist eine fröhliche Kätzin, die auch noch jede Menge Fuchsdung im Kopf hat. Du hast zwei Brüder, die auch noch als Pfoten trainieren. Während die beiden von Nadelkralle und Schneeflug unterrichtet werden, ist dein Mentor Felsenkralle. Er ist einer der stärksten Krieger unter den Clans und wahrscheinlich auch irgendwann Anführer. Das ist ein kein Geheimnis.

Deine Story:
„Honigpfote!“, hörte sie ihren Mentor in den Bau rufen. Die Schülerin seufzte. Sie war noch so müde! Langsam blinzelte Honigpfote in das Licht. „Beeil dich. Wir werden heute neue Jagdtechniken proben.“, erklärte Felsenkralle und sie war schneller auf den Beinen, als ein Spatzenhirn „Maus“ sagen konnte. „Neue Jagdtechniken?“, miaute sie aufgeregt und sprang fast ihren Mentor um. „Ja, aber erst musst du den Ältesten neues Moos bringen.“, antwortete er streng. Sie sah trotzdem das amüsierte Funkeln in seinen Augen. „Das war ein Trick! Du wusstest, dass ich wach werde, wenn du etwas vom Jagen erzählst.“, maunzte Honigpfote gespielt beleidigt. Ihr Mentor schnurrte belustigt und gab ihr mit dem Schwanz ein Zeichen. Sie sollte nun ihre Arbeit tun. Schnell trabte sie zum Ältestenbau. Umso schneller sie fertig wurde, umso schneller konnte sie jagen. „Hallo Honigpfote.“, begrüßte ein grau gestreifter Schüler sie, als sie in den Bau kam. Er schob schon das alte Moss beiseite, um für das neue Platz zu machen. „Hast du gut geschlafen, Steinpfote?“, fragte Honigpfote freundlich. Sie mochte ihren Baugefährten sehr gern und obwohl er einen Mond älter war, verhielt er sich nicht so besserwisserisch wie die anderen. „Ich habe kaum ein Auge zugetan bei dem Schnarchen von Wieselpfote.“, gestand der Schüler und sie nickte verständnisvoll. „Soll das hier eine Plauderrunde werden?“, mischte sich nun Weißauge, eine mürrische Älteste ein. „Lass sie doch, sie sind doch noch jung!“, verteidigte sie Glanzpelz und schnurrte. Honigpfote beugte sich zu Steinpfote und flüsterte: „Ich glaube, wir sollten nun besser verschwinden und frisches Moos holen, bevor Weißauge uns den Pelz vom Fleisch kratzt.“. Sie machten sich auf dem Weg zum alten Fuchsbau. „Wer als erstes da ist!“, rief die Schülerin über ihre Schulter und raste los. Sie kannte den Weg auswendig und kam keuchend zum stehen. Sie wollte schon nach Steinpfote rufen, als er um einen Brombeerstrauch schlidderte. „Geh da weg!“, jaulte er und erschrocken prüfte sie die Luft. Fuchsgestank lag auf jeder Pflanze. Ein Knurren ließ sie herumfahren. Spitze Zähne fuhren auf die Stelle hinab, an der sie eben noch gestanden hatte. „Du kriegst sie nicht!“, knurrte Steinpfote böse, während er sich auf den Fuchs warf. Sein Kriegergeschrei kam tief aus seiner Kehle und war so bösartig, dass der Schülerin sich das Fell aufstellte. Steinpfote hatte sich im Nacken des Fuchses verbissen, der vor Schmerz auf schreite. Er drehte seinen Kopf und schleuderte den Schüler von seinem Rücken. Honigpfote erwachte aus ihrer Erstarrung. Sie musste etwas tun! Mit einem Jaulen riss sie dem Fuchs die Flanke auf und sprang daraufhin gleich wieder zurück. Steinpfote war wieder auf den Pfoten. Er zerkratzte dem Fuchs die Schwanzwurzel, während Honigpfote ihm über die Schnauze fuhr. Kreischend befreite sich der Fuchs und verschwand. Steinpfote sackte auf dem Boden. Schnell lief sie zu ihm und untersuchte ihn. Er blutete stark aus einer Wunde am Nacken und er hatte sich eine Kralle ausgerissen, aber sonst schien er unverletzt. Vorsichtig leckte sie ihm über das Ohr. Er öffnete die Augen. „Honigpfote?“, keuchte er und sie schnurrte beruhigend. „Dir ist nichts passiert! Dem Sternenclan sei Dank!“, krächzte er dennoch und sie fuhr ihm mit dem Schwanz über den Mund. „Sag jetzt nichts. Du musst deine Kräfte sparen und ich muss dich zu Tüpfelschweif bringen!“, ermahnte sie ihn sanft und fügte leise hinzu: „Danke…“. Erstaunt blickte er sie an. „Wofür?“. „Naja, du hast mir das Leben gerettet und ich weiß nicht, wie ich das dir jemals zurückgeben kann.“, murmelte sie verlegen und er leckte ihr die Wange. „Sei einfach so, wie du bist.“, murmelte er liebevoll und ihr Pelz kribbelte. Würde sie jemals den Mut haben, ihm zu sagen, dass sie mehr als Freundschaft empfand?
Erschrockene Schreie hallten über die Lichtung, als Steinpfote, an Honigpfote gestützt, auf die Lichtung humpelte. „Was ist passiert?“, fragte Natternstern sie sofort und Honigpfote erzählte ihm die Geschichte, während Steinpfote von Tüpfelschweif und seiner Mutter Sonnenstrahl versorgt wurde. „Steinpfote hat mir das Leben gerettet und dem Fuchs eine Lektion erteilt, die er niemals vergessen wird. Er hat wie ein Krieger gekämpft.“, endete sie und Steinpfote murmelte Protest, dass es ein ausgemergelter, kleiner Fuchs war und Honigpfote ja mitgekämpft hatte. Sie sah ihn sanft an. So war er. Niemals selbstverliebt. Noch am selben Tag wurde die Kriegerzeremonie für ihn abgehalten und er bekam den Namen Steinkralle, in Ehren an die Kralle, die er am Fuchs gelassen hatte. „Steinkralle!“, jaulte Honigpfote so laut sie konnte in den Sternenhimmel. Trauer machte sich in ihr breit, als sie bemerkte, dass sie nun nicht mehr in einem Bau schlafen würden. „Was ist denn los? Freust du dich nicht?“, fragte ihr Bruder sie überrascht, aber sie beantwortete seine Frage nicht. Er fing an zu schnurren. „Du bist verliebt.“, stellte er fest und die Schülerin sah ihn erschrocken an. „Keine Angst, er mag dich auch.“, versprach er und ließ seine Schwester stehen. In Gedanken versunken ging sie in ihr Nest.
Am nächsten Morgen schüttelte sie sich das Moos aus dem Pelz und betrat die Lichtung. „Honigpfote! Du kannst heute mit mir Jagen gehen. Ich habe Felsenkralle gefragt.“, kam Steinkralle auf sie zu. Verwundert starrte sie ihn an. „Willst du dich nicht von der Nachtwache ausruhen?“, miaute sie und er wirkte enttäuscht. „Also wenn du nicht mit mir jagen willst… dann geh ich halt mit Haselpelz…“, murmelte er und schnell stellte sie sich ihm in den Weg. „Nein! Ich würde liebend gerne mit dir jagen!“, stellte sie rasch klar. Zusammen gingen sie in zu den Felsspitzen. Plötzlich blieb er stehen. „Honigpfote. Ich muss dich etwas fragen. Willst du meine Gefährtin sein?“. Schnurrend rieb sie ihren Kopf an seiner Schulter. „Ja! Ja, das will ich und bald bin ich auch eine Kriegerin.“, miaute sie. Stürmisch leckte Steinkralle ihr das Gesicht.

Ein Blick in die Zukunft: Es waren schon Monde vergangen seit Honigfell ihren Kriegernamen bekommen hat. Sie hatte schon zwei Würfe mit Steinkralle bekommen. Insgesamt hatten sie fünf Junge: Mauseschweif, eine braune Königin, Blattsprenkel, eine silberne Heilerin, Adlerfeder, ein braun-weißer Krieger, Nebelteich, eine dunkelgraue Kriegerin und Felsenherz, ein braun-rötlicher Kater, in Ehren an ihren ehemaligen Mentor. „Honigfell, kannst du eine Patrouille mit Nebelteich und Graspfote zu den Felsspitzen führen?“, hallte die Stimme ihres Gefährten über die Lichtung. Sie neigte den Kopf vor dem zweiten Anführer und dachte daran, wie stolz sie doch auf ihn und auf ihre Jungen war. Niemals würden sie aus ihrem Herzen verschwinden."

Sanft leckte Nebelmond dem schlafenden Jungen übers Ohr. Eine schwarzweiße Königin betrat die Kinderstube und schnurrte überrascht. "Wie hast du das nur geschafft, Nebelmond?", mauzte sie leise um ihr Junges nicht zu stören. Die graue Kriegerin sah ihre Schwester liebevoll an. "Man muss nur die richtigen Geschichten kennen."

Kommentare (5)

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Hermine98 (78032)
vor 295 Tagen
@Aurora_Metis: Hey vielen Dank für die superlieben Worte! Das motiviert mich ungemein! :)
@Blauherz: Dankeeee! Ja das mach ich! HDAGDL 😘❤
Blauherz ( von: Blauherz)
vor 297 Tagen
Wooow suuuper geschrieben und so viel😍💙❤

SUUUPER!!!!!!

Werde bis zum 17. April nicht mehr auf TD kommen, bitte schreib mir per Email, wann es weitergeht❤❤💙💙😘

HDGDL!

~Blue
Aurora_Metis ( von: Aurora_Metis)
vor 298 Tagen
Wow deine Geschichten sind echt toll geschrieben! Mir hat Nachtschattens Story am meisten Gefallen
Ein großes Lob an dich^^
Hermine98 (78032)
vor 303 Tagen
@Wiesenschweif: Ich danke dir für die tolle Rückmeldung!
Wiesenschweif (17442)
vor 304 Tagen
Die Geschichten sind wunderschön aber auch irgendwie traurig. Ich fand die Geschichte von Mohnregen am schönsten