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The Dragon Girl #13

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2 Kapitel - 3.517 Wörter - Erstellt von: Lydia - Aktualisiert am: 2017-01-31 - Entwickelt am: - 1.244 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 2 Personen gefällt es

Ein Bote kommt und ruft sie in ihr Land und dort muss sie für ihr Volk kämpfen. Jedenfalls für die, die noch übrig sind. Welche Entdeckung sie mach und wer ihrer Freunde im Kampf sein Ende findet, werdet ihr hier erfahren…

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    1. Kapitel Nach dem Frühstück begab ich mich in mein Gemach. Ich legte ich auf mein Bett und dachte nach. Da klopfte es an der Tür. Augenblicklich
    1. Kapitel
    Nach dem Frühstück begab ich mich in mein Gemach. Ich legte ich auf mein Bett und dachte nach. Da klopfte es an der Tür. Augenblicklich wanderten meine Mundwinkel nach oben. Das konnte nur einer sein. Ich setzte mich auf und sagte laut: „Herein!“ Ich irrte mich nicht. Er war es. Doch etwas ließ mich stutzen. Er sah bekümmert, traurig und wütend aus. Ich zog die Augenbrauen zusammen. Was hatte er? Ich sprach meine Gedanken aus und fragte: „Legolas, was ist?“ „Gerade ist ein Bote gekommen. Du möchtest ihn sicher sprechen.“ Er sagte es traurig und auch ein bisschen wütend. Verwirrt starrte ich ihn an. Dann durchzuckte mich ein schrecklicher Gedanke und ich sprang auf. Ich ließ Legolas stehen und rannte los. Einige Diener starrten mich an als ich an ihnen vorbeirannte, doch das war mir egal. Ich kam in der Halle an. Dort standen die anderen mit einem Fremden. Sie redeten mit ihm. Als ich eintrat sah Gandalf mich an. Dann deutete er auf mich. Alle drehten sich um, auch der Fremde. Es war ein Drachenelb. Ich schluckte. Er kam auf mich zu und verbeugte sich. „Meine Königin“, sagte er. Ich atmete noch schwer und nickte nur. „Was ist los?“, fragte ich, obwohl ich die Antwort bereits wusste. Der Drachenelb begann zu erzählen: „Wir wurden angegriffen. Man fragte nach Euch, doch Anadá und Andoel gaben nichts über Euren Aufenthaltsort preis. Es sind viele gestorben. Wir übrig gebliebenen flohen in die Berge, die anderen wurden gefangen genommen. Wir wissen nicht ob sie noch leben.“ Ich atmete zitternd ein. Dann fragte ich: „Wie viele seid ihr, die in den Bergen Zuflucht gesucht haben?“ „Ein paar hundert“, sagte er. Ich starrte ihn an. „Und die übrigen!“, fragte ich fassungslos. „Sind tot oder gefangen genommen“, sagte er. Ich starrte ins nichts. Tot oder gefangen genommen. Die Worte hallten in meinem Kopf wieder. So viele! Ich hatte meine Pflicht als Königin nicht erfüllt. Ich hätte da sein und für mein Volk kämpfen sollen! Ich unterdrückte die Tränen die in mir hochstiegen. Ich hatte mein Volk im Stich gelassen. Einmal atmete ich tief durch, dann wandte ich mich an die anderen und sagte: „Ich werde nach Amlugdôr fliegen und sehen, was ich machen kann!“ „Aber du kannst nicht einfach so aufbrechen!“, sagte Gandalf. Ich warf ihm einen Blick zu und der weiße Zauberer verstummte augenblicklich. Dann sah ich zu dem Boten und sagte: „Wir brechen auf der Stelle auf! Fliegt voraus!“ Er nickte ehrfürchtig und breitete seine Flügel aus. Ich tat es ihm gleich, hielt dann noch einmal inne und sah zu Aragorn. „Sag Legolas, dass er sich keine Sorgen machen muss!“, flüsterte ich ihm zu und er nickte. Dann flog ich dem Boten hinterher hinaus und in mein Reich, in dem ich dringend gebraucht wurde.
    Nach mehreren Stunden Flug kamen wir an die Berge von Amlugdôr. Sie waren groß und mächtig, so wie die Drachen, die einst in den versteckten Höhlen in ihnen hausten. Doch dann flog der Bote zu einer kaum zu entdeckenden Spalte. Sie war dünn, kein Troll würde dort hineinkommen und Orks und Uruks nur hintereinander. Gewieft! Doch wir Drachenelben waren eben auch Elben und die waren für ihre Schlauheit bekannt. Wir mussten hindurchgehen, da unsere Flügel nicht durchpassten. Ich faltete sie auf meinem Rücken zusammen und lief dem Boten hinterher. Wie kamen ans Ende der Spalte, wo eine Höhle war. Es war stockdunkel. Da sagte der Bote mit fester Stimme: „Naur!“ (Übersetzung: Feuer) Im nächsten Moment ging eine Fackel an. Naur musste ein Losungswort sein. „Wer ist da?“, fragte jemand. „Ich bin es, Candel. Ich bringe die Königin!“, sagte der Bote, also Candel. Sofort gingen mehrere Fackeln an. Die Wachen verbeugten sich. „Eure Hoheit“, sagte der Eine und brachte mich in eine andere große Halle. Es war wirklich erschreckend, dass das alle waren, die entkommen konnten. „Analie!“, kreischte eine Stimme. Ich wusste nur zu gut, wem sie gehörte. „Anadá!“, kreischte auch ich. Wir fielen uns in die Arme und weinten vor Glück. Ich hatte bereits Angst gehabt, sie könnte tot sein. Dann hätte ich noch jemanden verloren, von den Menschen, die ich brauchte. Wäre auch sie auf ewig gegangen, hätte ich das nicht auch noch verkraftet. „Ich bin so glücklich das dir nichts passiert ist“, flüsterte ich und sprach meine Gedanken aus. „Und ich erst“, sagte sie, „Als sie nach dir gefragt haben, hatte ich Angst, sie könnten dich finden!“ „Mir geht’s gut!“, sagte ich. Dann sah ich mich um. Die Drachenelben hatten überall in der Höhle kleine Lager errichtet. Ich atmete tief durch, dann wandte ich mich an Anadá: „Wie sieht es aus mit Vorräten und Waffen?“ „Wir haben gerettet, was wir retten konnten“, sagte sie, „Doch es ist nicht viel. Bald wird nichts mehr übrig sein.“ Ich biss mir auf die Lippe und dachte nach. Mir fiel nur eine Möglichkeit ein. „Packt die Sachen die wir haben. Wir fliehen von hier. Alle sollen sich in Gruppen von fünf bis acht Personen aufteilen. Nacheinander werden wir hinausfliegen, um kein Aufsehen zu erregen. Währenddessen starten einige ein Ablenkungsmanöver, dass auch ja keine Orks uns bemerken. Wir sammeln uns an der Úruvaspitze (Übersetzung: feurig). Von dort aus fliegen wir nach Düsterwald.“ Anadá nickte und lief los um alles zu organisieren. Währenddessen lehnte ich mich an eine Felswand und atmete einmal tief durch. Meine Gedanken wanderten zu Legolas. Was er wohl gerade machte? Ob er auch gerade an mich dachte? Was er wohl über meinen überstürzten Aufbruch dachte? Fragen auf die ich keine Antwort hatte. Da kam eine Gestalt auf mich zu. Ich betrachtete sie genauer und merkte, dass es Andoel war. Er nickte mir zu und gesellte sich zu mir. Die Gegenwart von jemandem war angenehm. Schließlich brach er das Schweigen und fragte: „Wir brechen also heute auf?“ „Ja“, antwortete ich, „Hier werden wir nicht lange überleben. Wir haben zu wenig Vorräte. Thranduil wird uns gut aufnehme. Jedenfalls hoffe ich das.“ Andoel nickte nur. Dann kam Anadá zu uns und sagte zu mir: „Die Gruppen wurden aufgeteilt. Du solltest kommen.“ Zu meiner Überraschung bemerkte ich, dass sie Andoel nicht ansah, ja, sie mied sogar seinen Blick. Ich nickte und folgte ihr. Andoel blieb mit hängendem Kopf zurück. Stirnrunzelnd sah ich Anadá an. „Was ist los?“, fragte ich sie. Zu meinem Entsetzen bemerkte ich, wie sich Tränen in ihren Augen sammelten. „Ich bin schwanger!“, stieß sie dann hervor. Im ersten Moment kapierte ich nicht. Dann umarmte ich sie freudestrahlend und rief: „Das ist ja fantastisch!“ Die umstehenden Drachenelben sahen uns verwirrt an. Ich wurde rot. Was sie nun wohl von ihrer Königin dachten? Es war mir in diesem Moment egal, immerhin war meine beste Freundin schwanger! Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, doch es erlosch schnell wieder. Verwundert sah ich sie an. „Freust du dich denn nicht?“, fragte ich sie irritiert. „Doch… schon… aber ich hab Angst vor seiner Reaktion“, sagte sie kleinlaut. Ich schlug mir mit der flachen Hand gegen die Stirn. Dann packte ich sie an den Schultern und sah ihr fest in die Augen. „Anadá! Er liebt dich, das weißt du ganz genau! Er wird sich freuen, immerhin wird er Vater! Ich kann ja verstehen, dass du Angst hast, aber das darf euch doch nicht auseinander bringen!“, sagte ich eindringlich. Sie schaute zögerlich. Dann meinte sie: „Du hast ja recht! Ich werde es ihm sagen!“ Sie schien zu ihm gehen zu wollen, doch da rief eine der Wachen: „Angriff! Sie greifen uns an!“ Ob es in meinem Blut lag, oder ob ich das einfach konnte, wusste ich nicht. Panik brach aus, doch ich blieb vollkommen ruhig. „SÉRE!“, rief ich und schlagartig verstummten alle. (Übersetzung: Ruhe (Quenya)) Alle sahen mich an. Ich zuckte wegen dieser plötzlichen Aufmerksamkeit nicht mit der Wimper. Ruhig, nahezu gelassen sagte ich: „Die Gruppe, die das Ablenkungsmanöver starten sollte, geht zum Ausgang. Dort verteidigt sie uns solange, bis ich zum Rückzug rufe, oder alle vernichtet sind. Die Flüchtigen fliegen geordnet in ihren Gruppen zur Ùruvaspitze. Dort treffen wir uns und fliegen ins Waldlandreich.“ Woher ich diesen Plan so schnell her hatte, wusste ich nicht, doch ich wusste das es das einzig richtige und logische war. Auf der Stelle folgten alle meinem Befehl. Auch das Volk schien absolut ruhig. Ich schien auf sie abgefärbt zu haben. Dann sah Anadá mich an und fragte: „Und wo sollen die Flüchtigen raus?“ „Schmelz mit ein paar anderen einen zweiten Ausgang“, sagte ich sofort. Sie nickte und lief sofort los. Ich ging unterdessen zu den Drachenelben, die den Eingang verteidigen würden. Andoel war unter ihnen. Das behagte mir nicht. Doch ich konnte nichts dagegen tun. Ich war keine Tyrannin, mein Volk konnte frei entscheiden. Ich zog Amlug-ûr. Auch die Krieger zogen ihre Waffen. Sie sahen mich an und ich wusste, dass ich nun eine Kampfansage machen musste. „Krieger von Amlugdôr. Vielleicht fliegen wir in einen hoffnungslosen Kampf, doch werden wir nicht aufgeben, solange noch in irgendeinem Wesen Ardas, das Blut der Drachenelben fließt. Und nun DAGO HÎN!“ (Übersetzung: Tötet sie!) Die letzten beiden Worte rief ich. Dann stürzte ich ihnen mit Kriegsgeschrei voran, den Gang entlang. Sie stürzten mir hinterher. Als ich auf die ersten Orks traf, tötete ich sie mit einem Wutschrei. Ein fürchterliches Gemetzel brach aus. Immer wieder fielen neben mir Drachenelben, was mir ein schlechtes Gewissen einbrachte. Doch ich hatte keine Zeit zum Nachdenken. Ich köpfte einen Ork und hieb einem zweiten mit dem Rückschwung des Schlags ebenfalls den Kopf ab. Dann stach ich einen nieder und verbrannte drei weitere. Ich fragte mich, wie viele Drachenelben bereits aus der Höhle geschafft waren. Doch ich konnte unmöglich umkehren und nachsehen. Immer noch köpfte und erstach ich Orks, doch es schienen einfach nicht weniger werden zu wollen! Das Gesindel musste doch auch irgendwann ein Ende haben! Oder würden wir vorher ein Ende finden? Während ich so in Gedanken war und eine Sekunde lang nicht aufpasste, stach mir ein Ork sein Schwert in die Hüfte. Ich starrte auf das Schwert, das bis zum Schaft in mir steckte. Wie in Trance, packte ich es und zog es raus. Dann köpfte ich den Besitzer des Schwerts. Ich ließ es fallen. Da merkte ich, wie dumm es gewesen war, das Schwert herauszuziehen. Das Blut floss nun in Strömen heraus. Ich riss einen Ärmel meines Oberteils ab und presste den Stofffetzen auf die Wunde. Mein Atem ging stoßweise und fiel mir schwer. In diesem Moment traf mich die Erkenntnis wie ein Schlag. Ich würde sterben. Ich würde unwiderruflich sterben. Doch da sah ich etwas an meinem Bauch. Ich runzelte die Stirn. Oh mein Gott! Es war eine ledrige Drachenhaut. Und das bedeutete, dass ich schwanger war. Bei schwangeren Drachenelbinnen war der Embryo von einer Art Drachenhaut umgeben, die nahezu undurchdringlich war. So war es fast unmöglich das Baby durch einen Stich in den Bauch oder ähnliches zu töten. Das Gute für mich war, dass damit keine lebenswichtigen Organe getroffen worden waren und ich eventuell eine Chance hatte. Aber der Blutverlust war so stark, dass ich diesen Gedanken wieder verwarf. Doch nun musste ich an das Baby denken. Ich konnten es nicht sterben lassen. Ich trug Verantwortung ihm gegenüber. Und gegenüber Legolas. Nein! Ich durfte nicht sterben! Was wohl geschah, wenn man sich weigerte in die Hallen des Mandos zu gehen? Ich würde es wahrscheinlich herausfinden. Ich dachte kurz nach. Ich musste die Blutung stoppen. Da hatte ich eine Idee. Ich verwandelte meine Haut an der Stelle, an der es blutete, in Drachenhaut. Es half. Ich stand mühsam auf, ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich zu Boden gesunken war. Dann sah ich mich um. Die Drachenelben kämpften immer noch, doch viele lagen am Boden. Da kam auf einmal Anadá angerannt. Sie hielt ein Schwert in der Hand, doch es sah nicht so aus, als wollte sie es benutzen. Sie lief zu mir und sagte: „Es sind alle draußen!“ Ich nickte. Sie starrte entsetzt meinen Bauch an. „Was ist passiert!“, fragte sie entsetzt. „Kommt drauf an, was du meinst. Die Verletzung oder das Baby?“, sagte ich mit zusammengebissenen Zähnen. Es tat weh. Sehr weh. Sie half mir auf. Ich holte Luft und rief: „Dan! Dan!“ (Übersetzung: Zurück! Zurück!) Augenblicklich gehorchten alle. „Anadá!“, rief jemand. Wir wandten uns um. Andoel lief auf uns zu. „Andoel!“, schrie Anadá und warf sich ihm in die Arme. Dann rannten wir zusammen los. Die beiden stützen mich ein wenig. Dann kamen wir zum Ausgang. Anadá hatte einen guten Durchgang geschmolzen. Es dampfte und Lava floss über den Boden, doch Drachenelben machte Hitze nichts aus. Wir rannten hindurch und schwangen uns dann in die Lüfte. Die Drachenelben, die überlebt hatten, folgten uns. Wir flogen zur Ùruvaspitze, wo das restliche Volk auf uns wartete. Ich machte gerade den Mund auf um etwas zu sagen, als ein Pfeil von unten neben mir vorbeischoss. „ZUM DÜSTERWALD!“, schrie ich, als ein Pfeilhagel von unten kam. Nicht wenige Drachenelben fielen in dieser Nacht vom Himmel. Schreie um mich herum und die Angst, selbst getroffen zu werde. Doch diese Angst wurde überschattet, von der Angst um die, die man liebt. Ich nahm Anadás Hand. Mit der anderen hielt sie Andoel, scheinbar in der gleichen Angst wie ich. Ich sah hinunter. Immer noch schossen die Orks auf uns. Es war ein riesiges Heer und jeder von ihnen zielte auf uns. Doch wenn wir nach Düsterwald wollte, mussten wir direkt darüber fliegen. Doch dann sah ich endlich das Ende. Gleich würden wir wieder über Felsen fliegen und das Schreckensheer hinter uns lassen! Die letzten Meter! Wir kamen an die Kannte des Felsens… Ein Schmerzensschrei unmittelbar neben mir und ein Gewicht an meiner Hand, dass mich nach unten zog. Panisch sah ich hinab. Anadá schien zu fallen, doch als ich genauer hinsah, bemerkte ich, dass sie etwas anderem hinterherflog. Und diese etwas war Andoel. Ich stürzte ihr nach. Andoel krachte auf den Felsen, ein Pfeil hatte seinen Rücken durchbohrt. Man sah auf Anhieb, dass das nicht zu kurieren war. Der Pfeil hatte sein Herz durchbohrt. Anadá landete neben ihm. Tränen strömten über ihr Gesicht. Sie hielt seine Hand. Ich landete ebenfalls neben ihm. Sie kniete sich neben ihn. Sein Atem ging flach und war unregelmäßig. „Anadá!“ Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern und war schwach. Das er sprach, führte nur dazu, dass sie noch mehr weinte. „Schhhh!“, tröstete er sie, obwohl er gerade starb. „Andoel!“, sagte sie mit erstickter Stimme, „Ich bin schwanger!“ Da breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus und er sagte: „Das ist ja wundervoll!“ Er legte eine Hand an ihre Wange. Sie nahm sie und legte sie auf ihren Bauch. Ein noch breiteres Lächeln erschien auf seinem Gesicht. „Werde glücklich!“, hauchte er noch, dann wurden seine Augen starr und seine Hand fiel zu Boden. „Nein!“, schrie Anadá, „Andoel! ANDOEL!“ Ich nahm ihre Hand. „Wir müssen weiter!“, flüsterte ich. Mit tränenüberströmtem Gesicht sah sie mich an. Dann holte sie zitternd Luft und nickte. Sie konnte noch nicht richtig Fliegen, sie schien unter Schock zu stehen, also half ich ihr. Bald holten wir die anderen Drachenelben ein, die auf uns, oder bessergesagt mich, gewartet hatten. Ich nickte nur traurig. Dann flogen wir weiter. Anadá konnte nach einer Weile wieder selbst fliegen, doch immer wieder strauchelte sie. Dann half ich ihr immer, bis sie wieder ihre Balance gefunden hatte. Sie tat mir so unendlich Leid, denn ich konnte ihren Schmerz nachvollziehen. Und so etwas wünschte ich niemandem. Absolut niemandem. Denn dieser Schmerz war so viel schlimmer, wie körperlicher. Er fraß einen von innen auf in seiner Verzweiflung und Trauer. Er verbrannte, folterte, tötete einen. Und man konnte absolut nichts tun, außer sich zusammenkauern und warten und beten, dass es endlich vorbeigeht. Und so musste Anadá sich nun fühlen. Aber wer weiß, vielleicht war sie noch zu geschockt um irgendetwas zu fühlen. Doch ein Blick in ihr Gesicht reichte um zu wissen, dass sie litt. Sehr litt. Wir kamen schließlich an die Grenze Düsterwalds, wo uns einige Wachen entgegentraten. „Was wollt ihr hier, in Düsterwald?“, fragten sie uns. Ich, als die Königin, trat vor und sagte: „Wir sind aus Amlugdôr geflohen und nun heimatlos. Euer König ist ein Freund unseres Reiches und wir wollen bitten ihn, uns für die Zeit dieses Krieges aufzunehmen“ Die Wachen nickten und führten uns durch den Düsterwald, bis zum Palast von König Thranduil. Wir traten ein und die meines Volkes, die noch übrig waren, wurden sofort versorgt. Ich und Anadá wurden indes zu Thranduil gebracht. Er saß auf seinem Thron. Als wir eintraten, sah er auf. Erschrocken sah er mich an. Ich musste ziemlich schlimm aussehen, mit dem ganzen Blut. „Königin Analie!“, rief er. Er lief auf uns zu. Erst da, bemerkte ich, dass der Boden näherkam. Thranduil stützte mich. „Was ist geschehen?“, ragte Thranduil bestürzt. Ich fand es gut, dass er endlich Gefühle zeigte und nicht absolut monoton war. Das hatte einen immer so aufgeregt. „Wir wurden in Amlugdôr angegriffen und sind hierher geflohen. Könnt ihr mein Volk aufnehmen?“, fragte ich, immer noch auf die Förmlichkeiten bedacht. „Natürlich!“, sagte er. Dann kam zu meiner Überraschung, Tauriel herein. Erfreut sah ich zu ihr, dann kam der Boden aber wieder näher. Tauriel stützte mich. „Komm!“, sagte sie sanft. Sie brachte mich und Anadá in ein Zimmer. Anadá, die nicht verletzt war (wenn man von der weitaus schlimmeren Wunde in ihrem Herzen absah) setzte sich auf einen Stuhl und atmete erst mal tief durch. „Was ist geschehen?“, fragte Tauriel, als sie mich ins Bett legte und einige Kräuter aus der Schulblade kramte. Ich erzählte ihr alles. Auch Andoels Tod ließ ich nicht aus, auch als Anadá wieder zu Weinen anfing. Tauriel lauschte mir aufmerksam. Als ich ihr das, mit der Schwangerschaft erzählte, starrte sie mich verwundert an. Auch Anadá war immer noch ziemlich überrascht. Als ich geendet hatte, war es erst einmal eine Weile still. Dann fragte Tauriel: „Und wie bist in dem Zustand, von Amlugdôr hierhergeflogen?“ Erst als sie es Aussprach, wunderte ich mich auch darüber. Umso mehr überraschte es mich, dass Anadá antwortete. „Sie ist die Königin. In Amlugdôr ist es von jeher so, dass der Regierende eine besondere Gabe besitzt. In Notsituationen bleibt derjenige dann immer vollkommen ruhig und weiß genau was zu tun ist. Ich weiß das, weil es bei mir auch so war, als ich im Amt der Truchsessin war.“ Ich nickte überrascht. Darum hatte ich also diese ganzen Pläne einfach so aus dem Hut zaubern können. „Und von wem ist das Kind?“, fragte Tauriel dann. Ich wurde scharlachrot und sah auf meine Hände. Tauriel hob eine Augenbraue. „Legolas“, murmelte ich. „Bitte was!“, fragte Tauriel. Ich nickte nur. Tauriel war völlig fassungslos. „Aber wann… wie…?“, stotterte sie. „Vor fast drei Tagen“, murmelte ich. „Und wie kommt es dann, dass es schon so groß ist?“, fragte Tauriel, immer noch fassungslos. „Bei Drachenelben dauert die Schwangerschaft nur drei Monate, die Kindheit aber so lang wie bei Elben.“, murmelte ich. (Bei Elben dauert die Schwangerschaft zehn Monate und Ausgewachsen sind sie mit 50.) „Wie genau willst du das eigentlich Thranduil erklären? Immerhin ist es von seinem Sohn!“, sagte Tauriel. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht! War wohl doch keine so gute Idee gewesen, nach Düsterwald zu fliegen. Na das konnte ja heiter werden!

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    Hallöchen!
    Mal wieder ein sehr trauriges Kapitel… Aber ich hoffe, es hat euch trotzdem gefallen! Schreibt mir doch mal in den Kommentaren, wie ihr die Idee fandet, Analie schwanger werden zu lassen! Und natürlich den Tod von Andoel… Nun denn, Namarië!
    LG Lydia

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1485436287
The Dragon Girl #13
The Dragon Girl #13
Ein Bote kommt und ruft sie in ihr Land und dort muss sie für ihr Volk kämpfen. Jedenfalls für die, die noch übrig sind. Welche Entdeckung sie mach und wer ihrer Freunde im Kampf sein Ende findet, werdet ihr hier erfahren…
http://www.testedich.de/quiz46/quiz/1485436287/The-Dragon-Girl-13
http://www.testedich.de/quiz46/picture/pic_1485436287_1.jpg
2017-01-26
402C
Herr der Ringe

Kommentare (41)

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Moosfeuer (55385)
vor 26 Tagen
Ich weiß, dass es die nächsten Teile schon gibt , hier aber trotzdem meine Antwort auf deine Fragen:
1. Ich mag die drachenelben, sie sind sehr kämpferisch und haben Ehrgefühl. Sie sind meiner Sicht her eher elbisch.
2. Ich fänd es schön wenn sie überleben.

Ich finde du hast einen schönen Schreibstil. Schreib bitte noch mehr. Vielleicht auch mal etwas mit Harry Potter? Oder etwas anderes, wieder mit Drachen?
VLG Moosfeuer
Namenlose ( von: Namenlose)
vor 128 Tagen
Coole Story, gefällt mir sehr gut.
Feuer (09302)
vor 131 Tagen
Oh mein gott war das süß von dir. Ich fühle mich geerhrt. Ich selbst habe auch eins geschrieben komme aber ihrgentwie nicht weiter. allerdings nicht unter dem namen Feuer. Ich fand deine FF richtig toll und jetzt richtig traurig das es aufhört. (schreibe in letzter zeit den zweiten teil meines eigenen buches bin autori weis also wovon ich spreche wenn ich es gut nenne!) Deine story war wirklich toll und warte sehensüchtig auf vieleicht eine anderes FF

Feuer
Itia (66476)
vor 155 Tagen
Hab jetzt alle vorhandenen Teile durch & es war soooo cool! Du hast echt ein großes Talent fürs schreiben^~^ Sonst keine Worte dafür!!...oh ja doch! WEITER SO!!!!
Feuer (73593)
vor 157 Tagen
Bitte bitte! wann kommt das nächste raus? ich warte jetzt schon ganz sehensüchtig darauf! Ich kann da nicht mehr aufhören zu lesen.
Lydia ( von: Lydia)
vor 196 Tagen
Vielleicht hab ich jetzt doch ein kleines bisschen Zeit... Ich versuche mein bestes zu geben!
Feuer (83005)
vor 199 Tagen
NEEEEIIIIIIIIIINNNN ich überlebe das nicht ... kannst du dein PC nicht Mitnehmen? ich werde deine Geschihten so vermissen
Lydia ( von: Lydia)
vor 218 Tagen
Wichtige Information! Die Geschichte ist NICHT fertiggestellt! Ich weiß echt nicht warum das da steht!
Lydia ( von: Lydia)
vor 236 Tagen
Hi liebe Leser, es tut mir leid, aber ich weiß noch nicht wann ich weiterschreiben kann, da es mir im Moment gesundheitlich nicht so gut geht. Bitte entschuldigt das.
LG Lydia
Lydia ( von: Lydia)
vor 243 Tagen
Vielen, vielen Dank für eure Kommentare ellysmiley und leah! Ich habe mich sehr gefreut! Und keine Sorge ellysmiley, das mit💗ie ist schon lange geplant *grins*
ellysmiley (36969)
vor 245 Tagen
Ich will das die Kinder überleben! Und gäbe es eine Möglichkeit das auch💗ie überlebt?
leah (43796)
vor 245 Tagen
Die Drachenelben sind eher elbisch würde ich sagen. Und es wäre schön wenn beide Kinder am leben ( auf jeden fall das von💗ie bitte. Bitte schreib die Geschichte weiter ich finde sie richtig toll!! Super Story!!
Lydia ( von: Lydia)
vor 252 Tagen
Vielen Dank für deine Antwort, legolas 03! Und keine Sorge, ich bin schon wieder eifrig am Schreiben!
legolas 03 (56507)
vor 253 Tagen
Ich finde Drachenelben sind eher elbisch,aber haben auch etwas menschliches an sich.Ich hoffe das Anadá und💗ie's Kinder überleben um auf die gestellten Fragen zurückzukommen.Hoffe es kommt bald wieder ein Teil!
Lydia ( von: Lydia)
vor 259 Tagen
Vielen Dank Cassie, für deinen Kommentar und deine Antwort! Ich brauche sie nämlich bald um weiter planen zu können. Und keien Sorge, der 15. Teil ist fast fertig!
legolas 03 (19800)
vor 262 Tagen
Einfach wundervoll geschrieben und ausgedacht.Mach weiter so!😄
Cassie ( von: Cassie)
vor 264 Tagen
Hey :)
Also zu deiner zweiten Frage ob das Kind oder die Kinder überleben sollen sage ich ja. sonst wäre es eine doppelter verlust zuerst seinen Mann zu verlieren und dann noch das Kind von ihm. Und was deine erste Frage betrifft kann ich dir nur sagen so wie du es beschrieben hast sind da sehr viele emotionen vorhanden ich habe die elben eher steif außer denen gegenüber die sie mögen (kommt mir so vor). Ich hoffe ich konnte helfen?. :)
Oh und bittte schreib weiter ich finde sie wirklich gut :)
Lydia ( von: Lydia)
vor 291 Tagen
Der dreizehnte Teil wurde in die falsche Kategorie aufgenommen... Warum kommt mir das bloß so bekannt vor?
Lydia ( von: Lydia)
vor 325 Tagen
So, jetzt ist alles wieder gerichtet! DANKE!
Lydia ( von: Lydia)
vor 327 Tagen
OK, man kann ihn jetzt wenigstens bei der Liste mit all den anderen Teilen finden