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Die Stimme der Wüste [Warrior Cats Fanfiktion Wettbewerb, Runde 1]

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7 Kapitel - 3.172 Wörter - Erstellt von: SundayRain123 - Aktualisiert am: 2017-02-17 - Entwickelt am: - 848 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Während eines Sturms erhalten die Heiler zwei verfeindeter Clans eine düstere Prophezeiung, laut der nur das Licht am Rande des Flusses das Leben aller retten kann. Doch ist die junge Kriegerin Flusslicht wirklich die Auserwählte? Eine Älteste mit mutigen Herzen macht sich auf den Weg, die Wahrheit zu finden.

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    Hierarchie des ((big))Rabenclans((ebig)): Anführer: STEPPENSTERN - cremefarbener Kater mit hellbraunen Streifen und bernsteinfarbenen Augen Zweiter A
    Hierarchie des Rabenclans:

    Anführer: STEPPENSTERN - cremefarbener Kater mit hellbraunen Streifen und bernsteinfarbenen Augen

    Zweiter Anführer: GRÄSERFLUT - dunkelbraun gescheckter Kater mit gelben Augen

    Heiler: BUSSARDFEDER - weiß-dunkelbraun gestreifter Kater, Mentor von EULENPFOTE

    Krieger/Kriegerinnen:

    REGENMOND - großer, blaugrauer Kater mit gelben Augen
    SILBERNEBEL - silberweiße Kätzin mit blauen Augen
    HELLDONNER - weißer Kater mit braunen Pfoten und braunen Augen
    SONNENTAU - orange Kätzin mit gelben Augen, Mentorin von GRAUPFOTE
    WIESENGRAS - grau-schwarzer Kater mit blauen Augen, Mentor von WEGPFOTE
    DORNENSPRUNG - hellbrauner Kater mit braunen Augen
    FEDERHERZ - silber-braun-schwarz gefleckter Kater mit grünen Augen, Mentor von STURMPFOTE
    FUCHSRUF - sandfarbene Kätzin mit dunkelbraunen Pfoten und Ohren, grüne Augen
    SCHAKALFANG - hellbrauner Kater mit dunkelbraunen Pfoten und Ohren, gelbe Augen
    BLÜTENSAND - braune Kätzin mit einem roten Fleck an der Seite, gelbe Augen
    WINDLÄUFER - kleiner, schwarzer Kater mit bernsteinfarbenen Augen, Mentor von ELSTERPFOTE
    FLUSSLICHT - hellgraue Kätzin mit grünen Augen

    Königinnen:
    NEBELLICHT - weiße Kätzin mit grauem Schimmer und blauen Augen, Mutter von TROPFENJUNGES und WÜSTENJUNGES
    LANGHERZ - braun-schwarz gefleckte Kätzin mit grünen Augen, Mutter von SANDJUNGES und WASSERJUNGES
    WALDREGEN - hellbraun und dunkelbraun gestreifte Kätzin mit grünen Augen, Mutter von BLUMENJUNGES, DAMPFJUNGES und RAUCHJUNGES

    Schüler:
    STURMPFOTE - hellbrauner Kater mit grauen Augen
    WEGPFOTE - schwarze Kätzin mit grünen Augen
    ELSTERPFOTE - schwarz-weißer Kater mit braunen Augen
    GRAUPFOTE - hellgraue Kätzin mit silbernen Augen
    EULENPFOTE - dunkelbraun-schwarze Kätzin mit grünen Augen

    Älteste:
    UFERLICHT - silbergraue Kätzin mit vielen Narben und gelben Augen
    DONNERGRAS - sandfarbener Kater mit braunen Augen
    WIRBELSTURM - schwarze Kätzin mit grünen Augen

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    Hierarchie des ((big)) Adlerclans((ebig)): Anführer: FALKENSTERN - schwarz-braun getupfter Kater mit grünen Augen Zweiter Anführer: GEWITTERSTURM -
    Hierarchie des Adlerclans:

    Anführer: FALKENSTERN - schwarz-braun getupfter Kater mit grünen Augen

    Zweiter Anführer: GEWITTERSTURM - schwarzer Kater mit kalten, blauen Augen

    Heilerin: ERDHERZ - dunkelbraune Kätzin mit grünen Augen

    Krieger/Kriegerinnen:
    EDELHERZ - weiße Kätzin mit silbernen Augen
    FUNKENWIND - roter Kater mit grünen Augen, Mentor von BRUCHPFOTE
    NADELKRALLE - schwarz-silberne Kätzin mit gelben Augen
    BAUMPELZ - brauner Kater mit grünen Augen
    WÜSTENFUCHS - kleine, sandfarbene Kätzin mit grünen Augen, Mentorin von KLIPPENPFOTE
    SCHATTENTATZE - graue Kätzin mit silbernen Augen
    KLEINSCHATTEN - schwarzer Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    WOLFSKRALLE - dunkelbrauner Kater mit braunen Augen
    DUNKELSAND - schwarz-dunkelbraune Kätzin mit gelben Augen, Mentorin von GELBPFOTE

    Königinnen:
    HIMMELSPRUNG - blaugraue Kätzin mit gelben Augen, Mutter von STRAUCHJUNGES
    REGENWOLKE - schwarze Kätzin mit blauen Augen, Mutter von WOLKENJUNGES, KAKTUSJUNGES und KRALLENJUNGES

    Schüler:
    BRUCHPFOTE - hellgraue Kätzin mit blauen Augen
    KLIPPENPFOTE - dunkelgrauer Kater mit braunen Augen
    GELBPFOTE - sandfarbene Kätzin mit gelben Augen

    Älteste:
    KUPFERFELL - rötliche Kätzin mit grünen Augen
    ECHSENKRALLE - schwarz-weißer Kater mit blauen Augen

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    ((maroon))((cur)) Fänge aus Dunkelheit werden euch zerreißen und fortspülen, erscheint nicht ein Licht am Rande des rasenden Flusses, euch zu rette
    Fänge aus Dunkelheit werden euch zerreißen und fortspülen, erscheint nicht ein Licht am Rande des rasenden Flusses, euch zu retten.

    So ist das mit Prophezeiungen - niemand versteht sie. Niemand weiß, was gemeint ist. Bis es dann zu spät ist.

    Ein scharfer Wind trieb den neuen Morgen heran und färbte den Himmel golden und blutrot. Ich erinnere mich, dass die Luft ein wenig bitter schmeckte, wie kurz vor einem Sturm. Die Krieger waren schon längst losgezogen, um Beute zu machen. Ihre Pfotenspuren waren bereits verweht. Das Lager war leer und ruhig. Donnergras lag neben mir auf dem roten Feuerstein und sagte kein Wort. Er war fast zehn Monde älter als ich. Stets war er stark und mutig gewesen, ein Vorbild für mich, doch nun hatte die Zeit seine braunen Augen trüb werden lassen und seine Zunge so schwer wie Blei. Alt war er geworden. Ich weiß nicht, was ich damals dachte, aber ich fühlte mich nicht alt. Nicht alt genug, um Älteste zu sein. Mond um Mond war ich mit den Kriegen ausgezogen, hatte die schnellsten Hasen gefangen, mit Schakalen gekämpft und in ewigen Wintern der Kälte getrotzt. Und nun - von einem Sonnenaufgang zum nächsten - sollte ich zu alt dafür geworden sein. “Es ist nun Zeit für dich Ruhig zu werden, Uferlicht.“ Das hatte Steppenstern gesagt und mich mit seinen Bernstein-Augen angesehen, als würde er mir eine Freude machen. Er hatte Recht. Mein Herz hatte viele Monde gezählt, milde wie harte, und meine Schritte waren kleiner geworden, meine Krallen stumpf. Und doch, es stecke noch Kraft in meinen müden Knochen und auch wenn es so sein sollte, wollte ich nicht glauben, dass mein Krieg zu Ende war. Die finale Schlacht, so dachte ich, steht noch aus. Ich sollte Recht behalten.

    Als die Sonne ihren Höchsten Stand erreichte, brach der Sturm los, mit einer Kraft, als hätte er Ewigkeiten in Fesseln gelegen und nun endlich gewagt sich loszureißen. Der scharfe Ostwind trug Wüstensand mit sich, der in den Augen brannte und die Pelze der Katzen rot färbte. Für den Clan war es zu gefährlich geworden in den Bauen zu verweilen, die nur aus losen Steinen und Gestrüpp bestanden. Das meiste war bereits am Morgen verweht worden. Ein Sandsturm kann einer Katze das Leben kosten. Kann sie einfach davon tragen und niemals mehr ausspucken. Steppenstern wusste das und wie sein Vater vor vielen Monden erinnerte er sich an eine Höhle im Stein, die in der Nähe unserer einzigen Wasserquelle lag. Hases Hoffnung, so wurde sie liebevoll genannt. An jenem Tag war sie unsere Hoffnung. Der Weg dorthin war beschwerlich und nahm zwei Leben. Eines von Langherz` Jungen und eine junge Schülerin. Wir waren viel zu Spät losgezogen. Langherz gab Sonnentau die Schuld für den Tod ihrer Kleinen, denn sie war der Grund für die Verzögerung unseres Aufbruchs gewesen. Sie hatte ein Präriehuhn gefangen und mit der schweren Beute im Maul war sie langsamer als sonst. Ihre Mühe war umsonst, denn das Huhn blieb im Lager zurück. Eine gehaltreiche Mahlzeit an den Sand verschenkt.
    Die Höhle war nicht leer, als wir sie erreichten. Der Adlerclan war bereits dort, doch die sonst so kampflustigen Krieger machten uns ohne zu zögern Platz. Nur hier und da streifte uns ein böser Blick, ein gehässiges Wort wurde gemurmelt. Rabe und Adler, so heißt es, standen schon immer im Streit miteinander. Der Adler sei zu Stolz, der Rabe zu herzlos. Doch nun saß Anführer neben Anführer, denn der Sturm war ihrer beider Feind.

    Es war eine merkwürdige Nacht. Merkwürdig in vielerlei Hinsicht. Zum einen war da das Heulen des Windes, das durch die Ritzen im Gestein wie ein verzerrtes Wimmern klang. Dann der Geruch der Katzen, gegen die ich schon in etlichen Schlachten gekämpft hatte und die nun friedlich neben mir schliefen. Und zum Schluss das Murmeln der beiden Heiler, die sich scheinbar in Alpträumen hin und her wälzten. Ich kann mich nicht erinnern geschlafen zu haben.
    Der nächste Tag schlich sich lichtlos herbei. Der Sturm hatte sich nicht gelegt. Im Gegenteil. Er schien noch schlimmer geworden zu sein und tobte, wie ein wütendes Junges. Als die Heiler aber erwachten, brach das wahre Unglück an, denn sie hatten sich einen Traum mit den Sternen geteilt. “Der Sternenclan hat uns eine Prophezeiung überbracht.“ sagte Bussardfeder in das bestürzte Schweigen hinein. “Fänge aus Dunkelheit werden euch zerreißen und fortspülen, erscheint nicht ein Licht am Rande des rasenden Flusses, euch zu retten.“ fuhr Erdherz für ihn fort. Sie hatte eine tiefe und tragende Stimme und als sie nun diese dunklen Worte sprach, schien es in der Höhle kälter und enger zu werden.

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    Arme Flusslicht. Die Augen aller richteten sich auf sie, war sie doch diejenige, deren Name die Prophezeiung zu sagen schien. Ich will nicht sagen, da
    Arme Flusslicht. Die Augen aller richteten sich auf sie, war sie doch diejenige, deren Name die Prophezeiung zu sagen schien. Ich will nicht sagen, dass ich sie für schwach gehalten hätte oder für zu unwissend. Immerhin war sie die Tochter meines Sohnes Regenmond. Und doch, sie schien mir zu jung zu sein. In ihren grünen Augen spiegelte sich Überforderung wieder, wenn nicht gar Verzweiflung. Verständlich. Die Ungewissheit um das Ausmaß der Bedrohung brachte schließlich große Unsicherheit, ganz zu schweigen davon, dass die Form des Unheils gänzlich unbekannt war. Da stand sie also, meines Sohnes Tochter, und die Hoffnung zweier Clans lastete so schwer auf ihren Schultern, dass ihre Beine erzitterten. „Wir können dich nicht auf das Vorbereiten, was kommen wird.“ sagte Erdherz leise. „Aber der Sternenclan wird wohl wissen, warum er dich gewählt hat.“ Flusslicht senkte Kopf und Blick, als wäre es ihr eine Ehre, als Erlöserin Vieler dem Tod ins Angesicht zu sehen. Vielleicht war es das ja auch. Man muss ihr lassen, dass sie sich tapfer hielt. Als sie sich gefasst hatte, verriet nichts mehr ihre Zweifel und ihr Blick war stark, als sie uns allen versicherte, ihr bestes zu geben. Natürlich würde sie das tun. Doch würde das reichen? War sie wirklich diejenige, die mein Leben retten sollte? Ich war mir nicht so sicher. Die Zeichen schienen so klar, und doch protestierte ein Teil meines Verstandes dagegen.

    Der Sturm legte sich so plötzlich, wie er sich erhoben hatte. Eben noch rüttelte der Wind an den Steinen, kurz darauf, war es geisterhaft still. „Zeit zu gehen.“ sagte Falkenstern kühl, doch seine Körpersprache signalisierte sichtbare Erleichterung. Wahrscheinlich hatte er einen Streit unter den Kriegern befürchtet, der auf beiden Seiten viele Leben gekostet hätte. Doch wie durch ein Wunder war alles friedlich gewesen und auch jetzt erhoben sich Rabenkrieger wie Adlerkrieger ohne einander böses zu wollen. Nacheinander verließ Katze um Katze die Höhle. Ich war eine der letzten, die eine Pfote in den warmen Sand setzte. Ich blinzelte noch gegen das grelle Sonnenlicht an, als ich schon merkte, dass etwas nicht stimmte. Die Katzen waren stehen geblieben wie erstarrt, niemand sagte ein Wort. Ich setzte Dampfjunges, den ich für Waldregen getragen hatte, auf den Boden. Und dann sah ich es auch. Sie hingen an den roten Felsen, als wären sie mit ihnen Verwachsen, ihre Pelze waren von fremden Farben getränkt. Vorne, neben der verstopften Quelle, stand ihre Anführerin und ihre Erhabenheit machte mich sprachlos. Sie war beinahe doppelt so groß wie Steppenstern und ihr Körper war schlank und stark wie der eines jungen Pumas. Auf ihr dickes, silbernes Fell waren blaue Zeichen und Formen gemalt, deren Bedeutung ich nicht zu sagen wusste. Ich musste schwer schlucken, als ich erkannte, dass der verächtliche Blick ihrer klaren grünen Augen uns galt. Der Sturm musste sie gebracht haben. „Es sind die Sandkatzen.“ hauchte Waldregen neben mir entsetzt. „Sie sind es.“ sagte ich und erinnerte mich daran, wie ich einst Regenmond die Geschichte der Katzen erzählte, die nur von Luft und Sand lebten.

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    ((cur)) – Vor langer Zeit einmal, mein kleiner Sohn, da erzählte man sich eine Geschichte über ein Junges, das während eines großen Sturms gebor
    – Vor langer Zeit einmal, mein kleiner Sohn, da erzählte man sich eine Geschichte über ein Junges, das während eines großen Sturms geboren wurde. Eine starke kleine Kätzin, die schon kurz nach ihrer Geburt die Augen aufschlug. Sie war anderes, als die anderen. Ihr Fell hatte die Farbe der Luft und ihre Sprache war die des Windes. Sie verstand unsere Worte nicht und wuchs zu schnell, als das sie eine gewöhnliche Katze hätte sein können. Doch wenn sie lief, waren ihre Schritte lautlos und leicht, wie fallende Federn. Schon bald munkelte man, sie sei die Tochter des Windes, eine Sturmgeborene, die nun im Katzengleichen Körper über die Erde wandelte. Niemand gab ihr je einen Namen, schien doch keiner der richtige zu sein. Als die junge Kätzin älter wurde, wuchs sie zu einer strahlenden Schönheit heran, die nur einen leisen Windzug brauchte, um zu reisen, wohin sie nur wollte. Als klar geworden war, dass sie eine fremde Sprache sprach, hatte niemand mehr versucht sie anzusprechen und die Windläuferin hatte auch nie Interesse daran gezeigt, die Worte der Clans zu erlernen. So kam es, dass sie nichts verhindern konnte, als die ersten Krieger begannen gegen sie aufzuhetzen. „Ein Wesen wie sie ist zu mächtig, um unter uns zu leben.“ sagten die einen. „Und was tun wir, wenn sie sich gegen uns wendet.“ klagten die anderen. Einen Mond brauchte es, da beschloss der Anführer dem Drängen seiner Katzen nachzugeben. „Jagd sie fort.“ ordnete er an. „Sorgt dafür, dass sie keine Pfote mehr in unser Lager setzt.“ So geschah es. Sie vertrieben sie mit Krallen und Zähnen und sie floh mit dem Wind in die Weiten der Rotwüste. Ihr Herz jedoch war ein reines gewesen, so zart und freundlich wie ein Blütenblatt im Sonnenlicht. Und als es nun verraten wurde, da brach es und wurde hart wie Stein. Lange, lange Zeit hörte niemand mehr etwas von der Windläuferin. Sie schien endgültig verschwunden zu sein. Doch dann fand man die Leichen zweier Schüler am Rande der Wüste. Es war kein Blut an ihnen. Sie waren erstickt. Furcht breitete sich im Clan aus wie ein Lauffeuer. „Sie hat sich die Wüste zum Territorium gemacht und wird jedem das Leben nehmen, der ihre Grenzen übertritt.“ So sagte man. Niemand wagte sich mehr in die Rotwüste, doch immer wieder wurde von Gestalten berichtet, die wie Schatten an den Felswänden der Canyons hingen und hin und wieder sah man undeutliche Pfotenspuren im Sand. „Nun hat sie einen Clan gegründet und eines Tages wird sie gegen uns in den Kampf ziehen. Mögen die Sterne mit uns sein.“ Die Sandkatzen nannte man sie und es wird behauptet, dass sie Sand fressen und Luft trinken, um am Leben zu bleiben. Die Windläuferin ist ihre Anführerin und wartet noch immer auf den Tag ihrer Rache. -

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    Eine Gruselgeschichte. Eine Geschichte für die Jungenstube. Doch da stand sie leibhaftig, die geheimnisvolle Windkätzin und ihre Krieger starrten vo
    Eine Gruselgeschichte. Eine Geschichte für die Jungenstube. Doch da stand sie leibhaftig, die geheimnisvolle Windkätzin und ihre Krieger starrten von den Felsen in aller Grimmigkeit auf uns herab. „Parré-sa zuk van!“ Ihre Stimme war leicht und rein wie der klare Morgen und doch hatten ihre Worte eine Schärfe, die niemand verleugnen konnte. Undeutbare Rätselworte. Flusslicht bewegte sich nur zögerlich, ihr Körper zitterte vor Angst. Doch tapfer setzte sie Pfote vor Pfote, bis sie vor der großen Kätzin stand. „Lasst uns ziehen, Fremde, die ihr in den Wüsten lebt. Wir haben nichts gegen euch getan.“ Die Stimme meiner Enkelin war so dünn und zart. Ein kleines Junges. Oh, wie ich sie beschützen wollte. Keine der Sandkatzen verstand, was sie sagte und ich glaube selbst wenn – es wäre egal gewesen. „Friramon!“ rief die Windläuferin zornig und auf ihr Zeichen hin lösten sich die Schatten vom Fels und fielen wie Nachtgestalten mit scharfen Klauen über uns her.

    Ich habe schreckliches gesehen. Dinge, die ich hier nicht wiederholen möchte. Mein Sohn Regenmond verlor in dieser Schlacht sein leben. Es war nicht so, dass er eine Chance gehabt hätte. Weder Rabe noch Adler konnte es mit dem Wind aufnehmen. Das Blut tropfte in den Matsch um die Quelle, auf nackten Stein und feinen Sand. Niemand machte einen Unterschied zwischen Krieger und Königin, Anführer und Schüler. Als die Schreie meiner Lieben den Himmel erfüllten wanderte mein Geist davon und zog weit hinaus in die rote Wüste. Mein Herz hatte seit jeher gewusst, was es tun sollte. Mein körperloses Ich schloss die Augen und blickte durch die Wolken hindurch zu den Sternen und mit verschlossenen Ohren lauschte ich dem, was die Wüste zu sagen hatte. Es ist ein wunderschönes Lied, das sie singt. Keine Stimme wird es je erfassen können. Der Sand war großzügig, er schenkte mir viele Worte. Doch ich brauchte nur eins.

    Als ich wieder in meinem alten Körper steckte und die Augen öffnete, war die Hälfte der Katzen bereits tot. Die Windläuferin stand direkt vor mir und sah mich an, als würde sie auf etwas warten. Als wüsste sie es. Als hätte ich das, was sie sich in ihrem endlos langem Leben so sehnlich herbei gesehnt hatte. „Namnoswyn.“ hauchte ich und es war das letzte Wort, das über meine Lippen kam. Kein sterblicher ist je vollkommen genug die Sprache der Wüste zu lernen. Das wusste ich. Ich hatte keine Angst, als ich gehen musste. Hinauf zu den Sternen, wo Regenmond schon auf mich wartete, die kleine Flusslicht an seiner Seite. Das Herz der Windläuferin aber erstrahlte und der Stein schmolz um ihre Seele. Nur ein Zeichen von ihr und die Sandkatzen verschwanden dahin, woher sie gekommen waren und sie kehrten niemals mehr zurück. Der Rabenclan und der Adlerclan leben seit diesem Tag in Frieden, doch wer die Prophezeiung erfüllte, dass wissen nur jene, die wie ich auf die andere Seite gegangen sind.

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    Nun meine Liebe, das ist die wahre Geschichte. So, wie sie sich zugetragen hat und nicht anders. Vielleicht willst du wissen, was das Wort bedeutete,
    Nun meine Liebe, das ist die wahre Geschichte. So, wie sie sich zugetragen hat und nicht anders. Vielleicht willst du wissen, was das Wort bedeutete, das ich damals gebrauchte. Ja? Ich denke, dass ich es dir getrost sagen kann. Es ist ein einfaches Wort und doch kommt es so manchem nur schwer über die Zunge und noch schwerer ins Herz. Verzeih!

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1485966175
Die Stimme der Wüste [Warrior Cats Fanfiktion ...
Die Stimme der Wüste [Warrior Cats Fanfiktion ...
Während eines Sturms erhalten die Heiler zwei verfeindeter Clans eine düstere Prophezeiung, laut der nur das Licht am Rande des Flusses das Leben aller retten kann. Doch ist die junge Kriegerin Flusslicht wirklich die Auserwählte? Eine Älteste mit mu...
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2017-02-01
406A
Warrior Cats

Kommentare (18)

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*Silberherz* ( von: *Silberherz*)
vor 262 Tagen
Ja! Bitte mach das! Du hast echt Talent!
SundayRain123 ( von: SundayRain123)
vor 277 Tagen
Oh man, Danke Sanddornblüte, das motiviert mich jetzt echt langsam, mal eine richtige Warrior Cats FF zu schreiben! *-*
iyune ( von: Sanddornblüte)
vor 278 Tagen
oh gott ich weis nicht sagen soll....diese geschichte ist einfach nur. .herzergreifend wunder wunder schön geschrieben..in dieser geschichte merkt man erst richtig das geschichten fast mafisch sein können...in dieser geschichte hat man die magie deutlich gemerkt es war einfach fantastisch geschrieben....ich bitte dich, ich bitte dich von ganzen herzen schreib noch nehr geschichten, und das meine ich alles wirklich ganz ernst..

LG iyune😘
Sandi ( von: Sanddornblüte)
vor 278 Tagen
Die Geschichte ist so wunderschön!😭Ich könnte sie tausend mal am Tag lesen! 😍😍😘😘💚💚💚💚Sie ist so wunderbar! Ich kann sie gar nicht in Worte fasse!
Mondgesicht ( von: Mondgesicht)
vor 279 Tagen
Danke❤️😘
SundayRain123 ( von: SundayRain123)
vor 279 Tagen
Awwwww, Danke Mondgesicht. :D
Ich finde übrigens deinen Namen total süß!
Mondgesicht ( von: Mondgesicht)
vor 279 Tagen
Eine unfassbar gute Geschichte!😍 Du hast einen wunderschönen, unbeschreibbaren Schreibstil❤️ Man kann sich die Geschichte sehr gut bildlich vorstellen, du schreibst detailliert und fließend. Das Ende mit dem Verzeih war das Beste und hat die Geschichte wunderbar abgeschlossen.
SundayRain123 ( von: SundayRain123)
vor 284 Tagen
Danke big dream :D.
big_dreams ( von: big_dreams)
vor 285 Tagen
Die ist einfach megaaaaa gut geschrieben! Ich finde es auch erstaunlich das die "älteste" noch eine profi erfüllt!
SundayRain123 ( von: SundayRain123)
vor 285 Tagen
Danke, Fuchsi, das ist echt lieb. :)
Fuchsi ( von: Fuchsi)
vor 285 Tagen
Ich liebe deine Geschchte! *-*
Sie ist vielleicht nicht mega lang, aber das muss sie auch nicht sein, denn sie ist durch deinen wunderbaren Schreibstil und die Spannung, die es nie langweilig werden lässt, schon vollkommen genug ;D
..und naja, ich denke dass kurze Geschichten, die beendet werden, besser sind als lange, die irgendwann in der Mitte abgebrochen werden.
SundayRain123 ( von: SundayRain123)
vor 287 Tagen
Oh, Dankeschön Silberherz! *rot werd*
*Silberherz* ( von: *Silberherz*)
vor 287 Tagen
Wirklich, du bist so unfassbar talentiert. Es macht Spaß, die Geschichte zu lesen, es ist bewegend, es ist mitreißend... Es ist klasse! Großes Lob!
SundayRain123 ( von: SundayRain123)
vor 287 Tagen
Danke Kleeblatt :D Ich freue mich, dass das euch die Geschichte gefällt :)
Kleeblatt 🍀 /Free Spirit (24400)
vor 287 Tagen
Die Fortsetzung war einfach toll. Es war so schön geschrieben
und besonders das am ende mit dem Wort Verzeih❤. Es ist kaum
in Worte zu fassen so schön hast du geschrieben
free spirit(von kleeblatt 🍀) (40852)
vor 289 Tagen
Du hast mega gut geschrieben und das auch noch mit deine
ersten Fanfiktion! Freue mich auf die Fortsetzung!
*Silberherz* ( von: *Silberherz*)
vor 289 Tagen
Und dazu ist sie richtig gut! Freue mich auf Fortsetzung!
SundayRain123 ( von: SundayRain123)
vor 294 Tagen
Meine erste Fanfiktion :D.