Springe zu den Kommentaren

Starlight Express-Kinderrusty

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 1.441 Wörter - Erstellt von: Muriel Snape - Aktualisiert am: 2017-02-07 - Entwickelt am: - 332 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 4 Personen gefällt es

Mik ist ein Außenseiter. Aber nur, weil seine Klassenkameraden sein Geheimniss nicht kennen. Er ist nämlich der Darsteller für den 'Rusty' in Starlight Express. (Bei mir ist Starlight Express ein Musical, in dem nur Kinder mitspielen.

1
Hey, ich wage mich auch mal an eine Fanfiktion. Ich liebe Musicals, StEx ist eines meiner Lieblingsmusicals und ich wollte eine FF dazu schreiben. In meiner FF wird das Musical nur von Kindern gespielt und Mik ist die Hauptrolle. Ich weiß, dass manche Sachen in der FF unrealistisch sind, aber es ist halt eine Fanfiktion. Ich war erst einmal in StEx, das war so um 2007/8 rum, dementsprechend erinnere ich mich nicht mehr sooo gut an die Show. Ich kenne aber die CD und alle Liede in und auswendig. Das Liedermaterial und das Musical an sich gehört nicht mir. Ich verdiene hiermit kein Geld.
Und jetzt viel Spaß mit unserem Kinderrusty.

Steckbrief:
Marik:
Name: Marik Möller
Spitzname: Mik, so nennt ihn sein Kumpel Jannis, seine Familie und seine Starlight-Freunde
Alter: 12
Aussehen: Kurze, dunkelbraune Haare, die sehr strubbelig sind und von einem Bandana gehhalten werden grüne Augen, normal groß, Muskeln durch Sport
Klasse: 6c
Freunde: Jannis und seine Starlight-kollegen, besonders Tim, Ben, Gabriel, Lucy, Nico und Henry
Beliebtheit: Nicht so beliebt in der Klasse, eher der Außenseiter, die Anderen ärgern ihn oft
Familienmitglieder: Mutter Sabine, Vater Thorsten (Auf Geschäftsreise), Bruder Mo (Moritz, 15), Schwester Mel (Melina, 17) Er hat ein sehr gutes Verhältniss zu seinen Geschwistern und vertraut ihnen alles an.
Interessen: Musical spielen, Rollschuh fahren, Breakdance, Parkour, Tennis
Rolle im Musical: Rusty
Sonstiges: Er gibt allen Leuten Spitznamen, da er es nicht mag, immer so lange zu brauchen, um die Namen auszusprechen.

Jannis:
Name: Jannis Löwe
Alter: 12
Aussehen: schulterlange, strohblonde Haare, braune Augen, groß und breit gebaut
Klasse: 6c
Beliebtheit: Die Anderen mögen ihn zwar, aber finden es nicht so toll, dass er immer bei Mik ist
Interessen: Fußball, Gitarre, Skateboard fahren

Tim:
Name: Timon Leer
Spitzname: Tim
Aussehen: Kurze, schwarze Haare, graue Augen, muskulös, groß
Rolle im Musical: Red Carboose
Verhältnis zu Mik: Sein bester Musical-Freund
Sonstiges: Immer gut gelaunt




Konzentriert befreie ich die Banane, die meine Mutter mir eingepackt hat, von ihrer Schale und beiße rein. Mit einem gekonnten Wurf versenke ich die Schale in einem Mülleimer und esse weiter, während mein Kumpel Jannis versucht, sich die Englischvokabeln einzuprägen. Passend zum Klingeln der Schulglocke schlucke ich mein letztes Stück Banane herunter und schlendere zum Schulhaus, um die Musikstunde, die jetzt folgt, zu ertragen. Danach haben wir nur noch Englisch und dann kann ich endlich mit dem Zug nach Bochum fahren und mich dem Training widmen, welches mir doch wesentlich mehr Spaß macht, als die Schule. In Gedanken versunken lasse ich mich auf meinen Platz neben Jannis fallen und denke an die Auftritte am Wochenende. Ich bin zwar schon öfter als Rusty über die Bühne gedüst, aber ich bin immer noch aufgeregt. Als Frau Neumann ins Klassenzimmer kommt, stehe ich schon automatisch auf und rattere mit meinen Klassenkameraden die Begrüßung runter. Danach sinke ich normalerweise wieder in meine Traumwelt, aber heute hindert mich das Strahlen unserer Musiklehrerin daran. Normalerweise schaut sie eher grimmig und fängt sofort mit dem stinklangweiligen Unterricht an, aber heute bleibt sie vor dem Pult stehen und schaut uns fröhlich an, bevor sie anfängt zu sprechen „Ich habe gute Neuigkeiten! Da wir unser letztes Thema beendet haben, fangen wir diese Stunde mit unserem nächsten Thema an, nämlich Musicals. Da die restlichen sechsten Klassen auch mit diesem Thema in nächster Zeit beginnen, haben die anderen Musiklehrer und ich eine Fahrt nach Bochum organisiert, dass unsere sechsten Klassen nächsten Monat, am dreizehnten Oktober zusammen in das Musical „Starlight Express“ gehen können. Die Darsteller im Kindermusical haben in etwa euer Alter. Die Aktion ist Samstags, da das Musical nur am Wochenende gespielt wird. Daher werden wir Freitagmorgens fahren und bis Samstagabend bleiben. Wir haben eine Stadttour durch Bochum eingeplant und ich habe vom Starlight Expressleiter angeboten bekommen, dass wir uns das Gelände, wo die Kinder fast jedes Wochenende verbringen, anschauen können und Samstags zeigen sie uns vor der Vorstellung noch das ganze Gebäude, wo das Musical läuft. Wenn ihr an den Tagen nicht könnt, hätte ich gerne eine Entschuldigung mit Erklärung von euren Eltern. Hier ist noch ein Elternbrief.“ Es dauert eine Weile, bis ich ihre Worte realisiere und bemerke, dass mir der Mund offen steht. „Bist du an dem Tag dran?“, flüstert Jannis mir zu. „Ja, verdammt“, flüstere ich zurück. Jannis ist der einzige, außer meiner Familie, dem ich vor einem Jahr von meiner Rolle als Rusty, die ich damals bekommen habe, erzählt habe. Ich wollte vor meiner Klasse nicht als Angeber dastehen. Außerdem wollte ich nicht, dass sie mich auf diese Erkenntnis reduzieren würden, seit Anfang der fünften Klasse bin ich ein Außenseiter und ich will nicht, dass plötzlich Alle mit mir befreundet sein wollen, nur weil ich die Hauptrolle in einem berühmten Musical habe. Ich will echte Freunde, wie Jannis und keine falschen. Und damit übertreibe ich nicht, denn ein Mädchen aus meiner Parallelklasse ist super beliebt, nur weil sie für den Anfang des Musicals die Mutter des kleinen Jungen eingesprochen und gesungen hat. Jetzt habe ich ein Problem, den Auftritt kann ich nicht absagen und zu hoffen, meine Klasse wird mich nicht erkennen, ist etwas unsicher. „Marik, ich habe dich was gefragt!“, ertönt plötzlich die Stimme meiner Klassenlehrerin und holt mich zurück in die Wirklichkeit. Schnell schließe ich meinen Mund, versuche, einigermaßen intelligent auszusehen und schaue meine Lehrerin an. „Entschuldigung, Frau Neumann, ich war gerade in Gedanken. Wie war die Frage noch einmal?“ „Letzte Verwarnung, Marik, es ist immer das selbe mit dir. Du bist einfach ein Träumer. Ich wollte wissen, was du für Musicals kennst!“ „Starlight Express, Tarzan, Mary Poppins, König der Löwen, Tanz der Vampire, das Wunder von Bern, Jekyll and Hyde“ rattere ich herunter. Ich hätte noch tausend andere aufzählen können, ich liebe Musicals, aber Frau Neumann stoppt mich: „Na das sind doch schon einige, was weißt du denn alles über Starlight Express? Das soll schließlich unser erstes Thema sein.“ Ich muss grinsen. Natürlich könnte ich ihr jetzt alle Einzelheiten erklären, doch das scheint mir ein wenig unpassend. Also belasse ich es bei einer simplen Erzählung der Geschichte von Rusty, Pearl, Greaseball, Elektra und den anderen Zügen. „Das Besondere an diesem Musical ist, dass es auf Rollschuhen aufgeführt wird.“, beende ich meinen Redefluss und endlich lässt mich unsere Lehrerin in Ruhe und fängt an, ein Tafelbild anzufertigen. Die restliche Stunde geht schleppend vorrüber und in der darauffolgenden Englischstunde bin ich so aufgewühlt, dass ich den Vocabeltest, mit dem unser Lehrer uns überrascht hat, komplett verhaue. Zum Glück ist die Schule daraufhin aus und ich stürme allen voran aus dem Schulhaus. Draußen verabschiede ich mich noch schnell von Jannis und renne zu meiner Bushaltestelle. Zuhause esse ich schnell ein paar Spaghetti, tausche meinen Schulranzen gegen meine gepackte Trainingstasche, verabschiede mich von meiner Familie und renne zum Bahnhof, der glücklicherweise nur eine Straße weiter liegt. Während ich auf meinen Zug warte, stimme ich mich schon in Starlight-Stimmung, indem ich mir meine Kopfhörer ins Ohr stecke und in Gedanken die Choreographien zu den Liedern durchgehe. Erst im Zug fällt mir wieder mein Problem ein, meine Klasse kommt ja zu einer Vorstellung. Ich kann die Aufführung nicht absagen, damit würde ich meine Rolle riskieren, also bleiben nur die Möglichkeiten, es meiner Klasse vorher zu sagen, oder sie zu überraschen. Frau Neumann muss ich es sagen, sie braucht ja eine Entschuldigung, warum ich nicht kommen kann. Diesen Gedanken verschiebe ich allerdings auf heute Abend, ich will mir meine gute Laune nicht verderben lassen.

Kommentare (1)

autorenew

Leopardennebel und co. (96355)
vor 177 Tagen
Ich finde deinen Schreibstil sehr schön und deine Geschichte
auch, deshalb hoffe ich das du weiter schreibst.